Bücher mit dem Tag "ira"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ira" gekennzeichnet haben.

52 Bücher

  1. Cover des Buches Kein Ort ohne dich (ISBN: B015YMPH8S)
    Nicholas Sparks

    Kein Ort ohne dich

    (699)
    Aktuelle Rezension von: booklover98

    Den Film zum Buch hab ich damals schon im Kino gesehen, und danach auch immer wieder mal, da ich die Geschichte einfach so toll finde. Nun wollte ich auch das Buch dazu lesen und hatte mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt eingestellt. Leider ist das Buch ganz anders als der Film (was grundsätzlich nicht schlechtes ist), aber ich hatte solche Probleme mit dem Wechsel zwischen den Perspektiven und Erzählformen, das gefühlstechnisch nichts bei mir ankam. Die Kapitel aus Iras Sicht haben mir noch etwas besser gefallen, aber überzeugt hat mich die Geschichte nicht.

  2. Cover des Buches Die Macht der Geografie (ISBN: 9783423352796)
    Tim Marshall

    Die Macht der Geografie

    (68)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Mit ein wenig Zähneknirschen vergebe ich 4 Sterne, denn es gibt für mich zwei nicht unerhebliche Kritikpunkte, halte es aber dennoch für ein wichtiges, Einsichten verschaffendes Buch.

    Der Untertitel: ‘Wie sich Weltpolitik anhand von 10 Karten erklären lässt’ trifft genauso ins Schwarze wie der Originaltitel ‘Prisoners of Geography’. Es handelt sich um eine komplett überarbeitete Neuausgabe (2025) und ist somit hochaktuell. Auch wenn sich sicher in nächster Zeit einiges verändern wird, bleiben die geografischen Rahmenbedingungen bestehen.

    Das Vorwort, das auf wenigen Seiten eine gut verständliche, zusammenfassende Darstellung der Weltlage mit ihren Tendenzen gibt, hat mir gefallen:  Zusammenschluss autoritärer Staaten, Lockerung der Bindungen von einst, hin zu einer multipolaren Welt, Falscheinschätzungen der Europäer, neue Technologien, etc.

    Der Autor stellt zehn Räume mit ihren geografischen Gegebenheiten vor, wozu aber auch Faktoren wie Demografie, Klima etc. gehören, also nicht nur Berge, Flüsse. Seen, Meere. Es sind Russland, China, USA, Westeuropa, Afrika, Der Nahe Osten, Indien und Pakistan, Korea und Japan, Lateinamerika, Die Arktis.

    Inhaltlich leicht lesbar und einsichtig dargestellt, ist aber mein erster Kritikpunkt:  es hätte strukturierter sein müssen. Wenn man z.B. ein Kapitel über Westeuropa schreibt, wäre es ein Leichtes, über einen Abschnitt den Namen des Landes zu schreiben, um das es gerade geht. Das wäre besonders wichtig, weil sich der Autor nach einleuchtenden gut dargestellten geografischen Gegebenheiten etwas zu sehr in Details verliert.

    Zu jedem Kapitel gibt es eine große Karte und im Text noch einmal eine oder zwei kleinere. Aber: ohne Atlas daneben geht es nicht. Wie kann man wichtige Orte erwähnen, die dann doch nicht auf der Karte eingetragen sind?! Das ist leider ein großes Manko dieses Buches und hat mich streckenweise sogar geärgert.

    Aber - um sachlich zu bleiben - außer den erwähnten Mängeln (in meinen Augen) bleibt es immer noch ein Buch, das grundlegende wichtige Einsichten verschafft und zu mehr Verständnis im Sinne von ‘Erklärung’ einiger Phänomene der Weltlage verhilft. Trotz meiner Kritik kann ich es empfehlen, wenn man politisch interessiert ist.

  3. Cover des Buches Die verschwundene Schwester (ISBN: 9783442492756)
    Lucinda Riley

    Die verschwundene Schwester

    (331)
    Aktuelle Rezension von: Fa3ien

    Merry lebt in Neuseeland mit ihren beiden Kindern und hat vor kurzem ihren Mann verloren. Deshalb macht sie sich nun auf eine Reise in ihre Vergangenheit. Blöd nur, dass gleichzeitig die anderen Schwestern nach ihrer verlorenen Schwester zu suchen beginnen. Merry denkt, sie wird von jemanden in ihrer Vergangenheit gesucht und versucht zu flüchten. Dabei stellt sie sich irgendwann ihrer Vergangenheit und kehrt nach Irland zurück, welches sie vor langer Zeit verlassen hatte.

    Die verschwundene Schwester war für mich das schwächste Buch der Reihe. Ich fand es unglaublich lang gezogen und Merry brauchte immer viele Anläufe da sie ängstlich und pessimistisch gestimmt war. Dies hat für mich den Lesefluss teilweise etwas durchbrochen.
    Lobenswert finde ich dennoch das Ende, war für mich überhaupt nicht vorhersehbar. Jetzt bin ich gespannt was im letzten Band noch so herauskommt. 

  4. Cover des Buches Im Schatten unserer Wünsche (ISBN: 9783453419919)
    Jeffrey Archer

    Im Schatten unserer Wünsche

    (175)
    Aktuelle Rezension von: Mike_Leseratte

    Es ist wieder ein spannender Teil. Wir begleiten die Familie Klifton und Barrington weiter bei dem Kampf gegen Ihre Feinde. 

    Das Cover verrät bereits ein wenig das es diesmal stärker um die Firma geht. Dabei schafft es der Autor, immer wieder die Spannung auf die Spitze zu treiben, ob die Intrigen von den Feinden funktionieren oder ob der Gegenplan trotz Widrigkeiten aufgeht. Doch es gibt genauso auch abseits davon schöne, liebevolle wie leider auch traurige Momente. 

    Besonders gefallen hat mir das Ende, wobei ein mieser Kliffhanger bleibt. Ich freie mich bereits auf den nächsten Teil.

