Bücher mit dem Tag "inzucht"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "inzucht" gekennzeichnet haben.

43 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 01 (ISBN: 9783442267743)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 01

     (5.380)
    Aktuelle Rezension von: Yuria
    • "Der Tod ist grausam endgültig, während das Leben voller Möglichkeiten bleibt."


    "Die Herren von Winterfell" ist der Auftakt zum umfangreichen High-Fantasy-Epos "Das Lied von Eis und Feuer" vom amerikanischen Autor George R. R. Martin. Obwohl die Bücher schon etwas älter sind, erfreuen sie sich noch immer auf Grund der erfolgreichen HBO-Serie "Game of Thrones" großer Beliebtheit. Nachdem das Ende der Serie nun schon einige Zeit her ist, und ich Anfang Herbst immer in düsterer Fantasy-Stimmung bin, widme ich mich nun den Büchern. Band 1 unterscheidet sich noch nicht wirklich von der Serie, weil der Auftakt trotz der vielen Seiten rein zum Kennenlernen dieser umfangreich ausgearbeiteten High-Fantasy-Welt und dessen zahlreichen Haupt-Charakteren dient.

    Inhalt: Im Königreich Westeros herrscht seit 7 Jahren Sommer und nach einer langen Sommerzeit folgt bekanntlich ein um so härterer Winter. Doch der nächste Winter wird Jahrzehnte andauern, dessen ist sich Eddard Stark, der Lord von Winterfell, im Norden Westeros, sicher. Die Anzeichen dafür sind erkennbar. Der Winter naht und mit ihm seine Schrecken.
    Während sich der Norden für den Winter rüstet und bereit macht, kümmert sich der Süden und die Königsstadt von Westeros wie gewohnt um Macht, Wohlstand und Intrigen.

    Cover: Das Cover des Taschenbuchs ist für mich sehr ansprechend, vor allem durch das schlichte aber doch prägende Design. Der Hintergrund ist in Pergament-Optik gestaltet. Im Vordergrund das Wappen der Starks mit Leitspruch. Durch die Drachen und Ritterrüstung erkennt man sofort, dass es sich nicht um einen historischen Roman handelt, sondern um ein Fantasy-Werk mit mittelalterlichem Setting. Der Buchrücken gefällt mir besonders gut, weil dort die Nummer des Bandes, in diesem Fall die 1, noch einmal extra detailliert herausgearbeitet wurde.
    Die Inhaltangabe auf der Hinterseite fehlt, was mir weniger gut gefällt. Da "Game of Thrones" mittlerweile aber so ziemlich jedem ein Begriff ist, weiß vermutlich auch der Großteil worum es geht. Ansonsten findet sich eine kurze Inhaltsangabe im Inneren der Klappenbroschur.
    Zu Beginn und am Ende findet sich eine schön illustrierte und sehr detailreiche Karte von Westeros. Auf der ersten Seite findet sich der Norden und auf der Letzten der Süden. Am Ende des Buches befindet sich auch ein Glossar, mit allen wichtigen Persönlichkeiten und Anmerkungen und Beschreibungen zu allen Häusern von Westeros. Wenn man noch gar keine Ahnung von "Game of Thrones" hat, rettet die Karte und das Glossar vermutlich Leben und ist wirklich hilfreich. Bei all den Namen und Orten, kommt man ansonsten sehr schnell durcheinander.

    Meine Meinung: Ich habe die Serie "Game of Thrones" bereits gesehen und geliebt und da das Ende der Serie schon einige Zeit her ist und ich in düsterer Fantasy-Herbst-Stimmung bin, habe ich beschlossen mich nun den Büchern zu widmen. Der Schreibstil von George R. R. Martin ist perfekt für düstere High-Fantasy und anders als ich es von anderen Autoren kenne. Er legt irrsinnig viel Wert darauf, einzigartige und unglaublich detailliert ausgearbeitete Charaktere zu erschaffen. Ich habe bisher noch kein Fantasy-Werk gelesen, in denen es so viele Protagonisten gibt. Und jeder dieser Protagonisten hat eine eigene Persönlichkeit, manche sympathisch, andere weniger, aber trotzdem einzigartig und umfassend gestaltet. Ich werde jetzt nicht alle Charaktere vorstellen, dann würde diese Rezension vermutlich den Rahmen sprengen. 😅 Da ich die Serie bereits kenne, habe ich schon meine Lieblingscharaktere und so mancher Plottwist konnte mich leider nicht mehr überraschen, aber ich bin sehr gut darin, Bücher und dessen Verfilmung trennen zu können. Es hat mich daher etwas überrascht, dass sich Tyrion trotzdem zu meinem Lieblingscharakter des Buches entwickelt hat. Ich hätte eher angenommen, dass seine Persönlichkeit erst im Laufe der Geschichte zu strahlen beginnt, aber falsch gedacht. Tyrion ist von Anfang an ein unglaublicher Charakter und nicht ohne Grund gehört er zu meinen absoluten Lieblingscharakteren überhaupt. Trotz seiner mangelnden Erscheinung hat er das Köpfchen eines Riesen und das Herz eines Helden.
    Während mir einige Charaktere sofort ans Herz gewachsen sind, konnten mich Andere noch nicht wirklich überzeugen, so zum Beispiel Sansa Stark, die älteste Tochter des Lords von Winterfell, und Catelyn Stark, die Lady von Winterfell, war mir sogar sehr unsympathisch, obwohl ich sie in der Serie eigentlich mochte. Der Charakter und die Persönlichkeit von Daenaeys wirkt im Buch sehr viel realer und naher als in der Serie. Ich konnte sie sehr viel besser verstehen und habe den Anfang von ihrer Geschichte vom unschuldigen und unwissenden Kind zu einer selbstbewussten jungen Frau sehr gerne verfolgt.

    Das Buch lässt sich schnell und zügig lesen, ist einfach geschrieben, auch wenn man für die Einführung in diese fantastische Welt, mit seinen Legenden und Geschichten und seinen Machtspielchen und Intrigen, viel Aufmerksamkeit benötigt. Da sich der Autor für das Kennenlernen der Charaktere und der Welt sehr viel Zeit gelassen hat, geht die Story trotz der 570 Seiten noch nicht wirklich voran. Da der Verlauf der Story noch nicht so viel Fahrt aufnimmt, hat das Buch gewisse Längen. Das Eintauchen in diese fantastische High-Fantasy-Welt macht das aber wett und da ich ja weiß, dass die Story noch sehr spannend wird, gibt es da so einiges auf das ich mich noch freuen kann. Einige Andeutungen im Buch schüren dabei meine Vorfreude. Ich bin schon sehr gespannt, ab wann und wie stark die Bücher von der Serie abweichen. Bisher unterscheidet sich das Buch noch nicht so stark von der Verfilmung, außer in der äußerlichen Darstellung einiger Charaktere. Das Buch ist bisher auch bei Weitem nicht so blutrünstig und brutal. Durch das mittelalterliche Setting ist ein bisschen Blut und Grausamkeit ja auch vonnöten, um überzeugend zu sein.

    Ich muss sagen, dass ich mir von Band 1 ein bisschen mehr erhofft habe, aber ich verstehe, dass das bei so einem umfangreichen Epos mit so vielen einzigartigen Charakteren kaum möglich gewesen wäre. Dann wäre diese fantastische Geschichte vermutlich nur halb so episch. Der Autor hat sehr viel Wert darauf gelegt, dass man diese umfangreiche Geschichte aus mehreren Blickwinkeln und Perspektiven betrachten kann und hat wunderbar detaillierte Charaktere geschaffen, die man nicht so schnell wieder vergessen wird.

