Bücher mit dem Tag "italien"
1.619 Bücher
- Cornelia Funke
Tintenwelt 1. Tintenherz
(10.919)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneManchmal trifft einen eine Geschichte nicht sofort – sie braucht Zeit, um ihr Herz zu öffnen. So ging es mir mit Tintenherz von Cornelia Funke*. Die ersten Seiten fühlten sich fremd an, fast so, als würde ich vor einer verschlossenen Tür stehen. Ich habe gezweifelt, gezögert – mich sogar gefragt, ob ich vielleicht zu alt geworden bin für diese Art von Magie.
Doch dann, ganz leise, hat sich etwas verändert.
Ab etwa der Mitte begann die Geschichte, mich einzuhüllen wie ein warmer, vertrauter Mantel. Meggie, mit ihrer stillen Sehnsucht, und Mo, der mehr in sich trägt, als Worte je ausdrücken könnten – sie sind mir Stück für Stück ans Herz gewachsen. Und auch Elinor, diese eigenwillige, zunächst so schwer greifbare Figur, entpuppte sich als jemand, den man nicht mehr loslassen möchte.
Ja, es ist ein Kinderbuch. Und ja, man merkt es an der klaren, einfachen Sprache. Aber genau darin liegt seine Kraft. Es braucht keine komplizierten Worte, um etwas Tiefes zu erzählen. Es ist die Atmosphäre, die sich langsam entfaltet, die einen gefangen nimmt – still, aber unaufhaltsam.
Staubfinger und die anderen Fremden wirkten anfangs wie Schatten, die nicht in unsere Welt gehören. Doch je weiter man liest, desto deutlicher wird: Sie sind genau dort, wo sie sein müssen. Und plötzlich verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Geschichte, zwischen Leser und Buch.
Vielleicht hätte ich Tintenherz früher bedingungslos geliebt. Heute liebe ich es anders – mit einem Hauch Wehmut, mit Nostalgie, mit dem Wissen, wie selten solche Geschichten sind. Es hat mich nicht sofort verzaubert. Aber als es soweit war, hat es mich umso tiefer getroffen.
Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an das Lesen selbst. An die Magie von Worten. Und an die leisen, kostbaren Momente, in denen eine Geschichte dein Herz findet – ganz egal, wie alt du bist.
- Dan Brown
Inferno - Filmbuchausgabe
(1.534)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Mittelpunkt der Handlung steht erneut der Symbolologe Robert Langdon, der mit einer Schusswunde am Kopf in einem florenzer Krankenhaus aufwacht, ohne jede Erinnerung an die letzten 36 Stunden. Bei einer rasanten Hetzjagd versucht er zusammen mit Ärztin Dr. Sienna Brooks die Rätsel des genialen aber radikalen Wissenschaftlers Bertrand Zobrist zu entschlüsseln, die Langdon von Florenz über Venedig bis nach Istanbul führen. Die detailreiche Handlung ist sehr atmosphärisch und als Leser hat man das Gefühl als wäre man an den Orten live dabei.
Bei den Protagonisten steht der clevere und analytische Robert Langdron erneut im Mittelpunkt der Geschichte, der mit Ruhe, Logik und einem Faible für Symbolik die Handlung vorranging vorantreibt. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. Sienna oder Betrand bereichern die Handlung und sorgen für ein ausgewogenes Facettenreichtum.
Wer temporeiche Thriller mit Fokus auf Kunstgeschichte, Symbolik und historische Geheimnisse mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist bildhaft, rasant und voller interessanter kunsthistorischer Detailinformationen.
Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. Nach Illuminati ist dies mein Lieblingsband. - Marc Elsberg
BLACKOUT - Morgen ist es zu spät
(1.620)Aktuelle Rezension von: H-LshIch lass das Buch, bevor die Handlung Realität wurde. Ich erinnere an den Black-out in Berlin im Frühjahr des Jahres 20,26. Ich empfand es beim Lesen als äußerst spannend und sehr gut beschrieben. Bis auf das Ende was etwas nach Hollywood klingt, ist es ein sehr gutes Buch. In der Retroperspektive ist es eine absolute aktuelle Empfehlung.
- Dan Brown
Illuminati
(5.144)Aktuelle Rezension von: BuecherphantasieEin wirklich spannendes Buch, welches die Konflikte zwischen Religion und Wissenschaft aufgreift.
