Bücher mit dem Tag "jahreszeiten"
156 Bücher
- Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
(3.700)Aktuelle Rezension von: Chiara_M_Holy shit... Was für ein Auftakt!
Endlich hab ich es gewagt, das Reich der sieben Höfe zu betreten und was soll ich sagen? Ich will nie mehr weg!
Ein unglaublich fulminanter Reihen Auftakt, der, trotz eines geschlossenen Endes, so sehr Bock auf mehr macht. Der Schreibstil ist locker und flüssig. Man lernt alle relevanten Charaktere kennen und teilweise lieben - ich mag Rhys jetzt schon sehr und hoffe, mehr von ihm zu lesen.
Ich bin so froh, gleich alle Bände besorgt zu haben, so kann ich morgen gleich wieder zurück in die Welt der Fae... Zurück zu Feyre und ihrem neuen Leben.
Das einzige, was mich sehr gestört hat, war dass ich die Antwort auf das Rätsel sofort wusste und sehr sauer war, dass Sie nicht darauf gekommen ist. 😅
So nun stürtze ich mich voller Erwartung und Vorfreude auf Band 2.
- Cecelia Ahern
Das Jahr, in dem ich dich traf
(399)Aktuelle Rezension von: MiripandaSchwaches Buch der Autorin...
Jasmine wird von der Arbeit freigestellt und kümmert sich 1 Jahr um sich selbst und ihren Garten. Ihrem Nachbarn Matt geschieht Ähnliches, sie kann ihn allerdings nicht ab, stalkt ihn aber aus Gründen...
Letztendlich entwickelt sich über Umwege eine Freundschaft und das Leben von Jasmine ändert sich.
Die Geschichte beginnt interessant und bis zur Hälfte bin ich auch am Ball geblieben, allerdings ändert sich nur das Leben von Jasmine. Sie selber entwickelt sich gefühlt auf den letzten 10 Seiten.
Man sollte auch meinen, dass sie keine Erwachsene ist. Sie trifft nicht nachvollziehbare Entscheidungen, lügt mehrfach und lernt nix daraus. Welcher Erwachsene verteilt bitte als Rache Klopapier in Nachbars Garten...
Der Alkoholmissbrauch ging mir auch zu weit in diesem Buch.
3 Sterne nur gerade so, weil es bis zur Hälfte gut war und ich die Nebenrollen mochte.
- Stephen King
Frühling, Sommer, Herbst und Tod
(357)Aktuelle Rezension von: Pegasus1989Ich habe diesem Buch 3 Sterne gegeben, weil mich nicht alle 4 Geschichten angesprochen haben. Schön fand ich, dass alle unterschiedlich lang waren und verschiedene Themen beinhalteten. Spannend und gruselig wird in diesem Buch aus verschiedenen Personensichten erzählt. Manche Geschichten sind eher harmloser, andere haben mir jedoch vor schaudern die Haare zu Berge stehen lassen und waren inhaltlich besser gestaltet. Ein schöner bunter Mix, bei dem für jeden etwas dabei sein dürfte, der King mag.
- Jennifer Wolf
Morgentau - Die Auserwählte der Jahreszeiten
(1.186)Aktuelle Rezension von: NeviaIn Morgentau begleiten wir Maya, die als eine der Auserwählten in die Welt der Jahreszeiten gerufen wird. Dort soll sie einem der vier Söhne der Jahreszeiten dienen – und möglicherweise ihr Herz verlieren. Zwischen Pflicht, Magie und einer Liebe, die nicht sein darf, muss sie ihren eigenen Weg finden. Die Welt ist märchenhaft, gefährlich und voller Gefühle, die Maya stärker prägen, als sie je erwartet hätte.
Meine Meinung: Ich habe Morgentau weggeatmet. Dieses Jugendbuch ist so unfassbar schön und intensiv geschrieben, dass ich komplett darin versunken bin. Besonders die Emotionen, die die Autorin in jede Zeile legt, haben mich tief berührt. Es gab mehrere Momente, in denen mir Tränen gekommen sind, einfach weil die Gefühle so ehrlich und zart beschrieben werden.
Die Atmosphäre ist traumhaft, fast poetisch, und gleichzeitig so lebendig, dass man beim Lesen alles um sich herum vergisst. Für mich war es ein wundervolles, warmes, träumerisches Leseerlebnis, das mich noch lange begleitet.
Ein Buch zum Fallenlassen, Fühlen und Träumen.
- Sara Raasch
Schnee wie Asche
(312)Aktuelle Rezension von: Buecherfreak_M"SCHNEE WIE ASCHE" ❄️👑 1/5 Sterne - Achtung Spoiler
Meira ist eine der letzten Geflüchteten von Winter, einem Königreich, das vor 16 Jahren von seinem mächtigen Nachbarn Frühling zerstört und dessen Bürger versklavt wurden. Seitdem lebt sie versteckt im Exil und träumt davon, Winter zu retten.Gewinnt Meira den Kampf, um ihren Platz in einer zerrissenen Welt zu finden?
Die Idee an sich ist wirklich schön, besonders die Aufteilung in verschiedene Königreiche hat mir sehr gefallen. Leider hat es mit der Umsetzung allerdings alles andere als gut geklappt.
Der Anfang ist vielversprechend, doch mir sind schnell Unmengen an Stereotypen und Klischees aufgefallen. Das Buch ist absolut nichts besonderes, sondern so wie jedes andere (unkreative) Fantasybuch. Ich konnte nie ganz in die Geschichte eintauchen, was ich sehr schade fand. Die Charaktere sind sehr stereotypisch: Meira das arme "Waisenmädchen", was am Ende dann doch kein Waisenmädchen mehr ist, sondern die Königin eines ganzen Reiches. Sir ist der tapfere, erfahrene Soldat, der Meira beschützen will und teilweise auch eine Art Vaterrolle einnimmt. Harte Schale, weicher Kern - wie immer. Mather als "Thronfolger" und einziger junge Winterianer in der Flüchtigengruppe wird Meiras erster Love-interest. Theron ist der nächste und zack - haben wir mal wieder ein Liebesdreieck. Die beiden Jungen können es sich natürlich nicht entgehen lassen, für Meira gegeneinander zu kämpfen.
Meira selbst finde ich total anstrengend. Sie bemitleidet sich selbst andauernd und ärgert sich anschließend über sich selbst, da es die anderen Winterianer ja so viel schlechter haben als sie - was auch stimmt. Außerdem geht es in ihren Gedankengängen immer darum, was Sir denken und tun würde, wenn Meira etwas Gefährliches machen würde. Auf Dauer ist das wirklich nervig und unpassend. Was mir ebenfalls aufgefallen ist, ist dass Meira ihr Chakram unglaublich oft erwähnt. Ja, ein Chakram ist eine coole Waffe - aber trotzdem musst du nicht alle zwei Minuten daran denken oder es ansprechen.
