Bücher mit dem Tag "island"
352 Bücher
- Jules Verne
Reise zum Mittelpunkt der Erde
(435)Aktuelle Rezension von: CherubiumSicher, Bücher müssen auch im Kontext Ihrer Zeit gelesen werden und sicherlich war es vor über 100 Jahren ein Blockbuster.
Aber es ändert sich nichts daran, dass es kein gutes Buch (mehr) ist.
Die Charakter oberflächlich, die Geschichte langweilig, die Sprache altbacken.
Nichts an dem Buch hat mir Spaß gemacht, außer es zu beenden.
- Katharina Herzog
Faye - Herz aus Licht und Lava
(235)Aktuelle Rezension von: MarcelineIch kann mir gut vorstellen, das mein 13 jähriges Ich dieses Buch spannend gefunden hätte. Aber jetzt, doppelt so alt ist es für mich ein absolutes nö.
Die Protagonistin wirkt echt derbe unglaubwürdig, ihre anbandelnde Beziehung ist super seltsam und die ganze Situation mit dem Baum, dem Herz und den 18 Jahren ist total schräg.
Also ok für jüngere Leser.
Aber für mich war’s Zeitverschwendung.
- Yrsa Sigurdardottir
Geisterfjord
(405)Aktuelle Rezension von: RinggeistHatte mir ehrlich gesagt viel mehr erwartet. Bekommen habe ich ein langatmiges, unaufgeregtes Gruseldrama, wobei mehr Drama als Grusel. Es geht mehr um Trauerbewältigung und Aufarbeiten der Vergangenheit. Vieles bleibt im Dunkeln und das Ende ist genauso unspektakulär wie die ganze Geschichte. Auch die Personen bleiben eher kühl und unnahbar. Wenn einer stirbt, lässt es einen kalt, das ist nie gut.
Da hat mir "Schnee" von ihr besser gefallen.
- Arnaldur Indriðason
Kälteschlaf
(168)Aktuelle Rezension von: Gute_NachtInhalt
An Islands geschichtsträchtigem See von Þingvellir wird die Leiche einer jungen Frau an einem kalten Herbstabend gefunden. Auf den ersten Blick ein Selbstmord. Als ihm der Mitschnitt einer Séance zugespielt wird, wird Kommissar Erlendur wird misstrauisch. Er geht - trotz seiner Skepsis gegenüber spiritistischen Praktiken - den Hinweisen nach und rührt dabei an ein gut gehütetes Familiengeheimnis, das die Jugend dieser Frau überschattet hat ...
Fazit
Ich mag den Schreibstil des Autors sehr gerne, eher schnörkellos und dennoch vielsagend. Die Story ist simpel gehalten aber gut ausgearbeitet und hat mir einige schöne Lesestunden beschert.
- Larissa Brown
Feuer und Wind
(69)Aktuelle Rezension von: anne_foxFeuer und Wind ist eine Fantasiegeschichte von einer jungen Frau Jen die durch eine Simulation in die Vergangenheit gerät. In die Wikingerzeit für die sie sich schon immer interessiert hat. Sie kann sich daher schnell in das Dorfleben in einem Langhaus gewöhnen, das sie am Ende auch nicht mehr in ihre Zeit zurück will. Mit Sicherheit kommt das durch ihre starken Gefühle die sie für den Häuptling Heirik empfindet, der ein harter und starker Mann eigentlich keine Gefühlen haben sollte und daher auch nicht zeigen kann wie sehr er Jen mag.
Fazit:
Eine fiktive Geschichte die interessante Einblicke in das Wikingerleben beschreibt und einen in eine längst vergangene Zeit mitnimmt. Leider fehlten etwas die spannenden Elemente
- Hannah Kent
Das Seelenhaus
(301)Aktuelle Rezension von: Wolf-MacbethDas Seelenhaus ist ein Roman, der seine Stärke vor allem aus dem historischen Stoff und der rauen isländischen Landschaft bezieht. Hannah Kent erzählt mit Respekt und Sorgfalt, und man spürt die gründliche Recherche hinter jeder Szene. Doch literarisch bleibt der Text auffallend konventionell: handwerklich gut, aber erzählerisch vorhersehbar; sprachlich sauber, aber nicht besonders kunstvoll; solide, aber nicht innovativ.
Die Geschichte zeigt eindrücklich, wie schnell eine Frau zur Täterin erklärt werden kann, wenn eine Gesellschaft ein einfaches Schuldgefüge benötigt. Diese Beobachtung trägt den Roman. Dennoch wirkt die Erzählweise zurückhaltend, beinahe darauf bedacht, für ein breites Publikum zugänglich zu bleiben, statt ästhetische Risiken einzugehen oder sprachlich eigene Wege zu suchen.
