Bücher mit dem Tag "jamaika"
36 Bücher
- Diana Gabaldon
Outlander - Ferne Ufer
(1.148)Aktuelle Rezension von: Universum_der_WoerterVor Jahren habe ich angefangen die Reihe zu lesen. Dann fing ich an die Serie zu schauen und konnte mich nicht satt sehen. Da Bücher aber viel mehr zu bieten haben, habe ich mir den dritten Band zur Brust genommen und mich in die über 1000 Seiten gestürzt. Ich habe es keine Sekunde bereut.
Die Geschichte hat mich wieder von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Die Protagonisten waren für mich wie alte Freunde die man wieder sah und mit denen man erneut Abenteuer erleben durfte. Band 3 ist genauso gewaltig und facettenreich wie die Vorgänger.
Die Charaktere waren wieder sehr gut ausgearbeitet und auch die Dialoge zwischen den Protagonisten rundeten das ganze ab. Der Schreibstil ist sehr detailliert und eine Passagen werden dadurch in die Länge gezogen.
Zum Ende hin wurde es ein wenig abenteuerlich und es zog sich etwas in die Länge. Dennoch konnte mich das Buch wieder fesseln und die über 1000 Seiten konnten mich nicht verschrecken.
- Nicola Yoon
The sun is also a star
(281)Aktuelle Rezension von: mrsmietzekatzemiauzgesichtNatashas härtestes Tag steht ihr bevor: ihre Familie und sie werden aus Amerika abgeschoben. Durch ein Vergehen ihres Vaters wurde öffentlich, dass sie illegal in Amerika leben. Nun steht die Abreise bevor, in 24 Stunden ist sie in Jamaika. Ein Land, an das sie nur noch entfernt Erinnerungen hat und in dem sie sich nicht heimisch fühlt. Natascha will ein letztes Mal versuchen die Ausreise zu verhindern und macht sich auf den Weg ihre Familie zu retten. Dabei stößt Daniel auf sie. Er hat auch einen großen Tag vor sich: ein Empfehlungsgespräch für Yale. Seine Eltern wollen unbedingt, dass er Medizin studiert und ein erfolgreicher Arzt wird. Daniel will das genau so wenig wie sein älterer Bruder Charlie, der gerade erst von Yale suspendiert wurde und somit Schande über die Familie bringt. Daniel und Natascha treffen zufällig aufeinander. Für ihn ist es Liebe auf den ersten Blick, sie glaubt nicht an sowas. Nun versucht Daniel sie vom Gegenteil zu überzeugen während beide auf die wichtigsten Termine ihres bisherigen Lebens warten.
Der Schreibstil ist sehr gut. Ich habe vor vielen Jahren ein anderes Buch der Autorin gelesen, an dessen Inhalt ich mich nicht mehr erinnere, aber weil mir das so gut gefiel habe ich mir "The Sun Is Also a Star" gekauft. Es wird abwechselnd aus der Sicht von Natascha und Daniel gelesen aber zwischendurch auch von zufälligen Randfiguren unter anderem von einer Kellnerin, einer Sicherheitsbeamtin oder einem Wachmann. Die Idee finde ich super und hat frischen Wind in die Geschichte gebracht. Aber auch ohne dieses Feature hätte mich das Buch von sich überzeugen können, denn die beiden Hauptfiguren sind Goldstaub.
Am besten hat mir Daniel gefallen. Er ist auf jeden Fall ein Bauchmensch, Träumer, Dichter und ein toller Fang. Ich habe ihn sehr schnell sehr gern gehabt. Seine Familie ist sehr bedacht auf Traditionen. So stell ich mir ehrlich gesagt auch eine asiatische Familie vor auch wenn das ein totales Klischee ist.
Natascha mag ich auch gern. Sie ist definitiv ein Kopfmensch, sehr schlau, ehrlich und direkt. Sie hält ihre Gefühle gern zurück und gibt nicht alles preis. Das Verhältnis zu ihrem Vater ist schlecht, denn er zieht sich zu sehr aus dem Familienleben raus um einen Traum hinterherzujagen, den er wahrscheinlich nie erreichen wird.
Trotz der ernste Themen der Geschichte wie Abschiebung, Rassismus, Armut und verschiedene Familiedramen konnten mich die Jugendlichen auch immer wieder zum Lachen bringen. Besonders Daniels Gedanken in der Karaoke Bar waren zum Schreien.
Über die Nebenfiguren hätte ich gern mehr erfahren. Ich kann mir zum Beispiel kaum vorstellen warum Daniels älterer Bruder so ein großer Arsch ist oder warum sich Nataschas beste Freundin nicht mehr bei ihr gemeldet hat.
Das Ende hat mir nicht gefallen.
- Tereza Vanek
Im Reich des Zuckerrohrs
(6)Aktuelle Rezension von: madamecurieBuchcover:Die Geschichtsstudentin Mareike plant eine Abschlussarbeit über den Kampf um die Abschaffung der Sklaverei auf Jamaika und beschließt, die Insel für Recherchezwecke zu besuchen. Kurz nach ihrer Ankunft trifft sie den flippigen Musiker David, der ihr auch die Szene der Dancehalls und Reggeakonzerte vorstellt. Der strebsame Bücherwurm Mareike lernt eine ihr völlig neue Welt kennen, verliebt sich zu allerersten Mal Hals über Kopf und entdeckt auch den längst vergriffenen Text eines Missionars, der den größten Sklavenaufstand der Insel miterlebte.
