Bücher mit dem Tag "intrigen"
1.618 Bücher
- George R. R. Martin
Game of Thrones
(5.520)Aktuelle Rezension von: KlaraWg„A Song of Ice and Fire“ Game of Thrones ist eine beeindruckende und zugleich anspruchsvollste Fantasy-Reihen der Gegenwart. Der Autor erschafft eine düstere, realistische Welt voller Machtkämpfe, Intrigen und moralisch ambivalenter Figuren, in der es keine strahlenden Helden und kaum eindeutige Wahrheiten gibt. Gerade die enorme Tiefe der Charaktere macht den besonderen Reiz aus: Jede Figur handelt aus nachvollziehbaren Motiven heraus, selbst dann, wenn diese grausam oder egoistisch erscheinen.
Die Handlung ist geprägt von politischen Ränkespielen, überraschenden Wendungen und einer ständigen Bedrohung durch Gewalt und Verrat. Drachen, uralte Mächte und mythologische Elemente sind zwar vorhanden, stehen jedoch nie im Vordergrund, sondern fügen sich organisch in die komplexe Welt ein. Dadurch wirkt die Geschichte ungewöhnlich glaubwürdig, erwachsen und beklemmend.
Der Einstieg fiel mir allerdings schwer. Die teilweise sehr derbe, rohe Ausdrucksweise sowie die explizite Darstellung von Gewalt haben mich zunächst abgeschreckt, so sehr, dass ich mehrfach neu beginnen musste. Den Stil war stellenweise vulgär, drastisch und mitunter repetitiv. Dabei hängt die Wortwahl stark von der jeweiligen Perspektivfigur ab, aus deren Sicht das Kapitel erzählt wird, was die Unterschiede im Ton erklärt, aber nicht unbedingt angenehmer macht.
Im Vergleich zur Fernsehserie „Game of Thrones“ sind viele Szenen in den Büchern sogar noch deutlich direkter und expliziter formuliert, sowohl in Bezug auf Gewalt als auch auf Sexualität. Diese sprachliche Härte passt zwar zur gnadenlosen Welt der Geschichte, ist jedoch nicht für jeden leicht zu lesen. Auch der Schreibstil selbst ist nicht unbedingt überwältigend, sondern eher nüchtern und funktional. Seine Stärke liegt weniger in sprachlicher Schönheit als in der erzählerischen Wucht und Komplexität der Handlung.
Hat man sich jedoch eingelesen, entfaltet die Reihe eine enorme Sogwirkung und belohnt mit außergewöhnlicher Spannung, vielschichtigen Figuren und einer epischen Geschichte, die lange nachwirkt. Für Leserinnen und Leser, die politische, düstere und anspruchsvolle Fantasy schätzen, gehört „A Song of Ice and Fire“ zweifellos zu den herausragendsten Werken des Genres.
- Jane Austen
Stolz und Vorurteil
(4.078)Aktuelle Rezension von: S_MaltViel gibt es nicht zu sagen.
Zur Handlung sei der Klappentext gelesen.
Ein Klassiker, der es verdient, gelesen zu werden.
Ein bisschen Downton Abbey - ein bisschen Buddenbrooks; im sehr gefälligen Stil einer wunderbaren Autorin geschrieben.
Protagonisten, die man miterlebt, herrlich gezeichnet!
Ein Roman, der Gesellschafts-Kritik hinter der richtigen Portion an Romantik aufzeigt.
Kennt man zudem ein wenig die geschichtlichen Hintergründe, ist dieser Roman eine ganz klare Leseempfehlung!
- Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
(3.714)Aktuelle Rezension von: LunabyEin Mädchen ,dass jagen muss um ihren Vater und ihre zwei Schwestern über den Winter zu bringen und ausversehen einen Fae in Wolfsgestalt tötet . Bald darauf erscheint ein riesiges Biest und entführt Feyre in das Reich der Fae.
Ich fand das Buch toll, die Story hat mir gefallen und auch die Charaktere waren sehr sympathisch. Hab mir sagen lassen Band 2 soll noch viel besser sein und kann es kaum erwarten, ihn zu lesen.
Für mich eine absolute Empfehlung.
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Die Erwählte
(3.206)Aktuelle Rezension von: Angelina1804Der erste Band von Throne of Glass hat mich von Anfang an begeistert. Besonders gut gefallen hat mir die gute Mischung aus Spannung, Fantasy und Wettkämpfen, die dafür gesorgt hat, dass mich das Buch zu keinem Zeitpunkt gelangweilt hat. Die verschiedenen Prüfungen haben wieder immer für Nervenkitzel gesorgt und besonders den entscheidenden Kampf fand ich sehr spannend geschrieben. Generell ist es immer interessant zu erfahren, welcher Kandidat aus dem Wettkampf, bei dem es darum geht, wer der Champion des Königs wird, ausscheidet.
Ich habe es innerhalb von drei Tagen verschlungen, wobei mir auch der Schreibstil von Sarah J. Maas sehr gut gefallen hat, der meiner Meinung nach flüssig und fesselnd war.
Besonders Dorian, den Kronprinzen, mochte ich sehr gerne, weil er sehr charmant, humorvoll und gleichzeitig auch vielschichtig war. Das hat man vor allem an seinen Unterhaltungen mit Celaena, die ich auch ziemlich super fand, da sie selbstbewusst und clever ist, erkannt. Ihre Freundschaft mochte ich auch sehr gerne, genauso wie Celaenas mit Nehemia. Auch Nehemia, die Prinzessin von Eyllwe, die nicht so ist, wie sie zu erst zu sein scheint, fand ich sympathisch. Die Antagonisten und Feinde von Celaena, wie Cain, ein Mitkandidat im Wettkampf, fand ich super geschrieben und es war interessant die vielen verschiedenen Charaktere kennen zu lernen, die auch mal Überraschungen in ihren Handlungen bieten.
