Bücher mit dem Tag "irrenanstalt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "irrenanstalt" gekennzeichnet haben.

130 Bücher

  1. Cover des Buches Ich fürchte mich nicht (ISBN: 9783442478491)
    Tahereh H. Mafi

    Ich fürchte mich nicht

     (1.492)
    Aktuelle Rezension von: bibliotheka_yva

    „Du darfst mich nicht anfassen“, flüstere ich. Bitte fass mich an, möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes. Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. Für ihre Liebe. Und für den Zauber der Berührung ...


    Ich kann bis jetzt nur sagen es war anders - anders als alles was ich in letzter Zeit gelesen habe...
    Der Anfang alleine schon - verstörend, so dass ich mich gefragt habe, was das wohl werden soll...
    Die Geschichte nahm bildreich seinen Lauf und ich bin dann auch gut reingekommen...
    Jetzt am Ende dieses ersten Bandes stelle ich mir die Frage, wer dieser Warner überhaupt ist, welche Art kaputter Mensch und wohin die Handlung gehen wird...
    Für mich bisher eine dunkle sehr gut erzählte außergewöhnliche Zukunftsvision...

  2. Cover des Buches Dark Wonderland - Herzkönigin (ISBN: 9783570163191)
    A. G. Howard

    Dark Wonderland - Herzkönigin

     (421)
    Aktuelle Rezension von: magic_and_crazy_reader16

    Zu erst muss ich einmal loswerden, dass das Cover unglaublich Lust macht das Buch zu lesen,  da es viele Elemente enthält, die man mit Alice im Wunderland verbindet. Der Einstieg der Geschichte ging meiner Meinung nach auch noch. Obwohl es schon sehr komplizierte Konflikte und Handlungsstränge gab und ich mit der Einstellung von Alyssa nicht so richtig klar kam. Überhaupt muss ich sagen, dass die meisten Charaktere sehr oberflächlich waren und man nicht wirklich Tiefpunkt verspürte. Auch ihr Freund war mir echt nicht sympathisch. Irgendwie fühlte sich viel erzwungen an. Dennoch gab es immer wieder Passagen, die mir sehr gut gefallen haben und bei denen ich Spaß hatte, sie zu lesen. Auf der einen Seite ist dieses Buch echt komisch und verwirrend und auf der anderen Seite auch mal etwas anderes und etwas besonders. Aber trotzdem kann ich nicht mehr als 3 Sterne geben, da sich das Buch meist sehr gezogen hat und ich mit der Grundidee der Charaktere nicht zurechtkam (Wer tötet auch Motten um sie für ein Kunstwerk zu benutzen 😂😐) 

    Meiner Meinung nach war der Mottenmann echt der coolste und interessanteste Charakter dennoch werde ich höchstwahrscheinlich die Folgebände nicht mehr lesen.

  3. Cover des Buches Der Seelenbrecher (ISBN: 9783426637920)
    Sebastian Fitzek

    Der Seelenbrecher

     (3.252)
    Aktuelle Rezension von: BuecherDiebin

    Der Seelenbrecher ist ein Buch, welches einem zeigt, dass nicht alles Gelesene so ist, wie man es am Anfang denkt.

    Im Fernsehen wird von Frauen berichtet, welche Äußerlich keine Verletzungen haben und dich nach kurzer Zeit sterben . Die Seelen der Frauen sind gebrochen. Sie können nicht mit der Ausenwelt kommunizieren.

    Ein Unbekannter wird in eine abgelegene Psychatrie geliefert. Er hat alle Erinnerungen verloren. Während die Erinnerungen fetzenweise zurückkommen, treffen weitere Gäste in der Klinik ein, durch einen Ausbruch eines Patienten wird die Klinik komplett abgeschottet. Niemand kommt rein oder raus. Die Nacht des Grauens beginnt. Denn was niemand weiß, der Seelenbrecher ist ist mitten unter Ihnen...


    Die anfängliche Spannung baut Fitzek bis zum Ende des Buches noch weiter aus. Man konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders der Wechsel zwischen Gegenwart und der  Geschichte in der Klinik hat mir gut gefallen. 

    Die einzelnen Charaktere kamen ebenfalls authentisch beim Leser an. 

    Besonders die unerwartete Wendung am Ende hat noch einmal das Ganze Niveau des Buches gehoben. 


  4. Cover des Buches Der Insasse (ISBN: 9783426519448)
    Sebastian Fitzek

    Der Insasse

     (1.342)
    Aktuelle Rezension von: Carry1980

    Mir hat der "Insasse" mit am besten von S. Fitzek bisher gefallen. Ein Insasse der auf Verbrecherjagd geht mit einem sehr überraschenden Ende. Ich konnte es einfach nicht weg legen und so war es innerhalb eines Tages aus gelesen. Genial!

  5. Cover des Buches Snow (ISBN: 9783522202374)
    Danielle Paige

    Snow

     (187)
    Aktuelle Rezension von: susi96

    Das Buch „Snow“ von Danielle Paige ist der Auftakt einer Reihe. Es gibt noch zwei Novellen, die jedoch nicht ins Deutsche übersetzt worden sind.


    „Snow“ erzählt eine schöne Geschichte von Freundschaft, Liebe und Vertrauen. Doch auch ernste oder traurige Themen wie Verrat, Intrigen und schwierige Lebensumstände werden behandelt.

    Ich muss zugeben, dass ich mich anfangs nicht so gut in die Geschichte rein finden konnte. Dies könnte daran gelegen haben, das es mir schwer fiel mich mit dem Hauptprotagonist Snow zu identifizieren. Sie wuchs den Großteil ihrer Kindheit in einer Psychiatrie/Anstalt auf und viele Lebenserfahrungen und Verhaltensweisen, die man im normalen Leben sammelt, fehlen ihr. Das erschwert es dem Leser natürlich sich in den Hauptcharakter hineinzuversetzen.

    Dennoch ist Snow mit ihrer dann auftretenden neuen Situation in „Freiheit“ erstaunlich souverän und stark. Sie zeigt Eigenständigkeit, die man ihr eigentlich nicht zugetraut hätte. Trotzdem ist sie manchmal etwas naiv und gutgläubig und tut, was ihr gesagt wird, ohne es großartig zu hinterfragen.


    Die Geschichte wurde mit der Zeit dann doch noch spannender, sodass es schließlich zu einem Punkt kam, an dem man das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte.

    Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und lässt sich flüssig lesen. Sie beschreibt Gefühle und Emotionen sehr ansprechend, wodurch die etwas unkonventionelle Beziehung zwischen Snow und ihrer großen Liebe aus der Anstalt, Gabe, nachvollziehbar wird. Dennoch finde ich gut, das Snow im Laufe des Buches auch andere Jungen kennenlernt, da mir die Beziehung zu Gabe etwas aus der Not ihrer Lebensumstände bzw. aus Mangel an anderen Kandidaten entstanden scheint.

    Die anderen Charaktere sind für den Leser ebenfalls greifbar, durch die Vielzahl und da keiner im besonderen Maße hervorsticht, möchte ich jetzt aber nicht allzu viel dazu sagen. Da muss man das Buch schon selber lesen. :)

    Auch Räumlichkeiten und die Schneewelt hat die Autorin deutlich beschrieben, weshalb man sie vor seinem inneren Auge zum Leben erwecken konnte.


    Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet, was bei mir sofort das Verlangen weckte, das Buch zu lesen.

    Mit dem Cover und der Geschichte erschien es mir durch die Schneewelt und die beiden Freunde Kai und Gerda, sowie dem bösen Schneekönig eine Anlehnung an das Märchen der Schneekönigin zu sein, wodurch es sich bei dem Buch um eine Märchenadaption handeln würde.


    Ich gebe der Geschichte 4 Sterne, da es mich im hinteren Teil noch richtig fesseln und begeistern konnte, es sehr spannend wurde und auch einige unvorhersehbare Wendungen folgten. Zuerst wirkte es recht vorhersehbar, aber die sehr überraschenden Plot Twists belehrten mich eines besseren, was ich sehr zu schätzen wusste. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für das Buch, wobei ich anderen Lesern anrate, dem Buch etwas Zeit zu lassen, sich zu entfalten und es nicht vorzeitig abzubrechen, wenn es einem nicht direkt gefällt. 

  6. Cover des Buches Dark Wonderland - Herzbube (ISBN: 9783570163740)
    A. G. Howard

    Dark Wonderland - Herzbube

     (156)
    Aktuelle Rezension von: Janiine

    Hello meine lieben bookies!

    Endlich habe ich den zweiten Teil der Dark Wonderland Trilogie gelesen!

    Und ich wurde nicht enttäuscht!

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    Dieses Mal spielt sich die Geschichte nicht in Wunderland ab, sondern in der realen Welt. Alyssa denkt, dass sie endlich ein normales Leben führen kann. Aber Morpheus und sämtliche Bewohner Wunderlands machen ihr da einen Strich durch die Rechnung als sie in der echten Welt auftauchen und Alyssa in ein neues Abenteuer ziehen. 

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    Der Schreibstil war wie im ersten Band fantastisch! Man fliegt nur so durch die Seiten und lernt immer wieder neue Wesen oder Orte kennen. 

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    Es gab viele kleine Geheimnisse die entdeckt wurden und Alyssa und ihre Freunde werden von einer spannenden Situation in die nächste verfrachtet. Natürlich gabs auch die ein oder andere Erinnerung die wir zusammen mit Alyssa erfahren durften. 

    Es hat mir sehr viel Spaß gemacht die Geschichte zu lesen. 

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    In diesem Teil lernt man viel mehr über die anderen Charaktere und Alyssa steht nicht alleine im Mittelpunkt. Das fand ich großartig!

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    Am Ende gab es auch einen Cliffhanger, weswegen ich sofort mit dem dritten und letzten Teil begonnen habe. 

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    Eine klare Leseempfehlung von mir!

  7. Cover des Buches Vater unser (ISBN: 9783446262591)
    Angela Lehner

    Vater unser

     (98)
    Aktuelle Rezension von: Rinoa

    Eva Gruber wird von der Polizei in die psychiatrische Abteilung des Wiener Spitals gebracht. Dort spricht sie mit Doktor Korb über ihr Leben, die Eltern, ihren Bruder Bernhard und die Umstände, die sie hergebracht haben. Doch kann man Eva und ihrer Wahrnehmung überhaupt trauen? Oder ist vielleicht doch alles ganz anders?

    Zunächst einmal ist „Vater unser“ wirklich super geschrieben und gut zu lesen, der Sprachstil ist rasant und modern. Eva ist ichbezogen und besserwisserisch, doch sie erzählt – oder besser gesagt: monologisiert – auch mit einem Augenzwinkern und lässt hier und da einen gewissen Humor aufblitzen, so dass die knapp 300 Seiten wirklich nur so dahingeflogen sind.

    Ich kann auch nicht sagen, dass die Lektüre nicht kurzweilig war oder ich mich nicht unterhalten gefühlt habe, aber sie hat mich doch ganz schön ratlos zurückgelassen.
    Am Ende waren es für meinen Geschmack zu viele Andeutungen und zu wenig Handfestes, so dass ich fast raten musste, was denn nun wirklich passiert ist (und bis heute nicht sicher bin, ob ich „richtig“ lag). Sicher von der Autorin so gewollt, aber leider nicht ganz mein Fall.

  8. Cover des Buches Wintermädchen (ISBN: 9783473584048)
    Laurie Halse Anderson

    Wintermädchen

     (425)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Lia und Cassie waren die besten Freundinnen. Beide schworen sich in einer Silvesternacht, dass sie die dünnsten der Schule werden. Doch dann stirbt Cassie im Gateway Motel. Für Lia bricht eine Welt zusammen und sie gibt sich die Schuld an ihrem Tod. Nicht den Menschen und dem Internet, die sich ständig über sie lustig gemacht haben. Auch ihr Schwur hat nichts damit zu tun. Nicht einmal Cassies Eltern gibt sie die Schuld. Nein, sie gibt sie sich selbst. Denn sie ist damals nicht ans Telefon gegangen…

    Meine beste Freundin hat damals so von diesem Buch geschwärmt, dass ich es mir auch direkt gekauft habe. Doch leider lag es Ewigkeiten auf meinem SuB und letztes Jahr habe ich es dann geschafft, endlich dieses Buch zu lesen. Und ich habe niemals mit so einer Geschichte gerechnet.

