Bücher mit dem Tag "jagd"
439 Bücher
- Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
(3.755)Aktuelle Rezension von: Isa_HeDas Buch „A Court of Thorns and Roses“ ist der Auftakt von Sarah J. Maas‘ „Das Reich der Sieben Höfe“ Reihe und nachdem ich schon so viel von dieser Reihe gehört habe und eine ihrer anderen Reihen sehr lieb gewonnen habe, musste ich nun auch mit Acotar starten.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig. Die Geschichte lässt sich leicht lesen und gleichzeitig gelingt es ihr immer wieder neue Fragen aufzuwerfen und so die Neugier des Lesers stets oben zu halten. Man lernt die Welt der Fae Prythian und ihre Hintergründe langsam nach und nach gemeinsam mit Feyre kennen und taucht so immer weiter in eine Welt voller Magie ein. Hier freue ich mich schon darauf noch mehr von der Welt in den Folgebänden zu erfahren. Die Beschreibungen der Autorin sind sehr bildhaft und so konnte man sich den Frühlingshof mit seinen idyllischen Landschaften, der zu großen Teilen das Setting in diesem Buch ist, sehr gut vorstellen. Gleiches gilt für die vielen verschiedenen Arten von Fae, denen Feyre dort begegnet und nicht alle wollen ihr Gutes, wodurch die Welt nie völlig harmlos wirkte. Hinter der Idylle und Schönheit lauern Geheimnisse, Gefahren und Dinge, die Feyre zunächst nicht versteht. Mir gefiel diese Mischung aus märchenhafter Atmosphäre und einer ständigen unterschwelligen Bedrohung sehr gut.
Die Protagonistin Feyre mochte ich sehr gerne und sie war mir schnell sympathisch. Sie lebt in schwierigen Verhältnissen und kämpft darum, ihre Familie zu versorgen. Durch ein folgenschweres Jagderlebnis mit weitreichenden Konsequenzen, gelangt sie in das Reich der Faenund muss sich dort mit einer Welt auseinandersetzen, die sie bisher nur als gefährlich und grausam kannte. Sehr gerne mochte ich dabei Feyres Entwicklung. Ihr Hass auf die Fae ist zu Beginn tief in ihr verwurzelt, doch nach und nach beginnt sie ihre bisherigen Vorstellungen zu hinterfragen. Sie lernt die unterschiedlichen Fae kennen und ja, nicht alle wollen ihr Gutes, trotzdem ändert sich nach und nach das Bild, das sie von ihnen hatte. Dabei bleibt sie eine mutige und kämpferische Figur, die bereit ist sich für diejenigen, die sie liebt einzusetzen. Diese Mischung aus Stärke, Verletzlichkeit und der Hang sich in Gefahren zu bringen mochte ich an ihr sehr gerne. Auch einige der Fae, wie Tamlin und Lucien fand ich interessant gestaltet. Auch sie waren Feyre gegenüber zunächst eher verschlossen, man bekam mit der Zeit aber immer mehr Einblicke in ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten. Vor allem an Lucien mochte ich seine sarkastische und teils schnippische Art. Ebenso mochte ich es, wie sich die Beziehung zwischen Feyre und Tamlin nach und nach verändert, wie der anfängliche Hass nach und nach weicht und sich in etwas anderes verwandelt.
Insgesamt hat mir der erste Teil der Acotar Reihe sehr gut gefallen. Ich mochte die tollen Einblicke in eine Welt voller Spannung, Geheimnisse und Gefahren sowie interessante Charaktere. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es mit der Reihe weitergeht und was Feyre noch alles erleben wird. Ich vergebe diesem Buch insgesamt fünf Sterne.
- Suzanne Collins
Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele
(17.957)Aktuelle Rezension von: Quilla3Endlich habe ich es geschafft, diese Reihe zu beginnen! Bislang kannte ich nur den ersten Film, habe den aber bestimmt zwei oder drei Mal gesehen, so dass mir das Meiste noch recht präsent war.
Ich habe es richtig genossen, die Hintergründe genauer zu erfahren und vor allem in Katniss' Gedanken - und Gefühlswelt abzutauchen. Während der Spiele stellt sie viele Überlegungen an, von denen man im Film nichts mitbekommt. Ich finde, dass die Autorin diese sehr gut und angemessen schildert, ohne dass es, wie so oft in Büchern, in repetitive innere Monologe abdriftet.
Generell finde ich Katniss als Protagonistin großartig. Sie ist nicht übertrieben badass, aber trotzdem sehr tough und gleichzeitig werden auch ihre Ängste, Ambivalenzen und Zweifel spürbar. Das hat sie für mich greifbar und authentisch gemacht.
Insgesamt hat mir der Schreibstil richtig gut gefallen und auch wenn ich langsam gestartet bin und das Buch immer gut weglegen konnte, so hat es mich am dritten Tag dann dermaßen gepackt, dass ich es noch bis in die Nacht hinein zu Ende gelesen habe.
Ich freue mich jetzt richtig darauf, direkt den nächsten Band zu starten und alle hintereinander weg lesen zu können! Große Empfehlung an alle, die Dystopien lieben!
- Dan Brown
Inferno - Filmbuchausgabe
(1.534)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Mittelpunkt der Handlung steht erneut der Symbolologe Robert Langdon, der mit einer Schusswunde am Kopf in einem florenzer Krankenhaus aufwacht, ohne jede Erinnerung an die letzten 36 Stunden. Bei einer rasanten Hetzjagd versucht er zusammen mit Ärztin Dr. Sienna Brooks die Rätsel des genialen aber radikalen Wissenschaftlers Bertrand Zobrist zu entschlüsseln, die Langdon von Florenz über Venedig bis nach Istanbul führen. Die detailreiche Handlung ist sehr atmosphärisch und als Leser hat man das Gefühl als wäre man an den Orten live dabei.
Bei den Protagonisten steht der clevere und analytische Robert Langdron erneut im Mittelpunkt der Geschichte, der mit Ruhe, Logik und einem Faible für Symbolik die Handlung vorranging vorantreibt. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. Sienna oder Betrand bereichern die Handlung und sorgen für ein ausgewogenes Facettenreichtum.
Wer temporeiche Thriller mit Fokus auf Kunstgeschichte, Symbolik und historische Geheimnisse mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist bildhaft, rasant und voller interessanter kunsthistorischer Detailinformationen.
Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. Nach Illuminati ist dies mein Lieblingsband. - Dan Brown
Das verlorene Symbol
(2.053)Aktuelle Rezension von: Mike_LeseratteAuch in diesem Buch dürfen wir wieder Robert Langdon auf einer Reise durch Geheimnisse und verstrickter Symbole begleiten. Dabei dreht sich alles um uralte Mysterien und Zeichen der Freimaurer mitten im Herzen der USA, in Washington DC.
