Bücher mit dem Tag "irische literatur"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "irische literatur" gekennzeichnet haben.

103 Bücher

  1. Cover des Buches Zeit deines Lebens (ISBN: 9783596511860)
    Cecelia Ahern

    Zeit deines Lebens

     (1.140)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Das Cover ist diesmal wieder schlicht gehalten. In einem schönen rot.

    Der Schreibstil ist so schön flüssig und man kommt gut in die Geschichte hinein. Die Charaktere sind so schön beschrieben. Lou gefiel mir am Anfang erst nicht, wurde aber dann in der Geschichte mir immer sympathischer. Lou's Familie gefällt mir in der ganzen Geschichte.

    Ich war richtig gefesselt bei dem Buch. Ruckzuck war ich bei der Hälfte des Buches und dann ganz schnell am Ende.

    Die Details sind so schön beschrieben, dass man sich alle Orte und Menschen sehr gut vorstellen kann.

    Ich hatte mir schon gedacht, dass Lou sich verändert und das er wahrscheinlich sterben wird. War richtig schön die Geschichte, sie schreibt einfach klasse Bücher.

    Richtig klasse Buch.

  2. Cover des Buches Grabesgrün (ISBN: B00BYUHBIE)
    Tana French

    Grabesgrün

     (602)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Grabesgrün ist das erste Buch einer Serie über die Dubliner Mordkommission und erschien 2007 unter dem Originaltitel „In the Woods“. Im Wald von Knocknaree bei Dublin wird die Leiche eines 12-jährigen Mädchens gefunden. Cassie Maddox und Rob Ryan von der Dubliner Mordkommission übernehmen den Fall. Rob trägt ein blutiges Ereignis aus einer Kindheit mit sich herum, das sich in eben diesem Wald abspielte. Der Mord an dem Mädchen scheint womöglich mit den Ereignissen von vor 20 Jahren zusammen zu hängen….

    French erzählt sprachlich sehr schön und stellenweise mit sarkastischem Humor, besonders die Dialoge und die Verhörszenen finde ich ausgesprochen gut gelungen. Die Idee des Falls und die Auflösung finde ich originell und außergewöhnlich. Immer wieder legt die Autorin dabei auch falsche Spuren.

    Es geht in dem Roman nicht nur um das Verbrechen und dessen Auflösung, größere Teile befassen sich auch mit den Beziehungen der Personen untereinander.

    Mir hat der Roman gut gefallen und werde sicher noch weitere von French lesen. Vier Sterne von mir

  3. Cover des Buches Zwei an einem Tag (ISBN: 9783036959375)
    David Nicholls

    Zwei an einem Tag

     (3.669)
    Aktuelle Rezension von: Theresamaria

    𝓓𝓾 𝓴𝓪𝓷𝓷𝓼𝓽 𝓭𝓮𝓲𝓷 𝓰𝓪𝓷𝔃𝓮𝓼 𝓛𝓮𝓫𝓮𝓷 𝓿𝓮𝓻𝓫𝓻𝓲𝓷𝓰𝓮𝓷, 𝓸𝓱𝓷𝓮 𝔃𝓾 𝓫𝓮𝓰𝓻𝓮𝓲𝓯𝓮𝓷, 𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓭𝓪𝓼, 𝔀𝓪𝓼 𝓭𝓾 𝓼𝓾𝓬𝓱𝓼𝓽, 𝓭𝓲𝓻𝓮𝓴𝓽 𝓿𝓲𝓻 𝓭𝓲𝓻 𝓵𝓲𝓮𝓰𝓽.


    Ich habe dieses Buch verschlungen. Niemals hätte ich gedacht, dass es mich so in seinen Bann zieht, doch es hat es getan. Nach jedem Kapitel musste ich unbedingt wissen, was das nächste Jahr für Emma und Dex bringt. Oft saß ich verzweifelt da, und konnte mir nur die Haare raufen wegen Dexter. Er hat es mir nicht leicht gemacht ihn zu mögen mit seiner zu Beginn arroganten Art.
    Emma hingegen fand ich von der ersten Seite her toll. Ich konnte ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen und sie ist für mich ein sehr sympathischer Charakter.

    David Nicholls beschreibt die beiden Geschichten von Emma und Dex, die sich immer wieder Verbinden, authentisch und humorvoll, und obwohl es einfach eine Lebens- und Liebesgeschichte erzählt, war es nie langweilig.

    Zwei an einem Tag ist keine typische Liebesgeschichte. Sie zeigt die Höhen und Tiefen, die einem im Leben immer wieder begegnen, nicht nur in einer Beziehung.

  4. Cover des Buches Das Jahr, in dem ich dich traf (ISBN: 9783596193349)
    Cecelia Ahern

    Das Jahr, in dem ich dich traf

     (366)
    Aktuelle Rezension von: daydreaming_in_Paris

    Dieses Buch ist etwas ganz besonderes! 

    Es steht schon lange in meinem Regal, aber es sind Jahre vergangen, bis ich es schließlich gelesen habe. Das ist nicht das erste Buch das ich von Cecilia Ahern lese und ich hatte somit gewisse Vorstellungen, aber dieses Buch hat mich überrascht. 

    Es ist so persönlich geschrieben, man hat das Gefühl Jasmine, die Protagonistin, spricht einen direkt an und lässt einen ungefiltert an all ihren Gefühlen teilhaben. Dabei adressiert sie immer ein "Du", und schon früh erfährt man, dass es sich dabei um ihren Nachbarn Matt handelt. Ohne zu spoilern kann ich sagen, dass sich die Handlung in eine ganz andere Richtung entwickelt als ich urspünglich erwartet habe. Dabei vergeht, wie der Titel andeutet, ein volles Jahr und man begleitet Jasmine durch die vier Jahreszeiten, in die das Buch gegliedert ist. Den Anfang macht der Winter.

    Die Charaktere, die in dem Buch vorkommen, sind authentisch und ich konnte mich gut in einige von ihnen hineinversetzen. Sie sind alles andere als perfekt - vielleicht macht gerade diese Tatsache sie glaubwürdig.          Es werden viele Themen angesprochen, die zum Leben dazugehören, wie Familie, Beruf, Verlust und Krankheit. 

    Das ist kein Buch für Leser, die nach viel Action suchen. Es geht viel mehr um die innere Entwicklung. Wer sich darauf einlässt, kommt vielleicht auch selbst zum Denken - und Überdenken - der eigenen Verhaltensmuster. 