So bleibt am Ende ein atmosphärisch überzeugender, gut lesbarer historischer Roman, der ein Schicksal sichtbar macht – ohne sich literarisch dauerhaft einzuprägen.
📚 Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil
- Kira Mohn
The Sea in your Heart
(197)Aktuelle Rezension von: MirarimNette Geschichte, die neben der Liebesgeschichte sehr stark den Walfang thematisiert. Alles, was mit dem Walfang bzw. vor allem die Verhinderung von diesem zu tun hatte, fand ich sehr interessant und mochte ich an dem Buch auch sehr.
Auch Lilja und ihre beste Freundin waren mir sehr sympathisch und ich mochte irgendwie vor allem die Freundschaft zwischen den beiden.
Jules Wirkung auf Lilja und damit ihr Handeln fand ich an sich eine schöne charakterliche Entwicklung von ihr - weil sie sich selbst etwas getraut hat, das sie bisher nicht hat. Ganz unabhängig von der Walgeschichte, war Jules als Typ irgendwie nicht so meiner. Natürlich muss er mir auch grundsätzlich nicht sympathisch sein, ich finde aber, dass man mit einer Liebesgeschichte schon deutlich, deutlich mehr mitgefiebert, als andersrum. Ich wäre viel eher in Team Ari gewesen, aber ich wurde ja auch nicht gefragt 😅
Insgesamt fand ich auch etwas schade, dass die Charaktere aus Band 1 quasi nicht vorkamen, rückblickend ist es aber umgekehrt das gleiche gewesen - dass vielmehr die Existenz und der grundsätzliche Zusammenhang da war und weniger der Auftritt.
Alles in allem: Es war gut anzuhören und auch gut geschrieben, hätte für mich aber auch gereicht Band 1 der Island-Reihe zu lesen.
- Kira Mohn
The Sky in your Eyes
(455)Aktuelle Rezension von: PunktundKommaAuf den ersten Band »The Sky in your Eyes« der Dilogie von Kira Mohn bin ich durch Zufall aufmerksam geworden. Die New-Adult-Autorin ist in ihrem Metier wahrlich kein unbeschriebenes Blatt, mir bis dahin allerdings noch unbekannt gewesen. Dass ich schließlich zu dem Buch gegriffen habe, lag vor allem am Thema: Ich finde es immens wichtig, dass Themen wie Selbstfindung, Bodyshaming oder übergriffiges Verhalten am Arbeitsplatz, der Schule etc. in der Literatur für junge Erwachsene mutig hervorgehoben werden.
Leider muss ich sagen, dass mich die Umsetzung der Geschichte rund um die Protagonistin Elín nicht komplett überzeugen konnte. Die Handlung plätscherte für meinen Geschmack etwas zu sehr dahin, und Elíns ständig kreisende, negativ geprägte Gedanken waren auf Dauer ziemlich anstrengend. Mir hat hier einfach der überzeugende Entwicklungsprozess gefehlt.
Was mich jedoch absolut begeistert und durch das Buch getragen hat, war Elíns Leidenschaft: das Kochen! Die Protagonistin versucht nach einer toxischen Beziehung durch einen veganen Kochkurs zu sich selbst zu finden. Da ich unglaublich gerne Rezepte aus Büchern nachkoche, war dieses atmosphärische Setting für mich das eigentliche Highlight.
Fazit: Wer eine tiefgründige Figurenentwicklung sucht, wird hier vielleicht nicht ganz glücklich. Wer aber Lust auf eine gemütliche Island-Atmosphäre und tolle Inspirationen für die Küche hat, macht mit dem Buch absolut nichts falsch!
👉 Die ausführliche Rezension sowie meinen großen Geschmackstest zur veganen Räuchertofu-Bolognese aus dem Buch findet ihr ab sofort auf meinem Blog: https://www.buchleserin.de/2026/05/29/the-sky-in-your-eyes/
- Sarah Stankewitz
Glow Like Northern Lights (Strong Hearts 1)
(221)Aktuelle Rezension von: Amelie_EngelSpoilerfreie Meinung💕
Der erste Satz des Buches hatte mich schon gepackt. Auch bei anfänglicher Skepsis gegenüber einigen Charakteren, konnte ich mich gut in die Geschichte einfühlen. Ich habe nun auch Lust, nach Island zu fahren und Nordlichter zu beobachten. Wie auch bei anderen Büchern von Sarah Stankewitz musste ich ein paar Tränen verdrücken. Das Buch hat außerdem einen guten Spannungsbogen, der dafür sorgt, das Buch zu beenden und bald zu Teil 2 zu greifen. Stellenweise wirkte das Buch in die Länge gezogen. Das Ende ließ mich zwar gespannt zurück, aber erzeugte auch das Gefühl, erst ein Kapitel gelesen zu haben. Für alle, die gerne emotionale Romance-Reihen lesen.
