Bücher mit dem Tag "isolation"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "isolation" gekennzeichnet haben.

107 Bücher

  1. Cover des Buches Der Gesang der Flusskrebse (ISBN: 9783446273252)
    Delia Owens

    Der Gesang der Flusskrebse

    (1.442)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Kya wächst verlassen im Marschland auf und als ihr in unterschiedlichen Stadien ihres Heranwachsens zwei Jungs Aufmerksamkeit schenken, genießt sie das. Doch als Jahre später einer der beiden tot aufgefunden wird, sind sich alle schnell einig, dass nur das seltsame Mädchen dafür verantwortlich sein kann.

    Zu erst einmal haben mich die Naturbeschreibungen überrascht und auch begeistert. Ich hatte stellenweise das Gefühl mit Kya am Strand zu stehen und die Möwen zu beobachten. 

    Auch hat mich Kyas Alleinsein und ihre Einsamkeit tief berührt, besonders da sie so jung war als alle verschwanden.

    Die Geschichte rund um den Todesfall und wie sie erzählt wurde, fand ich spannend und ich bis zum Schluss mit Kya mitgefiebert, weshalb mich das Ende umso mehr überrascht hat.

    Alles in allem war das für mich ein wirklich gelungener Roman mit einer faszinierenden Protagonistin.

  2. Cover des Buches Der Buchspazierer (ISBN: 9783492074001)
    Carsten Sebastian Henn

    Der Buchspazierer

    (635)
    Aktuelle Rezension von: Brigitte_Spalink

    Carl Kollhoff kommt persönlich vorbei und bringt die bestellten Bücher nach Hause. Seine Kunden sind seine besten Freunde und seine Verbindung zur Welt. Nach einem Schicksalsschlag weiß Carl nicht weiter. Wird er das mit Hilfe seiner Freude, den Büchern und vor allem wegen einem neunjährigen Mädchen diese Hürde überwinden und wieder glücklich sein.


    Das Buch zieht einen gleich in seinen Bann und man ist faszinierend von der Geschichte. Der Schreibstil ist unheimlich fesselnd und man mag das Buch gar nicht zur Seite legen. Dieser ältere Carl und die neunjährige Schascha ist ein so ungleiches Pärchen, das es fast schon wieder lustig ist, wie die beiden miteinander umgehen. Dieses Mädchen bringt Carls Leben völlig durcheinander, denn sie weiß was sie will und hat ihren eigenen Kopf. Es ist ein leise Buch, aber es klingt unheimlich lange nach. Es ist ein „MUSS2“ für jeden Buchliebhaber, denn wir lesen hier ein einmalige Geschichte, die ich mir wirklich bildhaft vorgestellt habe. Und da es ja nun auch den Film zu dem Buch gibt, werde ich ihn mir jetzt anschauen. Vergessen kann man das Buch nicht so schnell.


    Ich gebe eine unbedingte Leseempfehlung und natürlich 5 Sterne.

    Carl Kollhoff kommt persönlich vorbei und bringt die bestellten Bücher nach Hause. Seine Kunden sind seine besten Freunde und seine Verbindung zur Welt. Nach einem Schicksalsschlag weiß Carl nicht weiter. Wird er das mit Hilfe seiner Freude, den Büchern und vor allem wegen einem neunjährigen Mädchen diese Hürde überwinden und wieder glücklich sein.


    Das Buch zieht einen gleich in seinen Bann und man ist faszinierend von der Geschichte. Der Schreibstil ist unheimlich fesselnd und man mag das Buch gar nicht zur Seite legen. Dieser ältere Carl und die neunjährige Schascha ist ein so ungleiches Pärchen, das es fast schon wieder lustig ist, wie die beiden miteinander umgehen. Dieses Mädchen bringt Carls Leben völlig durcheinander, denn sie weiß was sie will und hat ihren eigenen Kopf. Es ist ein leise Buch, aber es klingt unheimlich lange nach. Es ist ein „MUSS2“ für jeden Buchliebhaber, denn wir lesen hier ein einmalige Geschichte, die ich mir wirklich bildhaft vorgestellt habe. Und da es ja nun auch den Film zu dem Buch gibt, werde ich ihn mir jetzt anschauen. Vergessen kann man das Buch nicht so schnell.


    Ich gebe eine unbedingte Leseempfehlung und natürlich 5 Sterne.

  3. Cover des Buches Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle. (ISBN: 9783596705580)
    Arno Strobel

    Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.

    (1.128)
    Aktuelle Rezension von: TTurtle

    Ich habe sehr viele Empfehlungen auf Booktok und co. zu diesem Buch erhalten und mich sehr darauf gefreut. Leider wurde ich enttäuscht. Ich wurde einfach nicht warm mit diesem Buch und auch wenn sehr viel Arbeit dahinter stand, die Charaktere und deren Geschichten aufzubauen und zu verknüpfen, war es nichts für mich. Ich habe eine ähnliche Story-Line schon einmal gelesen und im direkten Vergleich verlor dieses Buch für mich. Trotzdem war es flüssig zu lesen, daher 3/5 Sternen.

  4. Cover des Buches Die Pest (ISBN: 9783499006166)
    Albert Camus

    Die Pest

    (533)
    Aktuelle Rezension von: Marcello

    Die Pest von Albert Camus habe ich mit 4 Sternen bewertet – mehr aus inhaltlicher Achtung als aus reiner Lesefreude.

    Der Roman spielt in der algerischen Stadt Oran, die von einer Pestepidemie heimgesucht wird. Im Zentrum steht Dr. Rieux mit einer kleinen Gruppe von Leuten, die unterschiedlich auf die Katastrophe reagieren. Camus zeigt, wie Menschen mit sinnlosem Leid umgehen, wie sich Solidarität und Egoismus mischen und was es heißt, "anständig" zu handeln, obwohl die Welt keinen erkennbaren Sinn bietet.