Das Ende ist interessant und motiviert mich auf jeden Fall dazu, die Reihe weiter zu lesen.
Insgesamt ein großartiger Fantasy-Auftakt mit Spannung, interessanten Figuren und Antagonisten und einer gelungenen Handlung.
- Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe − Sterne und Schwerter
(2.145)Aktuelle Rezension von: VerenaVarnevaFür mich , eine unfassbar tolle mischung aus spannung , Found Famiy , intriegen und Was??von anfang an war ich dabei , habe mitgefiebert und die Liebe ist förmlich Greifbar , dazu kommen die intriegen und politischen Machtspiele !!!!
Große empfehlung , es lohnt sich die Reihe zu lesen selbst wenn sie sehr Populär ist !
LG :)
- Jennifer L. Armentrout
Obsidian 3: Opal. Schattenglanz
(3.126)Aktuelle Rezension von: asomeOpal von Jennifer L. Armentrout ist der dritte Band der Reihe, und endlich stehen Katy und Daemon zu ihren Gefühlen. Das ewige Hin und Her sowie die passiv‑aggressiven Spielchen zwischen den beiden gehören erfreulicherweise der Vergangenheit an. Der Schreibstil bleibt angenehm flüssig, sodass sich das Buch leicht lesen lässt – auch wenn die Handlung zwischendrin etwas langatmig wirkt und man manchmal schneller zum Punkt hätte kommen können.
Was mich allerdings gestört hat, war Katys ständiges Gejammer und die Eifersuchtsausbrüche auf beiden Seiten. Ebenso fand ich es schade, dass Dee das Gespräch mit Katy meidet – natürlich ist sie verletzt und trauert, aber irgendwann sollte man Dinge klären.
Vielleicht nervten mich diese Passagen auch deshalb besonders, weil ich nicht ganz zur eigentlichen Zielgruppe gehöre. Insgesamt war Opal ein solides Buch, für mich jedoch bisher das schwächste der Reihe. Ich hoffe, Band 4 kann mich wieder stärker fesseln. - George Orwell
1984
(4.298)Aktuelle Rezension von: AukjeWinston Smith arbeitet 1984 im Staatsdienst als Geschichtsfälscher für die 'Bruderschaft' als die Welt in drei Machtblöcke Ozeanien, Eurasien und Ostasien eingeteilt ist. Es gibt mittlerweile einen 'Big Brother' der alles und jeden überwacht. Dennoch lernt er Julia kennen die versucht gegen das Machtregime zu kämpfen und er beginnt sich in sie zu verlieben und das Machtregime zu hinterfragen an das er bisher geglaubt und für das er arbeitet. Als er nicht glücklicher im Leben sein kann werden er und Julia von 'Der Partei' verhaftet und gefoltert. Winston wird so sehr gefoltert das er irgendwann bereit ist alles zuzugeben ob es nun wahr ist oder nicht. Doch so schwer die Folter auch ist, er verrät Julia nicht. Dennoch beginnt 'Big Brother' sich durch die Verhöre immer mehr in sein Gehirn zu brennen und er beginnt ihm bedingungslos zu folgen.
Wenn man darüber nachdenkt das dieses Buch 1948 geschrieben wurde wird diese Geschichte heute noch unheimlicher da es mittlerweile immer realistischer ist in einem überwachten Staat zu leben. Damals sollte 'Die Partei' und die 'Bruderschaft' wahrscheinlich die NSDAP symbolisieren um eigentlich irgendwann mit diesem Thema abzuschließen. Dennoch ist es unheimlich traurig das dieses Buch das damals als dystopisch galt, heute doch wieder aktuell ist.
- Emily Brontë
Emily Brontë, Sturmhöhe. Vollständige Ausgabe des englischen Klassikers. Schmuckausgabe mit Goldprägung
(2.070)Aktuelle Rezension von: mireille003Also ich kann es wirklich nicht nachvollziehen, wie dieses Buch ein Klassiker sein kann und so beliebt ist. Ich finde die Geschichte nicht spannend, geschweige denn die Charaktere,... Es ist einfach nur lang und langweilig. Es gibt Klassiker die wirklich gut sind. Dieser zählt meiner Meinung nicht dazu.
- Sarah J. Maas
Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis
(2.655)Aktuelle Rezension von: VerenaVarnevaNoch besser als der erste Band! ⭐⭐⭐⭐⭐
A Court of Mist and Fury hat für mich den ersten Band sogar noch übertroffen. Während A Court of Thorns and Roses die Welt aufbaut, entfaltet sich hier die Geschichte erst richtig. Die Charaktere gewinnen enorm an Tiefe, die Handlung wird komplexer und die emotionalen Momente treffen genau ins Herz.
Besonders beeindruckt hat mich Feyres Entwicklung. Sie wächst an ihren Herausforderungen und findet immer mehr zu sich selbst. Die Beziehungen zwischen den Figuren sind vielschichtig und authentisch dargestellt, sodass man mit ihnen mitfiebert, leidet und hofft.
LG :)
- George R. R. Martin
Das Lied von Eis und Feuer 02
(2.033)Aktuelle Rezension von: buchgestapelWorum geht’s?
Auch wenn ein verheerender Krieg aufzuziehen droht, glaubt Eddard Stark noch immer daran, dass sich alles zum Guten wenden wird. Nachdem dann auch noch König Robert stirbt, droht das gesamte Reich unterzugehen – wenn es nicht eine Chance gäbe, die rebellierenden Völker wieder zu vereinen.