Es ist einfach spannend und ultra interessant wie versteckt die Geschichten sind, obwohl sie offen vor unseren Augen liegen. Gleichzeitig liegt diesem Buch eine tiefer Gedanke inne, der einen über sich und die Menschheit nachdenken lässt. Über das sein des Menschen, das glauben an eine höhere Macht und an eine innere Stärke, die jedem Menschen inne wohnt und aus der man schöpfen kann, wenn man in sich geht. Das ist alles wieder mal eingebunden in ein Fall der mehr als Aufsehen erregend ist. Eine bewegende Familiengeschichte und große Geheimnisse der Freimaurer sind genau das, was das Buch so spannend macht. Man muss einfach weiter lesen, weil man zum einen die Zusammenhänge unbedingt erfahren möchte und zum anderen, weil immer irgendwas passiert, wo man erfahren muss, wie es jetzt weiter geht, ob ein Plan gelingt, ob unsere Protagonisten schneller als die CIA sind und ob es sich um Freund oder Feind dabei handelt. Einfach super komplex, super spannend und man muss es einfach schnellstmöglich verschlingen.
- Simon Beckett
Die Chemie des Todes
(7.430)Aktuelle Rezension von: Simply_Another_BookaholicMit "Die Chemie des Todes" startet Simon Beckets David-Hunter-Reihe und für mich ist es ein Thriller, bei dem die Atmosphäre fast genauso wichtig ist wie der eigentliche Fall.
David Hunter hat sich eigentlich aus seinem früheren Leben zurückgezogen. Doch als in einem abgelegenen englischen Dorf eine Leiche gefunden wird, wird seine Expertise als forensischer Anthropologe gebraucht. Während Hunter versucht, die Spuren des Todes zu lesen, wächst gleichzeitig das Misstrauen innerhalb der Dorfgemeinschaft angestachelt durch den örtlichen Pfarrer. Denn hier scheint jeder etwas zu verbergen.
Mein großes Highlight sind die forensischen Details. Die Beschreibungen der Verwesungsprozesse und Untersuchungen, machen den Fall gerade dadurch unglaublich greifbar. Beckett schafft es, wissenschaftliche Aspekte spannend in die Handlung einzubauen, ohne dass es wie ein Lehrbuch wirkt.
Dazu kommt diese unangenehm düstere Atmosphäre: das abgelegene Dorf, die Moore, die feuchte Landschaft und dieses ständige Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Die Spannung entsteht dabei weniger durch permanente Action, sondern vielmehr durch ein langsam wachsendes Unbehagen.
Auch David Hunter selbst hat mir als Hauptfigur gut gefallen. Seine eigene Vergangenheit gibt der Geschichte eine zusätzliche emotionale Ebene und macht ihn mehr als nur zum Beobachter des Falls.
Besonders spannend fand ich außerdem das Misstrauen innerhalb der Dorfgemeinschaft. Jeder könnte etwas wissen, jeder könnte etwas verschweigen und genau dadurch beginnt man irgendwann selbst, jedem zu misstrauen. Außerdem hat am Ende keine meiner Theorien gestimmt, was bei mir automatisch Thriller Pluspunkte gibt.
- Kerstin Gier
Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
(1.336)Aktuelle Rezension von: Mona-di-FenderSchulalltag, Parallelwelten und zwei Teenager, die sich nicht leiden können: Willkommen in der Welt von Vergissmeinnicht! Der erste Band erzählt eine Geschichte, in der Familiengeheimnisse aufgedeckt werden, sich Portale öffnen und die Liebe nebenan direkt hinter der Nachbarstür warten kann.
Worum es geht?
Der Schulliebling Quinn kann seinem Verstand nicht mehr vertrauen, nachdem ihn nachts ein seltsames Wesen verfolgte und er dabei in einen Unfall geriet. Denn plötzlich sieht er Dinge, die nicht existieren dürften, kann sich mit Statuen unterhalten und durch Portale reisen. Überfordert mit der Situation, möchte er sich jemandem anvertrauen. Aus Angst, seine Freunde könnten ihn für verrückt erklären, wendet er sich seiner verhassten Nachbarin Matilda zu - einem Mädchen, das unfassbar gern Fantasyromane liest und streng katholisch erzogen wird. Obwohl die beiden sich nicht leiden können und Quinn versucht, sich den Geschehnissen zu entziehen, werden beide immer tiefer in eine fremde Welt gerissen, während Quinn feststellen muss, dass sich seine Gefühle für Matilda langsam ändern.
Ich hatte Spaß mit diesem Buch. Nach 60 Std. Outlander war Vergissmeinnicht genau das richtige: seicht, kurzweilig und gewissermaßen eine Reise zurück in die eigene Teeniezeit. Denn mit den Gedanken von Quinn und Matilda bekommen wir alle Ängste, Zweifel und Wünsche vermittelt, wie sie für diese Altersgruppe eben typisch sind. Fragen, was die Freunde über einen denken werden, was passiert, wenn der Crush die verborgenen Gefühle bemerkt und was passiert, wenn die Eltern einen erwischen, werden gekonnt verwoben mit den Geheimnissen rund um die Parallelwelt des Saums.
Wäre ich noch ein Teenager, würde ich dieses Buch mit ziemlicher Sicherheit absolut lieben! Doch wie das mit dem Erwachsenwerden so ist, wächst man aus den ein oder anderen Stories irgendwann raus. 😇
So ist es für mich hier: Ein schöner, nostalgischer, kurzer Ausflug in eine Geschichte, die einen kurz wieder zurückblicken lässt. 🤗
- Bram Stoker
Dracula
(1.180)Aktuelle Rezension von: MetalfischchenHandlung:
Der junge englische Gentleman Jonathan Harker besucht den Grafen Dracula in dessen Schloss in Rumänien, um vermeintlich harmlose Immobilien-Geschäfte zu besprechen. Jonathan merkt bald, dass es im Schloss nicht mit rechten Dingen zugeht und versucht zu fliehen. Währenddessen wartet Mina, Jonathans Verlobte, langsam verzweifelnd auf Jonathan und erlebt dabei selbst Rätselhaftes.