London 1830: nach dem Tod ihrer Eltern bricht die mittellose Emiyl Lawson nach Jamaika auf, wo ihr Mann Jeremiah als Baptistenpfarrer Sklaven den christlichen Glauben näherbringen wollte. Sie hat seit Jahren nichts mehr von ihm gehört und als sie ihn endlich findet, stellt sie fest, dass sie nicht erwünscht ist. Jeremiah hat in der entlaufenen Sklavin Nancy seine wahre Liebe gefunden. Emily versucht, sich dennoch eine Existenz auf der Insel aufzubauen, und begegnet dem charmanten, als Frauenheld verrufenen Christopher Hindley, dessen Vater zu den reichen Plantagenbesitzern gehört. Obwohl Emily und er auf verschiedenen Seiten stehen, fühlen sie sich zueinander hingezogen. Dann bricht ein Aufstand der Sklaven aus, der die ganze Insel erschüttert und Emilys Leben gefährdet.Ich habe schon mehrere Bücher von Tereza Vanek gelesen ,auch dieser historische Roman Im Reich des Zuckerrohrs, fand ich die Geschichte von London im Jahre 1830 von Emiyl Lawonson sehr spannend ,als sie fliehen mußte und dann die Zeit in Jamaika .Das Buch ließ sich flüssig lesen vor allem war es sehr spannend,auch von der Geschichtsstudentin Mareike fand ich genauso spannend und ließ sich auch flüssig lesen.Vielen dank das ich mit lesen durfte.
- Bill Napier
Der 77. Grad
(126)Aktuelle Rezension von: GrafivarIch habe diese Buch zufällig entdeckt im Schwimmbad, wo es eine Büchertausch-Ecke gibt
Eigentlich habe ich gemeint, es hätte etwas mit Freimaurer oder Rosenkreuzer zu tun.
Tatsächlich gehörten einige der Personen nachweislich den Rosenkreuzer-Orden an, aber das wird nur so nebenbei erwähnt.
Wie die Bücher von Dan Brown und Scott McBain geht basiert dieser Mysterythriller auf wahre Gegebenheiten, wie die Auffindung des "Wahren Kreuzes" von Jesus von Nazareth durch Bischof Makarius [also nicht durch Kaiserin Helena, wie es die Legende bezeugt] im Jahre 347 C.E., wie es auch beschrieben wird in http://www.heiligenlexikon.de/BiographienK/Tag_der_Kreuzfindung.htm
weiterhin spielt auch die Kalender von John Dee eine wichtige Rolle. Dieser Kalender werden viele für einen Mythos halten, aber auch dies ist eine historische Gegebenheit, wie es in englischer Sprache nachzulesen ist auf http://www.hermetic.ch/cal_stud/gods_longitude.htm
Kurzum: eine Geschichte, die sich messen kann mit den Büchern von Brown und wo tatsächlich auch die Ortsangaben stimmen. Ein Buch, dass man nicht weglegen kann, bis man es ausgelesen hat.
- Yrsa Daley-Ward
Alles, was passiert ist
(31)Aktuelle Rezension von: gst„Du kannst nicht weglaufen, vor dem, was du bist. Ob du willst. Oder nicht. Was du bist steckt tief in dir, ist tief in dich eingedrungen“, schreibt Yrsa Daley-Ward in ihrer Autobiografie auf Seite 220. Diese Erkenntnis kam ihr allerdings erst nach vielen Ausbrüchen aus ihrem Leben.
Schon mit acht Jahren lernte sie, „welche Gefühle man besser nicht fühlt“. Ebenso wie die Mutter sehnte sie sich danach, geliebt zu werden. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Der große Bruder war schon bald aus dem Haus, die Mutter arbeitete und deren Lebensgefährte ängstigte sie.
Mit ihrem vier Jahre jüngeren Bruder lebte sie einige Jahre bei den strenggläubigen Großeltern. Dort herrschte Ordnung und „jedes Mal, wenn wir uns in der Kirche zum Gebet hinknieten, weinte ich, weil ich nicht sicher sein konnte, ob ich es in den Himmel schaffen würde.“
In diesem Buch, das in vier große Abschnitte unterteilt ist, berichtet die 1989 in Nordengland geborene Autorin von ihrer Kindheit, der Pubertät, der Zeit der Drogenräusche und wie es ihr nach dem Tod der Mutter ergangen ist.
Nicht nur das bisherige Leben der jungen Frau hat mich mitgenommen in eine mir fremde Welt. Auch der Stil des Buches ist etwas ganz außergewöhnliches! Da gibt es Seiten mit unterschiedlich großer Schrift und Seiten, die nur wenige Sätze enthalten. Gedichte lösen durchgehend bedruckte Seiten ab, vereinzelt steht die Schrift auch mal auf dem Kopf. Abgesehen vom Schriftbild und dem ungewöhnlichen Leben hat mich auch die Sprache an sich so beeindruckt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte.
Da ich nicht ihr bisheriges Leben, das mich teilweise abgestoßen hat, sondern das entstanden Buch bewerte, gibt es fünf Sterne.
- Marlon James
Eine kurze Geschichte von sieben Morden
(19)Aktuelle Rezension von: uliseslima«Eine kurze Geschichte von sieben Morden» von Marlon James mag beim Lesen der ersten Abschnitte und Unterkapitel als ungemein brutales Gangster-Epos erscheinen, fast als sinnloses Gemetzel und Mörderballade um ihrer selbst willen. Mir jedenfalls hat die Gewalt, die Brutalität und die Verrohung einzelner Charaktere (z.B. Josey Wales oder Weeper) anfangs ziemlich auf den Bauch geschlagen – bis ich die wahren Personen recherchierte, die als Vorbild für James’ Charaktere dienten, und rasch herausfand, dass jene Epoche in der jamaikanischen Geschichte tatsächlich von hunderten Gangmorden und politischen Hinrichtungen, Erpressung, Terror an der Zivilbevölkerung etc. geprägt war (eine Entwicklung, die sich in leicht abgeschwächter Form bis heute fortsetzt). Von diesem Punkt an las ich das Buch durch eine andere Brille, mehr als Gesellschafts- und weniger als Gangsterroman. Besonders spannend und eklatant waren für mich die Verflechtungen der USA/CIA in Jamaika, die wie in vielen anderen Ländern ihre Interessen mit zwielichtigen und brutalen Mitteln durchzusetzen versuchte und Politiker, Gangs und Journalisten instrumentalisierte.