    George R. R. Martin hat mit "Lied von Eis und Feuer" wirklich ein Meisterwerk geschaffen und auch wenn er sich jetzt auf seinen Lorbeeren ausruht, hat er für diese ideenreiche und einzigartige Welt wirklich Hochachtung und Anerkennung verdient. Wer braucht schon einen Ritter in glänzender Rüstung, wenn man stattdessen Drachen haben kann?! 😉

  2. Cover des Buches Die Stadt der verschwundenen Kinder (ISBN: 9783453534223)
    Caragh O'Brien

    Die Stadt der verschwundenen Kinder

     (1.042)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Ganz ehrlich? Anfangs dachte ich, bei dieser Reihe würde es sich um Fantasy handeln, aber weit gefehlt, hier geht es tatsächlich um eine sehr interessante Welt, welche gar nicht so weit in der Zukunft spielt und doch so sehr anders ist, als die unsere. Wie mir dieser erste Band hier gefallen hat, erfahrt ihr nachfolgend.


    Was den Schreibstil angeht, so kann ich schon einmal sagen, dass mir dieser wirklich ausgezeichnet gefallen hat. Dieser ist flüssig und relativ einfach gehalten, ohne aber trivial zu wirken. Außerdem ist er beschreibend, aber nicht zu ausführlich. Mir hat er jedenfalls die Welt nahe gebracht und mich wirklich gut durch die Geschichte begleitet.


    Und auch diese ist echt toll, konnte mich von Anfang an packen und ich wollte auch die ganze Zeit wissen, wie es weiter geht. Dennoch, obwohl die Geschichte zu keiner Zeit langweilig war, zog sie sich teilweise ziemlich in die Länge, wobei ich aber auch nicht sagen könnte, wo man sie hätte kürzen können, denn für mich waren alle Entwicklungen wichtig. Vor allem mochte ich, dass die ganze Handlung nicht so glatt und geradlinig war, sondern auch mal etwas schief ging und es somit Platz für interessante Wendungen gab. Und auch diese hat die Autorin wirklich gut hinbekommen. Wenngleich es hier und da scheinbar offensichtlich war, wohin die Geschichte wohl gehen würde, war es niemals zu einhundert Prozent sicher und oftmals wurde ich echt überrascht. Genauso mochte ich das ganze Thema des Buches, die gut durchdachte Welt, die auf den ersten Blick gar nicht so dystopisch wirkt, sondern eher fantastisch. Erst mit der Zeit merkt man als Leser, wo man da eigentlich gelandet ist und was es mit den verschwundenen Kindern auf sich hat. Und auch Gaias Rolle in der ganzen Geschichte fand ich echt interessant und spannend, ebenso die kleine Liebesgeschichte, die sehr organisch in die Handlung eingebaut wurde und sich eher im Hintergrund abspielt. Allerdings gibt es in der Geschichte eine Sache, die ich ein bisschen befremdlich fand und das war der Einfallsreichtum der Autorin, der manchmal schon eher witzig als realistisch wirkte. Ich sage nur: Maske aus Crêpe. Das Ende fand ich aber auch gut gelöst. Zwar gab es einen mittelmäßig schlimmen Cliffhanger, dennoch konnte mich die kleine Bonusgeschichte über Leon noch einmal richtig überzeugen. 


    Die Charaktere fand ich in diesem Buch auch richtig gut. Zwar muss ich zugeben, dass ich wohl niemanden von ihnen, selbst die Protagonistin, nicht ewig im Gedächtnis behalten werde, dennoch waren sie gut und realistisch geschrieben. Gaia ist, wie meist in dieser Art Bücher, eine toughe Protagonistin, die viel erlebt und sich in kurzer Zeit enorm weiterentwickeln muss. Sie ist liebenswert und ich habe sie gern begleitet. Leon mochte ich ebenfalls, wenn auch er nun nicht der größte Held war oder in irgendeiner Weise einzigartig. Ebenso fand ich die Nebencharaktere gut geschrieben, fast sogar noch besser als die beiden Hauptcharaktere, denn diese waren oft nicht durchschaubar und ich wusste eigentlich nie so richtig, wer auf wessen Seite ist.


    Alles in allem kann ich nur sagen, dass sich dieses Buch wirklich toll lesen lies, die Geschichte packend und spannend war, mit einer kleinen Prise Liebe, interessanten Wendungen und sogar einem kleinen bisschen Humor. Ich jedenfalls freue mich schon auf Band zwei und kann es kaum erwarten zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht.


  3. Cover des Buches Vergiss mein nicht (ISBN: 9783442379071)
    Karin Slaughter

    Vergiss mein nicht

     (1.711)
    Aktuelle Rezension von: Anja_liebt_Buecher

    Der zweite Teil der Grant County Reihe von Karin Slaughter konnte mich definitiv mehr begeistern als Band 1.

    Der Schreibstil der Autorin wirkt nun gefestigter, die Protagonisten waren präsenter und die gesamte Story hatte einen roten Faden.

    Um nicht zu spoilern möchte ich über den Inhalt gar nicht zu viel verraten. Thematisch geht es um massiven Missbrauch an Kindern und Pädophilie.


    Was ich mir regelmäßig ins Gedächtnis rufen musste war, dass das Buch aus Amerika kommt und der Umgangston dort, gerade auch bei der Polizei, um einiges rauer und brutaler als hier in Deutschland ist. Auch das beschreiben der Protagonisten ist hier sehr extrem und oberflächlich. So wird das Opfer bewusst als dick beschrieben und auch darauf reduziert.

    Allgemein ist der Schreibstil sehr detailliert. Hierdurch kommt die Brutalität des Vergehens noch deutlicher heraus.


    Der Spannungsbogen ist von Anfang bis Ende durchgehend gut. Besonders gut hat mir in diesem Teil gefallen, dass man doch noch einiges an Hintergrundinformationen zu den Hauptprotagonisten, die sich durch alle Bände ziehen, erhält.

    Gerade die emotionalen Beziehungen von Sara und auch Lena sind dieses mal sehr wichtig und werden stark verarbeitet.

    Schwierig, für mich persönlich, war die Länge der Kapitel. Da in jedem einzelnen sehr viele Informationen stecken musste ich doch hin und wieder zurückblättern um wichtige Details nicht zu vergessen.



    Achtung Spoiler!!!


    Interessant und gut habe ich es empfunden, dass hier auch einmal eine Frau die Täterin ist. Es wird einfach mal deutlich, dass nicht nur Männer Kinder missbrauchen.

    Das offene Ende ohne Happy End finde ich gut gewählt, bei so einer Story kann es auch kein schönes Ende geben.


    Ich bin nun gespannt, ob dieses offene Verbrechen in einem weiteren Teil aufgearbeitet wird.

    Mal schauen, wie Teil 3 wird:)

  4. Cover des Buches Neva (ISBN: 9783426283486)
    Sara Grant

    Neva

     (611)
    Aktuelle Rezension von: Nora4

    Auch wenn es ein Einzelband ist und ich gewöhnlich nichts gegen Einzelbände habe: Dieses Buch hätte wohl doch besser mehrere Teile gebraucht, denn das Ende ist so offen, weil auch gar nichts grosses gestartet wurde und für mich so nicht wirklich befriedigend.