Ich habe angenommen, die Handlung würde hauptsächlich auf Draculas Schloss stattfinden, aber das stimmt nicht. Verschiedene britische Orte, darunter ein Irrenhaus und ein Hafen, werden zu weiteren Orten des Geschehens. Wir lesen die Handlung als Briefe, Tagebuch- und Logbucheinträge. Jonathan und Mina sind nur zwei von mehreren Hauptcharakteren. Schon früh im Buch verlassen wir Rumänien, denn Graf Dracula sucht neue Jagdgründe. Dabei trifft er auf seinen Hauptgegner, den Doktor und Vampirjäger Van Helsing, und ein Katz-Maus-Spiel beginnt.
Meinung:
Briefromane waren damals üblich, leider bin ich kein Fan davon, es herrscht immer eine gewisse Distanz zum Geschehen.
Diese Distanz macht, dass ich mich eher wie eine Forscherin fühle als wie jemand, der sich aktiv gruselt, auch wenn das Beschriebene das Zeug dazu hätte, wenn nur ein bisschen mehr Atmosphäre vorhanden wäre.
Weil Stokers Dracula nun mal so einflussreich ist wie es ist, habe ich als Leserin unwillkürlich eine Bingo-Karte ausgefüllt im Geist: «Da ist also der Knoblauch! Dort der Spiegel! Da der Pfahl!»
Die Stoker-Version eines Vampirs hat sich bis heute ziemlich gut gehalten. Man kann Twilight und Co. belächeln, aber gebildet, reich, geheimnistuerisch, verführerisch und moralisch ambivalent sind Attribute, die sich gehalten haben und die im Allgemeinen bis heute nicht gross von Stokers Vorlage abweichen.
Leider nicht zeitlos sind Stokers Versuche, die Sichtweise von Frauen darzustellen: «Alle wollen mich heiraten, ich will ja so gerne die perfekte Ehefrau sein, ich glaube ich weine jetzt ein bisschen. Schon tapfer von mir als zarter Frau, nicht ständig in Ohnmacht zu fallen», so liest sich das, unübertrieben. Bei diesen Passagen muss man die Zähne zusammenbeissen vor lauter Fremdscham. Auch die Männer werden in lächerliche Geschlechterrollen-Korsetts gezwängt und es gibt viele Monologe, warum es bspw. ausnahmsweise in Ordnung ist, dass ein männlicher Protagonist weint, oder warum sich ein echter Kerl nur so darum reisst, ehrenhaft im Kampf zu sterben. Das haben andere zeitgenössische SchriftstellerInnen besser gemacht. Wer hier einen "so-war-das-damals-halt"-Freipass vergeben will, hat einfach zu wenige Klassiker gelesen.
Alles in Allem fand ich den eher dicken Band spannend, und wer sich als Horror-Fan fühlt, kommt fast nicht drumherum, diesen Grossvater der Grusel-Popkultur «zu Bildungszwecken» zu lesen, auch wenn die Gänsehaut ausgeblieben ist.
- Ransom Riggs
Die Insel der besonderen Kinder
(2.145)Aktuelle Rezension von: jenvo82Inhalt
Als Jacobs Großvater stirbt, wird für den Jugendlichen klar, dass er die Geschichten, die ihm sein Opa zeitlebens erzählt hat, noch einmal hinterfragen muss. Angeblich war Abraham in seinen jungen Jahren nicht nur ein Waisenkind, sondern ist viel gereist und hat abenteuerliche Dinge erlebt, die er seinem Enkel in schier unglaublichen Geschichten nahebringen wollte. Vieles davon hat Jacob schon lange nicht mehr geglaubt, sei es die Erzählung von einem schwebenden Mädchen oder die wilden Verfolgungsjagden mit gruseligen Monstern.
Doch der Tod seines Großvaters wirft Fragen auf und Jacob reist gemeinsam mit seinem Vater auf die Insel Cairnholm, um Spuren aus der Vergangenheit seines Großvaters aufzuspüren. Jacob besucht das örtliche Museum und erfährt Vieles, was ihm genauso bereits erzählt wurde. Der 03. September des Jahres 1940 scheint ein enorm wichtiges Datum für Abraham gewesen zu sein und genau an diesem Tag wurde das Waisenhaus durch einen Bombenabwurf vollkommen zerstört.
Die Merkwürdigkeiten häufen sich und Jacob befürchtet, dass die wilden Erzählungen doch der Wahrheit entsprachen und keine fiktiven Geschichten waren. Spätestens als er den besonderen Kindern des Waisenhauses begegnet, die ihn die Zusammenhänge erklären, inklusive der aufwendigen Zeitschleife, die ihre Heimleiterin konstruiert hat, um ihr Leben zu schützen. Es gelingt ihm selbst von einer Seite auf die andere zu gelangen, er trifft die Freunde seines Opas, die nach 70 vergangenen Jahren immer noch Teenager sind und er muss erleben, dass es auch die Monster irgendwie geschafft haben, zu überleben …
Meinung
Von dieser Fantasy-Reihe sind bereits 6 Bände erschienen, der erste hier wurde im Jahr 2011 veröffentlicht. Trotzdem bin ich in erster Linie durch die Verfilmung darauf aufmerksam geworden. Dort geht es nicht immer kindgerecht zu, manches ist für jüngere Zuschauer eher gruselig – aber wie so oft in diesem Genre führen mich die Filme zum Buch und das geschriebene Wort gefällt mir dann eindeutig besser.
Das Buch beinhaltet viele alte Fotos, die thematisch in die Geschichte eingeflochten werden und ihr Mehrwert verleihen. Die Magie kommt nicht zu kurz aber vor allem das hochinteressante Thema der Zeitreisen. Es geht um Freundschaft, Vertrauen, Verwandlungen und Lebensaufgaben – ein kleines Universum, welches in den Folgebänden sicherlich in vielen bunten Facetten schimmern wird. Band 1 weckt auf jeden Fall mein Interesse, an dieser Reihe dranzubleiben, gerade weil mich die vielen Abenteuer von Jacob und seinen neuen Freunden gekonnt in andere Welten entführen.