James taucht dabei voll in seine Charaktere ein, indem er ihnen ausgiebig Raum und Zeit gibt, um ihre Weltsicht, ihre Motive und ihre Geschichten zu erzählen – so kaputt und moralisch degeneriert sie auch sein mögen –, von den Gang-Dons und Handlangern über Journalisten, Politiker und CIA-Agenten bis hin zu Nina, die im Verlaufe der Jahrzehnte umspannenden Erzählung gezwungenermaßen mehrere Identitäten annehmen muss, und diese polyfone Subjektivität, wenn man so will, die aufeinandertrifft, schafft ein ungemein dichtes, chaotisches, breites und komplexes Bild einer Gesellschaft, die von der Politik und den Gangs zersetzt wird. Und mittendrin steht der Sänger, der diese maroden Strukturen mit Musik und Rastafari aufzuweichen, eine bessere Welt zu schaffen versucht. Dabei ist der Mordversuch am Sänger zwar der Aufhänger der Geschichte, im Grunde aber lediglich der Anstoß für weitschweifige Entwicklungen und Verstrickungen, die weit über die Motive des Attentats hinausreichen.
Was besonders beeindruckt, ist, wie James es erreicht, jedem Charakter seine eigene, authentische Stimme zu verleihen – eine große literarische Leistung. Dasselbe gilt auch für die Montage der Sequenzen und Kapitel: Sie erzählen ausschweifend und detailreich (und manchmal auch geschwätzig), lassen aber trotzdem Freiräume und Lücken offen, die man sich selbst erklären muss. James erzählt dabei viel über die Dialoge, die oftmals ausufern (und ihm neben der Gewalt auch schon einen Vergleich mit Quentin Tarantino eingebracht haben), und auch wenn man die Gespräche vermutlich etwas hätte kürzen können, fand ich, dass sie viel zur Atmosphäre des Romans und der Ausgestaltung der Charaktere beitragen (besonders in Erinnerung geblieben ist mir das letzte Gespräch von Gang-Don Josey Wales mit dem Auftragsmörder in der Zelle: selten habe ich ein so intensives, suggestives, manipulatives und spannendes Gespräch gelesen).
Nicht zuletzt ist der Roman für mich herausragend, weil er die politische Komponente der Geschichten nicht an den Rand stellt, sondern sie in jede Erzählstimme einfließen lässt und den Text so auch zu einem subtilen Kommentar über Imperialismus und seine Folgen für die zweckmissbrauchten Länder macht.
Alles in allem liegt hier ein Roman vor, der eigenwillig daherkommt und in seiner Breite und Tiefe durchaus als größenwahnsinnig bezeichnet werden kann. Meiner Meinung nach ist dies im vorliegenden Fall ein Gütesiegel, denn James versteht es meisterhaft, die Fäden seiner Geschichte in der Hand zu halten und sie am Ende zu einem stimmigen Gesamtwerk zu verweben. Wer auf epische Literatur mit Anspruch steht und dazu Geschichtsinteresse mitbringt, der wird hier voll bedient.
- Ian Fleming
James Bond - Leben und sterben lassen
(35)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerMir war anhand der Beschreibung des Buches klar, dass die Ausgabe von Cross Cult die Originalausgabe aus den 1950ern übersetzt und ich finde es gut, wenn nicht an Texten herumgestrichen oder auf politische Korrektheit hin verändert wird.
So ist es auch für mich in Ordnung gewesen, dass in ungefähr jedem 5. Satz das Wort "Neger, Nigger, Mulatte etc." auftauchte, auch wenn es erstmal ungewohnt und für manche Menschen vermutlich auch verletzend sein kann. Die Bezeichnungen zeigen halt sehr gut den damaligen ganz offenen Rassismus (nicht nur) der Briten und das muss man schon reflektieren, dass es halt ein Zeugnis seiner Zeit ist.
Was viel schwerer wiegt, und was ich bei einem "James Bond"-Titel erwartet hatte, war Spannung, geistreiche Schlagabtäusche eines intelligenten Agenten und Action, so wie im vorigen Band "Casino Royal" (siehe meine entsprechende Rezension). Tja, was soll ich lange drumherum schreiben, dies war leider hier nicht der Fall.
Der Krimi dümpelt so vor sich hin, eigentlich bis zum gelungenen Finale, aber vor allem im Mittelteil. Bond, aber auch die Nebenfiguren bleiben seltsam fremd und außer Mr. Big (ein wirklich toller und interessanter "Schurke") stereotyp (dieses Mal vor allem die weibliche Hauptrolle Solitaire, die mich wirklich genervt hat).
Zum Inhalt: James Bond den Auftrag, den schwarzen Mafiaboss und Voodoo-Priester Mr. Big zu observieren, der sein Imperium in New York, Harlem, regiert und offenbar illegalerweise Goldmünzen aus einem Piratenschatz unter die Leute bringt, was es zu beweisen gilt. Dieser Mr. Big ist gleichzeitig Agent von SMERSCH, der russischen Anti-Doppelagenten-Organisation, mit der Bond eh noch ein Hühnchen zu rupfen hat...