Vielleicht geht es nur mir so, aber mich hat das Buch an einigen Stellen sehr an Throne of Glass erinnert, bzw. an eine billige Möchtegern-Version davon. Meira verhält sich ähnlich wie Celaena bzw. versucht sich so zu verhalten, allerdings ist dies meiner Meinung nach nicht wirklich gelungen und wirkt eher lächerlich.
Ich finde das Buch außerdem sehr vorhersehbar. Selbst, dass Meira die wirkliche Thronfolgerin ist, habe ich mir schon am Anfang des Buches gedacht. Das fand ich persönlich sehr schade, denn dadurch hatte ich oftmals keine Lust mehr weiterzulesen, weil sich einfach keine Spannung entwickelt hat. Ab der Mitte hat die Story meiner Meinung nach etwas den roten Faden verloren. Es passierten irgendwelche Sachen und man wusste gar nicht, warum und wieso...
Leider keine Empfehlung von mir.
- Kim Nina Ocker
Die Hüter der fünf Jahreszeiten, Band 1: The Lie in Your Kiss (Romantische Fantasy - So aufwühlend wie der Herbstwind, so unvergesslich wie ein Sommerabend.)
(253)Aktuelle Rezension von: HeleneFIch hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. Das Konzept mit den Jahreszeiten und der Magie klang außergewöhnlich, und das Cover ist wirklich wunderschön. Leider hat mich die Geschichte selbst nicht so mitgenommen, wie ich gehofft hatte.
Der Anfang war vielversprechend, aber schon nach den ersten Kapiteln fiel es mir schwer, wirklich hineinzufinden. Die Welt ist zwar interessant aufgebaut, doch irgendwie blieb sie für mich blass. Ich konnte mir vieles nicht richtig vorstellen, und manches wurde nur angerissen. Auch zu den Figuren habe ich keinen Zugang gefunden. Sie wirkten mir zu glatt, und ich konnte ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen.
Die Liebesgeschichte steht stark im Mittelpunkt, aber ich hätte mir mehr Tiefe bei den Jahreszeitenhütern und der Magie gewünscht. Es war mir stellenweise zu vorhersehbar und zu sehr auf die Beziehung fokussiert.
Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen, das kann Kim Nina Ocker einfach. Trotzdem hat mir das Gefühl gefehlt, dass etwas auf dem Spiel steht. Ich habe gelesen, aber kaum mitgefiebert.
Am Ende bleibt eine Geschichte, die Potenzial hatte, mich aber nicht erreicht hat. Vielleicht lag es am Timing, vielleicht an der Stimmung – manchmal passt es einfach nicht. Drei Sterne für die Idee, den Stil und den Mut, etwas Eigenes zu versuchen.
- Kai Meyer
Merle. Das Gläserne Wort
(570)Aktuelle Rezension von: zickzackWährend Venedig wegen der Eroberung des ägyptischen Imperiums zerbricht, fliehen Merle mit der fließenden Königin auf Vermithrax Rücken aus der Hölle nach Ägypten. Dort kommen sie dem Geheimnis hinter der Macht des ägyptischen Imperiums näher und gleichzeitig erwartet sie in Ägypten eine Überraschung. Das Land liegt unter einer festen Schneedecke und droht zu erfrieren. Aber nicht nur Ägypten droht dieses Schicksal, sondern der gesamten Welt.
Ein spannender Abschluss der Reihe. Man erfährt nicht nur, was hinter der Macht der Ägypter steckt und die einzelnen Handlungsstränge laufen zusammen, sondern man erfährt auch mehr von Merles Vergangenheit. Wer ist die Hand hinter dem Spiegel? Wer sind ihre Eltern?
Es war eine spannende Reise und gleichzeitig hat mir auch bei diesem Band der letzte Funke gefehlt, damit es ein Highlight wird. Bei diesem Band ist mir auch klargeworden, woran es liegt. Man hat einfach deutlich gemerkt, dass es sich an jüngere Leser richtet, ein Jugendbuch ist. Das Buch handelt ganz nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel.
Das Ende war zwar bittersüß und nicht wirklich ein Happy End, weil es wirklich sehr dramatisch und traurig wurde, aber für mich hat das nicht gereicht. Beim entscheidenden Kampf, der hätte episch werden können, wurde man einfach nicht mit einbezogen.
Überhaupt fand ich insbesondere den Band vor allem oft beschreibend. Es wurde die Umgebung ganz toll bildlich dargestellt, aber wenn es in Actionenszenen ging, die sehr spannend hätten sein können, wurden diese kurz gehalten oder gleich ganz ausgespart. Das fand ich irgendwie etwas enttäuschend.
Dennoch haben mir insbesondere die Figuren gut gefallen. Merle, Junipa (sie war einfach liebenswert), Vermithrax (welcher mein Liebling war), die fließende Köngin (die nicht nur Merle genervt hat), Lalapeia (die immer einen mystischen Touch hatte, was ich aber sehr cool fand), Serafin (joa, nette Figur, aber mit ihm konnte ich nicht viel anfangen und verstehe bis jetzt nicht so recht die Anziehung zwischen Merle und ihm, da sie sich ja kaum kennen), Unke (eine sehr spannende Figur mit interessanten Hintergrund), Seth (interessanter Böser) u.v.m. Kai Meyer schafft es auf jeden Fall interessante Figuren zu schaffen.
Bei dem Buch handelt es sich ja um einen Reread und auch wenn es 20 Jahre ist, als ich die Reihe das erste Mal gelesen habe, hat es mich doch sehr gewundert, dass ich so gar nichts mehr von dem Band wusste. Ich hatte keine Ahnung mehr, auf was das hinausläuft. Ich konnte es mir während des Lesens langsam denken, aber da war keine Erinnerung, was mich bei der Dramatik am Ende wirklich wundert. Das bringt mich zu der Erkenntnis, dass ich die Reihe vielleicht auch besser in Gedächtnis abgespeichert habe, als ich sie damals wirklich fand.
Fazit: Es ist eine gute Reihe, die aber für mich kein Highlight ist. Das Ende ist dramatisch und spannend. Es hat mir gefallen. 4 Sterne.
- Terry Pratchett
Der Winterschmied
(270)Aktuelle Rezension von: ConzilieTiffany Weh ist eine Hexe in Ausbildung und als sie beim Moriskentanz die Füße nicht stillhalten kann und mittanzt, passiert es; der Winterschmied hält sie für die Sommerfrau und verliebt sich. Nun muss Tiffany einen Ausweg finden, bevor die Welt im ewigen Winter versinkt. Hilfe bekommt sie von den anderen Hexen und den kleinen Großen.
