Bücher mit dem Tag "istanbul"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "istanbul" gekennzeichnet haben.

232 Bücher

  1. Cover des Buches Inferno (ISBN: 9783404169757)
    Dan Brown

    Inferno

     (1.463)
    Aktuelle Rezension von: BuecherwurmNZ

    Brown schafft eine außergewöhnliche, nachdenkliche und gut ausgearbeitete Geschichte. Zu Beginn baut er gleich Spannung auf. Am Ende der Kapitel bin ich immer gespannt, wie es weitergeht und mag das Buch gar nicht aus der Hand legen. Die Geschichte ist in der dritten Person aus Sicht Robert Langdons geschrieben. Jedoch geben einige Kapitel Einblicke in andere Perspektiven von Personen, die für die Geschichte unersetzlich sind. Auf diese Weise erhält der Leser ein paar ergänzende Informationen über die Situation, was die Spannung noch zusätzlich steigen lässt. Was diese Personen aber mit dem Rätsel zu tun haben und was das alles zu bedeuten hat, erfährt der Leser erst später. 

    Die Protagonisten Robert Langdon und Sienna Brooks waren mir gleich sympathisch. Die Gedanken Langdons sind durch den Kursivdruck klar von der Handlung abgegrenzt. Dan Browns Schreibstil ist leicht zu lesen und man fliegt regelrecht durch die Seiten. Durch die genauen Beschreibungen ist die Handlung leicht nachzuvollziehen, was durch die anschaulichen Vergleiche noch unterstützt wird:
     „Die Erinnerungen kehrten nur langsam zurück … wie Blasen, die aus den Tiefen eines bodenlosen Brunnens an die Oberfläche steigen.“

    Die Geschichte wirkt durch zahlreiche italienische Sätze realistischer. Trotzdem ist alles zu verstehen, weil die wichtigen Aussagen noch einmal übersetzt wiedergegeben werden. 

    Allerdings gibt es zu Beginn vieler Kapitel und auch zwischendurch eine lange Erklärung über Dante, ein Kunstwerk oder einen Raum. Einerseits sind einige Erläuterungen interessant und wichtig, um das Rätsel zu verstehen und zu lösen, andererseits kommen sie so oft vor und sind ausufernd, dass sie mich nervten und langweilten. So zieht sich das Buch in die Länge und durch diese Beschreibungen schreitet die Handlung nur schleppend voran.

    Was mir neben den ausufernden Beschreibungen des Umfelds und deren Gegenstände ebenfalls nicht gefiel ist, dass zu Ende zwei Dinge ungeklärt bleiben. Das eine ist nicht wichtig, um die Geschichte zu verstehen, allerdings hätte ich mir eine Erklärung gewünscht, um meine Neugierde zu stillen und da es für mich unerklärlich und ein bisschen weit hergeholt ist. Die andere Sache ist von Bedeutung und lässt für mich das Verhalten von Sienna Brooks gegen Ende des Buches unglaubwürdig erscheinen. Aus diesem Grund finde ich die Handlung um Sienna Brooks am Ende nicht so gut gelungen. 

    Fazit:

    Trotz zweier Unklarheiten und den manchmal zu langen Beschreibungen von Kunstwerken ist Dan Brown ein spannendes, außergewöhnliches und rasantes Meisterwerk gelungen, das zum Nachdenken anregt. "Inferno" ist von diesem Autor mein erstes Buch, aber nach diesem kann ich sagen, dass Brown definitiv ein sehr guter Schriftsteller mit besonderem Schreibstil ist. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen!

  2. Cover des Buches Hippie (ISBN: 9783257070491)
    Paulo Coelho

    Hippie

     (133)
    Aktuelle Rezension von: IsabellMezger-Schumann

    Wundervolle Reise mit jungen Hippies und Paulo Coelho gibt einen Einblick in seine Geschichte. Wundervoll und sehr empfehlenswert!

  3. Cover des Buches Mord im Orientexpress (ISBN: 9783455001914)
    Agatha Christie

    Mord im Orientexpress

     (770)
    Aktuelle Rezension von: Surari
    Ich wusste mal wieder nicht viel über die Geschichte und habe bisher auch keine Verfilmung gesehen. 

    Detektiv Poirot ist eigentlich nur ein Reisender im berühmten Orientexpress. Als der Zug allerdings in einem Schneesturm stecken bleibt und in seinem Nachbarabteil eine Leiche gefunden wird fängt er an zu ermitteln. Warum ist der Schlafwagen in dem er reist komplett belegt und die beiden anderen angehängten Waggons so gut wie leer? Wieso hatte der ermordete ihn um Schutz gebeten und war sich sicher auf dieser Reise zu sterben?

    Ich habe bisher noch nie einen Agatha Christie gelesen und weiss auch nicht ob es einen noch bekannteren gibt als diesen hier. Das Buch ist recht kurz aber es war ein wirklich guter Krimi. Vor allem mit dem Ende habe ich nicht gerechnet, wer denn jetzt der Mörder ist und auf was man sich am Schluss einigt. Einfach ein grandioses Ende!
  4. Cover des Buches Ellbogen (ISBN: 9783446254411)
    Fatma Aydemir

    Ellbogen

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Catastrophia

    "Ellbogen" von Fatma Aydemir ist auch so ein ein Buch, das ich in zwei Tagen gelesen habe und das zwei Wochen später immer noch nachhallt. Hazal ist siebzehn Jahre alt, das Buch beginnt in Deutschland mit einem Lippenstift, den sie vergessen hat zu bezahlen und endet in Istanbul.  Sie und ihre Freundinnen haben alle unterschiedliche Anpassungsstrategien, um in Deutschland Fuß zu fassen, denn angekommen sind sie nicht, obwohl sie hier geboren sind. Doch dann passiert etwas, was die Polizei auf sie aufmerksam macht und Hazal setzt sich in die Türkei ab. Auch dort fällt es ihr nicht leicht, sich zurechtzufinden.

    Nach dem Lesen des Buchs sind mir vor allem die vielen verschiedenen Frauenfiguren im Kopf geblieben, ihre Versuche, sich innerhalb sexistischer Strukturen in Deutschland wie in der Türkei zu behaupten, der Grad, zu dem sie sich angepasst haben oder sich den Strukturen verweigern. Hazal eckt an, und das zu großen Teilen auch als junge Frau, die sich mit den Erwartungen der Gesellschaft auseinandersetzen muss und damit, welche davon sie für sich übernimmt.

  5. Cover des Buches Aprikosensommer (ISBN: 9783733500665)
    Deniz Selek

    Aprikosensommer

     (82)
    Aktuelle Rezension von: yen2405

    Eine detailreichere Rezension findet ihr auf meinem YouTube Kanal:

    https://youtu.be/4nWvOPhtYBk

    Als ich dieses Buch mir ertauscht hatte, hatte ich gedacht, dass es ein Sommerroman sei, welcher in Istanbul spielt. Anders als gedacht, fand dieser jedoch nicht hauptsächlich in Istanbul statt, sondern in Deutschland, und nur ein kleiner Teil der Handlung spielte sich in der Türkei ab. 

    Schade drum, jedenfalls wurde mir dies laut Klappentext angepriesen, und ich hatte auch durch das Cover da Gefühl, es sei so gedacht gewesen. 