Gerade im Vergleich zu "Casino Royal" verliert dieser Nachfolgeband enorm. Er ist eher Durchschnitt in der Bond-Reihe und mehr auf exotische Effekte aus als wirklich mit erzählerischer Finesse oder dramaturgischer Substanz glänzend. Zum Glück scheinbar ein einmaliger Ausrutscher, wie der Nachfolgeband beweist, den ich gerade lese ("Moonraker").
- Nicola Yoon
Ein einziger Tag für die Liebe
(42)Aktuelle Rezension von: Kat593Nicola Yoon ist einfach unvorhersehbar. Sie beschreibt hier keine Typische Liebesgeschichte wo man das Happy End schon voraus ahnen kann, den so einfach macht sie es einem nicht. Mehr als nur eine Liebesgeschichte, sie bezieht auch viele Nebenfiguren ein, die die Geschichte erheblich beeinflussen und bezieht auch Altagsrassismus sowie kulturelle Vorurteile mit ein. Ich fühlte mich die ganze Zeit wie in einem Film.
- Jutta Weber
Rastavati
(7)Aktuelle Rezension von: Daphne1962Auf diese Autobiografie bin ich durch die NDR Talkshow vor ein paar Wochen aufmerksam geworden. Dort saß in einer lustigen Runde die Kinderärztin Dr. Jutta Weber. Bei dem Namen stellt man sich eine hellhäutige, vielleicht blonde Frau vor. Aber nein, Jutta Weber ist dunkelhäutig, mit einer wilden Afromähnp9e auf dem Kopf und erzählte lustig und munter über den Grund ihres Buches Rastavati.
Am Ende ihrer Erzählung in der Fernsehsendung war mir klar, das muss ich doch mal lesen. Denn Jutta Weber ist nur ein Jahr jünger als ich und quasi in den 60er und 70er Jahren aufgewachsen. Allerdings hatte sie es weniger leicht, da sie in Meerbusch bei Düsseldorf das erste Mulattenkind auf weiter Flur war. Das sie anders war, hat sie erst später begriffen, als sie die ersten Schulfotos zu sehen bekam und ihr der Unterschied bildlich bewusst wurde.
Das Buch ist in 2 Abschnitte geteilt. Im 1. Teil erzählt Jutta Weber von ihrer jungen Mutter, die wie alle jungen Frauen in dieser Zeit gerne tanzen gingen und Elvis Presley und Bill Haley hörten und sich einfach amüsieren wollten. Dann schwanger wurde, aber nicht wusste von wem das Kind nun genau ist. Den Indonesier hatte sie als Vater angegeben und der zahlte dann auch erst mal monatlich brav seine Alimente. Als Jutta 2 Jahre alt war etwa, wollte er sein Kind sehen und stellte fest, das es nicht sein Kind sein könne. Es hatte optisch nichts indonesisches an sich. Also schlug Jutta mehr nach dem Mann aus Jamaika, dem Musiker vielleicht.
Der 2. Abschnitt macht einen großen Sprung, als sie schon verheiratet ist und ihre Familie mit 5 Kindern und Ehemann komplett ist. Ihre Kinder leben ihre jamaikanischen Wurzeln voll aus, obwohl man es äußerlich nicht sehen kann. Ständig drängeln sie, sie wollen wissen, wer ihr G roßvater ist. Hartnäckig ist Jutta dann auch, um bei ihrer Mutter Informationen zu bekommen, um bei einer Suche eine richtige Spur aufnehmen zu können.
Der letzte Teil der wahren Geschichte endet da, wo auch die Fernseh-
sendung "Vermisst" endet, wenn ein verschollenes Familienmitglied
gefunden wird. Die besten Geschichten schreibt nur das wahre Leben.
- Ava Bennett
Das Haus an der Montego Bay
(7)Aktuelle Rezension von: thiefladyXmysteriousKathaDas Haus an der Montego Bay
Dieses Buch habe ich im Rahmen des historischen Lesemarathons gelesen. Es lag schon lange auf meinem Sub und ich bin sehr froh es endlich gelesen zu haben.
Inhalt
Ein altes Familiengeheimnis und eine Liebe, die nicht sein darf. 1885, Montego Bay, Jamaika: Valerie, die bei ihrer Großmutter lebt, ist verzweifelt: Sie darf ihren Liebsten nicht heiraten, weil den zukünftigen Schwiegereltern ihre Hautfarbe zu dunkel ist. Als Valerie immer mehr Anfeindungen ausgesetzt wird, weiht ihre Großmutter sie in ein altes Familiengeheimnis ein. Die schicksalhafte Geschichte einer verbotenen Liebe zwischen zwei Welten – Flensburg und Montego Bay …
Cover
Wow, was für ein tolles Cover. Es passt perfekt zum Schauplatz und zur Geschichte. Es ist ein Schmuckstück im Regal.
Meinung
Ich war skeptisch, ob mir das Buch gefallen würde, da es teilweise um Rumerzeugung und den handel mit diesem Gut ging. Doch im Fordergrund stand die Familiengeschichte von Valerie Sullivan und ihrer Großmutter, welche 1885 in Montego Bay leben. Man erfährt eine spannende Lebensgeschichte aus mehreren Perspektiven. Zum einen geht es um die Vergangenheit der Großmutter Hanne aus Flensburg. Ihre Geschichte war sehr spannend, tragisch und rührend. Sie war eine starke Frau und die interessanteste Figur aus diesem Roman.
