Bücher mit dem Tag "ironie"
182 Bücher
- Walter Moers
Die Stadt der Träumenden Bücher
(3.504)Aktuelle Rezension von: claudiaZDies war mein erster Ausflug in das Universum von Zamonien und ich kann dem Autor eine überwältigendes Ausmaß an Fantasie bescheinigen. Schön fand ich auch die Illustrationen, die in meiner Taschenbuchausgabe in schwarz-weiß enthalten sind. Zu Beginn hatte ich etwas gebraucht, um in die Geschichte hinein zu finden. Doch dann hatte es mich auch gepackt. Ich hätte nicht gedacht, was man mit Büchern alles anstellen kann. Neben dem Schreiben, Lesen, Sammeln, Verkaufen spielen auch seltenere Behandlungsformen eine Rolle, z.B. die Jagd nach Büchern oder sogar das Verspeisen von Büchern.
- Oscar Wilde
Biblioteca Obscura: Das Bildnis des Dorian Gray
(2.020)Aktuelle Rezension von: FriekeOscar Wildes Roman ist ein glänzendes Spiel mit Schönheit, Moral und Verführung. Die Geschichte des jungen Dorian, dessen Portrait an seiner Stelle altert und seine Sünden sichtbar trägt, entfaltet eine düstere Faszination.
Wilde verbindet elegante Sprache mit scharfem Witz und zeichnet eine Gesellschaft, die äußere Perfektion über innere Schönheit stellt. Besonders eindrucksvoll ist die Dynamik zwischen Dorian, dem zynischen Lord Henry und dem idealistischen Künstler Basil.
Der Roman wirkt wie ein ästhetisches Märchen, das langsam in eine moralische Tragödie kippt. Er bleibt zeitlos, weil er die Frage stellt, was passiert, wenn Genuss, Narzissmus und Verantwortungslosigkeit die Oberhand gewinnen.
Ein kurzer, aber intensiver Klassiker, der sowohl sprachlich als auch thematisch nachhallt.
- Jane Austen
Emma
(1.029)Aktuelle Rezension von: JordanbakerJane Austens Emma ist ein Roman voller Eleganz, feinem Witz und psychologischem Gespür. Ich gebe 4 Sterne, weil mich die Geschichte insgesamt sehr gut unterhalten hat, ich aber nicht durchgehend begeistert war.
Im Mittelpunkt steht Emma Woodhouse – jung, wohlhabend und überzeugt, eine begnadete Heiratsvermittlerin zu sein. Was sie dabei übersieht, sind ihre eigenen Gefühle und die der Menschen um sie herum. Austen zeichnet Emma mit viel Ironie, aber auch Sympathie: Sie ist weder perfekt noch böse, sondern einfach menschlich in ihrer Selbstüberschätzung. Die Entwicklung dieser Figur ist großartig beobachtet und macht den Reiz des Buches aus.
Der Schreibstil ist – wie bei Austen gewohnt – brillant: die Dialoge sprühen vor feiner Gesellschaftskritik, die Nebenfiguren sind liebevoll überzeichnet, und die romantischen Verwicklungen sind mit viel Fingerspitzengefühl inszeniert.
Den einen Stern ziehe ich ab, weil die Handlung in der Mitte etwas zu sehr tritt und einige Nebenstränge für meinen Geschmack zu ausführlich geraten. Auch Emma selbst war mir stellenweise etwas zu sehr in ihrer privilegierten Welt gefangen, sodass mir die kritische Distanz fehlte.
Dennoch: Ein wunderbarer Klassiker für alle, die intelligente Unterhaltung mit Tiefgang schätzen – und sich nicht scheuen, sich auf eine etwas langsamere Erzählweise einzulassen.
- Douglas Adams
Per Anhalter durch die Galaxis
(3.306)Aktuelle Rezension von: Chris666Tolle Idee, eine wilde und verrückte Reise, skurrile aber liebenswerte Charaktere, toller Humor. Eine Geschichte wie man sie selten erzählt bekommt. Ein großer Spaß mit dem Protagonisten auf diese Reise zu gehen. Wenn die Welt schon untergeht, dann so... und nicht anders. Ein Buch das auch in 30 Jahren noch seine Fans finden wird.