    "Die meisten Menschen in unserem Leben müssen nicht aktiv etwas tun, um uns zu verändern, sie müssen einfach nur da sein." (S.381)


  5. Cover des Buches Schattenstill (ISBN: 9783596188826)
    Tana French

    Schattenstill

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Elizzy
    Ich habe wieder ein Hörbuch zu Ende gehört...
    Worum geht es?
    Im vierten Band begleiten wir Detective Kennedy auch bekannt als “Rocky” bei seinem Fall. Es beginnt bereits sehr brutal, denn der Tatort ist diesmal sehr blutig und wir sind Zeugen eines Familiendramas. Rocky macht sich sogleich an die Lösung des Falls und stösst dabei auf seine Vergangenheit. Doch nicht nur diese verhindert seine Ermittlungen auch jemand, von dem er es nicht gedacht hätte, steht ihm plötzlich im Weg.

    Die Rezension dazu findet ihr auf meinem Blog:
    https://readbooksandfallinlove.com/2019/04/18/schattenstill-von-tana-french-hoerbuch-rezension/
  6. Cover des Buches Die Asche meiner Mutter (ISBN: 9783442741007)
    Frank McCourt

    Die Asche meiner Mutter

     (869)
    Aktuelle Rezension von: Clarissa03

    1930 in New York geboren ,musste Frank McCourt vier Jahre später mit seinen Eltern und Geschwistern nach Limerick in Irland, weil sein Vater, wenn er Arbeit hatte, den ganzen Lohn vertrank.

    Was in New York wegen der Prohibition verboten war und heimlich in "Flüsterkneipen" vertrunken wurde, war in Irland legal und da der Vater so gut wie nie Geld nach Hause brachte, lebte die Familie in großer Armut, die man sich nicht vorstellen kann.

    Der kleine Frank, der der Älteste war, eine Schwester starb einige Wochen nach ihrer Geburt in Amerika und zwei weitere Brüder folgten ihr, nachdem sie in Irland waren, hatte noch drei Brüder.

    Ein intelligenter Junge, der sich durchschlug, trotz seiner schlimmen Augenentzündung und seinen Weg zurück nach New York machte.

    Seine Kindheit hat Frank McCourt interessant beschrieben und mir ist beim Lesen dieses Buches bewusst geworden, wie gut doch meine eigene Kindheit gelaufen ist.


  7. Cover des Buches Ich hab dich im Gefühl (ISBN: 9783596297191)
    Cecelia Ahern

    Ich hab dich im Gefühl

     (1.205)
    Aktuelle Rezension von: Knopf

    Justin Hitchcock, Amerikaner, Professor für Kunst und Architektur, zieht nach seiner Scheidung nach London, um näher bei seiner Tochter Bea zu sein. Gerade ist er in Dublin als Gastdozent am Trinity College und wird trotz seiner Spritzenangst zu einer Blutspende überredet.
    Joyce ist im 5.Monat schwanger, stürzt die Treppe herunter und verliert ihr Kind. Im Krankenhaus erhält sie eine Bluttransfusion. Bei der Entlassung wird sie von ihrem, leicht dementen Vater abgeholt. Auf dem Weg nach Hause, merkt sie, dass sie ihr Leben drastisch verändern möchte und läßt sich die Haare radikal abschneiden. Später trennt sie sich von ihrem Ehemann Connor und zieht zum Vater.
    Sie merkt, dass sie plötzlich Latein und Französisch beherrscht und viel Wissen über Kunst beherrscht. Aus der Vegetarierin Joyce wird plötzlich eine Frau, die blutige Steaks mag. Außerdem fühlt sie sich zu einem Amerikaner hingezogen, welchem sie zwei oder dreimal über den Weg läuft. Liegt das an dem fremden Blut, welches durch ihre Adern fließt?
    Ich fand die ganze Geschichte sehr utopisch. Der Schreibstil ist gut zu lesen. Aber die einzigen Highlights in diesem Buch waren die Zeiten, in denen Joyce und ihr Vater Zeit miteinander verbrachten. Joyce geht sehr liebevoll und geduldig mit ihm um. Und der alte Herr fühlt nur Liebe für seine Tochter, welche er oft mit Gracie anspricht, seiner verstorbenen Frau und großen Liebe. Das ist die wahre Liebesgeschichte in diesem Roman

  8. Cover des Buches Winter in Maine (ISBN: 9783442747597)
    Gerard Donovan

    Winter in Maine

     (297)
    Aktuelle Rezension von: Jukebook_juliet

    Inhalt:

    Julius Winsome hat den Schuss gehört. Zumindest glaubt er das, denn in den Wäldern von Maine ist kurz vor Winteranbruch Jagdsaison – es hätte also auch jeder andere Schuss gewesen sein können. Sein geliebter Pitbullterrier Hobbes jedenfalls schafft es gerade noch, sich 500 Meter zu ihm hin zu schleppen, bevor er an der aus nächster Nähe kaltblütig in seinen Rücken gefeuerten Schrotflintenladung zugrunde geht. Kurzerhand nimmt Winsome, der in der Einsamkeit mit seinen geerbten Büchern und den antiquierten Worten Shakespeares lebt, sein ebenfalls geerbtes Scharfschützengewehr und macht seinerseits Jagd auf die Jäger.

     

    Meine Meinung:

    Der Einstieg in die Geschichte ist denkbar brutal und traurig: Der Hund des Einsiedlers Julius Winsome wird absichtlich erschossen. Dies trieb mir als Tierbesitzerin die Tränen in die Augen, sodass ich nach den ersten paar Seiten bereits emotional völlig aufgewühlt war.

    Den daraus folgenden Rachefeldzug des belesenen und eigentlich eher ruhigen Julius gegen scheinbar wahllos jeden, konnte ich trotzdem nicht recht nachvollziehen und umso weiter die Geschichte vorangeschritten war, desto weniger mochte ich ihn. Außerdem war die Luft nach etwa der Hälfte des Buches einfach raus. Ein bisschen schade bei so wenigen Seiten.

    Sprachlich war dieses Buch für mich allerdings ein Highlight.

     

    Fazit:

    Kein typischer Aussteigerroman. Eher die Erzählung des Rachefeldzuges eines Einsiedlers ohne Moral und ohne jeglicher Wertung. Brutal und erschreckend.

     

    Meine Bewertung:

    4/5 Sterne

  9. Cover des Buches Vermiss mein nicht (ISBN: 9783596297184)
    Cecelia Ahern

    Vermiss mein nicht

     (1.127)
    Aktuelle Rezension von: Petra54

    Ich besitze bereits mehrere Titel dieser Autorin und kaufte diesen per Internet. Deshalb bemerkte ich die entsetzlich winzige Schrift erst, als ich das kleine Büchlein in den Händen hielt. Das Lesen der 556 Seiten war entsprechend anstrengend.


    „Sandy hat ihr Leben lang nach vermissten Menschen gesucht. Bis sie eines Tages selbst verschwindet.“

    Das interessierte mich sofort. Doch bereits auf Seite 18 beschlich mich das ungute Gefühl, es handle sich um Fantasie. Da ich Cecilia Aherns Schreibstil mag, wollte ich wissen, wie sie aus der Situation herausfindet. Ob ihre Hauptperson Sandy nur träumt oder durch eine Kopfverletzung glaubt, an einem Ort zu sein, wo alle vermissten Gegenstände und Menschen hinkommen.