    Allerdings davon abgesehen, war die Handlung in sich schlüssig, und man hatte zu keinem Zeitpunkt eine Lücke oder sowas feststellen können. Die Protagonistin handelte nachvollziehbar und schlüssig. 

    Der Schreibstil war flüssig oder etwas zu vernachlässigen, und man hatte in den paar Seiten, wo Istanbul vorkam, auch das Gefühl wirklich dort zu sein. 

    Lediglich an ein paar stellen ging mir die Handlung jedoch zu schnell, und der Zugang zur Protagonistin blieb mir auf eine unbeschreibliche Art und Weise verwährt. Ich konnte nicht in ihr Haut schlüpfen, wie es eigentlich gedacht war, wenn man aus der Ich-Perspektive erzählt.

    Fazit: Das Buch ist in sich authentisch. Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil und auch ihre eigenen Emotionen und Erfahrungen miteinfließen lassen. Trotz alle dem bleibt es jedoch ein gutes Buch, was man lesen kann, aber jetzt nicht muss. Deshalb gebe ich dem ganzen 4 von 5 Sternen. Der Roman was gut ausgearbeitet, aber die großen Gefühle blieben beim lesen jedoch aus.

  6. Cover des Buches Welt in Flammen (ISBN: 9783499268434)
    Benjamin Monferat

    Welt in Flammen

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ende Mai 1940 fährt der Simplon Orient Express zum letzten Mal von Paris nach Istanbul. An Bord des legendären Zuges befindet sich eine illustre Reisegesellschaft mit ganz unterschiedlichen Beweggründen für diese Fahrt.

    Die Romanows haben ebenso gute Gründe ihr Exil zu verlassen wie Carol, ehemaliger König von Carpathien. Dessen jüdische Ex-Geliebte Eva Heilmann hingegen hat diese Reise überhaupt nicht geplant, und tritt sie aus einer Notlage unter entsprechend abenteuerlichen Umständen an.

    Die Glanzzeiten des Stummfilmstars Betty Marshall sind ebenfalls längst vorbei; Engagements gibt es für sie nur noch in Istanbul, der Grund, weshalb sich die Schauspielerin im Zug befindet.

    Der texanische Ölmillionär Paul Richards hat der sentimentalen Vorliebe seiner jungen Frau für das alte Europa nachgegeben und die Hochzeitsreise im Orient Express gebucht.

    Und schließlich wird auch ein berühmter Waggon zwischen den anderen Luxusgarnituren mitgeführt, der Wagen, in dem die Deutschen nach dem Großen Krieg ihre Niederlage eingestehen mussten. Damit er den Nationalsozialisten nicht als Zeichen des Triumphs in die Hände fällt, soll er gut getarnt außer Landes gebracht werden.

    Keiner der Reisenden weiß, ob der Zug auf seiner letzten Fahrt durch das vom Krieg erschütterte Europa sein fernes Ziel erreichen wird, jede Stunde stellt sowohl Passagiere als auch Bordpersonal vor neue Herausforderungen.


    Mit diesem Roman hat der Autor ein interessantes Panorama einer aus den Fugen geratenen Welt gezeichnet, und dafür beeindruckende Recherchearbeit geleistet.

    Der russische Großfürst Constantin Alexandrowitsch Romanow sieht endlich die Chance gekommen, sein Haus zum Glanz alter Zeiten zurückzuführen, ebenso wie der abgesetzte Balkankönig Carol. In ihren Plänen spielt die 15-jährige Tochter des Großfürsten eine wichtige Rolle, doch Xenia hat anderes im Sinn.

    Die große Unbekannte in allen Vorhaben, Überlegungen und Aufträgen der Reisenden ist Adolf Hitler, dessen düsterer Schatten sich über Europa auszubreiten begonnen hat. An Bord des Zuges befinden sich auch Agenten sämtlicher Nationalitäten mit den unterschiedlichsten Zielen. Ihre Interessen und Aktionen kollidieren immer wieder miteinander, wobei es der Autor hervorragend verstanden hat, vielschichtige Figuren mit ihren charakteristischen Eigenheiten zu zeichnen. Dadurch ist es für den Leser trotz der zahlreichen Protagonisten nicht schwierig, sich zurechtzufinden. Ein Personenregister am Ende des Buches ist bei etwaigen Unklarheiten behilflich, und im Nachwort werden sämtliche Zweifel über historische und erfundene Figuren ausgeräumt.

    Besonders gut hat mir der Aufbau des Buches gefallen. Innerhalb der Kapitel werden die einzelnen Szenen minutiös in den verschiedenen Abteils geschildert. Die Übergänge sind ausgezeichnet gelungen, sodass das hohe Spannungsniveau von Abschnitt zu Abschnitt erhalten bleibt.

    Der Roman liefert zudem einen sehr interessanten Blick auf die Einstellung etlicher europäischer Staaten zu Hitlers Siegeszug an einem ganz bestimmten Zeitpunkt der Geschichte.

    Mein einziger Kritikpunkt gilt dem Handlungsverlauf gegen Ende des Buches mit einem furiosen, meiner Meinung nach aber teilweise reichlich überzogenem Finale. Übermenschliche Leistungen werden von Schwerverletzten vollbracht, die höchstens einem "Superman" zur Ehre gereichen. Deshalb hat mir das letzte Drittel des Buches mit seinen teilweise unrealistischen Lösungen und unglaubwürdigen Zufällen nicht mehr so gut gefallen.

    Höchstes Lob gebührt dem Autor hingegen für sein erzählerisches Talent, womit er den Leser von Anfang in den Strudel der Ereignisse zu ziehen versteht.

  7. Cover des Buches H2O - Das Sterben beginnt (ISBN: 9783442382934)
    Ivo Pala

    H2O - Das Sterben beginnt

     (65)
    Aktuelle Rezension von: ilonaL

    Ivo Pala hat eine große Möglichkeit, ein mögliches Szenarium von Terrorismus aufgegriffen, welches eines von vielen sein könnte. Ein erschreckendes Szenarium!!!

    Wie gebannt habe ich dieses Buch gelesen und mich immer wieder gefragt, ob es im Bereich des Möglichen liegen könnte und ich musste es immer wieder mit einem eindeutigen JA beantworten!

    Nicht nur der phänomenale Schreibstil, sondern auch das ganze Konzept des Buches, haben mich in den Bann gehalten, sondern auch die Fiktion an sich! Ist es denn wirklich nur Fiktion?!

    Was wissen wir schon!

    Der logische Ablauf, spannende Aktionen, aber auch menschliche Reaktionen in diesem Buch haben mich total fasziniert! Die Gier nach Macht kennt keine Grenzen, egal wer auf der Strecke bleibt!

    Dieser erste Teil schreit nach einem zweiten und diesen hat Ivo Pala mit “ Gift” betitelt. Die Spannung lässt einfach nicht nach!

    Hier kann es nur 5 Sterne geben! Einfach genial geschrieben, gebe ich meine absolute Weiterempfehlung!

  8. Cover des Buches Der Geruch des Paradieses (ISBN: 9783036957524)
    Elif Shafak

    Der Geruch des Paradieses

     (50)
    Aktuelle Rezension von: KatrinaVerde

    Eine kluge Frau im Zentrum und so viele spannende Fragen zum Thema Religion, intelligent verpackt in einem Roman. Elif Shafak fordert zum Nachdenken heraus und füttert den Geist mit Nahrung. 