Meine Meinung
Band eins der Reihe konnte mich auf jeden Fall überzeugen, auch wenn die vorherrschende Gewalt natürlich ein Punkt war, der nicht unbedingt jeden ansprechen wird und auch mich nicht immer begeistert hat. Nichtsdestotrotz war ich schon sehr gespannt darauf, wie es mit Familie Stark, ihren Anhängern und ihren Feinden weitergeht, deswegen konnte ich Band zwei dann auch nicht wirklich lange im Regal liegen lassen.
Die wechselnden Perspektiven haben mir auch hier wieder gut gefallen, primär weil die Handlung an unterschiedlichen Orten nun insgesamt an Fahrt aufgenommen hat und es somit kaum Momente gab, die sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge gezogen haben. Da ich mich mittlerweile auch wesentlich besser innerhalb des Settings zurechtgefunden habe, habe ich mich gleichzeitig auch wesentlich leichter damit getan, der eigentlichen Geschichte zu folgen und war wesentlich weniger darauf angewiesen, mir die Karten und die Anhänge anzuschauen.
Auch die Figuren selbst fand ich mittlerweile wesentlich interessanter, da man bei den meisten schon die ein oder andere Motivation erkennen konnte und es somit wesentlich spannender war, ihr Handeln und ihre Interaktion mit anderen Charakteren zu beobachten. Da man zumindest den Großteil der Figuren schon einen Augenblick lang begleitet hat, war die Charakterentwicklung hier dann auch wesentlich interessanter, als das zu Beginn für mich der Fall war.
Überzeugen konnte mich auch das Tempo der Geschichte, da der durchaus monumentale Charakter zwar konstant geblieben ist, ich mich beim Lesen aber trotzdem nicht gelangweilt habe. Teilweise war ich sogar sehr positiv überrascht davon, wie kurz mir das Buch insgesamt vorgekommen ist. Die Gesamtseitenlänge war nichtsdestotrotz nötig, um die Handlung insgesamt im Buch unterzubringen – auch wenn ich persönlich sehr froh darüber bin, dass die Bände in der deutschen Übersetzung nicht ganz so lang sind wie in der Originalfassung bzw. auf zwei Bücher aufgeteilt wurden.
Fazit
Bisher konnte mich diese Reihe auf jeden Fall überzeugen, auch wenn ich persönlich kein allzu großer Fan der vorherrschenden Gewalt in dieser Geschichte bin. Die zahlreichen Figuren, ihre Ränkespiele und Motivationen untereinander fand ich aber wirklich spannend zu verfolgen, weshalb ich jetzt schon sehr gespannt auf Band drei der Reihe bin.
Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.
- Ken Follett
Die Säulen der Erde
(6.259)Aktuelle Rezension von: Glenn_HarrowFollett baut einen Roman wie seine Figuren eine Kathedrale bauen – mit obsessiver Geduld und dem Wissen, dass er die Fertigstellung vielleicht nicht erlebt. „Die Säulen der Erde" ist kein historischer Roman über das Mittelalter. Es ist ein Roman über Menschen die etwas schaffen wollen das größer ist als sie selbst – und über alles was dabei zerstört wird. Eines der wenigen Bücher, bei denen die schiere Größe kein Fehler ist.
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Kriegerin im Schatten
(2.071)Aktuelle Rezension von: TinkariosHoly Queens, Tandem Read bewältigt.
Nerven mit einem eisigen Orkan über die Reling geschickt.
Kurzer Teaser: Das war ein wilder Seegang. Rückblickend keiner, den ich nochmal so segeln würde. Aber es gibt eine neue Route, dazu später mehr.
Holt euch einen Drink, lehnt euch zurück und wenn ihr zuckersüß seid, lest sehr gerne bis zum Schluss.
Meine Buch-Recap:
Auf dem Kontinent Erilea gab es Perspektivwechsel sondergleichen mit einer rasanten Handlungsabfolge, die kaum Luft zum (durch-)atmen bot.
Die Plots hatten Feuer und brannten was das Zeug hielt. Für mich lit darunter vorrangig der Schreibstil, der „zu schnell, zu viel“ Brandbeschleuniger 🔥 in sich hatte.
Vielleicht wollte SJM es auch aber genau so. Ich las jedoch manche Stelle nicht nur einmal, in der Hoffnung alles erfassen zu können und bloß keinen Funken Relevantes zu überlesen. Turns out: Funktionierte mäßig, denn die Verwirrung war bis zuletzt verwirrt und meine Geduld wiederholt auf Messers Schneide.
Irgendwie fügte sich logisch natürlich wie immer alles zusammen, aber die WTF-Momente hätte ich in ihrer Epik manchmal gerne ausführlicher genossen. Aber vielleicht leide ich auch einfach nur lieber länger und ausführlicher auf den Buchseiten.
Was mir geboten wurde, war eine Ode an die fantastischen, wunderbaren Ladies, eine WG-Zusammenführung der anderen Art auf einem „Segeltörn“, Ränke, Pläne und Intrigen auf allen Zeitebenen und endlich Drachen 🐉😝.
Die gefürchteten, letzten 100 Seiten waren der altbekannte Fiebertraum an Emotionen und Schockmomenten gepaart mit Hoffnung und Zerstörung auf der Repeattaste.
Band 5 reihte sich damit in die Tog-Reihe ein, wie ein weiteres Puzzelstück kurz vor dem grande finale.
Mein Seegang mit der Crew:
Spoilerregen-Modus aktiviert. Wer diesen Spaß noch vor sich hat, skippt bitte dringend zum nächsten Abschnitt (natürlich, ich gliedere hier in Abschnitte 🤦♀️), sofern ihr euch fragt, ob der Tandem-Read für euch eine gute Idee ist. Ansonsten habt eine fantastische Zeit mit der Feuerherz-WG in Band 5.