  5. Cover des Buches In Case We Trust - Gold, Bright & Partners (ISBN: 9783736327085)
    Tess Tjagvad

    In Case We Trust - Gold, Bright & Partners

    (145)
    Aktuelle Rezension von: Chiara_M_

    Hat mir überraschend gut gefallen 🤭

    Das war mein erstes Buch, dass in einer Anwaltskanzlei gespielt hat und ich hab’s so gemocht 😍🫶🏼


    Grundsätzlich finde ich das ja total spannend, hatte aber erst Befürchtungen, dass ich das in einem „Nicht-Krimi“ eher langweilig finden würde - war total unbegründet 🙈


    Ich mochte es sehr Gracie und Ira in ihrem (Arbeits-)Alltag zu begleiten und wie sich alles so zwischen ihnen entwickelt hat… 🥹🥹🥹🫶🏼✨ das war wirklich toll und ich find die beiden total süß! Eigentlich könnten sie nicht gegensätzlicher sein, aber irgendwie haben sie sich einfach richtig gut ergänzt 🤭


    Das letzte Drittel des Buches fand ich auch noch mal richtig spannend und war dann tatsächlich auch überrascht als es vorbei war, weil ich gerade so drin war 😂🙈


    Zusammenfassend hat das Buch meine Erwartungen vielleicht sogar übertroffen, aber für ein Highlight hat es nicht ganz gereicht🙈 ich bin aber total gespannt auf die anderen Teile der Reihe 🤭

  6. Cover des Buches Schattenspiel (ISBN: 9783442377329)
    Charlotte Link

    Schattenspiel

    (322)
    Aktuelle Rezension von: til_tomasko9

    Beschreibung:

    In „Schattenspiel“ lädt der reiche Unternehmer David Bellino zum Jahreswechsel seine früheren Schulfreunde ein – doch statt eines Wiedersehens plant er eine Abrechnung. Er glaubt, einer von ihnen wolle ihn ermorden. Als David tatsächlich tot aufgefunden wird, geraten alle unter Verdacht. 

    Die Autorin:

    Ich mag Charlotte Link extrem. Sie ist definitiv einer meiner Lieblingsautorinnen. Ihre Bücher sind immer etwas dicker als andere, jedoch lohnt es sich diese zu lesen, da man wirklich tief abtauchen kann.

    Meine Meinung:

    Ich fand das Buch sehr gut. Es war spannend und etwas neues, da es viel um die Vergangenheit der Personen geht und nicht wirklich fest um den Kriminalfall an sich. Das ist auch mein einziger Punkt, welcher mir nicht so gefallen hat. Dennoch las sich das Buch sehr gut und man wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Das kann Charlotte link extrem gut, da sie immer aus Sichten verschiedener Personen schreibt, während verschiedenen Zeitebenen. 

  7. Cover des Buches Englischer Harem (ISBN: 9783257261233)
    Anthony McCarten

    Englischer Harem

    (288)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Sutter

    Als ich den Klappentext las dachte ich nur: Wie kann eine in England aufgewachsene Frau auch nur in Erwägung zu ziehen einem Harem "beizutreten"? 😳 Ein durchaus kritischer Roman in Bezug auf die englischen Behörden mit all ihren Pflichten und Rechten und der Schwierigkeit wirklich das umzusetzen, was sie als Institution auch umsetzen sollten. 

    Ein wirklich sehr unterhaltsamer Roman mit einem Thema, welches nicht wirklich häufig als Romanhauptthema fungiert.


    Ein Mann, drei Frauen = eine Liebesgeschichte.


    Witzig, komisch, kritisch und klug.


  8. Cover des Buches Der katholische Bulle (ISBN: 9783518465233)
    Adrian McKinty

    Der katholische Bulle

    (98)
    Aktuelle Rezension von: Pascal_Maess

    Adrian McKinty entführt uns mit Der katholische Bulle ins Belfast der 1980er-Jahre – eine Stadt im Ausnahmezustand, geprägt von Unruhen, konfessionellen Spannungen und Gewalt. Hauptfigur Sean Duffy, katholischer Polizist in einer protestantisch dominierten Einheit, steht zwischen allen Fronten. Was auf dem Papier nach großem Stoff klingt, entfaltet sich in der Umsetzung jedoch mit Licht und Schatten.

    Atmosphäre: Stark, aber nicht überragend

    McKinty gelingt es, die nasskalte, spannungsgeladene Stimmung Belfasts gut einzufangen. Besonders in Momenten wie Duffys Rückzug in seine spärlich eingerichtete Wohnung, sein Gefühl der Fremdheit in der Straße oder das Unbehagen bei Patrouillen wird die politische und soziale Lage greifbar. Man sieht die Trümmer, man spürt den Regen.

    Allerdings wird dieses Bild oft zu sehr durch das Vorwissen des Lesers getragen – McKinty verlässt sich darauf, dass wir die historischen Konflikte (IRA, MI5, protestantisch vs. katholisch) bereits einordnen können. Das erfordert Recherche oder Vorkenntnisse und erschwert den Zugang zur Geschichte. Vieles wird nur angerissen, selten erklärt oder vertieft.

    Stil: Zwischen starker Metapher und emotionaler Dürre

    Ein zentraler Kritikpunkt ist der Stil. Während McKinty auf den ersten Seiten mit gelungenen Bildern überrascht („Purpurne Leuchtmunition in mystischen Parabeln“, „Scheinwerfer, die sich wie Liebende im Jenseits begegnen“), verliert sich sein Ton bald in Kürze und Oberflächlichkeit. Dialoge bleiben blass, Gefühle werden oft nur behauptet, nicht gezeigt.

    Im letzten Drittel ändert sich das etwas: Der Stil wird ruhiger, klarer – fast so, als wüsste McKinty nun endlich, was er mit seiner Geschichte anfangen will. Leider kommt dieser Wandel zu spät und zu abrupt. Vorher wirkt vieles sprunghaft und gehetzt. Einzelne philosophische Sätze („Ich traf, der Tod öffnete ihnen die Augen…“) deuten an, was möglich gewesen wäre – bleiben aber Ausnahme.

    Figurenzeichnung: Viel Potenzial – wenig Substanz

    Sean Duffy bleibt eine schwer greifbare Figur. Anfangs noch sympathisch, aber klischeehaft cool (Doc Martens, Lederjacke, Zigarette), entfaltet er im Mittelteil verschiedene Persönlichkeitsfacetten – mal Macho, mal verletzlich, mal philosophisch, mal plötzlich sexuell ambivalent. Leider werden diese Seiten nicht entwickelt, sondern wirken wie beiläufige Experimente.

    Duffy scheint alles sein zu wollen – und ist dadurch nichts richtig. Erst nachdem ihm der Fall entzogen wird, bekommt er erstmals Tiefe: Er säuft, hadert, wird zerrissen. In diesen Momenten blitzt echter Noir auf. Doch McKinty verliert diesen Ansatz genauso schnell wieder, wie er ihn aufgebaut hat. Duffy bleibt Spielball statt Figur mit innerem Kompass – besonders als er sich am Ende bereitwillig vom MI5 instrumentalisieren lässt.

    Auch die Nebenfiguren bleiben über weite Strecken flach. Die Beziehung zu Crabby und Matty ist eine der wenigen positiv gezeichneten Konstellationen, mit respektvoller Reibung, Humor und Menschlichkeit. Leider baut McKinty auch das nicht richtig aus – verschenktes Potenzial.

