Bücher mit dem Tag "jahrhundertwende"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "jahrhundertwende" gekennzeichnet haben.

198 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596512980)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.796)
    Aktuelle Rezension von: Klugscheisser

    Dieses Buch hat mein Leben bereichert

    "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón ist ein mitreißendes Meisterwerk, das den Leser in eine faszinierende Welt voller Geheimnisse, Intrigen und unvergesslicher Charaktere entführt. In dieser Rezension werde ich die bemerkenswerten Aspekte dieses Romans beleuchten.

    Zafón entführt uns in das Barcelona der Nachkriegszeit, eine Stadt, die von düsteren Geheimnissen und versteckten Schätzen durchdrungen ist. Die Geschichte beginnt, als der junge Daniel Sempere ein geheimnisvolles Buch mit dem Titel "Der Schatten des Windes" entdeckt. Dieses führt ihn auf eine fesselnde Reise durch die verwinkelten Gassen Barcelonas und die düsteren Mysterien seiner eigenen Familie.

    Eine der bemerkenswertesten Qualitäten des Romans ist Zafóns meisterhafte Sprache und seine Fähigkeit, eine lebhafte und atmosphärische Kulisse zu schaffen. Die detaillierte Beschreibung der Stadt Barcelona verleiht dem Roman eine fast greifbare Präsenz und lässt den Leser tief in die Welt eintauchen.

    Darüber hinaus sind die Charaktere in "Der Schatten des Windes" unglaublich vielschichtig und fesselnd. Von Daniel Sempere, einem neugierigen jungen Buchliebhaber, bis zu dem geheimnisvollen Schriftsteller Julian Carax, jeder Charakter ist sorgfältig ausgearbeitet und trägt zur fesselnden Handlung bei.

    Die Handlung selbst ist voller unerwarteter Wendungen, Intrigen und überraschender Enthüllungen, die den Leser bis zur letzten Seite gefesselt halten. Die Verflechtung von Vergangenheit und Gegenwart, Liebe und Verrat, ist meisterhaft ausgeführt und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

    Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt des Romans ist seine Reflexion über die Macht der Literatur und die Bedeutung von Büchern in unserem Leben. "Der Schatten des Windes" feiert die Magie des Lesens und die Kraft der Worte, um uns zu trösten, zu inspirieren und zu transformieren.

    Insgesamt ist "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón ein meisterhaft geschriebener Roman, der den Leser in seinen Bann zieht und ihn auf eine unvergessliche Reise durch das Barcelona der Nachkriegszeit führt. Mit seiner fesselnden Handlung, seinen faszinierenden Charakteren und seiner poetischen Sprache ist dieses Buch ein absolutes Muss für alle Liebhaber von Literatur und spannender Belletristik.

    Ich habe ihn, im Abstand von einigen Jahren bereits dreimal gelesen.

    Es gibt, Gott und dem Autor sei es gedankt, drei Fortsetzungen der Geschichte. Auch diese habe ich mehrfach verschlungen. In meiner Erinnerung sind alle Bücher zu einer einzigen großßartigen Geschichte verschmolzen

    Die Fortsetzungsbände von "Der Schatten des Windes" bilden zusammen mit dem Originalroman eine Serie von Büchern, die als "Der Friedhof der Vergessenen Bücher" bekannt sind. Hier sind die Titel der Fortsetzungsbände:

    1. "Das Spiel des Engels" (Originaltitel: "El juego del ángel")
    2. "Der Gefangene des Himmels" (Originaltitel: "El prisionero del cielo")
    3. "Das Labyrinth der Lichter" (Originaltitel: "El laberinto de los espíritus")


    Diese Bücher knüpfen an die Ereignisse und Charaktere von "Der Schatten des Windes" an, erkunden jedoch jeweils neue Aspekte der Geschichte und führen den Leser tiefer in die faszinierende Welt des "Friedhofs der Vergessenen Bücher". Jedes Buch bietet eine eigenständige, aber dennoch miteinander verbundene Handlung und erweitert das Universum, das Carlos Ruiz Zafón geschaffen hat.

    Mein absoluter Lesetipp !!

  2. Cover des Buches Rubinrot (ISBN: 9783401506005)
    Kerstin Gier

    Rubinrot

     (14.247)
    Aktuelle Rezension von: Book_wormmaike

    Ein Absoluter Klassiker den man einfach gelesen haben muss! 

    Gwendolyn hat es mit ihrer Familie wahrlich nicht einfach. Jeder scheint ein Geheimnis zu haben und erst, als sie sich plötzlich in einer anderen Zeit wieder findet scheint  sich der Geheimnisnebel endlich zu lüften. 

    Ein super Buch um mit dem Lesen anzufangen.  Kerstin Gier konnte es in diesen Buch mal wieder schaffen einen vom Anfang bis zum Ende zu fesseln und zu unterhalten. Die Protagonisten fand ich im laufe der Geschichte sehr sympathisch und man konnte sich mit ihnen gut identifizieren.

  3. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.283)
    Aktuelle Rezension von: Mike_Leseratte

    Dies ist nicht der erste Follett den ich lese, dennoch wahrscheinlich einer der besten. Der Einstieg ist etwas gewöhnungsbedürftig, weil man sich an die vielen sehr unterschiedlichen Charaktere gewöhnen muss. Doch sobald man dies geschafft hat, kann man das Buch echt nur noch genießen. Die verschiedenen Charaktere spiegeln wunderbar die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und Länder dar, die entsprechend in dem Weltkrieg beteiligt sind. Es wird ausführlich dargestellt, wie die Kette an Umständen für den Krieg sorgt, wie der Krieg abläuft und wie wieder "Frieden" einkehrt. 

    Dennoch schadet es nicht, entsprechendes Vorwissen zu haben, um die Ereignisse in den richtigen Kontext einordnen zu können. Des weiteren ist mir zu Beginn des Buches einige "tun" aufgefallen, was den Lesefluss störte, da diese leicht hätten verhindert werden könnten. Ich kann nur vermuten, dass es Übersetzungsüberbleibsel von dem Verb "do" ist, oder eigentlich den walisischen Wortschlag aufgreifen möchte, was aber im deutschen nicht sehr gelungen ist. Dadurch, dass er nach kurzer Zeit verschwindet, fällt er auch nicht mehr sonderlich ins Gewicht.


    Insgesamt eine wunderbare Aufarbeitung und Erzählung zu Zeiten des ersten Weltkrieges. 