Ich starte direkt mit einem Aufreger und freu mich richtig, hoffentlich Zwietracht zu sähen 😁😇. Spass beiseite, aber, sorry not sorry, ich shippe Aelin und Rowan nicht als „das“ Couple der Show. Sie sind witzig, sie sind ein bisschen (fae-)toxic, sie sind sooo seelengebunden, aber Leute, der Age-Gap ist anders tough. Ein Glück bin ich durch ACOTAR schon daran gewöhnt 😅. Aber Ihr könnt mir erzählen was ihr wollt, auch wenn Aelin als „reif“ für ihr Alter dargestellt wird(, dass die erst 19 Jahre alt sein soll, ist auch ein ewiger Unglaube, aber anderes Thema), muss Rowan doch das Gefühl haben, mit einem Embryo zu fusionieren. Das Konzept der Seelenverwandschaft rettet uns natürlich aus dieser desaströs fetalen Problematik, aber zumindest kurz wollte ich diesen Gedanken ausgeschrieben haben.
Natürlich mindert das nicht mein Herz für Aelin, die Göttin der bad ass bitch moves mit einer Gabe an Planungskompetenz und Vorausschauung, die wahrscheinlich nicht mal SJM erahnte, als sie uns damals mit meiner allerliebsten Celaena bekannt machte. Und ich war so amüsiert und erfreut, als wir unserem girl „Celi“ wieder begegnen durften 😍
Ahhhh, was für eine fantastische Vereinigung mit dem Rolfe. Richtige back to basic-Vibes und ich bin ehrlich, ich vermisse die Maus mit ihrer unübertrefflichen Überheblichkeit und Schärfe doch immer wieder 😅.
Die Storyline der Namenlosigkeit war ein Plot. Das Brannongedenkmal auf der Stirn und die Strandsession haben in mir allerdings eine Assoziation hervorgerufen, die ich in meinen Ungunsten Träumen nicht erschaffen wollte.
Ich war überrascht von mir selbst, aber bei diesem unsichtbaren Stirntattoo gepaart mit ihrer Dunkelheit hatte ich kurz das Gefühl, Harry P. und Voldi sind am Start 🪄.
„Excause me“, aber Maeve? Name für immer unbrauchbar, aber die Perle aktivierte mit ihrem Auftritt meine ersten, sehr deepen Horrorfilmissues wieder. Als sie mit ihrem Vorhang schwarzer Haare auflief, kam Samara aus dem Brunnen quasi durch die Buchseiten in mein Gehirn.
Das Ergebnis dieser Wahnwitzigkeit:
In meiner Vorstellung greift jetzt Samara die weibliche Version von Harry P. an, um dann im mittelalterlich angehauchten Setting vom Mann mit der eisernen Maske und dem Sarkophag von Han Solo verschifft zu werden. Ganz großes Kino meinerseits 🙅♀️.
Bleiben wir bei besondere Events dieses Bandes: Es gab endlich einen Drachen, holy Peperoni. Der Ausblick vom Turm muss absolute high-end gewesen sein und ich glaube Aedion konnte ihn nicht so genießen wie ich 😘. Der Mann hat dann auch mein Herz berührt mit seinem Versprechen, ganz herzzerreißend. Wobei ich mich frage, wen lieben die beiden am Ende mehr. Sich gegenseitig oder beide dann doch eher Aelin? 😅
Lysandra jedenfalls hat mir sehr viel Freude bereitet mit ihrer Superpower, ob als Aelin, als Wasserdrache, als Schneeleopard. Ich bin so froh, dass wir sie in der WG haben 🫶.
Außerdem habe ich recherchiert und nichts konkretes gefunden, aber mein detektivisches Gespür ist sich sicher: SJM ist ein GOT-Fangirl. Ich meine, „der Wolf des Nordens“ 🐺 ist nur einer der unzähligen Parallelen. Zeitlich wären diese Einflüsse mehr als möglich, wobei Band 6 da noch mehr zu bieten hat.
Mein Gefühl war von Beginn an auf der richtigen Fährte, aber der Plot um unsere Hexenkönigin war eine Wucht. Manon geht mir einfach anders nah und die Kapitel um die Dreizehn sind doch meine liebsten. Ich würde auch auch so gerne noch mehr über die Gang erfahren 🧙.
Die alte Blackbeak-Schachtel segnet hoffentlich im nächsten Band das Zeitliche. Sehr gerne eingefriert mit einem Heidenspaß von Mr. King „Six Five Blue Eyes“. Dieser bedient das Klischee „Stille Wasser sind tief“ in Bestform und ich freue mich doch für ihn, dass er seinen Weg aus seiner Dunkelheit findet.
Wobei ich noch nicht sicher bin, denn den Mann an Manons Seite gibt es ja schon und der ist der einfach für immer Nummer eins: Abraxos, der Blumenboy 🌸. Ich hoffe sehr, dass die Verbindungen und die Kommunikation zwischen den Wyvern untereinander und mit ihren Reiterinnen im letzten Teil den Raum bekommen, den sie verdienen. Petrah hat die Info ja nun schon seit einiger Zeit gedroppt und ich will mehr darüber wissen. SJM, bitte enttäusche mich nicht 🙏.
Und ganz vielleicht hab ich ein wenig mein Herz an Fenrys verloren. Neben den ACOTAR-Vibes, die er mir vermittelte, ist die Wolfsgestalt natürlich ein Banger (ich hoffe irgendwann schaffe ich es in naher Zukunft „Dire Bound“ und „Wolf King“ zu konsumieren 😅), aber sieht mäßig aus an Erfolg.
