Bücher mit dem Tag "intuition"
24 Bücher
- Arthur Conan Doyle
Sherlock Holmes und der Hund von Baskerville
(465)Aktuelle Rezension von: Christian_FisIch habe den Roman in der Übersetzung von Gisbert Haefs gelesen.
Doyles Roman verbindet gekonnt Schauergeschichte und Detektivroman: In der düsteren Moorlandschaft wird ein möglicherweise übernatürliches Verbrechen durch Holmes’ kühle Logik aufgelöst. Die Auflösung ist vollständig und berücksichtigt alle zuvor verstreuten Hinweise – ein Paradebeispiel für klassische Kriminallogik.
Aus heutiger Sicht wirkt es unfreiwillig komisch, dass das Übernatürliche im Namen der Wissenschaft als Aberglaube einfacher Leute abgetan wird, während gleichzeitig die Phrenologie – das Deuten von Charakter und Intelligenz anhand der Schädelform – als ernsthafte wissenschaftliche Beschäftigung dargestellt wird. Die weiblichen Figuren sind passiv, klischeehaft und rein funktional. Insgesamt spiegeln sich hier sehr verstaubte Weltbilder.
Dennoch – oder gerade deshalb – bleibt der Roman sehr lesenswert, nicht nur als Krimi, sondern auch als spannendes Dokument seiner Zeit.
- Daniel Kahneman
Thinking, Fast and Slow
(26)Aktuelle Rezension von: Eva_ReichmannIch gestehe offen, dass ich aufgegeben und nur noch durchgeblättert habe. Die Erkenntnisse lassen sich eigentlich in wenigen Seiten auf den Punkt gebracht zusammenfassen - und ja: diese Erkenntnisse sind sicherlich super wichtig.
Aber es sind mir zu viele Details (Details, die unwichtig sind, um nachzuvollziehen, was der Autor sagen möchte), zu viele Beispiele, zu viele Anekdoten in dem Text ... (extrem kleingedruckte 400 Seiten Inhalt ... dazu noch ca. 70 Seiten Anhang).
Vielleicht bin ich damit bei "thinking fast" - ich habs wirklich mit "reading slow" versucht ... hat nicht geklappt. Nicht mein Buch.
- Max Bentow
Eulenschrei
(90)Aktuelle Rezension von: Phillippe_QuinterMit Eulenschrei schlägt Max Bentow ein neues Kapitel auf: Nach den bisherigen Fällen von Kommissar Nils Trojan bildet nun das Ermittlerduo aus Nils Trojan und Profilerin Carlotta Weiss den Mittelpunkt einer eigenen Reihe. Da ich die vorherigen Bücher bereits gelesen habe, war für mich sofort klar, dass ich auch diese neue Serie verfolgen möchte.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte ist von Beginn an spannend erzählt und entwickelt sich stetig weiter. Besonders gut gefallen hat mir, wie sich die zunächst scheinbar zusammenhanglosen Fälle nach und nach zu einem stimmigen Gesamtbild verbinden. Nach und nach werden die einzelnen Fäden miteinander verknüpft, bis am Ende nahezu alle offenen Fragen schlüssig beantwortet werden.
Auch das Zusammenspiel von Nils Trojan und Carlotta Weiss hat mich überzeugt. Die beiden ergänzen sich auf interessante Weise und bringen frischen Wind in die Ermittlungen. Ich bin gespannt, wie sich dieses unkonventionelle Duo in den kommenden Bänden weiterentwickeln wird.
Eulenschrei ist für mich ein sehr gelungener Thriller mit einer packenden Handlung, sympathischen Ermittlern und einem überzeugenden Finale. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und vergebe 4 von 5 Sternen. Eine klare Leseempfehlung für alle Fans spannender Krimis und Thriller.
- Christine Li
Abalone und das Tigergesicht (Die Saga von Abalone 0)
(9)Aktuelle Rezension von: Frank1Klappentext:
„Ist dies der Tod?“, fragte ich.
„Dies ist Liebe“, sagte der Tiger.
Eben noch hat die Magieschülerin Abalone die Welt vor dem Zorn der Unterwasserdrachen gerettet. Jetzt will ihr Vater, der große Alchimist, sie mit einem Mal verheiraten. Er muss den Verstand verloren haben.
Die junge Hexe will nicht heiraten. Sie will lieber Feuermagie und Rituale lernen.
Doch Abalone hat einen Plan. Während der geheimnisvollen Nacht des Drachenbootfestes schleicht sie sich allein in die Berge. Dies ist die Zeit, in der dunkle Dämonen und uralte Drachen erwachen und sich aus der Tiefe erheben. Zum Schutz vor den magischen Kreaturen der Dunkelheit maskiert das Mädchen sich als Tiger.
Doch mitten in der Nacht blickt sie in die glühenden Augen eines richtigen Tigers.
Romantisch, dunkel, spirituell.
Ein esoterisches Fantasy-Märchen mit einer asiatischen Heldin, einem zärtlichen Tiger, ein paar grummeligen Drachen und einer Verschwörung tückischer Unsterblicher.
