Bücher mit dem Tag "ironisch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ironisch" gekennzeichnet haben.

263 Bücher

  1. Cover des Buches Der Pfau (ISBN: 9783462048001)
    Isabel Bogdan

    Der Pfau

     (480)
    Aktuelle Rezension von: LeaBeck

    Was kommt dabei raus wenn man ein uriges Cottage in einem idyllischen Tal Schottlands, eine spießige und eigenbrötlerische Bankergruppe auf einem Teambuilding Trip und einen wahnsinnig gewordenen Pfau in ein Buch wirft? Ja, eine ziemlich verrückte Geschichte, aber auch einen echt guter Roman.


    Das Buch über den Pfau der bei der Farbe blau rot sieht und in Zerstörungswahn verfällt hat es mir angetan. Isabel Bogdans Schreibstil ist großartig und „der Pfau“ wird gewiss nicht das letzte Buch gewesen sein welches ich von ihr lese. Besonders die eigensinnigen Banker und ihre Chefin die sich am Anfang noch als Fremde gegenüber stehen und dann langsam annähern, füllen die Geschichte mit Leben. Alles in allem ist dieser Roman ein absolutes Schmunzelbuch über die Hürden der Kommunikation und eine Leseempfehlung.

  2. Cover des Buches Achtsam morden (ISBN: 9783453439689)
    Karsten Dusse

    Achtsam morden

     (370)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Aigelsperger

    Der Weg zur Achtsamkeit oder was achtsam sein bedeutet, ist wunderbar originell und erfrischend thematisiert. Die Vorworte zu den einzelnen Kapiteln, in Form von Achtsamkeit Zitaten von "Entschleunigt auf der Überholspur- Achtsamkeit für Führungskräfte" (sehr genial),  ist tatsächlich hilfreich, sodass man daran denkt, selbst einige Anregungen im eigenen Leben anwenden zu können. Liest man dann das folgende Kapitel weiter, in welchem Zusammenhang  es der Protagonist anwendet, bringt es einen zum Schmunzeln. Eine herrlich absurde Geschichte, die trotz der Verstrickung des Protagonisten in Mafiakreise, dennoch eine Nähe zum eigenen Leben zulässt und es so leicht gemacht wird, sich selbst mit dem Protagonisten zu identifizieren.

  3. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783404171781)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

     (3.363)
    Aktuelle Rezension von: worldofbooksps

    Ein Roman der vom ersten Moment an zum Schmunzeln bringt. Man muss sich nur einen Adolf Hitler in mitten Deutsch-Türkischen Mitmenschen vorstellen. Timur Vermes, macht aus einem grauenhaften Mann, einen Mann mit dem man lachen kann. Man darf allerdings nicht außer Acht lassen, dass dieser Roman mit Humor geschrieben ist und nicht um irgendetwas verharmlosen zu wollen. Ich finde die Idee dahinter sehr interessant und bin froh es gelesen zu haben. 

  4. Cover des Buches Das Schicksal ist ein mieser Verräter (ISBN: 9783446240094)
    John Green

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

     (12.642)
    Aktuelle Rezension von: _AveryAnn_

    Klappentext: 

    Die 16 Jährige Hazel ist vor mehreren Jahren mit Krebs diagnostiziert worden und ist schon länger nicht mehr in der Schule gewesen. Richtige Freunde hat sie keine und ihre Freizeit verbringt sie alleine zu Hause. Ihre Mutter möchte, dass sie endlich wieder unter Menschen kommt und deshalb muss sie bei den Treffen der Selbsthilfegruppe dabei sein. Als sie dann bei einem weiteren Treffen auf den gut aussehenden Augustus trifft, funkt es zwischen ihnen  gewaltig und zwischen den beiden beginnt eine wunderbare Liebesgeschichte.

    Dies ist mein zweites Buch von dem Autor John Green und trotz des weniger guten Buches ‚Eine wie Alaska‘, welches ich davor gelesen habe, konnte mich dafür aber das zweite Buch ‚das Schicksal ist ein mieser Verräter‘ umso mehr überzeugen.
    In die Story findet man schnell rein und auch die Protagonistin Hazel fand ich von Anfang an sehr sympathisch.

    Der Schreibstil war recht angenehm und das Buch habe ich sehr schnell durchgelesen. Zwar hat sich die Geschichte manchmal unnötig in die Länge gezogen, was aber nicht wirklich schlimm war.

    Die Charaktere fand ich auch allesamt sehr besonders, da jede/r eine andere Art von Krebs hat und man mehr darüber erfährt und die Charaktere auf Grund ihrer Vorgeschichte auch sehr echt wirken. Generell fand ich, dass John Green das Thema Krebs sehr gut behandelt und erklärt hat, genauso wie die damit einhergehenden Probleme bzw. Gefühle (Trauer, Depression etc...) .

    Die Geschichte kam sehr authentisch rüber, genauso wie Hazel und alle anderen Personen.
    Gerade den Ausgang der Story habe ich anfangs nicht erwartet.
    Ich musste bei diesem Buch oft weinen und auch das Ende war unglaublich schön. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert für alle, die emotionale, schöne aber auch realitätsnahe Geschichten lesen wollen! 

  5. Cover des Buches Der Besuch der alten Dame (ISBN: 3257230451)
    Friedrich Dürrenmatt

    Der Besuch der alten Dame

     (1.743)
    Aktuelle Rezension von: Anna0807

    Klassiker! Puh! – Eigentlich sind die bisher nicht so mein Fall gewesen. Besonders die Klassiker aus der Schule haben es mir nicht unbedingt leichter gemacht das Genre zu mögen. 

    Vor kurzem habe ich dann aber einfach mal mutig aufgrund einer Empfehlung dieses Buch gekauft und damit es nicht auf meinem SUB einstaubt es auch recht zügig zu Hand genommen. Und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut. 