Und besonders werde ich wohl immer lieben, dass die Girls die Story tragen. Liebe geht raus an Elide (die ist mir hier ja völlig untergegangen, gehört aber definitiv erwähnt), Asterin und Co. Ich freu mich mit euch in den Abgrund gehen zu dürfen 💔🖤.
Mein Tandem Read - Eine gefühlte Lebensentscheidung:
Die Entscheidung für den Tandem Read fiel mir nicht leicht. In meinem Kopf herrschte eine ausschweifende Diskussion und ich danke an dieser Stelle jede:r von euch, die sich die Mühe gemacht hat, um mich bei dieser Entscheidung zu unterstützen. Ganz viel Liebe für euch 🫶.
Rückblickend finde ich, nimmt der TR beiden Büchern den letzen Glow. In mir löste die Umstellung von Schreibstil und Handlungsgeschwindigkeit immer ein wenig Stress aus, weil der sechste Band einen ganz anderen, ebenso speziellen Vibe besitzt. Dazu mehr in meiner Rezension dieses Bandes 😎 - der übrigens absolut zu Unrecht von vielen wie ein ungeliebtes Stiefkind behandelt wird.
Ich verstehe die Dramatik hinter „Oh heilige Mala, ich kann jetzt keine knapp 850 Seiten warten, bis ich weiß, wie es weiter geht.“ anteilig. Da ich diese Lesereise aber bisher sehr bewusst länger rausgezögert habe, um mehr von ihr zu zehren…
Ein vielleicht zu offensichtliches Argument gegen den Tandem Read bilden für mich die verschiedenen Handlungsorte und Erzählweisen. Da wir auch bisher buchgebunden immer auf einem Kontinent unterwegs waren - ich vermisse die Karte von Wendlyn im dritten Band immer noch schmerzlich, GaLiGrü an den dtv Verlag 🤗 - war das durch den TR ein Bruch. An sich fein, aber die unterschiedliche Handlungsgeschwindigkeiten, mit denen Sarah J. uns die Geschehnisse offenbart, gepaart mit dem dazu passenden Schreibstil forderten immer wieder eine Umgewöhnung. Das mochte ich nicht.
Hab ich trotzdem durchgezogen, obwohl mir eine weise Person (Grüße gehen raus an „sonny“ im Buddyread) eine Alternative offenbart hat?
Na sicher, ich wollte doch meine bunte Abhakliste nicht verschmähen.
Aber wenn du noch vor der Entscheidung stehst, dich vielleicht in meinen Erfahrungen und Lesevibes erkennen könntest und nicht diesem - sorry Leute - albernen „Chaol-Hate-Club“ angehörst, möchte ich hier ein Kompromiss promoten, das ich bisher viel zu selten gesehen habe:
Der „Tandem Read light“ 🥳🎉🍾:
Ich hab die Empfehlung aus dem BR ein wenig konkretisiert. Entsprechend der Angabe bis ca. Seite 700 zu lesen, präsentiere ich sonny‘s Version:
Du liest Band 5 bis Kapitel 60.
Du liest Band 6 bis Kapitel 54.
Du liest Band 5 zu Ende.
Du liest Band 6 zu Ende.
Im TR beginnen die letzten Blöcke mit Kapitel 68 (Band 5) und Kapitel 58 (Band 6). Auch das wäre aus meiner Sicht eine Option.
🔝So können beide Bücher in ihrer eigenen Magie strahlen und du verpasst den relevanten Plot für den großen, verbindenden Moment trotzdem nicht.
Weil auch, wenn die Handlungen zeitgleich stattfinden, hatte ich mir mehr Verbindungen und Verweise über die Bücher hinaus versprochen bei all der Werbung für diesen TR.
Die gab es dann doch nur sehr reduziert an zwei bis drei Stellen.
Zusätzlich muss man keine zwei riesigen Bücher mit sich herumschleppen oder die langen Wartezeiten auf den E-Readern abwarten.
Abschließend:
Wenn ihr es bis hierher geschafft habt, bin ich dankbar für eure Zeit und wünsche euch viel Spaß, egal wie es für euch mit ToG weitergeht.
🫶
- Victoria Aveyard
Die rote Königin
(2.772)Aktuelle Rezension von: AleydaDas Werk „Die rote Königin“ von Victoria Aveyard hatte für mich insgesamt einen netten Unterhaltungswert. Die Story ist gut durchdacht, allerdings fehlte es den Figuren meiner Meinung nach etwas an Tiefgang. Auch der Plot-Twist war für mich teilweise vorhersehbar – nicht unbedingt in seiner genauen Ausführung, aber die Richtung ließ sich schon erahnen.
Was mir außerdem gefehlt hat, war der Funke zwischen den Protagonisten. Für mich wirkte das Ganze ein bisschen wie die Light-Version einer Carbonara – nicht schlecht, aber wenn man einmal das „Original“ hatte, fällt es schwer, sich damit zufriedenzugeben 😅
Positiv hervorheben möchte ich, dass die Geschichte ohne viel „Spice“ auskommt und der Schreibstil insgesamt angenehm und spannend ist.Insgesamt vergebe ich drei von fünf Sternen. ⭐️⭐️⭐️
- Anna Todd
After love
(2.706)Aktuelle Rezension von: belli4charlotte„After Love“ ist für mich der bisher schwächste Teil der Reihe. Obwohl Anna Todd ihren gewohnt fesselnden Schreibstil beibehält und es durchaus Kapitel gab, die ich schnell verschlungen habe, wirkt dieser Band insgesamt deutlich langatmiger und mit unnötigem „Puffer-Material“ gefüllt. Die ständigen Wiederholungen – sowohl in den Streitereien als auch in den erotischen Szenen – lassen die Handlung oft auf der Stelle treten.