Valerie fand ich leider sehr anstrengend. Sie hat wenig Manieren, sagt immer was sie denkt und ist sehr eingebildet. Sie verliebt sich in einen Mann, den sie nicht heiraten darf. Die typische Geschichte eigentlich, dennoch ganz anders als man erwartet.
Außerdem gibt es noch viele kleine Nebenhandlungen, die alle sehr spannend waren. Das Buch hatte auch die perfekte Länge. Ich habe nichts zu meckern und vergebe daher 5 Sterne. Hoffentlich hört man noch viel von Ava Bennett 007 James Bond und der stumme Zeuge
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenJames Bond mal in der Kurzgeschichtenversion, u.a. mit "Octopussy", wobei die Geschichte mit dem Spielfilm wenig zu tun hat, soweit ich mich recht erinnere: James Bond spürt den saufenden Ex-Major Smythe in Jamaika auf und bringt ihn dazu, einen vor Jahrzehnten aus Habgier begangenen Mord zu gestehen. Tolle Agentengeschichten, die immer noch ganz weit vorne im Thrillergenre stehen müßten, da können die meisten der aktuellen Autoren einpacken. Sehr gelungen!- Steve Berry
Die Kolumbus-Verschwörung
(5)Aktuelle Rezension von: Thommy28Einen ersten Eindruck vom Geschehen vermittelt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:
Die Handlung ist eine gekonnte Mischung von historischen Begebenheiten, gemixt mit erfundenen Vorgängen, religiösen Riten und Heiligtümern sowie Erzählungen und Mythen fremder Lebensweisen mit einer recht spannenden Kriminalgeschichte. Man sollte meinen ein solches Gemenge wäre schwer genießbar; ist es aber nicht. Es ist im Gegenteil recht schmackhaft und erinnert ein wenig an die Romane von Dan Brown.
Die Schreibweise ist gut - mir sind aber etliche Wiederholungen aufgefallen. Das wäre zu vermeiden gewesen. Der Aufbau ist ab und zu etwas verwirrend - auch weil ein Orts- oder Zeitenwechsel manchmal nur durch einen Zeilenabstand gekennzeichnet wird. An dieser Stelle wird aber auch deutlich, dass in dem Buch viele Orte und auch Zeiten eine Rolle spielen. Mal geht es in den Zeitraum des Kolumbus, mal in später Zeiten der spanischen und englischen Herrschaft über einen der Orte und andermal in die Gegenwart. Eine zentrale Rolle spielt die jüdische Religion und deren Schicksal im Laufe der Jahrhunderte.
Die Figuren sind gut und detailreich gezeichnet.
Insgesamt ein sehr guter Roman der sich einem eindeutigen Zuordnen zu einem Genre entzieht.
- Yves Patak
DER SCREENER - Teil 1
(43)Aktuelle Rezension von: ShelliVoodoo-Zauber und Mystik vom Feinsten!
Zwischendurch war das Buch doch sehr "überzogen", allerdings eben genau dadurch ein Mystics Thriller.Der Anfang ist sehr gut konzipiert, der Tauchunfall gruselig dargestellt und man ist erleichtert, dass die Hauptfigur nicht ums Leben kam. Die Spannung wird vom Autor so aufgebaut, dass man es kaum weglegen kann, da man einfach wissen musste wie genau es weiter geht. Da konnte ich das Buch dann wieder kaum aus der Hand legen.
Für mich allerdings ein großes Manko, dass das Ende offen gelassen wird, man fühlt sich sehr unbefriedigt und aus diesem Grund für mich auch nur 4 Sterne. Auch wenn ich das Buch wirklich weiter empfehlen kann, da es mal ein Thema ist welches auch noch nicht "ausgelutscht" ist.
LONELY PLANET Bildband Wann am besten wohin?
(6)Aktuelle Rezension von: DocAndrewIch mag Reisebildbände und schaue mir diese gerne an. Zum einen um in alten Urlaubserinnerungen zu schwelgen, aber auch um für unsere Familie neue Inspirationen zu bekommen. Mit dem „ultimativen Reiseplaner für jeden Monat“ hat Lonely Planet eine tolle Idee umgesetzt und setzt seine bekannte Reihe von Bildbänden kreativ fort.
Der Bildband hat einen festes, hochwertig und ansprechend gestaltetes Cover, welches in einem Regal oder auf einem Tisch als „Eyecatcher“ gut zur Geltung kommt. Die Seiten sind ebenfalls hochwertig bedruckt. Es gibt ein Band als Lesezeichen, welches ich bei vielen anderen Bildbänden vermisst habe. Die Texte sind gut gegliedert und mit Fotos, Grafiken und anderen Illustrationen aufgelockert.
Nach einer kurzen Einleitung der beiden Autoren Sarah Louise Baxter und Paul Bloomfield geht es schon los. Insgesamt stellen sie Monat für Monat 360 Orte auf der ganzen Welt vor. Die Idee dahinter ist ganz einfach. Nicht jeder kann seinen Urlaub nehmen, wie er oder sie ihn gerne haben möchte. Da macht es Sinn, wo man zum Beispiel im April oder November gut seinen Urlaub verbringen kann. Ganz nebenbei trifft man dabei auch auf Orte, an die man noch gar nicht gedacht hat.
Jeder Monat startet mit einer doppelseitigen Grafik. Dabei kann sich der Interessierte selber fragen, was er will. Es ist wie ein großes Mindmap. Möchte man sich nur etwas gönnen, oder etwas erleben, nur Ausgehen, in die Stadt, an den Strand, etwas lernen, etwas sehen oder auch nur etwas erleben? Schritt für Schritt kommt man seinem Ziel für diesen Monat immer näher. Auch die Frage nach einem Kururlaub, eine Woche oder zwei Wochen Urlaubszeit wird erörtert. Zum Schluss gibt es eine passende Empfehlung und einen Verweis auf die entsprechende Seite mit mehr Informationen.