Fazit
Ich vergebe gute 4 Lesesterne für einen gelungenen Reihenauftakt, der weniger Gruselelemente aufweist, als zunächst vermutet. Das magische, düstere Setting, die langsam aufziehende Geschichte, die vor Toten und Morden nicht zurückschreckt, besticht vor allem durch die Dynamik, die mit Zeitreisen einhergeht. Auch die zahlreichen Nebenfiguren werden nahbar und dadurch erhöht sich der plastische Eindruck des Buches. Trotz der dunklen Stimmung und der gefährlichen Etappen im Kampf gegen das Böse überwiegt hier die Hoffnung und ein gefeiertes Miteinander. Diese Story eignet sich sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene, sie bedient nicht unbedingt ein Klischee. Besonders toll erscheint mir das Universum, welches sich nun für die Folgebände öffnet, es gibt hier zahlreiche Ansatzpunkte für die Entwicklung der Figuren untereinander, miteinander oder auch nicht und das durch verschiedene Zeitschleifen hindurch immer wieder hinein in eine neue Welt, die es doch nicht unbedingt braucht, weil die Dinge sich in ihren Grundzügen stets wiederholen. Band 2 wird von mir definitiv noch gelesen und dann schaue ich weiter …
- Sebastian Fitzek
AchtNacht
(1.607)Aktuelle Rezension von: FeatherstoneInhalt:
Unbekannte haben im Internet eine Jagd-Lotterie ins Leben gerufen. Jeder kann für eine Gebühr von 10 € den Namen einer Person einreichen, der man den Tod wünscht. Am 08.08. wird dann um 20:08 Uhr ein Name ausgelost und die betreffende Person bis zum nächsten Morgen als vogelfrei erklärt. Wem es gelingt diese Person zu töten dem winkt eine Fangprämie in Höhe von 10 Mio. €. Für Ben beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod als er erfährt, dass er ausgelost worden ist. In der ebenfalls nominierten Arezu findet Ben eine Verbündete...
Meine Meinung:
Ich mag den Film „The Purge“ und habe mich daher auf dieses Buch gefreut, das ihn als Inspirationsquelle genutzt hat. Was ich toll finde ist die Tatsache, dass dem Buch zwar die gleiche Idee zugrunde liegt, aber gleichzeitig jede Menge neue Einfälle eingebracht wurden. Das Buch ist keinesfalls eine blasse Kopie des Films und punktet mit vielen überraschenden Wendungen.
Das Erzähltempo ist hoch und das Buch ist ein richtiger Pageturner in dem viel passiert, weshalb man es in kürzester Zeit gelesen hat. Man fiebert sehr mit Ben mit (und auch mit Arezu) und hofft, dass er heil davonkommt. Die Spannung wird über das ganze Buch hinweg aufrechterhalten, weil Bens Leben immer wieder in höchster Gefahr ist. Außerdem stellen sich folgende Fragen, die einem mit Interesse dabeibleiben lassen: Wer hasst Ben so sehr, dass er ihn zur Jagd-Lotterie angemeldet hat? Wer hat die Jagd-Lotterie ins Leben gerufen? Wird es gelingen den Drahtziehern der Jagd-Lotterie auf die Spur zu kommen und ihnen das Handwerk zu legen?
Sehr gut hat mir die Idee gefallen, dass der Handlungsschauplatz anders als in „The Purge“ kein von einem Unrechtsregime regiertes Land ist und sich das Geschehen nicht in der Zukunft, sondern sich stattdessen im Deutschland der Gegenwart abspielt. Das macht alles noch bedrückender und man wird dadurch zum Nachdenken angeregt.
Dieser Thriller punktet nicht „nur“ mit spannenden Entwicklungen und Action, sondern es geht nebenbei auch um ein ernstes und aktuelles Thema. Es geht darum wie schnell sich Fake News verbreiten und wie schwer sie sich eindämmen lassen. Das wird sehr eindrücklich beschrieben. Die Falschmeldung, dass die Jagd-Lotterie von der Bundesregierung genehmigt wurde wird zwar glücklicherweise nicht von allen Menschen geglaubt, aber selbst wenn statistisch betrachtet nur 5 % der Bevölkerung extrem für Fake News anfällig sind wären das in einem Land wie Deutschland immer noch vier Millionen Menschen vor denen Ben sich in Acht nehmen muss. Einmal in der Welt können Fake News ein Eigenleben entwickeln:
„Eine Lüge, ein Gerücht, die sensationelle Falschmeldung. All das verbreitete sich wie eine Epidemie, steckt die Menschen an und springt von Empfänger zu Empfänger. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Erkrankten, deren Seeleninfiziert sind, ihre Krankheit nur selten wahrnehmen. Aber der Like unter dem peinlichen Kinderfoto, mit dem der Klassennerd gemobbt wird, kann noch tödlicher sein als Ebola. Wenn auch nicht für den, der sich von dem Hass im Netz anstecken lässt. Aber für den, der die Zielscheibe ist.“ (S. 168/169)
Außerdem wird aufgezeigt wie aus einer Ansammlung von Individuen ein aggressiver Mob werden kann und auch das ist ziemlich erschreckend und stimmt nachdenklich.
Warum habe ich trotzdem nur 3 Bewertungssterne vergeben?
Leider hatte dieses Buch für mich neben den genannten Stärken auch einige entscheidende Schwächen. Ich konnte nur bedingt nachvollziehen, dass Ben am Anfang nicht direkt zur Polizei gegangen ist als er erfahren hat, dass er von der Jagd-Lotterie als Opfer ausgelost wurde. Aber das allein hätte ich noch verzeihen können, da es nun einmal die Voraussetzung für den folgenden Wettlauf auf Leben und Tod gewesen ist. Leider gab es dann im weiteren Verlauf aber noch so einige weitere Aspekte, die mich ein bisschen gestört haben und die ich nicht so ganz überzeugend fand…
Einige Dinge waren mir zu konstruiert. Bestes Beispiel ist die Auflösung des Rätsels wer denn nun eigentlich den armen Ben für die AchtNacht nominiert hatte. Das war sehr überraschend und einfallsreich, aber ich fand es nicht zu 100% glaubwürdig, dass Ben das erst zu einem so späten Zeitpunkt herausfindet. Für die, die es genauer wissen wollen (ACHTUNG SPOILER): Ben wir plötzlich von der Erinnerung eingeholt, dass er sich selbst nominiert hat, weil er Schuldgefühle bzgl. des Autounfalls hat. Daran hat er sich zuvor nicht erinnert, weil er an dem besagten Abend sehr betrunken gewesen ist und einen Filmriss hatte.
Zudem gibt es den einen oder anderen Handlungsstrang, der zwar für zusätzliche Spannung sorgt, aber zugleich auch dafür sorgt, dass die Geschichte insgesamt dann doch etwas zu überladen und übertrieben daherkommt. Die beklemmende Szene mit der Prostituierten und der Handlungsstrang rund um den Gewaltexzesse fürs Darknet filmenden Dash waren mir ein bisschen zu viel. Für mich waren das etwas zu gewollt wirkende Versuche noch mehr aufsehenerregende Szenen in die auch so schon spannende Handlung einzubauen.