    Das Ende stellte mich keinesfalls zufrieden, doch ich tröste mich mit einer gut geschriebenen Unterhaltung.

  10. Cover des Buches Der katholische Bulle (ISBN: 9783518465233)
    Adrian McKinty

    Der katholische Bulle

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Gekonnt gelingt es dem Autor Zeitgeschichte der 1980er Jahre in Belfast mit einem raffinierten Krimiplot zu verknüpfen. Getragen wird das Ganze durch seinen Hauptprotagonisten Sean Duffy, der katholische Bulle. Dieser kommt nicht ohne Makel daher, besitzt aber Moral, Tatkraft und ist durchaus stur und verbissen, wenn es darum geht seinen polizeilichen Pflichten nachzukommen. In seinem ersten Fall ermittelt Duffy in alle Richtungen (wortwörtlich), was nicht jedem gefällt. Immer wieder werden ihm Steine in den Weg gelegt. Aber er bleibt hartnäckig. Die Darstellung der politisch motivierten Zustände (Straßenschlachten etc.) verbindet McKinty geschickt mit dem Berufsalltag seiner Hauptfigur, und bringt dem Leser so nicht nur die aufgeladene Atmosphäre sondern auch den Charakter des Sean Duffy näher. Kurzum: Dies ist ein gesellschaftskritischer historischer Roman mit Krimiplot und einem sympathischen Hauptprotagonisten. Mir hat der Roman/Krimi sehr gut gefallen und möchte eine absolute Leseempfehlung aussprechen und vergebe für das Buch 5 von 5 Sterne.

  11. Cover des Buches Das Bildnis des Dorian Gray (ISBN: 9783962816490)
    Oscar Wilde

    Das Bildnis des Dorian Gray

     (1.858)
    Aktuelle Rezension von: literaturfreund

    Dorian, ein bemerkenswert schöner Mann, ist noch nicht mal volljährig, da trifft er auf Lord Henry. Obwohl der Freund und Bewunderer Dorians, Maler Basil, alles versucht um Dorian und Henry nicht bekannt zu machen, schafft er es nicht und der manipulative und charakterstarke Henry nimmt Dorian immer mehr für sich ein. 

    Basil erschafft währenddessen ein Porträt von  Dorian, welches er ihm dann auch überreicht. Als der junge Mann sein Schönheit durch das Bild begreift, stürzt es ihn in eine Krise. Er hat so panische Angst vor dem Älterwerden, dass er kurzerhand mit aller Inbrunst ein Gebet ausspricht er wünsche sich, dass er nie altert dafür aber das Bild. Sein Wunsch geht in Erfüllung, doch die Folgen dessen wird Dorian sich erst im laufe seines Lebens bewusst. 

    Ein sehr beeindruckendes, wortgewaltiges Werk, welches mich nachdenklich gemacht hat. Was ist die ewige Jugend wert und ist es wirklich erstrebenswert immer jung zu bleiben ? Wie stark können einen die falschen Menschen beeinflussen und verändern ? 

    Alles verbunden mit sehr schönen, teilweise total lustigen Gesellschaftskritischen Passagen. 

    Ein paar Kritikpunkte habe ich allerdings dann doch. So haben mich die teilweise etwas langen Sätze, die so typisch für Oscar Wild zu seien scheinen, manchmal echt Konzentration gekostet. 

    Auch zur Mitte des Buches hatte ich  Schwierigkeiten den Faden nicht zu verlieren, da es meiner Meinung nach irgendwie etwas „durcheinander“ war. Trotzdem habe ich „Das Bildnis des Dorian Gray“ durchaus gerne gelesen und würde es alle die Klassiker lieben empfehlen.

  12. Cover des Buches Room (ISBN: 9780330519014)
    Emma Donoghue

    Room

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Mizuiro
    Es wird schwierig, hier eine Rezension zu schreiben, ohne zu spoilern. Aber ich schaffe das!
    Am liebsten würde ich nur eine Kurzrezension schreiben. Sie bestünde nur aus einem Wort: LESEN! Oder aus zwei: UNBEDINGT lesen!

    Aber vielleicht gibt es ja Menschen, die mehr wissen wollen, also los!

    Room hat mich unglaublich gefesselt. Es ist lange her, dass mich ein Buch SO sehr fesseln konnte. Einige Seiten waren so spannend, dass ich gar nicht weiterlesen konnte. Da hab ich einfach eine Pause gebraucht...

    Das Buch erzählt die Geschichte von Jack, einem Fünfjährigen, der in einem kleinen Raum lebt und noch nie draußen war. Geschrieben ist es aus seiner Sicht und mit seinen Worten. Es finden sich entsprechende Fehler, wie falsch geschriebene Wörter, die der Fünjährige noch nicht kennt.
    Dieser Stil passt großartig zum Inhalt, der einem dadurch noch mehr Gänsehaut beim Lesen beschert!

    Auch wenn es stellenweise etwas langwierig war, fand ich es an keinem Punkt langweilig. Wenn es nicht spannend war, war es interessant oder traurig oder sogar lustig.

    Da ich in letzter Zeit immer wieder davon schreibe, dass ich mich freue, wenn Autoren sich Mühe geben, muss ich es hier auch noch einmal - möglichst spoilerfrei - anmerken: Was die Autorin hier geleistet hat, ist Wahnsinn! Abgesehen von der sprachlichen Herausforderung wie ein Fünfjähriger zu schreiben liegt dem ganzen Buch an sich vermutlich eine enorme Recherchearbeit zugrunde. Von psychologischen Aspekten über juristische Fakten und so weiter... Ich bin beeindruckt, ich ziehe meinen Hut!

    Abschließend kann ich zu meiner anfänglichen Kurzrezension: UNBEDINGT lesen noch hinzufügen: Am besten in der Originalsprache. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Übersetzung diesem Buch gerecht werden kann...
  13. Cover des Buches Skulduggery Pleasant (Band 1) - Der Gentleman mit der Feuerhand (ISBN: 9783785577868)
    Derek Landy

    Skulduggery Pleasant (Band 1) - Der Gentleman mit der Feuerhand

     (1.085)
    Aktuelle Rezension von: HeartofHope

    Skulduggery Pleasant begleitet mich ungewiss schon eine ganze Weile, denn die Reihe ist die Lieblingsreihe meiner beiden Brüder. So konnte ich einfach nicht widerstehen und musste selber zum ersten  Band greifen. 

    Das Cover allein verspricht schon viel. Ein lebendes Skelett im Anzug mit Hut! Von so etwas habe ich bisher noch nie etwas gehört. Ich denke vor allem, dass es genau die jüngere Klientel 100%ig anspricht, denn es weckt die Neugier.