Wer wissen möchte, welche Temperaturen in den einzelnen Ländern oder in bestimmten Orten vorherrschen, erfährt dies auf der folgenden Seite. Sofort daneben ist wieder eine grafische Übersicht, was der ganzen Familie gefallen kann, was teuer ist aber lohnenswert oder wo man für wenig Geld viel erleben kann.
Dann werden die einzelnen Orte vorgestellt. Auch hier ist alles einheitlich und übersichtlich gegliedert:
• Warum jetzt?• Vor Ort• Gut zu wissen• Wann sonst?
Der Leser findet hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen und auch noch mal eine Empfehlung, wann und warum es sich auch noch zu einer anderen Zeit lohnt, den Ort aufsuchen. Ein kleiner grafisch animierter Koffer gibt am Ende noch einmal eine schnelle Information, was man vor Ort erleben kann. Dazu wird der Koffer in unterschiedlichen Farben aufgeteilt. Die Farben stehen für: Essen und Trinken, Abenteuer, Natur und Tierwelt, Rundreise, Herausforderung, Entspannung, Kultur und Preis-Leistung.
Hin und wieder ist der ein oder andere Ort/ Stadt auf einer ganzen Seite dargestellt. Es sind auch größere Fotos zu finden, die Lust auf mehr machen. Ebenso findet man z.B. bei Wien oder Boston eine Empfehlung „Rund um…“ mit Angaben zu Entfernungen zu Sehenswürdigkeiten im näheren Umkreis.
Natürlich sollte man sich vorher im Klaren sein, dass der Bildband keinen Reiseführer ersetzt. Er dient der Inspiration, weckt das Fernweh und liefert eine Menge Ziele. Wer mehr erfahren möchte, kann sich weitere Informationen aus anderen Reiseführern oder aus dem Internet besorgen. Ein tolles Geschenk für Leute die auf der Suche nach einem geeigneten Ort zur Erholung oder einem Abenteuer sind. Auch unsere Kinder finden das Buch interessant, weil es auch für sie eine Menge Informationen zum Thema Erdkunde liefert.
- Diana Gabaldon
Outlander - Im Bann der Steine
(11)Aktuelle Rezension von: roxfourDieses Buch beinhaltet sieben Kurzromane, deren Figuren neben Lord John auch Minnie, Harolds zweite Ehefrau, und der Vater von Roger McKenzie sind.
In diesen Romanen erfährt der Leser das ein oder andere, was in der Hauptreihe nicht enthalten ist und man darf Lord John und die ihm nahestehenden Personen besser kennenlernen.
So begleiten wir unter anderem Jamie Fraser ins französische Exil seiner Jugend (in Unschuldsengel), erfahren in Minervas Geheimnis, wie der Herzog von Pardloe (Lord Johns Bruder) zu seiner zweiten Ehefrau gekommen ist, und machen in Wie ein Blatt im Wind einen Zeitsprung in den Zweiten Weltkrieg, rund um das Geschehen von Roger McKenzies Vater Jerry, einem Piloten der Royal Air Force, der in geheimer Mission unterwegs war.
Diese Romane sind fesselnd, bildhaft und ausführlich geschrieben. Die Kurzgeschichten können solo gelesen werden, sind in chronologischer Reihenfolge auch gut als Ergänzung zur Outlander-Saga geeignet.
- Sarah Lark
Die Insel der roten Mangroven
(11)Aktuelle Rezension von: vormiJamaika, 1753: Deirdre, die Tochter der Engländerin Nora Fortnam und des Sklaven Akwasi, lebt behütet auf der Plantage ihrer Mutter und ihres Stiefvaters. Die jungen Männer der Insel umschwärmen sie trotz ihrer anrüchigen Herkunft. Doch Deirdre zeigt kein Interesse, bis der junge Arzt Victor Dufresne um ihre Hand anhält.
Nach einer prunkvollen Hochzeitsfeier schiffen sich Victor und Deirdre ein nach Saint-Domingue auf der Insel Hispaniola. Und was dort geschehen wird, soll alles verändern ...Inhaltsangabe auf amazon
Nach einer längeren Pause habe ich mal wieder ein Buch von Sarah Lark gehört.Ihr Schreibstil lag mir schon immer, er ist sehr eingängig.Sie schreibt einfach gut, man taucht völlig in die Geschichte ein.Und so ging es mir auch hier wieder.Das Buch ist voll von Geheimnissen, Intrigen, Liebe, Lügen und Abenteuer.Es hat mich öfter auch mal bis morgens um 3 Uhr wach gehalten. Der Suchtfaktor ist hier auf jeden Fall gegeben... Vis-à-Vis Reiseführer Karibik
(2)Aktuelle Rezension von: ckfreeIn diesem Reiseführer steckt wirklich die gesamte Karibik drin - von den Bahamas im Norden bis zu den ABC-Inseln im Süden. Das wird bereits auf den einführenden Karten und allgemeinen Kapiteln ersichtlich.
Im Anschluss wird jede Insel(gruppe) auf ca. 20-30 Seiten näher beleuchtet. Es finden sich nummerierte Karten, Empfehlungen für Touren, Übernachtung, Speis und Trank. Interessant sind auch die 3D-Aufrisszeichnungen von Sehenswürdigkeiten oder Innenstädten.
Die ansprechenden Fotos wecken ganz klar Fernweh. In der Hoffnung, dass Reisen bald wieder möglich ist, kann die Planung basierend auf den abschließenden Reisetipps schon mal beginnen.