Die Beziehung zwischen Tessa und Hardin zeigt hier ihre destruktivste Seite. Beide verhalten sich widersprüchlich, egoistisch und emotional unausgeglichen, was zwar zur Dynamik der Reihe gehört, aber in diesem Band besonders ermüdend wirkt. Tessas Entscheidung, nach Seattle zu gehen, fand ich grundsätzlich stark – umso unverständlicher war ihr anschließendes Hin-und-Her, das die dringend nötige Beziehungspause ad absurdum führt. Auch Hardins Verhalten bleibt problematisch: Er erwartet Kompromisse, die er selbst nicht bereit ist einzugehen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist Tessas Vater, dessen Auftauchen zwar Potenzial gehabt hätte, aber durch den extremen Zufall und die oberflächliche Behandlung seiner Probleme eher konstruiert wirkt. Ähnlich verhält es sich mit dem großen Twist am Ende: überraschend, ja – aber nicht organisch eingebettet und ohne echten Einfluss auf die bisherige Handlung.
Was mich am meisten gestört hat, ist die zunehmende Überzeichnung der Figuren. Tessa wirkt stellenweise fast überperfekt, während sich gefühlt jeder Charakter um sie dreht. Gleichzeitig bleibt Hardin in seinen Mustern gefangen, ohne dass die Geschichte diese Dynamik wirklich hinterfragt. Das Vierecks-Drama setzt dem Ganzen die Krone auf und wirkt unnötig aufgebläht.
Trotz all dieser Kritikpunkte bleibt die Reihe fesselnd – Todd versteht es, Emotionen zu schüren und Cliffhanger zu setzen. Doch „After Love“ verliert sich zu sehr im Drama und zu wenig in echter Entwicklung. Für Fans der Reihe sicher lesbar, aber im direkten Vergleich zu den Vorgängern deutlich schwächer.
Fazit: solide Fortsetzung mit starken Momenten, aber zu viel Wiederholung und zu wenig Substanz. 3 von 5 Sternen.
- Jennifer L. Armentrout
Obsidian 2: Onyx. Schattenschimmer
(4.010)Aktuelle Rezension von: asomeOnyx – Schattenschimmer, der zweite Band der Obsidian-Reihe, war für mich ein echter Pageturner. Ich habe das Buch in nur einem Tag förmlich durchgesuchtet, denn der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, sodass man mühelos dranbleibt.
Katy ist eine typische Teenagerin – was ihr Verhalten manchmal etwas anstrengend machte. An einigen Stellen war sie mir schlicht zu kindisch, was wohl auch daran liegt, dass ich mit meinen 44 Jahren einfach nicht mehr ganz zur Zielgruppe gehöre. Trotzdem hat mir die Geschichte insgesamt gut gefallen, besonders zum Ende hin wird es richtig spannend.
Wie schon Band eins ist Onyx für mich kein absolutes Highlight, aber ein unterhaltsamer, gut geschriebener Jugendroman, der Lust auf die restlichen Teile der Reihe macht.
- Leigh Bardugo
Das Lied der Krähen
(1.712)Aktuelle Rezension von: Silke-LuIn der zwielichtigen Hafenstadt Ketterdam erhält der gerissene Dieb Kaz Brekker ein verlockendes Angebot: ein nahezu unmöglicher Coup, der ihm unermesslichen Reichtum bringen könnte. Gemeinsam mit fünf sehr unterschiedlichen Verbündeten macht er sich auf den Weg, um einen gefährlichen Magier aus einem streng bewachten Gefängnis zu befreien. Doch der Plan ist riskant und verlangt ihnen alles ab.
Das Lied der Krähen hat mich einfach komplett überzeugt. Die Geschichte ist unglaublich spannend erzählt und dabei sehr atmosphärisch. Es ist eines dieser Bücher, zu denen man nicht viel schreiben muss, da es sich von Anfang bis Ende einfach gut angefühlt hat.
Besonders hervorzuheben sind die Charaktere. Jeder von ihnen bringt seine eigene Geschichte und Motivation mit, was die Dynamik innerhalb der Gruppe sehr interessant macht. Am meisten haben mich die Beziehungen zwischen Kaz und Inej sowie zwischen Nina und Matthias gefesselt. Wobei Jesper und Wylan auch sehr interessant sind, also eigentlich sind alle sechs spannend!
Kaz’ Hintergrundgeschichte ist dabei besonders intensiv und emotional. Seine Vergangenheit ist hart und traurig, und man kann seine Beweggründe wirklich gut nachvollziehen. Die Geschichte, die hinter den Handschuhen steckt, da gruselt es mich schon wieder. Ähnlich ging es mir auch bei Inej, deren Geschichte auch unter die Haut geht.
Nina mochte ich ebenfalls total gerne. Sie bringt mit ihrer selbstbewussten und humorvollen Art eine gewisse Leichtigkeit in die Handlung.
Der eigentliche Coup ist dann das absolute Highlight: clever aufgebaut, spannend umgesetzt und voller unerwarteter Wendungen. Man fiebert die ganze Zeit mit und wird immer wieder überrascht.
Für mich ist das Buch ein echtes Highlight und bekommt ganz klar 5 Sterne.