    Handlung: Stimmig, aber ungleich gewichtet

    Die Krimihandlung selbst ist solide konstruiert. Der Weg zur Auflösung, insbesondere die Verbindung zu Savanni, ergibt Sinn – wird aber teilweise zu zufällig oder zu schnell erzählt. Manche Dialoge wirken wie Füllmaterial, andere relevante Wendungen (z. B. die Konfrontation mit Adams) bleiben oberflächlich. Ein Großteil der ersten 200 Seiten hätte kürzer oder tiefer erzählt werden können – das eigentliche erzählerische Gewicht liegt auf den letzten 50 Seiten.

    Dass McKinty auf einmal mitten im Buch mit Zeitstempeln arbeitet (z. B. „4:30 Uhr Ballyclare“), wirkt stilistisch unharmonisch und wie ein nachträglich eingestreutes Mittel zur Dramatiksteigerung – viel zu spät eingeführt, um noch stimmig zu sein.

    Positiv: Der Cliffhanger

    So viel Kritik – aber McKinty gelingt zum Schluss doch noch ein Kunstgriff: Der Cliffhanger sitzt.
    Obwohl vieles auf dem Weg dahin enttäuscht, schafft es McKinty, das Interesse an der Fortsetzung zu wecken. Es ist kein „Ich-muss-sofort-weiterlesen“-Moment, aber ein „Ich behalte die Reihe im Blick“-Gefühl. Und das ist mehr, als viele Autoren nach 300 Seiten schaffen.

    Fazit

    Der katholische Bulle ist kein schlechter Krimi – aber auch kein guter Noir.
    McKinty hat große Ideen, einen spannenden Schauplatz und eine Figur mit Potenzial. Aber er entscheidet sich nicht, wie er sie erzählen will. Sein Stil wirkt oft gehetzt, seine Figuren unausgereift.
    Was bleibt, ist ein atmosphärisch dichter Kriminalfall mit großem erzählerischem Versprechen – und einer Umsetzung, die mehr Fragen als Tiefe hinterlässt.

    Empfohlen für Leser:innen,

    • die das Belfast der 80er atmosphärisch erleben wollen,

    • denen ein schneller Stil mehr liegt als psychologische Tiefe,

    • oder die einfach einen Einstieg in die Sean-Duffy-Reihe suchen – mit der Option, dass sich stilistisch noch etwas entwickelt.

  9. Cover des Buches Um Mitternacht ab Buckingham Palace (ISBN: 9783462000900)
    JB Lawless

    Um Mitternacht ab Buckingham Palace

    (17)
    Aktuelle Rezension von: Universum_der_Woerter

    Die ersten Seiten begannen sehr vielversprechend und ich freute mich auf dieses Buch. Doch leider ging es schon bald abwärts mit der Spannung und es wurde abrupt langweilig. 

    Die beiden Prinzessinnen werden unter anderem Namen zu ihrem eigenen Schutz nach Irland gebracht. Mich wunderte es ein wenig aber gut. Die beiden Mädchen fand ich leider sehr unsympathisch. Besonders Margret wurde als sehr hochnäsig und arrogant dargestellt. Zumindest empfand ich es so. Elisabeth empfand ich als sehr kühl und zurückhaltend.

    Die beiden Mädchen spielten eher eine Nebenrolle, denn hauptsächlich ging es um die Geheimagentin Celia Nashe und dem Detektive Strafford. Es war deren Aufgabe die Prinzessinnen zu beschützen. 

    Leider muss ich sagen, dass diese Geschichte einfach so dahin plätscherte. Ich konnte  zu keinem der Protagonisten irgendeine Bindung aufbauen.  Sie waren blass beschrieben worden. Und auch sonst fehlte es für mich an Spannung. 

    Schade, denn der Klappentext klang vielversprechend.

  10. Cover des Buches Milchmann (ISBN: 9783608505085)
    Anna Burns

    Milchmann

    (187)
    Aktuelle Rezension von: ReadingWitch

    Rezension "Milchmann"

    Die Welt, in die uns Anna Burns in ihrem Roman „Milchmann“ führt, ist schwarz und weiß. Es gibt genaue Regeln, die jeder kennt, aber über die keiner spricht. Das Regelwerk deckt alle Bereiche ab. Es erstreckt sich von der richtigen Wohngegend über die richtige Religion bis hin zu den richtigen Namen. Es wird zwar an keiner Stelle erwähnt, aber aus dem Kontext lässt sich entnehmen, dass die Geschichte mitten in dem Konflikt zwischen den Protestanten und Katholiken in Nordirland spielt. Der Alltag ist geprägt von Attentaten und Gewalt. Es gibt die Bewegung der Verweigerer, welche sich dem Staat widersetzt und ihren Bezirk kontrolliert. Die Menschen teilen ihre Stadt in “die richtige und die falsche Seite der Hauptstraße ein“ und definieren sich über ihre Gruppenzugehörigkeit. Es ist wichtig das richtige zu sagen, damit die Nachbarn nicht das Falsche denken. Daraus entsteht eine psychopolitische Atmosphäre der Angst und Unterdrückung. 

    „Der Schneeball und das böse Wort,

    sie wachsen, wie sie rollen fort.

    Ein Schneeball wirft zum Tor hinaus,

    ein Berg wird`s vor Nachbars Haus.“

    (Wilhelm Müller 1794 – 1827)

    So ein Schneeball wird unserer Protagonistin zum Verhängnis. Die Ich-Erzählerin, auch Mittelschwester genannt, lebt in Belfast in den 70er Jahren. Mit ihren jungen 18 Jahren wird sie von dem deutlich älteren und verheirateten Anführer der „Verweigerer“ als nächste Affäre auserkoren. Er, im Roman Milchmann genannt, beginnt ihr nachzustellen. Und obwohl zwischen den beiden keine Beziehung besteht, brodelt die Gerüchteküche aufgrund einiger kurzer und für die Hauptfigur bedrohlicher Treffen. Der Milchmann erwartet von ihr, dass sie sich fügt und weicht nicht vor Drohungen zurück, um sich durchzusetzen. Die Erzählerin kann sich in ihrer Verzweiflung an niemanden wenden. Sie kann sich niemandem anvertrauen, nicht einmal ihrer Mutter, die aufgrund der Gerüchte bereits ihr eigenes Urteil gefällt hat. 

    Das Leben der Erzählerin besteht aus Anpassungsdruck, sozialen Kontrollen und Ungleichheit. Doch sie ist nicht bereit sich komplett anzupassen. Sie möchte nicht sofort heiraten und Kinder kriegen. Doch in ihrer Welt haben Frauen eine untergeordnete Rolle und müssen die männliche Überlegenheit anerkennen. Frauen, die widersprechen, gelten als missraten und werden geächtet. 

    Das alles wird in einen sehr ungewöhnlichen Schreibstil verpackt. Die langen Bandwurmsätze, die vom hundertsten ins tausendste springen, wirken wie ein nicht enden wollender Gedankenstrom. Die Hoffnungslosigkeit und die Verzweiflung der Hauptfigur wird dadurch greifbar. Ihre Gedanken drehen sich wie ein Karussell. 