    Ein Frauenroman wie er sein sollte.

  9. Cover des Buches Das Mädchen, das in der Metro las (ISBN: 9783832165000)
    Christine Féret-Fleury

    Das Mädchen, das in der Metro las

     (254)
    Aktuelle Rezension von: marilovesbooks2020

    Juliette ist als Immobilienmaklerin tätig. Jeden Tag fährt sie dieselbe Strecke mit der Metro hin und retour. Jeder Tag hat den gleichen Ablauf. Änderungen desselbigen bringen sie total aus ihrem Konzept. Jeden Tag in der Metro beobachtet sie die Menschen. Menschen, die sie jeden Tag sieht, neue Menschen. Menschen, die ihre Nase in Bücher stecken, so wie auch sie. Eines Tages verlässt sie die Metro zwei Stationen früher und entdeckt, beim Schlendern durch die Straßen, ein Tor mit dem Schild „Bücher ohne Grenzen“. Vor dem Tor begrüßt sie ein kleines Mädchen und bittet sie einzutreten und sich zu Soliman, ihren Vater, zu begeben. Juliette lernt Soliman kennen, der ihr von der Welt der Bücher vorschwärmt. Soliman hat Unmengen an Büchern, die sich bis zur Decke stapeln. Er ist der Meinung, dass es für jeden Menschen das richtige Buch gibt. Und mit Hilfe von „Kurieren“, die Menschen beobachten, wählen diese das „richtige Buch“ für die „richtige Person“ aus und überlassen ihnen dann ein Buch. Soliman übergibt Juliette einfach ein Paket an Büchern mit der Info, sie solle die richtigen Menschen dafür finden. Doch wie soll Juliette das bewerkstelligen? Wie soll sie entscheiden, ob sie Menschen mit ihrer Auswahl glücklich macht? Und was, wenn es das falsche Buch ist, das sie weitergibt?

     

    Meine Meinung:

    Ein Buch über die Liebe zu Büchern. Eine kleine, aber sehr feine Geschichte, die man nicht in einem Schwung lesen sollte. Diese Lektüre kann man sich ohne weiteres auf der Zunge zergehen lassen, kapitelweise. Der Schreibstil ist sehr angenehm. Der Inhalt ist kein Abenteuerroman und doch erlebt man kleine davon. Die Geschichte ist irgendwie seidenweich und doch auch an manchen Stellen traurig, dann wieder farbenfroh und lässt einen mitträumen. Es lässt uns erleben, dass man Bücher weitergibt, um jemanden glücklich zu machen - was für ein wunderschöner Gedanke 😍

     

    Hier hat man ein Wohlfühlbuch in der Hand, dass Zauber und Charme hat, unaufgeregt und liebevoll ist. Von

  10. Cover des Buches Der Meisterkoch (ISBN: 9783455001488)
    Saygin Ersin

    Der Meisterkoch

     (44)
    Aktuelle Rezension von: fredhel

    Von der ersten Zeile an werden alle Sinne des Lesers angesprochen. Er fühlt sich in die Welt von 1001 Nacht hinein versetzt, wenn er dem aufregenden Lebensweg des kleinen Jungen mit dem herausragenden Geschmackssinn folgt. Auch wenn alle Sinneseindrücke opulent beschrieben werden, wird es niemals langatmig und ganz allmählich findet man sich in einem großartigen Abenteuer wieder, in dem ein junger Mann all sein Können, sein Wissen und seine Raffinesse einsetzt, um einen Weg zu der Liebe seines Lebens zu finden, die in einem Harem gefangen gehalten wird.
    Es ist eine fantastische Geschichte, poetisch und aufregend zugleich. Sie hat meine Erwartungen übertroffen, denn etwas Vergleichbares hatte ich noch nie in Händen. Orientalische Erzählkunst unterscheidet sich doch sehr deutlich vom hiesigen Mainstream. Wenn man sich darauf einlässt, wird man in eine andere Welt hineinkatapultiert.

  11. Cover des Buches Wieso Heimat, ich wohne zur Miete (ISBN: 9783709972380)
    Selim Özdogan

    Wieso Heimat, ich wohne zur Miete

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Filzblume
    Das Buch hat insgesamt 30 Kapitel. Jedes ist einzigartig und schon in seinem Text zum Schmunzeln. Geschildert wird das Leben von Krishna Mustafa, der in Istanbul geboren, aber in jungen Jahren mit seiner Mutter nach Freiburg gezogen ist. Er lebt dort in einer WG , die Mutter hat sich sich vom Vater getrennt, der lebt in der Türkei. Krishna Mustafa studiert und seine Freundin Laura macht mit ihm Schluss. Sie behauptet das er keine Identität hat. So macht er sich, bestärkt von „Hase“, ein älterer Freund, der sich sein Geld mit Dealen verdient, aber das Herz auf dem rechten Fleck hat, auf nach Istanbul. 6 Monate wird er dort verbringen. Er tauscht sein WG Zimmer in Deutschland gegen das in der Türkei, dort lernt er die Mitbewohner, Isa und Yunus kennen und Esra, seine Freundin. „Emre hat nur erzählt, dass du die Türkei besser kennenlernen möchtest.“ „Emre ist mein Cousin und wohnt seit gestern in meinem WG-Zimmer in Freiburg, dafür habe ich sein Zimmer hier. Nein, nicht die Türkei, sage ich. Ich möchte mich besser kennenlernen. Meine Wurzeln. Ich bin gekommen, weil ich meine Identität finden möchte.„ Das da die Missverständnisse vorprogrammiert sind ist klar. Das Buch zeigt auf humorvolle Weise auf Türken und Deutsche zugleich, ist politisch unkorrekt, sprachlich witzig, nachdenklich, manchmal philosophisch . Zeigt Vorurteile, die verschiedenen Perspektiven, Gemeinsamkeiten. „In der Türkei glauben wir ja, dass alles in Deutschland seine Ordnung hat. Aber wir wissen nicht, dass diese Ordnung genauso wenig Logik hat wie unser Chaos.“ Mein Lieblingsatz: „Die Wahrheit ist wie Wasser, sagt er. Sie findet immer einen Weg. Die Wahrheit ist, diese Welt ist rund und man muss ein wenig geschmeidig sein, wenn man sich mitdrehen möchte.“(Kapitel 21). Ein humorvolles Buch für jeden der beide Seiten kennenlernen möchte, ohne Vorurteile ist und sich gut unterhalten möchte.
  12. Cover des Buches Der Historiker (ISBN: 9783833303944)
    Elizabeth Kostova

    Der Historiker

     (301)
    Aktuelle Rezension von: Webbee

    Die Erzählerin dieser Geschichte ist selbst Historikerin und sie berichtet über Ereignisse, die sie vor 36 Jahren, als 16jähriges Mädchen erlebte. Der Anlass über ihre Erlebnisse zu berichten, war ein Ereignis, auf das ganz am Ende des Romans eingegangen wird und das aus der gesamten vorher erzählte Geschichte ein weiterhin ungeklärtes Mysterium macht. 