Rezension:
Als Tochter eines ehemaligen Gouverneurs des chinesischen Kaisers wächst Abalone im Südchina des Jahres 310 auf. Ihr Vater weiht sie schon früh in die Geheimnisse der Schrift und der Dämonenbeschwörung ein. Doch das Mädchen verbringt seine Zeit viel lieber mit ihren Freunden aus den ärmeren Teilen der Stadt. Dass sie dabei von gefährlichen Klippen springt und andere Abenteuer erlebt, darf ihr Vater nicht wissen. Doch dann gerät ihr Vater in Gefangenschaft. Gegen seinen ausdrücklichen Willen startet Abalone einen Befreiungsversuch.
Wie die Bezeichnung als Band 0 schon verrät, handelt es sich bei diesem Buch eigentlich um einen besonders umfangreichen Prolog der eigentlichen Reihe(, die ich bisher allerdings nicht kenne). In der Rahmenhandlung dieses (Prolog-)Bandes lässt Christine Li eine alte Frau an die Jugend der Protagonistin zurückdenken. Alleine schon Handlungsort und -zeit lassen die Geschichte exotisch wirken. Inwieweit die vorkommenden dämonischen Wesen eine Erfindung der Autorin sind oder auf die chinesische Mythologie zurückgehen, kann ich nicht beurteilen. Auch sonst lässt dieses Buch einiges offen, was aber natürlich im Rahmen der Reihe noch beantwortet werden kann. Beispielsweise bleibt offen, wieso der Vater der anfangs erst 5-jährigen Protagonistin schon ein Ex-Gouverneur ist. Sein Alter wird zwar nicht angegeben, aber es deutet nichts darauf hin, dass er schon zumindest annähernd im Rentenalter wäre. Im Mittelpunkt steht aber natürlich die Protagonistin Abalone, die wir in diesem Band vom 5-jährigen Mädchen bis in die beginnende Jugend begleiten.
Die Autorin erzählt die Abenteuer ihrer jungen Protagonistin in der Ich-Form, während die Rahmenhandlung aus Erzählersicht geschildert wird. Ihr Stil erscheint angenehm lesbar. Die Frage für den Leser ist, ob die Erlebnisse der dann wahrscheinlich erwachsenen Abalone in der eigentlichen Reihe genauso interessant bleiben.
Fazit:
Dieser Einstieg in eine im alten China angesiedelte Fantasy-Reihe macht neugierig.
Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog
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- Ken Follett
Das zweite Gedächtnis
(28)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerAls Luke mit pochendem Schädel und ohne Erinnerungen wach wird, ahnt er noch nicht, dass er Teil einer groß angelegten Verschleierung ist. Auf der Suche nach sich selbst und denjenigen, die ihn in diese Lage befördert haben, stößt er auf zahlreiche Hindernisse, aber auch auf Hinweise, die nichts Gutes verheißen. Luke muss abwägen wem er vertrauen kann und wem nicht, denn noch immer steht er unter Beobachtung und soll unter Kontrolle gehalten werden…
Dem Hörer ist auch ohne Kenntnis der Inhaltsangabe schnell klar, dass Luke im Zusammenhang mit Raketenwissenschaft steht und einen eklatanten Fund gemacht haben muss, der ihm augenscheinlich zum Verhängnis wird. Doch worum es sich dabei handelt, bleibt zumindest so lange unergründlich, bis er selbst langsam aber sicher hinter seine Identität kommt. Allerdings häufen sich dann gleich die nächsten Fragen. Zwar bekommt man als Hörer von Anfang an ein wenig mehr mit und besitzt entsprechende Informationen den Täterkreis betreffend, nichtsdestotrotz wird ein Netz gesponnen, das zunächst mehr Verwirrung stiftet als dass es Verbindungen liefert.
Auf Grund diverser Rückblenden ergeben sich interessante Querverweise auf zwischenmenschliche Beziehungen, die durchaus auch für die Handlung als solche relevant sein können. Immer tiefer begibt man sich so in ein Konstrukt, das spannend und informativ zugleich daher kommt. Anfängliches Zögern mag sich mitunter ob der Thematik einstellen, wird aber schnell zerstreut, nicht zuletzt durch die Sprecherleistung Frank Glaubrechts. Man fühlt sich gut aufgehoben, mitgenommen und mit der Zeit immer mehr mit der Materie vertraut, zu der man im Regelfall zuvor keinen großartigen Bezug hatte.
Ken Follett, den man generell eher mit monumentalen historischen Werken in Verbindung bringt, zeigt, dass er auch nicht so weit zurückliegender Geschichte sowie spannender Erzählweisen gewachsen ist.
- Meike Werkmeister
Sterne sieht man nur im Dunkeln
(325)Aktuelle Rezension von: Anie_StokeAuf Rat einer Freundin habe ich mir Meike Werkmeisters ersten Roman ausgeliehen und konnte gemeinsam mit der Protagonistin Anni ein paar schöne Stunden verbringen. Da wir im ähnlichen Alter sind habe ich vieles von dem, was sie erlebt und empfunden hat nachvollziehen können. Ich freue mich jetzt schon, diese Wohlfühlromane weiterzuverfolgen, etwas von dem Wagemut der Protagonistinnen in mein Leben zu integrieren und mich inspirieren zu lassen von den Reisen an neue Orte.