- Karsten Dusse
Achtsam morden
(900)Aktuelle Rezension von: Stephan_ButtgereitDer Witz von Achtsam morden liegt nicht einfach darin, dass ein Anwalt tötet und dabei Atemübungen beherzigt. Karsten Dusse nimmt die Sprache der Selbstoptimierung so ernst, dass sie allmählich ihr eigenes Absurditätspotenzial offenlegt. Björn Diemel will ein besserer Vater, Partner und Mensch werden; dass er seine Konflikte anschließend auf eine denkbar radikale Weise „löst“, macht den Roman zur schwarzen Komödie über Verantwortungsflucht.
Dusse schreibt mit großer Leichtigkeit. Die Regeln des Achtsamkeitstrainings werden nicht bloß parodiert, sondern treiben die Handlung tatsächlich voran. Gerade diese Verknüpfung von Lebenshilfe, Strafrecht und Gangsterplot trägt das Buch: Jede neue Maxime wirkt zunächst vernünftig und wird im nächsten Moment in eine moralische Schieflage überführt.
Die Figuren sind bewusst eher scharf konturiert als psychologisch vielschichtig; auch die Pointen werden bisweilen sehr zuverlässig gesetzt. Das gehört zum Programm, begrenzt aber die Fallhöhe. Trotzdem bleibt Achtsam morden mehr als eine lange Gagfolge, weil der Roman einen unangenehmen Kern trifft: Wer sein Leben nur noch als Projekt der eigenen Entlastung versteht, kann fast jede Grenze sprachlich elegant umgehen. Ein kluger, böser und bestens getakteter Krimi
- Marc-Uwe Kling
QualityLand (QualityLand 1)
(893)Aktuelle Rezension von: MeinbuecherregalQualityland von Marc-Uwe Kling aus dem #ullsteinverlag
🛜
Gelesen und geliebt.
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Nun bin ich wohl offiziell ein Marc-Uwe Kling Fan 😅
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Dies Ideen, diese mögliche Zukunft, die Fallstricke, die Entwicklungen… Ich mochte alles an diesem Zukunftsroman.
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Um manche Dinge habe ich mir noch nie Gedanken gemacht und wie großartig, wenn das ein Buch schafft!
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Diskussionsmaterial in einer unterhaltsamen Geschichte verpackt.
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Absurd, witzig aber auch erschreckend im Bereich des möglichen.
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Ich vergebe 5 Sterne und einen #lesetipp
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- Randall Munroe
What if? Was wäre wenn? Jubiläumsausgabe: Wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen
(195)Aktuelle Rezension von: PrinzeraAuf dieses Buch bin ich aufmerksam geworden, durch einen Post einer Bekannten auf Bookstagram und fand direkt, dass es sich irgendwie lustig und spannend anhört. Denn klar, auch ich habe Fragen, die mich mir insgeheim so stelle, die aber so wild sind, dass ich niemals damit rechnen würde darauf eine fundierte Antwort zu erhalten. Und genau solche Leute schreiben Randall auf seinen Blog und er beantwortet, was er kann und mit seinem Gewissen vereinbaren kann auf höchst amüsante und schlaue Weise.
Die Optik des Buches ist relativ schlicht in einem Comic Stil gehalten, der dem Leser auch im Buch immer wieder begegnet, denn nicht nur, dass der Autor diese abstrusen Fragen beantwortet, Nein er zeichnet oft auch noch kleine Comics dazu, welche mir als nicht ganz so wissenschaftlich begabte Leserin, die Themen nochmal veranschaulichen.
Ich finde es wirklich erstaunlich wie Randall es schafft, dem Leser so kinderleicht wahrlich wissenschaftliches Wissen zu vermitteln, anhand von Fragen, die an Abstrusität teilweise kaum zu übertreffen sind. Ich habe so viel gelernt und es ist mir sogar leicht gefallen, selbst die komplexesten Szenarien (egal ob im Bezug auf das Weltall, Atome oder Mathematik) zu verstehen und nachzuvollziehen.