  4. Cover des Buches Saphirblau (ISBN: 9783401506012)
    Kerstin Gier

    Saphirblau

     (7.175)
    Aktuelle Rezension von: Janniversum

    Mir hat Rubinrot sehr gut Gefallen und ich wollte, Damm (wer hät‘s gedacht) weiterlesen. Saphirblau war sehr sehr gut, doch nicht gefallen hat mir, dass Gwendolyn sehr naiv war und ich ihre Entscheidungen nicht anchvollziehen konnte. das mochte ich nicht. Abe rainst war es sehr, sehr gut!

    Viel Lesesspaß!

  5. Cover des Buches Der Nachtzirkus (ISBN: 9783453321601)
    Erin Morgenstern

    Der Nachtzirkus

     (1.055)
    Aktuelle Rezension von: juliaaxx

    Ich hatte schon viel von dem Buch gehört und da mir das Design und der Klappentext direkt sympathisch waren, hat "Der Nachtzirkus" es schnell von meiner Leseliste in mein Bücherregal geschafft. 

    Celia und Marco wurden von den größten Magiern ihrer Zeit ausgebildet, um in einer magischen Herausforderung gegeneinander anzutreten. Worin genau diese Herausforderung genau besteht, ist ihnen jedoch beiden schleierhaft, selbst als sie längst mittendrin stecken. Auch, gegen wen sie antreten, wissen sie anfangs nicht - Fest steht nur, dass ihr Wettstreit sich im Nachtzirkus entscheiden wird, dem mysteriösen Zirkus, der Menschen auf der ganzen Welt fasziniert. 

    "Der Nachtzirkus" war ganz anders, als ich erwartet hatte und trotzdem – oder auch gerade deshalb – ein ganz besonderes Leseerlebnis. Das Buch spielt mit Offenheiten und Leerstellen, die die Lesenden selbst ausfüllen müssen. Ohne ein gewisses Vertrauen, dass am Ende alles einen Sinn ergibt, kann das schon mal zur Verwirrung führen, aber obwohl einige Elemente bis zum Schluss eher verschwommen bleiben, löst das Buch dieses Versprechen insgesamt doch ein. 

    Die Geschichte folgt nicht, wie ich erwartet hatte, eng Celia und Marco, sondern gibt auch den anderen Figuren rund um den Nachtzirkus viel Raum, was viele interessante Perspektiven zulässt. Etwas schade fand ich allerdings, dass dadurch die Nähe zu den einzelnen Figuren etwas verlorenging, insbesondere mit Marco bin ich nie wirklich warmgeworden. Da es mir in dem Buch aber letztendlich ohnehin eher um das Gesamtbild zu gehen schien als um die einzelnen Puzzleteile, fand ich das in Ordnung.

    Dieses Gesamtbild zeichnet sich für mich gerade durch tolles Foreshadowing und eine interessante Symbolik aus. Zu der ruhigen und nachdenklichen Stimmung des Buches trägt aber natürlich auch der wunderschöne und poetische Schreibstil der Autorin bei. Erin Morgenstern versteht es, die großen Dinge ganz klein zu zeigen und genau die richtigen Details herauszupicken, um eine ganze Welt im Kopf der Lesenden entstehen zu lassen.

    Insgesamt war der Nachtzirkus für mich ein sehr magisches und besonderes Buch. Auch wenn es etwas Geduld braucht, um zu begreifen, wo die Geschichte hinführt, lohnt es sich, sich darauf einzulassen.

  6. Cover des Buches Der Junge, der Träume schenkte (ISBN: 9783404160617)
    Luca Di Fulvio

    Der Junge, der Träume schenkte

     (1.147)
    Aktuelle Rezension von: la_vie

    In "Der Junge, der Träume schenkte" begleiten wir eine junge italienische Auswanderin und ihren Sohn, die ein neues Leben in Amerika beginnen. Cetta, die von ihrer Mutter verkrüppelt wurde, um sie vor Vergewaltigungen zu schützen, nur um dann trotzdem vergewaltigt zu werden, wünscht sich für ihren Sohn ein besseres Leben als sie es bisher hatte. Sie beschließt nach Amerika auszuwandern. Der große amerikanische Traum geht für sie allerdings nicht in Erfüllung, muss sie doch in Amerika zunächst als Prostituierte arbeiten, um über die Runden zu kommen. Ihr Sohn Natale, in Amerika der Einfachheit halber nur Christmas genannt, droht auf die schiefe Bahn zu geraten und legt sich mit mächtigen Gangsterbossen an. Er verliebt sich in ein Mädchen, das der besseren Gesellschaft angheört und das leider ihr Schicksal mit Cetta teilen muss, denn auch sie wurde vergewaltigt. Die beiden werden zunächst vom Leben getrennt, bis Christmas seinen Weg zum Radio findet, das das Leben der beiden komplett verändert.

    Ich fand die Geschichte an sich wirklich interessant und lesenswert. Cetta tat mir einerseits leid und andererseits konnte man sie nur bewundern. Sie musste schon so vieles in ihrem Leben erleiden und trotzdem hat sie nie ihre Stärke und ihre Lebensfreude verloren. Christmas ist ein wirklich netter Junge, der aber seiner Mutter beweisen will, dass er ein "echter" Mann sein kann und daher eine Zeit lang mit dem Feuer spielt, indem er sich mit einigen Gangsterbossen anlegt und versucht seine eigene Gang zu gründen. 

    Was ich schade fand war, dass am Anfang des Buches Cettas Geschichte noch sehr im Vordergrund stand und dann relativ plötzlich kaum noch relevant war, als alles Wichtige von ihr erzählt war. In der zweiten Hälfte des Buches kam sie nur noch als Nebencharakter vor. Generell kamen Lebensveränderungen der Charaktere relativ plötzlich. Von einem Tag auf den anderen beschließt Christmas, seine Gangsterkarriere an den Nagel zu hängen und zum Radio zu gehen, weil er gerne Geschichten erzählt. Er erzählt Geschichten aus seinem Gangsterleben, was die Massen begeistert. Die Leute bekommen gar nicht genug davon. Indirekt sind es diese Geschichten, die auch Christmas und seine Jugendliebe wieder zusammenführen, auch wenn die Geschichte hier ein wenig in die Länge gezogen wurde.

  7. Cover des Buches Moby Dick (ISBN: 9783958390430)
    Herman Melville

    Moby Dick

     (521)
    Aktuelle Rezension von: Alrik

    Die atemberaubend illustrierte Schmuckausgabe von Moby Dick entführt den Leser in die schicksalhafte Welt von Kapitän Ahab und seiner obsessiven Jagd auf den Weißen Wal. Kai Würbs' einzigartige Zeichnungen katapultieren die Abenteuer auf hohe See zu neuen visuellen Höhen und machen diese Ausgabe zu einem wahren Kunstwerk.


