Bücher mit dem Tag "jack the ripper"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "jack the ripper" gekennzeichnet haben.

125 Bücher

  1. Cover des Buches Die Schatten von London (ISBN: 9783570309438)
    Maureen Johnson

    Die Schatten von London

     (407)
    Aktuelle Rezension von: welt_des_lesens_

    Zum Inhalt:

    Der Tag von Rorys Ankunft im altehrwürdigen Internat Wexford ist gleichzeitig der Tag, an dem eine Mordserie beginnt, die ganz London in Atem hält. Jack the Ripper ist zurück, oder vielmehr jemand, der exakt die Taten des Serienmörders kopiert. Unter den Augen der an den Bildschirmen mitzitternden Londoner Bevölkerung tötet der Ripper trotz Überwachungskameras und observierenden Hubschraubern weiter – und lässt die Polizei alt aussehen, so ganz ohne Zeugen. Was keiner weiß: Eine einzige Zeugin gibt es – Rory. Die junge Amerikanerin ist die Einzige, die den Mörder gesehen hat. Womöglich auch die Einzige, die ihn sehen kann? Und plötzlich ist der Ripper hinter Rory her ...


    Kennt ihr das, wenn ihr von einem Buch einfach völlig andere Vorstellungen habt? Genau das ist mir in diesem Fall passiert aber fangen wir mal von vorne an 😁


    Charaktere:

    Rory ist eine ziemlich coole Socke. Sie ist ehrlich, authentisch, ein bisschen abgedroschen und vor allem eines : Unfassbar witzig. Ich hab teils echt Tränen gelacht 😁 


    Ich hab sie auf Anhieb ins Herz geschlossen. Da die Geschichte aus ihrer Sichtweise erzählt wird, hat man sie als Charakter auch sehr gut kennengelernt, was mir super gefallen hat. 


    Setting:

    Ein Internat mitten in London mit allem was das Herz begehrt: Einer altehrwürdigen Bücherei, den klassischen Schuluniformen, Hockey und natürlich vielen Legenden und Mythen. Genau das Setting hat es mir an dem Buch so angetan. Es hat sich angefühlt, wie nach Hause zu kommen. Gemeinsam mit Rory ihr neues Umfeld und die Geheimnisse Londons zu erkunden war genau das, was ich im dem Moment brauchte 🥰


    Schreibstil:

    Maureen Johnsons Schreibstil ist flüssig und man gleitet förmlich durch die Geschichte. Die  500 Seiten haben sich echt schnell weggelesen. Auch ihr Humor ist einfach grandios, was ein riesiger Pluspunkt für mich ist 😁


    Plot:

    Joa jetzt kommen wir zu dem "negativen" 😅

    Als ich gelesen habe: London, Internat, Jack the Ripper etc. hatte ich einfach eine völlig andere Vorstellung dessen, wie sich die Geschehnisse entwickeln würden. Da ich nicht spoilern möchte, kann ich nicht allzu viel genaueres sagen. Aber im großen und ganzen geht es ab ca Seite 250 sehr in eine abwegige Richtung, die meiner Meinung nach nicht hätte sein müssen. Die ganze Thematik dahinter interessiert mich einfach leider nicht 😅 aber die Autorin hat sich das als ihr Thema für die Buchreihe ausgesucht und das ist natürlich völlig in Ordnung. Nur ich werde es dadurch bei diesem Band belassen, auch wenn wir der Rest sehr gut gefallen hat. 


    Aber naja, die Handlung ist ja immer noch das ausschlaggebende Kriterium 😅


    Trotzdem sehr gut gemeinte 4 / 5 ⭐


  2. Cover des Buches Die Teerose (ISBN: 9783492242585)
    Jennifer Donnelly

    Die Teerose

     (901)
    Aktuelle Rezension von: bingereading

    "Die Teerose" von Jennifer Donelly gehört zu der Sorte Buch, die man am liebesten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Die Charaktere sind sehr nahbar und man fühlt mit ihnen. Obwohl das Buch ziemlich dick ist, gab es keinen Moment, an dem ich mich gelangweilt hätte. Mehrere Handlungsstränge wurden gekonnt miteinander verwoben und am Ende wird klar, dass sie alle zusammenhängen. Der Krimianteil des Buches war sehr spannend, doch für meinen Geschmack etwas zu blutrünstig. Die Liebesgeschichte würden manche Leute wohl als kitschig bezeichnen, doch ich fand sie wunderschön, auch wenn es mich manchmal genervt hat, dass die Protagonisten sich ständig verpassen und es durch Missverständnisse dutzende fehlgeschlagene Versuche der Versöhnung zwischen den beiden gab. 

    Das Einzige, was mich am Buch wirklich etwas gestört hat, war, dass teilweise Fehler bei den Namen der Personen gemacht wurden. So hieß Joe zu Beginn des Buches mit vollem Namen noch Joseph, während er am Ende Jonathan ist. Das ist zwar eine Kleinigkeit, die für die Handlung nicht weiter schlimm war, sollte aber meiner Meinung nach nicht passieren dürfen. Auch wirken alle Hauptfiguren für das Ende des 19. Jahrhunderts sehr modern und die Frauen sehr emanzipiert. Einige kleine Details finde ich auch historisch fragwürdig, beispielsweise, dass ein Londoner Straßengangster in den 1890ern ein Telefon hat. Für Leser, die auf so etwas Wert legen, ist "Die Teerose" vielleicht eine kleine Enttäuschung.

    Dennoch finde ich, dass "Die Teerose" ein wirklich gutes Buch ist, in dem man dank der guten Beschreibungen der Szenerie und der Personen leicht versinken und ein bisschen der Realität entfliehen kann.


  3. Cover des Buches Die Ernte des Bösen (ISBN: 9783764505745)
    Robert Galbraith

    Die Ernte des Bösen

     (236)
    Aktuelle Rezension von: RamonaMarano

    Spannend geschrieben bis zum Ende. Man kann nur erahnen, wer der Mörder ist. Man fiebert ununterbrochen mit den beiden Detektiven mit und kann ihre Gefühle und Handlungen sehr gut nachempfinden. Die Szenen sind so gut beschrieben, dass man meint, dort zu sein. Die Entlarvung des Mörders am Ende ist mir aber ein bisschen zu einfach. Da hätte der Detektiv meiner Meinung nach mehr Indizien gebraucht, um darauf zu kommen. Insgesamt ein toller Krimi den ich auf jedenfall weiterempfehle!

