Bücher mit dem Tag "irland"
943 Bücher
- Leonie Swann
Glennkill
(3.674)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
Der Schäfer George Glennkill wird eines Tages tot aufgefunden, mit einem Spaten in der Brust! Seine Schafe, eine inzwischen seltene Rasse, stellen dies pragmatisch fest. Allen voran Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, läßt dieses Ereignis nicht los, so hatte George sie doch liebevoll behandelt.
Doch der Tot von George lockt plötzlich viele Menschen auf die Weide. Den Metzger, Gott, Georges Tochter und viele andere, die sie vorher noch nie gesehen hatten. Mit ihrem Erfindungsgeist und ihrem natürlichen Verständnis gehen sie den Dingen auf den Grund und entdecken dabei, das sie noch viel mehr können als nur grasen und blöken.
Mein Fazit:
Ein Buch der besonderen Art!
Die einzelnen Schafe haben eine besondere Begabung, einen markanten Wesenszug und sind überaus menschlich in ihren Reaktionen. Das Verständnis der Schafe ist sehr leicht nachvollziehen, da es einfach und unkompliziert ist. Die beschriebenen Reaktionen laden zu köstlichen und humorvollen Momenten ein, machen sie sympathisch und man kann die Schafe einfach nur liebhaben.
Zwar ist es als “Schafskrimi” deklariert, ich würde es aber auch in die Sparte “Humor/ Satire” packen. Denn der Krimi ist eigentlich eher nebensächlich. Stellenweise war das Buch etwas langatmig, wenn auf die einzelnen Lebensgeschichte der Schafe eingegangen wurde. Und die vielen Personen, die plötzlich auf der Weide auftauchten, konnten den Leser sehr schnell verwirren.
Aber alles in allem ist es ein Buch, das ausschließlich zur Unterhaltung dient. Wer Tiere mag, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.
- Cassandra Clare
City of Lost Souls
(2.529)Aktuelle Rezension von: tines_bookworld"I don't care," Clary said. "He'd do it for me. Tell me he wouldn't. If I were missing-" "He'd burn the whole world down till he could dig you out of the ashes. I know," Alec said."
"City of Lost Souls" schließt wie gewohnt nahtlos an die Vorgängerbände an. Sebastian ist zurückgekehrt, mit noch finsteren Absichten als Valentin. Das größere Problem jedoch: Jace ist mit Sebastian verbunden, und Jace zu verlieren ist keine Option!
Durch diese Problematik bekommen die Hauptcharaktere Clary und Jace in diesem Buch eine ganz neue Charaktertiefe. Clary kämpft absolut badass, um Jace' böses alter Ego zu vertreiben, und Jace ist dadurch wie ausgewechselt: folgsam, ernst, gewissenlos. Doch Clary liebt er immer noch. Es war super interessant, diese neue Seite an den beiden zu lesen und hat dadurch die bisher bekannte Dynamik aufgefrischt. Auch die Beziehung zwischen Clary und Jace erreicht deshalb einen neuen Meilenstein. Man merkt, dass es nicht nur eine Jugendschwärmerei wie zu Beginn der Reihe ist, sondern viel mehr, viel tiefer. Beide gestehen sich ihre Gefühle ein, vertrauen einander und kämpfen dafür.
Auch die anderen Charaktere, wie bspw. Simon und Izzy, entwickeln sich in diesem Buch wieder weiter, werden allmählich erwachsen. Es gefällt mir so gut, dass auch die Nebencharaktere wachsen und ihren Platz haben dürfen, und nicht nur billiges Beiwerk ohne Tiefe sind. Magnus und Alec haben immer noch mit Zukunftsängsten bezüglich ihrer Beziehung zu kämpfen und scheinen hier zum Ende hin auch eher einen Schritt zurück zu machen. Ich hoffe so sehr, bzw. bin eigentlich auch überzeugt, dass die beiden noch ihr Happy End bekommen, denn sie haben es so sehr verdient! Ich freue mich schon sehr auf die Bücher, in denen die beiden die Hauptrolle spielen.
Handlungstechnisch hat auch dieses Buch wieder sein eigenes Finale und dient nicht nur als füllendes Reihenmittelbuch. Alles deutet nun auf den großen Showdown gegen Sebastian im sechsten und letzten Teil hin. Die Spannung bleibt durch die Suche nach Jace, den vielen Perspektivwechseln und der langsamen Enthüllung von Sebastians Plan im Großen und Ganzen hoch, hat aber zwischendrin durchaus seine Längen. Es ist nicht so, dass in der Zeit dann nichts passiert, oft liegt der Fokus dann auf dem character development, aber es war mir persönlich ein bisschen zu wenig Handlung für zu viele Seiten.
Cassandra Clare überzeugt mit "City of Lost Souls" nicht nur wieder mit einer weiterhin spannenden Handlung und fantasiereichen Begegnungen, sondern auch mit tiefgründigen Charakteren und einer berührenden Liebesgeschichte. Ich vergebe 4,5/5 Sterne.
- Cecelia Ahern
P.S. Ich liebe dich
(8.799)Aktuelle Rezension von: Melanie_HoppeDies war mein erstes Buch der Autorin Cecelia Ahern und was soll ich sagen?!?! WOW! Einfach eine Achterbahn der Gefühle. Die Autorin erfasst ein sehr sehr wichtiges und emotionales Thema und das auf eine sehr sympathisch Weise. Ich habe viel lachen können und gleichzeitig geheult wie ein Schlosshund. Ich habe mich ab der ersten Seite vollkommen rein stürzen können und es ließ sich super flüssig lesen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen und bin sehr auf weitere Bücher der Autorin gespannt.