     Ebenfalls ein Mysterium bleibt der Name der Ich-Erzählerin, die anhand ihrer Erinnerungen durch Geschichte führt. Sie erinnert sich an ihren Vater - einen Historiker - hierzulande würde man wahrscheinlich Geschichtswissenschaftler sagen, der in den 1950er Jahren an einer amerikanischen Universität promoviert und während dieser Zeit Unvorstellbares erlebt hatte.

    Sie selbst erfährt von den Erlebnissen ihres Vaters nachdem sie als 16jährige in dessen Bibliothek auf ein seltsames Buch und einen Stapel Briefe gestoßen war. Diese Briefe begannen alle mit den Worten „Mein lieber, unglücklicher Nachfolger“

     Sie lebten damals in Amsterdam, denn ihr Vater war mittlerweile Diplomat und bereiste sämtliche europäische Länder, vornehmlich jedoch die in Südosteuropa. Auf diesen Reisen, zu denen er sie manchmal mitnahm, eröffnete er ihr nach und nach sein Geheimnis und das der Briefe, die sie gefunden hatte.

     Während der Zeit seiner Promotion in den 50er Jahren fand er ein seltsames Buch in der Universitätsbibliothek. Es war alt und völlig unbeschrieben. Nur in der Mitte des Buches war doppelseitig ein Drache abgedruckt und das Wort „Drakulya“. 

    Er stellt ein paar Nachforschungen an und landet schnell bei Vlad Tepes - dem eigentlichen Fürsten Dracula - und den Legenden, die sich um ihn ranken. Als er seinem Doktorvater Professor Rossi von dem Fund berichtet, löst das in diesem eine unerwartete Reaktion aus. Er zeigt Paul sein eigenes Exemplar dieses Buches, welches er vor vielen Jahren ebenfalls gefunden hatte und nie wieder loswerden konnte. 

    Auch dieser Historiker hatte damals begonnen, Nachforschungen anzustellen. Die führten ihn bis nach Istanbul. Dort jedoch geschahen Dinge, die ihn veranlassten, seine Suche ein für alle Mal zu beenden und sich nie wieder mit diesem Thema zu beschäftigen. 

    Rossi behauptete nämlich herausgefunden zu haben, dass Dracula noch lebt. Daraufhin händigte er Paul seine gesamten Forschungsunterlagen zu diesem Thema aus und wollte nicht mehr darüber reden.

    Am selben Abend verschwand der Professor unter mysteriösen Umständen.

    Paul machte sich auf die Suche nach seinem Doktorvater und ihm wurde schnell klar, wenn er Rossi finden wollte, musste er nach Dracula suchen.

     Auf dieser Suche lernt er Helen kennen, die angebliche Tochter seines Doktorvaters. Sie haben beide das Ziel, Dracula aufzuspüren und so schließen sie sich zusammen und machen sich auf eine gefährliche Reise die sie nach Istanbul, Ungarn und Bulgarien führt. 

    Nach und nach decken sie nicht nur die Geheimnisse von Vlad Tepes auf, sondern auch die von Professor Rossi, Helen und ihrer Mutter. Denn sie alle verbindet viel mehr mit Dracula als nur ein paar obskure Bücher. 

     Die in dem Roman erzählten Geschichten, die sich von den 30er bis zu den 70er Jahren erstrecken und dabei einen historischen Zeitraum von ungefähr 500 Jahren abdecken, werden zum Großteil in Briefform wiedergegeben. 

    Wenn die Ich-Erzählerin nicht gerade selbst spricht, liest man die Briefe von Professor Rossi oder ihrem Vater oder die von Mönchen und anderen Zeitzeugen aus dem 15. Jahrhundert. 

    Auf diese Weise wird ein sehr wirklichkeitsnahes Miterleben der Ereignisse erzeugt und das ist auch die Faszination, die von diesem Roman ausgeht. Die Orte an denen sich die Handlung hautsächlich abspielt tragen ebenfalls zu dieser Stimmung bei. Es sind Universitäten und deren Bibliotheken, uralte Archive, aus der Zeit gefallene Dörfer des Balkans, Kirchen und Klöster.

     Der Autorin ist es gelungen, eine Stimmung zu erzeugen, die den Geruch von altem Papier, die erhabene Ruhe von Bibliotheken und jede Menge düstere Ahnungen transportiert. 

    Auch wenn das Buch ab der zweiten Hälfte einige Längen aufweist, die nicht unbedingt notwendig gewesen wären, reißt die unterschwellige Spannung eigentlich nie ab. Die Gefahr ist allgegenwärtig; Misstrauen und Verzweiflung drohen der Geschichte immer wieder ein vorzeitiges Ende zu setzen.  

    Nicht jeder überlebt die gefährliche Suche nach der Wahrheit um Vlad Tepes und Professor Rossi und nicht jeder von dem man es glaubt, ist wirklich tot. 

     Der Historiker ist ein Roman der dem magischen Realismus zuzuordnen ist. Er spielt in unserer Welt und in Zeiten, die für uns noch greifbar sind. Er hat jedoch diese mystische oder auch magische Komponente - in diesem Fall den Vampirismus. 

    Dadurch dass die Autorin die Traditionen und Überlieferungen der mittelalterlichen Balkan-Region sehr ausführlich und aus wissenschaftlichem Sicht darlegt, erlangt man tatsächlich eine spannenden und durchaus neuen Zugang zu diesem Thema. Nach der Lektüre dieses Romans wird man die Geschichten um Dracula möglicherweise ab sofort in einem etwas anderen Licht betrachten.

     Fazit

     Der Historiker ist ein absolut lesenswerter, atmosphärisch dichter und fesselnder Roman, der einige Überraschungen bereithält. Wer mit „der Historiker“ am Ende wirklich gemeint ist, ist eine davon. 

  13. Cover des Buches Theos Reise (ISBN: 9783446203426)
    Catherine Clément

    Theos Reise

     (236)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    Als Theo von seiner Tante auf einer Reise zu den Religionen der Welt mitgenommen wird, kann er sich noch nicht vorstellen was auf ihn zukommt. Er entdeckt die Religionen von allen Seiten und macht sich sein ganz spezielles Bild von ihnen.

    Dieses Buch ist eigentlich ein Kinder- beziehungsweise Jugendbuch, aber es zeigt wunderbar die Aspekte der größeren Religionen auf und dies in einer relativ neutralen und kritischen Sichtweise. Ich finde dieses Buch sollte jeder lesen, der seinen Horizont erweitern möchte.

    Tante Marthe und Theo sind ein sehr lustiges Paar. Tante Marthe bewundere ich sehr, da sie den Mut hat, einen sterbenskranken Jungen mit auf so eine anstrengende Reise zu nehmen und sie die Geduld aufbringt ihm alles so gut sie kann zu erklären, was Theo wissen will beziehungsweise sie für wichtig erachtet.
    Sehr spannend fand ich auch die Reisebegleiter, die sich jede Etappe ändern, diese konnten unterschiedlicher nicht sein.

    Eine klare Leseempfehlung für jeden der sich mehr mit den verschiedenen Weltreligionen beschäftigen will.

  14. Cover des Buches Die leuchtenden Tage am Bosporus (ISBN: 9783458363972)
    Lucy Foley

    Die leuchtenden Tage am Bosporus

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Betsy
    "Die Minarette erheben sich in ihrer bleichen Eleganz bis in die Wolken hinauf. Die Stadt wirkt, als läge sie in einem Dornröschenschlaf."