    Besonders interessant ist die metaphorische Ebene: Die Pest ist bewusst mehr als nur eine Krankheit. Sie kann als Sinnbild für den Kampf der Résistance gegen den Nationalsozialismus gelesen werden, generell aber auch für jede Form von Tyrannei und politischem Übel, das Institutionen, Sprache und Moral angreift. Gleichzeitig steht sie existenziell für das allgegenwärtige Übel im menschlichen Leben – Krankheit, Tod, Zufall, Grausamkeit –, das sich nie endgültig besiegen lässt. Der Roman legt nahe, dass der Ausweg eher in Haltung und Solidarität liegt als in einer großen Lösung.

    Aktuell wirkt das Buch dort, wo Camus betont, dass der Pestbazillus nie ganz verschwindet, sondern im Verborgenen weiterbesteht und jederzeit zurückkehren kann. Eine ziemlich klare Parallele zu faschistischen und anderen destruktiven Ideologien, die immer wieder auftauchen – wie auch in der heutigen politischen Diskussion.

    Wer einen spannenden Pageturner erwartet, wird hier eher enttäuscht. Die Pest liest sich für mich eher wie ein nüchterner, philosophisch unterlegter Bericht über eine Krise. Der Stil ist bewusst zurückhaltend und stellenweise langatmig. Wenn man sich darauf einstellt und eher an Idee und Atmosphäre als an Spannung interessiert ist, ist das Buch allerdings sehr lohnend.

  5. Cover des Buches Die Wand (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 3) (ISBN: 9783546100793)
    Marlen Haushofer

    Die Wand (Marlen Haushofer: Die gesammelten Romane und Erzählungen 3)

    (957)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Schon vor langer Zeit habe ich die Verfilmung dieses Klassikers der neueren Literatur geschaut und muss sagen, dass diese schon sehr eindrucksvoll und gleichzeitig bedrückend war, allerdings hätte ich niemals damit gerechnet, wie großartig und packend das Buch tatsächlich ist.

    In diesem begleitet man die namenlose Protagonistin dabei, wie sie, plötzlich von einer unsichtbaren Wand in den Bergen eingesperrt, versuchen muss, ohne jeglichen Luxus, ganz allein und mit relativ wenigen Nahrungsmitteln, klarzukommen. Nur ein Hund, später noch eine Kuh und eine Katze, begleiten sie in ihrem spartanischen Leben und werden mehr und mehr zu ihrer Familie. Die ganze Geschichte hätte dabei echt langweilig werden können, doch dem war ganz und gar nicht so, denn diese war zwar relativ sachlich, aber auch einfach nur wahnsinnig spannend und packend geschrieben. Das Buch ist ein Bericht über das, was der Protagonistin geschieht und spiegelt perfekt deren Gefühle und Gedanken wider. Es zeigt die bedrückende Einsamkeit, aber auch die Schönheit der Natur und des Alleinseins, der Ruhe und der Entschleunigung. Außerdem wurde die innige Beziehung zwischen der Protagonistin und den Tieren richtig toll beschrieben und jeder Verlust, den sie erleiden muss, war richtig schlimm für mich, da ich die Tiere auch sehr ins Herz geschlossen habe, allen voran Luchs, den bayrischen Gebirgshund. 

    Was die Protagonistin angeht, so fand ich diese ebenfalls richtig großartig und vor allem interessant geschrieben. Sie ist eine Mutter und Witwe in ihren Vierzigern und wirkte auf mich recht pragmatisch. Schnell passt sie sich ihrer neuen Situation an und versucht, einfach nur zu überleben. Dabei verändert sie sich immer mehr, wird immer ruhiger, leidet aber auch hier und da unter einer Art Depression. Dennoch kämpft sie, wobei ihr gerade auch ihre Tiere und die Verantwortung helfen.

    Alles in allem war dieses Buch super ruhig und unaufgeregt geschrieben und dennoch fand ich den Bericht einfach nur mitreißend und super atmosphärisch. Es zeigt, was im Leben wirklich wichtig ist und dass aller Luxus nichts wert ist, wenn es ums pure Überleben geht. Gleichzeitig muss sich auch die Protagonistin auf das Wesentliche besinnen. Ich hätte jedenfalls niemals gedacht, dass mich dieses Buch so sehr begeistern könnte und kann sagen, dass es für mich ein absolutes Lesehighlight ist. 

  6. Cover des Buches Der Hof (ISBN: 9783499268380)
    Simon Beckett

    Der Hof

    (698)
    Aktuelle Rezension von: Julia_Taub

    Das Buch war so spannend das meine Fragen die sich im laufe der Geschichte aufgekommen sind, erst auf der letzten Seite komplett beantwortet wurde. Das finde ich an einem Thriller richtig gut, das dadurch die Spannung aufrecht erhalten wird und ich mir einen Teil der Geschichte erst im Kopf zusammenstellen kann und am Ende herauszufinden ob es stimmt oder komplett was anderes ist. Der Schreibstil ist unglaublich gut gehalten worden, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

  7. Cover des Buches Die Terranauten (ISBN: 9783423146463)
    T. C. Boyle

    Die Terranauten

    (344)
    Aktuelle Rezension von: wortknaeuel

    Eine kleine Gruppe junger Wissenschaftler wetteifert Mitte der 90er Jahre um einen von acht begehrten Plätzen in einem ökologischen Experiment. Für zwei Jahre sollen sie unter einer riesigen Glaskuppel leben und sich völlig autark in den verschiedenen künstlich geschaffenen Biotopen – vom kleinen Regenwald bis zum Mini-Ozean – selbst versorgen. Nichts geht rein, nichts darf raus! Die Geschichte beginnt mit der Bekanntgabe der Auserwählten, vier Männer und vier Frauen, die sich jeweils auf einem Spezialgebiet gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt haben und nun in die "Ecosphere 2" einziehen dürfen. Zurück bleiben die Verlierer mit der Hoffnung, in zwei Jahren zum Nachfolger-Team aufrücken zu können. Draußen bleiben natürlich auch Freunde, Liebhaber und die Planer, Manager und Sponsoren des Experiments. In den zwei Jahren erleben wir aus Sicht von Dawn und Ramsay innerhalb, sowie Linda außerhalb der Kuppel, wie sich aus dem ökologischen Experiment ein Beziehungskuddelmuddel entwickelt.