- Anna McPartlin
Die letzten Tage von Rabbit Hayes
(1.203)Aktuelle Rezension von: Gina_1234Anna McPartlin schafft mit „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ eine eindringliche und bewegende Geschichte, die das Thema Tod und Abschied auf eine sehr ehrliche und zugleich humorvolle Weise behandelt. Rabbit Hayes ist schwer an Krebs erkrankt und weiß, dass ihr nur noch wenige Tage bleiben. Das Buch begleitet diese letzten Tage aus den wechselnden Perspektiven ihrer Familie und Freunde, die alle auf ihre eigene Art mit dem bevorstehenden Verlust umgehen. Neben Trauer und Verzweiflung gibt es auch viel Wärme und Witz, sodass die Geschichte nie zu schwer oder deprimierend wirkt. Besonders beeindruckend ist die Charakterzeichnung: Rabbit selbst und ihre Familie sind facettenreich und authentisch dargestellt, mit Ecken und Kanten, die sie lebendig machen. Die Rückblicke auf Rabbits Vergangenheit und ihre große Liebe Johnny fügen der Handlung zusätzliche Tiefe hinzu. Das Buch schafft eine hervorragende Balance zwischen den traurigen Momenten und einer lebensbejahenden Botschaft. Ein emotionales, kluges und berührendes Buch, das noch lange im Herzen bleibt.
- Cecelia Ahern
Flawed – Wie perfekt willst du sein?
(1.197)Aktuelle Rezension von: BuchspinatZum Inhalt:
Celestine führt ein gutes Leben. Ihre Familie gilt als perfekt. Sie gilt als perfekt. Niemand hat etwas auszustehen. Nicht wie die Menschen, die von der Gilde als „fehlerhaft“ beurteilt und ebenso gebrandmarkt und aus der Gesellschaft ausgestoßen werden. Celestine hat eine große Zukunft vor sich und ist glücklich verliebt in Art – den Sohn des obersten Richters der Gilde. Doch dann passiert eines Morgens im Bus etwas, dass Celestines Leben vollkommen aus der Bahn wirft und plötzlich gilt sie selbst als „fehlerhaft“.
Meine Meinung:
Eine Dystopie, die so absurd erscheinen mag beim Lesen und dennoch – wenn man die täglichen Nachrichten liest und hört – in vielen Dingen eine erschreckende Parallele zur gesellschaftlichen und politischen Entwicklung – nicht nur in unserem Land – geworden ist.
Menschen, die nicht den Grundsätzen der Gilde entsprechen und moralisch einwandfreie Menschen sind – wobei die moralischen und ethischen Grundsätze praktischerweise direkt von der Gilde definiert werden – werden als fehlerhafte Menschen gebrandmarkt. An der Schläfe, der rechten Hand, am Brustkorb oder auf der Zunge. Je nach ihrem Vergehen.
Da ist z.B. die junge Frau, die ihre schwerkranke Mutter zum geplanten Suizid ins Ausland begleitet hat und dadurch „fehlerhaft“ wurde.
Das Leben als „fehlerhafter Mensch“ ist schlimm. Nur Grundnahrungsmittel, Ausgangssperre, schlechte Arbeitsbedingungen, ständige Überwachung und viele Repressalien mehr bestimmen den Alltag einer fehlerhaften Person.
Das Celestine eine fehlerhafte Person werden könnte, erscheint ihr vollkommen absurd, doch dann – eines morgens auf dem Weg zu Schule – droht ein fehlerhafter älterer Herr im Bus zu kollabieren. Niemand hilft ihm. Nicht fehlerhaften Menschen ist nämlich das Helfen von fehlerhaften Menschen untersagt. Sonst werden sie selbst zu fehlerhaften Menschen verurteilt.
Celestine kann nicht einfach zusehen, wie der Mann vor ihren Augen stirbt. Egal, ob das erlaubt ist oder nicht. Also greift sie ein. Als Einzige. Alle schauen zu und nehmen in Kauf, dass der Mann vor ihren Augen sterben könnte.
Sie wird verhaftet. Richter Crevan bietet ihr einen Ausweg an. Das Einzige, was sie dafür tun muss, ist zu behaupten, dass sie nicht geholfen hat, sondern nur ihre Mitmenschen vor dem fehlerhaften Mann beschützen wollte und der fehlerhafte Mann selbst an der Situation schuld ist. Dann würde alles wieder gut werden.
Doch das wäre gelogen. Das wird ihr sehr schnell klar. Und Celestine – trotz großer Angst vor dem Leben als Fehlerhafte – stellt plötzlich das gesamte Regime in Frage und kann es nicht mit ihren eigenen ethischen Grundsätzen vereinbaren, zu lügen.
Was dann geschieht? Das verrate ich Euch nicht. Nur so viel: Celestine wird zum Aushängeschild einer Revolution, die längst überfällig ist. Eine Revolution, in der die Menschen, die unterdrückt werden, die nicht dem gesellschaftlichen Standard entsprechen, aufbegehren. Einer Revolution gegen eine Gesellschaft, in der die Menschen mit Angst und Drohungen stillgehalten werden, damit die Machthaber ihre Macht behalten und ausbauen können.
Menschen, die Sachverhalte und Situationen hinterfragen, sind für Diktatoren und ähnliche Konstrukte sehr gefährlich. Also müssen sie klein gehalten werden. Das geschieht am besten, in dem man Angst schürt. Immer wieder. In dem man Exempel statuiert.
Doch Celestine ist nicht allein. Das wird ihr allmählich bewusst – als sie sich auf die Suche nach Informationen begibt. Ihr Tun ist gefährlich, doch sie kann nicht mehr zurück. Fehlerhaft ist sie sowieso. Dann kann sie auch dafür kämpfen, dass sich etwas ändert. Denn viel schlimmer kann es nicht mehr werden…
Die Geschichte geht unter die Haut und oftmals bin ich beim Lesen unfassbar wütend geworden. Auf Menschen, die ein System ungefragt kaufen. Die sich einreden lassen, dass ethische Grundsätze „fehlerhaft“ sind. Die Menschen vorverurteilen und sie auf unaussprechliche Art und Weise aus der Gesellschaft ausschließen. Weil sie nicht ins Bild passen. Weil sie anders sind. Sich anders entschieden haben.