    Diese, als Drama verfasste Geschichte erzählt die Heimkehr einer nun sehr reichen alten Dame in ihr Heimatdorf Güllen. Güllen selbst ist ein kleines Dorf, dem es finanziell schon besser ging. Die Bewohner des Dorfes leiden an Hunger und Armut und hoffen, dass sich dies durch den Besuch der alten Dame ändert. Doch diese hat andere Pläne. Für das Unrecht, welches dazu geführt hat, dass sie das Dorf verlassen hat möchte sie nun Gerechtigkeit. Doch diese Gerechtigkeit hat es in sich. Und so entsteht für die Dorfbewohner ein Dilemma, dass zu viel Verwirrung und einiger Unsicherheit führt.

     

    Wie bereits erwähnt sind Klassiker eigentlich überhaupt nicht mein Fall. Aber dieses Buch hat es von Beginn an geschafft mich fabelhaft zu unterhalten. Wahrscheinlich liegt es aber auch daran, dass ich nicht wie in der Schule jedes kleine Detail analysieren musste. Dennoch habe ich regelmäßig beim Lesen inne gehalten um über verschiedene kleine Begebenheiten oder Dialoge nachzudenken und mich dabei köstlich zu amüsieren.

    Der Satzbau, die Wortwahl und der Aufbau der Dialoge war einfach toll. Die Wirrungen und Irrungen konnten mich abholen und auch der Humor hat mir zugesagt.   

     

    Insgesamt hat mir dieses Buch überraschend gut gefallen. Ich habe gelacht, geschmunzelt und mich wirklich gut amüsiert. Die Details konnten mich begeistern und die gesamte Situation hat mich doch nachdenklich gemacht. Ich bin froh, dieses Buch nicht im Unterricht gelesen zu haben und so nun noch einmal die Chance gehabt zu haben, relativ unvoreingenommen die Geschichte genießen zu können. 

  6. Cover des Buches Stolz und Vorurteil (ISBN: 9783596907205)
    Jane Austen

    Stolz und Vorurteil

     (4.062)
    Aktuelle Rezension von: Cece13

    Obwohl "Stolz und Vorurteil" schon ziemlich alt ist, ist es immer noch aktuell. Die Themen, wie z.B. gesellschaftlicher Druck lassen sich in unsere Zeit übertragen. 


    Die Liebesgeschichte ist wirklich schön. Es gibt viele Schwierigkeiten für die Protagonisten aber die Geschichte ist trotzdem nicht zu dramatisch. Sie ist inhaltlich sehr angenehm zu lesen. 


    Der Schreibstil ist natürlich ungewohnt. Es ist eben ein Klassiker. Aber man kommt schnell rein. Und sobald man sich daran gewöhnt hat, ist auch der Schreibstil wirklich angenehm. 


    Besonders gefällt mir, dass auch die Geschichten von anderen Charakteren erzählt werden und nicht nur die von den eigentlichen Protagonisten. Das bringt eine schöne Dynamik und viel Bewegung in den Roman. 

  7. Cover des Buches Bartimäus - Das Amulett von Samarkand (ISBN: 9783570216958)
    Jonathan Stroud

    Bartimäus - Das Amulett von Samarkand

     (1.876)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 544 Seiten

    Verlag: cbj (7. Juni 2004)

    ISBN-13: 978-3570127759

    Originaltitel: The Amulet of Samarkand

    Übersetzung: Katharina Orgaß und Gerald Jung

    empfohlenes Alter: ab ca. 10 Jahren

    Preis: als HC vergriffen

    als TB, als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Fantasievolles und äußerst spannendes Abenteuer


    Inhalt:

    Nathanael ist fünf Jahre alt, als seine Eltern ihn einem Zauberer zur Ausbildung überlassen. Leider erkennt sein Meister nicht Nathanaels große Begabung. So wagt sich der Junge eigenmächtig an schwierige Beschwörungen und richtet damit auch einiges an Unheil an. Doch nebenbei kommt er einer Verschwörung mächtiger Zauberer auf die Spur und setzt alles daran, sie zu stoppen. Dies kann natürlich nur mit Hilfe eines mächtigen Dschinns gelingen: Bartimäus.


    Meine Meinung:

    Der Verlag empfiehlt dieses Buch ab einem Alter von 10 Jahren. Allerdings sollte das Kind dann sehr gerne lesen, da der Umfang von weit über 500 Seiten sonst abschreckend wirkt. Und es sollte nicht besonders sensibel sein, denn es geht manchmal ganz schön zur Sache. Zart besaitete Kinder könnte Albträume bekommen, wenn Dämonen mit fiesen Fratzen erscheinen, Menschen sterben usw.


    Auf der anderen Seite sorgt aber Jonathan Strouts lockerer Schreibstil mit viel Fantasie, Humor, Ironie und Sarkasmus dafür, dass man die Geschehnisse nicht allzu ernst nimmt. 


    Erzählt wird zum einen in der Ich-Perspektive von Bartimäus, zum anderen aus Nathanaels Sicht. Nathanael ist eine interessante Figur. Anfangs tut er einem wirklich leid, denn er leidet unter der Trennung von seiner Familie. Sein Meister ist nicht besonders nett zu ihm. Nur dessen Frau schließt den Kleinen in ihr Herz und umgekehrt. Schnell merkt man dann, dass der Junge außergewöhnlich begabt ist, auch wenn er sich zunächst noch als unsicher erweist. Aber Mut hat er auf jeden Fall. Was er tut, ist moralisch nicht immer einwandfrei, und doch merkt man, dass er im Innersten kein schlechter Mensch ist und niemandem etwas Böses will - es sei denn, es ist ein Feind.


    Mir haben besonders gut die Kapitel aus Bartimäus’ Sicht gefallen. Der Dschinn ist herrlich frech und arrogant und zieht über alles und jeden her, während er sich selbst in den höchsten Tönen lobt. Ich musste hier einfach ständig grinsen. Das ist so herrlich amüsant zu lesen. Und auch wenn er zu Beginn in einer Tour über seinen Herrn und Meister Nathanael schimpft, kristallisiert sich bald heraus, dass da doch auch eine gewisse Zuneigung ist. Diese Entwicklung fand ich ganz großartig.