    T.C. Boyle kann gut erzählen, da ist dieser Roman keine Ausnahme. Er beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit, denn so ein Experiment hat es ungefähr zu jender Zeit tatsächlich gegeben. Allerdings habe ich mich von Klappentext und Buchcover täuschen lassen. Zu dem Zeitpunkt, als ich mir das Ebook kaufte, hatte ich noch nie etwas von Boyle gelesen und einen spannenden dystopischen (oder utopischen) SciFi-Romans erwartet. Stattdessen dreht sich alles um Neid, Eitelkeit und Eifersüchteleien zwischen den Wissenschaftlern, um Wer-mit-wem sowie am Rande auch um den Einfluss von Geld und Medien. Wenn man Boyle kennt, hätte man sich denken können, dass es vorwiegend um die sozialen, zwischenmenschlichen Aspekte in diesem Szenario gehen wird.

    Die Handlung ist zwar durchaus unterhaltsam und auf satirische Weise komisch, aber insgesamt wenig spannend. Auch die Charaktere empfand ich als flach und uninteressant. Eher ein schwacher Boyle.

  8. Cover des Buches Die Stadt der Blinden (ISBN: 9783442745296)
    José Saramago

    Die Stadt der Blinden

    (561)
    Aktuelle Rezension von: Sanne54

    Eine Epidemie führt dazu, dass auf unerklärliche Weise immer mehr Menschen blind werden; sie beschreiben es als weißes, milchiges Nichts. Die Regierung reagiert drastisch und interniert Betroffene und potentiell Infizierte (getrennt) in einer ehemaligen Irrenanstalt unter primitivsten Verhältnissen und versorgt sie nur unzureichend mit Nahrung und Informationen, bewacht durch Soldaten mit Schießbefehl. Anfangs noch solidarisch, gehen mit zunehmender Personenzahl, Zeit und prekärerem Verhältnissen Anstand, Moral & Hoffnung immer weiter verloren. Die niedersten Bedürfnisse & Rivalitäten bestimmen das Miteinander, das schnell keines mehr ist.

    Nachdem ich sehr lange um diesen Roman herumgeschlichen bin, habe ich ihn nun -am Stück- gelesen, was stellenweise schwer erträglich war, besonders zugänglich ist dieses Buch nicht: Nicht vom Stil (z.B. direkte Rede wird nicht gekennzeichnet, sehr lange "Kommasätze"), nicht von den namenlosen Protagonisten (die über ihre Eigenschaften und Rollen benannt werden, z.B. der Arzt) und vor allem nicht inhaltlich: Der Mensch ist des Menschen Wolf!
    Doch der Autor beschreibt diesen drastischen und rapiden Verfall und Verlust von allem, was uns Menschen auszeichnen sollte, in einer solch atmosphärisch dichten Sprache, dass ich das Buch dennoch nicht aus der Hand legen konnte. Es ist der reinste Höllentripp, zumal Saramago sich nie so weit von einer möglichen Realität entfernt, dass man die geschilderten Entwicklungen als unrealistisch abtun könnte.

    Deshalb ist der Roman sicher auch nichts für Menschen, die mit der Darstellung von Gewalt, Unterdrückung, Entrechtung o.ö. Schwierigkeiten haben. Auch sollte man nicht auf ein Happy End oder einen versöhnlichen Ausgang oder eine leicht lesbare Lektüre hoffen. Aber es ist ein beeindruckendes Werk.

  9. Cover des Buches Schachnovelle (ISBN: 9783755769965)
    Stefan Zweig

    Schachnovelle

    (1.504)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

           Jedes Buch kann eine neue Liebe sein, meist eine, die begeistert, aber bald an Intensität verliert und vergessen wird. Doch manche werden zu alten Lieben - es sind die ganz besonderen Bücher, die Schätze, die vielleicht nicht mal einen Ehrenplatz im Regal haben, aber die wir immer wiederfinden, die wir nicht weggeben, bei denen wir immer genau wissen, wo sie stehen. Für mich ist die Schachnovelle so eine seltene alte Liebe. Und obwohl mir das Schachspiel mehr Bewunderung und Faszination als Begreifen abgewinnt, oder vielleicht gerade deswegen, würde dieses Buch in der Liste meiner liebsten Werke jederzeit auftauchen. Es ist so schön und doch so fesselnd, so gekonnt und doch so malerisch einfach. Ein Buch, das man immer wieder lesen kann, wie sonst nur ein heißgeliebtes Gedicht.

    Es können oft die letzten Erzählungen eines Schriftstellers sein, die die einfachste und doch wunderbarste Seite seiner Erzählkunst enthüllen. So bei Hemingway ( Der alte Mann und das Meer ), Kipling ( Genau-so Geschichten ) und auch in gewissem Sinne bei Kafka (Der Bau) und Camus ( Das Exil und das Reich ). So auch bei Stefan Zweig, der viele großartige Erzählungen geschrieben hat (und wunderbare Gedichte: Silberne Saiten ) die dennoch alle nicht die Schachnovelle erreichen, in ihrer Schlichtheit, Eleganz, ihrer Konsequenz, ihrer Form, ihrer Geschichte.