    Der Klappentext von Moby Dick verspricht nicht zu viel – Leserinnen und Leser werden in ein episches Abenteuer auf hoher See hineingezogen, das den stetigen Kampf gegen die Natur und die düsteren Abgründe der menschlichen Seele beleuchtet. Die lebendige Darstellung von Kapitän Ahabs fanatischer Rache und Ismaels unzähmbare Abenteuerlust fesseln die Sinne und entführen uns in eine Welt voller Dramatik und Leidenschaft.


    Die Ausstattung des Buches ist ebenso beeindruckend wie der Inhalt selbst. Die großzügig illustrierte Schmuckausgabe mit aufwendigen Extras wie einer Weltkarte mit Schiffsroute, authentischen Rezepten der Matrosen und interessanten Fakten zur Geschichte des Walfangs lässt den Leser tief in den Roman eintauchen. Jedes Detail, von der Silberfolie über die Hochprägung bis zum Leseband, verleiht dieser Ausgabe einen Hauch von Luxus und Einzigartigkeit.


    Die Gestaltung von Kai Würbs in Kombination mit der klassischen Erzählung von Herman Melville macht diese Schmuckausgabe von Moby Dick zu einem wahren Juwel in jeder Bibliothek. Ein Meisterwerk, das die Tiefe und Schönheit dieses zeitlosen Klassikers in neuem Glanz erstrahlen lässt und Leser jedes Alter verzaubert.

  8. Cover des Buches Der verborgene Garten (ISBN: 9783453428539)
    Kate Morton

    Der verborgene Garten

     (1.197)
    Aktuelle Rezension von: roxfour

    Nach dem Tod ihrer Großmutter reist die Australierin Cassandra nach Großbritannien, da sie von ihr ein Cottage in Cornwall geerbt hat. Nach und nach entdeckt sie ein Geheimnis, das das Schicksal ihrer Familie bestimmt. 

    Die Leserschaft darf Cassandra, Eliza Makepeace samt deren Familie und Cassandras Oma kennenlernen. Dieser Roman ist sowohl abwechselnd aus der Sicht von Cassandra, ihrer Oma und deren Mutter, als auch in verschiedenen Jahren quer durch das 20. Jahrhundert bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts geschrieben. Zusammen mit der Auflösung der verschiedenen Lebensrätsel hat sich für mich ein abwechslungsreich, unterhaltsam geschriebenes Buch ergeben.

  9. Cover des Buches Effi Briest (ISBN: 9783328110729)
    Theodor Fontane

    Effi Briest

     (1.820)
    Aktuelle Rezension von: be_bookish

    Das Buch handelt von einer sehr jungen Frau, Effi Briest, welche sich direkt zu Beginn des Buches verlobt und in eine Ehe stürzt. Dabei treffen ihre teils noch kindlichen Erwartungen an ihren Ehemann bzw. ihre Ehe auf die Realität. Effi hat mit Heimweh sowie den Problemen des Alltages zu kämpfen. Der Leser begleitet sie auf ihrem Weg zu einer erwachsenen und durch seelische Einsamkeit immer verbitterter werdenden Frau.

    Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und insgesamt glaubwürdig erschaffen. Ihre Handlungen sind jeweils sehr gut nachvollziehbar.

    Die Geschichte wird aus der allwissenden Erzählperspektive geschildert. Dabei wird jedoch vorrangig die Perspektive der Effi Briest beschrieben. Der Schreibstil ist, da es sich um ein relativ „altes“ Buch handelt, tlw. ungewohnt, jedoch insgesamt gut zu lesen. Die Sätze sind zumeist sehr lang, was aber im Gesamtbild etwas zur Authentizität der Charaktere und der Handlung beiträgt.

    Abschließend lässt sich sagen, dass es sich um eine interessante Geschichte handelt. Man bleibt als Leser auch gerne am Ball um die Weiterentwicklung der Geschehnisse rund um Effi Briest zu verfolgen. Die Kommentare, die die Geschichte als langatmig bezeichnen, kann ich nicht wirklich nachvollziehen.

    Auch würde ich es als Buch klassifizieren, dass man auf jeden Fall ein zweites Mal in seinem Leben lesen kann. Auch wenn man den Ausgang des Buches so schnell nicht vergessen wird.

  10. Cover des Buches Die Landkarte der Zeit (ISBN: 9783499253195)
    Félix J. Palma

    Die Landkarte der Zeit

     (634)
    Aktuelle Rezension von: Bemyberlinbaby

    Wir befinden uns im Jahre 1896 und begleiten Andrew, welcher acht Jahre nach dem Tod seiner Geliebten immer noch am Boden zerstört ist. Ihre Liebe hätte allerdings keine Zukunft gehabt, da sie eine Prostituierte aus Whitechapel war und er ein Sohn guten Hauses. Sie fiel dem Mörder Jack the Ripper zum Opfer und seither ist Andrew kaum noch er selbst. Als sein Cousin ihm von einem Geschäft erzählt, wo es die Möglichkeit gibt, Zeitreisen zu unternehmen, bekommt er neue Hoffnung. Doch der Veranstalter erzählt ihm, dass es nur möglich ist an genau einen Zeitpunkt zu reisen, nämlich ins Jahr 2000 zum Tag des Entscheidungskampfs im Krieg zwischen Mensch und Maschine. 

    Claire ist von ihrem Leben gelangweilt und findet die Zeit, in der sie lebt zu eintönig. Als sie von der Zeitreise ins Jahr 2000 erfährt, begibt sie sich mit ihrer Freundin Lucy auf eben jene. Sie findet eine ungeahnte Liebe fernab der Zeitlinien. 

    Scotland-Yard-Inspektor Garrett will ins Jahr 2000 reisen, um dort Hauptmann Shakleton zu verhaften. Er ist davon überzeugt, dass dieser sich in ihre Zeit geschlichen hat, um dort jemanden umzubringen. Diese Tat will er rückgängig machen, indem er ihn zuvor ergreift. Dieses Unternehmen führt den Rezipient zu einem sonderbaren Bibliothekar. 