    Das Buch ist aber zum Glück nicht ganz so typisch, wie man es von einigen klassischen Dystopien kennt: Es gibt nämlich keine Rebellion und keinen Sieg der Guten, stattdessen flieht Neva einfach aus der Kuppel, nachdem sie einen Brief ihrer totgeglaubten Grossmutter bekam. Innen drin bleibt alles gleich, was eigentlich auch heisst, dass keines der anfänglichen Probleme gelöst wurde, weshalb man sich fragt, wohin das Ganze denn nun überhaupt führen sollte.


    Die Geschichte selbst ist eigentlich ganz okay. Nichts zu Tiefgründiges, aber sicher nicht schlecht. Es hat einige spannende Stellen, aber so etwas wie ein grosser Aufstand à la „Tribute von Panem“ sollte man deshalb nicht erwarten.


    Gewissermassen wird es dadurch aber auch etwas realistisch. Sie sind nichts weiter als eine Gruppe Jugendlicher, die nicht einmal durchgehend mit vollen Herzen dabei sind (echt, ihre beste Freundin Sanna ging mir damit so auf die Nerven, dabei war sie diejenige, die rebellieren wollte und danach dieses schlappmachen, was für mich nicht zusammenpasst). Wenn man ehrlich ist, kann eine kleine Gruppe nicht einfach so mal eine Regierung stürzen, vorallem wenn nicht mal das Volk hinter der Idee steht. Dennoch hätte ich eben mehr erwartet, den eine Dystopie darf in dieser Hinsicht ja auch gerne einmal mit etwas unrealistischeren Szenarien spielen.


    Meine Erwartungen waren wohl einfach zu hoch. Auch wenn es ein Einzelband war, hatte ich grössere Rebellionen oder zumindest einen besseren Abschluss, der vielleicht auf einen Kompromiss hinausläuft, erwartet. Hätte ich es vorher gewusst, dass das Buch in eine ganz andere Richtung geht, wäre es wohl besser gewesen. Die Idee selbst ist jedoch gut und auch diese neue Welt ist sehr interessant aufgebaut und ich denke es könnte sicher auch so dem ein oder anderen gefallen. Ich gebe dem Buch jedenfalls drei von fünf Sternen.


    (Die Rezension ist schon um einiges älter (2018), wurde nun aber von meinem Amino Leserunde für diese Seite noch übernommen (und dafür noch leicht angepasst), damit ich sie mit mehr Leuten teilen kann. Weitere ältere Rezensionen werde ich ebenfalls noch teilen). :)


  5. Cover des Buches Der Mädchenmaler (ISBN: 9783570308134)
    Monika Feth

    Der Mädchenmaler

     (1.006)
    Aktuelle Rezension von: miah

    Achtung! Es handelt sich um den 2. Teil einer Reihe! Da die Teile aber in sich abgeschlossen sind, ist es für das Verständnis der Handlung nicht unbedingt nötig, den ersten Band zu kennen. Dennoch könnte diese Rezension Spoiler enthalten, wenn man den ersten Band noch nicht gelesen hat. 

    Inhalt:
    Merle und Jette finden in Mike einen liebenswerten neuen Mitbewohner. Seine Freundin Ilka ist ebenfalls ein sehr herzlicher Mensch und wird sofort in die Gemeinschaft aufgenommen. Doch sie ist verschlossen, denn sie verbirgt ein Geheimnis... 

    Meine Meinung:
    Mit diesem zweiten Band verschiebt sich die Perspektive der Handlung von Jette hauptsächlich zu Mike und Ilka. Beide stehen in diesem Teil im Vordergrund. Es gibt trotzdem Kapitel, die aus der Ich-Perspektive von Jette geschrieben sind. Damit unterscheiden sie sich von den anderen Perspektiven. Neben Ilka und Mike haben unter anderem auch Jettes Mutter und Kommissar Melzig eigene Kapitel.

    Mit Mike und Ilka kommen zwei neue Figuren hinzu. Alle anderen sind aus Band 1 bekannt. Ihre Nebenhandlungen begannen im ersten Band und werden hier weitererzählt. Das finde ich sehr schön, denn so begleitet man die Figuren noch ein Stück weiter und erfährt, was nach den schrecklichen Ereignissen im ersten Band geschieht.

    Leider rückt Jette so ein bisschen in den Hintergrund. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass sie überhaupt keine Rolle spielt. Das ändert sich im letzten Teil der Handlung allerdings. Zum Glück. Denn sie hält diese Reihe schließlich zusammen.

    Diese Reihe habe ich zum ersten Mal vor vielen Jahren gelesen. Damals konnte ich mich sehr gut mit Jette und ihren Freunden identifizieren. Sie wollten nicht auf den Kommissar hören. Sie wollen lieber selbst etwas unternehmen und konnten nicht einfach tatenlos zusehen. Doch inzwischen habe ich mehr und mehr Verständnis für Jettes Mutter und bin immer mehr ihrer Meinung.

    Das Thema in diesem Band hat es in sich, allerdings werden detaillierte Szenen komplett vermieden, was ich für ein Jugendbuch gut finde. Liebesszenen werden nur angedeutet, aber nie genau beschrieben. Ich weiß noch, dass es mich damals schockiert hat.

    Die Sprache ist wieder locker und flüssig. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, auch wenn es anfangs etwas gemächlicher zugeht. Die Geschichte von Ilka macht neugierig. Nach und nach wird sie aufgedeckt. Am Ende wird es sehr spannend, allerdings geht es mir etwas zu schnell. Dadurch bleibt die Handlung aber spannend bis zur letzten Seite.

  6. Cover des Buches Middlesex (ISBN: 9783499238109)
    Jeffrey Eugenides

    Middlesex

     (498)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die Erzählung umfasst die Familiengeschichte mehrerer Generationen: Griechische Emigranten, die ihre Heimat verlassen und sich in den USA um die 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts eine neue Zukunft aufbauen. Im Zentrum steht die Ich-Erzählerin Calliope, die als pubertierendes Mädchen erkennt, dass sie beiderlei Geschlecht in sich trägt und fortan als Junge weiterleben möchte. Die vielen medizinischen Einblicke machen das Lesen zwar nicht immer flüssig, da zur Verständlichkeit viele fachlichen Ausdrücke nachgeschlagen werden müssen, jedoch wird die Thematik umso lehrreicher vermittelt. Für Kenner der griechischen Mythologie gibt es zahlreiche Hinweise zu historischen Elementen.


    Das Buch ist eine wuchtige und bereichernde Lese-Erfahrung. In über 700 Seiten enthält es viele wunderbare Geschichten, historische Anhaltspunkte und spannenden Familienzusammenhänge. Eigentlich ein Roman wie ich ihn mir wünsche: lehrreich, dramatisch, anregend und sprachlich einnehmend geschrieben, ohne Plattitüden und unnötigem Geschwätz. Ich habe diese Erzählung sehr gerne gelesen und freue mich auf weitere Bücher des Autors.

  7. Cover des Buches Die Insel der roten Mangroven (ISBN: 9783404169764)
    Sarah Lark

    Die Insel der roten Mangroven

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Joenna

    Die Insel der roten Mangroven 

    Von Sarah Lark, 672 Seiten erschienen im Lübbe.

    Dede ist zu einer Schönheit herangewachsen. Man sieht es ihr kaum an, das ihr Vater ein Schwarzer war. Natürlich wissen die Nachbarn von der wahren Herkunft Dedes und lassen sie es und ihre Mutter Nora Spüren. Dede wird zu keinem Ball eingeladen. Also beschliesst Nora selber einen Ball auszurichten und Dede in die Gesellschaft einzuführen. Auf diesem Ball verliebt sich Dede in den Arzt Victor von der Insel Hispaniola. Nora ist erleichtert dort weiss ja niemand von der wahren Herkunft Dedes. Aber es kreuzen sich die Wege mit dem Stiefbruder Jefe der sich jetzt Cäsar nennt. Es kommt zu einem echten Gefühlsdurcheinander von Dede.