    Ungern möchte ich hier zu viel von der Handlung dieser Geschichte vorwegnehmen. Denn ihre Einzigartigkeit liegt auch in der Beschaffenheit des Erlebnisses, das man hat, wenn man die Geschichte zum ersten Mal lesen darf. Es sei aber gesagt, dass Zweig auf höchste eigene, fast schon innovative Weise die Nazidiktatur in sein Buch mit einbindet, doch nur sehr am Rande spielt sie eine Gastrolle, wenn auch keine unerhebliche. Doch eigentlich geht es um Schach und um die Faszination und die ambivalente Anschauung zu diesem Spiel - ist es System, ist es Schulung, Instinkt oder Mathematik? Doch werden darüber keine Reden geschwungen ' es ist bloß das meisterhafte Thema, an dem Zweig seine meisterhafte Studie zweier Charaktere und ihrer Lebensgeschichte anlehnen kann; es ermöglicht ihm, zwei völlig verschiedene Menschen einander gegenüberzustellen. Eine psychologische Herangehensweise, gewiss - aber eingebunden in eine Geschichte, die wahrlich unvergesslich und in sich selbst, in ihrer Idee schon klassisch ist.

    Stefan Zweig hat einige Erzählungen verfasst, die in ihrer Psychologie und ihrer beinahe nachzuempfindenden Schilderung und Erzählweise, oft großen Eindruck beim Leser hinterlassen. So die Novelle mit dem bezeichnenden Titel Angst oder natürlich eine der besten Geschichten über die Schwelle zwischen Kindheit und Jugend, Brennendes Geheimnis . Doch obwohl diese Texte Erkenntnis- und Verständnisblitze durch die Adern des Lesers jagen, sind sie doch nichts im Vergleich zu den beiden unsterblichen Geschichten, die Zweig uns mit Brief einer Unbekannten und diesem Buch geschenkt hat. Klar, wir wollen erfahren werden, lernen und reflektieren, aber eins wollen wir noch mehr: Geschichten lesen. Und so eine ist dieses Buch. Einfach eine runde, vollendete Erzählung - eine Geschichte, wie sie nur im Buche steht..

  10. Cover des Buches DAEMON (ISBN: 9783499256431)
    Daniel Suarez

    DAEMON

    (310)
    Aktuelle Rezension von: Stephanva

    Dieses Buch weiß wirklich zu überzeugen. Auch wenn es inhaltlich schon etwas in die Jahre gekommen ist, ist die Idee dahinter sehr spannend. In der Fortsetzung "Darknet" wird die packende Geschichte zu Ende erzählt. 

    Daniel Suarez zeichnet eindrücklich ein Bild von einer sich verändernden Gesellschaft, wenn der Einsatz von virtueller Realität die "reale" Welt unterläuft. Geschickt erzählt er, wie verschiedene technische Innovationen ganze Gruppen verändern können. Dabei zeigen die verschiedenen Charaktere sowohl die hellen als auch dunklen Seiten der Menschen, die eine solche Veränderung mit sich bringt.

    Deamon und Darknet sind eine absolute Leseempfehlung!

  11. Cover des Buches Raum (ISBN: 9783492309813)
    Emma Donoghue

    Raum

    (928)
    Aktuelle Rezension von: pinkyliciousbooks

    Eine schreckliche Geschichte aus Kinderaugen erzählt, die noch lange nachhallt und zum nachdenken anregt.

    Für mich waren die Kapitel teilweise zu langatmig. Auch den Schreibstil der Autorin muss man mögen.
    Da das Buch aus der Sicht eines 5-Jährigen geschrieben ist, muss man sich an seine Sprache gewöhnen, aber diese Art und Weise macht das ganze auch liebenswert.

  12. Cover des Buches Mörder ohne Gesicht (ISBN: 9783423216470)
    Henning Mankell

    Mörder ohne Gesicht

    (1.009)
    Aktuelle Rezension von: Alina35

    „Mörder ohne Gesicht“ hat mich von der ersten Seite an gepackt. Der Fall ist spannend aufgebaut, atmosphärisch dicht und entwickelt eine stetige, fast unheimliche Sogwirkung. Die Ermittlungen wirken realistisch, die Figuren sind glaubwürdig gezeichnet und die Wendungen sitzen genau an den richtigen Stellen. Besonders beeindruckt hat mich, wie konsequent und präzise die Spannung gehalten wird – kein Durchhänger, kein unnötiger Ballast. Für mich ein fesselnder Krimi auf hohem Niveau, der zeigt, warum dieses Buch als Klassiker gilt.

  13. Cover des Buches The Handmaid's Tale (ISBN: 9780099563143)
    Margaret Atwood

    The Handmaid's Tale

    (170)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    I’ve read the book while they decided to prohibit abortions in some of the United States. So it felt kinda surreal to read about a dystopian story like this, while women rights can be so easily dismissed.

  14. Cover des Buches Der andere Arthur (ISBN: 9783406843334)
    Liz Moore

    Der andere Arthur

    (36)
    Aktuelle Rezension von: Mamijojale

    „Der andere Arthur“ von Liz Moore ist ein Roman, der leise beginnt – und dann mitten ins Herz trifft.

    Liz Moore erzählt von zwei Menschen, die am Rand des Lebens stehen und doch eine ungeheure innere Tiefe besitzen. Arthur Opp, einst gefeierter Literaturprofessor, lebt zurückgezogen in seinem Haus in Brooklyn, gefangen in Einsamkeit, Scham und einem Körper, der ihm selbst fremd geworden ist. Sein Leben wirkt wie angehalten – bis es durch eine unerwartete Begegnung wieder in Bewegung gerät.