    Vorab möchte ich noch sagen, dass ihr dieses Buch mit Vorsicht lesen solltet. In diesem Buch steht leider keine Trigger Warnung, aber das hat es dringend nötig. Denn in diesem Buch werden sensible Themen unbeschönigt dargestellt. Also spreche ich hiermit jetzt eine dicke Trigger Warnung für dieses Buch aus. Bitte nehmt diese Ernst und achtet auf euch!

    Lia ist eine sehr starke Protagonistin, die gegen ihre Dämonen kämpft. Sie leidet unter Magersucht, Depressionen und selbstverletzendem Verhalten. Dies hat mit ihrer zerbrochenen Familie zutun und mit ihrem Vater, der ihr keine Aufmerksamkeit schenkt. In diesem Buch werden Lias Gedanken unbeschönigt dargestellt, was ich auf der einen Seit sehr gut finde, da man einen guten Einblick in die Welt eines psychisch kranken Person findet. Aber auf der anderen Seite ist es triggernd für diejenigen, die selbst betroffen sind. Lia hat in diesem Buch eine sehr starke Entwicklung hinter sich, die ich bewundere. Ich glaube, ich hätte nicht die Kraft dafür.

    Cassie, Lias ehemalige beste Freundin, ist ebenfalls an Magersucht erkrankt. Kurz bevor sie im Motel starb, hat sie Lia angerufen. Beide Mädchen hatten seit Jahren keinen Kontakt mehr, daher ignorierte sie den Anruf. Die Autorin hat es geschafft, die Charaktere authentisch und lebhaft darzustellen. Sie hat recherchiert und macht somit die Geschichte lebendig. 

    Der Schreibstil von Laurie Halse Anderson hat mich tief bewegt. Sie schreibt brutal ehrlich und zeigt einem deutlich, was psychische Erkrankungen mit einem Menschen anrichten. Die Sprache der Autorin ist lebhaft und hat mich damit an die Seiten gefesselt. Das Buch habe ich sehr schnell durchgelesen, da ich immer wieder wissen wollte, wie es weitergehen wird...

    ,,Wintermädchen‘‘ ist eine Geschichte, die schonungslos ehrlich davon berichtet, dass psychische Erkrankungen kein Kinderspiel sind. Die Autorin hat die Erkrankungen sehr gut dargestellt und oft habe ich mich beim Lesen verstanden gefühlt, da ich manchmal ähnliche Gedanken habe. Das war mein erstes Buch der Autorin und bestimmt auch nicht das letzte!

  9. Cover des Buches Die Glasglocke (ISBN: 9783518423653)
    Sylvia Plath

    Die Glasglocke

     (354)
    Aktuelle Rezension von: katzenminze

    Für Esther Greenwood könnte es eigentlich nicht besser laufen. Sie hat ein Stipendium fürs College bekommen und zusätzlich einen Aufenthalt im mondänen New York inklusive begehrter Praktikantenstelle als Journalistin gewonnen. Esther träumt von einer Karriere als Dichterin oder Journalistin und vom ersten Sex. All das scheint in greifbarer Nähe aber immer mehr kommen ihr Zweifel ins Gehege. Will sie wirklich Dichterin werden? Oder lieber Sprachen lernen? Europa bereisen? Oder doch einen Mann und Kinder? – Was sie bisher immer kategorisch angelehnt hat. Jeder neue Traum scheint einen alten platzen zu lassen und plötzlich sieht Esther sich nicht mehr in der Lage so grundlegende Dinge zu tun, wie ihren Koffer zu packen, zu lesen oder zu duschen.

    Ich wußte, dass ich Mrs. Guinea dankbar sein mußte, und trotzdem empfand ich nichts. Hätte sie mir eine Fahrkarte nach Europa oder eine Kreuzfahrt rund um die Welt geschenkt, so hätte sich für mich nicht das geringste verändert, denn egal, wo ich saß – ob auf dem Deck eines Schiffes oder in einem Straßencafé in Paris oder Bangkok -, immer saß ich unter der gleichen Glasglocke in meinem eigenen sauren Dunst.
    Seite 200

    Silvia Plaths Roman wird im Laufe der Geschichte immer düsterer. Auch wenn es eher leicht und durchaus witzig begann ist davon bald nicht mehr viel übrig. Esther ist gefangen in ihrer Depression, kennt sich selbst nicht mehr und kreist gedanklich ständig um Selbstmord. Nach außen hin versucht sie die Fassade der selbstbewussten, engagierten Studentin aufrecht zu erhalten, was ihr immer weniger gelingt.

    Im Bezug auf die Depression ist der Roman äußerst gelungen. Plath wusste nur zu gut, worüber sie schreibt. Abgesehen davon, war mir der Aufbau teilweise etwas zu wirr. Esther gerät in manch seltsame Situation, die dann meines Erachtens einfach nicht richtig aufgelöst wird. Mehr als einmal hing ich etwas in der Luft und habe mich gefragt was denn nun genau los war. Auch, dass mehrfach das N-Wort zusammen mit rassistischen Figurenzeichnungen fällt hat mir nicht gefallen. Gegen die Figurenzeichnung kann man nun nichts tun aber in der 2020er Auflage hätte man zumindest das N-Wort entschärfen können. Dafür haben mir die Gedanken über die Doppelmoral im Bezug auf Mann und Frau, über Ehe und Sex ziemlich gut gefallen. Esthers Verzweiflung angesichts diverser Ungerechtigkeiten konnte ich allzu gut verstehen.

    Und ich wußte, trotz aller Rosen und Küsse und Essen im Restaurant, mit denen der Mann die Frau überschüttete, bevor er sie heiratete, war er insgeheim darauf aus, daß sie sich nach der Hochzeit unter seinen Füßen flach machte wie Mrs. Willards Küchenmatte.
    Seite 94

    Insgesamt war die Glasglocke für mich ein Buch mit Höhen und Tiefen. Es war teils sehr düster, manchmal aber auch erstaunlich witzig. Die größten Probleme hatte ich mit dem Aufbau, dafür gab es viele interessante Gedanken und auch wenn ich Esther oft nicht verstanden habe, war sie eine lebendige Figur, der ich gerne gefolgt bin. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich mir aber mehr von diesem Roman versprochen.