  4. Cover des Buches Die Blutlinie (ISBN: 9783404169368)
    Cody McFadyen

    Die Blutlinie

     (4.518)
    Aktuelle Rezension von: Sarah31

    Das Leben der FBI-Agentin Smoky Barrett scheint völlig zerstört zu sein: Der grausame Doppelmord an ihrem Mann und ihrer Tochter hat die ehemals beste und erfolgreichste Agentin derart geprägt, dass an die Fortsetzung ihrer Polizeikarriere nicht zu denken ist. Alles ändert sich an dem Tag, da eine von Smokys besten Freundinnen getötet wird. Doch dieser Mord ist erst der Beginn einer Serie von grausamen Bluttaten, die eine ganze Nation erschüttern wird. Der Täter betont immer wieder, dass es nur einen Menschen gibt, der ihm das Handwerk legen könne: Smoky Barrett.

  5. Cover des Buches Der Todeskünstler (ISBN: 9783404169375)
    Cody McFadyen

    Der Todeskünstler

     (2.069)
    Aktuelle Rezension von: Sarah31

    Das Grauen war in diesem Haus, und es hat Spuren hinterlassen. FBI-Agentin Smoky Barrett riecht den Tod bereits, als sie die Schlafzimmertür öffnet. Der Boden ist mit Blut getränkt; auf der Decke und den Wänden prangen Blutgemälde. Neben den beiden entstellten und geschändeten Opfern kauert ein Mädchen. Sie hält sich eine Pistole an die Schläfe. Der Todeskünstler hat sie besucht, und das nicht zum ersten Mal.

  6. Cover des Buches Die Schatten von London - In Memoriam (ISBN: 9783570309995)
    Maureen Johnson

    Die Schatten von London - In Memoriam

     (186)
    Aktuelle Rezension von: fayreads
    Ein Mädchen, das Geister sieht. 

    Geister, die morden. 

    Eine Sekte, die den Tod besiegen will. 


    Rory und die Shades haben schon einmal einen Geister-Killer zusammen besiegt. Da trifft es sich doch jetzt gut, dass in London wieder durch Geister gemordet wird, oder? 
    Rory möchte den Shades helfen, doch sie muss sich auch um ihre Schulnoten kümmern und zu ihrer Therapeutin gehen. 

    Fazit: 

    Dieses Buch ist total langweilig! Es kommt gar keine Spannung auf, weil ein Mord in 50 Seiten aufgelöst wird und der Mörder umgebracht wird und der nächste Mord auch sofort gestanden wird. 

    Außerdem beansprucht Rory mindestens ein Drittel des Buches Mitleid für sich und ihre Situation, was mich persönlich ziemlich stört. 
    Mich hat es auch gestört, dass sie sich immer beklagt wie schlecht ihre Noten sind und sie den Stoff nicht kann, aber dann nie lernt, obwohl sie die Zeit dafür hat und lieber Stunden gelangweilt in ihrem Zimmer/ der Bibliothek/ der Cafeteria sitzt, als zu lernen!   

    Was mich aber fast noch mehr stört sind die Vorurteile in dem Buch! Jeder, der Rory entgegen kommt, hat rote Haare... Nicht jeder in England/ Schottland oder Irland hat rote Haare, aber leider wird es in diesem Buch sehr extrem dargestellt. 
  7. Cover des Buches Die Landkarte der Zeit (ISBN: 9783499253195)
    Félix J. Palma

    Die Landkarte der Zeit

     (624)
    Aktuelle Rezension von: jeanne1302

    Beim Lesen des Buches hatte ich folgende Wörter stets im Kopf:

    Die Menschheit will betrogen und belogen werden. 

    Wer den Roman liest, wird verstehen, warum. 😇

    Ich kann diesen nur empfehlen, denn er regt auf jeden Fall die Gehirnwindungen und Vorstellungskraft an. Sollte es möglich sein? Ist das möglich? Wie kann das sein?

    Das Buch ist in drei Abschnitte aufgeteilt, drei unterschiedliche Geschichten, die jedoch vortrefflich miteinander verwoben sind.

    Im ersten Abschnitt möchte ein Mann durch eine Zeitreise seine Geliebte vor dem schrecklichen "Jack the Ripper" retten.

    Im zweiten Abschnitt verliebt sich eine Frau aus dem 19. jahrhundert in einen Mann aus der Zukunft. 

    Und im dritten Abschnitt werden wir vor die Frage gestellt, inwiefern sich die Zukunft verändert, wenn man in der Gegenwart eine andere Entscheidung trifft  und für welches Leben man sich entscheiden soll, wenn man weiß, wie das andere Leben aussehen wird, wenn man sich anders entscheidet. 

    Mehr will ich nicht verraten - und ganz ehrlich - ich könnte es nicht mal zusammenfassen, weil die Geschichte so verschlungen und komplex ist und mein Gehirn noch immer arbeitet, um die Geschichte zu verarbeiten. 

    ICH HABE JEDOCH DREI LEHREN AUS DIESEM BUCH GEZOGEN:

    A) DU KANNST EINEN FEHLER AUS DER VERGANGENHEIT NICHT UNGESCHEHEN MACHEN, ABER DU KANNST DIR VERZEIHEN UND FRIEDEN FINDEN. DAS MACHT DICH FREI UND SCHENKT DIR DIE LEBENSFREUDE ZURÜCK.

    B) DU MUSST DICH NICHT MIT DEM SCHICKSAL ABFINDEN, DAS DEINE AHNEN ODER DIE TRADITION (ALTE MUSTER), DIR AUFTRAGEN ZU TUN. DU KANNST EIGENSTÄNDIG SELBST WÄHLEN, WAS DICH GLÜCKLICH MACHT. DU BIST KEIN OPFER DEINER ZEIT UND DEINER HERKUNFT.

    C) DU HAST STETS DIE MÖGLICHKEIT, DEIN ZUKÜNFTIGES LEBEN IN EINE NEUE RICHTUNG ZU LOTSEN MIT HILFE BEWUSSTER ENTSCHEIDUNGEN. SICH IM GEISTE VORZUSTELLEN, WIE DEIN LEBEN WEITERGEHEN KÖNNTE, WENN DU DICH FÜR PLAN A ENTSCHEIDEST UND WIE DU LEBTS MIT PLAN B KÖNNTE DIR HELFEN EINEN PLAN C ZU FINDEN, DEN DU WÄHLST. SCHAU DIR DAZU AUCH GERNE DEN FILM "NEXT" MIT NICOLAS CAGE NOCHMAL AN. DU ENTSCHEIDEST ÜBER DEINE ZUKUNFT UND ZWAR "JETZT". WÄHLE WEISE.