    Die Handlung ist wahnsinnig spannend, mit mehreren Höhepunkten zwischendurch, wo eine kleinere Schlacht geschlagen werden muss, und einem großen Showdown am Ende. 


    Aufgrund der Komplexität der Geschichte und der für ein Kinderbuch recht anspruchsvollen Sprache werden sicher auch viele Erwachsene ihren Spaß mit Bartimäus und Nathanael haben.


    Die Reihe:

    1. Das Amulett von Samarkand

    2. Das Auge des Golem

    3. Die Pforte des Magiers

    4. Der Ring des Salomo


    ★★★★★

  8. Cover des Buches Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel (ISBN: 9783442378258)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 2 - Mord ist kein Kinderspiel

     (642)
    Aktuelle Rezension von: DorGer

    Das Buch ist nicht so genial wie das erste, bietet trotzdem eine gut aufgelegte Minidetektivin und einen soliden Kriminalfall.

  9. Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257218374)
    John Irving

    Gottes Werk und Teufels Beitrag

     (985)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Er schafft es immer wieder mit seinem, wie ich finde, trockenen,  unromantischen Stil über seine kuriosen-skurilen Beschreibungen  einen in die Geschichte zu ziehen.  

    Ich möchte den Inhalt nicht widergeben, denn entweder liest man Irving oder halt nicht 😁

  10. Cover des Buches Und Gott sprach: Wir müssen reden! (ISBN: 9783499259814)
    Hans Rath

    Und Gott sprach: Wir müssen reden!

     (308)
    Aktuelle Rezension von: Viiivian

    Ich muss das dazu sagen: Ich kenne die Reihe seit ein paar Jahren. Als ich bei einem Gewinnspiel den dritten Band gewonnen hatte, wusste ich nicht, das es zwei Vorgänger gibt. Jedenfalls las ich den dritten Band ohne diese beiden zu kaufen. Doch meine Neugierde siegte und ich holte sie mir. 

    Der Klappentext klingt vielversprechend und machte mich neugierig auf mehr. Vor allem das Thema „Gott und die Welt“ wecke meine Neugierde und hoffte, das der Autor dies gut in Szene gesetzt hatte oder dieses Thema „ausführlich“ beschrieb. 

    Das Buch ist sehr nett gestaltet. Es ist nicht bunt und auch nicht auffallend, aber nett. Ich habe mir Gott und Jakob etwas anders vorgestellt, als auf dem Buchcover zu sehen sind. In meiner Vision waren sie etwas schlanker. 

    Die Geschichte ist sehr humorvoll geschrieben, leicht verständlich. Keine komplexe Texte. Die Geschichte kann man an kalten tage bzw. auch an warmen Tage lesen.  

    Der Protagonist ist mir auf dem ersten Blick und beim ersten Lesen gleich sympathisch geworden. Seine Sprüche haben mich manchmal zum lachen gebracht. Der arme ist geschieden von seiner Exfrau, die mir von Anfang an unsympathisch war. Mitten in der Nacht klingelt sie sturm mit einem Typen, der ihn Krankenhaus reif prügelte. Da fragte ich mich als Leser, wieso Jakob Jakobi mit so einer „reichen Schickimicki“ Tante verheiratet war. Allerdings ist Jakob Psychotherpeut. Als Gott ihn besuchte und ihn zum erkennen gab, war er derjenige der sehr skeptisch war. Er war felsenfest davon überzeugt, das „Gott“ kein Gott sei, sondern eine „Gehirnerkrankung“ und diese Person musste dringend in die Klapse. Diese Art an ihn mochte ich gar nicht. Gott schickte ihm dadurch Beweise und auch daran glaubte er nicht.  

    Die Geschichte hat mir gut gefallen. Allerdings fand ich die Art von Jakob Jakobi, das er Gott nicht vertraute und ihn als „Geistskranker“ sah, weil er viele dinge wusste, die Jakob nicht wusste, nervig. Statt es akzeptieren dass Gott, ein Gott ist, und das er Dinge vorausschauen kann, arbeitete Jakob mit dem Verstand. Er konnte es nicht wahrhaben, dass er Dinge voraus sieht. Und das nervte. Es war nicht vorhersehbar. Ich habe auch an dieser Geschichte nix rum zu mäkeln. 

  11. Cover des Buches Totenstille im Watt (ISBN: 9783596297641)
    Klaus-Peter Wolf

    Totenstille im Watt

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Dagi_KnoHa

    Autor Klaus-Peter Wolf ist ja hauptsächlich für seine Kommissarin Ann-Kathrin Klaasen bekannt. Dass er aber auch (ein bisschen) anders kann, beweist er mit dem Auftakt zur Sommerfeldt-Trilogie "Totenstille im Watt". Es ist aber tatsächlich nur "ein bisschen anders", weil sein Liebling Klaasen auch hier vorkommt, nur eben nicht in der Hauptrolle, sondern nur am Rande und vor allem aus einem anderen Blickwinkel.

    Es hat großen Spaß gemacht, diesen Krimi zu lesen. Der Stil ist einwandfrei, man hat zuweilen ein Schmunzeln auf den Lippen, dann jedoch zerkaut man wieder sein Lesezeichen, um dadurch ein Ventil für die Spannung zu haben. 

    Besonders interessant fand ich die Überlegungen des Protagonisten Dr. Bernhard Sommerfeld, die auch nicht spurlos an der Leserin und am Leser vorbei gehen. Besonders eingeprägt hat mir die Überlegung, warum das Beschützen von Frauen heute verwerflich ist jedoch vor ein paar wenigen hundert Jahren als heroische Tat bejubelt wurde. Eine Beschäftigung mit der inneren Welt von Serientätern geht damit genauso einher wie die Auseinandersetzung mit unseren gesellschaftlichen Werten.

    Aber der eigentliche Grund, dieses Buch zu lesen ist die unglaublich tolle Landschaft, in der es spielt. Ich freue mich schon auf Teil Zwei!