Das Ganze wird gepfeffert mit einer Prise Sarkasmus oder Ironie und herauskommt ein Wissensbuch der ganz anderen Art. So etwas wie "What if" ist mir vorher noch nirgends begegnet und umso dankbarer bin ich, auf das Buch aufmerksam geworden zu sein.
Fazit:
Dieses Buch ist für alle, die genauso wie ich, wenig Antworten aber umso mehr Fragen im Kopf haben und sich einfach freuen, dass es in der Welt jemanden gibt, der sich genau diese Fragen durchliest und bis ins Detail durchdenkt um dann eine Antwort zu geben, welche einen zwar nicht immer befriedigt aber doch zumindest zum Schmunzeln bringt.
- Jennifer L. Armentrout
Dark Elements 3 - Sehnsuchtsvolle Berührung
(1.010)Aktuelle Rezension von: Bianca_BooksLeider hat mir der 3. Band der Reihe nicht so gut gefallen wie die ersten beiden Teile. Irgendwie war es mir zu sehr schnulzig zwischen Layla und Roth. Ich fand die Liebesgeschichte ja echt toll, aber es hätte auch um einiges weniger kitschig sein können. Die Geschichte rund um "den Feind" fand ich sehr spannend und vor allem was wir da noch alles für Geheimnisse enthüllt bekommen haben. Da war einiges dabei, mit dem ich so nicht gerechnet hätte. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die Entwicklung der Nebencharaktere, da freu ich mich schon drauf sie in den nächsten Bänden wieder zu treffen. Alles was wir zu der Welt noch erfahren haben fand ich richtig gut und es kam nochmal einiges mehr zum Vorschein. Ich bin echt gespannt was da alles noch so auftaucht und was wir darüber noch erfahren werden.
Der Schreibstil hat mir, wie immer, gut gefallen. Er war einfach und man ist sehr schnell in die Geschichte rein gekommen.
- Rebecca F. Kuang
Yellowface
(615)Aktuelle Rezension von: ArtVandaleyEine junge Autorin erlebt, wie ihre wesentliche erfolgreichere Kollegin bei einem Unfall stirbt und stiehlt das Manuskript ihres neuesten Romanes, um es unter ihrem Namen zu veröffentlichen. Das setzt eine Reihe von Ereignissen in Bewegung, die nicht nur die harte Verlagsbranche, die sozialen Medien, sondern am Ende auch die gesamte Gesellschaft charakterisieren. Oder wie die Autorin es selbst in ihrer Danksagung am Ende des Buches formuliert: das Buch ist zu großen Teilen eine Horrorgeschichte über Einsamkeit in einer hart umkämpften Branche. Großartig geschrieben, sehr unterhaltsam, gut lesbar und immer mit dem Finger in der Wunde!
- Alfred Döblin
Berlin Alexanderplatz
(295)Aktuelle Rezension von: NeuniBerlin Alexanderplatz von Alfred Döblin ist der herausragende deutsch Großstabsroman der klassischen Moderne. Anhand der Geschichte des Totschlägers und proletarischen Gefühlsmenschen Franz Biberkopf entwickelt Döblin ein experimentelles literarisches Kaleidoskop des wilden Berlin der 20er Jahre. Der Roman ist das deutsch Pardon zu großen wegbereitenden Romanen der Moderne wie dem Ulysses von Joyce oder Manhattan Transfer von Dos Passos.
- Bianca Iosivoni
Soul Mates - Flüstern des Lichts
(538)Aktuelle Rezension von: my_bookworld23Das Cover: Das Cover ist persönlich nicht ganz mein Fall, da ich es nicht so gerne mag, wenn Menschen so präsent darauf sind. Was mir jedoch gefällt, sind die Farben.