    Parallel dazu lernen wir Kel kennen, siebzehn Jahre alt, voller Wut, Sehnsucht und Verantwortungsgefühl. Er kämpft nicht nur mit den Erwartungen der Welt, sondern auch mit der Krankheit seiner Mutter und der Angst, im eigenen Leben keinen Platz zu finden. Liz Moore schreibt diese Figur mit so viel Empathie, dass man jede seiner Unsicherheiten, jede Hoffnung und jede Verzweiflung spürt.

    Was diesen Roman so besonders macht, ist seine radikale Menschlichkeit. Moore urteilt nicht. Sie schaut hin. Sie zeigt Einsamkeit in all ihren Facetten – schmerzhaft, beschämend, lähmend –, aber auch die stille Hoffnung, die darin verborgen liegen kann. Die Sprache ist klar, ruhig und durchzogen von einer Melancholie, die lange nachhallt.

    Der andere Arthur erzählt von Nähe, die rettet, von Fürsorge, die verändert, und von der Möglichkeit, sich selbst nicht aufzugeben – egal, wie verloren man sich fühlt.

    Ein zutiefst berührender Roman über Verletzlichkeit, Verbindung und die leise Kraft der Hoffnung. Absolute Leseempfehlung.

  15. Cover des Buches Die Falle (ISBN: 9783442715886)
    Melanie Raabe

    Die Falle

    (656)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    „Die Falle“ hatte schon sehr lange auf meiner Leseliste gestanden, ehe ich nun zu dem Buch griff. Wie erwartet, war der Erzählstil eher ein wenig dehnend und recht gedankenbetont, obgleich es der Geschichte dennoch gelang, mich zu fesseln. Zeitweise flog ich sogar durch die „Seiten“ (ich habe den Roman als E-Book gelesen, weswegen es natürlich keine echten Seiten gab), was unter anderem mit Lindas sympathischer und doch mysteriöser Art zusammenhing.

    Störend fand ich hingegen, dass regelmäßig Kapitel aus ihrem „Thriller“ (laut Lindas Verleger Norbert eine als Thriller verkleidete Liebesgeschichte) über den Mord ihrer Schwester Anna in den Plot eingewoben wurden. Zwar war dies eine innovative Art, Vergangenes zu berichten, doch hätten einige Stellen ohne Probleme weggelassen werden können, zumal die Schrift im fiktiven Roman deutlich kleiner war als im normalen Erzähltext.

    Zu dem Interview – der im Klappentext und Titel versprochenen Falle – mit dem Journalisten sowie vermeintlichen Mörder Victor Lenzen kam es erfreulicherweise bereits im ersten Drittel, und trotz der Tatsache, dass sich Linda und er dabei einige Male im Kreis drehten, wurde es aufgrund des raschen Dialogwechsels nicht langweilig.

    Kurz vor dem Schluss versuchte Melanie Raabe noch eine falsche Fährte zu legen (SPOILER), indem sich Linda unter Drogeneinfluss daran zu erinnern meinte, ihre Schwester Anna selbst ermordet zu haben (SPOILER ENDE), das wurde aber sehr schnell als solche aufgeklärt und abgekauft hatte ich ihr das auch nicht wirklich. Überraschend war die Auflösung somit kaum, gerade weil sie so offensichtlich war, hatte ich vorher jedoch nicht daran glauben mögen (SPOILER), dass Lenzen tatsächlich der Mörder war.

    Nur nebenbei erwähnt, war mir der Gärtner, der Lenzens Schauspiel während des Interviews durch Pfeifen des für Linda so traumatischen Beatles-Songs aufdecken konnte, extrem sympathisch, weshalb ich gern mehr von ihm gelesen hätte – Gleiches galt für Charlotte. 

    Nach Lenzens vorher so gerissenen Art enttäuschte es mich, dass er am Ende alles matt und unter Tränen gestand, wenngleich der obligatorische Versuch, die Zeugin (Linda) umzubringen, dann doch nicht fehlen durfte.  (SPOILER ENDE) Hier hätte ich mir ein spannenderes Finale erhofft.

    Fazit: „Die Falle“ ist wahrlich nichts Besonderes, kann als Thriller aber durchaus für ein wenig Unterhaltung sorgen. Das Buch bediente sich vieler klassischer Elemente eines Spannungsromans, setzte diese meiner Ansicht nach indes nicht immer besonders gut um.

  16. Cover des Buches Das Signal (ISBN: 9783426568125)
    Ursula Poznanski

    Das Signal

    (90)
    Aktuelle Rezension von: Ryria

    Als großer Poznanski-Fan war ich echt gespannt, welches Thema sie diesmal als Grundlage für ihren Thriller gewählt hat und diesmal haben wir gleich zwei Schwerpunkte: Winzige GPS-Tracker und das Leben, nachdem man ein Bein verloren hat.
    Viola lebt zusammen mit ihrem Ehemann Adam das nach außen hin perfekte Leben, beide beruflich erfolgreich, attraktiv und im Auge der Öffentlichkeit. Dass Viola bei einem Unfall dann jedoch ihr Bein verliert und keinerlei Erinnerung mehr an den Vorfall hat, ruiniert dieses perfekte Bild dann allerdings doch ein wenig, auch wenn Adam sich viel Mühe zu geben scheint. Doch kann sie ihm wirklich noch trauen? Moderne GPS-Tracker könnten die Antwort liefern...