Der dritte Band über Tiffany ist wieder sehr unterhaltsam. Wahre Hexerei ist es eben nicht nur mit den Händen zu wedeln, sondern harte Arbeit.
Ich freue mich auch immer, wenn Oma Wetterwachs und Nanny Ogg auftauchen und ihr gesammeltes Hexenwissen einsetzen.
- Jennifer Wolf
Nachtblüte. Die Erbin der Jahreszeiten (Buch 3)
(400)Aktuelle Rezension von: LadyMuffinchenScheinbar ist die Jahreszeiten Reihe eine, die man mehr oder weniger unabhängig von einander lesen kann. Zumindest hatte ich das Gefühl, es ist nicht ganz so schlimm, wenn man Band zwei nicht gelesen hat. Natürlich fehlen Informationen, aber diese werden im Buch dennoch mehr oder weniger kommuniziert.
Dieser Band spielt sich mehr in der Welt der Menschen ab, als in der Welt der Götter. Es geht in erster Linie um den Sommer und sein Kind, beziehungsweise seine Enkeltochter. Doch ebenfalls im Fokus steht Aviv, der Frühling. Beide hängen sehr aneinander und werden von Schicksalsschlag zu Schicksalsschlag inniger in jeglicher Beziehung.
Im Gegensatz zu Band eins habe ich nur auch mehr Gefühl und Meinung zu Aviv. Dies liegt jedoch mit Sicherheit auch daran, dass Ilea ihn anders kennenlernt, als noch Maya. Zwischen Kopfschütteln, Schmunzeln und hysterischen kurzen Ausfällen, ist emotional viel dabei. Generell wird in der Reihe viel auf Emotion gespielt, und das auf weniger als 300 Seiten ist schon hart. Freundschaft und Liebe liegen hier eng beieinander und bringen Segen und zugleich tiefstes Bedauern und Trauer. Damit versteht sich die Autorin auf wenigen Seiten meisterlich umzugehen. Leider werden aber viele Sachen nicht richtig erklärt und ich habe manchmal das Gefühl, dass mehr Seiten zu besseren Verständnis verholfen hätten. Generell ist da so viel Platz für mehr, insbesondere bezüglich der göttlichen Welt.
Der Schreibstil ist einfach gehalten und die Perspektivwechsel bringen Abwechslung rein, die angenehm ist. Auch hier gilt wieder, wer sich ein Happy End wünscht, der bekommt irgendwas anderes. Zufriedenstellend ist es jedoch nicht wirklich. Insgesamt dennoch ein unterhaltsames Buch 🌷
- Carolin Bsoul
Die Traumknüpfer
(132)Aktuelle Rezension von: KleinbrinaCarolin Wahl wurde bereits vor dem Erscheinungstag für ihr Werk „Die Traumknüpfer“ gefeiert, von daher ist es kein Wunder, dass ich neugierig wurde und dem Buch direkt eine Chance gegeben habe. Hier habe ich eine spannende und magische Geschichte erwartet und zum Glück auch bekommen.
Bei etwas mehr als 700 Seiten hat man ja immer wieder die Sorge, dass das Buch seine Längen besitzen könnte, hier wurde ich jedoch von der ersten bis zur letzten Seite fast durchweg unterhalten, sodass mir das Buch gar nicht so dick vorgekommen ist. Die Welt, die hier geschaffen wurde, ist detailverliebt und sehr gut ausgearbeitet, sodass man sich vieles bildlich vorstellen kann und auch die Figuren sind von der Autorin facettenreich gezeichnet worden. Dadurch, dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird, erlebt man hier viele Sichtweisen, die allesamt spannend sind und einen Einblick in die Königreiche geben.
Die verschiedenen Königreiche, die der jeweiligen Jahreszeit angepasst sind, sind allesamt gut ausgearbeitet, sodass ich den Figuren, allen voran Naviia und Kanaael, sehr gerne auf ihren Abenteuern begleitet habe. Besonders das Wintermädchen Naviia hat mir dabei gut gefallen. Diese ist vollkommen auf sich allein gestellt, nachdem ihr Vater gestorben ist und begibt sich auf eine gefährliche und spannende Reise, um dessen Tod zu rächen. Dass diese Reise wahrlich kein Zuckerschlecken ist und jede Menge Gefahren mit sich bringt, dürfte dabei selbstverständlich sein.
Die Covergestaltung ist wunderschön und passt perfekt zur Geschichte. Hier stimmt nahezu alles, sodass das Buch im Regal ein richtiger Hingucker ist. Die Kurzbeschreibung hat mir ebenfalls direkt zugesagt, sodass ich dem Buch nur zu gern eine Chance gegeben habe.
Kurz gesagt: „Die Traumknüpfer“ ist eine phantasiereiche und spannende Geschichte, die mich bestens unterhalten und in den Bann ziehen konnte. Setting und Charaktere sind hierbei so gut ausgearbeitet, dass trotz der Dicke des Buches keinerlei Langeweile aufkommt. Empfehlenswert!
- Nora Roberts
Herbstmagie
(350)Aktuelle Rezension von: liebesleserDieser Roman enthält keine Geschichte, sondern über 400 Seiten reines Geplänkel. Die ganz wenigen Handlungselemente entstammen den Vorgängerromanen und werden hier nur aufgegriffen, ohne dass sie groß zur weiteren Entwicklung beitragen. Eher liefern sie dankbares Seitenfüllmaterial, indem sie von den Protagonisten nochmals besprochen werden. So wird z.B. das unerwünschte Auftauchen Lindas, der Mutter einer der Hauptpersonen, dreimal wiedergekäut, wobei dem Leser längst Bekanntes mehrmals erneut beschrieben wird.
Die Liebesgeschichte zwischen Laurel und Del, die im Mittelpunkt des Romans steht, plätschert so dahin. Man kommt zusammen, erst ohne Sex, dann mit (Roberts streut wie üblich wohldosiert ein paar erotische Szenen ein), versteht sich gut (auch das Auftauchen des griechischen Verehrers sorgt nicht für Gefühlschaos und Eifersucht; er verschwindet einfach wieder von der Bildfläche), muss nur gegen Ende ein klärendes Gespräch führen, aber wenn dann die richtigen Liebesschwüre plus Ring kommen, ist wieder großes Glückskino angesagt.
Back- und Dekofans mögen an den minutiösen Beschreibungen von Laurels Produkten und ihrer Arbeit ihre Freude haben, mir war das einfach zu viel – und es wirkte mit all seinen Superlativen einfach übertrieben, wie auch überhaupt die Einsätze dieser Hochzeits-Taskforce mit Headsets und Codes fast wie eine Parodie auf den amerikanischen Optimierungswahn wirken, aber wohl ernst gemeint sind: schöne, perfekte, hard working people, und alle passen so gut zusammen.