- Luise Reddemann
Imagination als heilsame Kraft: Ressourcen und Mitgefühl in der Behandlung von Traumafolgen (Leben lernen)
(1)Aktuelle Rezension von: cozybookplace95Das Werk "Imagination als heilsame Kraft" von Luise Reddemann unterstützt mich, neben meiner Psychotherapie und den Medikamenten, auf meinem Heilungsweg. Besonders gut haben mir die "Elementübung" und "Der innere Garten" gefallen. Die Autorin hat einem nochmals vor Augen geführt, dass die Behandlung einer Krankheit Zeit braucht und dass die "Schreckensbilder" nicht von heute auf morgen verschwinden. Sie legt nahe, dass Patient*innen immer auf ihre "Körperweisheit" vertrauen sollten und dass Demut ein guter Begleiter für alle Ärzt*innen sei.
Das Buch hat mir zwischendurch ein Stück Hoffnung gegeben und ich mochte die alte Weisheit vom Mann, der "die Tage sammelte, die nicht sein sollten" und daraus Blumen und Bäume pflanzte, die die Menschen erfreuten. Ich kann das Buch allen Menschen empfehlen, die eine Angststörung, eine Depression oder eine posttraumatische Belastungsstörung haben. Denn die Autorin beschreibt einige Fallbeispiele und Erfahrungen aus ihrer Arbeit als Traumatherapeutin und stellt mehrere Imaginationsübungen vor, die man Zuhause oder während der Therapie einüben kann.
Ich habe das Buch als sehr wertvoll empfunden und allemal hilfreicher als die klassischen "Selbsthilferatgeber", die man sonst in Buchläden so findet.
- Pia Stein
Intuition
(2)Aktuelle Rezension von: Nicoles-Leseecke📜 Meinung
Wenn das Glück wie eine Seifenblase platzt - so würde ich diese Buch beschreiben. Eigentlich scheint alles perfekt, eine junge Fanilie wie aus dem Bilderbuch, verliebt, Geld, ein toller Mann und als Krönung eine kleine Tochter - wie schnell sich jedoch das Blatt wenden kann erzählt uns diese Geschichte. Der Schein trügt, den das Schicksal spickelt schon Aufmerksam um die Ecke und von heute auf morgen schlägt es zu...
Die Protagonisten konnten mich schnell greifen, vor allem Isabella, ihre Verzweiflung, ihre Wut und ihre Trauer machen sich schnell auch in meinem Herzen breit und doch spüre ich ihren Kampfgeist, ihren inneren Drang nicht aufzugeben.
Die Handlung ist abwechslungsreich, während ich manchmal betrübt war und dachte was muss diese Frau noch wegstecken, musste ich auch hin und wieder schmunzeln. Dem Ende zu spürt, man die Kraft, die Isabella in der Klinik gefunden hat und möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen - hofft man doch das alles gut ausgeht.
Ob es das tut - lest selbst!
📜 Fazit
Ein Roman der mir wieder einmal mehr vor Augen führte das Glück etwas ganz besonderes ist, dass man behütten muss wie einen Schatz, den es ist genauso vergänglich und schon steht man da uns muss die Scherben zusammen fegen.
- Hubertus Meyer-Burckhardt
Frauengeschichten
(8)Aktuelle Rezension von: HoldenMeyer-Burckhardts Buch zu seiner NDR-Info-Sendung gleichen Namens über für ihn "starke Frauen". Ob man aber wirklich meint, von Ina Müller oder Barbara Schöneberger noch nicht alles zu wissen, muß jeder selbst entscheiden. Natürlich sind alle Ehemänner und ehemalige Theaterregisseure wunderbar, alle Frauen sind ganz wunderbar altruistisch veranlagt und kollegial gegenüber anderen künstlerisch Schaffenden. Aber wie sich manche dieser Gesprächspartnerinnen durch Lebenskrisen geboxt haben und auch Schwächemomente kennen, relativiert doch die eigenen Probleme, die jeder mit sich rumträgt.
- Anika Landsteiner
Träume aus Salz
(62)Aktuelle Rezension von: Another-Kennt ihr das, wenn ihr euch in einem Gedankenkarussel verirrt und immer tiefer und tiefer in eure Empfindungen eintaucht und so sensibel werdet, dass euch schon ein kleines Lüftchen wegwehen könnte? So ähnlich kamen mir manche Probleme und "Herausforderungen" in diesem Buch vor und entgegen einiger anderer Rezensionen, oder wie der Klappentext "leise aber mit Sogwirkung" bewirbt, fand ich die Ereignisse eher langweilig und distanziert geschrieben. Ich habe bei diesem Buch das Gefühl, dass man auf einer ganz bestimmten Welle mitschwimmen muss, um es fühlen zu können. Mir kamen die Erzählstränge so banal vor und oft habe ich nicht verstanden, wie man sich selbst so sehr im Weg stehen kann. Die Idee hinter der Story ist für sich eigentlich sehr interessant wurde aber leider sehr langweilig erzählt und konnte mich emotional nicht erreichen.
Alle Protas wirkten ebenfalls distanziert und weit entfernt. Der Schreibstil war gut und hat gut zur Geschichte gepasst. Es gab einige sehr kurze und abgehakte Sätze und auch da wirkte die Story dann eher distanziert und einfach nicht nahbar.
Mir haben hier, bis auf zwei Kapitel, definitiv die Emotionen und das realistische Drama, echte Gefühle und Leidenschaft gefehlt. Man konnte es gut lesen und ich verstehe auch, was die Autorin uns für eine Geschichte erzählen wollte (in der man zwischen den Zeilen die Tiefgründigkeit herauslesen kann) aber für mich hat es nicht gereicht. Vermutlich hatte ich hier unterschwellig ganz andere Erwartungen, auch aufgrund des Klappentexts.