Schon immer werden Menschen, die nicht „perfekt“ in unsere Gesellschaft passen, diskriminiert und ausgegrenzt. Ob damals zu Zeiten der Sklaverei, der Apartheit, des zweiten Weltkriegs. Sei es bei Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit LGBTQ-Hintergrund. Menschen, die Bürgergeld beziehen oder aus anderen Gründen nicht in die Gesellschaft passen. Die Liste ist noch lange nicht am Ende.
Das bringt mich zu folgender Frage: wer definiert denn, wer in einer Gesellschaft überhaupt perfekt ist und dazugehören darf? Und wer nicht? Wer entscheidet das?
Das muss aufhören. Jeder Mensch ist wertvoll. Einzigartig. Und auf seine Weise perfekt.
Denn – um Margot Friedländer zu zitieren: „Es gibt kein jüdisches, kein muslemisches und kein christliches Blut. Es gibt nur menschliches Blut. Drum sei Mensch!“
Meine Rezension findet Ijr auch auf www.buchspinat.de - Jennifer Benkau
One True Queen: Von Sternen gekrönt
(867)Aktuelle Rezension von: viktoria162003Meinung
Dieses Buch liegt schon etwas länger auf meinem SuB und jedes Mal, wenn ich das Cover gesehen habe, dachte ich nur… wow ist das schön. Zu guter Letzt, habe ich mir das ganze dann aber auch noch als Hörbuch angeschafft.
Das Hörbuch ist klasse. Ich mochte die Stimme sehr gerne und fand, dass sie zum Charakter passte. Im Nachhinein bin ich sogar froh, dass ich das ganze gehört habe, denn ich hätte die Hälfte der Dinge wahrscheinlich falsch ausgesprochen wie z.B. Lyaskye. Keine Ahnung, was bei mir herausgekommen wäre. Auch fand ich den musikalischen Teil wirklich wunderschön, gerne hätte der auch zwischen den Kapiteln sein dürfen und nicht nur am Ende. Kleines Manko gab es, und zwar, war der Übergang von Kapitel zu Kapitel ein wenig grob. Hier hätte es eine winzig kleine Zeitspanne geben sollen, einfach um das Ganze besser aufnehmen zu können.
Doch einmal zurück zum Buch. Das finde ich wirklich sehr schön geschrieben, die Autorin hat einen ausgesprochenen schönen Schreibstil.
Ich hatte mir die Geschichte tatsächlich ein klein wenig anders vorgestellt, bin aber im positiven wirklich sehr überrascht. Der Anfang zeigt Mailin und ihre Schwester, den ich anfangs eben nur als eine Einleitung gesehen habe, später aber tatsächlich wichtig ist und seinen Teil zur Geschichte beiträgt. So kann ich sagen, beginnt die Geschichte also quasi gleich und nur wenige Seiten später, landet man in einer vollkommen neuen Welt.
Diese magische Welt ist wirklich sehr schön geschrieben und hält allerlei Überraschungen parat. Ich hab es geliebt wie Mailin, sie erkundet und immer wieder neues entdeckt. Der Teil ist unfassbar spannend, da man dadurch auch nicht wirklich weiß, was als nächstes passiert, denn selbst ein kleines Tierchen das aussieht wie ein Hase kann einen plötzlich fressen wollen.
Für mich aber darf natürlich nie die Romantik fehlen. Diese ist anfangs noch ein wenig schleppend und wandelt sich für einen winzigen Moment in eine Dreiecksbeziehung, zumindest ging ich für einen kleinen Moment davon aus. Schnell gibt es dazu aber die Auflösung für wen ihr Herz schlägt.
Dazu gibt es dann auch immer kleine Dramen, die das Herz schneller schlagen lassen und so auch für eine Achterbahn der Gefühle sorgt.
Ich mochte die Handlung von der Geschichte sehr gerne und finde, dass sie hervorragend umgesetzt ist. Die Charaktere sind ebenfalls toll geworden, vielseitig und individuell.
Zum Ende hin hat sich erst einmal der Riesen Stapel an Problemen ein wenig gesenkt, trotzdem ist genug da, dass man als Leser bangt bis es weitergeht.
Fazit
Ich mochte die Geschichte wirklich sehr gerne. Der Verlauf ist klasse. Es ist spannend, romantisch und hat tolle Charaktere. Von mir gibt es daher 4 Sterne.
- Cecelia Ahern
Für immer vielleicht
(2.861)Aktuelle Rezension von: Eni_NoelWie schnell habe ich dieses Buch durchgelesen! Ich liebe Rosie und Alex. Diese beiden muss man einfach mögen. In einer Leichtigkeit und mit witzigen Dialogen u.a. in SMS- oder E-Mail-Form erzählt Cecelia Ahern eine Geschichte vom Suchen und Finden, die mich bis zum letzten Wort gebannt hat. Als Leserin habe ich Rosie und Alex viele Jahre ihres Lebens begleitet und habe mit ihnen gelitten, gehofft, geweint und gelacht. Wie kann man ein halbes Leben auf so wenig Seiten so unglaublich anschaulich und lebendig schildern? Cecelia Ahern macht es möglich und schafft Figuren, die man nie wieder vergessen wird. Ich liebe es! Das besondere I-Tüpfelchen ist die exzellente Verfilmung (Love Rosie) dazu - nach wie vor einer meiner Feel-good-Favoriten.
- James Joyce
Ulysses
(192)Aktuelle Rezension von: AQuaAchtung, bei den meisten Rezensionen hier handelt es sich um Beurteilungen des Originalwerks von James Joyce.
Das hier abgebildete Buch ist aber eine sehr freie Bearbeitung des Stoffes in Form einer graphic novel von Nicolas Mahler. Bloom heißt hier Wurmb, Ort der Handlung ist nicht Dublin sondern Wien. Mir fällt es schwer, mich auf das neue Setting und die minimalistischen Zeichnungen einzulassen.