    Auch wenn man es mit einem Skelett als Protagonist nicht unbedingt annimmt, spielt das Setting in der heutigen Zeit, in unserer Welt. Stellenweise wird zwar auch eine "Unterwelt" erwähnt, jedoch bleibt diese vorerst weiterhin ein großes Mysterium und wird nur kurz erwähnt. Dennoch fühlt man sich durch dieses vertraute Setting sofort wohl und muss sich nicht erst an neue Gegebenheiten gewöhnen. 


    Skulduggery Pleasant, ein lebendes Skelett, ist ein sehr lustiger, direkter Geselle, welchen ich durch seine lockere, sarkastisch, humorvolle Art direkt in mein Herz schließen konnte. Mit seinem Charakter lockert er jede ernste Szene wundervoll auf, stellenweise musste ich wirklich lachen.

    Stephanie, ein 13 Jähriges Mädchen, welches zufällig in die Welt von Skulduggery hineingeraten ist, stellte sich als die perfekte Partnerin von dem Skelett heraus. Auch wenn ich ihren Charakter teilweise bereits viel zu reif für ihr Alter fand, so ist es doch ein reines Vergnügen, ihre witzigen Dialoge mit ihrem neuen Partner zu erleben. Sie ist ein wirklich cleveres, mutiges und starkes Mädchen und schreckt vor keiner Gefahr zurück. Bereits im ersten Band macht sie eine erstaunliche Entwicklung durch und ich bin wirklich gespannt, wie sie sich in den folgenden Büchern noch machen wird. 

    Ebenso lernen wir schon im ersten Buch viele weitere spannende Charaktere kennen, wobei wir da leider nicht viel Einblick in die Tiefe dieser bekommen, sondern lediglich das Relevanteste, was aber absolut nicht störend ist, sondern eher perfekt zur Geschichte passend. Ich für meinen Teil bin sehr gespannt, was wir über diese Geschöpfe noch erfahren werden, denn meine Neugier ist definitv geweckt.


    Die Handlung ist wirklich sehr gut. Auch wenn mich die Spannung nicht komplett packen konnte, schließlich ist es immer noch ein Jugend Buch und dazu zähle ich mit meinen 27 Jahrne wohl nicht mehr, so hatte ich doch wirklich nur Vergnügen an diesem Buch. Skulddugery ist wirklich ein wundervoller Charakter, die Handlung ist locker und voller Witz und Charakter. Immer wieder stößt man auf Überraschungen, welche der Handlung eine komplett neue Wendung geben.


    Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm zu lesen. Man kommt durch das Buch und es wird niemals langweilig.


    *Mein Fazit:*

    Skulduggery war mir bereits von der ersten Sekunde an sympathisch. ER hat so eine liebevolle, lockere, gleichzeitig aber auch humorvoll, sarkastische Art, welche mir unglaublich gefallen hat, welche die Geschichte einfach super auflockerte. Stephanie stellt die perfekte Partnerin für ihn da, sie weist ebenfalls einen unglaublich starken Charakter auf, lässt sich nichts gefallen und kämpft für ihre Freunde und vor allem für ihre Meinung. 

    Die Handlung ist sehr locker. Immer wieder kommen unerwartete Überraschungen auf den Leser zu, welche der Geschichte eine komplett neue Wendung geben, sodass es nie langweilig wird. Auch wenn mich die Spannung nicht komplett packen konnte, so hatte ich durch witzige Dialoge doch wirklich viel Vergnügen. 

    Dazu kommt ein toller Schreibstil des Autors und das Buch ist perfekt.

    Definitiv werde ich auch den zweiten Band lesen und wahrscheinlich auch noch die ganzen restlichen Bände. Ich kann dieses Buch wirklich nur jeden empfehlen, welcher sein Herz an Fantasy verloren hat und sich zwischendurch gerne ein bisschen Unterhaltung wünscht.

  14. Cover des Buches Ein reiner Schrei (ISBN: 9783551358615)
    Siobhan Dowd

    Ein reiner Schrei

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee
    Die vierzehnjährige Shell lebt im Irland der frühen 80er Jahre. Seit dem Tod ihrer Mutter muss sie sich alleine um ihre beiden jüngeren Geschwister kümmern, was nicht leicht ist, wenn man arm ist. Shells Vater hat seinen Job aufgegeben und ist kaum anwesend. In seinem neu erweckten religiösen Eifer sammelt er täglich Spendengelder für die Kirche in der umliegenden Gegend. Einen großen Teil des Geldes gibt er allerdings im Pub aus. Von den Bewohnern des Dorfes erhält Shell keine Unterstützung. Erst die Bekanntschaft mit dem jungen Pater Rose bringt etwas Licht in Shells Alltag. Und dann ist da noch Declan, der Herzensbrecher des Dorfes, dessen Werben Shell schließlich nachgibt, bis sie letztlich im Mittelpunkt eines Skandals steht, der nicht nur ihr Dorf sondern das ganze Land erschüttert.

    Ich habe schon einige Bücher der leider zu früh verstorbenen Siobhan Dowd gelesen, ich mag einfach ihre Erzählweise und Charaktere sehr. Dennoch hat mich „Ein reiner Schrei“ erst ab ungefähr der Hälfte richtig gepackt und war zum Ende hin sogar richtig spannend. Am Anfang hatte ich ein paar Schwierigkeiten, Shells religiösen Denkweisen und „Visionen“ zu folgen. Weil ich selbst katholisch bin, fiel es mir zwar leichter, die Gebete und Rituale des Gottesdienstes zu verfolgen, ich kann mir aber vorstellen, dass das anderen zu viel ist. Doch wenn man sich vom holprigen Beginn nicht abschrecken lässt, merkt man bald, wie realistisch und erwachsen Shell ist und wie sie das Kindhafte immer mehr abschüttelt. Mit zunehmendem Verlauf fesselte mich die Geschichte immer mehr.

    Shells Bekanntschaft mit Pater Rose hat mir gefallen, vor allem wie gesellschaftliche Konventionen und der Dorftratsch Shell davon abhalten, ihm ihre Lage anzuvertrauen, war sehr tragisch. Dann hätte der Skandal vielleicht abgemildert werden können. Aber in den 80ern hatte die Kirche Irland noch fest im Griff. Ich hoffe, dass sich das mittlerweile geändert hat. Dennoch gelten in Irland heute noch strenge Regeln für Abtreibungen. Siobhan Dowd entwirft in ihrem Debütroman also ein sehr unromantisches Bild der irischen Gesellschaft, das unserem Idealbild der grünen Insel und ihrer Menschen nicht entspricht, dafür aber umso realer sein dürfte. Die religiöse Doppelmoral der Menschen hat für Shell, Pater Rose und Bridie schwerwiegende Konsequenzen.