Achtung, ab hier folgen Spoiler❗
Setting⭐⭐⭐,5
Das Buch spielt in Island. Das Setting der Insel & dem Charme kam bei auf jeden Fall an. Aber weniger als Wohlfühlfaktor, sondern eher als beschreibender Fakt. Ich konnte mir die Nordlichter gut vorstellen, während das Heimgefühl ausblieb.
Charaktere⭐⭐⭐,5
- Lilly
Mit Lilly fühlte ich von der ersten Seite an mit. Ihr Verlust & das Verhältnis zu ihren Eltern wurden schmerzhaft beschrieben.
Lilly reist spontan los zu ihrem Internetfreund, den sie noch nie getroffen, geschweige denn mit ihm gesprochen hat. Auch wenn es hier gut gegangen ist, wird Bedenken wenig Platz gegeben. Lilly äußert kurz, was denn wäre, "wenn Aron so, wie er sich beschrieben hat, gar nicht existiert und ich im letzten Jahr in Wahrheit mit einem fünfzigjährigen isländischen Einsiedler Kontakt hatte, der mit seinen Schafen zurückgezogen im Hochland lebt?" Aber weitere Gedanken wurden nicht geäußert. Sie war da sehr selbstbewusst, vielleicht ein bisschen naiv. Trotzdem freute ich mich mit ihr, auf die Reise.
Als Lilly den Streit zwischen Aron & Johanna mitbekam und anschließend mit Johanna sprach, war sie wütend. Sie war sauer auf Aron, weil er ihr nicht erzählt hat, dass sie seit Wochen getrennt sind. Ich habe das nicht ganz verstanden, denn: Die beiden kennen sich im realen Leben ein paar Tage. Sie haben keine Beziehung miteinander, nur eine Freundschaft, die auf wackeligen Beinen steht. Aron hatte vielleicht noch nicht die Vertrauensbasis (und schon gar nicht die Verpflichtung), ihr das zu erzählen. Da war mir Lilly zu unfair gegenüber Aron. Im Verlauf des Gespräches sagt sie dann "Wieso hast du mich dann nicht geküsst?", wenn er nicht mehr mit Johanna zusammen war. Sie weiß noch nicht einmal, ob er in sie verliebt ist. Sie denkt nicht darüber nach, dass für ihn die Trennung schmerzhaft war und er diese vielleicht verarbeiten muss. Das machte sie für mich noch unsympathischer. Auch Aaron sagt ihr, dass das für ihn falsch wäre und vielleicht "auch der Grund, wieso ich dir nicht sofort von unserer Trennung erzählt habe."
- Aron
Anfangs fand ich ihn nicht sehr sympathisch. Ich verstehe total, dass er mit der Situation überfordert war, als Lilly ankam. Aber er hat sie den gesamten Abend und einen ganzen Tag bis zum Abend ignoriert. Vielleicht hätte er sich auch nach der Nacht durchringen können, mit ihr zu sprechen. Denn selbst wenn es für ihn zu unangenehm wäre, hätte er ihr das ehrlich sagen können.
Aber er wurde mir sympathischer, vorallem durch seinen Umgang mit Lilly. Es ist sehr süß, wie er ihr helfen möchte, herauszufinden, was ihr Spaß macht. Wie er ihr Mut macht und ihre Gefühle nicht ignoriert. Auch als sie ihn nicht versteht, als er sie nicht küsst, nennt er ihr den Grund, dass er ihre emotional verletzliche Lage nicht ausnutzen möchte. Das ist schon sehr süß.
Nach dem Streitgespräch ist die Werkstatt verwüstet und Aron am Strand. Nahe liegt, dass er wütend und aggressiv war. Leider wurde nicht thematisiert, was genau da passiert ist. War er traurig über sein Herz oder war es wegen der Trennung? Auch warum er seine Wut auf diese Art und Weise rauslässt, blieb offen.
- Lillys Familie
Die Beziehung von Lilly zu ihrer Oma ist sehr herzerwärmend. Ich war enttäuscht, dass wir Lesende sie erst (hoffentlich) in Band 2 treffen.
Das Verhältnis zu ihren Eltern wurde wenig beschrieben, aber dafür eindeutig dargestellt. Ich bin auch hier sehr gespannt, wie sich das in Band 2 entwickelt.