  10. Cover des Buches Der Fluch von Pendle Hill (ISBN: 9783442485062)
    Oscar Muriel

    Der Fluch von Pendle Hill

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Catherine Oertel

    Packend, düster, fesselnd kommt der zweite Band »Der Fluch von Pendle Hill« aus Oscar de Muriel’s Romanreihe um das geniale Ermittlerduo Frey & McGray daher. Und wieder einmal hat der Autor voll einen Nerv bei mir getroffen, so dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.  Der schöne flüssig, bildliche Schreibstil, die dichte Atmosphäre, die sich aufbauende Spannung ziehen mich ins viktorianische Zeitalter und lassen mich gemeinsam mit Frey & McGray faszinierende Abenteuer erleben.

    Dieser spezielle Fall bringt die so unterschiedlichen Ermittler an ihre Grenzen. Die zarten Bande der Freundschaft die sich zwischen ihnen gebildet haben drohen zu zerreißen. Nine-Nails verfolgt mit schottischer Sturheit sein Ziel, Freys berechtigten Einwand, dass er zu sehr involviert sei, stoisch ignorierend. Für seine Schwester ist er bereit alle Grenzen zu überschreiten und sich mit einem mächtigen Hexenzirkel anzulegen. Doch zuvor muss er Lord Ardglass finden, ein Unterfangen was sich als schwieriger herausstellt als gedacht. Eine packende Jagd beginnt in der sich die beiden Ermittler immer weiter voneinander entfernen. Werden sie ihre Differenzen überwinden können?  

    Band zwei ist anders als erwartet, in das Hexenthema musste ich mich erst einfühlen, dennoch exzellent umgesetzt.  Mir sind die beiden Ermittler inzwischen sehr ans Herz gewachsen und ich freue mich auf weitere Fälle mit Frey & McGray.  

    Fazit: »Der Fluch von Pendle Hill« - Packend, düster, fesselnd! Ein historischer Krimi, der mit außerordentlichen Morden, unerwarteten Wendungen und exzellenten Ermittlern punktet. Klare Leseempfehlung von mir! 

  11. Cover des Buches Die Physiker (ISBN: 9783257208375)
    Friedrich Dürrenmatt

    Die Physiker

     (3.777)
    Aktuelle Rezension von: Clari52

    Der Klassiker „die Physiker“ ist ein bekanntes Drama in zwei Akten, welches von drei Physikern erzählt, die in einer Irrenanstalt wohnen. 

    Sehr kurzweilig präsentiert sich das Stück mit sehr viel Witz und knappen Dialogen, die einen ab und an schmunzeln lassen. 

    Es lässt sich locker an einem Nachmittag lesen.

  12. Cover des Buches Im Schatten des Turms (ISBN: 9783499276705)
    René Anour

    Im Schatten des Turms

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Angesprochen hat mich das Buch besonders aufgrund des Titels und des Klappentextes. Als Wienerin gehört so ein Buch schon beinahe Pflichtgemäß ins Regal und so ließ ich mich nicht lumpen und tauchte ein ins Wien einer vergangenen Epoche.

    Dabei wird ein genauer Blick auf die damalige Medizin geworfen und auch dem Umstand, was mit den vermeintlich "Wahnsinnigen" unternommen wurde, um sie zu heilen. Der Autor präsentiert hier zwei zentrale Figuren, die von ihrem Stand nicht unterschiedlicher sein könnten.
    Auf der einen Seite Alfred Wagener, ein Medizinstudent, der nicht zur gut betuchten Gesellschaft des damaligen Wiens zählt. Gerade deswegen geht er seiner Ambition Arzt zu werden mit einer noch größeren Leidenschaft nach, doch wie immer sind auch in diesem Fall so manche Figuren vom Geld abhängig. An dem Punkt taucht die Familie Wyderich auf. Angesehene Leute beim Wiener Hof, bloß das Helene, die Tochter, dort noch nie vorstellig wurde. Dafür ermöglicht ihr Vater viele Freiheiten, welche für die DAmen der damaligen Gesellschaft nicht unbedingt als notwendig erachtet wurden.

    Sobald Alfred und Helene als Personen aufeinanderprallen werden die ersten Konflikte hinsichtlich ihres gesellschaftlichen Standes tragend. Dies setzt sich durch die gesamte Handlung fort, denn unverhofft findet sich Alfred in einer präkeren Situation wieder aus der er herauskommen muss.


    Liest sich das Buch zu beginn noch recht harmlos, entwickelt sich im Laufe der Zeit an einigen Stellen der Ansatz eines Krimis. Neue Figuren tauchen auf und die daraus entstehenden Intrigen lösen sich erst nach und nach. Am Ende lauft es auf einen interessanten Umstand hinaus, den man nicht unbedingt erwarten würde, wenn man den Prolog liest.

    Wie bei Szenen aus dem MIttelalter üblich bekommt auch die Liebe ihren Platz eingeräumt. Sie kommt allerdings nicht kitschig rüber, was den Handlungsverlauf vielleicht in eine zuckersüße Situation nach der nächsten treibt.

    Was ich mir gewunschen hätte wäre ein noch etwas tieferer Einblick in die medizinische Lehre gewesen. Von daher gibt es 4,5 Sterne.


    Fazit: Ja es entwickelt sich im laufe der Zeit eine Liebesgeschichte, gespickt ist diese jedoch mit unzähligen Intriegen, bei welcher der Leser immer auf der Hut sein muss, welche Figur er nun für einen Verbündeten hält und wen er ganz falsch einschätzt.

  13. Cover des Buches Die Stadt der Blinden (ISBN: 9783442745296)
    José Saramago

    Die Stadt der Blinden

     (542)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    Ein Mann wartet mit seinem Auto an einer roten Ampel. Als die Ampel auf grün umschaltet, fährt er nicht los: Er ist plötzlich erblindet.

    Er wird von einem Mann nach Hause gebracht, der sich erst freundlich zeigt, doch dann sein Auto stiehlt, und die Frau des Blinden begleitet ihn in eine Augenarztpraxis, um dieser sonderbaren Blindheit auf die Schliche zu kommen.

    Innerhalb weniger Stunden erblinden nicht nur der Autodieb und die Frau des ersten Blinden, sondern auch der Augenarzt und seine Patienten. Nur die Frau des Augenarztes bleibt verschont.

    Alle Blinden werden in eine leerstehende Irrenanstalt gebracht, wo sie (und die nachfolgenden Blinden) vom Rest der Menschheit isoliert werden. Um bei ihrem Mann zu bleiben, gibt sich die Frau des Augenarztes als Blinde aus, und schafft es so, den Isolierten beizustehen und ihnen Unterstützung zu bieten.