- Cassandra Clare
City of Ashes
(4.930)Aktuelle Rezension von: angies_bücherIch bin bei den Büchern ein kleines bisschen hin und her gerissen, weil ich sie einerseits toll und spannend finde, es mir aber teilweise zu dramatisch bzw unglaubwürdig ist. In diesem Band zum Beispiel was am Ende mit Simon Passiert (will hier nichts verraten). Trotzdem bin ich so neugierig, dass ich auch den nächsten Band sicher lesen werde :-)
- Veronica Roth
Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit
(3.732)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneDer zweite Band der dystopischen Jugendbuch-Trilogie von Veronica Roth, "Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit", setzt die Geschichte von Beatrice "Tris" Prior fort und bietet eine neue Perspektive auf ihre Herausforderungen in einem zunehmend gefährlichen Chicago. Nach dem Tod ihrer Eltern während eines Krieges zwischen den Fraktionen Ferox und Ken ist Tris gezwungen, mit ihren Freunden zu fliehen. Diese Flucht wird zusätzlich gefährdet, da Tris und ihr Freund Tobias "Four" als Unbestimmte gejagt werden, was ihre Situation noch komplizierter macht. Währenddessen erkennt Tris, dass sie sich verändert hat und muss sich mit ihren inneren Konflikten und dem Verlust auseinandersetzen, was sie manchmal schwierig im Umgang macht.
Der Schreibstil von Roth bleibt temporeich und spannend, wobei die Actionszenen oft überwiegen. Dennoch leidet der Plot unter dieser Intensität, da es an Platz für eine tiefere Entwicklung mangelt. Tris' Transformation zur starken, rebellischen Frau liefert interessante Ansätze, jedoch wird sie durch die stereotype Darstellung von Tobias und einige fragwürdige Entscheidungen in der Handlung geschwächt. In diesem Band wird auch das dystopische Motiv des Klimawandels thematisiert, was eine weitere Dimension zur erzählten Welt hinzufügt, aber nicht genug Raum erhält, um wirklich bedeutend zu wirken.
Insgesamt wird "Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit" als weniger überzeugend im Vergleich zum ersten Band wahrgenommen. Während die dystopischen Elemente und die Spannung stark bleiben, sind die Charakterentwicklungen und der emotionale Tiefgang nicht ausreichend ausgearbeitet. Trotz dieser Mängel lässt das Ende auf den letzten Band hoffen, der möglicherweise wieder mehr Begeisterung hervorrufen könnte.
- Diana Gabaldon
Outlander - Die geliehene Zeit
(1.486)Aktuelle Rezension von: Glenn_HarrowGabaldon wirft eine Frau aus dem 20. Jahrhundert in den schottischen Hochlanden des 18. Jahrhunderts und schaut was passiert. Was passiert, ist mehr als erwartet – ein Roman der sich nicht entscheiden kann ob er Abenteuer, Liebesgeschichte oder Historienroman sein will, und der genau deshalb funktioniert. Vier Sterne weil die Länge gelegentlich auf Kosten der Präzision geht. Aber wer einmal drin ist, kommt nicht leicht raus.
- Ken Follett
Sturz der Titanen
(1.305)Aktuelle Rezension von: shrimpdumplingIch fand den Prolog so dermaßen toll, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Er hat mich direkt in die Geschichte gezogen und dafür gesorgt, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.
Am meisten geliebt habe ich, wie verstrickt die Charaktere und ihre Geschichten miteinander sind. Obwohl es so viele verschiedene Figuren gibt, hatte ich nie Probleme, den Überblick zu behalten. Im Gegenteil: Ich fand es unglaublich spannend zu sehen, wie sich ihre Wege immer wieder kreuzen und wie ihre Schicksale miteinander verbunden sind.
Mein Lieblingscharakter war definitiv Billy. Seine Geschichte hat mich am meisten interessiert und ich habe mich immer besonders auf seine Kapitel gefreut.
Außerdem fand ich es faszinierend, historische Ereignisse durch die Augen so vieler unterschiedlicher Menschen zu erleben. Dadurch wirkte die Geschichte lebendig und nie wie trockener Geschichtsunterricht.
Der einzige Punkt, der mich manchmal etwas ausgebremst hat, waren die sehr detaillierten Beschreibungen einiger Kriegsszenen. Diese Passagen waren mir stellenweise etwas zu lang, sodass ich eher darüber geflogen bin, weil mich die Figuren und ihre persönlichen Geschichten deutlich mehr interessiert haben.
Insgesamt hat mir das Buch aber unglaublich gut gefallen. Die Mischung aus Geschichte, Politik, Krieg und den miteinander verwobenen Lebensgeschichten der Charaktere hat mich komplett überzeugt, und ich freue mich schon darauf, die weiteren Bände der Reihe zu lesen.
- Mary E. Pearson
Der Kuss der Lüge
(1.562)Aktuelle Rezension von: Melone77Kuss der Lüge hat mich sofort gepackt, weil die Geschichte mit einer starken, verletzlichen und gleichzeitig starrköpfigen Protagonistin beginnt, die vor ihrem Schicksal flieht – und damit eine Kette von Ereignissen auslöst, die sie selbst kaum begreifen kann. Kurz gesagt: Ein Mädchen läuft vor einer arrangierten Ehe davon, zwei Männer folgen ihr – und niemand ist, wer er zu sein scheint. Genau dieses Spiel mit Identitäten macht den Einstieg so spannend.
Was mir besonders gefallen hat, war das Gefühl, das das Buch auslöst. Die Handlung ist nicht nur spannend, sondern auch emotional dicht. Ich mochte, wie sehr man miträtselt, wer der Prinz und wer der Attentäter ist, und wie man sich dabei selbst immer wieder täuscht. Das Love Triangle funktioniert hier richtig gut, weil beide Männer etwas Echtes in der Protagonistin – und in mir als Leserin – berühren. Ich habe mich mehr als einmal dabei ertappt, wie ich ihr innerlich zugerufen habe, sie solle endlich die richtige Entscheidung treffen.
Die Charaktere sind vielschichtig, und ihre Motive wirken nachvollziehbar. Besonders schön fand ich, dass niemand eindimensional ist: Jeder trägt seine eigene Wahrheit, seine eigenen Wunden und Geheimnisse mit sich herum. Das macht die Geschichte lebendig und glaubwürdig.