    Das Buch hat eine hohe Ausdrucksweise und schöne, lange Sätze. Ungewöhnlich ist, dass der narrative Autor häufig eigene Kommentare und Beschreibungen einbringt und gänzlich von den Figuren losgelöst ist. Die veraltete Wortwahl passt hervorragend zu der Zeit, in der der Roman spielt. Gekrönt wurde das Werk mit einem überraschenden Ende. 

  11. Cover des Buches Die Teerose (ISBN: 9783492956024)
    Jennifer Donnelly

    Die Teerose

     (930)
    Aktuelle Rezension von: Elljen_jm

    Das Buch hat mich berührt, da es die Geschichte von zwei Träumern und ihrem näheren Umkreis ist. Alle Chancen stehen gegen den Traum der beiden Liebenden, jedoch lassen sie sich von keinem der vielen Schicksalschläge unterkriegen und finden Wege ihre Ambitionen auszuleben und gleichzeitig, das Leben von vielen anderen zu berühren. 

    SPOILER.

    Die Geschichte startet mit dem Traum der 16 Jährigen Fiona und ihrem Freund Joe aus dem Ghetto zu entkommen und nicht nur zu überleben, sondern ein schönes Leben mit einem eigenen Laden zu führen, jedoch muss dieser Traum nach der Verlobung der beiden begraben werden denn Schlag auf Schlag verliert Fionas Familie alles was sie hatten (der Vater und die Mutter werden ermordet und die kleine Schwester stirbt, sie verlieren alles an Geld was sie hatten und einer ihrer Brüder verschwindet). Während Fiona durch ihren "Onkel" Roddy aufgebaut beziehungsweise am Leben erhalten wird, muss sie auch ihre erste Liebe vergessen, denn Joe erlag der Verführung die von seinem wohlhabenden  Chef und seiner Tochter Millie ausgeht und muss sie heiraten, da er sie versehentlich schwängerte.Dies geschah aufgrund seines Übermutes, seiner Beförderung und der Aufmerksamkeit seines Chefs und seiner immer fröhlichen Tochter Millie, die ihn schon immer haben wollte,

    Von dem Verlust ihrer ersten Liebe schwer verletzt, bekommt sie mit, dass sie und ihr jüngerer Bruder eine Last für Roddy werden, da er durch ihre Anwesenheit seine langjährige Freundin nicht heiraten kann. Auch wenn er sie gerne aufgenommen hat und sie wie eine Tochter sieht, möchte fiona ihm nicht auf der Tasche liegen und entschliesst ihren Anspruch auf das Geld von dem angeblichen Unfall ihres Vaters geltend zu machen. Dafür versucht sie ihren ehemailgen Arbeitgeber William Burtton zu sprechen, da er auch der Arbeitgeber ihres Vaters war. Bei dem Versuch bekommt sie mit, dass er es war der ihren Vater hat ermorden lassen, da er der Gewerkschaftenführer in deren Gegend war. Burtton und die Gängster bekommen mit, dass sie alles gehört hat und versuchen sie zu ermorden. Bei ihrer Flucht stiehlt sie unbemerkt Geld und beschließt mit ihrem Bruder auszuwandern, damit Roddy und Grace von denen nicht belästigt werden. Sie beschließt zu ihrem Onkel Michael in New York zu flüchten, damit sie neu starten kann. Roddy der Polizist ist, hält die Gangster in Schach als er mitbekommt, dass sie sie suchen.

    Auf dem Weg nach New York lernen Fiona und ihr Bruder den wohlhabenden Nick Soames kennen, der ihnen hilft die Fahrt anzutreten, indem er sie als seine Frau und Kind ausgibt, da es keine weiteren Plätze mehr gab. Nick und Fiona werden zu besten Freunden, er lehrt sie Ettickete und Manieren, wie man sich anzieht und präsentiert und eröffnet ihr die Welt der Kunst. Sie steht ganz zu seienr Überraschung ihm bei als sie von seiner Krankheit (Syphillis) und seiner Schwulheit erfährt und pflegt ihn gesund, während sie gleichzeitig den Lebensmittelladen ihres Onkels wieder zum Laufen bringt. Denn hingegen ihrer Erwartung eines ordentlichen Ladens/ Lebens in New York, erwartet sie ein Onkel, der sich dem Alkohol zugewandt  hat, als ihn die Trauer um den Tod seine Frau überwältigte. 

    In New York lernt sie den reichsten Witwer Will kennen, der ihr anfangs aus faszination hilft und sich später in sie verliebt. Fiona, die immer noch schwer an dem Verlust und dem Verrat von Joe zu kämpfen hat, öffnet sich ihm nur oberflächlich und nimmt am Ende seinen Heiratsantrag an. Als Nick sieht, dass Will alles was Fiona ausmacht versucht zu ändern, äußert er seine Bedenken. Denn Fiona wurde immer erfolgreicher mit ihrer Tee Firma, sowie dem Lebensmittelgeschäft. Die Söhne von Will sind ebenfalls gegen die Eheschließung  und nutzen Nicks Schwulheit, um sie dazu zu bringen Will zu verlassen. Nick wird von dem Richter angeklagt - mit der Drohung ihn abzuschieben, jedoch hätte er die Überfahrt nicht überlebt- und kann nur Unschuldig berufen werden, weil Fiona sich als seine Verlobte ausgibt und ihn vor Ort heiratet. Will wollte, dass sie Nick im Stich lässt, jedoch konnte sie das nicht tun. Sie gibt Nick gegenüber zu, dass sie ihn nie geliebt hat, sondern immer noch Joe liebt. Nick und sie bauen ihre Geschäfte in den zehn Ehejahren auf, wodurch sie am Ende die reichste Frau Amerikas wird.  Leider hält ihr Glück nicht, denn Nick stirbt, wodurch sie aber die Chance erhält Burtton Tea endlich zu Grunde zu richten. 

    In England geschah in den zehn Jahren im Leben von Joe auch so einiges. Er liess sich von Millie scheiden, als sie ihr Baby verlor, nachdem sie erfuhr, dass Joe nach Fiona sucht. Sein Ex-Schwiegervater bannte ihn als Verkäufer, wodurch ihn niemand einstellte. Er machte sich als Straßenverkäufer selbständig und macht sich einen Namen. Roddy sucht ihn auf, nachdem er erfährt dass Fiona in Amerika ist und gibt  ihm sein gannzes Erpsartes, damit Joe sie besuchen kann. Leider findet Joe Fiona erst als sie schon mit Nick verheiratet ist und spricht sie nicht an. Er lebt ein leeres Leben und stürzt sich in die Arbeit, um Fiona aus seinen Gedanken zu bannen.

