Bücher mit dem Tag "isabelle bonnet"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "isabelle bonnet" gekennzeichnet haben.

10 Bücher

  1. Cover des Buches Madame le Commissaire und die tote Nonne (ISBN: 9783426521977)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und die tote Nonne

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    Ein schöner Ausflug in einen botanischen Garten an der provenzalischen Küste bringt Madame le Commissaire Isabelle Bonnet keine Entspannung, sondern einen neuen Fall. Eine junge Nonne ist die Klippe herumtergestürzt, doch Isabell glaubt nicht an einen Unfall, wie ihre Polizeikollegen. Sie nimmt die Ermittlungen auf und endet schlussendlich in einem Kloster. Findet sie den Mörder mit einer göttlichen Fügung?

    Der fünfte Fall von Madame le Commisaire Isabelle Bonnet ist wie gewohnt flüssig geschrieben und versetzt den Leser wiederum in das savoir vivre der Provence. In der Geschichte wird zudem Isabelle mit ihrer Spezialeinheit-Vergangenheit selbst in den Vordergrund gestellt. Sie hat einiges zu überdenken. Das fand ich schön, so kam man ihr näher als bislang schon. Nach dem Ende bin ich nun gespannt, wie es mit ihr weitergehen wird, der nächste Band wartet schon auf mich.

    Mein Fazit: Die Reihe geht weiter in einer provenzalischen Wohlfühlatmosphäre und mit einer nachdenklichen Protagonistin. 4 Sterne.

  2. Cover des Buches Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer (ISBN: 9783426513842)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer

     (95)
    Aktuelle Rezension von: JochenBender

    Ein Buch für Südfrankreich-Fans, voller Klischees und trotzdem saumäßig wohltuend zu lesen. Leider las ich den zweiten Band zuerst, wusste also schon einiges. Trotzdem war überzeugt mich das Buch, zumal hier der Fall komplex war und raffiniert bis zum stimmigen Ende erzählt wurde. Vielen Dank für die gute Unterhaltung, ich werde noch weitere Bücher der Reihe lesen.

  3. Cover des Buches Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild (ISBN: 9783426520321)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    Madame le Commissaire Isabelle Bonnet hat sich entschieden. Ihr Kommissariat im Dörfchen Fragolin braucht Betriebsferien. Zum seine Seele baumeln lassen passt auch ein Rendezvous mit dem Kunstsammler Rouven Mardrinac, der sie umgarnt. In einer Galerie stellt er aber schnell fest, dass ein Bild vom berühmten Maler Henri Matisse gefälscht ist. Bei näherer Untersuchung kommt sogar ein Hilferuf zum Vorschein. Isabelle bleibt nichts anderes übrig, als ihre Betriebsferien zu verschieben.

    Ich empfand den vierten Fall von Madame le Commissaire ruhig und als richtigen Urlaubskrimi in der Provence. Die Ermittlungen gehen nur langsam und nebenbei voran. Aber ich empfand das nicht mühsam, sondern es passt zu Isabelle, die langsam lernt achtsam durchs Leben zu gehen und ihre Auszeit in der entlegenden Provence zu geniessen. Trotzdem hoffe ich in den Folgebänden wieder auf etwas mehr Action und Spannung.

    Mein Fazit: Urlaubsgefühle in der Provence mit einem Kunstfälscher-Krimi garniert.  Das Buch vermittelt Ferienstimmung. 4 Sterne.

  4. Cover des Buches Madame le Commissaire und die späte Rache (ISBN: 9783426517307)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und die späte Rache

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13
    Isabelle Bonnet eröffnet nun als Kommissarin ein Büro in ihrem Heimatdörfchen Fragolin, ein kleines Städtchen inmitten der Provence. Sie will so Paris und ihrer Vergangenheit bei der Spezialeinheit den Rücken kehren. Als ihr Assistent Apollinaire in den Akten auf einen alten Mord stößt, bei dem ein Mann mit einer Mistgabel übel zugerichtet wurde, erwacht Isabelles Neugier. Bei ihren Ermittlungen stösst sie auf jahrzehntelange düstere Geheimnisse, die plötzlich ans Tageslicht kommen.