    Istanbul 1921: Auch nach Ende des Krieges ist die Stadt noch immer von den siegreichen Entente-Mächten besetzt und die Einwohner haben sich notgedrungen mehr oder weniger damit arrangiert. Mittendrin die junge Nur, die aus wohlbehüteten Verhältnissen entstammt und fließend Englisch spricht, nun aber ihr Dasein gemeinsam mit ihrer Mutter und Großmutter, sowie einem von ihr aufgenommenen verwaisten Jungen, in einer kleinen Wohnung fristet und sich neben dem Unterrichten mit Näharbeiten durchschlägt. Ihr Mann ist im Krieg gefallen, ihr geliebter Bruder verschollen und ihr ehemaliges Zuhause nun ein britisches Militärkrankenhaus. Als der Junge jedoch schwer krank wird, springt sie über ihren Schatten und bringt ihn zum leitenden britischen Arzt George, der nun in ihrem alten Zuhause lebt. Obwohl Nur in ihm den Feind sieht und nur Verachtung für ihn und seinesgleichen übrig hat, entspinnen sich dennoch nach und nach zarte Bande zwischen ihnen, die eigentlich nicht sein dürfen.

    "Die Finger, die die Zigarette halten, sind geschmeidig, elegant. Und doch, erinnert sie sich selbst, sind es die Hände von einem Menschen der nicht viel besser ist als ein Schlachter. Sie hat Augen, sie sieht die Uniform; er mag Arzt sein, aber er ist auch Soldat. Sein Titel ist nur ein eleganter Euphemismus für "Mörder"."


    Die Autorin versteht es mit Worten umzugehen und den Leser von Anfang an in ihren Bann zu ziehen, so poetisch, stimmungsvoll und berührend ist diese Geschichte, die trotz der ernsten Themen, und einer damit alles andere als leichten Handlung, nichtsdestotrotz einfach wunderschön ist. Dabei fließt die Geschichte recht ruhig dahin, schafft es aber dennoch den Leser zu fesseln, weil man bis zuletzt gespannt ist wie sie enden wird und dabei immer wieder gekonnt mit den Emotionen des Lesers gespielt wird. Dies gelingt nicht nur durch die melancholisch märchenhafte Atmosphäre, sondern vor allem auch, weil die Personen unglaublich vielschichtig dargestellt werden und auf sehr authentische Weise aufgezeigt wird, wie tragisch Krieg für alle Beteiligten ist und die Grenze zwischen Opfer und Täter oftmals nur hauchdünn ist, je nachdem wie die Umstände sind.

    "Krieg bedeutet, schreckliche Dinge für einen guten, ja sogar edlen Zweck zu tun. Jedes Kind weiß das. Jede Armee hat Verräter getötet, das ist einfach ein weiteres tragisches, aber notwendiges Nebenprodukt des Krieges. Es liegt nichts Würdevolles darin, sich selbst zu quälen."


    Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven und auch Zeitebenen erzählt. Anfänglich muss man sich ein wenig auf die schnellen Wechsel einstellen, vor allem da alles noch keinen echten Zusammenhang ergibt. Dies legt sich aber sehr rasch und gerade durch die unterschiedlichen Perspektivwechsel, die übrigens schön gekennzeichnet sind, bekommt man wunderbare Einblicke in die jeweiligen Personen und ist oftmals selbst hin- und hergerissen, da alle hier ihre ganz eigene Geschichte haben die sie ausmacht.

    Da wäre zum einen die für ihre Zeit sehr gebildete und selbstständige "Nur", eine Türkin, die einige Verluste hinnehmen musste, miterlebt hat wie ihr Zuhause von ihren Feinden okkupiert wurde und sich dennoch nicht unterkriegen lässt. "George", ein britischer Militärarzt, der offen für die Lebensweise des Orients ist und dessen Schönheit erkennt, aber auch schlimme Dinge im Krieg gesehen hat und offenbar ein Geheimnis hütet. Der "Junge", der von Nur aufgenommen wurde nachdem sie ihn in den zerbombten Trümmern seines Hauses gefunden hat und der anfänglich durchaus ein wenig für Fragezeichen beim Leser sorgt, weil man erst nach und nach mehr zu seinem Hintergrund erfährt und was genau es mit ihm auf sich hat. Der "Gefangene", der an der Front im 1. WK kämpft, beim Massenmord an den Armeniern dabei ist und von dem am Ende nichts mehr an den einst so sanften und lebensfrohen Mann erinnert, der er einmal war, sowie der "Reisende", der viele Jahrzehnte später mit einem Koffer voller wertvoller Erinnerungsstücke eine lange Reise antritt und quasi die Rahmenhandlung zu der ganzen Geschichte bildet. Der Inhalt des Koffer verknüpft dabei auf wunderschöne Art und Weise die Gegenwart mit der Vergangenheit, denn jeder einzelne Gegenstand daraus hat seinen ganz besonderen Platz in dieser Geschichte. Durchaus für eine gewisse Spannung sorgt dann auch die Identität des Reisenden, da man erst zuletzt wirklich sicher sein kann, um wen es sich dabei handelt, denn die Autorin versteht es durchaus geschickt den Leser immer mal wieder ein wenig unsicher werden zu lassen, ob er wirklich derjenige ist, für den man ihn hält.

    Der Leser taucht hier ein in das bunte und geschäftige Treiben auf dem Basar, bekommt die Schönheit am Bosporus gezeigt und kann die Gerüche der orientalischen Gewürze und des Kaffees fast schon selbst wahrnehmen. Zugleich zeigen sich aber auch die immer noch vorhandenen Spuren des Krieges, wie zerstörte Wohnviertel, Menschen die aus ihren Häusern vertrieben wurden, sowie das Misstrauen und der Unmut gegen die Besatzer. Vor allem über den Armenienkonflikt erfährt man einiges, der hier wie eine verhängnisvolle Wolke immer wieder über dem Ganzen zu schweben scheint und dessen Schilderungen einem einfach nur unter die Haut gehen. Besonders traurig ist dabei allerdings die Tatsache, dass dieser an den Armeniern verübte Genozid von der Türkei bis heute nicht anerkannt wird.

    "Die Wirren des Krieges", sagt er. "Ich glaube, die Menschen denken in dieser Situation, dass sie Teil von etwas Größerem sind als sie selbst. Doch häufig sind sie zu weniger geworden. Weniger menschlich. Sie werden zu Teilen einer Maschinerie, und eine Maschinerie besitzt keine Moral."


    Und inmitten all dieser Dinge entspinnt sich eine wunderschöne Liebesgeschichte, die so ganz anders ist als man es von anderen Geschichten her gewöhnt ist und gerade deshalb ihren ganz eigenen Reiz hat. Einerseits sehr subtil und regelrecht unschuldig, aber zugleich von einer Intensität die man selten so spürt wie hier, wo selbst eine kleine Berührung etwas Bedeutsames ist.

    Mit dem Ende zeigt die Autorin hier einmal mehr, dass sie ihr Handwerk versteht, denn erst auf der letzten Seite fügt sich jedes noch so kleine vorherige Detail zu einer wunderschönen Gesamtkomposition zusammen und präsentiert dem Leser einen emotionalen, aber auch unglaublich stimmungsvollen und passenden Abschluss zu dieser Geschichte. Damit wirkt die Geschichte nicht nur noch einige Zeit nach, sondern sorgt auch für feuchte Augen bei Leser.