    Alles in allem hat mir „Ein reiner Schrei“ gut gefallen, es regt zum Nachdenken an und ist wohl der sozialkritischste Roman von Siobhan Dowd.
  15. Cover des Buches Der Himmel unter der Stadt (ISBN: 9783499226960)
    Colum McCann

    Der Himmel unter der Stadt

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Fast ein Jahrhundert verfolgt McCann die Geschichte von Nathan Walker und seiner Familie im New York des ständigen Wachstums. Ob er nun den Älteren beim Tunnelbau begleitet oder den Sohn auf den Gerüsten der Wolkenkratzer, immer spielt die Schnelllebigkeit und das Wachstum der Stadt eine Rolle und beeinflusst die Schicksale der Familienmitglieder. Von den guten Momenten im Familienkreis bis zum Absturz in die unterirdischen Katakomben der Stadt, in denen Nathan Clarence landet, ausgebrannt von Schuld, verlorener Verantwortung und den Zwischentönen aus aus Liebe, Hoffnung und Niederlage. Die Dramatik zieht dieser Roman aus den Zufällen und Querverbindungen der Zeit, in der Rassentrennung noch der Normalfall war.
    McCann hat diesen Roman schon vor 20 Jahren veröffentlicht und gezeigt, dass er ein Ausnahmetalent ist. Mit seinem Bild von New York und den vielen Gegensätzen kommt er nahe an die Betrachtungsweise und Empfindungsebene von Paul Auster heran, doch McCann konzentriert sich stärker an den Einzelschicksalen und somit wird die Stadt in vielen Schlüsselszenen zur Kulisse. Was genau die Menschen treibt, ist die Suche nach Liebe, eine temporäre Schönheit ihrer Umgebung und das "kleine" Glück in ihren Nischen aber auch die Gegensätze, die wuchtiger ausgearbeitet werden, die geballte Häßlickeit, die Wut, die Finsternis und die Gewalt.
    Ein großes Buch, wenn man es immer im Zusammenhang mit der Geschichte der USA des zwanzigsten Jahrhunderts sieht und atemberaubend in Stil und handwerklichem Können eines Autors, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung erst 32 Jahre alt war. Weitere großartige Bücher sollten folgen.
  16. Cover des Buches Gun Street Girl (ISBN: 9783518467350)
    Adrian McKinty

    Gun Street Girl

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Ingrid_Davis
    Inzwischen habe ich mich an den Vorleser der englischen Audible-Version gewöhnt, und inzwischen gefällt es mir sogar recht gut, wie er es liest. Diese Nummer 4 der Serie um Sean Duffy war auf der Skala wieder ein bisschen unter Band 3. Für mich steht und fällt die Reihe mit dem Bezug zur politischen Lage in den 1980ern in Belfast/Nordirland.
    Die Romane, bei denen dieser Hintergrund eine größere Rolle spielen, sind definitiv die besseren Duffys. 
    Insgesamt gewinnt man aber den ironischen Duffy und seine lakonische Art, sein Leben und seine Fälle zu schildern lieb und will einfach wissen, wie es ihm weiterhin ergeht.
  17. Cover des Buches Ein letzter Job (ISBN: 9783518463727)
    Adrian McKinty

    Ein letzter Job

     (33)
    Aktuelle Rezension von: KiraMinttu
    Rachel ist am Ende. Mit ihren beiden Töchtern Sue und Claire ist sie auf der Flucht vor ihrem Ex-Mann Richard Coulter, einem erfolgreichen Geschäftsmann, dem offenbar nichts so sehr am Herzen zu liegen scheint, wie Sue und Claire wieder in seine Arme schließen zu dürfen. Notfalls auch über Rachels Leiche hinweg.

    Als der in die Jahre gekommene Killian auf Rachel angesetzt wird, scheint es sich für ihn zunächst nur um einen ausgesprochen lukrativen Job zu handeln. Eine halbe Millionen Pfund winken ihm, wenn es ihm gelingt Rachel aufzuspüren und die Mädchen zu Richard zurück zu bringen. Mit diesem Geld könnte er sich endgültig aus der Szene absetzen, die Tür hinter sich schließen, ein letzter Job... und hey, ist er diesmal nicht sogar auf der richtigen Seite? Wo doch sogar die Sunday Times über die Drogenprobleme von Coulters Ex-Frau berichtet hat?

    Wie immer ist alles nicht so eindeutig, wie es auf dem ersten Blick scheinen mag, und das stellt Killian spätestens dann fest, als ein russischer Killier auf ihn selbst angesetzt wird. Ein Blick in den Laptop, den Rachel auf der Flucht vor ihrem Ex-Mann mit sich herumschleppt, tut sein übriges, um ihn die Fronten wechseln zu lassen. Doch seine Gegner sind nicht zu unterschätzen, und ihr Einfluss reicht bis in die höchsten Kreise hinein...

    Die Guten und die Bösen kristallisieren sich im Laufe der ersten Seiten recht schnell heraus, die Story selbst ist nicht weiter außergewöhnlich. Einige Charaktere agieren bisweilen arg stereotyp, auch wenn McKinty versucht, seinen Figuren durch einen Einblick in ihre Vergangenheit, in ihre Träume und Ängste, Tiefgang zu verleihen. Wenn ich aber auf einer Seite oben angekommen schnell einen Blick auf die letzte Zeile ganz unten werfen muss, dann deshalb, weil Adrian McKinty spannend, temporeich und mitreissend schreibt und insgesamt eine kurzweilige und actionreiche Story präsentiert.
  18. Cover des Buches Ulysses (ISBN: 9783518470060)
    Nicolas Mahler

    Ulysses

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    [kein Rezensionsexemplar]

    Dieses Buch war ein Geschenk meiner Eltern. An "Ulysses" habe ich mich davor nie herangetraut, weil ich Angst hatte, dass ich nicht mitkommen würde.

    Nun, ich kann nicht beurteilen, wie originalgetreu dieses Graphic Novel ist. Ich kenne ja das Original nicht und selbst wenn, wäre ein Vergleich schwer, da dieses Buch mit wenig Text auskommt. Auf vielen Seiten ist nur ein Satz. Der Autor hat die Frage nach der Originaltreue auch selbst am Ende des Buches reflektiert: Der Tag ist derselbe, der Handlungsort ist nicht Dublin, sondern Wien. Der Nachname des Protagonisten ist anders und der Name der Zeitung, für die er arbeitet. Außerdem werden mehrere Bücher zitiert, die am Ende brav aufgelistet werden.

    Die Bilder sind einfach gehalten und ohne viele Details. Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase hielt ich das für passend. Schön finde ich, dass die Bilder scheinbar nicht recycelt wurden. Das hätte ich nämlich fast verstanden, immerhin dauern manche Szenen teils mehrere Seiten lang. Da sprechen also die gleichen Figuren miteinander und der Ort bleibt gleich. Trotzdem konnte ich immer irgendein kleines Detail finden, das mir zeigte, dass da nicht einfach Copy und Paste verwendet wurde. Eine Nase, die ein bisschen anders aussieht, ein Blatt Papier, bei dem die Linien anders sind oder ein Haus, bei dem man unterschiedlich viel von der Fassade sieht.