    Dies ist die Fortsetzung der Reihe rund um Madame le commissaire Isabelle Bonnet. Besonders gefiel mit der Wandel von Isabelle. Ihre raue Schale bricht langsam auf und es scheint, dass sie in ihrem Leben am Ankommen ist. Aber der absolute Hit ist nach wie vor der etwas verpeilte Assistent Apollinaire. Ich liebe ihn.
    Ein kleiner Abstrich von der gesamten Punktzahl ist die Auflösung des Falles. Sie ist mir etwas zu banal eingebaut. Trotzdem bleibt es dennoch im Grossen und Ganzen eine gute Geschichte, hauptsächlich wegen der Charakterentwicklung. Ich freue mich schon auf weitere Fälle.
  5. Cover des Buches Madame le Commissaire und der Tod des Polizeichefs (ISBN: 9783426518724)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und der Tod des Polizeichefs

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    Madame Le Commissaire Isabelle Bonnet ist langsam in ihrem neuen, entschleunigten Leben an der Côte d’Azur in Südfrankreich angekommen. Die Geister der Vergangenheit spuken noch herum, aber dafür ist Arbeiten die beste Ablenkung. Gerade als sie sich einem Cold Case Fall, bei dem es um einen Juwelenraub in Cannes geht, widmen will, bekommt sie den Auftrag den Selbstmord des Polizeichefs zu untersuchen. Zusammen mit ihrem Assistenten Apollinaire geht sie auf Spurensuche, aber nicht alle sind über ihr Herumstochern erfreut.

    Dieser dritte Provence-Krimi von Pierre Martin ist etwas ruhiger in der Grundstimmung. Mir gefiel es sehr, wie Isabelle ihre traumatischen Erlebnisse in Paris langsam hinter sich lässt und sich selbst den Fragen "Wer bin ich?" und "Wer will ich sein?" widmet. Die beiden Krimifälle erfordern viel Ermittlungsarbeit und waren für mich etwas in der Auflösung vorhersehbar, aber ich fand sie trotzdem spannend.

    Mein Fazit: Wer Madame le Commissaire näher kennenlernen will, muss dieses Buch lesen. Es beinhaltet eine wichtige Charakterentwicklung für die Reihe. 4 Sterne.

  6. Cover des Buches Madame le Commissaire und der tote Liebhaber (ISBN: 9783426521984)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und der tote Liebhaber

     (36)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros

    Kaum aus der Reha zurück in ihrer Heimatstadt, sieht sich Isabelle mit einem Mord konfrontiert, der ihr diesmal sehr nahe geht - ihr Exfreund, der Bürgermeister von Fragolin, wurde brutal ermordet! Isabelle, zunächst unsicher, ob sie sich an den Ermittlungen offiziell beteiligen soll, stürzt sich schließlich mir Eifer in die Suche nach dem Mörder... und wird fündig.

    Ich habe diese Krimireihe vor einiger Zeit eher durch Zufall entdeckt und bin erst mit Band fünf in die Handlung rund um Isabelle eingestiegen, trotzdem hat mich sowohl die Story als auch die idyllische, entspannte Kulisse und Atmosphäre des Buches überzeugt.
    So auch dieser Band sechs. 

    Man findet sich recht schnell in der Geschichte zurecht, weshalb diese Bücher auch bequem unabhängig voneinander gelesen werden können. Nachdem der Leser mit den handelnden Personen bekannt gemacht wurde, steigt man auch schon in den eigentlichen Kriminalfall ein und begleitet die Protagonistin bei ihren Ermittlungen.
    Dem Autor ist es wieder gelungen, eine spannende und gleichzeitig ruhige Atmosphäre zu erschaffen, bei der man unbedingt weiterlesen möchte. Zudem kann man wunderbar miträtseln und versuchen, den wahren Täter zu entlarven. Gekonnt wird man hier aber auf falsche Fährten gelockt, die schließlich aber in einer gelungenen Auflösung entkräftet und geklärt werden.

    Ich habe auch bei diesem Krimi wieder einmal die Idylle, das südfranzösische Flair und das wunderbare Lebensgefühl genossen, dass dieses Buch vermittelt. Zudem hat mich auch der Kriminalfall selbst sehr gut unterhalten. 

    Dank des eingängigen, leichten Schreibstils, der sich herrliche flott lesen lässt, kommt nirgends Langeweile auf, daher möchte ich an dieser Stelle fünf Sterne vergeben.