    Empfohlen für klassische Krimi-Fans, die auch mal zu etwas Schrulligerem greifen.

  12. Cover des Buches Mängelexemplar (ISBN: 9783596511891)
    Sarah Kuttner

    Mängelexemplar

     (1.190)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Karo führt ein ganz normales Leben in Berlin. Sie hat einen Job bei einer Agentur, ist in einer Beziehung und hat Familie und Freunde um sich. Nachdem sie ihren Job verloren hat, stellt sie viel in Frage und trennt sich von ihrem Freund. Über Nacht bekommt sie plötzlich Panikattacken, fühlt sich furchtbar und ist nicht mehr fähig am "normalen" Leben teilzunehmen. Erst durch ihre Therapeutin und die Einnahme von Antidepressiva kommt sie sich selbst wieder näher. Ach, @diekuttner ... Bei KURT war ich schon total geflasht (eines meiner Lieblingsbücher in 2020) und auch bei diesem Buch habe ich mich wieder gefragt wie man so gut schreiben kann... Als Leser hat man das Gefühl Karo ganz nah zu sein, ihre Hand zu halten während man mit ihr in der Achterbahn der Gefühle fährt. Man möchte sie umarmen und sagen, dass alles gut werden wird. Ein tolles Buch über Depressionen, Ängste, die Stolpersteine des Lebens und liebe Menschen, die einen in dieser Zeit unterstützen. PS: Wenn man Zahnschmerzen hat, geht man doch auch zum Zahnarzt, oder?! Think about it!

  13. Cover des Buches QualityLand (dunkle Edition) (ISBN: 9783957130945)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand (dunkle Edition)

     (177)
    Aktuelle Rezension von: Mrs_Nanny_Ogg

    Ich liebe die Känguru-Reihe von Mark-Uwe Kling. Deswegen war es ja schon fast logisch, dass mir QualityLand von Audible vorgeschlagen wurde (obwohl ich die Känguru-Reihe nicht darüber gehört habe...). Doch gerade dieses Buch regt doch zum Nachdenken an - etwas anderes erwarte ich auch nicht von Büchern!

    Was passiert? In einer nicht allzu fernen Zukunft lebt Peter Arbeitsloser. Die ganze Welt ist digitalisiert, Wünsche werden uns quasi von sämtlichen gesammelten Daten abgelesen und soziale Plattformen sind zentraler Dreh- und Angelpunkt der Gesellschaft. Doch es verwundert Peter dann doch, als er kurz nach der Trennung von seiner Freundin, einen rosa Delphinvibrator zugeschickt bekommt. Den will er sicher nicht!! Peter beginnt sich gegen das System aufzulehnen, was nicht sehr einfach ist. Unterstützt wird der Verschrotter von seinen nicht verschrotteten Androiden und diversen anderen Technikprodukten sowie von Kiki, einer geheimnisvollen und in allen Facetten nicht (er-)fassbaren jungen Frau.

    Witzig ist, dass immer wieder bekannte Figuren aus der Känguru-Reihe in die Geschichte geschmuggelt werden und auch einiges aus dieser Reihe hier ausgebaut wurde.

    Ich kann das Buch nur empfehlen. Die Lesung ist von Mark-Uwe Kling selbst und deswegen in gewohnter guter Qualität. Aber beschwert euch nicht, wenn das Buch doch nicht ganz euren Wünschen entspricht. Dein Algorithmus weiß, was du willst!

  14. Cover des Buches Anton hat kein Glück (ISBN: 9783805203876)
    Lars Vasa Johansson

    Anton hat kein Glück

     (103)
    Aktuelle Rezension von: FeFu

    Anton ist Zauberer. Schon seit seiner Kindheit fazinieren ihn die Zaubertricks und er hat viel trainiert um seine Künste immer weiter auszubauen und zu verbessern.
    Aber wenn er auf "echte Magie" trifft, wird er zum Ungläubigen. Erst so nach und nach glaubt er auch an Dinge die er weder sieht, noch begreifen / erklären kann.
    Zwischendurch hat man immer Rückblicke in Antons Vergangenheit.
    Gerne würde ich mich nun mehr mit Schwedens Mythologie befassen, also irgendwann. ^^
    Antons Charakterentwicklung ist auch sehr glaubwürdig und nachvollziehbar.

    Dieses Buch kann ich nur empfehlen 😃👍

  15. Cover des Buches Die wundersame Mission des Harry Crane (ISBN: 9783458363620)
    Jon Cohen

    Die wundersame Mission des Harry Crane

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Keksisbaby

    Es gibt Momente die verändern dein ganzes Leben. Harry wollte nur ein Los kaufen, eines das ihn aus der Knechtschaft seines Bürojobs in einen echten Wald befördert. In diesem Moment geschieht ein Unfall und er verliert seine Frau. Irgendwo in den Wäldern Pennsylvanias teilt eine junge Ehefrau und ihr Kind dasselbe Schicksal und von einem Tag auf den anderen müssen sie ohne ihren geliebten Ehemann und Vater auskommen. Oriana die Tochter verliert sich in einer Märchenwelt, um eine Erklärung für den Tod ihres Vaters zu finden. An einem schicksalshaften Tag als Harry beschließt er könne ohne Beth nicht weiterleben, kreuzen sich die Wege der beiden und verändert ihr Leben für immer. Ein geheimnisvolles Buch über den alten Grumm weist ihnen den Weg wie ein normales Leben wieder möglich sein kann und das die unverständlichen Erlebnisse in einen Kontext zu setzen scheint, der größer ist und Sinn stiftend.