- William Kotzwinkle
E. T., der Außerirdische
(13)Aktuelle Rezension von: HoldenDas Buch von Will von Kotz zu einem der größten Filmhits überhaupt: Der Außerirdische endet zurückgelassen in den USA (zum Glück noch vor Trump) und findet sich mit Elliott und seinen Geschwistern an, die ihn versorgen und mit ihm spielen, an Halloween hat man es als Außerirdischer gar nicht mehr nötig, sich zu verkleiden. Später hatte E.T. einen Gastauftritt bei den "Simpsons" (in der "Akte X"-Folge). Mr. Kotzwinkle (!) gelingt das Kunststück, nicht nur Film und Drehbuch nachzuerzählen, sondern wirklich Literatur hervorzubringen, indem er zB E.T.s übersinnliche Fähigkeiten emotional und empathisch beschreibt und die Faszination der Geschichte zu vermitteln vermag. In 9 von 10 Fällen geht so ein Buch "nach dem Drehbuch" in die Hose, hier funktionierts. - Hanna Poddig
Radikal mutig
(8)Aktuelle Rezension von: HoldenFrau Poddig schreibt über ihr widerspenstiges, freies Leben und es ist eine Freude, alles mitzuerleben. Ich wußte zB bisher nicht, wie sich Castorgegner fühlen und daß es (angeblich) so ist, daß die eingesetzten Polizisten nur so lange freundlich bleiben, soweit die Kameras vor Ort sind. Und wie fühlt man sich, wenn man an ein Schienenstück zwecks Blockade gebunden ist? Informative Einblicke neben einem flammendem Appell zu einem bewußteren und gesünderen leben. Und zusätzlich bietet das Buch an einigen Stellen die Möglichkeit, sich selbst zu hinterfragen, ob man im eigenen voll durchkalkulierten Tagesablauf nicht doch Möglichkeiten hätte, das Richtige zu tun und dagegen zu sein? Angesichts von Trump Gauland usw wünscht man sich natürlich eine Neuauflage, bis dahin sei das Buch allen allen empfohlen. - Chris Trautmann
ROCKERBLUT
(1)Aktuelle Rezension von: susanneroettgesDiese ebook bekam ich von Luzifer Verlag zur Verfügung gestellt, vielen Dank
Ich gestehe, ich lese wenig krimis, aber dieser hier hat mir echt gefallen, es gibt gleich 2 Tote ohne Kopf und ein Kripoduo aus Norddeutschland stehen vor einen Rätsel, wieso, weshalb, warum???
Das Cover zeigt passend ein Motorrad vor Strandkulisse.
Der Stil ist gut und modern, es wird auf einige typische Filme und Serien dieses Milieus angesprochen.
Das Kripoduo sind sehr normal menschlich, keine Superpolizisten, mit Zweifeln, Ängsten und auch einen Leben jenseits von Mord und Totschlag. Vorallem Hanno Tagstedt kriegt immer mehr Probleme mit der Situation, der Fall läßt ihn keine Ruhe. Sie versuchen Kontakt zur Rockergang aufzunehmen.
Die Geschichte wird spannend und mitnehmend geschildert. Mit unter 300 Seten auch tolle Länge, kein Geschwafel, aber auch nicht oberflächlich.
Ich fand die Arbeit von Tagstedt professionell, er sollte ja menschlich dargstellt werden, da klappt halt nicht imemr alles.
Wer gerne Krimis mit Norddeutschen Polizisten liesst, mit modernen Themen und auch mit psychologischen Nebeneffekten der Ermittlerkann zugreifen und loslesen. - Donatella Rizzati
Der Duft von Honig und Lavendel
(18)Aktuelle Rezension von: KerstinMCIm Hintergrund ist das Cover eine Bretterwand. Daran hängt eine Leine an der Kräuter zum Trockenen geklammert sind. Jedes Bündel ist beschriftet: Rosmarin, Waldmeister, Thymian, Basilikum und Salbei. Den Lavendel habe ich vergebens auf dem Cover gesucht. Auch der Honig taucht hier nicht auf. Aber dennoch passt das Cover perfekt zum Buch. Schließlich geht es um eine Heilpraktikerin.
Viola Consalvi ist die Protagonistin im Roman. Sie hat ein Studium zur Heilpraktikerin in Paris absolviert. Nach ihrer Ausbildung geht sie zurück nach Rom in ihre Heimat. der Kummer über ihren verstorbenen Ehemann und das Schicksal eines Patienten führt sie zurück nach Paris. Bei ihrer Freundin Gisèle findet sie Verständnis und findet zurück ins Leben.
Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonisten in der ersten Person erzählt. So tauche ich direkt mit Viola in den Kräuterladen von Gisèle ein. Ich kann die einzelnen Kräuter schon förmlich vor mir sehen und riechen. Einige genannte Kräuter musste ich auch in meiner Ausbildung kennen und erkennen lernen. In müßiger Fleißarbeit habe ich ein Herbarium über 30 Heilkräuter angelegt. Der Ordner befindet sich auch immer noch in meinem Bücherregal gleich neben den Fotoalben.