  8. Cover des Buches Dunkle Gebete - Lacey Flint 1 (ISBN: 9783442479429)
    Sharon Bolton

    Dunkle Gebete - Lacey Flint 1

     (123)
    Aktuelle Rezension von: chabli

    Lacey Flint, eine junge Londoner Polizeibeamtin, kommt findet eine Frau an ihrem Auto, die niedergestochen wurde. Sie stirbt in ihren Armen. Vom Täter keine Spur.

    Nach und nach kommen mehr Frauen um und der Verdacht liegt nahe, dass es einen Nachahmungstäter von Jack the Ripper gibt. Lacey, eine Expertin für den Serienmörder der viktorianischen Zeit, wird in die Ermittlungen einbezogen und langsam kommen sie der Lösung näher.

    Mein Fazit:
    Die Geschichte war sehr flüssig zu lesen, aber leider fand ich die Story etwas konstruiert und auch ziemlich vorhersehbar. Als Leser wird man mehrfach in die falsche Richtung geschickt, jedoch durchschaut man das Muster relativ schnell. Die Charaktere fand ich nicht allzu sympathisch. Lacey ist eine graue Maus, die Kleidung trägt, die zwei Nummern zu groß ist und ihre Augen hinter einer Brille versteckt, die sie nicht benötigt. Abends begibt sie sich jedoch in einen verrufeneren Teil Londons, um sich jemanden für einen One-Night-Stand zu suchen. Tagsüber graue Maus, nachts Glamour Girl.

    Die Story ist sehr konstruiert, aber das Buch liest sich sehr flüssig und man hat seichte Unterhaltung für einen verregneten Nachmittag

  9. Cover des Buches Stalking Jack the Ripper (ISBN: 9780316273510)
    Kerri Maniscalco

    Stalking Jack the Ripper

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Cutexpsych

    Seventeen-year-old Audrey Rose Wadsworth was born a lord's daughter, with a life of wealth and privilege stretched out before her. But between the social teas and silk dress fittings, she leads a forbidden secret life. Against her stern father's wishes and society's expectations, Audrey often slips away to her uncle's laboratory to study the gruesome practice of forensic medicine.
    When her work on a string of savagely killed corpses drags Audrey into the investigation of a serial murderer, her search for answers brings her close to her own sheltered wor
    ld.

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    Charaktere

    Audrey Rose nimmt kein Blatt vor den Mund, lässt sich nichts vorschreiben und hat eine grausame Vorliebe für den Tod und den menschlichen Körper. Ab und an ging sie mir zwar etwas auf die Nerven und ich hätte sie am Liebsten einmal durchgeschüttelt, aber doch hat sie sich einen Platz in mein Herz geforscht.

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    Thomas ist arrogant, intelligent und eine perfekte Ergänzung zur Sprunghaftigkeit von Audrey. Die Neckereien zwischen den beiden war mir wohl das Liebste an diesem Buch.

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    Nebencharaktere: Alle Charaktere sind mir ans Herz gewachsen und haben mit mit ihrer Tragik berührt. Sowohl Audreys Onkel, als auch ihr Vater, der mich allerdings für eine kurze Zeit doch ziemlich aufgeregt hat. Und auch Nathaniel, Audreys Bruder, konnte mich von sich überzeugen, aufgrund seines komplexen und traurigen Charakters.

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    Handlung

    Ich hab wirklich sehr viel Gutes über das Buch gehört und wurde definitiv nicht enttäuscht. Vorweg würde ich aber sagen, dass das Buch nichts für schwache Nerven ist oder Personen, die detaillierte Beschreibungen von Leichen und ihrem Inneren nicht lesen können.

    Denn man merkt, wie viel Recherche in das Buch eingeflossen ist: Nicht nur beim Thema Jack the Ripper, sondern auf bei der Anatomie des Menschen, deren Beschreibungen das Buch realistisch und noch hundertmal grausamer gemacht hat. Es wirkt dadurch viel lebendiger und als wäre man hautnah dabei.

    Der Fall von Jack the Ripper ließ mich das ganze Buch über angespannt mitraten und obwohl ich sagen muss, dass die Auflösung am Ende für mich ziemlich offensichtlich war, war sie doch furchtbar gut umgesetzt. Etwas bis zum letzten Drittel des Buches habe ich mit Thomas und Audrey mitgerätselt und herauszufinden versucht, wer mit seinen Morden die Stadt in Angst und Schrecken versetzt und wurde am Ende nur minimal enttäuscht, dich haben die Gründe, die dazu geführt haben wieder alles wett gemacht. 

    Aber nicht nur die Morde spielen eine Rolle in diesem Buch, sondern auch Audrey Roses Position in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts und ihr Kampf gegen die Unterdrückung, denn Audrey will sich nicht in die ihr vorgeschriebene Rolle der Frau drängen lassen. Sie hinterfragt ständig, wieso sie als Frau nicht zu denselben Taten fähig ist, wie ein Mann und beweist immer wieder, dass auch Frau intelligent sein können.

  10. Cover des Buches Stadt in Angst (ISBN: 9783442204380)
    John Matthews

    Stadt in Angst

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Fornika

    Ende des 19ten Jahrhunderts geht in London der Ripper um; bis die Taten plötzlich stoppen. Doch bereits nach einer kurzen Verschnaufpause geht das Morden weiter, allerdings in New York. Der „echte“ Ripper, oder doch nur ein Trittbrettfahrer? Argenti vom NYPD und Pathologe Jameson aus London müssen ihren ganzen Grips anstrengen um dem Mörder auf die Spur zu kommen.

     Geschichten über Jack the Ripper gibt es viele, und so einige davon habe ich schon gelesen. Dementsprechend hoch auch die Erwartungshaltung an „Stadt in Angst“. Das Buch hat einen wirklich starken Start hingelegt: Atmosphäre stimmt, die Figuren sind glaubwürdig und spannend, der Fall entwickelt sich überraschend. Argenti und Jameson sind ein gutes Team, auch wenn sie sich erst mal ein bisschen zusammenraufen müssen. New York als neues Jagdgebiet des Serienkillers wirkt authentisch und echt. Doch irgendwann in der Mitte kippte bei mir die Stimmung, denn der Autor traute sich wohl nicht mehr zu, seine Story mit eigenen Ideen zu Ende zu bringen. Und so driftet ein wirklich toller historischer Krimi immer mehr zum Klischeefeuerwerk ab. Leider. Denn vorher war ich wirklich begeistert. Mit „Duell der Mörder“ ist bereits ein zweiter Teil mit Jameson und Argenti erschienen, ich bin mir noch unschlüssig, ob ich ihnen noch eine Chance einräumen will. Der Erzählstil hat mir sehr gut gefallen, wenn der Autor sich im zweiten Teil traut auf eigene Ideen zu bauen, könnte das Buch ein Volltreffer werden.