     

    „Die wundersame Mission des Harry Crane“ fiel mir durch Zufall beim Stöbern in der Bibliothek in die Hände. Eigentlich bin ich immer recht zielstrebig in dem was ich Lesen möchte und nur selten fallen mir Bücher vor die Füße, doch dieses Buch erregte meine Aufmerksamkeit. Es handelt sich auch um eine recht außergewöhnliche Geschichte. Drei Menschen die versuchen in ihrer Trauer und Verlust wieder zurück ins Leben zu finden, treffen aufeinander. Unterschiedlicher könnten die Personen gar nicht sein. Harry der sich die Schuld am Tot seiner Frau gibt und der noch dazu eine Schadensersatzauszahlung von mehreren Millionen erhält und doch nichts Anderes möchte als in der Natur bei seinen Bäumen zu leben. Amanda, die sich nun versucht allein mit ihrer Tochter Oriana durch Leben zu schlagen, nachdem ihr Mann plötzlich gestorben ist und die die Begeisterung ihrer Tochter für Märchen eher beängstigend findet. Und Oriana die an Magie und Gestaltenwandler glaubt, die glaubt der Geist ihres Vaters hätte sich in einen Vogel verwandelt und würde nun über sie wachen. Es hat mir Spaß gemacht zu lesen, wie die drei zusammenwachsen und durch ihre Zufallsbegegnung wieder Kraft schöpfen. Niedlich war auch die Geschichte des alten Grumm, die man versteht, sobald die schrullige Bibliothekarin ihre Lebensgeschichte erzählt. Der Autor hat sich sehr bemüht die Geschichte graphisch darzustellen, so dass man das Gefühl als Leser bekommt, ebenfalls von diesem Märchen angezogen zu werden. Aber trotz all dem Lob hatte das Buch für mich auch Schwachstellen. Ich fand Harrys großen Bruder Wolf zu anstrengend. Er wirkt wirklich wie ein realer böser Wolf, der sich das ganze Gold einverleiben will und der am Ende Freundschaft mit einem verstümmelten, aber bösartigen Hund schließt. Zwei Seelengefährten die in den Sonnenuntergang fahren, da Wolf es nicht so hat mit Frauen. Dann der gierige Immobilienhändler, dessen einziges Trachten ist, Geld zu machen und der sich am Ziel seiner Träume wähnt, als er über das Gold stolpert, waren mir auch zu Klischeebehaftet. Aber am meisten hat mich Oriana gegen Ende des Buches genervt. Es drehte sich immer nur darum das Geld los zu werden. Sie hat mich emotional einfach nicht berührt. Einerseits scheint sie klug genug um Goldankauf zu recherchieren andererseits ergab ihr magisches Denken für mich aber keinerlei Struktur, kein nachvollziehbares Konstrukt. Ebenso fanatisch wie der autistisch veranlagte Harry seine Baumarten runterbetet, betet Oriana ihr zusammenkonstruierte Märchenwelt herunter. Meine Lieblingsfigur und damit Lichtblick in einem langatmigen Buch, war die Bibliothekarin, wegen ihres Stoizismus und ihrer Abgeklärtheit, sowie ihrer Liebe zu Büchern.

     

    Ein Zufallsfund der mir ein paar Stunden Lesevergnügen bescherte, aber der mich emotional nicht so tief berührt hat, wie der Klappentext versprach. Es war eine solide Geschichte über Trauerverarbeitung, aber mein Herz berühren konnte Oriana und ihre magische Welt leider nicht.

  16. Cover des Buches Im Hause Longbourn (ISBN: 9783328100270)
    Jo Baker

    Im Hause Longbourn

     (234)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Sarah, eine Waise, lebt und arbeitet schon seit geraumer Zeit im Haushalt der Bennets, seit sie einst von Mrs. Hill, aus dem Waisenhaus geholt wurde. Und obwohl Mrs. Hill seit eh und je die oberste Haushälterin im Hause Bennet ist, hat sie durchaus auch ein Ohr für die Sorgen und Nöte ihrer Anvertrauten. Sarah fühlt sich dort zwar gemocht und aufgehoben, doch neigt sie in stillen Momenten auch schon mal dazu, sich vorzustellen, wie es wäre, ein eigenbestimmtes Leben zu führen.

    Als die reiche Familie Bingley ganz in die Nähe zieht und die Aufmerksamkeit von Mrs. Bennet und ihren unverheirateten Töchtern erweckt, profitiert auch Sarah davon, denn Mr. Bingley hat einen äußerst attraktiven Diener, der in der nächsten Zeit häufiger zwischen Netherfield Park und Longbourn pendeln wird, um Briefe von seinem Dienstherren zu überbringen. Doch während Bingleys Diener ganz offen um Sarahs Gunst buhlt, weckt doch noch ein anderer Mann ihr Interesse. Der mysteriöse James Smith, der von Mr. Bennet unter anderem als Hausdiener angestellt wurde. Still und äußerst verschlossen geht er seinem Tagewerk nach, ist fleißig und zuvorkommend allen gegenüber. Doch schenkt er Sarah nicht die Aufmerksamkeit, die sie gerne hätte, was sie so gegen ihn aufbringt, dass sie sich vornimmt herauszufinden, welches mögliche Geheimnis er vor allen verbirgt. Ausgerechnet die Besuche des undurchsichtigen Soldaten Mr. Wickham, die unter den Bennetmädchen für helle Begeisterung sorgen, führen im Dienstbotentrakt zu gewissen Spannungen. Und auch die friedliebende Mrs. Hill steht plötzlich zwischen den Fronten, als James von einem auf den anderen Tag verschwindet, denn Mr. Bennet verweigert ihr jegliche Hilfe…

    In ihrem historischen Roman „Im Hause Longbourn“ stellt die Autorin Jo Baker die Domestiken der Familie Bennet aus Jane Austens Klassiker „Stolz und Vorurteil“ in den Fokus, was sich für meinen Geschmack zunächst einmal als erfrischende Idee entpuppte. So erfährt der Leser hier zum Beispiel, wie mühselig und aufreibend sich einst ein typischer Waschtag gestaltete, oder wie aufwendig die Herstellung von alltäglichen Dingen wie Seife, damals noch war. Diese Einstreuungen bezüglich des Arbeitsalltags werden informativ erzählt, jedoch stellt die Autorin diese zeitweilig so sehr in den Fokus, dass darunter die Charakterentwicklung und die Handlung ein wenig auf der Strecke bleiben.
    Über weite Teile der Erzählung geschieht im Dienstbotentrakt nichts, außer dem Entgegennehmen von Befehlen der Bennets und deren Umsetzung, was ich als ein wenig schade empfinde, da die Figuren allen voran Sarah, James und Mrs. Hill so viel Potential in sich bergen, das hier meiner Meinung nach leider nicht vollkommen ausgeschöpft wurde.