- Simon Beckett
Totenfang
(777)Aktuelle Rezension von: melli.die.zahnfeeHaha, mein A...Acount sagte mir gerade , dass ich dieses Buch 2016 gekauft habe. Es schlummerte also sage und schreibe 10 Jahre auf meinem SuB. Asche auf mein Haupt, das hat David Hunter nicht verdient. Ich habe sofort wieder hineingefunden in das Leben von David Hunter, forensischer Anthropologe, momentan beruflich eher glücklos, da ausgebootet bei der Polizei. Gott sei Dank setzt ihn ein Anruf der Polizei von Essex wieder in ein Boot :). Der Fall ist klasse beschrieben, immer wieder gibt es neue Wendungen, mit denen man überhaupt nicht rechnet. Ich fand die Mischung aus Spannung durch die Ermittlungen und den Ruhephasen im einsamen Landstrich des Backwater Estuary sehr gelungen. Auch die Menschen um Hunter herum sind gut beschrieben und so angelegt, dass man wenig aus ihnen lesen kann. Es gibt eindeutige Sympathieträger und wiederum ziemliche Kotzbrocken, das macht das Buch recht kurzweilig, zumal man immer miträtseln darf, wer denn nun die Tatperson sein könnte. Klasse!
- Cecelia Ahern
Perfect – Willst du die perfekte Welt?
(857)Aktuelle Rezension von: BuchspinatZum Inhalt:
Celestine hat sich bei ihrem Großvater versteckt. Doch der oberste Richter Crevan gibt keine Ruhe. Er will Celestine unbedingt aufspüren, denn sie ist im Besitz von etwas, dass ihm sehr gefährlich werden und sogar das ganze Regime stürzen könnte. Das muss er unbedingt vereiteln.
Eigentlich will Celestine nur, dass alles so wird wie früher, doch das wird nicht geschehen. Dessen ist sie sich sehr bewusst. Was bleibt, außer zu kämpfen? Und sie ist nicht allein. Carrick taucht wieder auf und überredet sie, nicht mehr zu fliehen, sondern für die Freiheit zu kämpfen…
Meine Meinung:
Ich kann Euch nicht zu viel verraten. Das würde die Spannung zerstören. Band Zwei der Dilogie geht genauso spannend und temporeich weiter, wie Band Eins angefangen hat. Von daher kann ich den zweiten Band genauso empfehlen, wie den ersten Teil dieser großartigen Geschichte.
Celestine beginnt, über sich hinauszuwachsen. Immer mehr Menschen stehen plötzlich hinter ihr und dem Wunsch nach Freiheit. Auch nicht fehlerhafte Menschen. Sie findet Verbündete, muss aber auch lernen, dass manche Verbündete nur ihren eigenen Vorteil suchen und bereit sind, Celestine danach über die Klinge springen zu lassen. Das macht Vertrauen schwer. Doch ohne Vertrauen geht es nicht.
Celestine lernt schnell und steckt irgendwann mittendrin in einer Revolution, die sich sich Wochen zuvor niemals hätte vorstellen können. Als ihre Anführerin. Mit einer Courage, die mich stark beeindruckt hat.
Und sie ist nicht allein. In Carrick hat sie einen Mitstreiter gefunden, der ebenso mutig ist wie sie. Der ähnliche Werte hat. Der Menschen überzeugen kann, ihr Vorhaben zu unterstützen. Und der ihr etwas bedeutet. Und sie ihm. Trotz aller Schwierigkeiten bahnt sich zwischen den Beiden etwas an, dass größer ist als das, was Celestine einst mit Art (Richter Crevans Sohn) geteilt hat…
Manchmal hat man einfach keine andere Wahl. Dann muss man für das kämpfen, was einem wichtig ist. Für Freiheit. Für Demokratie. Für gleiche Rechte. Egal ob man „fehlerhaft“ ist oder nicht. Gemeinsam.
Das gilt für uns alle. Gerade in Zeiten, wo die Rechte von Minderheiten beschränkt werden sollen. Wo finanziell schwache Menschen ausgegrenzt werden sollen. Wo die Reichen und Mächtigen für eine immer größere Schere zwischen Arm und Reich sorgen. Wo jeden Tag von Rassismus und Gewalt zu lesen ist. Von Femiziden. Von Rechtsextremismus. Von Kriegen. Von Menschen, die ihr Hab und Gut verlieren und aus Angst vor Ermordung ihr Heimatland verlassen müssen.
Lasst uns füreinander einstehen. Für Demokratie. Für Freiheit. Für Rechtsstaatlichkeit.
Solidarisch. Mit einem offenen Herzen. Füreinander. Denn wir sind alle gleich. Wir sind Menschen.
Meine Rezension findet Ihr auch unter www.buchspinat.de
- Cecelia Ahern
Hundert Namen
(793)Aktuelle Rezension von: NicolePDie Chefin und Freundin von Journalistin Kitty Logan ist totkrank. Während Kitty selbst an einem Tiefpunkt in ihrem Leben angekommen ist, bittet Constance ihre Freundin darum, einen Artikel zu schreiben, zu dem sie selbst nicht mehr kommen wird. Kitty findet eine Liste mit einhundert Namen. Allerdings gibt es keinen Hinweis darauf, was Constance anhand dieser Liste schreiben wollte.
Kitty versucht herauszufinden, was es mit diesen hundert Namen auf sich hat. Der Redakteur hat ihr nur wenig Zeit bis zum Abgabetermin gegeben. Das reicht niemals, um alle Personen auf dieser Liste zu kontaktieren. Als Leser begleitet man Kitty auf der Suche nach einer Lösung. Was verbindet die 100 Menschen, und welcher Artikel hätte daraus entstehen sollen?