    Als Fiona in London auftaucht, um ihren Anpruch auf Burtton Tea gelten zu machen, geschehen viele Sachen aufeinmal. Roddy und sie machen es publik, dass Burtton hinter dem Tod ihres Vaters steht. Roddy spricht mit Joe und den Gewerkschaftern, wodurch Burtton Tea seinen Wert verliert und geplündert wird. Burtton entzieht sich der Festnahme und versucht Fiona umzubringen. Währenddessen wird Fiona durch die Polizisten beschützt und erkundet London. Fiona und Joe verpassen sich immer wieder oder werden durch Angehörige mit guten Absichten daran gehindert sich auszusprechen. Die Bewachung von Fiona wird eingestellt, da die Mehrheit davon ausgeht, dass Burtton aus dem Land geflohen ist, wodurch sich die Chance für Fiona ergibt ihre alte Heimat zu besichtigen. Dort trifft sie an dem Ort, wo alles anfing und endete auf Joe, wodurch deren Liebe eine erneute Chance erhielt. Nach fast elf Jahren konnten sie sich endlich aussprechen und ihre andauernde Liebe gestehen. 

    Burtton lockt sie durch einen falschen Brief ins Lager und versucht sie umzubringen, jedoch wird dieser Versuch durch Roddy und Joe verhindert. Bei dem Gerangel fallen Burtton und Joe runter in den Hafen. Fiona folgt ihnen, um Joe zu retten. Im Endeffekt werden sie durch den neuen Gangster "Sid Malone" gerettet, indem er Burtton erschiesst. Da kommt raus, dass ihr anderer Bruder, den sie Tod geglaubt hat, sich umgenannt hat und zum Gangster wurde.  

    Nachdem die Finnegans endlich ihre Rache an dem Mörder ihres Vaters genommen haben, wurde bekannt, dass er nebn ihrem Vater etliche Prostituierte und ihre Mutter auch auf dem Gewissen hatte, denn er war Jack the Ripper, der sein Unwesen in Whitechapel trieb. Joe und Fiona bekamen ihr Happy End ohne Abstriche machen zu müssen. Ihr Traum von Erfolg und einem gemeinsamen Leben ging in Erfüllung, obwohl alles (Familienzustand, Bildung, Geld, Gegner/Widersacher) dagegen sprach.

    Zitate, die mir gefallen haben:

    "Man muss einen Traum haben, Fee. (...) An dem Tag, an dem du zu träumen aufhörst, kannst du dich gleich einsargen lassen, dann bist du so gut wie tot." - S.15

    "Sie war seine Seelenverwandte und gehörte zu ihm, wie sein Fleisch und seine Knochen zu ihm gehörten. Sie war bei ihm, in ihm, begleitete ihn überallhin, wohin er auch ging. Sie war alles, was er sich vom Leben erträumte, das Maß seiner Träume." -S.67

    "Alles, Tommy, und doch nichts."-S.297

    "Immer noch. Es ist albern, ich weiß. Ich versuche, ihn zu vergessen, aber ich kann es nicht. Einmal habe ich gehört, wie ein Dockarbeit, der seine Hand bei einem Unfall verloren hatte, meinem Vater erzählt hatte, dass er seine Hand immer noch spüren würde. Er sagte, bei feuchter Luft täten ihm die Gelenke weh, unf bei der Hitze jucke ihm die Haut. Genauso geht es mir mit Joe. Er ist fort, aber dennoch er ist es nicht.Er ist noch immer in mir. Ich sehe ihn, höre ihn. Insgeheim rede ich noch immer mit ihm. Wann hören die Gefühle endlich auf, Nick?" - S.333

    "Und sie wusste, dass sie, wenn sie Joe nicht endlich aus ihrem Herzen verbannte, wenn sie Wills liebe nicht annahm, genauso enden würde wie Ms, Nicholson mit einem in Trauer vergeudeten Leben um etwas, dass nie existiert hatte." -S.436

    "Zum ersten Mal seit Nick gestorben war, spürte sie seine Nähe. Er beschütze ihn immer noch, wachte noch immer über sie. Obwohl sein Körper fort war, lebte sein Geist in ihrem Herzen weiter. Er war ein Teil von ihr und würde es immer bleiben." -S.550

  12. Cover des Buches Der Hydrograf (ISBN: 9783866482623)
    Allard Schröder

    Der Hydrograf

     (20)
    Aktuelle Rezension von: lesestunden
    Insgesamt habe ich die Geschichte als unterhaltsam empfunden, wurde aber vom Buch nicht mitgerissen oder begeistert. Dazu ist Franz ein zu farbloser Mensch und auch die anderen Passagiere sind einem nicht wirklich sympathisch. Nennenswerte Spannung hat die Geschichte ebenfalls nicht. Die Darstellung des Meeres und den Bezug, den Schröder immer wieder zu Franz Innenleben herstellt, ist hingegen sehr gut gelungen. Die Stärke von diesem Roman liegt in der Charakterisierung eines durchschnittlichen Menschen, die sich durchaus echt anfühlt und mit dem geschilderten Lebensweg, Gedanken und Gefühlen sehr gut eine Persönlichkeit portraitiert. Als kurzweilige Zwischenlektüre zur Zerstreuung ist das Buch durchaus empfehlenswert, große Gefühle, Emotionen oder eine packende Liebesgeschichte erwarten hier den Leser allerdings nicht.

    Ausführliche Rezension:  http://www.lesestunden.de/2017/02/der-hydrograf-allard-schroeder/
  13. Cover des Buches Anne auf Green Gables (ISBN: 9783732005857)
    Lucy Maud Montgomery

    Anne auf Green Gables

     (395)
    Aktuelle Rezension von: Emmy_Teardrop

    Es hat irgendetwas klassisches und irgendwie auch wieder nicht, Anne kommt nach Green Gables nachdem Matthew und Marilla sie ins Herz geschlossen haben, ein Waisenkind bekommt ein Zuhause. Was mir stets bei dem Buch gefallen hat , war die Freundschaft zu Diana Barry. Diana gehört neben Anne natürlich zu meinen Lieblingspersonen, eigentlich mag ich fast alle. Miss Stacy, Marilla, Matthew, Anne, Diana, Gilbert, Mrs. Allan, Jane Andrews, Mrs.Rachel Lydne. Beim Lesen hatte ich immer wieder gemischte Gefühle, teils war ich unendlich traurig dass Anne erwachsen wird und konnte Marilla so gut nachvollziehen als sie geweint hat, teils fand ich es wunderbar dass sie eine so junge lernbegeisterte Frau geworden ist. Zum Ende, war ich sehr traurig als Anne Redmond College abgelehnt hat, das Avery-Stipendium !!!!!! Aber wenn sie es nicht getan hätte , was wäre aus Marilla und Green Gables passiert ? Oder mit Diana Barry ???