Gelernt habe ich vor allem, wie sehr Mut und Wahrheit zusammenhängen – und dass Weglaufen manchmal nur der erste Schritt ist, um herauszufinden, wer man wirklich sein möchte.
Empfehlen würde ich das Buch allen, die Fantasy mit Herz, starken Figuren, Spannung und einem emotionalen Love Triangle lieben. Besonders Leserinnen und Leser von Young Adult-Fantasy werden hier voll auf ihre Kosten kommen.
- Victoria Aveyard
Gläsernes Schwert (Die Farben des Blutes 2)
(1.203)Aktuelle Rezension von: Punix"Ich bin eine Waffe aus Fleisch und Blut, ein von Haut umhülltes Schwert. Ich wurde geboren, um einen König zu töten, um eine Schreckensherrschaft zu beenden, bevor sie richtig beginnen kann. Feuer und Blitz haben ihn an die Macht gebracht, und Feuer und Blitz werden ihn zu Fall bringen." - Zitat
Ich wollte das Buch mehrmals abbrechen und dann wiederum konnte ich es teilweise nicht aus der Hand legen. Es fällt mir wirklich schwer es zu bewerten.
Ich glaube, ich mag weiterhin die Idee hinter dem Buch und auch der Weltenaufbau gefällt mir ziemlich gut. Mal ehrlich, Flugzeuge, Motorräder und Co. sind schon verdammt cool in einem Fantasybuch und es gibt dem ganzen einen dystopischen Hauch. Dazu noch die Fähigkeiten der Silbernen und der besonderen Roten. Es gefällt mir und gibt mir manchmal das Gefühl ein Superheldenfilm in meinem Kopf zu schauen.
Nur leider fehlte mir was auf der Gefühlsebene und das, obwohl die Protagonistin ziemlich oft über ihre Probleme nachdenkt und versucht alles um sich herum zu analysieren. Vielleicht liegt es aber auch genau daran, sie denkt sehr viel nach, aber die zwischenmenschlichen Handlungen werden oft abgekürzt. Und die Liebesgeschichte? Nicht wirklich existent, außer vielleicht im Kopf der Protagonistin und in angedeuteten Passagen.
Fazit: Hmm. Ich weiß immer noch nicht genau, wie ich das Buch bewerten soll 😁 Der nächste Band liegt jedenfalls bereit und ich hoffe er gefällt mir besser.
- Leo Tolstoi
Krieg und Frieden (Leo Tolstoi)
(516)Aktuelle Rezension von: Itsnotabout_HappyendingsTolstois "Krieg und Frieden" ist ein zeitloses Meisterwerk, das die Schicksale russischer Adelsfamilien während der napoleonischen Kriege verfolgt, insbesondere die Entwicklungen von Pierre Besuchow, Andrej Bolkonski und Natascha Rostowa. Der Roman verbindet persönliche Geschichten mit historischen Ereignissen und zeigt die psychologische Tiefe der Charaktere. Besonders eindrucksvoll sind Pierres und Nataschas Wandlungen. Tolstois schonungslose Darstellung des Krieges, insbesondere der Schlacht von Borodino, entlarvt heroische Mythen und thematisiert die Sinnlosigkeit des Krieges sowie die Rolle des Individuums in der Geschichte.
Die Detailtreue des russischen Gesellschaftslebens im 19. Jahrhundert ist bemerkenswert, auch wenn die Vielzahl an russischen Namen und die Länge des Romans eine Herausforderung darstellen können.
Empfohlen für:
- Liebhaber komplexer Literatur
- Geschichtsinteressierte
- Leser philosophischer Themen
- Fans tiefgehender Charakterentwicklung
Weniger geeignet für:
- Leser, die schnelle Unterhaltung suchen
- Personen, die lange philosophische Passagen vermeiden
- Leser, die Schwierigkeiten mit vielen Charakteren und Handlungssträngen haben
Ein hilfreicher Tipp für das Lesen ist, eine Liste der Hauptcharaktere und deren Beziehungen zu erstellen.
- Veronica Roth
Die Bestimmung
(6.564)Aktuelle Rezension von: shizu_readsNa, wer erinnert sich noch an den Dystopie-Hype vor ein paar Jahren? Die Bestimmung ist damals auch erschienen und stand seitdem ungelesen in meinem Regal.
Im ersten Band muss sich Tris für eine der fünf Fraktionen entscheiden, die sich nach einem Krieg gebildet haben. Sie wählt die kämpferische Ferrox und verlässt dafür ihre Geburtsfraktion.
Man begleitet sie durch ihre Initiation, was sich stellenweise ziemlich zieht. Das bringt zwar etwas Tiefe für die Ferrox, aber der restliche Weltenbau bleibt eher oberflächlich.
Erst im Finale nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf – leider war ich da schon etwas genervt und habe nur noch quergelesen. Der eigentliche Kern hätte deutlich früher kommen können, der Plottwist wirkt dadurch sehr spät. Bis dahin plätschert es eher vor sich hin: ein paar interessante Ansätze, aber nicht wirklich packend.
Tris funktioniert als Protagonistin ganz gut – ein klassischer Underdog, der sich entwickelt. Teilweise ist sie noch sehr naiv, lernt aber dazu. Die Liebesgeschichte ist eher zart und wirkt stellenweise etwas unglaubwürdig. Four bleibt dagegen ziemlich blass, genauso wie viele andere Figuren.
Insgesamt lässt es sich gut lesen, auch wenn mehr Tiefe drin gewesen wäre. Den zweiten Band werde ich auf jeden Fall noch lesen und dann entscheiden, ob ich die Reihe beende oder abbreche.