- Arons Freunde & Familie
Genauso wie Aron selbst, stand ich seinen Freunden skeptisch gegenüber. Jon und Olav blieben mir unsympathisch mit Sätze wie "Bitte sag mir, dass du trinkfest bist. Reicht schon, dass Aron immer die Spaßbremse raushängen lässt." Als später Aron keinen Alkohol trinkt, betont Jon das erneut mit " Wieder mal nur Cola." Warum ist es so wichtig, dass er Alkohol trinkt? Gerade mit dem Hintergrund, dass Aron eine Herzerkrankung hat, finde ich das unverständlich.
Insbesondere Jon wurde mir aber noch unsympathischer, als er Lucas Notizbuch fand und es zunächst nicht an Lilly zurückgeben wollte.
Auch Elva war zunächst sehr unfreundlich gegenüber Lilly. Später wird der Grund dafür genannt. Sie fand Arons Entscheidung, Lilly nichts zu erzählen, schlecht. Trotzdem verstehe ich nicht so ganz, warum sie ihren Frust an Lilly ausgelassen hat. Ja, sie wollte ihr Abstand signalisieren. Aber ein paar ehrliche Worte hätten vielleicht mehr bewirkt. Trotzdem wurde sie sympathischer und steht für sich selbst ein. Sie möchte Arons Entscheidung nicht für Lilly rechtfertigen.
Am Ende sitzt Lilly vor Arons Krankenhauszimmer und geht nicht rein. Arons Mutter kennt Lilly kaum und ermuntert sie trotzdem, zu ihm zu gehen: "Mein Sohn braucht dich jetzt, Lilly." Ich verstehe, dass sie Lilly helfen möchte. Und vielleicht auch ihrem Sohn Hoffnung geben möchte. Trotzdem finde ich die Situation seltsam. Arons Mutter weiß nicht, woher Lilly Aron kennt. Sie weiß nicht, was der Grund für ihren Zweifel ist. Sie bestärkt eine für sich unbekannte Person darin, ihren Sohn in einer so verletzlichen Situation zu besuchen. Auf der anderen Seite hat sie wahrscheinlich gesehen, wie wichtig Lilly für Aron ist.
Handlung⭐⭐⭐
Schon auf den ersten zwanzig Seiten war das Buch sehr traurig. Und am Ende gab es Stellen, bei der mir Tränen über die Wangen rollten. Teilweise sind es abrupte Gefühlswechsel, die bei mir aber zu den starken Emotionen beitragen.
Ich hätte gerne mehr über die Trennung von Johanna gelesen. Warum haben sie sich getrennt? Wollte Aron Johanna beschützen, weil er weiß, dass er stirbt? Wenn ja, warum ist das bei Lilly okay? Er meinte aber auch, dass die Beziehung davor schon zerüttet war. Lag es einfach nur daran?
Am Ende verlor sich der Alltag zwischen Aron & Lilly ein bisschen. Man erlebte weniger mit, sondern verfolgte einen roten Faden ohne Seitenblick. Vielleicht auch ein bisschen zu eindimensional.
Dafür mochte ich aber den Spannungsbogen sehr. Die "Lösung" habe ich zwar vermutet, aber wissen konnte ich es nicht. Dadurch fühlte es sich fast wie ein Krimi zum Miträtseln an, nur ohne die Krimiinhalte.
Für mich war die Liebesgeschichte zwischen Aron & Lilly ein mittleres Maß aus Slow Burn und Instant Love. Sie kannten sich schon vorher durch die Chatnachrichten. Sie haben sich nicht gesehen, und waren sofort verliebt. Aber Lilly ist nicht lange in Island. In dieser Zeit gibt drei Spice Szenen, die relativ lang sind und teilweise auf mich zu schnell wirkten. Man konnte sie aber gut überblättern, da am Ende meist das Kapitel endete.
Schreibstil-Gefühl⭐⭐⭐,5
Das Buch lässt sich flüssig lesen. Es gab wenig, über das ich gestolpert bin.
Im Verlauf des Buches wird aber sehr oft erwähnt, dass Lilly Deutsche ist und aus Berlin kommt. In Kontexten wie "Was soll ich sagen? Ich komme aus der Berliner Vorstadt" oder "Tja, ich bin aber eine Berliner Pflanze" wirkte es lästig. Die ständige Betonung verdeutlichte für mich wenig (außer dass sie ein Stadtkind ist), und wirkte redundant.
Unterhaltung⭐⭐⭐,5
Die Geschichte hat mir Spaß gemacht & für Emotionen gesorgt. Einige Situationen blieben für mich ungeklärt, ein paar Logikfragen offen. Das Buch fühlt sich eher wie der Beginn eines Buches an, als selbst ein vollständiges zu sein. Aber genau deshalb bin ich sehr gespannt auf Buch 2 und werde dieses definitiv lesen.