    Ich habe ‚Die Stadt der Blinden‘ vor vielen Jahren zum ersten Mal gelesen und war damals sehr begeistert von dem Roman. Er ist trotzdem der einzige Roman geblieben, den ich von José Saramago gelesen habe, und nun habe ich zur Auffrischung des Hörbuch gehört.

    Im Roman werden weder Personen noch Orte benannt, und auch wann die Geschichte spielt, erfährt der Leser nicht. Stattdessen werden die Personen nach bestimmten Eigenschaften unterschieden, z.B. ‚die Frau mit der dunklen Brille‘ oder ‚der erste Blinde‘, was nicht nur zur Anonymität der Personen führt, sondern auch zu einer gewissen Universalität und Austauschbarkeit beiträgt.

    Saramagos Roman ist anspruchsvoll und von Anfang bis Ende fesselnd, ohne dass der Literatur-Nobelpreisträger des Jahres 1998 ausschweifend, kompliziert oder blumig schreibt. Die Stimmung im Buch ist dabei unheilvoll und düster, wobei der Roman im Verlauf immer gespenstischer und bedrückender wird.

    Saramagos Beschreibungen von Unterdrückung, Entrechtung, Entmenschlichung und Kompromisslosigkeit liegen bisweilen schwer im Magen, was auch daran liegt, dass die Schilderungen durchweg authentisch wirken und man sich gut vorstellen kann, dass eine solche Ausnahmesituation auf die von Saramago wiedergegebene Weise entgleist.

    Ich kann den Roman voll und ganz empfehlen und lese irgendwann sicherlich weitere Romane des Autors, z.B. ‚Die Stadt der Sehenden‘.

  14. Cover des Buches Als die Tage ihr Licht verloren (ISBN: 9783866124660)
    Stephanie von Hayek

    Als die Tage ihr Licht verloren

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Lesehoernchen99

    Bewertet mit 4 Sternen

    Linda und Gitte, Töchter einer liberalen, gut bürgerlichen Berliner Familie, genießen ihre Jugend. Gitte, die als Sekretärin im Reichsinnenministerium arbeitet, hofft, einst als Juristin Karriere zu machen, Linda, die ungestüme Träumerin, schlägt den künstlerischen Weg ein und heiratet den sensiblen Erich, die Liebe ihres Lebens. Als seine Nachrichten von der Front ausbleiben und sein Schicksal ungewiss ist, fällt sie in tiefe Melancholie – gefährlich in einer Zeit, in der psychische Krankheiten zum Todesurteil werden können. Denn die Nationalsozialisten planen bereits, was sie verharmlosend »Euthanasie«, den guten Tod, nennen …

    Da ich mich sehr für den geschichtlichen Hintergrund des dritten Reiches interessiere, wollte ich auch dieses Buch sehr gerne lesen. Ich bin jetzt nicht so bewandert in historischen Romanen, aber bei diesem hatte ich stellenweise das Gefühl, die Autorin wollte zuviel und alles zur gleichen Zeit. Dennoch konnte mich das Buch unterhalten, wenn man bei der schlimmsten Geschichte, die Deutschland je passierte überhaupt von Unterhaltung sprechen kann.
    Mir kam es aber ganz gut recherchiert vor und trotz des überaus ernsten Thema ist das Buch sehr lesenswert. Ich hoffe die Autorin schreibt noch mehr

  15. Cover des Buches Die Blechtrommel (ISBN: 9783423138192)
    Günter Grass

    Die Blechtrommel

     (543)
    Aktuelle Rezension von: Lorenz1984

    Danke Herr Grass für diesen längeren Ausflug in die Welt von Oskar Matzerath. 

    Dieses Buch kann ich definitiv mit nichts vergleichen was ich bisher gelesen habe... 

    Jedem zu empfehlen der Lust auf etwas unkonventionelles hat! 

  16. Cover des Buches Remember (ISBN: 9783401067575)
    Roland Jungbluth

    Remember

     (135)
    Aktuelle Rezension von: queenmadi
    Remember stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste, sodass ich es sofort lesen musste als ich es endlich in den Fingern hatte. Ich kann nur sagen: das Warten hat sich gelohnt!

    Man beginnt zu lesen und hat erst keinerlei Informationen darüber, was passiert ist oder warum. Auch weiß man nicht, ob die Protagonisten verrückt werden oder ob tatsächlich etwas nicht stimmt. So lernt man die Charaktere nach und nach kennen ohne einschätzen zu können ob sie oder ihre Geschichte real sind. Diese Unwissenheit zieht sich durch das gesamte Buch und macht es so unglaublich spannend. Ich habe beim Lesen alle paar Seiten meine Einschätzung der Realität geändert. Natürlich führt diese Spannung dazu, dass man das Buch am liebsten auf einmal lesen würde. Auch bleibt die Spannung bis zum Ende erhalten, was nicht selbstverständlich ist. Viele Autoren schaffen es nicht die Spannung so lange aufrechtzuerhalten ohne dass es übertrieben wirkt.
    Immer wieder gibt es kurze Einblicke in ein Interview, dadurch erhält man nach und nach Hinweise auf das Ende. Jedoch sind diese so subtil, dass man nicht gespoilert wird oder sich das Ende schon denken kann.
    Besonders gut fand ich das letzte Kapitel nach der Auflösung des Rätsels (die ich hier natürlich nicht verraten will). Man erfährt nochmal einige Details über die Protagonisten und es ist ein super Abschluss zu einem super Buch.

    Insgesamt war ich sehr begeistert. Ein spannendes Thema, das sehr gut umgesetzt wurde. Definitiv lesenswert!
  17. Cover des Buches Unendlicher Spaß (ISBN: 9783499249570)
    David Foster Wallace

    Unendlicher Spaß

     (172)
    Aktuelle Rezension von: DenisVonLichtenfels

    Darf man es wagen, zu gestehen, dass man nach etwa 200 Seiten langsam, aber sicher das Interesse verloren hat? Wie lange darf sich ein Autor Zeit nehmen, um den Leser für sich zu gewinnen? Handelt es sich hier eventuell um ein Buch, das man sich vor allem deshalb ins Regal stellt, um zu beweisen, wie smart man ist? Nicht dass ich dem Meister das Talent absprechen würde. Aber die Wahrheit ist: Er war auch ein intellektueller Poser, der einem ziemlich auf die Nerven gehen kann.