- Sarah Lark
Die Insel der tausend Quellen
(174)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderNoras Leben ist alles andere als schön. In London im Jahre 1732 wird sie an einen verwitweten Plantagenbesitzer verheiratet und muss nun Jamaika umziehen. Der Verlust ihrer ersten großen Liebe macht ihr zu schaffen und der erzwungene Ehemann ist alles andere als eine Stütze. Nora ist auch schockiert über das Leben auf der Plantage und den harten Umgang mit den Sklaven. Sie fühlt sich ihnen sehr nahe und möchte nicht nur für sich ein besseres Leben führen. Also beginnt sie zu kämpfen und bringt nicht nur ihren Ehemann gegen sich auf und dann beginnt eine Katastrophe.
- Carsten Sebastian Henn
Rum oder Ehre
(61)Aktuelle Rezension von: Mika2003Als ich 2015 ein Buch des Autors mit der Romanfigur Prof. Dr. Dr. Bietigheim gelesen habe, konnte mich diese Reihe, der Schreibstil und vor allem der Hauptcharakter nicht begeistern. Und so mussten 7 Jahre ins Land gehen, ehe ich wieder zu einem Buch des Autors griff.
Dabei muss ich zugeben, dass ich den Bezug zu dem damals gelesenen Buch erst sehr spät hergestellt habe. Denn „Rum oder Ehre“ ist so ganz anders.
Für mich stimmt hier einfach alles. Cover, Gestaltung des Buches und der Klappentext und bilden eine wunderbare Einheit, passen hervorragend zusammen. Und dann noch die Kombination der Geschichte mit den Charakteren: eine einwandfreie Punktlandung.
Auf der Rückseite des Buches steht ein Satz, der sich eigentlich auf ein weiteres Buch bezieht, aber ich finde, es sagt eigentlich alles über das Buch, das ich gelesen habe.
Carsten Sebastian Henn hat mich diesem Buch eine gelungene Mischung geschaffen, so ähnlich wie man einen wunderbaren Rum kreiert. Die verschiedensten Zutaten und Verschnitte ergeben ein großes Ganzes. Hier bestehen die Zutaten auch Charakteren wie dem Käptn, Babe, Lee und Jo’anna mit Issac; aus einer spannenden Krimistory, jede Menge Humor, eine wunderbare Kulisse wie es Jamaica mit den guten und weniger guten Vierteln, dem Strand und der Landschaft nun mal ist. Und das Ganze wird gepaart mit viel Hintergrundwissen zum Thema Rum und Rumherrstellung. Bücher sollen ja bilden, haben einen Bildungsauftrag und dem kommt dieser Krimi mehr als genug mag.
Während Markus ja eher der Whiskytrinker ist und mit einer sehr großen Whiskysammlung aufwarten kann, wurde ich von unserem ehemaligen Nachbarn Maik in das Thema Rum eingeführt und habe mittlerweile eine kleine Rum-Sammlung aufbauen können.
Vielleicht aus dem Grund konnte das Buch bei mir zu 100 % punkten. Ich fand die Hintergrundinformationen zum Thema Rum sehr gut, vor allem aber die Verflechtung mit dem Krimi. Der ist vielleicht nicht so blutig-spannend wie bei manchen ein Krimi sein muss. Aber ich war begeistert. Er ist spannend, ich war oft auf der falschen Fährte und auch was den Grund anging lag ich falsch.
Dem Autor gelingt es aber auch sehr gut, mit seinem Schreibstil den Zauber der Karibik in mein Wohnzimmer zu holen. Statt dem Sturm, der ums Haus fegte, hörte ich das sanfte Rauschen der Wellen, statt dem Kaffee der vor mir stand hielt ich gedanklich einen Rum in der Hand und versuchte all die Aromen und Geschmäcker in mich aufzunehmen.
Was mich dann abschließend noch begeistern konnte war die wunderbare Gestaltung des Buches. Die Landkarten in den Klappen und die farbig abgesetzten Seiten im Innenteil. 5 Abschnitte, die farblich abgesetzt sind gibt es: zum Thema „Entstehung des Rums“, „Herstellung von Rum“, „Berühmte Rum-Cocktails“, „Rum-Länder und Rum-Arten“ und zu guter Letzt ein „Rum-Glossar“ und „Rum-Rezepte“.
Für mich war dieses Buch ein Glücksgriff … danke an meine Lieblingsbuchhandlung die den Titel so präsent in mein Blickfeld gestellt hat. Ich weiß nicht ob ich einfach so darauf aufmerksam geworden wäre. Nun steht ein weiterer Krimi zum Thema Gin auf meiner Wunschliste und der Krimi zum Thema Whisky, der im Oktober erscheinen wird, gehört schon so gut wie mir.
Wenn das Leben dir miesen Rum gibt, mach einen tropischen Cocktail daraus.
Und vergiss ja das Schirmchen nicht! - Sarah Lark
Die Insel der tausend Quellen
(15)Aktuelle Rezension von: pardenJAMAIKA IM 18. JAHRHUNDERT...