- Kristín Marja Baldursdóttir
Die Eismalerin
(123)Aktuelle Rezension von: Mrs_Darcy_Der Roman zeichnet sich durch authentisch gezeichnete Charaktere aus, besonders durch die Schwestern, deren Beziehung ohne jede Beschönigung dargestellt wird. Die Geschichte wird mit Humor aber auch Ernsthaftigkeit, begründet in den unbequemen Lebensumständen des 19. Jahrhunderts verbunden, beschrieben, und dabei auch die kalte, schroffe Atmosphäre der Zeit eingefangen.
Im zweiten Teil des Romans verschiebt sich der Ton deutlich in eine ernstere Richtung und die Atmosphäre lässt den Leser etwas unangenehm zurück. Die Protagonistin reagiert häufig mit Selbstmitleid oder Wut – eine Entwicklung, die mich aufgrund ihrer vorherigen Charakterdarstellung zuerst irritiert haben, aber auch ihre Menschlichkeit unterstreichen. Zumal konnte ich weder Beginn noch Entwicklung bzw. Dynamik von Karitas Liebesbeziehung nachvollziehen. Schlussendlich hat mir der erste Teil ein wenig mehr gefallen.
Interessant ist allgemein der - wenn auch oberflächliche - Einblick in isländische Feensagen.
Insgesamt empfand ich es als lesenswertes Buch.
- Ragnar Jónasson
DUNKEL
(469)Aktuelle Rezension von: martina400Inhalt:
Hulda steht kurz vor ihrer Pensionierung, doch ihr Chef will sie schon früher los werden. Also macht sie sich in ihren letzten Tagen an einen abgeschlossenen, ungelösten Fall. Doch rasch steckt sie tiefer drin, als ihr lieb st und ein Wettlauf gegen die Zeit und ihr Leben beginnt.
Cover:
Das Cover ist lediglich in schwarz-weiß gehalten und wirkt so recht gruselig.
Meine persönliche Meinung:
Lange hatte ich das Buch im Regal stehen, weil es mir vom äußeren her zu arg wirkte. Tatsächlich würde ich es nicht als Thriller sehen, sondern eher als Krimi. Trotzdem ist es sehr spannend und man kann es kaum aus der Hand legen. Die Kapitel sind kurz und die Perspektive wechselt zwischen 3 Erzählern. Das Ende war so überraschend und schockierend, dass ich es gleich zwei Mal gelesen habe. Ich hab das Buch sehr schnell gelesen und mir direkt die nächsten beiden Bände geholt.
Fazit:
Ein spannender Krimi, den man kaum zur Seite legen kann mit einem schockierendem Ende. - Katja Brandis
Khyona (1). Im Bann des Silberfalken
(133)Aktuelle Rezension von: HEIDIZIch mochte Fantasy vor Jahren nicht unbedingt - bzw. hatte mich nicht wirklich damit auseinander gesetzt. Nun lese ich das Genre sehr gern. Besonders mag ich die Geschichten von Katja Brandis. Nun wurde ihre Trilogie Khyona neu aufgelegt in einer brillanten Ausgabe mit wahnsinnigem Farbschnitt - ich bin vom Inhalt und der Ausstattung absolut begeistert.
Absolute Empfehlung !!!
Vorweg gibt es im Inneren aufklappbar eine Karte Khyonas und hinten eine von Isslar Island, wo sich Khyona befindet.
Aber nun erst einmal zum Inhalt und wie mir dieser gefallen hat:
Wir befinden uns in Island und lernen Kari kennen und ihre zusammengewürfelte Familie. Sie machen Urlaub auf der Insel. Plötzlich begegnet ihnen ein silberner Falke, die sie schließlich ins Reich Isslar bringt. Sie befindet sich auf einmal in einer völlig anderen Welt - in einer magischen Welt voller Eisdrachen und Elfen. Es gibt Geysire und einen jungen Mann, der über die Insel und deren Vulkane herrscht.
Im Lauf der Handlung wird klar ...
Nein, das verrate ich euch nicht, lest selbst, es lohnt sich unbedingt !!!
Aktuell lese ich Band zwei mit dem Untertitel "Die Macht der Eisdrachen".
Es gibt die drei Bände separat zu kaufen, aber auch im Set mit einem Postkartenset obenauf.
Die Farbschnitte sind der Hammer, was soll ich sagen, ich bin hin und weg – sooooo wundervoll, so detailliert und farbenfroh zum jeweiligen Buch passend. Da kann man nur fasziniert sein.
Die Kapitel im Buch mit Überschriften versehen.