Sehr schön finde ich am Ende der Kapitel die kleinen Tee-Rezepte mit Zubereitung und Wirkung, oder auch die Bachblütenmischungen. Da musste ich direkt an meine erste Anstellung in der Apotheke denken. Dort hatten wir einen Kasten mit den einzelnen Bachblüten. Für mich waren es damals böhmische Dörfer. Auch heute finde ich die Schulmedizin sehr viel einfacher zu verstehen, als die alternativen in der Naturheilkunde und Homöopathie. Neben den oben genannten Rezepten gibt es auch viele Ideen und Anregungen für Naturkosmetika.
Ein Zitat aus dem Buch möchte ich mit dir Teilen.
"Hunger war schon immer qualvoll für mich – ein überaus unangenehmes Gefühl, das am Anfang noch ganz harmlos daher kommt und sich bestenfalls in Trägheit und einem leichten Schwindelgefühl äußert, jedoch sehr rasch […] zu einer deutlichen Verstimmung führt und sich schließlich […] zu einer blinden Wut steigern kann […]"
Beim Lesen musste ich einfach schmunzeln und meinen Mann angrinsen. Der wusste nicht wie ihm geschah und fragt was ich denn gerade lese. Den Titel des Buches fand er gut. Schließlich kann er als Imker mit Honig etwas anfangen und dem Lavendel sind unsere Bienen auch nicht abgeneigt. Ich habe ihm den Satz vorgelesen und er schaute mich nur wissend an. Im Urlaub achtet mein Mann, in seinem eigenen Interesse, ganz genau darauf, dass ich regelmäßig etwas zu essen bekomme. Denn er weiß, wenn ich Hunger habe ist Holland in Not. Dann heißt es ganz schnell Nahrung finden und bis dahin am besten keine Diskussionen führen. Es gibt nichts schlimmeres als Hunger.
Kennst du auch dieses Hungerszenario bei dir selbst oder deinen liebsten?
Ich habe mir dieses Buch ausgesucht, weil ich das Cover und den Titel interessant fand. Momentan lese ich alles was irgendwie den Anschein macht etwas mit Honig oder Imkerei zu tun zu haben. Für mich war es ein wundervolles Lesevergnügen, bei dem mir die Naturheilkunde und die Naturkosmetik wieder bewusst wurde. Aber es ist auch ein Buch zum Lachen und Weinen mit der Protagonisten und ihren Bekanntschaften.
- Susana Garcia Ferreira
Lebe deine Intention
(19)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIn "Lebe deine Intention" schildert die Autorin Susana Garcia Ferreira ihren Weg aus einem beständigen & gleichzeitig unzufriedenstellenden Job in ein Leben der Selbständigkeit & der Erfüllung ihrer Selbst.
Das Buch besticht im ersten Moment vor Allem durch die Bebilderung zwischen den Seiten, welche eine Ruhe auf den Leser ausstrahlen und doch passgenau zu dem Thema sind. Hier ist viel Natur zu sehen & auch der Leuchtturm, der einen selbst immer leiten soll.
Die Sprache ist einfach gehalten & man erwischt sich schnell dabei, vieles einfach herunter zu lesen, da es so flüssig ist.
Hier möchte ich kommenden LeserInnen definitiv empfehlen sich auch die Zeit zu nehmen das Geschriebene zu verinnerlichen und langsam zu machen. Raus aus der Hektik des Alltags quasi.Gerade wer sich noch nicht so sehr mit den Themen Intention & Persönlichkeitsentwicklung auseinander gesetzt hat findet hier sehr gute Übersichten & Übungen um einen Einstieg in die Thematik zu bekommen.
Viele andere werden hier wahrscheinlich nur das Gefühl haben alles schon gesehen und gelernt zu haben. Dies sollte man aber nicht genervt abtun, sondern einfach für sich selbst nochmals als kleiner Reminder aufnehmen. Denn es ist nie verkehrt noch einmal zu dem Ursprung zurück zu kehren & von vorne zu beginnen.Es kann passieren, dass man sich vielleicht bei einer Übung total ratlos vorfindet. Doch hier sollte man nicht aufgeben, denn dies zeigt nur, dass man mal wirklich in sich gehen sollte & die innere Stimme suchen muss.
Fazit:
Gerade Personen die sich das erste Mal mit Intentionen auseinandersetzen sind hier sehr sehr gut aufgehoben. Sie bekommen praktische Übungen an die Hand für einen einfachen Einstieg.
- Karin Franken
Aus dem Gleichgewicht: Warum uns unser Verstand um den Verstand bringt - Was wir für unseren inneren und äußeren Frieden brauchen
(15)Aktuelle Rezension von: MimGaisserWow! Was für eine inspirierende Lektüre!
Bereits auf den ersten Seiten wurde mir klar: Das ist keine leichte Kost. Der Schreibstil ist gehoben, die Gedanken, die darin formuliert werden, komplex - aber dennoch ist das Buch von vorn bis hinten gut verständlich und selbst Menschen, die sich noch nie mit spirituellen oder philosophischen Themen befasst haben, dürften der Autorin problemlos folgen können.
Ich habe sehr lange gebraucht, um dieses Buch zu lesen. Obwohl es nur knapp 180 Seiten hat, war ich einige Monate damit beschäftigt. Das hing zum größten Teil damit zusammen, dass mich das Buch dermaßen zum Nachdenken angeregt hat, dass ich oft unterbrechen und das eben Gelesene für mich reflektieren musste.