  14. Cover des Buches Die Prophezeiung - Das Inferno von Little Germany, New York (ISBN: 9781533595102)
    Jamie Craft

    Die Prophezeiung - Das Inferno von Little Germany, New York

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Calipso

    Nach einer wahren Begebenheit - das Schiffsunglück auf dem East River mit über tausend Toten. 

    Das Buch liest sich sehr gut, leider ist bis es zu dem Ereignis kommt etwas langwierig. Es geht hauptsächlich um die Familien die aus Deutschland damals nach Little Germany ausgewandert sind. Gut geschildert aber unter der Buchbeschreibung habe ich mir etwas anderes vorgestellt. 

  15. Cover des Buches Der geheime Zirkel I Gemmas Visionen (ISBN: 9783423716833)
    Libba Bray

    Der geheime Zirkel I Gemmas Visionen

     (641)
    Aktuelle Rezension von: Angellika_Buenzel

    Gemmas Visionen (eine Reihe aus 3 Büchern) habe ich als Jugendliche unheimlich gerne gelesen. Die Geschichte ist leicht, flüssig und magisch. Und das Beste: Sie verbindet Geschichte und Fantasy.🥰


    ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ 5/5 Sterne


    Man sollte natürlich erwähnen, dass die Bücher schon etwas älter sind. Schreibstil und Fokus sind also etwas anders als bei den neu erschienen Young Adult Romanen.


    Darum geht es in dem Jugendbuch:

    England,1895: Die 16-jährige Gemma wird auf einem Internat für höhere Töchter, der ›Spence-Akademie‹, zur heiratsfähigen jungen Dame erzogen. Hier sollen ihr die Aufsässigkeit und sonstiges unziemliches Betragen ausgetrieben werden. Gemeinsam mit drei anderen Mädchen gründet Gemma, den strengen Regeln der Akademie zum Trotz, einen geheimen Zirkel. Das neu entstandene Kleeblatt Felicity, Pippa, Gemma und Ann trifft sich heimlich nachts, um dem Schulalltag zu entkommen, verbotenen Alkohol zu probieren und über Übersinnliches zu spekulieren. Dann entdeckt Gemma das Tagebuch eines Mädchens, das 20 Jahre zuvor auch Schülerin von Spence war. Die Lektüre elektrisiert sie: Die Verfasserin hatte Visionen von einem herrlichen Reich, das sie durch eine Art Portal betreten konnte. Hin- und hergerissen dazwischen, ihre Macht zu ergründen und sie zu verdrängen, weiht Gemma ihre Freundinnen ein. Die sind natürlich Feuer und Flamme. Bei einer »spiritistischen« Sitzung passiert es dann: Gemma sieht die Lichttür und tritt mit ihren Freundinnen in das fantastische Reich über. Überwältigt vom Gefühl der grenzenlosen Freiheit geben sich die Mädchen allerlei magischen Spielereien hin, denn dort lassen sich die kühnsten Träume realisieren. Doch bald schon erkennen sie, dass das magische Reich bedroht ist. Eine schreckliche Macht namens Circe will die Magie des Ortes für sich besitzen ...

  16. Cover des Buches Der Mann ohne Eigenschaften (ISBN: 9783730607251)
    Robert Musil

    Der Mann ohne Eigenschaften

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Nicolai_Levin

    Wien. August 1913. Ulrich, die Hauptfigur, der “Mann ohne Eigenschaften”, in Ausbildung, Hintergrund und Interessengebieten ein Alter Ego seines Autors, wird von einem hochrangigen Beamten des kaiserlichen Hofes gebeten, sich eines heiklen Themas anzunehmen. Dem vorausschauenden Mann ist nämlich aufgefallen, dass im Dezember 1918 ein bemerkenswertes Jubiläum anstehen wird: Kaiser Franz Joseph wird den 70. Jahrestag seiner Thronbesteigung feiern! Dieser Anlass soll gewürdigt werden; politisch brisant ist allerdings, dass im gleichen Jahr der deutsche Kaiser Wilhelm II. sein 30-jähriges Herrschaftsjubiläum begehen wird und man sich von den Deutschen keinesfalls ausstechen lassen will. Daher soll – ganz informell – unter Federführung Ulrichs eine buntgemischte Schar von Repräsentanten aus Politik, Militär, Gesellschaft und Klerus zusammenkommen und früh genug Ideen sammeln (eine Art Brainstorming, bevor es das Wort überhaupt gab), wie man den Jahrestag zur bestmöglichen Wirkung begehen könnte.

    Musil nimmt das niedergehende k-u-k-Reich (er hat den wunderbaren Namen “Kakanien” dafür geschaffen) mit scharfem Blick ins Visier. In seinem Zerrspiegel sehen wir eine treffende Karikatur der Doppelmonarchie, die nicht weiß, dass ihr Untergang bevorsteht. 

    Wenn es um die Gesellschaft und den Niedergang Kakaniens geht, ist Musil scharfsichtig, pointiert und unglaublich gut im Formulieren. Da sind Absätze dabei, die man sofort anstreicht und auf der Stelle per Social Media weiterverbreiten will, so großartig sind sie. Für diese Edelsteine würde man dem Buch am liebsten sechs oder sieben Sterne geben, wenn fünf erlaubt sind.

    Doch das Herausragende macht vielleicht zehn Prozent des Gesamttextes aus, der Rest ist leider ebenso zähflüssig zu lesen wie wenig erhellend oder interessant. Denn als Individualpsychologe kann er für meine Begriffe nicht viel, das zeigt auch die völlige Inkonsistenz und Unglaubwürdigkeit seiner Figurenmotivation. Und dann muss man natürlich konstatieren, dass das Buch keinen Handlungsrahmen hat und kein Ende. Es fleddert und franst alles so vor sich hin, und irgendwann hat man die letzte Seite umgeblättert.

    Einer der ganz wenigen Fälle, wo ich dringend dazu raten würde, doch lieber die Reader's Digest Kurzfassung zur Hand zu nehmen (gibts die überhaupt noch?)!