    Von mir 5 von 5 Sternen.  

  8. Cover des Buches In den finsteren Wäldern (ISBN: 9783865521002)
    Richard Laymon

    In den finsteren Wäldern

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Lily02

    Ich liebe Bücher die mir grauen und detailliert geschildert sind. Aber dies ist absolut sinnlos. Das ganze hat keinen Sinn, ausser möglichst schnell möglichst viel Dreck (Gewalt und Sex) zu machen. Warum der Vater was dagegen hat wen seine 18! Jährige Tochter flirtet keine Ahnung und es trägt auch nix zum Plot bei, ausser ein bischen mehr Sex.

    Schon von Anfang an geht es eigentlich nur um Nippel und Ständer. Gruselig finde ich es nicht, da die Grusel-Teile haubtsächlich nakte verrückte Menschen sind. Und entweder sind die Karakter schon fast feucht oder sie ekeln sich. Viel überraschung gibt es auch nicht, da es sich haubtsächlich im kreis dreht und man irgendwann weis wie es weiter gehen wird.

    Und wie gesagt, einen wirklichen sinn für das ganze Spektakel gibt es nicht.

  9. Cover des Buches Der Augenmacher (ISBN: 9782919801022)
    Elias Haller

    Der Augenmacher

     (75)
    Aktuelle Rezension von: sniperosx

    Ich suchte ein Buch, das einmal ohne Fitzek typischen Ekel/Horror-Thriller auskommt. Auch wenn der Augenmacher bei weitem kein angenehmer Geselle ist, war das Buch gut zu lesen und begleitete mich einige Wochen als Bettlektüre. Ich wurde positiv überrascht. 

    Die Charakter sind sehr sympathisch, insbesondere mit Fr. Frost hat Haller eine interessante Persönlichkeit geschaffen, mit der ich mich, obwohl Sie sehr kalt dargestellt wird, schnell zurechtgefunden habe. 

    Die Spannung war durchwegs, allerdings nicht übermäßig vorhanden. In die Richtung geht in der Tat noch etwas. 

    Auch der Ort Leipzig, in der die Geschichte hauptsächlich spielt, ist für mich persönlich nicht gerade attraktiv, nachdem ich von Beckett und Carter spektakulärere Atmosphären gewohnt bin. Aber das ist eine rein subjektive Sache.  

    Der Schluss hat mich zu letzt auch nicht wirklich überzeugen können. Wieder ein Ausgang, der ggf. etwas ausführlicher hätte werden können. Das Showdown ist auf etwa 10-15 Seiten komprimiert. Zack Zack, vorbei. Schade, da doch das Katz- & Mausspiel stehts an Fahrt aufnimmt!

    Ich schnappe mir nun den nächsten Teil und schaue, wie dieser sich entwickelt. 

  10. Cover des Buches Hundert Jahre Einsamkeit (ISBN: 9783462050219)
    Gabriel García Márquez

    Hundert Jahre Einsamkeit

     (535)
    Aktuelle Rezension von: Caty_Perillo

    Vorab, wer ein Buch liest, welches 1967 geschrieben wurde,muss sich auch darauf einstellen...

    Garcia Marquez hat hier ein Epos geliefert, das Seinesgleichen sucht.

    Sein Schreibstil ist sein Markenzeichen, entweder man liebt oder man hasst es.

    Ich persönlich, bin in jedem Satz nahezu aufgeblüht. Die Figuren, die Zusammenhänge und die Botschaft dieses Meisterwerks, sind großartig! Drei mal habe ich es bereits gelesen und jedesmal lächle ich dabei.

    Und ich werde es bestimmt noch öfters lesen...



  11. Cover des Buches Das Hotel (ISBN: 9783453528833)
    Jack Kilborn

    Das Hotel

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Splatter-Fans werden bei Jack Kilborns „Das Hotel“ voll auf ihre Kosten kommen. Das Rushmore Inn entpuppt sich als Spielwiese einer inzestuösen Freak-Familie, die ihre Gäste nach allen Regeln der Kunst leiden lässt. Wer sich an den Roman heranwagt, sollte also einen robusten Magen und Lust auf Splatter ohne Ende haben.

    Diese brutalen Gewaltorgien machen ziemlich Spaß – wenn man so etwas mag –, driften aber bisweilen ins Groteske und an manchen Stellen auch ins Alberne ab. Darunter leidet die Spannung, die im ersten Drittel des Buches noch überzeugen kann, wenn die Charaktere und das Szenario vorgestellt werden.

    Denn eigentlich finden sich interessante Gäste im Hotel ein, mit denen man prima mitfiebern könnte: Deborah ist trotz des Verlusts ihrer Beine eine wehrhafte, selbstbewusste Frau. Die Großmutter der kleinen Familie hat sich im Lauf ihrer Lebens erstaunliche Fähigkeiten angeeignet. Und auch die männlichen Gäste, nämlich der Journalist sowie zwei Männer, die auf der Suche nach einer in der Nähe des Hotels verschwundenen Frau sind, kämpfen mit allen Mitteln um ihr Leben.

    Dass diese vermeintlichen Opfer sich durchaus zu wehren wissen, liest sich erfrischend, aber auch hier schlägt Kilborn über die Stränge und macht aus den Gästen eine kleine Kampfeinheit, die mit nahezu jeder Situation umzugehen weiß. Klar ist es eine schöne Abwechslung zum sonstigen Kanonenfutter im Horrorgenre und macht den Kleinkrieg etwas ausgeglichener. Aber hier und da sind die Kampfkünste doch reichlich übertrieben.

  12. Cover des Buches Ritual (ISBN: 9783426631546)
    Douglas Preston

    Ritual

     (221)
    Aktuelle Rezension von: -BuchLiebe-

    Ich bin in der glücklichen Lage die Reihe in der richtigen Reihenfolge lesen zu können. Daher kenne ich die vorherigen Bände. Trotzdem kann man dieses Buch problemlos lesen auch wenn man die vorherigen Bände nicht kennt. Es gibt kaum Bezug auf vorherige Begebenheiten und das bisschen was es gibt versteht man trotzdem.

     

    Alles in allem fand ich dieses Buch sehr spannend und die Geschichte gut und schlüssig überlegt. Was mir an dieser Reihe besonders gut gefällt ist, dass es sich erstmal etwas mystisch zeigt und der Leser den Eindruck bekommen soll es könnte sich um etwas Übernatürliches oder Ähnliches handeln. Doch im Laufe der Geschichte und besonders das Aufdecken am Ende bringt doch eine normale Lösung die durchaus realistisch sein könnte. Für mein Empfinden ist die Geschichte sehr gut durchdacht.

     

    Auch die Figuren gefallen mir. Die Hauptfigur mit ihren verschrobenen Eigenarten und denen man in so gut erkennt begleite ich ja schon seit einigen Büchern. Aber auch die anderen Figuren sind gut heraus gearbeitet und kann man Handeln und Denken sehr gut nachvollziehen. Auch der Mix zwischen den Eigenarten der Hauptfigur die im Kontrast stehen zu der ersten Nebenfigur die ihn begleitet und tatkräftig unterstützt gefällt mir sehr gut.