    Die meiste Zeit habe ich mit den Zeitungsinseraten verbracht. Natürlich wollte ich die alle lesen! Wenn ich diese alte Schrift schon lesen kann, dann will ich dieses Wissen auch nutzen. Spannend finde ich, dass diese Inserate echt sind – sie stammen aus dem Neuigkeits-Welt-Blatt vom 16. Juni 1904.

    Mein Fazit? Ein toller Einstieg in diesen großen Klassiker. Bei einem Graphic Novel ist die Hemmschwelle geringer als beim "echten" Klassiker. Gleichzeitig macht dieses Buch Lust auf mehr. Ich möchte jetzt auf jeden Fall den Originaltext lesen - und gerne auch noch mehr von Mahler!

  19. Cover des Buches Der Todesstein (ISBN: 9783492232906)
    Peter Tremayne

    Der Todesstein

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Irische Kriminalgeschichten (ISBN: 9783828900998)
    Peter Haining

    Irische Kriminalgeschichten

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Henry der Held (ISBN: 9783596151462)
    Roddy Doyle

    Henry der Held

     (35)
    Aktuelle Rezension von: EisAmazone
    Ich habe "A Star Called Henry" von Roddy Doyle zu Schulzeiten "lesen müssen" und muss sagen, ich habe es sehr, sehr gerne gelesen. Allerdings auf Englisch.
    Wo das original durch Charme und Wortwitz besticht, fehlt der deutschen Version leider jeglicher Charme.

    Wir begleiten Henry quasi von Geburt an, wie er in den Slums aufwächst, in einer zerrütteten Familie, die Mutter Alkoholkrank und der Vater, Auftragsmörder, selten da und mit fünf Jahren anfängt, sich mit seinem Bruder zusammen irgendwie so durch zu mauscheln und letztlich sogar manchmal zur Schule gehen, in der er seine große Liebe trifft, die er später, irgendwann, nachdem man sich aus den Augen verlor, wieder findet und heiratet.
    Nachdem sein Bruder Victor noch im Jugendalter stirbt zieht er allein weiter und tritt schließlich dem Wiederstand bei und ist mitten drin statt nur dabei. Irgendwann jedoch muss er feststellen, dass, egal was er getan hat, nie gereicht hat und nie reichen würde und so flüchtet er vor der Justiz und vor sich selbst und seiner Familie in die USA um ein neues Leben zu beginnen.


    Doyle schafft es, den Leser mit zu nehmen in die Atmosphäre Irlands zur Zeit des Unabhängigkeitskampf der Iren zu Anfang des 20. Jahrhunderts.
    Mich hat das englische Buch mitgerissen und fasziniert, die Sprache war anfangs gewöhnungsbedürftig, es ist eben ein Irisches Buch und kein Parade Englisch, aber das macht irgendwie auch des Buches Charme aus. Es ist bisweilen romantisch, elektrisierend, erotisch, von Verzweiflung getrieben und durch und durch fesselnd und spannend, gar aufreibend.


    Die Deutsche Fassung konnte da leider nicht wirklich mithalten, da in der Übersetzung vieles vom Ambiente, dass durch bestimmte Worte und Sätze geschaffen wurde verloren gegangen ist. Die Geschichte bleibt die gleiche gute Story, nur die Worte, die dafür gesucht worden sind können nicht so sehr packen, wie die originären, das ging mir bei wenigen Büchern so stark wie hier.

    Ich kann, wenn man interessiert ist, wirklich nur die Originalausgabe empfehlen, das deutsche Werk ist geeignet, wenn man meint, es zum besseren Verständnis ebenfalls lesen zu wollen, eigenständig kann ich dafür aber keine Empfehlung aussprechen.


    (Also wer "Poor me" mit "Ich warmes Wurm" Übersetzt hat gehört für mich in einen anderen Job :P)
  22. Cover des Buches Gescheckte Menschen (ISBN: 9783442734252)
    Hugo Hamilton

    Gescheckte Menschen

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Tausendléxi

    Hugo Hamilton, ein kleiner Junge, wächst in Irland auf. Doch er geht jeden Abend in Deutschland zu Bett und steht am anderen Morgen wieder in Deutschland auf. Hugo und seine Geschwister sind – breac – gescheckt. Dies bedeutet eine Mischung verschiedener Elemente, die zu einem Ganzen zusammen gefügt wurde. Die Mutter der Kinder stammt aus Deutschland, der Vater ist ein überaus national gestimmter Ire, der alles Englische aus seiner Familie, seinem Haus und seinem Umfeld fernhalten will. Auf Biegen und Brechen.


    Wenn du klein bist, weißt du nichts. Du weißt nicht, wo du bist oder wer du bist oder welche Fragen du stellen musst. ( Seite 8 )


    Hugo erzählt von seiner Kindheit nach dem 2. Weltkrieg. In Dublin der fünfziger – und sechziger Jahre. Er und seine Geschwister werden immer wieder von den Nachbarskindern als Nazis beschimpft. Hugo macht dies schwer zu schaffen, er mag kein Fremder sein. Er wird mit etwas beschimpft, was er nicht ist und auch nicht sein will. 

    Die Mutter ist voller sprühender Ideen und über die Maßen diplomatisch. Sie liebt ihre Kinder über alles und das ist immer wieder deutlich spürbar. Der Vater hingegen ist ein harter Knochen und doch wird er stetig von Hugo herausgefordert. 


    Aber auch von seinem Vater erbt man etwas, und zwar nicht nur die Form der Stirn, ein bestimmtes Lächeln oder ein Hinken, sondern auch Dinge wie Traurigkeit, Hunger und seelische Wunden. Man kann Erinnerungen erben, die man am liebsten vergessen würde. Schon als Kind kann man alles Mögliche erben, eine hilflose Wut etwa. ( Seite 45 )


    Hugo Hamilton hat hier einen Roman kreiert der aus Sicht eines Kindes geschrieben ist. Aus seiner Sicht. Diese Kindheitserinnerungen sind, durchwoben mit Fragmenten der verzweifelten Hilflosigkeit, des scheinbaren Unverständnisses, des immensen Trotzes (und davon hat Hugo eine ganze Menge), des aberwitzigen Humors und der faszinierenden Liebe.  > Gescheckte Menschen < ist ein nachdenkliches und sehr kluges Buch, das uns die kostbaren Kindheitserinnerungen in den unterschiedlichsten Facetten unterbreitet. Ein Roman mit Wertigkeit.