Kitty ist eine gut ausgearbeitete Figur, und man wird emotional von ihr und der geheimnisvollen Liste auf die Reise geschickt. Diese Reise lässt den Leser den Alltag vergessen und regt auch zum Nachdenken an. „Hundert Namen“ ist ein gutes Buch, welches ein interessantes Ende hat.
Ich danke der Plattform „Bookbot“, dass ich mir dieses Buch aussuchen dürfte.
- Leonie Swann
Garou
(497)Aktuelle Rezension von: FineAndersIn "Garou" von Leonie Swann begleiten wir die Schafherde aus "Glennkill" weiter, diesmal durch Europa mit ihrer neuen Schäferin. Dieser Teil gefiel mir noch besser als der erste Band. Hier gab es mehr Handlung, und besonders die Ziegen waren witzig.
Der Schreibstil war wie gewohnt charmant, spannend, witzig und ein wenig wirr, aber ich mag das so auch mal ganz gerne.
Die Dialoge der Tiere und ihre Logik haben mich wieder sehr zum Lachen aber auch zum Nachdenken gebracht.
- Jennifer Benkau
One True Queen: Aus Schatten geschmiedet
(469)Aktuelle Rezension von: Whale_in_the_Clouds- Achtung, enthält Spoiler zu Teil 1 der Dilogie -
Mailin hat Lyaskye verlassen, doch dabei ist ihr Cerzeres kaputt gegangen. So bleibt ihr kein Weg zurück, bis sie ihren Vater findet. Bei ihm ist ein Wesen, zerrissen zwischen den Welten, doch bereit, ihr zu helfen und die wahre Königin zurück nach Lyaskye zu bringen. Dabei benötigt sie die Hilfe alter Freunde und alter Feinde, denen sie sich erneut stellen muss.
Die Handlung ist unvorhersehbar, nimmt viele Wendungen und führt zu einem epischen Finale. Mir hat dabei besonders gut gefallen, dass die Autorin nicht vor unbequemen Wahrheiten zurückschreckt und wo es passend ist auch mal beliebte Protagonisten sterben lässt.
Gleichzeitig gibt es eine Liebesgeschichte die in ihrer Eindringlichkeit fast verzweifelt wirkt und dem Buch so viel Mehrwert gegeben hat.
Es ist definitiv kein einfaches Buch, sondern strotzt vor Schmerz und schwierigen Entscheidungen. Doch das passt einfach viel zu gut zur Geschichte von Lyaskye und ich mochte es wirklich gerne.
- Lucinda Riley
Die verschwundene Schwester
(319)Aktuelle Rezension von: marieke3110Wow, ich bin überweltigt und weiß ehrlich gesagt, garnicht, wie ich das Buch zur verschwundenen Schwester bewerten soll...
Zum einen bin ich so unfassbar gefesselt gewesen von den drei Zeitsträngen und von den vielen Figuren. So viel Glück für so viele verschiedene Personen... einfach schön. Und natürlich den unvergleichlichen Schreibstil der Autorin...
Zum anderen fand ich die drei Geschichten sehr losgelöst voneinander... leider wurde erst "so spät" die Verbindung aufgeklärt... auch das Ende stellt mich leider nicht zufrieden, denn ich weiß, dass es im Abschlussband weitergeht, aber dieses Ende ist einfach schrecklich unentgültig...
Ich freue mich auf Pa Salts Geschichte und hoffe das dann alle Fragen aufgeklärt sind.
- Cecelia Ahern
Das Jahr, in dem ich dich traf
(397)Aktuelle Rezension von: MiripandaSchwaches Buch der Autorin...
Jasmine wird von der Arbeit freigestellt und kümmert sich 1 Jahr um sich selbst und ihren Garten. Ihrem Nachbarn Matt geschieht Ähnliches, sie kann ihn allerdings nicht ab, stalkt ihn aber aus Gründen...
Letztendlich entwickelt sich über Umwege eine Freundschaft und das Leben von Jasmine ändert sich.
Die Geschichte beginnt interessant und bis zur Hälfte bin ich auch am Ball geblieben, allerdings ändert sich nur das Leben von Jasmine. Sie selber entwickelt sich gefühlt auf den letzten 10 Seiten.
Man sollte auch meinen, dass sie keine Erwachsene ist. Sie trifft nicht nachvollziehbare Entscheidungen, lügt mehrfach und lernt nix daraus. Welcher Erwachsene verteilt bitte als Rache Klopapier in Nachbars Garten...
Der Alkoholmissbrauch ging mir auch zu weit in diesem Buch.
3 Sterne nur gerade so, weil es bis zur Hälfte gut war und ich die Nebenrollen mochte.
- Mona Kasten
Fallen Princess
(482)Aktuelle Rezension von: milli_miMona Kastens Fallen Princess hat mich nach langer Zeit wieder zum Lesen gebracht. Die Geschichte spielt in einem interessanten Internat/Schul Setting mit Bezug zu keltischer Mythologie. Besonders die Konstellation der Charaktere hat mir gefallen: Zoey, die Protagonistin, ist mir im Laufe der Handlung ans Herz gewachsen. Ihre Entwicklung und die Beziehungen zu den anderen Figuren wirken authentisch und haben überzeugt. Die Love Story hatte vielleicht etwas tiefgründiger sein können. Definitiv Slow Burn Romance zwischen Zoey und Dylan. Da bin ich bereits gespannt auf den zweiten Band.
An manchen Stellen hätte ich mir allerdings ein schnelleres pacing und mehr Spannung gewünscht, da sich die Geschichte gelegentlich etwas gezogen hat. Trotzdem hat mich die Story insgesamt überzeugt und emotional mitgenommen.
Light Fantasy zum mitfiebern!