     

    Allerdings gab es die eine oder andere Stelle wo sich die Geschichte etwas gezogen hat und ein wenig langatmig wurde. Besonders ist mir eine Stelle im Gedächtnis geblieben wo sich eine Figur immer wieder wiederholt während die andere Figur mehrmals die gleichen Fragen stellt. Das war echt nervig denn diese Wiederholungen waren überhaupt nicht nötig. Ich dachte so bei mir wie dumm die zuhörende Figur denn sein kann, wenn sie immer wieder dasselbe fragt und der Antwortende immer das gleiche antwortet.

    Insgesamt hat es mich aber nicht so schlimm gestört, dass ich keine Lust mehr auf das Buch oder sowas hatte.

     

    Bei den Perspektiv-Wechseln ist man gut mitbekommen und diese fand ich sehr gelungen. Das brachte Abwechslung und noch mehr Spannung in die Geschichte.

     

    Fazit: Insgesamt eine sehr spannende Geschichte mit schlüssigem Ende.

  13. Cover des Buches Tannöd (ISBN: 9783455650792)
    Andrea Maria Schenkel

    Tannöd

     (787)
    Aktuelle Rezension von: reading_with_cat

    In der tiefsten bayerischen Einöde: Eine ganze Familie wird in einer Nacht ausgelöscht, mit der Spitzhacke erschlagen. Jetzt heißt er nur noch Mordhof, der einsam gelegene Hof des Danners in Tannöd und vom Mörder fehlt jede Spur.

    Es ist etwas schwierig wirklich etwas über die Charaktere zu sagen, da die Geschichte zu größten Teilen aus Zeugenberichten besteht und man auch sonst nicht viel über die Charaktere erfährt. Das was man jedoch erfährt ist so abgedroschen, dass es irgendwie schon wieder echt für die Zeit und den Ort anfühlt.

    Dann zum Schreibstil der war wohl das speziellste an der Geschichte. Sie besteht zu größten Teilen wie gesagt aus Zeugenberichten, dort hatte ich auch jedes Mal das Gefühl, dass die beschriebene Person das wirklich so erzählen würde. Der restliche Teil besteht aus verschiedenen Sichten innerhalb und außerhalb der Familie. Das ganze ist nicht chronologisch aufgebaut und stattdessen kommen die Sichten immer näher zu der Tat selbst. Zu Anfang nur Leute, die jemanden kannten und dann auffiel, dass sie fehlten, bis hin zu am Ende beteiligten.

    Das Konzept war so unglaublich verstörend. ich möchte jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, aber die Familie ist auch nicht ganz Koscher. Selbst hätte ich es vermutlich nie gelesen, da es einfach überhaupt nicht mein Genre ist (Ich musste es für die Schule lesen). Dennoch war es gerade durch den oben genannten Aufbau ziemlich genial.

    Die Geschehnisse waren wie schon gesagt extremst abgedroschen und verstörend und wirkten dennoch irgendwie echt. Der Aufbau hat es so unglaublich spannend gemacht, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnten. ich musste einfach wissen wer der Mörder ist. Dennoch hat es mich am Ende etwas enttäuscht. Es fehlte so dieser Twist. Dieses unerwartete. 

    Insgesamt war es auf jeden Fall ein gutes Buch. Vor allem auch für den Aufbau. Der ist einfach so besonders. Am Ende hat mir ein bisschen was gefehlt und es war auf jeden Fall sehr verstörend. Außerdem hat mir auch so der tiefere Sinn gefehlt. Die letzten Bücher dieser Art, die ich gelesen habe, hatten irgendwie so ein tiefes inneres. ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll. Das hat mir hier irgendwie gefehlt.

  14. Cover des Buches Die Alchimistin (ISBN: 9783453419049)
    Kai Meyer

    Die Alchimistin

     (388)
    Aktuelle Rezension von: n8eulchen

    Die Geschichte spielt Ende des 19. Jahrhunderts. Aura Institoris, Tochter eines Alchimisten, wächst in einem düsteren Schloss am Meer auf. Auf dem Weg nach Zürich, wo sie ein Mädcheninternat besuchen soll, verliebt sie sich in den Mörder ihres verhassten Vaters und gerät mit ihm in einen Krieg zwischen Templern und Unsterblichen, der über Jahrhunderte voller Hass brodelt.

    Meine Meinung:
    - düstere Atmosphäre
    - durchweg fesselnd und spannend
    - teils grausame Szenen
    - detailreiche Landschafts- und Charakterbeschreibungen
    - gerade die detaillierten Beschreibungen in Verbindung mit dem leicht und schnell zu lesenden Schreibstil gefiel mir sehr.
    - leider blieben die Charaktere bezüglich ihrer Gedanken und Emotionen etwas farblos
    - die eigentliche Geschichte beginnt erst ab ca der Hälfte und ab da nahm leider auch die Spannung etwas ab, da das vorangegangene Rätseln von Antworten abgelöst wurde.

    Top oder Flop?
    - für mich persönlich eher Top

    Empfehlung?
    - Für Freunde von Genremix, historischen Romanen (Templer), Krimis/Thriller mit Fantasy/Mysterytouch

  15. Cover des Buches Schwesternmord (ISBN: 9783734106231)
    Tess Gerritsen

    Schwesternmord

     (1.005)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Inhalt: Als Dr. Maura Isles von ihrer Tagungsreise aus Paris zurückkommt, stehen mehrere Polizeiwagen vor ihrem Haus. Als die Anwesenden dann auch noch erschrocken bis zu tiefst verwundert über ihr Auftauchen reagieren, fragt sich Maura, was denn los ist. Die schwangere Detecitve Jane Rizzoli zeigt es ihr, denn in einem Auto wurde eine Frau ermordet, die Maura bis aufs Haar gleicht. Maura Isles hatte eine Zwillingsschwester. Geschockt von dieser Erkenntnis macht sie sich auf die Spur ihrer Familie, denn Maura wurde schon als Baby adoptiert. Sie möchte herausfinden, wo ihre Identität steckt und der Tod ihrer Zwillingsschwester ist nicht der Gipfel dieses Horrortrips. In der Zwischenzeit ermittelt Rizzoli mit ihrem Partner zusammen, wer für den Mord verantwortlich ist.

     

    Ich muss leider sagen, dass mich auch dieser Band nicht so gepackt hat, wie die ersten beiden der Reihe. Tatsächlich fand ich diesen Band sogar am schwächsten, weil es sich über die Hälfte nicht wie ein Krimi angefühlt hat. Es ging die ganze Zeit darum, dass Maura auf der Spur ihrer verstorbenen Zwillingsschwester war, um den Rest ihres Familien-Clans zu finden. Die Erkenntnisse waren zwar erschütternd und dramatisch, aber wirklich gepackt hat es mich nicht.

    In der ersten Hälfte fand ich lediglich die Autopsie von Mauras Schwester Anna interessant, da Maura selbst dabei anwesend war und ihre Sicht sehr intensiv und spannend beschrieben wurde. Da ist der Funke übergesprungen, wie beklemmend sie die Situation fand, obwohl sie ja selbst Pathologin ist. Aber klar, wenn es um ein Familienmitglied geht, auch wenn man dieses nicht gekannt hat, ist das eine ganz andere Sache.