Meine Meinung: Die Geschichte war von Anfang an spannend. Es gab keine langen Einleitungen. Schon am Anfang gab es ein spannendes Ereignis, das zum Weiterlesen animiert. Dies gefällt mir sehr gut. Auch die Charaktere mag ich sehr gerne, sie sind alle einzigartig. Besonders an Rayne gefällt mir, dass sie es auch liebt zu lesen, wodurch man sich gut mit ihr identifizieren kann. Außerdem finde ich es interessant, dass sie eine traumatische Kindheit hatte, da sich dies immer wieder in ihrem Verhalten widerspiegelt, was sie sehr realistisch wirken lässt. Der Schreibstil gefällt mir auch, er ist flüssig und angenehm zu lesen. Mir gefällt das Konzept von Licht und Schatten, da diese so gegensätzlich sind. Zudem weiß man an einigen Stellen nicht, wem man trauen kann und wem nicht, oder wer die Wahrheit sagt. Dadurch bleibt es sehr spannend, und man kann mitraten und versuchen, die Situationen abzuwägen. Dadurch entsteht eine Verbindung mit dem Charakter, da sie sich die gleichen Fragen stellt und auch die Situationen einschätzen muss. Was ich auch sehr schön finde, ist, dass es im Laufe des Buches immer wieder Dinge gibt, die erst unwichtig erscheinen und man später realisiert, dass sie Hinweise auf etwas viel Größeres waren.
Fazit: Eine tolle Geschichte in der man sich so gut in die Protagonisten hereinversetzen kann. Man fühlt diese Geschichte mit und ist ein Teil davon. Bin schon gespannt auf Band 2.
- Jane Austen
Verstand und Gefühl
(878)Aktuelle Rezension von: ManfredLiestVerstand und Gefühl war für mich erneut ein eindrucksvoller Beweis dafür, warum Jane Austen mich immer wieder aufs Neue fasziniert. Ihr feiner Humor, der elegante Stil und die präzise Beobachtungsgabe für die Gesellschaft der Regency‑Zeit entfalten hier eine besondere Wirkung. Obwohl dies ihr erster veröffentlichter Roman ist, spürt man bereits die Reife und Klarheit, die ihre späteren Werke so unverwechselbar machen.
Die Geschichte der Schwestern Elinor und Marianne ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine kluge Studie über Charakter, Moral und gesellschaftliche Erwartungen. Austen zeigt, wie unterschiedlich Menschen auf Verlust, Hoffnung und Enttäuschung reagieren – und wie schwer es ist, das richtige Gleichgewicht zwischen Vernunft und Gefühl zu finden.
Besonders gefallen hat mir, wie Austen die sozialen Zwänge ihrer Zeit sichtbar macht, ohne je belehrend zu wirken. Ihre Ironie bleibt subtil, ihre Figuren lebendig, ihre Dialoge brillant. Für mich war dieser Roman ein wunderbarer Einstieg in Austens Werkchronologie – vertraut im Ton, aber überraschend frisch in der Erzählweise.
Ein zeitloser Klassiker, der auch heute noch berührt und begeistert.
- Karsten Dusse
Das Kind in mir will achtsam morden
(341)Aktuelle Rezension von: VanessiiiaMit Das Kind in mir will achtsam morden knüpft Karsten Dusse an den Erfolg seines ersten Bandes an und liefert erneut eine ungewöhnliche Mischung aus Krimi, schwarzem Humor und Achtsamkeitslehre. Diesmal steht vor allem das „innere Kind“ im Mittelpunkt. Der Schreibstil ist wie gewohnt locker und sehr unterhaltsam, sodass man schnell in die Geschichte reinkommt. Ernste Themen werden mit einer guten Portion Ironie verbunden, wodurch man beim Lesen immer wieder schmunzeln muss. Wie schon beim ersten Buch ist die Geschichte sehr fesselnd, ich war nach vier Tagen durch. Klare Empfehlung, ich freue mich schon auf den nächsten Band!
- Jonathan Swift
Gullivers Reisen. Roman
(249)Aktuelle Rezension von: RadagastGullivers Reisen kennt fast jeder aus seinen Kindheitstagen. Vor allem als Kinderbuch ist Jonathan Swift's Gullivers Reisen bekannt. Was jedoch wenige wissen ist, es ist kein Kinderbuch.
Es ist, nach meiner Meinung, ein kritisches Blick auf die Gesellschaft des 17 Jahrhundert. Swift lässt da dabei seine Gedanken und deren Phantasie gut ineinander fliesen. Er lässt Gulliver auf sonderbare Inseln stranden und lernt dort scheinbar fremdartige Gesellschaften kennen, die bei näherer Betrachtung doch sehr "menscheln". Es gibt bei den jeweiligen Inseln, ob es Lilliput oder Brobdingnag ist, kurze Momente wo ich schmunzeln und auch etwas lachen musste, weil es schlichtweg erfrischend komisch war.