    Schön wäre allerdings noch ein kleines Glossar mit all den türkischen Begriffen gewesen, die hier vorkommen, selbst wenn sich ein Großteil beim Weiterlesen von selbst erklärt, sowie ein paar historische Eckdaten, die das Ganze noch mal schön abgerundet hätten, auch wenn das nichts daran ändert, dass die Geschichte für sich genommen einfach großartig ist.

    Fazit: Eine wunderschöne, aber auch sehr berührende und melancholisch anmutende Geschichte, die mit ihrer wortgewaltigen und bildhaften Sprache, sowie ihrer ruhigen und gefühlvollen Art in der sie erzählt wird, verzaubert. Einmal mehr zeigen sich hier die verschiedensten Gesichter des Krieges und man wird gefangen genommen von der inneren Zerrissenheit der jeweiligen Protagonisten, die sehr authentisch dargestellt werden. Ein wunderbares Buch, das sowohl optisch als auch vom Inhalt her zu begeistern vermag und großes Gefühlskino bietet, ohne jedoch kitschig zu sein. Für mich eines dieser Bücher, das mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird.
  15. Cover des Buches Über die Berge und über das Meer (ISBN: 9783836956765)
    Dirk Reinhardt

    Über die Berge und über das Meer

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Literaturwerkstatt-kreativ
    Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor:

    Über die Berge und über das Meer“

    von Dirk Reinhardt

    Soraya lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Paschtunendorf in Afghanistan. Als siebte Tochter ihrer Eltern ist sie einem alten Brauch zufolge als Junge mit dem Namen Samir aufgewachsen und hatte die große Freiheit sich draußen zu bewegen, mit den anderen Jungen zu spielen, vor allem aber durfte sie zur Schule gehen. Soraya bzw. Samir liebt diese Freiheiten über alles, aber damit soll nun Schluss sein, denn die Taliban sind auf sie aufmerksam geworden und drohen....

    ....der Ältere wendet sich an Sorayas Vater.„Deine jüngere Tochter wird von nun an im Haus bleiben. Bis zur ihrer Vermählung wird sie die Straße nicht mehr betreten. Du weißt, was geschieht, wenn sie es dennoch tut.“

    Aber nicht nur Sorayas Leben soll sich nun schlagartig ändern, auch Tarek haben die Taliban ins Visier genommen. Tarek ist ein Kutschi, ein Schafhirte – ungefähr im gleichen Alter wie Soraya – und gehört dem Nomadenvolk an. Die Kutschis ziehen mit ihren Tieren umher und kommen im Frühling auch immer in das Dorf von Soraya. Doch in diesem Jahr wartet Soraya vergebens auf Tarek. Dabei hätte sie ihm diesmal so gerne gesagt, dass sie eigentlich ein Mädchen ist und Soraya heißt und nicht Samir.

    Tarek selbst ist ein sehr guter Fährtenleser und soll nun für die Taliban arbeiten. Das kommt für Tareks Vater aber auf gar keinen Fall infrage.

    Und so beschließen beide Familien, unabhängig voneinander, ihre Kinder nach Europa zu Verwanden zu schicken, in der Hoffnung, dass sie dort ein besseres Leben haben werden. Und so machen sich Soraya und Tarek auf den Weg. Auf eine Reise, die ihnen so manches abverlangen wird.


    Fazit:

    Dirk Reinhardt hat ein sehr spannendes, vor allem aber ein sehr bewegendes Jugendbuch geschrieben, welches aber nicht nur für jüngere Leser interessant sein dürfte. Ich wurde jedenfalls auf eine sehr außergewöhnliche Reise mitgenommen und der Autor hat mich mit seiner Geschichte absolut gefesselt. Angefangen von der unsrigen sich unterscheidenden Kultur, die das Leben der beiden Protagonisten bisher in Afghanistan prägte, bis etwa zur abenteuerlichen Flucht durch die Berge und über das Meer, wo das Leben von Soraya und Tarek letztlich oft vom Wohlwollen von Schleppern abhängt und so manches Mal am seidenen Faden hängt. Dennoch hat der Autor eine gute Balance gefunden, einerseits sehr wohl Schwieriges zu benennen und zu beschreiben, andererseits ohne jedoch zu ausführlich und detailreich, und damit vielleicht zu verstörend zu werden. Genau richtig für ein Jugendbuch wie ich finde.

    Neben dem sehr ansprechenden Cover fand ich auch das Nachwort sehr wichtig. Denn dort wird die Geschichte des von über 40 Jahren kriegsgebeutelten Afghanistans noch einmal näher beschrieben. Hilfreich sind auch die zwei Karten in den Innenseiten der Buchdeckel. Dort kann man den Weg von Soraya und Tarek sehr gut verfolgen.

    Dirk Reinhardt hat einen sehr interessanten und lesenswerten Jugendroman geschrieben und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Verständnis für Migration geleistet.

    Ein Buch, welches auch als Klassenlektüre absolut zu empfehlen ist!!!



    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2019/04/27/ueber-die-berge-und-ueber-das-meer-von-dirk-reinhardt/



    Besten Dank an den Gerstenberg Verlag für das Rezensionsexemplar
  16. Cover des Buches Der Architekt des Sultans (ISBN: 9783036959467)
    Elif Shafak

    Der Architekt des Sultans

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Moni2506

    Elif Shafak erzählt in „The Architect‘ Apprentice“ vom Leben Jahans, der im 16. Jahrhundert zusammen mit einem weißen Elefanten nach Istanbul kam und Lehrling Sinans wurde, der als berühmtester Architekt des osmanischen Reiches in die Geschichte einging. Erschienen ist der Roman bei penguin im November 2014. Das Buch ist auf Deutsch unter dem Titel „Der Architekt des Sultans“ erhältlich. 


    Istanbul im 16. Jahrhundert: Jahan erreicht als 12jähriger Junge Istanbul an Bord eines Schiffes zusammen mit einem weißen Elefanten, der ein Geschenk für den Sultan ist. Während eines Feldzuges des Sultans trifft er auf den Architekten Sinan, der ihn fortan unter seine Fittiche nimmt. Auch Chota, der weiße Elefant, ist auf den künftigen Baustellen gerne gesehen und so bauen sie gemeinsam Moscheen, Aquädukte, Paläste und Mausoleen, die viele Jahrhunderte überdauern sollen. Doch nicht alles läuft so gut wie es den äußeren Anschein hat. Jahan muss lernen mit den Unwägbarkeiten des Lebens zurechtzukommen und nicht jeder ist ihm auf seinem Weg wohlgesonnen. 


    2019 auf der Buchmesse hatte ich mir vorgenommen ein Buch von Elif Shafak zu lesen und nun habe ich dieses Vorhaben endlich umgesetzt. Während der Literaturgala hat sie mich sehr beeindruckt und auch die kurze Lesung aus einem anderen Buch hatte mir sehr gefallen. Meine Wahl ist auf Grund der Zeit, in der es spielt, auf „The Architect’s Apprentice“ gefallen. 