Mich hat die Geschichte direkt in eine Bann gezogen und ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Der Schreibstift, die Charaktere und die Geschichte sind hervorragend. Den zweiten Teil der Reihe werde ich auch lesen! - Umberto Eco
Der Name der Rose
(1.634)Aktuelle Rezension von: WelpemaxDer Name der Rose von Umberto Eco ist ein außergewöhnlich spannender und zugleich tiefgründiger Roman, der den Leser von der ersten Seite an fesselt. Die Mischung aus Kriminalgeschichte, mittelalterlicher Atmosphäre und philosophischen Fragen ist meisterhaft gelungen. Tatsächlich habe ich bei dem Titel den Film wesentlich häufiger vorher gesehen bis ich das Buch gelesen habe und wie sollte es anders sein, dass Buch schlägt den Film nochmal um Längen. Das Buch kann man sehr gut lesen, obwohl der Autor den Hang hat sehr verschnörkelt zu schreiben, was er in einem Kapitel auch sehr gut unter Beweis stellt. Insgesamt besonders beeindruckend sind die handelnden Personen: Bruder William von Baskerville überzeugt mit Scharfsinn, Ruhe und feinem Humor, während sein junger Begleiter Adson die düstere Welt des Klosters auf eindrucksvolle Weise erlebbar macht. Auch die Nebenfiguren sind vielschichtig und glaubwürdig gestaltet, sodass jede Begegnung zur Spannung beiträgt. Ein kluges, atmosphärisch dichtes und sprachlich starkes Buch, das lange nachwirkt und ein sehr guten Eindruck hinterlassen hat.
- Dante Alighieri
Die göttliche Komödie
(197)Aktuelle Rezension von: NeuniEs mag sein die Göttliche Komödie, als erstes großen Werk in italienischer Sprache, von großer Bedeutung für die Entwicklung der europäischen Literatur war. Dem Text haftet trotzdem der Gestank theologischer Propaganda an; Dante nimmt das Märchen von Himmel und Hölle in seiner Komödie zu Ernst. In den meisten Fällen sind die Anekdoten der göttlichen Komödie nur aus ihrem historischen Kontext heraus nachzuvollziehen, überzeitliche Universalität geht, wie Homer oder Ovid zeigen, anders.
- Stephenie Meyer
Biss zur Mittagsstunde (Bella und Edward 2)
(7.791)Aktuelle Rezension von: EliwastakenDen zweiten Band fand ich insgesamt okay. Jacob war für mich hier deutlich sympathischer als Edward und hat der Geschichte viel gegeben. Edward war mir oft zu kontrollierend, was mich beim Lesen immer wieder gestört hat. Trotzdem konnte mich die Handlung größtenteils unterhalten und ich war neugierig, wie es weitergeht.
- Audrey Carlan
Calendar Girl - Verführt
(1.120)Aktuelle Rezension von: SaskiaEan sich ein sehr gutes Buch und interessant geschrieben.
(evtl. Spoiler enthalten)
Mir persönlich war es etwas zu unrealistisch, dass sie sich direkt verliebt und ebenfalls so viele gute Erfahrungen gemacht hat (evlt. hat ihre Tante aber auch gute Kunden ausgesucht). Ich bin gespannt auf die anderen Bücher, welche Erfahrungen / Kunden sie noch so kennenlernen wird. - Elena Ferrante
Meine geniale Freundin − Kindheit und frühe Jugend. Geschenkausgabe (Neapolitanische Saga 1)
(691)Aktuelle Rezension von: EgataEines meiner Lieblingsbücher. Die Inhaltsangabe klingt wenig aufregend. Elena und ihre Freundin Lila wachsen im Neapel in der Nachkriegszeit auf, zwischen Mafia und Familienfehden. Aus der Sicht des Kindes und der Jugendlichen erzählt Elena von Höhen und Tiefen des täglichen Lebens, vom Erwachsenwerden und der Armut, aus der sie versucht herauszukommen, indem sie um gute Bildung kämpft. Die Autorin wechselt öfter die Perspektive und erzählt scheinbare Kleinigkeiten so spannend, dass man das Buch nicht weglegen kann. Ich hatte es mir geliehen, aber dann sofort den Folgeband gekauft, auch, weil so viele Fragen offen blieben.