    Der Schreibstil ist genauso gut wie immer, man fliegt quasi durch die Seiten. In scheinbar "normale" Abschnitte mischen sich gut gestreute kleine Hinweise, die man jedoch zuerst nicht wirklich zuordnen kann. Von Anfang an stellt man sich viele Fragen und die Neugier treibt einen immer dazu, doch einfach noch ein Kapitel zu lesen, typisch für Poznanski-Bücher.
    Etwas schade fand ich hier jedoch, dass man mit ein wenig Fachwissen recht schnell erraten kann, worum es eigentlich geht, einiges ist doch etwas vorhersehbar. Die große Überraschung am Ende bleibt dadurch aus, trotzdem war es ganz spannend zu lesen, wenn auch mit vereinzelten Abschnitten, die sich ein wenig gezogen haben.
    So tragen ständige Wiederholungen über die Schwierigkeiten mit einem Bein oder das Verfolgen der Mitmenschen über die Tracker zwar zur Grundstimmung und Violas mentalem Zustand gut bei, für den Leser ist es nach einer Weile jedoch nicht mehr sooo spannend.

    Die Atmosphäre wird aber gut getroffen, man wird selbst beim Lesen misstrauisch und leidet mit. Eine überschaubare Anzahl Charaktere sorgt dafür, dass man leicht den Überblick behält und schnell eigene Verdächtigungen anstellen kann.
    Auch fand ich es wieder toll, wie die Grundthemen eingearbeitet wurden, man erfährt viel über die Tracker und das Leben mit einem Bein. Dies wirkte auf mich auch gut recherchiert und somit zusätzlich informativ.
    Aus meiner Sicht nicht ihr bestes Werk, aber trotzdem wie gewohnt gute Spannung!

  17. Cover des Buches The Secret Garden (ISBN: 9781847806802)
    Frances Hodgson Burnett

    The Secret Garden

    (105)
    Aktuelle Rezension von: Ronya

    In Teilen ist diese Geschichte, in der die 10jährige Mary nach dem Tod ihrer Eltern aus Indien auf das seltsame englische Anwesen eines ihr bisher unbekannten Onkels zieht, sehr zeitlos. Es geht viel um den ewigen Kreislauf der Natur, die mit liebevollem Blick und insbesondere bezogen auf das Erblühen im Frühling sehr poetisch betrachtet und beschrieben wird.

    In weiteren Bereichen wirkt die Erzählung geradezu modern, insbesondere wenn es um den Zusammenhang von psychischem und körperlichem Wohlbefinden geht. Es gibt aber auch Aspekte, die aus heutiger Sicht problematisch sind, unter anderem betrifft das den Blick auf Indien, der deutlich durch den Kolonialismus geprägt ist.

    Diese Stellen und die Tatsache, dass es doch einige Längen gibt, führen dazu, dass ich sehr gut nachvollziehen kann, dass die Geschichte für Kinder heutzutage üblicherweise gekürzt verlegt wird, obwohl es sich ja auch bei der ursprünglichen Version um ein Kinderbuch handelt.

    Aus meiner Sicht als erwachsene Leserin ist es eine sprachlich sehr schöne Erzählung, die ich trotz einiger fragwürdiger Passagen für durchaus lesenswert halte. 

  18. Cover des Buches Imperium (ISBN: 9783596512928)
    Christian Kracht

    Imperium

    (169)
    Aktuelle Rezension von: Lorenz1984

    Die Art wie Herr Kracht Romane schreibt, ist eine ganz besondere. 

    Vorallem in diesem Roman aber, unterscheidet sich die Schreibweise von seinen anderen Werken wie Eurotrash oder Faserland.

    Denn der Wahnwitz, die Brillanz der Worte, und die Beschreibung der Ereignisse, ist in so einer unglaublich fantastisch, wunderbar signifikanten Art beschrieben, wie ich es bisher noch nicht erlebt habe. Nämlich eine unbarmherzige Ironie, die mir alle paar Sätze ein Schmunzeln in Gesicht zaubert.

    Andere Personen würden wohl abschrecken vor Sätzen, die eine halbe Seite lang sind, aber das nehme ich bei diesem Genuß liebend gerne in Kauf.

    "Die Toten" von Kracht war mein Einstieg in die Sucht namens Christian Kracht, und ich hab tatsächlich mittlerweile 90% seiner Werke gelesen.


  19. Cover des Buches Als das Böse kam (ISBN: 9783423263399)
    Ivar Leon Menger

    Als das Böse kam

    (369)
    Aktuelle Rezension von: Marcelz

    Ich möchte gar nicht viel von der Story vorweg nehmen. 

    Aber für alle, die einen kurzen Thriller, mit einem plottwist, welchen man nicht sofort erwartet suchen, greift hier zu. Die Story ist für mich sehr originell gewesen, man wusste gerade am Anfang nicht genau wo die Reise hingeht und hat viel spekuliert. Selbst als dann klar war, was und wieso alles so ist, wie es ist, ist das Buch dennoch aufregend.

  20. Cover des Buches Mein Ein und Alles (ISBN: 9783328105183)
    Gabriel Tallent

    Mein Ein und Alles

    (125)
    Aktuelle Rezension von: KatMa

    Ich hatte ja keine Ahnung, worauf ich mich mit dieser Geschichte einlasse! Nach Beenden des Buches konnte ich knapp eine Woche lang kein anderes beginnen, der Roman wollte erstmal verarbeitet werden! 