Ich finde außerdem, dass es besser gewesen wäre, wenn der Autounfall, den Ben verursacht hat eine andere Ursache gehabt hätte. ACHTUNG SPOILER: Ben hat das Lenkrad verrissen, weil seine Tochter während der Fahrt von einem weiteren Mitfahrer begrapscht wurde. Da Bens Tochter später nur vage Erinnerungen an die Sekunden vor dem Unfall hat weiß sie nur noch, dass sie angefasst wurde, aber nicht mehr von wem. Deshalb verdächtigen einige Leute Ben statt des eigentlichen Täters und Ben kann seine Unschuld nicht beweisen, weil sich seine Tochter sich nicht erinnert und somit nur Bens Aussage gegen die des Täters steht. Dieses Drama war mir zu bedrückend und mir wäre es lieber gewesen, wenn man das aus dem Buch gestrichen hätte. Eine andere Unfallursache hätte ich besser gefunden. Es war einfach schrecklich wie Ben zu Unrecht verdächtigt wurde seine Tochter angefasst zu haben und keine Möglichkeit hatte die Zweifel an seiner Unschuld auszuräumen.
Vor allem aber hatte ich mit dem Ende Probleme. Es werden zwar alle offenen Fragen beantwortet, aber auch hier wirkte einiges auf mich zu konstruiert und zu erzwungen. So erfährt man beispielsweise, dass Arezu unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet, aber wie sich diese Erkrankung bei ihr zeigt war mir etwas zu klischeehaft und kam mir nur bedingt authentisch vor. Außerdem finde ich es gar nicht gut, dass Ben am Ende seinen eigenen Tod vortäuschen muss, weil die Öffentlichkeit ihn des Mordes, Totschlags und sexuellen Missbrauchs für schuldig hält. Er ist zwar unschuldig, aber er wird das nie beweisen können und will seine Tochter durch seinen vorgetäuschten Tod schützen. Seine Tochter hat aber wirklich schon genug mitgemacht und ich finde es trotz Bens guter Absicht nicht in Ordnung, dass er sie in dem Glauben lässt er sei gestorben. Zu allem Überfluss ist Ben außerdem am Ende querschnittsgelähmt. All das zusammen hat dafür gesorgt, dass ich das Ende insgesamt zu deprimierend und hoffnungslos fand. Die Ungerechtigkeit unter der Ben zu leiden hat ist einfach nur furchtbar und nicht so leicht auszuhalten. Vor allem aus diesem Grund würde ich das Buch kein zweites Mal lesen.
Fazit:
Das Buch ist ein Pageturner, den man in kürzester Zeit gelesen hat. Ich fand zwar einige Dinge etwas übertrieben und einiges war mir zu konstruiert bzw. wirkte mir etwas zu gewollt, aber ich hatte nichtsdestotrotz eine gute Zeit mit dem Buch und habe es insgesamt gerne gelesen. Aufgrund der bereits erläuterten Schwachstellen, die das Buch meiner Meinung nach hat, würde ich es aber nicht noch einmal lesen. Vor allem mit dem Ende konnte ich mich nicht anfreunden.
Ich werde trotzdem noch anderen Büchern des Autors eine Chance geben, weil ich u. a. auch schon „Mimik“ von ihm gelesen habe und das war für mich ein 5-Sterne-Buch, das mir richtig gut gefallen hat.
- Bianca Iosivoni
Midnight Chronicles - Schattenblick
(777)Aktuelle Rezension von: jolienxbooksIch habe bereits Bücher von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl gelesen und war ehrlich gesagt anfangs skeptisch, wie ein Buch mit ZWEI Autorinnen funktionieren soll. Aber wow, ich wurde komplett überrascht. Man merkt überhaupt keinen „Bruch“ im Schreibstil, im Gegenteil: Die Geschichte liest sich unglaublich flüssig und fesselnd.
Roxy und Shawn? Ich liebe die beiden wirklich. Dieser Sarkasmus zwischen ihnen, die Flirts, diese heimliche Spannung und gleichzeitig ihre Dynamik zusammen, einfach perfekt. Und dann noch ihre Liebe zu Fast Food? Ich hatte so viel Spaß beim Lesen und musste mehrfach grinsen.
Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und konnte es kaum aus der Hand legen. Die Atmosphäre, die Beschreibungen und der Schreibstil haben mich total abgeholt. Spannung, Humor und Gefühle waren einfach richtig gut ausbalanciert.
Und ja… ich werde wahrscheinlich meine eigene Regel brechen und mir Band 2 direkt bestellen, weil ich UNBEDINGT wissen muss, wie es weitergeht. Ein absolut gelungener Auftakt der Reihe. Wow! ✨
- H. D. Carlton
Hunting Adeline
(232)Aktuelle Rezension von: Mrs_SabrinaBand 2 knüpft direkt an den intensiven Cliffhanger aus Haunting Adeline an und übertrifft den ersten Teil noch an Düsterkeit und Extremheit. Ein emotional aufwühlender, packender Duologie-Abschluss, der Fans von Dark Romance alles zumutet.
Der erste Teil zieht sich sehr lang und intensiv, während der zweite Teil stellenweise fast wie ein Action-Finale wirkt. Für meinen Geschmack hätte die Balance zwischen psychologischer Tiefe und Rache-Handlung gleichmäßiger ausfallen können.
Ganz ehrlich: Haunting Adeline hat mir besser gefallen. Der erste Band bot mehr Mystery und mehr psychologische Spannung zwischen Stalker und Gestalkter. Hunting Adeline ist härter und extremer, aber auch weniger subtil. Die expliziten Szenen sexueller Gewalt und Folter sind für mich stellenweise fast unerträglich – inhaltlich beabsichtigt, aber für mich ein Grund, warum das Leseerlebnis nicht perfekt ist.
- Herman Melville
Moby Dick
(548)Aktuelle Rezension von: Karandi
Zuallererst möchte ich sagen, dass mir das Buch wirklich gut gefallen hat. Die Botschaften, die es vermitteln möchte, gehen weit über die einfache Jagd nach einem Wal hinaus. Es behandelt zahlreiche religiöse, philosophische und sogar wissenschaftliche Aspekte.
Warum vergebe ich dennoch nur 3,5 Sterne? Ganz einfach: Für meinen Geschmack war das Buch – insbesondere in den Kampfszenen am Ende – stellenweise etwas langatmig. Das ist jedoch reine Geschmackssache.
Was das eigentliche Thema des Buches angeht, wurde ich sehr positiv überrascht. Ich kannte Moby-Dick bisher nur als Film, den ich als Kind gesehen habe, und hatte schon lange den Wunsch, endlich auch die Romanvorlage zu lesen. Natürlich war mir der Film nur noch schemenhaft in Erinnerung, da ich ihn vor mehreren Jahrzehnten gesehen habe.