Ich finde die Geschichte sehr spannungsintensiv geschrieben und absolut lebendig, man fühlt sich direkt involviert und mitgenommen in diese fantastische Welt. Sowohl Charaktere, als auch Szenen und Örtlichkeiten werden authentisch geschildert, hat mir sehr gut gefallen. Man liest sich von der ersten Seite in die Handlung ein und ist bis zur letzten gefesselt. Es passiert immer wieder etwas, es ist so hautnah alles, als würde die Handlung wie ein Film vor dem geistigen Auge ablaufen. Ein wirklich faszinierender lebendiger Lesespaß !!!
#katjabrandis
#khyona
#arenaverlag
#fantasy
#heidizengerling
#bücherliebe - Arnaldur Indriðason
Duell
(54)Aktuelle Rezension von: ChiarraNachdem ich die komplette Krimiserie um Erlendur gelesen habe, war ich neugierig auf deren „Vorgeschichten“. Dieser erste Teil der Vorgeschichten hat mir leider nicht gefallen. Es kam nicht so viel Interessantes über das "Vorleben" der Protagonisten der Erlendur-Serie heraus wie ich es mir erhofft hatte. Der Kriminalfall selber wird um ein historisch stattgefundenes Ereignis herum aufgebaut: das „Match des Jahrhunderts“ im Schachspiel zwischen dem amerikanischen Herausforderer Bobby Fischer gegen den Russen und Weltmeister Boris Spasski. Dieses Ereignis wird für den Hintergrund der Geschichte verwendet, aber ist wohl leider teilweise auch dafür verbogen worden. Aus meiner Sicht war die Idee für die Geschichte zwar gut, aber zu konstruiert und ein wenig als Revolver-Pistole umgesetzt. Selten, dass ich die Zeit lieber für das Lesen eines anderen Buches verwendet hätte. Hier ist es der leider der Fall gewesen.
Gelesen und bewertet 01.05.2023
- Yrsa Sigurdardottir
Das letzte Ritual
(259)Aktuelle Rezension von: tanyafroschEin Buch das sich wirklich gut und leicht lesen lässt, was nicht nur der Schreibweise zu verdanken ist. Die Geschichte der Hexenverfolgung wird kurz, aber hervorragend erklärt. Zudem konnte ich mein Allgemeinwissen in anderen Bereichen aufbessern. Es gab immer wieder spannende Momente, die mir keine Chance gaben, nicht weiter zulegen. Es war abwechslungsreich und spannend. Nur das Ende, bezogen auf die beiden Hauptfiguren, fand ch nicht so gut.
- Julie Caplin
Das kleine Hotel auf Island
(164)Aktuelle Rezension von: moccabohneDas kleine Hotel auf Island von Julie Caplin ist wieder einmal ein herrlicher Wohlfühlroman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten hat.
Lucy ist eine unglaublich sympathische Protagonistin. Unverschuldet verliert sie ihren Job als Managerin eines Fünf-Sterne-Hotels und steht plötzlich ohne Arbeit, ohne Wohnung und mit einem absolut unausstehlichen Ex-Freund da. Als sie die Chance bekommt, befristet die Leitung eines kleinen Hotels in Island zu übernehmen, ergreift sie die Gelegenheit – und startet in ein völlig neues Abenteuer.
In Island erwarten sie nicht nur einige berufliche Herausforderungen, sondern auch der charmante Barmann Alex, der ihr ordentlich den Kopf verdreht. Die Entwicklung der beiden hat mir sehr gut gefallen und die romantischen Momente fügen sich wunderbar in die Geschichte ein.
Julie Caplin schafft es erneut, mit ihrem bildhaften Schreibstil die besondere Atmosphäre des Schauplatzes einzufangen. Beim Lesen bekommt man sofort Lust, selbst nach Island zu reisen und die hyggelige Stimmung zu genießen.
Für mich war Das kleine Hotel auf Island ein rundum gelungener Wohlfühlroman mit liebenswerten Figuren, einer schönen Liebesgeschichte und einer Prise Fernweh. Genau die richtige Lektüre, um für ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen.
- Susan Elizabeth Phillips
Cottage gesucht, Held gefunden
(288)Aktuelle Rezension von: teilzeitbaeuerinAnnie strandet ohne Geld, ohne Wohnung, nach dem Tod ihrer Mutter im Cottage auf einer abgelegenen Insel. Ein Vertrag verpflichtet Annie zwei Monate dort zu verbringen und eigentlich war sie überzeugt, nie wieder dorthin zu müssen. Denn dort lebte auch ihre große Liebe und zugleich ärgster Feind: Theo Harp. Aber der würde bestimmt den Winter nicht auf der Insel verbringen ...
Tolle Figuren, sehr gut ausgearbeitete Charaktere. Die Handlung ist unterhaltsam und kurzweilig. Der Sprachstil sehr gut zu lesen und erweckt ständig den Wunsch, weiter zu lesen. Hat mir gut gefallen.