    Diese Kriminalromane sind Spitze und spielen definitiv in der gleichen Liga wie Donna Leon und Co.

  7. Cover des Buches Madame le Commissaire und die Frau ohne Gedächtnis (ISBN: 9783426521991)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und die Frau ohne Gedächtnis

     (22)
    Aktuelle Rezension von: talisha

    Der Beginn dieses siebten Bandes erinnert an den zweiten Band: Isabelle Bonnet wird es langweilig und kaum denkt sie es laut, passiert etwas. Eine Frau läuft Apollinaire vors Auto. Die Frau kann sich an nichts mehr erinnern - eine Zeitungsmeldung soll den Ermittlern Hinweise über die junge Frau liefern. Die gibt es zwar, aber es funktioniert nicht so wie geplant. 

    Spätestens jetzt hat Isabelle ihren Spürsinn ausgefahren und geht davon aus, dass da was faul ist. Der Fall wird aufgerollt und detektivisch wird allen Hinweisen und Spuren nachgegangen. Und tatsächlich - die Leser können es sich nämlich schon seit dem Prolog denken - ist die Frau ohne Gedächtnis nur ein Puzzlestein in einer grossen, kriminalistischen Verstrickung.

    Ich fand diesen sieben Band interessant und total spannend. Wie immer sorgen Aussagen oder Handlungen von Apollinaire für Schmunzler, die amourösen Vorlieben von Madame le Commissaire gerade nicht für viel Romantik und die Anrufe von Balancourt für das Wissen, dass an dem Fall was dran ist. 

    Dieses Mal habe ich den Krimi ausnahmsweise erst im grauen und dunklen Dezember gelesen. "Madame le Commissaire" sorgt mit seinem Setting in der Provence für blauen Himmel, viel Sonne und die im realen Leben vermisste Wärme. Dazu die fesselnde Handlung, so dass man auch nach dem Lesen gedanklich in Fragolin bleibt und sich auf den nächsten Fall freut. 

    Fazit: Erneut ein toller und unterhaltender Fall für die Kommissarin und ihren Assistenten. 

    5 Punkte.

  8. Cover des Buches Madame le Commissaire und die panische Diva (ISBN: 9783426526736)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und die panische Diva

     (18)
    Aktuelle Rezension von: fredhel

    Ach ja, Südfrankreichkrimis haben immer dieses besondere Flair von Côte d'Azur und Savoir-vivre. Hierhin hat sich die Kommissarin Isabelle Bonnet hinversetzen lassen, nachdem sie in Paris einen traumatischen Einsatz überlebt hat. So viel jedenfalls schließt man als Leser aus den Andeutungen im Text, denn dieser Krimi ist immerhin schon der 7. Fall für Bonnet. Trotzdem kommt man auch ohne Vorkenntnisse gut in das Geschehen in hinein.

    Der Schauplatz wird sehr anschaulich beschrieben, auch mit den Personen wird man flott warm. Isabelle übernimmt den Personenschutz für eine bekannte Sängerin, die von einem fantasievollen Stalker aufs Hässlichste verfolgt wird.

    So gut mir auch das Setting gefällt, so zu überladen und unrealistisch empfinde ich den Plot. Es gibt einfach zu viele Akteure, und der Sex-Appeal von Isabelle erscheint mir doch maßlos überzogen.
    Das Buch war nett zu lesen, aber ich kann es nicht unbedingt weiterempfehlen. Deswegen nur 3 Lesesterne.
    Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.


  9. Cover des Buches Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer (ISBN: B00J0E71EU)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer

     (11)
    Aktuelle Rezension von: EifelBuecherwurm
    Preis: € 9,95 [D]
    Verlag: audible
    Spieldauer: 9 Stunden und 20 Minuten / 368 Seiten
    Format: Hörbuch
    Altersempfehlung: keine Angabe
    Reihe: Band 1
    Erscheinungsdatum: 01.04.2014

    Inhalt:

    Isabelle Bonnet, hochdekorierte Leiterin einer geheimen Spezialeinheit in Paris, wäre bei einem Sprengstoffattentat fast ums Leben gekommen.Um sich zu erholen, reist sie in ihren beschaulichen Geburtsort Fragolin im Hinterland der Côte d'Azur. Doch aus der ersehnten Ruhe wird nichts: In einer Villa wird eine halbnackte Frauenleiche gefunden, und der Hausherr, ein mysteriöser Engländer, ist spurlos verschwunden. Isabelle Bonnet lässt sich überreden, den Fall zu übernehmen - was bei den Kollegen vor Ort nicht gerade Begeisterung auslöst.