- Kai Meyer
Arkadien erwacht
(2.028)Aktuelle Rezension von: LeseEule28Auch wenn ich mich für Mafiathemen nicht so begeistern kann und man hier oft beide Augen zudrücken muss, habe ich mich mit dem Buch sehr gut unterhalten gefühlt. Anfangs tat ich mich ein wenig schwer mit Rosa, aber im Laufe der Geschichte erfährt man, was sie durchgemacht hat und man versteht sie besser. Wenn man davon absieht, dass insbesondere der Mafiateil sehr unrealistisch ist, ist es eine spannende Fantasygeschichte. Kai Meyer weiß, wie man eine Geschichte aufbaut und spannend erzählt. Ich habe mit den Protagonisten mitgelitten.
- Luca Di Fulvio
Das Mädchen, das den Himmel berührte
(481)Aktuelle Rezension von: Engel63Luca di Fulvio @lucadifulvio_ hat die faszinierende Geschichte „Das Mädchen, das den Himmel berührte“ so lebhaft geschrieben, dass ich mich sofort darin eingebunden fühlte. Die Hauptfiguren Mercurio und Giuditta, die einen langen schwierigen Weg gehen, sich immer wieder verlieren und finden, ärmlich aufgewachsen und trotzdem sehr stark und zielgerichtet sind. Knapp 1‘000 Seiten Spannung, kribbeln, Luft anhalten, weinen oder sogar heulen, lachen und schmunzeln. Ich habe dieses herrlich Natürliche geliebt und mich sehr gut in die Figuren hinein fühlen und mit leben können. Bin begeistert wie gut Luca die Zeit aus dem 16. Jahrhundert beschreibt, Rom und Venedig kennt und sein Wissen mitteilt. Ein historischer Krimi kann nicht besser sein. Interessant wie Mercurio sich immer wieder verwandeln kann, Menschen an der Nase herumführt und seine Ziele erreicht. Die Jüdin Giuditta aus Einfachem Spezielles herstellt, das sogar die Reichen haben wollen und so der Neid der Rivalin Benedetta bis ins Unermessliche geht, unvorstellbar. Jede Seite ein Genuss und lesenswert.
- Stephenie Meyer
Biss zur Mitternachtssonne (Bella und Edward 5)
(352)Aktuelle Rezension von: Anka_PlwkIch hätte nicht gedacht, dass ich 15 Jahre später nochmal ein Biss Buch lesen werde.
Den Perspektivwechsel fand ich gut. Die Gedanken allerdings teilweise etwas langatmig. Was aber auch den inneren Kampf hervorhebt, den er erlebt.
Am Ende angekommen, mit dem Wissen, wie es weitergeht, war ich wieder völlig drin und habe alle anderen Teile auch erneut gelesen.
Ich könnte noch mehr davon lesen.
- Elizabeth Gilbert
Eat, Pray, Love
(927)Aktuelle Rezension von: BuchBoxBirgitEin Road Movie zum Lesen, heute würde man sagen: ein Travel Vlog zum lesen. Die Autorin ist auf jeden Fall sympathisch, sie macht eine Reise, wie viele von uns sie (in ihren Träumen) unternehmen möchten und lässt uns an ihren Erlebnissen und Gedanken Teil haben. Sie findet sich selbst, und viele neue Freunde. Unterhaltsam
- Kerri Maniscalco
Kingdom of the Wicked – Der Fürst des Zorns
(564)Aktuelle Rezension von: Isa_NeunzigFinde den Auftakt sehr gelungen. Spannender Start, dass man gleich dran bleiben Will. Tolle Charaktere und magiesystem. Nicht viel drum herum Gelaber was sich in die Länge zieht. Finde den Auftakt sehr gut. Bin auch schon gespannt wie es weiter geht. Denke als zwischendurch Fanatsybuch kann man das gut empfehlen bisher
- Eva Völler
Zeitenzauber
(1.636)Aktuelle Rezension von: Ursus_25Mir ist das Cover ins Auge gesprungen und dann habe ich den Klappentext gelesen und war endgültig gecatcht. Die Geschichte um die Protagonistin Anna konnte ich kaum aus der Hand legen. Ich lese gerne Mal Fakt trifft Fiktion und ich mag gute Liebesgeschichten, dies Buch hat alles zu bieten, was für mich für ein gutes Buch dazugehört. Dabei gefiel mir Anna als Protagonistin erst gar nicht, wie bei einer guten Geschichte, hat sie sich entwickelt. Dies ist der erste Band einer Trilogie von Eva Völler, von der ich zuvor noch kein Buch gelesen habe. Die anderen Bände werde ich auf jeden Fall auch lesen 😉
- Zsuzsa Bánk
Die hellen Tage
(331)Aktuelle Rezension von: Christine_GrafTolles Buch. Konnte gar nicht aufhören. Hat mich total fasziniert und in den Bann gezogen. Toll geschrieben, sprachlich hat es mich sehr angesprochen. Interessante Story, mal was anderes. Unterschiedliche Geschichten und Gefühle die doch miteinander verbunden sind. Möchte auf jeden Fall noch mehr von der Autorin lesen.