    Zwar ist am Erzählstil der Autorin nichts auszusetzen, doch fehlt es der Geschichte meinem Empfinden nach einfach mehr an Lebhaftigkeit. Vielleicht liegt es daran, dass die Figuren untereinander nicht sehr viele Dialoge miteinander führen, oder etwa, dass der Arbeitsalltag alles zwischenmenschliche zur Nebensache macht. Immerhin lässt die Autorin aber doch hier und da Emotionen zwischen ihren Figuren zu- etwa wenn Sarah und James ihre Gefühle füreinander darlegen, Mrs. Hill traurig über ihren verlorenen Sohn nachsinniert oder James seine Vergangenheit Revue passieren lässt. In diesen Momenten empfand ich den Roman auch als atmosphärisch dicht und stark geschrieben, doch leider reichten diese wenigen Romanpassagen für mich nicht aus, um mehr in diesem Roman sehen zu können, als „nette Unterhaltungslektüre“.

    Sehr positiv fand ich das Timing bzw. wie die Autorin die Geschichte von Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ ihrem Roman zeitlich anpasste. So hat man als Leser das Gefühl, man bekomme beim Lesen hier sämtliche Ereignisse, die sich während Elizabeth und Jane etwa in Mr. Darcy und Mr. Bingley verliebten, im Hintergrund abspielten, nachträglich dargeboten.
    Jo Bakers Roman rundet ausgerechnet die Charaktere der Bennets (auch wenn diese hier lediglich als Nebenfiguren in Erscheinung treten) zusätzlich ab, denn durch gewisse Einfälle, die die Autorin in ihrem Roman einfließen lässt, treten sogleich die Charakterstärken als auch die Schwächen der Bennets mehr zu Tage. Dies gilt auch übrigens für die Figur des Wickham.

    Zugegeben, man muss Jane Austens Roman nicht unbedingt gelesen haben, wenn man sich „Im Hause Longbourn“ zu Gemüte führen möchte, doch ehrlich gesagt sähe ich persönlich keinen Sinn darin, ohne Vorwissen zu diesem Buch zu greifen. Trotz meiner Kritikpunkte ist es ein eingängiger historischer Schmöker, der Unterhaltungswert besitzt, wenn ich auch Austens Witz beim Lesen schmerzlich vermisst habe.

  17. Cover des Buches Chill mal, Frau Freitag (ISBN: 9783548373997)
    Frau Freitag

    Chill mal, Frau Freitag

     (420)
    Aktuelle Rezension von: biscoteria85

    „Guten Morgen Frau Freitag“, so könnte die normale Begrüßung an einer Schule für die Klassenlehrerin sein. Nicht aber in der Schule und im speziellen der Klasse von Frau Freitag. Hier kommt dann eher: „EY, Frau Freitag, sag mal du, was machst heute mit uns?“.

    Genau so muss man sich dieses Buch und die darin befindlichen Geschichten vorstellen. Wir erfahren das die Autorin aus ihrer Sicht die Geschichten aus ihrem Lehreralltag wiedergibt. Durch ein Radiointerview wurde bekannt, dass sie Lehrerin in Berlin-Neukölln ist. Die Geschichte beginnt im ersten Buch mit den Schülern der 9.Klasse einer Gesamtschule wo fast alle einen Migrationshintergrund haben und aus schwierigen Familienverhältnissen stammen.

    So lesen wir vermehrt Namen aus aller Welt und hören von den dazugehörigen Sitten die daheim ausgelebt werden und zum Teil auch mal mit in den Unterricht gebracht werden. So wirklich der Deutschen Sprache, sind die wenigsten mächtig und man liest die ganze Zeit mehr von Ay, Alter, und sonstigen Assi-Deutschen Floskeln. Das da Frau Freitag erstmal richtig was zu tun hat und die Englische Sprache nicht einfach ist zu lehren, wenn die deutsche schon nicht wirklich klappt.

    Aber Frau Freitag ist mehr als nur die klassische Lehrerin. Sie ist auch Therapeutin, Pärchenhelferin, Lebensberaterin, den die Kids bringen mehr mit als nur die Schwäche der deutschen Sprache. So erleben wir mit einem sehr breit gefächerten Humor die Geschichten einer Lehrerin im Kampf mit den Schülern, Eltern und der Politik. Denn auch eine Lehrerin kann sich manchmal einfach nur hängen gelassen fühlen, wenn sie helfen möchte dies aber nicht kann.

    Das Buch hat schon einen recht harten Witz und die ständigen Wiederholungen der Phrasen der Kids kann schon stören, ist aber einfach ein fester Bestandteil des Buches. Es war nicht zu hundert Prozent meins, aber die Neugier der Menschen scheint hier recht hoch zu sein, denn es gibt immerhin mehrere Bände. Jedem das seine und naja, vielleicht hat der eine oder andere es doch noch zu einem Schulabschluss gebracht

  18. Cover des Buches Emma (ISBN: 9783959671156)
    Jane Austen

    Emma

     (1.089)
    Aktuelle Rezension von: Tagtraumtaenzerin

    "Emma" erzählt die Geschichte der jungen Miss Woodhouse, welche durch einen Glücksgriff ihre Freundin glücklich verkuppelt. Darauf aufbauend geht sie davon aus,dass sie ein gewisses Gespür für glückliche Beziehungen hat. Kurzum entschließt sie einfach ihre Freundin Miss Harriet Smith ebenfalls glücklich verheiraten zu wollen. Dass dies nicht ganz so einfach vonstatten geht,schreckt die junge, von sich selber stark überzeugte, Miss Woodhouse nicht ab. 