    Design:

    Ein typisches Cover für einen Krimi aus der Provence: ein Landschaftsbild mit dramatischem Himmel in welchem der fette Schriftzug des Titels thront. Ich habe schon die nächsten Cover der Reihe gesehen. Dieser Style zieht sich durch und ist schön einheitlich. Das gefällt mir. Es ist mal etwas anderes als Blümchen auf romantischen Romanen.

    Meine Meinung:

    Direkt vor diesem Hörbuch habe ich "Der Ruf des Kuckuck" gehört. Dies ist zwar auch ein Krimi, aber in einer komplett anderen Richtung angesiedelt. In diesem Buch hier verliert sich der Autor manchmal fast in den vielen Details zur Provence. Das war für mich gerade am Anfang eine große Umstellung. Viele Beschreibungen und Wiederholungen bringen den Zuhörer dazu alles etwas langsamer anzugehen. Sowohl das Hörtempo, als auch das Erlebnis der Geschichte sind entschleunigt. Nach einiger Zeit fand ich dies (gerade für Autofahrten) extrem entspannend. Egal, was auf der Arbeit los war: Madame le Commissaire konnte mich beruhigen und erden.

    Nachdem ich anfänglich etwas zurückhaltend war, fand ich mit der Zeit immer mehr Gefallen an der Geschichte und den Personen. Auch in den Erzählstil konnte ich mich einfinden. Nur ab und an störten mich zum Beispiel die Wiederholungen in Beschreibungen der Umgebung oder Ähnlichem.

    Isabelle Bonnet als Charakter hat mir ausgenommen gut gefallen. Sie ist eine starke Frau, die sich nichts vormachen lässt. An ihrer Seite ist ihr herrlicher Assisstent, den ich schon nach kurzer Zeit sehr ins Herz geschlossen habe. Ich hoffe, dass wir ihn in den folgenden Hörbüchern auch antreffen werden. Einfach spleenig-klasse! Aber auch nicht auf den Kopf gefallen. Sein Charakter ist zwar etwas überzogen, doch er passt wie die Faust aufs Auge in die Geschichte. Ihr merkt schon, ich mag ihn sehr.

    Dennoch bleibt natürlich Madame le Commissaire unsere Hauptpotagonistin. Isabelle Bonnet kehrt nach einem schlimmen Unfall in ihren Geburtsort zurück und will sich eigentlich nur entspannen. Aber irgendwie folgt ihr die Arbeit auf dem Fuße. Sie nimmt (auf freundschaftliches Drängen eines hochrangigen Kollegen) die Untersuchung eines Mordfalles und einer vermissten Person auf sich. Mit der Rückendeckung aus Paris dreht sie die alteingesessenen Polizisten einmal auf links, denn sie lässt sich von Ihnen nichts sagen. Da schlackern einige Ohren! Herrlich, wenn ich mir das so vorstelle.
    Die Aufklärung des Falles war logisch und ich habe die Ermittlungen gespannt verfolgt. Ich hatte allerdings einen guten Riecher, denn meine Vermutungen stellten sich als wahr heraus. Überrascht war ich daher von dem Ende nicht.

    Es gibt zwar auch eine klitzekleine Liebesgeschichte, doch die spielt sich nur am Rand ab und ist eher ein Urlaubsflirt, ganz im Sinne des "vivre la vie". Übrigens gibt es viele französische Begriffe und Halbsätze in diesem Buch. Hier muss ich der Sprecherin ein großes Lob aussprechen! Sie liest so flüssig und angenehm, dass es sich wie ein Urlaub in Frankreich anhört. Die Stimmlage und Sprechweise der Sprecherin haben mir sehr gut gefallen. Unaufdringlich und angenehm, ruhig und entspannend. Aber man merkt auch die Durchsetzungskraft.

    Die Geschichte selbst hat mir gut gefallen. Neben dem Kriminalfall spielt Isabelle Bonnet selbst eine große Rolle, doch sie dominiert nicht mit ihren Problemen. Sie werden ab und an erwähnt, sind jedoch nur ein Teil ihrer Persönlichkeit. Nach Abschluss des Hörbuchs bleibt sie mir als starke, selbstbewusste Frau in Erinnerung.