Überhaupt diese Idee: vier tolle Kerle, vier Traumfrauen, alle sind von vornherein ein „Stamm“ und kommen über die Länge von vier Romanen 1:1 zusammen. Irgendwann weicht der Gedanke, wie schön das sein könnte, der Banalität, und man ist nur noch genervt. Wenn die Protagonisten selbst angesichts dieses Matchings überrascht wirken und sich gegenseitig mit Lobhudeleien nur so zuschütten, verdreht man als Leser/in nur noch genervt die Augen.
Und schließlich der Titel: es ist Sommer in diesem Buch, wo ist der Herbst? Der Originaltitel heißt „Savor the Moment“, aber für den deutschsprachigen Raum soll es halt eine „Jahreszeitentetralogie“ sein, da war nun mal der Herbst dran. Fazit: eine Mogelpackung auf ganzer Linie.
- Jennifer Wolf
Abendsonne. Die Wiedererwählte der Jahreszeiten (Buch 2)
(544)Aktuelle Rezension von: live_life__booksAbendsonne – Die Wiedererwählte der Jahreszeiten (Geschichte der Jahreszeiten Band 2) -Jennifer Wolf
Jugend-Highfantasy
Carlsen 2016
281 Seiten
7,99 €
Klappentext: [spoilert nicht]
„Als eine gewöhnliche Tochter der letzten bewohnbaren Stadt auf Erden gehört Daliah eigentlich aufs Feld. Dort pflückt sie Lavendelblüten und unterstützt ihre Familie. Doch dann wird sie von der Göttin Gaia auserkoren, deren vier Söhne kennenzulernen. Für einen von ihnen muss sie sich entscheiden und sich hundert Jahre an ihn binden. Auf wen wird ihre Wahl fallen? Den verspielten Frühling, den selbstsicheren Sommer, den tiefgründigen Herbst oder den verschlossenen Winter?“
Meinung:
Feministisch gesehen? Schwierig! Hat es mein Herz trotzdem erobert? JAHA
Ich hatte an diesem Teil sogar noch mehr Spaß, als am ersten Band der Reihe. Die Protagonistin Daliah habe ich voll und ganz ins Herz geschlossen. Sie wirkte für mich, als hätte sie wirklichen einen Charakter, den ich sogar noch sympathisch fand. Ihre Art Menschen und Tieren zu begegnen, empfand ich als sehr angenehm. Daliah wächst mit der Geschichte und lernt auch dazu. Der junge Halbgott kam in diesem Band etwas kürzer, aber holy war der mir sympathisch. Die Stimmung zwischen Daliah und ihm war oft so locker und lustig, dass ich häufig wirklich mitlachen musste. Zu spicy Szenen kommt es immer nur im Ansatz, also kein Matratzensport auf jeder zweiten Seite!
Der Schreibstil ist locker und super zum verschlingen der Geschichte geeignet. Wer Tiefgründigkeit und Wahnsinns Dialoge erwarten, ist hier zwar falsch, aber der Unterhaltungswert ist für mich bei der Geschichte einfach doppelt und dreifach gegeben. Natürlich musste ich auch bei diesem Band der Reihe öfter mal die Augen zudrücken, was schwierige Darstellungen der Beziehung zwischen Frau und Mann betrifft, aber dazu bin ich bei diesen Büchern irgendwie bereit.
- Jennifer Wolf
Göttersohn. Der Nachfahre der Jahreszeiten
(85)Aktuelle Rezension von: Lavendel_JuliaDer zweite Spin-Off Teil der Jahreszeiten Reihe. Hier sind einige Jahrhunderte vergangen und keiner weiß in wem und wann die Götterkinder wieder geboren werden. Leider einer der schwächeren Teile. Hermera befindet sich in einer anderen Zeitepoche mit vielen neuen Charakteren. Aber auch alte Bekannte kommen hier wieder zum Einsatz. Was mir sehr gut gefallen hat. Nun dreht sich alles um Evan Jehremias Birkenbaum und seine erst flüchtige Bekanntschaft Mikael. Von Anfang an war klar, diese beiden Seelen sind miteinander verbunden. Auf welchem Weg auch immer. Beide Protagonisten könnten jedoch nicht unterschiedlicher sein. So kommt Mikael aus einem Waisenhaus und ist ein sehr zurückhaltender und ruhiger Typ. Während Evan ein aufgeschlossener und aufgeweckter Typ ist. Das hat das kennenlernen etwas erschwert. Beide merken aber schnell, dass sie eine besondere Verbindung haben und ab da ging alles ganz schnell. Hier hätte ich mir etwas mehr Zeit gewünscht damit sich beide Charaktere besser weiterentwickeln können. Von der vermeintlichen Bedrohung mehr habe ich mir auch mehr erhofft. Was mir jedoch gut gefallen hat, waren die Rückblicke auf Sol und Yannis vorheriges Leben. “Göttersohn der Nachfahre der Jahreszeiten” konnte mich leider nicht ganz überzeugen auch, wenn mir einige Aspekte gefallen haben war die Geschichte viel zur kurzweilig.
Taschenbuch Preis: 12,99 €
Seitenanzahl: 272
Erscheinungsdatum: 11.11.2023 - Simon Barnes
Vom Glück einen Vogel am Gesang zu erkennen
(14)Aktuelle Rezension von: mabuerele„...Jedes Mal, wenn Sie einen Waldspaziergang machen, jedes Mal, wenn Sie auf den Weg zur Arbeit einen Park durchqueren, jedes Mal, wenn Sie im Garten oder auf dem Balkon sitzen und einen Vogel hören, wünsche ich Ihnen, dass diese Töne für Sie Bedeutung erhalten. Denn der Vogel wird Ihr Lied singen...“
Der Autor hat es sich zur Aufgabe gemacht, mich als Leser für die unterschiedlichen Töne der Vögel zu sensibilisieren. Auch wenn ich jetzt schon die eigentlich letzten Worte einer Rezension vorwegnehme, muss ich sagen, es ist ihm ausgezeichnet gelungen.
Doch das Buch ist noch viel inhaltsreicher. Es wird nicht nur erläutert, wie ein Vogel singt, sondern der Autor hinterfragt ebenfalls das „Warum?“
Für Vögel ist das Singen eine Überlebensstrategie. Das Lied unterscheidet die einzelnen Arten und dient der Partnersuche und damit der Fortpflanzung der Art.
Der Autor stellt die verschiedenen Vögel und ihre Lieder vor. Dabei informiert er gleichzeitig darüber, wo der Vogel lebt, wann er zu hören ist und was ihn von anderen seiner Art unterscheidet.