    Die vollständige Rezension hier: https://wordpress.com/post/nicolailevin.wordpress.com/1376

  17. Cover des Buches Die Welt von Gestern (ISBN: 9783596902583)
    Stefan Zweig

    Die Welt von Gestern

     (110)
    Aktuelle Rezension von: itwt69

    Das Leben des Autors und Künstlers von den späten 1880-ern bis 1939: Es ist kaum verwunderlich, dass sich Stefan Zweig nach diesem ereignisreichen und niederschmetternden Erfahrungen das Leben nahm, weil er es nicht mehr ertragen konnte, was in seiner Heimat verbrochen wurde. Ein ehrlicher und intimer Blick auf die Kunstszene der ersten 4 Jahrzehnte des 20.Jahrhunderts liefert dieses Buche ebenso wie für mich neue Einblicke in die Psychologie der vom Krieg gebeutelten Menschen zwischen den Weltkriegen.

  18. Cover des Buches Traumnovelle (ISBN: 9783872912213)
    Arthur Schnitzler

    Traumnovelle

     (382)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    Uff, das wird jetzt wieder so eine Rezension, unter der mir auf allen Plattformen mindestens ein halbes Dutzend Männer erklären wird, warum ich mit meiner Meinung falsch liege und generell keine Ahnung von Literatur habe. Hier also nochmal als kleine Erinnerung an alle Typen, die es jetzt schon in den Fingern juckt, sich zu beschweren: Literatur ist mein Fachgebiet. Ich bin Expertin. Aktuell schreibe ich meine Masterarbeit im Fach Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaften. Bitte erklärt mir nicht ein Thema, in dem ich mich in 99 Prozent der Fälle besser auskenne als ihr. Und: Ich sage hier, dass MIR ein Klassiker nicht gefallen hat und ich ihn für problematisch halte. Ich sage NICHT, dass NIEMAND diesen Klassiker gut oder lesenswert finden darf.

    So, super, dass dieses Missverständnis jetzt aus dem Weg geräumt wurde und wir uns auf meine höchst subjektive Meinung konzentrieren können. Die ich im oberen Absatz schon gespoilert habe. Upsi.

    Aber worum geht es denn überhaupt? Arzt Fridolin stellt im Gespräch mit seiner Frau Albertine fest, dass sie auf sexueller Ebene nicht ganz zufrieden mit der Beziehung ist und sich wünscht, dass sie sich vor der Ehe mehr ausprobiert hätte. Was sie aber natürlich nicht getan hat, denn als Frau hattest du zu dieser Zeit jetzt nicht so besonders viel Spielraum für Sex außerhalb der Ehe. Und wie reagiert man da als reifer und erwachsener Mann, der eigentlich bisher in seiner Ehe nicht unzufrieden war und die gemeinsame Tochter liebt? Richtig, man beginnt sein Leben und seine Frau aus ganzem Herzen zu hassen und dreht völlig am Rad. Was man halt so macht. Fridolin geht hier zu Prostituierten, auf Orgien und spielt sich als der große Verführer auf. Und dabei sexualisiert er wirklich jedes Mädchen und jede Frau, die ihm unterkommt. 

    Und das ist mein größtes Problem mit dieser Geschichte. Dass ich die Sichtweisen von Männern aus klassischer Literatur nie ganz verstehe, ist für mich nichts Neues. Auch Sexismus und Sexualisierung von Frauen generell in älteren Büchern kommt sehr oft vor - und auch da bin ich inzwischen schon abgehärtet. Aber pädophile Tendenzen? Ekelhaft! Gehts noch? Und sowas gehört heute zum großen Kanon der Literaturgeschichte?! Ich will gar nicht wissen, wie oft hier Mädchen als "fast noch Kinder" beschrieben wurden und wie oft ihre Kindlichkeit hervorgehoben wurde. Und das dann einfach für die Hauptfigur das Attraktivste war, das ihm bei einer Person unterkommen kann. Und ja, sicher 75 Prozent des Plots waren leider Beschreibungen von viel zu jungen Mädchen. Ganz ehrlich: So ein Buch sollte man meiner Meinung nach aus dem Kanon streichen. Wir haben schon so viele Bücher mit problematischen Inhalten auf unseren Literaturlisten stehen, dass wir nicht auch noch ein Buch drauf haben müssen, das Kinder sexualisiert. Diese Funktion hat schon Goethes "Faust" für sich beansprucht.

    Mein Fazit? Leider überhaupt nicht mein Fall. Ich fand es ganz ehrlich einfach ekelhaft.

  19. Cover des Buches Die Pfeiler der Macht (ISBN: 9783404172320)
    Ken Follett

    Die Pfeiler der Macht

     (759)
    Aktuelle Rezension von: AlineCharly

    Auch wenn nach außen die Männer das Sagen haben, ist Augusta die geheime Herrscherin in der berühmten Bankiersfamilie Pilaster. Sie setzt alles daran, dass ihr eigener Sohn einmal Seniorpartner des Bankhaus Pilaster wird. Dabei merkt sie gar nicht, dass ihre Intrigen die Finanzwelt und dabei ganz besonders das Bankhaus Pilaster erschüttern. Wird ihr ungeliebter Neffe Hugh es schaffen das Bankhaus und damit auch die Ehre der Familie zu retten?

    Das Buch „Die Pfeiler der Macht“ lässt einen in das London des 19. Jahrhunderts eintauchen. Für mich ist es der erste Roman von Ken Follett, aber es wird definitiv nicht der letzte sein. Mit seinem angenehmen Schreibstil schafft der Autor es, dass einem die über 600 Seiten viel kürzer vorkommen. Hugh ist ein Protagonist, der einem nicht nur sympathisch ist, sondern der auch total authentisch und nachvollziehbar rüber kommt. Durch die vielen Intrigen seiner Tante bleibt es stets spannend und man fragt sich, was sie sich wohl als nächstes ausdenkt. An der ein oder anderen Stelle war mir die Handlung allerdings etwas zu sehr vorhersehbar. Trotzdem lernt man eine Menge über das Leben in der damaligen Zeit und auch über die Geschichte des Bankgeschäfts. Für mich ist es eine gelungene Geschichte, die ich gerne weiterempfehle und die von mir 4,5 von 5 Sternen bekommt.