  23. Cover des Buches Ganz schön Oscar Wilde (ISBN: 9783845820941)

    Ganz schön Oscar Wilde

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Weeping_Angel_13

    🌺Rezension🌺


    Hallo Bookies ‼️ Kennst Ihr schon?

    *****

    Ganz schön Oscar Wilde

    Eine literarische Reise

    🌺 🌺 🌺 

    Erschienen am 17.08.2017

    Hardcover: 96 Seiten

    182 mm x 127 mm

    ISBN: 978-3-8458-2094-1

    🌺

    Begonnen: Samstag, 25.07.2020

    Beendet: 

    🌺 🌺 🌺 


    ~INHALT~


    Oscar Fingal O'Flahertie Wills Wilde ist einer der bedeutendsten irischen Schriftsteller. »Das Bildnis des Dorian Gray«, »Ernst sein ist alles«, »Das Gespenst von Canterville« oder Märchen gehören zu seinen bekanntesten Werken. Eine kleine, aber feine Auswahl aus Oscar Wildes außergewöhnlichen Erzählungen lädt in diesem Lesebuch ein zum Schmunzeln und Schmökern und eröffnet eine Welt voller überraschender Wendungen und schalkhafter Momente. Ein Lesevergnügen nicht nur für alle Freunde des wilden Oscars.


    [Entnommen bei arsedition.de]


    🌺 🌺 🌺 

    KURZMEINUNG: Eine gelungene Auswahl von Zitaten und Weisheiten des großen Oscar Wilde. 


    🌺 

    REZI*TITEL: Ganz schön Oscar Wilde ‼️Ein literarischer Genuss ‼️


    🌺

    DER SCHREIBSTIL  … ist fließend und typisch für die damalige Epoche. Oscar Wilde ist im Umfang mit Worten ein Meister seiner Kunst und fesselt einen mit jedem einzelnen Wort. 


     🌺 

    DAS COVER … ist ein richtiger Eyecatcher. Die gold-weißen Blumen passen perfekt zu den Zitaten und Weisheiten des großen Oscar Wilde. Ich liebe es und es ist mir direkt ins Auge gefallen als ich es beim Buchdealer meines Vertrauens entdeckt habe. 🥰 


    🌺 

    DAS BUCH … gefällt mir sehr gut. Der Schutzumschlag ist sehr schön gestaltet und zeigt die typischen Blumen Applikatiónen die in der damaligen Epoche so beliebt waren. Jede einzelne Seite in diesem Buch ist auf einzigartige Art und Weise gestaltet und unterstreicht die Zitate dabei mit einer besonderen Wirkung. 


    Oscar Wilde fesselt mich einmal mehr mit seinen Worten und nicht zuletzt war es dieser Autor, der meine Liebe zu Büchern geweckt hat. 


    Alles in allem kann ich das Buch wirklich wärmstens empfehlen, großartiges Lesevergnügen!


    Gesamtbewertung: 5 🌟


    🌺🌺🌺 

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  24. Cover des Buches Das schwarze Herz (ISBN: 9783955305659)
    John Connolly

    Das schwarze Herz

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Stefan83
    Es war der Sommer 2008 – die Zeit vor Twitter und der (exzessiven) allgemeinen Nutzung von Facebook . Das Forum auf der Website www.krimi-couch.de war noch quicklebendig, der Thread „Quasselbox“ Anlaufstelle für gleich eine Vielzahl von Membern, allesamt vom Wunsch dorthin getrieben, sich über Spannungsromane aller Couleur auszutauschen und gegenseitig Tipps zu geben (Und auch Offtopic waren die Konversationen mehr als unterhaltsam, aber dies ist eine andere Geschichte). Einer dieser Tipps war ein Name – John Connolly. Und rückblickend betrachtet hätte ich ihn wohl ohne dieses Forum nie entdeckt, hat es der irische Autor doch hierzulande nicht wirklich zu größerer Bekanntheit gebracht. Sein Verleger Ullstein bzw. List stellte – höchstwahrscheinlich auch aus demselben Grund – die Veröffentlichung in Deutschland bereits im Jahr 2012 ein. Und selbst vor dieser Zeit war der Name Connolly ein seltener Gast in unseren Buchhandlungen. Dies ist angesichts der Qualität, besonders der frühen Werke, bemerkenswert, könnte aber unter anderem darin begründet sein, dass man sich seitens des Verlags bei der Bewerbung des Autors auch nur wenig Mühe gemacht hat. Inzwischen ist ein Großteil der Titel vergriffen, weswegen es auf den ersten Blick keinen Sinn macht, diese Trommel nachträglich zu rühren. Allerdings eben nur auf den ersten Blick, hat doch die Erfahrung – zum Beispiel im Fall James Lee Burke – gezeigt, dass es durchaus lohnt, einen vergessenen Autor immer mal wieder in den Fokus zu rücken.

    Vorneweg: „Das schwarze Herz“, Auftakt der Reihe um den Privatdetektiv Charlie „Bird“ Parker, gehört mit zum Besten was ich im Bereich der härteren Spannungsliteratur bis dato zwischen den Fingern hatte und lesen durfte, was insofern erwähnenswert ist, da ich es mit den brutalen Vertretern dieser Zunft – von Ausnahmen wie Rex Miller oder Thomas Harris mal abgesehen – eher nicht halte. Dies legt weniger in einer zartbesaiteten Seele begründet, als vielmehr an der Tatsache, dass mich die Tendenz moderner Thriller, sich mit immer perfideren Foltermethoden und entstellteren Leichen gegenseitig zu übertreffen, zunehmend ermüded und daher das Gegenteil des gewollten Effekts erzielt. Blut, Mord, Tod – inzwischen geht dies mit Belanglosigkeit einher, weswegen ich es als umso wichtiger erachte, die unbedingt lesenswerten Vertreter dieser Sparte hervorzuheben. Und einer davon ist eben „Das schwarze Herz“, dessen Inhalt hier kurz angerissen sei:

    Ein kalter Dezember im Jahr 1996. Charlie „Bird“ Parker, Detective des New York Police Department, sucht sich den falschen Abend aus, um seine Eheprobleme in einem Pub um die Ecke zu ertränken. Als er nach Hause zurückkehrt, findet er die Hölle vor. Frau und Tochter sind tot. Dahingeschlachtet von einem diabolischen Killer, der sie einem mysteriösen Ritual nach dem Tode wie ein Totenkünstler in einer Art Pieta arrangiert und ihnen die Haut samt Gesicht abgezogen hat. Parker, der kurzfristig selbst zum Mordverdächtigen wird, bricht unter seiner Trauer zusammen, quittiert kurze Zeit später den Dienst und beginnt als freischaffender Detektiv den Täter auf eigene Faust zu suchen, was sich jedoch alsbald als vergeblich erweist. Der Mörder seiner Familie scheint wie vom Erdboden verschluckt. Als Parker der letzten verbliebenen Spur nach New Orleans folgt, gerät er an eine alte Voodoo-Frau. Sie erzählt ihm die Legende vom „Fahrenden Mann“, der bereits unzählige Male in der Vergangenheit getötet hat und immer noch sein Unwesen treibt. Dies scheint der Mann zu sein, den er sucht. Bevor er jedoch diesem Hinweis nachgehen kann, fordert ein anderer Fall Parkers Aufmerksamkeit.