- Alexandre Dumas
Dumas - Der Graf von Monte Christo. Schmuckausgabe mit Kupferprägung
(421)Aktuelle Rezension von: fm_winkelDen Roman wollte ich schon seit Jahren lesen - einfach, um ihn mal gelesen zu haben. Die großartige Serie auf Disney hat mich letztlich nochmal dazu angestachelt.
Das fast 1000seitige Buch wurde ca 1844-46 verfasst, entsprechend "altmodisch" liest es sich natürlich, das ist klar. Trotzdem konnte ich sehr gut folgen, es war verständlich und stilistisch sehr gut gemacht. Bei dem Schreibstil hat mich besonders der sehr emotionale Aspekt überrascht, wenn es um Romance Szenen mit Mercedes ging, das hat mich richtig berührt.
Der Roman handelt zu 90 % von Rache. Beinahe-Kapitän Edmond Dantès wird an seinem Hochzeitstage aufgrund einer aus Neid und Eifersucht resultierenden Intrige dreier Männer vehaftet. Ganze 14 Jahre verbringt er auf einer abgelegenen Gefängnisinsel. Erst nach ca 7 Jahren beginnt er, einen Tunnel zu graben, weil ein anderer ihn auf die Idee brachte - ich hatte dieses augenrollende Gefühl, eine Frau hätte direkt begonnen und wäre nach der Hälfte der Haftzeit draußen 🤣
Die Zeit mit Abbé hat ihn und mich als Leserin geprägt, sein Ende hat mir das Herz gebrochen. Diese Kapitel waren hart, authentisch, emotional und auf Edmonds Innenleben ausgelegt.
Erst nach seiner Flucht und dem Fund des Schatzes geht es richtig zur Sache. Als reicher Grad kehrt er unter falschem Namen zurück nach Marseille und legt sein Leben auf Rache aus, wobei er die 3 Männer komplett zerstören will. Beeindruckend und erschütternd, wie er dies bis ins kleinste Detail plant und über die Jahre so akribisch durchzieht, die Twists waren enorm, das sich Verstricken immer heftiger. Dass er dabei einen Teil seiner Menschlichkeit verliert, ist ihm einerlei. Seine Entwicklung ist erschreckend, aber in gewisser Weise nachvollziehbar.
Bei Mercedes bin ich hin- und hergerissen. Klar ist er wütend, dass sie seinen Rivalen geheiratet hat, aber sie dachte ja, er sei tot, und was soll eine mittellose Waise zu der Zeit sonst machen? Hier hätte ich mir ein Happy End gewünscht, aber wir sind einfach sooo viele Schattierungen hinter morally grey, dass überhaupt nichts mehr gut werden kann.
Für mich ist der Roman ein Meisterwerk der Literatur. Wahnsinn gut durchdacht, bis ins kleinste Detail. Die menschlichen Facetten, ihre Schattenseiten, moralische Dilemma und die Frage, wie weit ein Mensch bereit ist, für Vergeltung zu gehen.
Obwohl es durch Komplexität und Stil sicher nicht ganz leicht zu lesen ist, kann ich es sehr empfehlen und bin stark beeindruckt ♡ Es ist einfacher, wenn man zB vorher die Serie schaut ;)
- Susanna Clarke
Jonathan Strange & Mr. Norrell
(215)Aktuelle Rezension von: argenteumEs war mehr die Idee einer Farbe, als träumten die Bäume grüne Träume oder dachten grüne Gedanken.
Dieses Buch ist ein verrücktes Labyrinth, bestehend aus Türen und Wege, die anfangs etwas zusammenhanglos erscheinen. Sie können auch für Verwirrungen sorgen und die Träume vernebeln. Was aber alle Türen und Wege gemeinsam haben, ist, dass sie Teile des Labyrinths und somit die Reise wert sind. Für mich ist hiermit ein Herzensprojekt beendet.
Würde ich es dennoch jedem empfehlen? -Nein!