  11. Cover des Buches Teufelsgrinsen (ISBN: 9783462047592)
    Annelie Wendeberg

    Teufelsgrinsen

     (194)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Inhalt: London, Ende 19. Jhd.: Nachts arbeitet Anna in Londons Elendsvierteln als Krankenschwester und versorgt Kinder, Bettler und Kriminelle. Doch am Tag verkleidet sie sich als Mann und arbeitet als Anton Kronberg, ein angesehener Epidemiologe. Bisher hat niemand ihr Geheimnis aufgedeckt, doch dann begegnet sie dem berühmten Detektiv Sherlock Holmes, der sie mit einem Blick durchschaut. Gemeinsam untersuchen sie einen Fall von absichtlich mit Cholera infizierten Menschen. 

    Eindruck: Die Idee, dass Sherlock Holmes bei seinen Fällen nicht nur von Watson unterstützt wurde, sondern auch eine Frau beteiligt war, hat mich sofort interessiert. 

    Die Charaktere: Anna Kronberg ist eine sehr intelligente und stolze Frau. Sie wollte unbedingt Ärztin werden, doch Frauen war es damals nicht erlaubt Medizin zu studieren. Kurzerhand hat sie sich ein Doppelleben aufgebaut. Sie ist einerseits sehr emotional, hat aber aufgrund ihrer Rolle ein bisschen verlernt, sich wie eine Frau zu verhalten und deshalb auch viele männliche Eigenschaften. Ihre Vergangenheit ist wirklich brutal, weswegen sie ein gestörtes Verhältnis zu Männern hat. Zu Sherlock Holmes muss ich wohl nicht viel sagen. Er ist genial, wirkt meist emotionslos und ist sehr unbeholfen, wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht.

    Ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen. Es war sehr interessant wie Anna den medizinischen Wissensstand dieser Zeit erklärt. Obwohl ich mich auf dem Gebiet nicht auskenne, konnte ich den Erklärungen gut folgen. Man merkt, dass die Autorin selbst eine Wissenschaftlerin ist. Aber insgeheim habe ich auf den Moment gewartet, in dem endlich Sherlock Holmes auftaucht. Das geschah dann auch recht schnell und die Dialoge zwischen ihm und Anna, zwei intelligenten, irgenwie aus der Zeit gefallenen Charakteren, haben mich sehr gut unterhalten. Der Fall bzw. die Verschwörung, die aufgeklärt werden muss, ist auch spannend. Mir hat besonders der wissenschaftliche Schwerpunkt der Geschichte begeisert, da es mal eine nette Abwechslung war. Außerdem werden die Lebensumstände der Menschen im 19. Jhd. schonungslos und realistisch beschrieben. Es war damals wirklich hart in London zu (über)leben. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte und den Schauplatz hinein denken. 

    Eine klare Empfehlung! Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

  12. Cover des Buches Inspector Swanson und der Fall Jack the Ripper (ISBN: 9783940855596)
    Robert C. Marley

    Inspector Swanson und der Fall Jack the Ripper

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Und wo fangen wir an, Sir? Haben wir überhaupt einen Anhaltspunkt? Prostituierte wie Mary Ann Nichols werden in dem Dschungel da draußen jeden Tag ermordet.«
    »Ermordet, ja … aber nicht abgeschlachtet und öffentlich zur Schau gestellt. Wenn er sie in den Fluss geworfen hätte, wäre sie vielleicht niemals gefunden worden. Nein, wer immer sie so verstümmelt hat, wollte, dass sie gefunden wird.«

     

    London, 1888. Das Team um Chief Inspector Donald Swanson hat schon viel Schlimmes gesehen, aber die Mordserie im Stadtteil Whitechapel schlägt alles. Wer mordet so brutal und blutig und vor allem warum? Es gibt reichlich Gerüchte und die Liste der Verdächtigen wächst stetig, doch im gleichen Maß scheinen die Ermittlungen boykottiert zu werden…

     

    Wer war Jack the Ripper? Diese Frage treibt auch heute noch viele Menschen um und wird sich doch vermutlich nie beantworten lassen. Wer sich auf den aktuellen Stand der Ripperforschung bringen will, findet dazu reichlich Fachliteratur. Robert C. Marley geht mit seinem Buch einen anderen Weg. Geschickt baut er die historischen Personen, Ermittler, Opfer und Verdächtige, in eine spannende Krimihandlung ein.

     

    Ich habe so einiges von der besagten Fachliteratur gelesen. Normalerweise mag ich es nicht so, wenn bei realen Kriminalfällen hinzugedichtet wird, aber hier passte alles. Die Atmosphäre dicht, der Stil sehr angenehm. Zudem freute ich mich über jeden bekannten Namen und kam ihnen beim Lesen viel näher, als es durch die reinen Sachbücher möglich wäre. Und letztlich ist es vollkommen legitim, sich bei einem Fall wie diesem, bei dem es gefühlt unzählige Verdächtige gibt, für die Auflösung auf einen davon festzulegen. Argumentativ passte die Auflösung auch, wenn sie real wäre, könnte ich sie nachvollziehen.

     

    Fazit: Sehr gelungener Krimi rund um die historische Mordserie. Wer weiß, vielleicht war es ja so?

  13. Cover des Buches Der Ripper (ISBN: 9783453675810)
    Richard Laymon

    Der Ripper

     (139)
    Aktuelle Rezension von: Isika0510

    Ich bin wieder einmal begeistert von Richard Laymon! Es ist eine super Story und flüssig geschrieben!