- Tanya Stewner
Alea Aquarius - Das Geheimnis der Ozeane
(181)Aktuelle Rezension von: CRRSamy10Alea Aquarius Bücher sind Supergut und sehr empfehlenswert für Jugendliche die gerne Magie haben. Auch die anderen Bücher dieser reihe sind mega spannend und empfehlenswert!! Woher hat Tanja Stwener nur diese Ideen? Die Charaktäre sind super erfunden und haben einen perfekten Charakter. Einfach toll!!!
- David Mitchell
Die Knochenuhren
(99)Aktuelle Rezension von: Smart_RebeccaKomplexe Geschichten sind für mich in Ordnung, ich beiß mich durch.
Oftmals merkt man am Ende eines Buches, dass man eine wunderbare Reise hinter sich gebracht hat, aber hier bin ich am nachdenken, WAS ich überhaupt gelesen habe.
David Mitchell ist ein Künstler, ein wahrer Schriftsteller. Dieses Werk ist eigenartig und in seiner Eigenart interessant und in sich verwickelt.
Eine Leseempfehlung? Für jene mit viel Geduld, mit Neugierde und mit großer Ausdauer - weil es oft sehr lange dauert bis man einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Handelssträngen findet!
- Yrsa Sigurdardottir
DNA
(360)Aktuelle Rezension von: Mia80„DNA“ ist der erste Fall der Krimireihe um Kommissar Huldar und die Kinderpsychologin Freya. Schon im Prolog hatte Yrsa Sigurdardottir meine volle Aufmerksamkeit, denn eine Frau wird auf eine äußerst brutale Art mit einem Staubsauger ermordet. Das Szenario hat mich völlig schockiert, weil die Mordmethode jede Vorstellungskraft übersteigt. Auch die weiteren Todesfälle, zu denen es im Verlauf des Thrillers kommt, befinden sich auf einem ähnlich heftigen Niveau. Trotz der Brutalität ist „DNA“ grundsätzlich kein reißerischer Krimi. Abseits von den Mordfällen wird keine graphische Gewalt dargestellt, stattdessen wird die Ermittlungsarbeit der Polizei detailliert beschrieben. Der Fall ist eine harte Nuss. Als Leser hat man durch den Prolog eine Ahnung, was Ursache für die Verbrechen ist, aber wie genau alles zusammenhängt, hat sich erst auf den letzten Seiten entfaltet.
Ich fand den Thriller außerordentlich spannend mit einem originellen Plot. Die Idee, dass ein Amateurfunker geheime Botschaften erhält, fand ich sehr gelungen. Dadurch, dass eine wichtige Zeugin ein Kind ist, gewinnt die Geschichte zusätzlich an Emotionalität. Die Auflösung und die Enthüllung der menschlichen Fehlentscheidungen, die zu all dem geführt haben, sind erschütternd.
Das war ein sehr lesenswerter Thriller!
- Arnaldur Indriðason
Frostnacht
(146)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneDas Buch liest sich ganz flüssig, nur finde ich es sehr schwierig die Namen auszusprechen von den Personen, die in dem Buch vorkommen. Dadurch liest sich das Buch ziemlich schwer. Zwischendurch wusste ich gar nicht, wer denn da jetzt gemeint ist.
Die Geschichte an sich fand ich sehr tragisch. Sie könnte tatsächlich so passiert sein. - Joachim B. Schmidt
Kalmann
(283)Aktuelle Rezension von: FrieKalmann Ödinnsson lebt in Raufarhöfn im Norden Islands. Er ist Haifischjäger und stellt den besten Gammelhai der Insel her. Fast schlafwandlerisch kann er das Wetter der nächsten Stunden vorhersagen und findet sich bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit draußen zurecht. Dieses Wissen hat er von seinem Großvater gelernt – dem einzigen Menschen, der immer an ihn geglaubt und ihm mit Geduld und Liebe alles beigebracht hat.
Denn Kalmann hat auch viele Einschränkungen. Er ist ein Sonderling, möglicherweise autistisch oder – wie seine Mutter einmal sagte – das Ergebnis von „Ärztepfusch“. Seit der Großvater dement im Heim lebt, ist die Mutter sein Vormund. Sie arbeitet als Krankenschwester in einem drei Stunden entfernten Ort und schaut gelegentlich nach dem Rechten.
Mit Büchse (vom mütterlichen Opa), Mauser (vom väterlichen Opa), Cowboyhut und Sheriffstern ist Kalmann der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn. Ansonsten schaut er Trash-TV, ernährt sich ungesund und träumt davon, an der Seite einer schönen Frau zu leben.