Das Buch vermittelt jedoch weitaus tiefgründigere Botschaften als der Film. Es enthält viele interessante wissenschaftliche Informationen über Wale, regt aber ebenso zum Nachdenken über philosophische Fragen an. Darüber hinaus ist der Roman stark religiös geprägt. Wir begegnen zahlreichen biblischen Namen wie Ismael, Jerobeam und vielen weiteren, die dem Werk eine zusätzliche Bedeutungsebene verleihen.
Die wohl eindringlichste Botschaft – oder vielmehr eine von zwei zentralen Botschaften – ist für mich, dass Rache einem Menschen niemals guttut. Kapitän Ahab verfügt über eine starke und loyale Mannschaft. Er wäre gut beraten gewesen, sein Leben mit ihr zu verbringen, gemeinsame Erfolge zu feiern und eine friedliche Zukunft aufzubauen. Doch durch seinen unstillbaren Rachedurst übersieht er all das, was er bereits besitzt. Seine Mannschaft ist bereit, für ihn alles zu tun – bis zum letzten Atemzug. Leider missbraucht Ahab diese Loyalität, um seinen persönlichen Rachefeldzug gegen den Wal zu führen, der ihm einst sein Bein nahm.
Die zweite Botschaft, die ich besonders wichtig finde, betrifft den einseitigen Krieg, den die Menschheit gegen die Natur führt. Dieses Buch zeigt eindrucksvoll, was geschieht, wenn der Mensch glaubt, die Natur bezwingen zu können. Wer gegen sie Krieg führt, wird Verluste erleiden – und letztlich verlieren. In einem Krieg gibt es keine Gewinner, sondern nur Leid und Tod. Die Natur wird sich am Ende immer behaupten.
Ich denke, dass wir dafür auch heute zahlreiche Beispiele sehen. Der Mensch versucht in seiner Arroganz, alles zu kontrollieren und zu beherrschen, oft ohne Rücksicht auf die Folgen. Die Konsequenzen dieses Handelns erleben wir immer deutlicher.
Moby-Dick ist ein starkes Buch und völlig zu Recht ein Klassiker der Weltliteratur. Der Roman bietet wesentlich mehr Tiefe als seine bekannteste Verfilmung. Wer bisher nur den Film kennt, dem kann ich das Buch daher ausdrücklich empfehlen. Es ist weit mehr als nur ein Abenteuerroman – es ist ein philosophisches, religiöses und zeitloses Werk über Besessenheit, Menschlichkeit und das Verhältnis des Menschen zur Natur.
- Ursula Poznanski
Layers
(687)Aktuelle Rezension von: Rabea„Layers“ war für mich zwar nicht mein liebstes Buch von Ursula Poznanski, aber trotzdem hatte ich beim Lesen richtig viel Spaß. Die Geschichte hat mich schnell gepackt und gerade die düstere Atmosphäre fand ich richtig gelungen.
Dorian war mir als Hauptfigur von Anfang an sympathisch, wodurch ich mich schnell für seine Geschichte und seine Situation interessiert habe. Gerade am Anfang hat die Handlung einige Wendungen genommen, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Dadurch wollte ich natürlich unbedingt wissen, was wirklich dahintersteckt.
Mit der Zeit konnte ich zwar einiges erahnen und bei manchen Entwicklungen hatte ich schon eine Vermutung, in welche Richtung es gehen könnte. Trotzdem fand ich den Fall insgesamt spannend und die Geschichte hat mich gut bei der Stange gehalten. Besonders zum Ende hin gibt es einige interessante Auflösungen, auch wenn für mich nicht jede Entscheidung und jeder Zusammenhang hundertprozentig logisch aufgegangen ist.
Etwas schade fand ich, dass manche zwischenmenschlichen Beziehungen eher oberflächlich geblieben sind. Gerade bei Dorians Mutter hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht. Auch die romantische Seite der Geschichte konnte mich nicht wirklich abholen.
Trotzdem hat mich „Layers“ insgesamt sehr gut unterhalten. Die Mischung aus Spannung, einer düsteren Atmosphäre und einigen überraschenden Momenten hat für ein kurzweiliges Leseerlebnis gesorgt. Für mich gibt es zwar stärkere Bücher von Poznanski, aber „Layers“ ist definitiv eine spannende Geschichte, die ich gerne gelesen habe.
- Ethan Cross
Ich bin die Nacht
(1.242)Aktuelle Rezension von: Tanja_WueWer gerne Thriller liest, kommt gefühlt nicht an die Bücher von Ethan Cross vorbei. "Ich bin die Nacht " war das erste Buch das ich jetzt gelesen habe und ist auch der Einstieg in die Reihe.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt sehr schnell durch. Wirklich gut geschriebener Pageturner. Jedoch waren mir die Charaktere irgendwie nicht greifbar und insgesamt gab es Stellen, die ich nicht abgekaufen konnte, weil es mir zuuu konstruiert war.
Dennoch interessiert es mich wie es weitergeht und vielleicht wird es in Band zwei besser.
- Leigh Bardugo
Eisige Wellen
(1.084)Aktuelle Rezension von: Elite1304Während im ersten Band der Weg zum Hirsch sich durch das ganze Buch zieht, gelangt Alina hier bereits am Anfang zur Meeresgeißel. Es ist zwar nicht ihr Plan, sondern eher ein dummer Zufall, aber dennoch ist das ein wesentlicher Unterschied zu Band 1.
Hier spalten sich auch schon sehr die Gemüter. Der Kampf gegen den Dunklen dauert an. Es formieren sich Seiten und die Menschen und Grisha müssen entscheiden zu wem sie halten. Alina wird immer mächtiger und sie hat Personen um sie herum, die ihr folgen und mit ihr kämpfen und ihr dienen. In anderen Gegenden gilt sie als Mythos, in wieder anderen ist sie eine Heilige. Alina fängt an ihre Macht zu mögen und die Differenzen zwischen ihr und Mal werden immer größer. Er fühlt sich nicht zugehörig und hat Angst sie zu verlieren.
Außerdem treten hier auch neue Leute auf, die eine dauerhafte Rolle in der Geschichte haben. Da wären Gefolgsleute von Alina und ein Freibeuter, ein Seemann, der eigentlich jemand ganz anderes ist. Aus ihm wird der Leser nicht wirklich schlau, man weiß nicht ob er gut oder böse ist.
Ich fand das Buch teilweise schleppend, aber auch gleichermaßen wieder super spannend. Besonders zum Ende hin. Die Story ist und bleibt spannend und natürlich will ich wissen wie es weitergeht.