Auch wenn es stellenweise etwas deftig in seinen Geschichten zugeht, ist sein Buch lesenswert. Mit gekonnten Nadelstichen übt er stechende Kritik zu seiner damaligen Gesellschaft und Politik. Auch fällt er mit seiner Phantasie auf die für damalige Zeiten als verrückt und absonderlich galt. Heute reiht er sich wohl als nicht so verrückt ein, vermute ich.
Ich finde es schade das dieser Schriftsteller etwas verkannt ist und sein Gulliver schon oft verkürzt und abgewandelt worden ist, so das es für Kinder und Jugendliche "lesbarer" gemacht worden ist.
Meine Empfehlung: Lest die Ausgabe des Insel Verlag in der Taschenbuch Ausgabe, wenn ihr an der ungekürzten Version interessiert seit. - Miguel de Cervantes Saavedra
Don Quijote von der Mancha Teil I und II
(177)Aktuelle Rezension von: Lorenz1984Von allen Büchern die ich bisher gelesen habe, hat mir keines soviel Freude bereitet wie die Abenteuer dieses Ritters.
Ich habe zwar keine andere Übersetzung als die von Susanne Lange gelesen, aber ich muss sagen dass ich mir nicht vorstellen kann, dass eine bessere Übersetzung existiert.
So unendlich herrlich liest sich dieser Roman, mit der Liebe zu ihren Charakteren und Abenteuern.
Manchmal verliert sich Cervantes, bzw Don Quijote selbst in seinem Wahn und Szenen ziehen sich schier unendlich in die Länge. Trotz dieser Tatsache liebe ich diesen Roman dennoch wie kein anderes Buch und vergebe hiermit die höchste Punktzahl.
Don Quijote auf immer und ewig!
- Marc-Uwe Kling
QualityLand 2.0 (QualityLand 2)
(276)Aktuelle Rezension von: leseratte_daniPeter Arbeitsloser darf nun endlich als Maschinentherapeut arbeiten. Dabei schlägt er sich mit den Beziehungsproblemen von Haushaltsgeräten herum. Kiki Unbekannt versucht währenddessen ihre eigene Vergangenheit aufzuklären, gerät dabei aber ins Fadenkreuz eines seltsamen Killers. Martyn Vorstand möchte stattdessen verzweifelt ein Level aufsteigen, um das Recht auf Vergessen werden nutzen zu dürfen. Aisha Ärztin fragt sich, was aus John of Us wurde, ob es nicht doch eine Lösung für die nervige Klimakrise gibt und wie die Verteidigungs-Algorithmen den Dritten Weltkrieg lostreten konnten.
Der Schreibstil ist angenehm und bildhaft, wobei er mir im Gegenteil zum ersten Band an einigen Stellen fast zu gestellt witzig war. Neben der Geschichte, die an den ersten Teil anschließt, gibt es zwischendrin auf schwarzen Seiten hervorgehoben Art Werbeanzeigen, Ausschnitte aus Podcasts und andere Kuriositäten aus Qualityland.
Spannung ist vorhanden, da man nie so richtig weiß, was als nächstes passiert. An manchen Stellen hatte die Geschichte etwas Längen, dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Neben Peter Arbeitsloser trifft man auf viele bereits bekannte Figuren und erfährt mehr über deren Entwicklung.
Wie schon im ersten Teil ist die Erzählweise eine satirische Dystopie, die dem Leser den Spiegel vorhält, indem gesellschaftlich und auch politisch aktuelle Themen aufgegriffen, aber auf witzige Weise weitergesponnen werden.
Das Buch regt wie sein Vorgänger zum Nachdenken und zur Reflektion unserer Gesellschaft an. Auch wenn das Buch in meinen Augen nicht ganz mit seinem Vorgänger mithalten kann, kann ich das Buch an jeden empfehlen, der mit Satire umgehen kann und gerne lacht. Man sollte aber den ersten Band kennen, sonst erklären sich nicht alle Situationen.