„Aus dem Gleichgewicht“ ist ein Plädoyer für die Individualität und Intuition des Einzelnen.
Die große Frage, die das Buch von Beginn an aufwirft, ist: Wer wäre ich, wenn ich frei von äußerer Beeinflussung (Erziehung, Erfahrungen, soziale Erwartungen, etc.) wäre? Wäre ich dieselbe Person, die ich heute bin? Oder vielleicht jemand, der viel mehr mit sich selbst im Reinen ist?
Als Mensch, der „Authentizität“ zu seinen wichtigsten Werten zählt, habe ich mir diese Frage natürlich nicht zum ersten Mal gestellt.
Dennoch gab mir dieses Buch einige neue Denkanstöße, mit denen ich mich wohl noch längere Zeit beschäftigen werde.Was mir besonders positiv aufgefallen ist: Karin Franken lehrt in ihrem Buch nicht, sondern inspiriert.
Sie betont stets, dass jeder Mensch einzigartig und jeder Lebensweg ebenfalls individuell ist und es deshalb keine One-fits-all-Lösung für alle Probleme geben kann. Dennoch leben wir in einer Zeit, in der jeder Hinz und Kunz seine Wahrheit für die einzig Richtige hält und dementsprechend predigt und verkauft.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Wissen anzuhäufen oder große Leistungen zu erbringen, sondern (wieder) zu lernen, auf unsere eigene innere Stimme zu hören, so wie wir das als Kinder getan haben.
Als überzeugte Agnostikerin war ich anfangs etwas skeptisch, als ich hörte, dass das Buch unter anderem spirituelle Ansätze beinhaltet.
Mein Fazit hierzu: Das Buch eignet sich definitiv auch für Menschen, die mit Spiritualität nichts am Hut haben, aber dennoch für andere Ansätze und Meinungen offen sind.
Ja, es beinhaltet ein paar Kapitel zu spirituellen Themen, wie z. B. Reinkarnation. Aber selbst hier blieb Karin Franken ganz nah am Thema des Buches: Es gibt nicht DIE eine Wahrheit.
Sie erzählt ihre persönlichen Erfahrungen mit Spiritualität und bietet an, sich selbst dazu Gedanken zu machen. Aber sie drängt weder irgendeine Lehre auf, noch behauptet sie, dass dies das Nonplusultra sei.
Im Gegenteil.
Sie betont, dass gerade die Vielfalt an Überzeugungen und Meinungen einzelner Individuen uns als Gesellschaft besonders macht.
Ein Satz aus dem vorletzten Kapitel fasst die Kernessenz des Buches perfekt zusammen:
„Es geht nicht darum, besser, sondern wieder wahrhaftig man selbst zu werden.“
(S. 169)
In diesem Punkt kann ich der Autorin nur vollumfänglich zustimmen.Ich danke für die gute Lesezeit und vergebe begeisterte 5 Sterne.
Anmerkung:
Die Autorin hat mir ein Rezensionsexemplar ihres Buches zur Verfügung gestellt. Meine Rezension spiegelt dennoch meine unabhängige Meinung wider.
- Alexandra Christina Bauer
Intuition
(1)Aktuelle Rezension von: Christl_MDie heutige Zeit wird immer schneller, man muss und soll soviel, vor allem funktionieren. Das führt dazu, dass man im Alltag oft im Autopilot lebt und Gefühle und Bedürfnisse dabei gar keinen Platz mehr finden. Fehlen dazu die nötigen Widerstandskräfte, sei es physisch oder psychisch, werden Körper und Seele krank. Nicht umsonst nehmen Depressionen, Burn-Out und muskuloskelettale Erkrankungen in unserer Gesellschaft stark zu, die Verbindung zur eigenen Intuition dagegen stark ab. Alexandra Christina Bauer erläutert in ihrem Buch auf sehr greifbare Weise, was die eigene Intuition eigentlich ist. Darauf aufbauend gibt sie dem Leser eine Reihe von Werkzeugen an die Hand, mit deren Hilfe eigene Bedürfnisse, Grenzen und letztendlich die Intuition wieder einen größeren Stellenwert im Alltag bekommen können. Dabei lockern Elemente aus dem Yoga und Mentaltraining, praktische Übungen und hilfreiche Tipps die „Theorie“ ansprechend auf. Für Leser, die sich mit diesem Thema bereits ausführlich auseinandergesetzt haben, kann dieses Buch eine tolle Chance sein, sich ehrlich damit auseinanderzusetzen, ob der bekannten Theorie auch Taten gefolgt sind bzw. ob man wieder ins Alltags-Hamsterrad geraten ist. Alexandra gelingt es, die Tipps und Übungen nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern auf eine liebevolle Art und Weise rüberzubringen. Sie lässt immer wieder auch eigene Erfahrungen mit einfließen, wodurch das Geschriebene sehr authentisch ist. Dass es möglich ist, ein Leben gemäß seiner Intuition zu führen, beweist die Autorin selbst mit einem mutigen Schritt: sie hörte auf ihre eigene innere Stimme, gab ihren Beruf als Steuerfachangestellte auf und arbeitet nun mit großer Begeisterung in ihrer eigenen Praxis für Psychotherapie und Coaching in München. Ein schöner Ratgeber in praktischer Größe, geschmückt mit Zitaten und bunten Bildern! - Christoph Keller
Heidi Specker & Theo Deutinger
(1)Aktuelle Rezension von: nicoladubielI adore this book because it gives you a little glimpse of Theo’s thoughts and his mindset. He’s speaking out his thoughts on Heidi’s photos, offering you a wide range of objective information and personal views on the subject matter. Most of my attention was taken by his words – I skimmed through the photos, longing for more little pieces of information so I could put together a puzzle. Theo isn’t much of a novelist, more of an intuitive writer, boiling down his thoughts to their basics, which is a good way to give you an impression on the subject. The book addresses a lot of topics, such as sociocultural issues, architecture-related topics, but most importantly, it fascinates me to see life through his eyes. Reading this book made me question how a human being can draw so much attention to a previously overlooked matter. How much time a person needs to spend being alone, thinking, realizing, rethinking, writing down, to show us that everything is connected in strange ways. It was near a physical struggle realizing I had come to the last pages of the book. I wish there were more words. More of him to read.