    Ungewöhnlich sind auch die fehlenden Namen und Ortsbezeichnungen im ganzen Roman. Die Figuren werden mit ihrer Funktion angesprochen. Da gibt es dann "Schwester eins" und "Schwager eins, "Vielleicht-Freund und Chefkoch" und den "Ort auf der anderen Seite der See". Ich persönlich kann mir Namen nur sehr schwer merken und fand es daher erfrischend, dass die Figuren anders benannt wurden. Die fehlenden Namen machen die handelnden Personen anonym, aber auch allgemein gültig. Anna Burns schafft damit die Übertragbarkeit des Romans auf andere Orte und Zeiten. 

    Ob dieses Buch ein literarisches Meisterwerk ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen, aber es ist auf jeden Fall etwas Besonderes. Beim Lesen habe ich mehrfach meine Meinung zu diesem Roman gewechselt. Ich schwankte immer wieder zwischen langweilig und unglaublich. Zum Schluss tendiere ich doch zur Leseempfehlung. 

    https://www.readingwitch.com/post/milchmann
  11. Cover des Buches Mission Vendetta (ISBN: 9783442380909)
    Will Jordan

    Mission Vendetta

    (17)
    Aktuelle Rezension von: wanderer-of-words

    Das Buch bietet geradlinige Action und eine spannende Story, bei der sich der Autor nicht in Nebensächlichkeiten oder umfangreichen technischen Details verliert. Sprachlich ist das Ganze zwar nicht sehr ausgefeilt, liest sich aber enorm flüssig mit einer sich nach und nach entwickelnden Handlung die mehr bietet als nur aneinandergereihte Action-Szenen. Wie üblich beim Genre stecken die Protagonisten dabei einiges weg, bei Will Jordans Buch hält sich das aber bis auf einzelne Szenen in Grenzen. 

    Fazit
    Die ganz großen Überraschungen gibt es zwar nicht, das Buch hat mich aber durchgängig richtig gut unterhalten. Es gibt noch acht weitere Bände, für Nachschub ist gesorgt.


  12. Cover des Buches ALTE WUNDEN (Black Shuck) (ISBN: 9783958351240)
    Ian Graham

    ALTE WUNDEN (Black Shuck)

    (17)
    Aktuelle Rezension von: Buchmagie

    „Black Shuck: Alte Wunden“

    Autor: Ian Graham

    Genre: Thriller

    Verlag: Luzifer


    Klapptext:

    „NICHTS bleibt für immer verborgen … Viele Jahre lebte Declan McIver, ein ehemaliger IRA-Terrorist, unter dem Radar – als erfolgreicher Geschäftsmann, verheiratet mit einer schönen Frau – aber sein Leben sollte sich schlagartig ändern.

    Als ein Treffen mit einem alten Freund buchstäblich in Flammen aufgeht, findet sich Declan auf der Flucht vor einer schattenhaften Verschwörung wieder, die vor nichts halt macht, um ihre niederträchtigen Absichten um ein streng gehütetes Geheimnis zu wahren.

    Um zu überleben, muss er an sein altes Leben anknüpfen – etwas, wohin er nie zurückkehren wollte. Als seine Identität offenbart wird, sich die Ereignisse überschlagen und alles außer Kontrolle gerät, muss sich Declan entscheiden, welchen Preis er für diesen Kampf zu zahlen bereit ist. Intrigen, Machtspiele, der Kampf um die nackte Existenz …“

    Meinung:

    Bereits der Klapptext verspricht hier eine explosive Mischung aus Spannung und Action und garantiert unterhaltsame Lesestunden. Und ich kann bestätigen, dass der Autor einen wirklich spannenden Thriller mit der richtigen Mischung zu Papier gebracht hat. Der Anfang war zwar etwas undurchsichtig und holperig, man ist von Szene zu Szene gesprungen und musste Orte und Personen immer wieder neu ordnen, aber das durchhalten und weiterlesen hat sich gelohnt.

    Die Spannung baute sich immer weiter kontinuierlich auf und lies zum Schluss kaum Zeit zum Luft holen, ich musste einfach weiterlesen und wissen wie des ausgeht.

    Die einzelnen Protagonisten wurden hervorragend beschrieben, sie entwickelten sich im Laufe des Thrillers weiter und man konnte  mit ihnen „mitfühlen“. Die „Bösen“ hat man richtig gehasst und mit den „Guten“ hat man mit gefiebert, so soll es in einem guten und gelungen Thriller auch sein.

    Der Schreibstil war für mich zu erst etwas gewöhnungsbedürftig, er ist bildlich, schweift aber an manchen Stellen doch etwas zu sehr ab. Ein „einlesen“ war so auch hier erforderlich.  Die jeweiligen Handlungsorte wurden auch hier von den Autoren gut beschrieben, man konnte sich so den jeweiligen Ort gut vorstellen.

    Insgesamt ist dem Autor ein absolut spannender und lesenswerter Thriller mit Hintergrund IRA gelungen, den ich weiterempfehlen kann.

     

  13. Cover des Buches In Case We Forget (ISBN: 9783736321328)
    Tess Tjagvad

    In Case We Forget

    (42)
    Aktuelle Rezension von: abouteverybook

    Jude hat es mir ehrlicherweise schon in den Teilen davor sehr angetan. Hier ist er so liebenswert und authentisch, dass man ihn einfach nur ins Herz schließen musste. Durch die Vergangenheitsszenen habe ich einen guten Einblick in sein Leben bekommen und er hatte es wahrlich nicht immer leicht. Diese Szenen waren auch immer so krass, dass mir regelrecht das Herz gebrochen wurde. Bei Judes Vater ist mir schnell aufgefallen, dass es nicht weiter verwunderlich ist, dass Jude solche Probleme hat. Er ist einfach so ignorant und auf sein Image bedacht, dass Jude mir wirklich leid tat. Trotzdem ist das natürlich eine Hürde in seiner Selbstentwicklung, weswegen ich umso stolzer, auf das was er bereits erreicht hat, bin. Ich konnte mich sehr gut mit Jude identifizieren, auch wenn ich nicht dieselben Erfahrungen gemacht habe. Das ist wohl dem atemberaubenden Schreibstil geschuldet.
    Nora habe ich selbstverständlich auch direkt ins Herz geschlossen. Am Ende finde ich, hätte sie nicht gleich so voreilige Schlüsse ziehen müssen, aber sie hat natürlich auch ihre Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht, weswegen ich es doch irgendwie verstehen konnte.
    Neben der tollen Dynamik der Protagonisten, war auch das Setting sowie der Rechtsfall, welcher behandelt wurde, sehr spannend. Schnell wurde klar, dass Jude viel zu emotional involviert in den Fall ist, was die Spannung nur noch mehr verstärkt hat.
    Wie bereits erwähnt ist der Schreibstil wirklich atemberaubend. Tess schafft es, dass ich mich mit Jude identifizieren kann und mit den Charakteren mitfühle und mitfiebere. Ein kleiner Punkt sind jedoch die Kapitellängen, die wirklich sehr lang waren. Die Handlung stellt das aber natürlich in den Schatten.
    Ich gebe dem Buch 5/5 Sterne und zähle es zu meinen Jahreshighlights. Jude ist ein unglaublicher Charakter – so roh und ehrlich. Diese Geschichte macht die Reihe zu einem perfekten Abschluss, auch wenn es dadurch umso schwerer ist, mich von der Reihe zu verabschieden. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung meinerseits!