    Meine Meinung:

    Zum Anfang war ich etwas skeptisch wie man mit dieser Thematik ein ganzes Buch füllen kann, aber die Autorin versteht sich gut darin Charaktere sehr ansprechend zu verkaufen. Das größte Problem für die Frauen dieser Zeit war es eine gute Partie zu machen. Die interessanten Charaktere  fesseln einen während des ganzen Buches. Man fiebert sehr mit! Es handelt sich um eine tolle Reise in die Vergangenheit.  

  19. Cover des Buches Die Glasglocke (ISBN: 9783518423653)
    Sylvia Plath

    Die Glasglocke

     (347)
    Aktuelle Rezension von: katzenminze

    Für Esther Greenwood könnte es eigentlich nicht besser laufen. Sie hat ein Stipendium fürs College bekommen und zusätzlich einen Aufenthalt im mondänen New York inklusive begehrter Praktikantenstelle als Journalistin gewonnen. Esther träumt von einer Karriere als Dichterin oder Journalistin und vom ersten Sex. All das scheint in greifbarer Nähe aber immer mehr kommen ihr Zweifel ins Gehege. Will sie wirklich Dichterin werden? Oder lieber Sprachen lernen? Europa bereisen? Oder doch einen Mann und Kinder? – Was sie bisher immer kategorisch angelehnt hat. Jeder neue Traum scheint einen alten platzen zu lassen und plötzlich sieht Esther sich nicht mehr in der Lage so grundlegende Dinge zu tun, wie ihren Koffer zu packen, zu lesen oder zu duschen.

    Ich wußte, dass ich Mrs. Guinea dankbar sein mußte, und trotzdem empfand ich nichts. Hätte sie mir eine Fahrkarte nach Europa oder eine Kreuzfahrt rund um die Welt geschenkt, so hätte sich für mich nicht das geringste verändert, denn egal, wo ich saß – ob auf dem Deck eines Schiffes oder in einem Straßencafé in Paris oder Bangkok -, immer saß ich unter der gleichen Glasglocke in meinem eigenen sauren Dunst.
    Seite 200

    Silvia Plaths Roman wird im Laufe der Geschichte immer düsterer. Auch wenn es eher leicht und durchaus witzig begann ist davon bald nicht mehr viel übrig. Esther ist gefangen in ihrer Depression, kennt sich selbst nicht mehr und kreist gedanklich ständig um Selbstmord. Nach außen hin versucht sie die Fassade der selbstbewussten, engagierten Studentin aufrecht zu erhalten, was ihr immer weniger gelingt.

    Im Bezug auf die Depression ist der Roman äußerst gelungen. Plath wusste nur zu gut, worüber sie schreibt. Abgesehen davon, war mir der Aufbau teilweise etwas zu wirr. Esther gerät in manch seltsame Situation, die dann meines Erachtens einfach nicht richtig aufgelöst wird. Mehr als einmal hing ich etwas in der Luft und habe mich gefragt was denn nun genau los war. Auch, dass mehrfach das N-Wort zusammen mit rassistischen Figurenzeichnungen fällt hat mir nicht gefallen. Gegen die Figurenzeichnung kann man nun nichts tun aber in der 2020er Auflage hätte man zumindest das N-Wort entschärfen können. Dafür haben mir die Gedanken über die Doppelmoral im Bezug auf Mann und Frau, über Ehe und Sex ziemlich gut gefallen. Esthers Verzweiflung angesichts diverser Ungerechtigkeiten konnte ich allzu gut verstehen.

    Und ich wußte, trotz aller Rosen und Küsse und Essen im Restaurant, mit denen der Mann die Frau überschüttete, bevor er sie heiratete, war er insgeheim darauf aus, daß sie sich nach der Hochzeit unter seinen Füßen flach machte wie Mrs. Willards Küchenmatte.
    Seite 94

    Insgesamt war die Glasglocke für mich ein Buch mit Höhen und Tiefen. Es war teils sehr düster, manchmal aber auch erstaunlich witzig. Die größten Probleme hatte ich mit dem Aufbau, dafür gab es viele interessante Gedanken und auch wenn ich Esther oft nicht verstanden habe, war sie eine lebendige Figur, der ich gerne gefolgt bin. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich mir aber mehr von diesem Roman versprochen.

  20. Cover des Buches Bartimäus (ISBN: 9783442373338)
    Jonathan Stroud

    Bartimäus

     (1.025)
    Aktuelle Rezension von: Anneja

    Nachdem die ersten Bände der Reihe mich mit ihren tollen Charakteren und einer etwas anderen Zaubererwelt begeistern konnten, war ich gespannt wie der letzte Teil das große Finale einläuten würde. Immerhin gab es noch so einige offene Fragen. Besonders interessierte mich aber natürlich, was es mit der Pforte des Magiers auf sich hatte. 


    Der Start ins Buch war gewohnt schön. Ich freute mich auf mein Abenteuer mit Bartimäus und John, wobei ich gespannt war, welche Charaktere aus den Vorgängern auch hier auftauchen würden. Am Ende war dies sogar ein Großteil, denn gerade im Bereich Regierung hatte sich nicht allzu viel getan. Zwar wechselte John seine Stelle, um nun Informationsbeauftragter zu sein, wobei er nur für die Kriegs-Werbung zuständig war. Hier schaute ich schon etwas verwirrt, denn ich wunderte mich stark, woher denn nun plötzlich der Krieg kam.


    Tatsächlich war die Freude auf den Band sehr schnell verflogen. Auch wenn es viel Magie gab, fühlte sich das Buch nicht annähernd so gut an, wie seine Vorgänger. Dafür sorgte z.B. das man viel über Regierungsthemen sprach oder eben über den Krieg. Dazu bröckelte der Status der Zauberer, da spätestens hier immer mehr klar wurde, dass sie und „die Gewöhnlichen“ nichts wirklich unterschied. Ein besonderes Ärgernis war aber der ungewohnt langsame Einstieg in die Haupthandlung. Selbst nach der Hälfte des Buches war mir noch nicht wirklich klar, was es nun mit der Pforte der Magier überhaupt auf sich hatte.