  14. Cover des Buches Die Uralte Metropole - Lumen (ISBN: 9783453529120)
    Christoph Marzi

    Die Uralte Metropole - Lumen

     (341)
    Aktuelle Rezension von: Mizuiro
    Erst das Offensichtliche: Das Cover meiner Ausgabe von  Lumen passt schön in die Reihe und ist genauso hübsch wie das der ersten beiden Teile. Irgendwo habe ich es ja schon geschrieben,... Das Cover war ausschlaggebend dafür, dass ich den ersten Teil gekauft habe... Das kann schon einiges ausmachen...
    Die Figuren in  Lumen sind uns größtenteils schon aus  Lycidas und  Lilith bekannt. Emily ist jetzt  achtzehn und schon das mag ich an der Reihe sehr. Dass man als Leser mit den Figuren älter wird. So hängt man noch ein Stück mehr an ihnen. Leider ist man dann noch trauriger wenn man das Buch beendet hat...
    Auch sonst ist das Buch übrigens eine gelungene Fortsetzung seiner Vorgänger. Und ich meine sehr, sehr gelungen. Meistens finde ich es ja extrem schwierig Mehrteiler zu lesen. Da ist zwischen Teil X und Teil Y dann eine Menge Zeit vergangen und man kann sich nicht mehr gut erinnern und viele Autoren lassen einen diesbezüglich dann ja auch ziemlich im Regen stehen.Nicht so bei  Lumen! Immer wieder werden Bezüge zu den vorigen Bänden hergestellt, Personen bzw. Ereignisse ins Gedächtnis gerufen und Zusammenhänge erklärt. Und zwar in perfektem Ausmaß. Es ist nicht so, als würde man eine gesamte Zusammenfassung des bisher geschehenen auf 100 Seiten wiedervorgekaut bekommen, aber man wird eben auch nicht einfach so in die Handlung geworfen. Die Gedächtnisstützen sind unauffällig und unaufdringlich im Buch verteilt, sie helfen, aber stören nicht. Perfekt! 
    Der Schreibstil Marzis ist auch in Lumen ganz, ganz großartig wunderbar literarisch und schön passend. Unter anderen Umständen wäre mir der Stil vielleicht zu pathetisch vorgekommen, aber.. ich weiß auch nicht... Master Wittgenstein darf das. Tatsächlich glaube ich, dass es an dem mürrischen Erzähler selbst liegt, dass mich dieser Stil nicht stört. Große Worte und sich wiederholende Wendungen passen einfach zu ihm. Aber fragt nicht mich... 
    Dazu kommen wieder die altbekannten großartigen intertextuellen Verweise, die einem aus jeder Zeile entgegenhüpfen und die ich so liebe! Irgendwann werde ich die Bücher noch einmal lesen und allen Verweisen auf den Grund zu gehen versuchen... Eine schöne Aufgabe fürs hohe Alter.
    Was soll ich noch sagen... Ich bin einfach so richtig begeistert von diesem Buch. Perfekter Stil, perfekte Spannung und das Ende... DAS ENDE!!! Ich bin immer noch ganz fertig...Ich mache es einfach kurz: Ich gebe dem Buch fünf Punkte, was sogar mehr ist, als ich dem zweiten Teil gegeben habe. Auch wenn beide Teile gleichermaßen spannend und sich im Prinzip sehr ähnlich sind, hat mich  Lumen weniger verwirrt als  Lilith. Die Handlung war eine Spur besser nachzuvollziehen und  Lumen hätte in Wahrheit sowieso gleich zehn punkte verdient.
    Fairerweise möchte ich am Schluss noch anmerken, dass bestimmt nicht jeder die Uralte-Metropole-Reihe mögen wird. Der Schreibstil ist schon sehr eigen, weil ziemlich verschachtelt und die Handlungsstränge sind so verworren, das mag man... oder man mag es nicht. In jedem Fall ähneln sich die drei Teile sehr und ich wage zu behaupten: Wer  Lycidas nicht gemocht hat, dem werden auch  Lilith und  Lumen nicht gefallen. Alle anderen sollten  Lumen auf alle Fälle eine Chance geben!
  15. Cover des Buches Schlachtsaison (ISBN: 9783839220504)
    Andreas Schröfl

    Schlachtsaison

     (24)
    Aktuelle Rezension von: ChattysBuecherblog

    Auch im dritten Band der Sanktus Reihe legt sich der Autor, Andreas Schröpfl, wieder voll ins Zeug. Dieses Mal steht nicht das Bier im Vordergrund, sondern Jack, the Ripper. Spannung und gute Unterhaltung - der Autor ist ein Garant dafür.

    Aber kommen wir zur Story. Wer hat nicht schon einmal von Jack, the Ripper gehört oder gelesen. Kaum ein Frauenmörder wurde, durch seine grauenvollen Taten so bekannt. Aber nun soll er einen Nachahmer in München gefunden haben. 

    Gekonnt wurden auch die Opfer des Whitechapelmörders in diesen Krimi eingebracht. Der Autor hatte den Frauen einzelne Kapitel gewidmet und so auf die Gräueltaten hingewiesen und anschließend in seinen Krimi eingebaut. Hier ist besonders auf die kursiven Absätze  hinzuweisen, die die Gedanjen des Täters widerspiegeln sollte. Sehr gelungen, wie ich finde.

    Ich möchte nun auch noch etwas auf die Entwicklung des Protagonisten eingehen. In den letzten Bänden konnte man ja schon eine gewisse Entwicklung zum Erwachsenwerden erkennen. Nun ist es soweit. Der Sanktus wird Papa. Ja, du hast richtig gelesen. Er, der kaum sesshaft war, der seine Freiheit liebte wie nichts anderes, Er, der Fussfetischist. Er, der ehemalige Bierbrauer. Er, wird Vater. Und, er freut sich darauf. Okay, er freut sich zwar nicht auf den Geburtsvorbereitungskurs. Aber seine Vaterrolle konnte er ja schon bei Martina unter Beweis stellen.

    Er ist nun auch nicht mehr, oder wieder mal nicht mehr, in der Brauerei beschäftigt, sondern verdient sein Brot durch Fremdenführungen. 

    Aber bei allem Lob für dieses Buch, muss ich leider auch eine kleine Kritik anbringen. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängerbänden, ist dieser Band nun kein Bierkrimi mehr. Das Hauptaugenmerk wurde verlagert. Deshalb finde ich das Cover dieses Mal auch nicht ganz so passend gewählt. Leider. Nun ja, das ist eigentlich meckern auf hohem Niveau und meine Kritik hat auch nichts mit der Handlungen und/oder den Protagonisten zu tun.

    Abschließend kann ich sagen, dass mir diese dritte Band der Sanktus Reihe gut gefallen hat. Er war, für mich, zwar etwas schwächer als die Vorgänger, aber durch die dialektischen Reden, den witzigen Protagonisten und einer spannenden Story, kann ich gut über die kleinen Schwächen hinwegsehen. 