Immer wieder erneuert der Autor die Aufforderung, in unserer Welt der vielfältigen Hintergrundgeräusche das Ohr für die Vogelstimmen zu schulen.
„...Vogelstimmen sind Klänge des Lebens, die Musik des Lebens und der Sinn des Lebens, sie entscheiden aber auch über Leben und, ja, auch Tod...“
Dem Zitat gehen Ausführungen voraus, die zeigen, wie Vogelstimmen oder das Schweigen der Vögel auf Gefahren aufmerksam machen.
Der Autor scheut allerdings nicht vor Kritik an der menschlichen Rasse zurück. Als er das erdgeschichtliche Auftreten der Vögel skizziert und den Vergleich zieht, dass das Erscheinen des Menschen erst am Silvesterabend der bisherigen Historie der Erde stattfand, endet er mit folgenden sarkastischen Worten:
„...Möglicherweise ist das Größte, was der Mensch in der kurzen Zeit am Silvesterabend […] erreicht hat, das sechste Massensterben...“
Nicht zuletzt vergleicht der Autor den Gesang der Vögel mit menschlicher Musik. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass Vögel das Singen erst lernen müssen.
Der Aufbau des Buches ist so gestaltet, dass die Folge der vorgestellten Vögel immer von ein oder zwei theoretischen Abschnitten unterbrochen wird. Die Auswahl der Vögel wiederum richtet sich nach ihrem jahreszeitlichen Auftreten. Den Schlusspunkt bildet die Nachtigall. Dann folgen einige englischsprachige Gedichte, die den Gesang der Vögel thematisieren.
Eine weitere Besonderheit des Buches, die es zu etwas Besonderen macht, sind die hochwertigen und wunderschönen naturgetreuen Zeichnungen der Vögel.
Eine Auflistung über die betrachteten Vögel schließt das Buch ab.
- Margaret Rogerson
Rabenprinz
(123)Aktuelle Rezension von: Eliza_KoopmannAls Bücher mit der Zeit immer teurer wurden, habe ich mal für mich eine Regel aufgestellt. So bald ein Buch 10€ oder weniger kostet und es mich auch nur ein bisschen anspricht, kaufe ich es. Nun und genauso war es bei Rabenprinz und dann stand es erstmal über ein Jahr im Regal weil immer ein anderes Buch dazwischen kam. Aber schließlich war es soweit und ich habe es an einem Tag beendet. Meine Meinung dazu ist allerdings etwas gespaltet.
Einerseits würde ich sofort sagen, dass es ein super Buch ist.
Meiner Meinung nach hat es viel mehr hype und aufmerksam verdient, als es bekommt ( vielleicht ist der hype aber auch einfach an mir vorbeigegangen ). Die Geschichte ist sehr spannend und die tension perfekt. Ich liebe die Grundidee und die Charaktere sind auch im Kern sehr komplex.
Allerdings finde ich die Geschichte viel zu schnell und gehetzt. Vieles wirkt einfach zu schnell und teilweise fehlt tief in der Story und den Charakteren. Ich hätte mir gewünscht, dass der Auslöser für das Abenteuer noch eine viel größere Rolle spiel, doch leider wurde dieser meiner Meinung nach viel zu schnell fallen gelassen. In einer Trilogie oder Dilogie mit mehr Zeit um die Gecshichte und die Charaktere und deren tiefe und Beziehung aufzubauen hätte das Buch noch besser funktioniert.
Trotzdem war es sehr fesselnd und ich bin nach einem etwas schwierigen Start von ca 40 Seiten nur so durch den Rest der Gecshichte geflogen.
Insgesamt gibt es 3/5 von mir und eine klare Empfehlung an Fantasy Fans!
- Sara Raasch
Snow Like Ashes
(28)Aktuelle Rezension von: EmkeysevenINAHLT
Angra, der König von Spring, hat vor Jahren seine Macht genutzt, um das Königreich Winter anzugreifen. Sehr viele sind gestorben. Der Rest ist eingesperrt und muss für Spring arbeiten. Nur 25 sind damals entkommen, von denen nach sechzehn Jahren nur noch acht übrig sind.
Sie sind die letzte Hoffnung von Winter.
Eine der Überlebenden ist Meira, die nur zu gern für Winter kämpfen würde und heimlich in Mather verliebt ist, den Erben von Winter. Mather ist der Sohn von der verstorbenen Königin von Winter, doch da er nicht weiblich ist, kann er das Conduit des Reiches, die Magie, auf die nur Frauen der königlichen Linie zugreifen können, nicht benutzen und ist somit nutzlos.
Zudem hat Angra das Medaillon, das das Conduit darstellte, zerstört und versteckt.
Immer wieder versuchen Sir und andere der acht Verbliebenen - abgesehen von Meira, die nie mitdarf - die beiden Medaillon-Hälften zu finden und zu vereinen. Sie erfahren von der Position einer Hälfte und Meira schafft es, Sir davon zu überzeugen, dass sie bereit ist. Endlich kann sie wirklich für ihr Land kämpfen, für ihr Land und für ihren König, mit dem sie niemals zusammen sein kann.
Doch dieser Ausflug hat seine Konsequenzen und Meira wird in einen Strudel aus böser Magie und Intrigen gezogen...
MEINUNG
Cover
Dieses runde Ding auf dem habe ich erst verstanden, als ich nachgesehen habe, was ein Chakram ist. Es wurde im Buch immer und immer wieder erwähnt, denn es ist Meiras Lieblingswaffe, die sie am Liebsten immer mit sich rumträgt. Das ist clever gewählt, da es ja zwei Löcher hat, wo die beiden Jahreszeiten-Königreiche, die in diesem Band eine Rolle spielen, abgebildet sind. Ich mag das Cover wirklich sehr ^^
Protagonisten Meira ist sehr mutig und zielstrebig, und ich fand sie wirklich ziemlich sympathisch. sie setzt sich oft durch und reagiert meist schlagfertig auf neue Situationen. Das aber oft sehr unbedacht, womit sie sich immer wieder in Gefahr bringt. Sie ist auch sehr clever, aber meistens handelt sie einfach zu impulsiv. Ihr liegt viel an Winter und an ihren Freunden. Sie fasst schnell Vertrauen, was gefährlich ist, wenn man einen so starken Feind hat. Sie ist loyal und tut alles, um ihre Lieben zu beschützen, auch wenn es sie selbst in Gefahr bringt.