- Lucinda Riley
Der verbotene Liebesbrief
(358)Aktuelle Rezension von: LangeweileKlappentext:
Als der berühmte Schauspieler Sir James Harrison in London stirbt,trauert das ganze Land. Die junge Journalistin Joanna Haslam soll in der Presse von dem großen Ereignis berichten und wohnt in der Trauerfeier bei. Wenig später erhält sie von einer alten Dame, die ihr dort begegnet ist, einen Umschlag mit alten Dokumenten – darunter auch ein Liebesbrief, voller mysteriöse Andeutungen. Doch wer waren die beiden Liebenden, und in welch dramatischen Umständen waren sie miteinander verstrickt? Joannas Neugier ist geweckt, und sie beginnt zu recherchieren. Noch kann sie nicht ahnen, dass sie sich damit auf eine Mission begibt, die nicht nur äußerst gefährlich ist, sondern auch ihr Herz in Aufruhr versetzt – den Marcus Harrison, der Enkel von Sir James Harrison ist ein ebenso charismatischer wie undurchschaubarer Mann….
Die Geschichte wird auf verschiedenen Zeitebenen präsentiert, wobei der Part in der Gegenwart den größten Raum einnimmt.Zuerst fand ich das Buch äußerst spannend und interessant, was sich aber im weiteren Verlauf änderte. Die Geschichte brachte immer mehr Personen ins Spiel, welche zwar nicht von wesentlicher Bedeutung waren, jedoch für zunehmende Verwirrung sorgten.
Immer mehr erschien mir unrealistisch, ein Beispiel von vielen ist ,dass der Geheimdienst wohl kaum bemüht ist,uneheheliche Kinder des Königshauses zu vertuschen.
Ich kenne und liebe die Romane der Autorin, dieser konnte mich jedoch überhaupt nicht überzeugen, daher von mir leider nur zwei Sterne.
- Mona Kasten
Fragile Heart
(519)Aktuelle Rezension von: luisa2004Inzwischen ist es einige Zeit her, dass Adam in den Entzug gegangen ist und den Kontakt zu Rosie abgebrochen hat. Diese hat sein Verhalten sehr mitgenommen und wollte eigentlich mit Adam abschließen - als er plötzlich wieder vor ihr stand.
Episodenweise war die Handlung wirklich spannend, an anderen Stellen eher langwierig. Es hätte sicher nicht geschadet, ein paar Seiten am Anfang und am Ende zu kürzen. Im Mittelteil dagegen hat mich überzeugt und ich hätte mir sogar gewünscht, wenn er noch etwas ausgebaut worden wäre.
Insgesamt eine passende Fortsetzung, die jedoch nicht an Band eins herankommt.
- Cecelia Ahern
Die Liebe deines Lebens
(834)Aktuelle Rezension von: SarahWants2ReadWorum geht es?: Um Adam davon abzuhalten, von einer Brücke zu springen, geht Christine mit ihm einen Deal ein: Bis zu seinem 35. Geburtstag in zwei Wochen beweist sie ihm, dass es sich lohnt, am Leben zu bleiben. Mithilfe von zahlreichen Ratgebern und einem ausführlichen Krisenplan macht sich Christine an die Arbeit. Schon bald bemerkt sie, dass sie nur Erfolg haben kann, wenn sie Adam wieder mit seiner Ex-Freundin Maria zusammenbringt. Und so probiert Christine alles erdenklich Mögliche, ignoriert dabei allerdings das sanfte Kribbeln in ihrem Bauch, wenn Adam bei ihr ist…
Das Cover: Ich liebe das Buchcover. Diese goldene Brücke im Fordergrund zusammen mit dem nachtblauen Hintergrund. Einfach ein toller Kontrast. Einfach tausendmal als die Neuauflagen des PIPER Verlags.
Der Schreibstil: Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Christine erzählt. Der Einstieg in das Buch war wirklich stark. Man lernt Christine schon in wenigen Seiten kennen und dann kommt auch schon das Aufeinandertreffen mit ihr und Adam. Cecelia Ahern hat es geschafft, das Thema Selbstmord sehr behutsam, aber doch klar zu formulieren. So stark das Buch jedoch begonnen hat, umso schwach ging es weiter. Besonders der Mittelteil hatte seine Längen, teilweise passierte in einigen Kapiteln kaum was. Das Ende dagegen war zuckersüß. Schöner hätte ich es mir nicht vorstellen können.
Die Hauptfiguren: Christine ist eine junge Frau, welche kürzlich nach einem Jahr Ehe ihren Mann verlassen hat. Sie fühlt sich unglücklich und muss ihr Leben neu ausrichten. Sie hat eine Leidenschaft für Ratgeber gefunden, die ihr in den unterschiedlichsten Situationen helfen sollen. Christine hat kürzlich miterlebt wie jemand vor ihren Augen sich das Leben nehmen wollte, das hat sie stark traumatisiert. Als sie sieht, wie Adam versucht von der Brücke zu springen, versucht sie ihn aufzuhalten. Diesmal will sie alles richtig machen und ihm vom Leben überzeugen. Christine und Adam schließen einen Deal ab: Wenn Christine es schafft, Adam bis zu seinem Geburtstag vom Leben zu überzeugen bringt er sich nicht um. Aus Freundschaft wird irgendwann mehr, doch will Christine überhaupt eine Beziehung zu Jemanden aufbauen, der überhaupt nicht am Leben festhalten will?
Adam ist ein junger Mann, welcher zutiefst verzweifelt ist. Seine Freundin hat ihn mit seinem besten Freund betrogen und zu allem Überfluss soll er das Familienunternehmen übernehmen, obwohl er darin nicht seine Zukunft sieht. Doch dir Firma an seinen egoistischen Cousin zu übergeben kommt für ihn auch nicht infrage. Adam ist verzweifelt und seine Begegnung mit Christine chaotisch. Adam findet Christines Lebensweisheiten nervig und kann sie nicht ernst nehmen. Aber mit der Zeit freundet er sich mit ihr an und muss sich fragen, ob er wirklich seine Freundin zurückerobern möchte und wo seine Prioritäten im Leben liegen. Lernt Adam wieder das Leben zu lieben?