  16. Cover des Buches GHOST WRITER (ISBN: 9783958353091)
    Andreas Gruber

    GHOST WRITER

     (26)
    Aktuelle Rezension von: DerMedienblogger
    Ein Buch, bestehend aus neunzehn Kurzgeschichten – „Ghost Writer“ ist eine breit gefächerte Ansammlung an als „unheimlich“ betitelten Gruselgeschichten des österreichischen Schriftstellers Andreas Gruber. Er bedient sich in dem Band vielfältigster Register der Genre Horror, Fantasy und Thriller, in denen er vorrangig schreibt, und liefert eine bunte Bandbreite an mysteriösen, unzusammenhängenden Handlungen in unterschiedlichen Zeitebenen. Welche Versprechen, die der Klappentext gibt, das Buch letztendlich einhalten kann, das erfährst du in der folgenden Rezension.

    Da sich kein roter Faden durch die Aneinanderreihung der einzelnen Erzählungen zieht, d.h. jede unabhängig voneinander gelesen werden kann und auch alleinstehend funktioniert, ist es hier recht schwer, klare bewertende Worte zu finden, die sich auf das gesamte Produkt beziehen. Doch eins ist auch nach Beenden dieser Lektüre erneut bewiesen: Andreas Gruber kann zweifelsohne schreiben. Er schafft es mittels weniger Worte, eine mitreißende Stimmung aufzubauen, die das Lesepublikum schnell mitzureißen weiß.

    Die dichte Atmosphäre entführt dich in vielfältige Szenarien, die der Autor geschickt innerhalb weniger Seiten zu etablieren weiß. Er entwirft eine Vielzahl an spannenden Figuren, die man gerne für den Lauf einer Kurzgeschichte begleitet. Klar, dass er dabei nicht die charakterliche Tiefe erreichen kann wie in einem kompletten Roman, die Motive der auftretenden Personen erscheinen aber größtenteils nachvollziehbar und verständlich.

    Durch die unterhaltsamen Vorwörter vor jeder neuen Episode wird die Leserschaft gelungen auf die neue Handlung eingestimmt und erhält zudem interessante Hintergrundinformationen über die Entstehungsgeschichte der jeweiligen Geschichte; welche Materialien ihm als Inspiration gedient haben, welche eventuell sogar wahren Fakten in dem erdachten Korsett stecken, wie er auf die Grundidee dahinter gekommen ist. Das vereinfacht das Lesen stark, da man so weiß, auf was man sich einlässt, wenn dies der Titel nicht preisgibt.

    Jedoch weiß nicht jede Kurzgeschichte so zu überzeugen wie die vorherige. Einige strotzen nur vor Kreativität, andere wirken geradezu unmotiviert verfasst und kopiert von ähnlichen Werken: sei es aus der fehlenden Individualität, an nicht genutztem Potential, an fehlender Spannung. Umfassend gesagt, ist das Verhalten der Spannungsniveaukurve unausgeglichen und gekennzeichnet durch sein unregelmäßiges Steigungsverhalten. Es ist wirklich schwierig, über ein ganzes Buch zu berichten, das eigentlich aus eigenständigen Geschichten besteht.

    Letztendlich lässt sich sagen, dass ich „Ghost Writer“ für diejenigen, die sich von der äußerlichen Gestaltung und dem, was der Klappentext verspricht, angesprochen fühlen, definitiv weiterempfehlen kann. Die Lektüre bietet abwechslungsreiche und kurzweilige Unterhaltung, die sich durch die praktische Formulierung in Kurzgeschichtenformat auch für Zwischendurch eignet. Mein Interesse gegenüber den anderen Geschichtenbänden des Autors ist auf jeden Fall geweckt!

    „Ghost Writer“ verspricht authentische und kurzweilige Unterhaltung im Kurzgeschichtenformat.

    Ich vergebe gerne (noch) sehr gute vier von fünf mögliche Sterne, mit Tendenz nach unten. Zudem bedanke ich mich herzlich beim Luzifer-Verlag zur Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 
  17. Cover des Buches Hurenmord - Die Rose von Whitechapel (ISBN: 9783492502429)
    Tabea Koenig

    Hurenmord - Die Rose von Whitechapel

     (38)
    Aktuelle Rezension von: tinstamp

    Seit dem Ende des ersten Bandes rund um die "Flowers of Scotland" Reihe sind fünf Jahre vergangen. Zurück im viktorianischen London bewegen wir uns diesmal im Dunstkreis von Jack the Ripper. Während Emily im ersten Teil unsere Hauptprotagonistin war, konzentriert sich Tabea Koenig im zweiten Teil auf ihre beste Freundin Christine.
    Nachdem sich die beiden Frauen am Ende von Teil 1 wiedergefunden habe, stirbt zu Beginn des zweiten Teiles Christines Ehemann Henry überraschend. Er war nicht nur ihre große Liebe, sondern auch ihr größter Unterstützer für das Frauenhaus, in dem Christine Prostituierten und Frauen in Not Hilfe und Unterkunft anbietet. Vor lauter Kummer über seinem Tod zieht sich Christine zurück und nimmt kaum mehr am Leben teil. Nur Emily, die hochschwanger aus Schottland anreist, kann sie endlich aus ihrer Lethargie reißen. Doch dann wird eine Prostituierte ermordet, die kurze Zeit vorher im Frauenhaus Unterschlupf gefunden hatte. Nicht nur böse Verleumdungen, sondern auch ein Erbstreit mit Adrian, dem ältesten Sohn von Henry, bringen Christine in weitere Unannehmlichkeiten. Sie bekommt allerdings bald Hilfe von Inspektor John Pike, der die Frauenmorde untersuchen soll und der bereits vor fünf Jahren Christine und Emily geholfen und ein guter Freund geworden ist....

    Die grausamen Morde an gefallenen Frauen sind bestialisch und bringen nicht nur Whitechapel in noch größeren Verruf, sondern auch Christine in große Schwierigkeiten, da alle Opfer eine Verbindung zum Frauenhaus haben. Möchte jemand Rache an Christine üben? Oder hat der Mörder ein Faible für leichte Mädchen? John Pike hat jede Menge zu tun und der Druck der feinen Gesellschaft auf die Polizei wird immer größer....