    Ein alter Kollege bittet ihn um Mithilfe bei der Suche nach Catherine Demeter, die spurlos verschwunden ist. Parkers Nachforschungen führen ihn in den tiefen Süden der USA, nach Haven, Virginia und auf die Fährte eines weiteren Killers, der seit über dreißig Jahren im Umfeld der örtlichen Mafia ungestraft sadistische Morde an Kindern begeht. Und mehr noch: Dieser Mann scheint die Identität des „Fahrenden Manns“ zu kennen. Parker hat nichts mehr zu verlieren. Gemeinsam mit dem schwulen Paar Angel und Louis, Profis in Sachen Diebstahl, Einschüchterung und eiskaltem Mord, nimmt er den Kampf gegen den Mob auf...

    Wie oben bereits angedeutet, gibt es im Umfeld des Spannungsromans kaum etwas, dem ich inzwischen mehr überdrüssig bin, als der Serienkiller-Thematik. Eigentlich also keine guten Voraussetzungen für den Erstling des gebürtigen Iren Connolly, der gleich mit mehr als einem dieser Soziopathen aufwartet und damit augenscheinlich in dieselbe Kerbe schlägt. Was unterscheidet ihn dann von der stereotypen Genre-Konkurrenz? Die Antworten darauf, welche nicht einer gewissen Ironie entbehren, lauten: Glaubwürdigkeit und Originalität. Ironie deshalb, weil Connollys Bösewichte sich der Elemente des klassischen Lecters bedienen, um ihn dann wie einen harmlosen Nachbar von nebenan aussehen lassen. In den Schatten gestellt, von brutalen, gewissenlosen Monstern, die ihren Platz in einer Welt haben, welche so dunkel ist, dass ihr selbst der Begriff „Noir“ nicht mehr gerecht wird. Doch wo andere Romane aufgrund solcher Überzeichnungen Schiffbruch erleiden, sind sie in Connollys Werken das Salz in der Suppe, das Alleinstellungsmerkmal, aus dem vor allem die Serie um Charlie „Bird“ Parker seine Faszination bezieht – wenn man sich als Leser in der Lage dazu sieht, die Bösartigkeiten zu ertragen, welche der Autor mit einer schon perversen Liebe fürs Detail skizziert.

    Im Unterschied zu solchen Autoren wie Edward Lee oder Richard Laymon ist John Connolly dabei jedoch nicht an Gewaltpornographie gelegen. Stattdessen dienen die expliziten Schilderungen in erster Linie dem atmosphärischen Anstrich des Plots, der sich gleich an mehreren Stellen den Zwängen des klassischen Thrillers entledigt, um eine Brücke zu den Gefilden von Stephen King und Co. zu schlagen. Eine Tendenz, welche Connolly in den kommenden Bänden der Reihe noch zielgerichteter verfolgen und damit für allerlei Kontroversen unter seinen Lesern sorgen wird. Heißt gleichzeitig: Wem diese übersinnlichen Phänomene bereits jetzt bitter aufstoßen, der kann von der weiteren Verfolgung der Serie gleich Abstand nehmen.

    Alle anderen werden auf einen dunklen, stimmungsvollen Trip in die schwül heißen Gefilde von Louisiana und Virginia mitgenommen, der trotz tropischer Temperaturen vor allem für kalte und selten wohlige Schauer sorgt und – das sei hervorgehoben – auf die üblichen Südstaaten-Klischees wohltuender Weise verzichtet. Wie kaum ein anderer Autor vermag es John Connolly die Essenz des Bösen auf Papier zu bringen, der menschlichen Niedertracht ein Gesicht zu verleihen und uns als Leser aus der alltäglichen Komfortzone zu holen. Der viel beworbene Gänsehaut-Faktor, er hat hier beinahe durchgängig Bestand, sorgt für ein ständiges Gefühl des Verfolgt-werdens (der „Fahrende Mann“ bleibt lange Zeit eine im Schatten lauernde Bedrohung) gepaart mit einer nicht wirklich erklärbaren Unruhe und der Neigung den eigenen Blick vom Buch zu heben, um sich zu vergewissern, dass sich in den letzten Minuten nicht doch jemand Zutritt zum sonst doch immer so gemütlichen Wohnzimmer verschafft hat.

    Einziger größerer Kritikpunkt an „Das schwarze Herz“ ist die Tatsache, dass hinsichtlich der Komposition des Ganzen der Debütcharakter des Romans doch das ein oder andere mal deutlicher zutage tritt. John Connolly verfolgt die zwei oben angerissenen Handlungsstränge nicht parallel, sondern separat, wodurch das Konstrukt nicht immer homogen daherkommt und die am Ende installierten Verbindungen auch eben genau so wirken. So wäre Parkers Intermezzo mit der hiesigen Mafia allein schon ein passender, weil stilistisch hervorragend und vor allem eindringlich in Szene gesetzter Höhepunkt für das Buch gewesen. Stattdessen ist aber an dieser Stelle erst die Hälfte der Strecke zurückgelegt. Und genau nach diesem Showdown hat der Plot dann so einige Mühe den Bruch in der Erzählung zu kitten und den Anstieg für den nächsten Spannungsbogen in die Wege zu leiten. Als Folge davon verliert die Story etwas an Tempo. Und auch der dringliche Charakter, der bis hierhin die Protagonisten in seinen Klauen hatte, lockert seinen Griff. Hat man diese Durststrecke jedoch zurückgelegt, erwartet und belohnt uns ein Finale, das gekonnt mit unserer Vorstellungskraft spielt und in seiner Dramaturgie nichts vermissen lässt.

    Zurück bleibt ein atemloser Leser, sichtlich gezeichnet von diesem Ausflug ins das schwarze Herz eines Mörders. Und doch gleichzeitig mit der Erkenntnis, dass auch ein brutaler Thriller mit  Substanz und Finesse aufwarten kann. John Connolly wird die hier schon ziemlich hoch gelegte Latte mit den Nachfolgern, „Das dunkle Vermächtnis“ und „In tiefer Finsternis“, nochmal überspringen. Wer also am vorliegenden Roman (und dem düster-schwarzen Humor von Angel und Louis) Gefallen gefunden hat, dem sei der Kauf dieser zwei Titel unbedingt ans Herz gelegt. In meinem persönlichen Fall hat sich Connolly schon längst einen besonderen Status im Regal erworben.

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