- Adrian Plass
Der Schattendoktor
(12)Aktuelle Rezension von: LEXI„Für meinen lieben Jack…“ – so beginnt der letzte Brief der 90jährigen Alice Merton, den sie ihrem über alles geliebten Enkelsohn Jack hinterlassen hatte. Alice war das Licht in Jacks Leben, sie war freundlich, großzügig und scharfsinnig. Lediglich wenn es um das Thema „Glaube“ ging, gab es für Jack und Alice keine gemeinsame Gesprächsbasis – und so wurden diesbezügliche Unterhaltungen tunlichst vermieden. In ihrem Schreiben an Jack erwähnte Alice Dinge, die Jack nicht geahnt hatte und wies zudem auf eine prägende Begegnung mit einem älteren Mann namens „Doc“ hin, der ihr Leben veränderte. Jack kann der Versuchung nicht widerstehen und nimmt anhand der dem Brief beiliegenden Visitenkarte tatsächlich Kontakt mit dem mysteriösen Schattendoktor auf.
Bereits der Einstieg in dieses Buch gestaltete sich für mich etwas holprig. Die handelnden Personen dieses Buches sowie die Protagonisten Jack und Doc empfand ich als wenig authentisch, beide Charaktere blieben mir bis zur letzten Seite fremd. Die in Briefform und kursiver Schrift dargestellten Inhalte wirkten auf mich verschwommen, an manchen Stellen sogar ein wenig befremdlich. Zudem brachte ich dem mir bislang unbekannten Schreibstil dieses Autors wenig Sympathie entgegen. Bildhafte Beschreibungen wie beispielsweise „der Schattendoktor verzog seine Miene zu einer Art Faust“ oder die Aussage „wie eine Art wohlwollender Matador schien der Schattendoktor die Kunst zu beherrschen, jeden Angriff mit einem eleganten Wedeln seines verbalen Umhangs ins Leere laufen zu lassen“ entsprachen nicht meinem Lesegeschmack, ich persönlich empfand sie eher als eigenartig. Entgegen der anderslautenden Behauptung im Klappentext kann ich die Aussage, dass dieses Buch viel Humor enthält, nicht bestätigen. Der Glaube, das Gebet und die Existenz des Teufels werden in diesem Buch thematisiert, wobei ich einige Argumentationen des Schattendoktors gegen das Gebet ebenfalls nicht nachvollziehen kann.
„Ich bin gesegnet und belastet mit der Aufgabe, Menschen zu helfen, mit den Schatten fertigzuwerden, die ihnen das Leben vergällen. Wie das genau vor sich geht, kann ich im Moment einfach nicht analysieren und erklären. Aber ich kann Ihnen versichern, dass es geschieht – nicht immer, aber oft.“
Nach dieser Aussage des Schattendoktors hätte ich mir zumindest einen in die Tiefe gehenden und erhellenden Einblick in seine Arbeit erhofft, diese Hoffnung wurde jedoch für mich persönlich bis zur letzten Seite nicht erfüllt.
„Der Schattendoktor“ war mein erstes Buch von Adrian Plass und ich musste nach dieser Lektüre bedauernd feststellen, dass der Schreibstil dieses Autors meinen Lesegeschmack nicht trifft.
„Jack hatte das dringende Bedürfnis, sich zu vergewissern, ob er verstanden hatte, was sich in der stillen Aue des Wirbelsturms der Worte des Schattendoktors verbarg.“
Ob Jack dies gelungen ist, darf der interessierte Leser dieses Buches selber feststellen. Mir ist es jedenfalls nicht gelungen. Schade.
- Alexander Beljawski
Geheimnisse der Schachintuition (Schachgeheimnisse)
(0)Noch keine Rezension vorhanden - Andrea Jolander
Denken Sie jetzt nichts!