Bei wem dieses Buch anklopft, sollte wissen, dass es unfassbar komplex und tiefgründig ist. Es ist nichts für zwischendurch und erfordert die volle Aufmerksamkeit & Geduld. 1050 Seiten sind wirklich heftig- für mich hat sich aber alles gelohnt 🖤
- Wolf Haas
Wackelkontakt
(344)Aktuelle Rezension von: Janko-UnchainedWolf Haas - Wackelkontakt
(Penguin)
- urkomisches, rekursives Paradoxon über einen Nerd, der in eine Mafiaangelegenheit hineingezogen wird -
Der nerdige und umständliche Trauerredner Franz Escher wartet eine halbe Ewigkeit auf den Elektriker. Um sich die Zeit bis zu seinem Erscheinen zu vertreiben, liest Franz einen Roman über das Leben des Nachwuchskriminellen und Mafia-Kronzeugen Elio Russo. Selbiger sitzt, bis zu seiner finalen Entlassung ins Zeugenschutzprogramm, im Gefängnis. Um sich die Zeit bis zu seiner Entlassung zu vertreiben, liest Elio einen Roman über den nerdigen und umständlichen Trauerredner Franz Escher, der auf den Elektriker wartet. Daraus entspinnt sich ein äußerst unterhaltsames, rekursives Paradoxon, wie es grotesker kaum sein könnte.
Das 240 Seiten umfassende "Wackelkontakt" ist eine Parabel auf M.C. Eschers paradoxe Lithografie "Drawing Hands", bei der sich zwei Hände gegenseitig "erschaffen". In einen einnehmenden, leicht gehobenen, mal pointierten, mal verschachtelten Schreibstil gebettet, setzt der österreichische Schriftsteller Wolf Haas einmal mehr Akzente. Der Roman, der 2025 erstmals als gebundene Ausgabe bei Hanser in München erschien und nun als Taschenbuch bei Penguin Bücher veröffentlicht wird, liefert viele Twists und birgt die interessante Geschichte eines Nerds, der in eine Mafiaangelegenheit um Elio Russo alias Marko Steiner, dessen Frau Gabriele und deren gemeinsame Tochter Ala hineingezogen wird. In seiner leicht aufgesetzten, bizarren Art wirkt Haas Niederschrift geistreich und amüsant. Mit seinem schelmischen, oftmals lakonischen Wortwitz bringt der, 1960 in Maria Alm am Steinernen Meer geborene Autor ein geniales Verwirrspiel zu Papier, in dem man eigentlich gar nicht weiß, wer hier eigentlich über wen liest. Die groteske, weil rekursive, gedankenprononzierte und urkomische Szenerie, die im Jahre 2002 angesiedelt ist, birgt also zwei Handlungen, die absurderweise voneinander handeln. Haas switcht munter zwischen diesen beiden nonlinearen Zeitschleifen hin und her, die sich stets mit sich selbst überkreuzen und ineinander verwirbeln. Dieses permanente Ineinandergreifen macht die beiden voneinander abhängigen Handlungsstränge umso dringlicher. In diesem Zusammenhang machen einen die seltsamen bis abstrakten Gedankengänge des Herrn Escher schon ein manches Mal stutzig. Daher wird die schräge Geschichte "Wackelkontakt" sicherlich seine Anhänger, wie auch seine Opponenten finden. Der freie Schriftsteller Wolf Haas, dessen eigenwilliger, lakonisch Schreibstil durchaus gewöhnungsbedürftig ist, lebt heute in Wien.
(Janko)
Brutalität/Gewalt: 13/100
Spannung: 61/100
Action: 51/100
Unterhaltung: 86/100
Anspruch: 73/100
Atmosphäre: 60/100
Emotion: 39/100
Humor: 30/100
Sex/Obszönität: 08/100
https://www.lackoflies.com - Wertung: 84/100
https://www.lackoflies.com - Altersempfehlung: ab 14 Jahren (aufgrund der rekursiven Thematik)
Wolf Haas - Wackelkontakt
Penguin
Belletristik / Gegenwartsliteratur
ISBN: 978-3-328-11339-3
240 Seiten
Klappenbroschur
Erscheinungstermin: 15.07.2026 (2025 / Hanser, München)
EUR 15,00 Euro [DE] inkl. MwSt.
Weitere Formate:
ISBN (Hardcover von Hanser, München): 978-3-446-28272-8
Erscheinungstermin: 09.01.2025
EUR 25,00 Euro [DE] inkl. MwSt.
ISBN eBook (epub): 978-3-446-28361-9
Erscheinungstermin: 09.01.2025
EUR 18,99 Euro [DE] inkl. MwSt.