    Ja, ansonsten fand ich die ganze Sucherei nicht so wirklich spannend und wie ich schon beim letzten Band festgestellt habe, finde ich Rizzolis Sicht irgendwie besser. Da springt bei mir der Funke eher rüber, denn bei diesem Band hat mir auch etwas die Atmosphäre gefehlt. Der Schreibstil der Autorin war so gut wie in den vorherigen Bänden, aber dennoch hat mir etwas gefehlt. Lange habe ich überlegt, was es denn ist, bis mir wieder eingefallen ist, wie beklemmend sie schreiben konnte, wie tief ich in die Geschichte eingetaucht bin und es sich teils wie ein Horrorroman gelesen hat, dass ich mich schon quasi gefürchtet habe. Das hatte ich bei diesem Band nicht, sondern fand im Gegenteil einige Passagen sehr langatmig.

     

    Die letzten 100-150 Seiten haben allerdings einiges herausgerissen. Da hat das Buch noch einmal richtig Fahrt aufgenommen, die Puzzleteile haben sich ineinander verharkt und es wurde spannend. Das kann aber auch daran liegen, da sich ab diesem Zeitpunkt für mich die richtige Ermittlungsarbeit angefangen hat.

    Aber allgemein fand ich die Thematik in diesem Band etwas abstrus. Ich meine, es fängt mit einer Zwillingsschwester von Maura an von der sie als adoptiertes Kind noch niemals gehört hat und diese wurde ermordet. Natürlich hat es da die Frage aufgeworfen, ob der Mord an Maura selbst gerichtet war. Dann ihr ganzes Familienkauderwelsch. Ich muss einfach zur Verteidigung des Buches sagen, dass das einfach nicht meine Thematik war, sich aber das Buch nichtsdestotrotz gut gelesen hat.

     

    Fazit: Für weitere Bücher der Reihe wünsche ich mir, dass mehr Rizzolis Sicht im Vordergrund steht. Ich finde ihre Figur einfach spannender, besonders, wenn sie einen verbissen / stur macht und ihren männlichen Kollegen beweisen will, dass sie viel härter als diese ist. Ansonsten bewundere ich weiter den Schreibstil der Autorin, wie tief sie in das Geschehen hineingehen kann, aber der Inhalt des Buches hat mich nicht richtig gepackt. Von mir gute drei Sterne.

  16. Cover des Buches Victim (ISBN: 9783499245602)
    Chris Mooney

    Victim

     (311)
    Aktuelle Rezension von: Gucci2104
    Dieses war mein erstes Buch des Autors und es ist auch definitiv nicht das Letzte! Es ist leicht geschrieben und kann dadurch schnell weggeschmökert werden. Langatmige Stellen habe ich keine gefunden, es ging immer spannend weiter. Und das Ende habe ich so nicht erwartet! Ein absolut empfehlenswertes Buch!
  17. Cover des Buches Unsichtbar (ISBN: 9783499252570)
    Paul Auster

    Unsichtbar

     (165)
    Aktuelle Rezension von: Insider2199

    Das wahre Wesen, der Kern eines Menschen bleibt immer "unsichtbar".

    Der 1947 als Nachkomme eingewanderter österreichischer Juden in Newark, New Jersey geborene Autor studierte Anglistik und Literaturwissenschaft an der Columbia University New York (B.A. und M.A.) und fuhr danach als Matrose auf einem Öltanker zur See. Er lebte eine Zeitlang in Paris und arbeitete auch als Übersetzer französischer Autoren. Heute lebt er in Brooklyn, New York, ist mit der Schriftstellerin Siri Hustvedt verheiratet und hat zwei Kinder. Dies ist mein erster Roman von ihm, „4321“ wird bald folgen.

    Zum Inhalt (Klappentext): NY, 1967: Adam Walker will Dichter werden. Als ihm ein reicher Franzose namens Rudolf Born auf einer Party Geld zur Gründung einer Literaturzeitschrift anbietet, hält er das zunächst für einen Scherz. Einige Tage später kommt ein Scheck. Doch wie sich bald herausstellen wird, ist Born ein Mann von zweifelhaftem Charakter, bereit, über Leichen zu gehen.

    Meine Meinung: An diesem Roman beeindruckt mich einfach alles: die Story, die Charaktere, die Erzählstruktur, die tw. unbeantworteten Fragen, die den Leser zum Nachdenken anregen und ihm Raum für eigene Interpretationen lassen. Kurz: Ich habe mit diesem Buch einen neuen Lieblingsautor entdeckt und freue mich nun umso mehr auf das bereits von mir geplante Mammutwerk und neueste Buch des Autors „4321“, das im Januar dieses Jahres erschien.

    Sprachlich ist der Roman anspruchsvoll, aber auf eine unanstrengende Weise, handwerklich gibt es von mir absolut nichts zu meckern. Vor allem die Erzählstruktur – die Aufteilung in drei verschiedene Erzählperspektiven – und die Buch-im-Buch-Elemente fand ich äußerst gelungen. Der Schluss lässt den Leser darüber nachdenken, ob er auch wirklich die einzelnen Figuren richtig eingeschätzt hat, was mir besonders gut gefiel und natürlich auch die These des Romans aufgreift, denn wie oft stellt sich heraus, dass der äußere Eindruck eines Menschen täuschen kann. Denn das wahre Wesen, der Kern eines Menschen bleibt immer „unsichtbar“.

    „... ist es nicht faszinierend, dass Gedanken ohne Sprache existieren können, und da Sprache eine Funktion des Gehirns ist, müssen wir doch wohl sagen, dass Sprache - die Fähigkeit, die Welt durch Symbole zu erfahren - in gewisser Hinsicht eine physische Eigenschaft des Menschen ist, womit bewiesen wäre, dass die alte Geist-Körper-Dualität der reine Unsinn ist, oder? Adieu, Descartes. Geist und Körper sind eins.“

    Fazit: Ein absolut beeindruckender Roman in jeder Hinsicht, dem ich sehr gerne die vollen 5 Sterne vergebe. Äußerst lesenswert und ein Jahres-Highlight!

  18. Cover des Buches Alles über Lulu (ISBN: 9783462044911)
    Jonathan Evison

    Alles über Lulu

     (60)
    Aktuelle Rezension von: BluevanMeer

    „Manchmal fällt der Apfel eben weit vom Stamm, und gelegentlich rollt er dann den Berg runter und in den Bach, und bisweilen wird er sogar stromabwärts gespült oder gerät in einen Strudel.“ (S.9)

    Im Leben von Familie Miller gibt es zwei wichtige Konstanten: Fleisch essen und Bodybuilding. Big Bill, das Oberhaupt der Familie, will endlich wieder als Mr. Olympia auf dem Treppchen stehen, wie damals neben Arnie, und die eher unterbelichteten  Zwillingsbrüder Doug und Ross schließen sich dem Training an. Nur Will will nicht. Er ist kurzsichtig, schmächtig und nach dem Tod seiner Mutter einfach nicht weiter gewachsen. Anders als der Trommler Oskar, der mit einer ähnlichen Größe gesegnet ist, ist Will eine sehr zurückhaltende Persönlichkeit. Will ist ein kleiner um sich selbst kreisender Brokkoli-Planet in einem riesigen Hackuniversum. Zu allem Überfluss hat der kleine Junge sich auch noch für eine vegetarische Lebensweise entschieden und das kann seine Familie gar nicht nachvollziehen. Big Bill ist wie eine saftige Lammkeule, während Will sich jeden Tag wie "Kartoffelbrei aus der Tüte" (S.19) fühlt. Auf seine Brüder kann er nicht zählen, die Zwillinge haben schon als Babys eher an Hotdogs als an Schnullern genuckelt. Will ist traurig und sehr alleine. Doch dann lernt Big Bill eine neue Frau kennen. Ausgerechnet seine Psychotherapeutin. Willow bringt nicht nur jeden Tag eine vegetarische Alternative auf den Tisch, sondern auch ihre Tochter mit in die Familie. Als Lulu bei den Millers einzieht, geht für Will die Sonne auf. Und er wächst wieder.