  14. Cover des Buches Schweigegelübde (Ein Emma-Vaughan-Krimi 2) (ISBN: 9783548290232)
    Barbara Bierach

    Schweigegelübde (Ein Emma-Vaughan-Krimi 2)

    (75)
    Aktuelle Rezension von: Kristina_AL

    In einem Krankenhaus in Sligo, einem kleinen Ort an der irischen Küste sterben plötzlich auffällig viele Patienten. 

    Für Emma Vaughan, Inspector bei der hiesigen Mordkommission ist dies bereits der zweite Fall. Während der Ermittlungen, stellt sich die Frage, ob die Taten im Zusammenhang stehen mit Verdächtigen vorheriger Fälle. 

    Doch nicht nur beruflich, sondern auch privat lassen Emma Ereignisse aus der Vergangenheit nicht zur Ruhe kommen. 


    Emma fand ich als Ermittlerin tough und sympathisch. Der Fall über die Krankenhausmorde war gut aufgebaut, die Nebenhandlungen haben nicht zuviel Raum eingenommen. Ich mag es immer ganz gern, wenn neben dem eigentlichen Fall noch andere Themen angesprochen werden, wie hier die Heime für gefallene Mädchen und die IRA. 

    Kleine Details der Handlung wirkten manchmal etwas skurril auf mich, die Spannung war noch ausbaufähig. Alles in allem aber 4 Sterne für den 2. Fall von Emma Vaughan.

  15. Cover des Buches Ira: Gierige Schatten (ISBN: B0FCD5D6J9)
    Anna Brocks

    Ira: Gierige Schatten

    (15)
    Aktuelle Rezension von: romantasy_feen

    Also haltet euch fest, schnappt euch eine Decke und macht euch bereit, denn ich sage es gleich zu Beginn und ohne Umschweife: Lest. Dieses. Buch. Punkt. Aus. Ende.


    Auf den ersten Blick steht es vielleicht ganz unschuldig und unscheinbar im Regal. ABER dieses Werk ist eine emotionale Abrissbirne mit Herz, die einen völlig unvorbereitet von den Socken haut. Ich hatte durchgehend Gänsehaut und zwar diese ehrliche, tiefgehende Sorte, die sich weigert zu verschwinden, selbst nachdem man das Buch längst zugeklappt hat.


    Die Geschichte steckt voller Tiefe, Gefühl und Seele. Die Charaktere? Keine Nebenfiguren des Lebens, sondern Persönlichkeiten, die sich direkt ins Herz schleichen, dort einziehen und nie wieder ausziehen wollen. Figuren, an die man noch lange denkt, wenn man eigentlich schon wieder schlafen sollte. 


    Und dann diese Hintergrundgeschichte! So kunstvoll, so durchdacht und so genial in die Handlung verwoben, dass man ihr ehrfürchtig applaudieren möchte.

    Dieses Buch ist im Grunde eine Liebeserklärung an alles, was ich an Geschichten liebe: Slow Burn zum Dahinschmelzen, Spannung zum Fingernägelkauen, Humor zum laut Auflachen und Herzschmerz, der einen kurz vergessen lässt, wie Atmen funktioniert.


    Kurz gesagt: Dieses Buch liest man nicht einfach, man fühlt es. Und genau dafür liebe ich es. 💔✨📖

  16. Cover des Buches Hinterhalt (ISBN: 9783426306055)
    Øistein Borge

    Hinterhalt

    (29)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Gemeinsam mit seinem Vater ist der norwegische Interpol-Ermittler Bogart Bull nach Nordirland gereist, um nach langen Jahren seinen Großvater zu besuchen. Doch die Urlaubsatmosphäre wird jäh unterbrochen, als er zu einem neuen Fall abkommandiert wird, den er gemeinsam mit der ortsansässigen Chief Inspector Miriam Dixon in einem Mordfall ermitteln soll: In einem abgelegenen Waldstück hat ein altes Ehepaar an einem geschichtsträchtigen Ort eine Leiche entdeckt – und wurde kurz danach offenbar ebenfalls getötet. Doch wer hat Interesse daran, die Vergangenheit zu verschleiern…?

    Bereits „Kreuzschnitt“ von Oistein Borge hat mir außerordentlich gut gefallen, und auch „Hinterhalt“, der zweite Band der Reihe um Bogart Bull, ist in meinen Augen ein Volltreffer – selbst wenn der Ablauf dem ersten Teil der Reihe ähnelt: Wieder wird der Ermittler in einen internationalen Fall mit geschichtsträchtigem Hintergrund hineingezogen, in dem sich die Vergangenheit auf äußerst clevere Weise mit fiktionalen Ereignissen aus der Gegenwart verbindet. Doch es gibt noch zahlreiche Elemente, die das Buch trotz vertrauter Atmosphäre anders, neu und frisch wirken lassen. Zum einen ist das der wohltuende Ortswechsel, wobei der Sprung von der französischen Riviera ins nördliche Irland nicht nur eine andere Stimmung, einen anderen Schlag von Menschen mit sich bringt, was der Autor gekonnt einfließen lässt. Auch der historische Hintergrund wird sehr gekonnt dargestellt und mit der gut funktionierenden Zweiteilung der Handlung von Vergangenheit und Gegenwart versehen. Der angenehme Lerneffekt über viele Hintergründe der irischen Separationsbewegung ist dabei clever eingebaut, zu keinem Zeitpunkt fühlt man sich in einer langweiligen Geschichtsstunde gefangen.

    Auch der Ablauf der Handlung unterscheidet sich gar nicht mal so sehr von seinem Vorgänger, der Autor folgt einem ähnlichen Rhythmus von neuen Rätseln und packenden Offenbarungen, sodass man immer tiefer in die Handlung und ihre Hintergründe eintaucht. Die eingebauten Überraschungen und Wendungen sind aber dennoch sehr wirkungsvoll, was mit viel Energie und in markanten Szenen umgesetzt wurde. Toll ist auch, dass die Charaktere durchaus ihren Einfluss auf die Handlung haben und ihr eine eigene Färbung geben, man mitfiebert und immer neue Eigenheiten entdeckt, diese sich aber nicht in den Vordergrund drängen. Auch die neue Ermittlerin Miriam Dixon ist eine Bereicherung für den Roman, der Leser lernt eine interessante Figur kennen, auf die sich auch Bogart Bull erst einmal einstellen muss, was für reizvolle Momente sorgt.