Was mich gestört hat bzw. wer, ist leider Alina. Ihre Machtgier gefällt mir nicht und so oft wünschte ich, sie würde Mal sagen was sie denkt und um ihn kämpfen, nachdem er die ganze Zeit alles für sie tut. Teilweise ist dieses Hin und Her zwischen den beiden auch sehr teeniemäßig. Deshalb gibt es einen Stern Abzug, ansonsten ist diese welterfolgreiche Geschichte aber natürlich weiterhin sehr spannend und ich bin gespannt wie es mit dem Feuervogel im letzten Teil weitergeht.
- Stephenie Meyer
Biss zur Mitternachtssonne (Bella und Edward 5)
(353)Aktuelle Rezension von: Amber1309Name: Twilight- Bis zur Mitternachtssonne
Autor: Stephenie Meyer
Genre: Romantasy
Alter: ab 12
Kurze Beschreibung:
Edward ist ein vegetarischer Vampir und beherrscht sich eigentlich sehr gut, wenn es um Menschenblut geht. Aber dann kommt eine Neue, Bella Swan, an die Schule und nichts mehr ist so, wie es davor war.
Rezension:
Ich habe ja auch schon die vier Bände aus Bellas Sicht gelesen und wollte unbedingt mal Edwards Gedanken sehen. Das erste was ich gedacht habe war: Warum sind das so lange Kapitel (ungefähr 30 Seiten) und warum denkt dieser Vampir so viel.
Zum Vergleich:
Der erste Teil aus Bellas Sicht hat 400 Seiten.
Der erste Teil aus Edwards Sicht hat 800 Seiten.
Trotzdem fand ich es sehr spannend die Geschichte mal aus Edwards Sicht zu lesen und konnte so ein paar seiner Handlungen verstehen.
Es ist schön für Twilightfans, aber kein Muss.
- Sebastian Fitzek
Playlist
(828)Aktuelle Rezension von: SeleAls großer Fan von Sebastian Fitzek sind genau solche Ideen der Grund, warum ich seine Bücher so gerne lese. Das Konzept mit der wirklich existierenden Playlist zum Buch fand ich unglaublich kreativ. Dadurch war es für mich nicht einfach nur ein Buch, sondern ein richtiges Erlebnis. Die Musik hat die Geschichte noch einmal auf eine ganz besondere Art lebendig gemacht. 🎧📖
- Jussi Adler-Olsen
Schändung
(1.592)Aktuelle Rezension von: anilaDen ersten Band habe ich regelrecht inhaliert. Er war so spannend, dass ich es kaum abwarten konnte, auch den zweiten Teil zu lesen. Ich will nicht sagen, dass er mich enttäuscht hat, denn das hat er nicht, aber er kommt - für mich persönlich - leider nicht an den ersten Teil ran.
Der Schreibstil ist flüssig, man kann das Buch sehr schnell lesen und fliegt förmlich durch die Seiten.
An sich hat mir das Buch auch gut gefallen, aber leider hat die Geschichte zwischendurch Längen. Man weiß schon ziemlich am Anfang, wie das Ende aussieht und dadurch dauert der Mittelteil ziemlich lange. Als Leser weiß man sehr früh Bescheid, dass die Ermittlungen teilweise ziemlich schleppend verlaufen und auch etwas redundant wirken. Es geht nur sehr langsam voran. Auch das Ende, der eigentliche Showdown, war für meine Begriffe etwas zu sehr in die Länge gezogen. Ein wenig kürzer, dynamischer, prägnanter, hätte die Geschichte schneller, kompakter und auch spannender gemacht.
Ich freue mich aber schon auf Band drei!
- Brandon Sanderson
Kinder des Nebels
(450)Aktuelle Rezension von: die_pingus_Mit Kinder des Nebels beginnt Brandon Sanderson seine Nebelgeborenen-Reihe und liefert eine Fantasygeschichte, die sich angenehm von klassischen Genre-Mustern abhebt. Die Welt ist düster, von einem scheinbar unbesiegbaren Herrscher geprägt und wird von einem ausgeklügelten Magiesystem zusammengehalten.
Im Mittelpunkt steht Vin, eine junge Frau, die in einer brutalen Gesellschaft aufgewachsen ist und gelernt hat, niemandem zu vertrauen. Ihr Leben verändert sich, als sie auf eine Gruppe von Rebellen trifft, die einen scheinbar unmöglichen Plan verfolgt: den Obersten Herrscher zu stürzen. Angeführt wird die Gruppe von Kelsier, einem charismatischen und außergewöhnlichen Nebelgeborenen.
Besonders stark ist das Magiesystem. Die Fähigkeiten der Nebelgeborenen beruhen auf Allomantie, bei der bestimmte Metalle eingenommen und anschließend genutzt werden können. Sanderson führt diese Regeln nachvollziehbar ein und nutzt sie konsequent. Die Magie wirkt dadurch nicht wie ein beliebiges Werkzeug, sondern wie ein festes System, dessen Möglichkeiten und Grenzen entscheidend für die Handlung sind.
Auch die Welt selbst ist interessant. Statt eines klassischen Königreichs mit einem gerechten Herrscher leben die Menschen unter einem autoritären Regime, in dem soziale Klassen, Unterdrückung und Angst zum Alltag gehören. Die düstere Atmosphäre wird durch die allgegenwärtigen Nebel noch verstärkt.
Die Charaktere sind unterschiedlich stark ausgearbeitet. Vin macht eine nachvollziehbare Entwicklung durch und ihre zunehmende Fähigkeit, anderen zu vertrauen, gehört zu den interessantesten Teilen des Romans. Kelsier ist dagegen deutlich stärker als charismatische Figur angelegt. Er wirkt manchmal fast zu souverän, funktioniert aber gerade dadurch als Mittelpunkt der Rebellion.
Die Handlung nimmt sich zunächst viel Zeit, um die Welt, das Magiesystem und die Figuren aufzubauen. Im Mittelteil gibt es deshalb einige ruhigere Passagen. Sobald der eigentliche Plan jedoch an Fahrt gewinnt, entwickelt sich der Roman zu einer spannenden Mischung aus Heist-Geschichte, politischer Intrige und klassischer Fantasy.
Besonders gelungen ist das Finale. Sanderson baut die Handlung konsequent auf und verbindet mehrere zuvor eingeführte Elemente miteinander. Dabei gelingt ihm etwas, das bei umfangreichen Fantasyromanen nicht selbstverständlich ist: Die Geschichte wirkt trotz ihrer Komplexität insgesamt geschlossen.