    "Und je näher ich ihr war, desto sicherer spürte ich, dass sie der einzige Mensch war, der mir jemals etwas bedeutete. Lulu war ein ganzes Volk. Man konnte Adjektive aneinander reihen wie Gänseblümchen zu einer Kette und Lulu trotzdem nicht beschreiben. Mit Verben kam man ihr schon näher: gleiten, rasen, sich sehnen, lachen, träumen, küssen. Aber Metaphern trafen sie am besten: Lulu war eine weißherzige Sterneruption, eine silbern brandende Welle. Lulu war das Knistern von Elektrizität." (S. 30)

    Mit zehn Jahren, fast ein halbes Jahr nachdem Lulu und Willow bei den Millers eingezogen sind, beginnt Will ein Schreibprojekt. Er ist ein Dichter und er zaubert Wörter aufs Papier. Es geht um Lulu, seitenlang. Was Lulu anzieht, wie sie riecht, worüber sie lacht. Das Buch Lulu wird Teil von Wills persönlicher Bibel. Es wird jeden Tag ein bisschen dicker und  jeden Tag verliebt sich Will ein bisschen mehr. Lulu und Will haben eine eigene Sprache. Sie kommunizieren mit Kumulus-Wolken und Zaubersprüchen, in ihrer Sprache gibt es 18 unterschiedliche Wörter für die Zahl zwei (angefangen bei der Bezeichnung "es"/"it", die nur die Gemeinschaft der Zwillinge beschreiben kann) und Will liebt Lulus gelbe Socken. Will möchte keine eigenen Abenteuer - er will jede Minute mit Lulu verbringen. Für immer.

    Es hätte alles so schon sein können. Doch ein Sommer wird das Leben der Familie Miller für immer verändern. Lulu ist im zweiten Highschool-Jahr und fährt auf ein Cheerleading-Camp nach Vermont. Will zählt sehnsüchtig die Tage bis sie zurückkommt. Doch als sie endlich wieder da ist, hat sich alles verändert. Will wird von Lulu zurückgewiesen. Lulu hat an nichts mehr Interesse, sie zieht sich zurück, sie wird schweigsam und die Familie schaut hilflos zu.

    Doch nicht nur Lulu ändert sich. Das gesamte Familiensystem Miller hat auf einmal Schlagseite bekommen. Ross beschließt nicht mehr mit Big Bill und Doug zu trainieren. Die Zwillingsbrüder, die Will sein Leben lang als animalische Einheit wahrgenommen hat, die nur nach einem Reiz-Reaktions-Muster funktioniert, gehören auf einmal nicht mehr zusammen. Ross fängt nicht nur an Nelkenzigaretten zu rauchen und Duran Duran zu hören, er lässt sich seine Haare lang wachsen und nennt sich auf einmal Alistaire. Doug trainiert weiter als wäre nichts gewesen und Will führt sein Buch Lulu weiter. Reden war noch nie eine große Stärke der Millers. Dass durch diese Konstruktion auch ein Familiengeheimnis verborgen bleibt, macht die tragische Wendung des Romans aus.

    Als Lulu durch Zufall Wills Tagebuch entdeckt, nimmt das Unglück seinen Lauf. Lulu beginnt sich offensichtlich selbst zu verletzen und niemand kann ihr helfen. Will fängt einen Job bei Big Fat Burgers an und studiert neben her Meeresökonomie und Philosophie. Er schreibt Essays zu Hume, Kierkegaard und Descartes und auch immer wieder verzweifelte Briefe an Lulu, die mittlerweile ihr Studium abgebrochen hat.

    Doch es bleibt nicht bei den Briefen. Will mischt sich immer wieder in Lulus Leben ein. Er versucht ihre Freunde kennenzulernen und es ist klar, dass niemand gut genug für sie sein kann. Stattdessen glauben die armen Typen noch, dass Will ihnen helfen möchte, diese komplizierte Frau besser zu verstehen. Dabei liebt Will Lulu, mehr als alle anderen. Nebenher gelingt es ihm endlich beim Radio zu arbeiten, ein langgehegter Traum. Gleichzeitig gibt es aber noch die Alternative sich mit dem Imbissgeschäft Hotdog Heaven selbstständig zu machen. Wie immer versucht Will alles gleichzeitig und nichts funktioniert so richtig. Kein Wunder, denn sein Leben kreist nur um Lulu und alles andere spielt doch sowieso keine große Rolle. Als er endlich "Alles" über Lulu erfährt, bricht für ihn eine Welt zusammen, denn die Erleuchtung ist schmerzhaft.

    Alles über Lulu ist ein gelungener Roman, voll skurriler aber auch authentischer Figuren. Wills Abhängigkeit von Lulu wandelt sich bis zur Obsession und wirkt manchmal direkt bedrohlich. Gleichzeitig schreibt Evison wunderbar lakonisch über diese merkwürdige Familie und diese große Liebe und Wills Versuche auf eigenen Beinen zu stehen ohne sich an Lulu auszurichten. Aber das gelingt ihm nicht. Immer wieder Lulu und immer wieder eine Rückkehr zur Familie. Dabei ist Lulu selbst mit einem tragischen Geheimnis beschäftigt, das sie Will einfach nicht anvertrauen kann.

    Es geht um Liebeskummer, Schmerz, Melancholie, undurchschaubare Tragödien, Fehler der eigenen Eltern und Ch-ch-ch-changes. Alles über Lulu ist eine Familien-, Liebes- und Entwicklungsgeschichte, die mich begeistern konnte.


    Søren (im Gegensatz zu der seines Angstgegners Hegel) darauf hinausläuft, dass das, was wir Objektivität nennen, gar nicht objektiv, sondern völlig subjektiv ist. Das stimmt mit seiner Überzeugung überein, dass der Mensch die Verantwortung für seine existentiellen Entscheidungen übernehmen muss. Der Mensch muss die Triebkraft seiner Existenz in Frage stellen. Zweifel, so Kierkegaard, sei ein fundamentaler Grundsatz von Glaube. Ohne Zweifel gäbe es vermutlich keine Erleuchtung.

    (aus Kierkegaard: Mal siehst du ihn, mal nicht von Will Miller, S. 233)
  19. Cover des Buches Homo faber (ISBN: 9783518471845)
    Max Frisch

    Homo faber

     (3.256)
    Aktuelle Rezension von: nicekingandqueen

    Ekelhaft. Mehr fällt mir kaum zu den Erinnerungen aus meiner Schulzeit ein. Warum ist solch ein groteskes Werk zum Standardprogramm jedes Schülers geworden?! Was stimmt mit dem Schulministerium nur alles nicht?!

  20. Cover des Buches Die Verschollenen (ISBN: 9783453527423)
    Brian Keene

    Die Verschollenen

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Sanylein

    Auf einer Insel wird eine Reality-TV-Show gedreht. Für die Teilnehmer entpuppt sich das Ganze aber zu etwas anderen als sie erwartet haben. Denn auf der Insel gibt es leider mehr als nur Kameras.