Endfazit: Vor vielen Jahren habe ich "Die Liebe deines Lebens" gelesen und wusste noch von damals, dass das Setting etwas ganz Besonderes ist. Ich habe die Atmosphäre in diesem Buch geliebt. Themen wie Depression, Selbstmord, Verlustängste, Selbstfindung und noch vielem mehr werden hier behutsam aber toll aufgearbeitet. Der Schreibstil hat mir insgesamt gut gefallen, aber besonders im Mittelteil hat sich das Buch in seinen Längen verloren. Christine und Adam sind großartige Protagonisten, welche Beide gewachsen sind. Eine Leseempfehlung meinerseits!
Das Buch erhält von mir gute 3 von 5 Sternen. - Cecelia Ahern
Zeit deines Lebens
(1.169)Aktuelle Rezension von: buecherfratzINHALT
Lou Suffern ist ein Arbeitstier durch und durch! Sein Ziel ist es, die Karriereleiter immer höher zu klettern und sich immer mehr materialistischen Wohlstand zu erarbeiten. Dabei sind seine Eltern und seine Geschwister nur nerviges Beiwerk und seine Frau Ruth und die beiden Kinder kommen nicht nur zu kurz, er betrügt seine Frau auch laufend mit neuen Gespielinnen. Als er eines Morgens dem Obdachlosen Gabe aus einer Laune heraus einen Job in seiner Firma anbietet, bekommt sein Leben nach und nach eine neue Wendung. Gabe hinterfragt Lous konsumorientierten Ziele und geht ihm mit seiner ständigen liebevollen Präsenz gehörig auf den Geist. Kann er Lou dazu bringen, sein Leben neu zu ordnen, um nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Familie gerecht zu werden?
MEINUNG
"Zeit deines Lebens" war vor vielen Jahren mein Einstieg in die Romane von Cecilia Ahern und ich war schlichtweg begeistert! Der Schreibstil, die fantasievolle Geschichte zur Weihnachtszeit und ganz viel Gefühl haben mich gefesselt. Manche werden sich in der Geschichte vielleicht auch wiederfinden als die Getriebenen der äußeren Umstände, die so viel mehr Zeit in ihre Arbeit investieren als in ihre zwischenmenschlichen Beziehungen. Und genau diese Hintergründe und die nötige Erkenntnis, um sein Leben zu ändern, haben mich tief berührt.
Als ich den Roman nun erneut gelesen habe, fielen mir aber doch auch ein paar negative Dinge auf: Zum einen ist der Protagonist die meiste Zeit ein richtiger Widerling, er ist unehrlich und vollkommen von sich selbst vereinnahmt. Zusätzlich ist der Erzählstrang mit dem "Truthahnjungen" schlussendlich nur Füllmaterial - eine tatsächliche Lehre zieht der Junge scheinbar aus den Ereignissen nicht. Diese Erkenntnisse haben meine Begeisterung deshalb etwas getrübt, dennoch zähle ich "Zeit deines Lebens" auf Grund der Moral, die die Geschichte zu vermitteln versucht, nach wie vor zu meinen Lieblingsbüchern.
FAZIT
Wer offen ist für etwas Magie und sich nicht an offensichtlich unsympathischen Figuren stört, wird viel Freude an "Zeit deines Lebens" haben. Die Botschaft, dass es so viel wichtigere Dinge gibt, als nach Ruhm und Reichtum zu streben, ist besonders in der heutigen schnelllebigen Zeit meines Erachtens eine sehr wichtige. Auf jeden Fall zum Ende hin Taschentücher bereit halten!
- Frank McCourt
Die Asche meiner Mutter
(896)Aktuelle Rezension von: ValmontbooksMcCourt schreibt über Armut, Krankheit und Demütigung, aber er tut es ohne Weinerlichkeit. Seine Sprache ist trocken, fast beiläufig, was die Wirkung umso stärker macht. Man spürt, dass er nichts beschönigt, aber auch nichts aufbläst. Gerade die kindliche Perspektive, mit der er die Grausamkeiten beschreibt, macht das Buch so glaubwürdig. Es geht nicht darum, Mitleid zu erzeugen, sondern zu zeigen, wie Überleben aussehen kann. Das Buch ist traurig, komisch und klug, aber nie berechnend. Es gehört zu den wenigen autobiografischen Romanen, die ihre Wirkung nicht aus dem Leid, sondern aus der Art ziehen, wie sie davon erzählen.
- Maggie Stiefvater
Rot wie das Meer
(619)Aktuelle Rezension von: eastJedes Jahr, wenn der Herbst über die Insel Thisby zieht, kehren die Wasserpferde zurück. In dieser Zeit, wenn die See wild und die Pferde rastlos sind, wird das Skorpio-Rennen ausgetragen, nicht irgendein Pferderennen, sondern das gefährlichste der Welt, ein uraltes Ritual. Denn nur Wasserpferde treten an und ihr einziger Wunsch ist es, ihren Weg zurück ins Meer zu finden und ihnen ist jedes Mittel recht. Inmitten dieser unruhigen Zeit findet sich die junge Puck in einer unlösbaren Situation wieder. Ihr einziger Ausweg: Den Ruhm des Rennens erlangen…
„Rot wie das Meer“ ist das perfekte Buch für die ungemütliche Jahreszeit, für Herbst- und Winterstürme, dunkle Abende und frostige Nächte. Die Autorin entführt mit diesem Buch auf die raue Insel Thisby, die in mancher Hinsicht ewig im Gestern lebt und auf ihre Weise doch vor Lebendigkeit strotzt und diese Atmosphäre genau so an den Leser weitergibt.
Die Geschichte selbst ist unaufgeregt, aber nicht langweilig: Wir verfolgen zwei Handlungsstränge, die sich mehr und mehr miteinander verknüpfen, lernen Puck und Sean als Protagonisten kennen und lieben, besonders Puck, die sich nicht nur mit ihren herkömmlichen Problemen herumschlagen muss, sondern auch noch der ganzen Welt beweisen muss, dass sie es überhaupt wert ist, das Rennen zu reiten, einfach weil sie eine Frau ist.