    Fazit:

    Nachdem ich am Anfang etwas irritiert war von der entspannenden Atmosphäre, hat mich der Autor mit seiner Geschichte und den Charakteren gefesselt. Ich finde die Madame le Commissaire so gut, dass ich mir direkt das nächste Hörbuch gekauft habe. Daher vergebe ich vier Sterne.
  10. Cover des Buches Madame le Commissaire und die tote Nonne (Isabelle Bonnet 5) (ISBN: B07BHJ81VM)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und die tote Nonne (Isabelle Bonnet 5)

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar
    Der Anfang: »Es hörte sich einfach an und war doch so schwer: Vivre le moment présent! Nicht an die Vergangenheit denken, auch nicht an die Zukunft, sich vielmehr ganz auf den Augenblick Besinnen. Isabelle, die mit geschlossenen Augen im Schatten einer Pinie saß, lächelte leise vor sich hin.«

    Vivre le moment présent

    Ich dachte, für den Sommer probierst du einen Provence-Krimi von Spiegel-Bestsellerautor Pierre Martin. Es ist der fünfte Teil, doch man kann sofort einsteigen, ohne die anderen Bände zu kennen. Madame le Commissaire sitzt mit ihrer Freundin in den Gärten von Fragolin in der Provence. Es ist der Geburtsort der Kommissarin, in dem sie derzeit auch arbeitet. Von einer steil abfallenden Klippe der Gärten ist eine Nonne herabgestürzt, vermutlich beim Kräutersammeln. Oder wollte sie Selbstmord begehen? Für die örtliche Polizei ist der Fall klar: ein Unfall oder Suizid. Akte geschlossen, lediglich die Identität der Frau ist noch zu klären. Doch wer ist diese Nonne, welchem Orden gehört sie an, aus welchem Kloster kam sie angereist? Isabelle Bonnet ist nicht überzeugt, dass Fremdverschulden auszuschließen ist.

    Der Anfang gefiel mir, aber je länger dieses Buch fortschritt, um so weniger konnt ich mich mit dem Krimi anfreunden. Madame le Commissaire, Isabelle Bonnet ist eine »Madame Bond«. Super ausgebildet, kann sie und weiß sie immer mehr als alle anderen, ist allen Menschen hochüberlegen, behandelt ihren Assistenten wie einen netten Trottel. Sie selbst ist von sich mehr als überzeugt, und sie ist obendrein schön, alle Männer liegen ihr zu Füßen. Ihr Chef in Paris ist ein kranker Trottel, ihre beste Freundin ist auch nicht besonders schlau, ein Schmetterling, der von Mann zu Mann flattert. Madame selbst hat ungezwungen zwei Liebhaber.

    »Na, wie kommt er damit klar?«, fragte ihre Freundin. Sie wusste genau, worauf Jacqueline anspielte, stellte sich aber ahnungslos. »Womit?«
    »Mit eurem Arrangement. Schließlich warst du noch vor zwei Wochen mit Rouven in der Karibik auf Saint-Barthélemy. Weiß Thierry davon?«
    »Natürlich, aber wir reden nicht darüber. Jetzt bin ich ja wieder hier.«
    Jacqueline lachte. »Du bist schon eine coole Socke. Hast zwei Männer gleichzeitig.«

    Der eine ist Thierry, der Bürgermeister von Fragolin, der andere, Rouven, ein schwerreicher Adliger und supernetter Kunsthändler, der sogar Fahrrad fährt. Im nächsten Augenblick holt er Madame durch den Chauffeur mit dem Bentley ab und es geht mit der Jacht oder dem Flugzeug zu einer Veranstaltung. Als Isabel aber einen der Männer dabei erwischt (sie lässt polizeiintern nachforschen) einen anderen Hasen im Bett zu haben, wird sie stinksauer. Sie leitet eine Einheit, bestehend aus ihr und ihrem Assistent, werden aus Paris geleitet, für was auch immer, anscheinend gibt es nicht ernsthaft etwas zu tun, man lungert rum. Deswegen hat man Zeit für die Nonne. Ich liebe starke Frauenfiguren, aber die hier ist mir zu narzisstisch, und noch schlimmer: Sie ist Fantasy. Das ist Geschmacksache. Aber ich empfinde solche Romanfiguren schwach, unglaubwürdig, männlich wie weiblich. Nervig ist die Figur Apollinaire, der Assistent von Madame, der ergeben, gebetsmühlenartig seine Chefin lobpreist.