  18. Cover des Buches NORTHERN GOTHIC (ISBN: 9783958350779)
    Andreas Gruber

    NORTHERN GOTHIC

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl
    Ich muss sagen, es handelt sich hierbei um meinen ersten Gruber. Die Kurzgeschichtensammlung bietet dabei einen guten Überblick über den Schreibstil des Autors und derartiges ist für mich immer ein Anhaltspunkt, ob ich mir hinterher einen Roman zulege oder nicht. Ich will in diesem Fall die einzelnen Geschichten als solches bewerten, was letztlich ja doch interessant ist, denn bei Anthologien überzeugen ja nicht immer alle Geschichten.

    Vorwort: (5 Sterne)
    Ja auch wenn man es nicht erwarten würde, aber die Schreiberin des Vorwortes hat genau dieses in eine Geschichte verpackt und ich muss sagen der Ansatz dazu hat mich echt begeistert.

    Schießerei am O. K. Corral: (4 Sterne)
    Warum meine Wertung zu der Geschichte nicht die volle Sternchenanzahl erhält? Das liegt daran, dass mir die Story irgendwie unvollständig erschien. Zwar erwähnt der Autor am Rande einen indianischen Friedhof, doch diesen Hinweis hätte man locker noch um einiges ausbauen können, wodurch die Handlung einen mystischeren Hintergrund bekommen hätte.
    In jedem Fall ist der Hintergrund zu der Schießerei ein interessanter und das obwohl ich aus diesem Genre bisher noch nichts gelesen habe.

    Wirklich böse Sachen: (4,5 Sterne)
    Bei der Geschichte muss ich sagen war die Handlung ab einem bestimmten Punkt durchaus greifbar. Die hohe Wertung meinerseits fällt deswegen aus, weil das Ende die Geschichte in einen wirklich interessantem Licht dastehen lässt. Man fragt sich wie es weitergeht.

    Seit wann trinken Katzen Whisky?: (3,5 Sterne)
    Hier liegt so der typische Krimi vor, der zwar ganz nett zum Lesen ist, aber irgendwie keinen rechten Spannungsbogen aufbaut. Das Ende kann man regelrecht greifen, trotzdem gut geschrieben und wenn man in Wien lebt hat man schnell einen Bezug zu der Umgebung.

    Glauben Sie mir, meine Name ist Dr. Watson!: (4 Sterne)
    Ich find ja Geschichten, die Holmes und Watson adaptieren immer sehr gelungen. Jeder Autor besitzt eine eigene Herangehensweise und Gruber fokusiert sich in dem Punkt auf den Holmes wie ihn Doyle gesehen hat. Die Story an sich besitzt die typischen Wendungen und Wirrungen eines kniffligen Falles. Dennoch hat mich das Ende nicht zu 100% überzeugen können. Dafür verhilft das Miträtseln zu 4 Sternen.

    Bruegels Turmbau zu Babel: (5 Sterne)
    Die Handlung hat mich bei der Geschichte echt begeistert. Es zeigt so richtig die menschliche Psyche auf und wie sie mit etwas versucht umzugehen, dass keine Lösung aufbieten kann.

    Klinik: (2 Sterne)
    Bei der Geschichte habe ich echt gemischte Gefühle beim Lesen gehabt. Mir erschloss sich einerseits nicht ganz warum über 7 Seiten hinweg ein einziger Satz läuft. Sicher, die Kommas gestalten den Gedankenverlauf des Protagonisten deutlich, aber so ganz ohne Punkte ist es schon anstrengend solch eine Geschichte zu lesen.
    Wobei man bereits bei den ersten Sätzen erkennt, dass der Autor damit etwas ganz bestimmtes bezweckt. Was genau kann ich nicht sagen, ich bin nicht dahinter gekommen.

    Ristorante Mystico: (3,5 Sterne)
    Die eigentliche Handlung der Story liest sich wirklich toll, allerdings reisen einen mitunter die vielen Gedankeneinschübe des Protagonisten irgendwie immer wieder raus. Derartiges mindert dann doch die Freude am Lesen. Zumal die Geschichte in einer Endlosschleife weitergehen könnte.

    Das Bahnwärterhaus: (4 Sterne)
    Die Geschichte ist nicht sonderlich lang, dafür sehr intensiv vom Verlauf her und zudem mit einem Ende, das man so zu Beginn nicht erwartet hätte. Trotzdem überkam mich beim Lesen das Gefühl, als hätte der Autor einen entscheidenden Umstand ausgelassen.

    Die Schatten von Norgarth: (4,5 Sterne)
    Wenn man das Vorwort des Autors zu der Geschichte liest ist man fast enttäuscht, dass nicht der ursprüngliche Titel genommen wurde. Auf der anderen Seite kann man sagen, dass eine solide Fantasygeschichte vorliegt, die mit einigen Überraschungen aufwartet.

    Wie ein Lichtschein unter der Tür: (4 Sterne)
    Ich find hierbei vor allem weider den Gedankengang des Protagonisten interessant. Er lässt einen in seine tiefsten Gefühlsebenen einblicken und bis zum Schluss würde man das angestrebte Ende und die Auflösung so nicht erwarten.

    Rue de la Tonnellerie: (4 Sterne)
    In der Geschichte geht es um Wagner und Poe. Die beiden in einer Geschichte zu erleben ist ein interessanter Ansatz, wobei sich der großteil der Handlung, in Form von Tagebucheinträgen, dann doch wieder auf Wagner und sein Schaffen fokusiert. Zugleich zeigt es einen Aspekt des Autorendaseins, den nur wenige kennen: Die innere Schaffenskrise.

    Die scharfe Kante des Geodreiecks: (3 Sterne)
    Die Grundidee ist mal etwas ganz anderes. Eigentlich besitzt die Geschichte sogar einen morbiden Humor, aber letztlich verläuft sich alles irgendwie in einem Dreieck.

    Northern Gothic: (4,5 Sterne)
    In der Sammlung ist dies die längste Kurzgeschichte und ich muss sagen auch von der Erzählung her so die intensivste. Der Autor verlagert dafür die Geschichte in die 50er Jahre und spielt mit Klischees, Erwartungshaltungen und einer abgelegenen Gemeinde. All das beflügelt die Fantasy des Lesers und trotzdem hat man hin und wieder das Gefühl, dass bestimmte Stellen einfach schnell abgehandelt werden, was nicht immer zum Vorteil der Handlung ausfällt.