Mather ist nicht annähernd so präsent wie Meira, spielt aber eine größere Rolle (klar, er ist der König) und taucht auch öfter auf. Er ist eigentlich ziemlich durchschnittlich, für einen Buchcharakter jedenfalls. Er ist nett, er macht sich Sorgen ohne Ende, schließlich ist sein Königreich zerstört worden, und er kann nichts tun. Er wirkte durch seine Hoffnungslosigkeit noch machtloser und schwächer als er sein sollte. Auch wenn er das Conduit nicht nutzen kann, kann er König werden. Und zudem ist er die einzige Hoffnung von Winter, er sollte zumindest so tun, als sei er stark.
Die "Liebesgeschichte" zwischen den beiden fand ich ehrlich gesagt ziemlich langweilig. Es kann einfach nicht sein, denn er ist der König und sie ist ihm nicht würdig und so weiter. Das kannte man ja noch gar nicht.
Andere Charaktere Es gab einige Charaktere, da man in diesem Buch relativ viel unterwegs war und es überall andere Leute gab. In Rania Plains nördlich der Jahreszeiten-Königreiche waren sie am Anfang, dort ist das Camp der überlebenden Winterianer gewesen. Auch in Spring war man natürlich und im Mittelteil noch nördlicher als Rania Plains in Cordell, das zu den Rhythm-Königreichen zählt.
In Cordell traf man zum Beispiel Prinz Theron (warum man den traf, will ich nicht sagen, um nicht zu spoilern). Den mochte ich schon, denn er war sympathisch und schlau, und eigentlich, wenn ich darüber nachdenke, hat Mather eigentlich keine Eigenschaft, die ihn mir unsympathischer macht als den anderen Prinzen, aber Theron mochte ich trotzdem lieber ^^
In Spring lernte man Nessa kennen, die durch ihre Hoffnung so naiv wirkt, dadurch hat man Mitleid mit ihr und mag sie einfach.
Handlung
Ich glaube, das mit den Jahreszeiten-Königreichen habe ich nicht ganz verstanden. In Winter ist immer Winter, aber in den anderen Dreien, Spring, Autumn und Summer, folgen die vier Jahreszeiten ganz normal aufeinander? Ich meine, es hätte eine Zeile in diesem Buch gegeben, in der das gesagt wurde. Aber vielleicht verwechsele ich auch etwas, und es waren eigentlich die Rhythm--Königreiche gemeint? Ich weiß es nicht. Und ich denke auch nicht, dass ich diese Zeile finden könnte, wenn ich sie suchen würde.
Ansonsten fand ich das Buch ziemlich spannend. Ich konnte eigentlich nichts vorhersehen und dadurch wurde ich immer wieder überrascht ^^ Dazu waren die Ideen wirklich gut, und die Geheimnisse, die die Autorin für sich behielt, waren gut gewählt, also kamen die Wendungen ziemlich überraschend, aber nicht aus der Luft gegriffen und seltsam, sondern waren gut eingebaut.
FAZIT:
Insgesamt gefiel mir Snow Like Ashes wirklich gut, es war spannend, hatte eine starke und heldenhafte Protagonistin und das offene Ende mit bösem Cliffhanger macht sehr neugierig auf Band zwei! - Lynn Raven
Der Spiegel von Feuer und Eis
(184)Aktuelle Rezension von: sessiEin fantastischer Roman. Eine Welt in Eis, eine Sage von einem Spiegel. Eine junge Frau mit einer Gabe und eine Reise mit einem fremden... es knistert. Es ist spannend. Aufregend. und einfach wunderschön!
- William Horwood
Hyddenworld 2
(17)Aktuelle Rezension von: Maza_e_KeqeWas am Schluss des ersten Bandes auf wenigen Seiten knapp abgefertigt wird, erzählt der Beginn dieses Buches ausführlich. In der unverändert langatmigen und eintönigen Art. Auch werden bisherige Ereignisse nochmals beschrieben zur Auffrischung der Erinnerung an Band 1. Stellenweise scheinen sie der vorherigen Beschreibung zu widersprechen. An anderen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass auf optische Details bzw. Veränderungen bei Personen näher eingegangen würde. Auch scheinen die zeitlichen Abläufe unstimmig und verwechselt worden zu sein. Eine Übersichtskarte, beispielsweise im Einband, wäre hilfreich gewesen.
Die Protagonisten wirken auf mich beim Lesen blass und leblos. Ich fühle einfach nicht mit ihnen und kann mich daher kaum auf die Geschichte und die Handlung konzentrieren.
Leider finden sich auch in diesem Buch immer wieder Schreib- und Tippfehler, die den Lesefluss stören. Der Erzählstil kann mich noch immer nicht mitreißen. Besonders schlimm fand ich aber, dass eine Person, von der gesagt wurde (vermutlich in Band 1, ich weiß es nicht mehr genau), dass sie verstorben war, in diesem Buch plötzlich einen Auftritt hatte. Dieser Patzer ist es, der mich zu der Überzeugung bringt, dass ich die Reihe nicht weiter verfolgen möchte. Die Geschichte ist halbwegs interessant genug, aber der Stil und derartige Fehler lassen mich meine Zeit angenehmerer Lektüre zuwenden.
- Kai Pannen
Mach die Biege, Fliege!
(21)Aktuelle Rezension von: SternchenBlauDie tolle Kinderbuch-Reihe von Kai Pannen können mein 11jähriger Sohn und ich absolut empfehlen. „Mach die Biege, Fliege“ ist der 2. Teil.
Nachdem im ersten Fliege Bisy zunächst als Weihnachtsbraten von Karl-Heinz im Netz gefangen genommen wurde, entwickelte sich eine große Freundschaft zwischen den beiden. Nun zerstört der Frühjahrsputz das Spinnennetz und die beiden müssen draußen zurecht kommen. Wieder begegnen die beiden allerhand anderen Insekten und Kleingetier. Der Charakter der Figuren passt dabei oft sehr witzig zu den Eigenheiten der Tiere, die allerhand witzigen Beschäftigungen nachgehen: Die Nashorn-Käfer-Dame gründet erst spontan für Karl-Heinz’ Sofa ein Umzugsunternehmen, um dann, ob der großen Beschwerlichkeit, auf eine Fluglinie umzusatteln.
Diese Begegnungen mit anderen Tieren machen ebenso viel Spaß wie das Verhältnis der beiden Freunde, das nie ganz konfliktfrei abläuft, aber am Ende mögen die beiden sich viel zu sehr, um sich lange böse zu sein.
Die kurzen Kapitel und die einfachen Sätze machen das Buch zu einem idealen Buch für fortgeschrittene Leseanfänger*innen. Gleichzeitig gelingt Kai Pannen so eine wundervolle Sprache, die sowohl sehr gut zum Vorlesen geeignet ist, und auch größeren Kindern und Erwachsenen weiterhin Spaß macht. Und die Illustrationen des Autors runden das Ganze richtig toll ab.