    Es geht um die 14jährige Julia Alveston, genannt Turtle, die nach dem Tod der Mutter bei ihrem Vater aufwächst. Die beiden leben in einem total heruntergekommenen Haus, in asozialen Verhältnissen, abgeschieden in den nordkalifornischen Wäldern und nur ihr Großvater väterlicherseits lebt auf dem Grundstück in der Nähe. Turtle geht zwar zur Schule, ist dort aber eine Außenseiterin, hat keinerlei Freunde und verhält sich auch sehr abweisend zu allen. Lediglich die Natur (sie kennt jede Pflanze und jede Kreatur) gibt ihr eine Art Heimat. Denn Turtles Welt ist grauenhaft, einfach schrecklich trost- und hoffnungslos. Das Mädchen wird von ihrem schwer gestörten Vater missbraucht und das auf jede denkbare Art und Weise. Glücklicherweise werden die Darstellung nicht allzu bildhaft beschrieben, sie sind schon in der Vorstellung quasi unerträglich. 

    Dem Autor gelingt es wahnsinnig gut, die kranke Liebe zwischen Vater und Tochter zu vermitteln, warum sich die Tochter nicht mal versucht, aus der Gewalt des Vaters zu befreien und sie als selbstverständlich betrachtet. Erst als eine dritte Person ins Spiel kommt, beginnt Turtle zu handeln, was eine unglaublich interessante Wendung der Geschichte ist.

    Den Höhepunkt der Handlung fand ich etwas überzogen aber dennoch passend. Dafür ist die Ausarbeitung von Turtles Charakter großartig, sie ist mir ihrer rauen, harten Art dermaßen ans Herz gewachsen, das ich sie schwer loslassen konnte. Ich habe von Anfang bis Ende mit ihr mitgefiebert und -gelitten und konnte das Buch nicht aus der Hand legen.


     

     

  21. Cover des Buches Der Zementgarten (ISBN: 9783257601749)
    Ian McEwan

    Der Zementgarten

    (422)
    Aktuelle Rezension von: BibiBuecherbiber

    Verstörend, düster, aber irgendwie konnte ich trotzdem nicht aufhören zu lesen.

    Ian McEwan zieht uns in eine Geschichte, die alles andere als leicht zu verdauen ist. Die Handlung ist geprägt von düsteren Themen, Tabus und einer bedrückenden Atmosphäre, die mich gleichermaßen abgestoßen und fasziniert hat.

    Die Figuren und ihr Umgang mit den schwierigen Umständen wirken gleichzeitig erschreckend und realistisch. Auch wenn mir das Buch insgesamt nicht gefallen hat – vielleicht gerade wegen seiner verstörenden Art –, hat es mich doch gefesselt und zum Nachdenken gebracht.

     Mein Fazit: Keine leichte Kost und definitiv nichts für schwache Nerven. Wenn ihr Geschichten mögt, die euch herausfordern und an Grenzen bringen, dann könnte dieses Buch etwas für euch sein.

  22. Cover des Buches Everything, Everything (Divers littérature ADO) (ISBN: 9782747069380)
    Nicola Yoon

    Everything, Everything (Divers littérature ADO)

    (203)
    Aktuelle Rezension von: Jacky98

    Maddy leidet unter einer starken immun Krankheit, durch die sie schon ihr ganzes Leben isoliert leben muss. Sie darf nicht raus, sie darf keine ungefilterte Luft atmen und einfach so Besuch bekommen geht auch nicht. Als eines Tages Olly im Haus gegenüber einzieht, wird er das größte Risiko, dass Maddy je in kauf genommen hat.

    Dieses Buch ist unglaublich schön gestaltet, was das Lesen einfach noch schöner und spannender gemacht hat. Jede Seite hat eine kleine Besonderheit, sei es ein Chatverlauf, ein Rezept, ein Arztbrief oder andere kleine Zeichnungen und Notizen. Da die Kapitel recht kurz sind und auch einige Chatverlaufe eingebaut sind, kommt man sehr schnell und flüssig durch das Buch. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, besonders die Krankenschwester Carla habe ich sehr ins Herz geschlossen.
    Das Buch war sehr schön erzählt und ich konnte mich gut in Maddy hineinversetzen und mit ihr fühlen. Das Ende hat mich zum einen sehr überrascht, weil ich damit absolut nicht gerechnet habe und hat für mich zum anderen das Buch perfekt abgeschlossen.
    Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch mit einer sehr süßen Liebesgeschichte. 

  23. Cover des Buches Die Kolonie (ISBN: 9783442542666)
    Chuck Palahniuk

    Die Kolonie

    (93)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Siebzehn Autoren folgen einer ominösen Einladung zu einem dreimonatigen Aufenthalt in einer Künstlerkolonie, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt, um dort in Ruhe Geschichten zu verfassen. Nach einer Weile stellt sich heraus, dass das Ganze eine Falle ist, die Künstlerkolonie entpuppt sich als ein heruntergekommenes Kinogebäude, hermetisch abgeriegelt. Im Laufe der Wochen bricht über die Eingesperrten Kannibalismus, Tod, Selbstverstümmelung und Wahnsinn herein. Und nach und nach stellt der Leser fest, dass die von den Figuren erzählten Geschichten die jeweilige düstere Vergangenheit der dort eingesperrten Autoren widerspiegeln...