    Zum Glück gab es da noch Bartimäus und seine flotten Sprüche. Dieser lockerte die, teils doch sehr steife, Handlung etwas auf und brachte mich so zum Hauptergebnis des Buches. Dieses war dann wirklich WOW, hätte aber schon viel eher eingeläutet werden können. Denn da es so spät im Buch eingebaut war, hatte das eigentliche Ende nicht mehr den Platz, den es benötigt hätte. Kurz um, es war zu hektisch. Selbst nachdem großen Finale machte der Autor den Fehler, keine wirklichen Aussagen zu treffen. Immerhin wollte ich wissen, was nachdem großen Knall für die Zukunft geplant war. Doch nichts kam. Ich bekam ein paar Anspielungen und das wars. 


    Auch wenn die Handlung nicht mehr das Wahre war, konnten die Settings und besonders der Einblick in die andere Welt schon begeistern. Denn wenn mich eines seit dem ersten Band faszinierte, dann wie die Dämonen in unsere Welt kamen und wie sie in ihrer lebten. Hier baute der Autor ebenfalls eine Geschichte auf, welche schließlich vermehrt in Bartimäus´ Vergangenheit führte und dabei interessante Charaktere näher betrachtete. Schade nur, dass man diese tolle Handlung mit einem Krieg verbinden musste.


    Irgendwie wollte dieser Band nicht so recht in das Bartimäus-Universum passen. Zwar gab es einiges an Zauberei und Magie, aber das Hauptaugenmerk lag diesmal viel zu sehr auf der Regierung und ihren Entscheidungen. Damit wurde die Geschichte unglaublich zäh und schaffte es nur mit Bartimäus Sprüchen, ab und an ein wenig Unterhaltung in das Ganze zu bringen. Schade, denn wie ein großes Finale fühlte es sich nicht an, besonders da es zum Ende keine klaren Aussagen gab.

  21. Cover des Buches Neue Vahr Süd (ISBN: 9783442459919)
    Sven Regener

    Neue Vahr Süd

     (640)
    Aktuelle Rezension von: MelLila

    Auf dieses Buch kam ich rein zufällig, da es mir versehentlich anstelle eines anderen Buches geliefert wurde. Der Klappentext hat mich dann neugierig gemacht. Es liest sich leicht runter, ist ziemlich absurd an manchen Stellen, wobei sich manche Witze auch so durchziehen und Wiedererkennungswert haben. Das ist wohl der 2. Teil einer Trilogie, die aber in sich geschlossen zu sein scheinen. War ganz nett und unterhaltsam, aber die anderen Teile interessieren mich jetzt nicht so.

  22. Cover des Buches Generation Doof (ISBN: 9783404605965)
    Stefan Bonner

    Generation Doof

     (659)
    Aktuelle Rezension von: hannaxp

    Ich hab das Buch “Generation Doof” sehr sehr lange vor mir her geschoben und war auch nicht wirklich positiv überrascht. Der Schreibstil ist ziemlich langweilig und zieht sich sehr in die Länge, was ich persönlich nicht sehr gut fand. Am Anfang musste ich ab und zu mal lachen, aber danach wurde es irgendwie immer “schlechter”. Ich gebe dem Buch trotzdem 3 Sterne, weil der Gedanke für dieses Buch eigentlich sehr gut und kreativ war und es sich trotzdem mit einem wichtigem Thema befasst. 

  23. Cover des Buches Der Teufel trägt Prada (ISBN: 9783442463411)
    Lauren Weisberger

    Der Teufel trägt Prada

     (824)
    Aktuelle Rezension von: chillbibliophie

    INHALT:

    Andrea Sachs träumt von einer Karriere als Journalistin in New York. Tatsächlich gelingt es ihr, einen vermeintlichen Traumjob zu ergattern: Andrea wird von der glamourösen Modezeitschrift Runway als persönliche Assistentin der Herausgeberin Miranda Priestly angestellt. Der Job entpuppt sich jedoch rasch als purer Horror, denn Mrs. Priestly macht Andrea mit ihren Launen, verrückten Aufträgen und unerfüllbaren Erwartungen das Leben wahrlich zur Hölle. Bis Andrea begreift, dass sie sich wehren muss, wenn sie ihren Verstand und ihre Seele retten möchte. 

    REZENSION:

    Das Buch war super geschrieben und einfach nur witzig. Klar fehlte die Spannung etwas aber das war wirklich nicht so wichtig. Es war ähnlich wie der Film aber doch anders. Ganz besonders feiere ich das Ende, da es einfach noch witziger war als das im Film. 

    Zeitweise konnte ich nur den Kopf schütteln wie sehr Andie sich verändert hat nur um Miranda zu gefallen. 

  24. Cover des Buches Mondscheintarif (ISBN: 9783499226373)
    Ildikó von Kürthy

    Mondscheintarif

     (1.026)
    Aktuelle Rezension von: Raine

    Eine Frau sitzt abends in der Badewanne und wartet auf den Anruf eines Mannes. Dabei gehen ihr viele Gedanken durch den Kopf, sie holt Rat bei ihrer besten Freundin ein und kümmert sich um die Entsorgung eines alten Weihnachtsbaumes.
    Das Buch tropft vor 90er-Klischees über Frau-Mann-Beziehungen, enthält zweimal völlig unnötig das N-Wort und lässt irgendwie alle Charaktere unsympathisch dastehen. Ja, hin und wieder entdeckt man sich in einigen Gedankengängen wieder und das Ende tröstet über vieles hinweg. Insgesamt bleibt das Gefühl, dass das Buch schlecht gealtert ist. Ich empfehle eher einen entspannten Anruf mit der besten Freundin/dem besten Freund.

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