Als ein Mann im Ort verschwindet und Kalmann beim Arctic Henge eine Blutlache entdeckt, gerät sein bisher überschaubares Leben aus den Fugen. Plötzlich interessiert sich die Polizei für ihn (hier insbesondere die schöne Birna), Reporter wollen Interviews; sein gemurmeltes Stichwort 'Eisbär' macht die Dinge nicht besser.
Eine weitere Frau stirbt – die Kalmann als Letzter lebend gesehen hat und weitere Ereignisse, in die er verwickelt ist, stellen sein Leben auf den Kopf.
Joachim B. Schmidt hat mit Kalmann einen Antihelden geschaffen, der mit schlichter, oft berührender Klarheit Dinge auf den Punkt bringt. Wir erfahren zum Beispiel, dass es unter einem Eisbären dunkel und still ist – wahrscheinlich wie in einem Sarg. In einem Sarg war Kalmann allerdings noch nie.
Der Roman gibt außerdem einen spannenden Einblick in die Strukturen eines ehemals vom Fischfang lebenden Ortes kurz vor dem Polarkreis – mit sehr anziehenden Landschaftsbeschreibungen.
Von mir gibt es 4 Sterne. - Nina Blazon
Silfur - Die Nacht der silbernen Augen
(145)Aktuelle Rezension von: diepersephoneLeider ist dieser Roman der erste von Nina Blazon den ich schwach fand. Und das bei einem sooo schönen Cover!
Hier ist weder eine wirklich neue Idee entstanden noch wird wirkliche Spannung aufgebaut worden, da sich alles um Kleinigkeiten dreht und es wird dauernt ein und das selbe Thema durchgekaut.
Hier ist mir aufgefallen dass ich offensichtlich nicht mehr in die Zielgruppe dieses Buches falle. Denn ich konnte vieles nicht nachvollziehen und fand die Altagsprobleme so gähnende langweilig das ich viele Seiten gegen Mitte nur noch überflogen habe. Normalerweise nimmt sich die Autorin viel Zeit um die Charaktere darzustellen und das weiß ich immer sehr zu schätzen und weiß dass das seine Zeit braucht und demnach nimmt ihr Roman oftmals erst nach dem ersten Drittel an fahrt auf, aber hier passierte das noch nicht mal nach der Hälfte und auch da waren es immer kleine Spannungsbögen die ganz schnell wieder abflachen und das hat mir das Lesen wirklich schwer gemacht.
- Arnaldur Indriðason
Menschensöhne
(267)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeEin pensionierter Lehrer wird grausam ermordet, an einen Stuhl gefesselt, mit Benzin übergossen und in Brand gesteckt. Gleichzeitig begeht ein Patient in einer Psychiatrie Selbstmord indem er aus dem Fenster springt. Sein Bruder Palmi beginnt Fragen zu stellen, genau wie der Polizist Erlendur.....
Ganz typisch Islandkrimi ist die Atmosphäre des Buches von Beginn an eher düster und grau. Die Entwicklung eher etwas schleppender, ruhig, leider immer wieder etwas zu ruhig. Auch scheint sich der Autor nicht ganz schlüssig darüber geworden zu sein, wer denn nun sein Hauptprotagonist wird, denn Palmi und Erlendur ermitteln letztlich parallel, decken dasselbe mit unterschiedlichen Herangehensweisen auf. Beide rücken in den Vordergrund, lassen aber so richtigen Tiefgang in der Charakterdarstellung vermissen.Obwohl das Thema selbst interessant ist, die Suche tief in die Vergangenheit führt und der Autor einen angenehmen flüssigen Schreibstil hat, gerät die Story immer wieder ins holpern. Das Ende hingegen mutet dann schon fast fernsehreif an und passt nicht wirklich zum Rest des Buches.
Mein Fazit: Ein durchaus spannender Krimi, der sich ab und an irgendwie selbst verliert, bevor er wieder flüssig vorankommt. das Ende ist irgendwie unpassend und in bester Filmmanier, nur leider damit eher weit weg vom Rest des Buches. Da habe ich bereits deutlich Besseres vom Autor gelesen.
- Yrsa Sigurdardottir
NACHT
(107)Aktuelle Rezension von: Lesedrache_93Ein richtig guter Thriller den man nicht mehr aus der Hand legen kann. Er passt auch richtig gut zur Jahreszeit.
Vor allem gut gefallen hat mir hier, dass einmal aus der Sicht eines Opfers vor der Tat und dann wieder aus der Sicht eines Ermittlers geschildert wurde. Das trug sehr zur Spannung bei.
Eine Empfehlung!