(11)Aktuelle Rezension von: SagMalBei diesem Buch ist der Titel Programm, doch seien wir ehrlich! Damit verhält es sich in etwa so, als würde jemand sagen: „Denk jetzt bloß nicht an einen rosa Elefanten!“ Du denkst natürlich trotzdem die ganze Zeit an exakt dieses Tier in rosa. Und so kam es auch, dass mir beim Lesen von „Denken Sie jetzt nichts!“ zumute war, als würde mein Bewusstsein wie ein kleines Männlein die ganze Zeit über meiner Schulter hängen und mir die Frage ins Ohr flüstern: „Und wie ist das bei dir so?“
Im Buch der Psychotherapeutin (Achtung Pseudonym!) Andrea Jolander geht es um das Unbewusste, um Instinkte. Wir benennen das häufig auch als Intuition. Im ersten Teil zeigt sie auf, warum unser Unterbewusstsein dem bewussten Denken häufig überlegen ist. Warum es „im Bereich des menschlichen Verhaltens nichts Sinnloses gibt, zumindest nichts, das keine Ursachen hat.“ Und warum es sich lohnt, exakt dort, einmal genauer hinzuschauen. Im zweiten Teil geht es darum, warum Menschen überhaupt den Kontakt zu ihrem Unbewussten verlieren und welche Rolle dabei unter anderen Normen spielen. Warum die ersten Monate unseres Lebens wichtige Weichen für unser gesamtes Leben stellen und was das Bindungsverhalten der Eltern damit zu tun hat, nimmt sich der dritte Part vor. Im vierten Teil wiederum geht es um Maßnahmen zum Gegensteuern, wenn man also merkt, dass etwas scheinbar nicht stimmt und welche Hilfestellungen Psychotherapien in diesen ganzen Erkenntnis- und Lernprozessen geben können.
Gleichzeitig räumt Jolander noch mit einigen Vorurteilen gegen Psychologen und Psychiater auf. Alles in ungezwungener Sprache – an kritischen Stellen mit Nachdruck, an anderen in lockerer Form. Das hat mir gut gefallen.
Gefallen hat mir insgesamt auch die Ansprache des Buches. Natürlich sollte man das wohl auch von einer guten Psychotherapeutin erwarten können. Trotzdem, die Empathie, das Mitgefühl – einfach die Zugewandtheit für die Sorgen, Nöte und das Leid der Menschen und wie es hier aufgegriffen und beschrieben wird, hat mir sehr zugesagt. Es hat mir beim Lesen irgendwie ein Gefühl des gut-aufgehoben-seins gegeben und den Impuls, dass ich mich gern mal mit der Autorin intensiver unterhalten würde. 😊 Deshalb sehr zu empfehlen.
- Christopher Davis
Philadelphia
(50)Aktuelle Rezension von: HoldenIn der "Stadt der brüderlichen Liebe": Andrew Beckett ist einer der talentiertesten Anwälte in Philadelphia und arbeitet wie ein Pferd in der bekanntesten Kanzlei am Ort Wheeler & Wyatt, bis ihm unter einem fadenscheinigen Grund gekündigt wird, als man bei ihm erste Anzeichen einer Aids-Erkrankung erkennen kann. Beckett ist homosexuell und lebt mit seinem Lebenspartner Miguel zusammen, was er in der Kanzlei allerdings verschweigt. Als Anwalt erklärt sich nur Joe Miller bereit, Afroamerikaner und anfangs voller Vorurteile gegenüber Schwulen, Beckett zu vertreten im Arbeitsrechtsstreit um dessen Kündigung und dessen Rechtmäßigkeit. Beckett geht es zunehmend schlechter, je lämnger sich der Prozeß hinzieht, wird er das Ende überhaupt noch erleben? Der erste Oscar für Tom Hanks in der Hauptrolle, die Geschichte war 1993 angeblich noch ein Wagnis, als der Film rauskam. Die Rolle von Denzel Washington als Miller ist vielleicht etwas schwarz-weiß gezeichnet, vielleicht auch etwas viel "Anwaltsverherrlichung" (Tom Robbins), aber auch ohne den Neil-Young-Song am Ende sehr ergreifend.
- Laura Müller.
Der Traumweltenbaum
(25)Aktuelle Rezension von: Ninasan86Heute möchte ich euch ein besonderes Buch vorstellen: „Der Traumweltenbaum“ von Laura Müller (@lauraslicht). Dieses ist eins von drei Büchern von ihr, das mich wieder einmal verzaubert hat 🥰💫
Doch worum gehts? Im Buch treffen wir auf die kleine Mara, die zu einem Volk gehört, das eng mit der Natur verbunden ist. Für Mara ist es an der Zeit, eine der sieben großen Gruppen ihres Volkes beizutreten, doch sie weiß nicht, welche sie wählen soll. Ist sie in der Gruppe, in der ihre Eltern sind, glücklich oder möchte sie doch was anderes? Mit Hilfe des magischen Traumzauberbaums schafft sie es, ihren Lebenstraum zu finden, wählt ihn mit etwas Angst, was da auf sie zukommt, erkennt aber, dass ihre Wahl die richtige für sie war.
Diese Geschichte ist ebenso wie die anderen Geschichten der lieben Laura wundervoll geschrieben und mit zauberhaften Illustrationen von Pumudi Gardiyawasam versehen. Text und Illustrationen verschmelzen zu einer wundervollen Einheit und bilden zusammen ein zauberhaftes Kinderbuch mit einer starken Botschaft für Kinder (aber auch uns Erwachsene). Einen wunderschönen Zusatz gibt’s auch: eine geführte Audio-Traumreise von ca. 15 Minuten zur Entspannung und Stärkung der Vorstellungskraft.
Ich kann die Bücher der lieben Laura alle nur empfehlen (und werde die weiteren auch bald vorstellen).
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