    Fazit: Alles in allem kann man sagen, dass es sich um Kurzgeschichten aus den verschiedensten Genres handelt. Nicht bei allen habe ich diese explizit erwähnt, auch weil es sonst ein zu großer Spoiler wäre. Manches erschließt sich nämlich erst im Laufe der Geschichte. Ob es mein letzter Gruber war, will ich gar nicht sagen, denn der Autor weiß definitiv, wie man mit der Gefühlslage des Lesers spielt und das macht es interessant seine Bücher zu entdecken.


  19. Cover des Buches Zwischen den Meeren (ISBN: 9783866482579)
    Sarah Moss

    Zwischen den Meeren

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Ein wunderschönes Cover, wie es sie immer im mare Verlag gibt. Hochwertig mit Lesebändchen und dem typischen weißen Rand an der unteren Seite des Buches, fühle ich mich einfach immer von diesem Verlag angesprochen. Besonders dieses Cover mit den Farben und dem Motiv erinnert mich an Japan, was auch ein wichtiger Bestandteil des vorliegenden Buches ist.

    In Sarah Moss neuer Geschichte erzählt sie von einem jungen, frisch vermählten Ehepaar, Tom und Ally, die schon nach ein paar Wochen Eheleben für längere Zeit getrennt sein werden. Tom baut Leuchttürme und wird nach Japan entsandt. Ally ist Ärztin und interessiert sich besonders für psychisch Kranke. Während Tom in Japan versucht die dortige Welt und deren Menschen zu verstehen, taucht Ally immer tiefer in die Welt der Irrenanstalt zu Hause in Cornwall ein. Beide sind auf ihre Art einsam und versuchen damit klar zu kommen. Ihnen bleibt nichts weiter als Briefe, auf die sie wochenlang warten müssen, um ihre Beziehung aufrecht zu erhalten.

    Zwei sehr interessante Erzählstränge, in Japan und in einer Psychiatrischen Anstalt, zwischen denen die Autorin hin und her wechselt. Mir haben besonders die Teile in Japan gefallen, wobei von Toms Arbeit kaum die Rede ist. Das finde ich störend, denn das war der eigentlich Grund für seine Reise. Es geht eher um die Gepflogenheiten und das viele Unverständnis Toms. So denkt er viel über die (Geister-)Füchse nach, die stets negativ für Familien sind. Er möchte das Land verstehen, kennen lernen und die Natur genießen. Er will das Land gar nicht mehr verlassen und wünscht, er hätte Ally gebeten mitzukommen. In Japan ist er nie allein und lernt, dass Essen aus vielen verschiedenen Konsistenzen bestehen kann, anders als in England. Er vermisst seine Frau und will doch nicht weg.

    Ally wohnt derweil in ihrem Haus, in dem es nass und kalt und schimmelig ist. Da Tom über das Jahr hinweg in Japan bleiben muss, beschließt sie zu ihrer Mutter zu gehen. Eine Frau, vor der sie Angst hat. Eine Frau, die sich selbst nicht wertschätzt, nichts als arbeitet und sich den ganzen Tag von einem Stück Zwieback ernährt. Und dennoch geht Ally dorthin, sie hofft es hätte sich etwas verändert. Sie hofft es so sehr und hat weiterhin so große Angst vor ihrer eigenen Mutter, dass sie selbst in den Status einer Patientin in einer nervlichen Heilanstalt gerät.

    Sarah Moss schreibt in einer tollen Sprache und unaufgeregt. Sie schafft es, dass man besonders mit Ally leidet, die es ihrer Mutter nicht recht machen kann. Ihr Drift in den Verfolgungswahn ist so realistisch beschrieben, dass man die Stimme der Mutter im eigenen Kopf hören kann.

    Ein bisschen unzufrieden war ich dann allerdings mit dem Ende, das ich hier natürlich nicht verraten möchte. Für mich war der Epilog überflüssig und hat der eigenen Phantasie alles genommen.

  20. Cover des Buches Das Geheimnis der Madame Yin (ISBN: 9783939990345)
    Nathan Winters

    Das Geheimnis der Madame Yin

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Tina_s_Leseecke

    Das Buch "Das Geheimnis der Madame Yin" ist der Reihenauftakt um die Pinkerton Celeste Summersteen und den Inspector Robert Edwards und stammt aus der Feder von Nathan Winters.

    Zu Beginn lernte ich Celeste kennen. Sie ist Pinkerton und möchte beweisen, dass Frauen genauso viel leisten können wie Männer. Aber ihr Chef gibt ihr keine Chance. Eines Tages wird sie als Art Kindermädchen nach London geschickt und stolpert dort in ihren ersten Fall hinein. Gemeinsam mit dem ermittelnden Inspector versucht sie den Mörder zu finden und auch hier hat sie wieder mit der damaligen Ansicht über Frauen zu kämpfen.Können Summersteen und Edwards den Mörder finden und kann Celeste beweisen was sie kann?


    Mein Fazit:
    Der Schreibstil war flüssig und ich kam super in die Geschichte rein. Celeste und auch Edwards waren mir sofort sympathisch und ich wollte wissen ob sie sich noch zusammen raufen und natürlich wer der Mörder ist.

    Die Erzählperspektive ist der auktoriale Erzähler aus der Sicht von Celeste und Edwards. Durch diese Erzählform wusste ich bereits mehr als die beiden Ermittler aber das Ende konnte mich dennoch überraschen.

    Das Cover ist in Schwarzweiß gehalten und sehr zentral steht der Titel. Darunter der Hinweis auf den viktorianischen Krimi und ganz oben am Rand steht der Autorenname. Im Hintergrund ist der BigBen abgebildet, sowie eine Brücke. Durch das Cover weiß man sofort wo die Geschichte spielt.

    Die Kapitel haben keine Nummern, sondern eine Datums- oder Zeit- und Ortsangabe. Dadurch konnte ich nachvollziehen wie viel Zeit seit Beginn der Handlung vergangen ist und wusste auch immer wo ich mich gerade befand. Die Kapitel handelten immer aus der Sicht von einer Person, es erfolgte keine Vermischung.