    Bogart Bull wird in einen ganz neuen Kontext gesetzt, ermittelt in einer anderen Umgebung und wieder in einem Fall, in dem Historie und Gegenwart gekonnt kombiniert werden. Das sorgt nicht nur für eine eigenwillige Stimmung, sondern für viele gut recherchierte und lesenswert aufbereitete Informationen über Irlands Geschichte. Mit authentischen Figuren versehen und vielen Wendungen gespickt ist auch der zweite Teil der Reihe sehr empfehlenswert geraten.

  17. Cover des Buches Rain Dogs − Kriminalroman (Sean-Duffy-Serie 5) (ISBN: 9783518468685)
    Adrian McKinty

    Rain Dogs − Kriminalroman (Sean-Duffy-Serie 5)

    (84)
    Aktuelle Rezension von: Wirkommu

    Die Story, die in dem 2017 veröffentlichten Buch präsentiert wird, trägt sich 1987 zu. Man muss sich schon sehr in diese Zeit zurückversetzen, um die Handlungen nachvollziehen zu können, und sich mit der Geschichte Nordirlands und der IRA auseinandersetzen, um bestimmte Sichtweisen und eine gewisse Fatalität zu verstehen. Die Geschichte ist ruhig, mit gewissem Wortwitz und eben der beschriebenen Fatalität der Denkweise des Protagonisten Sean Duffy präsentiert: der Tod einer Journalistin, die sich mit Kindesmissbrauch in einem Heim für schwer erziehbare Jugendliche befasst und dabei auch Personen in höchsten Kreisen auf die Füße zu treten in Begriff ist. Der Mord wird als Selbstmord inszeniert und Sean Duffy soll dazu instrumentalisiert werden, eben dies zu beweisen. Aber er wäre nicht Sean Duffy, wenn er da nicht nachhaken würde. Auf der Rückseite wird Ian Rankin zitiert: „McKinty haut einen vom Hocker“, das kann man so nicht unterschreiben. Grundsolide Spannung trifft es aber schon.

  18. Cover des Buches Alter Hund, neue Tricks − Thriller (Sean-Duffy-Serie 8) (ISBN: 9783518470602)
    Adrian McKinty

    Alter Hund, neue Tricks − Thriller (Sean-Duffy-Serie 8)

    (86)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Das Buch ist Teil 8 der Sean-Duffy-Reihe. Erneut ist es dem Autor gelungen Historisches rund um die IRA mit Fiktivem zu einem tollen Kriminalroman zu verschmelzen. Der Hauptcharakter Sean Duffy muss erneut einen Fall aufklären, der ihn wieder in die IRA-Aktivitäten verstrickt. Aber Duffy ist kein Anfänger mehr, er weis wie der Hase läuft und beweist einmal mehr, dass ein „alter Hund“ das Beißen nicht verlernt hat und mit „neuen Tricks“ den Fall zu lösen vermag. 

    Der Autor hat es wiedereinmal geschafft, dank seines tollen Schreib- und Erzählstils und durch die wirklich gelungene Charakterisierung seiner Protagonisten, allen voran natürlich Sean Duffy, mich top zu unterhalten. Nicht nur die geschilderten politischen Ereignisse auch die humorige und selbstironische Art Duffys tragen zum Lesevergnügen bei. Diese Eigenschaften zeigen sich z. B., wenn sich Duffy über den Musikgeschmack seiner Mitmenschen so wunderbar aufregen kann oder er Gesprächspartners mit trockenem Humor Paroli bietet. 

    Für mich ist auch dieser Teil wieder ein rundum gelungener Krimi und ich vergebe deshalb auch volle 5 Sterne.

  19. Cover des Buches In Case We Dare (ISBN: 9783736321311)
    Tess Tjagvad

    In Case We Dare

    (58)
    Aktuelle Rezension von: rinchens_buchwelt

    Nach dem Ende von Band 1 habe ich mich sehr gefreut das es zurück zu Gold, Bright & Partners geht. 

    In diesem Buch geht es um Laurel und Aaron. 

    Aaron Bates ist Juniorpartner in der Kanzlei und wird ihr neues Mentor.  Beide arbeiten an einem Mordfall und lernen sich dabei besser kennen. 


    Das Buch hat einen leichten Schreibstil. Durch den Mix Liebesgeschichte und dem Mordfall bleibt das Buch spannend. Die Gefühle von Laurel und Aaron kommen richtig schön beim lesen rüber. 

  20. Cover des Buches Der englische Spion (ISBN: 9783959671453)
    Daniel Silva

    Der englische Spion

    (38)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    Gabriel Allons Eintritt als Chef vom Dienst steht kurz bevor, als in der Südsee eine Yacht explodiert. An Bord war die vom britischen Kronprinzen geschiedene Ex-Prinzessin.

    Graham Seymore ahnt, dass es nur einen Bombenbauer auf der Welt gibt, der ein solches Meisterwerk vollbringen kann. Er hätte ihn schon vor Jahren ausschalten sollen.

    Er bittet Gabriel Allon um Hilfe und bietet gleichzeitig Christoph Keller mit der Lösung des Problems die Rückkehr zum MI6 an.

    Gabriels Frau Chiara ist hochschwanger und nicht gerade erfreut, dass Gabriel diesen Fall annimmt.

    Die Spur führt Keller und Allon zurück in dessen Einsatzgebiet. Tief hinein in die IRA und in deren auch jetzt noch geführten Kriege.

    Doch Quinn, der berüchtigte Bombenleger ist nur schwer aufzutreiben. Die Spur führt über den VEVAK zum SWR. Eine alte Bekannte kann dank ihrer eigenen Ausbildung die beiden auf die richtige Spur bringen, nur um kurz darauf selbst als Entführungsopfer in einem Kellerloch zu landen.

    Es wird blutig. Ob in Hamburg, Dänemark oder in London. Als die Spur die beiden in die Altstadt Londons führt, explodiert eine Autobombe.  

    Gabriels vermeintlicher Tod kommt dem MI5, dem MI6 und natürlich auch dem Dienst gerade recht. Sein Tod verschafft ihm und Keller den notwendigen Aufwind, um endlich Rache zu üben.

    Teil 15 lässt erstmals die Rache das Schwert führen. Daniel Silva gesteht Gabriel Allon wie auch Christoph Keller ein eigenes Gewissen zu. Die Jagd beginnt in Lissabon und führt die beiden Freunde nun gemeinsam quer über die Kontinente.