Große Leseempfehlung für diese Reihe um eine ungewöhnliche Freundschaft.
- Leo Lionni
Frederick
(97)Aktuelle Rezension von: AukjeDie kleine Feldmaus Frederick lebt mit seiner Familie und anderen Mäusen in einer alten Steinmauer. Als sich der Winter langsam nähert beginnen die Mäuse Vorräte für den Winter zu sammeln. Die Ausnahme ist aber Frederick und die anderen Mäuse konfrontieren ihn ein wenig verwundert da er nicht hilft. Aber er antwortet ihnen nur dass er Sonnenstrahlen, Farben und Wörter für die grauen und kalten Wintertage sammle. Als nun alle Mäuse den Winter gemeinsam in der Steinmauer verbringen beginnen sich die gesammelten Vorräte langsam zu neigen. Doch nun ist es Frederick der die anderen Mäuse durch seine gesammelten Vorräte moralisch aufbaut.
Ein wunderschönes Kinderbuch mit einer ebenso schönen Botschaft. Ein Klassiker den jedes Kind oder auch Erwachsener mal gelesen haben sollte.
- Birgit Rabisch
Die vier Liebeszeiten
(58)Aktuelle Rezension von: PetzipetraSo wie das Jahr in ihre Jahreszeiten geteilt ist, genauso ist das Leben in Abschnitte geteilt. Sogar die Liebe hat ihre Höhen.... ihre Tiefen... ihre ruhigen Zeiten... Turbulenzen und wie wir wissen noch viel mehr.
Die Autorin lässt uns mit Rena und Haube genau diese Liebe die Alles überwindet und gemeinsam wächst erleben.Sie lässt uns träumen und regt zum Nachdenken an.Gibt Mut und Kraft zum weitermachen. - Michelle Paver
Dein Ende wird dunkel sein
(17)Aktuelle Rezension von: NiWa1937 entscheidet sich eine Gruppe junger Männer dazu, eine Expedition in die Arktis zu wagen. Überschwänglicher Entdeckerdrang und die Aussicht auf den arktischen Winter stacheln die Abenteuerlust der Männer an. Schon vor Reisebeginn gerät das Vorhaben ins Wanken, weil ein Teilnehmer ausfällt, der Schiffskapitän sie gar nicht ans Ziel bringen will und ihnen abergläubischen Geschichten zu Ohren kommen. Endlich an der Destination angelangt, kommt es zu merkwürdigen Vorfällen, und das Unheil wartet in der Dunkelheit.
Ich liebe Geschichten, die in der Arktis angesiedelt sind. Abenteuer, das Unerforschte und die bedrohliche Dunkelheit regen meine Fantasie an. Aufmerksam bin ich auf „Dein Ende wird dunkel sein“ geworden, weil es in einem anderen Buch, genau gesagt in „The Dark“ von Emma Haughton, erwähnt wird.
Die Geschichte beginnt in London im Jahr 1937, wo sich vier Männer entschließen, eine Expedition nach Gruhuken in die Arktis zu wagen. Die Forscher brennen auf ein Abenteuer, ergeben sich in romantischen Vorstellungen des Entdecker-Daseins und erwarten es kaum, in der eisigen Finsternis zu sitzen.
Von Anfang an geht einiges schief. Bevor die Reise beginnt, erkrankt ein Teilnehmer und das ursprüngliche Vierergespann ist nur mehr zu dritt unterwegs. Am Schiff und bei Zwischenhalten spüren sie die Abneigung der Menschen gegen ihr Ziel, und sogar der Kapitän weigert sich, sie am vereinbarten Zielort abzusetzen.
Den Umständen zum Trotz gelangen die Männer nach Gruhuken, wo sie das Wetter, die Arktis und das karge Leben erforschen.
Erzählt wird der Roman aus der Sicht von Jack und ist in Form eines Tagebuchs geschrieben. Er verfügt, im Gegensatz zu seinen Kumpanen, über spärliche Finanzen. Für ihn stellt die Expedition den Ausbruch aus seinem bisherigen, eher erfolglos verlaufenen, Leben dar. Er reiht sich als Funker in die Gruppe ein und kommt auf diese Weise seinem ursprünglichen Berufswunsch nahe.
Michelle Parver fängt souverän und subtil die Stimmung ein. Die angespannte Erwartungshaltung, den Ruf des Abenteuers, die Aufregung um diese erschreckende Expedition sowie die Verheißung des Entdecker-Ruhms werden exzellent eingefangen.
Während der Schiffsfahrt gesellen sich Eindrücke der rohen Landschaft hinzu. Das raue eisige Meer, treibende Eisschollen, das Seufzen und Knacken der Eisberge, das flüsternd auf’s Schiffsdeck hallt - diese Elemente hüllen den Leser ein, ziehen ihn mit auf die faszinierende Expedition und geben ein Gefühl dafür, was es bedeutet in der Arktis zu sein.
In Gruhuken angelangt kommt neben der rohen Naturgewalt ein schauriges Element hinzu: Merkwürdigkeiten häufen sich, eine Gruselstimmung zieht auf und Jack vermerkt mehrmals in seinem Tagebuch, dass er es mit der Angst zutun bekommt. Vernunftsbegabt wie er ist, tut er so manche Beobachtung als Sinnestäuschung ab.
Für mich war „Dein Ende wird dunkel sein“ ein eisiges Abenteuer, das mich mit subtiler Spannung, dem ungemütlichen Schauplatz und der verheerenden Finsternis an das Buch bannte:
„Vielleicht ist hinter diesen Fenstern gar nichts mehr. Vielleicht gibt es nur dich und diese Hütte, und dahinter das Dunkel.“ (S. 121-122)
Jacks Tagebuch liest sich von der ersten Seite an unheilvoll. Es liegt etwas Schweres und Bedrohliches in der Dunkelheit. Spannung und Neugier werden bis zu guter letzt aufrecht erhalten, wo ein kontrastreicher Abschluss wartet, den ich äußerst gelungen fand.
Michelle Paver hat die arktische Umgebung exzellent mit den Stil-Elementen eines Schauerromans kombiniert und der Geschichte, meiner Meinung nach, durch die Tagebuchform zusätzliche Faszination verliehen.
Es war kalt, spannend und subtil gruselig und hat mir damit außerordentlich großen Spaß gemacht.
- Carson Ellis
Wazn Teez?
(9)Aktuelle Rezension von: KleinerVampirBuchinhalt:
Mittelpunkt der sehr modern gezeichneten Bildergeschichte ist ein Pflänzchen, das im Laufe der Geschichte wächst und von dem keines der beteiligten Insekten weiß was das nun ist und was man damit macht. Schließlich bauen Käfer und Falter daran ein Baumhaus. Dieses ist nur von kurzer Dauer, denn im Herbst vertrocknet die Pflanze....