- Derek Landy
Demon Road (Band 1) - Hölle und Highway
(210)Aktuelle Rezension von: shinyJulieAmbers Eltern wollen sie essen, denn sie sind Dämonen. Also flüchtet Amber über die Demon Road quer durch die USA und versucht so, ihren Eltern zu entkommen. Gemeinsam mit Milo, dessen Auto ein bisschen zu gut funktioniert, um normal zu sein.
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Protagonistin Amber ist noch eine Teenagerin, dementsprechend sind ihre Handlungen manchmal ein wenig impulsiv, aber ich fand sie wirklich sehr sympathisch und es ist nachvollziehbar, dass die ganze Situation ihr sehr zusetzt. Mein Liebling war aber auf jeden Fall Milo, weil er so super mysteriös dargestellt wird. Er gibt kaum etwas von sich preis, aber gleichzeitig tut er auch alles, um Amber zu unterstützen. Bei Glen war ich mir sehr lange recht unsicher, aber alles in allem lockert er die teilweise ernste Handlung durch seine Albernheit wieder auf. Die Handlung ist wirklich spannend aufgebaut und durch die wechselnden Städte liest es sich fast ein wenig episodenhaft. Mit den verschiedenen Fällen hat es mich positiv an Supernatural erinnert. Diese Reihe möchte ich auf jeden Fall weiterverfolgen. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. - Frau Freitag
Chill mal, Frau Freitag
(426)Aktuelle Rezension von: JaniEs ist mal was ganz anderes. Ich konnte lachen, schmunzeln und musste auch das ein oder andere mal den Satz zweimal lesen. Es hat sich so angefühlt als wäre ich wieder in der Schule zurück katapultiert worden. Es kommt einen aus der Schulzeit so vieles bekannt vor. Meine Klasse war auch so eine Problem Klasse bis zum Schluß. Doch wenn was war haben wir gemeinsam dafür gekämpft, egal welche Verhältnisse, Streits oder sonst was war. Also im großen und ganzen war es wie ein klassen Treffen.
- Paul Watzlawick
Anleitung zum Unglücklichsein
(402)Aktuelle Rezension von: Marcel1982Das Buch heißt, wie es heißt – und genau so liest es sich auch.
Irgendwie hab ich mich beim Lesen ständig ertappt gefühlt. So nach dem Motto: „Mist, genau das machst du auch… und das… und das.“
Ist nicht lang, ist nicht trocken und hat genau den richtigen Anteil an Ironie, damit man nicht gleich heulend in die nächste Ecke rennt.
Kann man gut nebenbei lesen – am besten mit einem Kaffee und der leisen Hoffnung, dass man danach vielleicht doch ein kleines bisschen weniger unglücklich durchs Leben stolpert. - Joseph Heller
Catch 22
(94)Aktuelle Rezension von: PoeEA18092. Weltkrieg, 1944/45. Yossarian, der Bombenschütze, auf einer Insel im Mittelmeer stationiert, will nicht mehr fliegen, sondern nach Hause geschickt werden. Ihm ist klar geworden, dass nicht nur der Feind, also die Deutschen, ihm nach dem Leben trachten, sondern vor allem seine eigenen Vorgesetzten, speziell in Person von Colonel Cathcart, der ständig die notwenige Anzahl von Feindflügen erhöht, die ein Soldat erbringen muss, bevor er in die Heimat entlassen wird. Um diesen zentralen Konflikt herum tummeln sich unzählige weitere bemerkenswerte Gestalten, denen das Dasein im Krieg ebenfalls Kopfzerbrechen bereitet. Etwa der kontaktscheue Major Major, der Besuchern den Zutritt zu seinem Büro nur dann gewährt, wenn er selbst nicht in seinem Büro ist (ein genialer Befehl, der von seinem Adjutanten im Vorzimmer streng befolgt wird). Oder Colonel (später General) Schittkopp, dessen einziges Interesse dem perfekten Exerzieren seiner Soldaten gilt. Oder Flume, der als Eremit im Wald um das Lager herum lebt, seit Häuptling White Halfoat drohte, ihm eines Nachts im Schlaf die Kehle durchzuschneiden, und natürlich der notorische Fotograf Hungry Joe, dessen einziges Interesse dem Ablichten nackter italienischer Frauen gilt und der ein Meister an Überredungskunst ist („Life Magazine, …, Hollywood, … multi dinero, multi scandali, multi fuckifuck den ganzen Tag!“).