    Klingt finster, ist es auch. Allerdings mit dem Palahniuk-typischen Stil, heißt, die Story wird voller Ironie und Gesellschaftskritik präsentiert, in diesem Falle besteht die Kritik u.a. aus dem menschlichen Hang zur Mediengeilheit, dem Wunsch, berühmt zu sein und dafür beinahe alles in Kauf zu nehmen. Die einzelnen, von den jeweiligen Protagonisten vorgetragenen Geschichten, entpuppen sich durchweg als äußerst übel, geschmacklos, schockierend und pervers. Und sie könnten alle wahr sein... Einigen Lesern dürfte diese Ansammlung von menschlichen Abgründen zuviel sein; immer, wenn man denkt, noch grotesker und ekelhafter geht es nicht mehr, legt Palahniuk noch eine Schippe nach...alleine schon die berühmt-berüchtigte erste Story "Vorfall" sorgte bei Lesungen für etliche reale Ohnmachtsanfälle bei Teilen des Publikums.
    Ebenfalls typisch für diesen Schriftsteller ist sein skurriles Figurenensemble, welches bei mir allerdings keinerlei Mitfühlen ausgelöst hat, da Palahniuks Charaktere stets zu merkwürdig und grotesk erscheinen, um bei mir ein Mitfiebern zu erzeugen, was mich allerdings nicht stört. Palahniuks Werke leben vielmehr von seinen überbordenden Ideen und dem einmal mehr sonderbaren und gewöhnungsbedürftigen Schreibstil, der auf seine Art schon herausragend und durchdacht und mit vielen, vielen Details gefüttert ist.
    Einziger Kritikpunkt (und damit knapp an meiner persönlichen Bestnote vorbeigeschrammt): Das Buch ist (gemessen am Plot) mit knapp 500 Seiten einfach zu lang (ein bei mir recht häufiger Kritikpunkt bei Büchern aller Art)...nicht alle 23 Geschichten im Buch zünden wirklich, etliche sind absolut grandios, viele sind erstaunlich gut, aber einige sind doch eher schwach. Wenn Palahniuk hier eine etwas straffere, bessere Auswahl getroffen und die Sache auf 15 Geschichten eingedampft hätte, wäre das Buch sensationell, so aber schlichen sich bei mir ab und an leichte Müdigkeitserscheinungen ein, was die Lektüre zuweilen etwas zäh wirken ließ.

    Fazit: Wie immer fantasiereich ohne Ende, oft wirklich derbe und magenumdrehend erzählt, jedoch ein wenig zu langgezogen. Nichtsdestotrotz definitiv zu empfehlen.
  24. Cover des Buches Not Your Type (ISBN: 9783426526774)
    Alicia Zett

    Not Your Type

    (171)
    Aktuelle Rezension von: KiraNear

    Titel: Not Your Type

    Autor*in: Alicia Zett

    Erschienen in Deutschland: 2021

    Originaltitel: -

    Erschienen in -: 

    Übersetzer*in: - 

     

    Weitere Informationen: 

    Genre: LGBTQ+, Romantik, Hetero, Slice of Life, Drama

    Preis: € 12,99 [D] | € 13,40 [A]

    Seiten: 368

    Sprache: Deutsch

    ISBN: 978-3-426-52677-4

    Verlag: Droemer Knaur GmbH & Co.KG

    Rezensionsexemplar: Nein 

     

    Inhalt:

    Die zwanzigjährige Studentin Marie ist in ihren stillen Kommilitonen Fynn verliebt, und auch Fynn empfindet für Marie mehr, als er sich selbst eingestehen will. Denn eigentlich lässt Fynn keinen Menschen an sich heran: Niemand soll wissen, dass er trans ist. Einen wie ihn kann man nicht lieben, meint er. Doch dann finden sich Fynn und Marie unversehens auf einem Roadtrip nach Italien wieder. Langsam kommen die beiden einander näher, das Mittelmeer als Ziel vor Augen. Jetzt muss Fynn sich entscheiden, wie viel er Marie anvertrauen kann, ohne sie für immer zu verlieren.... 

     

    Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):

    Das Buch ist zwar ein Teil einer Reihe, aber die Bücher haben selbst miteinander nichts zu tun. Ich habe bereits den zweiten Band der Reihe gelesen und da mir das Buch damals ziemlich gut gefallen hat, dachte ich mir damals, dass ich das Buch hier auch irgendwann mal lesen möchte. Tja und da ich das Buch vor kurzem in der Bibliothek gesehen habe, habe ich dann gesagt: Ok, ich nehms jetzt mit. 

    Und das war eine verdammt gute Idee, denn das Buch hat mir auch richtig gut gefallen. Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Marie und Fynn erzählt und beide haben ziemlich mit vielen Problemen zu tun. Fynn eben mit seiner Identität und seinem Körper, der derzeit noch zu weiblich aussieht. Marie hat dagegen Probleme mit dem Studium, dass sie nicht glücklich macht und ihre Eltern, die sie zu etwas zwingen möchten, dass sie eigentlich nicht haben möchte. 

    Dazu kommt noch der Roadtrip und die Freunde, mit denen sie unterwegs sind. 

    Beide, Marie und Fynn, kann ich hier total verstehen. Fynn hat Angst, dass er nicht den Anforderungen von Marie entsprechen könnte und möchte aufgrund von vergangenen Ereignissen in der Vergangenheit mit seiner Identität nicht hausieren bzw möchte er nicht so gerne darüber reden. Marie allerdings weiß natürlich nicht, was los ist, und versucht aus Fynn schlau zu werden, möchte ihn verstehen, weiß aber nicht, was los ist.  

    Es kommt deswegen auch immer wieder zu Situationen, die sich allerdings früher oder später immer wieder klären lassen. Und natürlich kommt es am Ende auch zu einem Happy End :-)

    Sympathisch fand ich die beiden auch, wie auch ihre Freunde und die Reise nach Italien war aufregend. Ich hatte mir oft überlegt, würde ich da auch mitmachen oder nicht? Keine Ahnung. Vermutlich aber nicht. 

     

    Fazit:

    Auch der Teil der "Reihe" hat mir richtig gut gefallen, und da das Buch nur ausgeliehen ist, habe ich es mir auf meine Buchliste gesetzt, damit ich es mir irgendwann selbst kaufen möchte, für mein Bücherregal, damit ich es in der Zukunft wieder lesen kann. Und offensichtlich hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen gehabt :3

    Daher gebe ich dem Buch insgesamt 5 Sterne und haue eine Lese-Empfehlung dafür heraus!

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