Persönlicher Eindruck:
Oh je..... Es fällt mir schwer, meine Empfindung diesem Buch gegenüber in Worte zu fassen. Es ist in meinen Augen ehrlich gesagt rechter Mist und alles andere als anspruchsvoll. Hintergrund und Aufhänger ist der Jahreskreislauf von Werden und Vergehen, was dem Leser anhand des Pflänzchens, das über die Seiten hinweg wächst, deutlich gemacht wird.
Das ist aber auch schon alles Positive. Weitere Protagonisten sind zahlreiche Insekten, die in einer Art Fantasiesprache miteinander kommunizieren. Diese wurde laut Verlagstext eigens für dieses Buch konzipiert und soll die kleinen Leser wohl dazu animieren, sich näher mit dem Gesehenen zu beschäftigen. Ganz ehrlich: selten so einen Schwachsinn gelesen und gesehen. Tut mir leid, aber zwei Dinge stoßen mir dabei sehr negativ auf:
Erstens: das empfohlene Lesealter liegt laut Verlag bei 5-7 Jahren. In meinen Augen absolut daneben, denn keinen Siebenjährigen lockt man heute noch mit so einem banalen Blödsinn. Als ich in diesem Alter war, beschäftigte ich mich bereits mit Karl May und sah damals schon gerne Bonanza und Historienfilme – aber ganz bestimmt nicht Insektenbildchen mit Ausdrücken wie „Ba Baa Knipsis“. Das Buch taugt allenfalls zur Beschäftigung mit Ein- oder Zweijährigen.
Zweitens: sehr bedenklich erachte ich eine derartige Fantasiesprache für (Klein)Kinder. In dem Alter lernt man richtig zu sprechen, und dazu taugt das Machwerk überhaupt nicht. Geht man mal von der Altersvorgabe aus, handelt es sich offiziell um ein Buch für Erstklässler – und denen bringt man dann nichtssagende Babysprache bei? Um Gottes Willen! Die meisten der Textausdrücke lassen sich noch nicht mal mit viel Fantasie „übersetzen“.
Letztendlich hilft es auch nicht, dass die Zeichnungen in reduzierter Farbpalette in modernem Design noch ganz passabel sind. Es ist in meinen Augen nichts weiter als ein Kunstprojekt und auf intellektuelle Weise von Erwachsenen für Erwachsene gemacht, aber keinesfalls pädagogisch nützlich für Kinder.
Fazit: durchgefallen auf ganzer Linie. Würde ich keinem Kind antun.
- Solvej Balle
Über die Berechnung des Rauminhalts II
(9)Aktuelle Rezension von: ZauberberggastHeute ist der 20. November. Ich bin in der Zeit fortgeschritten, der 18. November liegt für mich schon zwei Tage zurück. Der 18. November ist für die meisten Menschen ein ganz normaler Tag, es sei denn, sie haben Geburtstag oder ein anderes wichtiges Ereignis an diesem Tag zu begehen. Nicht so für Tara Selter, die Protagonistin und Ich-Erzählerin aus “Über die Berechnung des Rauminhalts” von Solvej Balle. Für die belgisch-britische Französin, die von Beruf antiquarische Buchhändlerin ist, wiederholt sich der 18.11 immer und immer wieder, sie ist in einer Zeitschleife gefangen.
Seit ich letztes Jahr am 18.11 mit der Reihe angefangen habe, bin ich großer Fan und doch habe ich im Laufe des Jahres nicht mehr weitergelesen. Vier Bände des auf sieben Bände angelegten Werks sind bereits von Peter Urban-Halle für Matthes & Seitz Berlin vom Dänischen ins Deutsche übersetzt worden und trotz der Begeisterung habe ich erst jetzt wieder, an einem 18.11, zu Band II gegriffen. Es kam mir irgendwie falsch vor, nicht am oder um den 18.11 den “Rauminhalt” zu lesen. Gleichzeitig werde ich am 18.11, so oft der Tag auch für mich wiederkehren möge, keine andere Buchreihe, keinen anderen Roman lesen können als: “Über die Berechnung des Rauminhalts” von Solvej Balle.
Dabei wäre es - zumindest was Band II betrifft - eigentlich passend gewesen. Denn in diesem Buch versucht Tara aus der Gleichzeitigkeit ihrer Umstände, dem Immergleichen “ihres” 18. November auszubrechen und sie fängt quasi an, im 18.11 die Jahreszeiten zu suchen. Sie konstruiert sich künstlich das Zeitvergehen, das sie anhand von meteorologischen Markern festmacht, die den Jahreszeitenwechsel indizieren. Sie reist durch ganz Europa, um richtigen Winter mit Schnee (in Skandinavien), einen Frühling mit neugeborenen Schafen (in Süd-Cornwall), einen warmen Sommertag (in Südrankreich) und schließlich milde Frühherbsttage (im Rheinland) zu erleben.
Die Szene, wo sie mit ihren Eltern in Brüssel Weihnachten feiert, ist geradezu rührend. Wie sie selbst versucht, eine Illusion zu erzeugen, die Zeitschleife zu überlisten, indem sie den Christmaspudding mit ins Bett nimmt. Denn die Sachen in ihrem Bett neigen dazu, nicht zu verschwinden, so wie sie selbst auch ihre Erinnerungen an die täglich wiederkehrenden 18. November behält - nur alle anderen nicht. Wir lernen in diesem Band mehr über Taras Vergangenheit und ihre Weltsicht. Thomas, ihr Mann, der im ersten Band viel Raum eingenommen hat, wird
nicht so oft erwähnt. Er bleibt in ihrem Haus in Frankreich, Tara trifft ihn nicht, sie denkt nur an ihn, wenn sie an Körperlichkeit und Glück denkt.
Ich habe wieder so viel angestrichen, mir so viel von dieser ruhigen, philosophischen Prosa merken wollen. Zum Beispiel die Resignation, das Akzeptieren, dass ihre Jahressimulation eine Farce war: “Vielleicht soll ich einfach in der Welt leben, wie sie ist, und akzeptieren, dass es keine Feiertage mehr gibt, kein Weihnachten, kein Neujahr, dass ich nie mehr Winter oder Frühling erleben werde, kein Ostern, keinen Sommer. Nur November. November.” (S. 142)
Ich weiß nicht, ob ich ein ganzes Jahr auf Buch III warten will. Nicht nach dem Cliffhanger am Ende. Wie soll ich es aushalten, dass mein 18. November sich nur einmal im Jahr wiederholt?