    Der Schreibstil zieht einen sofort in seinen Bann. Ich konnte mir Istanbul und seine Bauten sowie die Leute, die in dieser Stadt leben, sehr gut vorstellen. Mit dem Englisch im Buch kam ich gut zurecht. Ich habe aber auch neue Worte gelernt, für die ich bisher andere englische Begriffe im Kopf hatte. 

    Der Erzählstil hat mir gut gefallen. Die Geschichte wird chronologisch erzählt, aber es gibt auch jederzeit etwas fürs Leben zu lernen. Jahan kommt mit 12 nach Istanbul und die Geschichte endet am Ende seines Lebens mit fast 100 Jahren. Wir wachsen mit Jahan mit, mit seinen Erfahrungen, seinen Erfolgen, seinen Rückschlägen. Welchen Menschen kann er trauen und wem nicht. Ich habe Jahans Weg gerne verfolgt und mochte seine Freundschaft mit dem weißen Elefanten sehr. Es ist aber nichts, wo man total mitfiebert. Man verfolgt das Geschehen, genießt die tolle Sprache Elif Shafaks und versucht seine eigenen Schlüsse aus den Ereignissen zu ziehen. Ich glaube, jeder, der das Buch liest, wird etwas ganz eigenes für sich mitnehmen, je nachdem welchen Erfahrungshorizont diese Person besitzt. 

    Chota, den weißen Elefanten, mochte ich sehr gern. In jedem Teil der Geschichte hat er eine wichtige Rolle gespielt, war dabei aber nie Mittelpunkt der Geschichte. Er hat Krieg gesehen, auf Baustellen gearbeitet, Geheimnisse beobachtet, wurde von Jahan umsorgt und war ihm in allen Lebenslagen eine wichtige Stütze. Lediglich eine Sache fand ich sehr schade. Oft wurde Chota als Biest bezeichnet, selbst von Jahan, was ich sehr respektlos empfand. Es mag zu der Zeit so gewesen sein, dass man Elefanten oder große Tiere allgemein so bezeichnet hat und 1-2 mal im Buch hätte mich das in bestimmten Situationen auch nicht gestört. Meiner Meinung kam das zu häufig vor und hätte so manches Mal auch anders gelöst werden können. 

    In die Geschichte rund um Jahan und Chota ist die Stadt Istanbul und das Leben in dieser Stadt im 16. Jahrhundert eingewoben. Wir erfahren etwas über die Sultane jener Zeit und deren Kriege. Wir erleben, was es bedeutet, in einer Stadt zu wohnen, in der die unterschiedlichsten Menschen zusammen kommen und in der verschiedene Religionen ihren Platz finden müssen und dann ist da noch die Geschichte Sinans, des berühmtesten Architekten des osmanischen Reiches. Wir lernen etwas über seine Bauten, mit welchen Hindernissen er umgehen musste und wie lange er gelebt hat. Es ist viel Wissen in das Buch eingeflossen, dennoch werden nur selten Jahreszahlen genannt. Das hat mir gezeigt, dass man zwar viel Wissen für sich mitnehmen kann, es aber nicht so darauf ankommt, wann etwas genau stattgefunden hat. Dies wird im Nachwort so auch bestätigt. 

    Die Kultur des osmanischen Reiches wurde in diesem Buch zum Leben erweckt mit all seinen Facetten. Dazu gehören Bräuche und Verhaltensweisen, die einem eher fremd sind, aber man erkennt auch einiges wieder, was man in historischen Romanen liest, bei denen die Personen im Buch überwiegend christlich sind. So kommt in kleineren Abschnitten des Buches Antisemitismus und Hass gegenüber Roma zur Sprache, insbesondere in Situationen, wo ein Schuldiger für bestimmte Ereignisse gefunden werden muss. Es gibt aber auch Personen im Buch, die die unterschiedlichsten Menschen zusammenbringen und gerade denen helfen, die es am schwersten im Leben haben. An mancher Stelle wirkte mir einiges ein wenig zu konstruiert und mit zu viel Glück im Spiel, insgesamt wurde ich von der Geschichte gut unterhalten. 

    Viel Zusatzmaterial gibt es nicht. So werden einige arabische Begriffe eingebracht, die über Fußnoten erklärt werden und zum Schluss gibt es noch ein kurzes Nachwort sowie eine Danksagung. Ein Personenverzeichnis sucht man hingegen vergeblich, was einem verraten könnte, welche Personen historisch verbürgt sind und welche nicht. Ein wenig wird das im Nachwort aufgenommen und ich denke, dass man in der Geschichte auch gut erkennt, wen es wirklich gab und wen nicht. 


    Fazit: Eine Geschichte, die mich gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt hat. Ich habe die Geschichte Jahan uns Chotas gerne verfolgt und mochte es sehr Gast im Istanbul des 16. Jahrhunderts zu sein. Empfehlenswert für Personen, die sich für Istanbul und seine Historie interessieren und es mögen, wenn Geschichten gleichmäßig dahinfließen und ein paar Weisheiten fürs Leben bereithalten.

  17. Cover des Buches Becks letzter Sommer (ISBN: 9783257609271)
    Benedict Wells

    Becks letzter Sommer

     (393)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

    Benedict Wells kann einfach keine schlechten Bücher schreiben.
    Für mich kommt es nicht ganz an "Vom Ende der Einsamkeit" oder "Fast genial" heran, aber trotzdem 4,5 Sterne.
    Lieblingszitat: "Lachen und lieben - das sind eigentlich die besten Formen der Verdrängung!"

  18. Cover des Buches Die verlorene Bibliothek (ISBN: 9783404168019)
    A. M. Dean

    Die verlorene Bibliothek

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Caroas

    Emily ist eine Geschichtsprofessorin, eine ganz normale Frau wie du und ich. Währen ihrer Recherche wo die verschwunden Bibliothek von Alexandria sein könnte, wird sie durch den Inhalte der hinterlassenen Briefe Arno Holmstrand durch die halbe Weltgeschichte gejagt.

    Der Leser erfährt hier nicht nur interessante geschichtliche Details sondern auch über Machenschaften die Gruppierungen wie in diesem Thriller der „Rat“ in der Wirtschaft, Politik und Terror ausüben.

     

    Fazit, A.M .Dean hat hier einen fantastischen Thriller geschrieben. 

    Dan Brown Fans könnten fast meinen, er hätte diese Buch unter einem Pseudonym geschrieben.

  19. Cover des Buches Die Feuerreiter Seiner Majestät 03 (ISBN: 9783442244454)
    Naomi Novik

    Die Feuerreiter Seiner Majestät 03

     (184)
    Aktuelle Rezension von: Fe3

    Im dritten Teil erfahren wir einiges über das Leben in China. 

    Daraufhin geht es weiter um die Welt. Auch gegen Napoleon geht es in den Krieg.

    Das Buch ist wieder spannend und trotz einem Hänger zwischendrin freue ich mich auf den vierten Teil. 