  21. Cover des Buches Crossroads (ISBN: 9781545357613)
    Jürgen Albers

    Crossroads

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Woerterkatze

    Klappentext von der Autorenseite

    Juni 1940: Der Frühsommer erstrahlt über der britischen Kanalinsel Guernsey. Für den erfahrenen Londoner Inspektor Charles Norcott scheinen die beschaulichen Inseln im Ärmelkanal keine Herausforderung bereit zu halten. Doch das freundliche Sonnenlicht ist trügerisch und beleuchtet die Leiche einer jungen Frau. Kaum haben die Ermittlungen begonnen, als sich bereits neues Unglück zusammenbraut. Die deutsche Wehrmacht hat Frankreich überrannt und besetzt nun auch die britischen Kanalinseln in einem Handstreich. Nach einem zweiten Mord überschlagen sich die Ereignisse. Auf einer kleinen Insel, abgeschnitten und besetzt vom Feind, muss Norcott erkennen, dass er es mit mehr als einem Gegner zu tun hat. Grenzen verwischen sich und die Welt scheint voller Masken. Auch im hellen Sonnenschein bleibt die entscheidende Frage: Hinter welcher Maske steckt ein Freund, hinter welcher der Gegner?

    Autoreninfo von der Verlagsseite:

    Jürgen Albers erkundete bereits als Jugendlicher die britischen Inseln. Die Heimat seines britischen Großvaters kennenzulernen war ein starker Antrieb, sich mit den Menschen und der Geschichte zu beschäftigen. Sein beruflicher Start als Luftwaffenoffizier bescherte dem Autor mehr als ein Jahrzehnt Wanderleben, u.a. mit Stationierungen in Italien und den U.S.A. Nach einigen Jahren als Personalleiter arbeitet Albers heute als Hochschuldozent. Die Liebe zu den britischen Inseln ist geblieben und so werden auch die nächsten Romane dort spielen.

    Erster Satz:

    Er drehte langsam sein Handgelenk, bis er einen unauffälligen Blick auf das Ziffernblatt seiner Uhr werfen konnte.

    Meinung:

    Ein Krimi, der auf den britischen Inseln spielt, hat bei mir schon immer ein Stein im Brett. Wenn dann auch noch die Zeit des 2. Weltkriegs hinzu kommt liegt das Buch schneller bei mir im Regal als man schauen kann. Nun ja in diesem Fall eher auf dem Reader, aber sei es drum. Hauptsache, das Buch ist bei mir eingezogen.

    Guernsey, zugegeben schon einmal gehört, und auch auf der Landkarte gefunden, aber nie weiter in Betracht gezogen, sei es als Handlungsort für einen Roman bzw. Krimi oder als Urlaubsziel. Jürgen Albers, der Erschaffer von Inspector Norcott, hat dies geändert. Er beschreibt die Insel so eindrücklich in all ihren Facetten und Schönheit, dass ich direkt Reiselust bekam.

    Trotz der Schrecken des Krieges und der Invasion der deutschen Wehrmacht ist die Insel malerisch. Kleine gemütliche Häuser, eine typische Inselbevölkerung, die sich vom Festland abhebt und mit der Bedrohung lebt. Denn die deutsche Armee ist schon bis an die französische Küste vorgedrungen und die Insel wird sicherlich auch nicht mehr lange standhalten. Soweit zum Setting, das Albers gewählt hat, und just in dieser Zeit geschieht ein Mord. Eine junge Frau wird erdrosselt und Inspector Norcott, vom Scotland Yard, auf die Nachbarinsel versetzt, muss die Ermittlung in Guernsey übernehmen.

    Norcott ist ein eigenartiger Charakter, auf der einen Seite ruppig in manchen Momenten, dann aber auch wieder sehr ruhig und gewissenhaft bis hin zu zurückhaltend. Ein wundervoller Charakter, den man so schnell nicht einordnen kann und sich im Laufe der 616 Seiten sich weiter entwickelt.  Jürgen Albers gelingt es nicht nur Norcott glänzend darzustellen, sondern auch die vielen Nebencharaktere. Nach gut hundert Seiten war ich so in die Story versunken, dass ich alle Charaktere liebgewonnen habe. Sei es Norcotts Kollegen, der Bürgermeister oder auch die Besatzer.
    Ja, auch die Besatzer, denn im Laufe des Falles wird die Insel besetzt.  Albers schafft es dabei, bei aller historischen Genauigkeit, dass er nicht in Schwarz-Weiß-Malerei abdriftet Denn auf beiden Seiten gibt es Gutes als auch Böses. Wer damit rechnet, dass  er auf böse deutsche Besatzer und arme unterdrückte Kanalinseln-Bewohner bei ihm trifft den muss ich enttäuschen. Weder beschönigt Albers etwas noch stellt er es drastischer dar.

    Gerade dies hat mir sehr gut gefallen. Er schafft es nicht nur die Spannung im Kriminalroman aufrecht zu erhalten, ihm gelingt es auch die sich änderden Lebensumstände durch die Besatzung deutlich rüber zu bringen. Auch die Probleme, die Norcott erwarten als ein weiterer Mord geschieht, sind treffend erläutert.

    Gespannt war ich vor allen Dingen, wie er die vielen unterschiedlichen Handlungsstränge, die er nach und nach eingeflochten hat, am Ende zusammen bringt. Verzettelt er sich da? Ist da irgendetwas nachher nicht eindeutig? Beide Fragen muss ich eindeutig verneinen. So oft ich auch in den Handlungssträngen springen musste, um alles zu verfolgen, so gekonnt finde ich die Umsetzung. Auch wenn es zwischenzeitlich ruhig wird im Krimi und ich, wie Inspector Norcott glauben musste, dass es nicht weiter geht und wir auf der Stelle treten, hat sich am Interesse und an Spannung nichts verloren.

    Ohne weiteres ist es Jürgen Albers gelungen, mich nach Guernsey der vierziger Jahre zu entführen. Durch die bildgewaltige Sprache hatte ich immer das Gefühl entweder an der Kaimauer des Hafens zu stehen, im Pub dabei zu sein oder auch auf der Obstplantage. Gerade jetzt bei dem Tippen der Besprechung habe ich wieder die Bilder vor Augen, mein Kopfkino kann sehr prägnant sein, und ich bin wieder zurückversetzt in das Lesegefühl im Januar. Ich rieche wieder das Meer, spüre die Aufregung des Bewohner, schmecke den schalen Tee im Polizeirevier und spüre den Wind in meinen Haaren als ich über die Felder streife.

    Ich freue mich schon auf die Fortsetzung “Erased“, die laut Jürgen Albers in diesem Jahr erscheinen wird. Dieses Mal ist das Setting, die altehrwürdige Universitätsstadt Oxford.