Kinder des Nebels ist für mich ein sehr gelungener Auftakt der Nebelgeborenen-Reihe. Das ungewöhnliche Magiesystem, die düstere Welt und die Mischung aus Rebellion, Intrige und Fantasy machen den Roman zu einem abwechslungsreichen Leseerlebnis. Einige Figuren könnten noch etwas mehr Tiefe vertragen und der Einstieg ist relativ ausführlich, aber spätestens im letzten Drittel entwickelt das Buch eine enorme Sogwirkung.
Ein starker Fantasyroman mit einer eigenständigen Welt und einem Magiesystem, das zu den interessantesten Elementen des Buches gehört.
Rezensiert von Herr U.
- Julia Adrian
Die Dreizehnte Fee - Erwachen
(982)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEs gibt keine Happy Ends- für keinen von uns...
1000 Jahre hat die 13. Fee geschlafen, betrogen von ihren Schwestern. Jetzt, als sie erwacht ist, ist Welt nicht mehr so wie sie einst war. Ihre Kräfte sind verschwunden, statt Fee werden sie jetzt Hexen genannt und Menschen fürchten sich vor ihnen. Hexenjäger machen jagd auf ihres gleichen.
Von Rache getrieben, wegen dem Betrug ihrere Schwestern, schließt sie sich einem Hexenjäger an, um ihre Schwestern zu jagen. Aber Lilith ist nicht mehr die alte. Sie hat Gewissenbisse, empfindet Reue und sucht die Liebe. Aber sie kennt ihren Schwetsern gegenüber auch keine Gnade.
Wie wird es enden?
Es ist eine kurze Geschichte, mit knapp 200 Seiten. Die Kapitel sind schnell gelesen, man entdeckt viele bekannte Märchen und fragt sich, was treibt den Jäger und die Fee an?
Ich war richtig gefesselt von der Geschichte und bin gespannt, wie es weiter geht.. Einmal etwas anderes, ohne Happy End... oder gibt es vielleicht doch eines am Ende???
- Leonie Swann
Garou
(507)Aktuelle Rezension von: sansolDie Schafe aus Glennkill befinden sich auf Wanderschaft und sind gerade in Frankreich. Vieles dort ist ihrer Meinung nach sehr strange - die Menschen können nicht verständlich sprechen, die Ziegen auf der Nachbarwiese sind verrückt und es gibt ein fremdes, ungeschorenes Schaf. Ihre Schäferin Rebecca hat Besuch von ihrer Mama (die für Humbug zuständig ist und ein zweites Gesicht hat). Doch das ist gar noch nichts denn der Garou treibt sein mörderisches Unwesen. Mensch? Wolf? Werwolf?
Ich mochte Glennkill wirklich sehr, der Schreibstil hier ist ähnlich speziell und die Schafe sind wieder sehr tolle Charaktere mit teils hervorragenden Unterhaltungen. Doch bei aller Schaf-Logik hier herrschte für mich leider ein großes Durcheinander und unnötig verworren. Thriller? Nein wirklich nicht (hätte ich auch nicht erwartet).
Band 3 liegt hier bereits, daher erhalten die Schafe trotz dieser schwachen Fortsetzung eine weitere Chance. - Jennifer L. Armentrout
Wicked – Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit
(579)Aktuelle Rezension von: Marie2000ClarissaWicked” von Jennifer L. Armentrout hat mich von der ersten Seite an begeistert. Jennifer Armentrout ist ohnehin meine absolute Lieblingsautorin, aber mit diesem Buch hat sie mich wieder komplett in ihren Bann gezogen. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und bin nur so durch die Seiten geflogen.
Besonders gefallen hat mir das Setting in New Orleans. Die Stadt wird so lebendig beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst durch die Straßen zu laufen. Die Geschichte steckt voller Spannung, Magie und Action, während der Kampf gegen die Fae für viele aufregende Momente sorgt.
Außerdem mochte ich die leichte Enemies-to-Lovers-Dynamik zwischen den Hauptfiguren sehr. Es war erfrischend, dass die Liebesgeschichte nicht den typischen Weg einschlägt und sich nicht alles um eine Beziehung mit einem übernatürlichen Wesen dreht.
Mein absolutes Highlight war allerdings Tink. Jedes Mal, wenn er aufgetaucht ist, musste ich schmunzeln und habe mich gefreut. Für mich hat er jeder Szene etwas ganz Besonderes verliehen und sich direkt in mein Herz geschlichen.
Vor allem das Ende war völlig unvorhersehbar. Es gab immer wieder Verdächtigungen, wer der Halbling sein könnte, aber dass es am Ende wirklich diese Person ist, war überhaupt nicht offensichtlich und hat mich total überrascht.
Für mich ist “Wicked” ein fantastischer Auftakt mit tollen Charakteren, einer spannenden Handlung und ganz viel Atmosphäre. Eine klare Leseempfehlung für alle Fantasy-Fans!
- Sabaa Tahir
Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht
(615)Aktuelle Rezension von: nymeriaSabaa Tahir ist halt einfach meine neue Lieblingsautorin. Erst Heir gelesen, dann mit Elias und Laia angefangen. Band 2 fand ich etwas schwächer, da man hier dolle merkt, dass wir eben darauf hinarbeiten, Darin jetzt endlich zu befreien. Dafür gibt es einen langen Weg zu bewältigen und viele Dinge vorzubereiten. Das ist alles spannend und ich fliege so durch die Seiten, aber letztlich ist es nur eine Hinführung zu Band 3 - ich glaube, hier geht es dann so richtig los.
Mehr will ich gar nicht sagen - tolle Serie. Bin begeistert!
- Ava Reed
Mondprinzessin
(873)Aktuelle Rezension von: mysticcat„Mondprinzessin“ von Ava Reed hat mich gleich mit seiner traumhaft schönen Covergestaltung begeistert und perfekt auf die Geschichte eingestimmt. Die Protagonistin Lynn fand ich sehr beeindruckend, ihre Stärke und ihr Mut haben mich schnell für sie eingenommen. Auch der beschützende Mondkrieger Juri war mir von Anfang an sympathisch, und die Dynamik zwischen den beiden hat die Handlung für mich zusätzlich spannend gemacht. Besonders fasziniert hat mich die von der Autorin erschaffene Mondwelt, die voller Fantasie steckt und mit vielen interessanten Details lebendig wird. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt jedoch: Die Darstellung der bewohnten Planeten konnte mich nicht völlig überzeugen. Da sie ursprünglich ein Planet waren, wäre für mich auch Landwirtschaft auf dem Mond durchaus möglich, sofern man eine Atmosphäre erschafft – hier hat mich die Logik etwas gestört. Dennoch konnte mich die Handlung insgesamt fesseln und mitreißen, sodass ich dem Buch am Ende gerne 4 von 5 Sternen gebe.