Beide sind wild und wütend und haben nicht die besten Manieren, reden nur, wenn es wirklich sein muss und sind auf der Suche nach Freiheit. Die finden sie auf dem Rücken ihrer Pferde. Die wiederum sind der wohl faszinierendste Teil des Buches. Die Capaill Uisce, die Wasserpferde, die wohl am ehesten keltischer Mythologie entlehnt sind, haben mit ihren normalen Artgenossen eher wenig zu tun. Sie sind Jäger, sie sind Monster, sie sind wild und unzähmbar, haben nur die See im Herzen: Sie sind das Herz dieser Geschichte und geben ihr diesen mysteriösen Hauch, die Faszination und den leichten, aber unübersehbaren Fantasyanteil, als Gegensatz zum Thema der Liebe zur Natur.
Der Rest der Geschichte könnte auch aus einem Pferderoman stammen: ein bisschen Coming of Age, ein großer Preis muss gewonnen werden, um die Familie zu retten, was aber eher unwahrscheinlich ist. Tatsächlich hat Maggie Stiefvater es aber geschafft, mit ihrem wunderbaren Schreibstil und ihrer Perspektive auf die Geschichte, ihrem Buch jeglichen Kitsch zu nehmen. Selbst die Liebesgeschichte, die eher eine untergeordnete Rolle spielt, ist so herrlich undramatisch und subtil, es ist einfach ein Genuss, dieses Buch zu lesen.
Ja, es ist eher als Jugendbuch gedacht, das merkt man allein schon am Alter der Protagonisten, doch es kann auch alle anderen Leser mit seiner Art und Atmosphäre an die Seiten fesseln, ob man sich nun besonders für Pferde interessiert oder nicht. Den Wind im Haar und den Duft des Meeres wird man auf jeden Fall spüren.
- Cecelia Ahern
Der Glasmurmelsammler
(416)Aktuelle Rezension von: Buecherliebe_19Auch wenn "Der Glasmurmelsammler" von Cecelia Ahern schon etwas älter ist, war es mir eine große Freude, dieses Buch zu lesen. Ich habe bereits mehrere Werke der Autorin verschlungen und bin immer wieder beeindruckt davon, wie sie scheinbar leichte Geschichten mit viel Gefühl und Tiefe erzählt. Auch dieses Buch entfaltet mit jeder Seite mehr Wirkung und regt intensiv zum Nachdenken an.
Im Zentrum stehen Fergus und seine Tochter Sabrina. Fergus lebt nach einem Schlaganfall in einem Pflegeheim. Er ist körperlich eingeschränkt, leidet unter Gedächtnislücken und erinnert sich kaum an seine Vergangenheit. Nach der Wohnungsauflösung tauchen plötzlich einige Kartons mit persönlichen Gegenständen auf. Darunter eine sorgfältig geführte Murmelsammlung. Weder Sabrina noch ihre Mutter ahnten etwas von dieser Leidenschaft. Eine handgeschriebene Inventarliste lässt erkennen: ausgerechnet die wertvollsten Murmeln fehlen. Sabrina beginnt der Spur dieser Murmeln zu folgen und begibt sich damit auf eine Reise in das unbekannte Leben ihres Vaters.
Die Geschichte wird in zwei miteinander verwobenen Handlungssträngen erzählt: Die Gegenwart schildert Sabrinas Suche nach den verschwundenen Murmeln und nach Antworten, während der zweite Strang in die Vergangenheit zurückführt und Fergus’ Leben von seiner Kindheit bis ins Erwachsenenalter beleuchtet. Diese Rückblicke zeigen, wie Fergus zu dem Menschen wurde, der er ist mit all seinen Widersprüchen, Geheimnissen und inneren Kämpfen.
Cecelia Aherns Schreibstil ist wie gewohnt klar, einfühlsam, bildhaft und leicht zu lesen. Besonders gelungen finde ich die ruhige Erzählweise, die trotzdem fesselt. Auch humorvolle Momente sind geschickt eingestreut und lockern die eher ernste Thematik auf.
Die zentrale Botschaft des Romans hat mich sehr berührt: dass es Mut erfordert, zu sich selbst zu stehen und seine Leidenschaften nicht zu verstecken und dass echte Liebe und Akzeptanz all unsere Ecken und Kanten mit einschließen. Außerdem, dass es Dinge gibt, die wir eigentlich nicht vergessen wollen und es daher wichtig ist, dass es Menschen gibt, die diese Erinnerungen stetig für uns am Leben halten.
"Der Glasmurmelsammler" ist ein stilles, emotionales Buch mit viel Tiefe, dass mich noch lange beschäftigt hat. Eine klare Leseempfehlung für alle, die leise, aber eindringliche Geschichten lieben.
- Cecelia Ahern
Weihnachtsgeschichten
(1.263)Aktuelle Rezension von: Zahirah...ist ein modernes Märchen für Erwachsene. Elizabeths bedürftiges emotionales Inneres erwacht, als sie Ivan spürt und hört, was ihn zunächst erschreckt und seine Neugierde weckt, da dies noch nie geschehen ist. Für Ivan ist es normal, dass Kinder ihn sehen können und dass es dafür einen besonderen Grund gibt, aber was hier durch Elizabeth geschieht, ist ihm so noch nie passiert.
Ja, hier ist definitiv Magisches im Gange, aber die Autorin verpackt eben diese Magie so geschickt, dass es einfach Spaß macht Elizabeth und Ivan auf ihrer "Entdeckungsreise" zu begleiten.
Es ist definitiv ein sehr emotionales Buch, das zum Nachdenken über die wahre Bedeutung von selbstloser Liebe und Freundschaft anregt.