  20. Cover des Buches Ziemlich mitgenommen (ISBN: 9783499239502)
    Mia Sassen

    Ziemlich mitgenommen

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Das Cover hat mich vom ersten Moment angesprochen und versprach einen kurzweiligen und witzigen Roman. Für meinen Geschmack war die Handlung schon ein wenig überzogen und völlig realitätsfern, trotz alledem habe ich mich gut unterhalten. Isabell ist fünfundvierzig Jahre alt, verheiratet, Mutter einer pubertierenden Tochter und hat gerade ihren Job verloren, nachdem ihr Auto sein Dienst aufgibt, steigt sie als Anhalterin zu einer älteren Dame und reist mit ihr in die Türkei. Unterwegs haben die beiden Frauen viele Abenteuer und sogar lebensbedrohliche Situationen zu meistern. Ein bisschen weniger hätte dem Buch durchaus gut getan, doch wer es gerne turbulent liebt, der ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Wer das Buch aufmerksam liest, wird am Ende des Romans keine großen Überraschungen erleben, denn die Autorin hat genügend Hinweise gestreut.

    Wer nach ein wenig Motivation sucht, das Leben noch einmal herauszufordern und dem langweiligen Alltag zu entfliehen, dem wird dieses Buch sicher gut tun.

    Warum man dieses Buch lesen sollte:
    1. Weil man Roadtrips liebt
    2. Man turbulente Geschichten liebt
    3. Man selber davon träumt, alles stehen und liegen zu lassen
  21. Cover des Buches Rache auf Türkisch (ISBN: 9783863270254)
    Askim Utkuseven

    Rache auf Türkisch

     (25)
    Aktuelle Rezension von: ClaryBlack
    Auf leichte und amüsante Weise ist in diesem empfehlenswerten Debüt von Askim Utkuseven viel Interessantes über die türkische Lebensweise in Deutschland verpackt. Fünfzehn spaßige, vor Witz sprühende Kurzgeschichten, in denen Vorurteile erst scheinbar bestätigt und dann doch irgendwie wieder widerlegt werden.

    Von „Führerschein auf Türkisch“ über „Schwiegertochter auf Türkisch“ zu „Erben auf Türkisch“ (und vielem mehr) ist so einiges geboten: Die sympathischen Charaktere durchbrechen in ihrer jeweiligen Geschichte mit viel Witz die klischeehaften Erwartungen, die man vielleicht zuerst an sie stellen würde.

    Natürlich hat mir mal eine Geschichte mehr und eine andere weniger gut gefallen, doch letztendlich waren sie alle derart munter und lebendig geschrieben, dass es insgesamt sehr viel Freude bereitet hat in die so humorvoll porträtierte türkische Kultur einzutauchen. Und dabei muss man auch feststellen, dass einiges des Dargestellten gar nicht so unbedingt spezifisch türkisch ist, wie man meinen könnte. Süße Rache schmeckt ja nun doch eigentlich jedem, ob nun deutsch- oder türkischstämmig.

    „Rache auf Türkisch“ ist schnell gelesen und regt doch auch oft zum Nachdenken an. Nett fand ich auch, dass am Ende jeder Geschichte das jeweils zentrale Thema sozusagen als Vokabel noch auf Türkisch angegeben wurde.
    Mein Fazit: Eine gehörige Portion Humor, toller Schreibstil und einfallsreiche Begebenheiten verhelfen zu einem kurzweiligen Lesegenuss. Sehr zu empfehlen!

  22. Cover des Buches Die zwei Leben der Alice Pendelbury (ISBN: 9783442380282)
    Marc Levy

    Die zwei Leben der Alice Pendelbury

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Chokka

    Die Geschichte ist in süffigem Stil geschrieben, die Handlung spannend, die Hauptprotagonisten echt. Der Verlauf ist immer wieder überraschend und das Ende sehr willkommen.

  23. Cover des Buches Seebestattung (ISBN: 9783499268700)
    Natascha Manski

    Seebestattung

     (22)
    Aktuelle Rezension von: ChrischiD
    Tomma Petersen und ihr Kollege Ulrich Spandorff stehen vor einem schwierigen Fall. Die Leiche, die von zwei jungen Leuten im Wasser entdeckt wurde, ist zwar schnell identifiziert, ihr Tod wirft allerdings Rätsel auf. Es gibt diverse Verdächtige, deren Motive unterschiedlicher nicht sein könnten, dennoch tappen die Ermittler lange Zeit im Dunkeln. Hinzu kommt ihre fast schon gegensätzliche Arbeitseinstellung, die immer wieder für Reibereien sorgt.

    „Seebestattung“ ist der zweite Krimi rund um das gegensätzliche Ermittlungsduo Petersen und Spandorff. Doch auch ohne Vorkenntnisse ist das Geschehen ohne Weiteres nachzuvollziehen. Zum einen ist der Fall als solcher in sich abgeschlossen, zum anderen werden wichtige Ereignisse aus der Vergangenheit nochmals kurz thematisiert, damit auch Neulinge sich zurechtfinden was die zwischenmenschlichen Beziehungen angeht.

    Als Leser kann man gar nicht so recht entscheiden welchen Ermittler man nun bevorzugt beziehungsweise sympathischer findet. Jeder hat wahrlich seine Eigenheiten, manche Handlungsweisen findet man gut, andere wiederum toleriert man überhaupt nicht. Das hält sich in etwa die Waage, so dass auch die Sympathien im Endeffekt ähnlich verteilt sind, man sich also nicht für eine Seite entscheiden muss. Außerdem hofft man stetig darauf, dass die beiden Ermittler sich irgendwann zusammenraufen und endlich eine Einheit bilden.

    Unzählige Verdächtige und ebenso viele Motive machen die Nachforschungen nicht leichter. Zudem spürt man sehr schnell, dass scheinbar jeder, ob verdächtig oder nicht, das ein oder andere Geheimnis hat, das er nicht gewillt ist mit der Polizei zu teilen. Entsprechend schwierig gestaltet es sich eine Spur zu finden, die den Kreis der potentiellen Täter verringert. Immer wieder manövriert man sich so in Sackgassen, bis man schon glaubt die wahren Hintergründe niemals zu erfahren.

    Von Anfang an ist Spannung vorhanden, die kontinuierlich ansteigt. Manches Mal, wenn die Handlung als solche nichts mit dem eigentlichen Fall zu tun hat, bricht die Kurve kurzzeitig ein, eine schnelle Korrektur wird jedoch unverzüglich vorgenommen, um den Leser weiterhin bei der Stange zu halten.

    Mit „Seebestattung“ ist Natascha Manski ein Krimi gelungen, der den Leser von A nach B über C führt und mehr als nur Verwirrung stiftet. Doch ist man nicht gewillt aufzugeben, sondern das Rätsel zu lösen.

  24. Cover des Buches Dark Academy - Dunkle Seelen (ISBN: 9783570160992)
    Gabriella Poole

    Dark Academy - Dunkle Seelen

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Mele1983
    Nach dem der 2. Teil echt super spannend war und ich das Buch nicht weg legen konnte, habe ich mir vom 3. Teil wohl irgendwie das selbe erhofft. Diese Hoffnungen wurden nicht erfüllt... Für mich war das Buch langweilig, es zog sich teilweise echt in die Länge und irgendwie hat mich Cassio angefangen, zu nerven! Hier merkt man sehr deutlich, dass es echt nur ein Buch bzw alles in allem die gesamte Trilogie, für Teeniemädels ist. Es Werden die Themen schule, verknallt sein, Streit, zickereien und schulmobbing thematisiert, alles aus Sicht einer Schülerin. In Teil 2 hat mich das nicht gestört, da die Geschichte in sich stimmig war. Hier nu leider nicht... Für mich daher nur 2 Sterne...

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