    Zur Story: Nachdem Madame auf eigene Faust im Fall der Nonne ermittelt, eine Spur verfolgt, bekommt sie den Fall übertragen, findet heraus, aus welchem Kloster sie stammt. Es gibt zwei weitere tote Nonnen. Madame macht, was sie will, scheinbar hat sie sonst keine Aufgaben, schönes Polizeileben, kommt und geht, wann sie will. Apollinair ist immer im Büro, ackert akribisch, während Madame sich ins Restaurant verflüchtigt. Sie ermittelt verdeckt im Kloster als Nonne, gibt sich ständig bei Zeugenbefragungen als jemand anderes aus (Schwester der Toten, Beauftragte des Klosters usw.), oder sie spielt die verführerische Femme fatale. Ab der Mitte sollte dem Leser klar sein, wer der Mörder der Nonnen ist. Das Buch wäre zu kurz, drum brauchen Madame le Commissaire und Apollinaire etwas länger, tapsen in die falsche Richtung, was jedoch nicht zu ihrer angeblichen Genialität passt.

    »Zu deiner Entscheidung, Paris adieu zu sagen, um fortan im Süden zu leben. Ich verstehe ich dich mit jeder Minute besser.«
    Isabelle schmunzelte. »Oui, c’est pas mal. Man kann sich daran gewöhnen.«
    »Du hast es verdient, nach allem, was geschehen ist.«
    »Wenn du meinst. Santé!«

    Die Provence wird nett beschrieben, macht Lust auf Urlaub, die Landschaft hat der Autor anschaulich dargestellt. Es sind einfache Worte, Sätze, die man versteht (Ich beherrsche kein Französisch!), die sich aus dem Kontext ergeben. Eigentlich finde ich das sehr sympathisch. Leider wird es überzogen und so ziemlich jede einzelne Vokabel im nächsten Satz auf Deutsch erklärt, indem man im Nachsatz das Ganze wiederholt. Das nervt. Braucht der Krimi so viel Französisch? Eigentlich nicht, aber auf keinen Fall die Nachsatzübersetzungen. Es klingt, als wollte jemand mit dem Hammer französisches Flair reinknallen. Sprache jedoch macht nicht den Flair einer Region aus. Was eigentlich ganz nett anfing, hat mich am Ende nur noch genervt: Die Figuren, der Plot an sich, das Französisch und die Stimme der Sprecherin.

    Was Hörbücher betrifft, bin ich ein sehr verträglicher Hörer. Ganz, ganz selten gefällt mir der/ die Sprecher*in nicht. Gabriele Blum hat mein Gehirn allerdings gereizt. Geschmacksache. Viele Passagen liest sie in einem Affentempo, gehetzt, als wäre der Teufel hinter ihr her (am Ende dann dieses tiefe Einatmen). Andere Stellen klingen gelangweilt. Und wenn sie die Stimme verstellt, klingt das Ganze nur noch schrecklich. Dem armen Apollinaire unterstreicht sie stimmlich seine Unterwürfigkeit und Dümmlichkeit (dumm ist er ja gar nicht, sogar ziemlich gebildet), was ihn noch nerviger macht. Dümmlich, weil er bunte Socken mit Muster trägt und überhaupt – er mag bunte Kleidung. Auch so eine komische Sache, dem Leser weismachen zu wollen, bunt beim Mann sei etwas, was lächerlich wirkt.

    Ein Hörbuch, bei dem ich entspannen wollte, das klappte anfänglich, eine Geschichte, die mich jedoch zum Ende hin reizte. Alles Geschmack. Am Ende fand ich alles von A-Z unglaubwürdig, leider. Und ich fragte mich, was hier das Thema war? Wo ist die Message an den Leser? Beides nicht vorhanden. Mord – Ermittlung – Täter gefunden. Das reicht bei mir nicht. Madame le Commissaire, Isabelle Bonnet, ich habe kein weiteres Bedürfnis mehr von ihr zu erfahren. Vielen Lesern gefällt die Madame, soll jeder selbst entscheiden, über Kunst, Musik und Literatur streiten wir nicht. 
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