    Ich war beim lesen teilweise echt erschrocken, so das ich erstmal Pause gemacht habe, und es verdauen musste. Was aber eher positiv ist, es wird mir auch länger im Gedächtnis bleiben als andere Bücher. Wenn zb von Blutigen Szenen die Rede war, wurde das so beschrieben das ich das Blut riechen und schmecken konnte. Vieles war für mich extrem überraschend, ich hab teilweise echt mit weit aufgerissenen Augen und offenem Mund gelesen. Oft überkam mich auch leichter Ekel beim lesen, was auch wieder nicht negativ gemeint ist. Es zeigt natürlich nur wie echt bestimmte Szenen beschrieben sind. Auch das Ende finde ich genial und eigentlich auch eher unerwartet.
    Von den Charakteren konnte mir aber leider keiner so wirklich ans Herz wachsen. Im Gegenteil sogar, einige fand ich so anstrengend. Für die Geschichte ist es aber garnicht nötig das man die Charaktere besonders mag. Und das spricht wiederum natürlich für die guten Ideen des Autors.
    Leider muss ich jetzt auch mal was zu dem Cover sagen. Ich finde es unglaublich schade das für dieses Buch so ein langweiliges Cover gewählt wurde. Ich würde fast schon sogar sagen das es etwas billig wirkt. Hätte mir nicht jemand das Buch empfohlen, hätte ich es mit großer Sicherheit niemals in die Hand genommen. Jetzt wo solche Reality Shows wie im Buch total angesagt sind, könnte man das Buch doch mal neu aufmachen. Es wäre zumindest die richtige Zeit.

    Insgesamt kann ich das Buch allen die Horrorfilme lieben, sehr empfehlen !

  21. Cover des Buches Magdalena (ISBN: 9783492310208)
    Maarten 't Hart

    Magdalena

     (12)
    Aktuelle Rezension von: UteSeiberth
    Hier hat 't Haart ein liebe- und humorvolles Porträt seiner Mutter gezeichnet,einer sehr eigenwilligen und starken Frau.Anlass ist der Tod der Mutter und er versucht alles aufzuschreiben von ihr an das er sich noch erinnert.Besonders erwähnt er auch ihre tiefe Religiosität,die ihm ein Leben lang als Sohn zu schaffen gemacht hat ebenso wie ihre Eifersucht .Aber es hat trotzdem Spaß gemacht es zu lesen!
  22. Cover des Buches Schlafes Bruder (ISBN: 9783150205679)
    Herbert Willi

    Schlafes Bruder

     (680)
    Aktuelle Rezension von: addicted3books

    Elias Adler ist Sohn eines Bauern, doch seine Welt ist die Musik. Was in Eschberg zählt, sind junge Burschen, die hart anpacken können. Aber das ist nicht er. Elias spielt begnadet Orgel, hat das völlig absolute Gehör, wodurch er seine bäuerliche Umwelt eher verstört, als sie zu beeindrucken. Er ist eben nun mal in ein archaisches Bergdorf hineingeboren. Elias zerbricht daran. Er beschließt seinem Leben ein Ende zu setzen, indem er sich den Schlaf entzieht.

    Welch eine Verschwendung, ein solch unentdecktes Talent. Robert Schneider appelliert an potentielle Förderer, eine derartige Genialität auch wachzuküssen. Denn es wäre ein unendlicher Gewinn für eine Menschheit, die sich Großteils in Belanglosigkeiten verliert. Ein Milieu, das ein Potential mit seiner Ignoranz und seinem Muff erdrückt, lebt kein Leben, sondern wandelt im Suff, im Rausch, im Schlaf. Doch die sind die Brüder des Todes.

    Robert Schneider schildert die Katharsis des verkannten Genies in brillanter Erzählung, die das Lesen zum absoluten Genuss macht.

  23. Cover des Buches Das Blutband (ISBN: 9783865521989)
    F. Paul Wilson

    Das Blutband

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Virginy

    Nach den für Jack doch recht folgenreichen Ereignissen in "Das Höllenwrack" hat er sich erst einmal zurückgezogen um für Gia und ihre Tochter dazusein, alle müssen erst einmal verdauen, dass es kein Baby oder Geschwisterchen mehr geben wird.
    Ab und an schaut Jack trotzdem noch auf seiner Homepage vorbei und entdeckt dort die Nachricht einer Frau, die ihre Tochter vor großem Unheil bewahren will.
    Eigentlich will er nicht tätig werden, doch auch Gia ist dafür, dass er sich endlich wieder eine Beschäftigung sucht und so verabredet er sich mit der unbekannten, macht ihr aber schon vorher klar, dass der Auftrag wahrscheinlich nichts für ihn ist.
    Nach dem ersten Treffen ist ihm Christy jedoch sehr sympathisch, ihre 18-jährige Tochter Dawn hat sich mit Jerry, einem doppelt so altem Mann eingelassen, bei dem sie ein sehr ungutes Gefühl hat und Mütter liegen da ja meistens richtig.
    Jack nimmt den Auftrag also an, dass er damit allerdings schon bald wieder zwischen die Fronten gerät, ahnt er nicht.
    Etwa zur selben Zeit versammelt der mysteriöse Hank, der aus dem Nichts zu kommen scheint, immer mehr Leute um sich.
    Er hat ein Buch über sein Leben geschrieben und dann die sogenannte Kicker-Bewegung gegründet, deren Mitgliederzahl immer weiter ansteigt.
    Das Merkwürdige an der Sache ist allerdings, dass deren Logo ausgerechnet ein uraltes Symbol aus einem von Jacks geheimen Büchern zeigt, dem schwant Böses, denn natürlich kommt ihm sofort die Andersheit in den Sinn.
    Als sich dann auch noch herausstellt, dass Dawn schwanger ist und Jerry und Hank Brüder, ist das Chaos komplett.
    Was wollen die beiden wirklich und welche Rolle spielen Christy und ihre Tochter dabei?
    Oder der mysteriöse Autor, der Bücher über Jacks Abenteuer veröffentlicht?

    Ja, man merkt, beim Handyman geht es langsam aber sicher der großen Konfrontation entgegen.
    Jack nimmt zum Wiedereinstieg einen vermeintlich harmlosen Fall an und steckt bald sehr viel tiefer drin als geplant, zumal seine Auftraggeberin etwas mit ihm gemeinsam zu haben scheint, ebenso wie ihre Tochter und die beiden zwielichtigen Gesellen Jerry und Hank...
    An Spannung mangelt es in F. Paul Wilsons "Das Blutband" also nicht und auch die liebgewonnenen Nebenprotagonisten wie Gia und Abe sind wieder mit von der Partie, dafür gibt's von mir volle 5 von 5 Sternen.

  24. Cover des Buches Der Kuss meiner Schwester (ISBN: 9783732012602)
    Jana Frey

    Der Kuss meiner Schwester

     (209)
    Aktuelle Rezension von: Tintensport
    Liebe Eltern: dieses Buch ist pädagogisch uneingeschränkt zu empfehlen! Solche Romane prägen Charaktere, jenseits von Gruppenzwang, Mainstream-Schablonen und falscher Moral

    Solche Bücher brauchen (nicht nur) Kids!

    Ich wünschte dass wenigstens die Hälfte aller Liebesromane von solcher Qualität wären - schriftsstellerisch wie menschlich. Dann bedüfte es keiner Warnungen (Rezensionen) mehr, um vor den Tretminen zu warnen, die das Genre Liebesroman im Würgegriff halten (sogenannte "New Adult" und bezeichnenderweise so titelnde "Chick-Lit.", bis hin zum erw. Liebesroman).

    NACHTRAG:
    ich entdecke im März 2019 das Parallelwerk (und anscheinend Vorgängerwerk) der schwedischen Autorin Katharina von Bredow:
    "Ludvig, meine Liebe", das ich sogar noch besser finde und ebenfalls uneingeschränkt empfehle.

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