    Die Beschreibung der sozialen Missstände in Whitechapel sind wieder sehr bildhaft. Mit Rosalie, einer jungen Fabrikarbeiterin, und ihrem kleinen Sohn, lernen wir auch Nebencharaktere kennen, die ums Überleben kämpfen und sich mit dem ausbezahlten Hungerlohn kaum über Wasser halten können. Der brutale Unterschied zwischen Arm und Reich wird wieder sehr authentisch dargestellt. Das Gesellschaftsbild der damaligen Zeit wird von der Autorin großartig gezeichnet.

    Die ausdrucksstarken und facettenreichen Charakter - bis hin zu vielen kleinen Nebenfiguren - sind liebevoll von der Autorin kreiert worden. Christine schafft es wieder zurück ins Leben und findet zu ihrem alten Ich. Sie ist eine starke, moderne und mutige Frau, die in John Pike einen verlässlichen Freund findet.

    Die fiktive Lösung um Jack the Ripper wurde keativ und gut gelöst. Der Spannungsbogen wird durch die Morde immer weiter aufgebaut und bleibt die ganze Geschichte über sehr hoch. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen und ich war wirklich traurig, dass ich es so schnell beendet hatte.

    Fazit:
    Eine tolle und spannende Fortsetzung der "Flowers of Scotland" Reihe, die bildhaft und mitreißend erzählt wird. Der erste Band hat mich restlos begeistert, aber auch Band 2 ist wieder absolut gelungen und erhält von mir eine Leseempfehlung!

  18. Cover des Buches Das Herz des Mörders (ISBN: 9783442367153)
    J. D. Robb

    Das Herz des Mörders

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28
    Wer sich zum Inhalt informieren möchte, dem empfehle ich die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Ich ergänze meine persönliche Meinung:

    Nachdem es bereits sechzehn Vorgängerbände gegeben hat, lässt sich nicht übersehen, dass sich nun doch erste, leichte Ermüdungserscheinungen ergaben. Das 40 Jahre in der Zukunft angesiedelte Geschehen kann den Reihenleser nicht mehr überraschen. Auch das immer ziemlich gleich gestaltete Grundkonzept wirkt inzwischen leicht "angestaubt". Was dennoch immer wieder Freude bereitet, ist die Tatsache, dass die Figuren nicht statisch sind, sondern langsam, aber gut weiter entwickelt werden.

    Dies zusammen mit der guten Schreibweise der Autorin, dem soeben noch ausreichenden Spannungsfaktor und der Prise anregender Erotik bereitet dem Leser dennoch ein paar schöne Lesemomente.
  19. Cover des Buches Das Flüstern der Seelen (ISBN: 9783404168859)
    Victoria Álvarez

    Das Flüstern der Seelen

     (31)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros

    London 1888: Die kleine Annabel wächst auf dem Friedhof Highgate auf, schläft in einem Sarg und rechnet damit, dass ihr Herzleiden ihrem kurzen Leben bald ein Ende setzen wird. Vielleicht ist dieses Dasein zwischen Leben und Tod schuld daran, dass sie mit Geistern in Kontakt treten kann. Zehn Jahre später ist Annabel zum gefragtesten Medium Englands geworden, selbst Königin Victoria hat ihre Dienste schon in Anspruch genommen. Doch ihre Gabe ist gefährlich: Annabel deckt dunkle Geheimnisse auf und wird von Scotland Yard verfolgt. Einzig der Geist von Lord Victor Rosenfield steht ihr bei.


    Ich habe sehr, sehr lange gezögert, bis ich mir dieses Buch vorgenommen habe. Wieso kann ich gar nicht mehr genau sagen, allerdings sehe ich mich nun, nach Beendigung des Buches, darin bestätigt, dass es mir nicht zu 100% gefallen hat. 
    Es sollte natürlich angemerkt werden, dass es sich hier um den Debütroman der Autorin handelt und somit sicher der eine oder andere "Fehler" zu verzeihen ist, trotzdem möchte ich ehrlich sein.

    Der Beginn der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Der Leser lernt Annabel kennen, eine feinfühlige und mit übernatürlichen Gaben ausgestattete Sechsjährige, die an einem schweren Herzfehler leider. Schnell baut man Sympathie zu diesem wunderbar dargestellten Charakter auf. Auch die Handlung ist in diesem ersten von drei großen Abschnitten vielversprechend. 
    Doch bereits beim folgenden Abschnitt ließ der Schwung der Geschichte merklich nach. Zwar war die Idee weiterhin toll, doch die Umsetzung wurde schlechter und schlechter. Zu viele Passagen wiesen unnötige Längen auf, die mir viel von meiner anfänglichen Lesefreude genommen haben. Auch der letzte Part in diesem Roman wurde nicht besser. Hier wurden die Abschweifungen derart langwierig, dass ich mehr als einmal versucht war den Text querzulesen. 
    Auch die Tatsache, dass die beiden Handlungsstränge, die die Autorin erdacht hat, im Grunde kaum Berührungspunkte haben und nicht wirklich miteinander verwoben werden, wirkt sich leider negativ auf meine Bewertung aus. 

    Was die Charaktere in dieser Geschichte angeht, möchte ich aber ein großes Lob aussprechen. Hier wurden viele verschiedene Akteure ersonnen, die sich wunderbar in die Handlung einfügten und so detailiert und fein herausgearbeitet waren, dass es eine Freude war, über sie zu lesen. Ich hatte sehr schnell meine Lieblinge, sodass ich, trotz der vielen Längen, gern an ihren Schicksalen teilgenommen habe. 

    Aus diesem Grund möchte ich drei Sterne vergeben ("Gut"). 
    Das Buch hat seine Höhen und Tiefen, seine guten und schlechten Seiten. Und auch wenn es viele Kapitel gab, die mich gedanklich haben abschweifen lassen, war die Idee wirklich wunderschön. 
  20. Cover des Buches Die Vampire (ISBN: 9783453532960)
    Kim Newman

    Die Vampire

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    „Die Vampire“ ist in seiner Gesamtheit ein sehr ambitioniertes Werk. Dem Leser wird eine Mischung aus historischem Roman, Vampirhorror und Phantastik kredenzt. Geschickt werden phantastische Elemente in die realen Ereignisse des 19. und 20. Jahrhunderts eingebunden, so dass sich ein beeindruckendes, durchweg logisches Gesamtwerk ergibt. Die damalige Zeit wird realistisch und glaubwürdig dargestellt. So hätte es wirklich aussehen können, wäre Dracula eine reale historische Figur und hätte bis in Viktorianische Zeitalter hinein gelebt.