  20. Cover des Buches Der Spieler (ISBN: 9783150146231)
    Fjodor M. Dostojewski

    Der Spieler

     (286)
    Aktuelle Rezension von: happyoldendays

    Die Geschichte spielt in der fiktiven deutschen Stadt Roulettenburg und folgt dem Protagonisten, Alexej Iwanowitsch, der sich als Hauslehrer einer russischen Familie im dortigen Luxushotel einquartiert hat. Ebenfalls im Hotel befindet sich eine Gruppe von lebhaften und unvorhersehbaren Charakteren, die eines gemeinsam zu haben scheinen: das Glücksspiel. Daneben spannt der Autor ein Netz privater Beziehungen und Abhängigkeiten, die sich dem Leser nach und nach erschließen. Obwohl die Mehrheit der Figuren aus der Oberschicht stammt, verbindet sie die Sorge um Geld und die Hoffnung die eigene Situation durch den lang ersehnten großen Gewinn zu verbessern. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf, als Alexej sich selbst auf das Glücksspiel einlässt und sich in den Bann des Roulettes hineingezogen wird.

    Dostojewski beschreibt die Anziehungskraft und den Wahnsinn des Glücksspiels derart lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst mit am Tisch zu sitzen. Die Szenen im Casino lesen sich so spannend wie ein rasanter Thriller. Was dieses Buch besonders beeindruckend macht, ist Dostojewskis anschauliche Schilderung der menschlichen Natur. Er zeigt, wie die Abhängigkeit für das Spiel die dunklen Seiten der menschlichen Psyche hervorbringt, von Gier bis hin zu Verzweiflung. Gleichzeitig enthüllt er jedoch auch die Hoffnung und den inneren Kampf seiner Charaktere, sich von ihren Schwächen zu befreien. Obwohl mir die Figuren im Buch nicht unbedingt sympathisch waren, habe ich bis zum Ende mit ihnen mitgefiebert. Lediglich der Schluss des Romans konnte mich nicht ganz befriedigen.

    FAZIT: "Der Spieler" von Fjodor Dostojewski ist ein zeitloser Klassiker der Weltliteratur, der die Abgründe und Schwächen des Menschen in den Blick nimmt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für Literatur interessiert und tiefgründige Charaktere mag.

  21. Cover des Buches Das geheime Spiel (ISBN: 9783453427891)
    Kate Morton

    Das geheime Spiel

     (494)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    England zu Beginn des 20. Jahrhunderts

    Grace entstammt einem ärmlichen Elternhaus und nimmt als 14-jährige eine Dienstbotenstelle im herrschaftlichen Haushalt Riverton Manor an. Dort lernt sie Emmeline und Hannah, die Töchter des Hauses Hartford kennen. Über Jahrzehnte hinweg begleitet Grace die Familie in verschiedenen Funktionen und erlebt dabei eine Familientragödie von ungeahntem Ausmaß.

    Eingebettet ist die Familiengeschichte in eine Rahmenhandlung. Darin ist die 99-jährige Grace Bewohnerin einer Seniorenresidenz und erinnert sich an die turbulente Zeit als Dienstmädchen und Zofe.

    Kate Morton hat einen wunderbaren Erzählstil, der die Vergangenheit auferstehen lässt. Häuser, Gärten und Personen entstehen vor dem inneren Auge und lassen die Leser tief in das Geschehen eintauchen. Durch die gründliche Recherche wird neben der Familiengeschichte auch ein Zeitporträt gezeichnet. Politische Vorkommnisse werden wie auch gesellschaftliche Fragestellungen authentisch mit eingearbeitet wie zum Beispiel das erwachende Selbstbewusstsein der Dienstboten.

    Leider ist das Buch über weite Strecken sehr langatmig und entwickelt erst im letzten Viertel eine größere Spannung, bis das Familiengeheimnis endlich gelüftet ist.

    Ich bewerte daher lediglich mit vier Sternen für ein ansonsten makelloses Buch.

    Eine Leseempfehlung für Freunde des historischen Romans!

  22. Cover des Buches Die Winterrose (ISBN: 9783492951685)
    Jennifer Donnelly

    Die Winterrose

     (499)
    Aktuelle Rezension von: Sopharoo

    Auch wenn der Vorgänger "Die Teerose" noch einen Ticken besser war, ist auch dieses Buch absolut gelungen und lesenswert. India als Hauptcharakter sowie Sid Malone sind zwei sehr packende und sympathische Charaktere, mit denen man sehr mitfiebert. Ich habe dieses Buch, genau wie die Teerose, schon öfter gelesen und werde es auch immer wieder tun. 

  23. Cover des Buches Die Frauen vom Löwenhof (ISBN: 9783548289960)
    Corina Bomann

    Die Frauen vom Löwenhof

     (313)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Lohde

    Bei diesem historischen Roman fiel mir zuerst das Cover auf. Als dann auch noch der Klappentext interessant klang, war mir klar das ich diesen Roman lesen möchte.


    Und so habe ich mich sehr über das Rezensionsexemplar gefreut. So habe ich voller Interesse mit dem Lesen begonnen und konnte den Reader kaum mehr aus der Hand legen. Denn ich habe es geschafft, das Ebook in einem Rutsch durch zu lesen.


    Es ist flüssig geschrieben, und hat spannende und interessante Stellen die man entdecken kann. Aber auch die Gefühle kommen nicht zu kurz. Auch kommen zB romantische Szenen im Roman vor.

    Aber auch die ein oder andere Actionszene kommt auch darin vor.


    Wer gut geschriebene historische Romane mag, sollte sich ihn mal anschauen.

  24. Cover des Buches Die Schokoladenvilla (ISBN: 9783328103226)
    Maria Nikolai

    Die Schokoladenvilla

     (250)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Judith Rothmann wächst 1903 in Stuttgart auf und ist die priveligierte Tochter eines Schokoladenfabrikanten. Judith liebt es selbst Kreationen zu machen und mischt geröstete Nüsse und Mandeln oder seltene Gewürze unter die Schokolade. Aber hinter der Fassade der Villa gibts auch Risse. Aufmüpfiges und abtrüniges Personal, Geldsorgen, die rebellischen jungen Zwillingsbuben und die Ehefrau, die seit langer Zeit in Kur ist. Dann gibts da auch noch einen Mann aus Berlin und der hat ganz eigene Pläne. Man erfährt echt sehr viel von der damaligen Zeit und wenn man eben aus der Gegend Stuttgart kommt, dann ist es echt toll. Man trifft viele bekannte Plätze und sieht den Wandel der Zeit. Es gibt viele tolle Figuren und Handlungsstränge, aber manchmal übertreibt die Autorin in meinen Augen doch auch und es wird einfach zu viel und in der Mitte des Buches gibts einen großen Hänger. Am Schluß nimmt das Buch aber wieder an Fahrt auf, aber hier wäre weniger echt mehr gewesen.


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