Der größten denkbaren Absurdität, dem Krieg an sich, setzen Yossarian und seine Kameraden die irrwitzigsten Taten, Ideen und Fantasien entgegen, die man vermutlich überhaupt in der Literatur finden kann. Joseph Hellers Roman ist teils brillante Satire, teils erschreckend realistische Schilderung, mit Dialogen, die manchmal zum Niederknien komisch sind und gleichzeitig tieftraurig machen können.
- Ethan Cross
Ich bin der Zorn
(362)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteIch habe den vierten Shepherd‑Band mit einer Mischung aus Vorfreude und Skepsis begonnen – und leider hat sich Letzteres am Ende stärker bestätigt. Der Einstieg funktioniert noch gut: Tempo, Brutalität, dieses typische Cross‑Gefühl von „Okay, das wird heftig“. Aber je weiter die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher bricht sie unter ihrem eigenen Anspruch zusammen.
Was mich am meisten frustriert hat, ist die Unausgewogenheit. Der Plot wirkt von Anfang an etwas konstruiert, aber bis zur Hälfte kann man das noch mit dem hohen Unterhaltungswert ausgleichen. Danach driftet alles in eine Richtung ab, die für mich weder spannend noch glaubwürdig war. Die Wendungen sind vorhersehbar und gleichzeitig so überzogen, dass sie eher Kopfschütteln als Nervenkitzel auslösen. Ich hatte mehrfach das Gefühl, Cross wolle um jeden Preis schockieren – und genau dadurch verliert die Geschichte an Wirkung.
Auch die Figuren, die ich in den ersten Teilen wirklich gern begleitet habe, bleiben hier erstaunlich blass. Marcus und Maggie treten auf der Stelle, Andrew ist kaum mehr als Staffage, und selbst Ackerman Jr., der sonst das Highlight der Reihe ist, bekommt zu wenig Raum, um sein Potenzial auszuspielen. Es ist schade, wenn die interessantesten Charaktere nur noch als Stichwortgeber dienen.
Was das Tempo angeht, ist der Roman ebenfalls unausgewogen: lange Passagen, in denen wenig passiert, gefolgt von einem Finale, das plötzlich alles auf einmal abfeuert. Für mich fühlt sich das eher nach verschenkter Spannung an als nach bewusstem Aufbau.
Unterm Strich bleibt ein Buch, das zwar noch einzelne starke Momente hat, aber insgesamt deutlich hinter den Vorgängern zurückbleibt. Ich war weder völlig gelangweilt noch wirklich begeistert – eher enttäuscht, weil ich weiß, dass Cross es besser kann. Deshalb landet dieser Band für mich bei 2,5 von 5 Sternen.
- Arne Dahl
Sieben minus eins
(262)Aktuelle Rezension von: KirschkompottSieben Minus Eins ist ein Schwedenkrimi und der gelungene Auftakt zur Berger und Blom Reihe von Arne Dahl. Ich habe zu vor noch kein Buch des Autors gelesen und hatte daher auch weder positive noch negative Erwartungen an das Buch. Jetzt nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich sagen dass es mich begeistert hat und ich froh bin es entdeckt zu haben. Es ist durchgehend spannend und unterhaltsam, sogar so sehr dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen beenden konnte. Fazit: Ich vergebe gerne vier verdiente Sterne für das Buch und kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen.