    Fazit

    Ein packender historischer Kriminalroman vor einem eindrucksvollen Setting auf den Kanalinseln. Für Leser von historischen Kriminalromanen mit britischen Charme sehr geeignet.

  22. Cover des Buches Ich schreib dir sieben Jahre (ISBN: B00642NK0A)
    Liz Balfour

    Ich schreib dir sieben Jahre

    (71)
    Aktuelle Rezension von: chipie2909
    Irland steht ganz ganz oben auf meiner Reiseliste und nachdem dieser Roman genau in der stürmischen Kulisse Irlands spielt und mich der Klappentext sehr angesprochen hat, zog dieses Buch bei mir ein. Der Leser begleitet Ally, in Irland geboren, aber als Kind ins Internat nach England gesteckt, die ihre Mutter Deirdre nur noch sehr selten sieht. Zu groß sind die Differenzen, zu unüberwindbar die Konflikte. Doch dann fällt ihre Mutter ins Koma und Ally kehrt nach Irland zurück. Was zuerst als Unterstützung für Deidre gedacht war, wird schnell zu einem kompletten Gefühlschaos, denn Ally findet Briefe eines M. an ihre Mutter, die ihr Leben auf den Kopf stellen.

    Als ich dieses Werk anfing, konnte ich es kaum noch weglegen. Ally zu begleiten, war extrem spannend und ich konnte es kaum erwarten, mehr von den Briefen zu erfahren, die ihre Mutter von einem geheimnisvollen Schreiber erhielt. Für Ally war das ein Schock, sie dachte bis zu diesem Moment, dass ihre Mutter ihren Vater Colin geliebt hat. War das alles gelogen? Und dann taucht da auch noch Eoin auf, der ihr schon bei einer einzigen Begegnung vor sieben Jahren sehr unter die Haut ging. Ally ist wunderbar sympathisch dargestellt und es machte richtig Spaß, ihr zur Seite zu stehen. Ich mag den Schreibstil von Liz Balfour und ihre Beschreibungen geben dem Leser das Gefühl, wirklich dabei zu sein. Ich konnte mir durch die detaillierten Beschreibungen alles bildlich vorstellen, was mich noch viel tiefer in die Geschichte eintauchen ließ. Ich habe es wirklich genossen, dieses Buch zu lesen… bis es immer weiter Richtung Schluß ging, denn da ist die Story meiner Meinung nach leider komplett abgeflacht. Ich hatte das Gefühl, die Autorin wollte einfach nur schnell das Buch zuende bringen, denn sämtliche Probleme, die rund um Ally auftauchten, wurden fast schon gleichzeitig zum Finale gebracht. Das war mir viel viel viel zu oberflächlich und mir fehlte in den letzten Kapiteln die Tiefe.

    Fazit:
    Schade! Das Buch hat im Grunde wirklich Potenzial. Nur wurde das im letzten Viertel total verschleudert. Als ich ungefähr bei der Mitte des Buches war, hatte ich mich schon erkundigt, welche Werke es noch von der Autorin gab. Aber nachdem ich von dem Schluß so enttäuscht war, werde ich es lassen, weitere Bücher von ihr zu lesen.
  23. Cover des Buches Stadt der Lügen (ISBN: 9783036961088)
    Ramita Navai

    Stadt der Lügen

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Patrick_Bartsch

    In „Stadt der Lügen“ schildert Ramita Navai exemplarisch die Lebenssituation von acht Männern und Frauen aus unterschiedlichen sozialen Schichten Teherans und zeichnet dadurch ein authentisches Bild der facettenreichen gesellschaftlichen Wirklichkeit in der heutigen iranischen Hauptstadt. Obwohl rein fiktional basieren sämtliche Porträts auf realen Vorbildern. Eine lohnende Lektüre, die so manch trockene Fachliteratur ergänzt, wenn nicht gar zu ersetzen vermag.

  24. Cover des Buches Die Hausboot-Detektei - Tödliches Fest (ISBN: 9783596711789)
    Amy Achterop

    Die Hausboot-Detektei - Tödliches Fest

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    So ziemlich jedes Land hat seine eigene Weihnachtstraditionen und Bräuche. Während in Österreich oder Süddeutschland das Christkind am 24. Dezember kommt, anderswo der Weihnachtsmann und in Italien die Weihnachtshexe Befana in der Nacht vom 5. auf den 6. Jänner Geschenke bringt, sind es in den Niederlanden Sinterklaas und sein Gehilfe Zwarte Piets, die schon im November auf den Straßen zu sehen sind und kleine Geschenke wie Süßigkeiten verteilen bevor das große Sinterklaas-Fest am 5. Dezember stattfindet. Doch diesmal droht es auszufallen, denn Sinterklaas ist zunächst einmal verschwunden. 

    Hat er genug von dem Rummel rund um seine Person? Geht es ihm auf die Nerven, dass er sich seit einiger Zeit im Clinch mit einer Bewegung befindet, die liebgewonnene Traditionen abschaffen will?  

    Die Hausboot-Detektei rund um die Detektive Arie, Maddie, Isa, Elin und Jan übernehmen den Fall. Zuerst scheinen sie es nur mit einem Vermisstenfall zu tun zu haben, doch dann findet das Team eine Leiche, was ihm und uns ein Wiedersehen mit Aries bestem Feind, Hofdcommissaris Wessel de Boer sowie Madelief, der Gerichtsmedizinerin, beschert . Bei dem Toten handelt es sich ausgerechnet um Sander, dem besten Freund des Verschwundenen. Hat Gijs, der Darsteller des Sinterklaas, etwas mit dem Mord zu tun? Und wo steckt er?

    Meine Meinung: 

    Amy Achterop greift in ihrem nunmehr 6. Fall für die Hausboot-Detektive gleich mehrere interessante Themen auf: Zum einem die Suche der Menschen nach ewiger Jugend und Gesundheit, die sie häufig in die Hände von unseriösen Geschäftemacher treibt und zum anderen jene, die aus welchen Gründen auch immer Cancelculture betreiben und Traditionen wie Sinterklaas mit seinem Twarte Piets abschaffen wollen.  

    Der Krimi ist wie seine Vorgänger leicht und flüssig zu lesen, wirkt aber ein wenig ernster als die vorherigen. Amy Achterop bindet die Bräuche rund um den niederländischen Sinterklaas & Co geschickt in die Handlung ein. 

    Natürlich gibt es es auch einige schräge Typen wie Sinterklaas‘ Mutter und einige humorvolle Szenen. 

    Das Cover passt perfekt zu den Vorgänger und hat deshalb einen hohen Wiedererkennungswert. 

    Fazit:

    Wieder ein gelungener Krimi mit dem Team der Hausboot-Detektei, dem ich gerne 5 Sterne gebe.

     

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