    Das Buch bekommt von mir 4 Sterne, da ich super unterhalten wurde und die Charaktere lebendig und interessant gezeichnet wurden. Ein für mich gelungener Reihenauftakt der Lust auf mehr macht. Es war interessant in die Zeit einzutauchen und gemeinsam mit Summersteen & Edwards auf Ermittlung zu gehen.

    Du bekommst von mir eine klare Leseempfehlung und kann dir auch bereits den Folgeband empfehlen. 

  21. Cover des Buches Das Herz ist ein einsamer Jäger (ISBN: 9783257242249)
    Carson McCullers

    Das Herz ist ein einsamer Jäger

     (178)
    Aktuelle Rezension von: Tausendléxi

    Carson McCullers schrieb diesen Roman mit gerade Mal 23 Jahren. Er wurde 1940 veröffentlicht. Ich habe ihn nun das zweite Mal gelesen und finde für dieses beeindruckende Buch wohl nicht die richtigen Worte. Doch kurz zum Inhalt:

    John Singer, ein sanfter Taubstummer, ist die tragische Hauptfigur dieser Geschichte. Er übt eine besondere Anziehungskraft auf seine Mitmenschen aus. Sie kommen mit ihren Sorgen zu ihm. 

    Mick Kelly, ein Mädchen in der Pubertät, träumt von Musik und Erfolg. Sie lebt mit ihrer Familie, die mit großen finanziellen Problemen geplagt wird. Mick wird um ihre Träume und ihre Zukunft betrogen.

    Jake Blount, ein zorniger und aufbrausender Revolutionär. Eckt immer wieder mit seinen großen Reden überall an und hält es nie lange an einem Ort aus.

    Biff Brannon, Besitzer eines Cafés, ist ein gütiger, wenn auch schon etwas melancholischer Zeitgenosse.

    Dr. Copeland, will die Ungerechtigkeit aus der Welt vertreiben. Ein großes Ziel für einen schwarzen Mann in den Südstaaten.

    Carson McCullers ist hier ein großartiger Roman über die Einsamkeit gelungen. Sie zeigt auf, dass die Liebe bedingungslos ist. Ihre Protagonisten* sind alle miteinander verbunden. Sie alle scheitern an ihren Träumen und Lebensplanungen. Zu Beginn erscheint John Singer noch als der Erlöser, doch nimmt die Story einen verhängnisvollen Verlauf. Trotz dieser ins Detail gezeichneten Schicksale verliert der Roman nicht an seinem einfühlsamen Charme. Carson McCullers hat mit > Das Herz ist ein einsamer Jäger < ein berührendes Buch mit dem Blick auf das ungeschönte Leben kreirt. Große Leseempfehlung!

  22. Cover des Buches Die vergessenen Worte (ISBN: 9783442383511)
    Liz Trenow

    Die vergessenen Worte

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Matice

    Es handelt sich hier um eine Geschichte, die tatsächlich passiert sein könnte. Totale Verschwiegenheit in gehobenen Kreisen, die mit der unteren Klasse nach ihren Wünschen spielt. Das kleine Volk ist hilflos, während die Mächtigen sich alles rausnehmen was in ihrer Macht steht. 

  23. Cover des Buches Acht Wochen verrückt (ISBN: 9783492274685)
    Eva Lohmann

    Acht Wochen verrückt

     (165)
    Aktuelle Rezension von: Obst4

    Mila ist in ihrem Dasein „ver-rückt“ hat Depressionen und beginnender Burn-out - sie soll erst einmal 8 Wochen in eine Klinik die sich ihrer annimmt.
    Ihr begegnen dort unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichsten Diagnosen und auch mir als Leser gibt es Einblick in diese Art Klinik.
    Humorvoll, ergreifend und lehrreich erzählt Mila uns ihre Geschichte. Ein sehr gutes Buch 

  24. Cover des Buches Ich bin der Herr deiner Angst (ISBN: 9783499258695)
    Stephan M. Rother

    Ich bin der Herr deiner Angst

     (222)
    Aktuelle Rezension von: nati51

    Stephan M. Rother war mir bisher nicht bekannt und hat mich total überrascht. In seinem fesselnden Thriller „Ich bin der Herr Deiner Angst" entführt er den Leser nach Hamburg.

    Das Buch beginnt mit einem Vorspiel. Ein Mann wird in einem Wohnmobil, welches versteckt zwischen abgestorbenen Bäumen steht, von einem Unbekannten mit dem Fernglas beobachtet. Er spürt die Bedrohung. Warum fürchtet er sich?

    Den Ermittler Jörg Albrecht plagen Alpträume. Ständig geistern ekelhafte Fälle durch seinen Kopf, die ihn beunruhigen und auch Gedanken an seine Frau, die ihn verlassen hat, schwirren durch seine Gedanken. Ein Anruf mitten in der Nacht von seiner Kollegin Hannah Friedrichs erlöst ihn von seinen Qualen. Er wird zu einem Tatort im Hamburger Rotlichtviertel gerufen. Im Etablissement Fleurs du Mal liegt die bizarr hergerichtet Leiche eines Kollegen, der dort undercover ermitteln sollte. Jörg Albrecht und seine Kollegin Hannah Friedrichs ahnen noch nicht, dass dieses der Auftakt einer Reihe von grausamen Morden ist und alle haben sie mit den dunkelsten Geheimnissen ihrer Opfer zu tun.

    Zu Beginn musste ich mich etwas an den Stil des Autors gewöhnen. Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Erzählperspektiven geschildert, die nicht immer gleich erkennbar sind. Hannah Friedrichs Geschichte erfolgt aus der Ich-Perspektive, die Geschichte von Jörg Albrecht wird in der 3. Person erzählt.

    Das Geschehen ist flüssig und spannend geschrieben. Von Beginn an zieht das Buch einen in den Bann und man kann es schwer aus der Hand legen. Sehr detailliert wird die Arbeit der Polizei beschrieben. Der Thriller ist nichts für Leser mit schwachen Nerven, denn die Beschreibungen der Leichen fand ich teilweise sehr schockierend formuliert.

    Besonders gut gefallen hat mir, dass für mich bis zum Schluss der Täter nicht erkennbar war. Stephan M. Rother hat es geschafft ein fesselndes Netz von der ersten bis zur letzten Seite zu spannen, welches mich mehr als einmal überrascht hat. Für Thrillerfans eine unbedingte Leseempfehlung.

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