- Gregor Gysi
Ein Leben ist zu wenig
(29)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3Ich habe noch nie die Linke gewählt, auch nicht die Vorgängerin PDS und für die SED war ich erstens zu jung und zweitens auf der falschen Seite der Mauer. Ich bin auch in einigen Punkten anderer Meinung als Gregor Gysi. Trotzdem ist er mein deutscher Lieblingspolitiker. Seine Reden kann man verstehen, weil er jedes Thema ohne eine Flut von Fremdwörtern oder Fachbegriffen und auch ohne verschachtelte Bandwurmsätze behandelt. Er hat eine feste Haltung und dadurch eine beneidenswerte Selbstsicherheit, die manchmal zu einer gewissen Selbstgefälligkeit führt, die ihm aber gegönnt sei. Im Gegensatz zu vielen anderen Politikern ist er nicht arrogant, sondern sehr nahbar, oft selbstironisch, schlagfertig, manchmal sogar frech, aber immer sympathisch. Seine Autobiographie ist sehr interessant, vor allem die Geschichte seiner Eltern, aber auch seine eigene Kindheit, Jugend, Schule, Studium und seine Arbeit als Jurist haben mich sehr beeindruckt. Mein Highlight ist, wie er sich um den Wehrdienst gedrückt hat. 😄
- Helen Russell
Laura Clark ist dann mal weg
(17)Aktuelle Rezension von: bine525So, die letzten Buchseiten sind nun nur so an mir vorbeigeflogen. Dieses Buch war für mich fast wie eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Anfangs wirkte die Geschichte ungewöhnlich, gleichzeitig aber auch vertraut, denn dieses Gefühl der Unsichtbarkeit ist mir selbst nicht fremd. Durch mangelnde Wertschätzung bin ich bestimmt nicht die Einzige, die manchmal am liebsten alles hinwerfen würde. Laura Clark ist dann mal weg – treffender könnte ein Buchtitel kaum sein. Die Leere, die sie hinterlässt, wird den Menschen in ihrem Umfeld erst nach und nach bewusst.Nach meinem ersten Lesetag kam allerdings zunächst etwas Langeweile auf, da sich die Handlung meiner Meinung nach zu sehr um die vielen anderen Figuren drehte und zu wenig um die Protagonistin Laura. Dennoch regte mich das Buch immer wieder zum Nachdenken an. Während des Lesens fragte ich mich oft, wie mein eigenes Umfeld wohl reagieren würde, wenn auch ich plötzlich verschwunden wäre. Vermutlich würde auch bei mir zunächst ein ziemliches Chaos entstehen.Zu lesen, wie egoistisch die Tochter ist und wie wenig Wertschätzung ihr untreuer Ehemann ihr entgegenbringt, hat mich manchmal traurig gemacht. Gleichzeitig gibt es aber auch viele humorvolle Szenen, die den Roman angenehm auflockern. Besonders deutlich wird, wie selbstverständlich Laura für alle geworden ist. Die mangelnde Anerkennung für ihre tägliche Hausarbeit und ihre Fürsorge zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Doch nicht nur zu Hause bleibt ihre Leistung unbeachtet – auch in ihrem Bürojob wird sie kaum wahrgenommen oder geschätzt. Eigentlich kann man sagen, dass sie erst wirklich gesehen wurde, als sie nicht mehr da war. Und genau das ist wohl eine der wichtigsten Botschaften dieses Buches: Oft wird uns der wahre Wert eines Menschen erst bewusst, wenn er plötzlich fehlt.Gegen Ende war ich dann jedoch wieder regelrecht hin und weg von diesem außergewöhnlichen Roman. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen und musste unbedingt weiterlesen, bis schließlich das Geheimnis um Lauras Verschwinden aufgedeckt wurde. Das Ende hat mich noch einmal richtig gepackt und den zwischenzeitlichen Durchhänger mehr als wettgemacht.
Auch das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Die Winkekatzen und die fröhliche pinke Farbgestaltung wirken auf den ersten Blick leicht und unbeschwert und passen hervorragend zum Titel. Gleichzeitig steckt darin eine gewisse Ironie: Man bekommt direkt Lust, selbst den Koffer zu packen, allem den Rücken zu kehren und einfach einmal zu verschwinden – genau wie Laura. Für mich ist dieser Roman eine berührende Geschichte über Wertschätzung, Selbstfindung und die Frage, was passiert, wenn jemand, den alle für selbstverständlich halten, plötzlich nicht mehr da ist.