"Wackelkontakt" bei Penguin: https://www.penguin.de/buecher/wolf-haas-wackelkontakt/taschenbuch/9783328113393
Leseprobe: https://www.bic-media.com/widget/?isbn=9783328113393&https=yes&socialSelfBackLink=yes&lang=de&fullscreen=yes&jump2=0&openFSIPN=yes&resizable=yes&showSocial=no&template=rhservice&showHelp=no&showSettings=no&showExtraDownloadButton=yes&ui-state=dialog&shopsFilter=print
- Florian Illies
1913
(306)Aktuelle Rezension von: AntoniosDas Buch war eine Empfehlung meines Deutschlehrers, weil er weiß, dass ich gerne lese und mich für Geschichte interessiere. Ich finde, dieses Buch ist schon was besonderes. Es steckt sehr viel Recherchearbeit drin, interessante Fakten, unglaubliche Verbindungen die man nie so jemals gedacht hätte, dass sie existieren könnten, da fragt man sich ob Zufall nicht wirklich nur eine Illusion ist. Ironie und Wortspiele gibt es genug da um den Leser nicht zu langweilen, aber letztendlich ist es einfach ein Dokument über die Zeit damals. Der Schwerpunkt liegt vor allem an der Kunst und Literatur, denn damals haben viele bekannte und wichtige Personen eben in Kunst und Literatur gelebt, nicht nur Picasso oder Franz Kafka. Schade, dass auf der anderen Seite, der politischen, nicht so viel erzählt wird, obwohl jeder weiß was im Jahr danach passiert ist. Diede Zeit war eben die Ruhe vor dem Sturm, und dass der Autor sich an Einzelheiten klammert die eigentlich unnützes Wissen ist, macht das ganze doch interessanter. Trotzdem ist dieses Buch nicht für jeden empfehlenswert, man braucht schon ein Vorwissen damit man die Verbindungen erkennen und verstehen kann (wer diese Leute wirklich waren), aber es ist so gut konstruiert, dass jeder der bisschen Interesse daran hat, es locker lesen kann. Man sollte sich aber klar machen, dass das kein richtiger Roman ist der irgendwie eine schöne Geschichte erzählt, sondern fast eine Biographie gleicht, die Biographie des 1913, genug gepackt mit Ironie und versteckten Humor.
- Christina Dalcher
Vox
(430)Aktuelle Rezension von: EllenKnorr"Angeblich soll man mit Pflanzen reden, damit sie prächtiger gedeihen; wenn das stimmt, ist mein Garten dem Tode geweiht."
Ich gebe zu, dieses Buch hat mein Blut zum Kochen gebracht. Die systematische Unterdrückung der Frau und der Raub ihrer Stimmen, hat mich teils sprachlos gemacht. Eine wirklich tolle Dystopie.
- Kira Licht
Kaleidra - Wer das Dunkel ruft
(413)Aktuelle Rezension von: Melanie_HoppeKaleidra von Kira Licht Band 1 der Triologie und ich fand das Buch einfach toll. Ich habe am Anfang erst ein bißchen gebraucht um rein zu finden, aber danach bin ich nur so durch die seiten geflogen. Ich finde den schreibstil einfach und unglaublich humorvoll. Der Schlagabtausch zwischen Emilia und Ben ist einfach hervorragend! Es passiert so viel in dem Buch und das offene Ende hat mich komplett zerrissen.
Ich bin sehr auf Band 2 gespannt.
- Kai Meyer
Arkadien brennt
(1.269)Aktuelle Rezension von: LeseEule28Auch wenn ich mich für Mafiathemen nicht so begeistern kann und man hier oft beide Augen zudrücken muss, habe ich mich auch mit dem zweiten Band der Serie wieder sehr gut unterhalten gefühlt. Wenn man davon absieht, dass insbesondere der Mafiateil sehr unrealistisch ist, ist es eine spannende Fantasygeschichte. Kai Meyer weiß, wie man eine Geschichte aufbaut und spannend erzählt. Ich habe auch hier mit den Protagonisten mitgelitten.
- Umberto Eco
Der Friedhof in Prag
(171)Aktuelle Rezension von: Liebes_BuchDas Konzept des Romans ist schon originell und auch teilweise ironisch geschrieben.
Aber man hätte das ruhig auf 300 Seiten zusammenstreichen können.
Und bei Eco hab ich immer das Gefühl, mir entgeht alles, weil ich kein Historiker bin.