    Auch die Darstellung des Miteinanders von Menschen und Vampiren ist faszinierend. Beide Rassen haben gelernt, nebeneinander zu leben – zumindest mehr oder weniger, wie der Handlungsverlauf zeigt. Oft wird dieses Nebeneinander nur durch geschickte beiläufige Bemerkungen deutlich.

    Newman jongliert geradezu mit Geschichte und Literatur. Da tauchen Bram Stoker und Simone de Beauvoir auf, Dr. Jekyll und Jack the Ripper, Kaiser Wilhelm II. und Manfred von Richthofen. Sogar Audrey Hepburn hat einen Auftritt. Das ist alles ziemlich beeindruckend – aber teilweise auch ziemlich überladen.

    Denn bei allem Respekt vor diesem Mammutwerk war es für mich auch eine Herausforderung. Zahllose mal mehr und mal weniger wichtige Charaktere bevölkern die drei Bände. Ein Glossar, mit dessen Hilfe man sich besser hätte zurechtfinden können, gibt es leider nicht. Auch die Geschichte an sich sprudelt nur so über vor geschichtlichen Fakten und Ereignissen. Beinahe scheint es, als hätte Kim Newman alles, aber auch wirklich alles, was ihm an historischen Spannungsmomenten gefällt, aufgegriffen, um es irgendwie in seinem Werk zu verarbeiten.

    Gerade auf den ersten 200 Seiten braucht man viel Durchhaltevermögen, um bei der Fülle an Namen, Ereignissen und Ideen nicht die Segel zu streichen. Ich hatte das Buch damals als Rezensionsexemplar erhalten und musste arg kämpfen. Doch für mich konnte sich die Genialität des Werkes nicht vollends erschließen. Nicht falsch verstehen, ich finde es absolut atemberaubend, was Newman hier vollbracht hat.

    Aber bei allen Spielereien mit Geschichte, Literatur und Fiktion blieb für mich der Lesespaß zurück. Mir fehlte dieses Eintauchen in eine spannende Handlung, mir fehlten Charaktere, denen ich mich verbunden fühlen kann. Es geht mehr um das vollendete Gedankenspiel als um ein in sich geschlossenes, harmonisch komponiertes Werk. Und gerade die Figur des Dracula, die ja doch Dreh- und Angelpunkt der 1280 Seiten ist, taucht in meinen Augen viel zu selten auf.

  21. Cover des Buches Legenden der Schattenjäger-Akademie - Der Teufel von Whitechapel (ISBN: 9783401805023)
    Cassandra Clare

    Legenden der Schattenjäger-Akademie - Der Teufel von Whitechapel

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Silvermoonnight

    Meine Meinung: 
     
    Dieser Band der Reihe erhalten wir Einblicke in eine sportliche Ausbildung und eine theoretische Ausbildung. Außerdem wird man hier in der kleinen Lektüre ein kleines Wiedersehen mit Tessa und Jace haben. Wir erfahren durch Rückblicke in der Zeit, eine uns neue Geschichte über Jack the Ripper, welche dieses Mal aus der Sicht der Schattenjäger erzählt wird. Das diese sicherlich anders verlaufen ist, als wir sie kennen, brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Stellenweise bekommen wir auch kleinere Einblicke, wie das Leben vieler Protagonisten aus den Chroniken der Schattenjäger ausgesehen hat. Wer das Institut in London leitete und was aus vielen Charakteren und geworden ist. 
     
    Spannend zu lesen war es auf jeden Fall, auch wenn ich gestehen muss, dass dieser Teil nicht ganz so schön war wie die vorherigen Teile. Der theoretische Teil und die Geschichte welche man hier zu lesen bekommt, fand ich etwas langweilig und hatte mir mehr darunter vorgestellt. 
    Trotzdem freue ich mich weiterhin auf die folgenden Teile, denn ich habe wie immer noch viele Fragen, welche noch nicht beantwortet wurden.  
  22. Cover des Buches Der letzte Rabe des Empire (ISBN: 9783522202640)
    Patrick Hertweck

    Der letzte Rabe des Empire

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Sarah-G

    Ich muss sagen, dass ich anfangs etwas Angst hatte, dass es unrealistisch ist, was in der Woche, in welcher die Handlung spielt, passiert. Aber nein der Autor hat echt wundervolle Charaktere und Verstrickungen gebaut, die perfekt in diese Welt passen besonders das Finale war unglaublich. Es ist selten in Büchern geworden, dass das Ende so schön rund und abgeschlossen ist. Dieses Buch hat mich von Anfang an mitgerissen. Die Charaktere sind toll ausgebaut und sehr facettenreich, jeder hat Gründe für die er handelt wie er es tut, es ist definitiv ein Buch für groß und klein. Es gab viele Pottwists die mich sehr überrascht haben. Besonders gut hat mir der Schreibstil des Autors gefallen. Dadurch wirkte alles erwachsener, ich kann dieses Buch wirklich einfach nur jedem empfehlen egal ob alt oder jung. Ich bin wirklich dankbar, dass ich es im Zuge einer Leserunde lesen durfte. ;D

  23. Cover des Buches Akt der Liebe (ISBN: 9783453675865)
    Joe R. Lansdale

    Akt der Liebe

     (46)
    Aktuelle Rezension von: TheSilencer
    Der Roman wurde bereits 1981 geschrieben und kommt trotz seiner recht harten Szenen etwas betulich herüber.

    Serienkiller schlachtet, Bulle und Partner ermitteln, Serienkiller greift Bulles Familie an, eine kleine Wendung - fertig.

    Das geht mittlerweile gewitzter und cleverer.

    Nur das Einstreuen einiger Ekel-Szenen bedeutet in meinen Augen nicht großen Wurf.

    Selbst die Erzählstruktur des Autoren dümpelt einfach vor sich hin und fordert den Leser nicht unbedingt. Damit bleibt Lansdale für mich ein einmaliges Erlebnis.

    Das Vorwort des längst untergegangenen Autoren Andrew Vachss ist verwirrend langweilig.

    Der Umschlagstext behauptet, dieser Klassiker hätte Romanen wie "Das Schweigen der Lämmer" den Weg geebnet. Das mag sein, aber die meisten folgenden Autoren gaben sich mehr Mühe.
  24. Cover des Buches Black Butler 3 (ISBN: 9783551753052)
    Yana Toboso

    Black Butler 3

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Lady_Cassiopeia

    Die Black Butler- Reihe braucht sehr lange um an Zugwind zu gewinnen und wirklich spannend zu werden, wenn man solange dabei bleibt, lohnt es sich auch.

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