London, 1732: Nach dem Tod ihrer ersten großen Liebe geht die Kaufmannstochter Nora eine Vernunftehe mit einem verwitweten Zuckerrohrpflanzer auf Jamaika ein. Aber das Leben in der Karibik gestaltet sich nicht so, wie Nora es sich ertäumt hat. Der Umgang der Plantagenbesitzer mit den Sklaven schockiert sie zutiefst, und sie entschließt sich, auf ihrer Zuckerrohrfarm manches zum Besseren zu wenden. Überraschend unterstützt sie dabei ihr erwachsener Stiefsohn Doug, als er aus Europa anreist. Allerdings versetzt seine Rückkehr manches in Aufruhr - vor allem Noras Gefühle. Doch dann verliert Nora durch ein tragisches Ereignis plötzlich alles, bis auf ihr Leben... (Klappentext)
Der Klappentext fasst gut zusammen, worum es im ersten Teil der Jamaika-Saga von Sarah Lark geht. Der Roman beginnt 1732 in London und begleitet Nora und ihre erste große Liebe Simon in ihrem Miteinander, das nur zu bald schon durch den Tod des Geliebten ein tragisches Ende findet. Als sie bei einem Dinner die Bekanntschaft eines Geschäftsfreundes ihres Vaters macht, sieht Nora darin die Gelegenheit, Simons und ihren großen Traum zu verwirklichen und fortan auf einer Insel in der Karibik zu leben. Deshalb nimmt sie den Heiratsantrag des deutlich älteren Mannes fast ohne zu zögern an und zieht mit ihm auf dessen Zuckerrohrplantage auf Jamaika.
Nora ist sofort bezaubert von der Landschaft, den Pflanzen, dem Meer. Entsetzt ist sie jedoch, als sie die Auswüchse der Sklaverei erkennt, und auch ihr Mann scheut nicht davor zurück, Ungehorsam oder vermeintliche Faulheit mit Peitschenhieben zu beantworten. Schnell wird deutlich, dass ihr Mann sie v.a. aus repräsentativen Gründen geheiratet hat, nicht jedoch, damit sie sich in die Führung der Plantage einmischt. Doch Nora gewinnt durch ihre zurückhaltende und freundliche Art letztlich trotzdem das Vertrauen der Haus- und der Feldsklaven. Ihr gelingt es, ihren Mann zu überzeugen, dass die medizinische Versorgung der Sklaven dazu dient, wertvolle Arbeitskräfte zu erhalten und zu verhindern, ständig neue Sklaven kaufen zu müssen. So erhält sie schließlich die Erlaubnis ihres Mannes, Verletzungen und Krankheiten der Sklaven zu versorgen und zu behandeln.
Als Noras Stiefsohn Doug aus England nach Jamaika zurückkehrt, stellen beide fest, dass sich ihre wohlwollende Haltung den Sklaven gegenüber durchaus ähnelt. Und auch sonst kommen sie sich allmählich näher. Doch dann macht Nora eine unglaubliche Entdeckung, die alles ins Wanken bringt - und schließlich ist nichts mehr wie es mal war...
Sarah Lark verknüpft hier auf eine unterhaltsame und spannende Weise historisch belegte Fakten mit einer Familiensaga. Durch die bildhaften Beschreibungen gelingt es der Autorin, einzelne Szenen beim Lesen sehr lebendig erscheinen zu lassen. Schön fand ich dabei, dass hier nicht nur das Christentum der Weißen einen großen Stellenwert bekam, sondern auch und vor allem die religiös-traditionellen Riten der Sklaven. Zur Sprache kommen auch die Maroons, geflohene Sklaven, die sich unter der Vorherrschaft einer Schwarzen namens Granny Nanny in den Bergen Jamaikas einen eigenen kleinen Staat erschaffen haben. Und schließlich sind auch die Vertragsverhandlungen der Maroons mit dem Gouverneur von Kingsley Gegenstand des Romans. All das nicht trocken belehrend, sondern geschickt verflochten in die eigentliche Handlung des Romans.
Auch wenn historische Romane in diesem Leben wohl nie zu meinen Lieblings-Genres gehören werden, wurde mir wieder einmal vor Augen geführt, dass sich hierbei Spannung, Unterhaltung und Wissenswertes gut zu einem Gesamtpaket schnüren lassen. Selbst wenn einzelne Charaktere eher klischeehaft gezeichnet und einige Szenen für mich kaum vorstellbar waren, fühlte ich mich letztendlich doch gut unterhalten. Dazu beigetragen hat sicherlich auch der versierte Vortrag der Sprecherin Yara Blümel (gekürzte Hörbuchfassung: 614 Minuten).
Irgendwann werde ich daher sicherlich auch zum 2. Teil der Jamaika-Saga greifen...
© Parden
- Catherine Bybee
Fast im Himmel
(24)Aktuelle Rezension von: buchfeemelanieGenre: Unterhaltung
Erwartung: Ein spannendes Buch mit vielen Details über die Katastrophenhilfe lesen
Meinung:
Das Cover ist gut und passend zur Reihe.
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Das Buch passt sich gut an die vorherigen Bände an.
Ich war total gespannt auf die Berichte von der Katastrophe. Leider waren die nicht so ausschweifend wie erhofft und sehr oberflächlich geschrieben. Ich habe mich emotional so gar nicht mitgerissen gefühlt.
Ich fand es gut, dass die vorherigen Charaktere auch wieder im Buch vorhanden sind. Allerdings haben mich Monica und Trent als Charaktere nciht so überzeugen können. Monica arbeitet sehr engagiert. Jedoch hat mich ihr Verhalten während dieser schlimmen Katastrophe mit dem vielen Leid irritiert. Ich fand sie sogar unbedacht. Daraus hat sich aber eine nicht uninteressante Richtung ergeben...
Leider hat es nicht gereicht, sodass ich die Reihe nicht weiter lesen möchte.
Fazit: 3 Sterne von mir
- Sarah Lark
Die Insel der roten Mangroven
(127)Aktuelle Rezension von: Azyria_SunWorum geht’s?
Noras Tochter Deirdre wird von allen Männern umschwärmt, trotz den Gerüchten um ihre Herkunft. Doch erst als der Arzt Victor Dufresne zu Besuch kommt, verliert sie ihr Herz und folgt ihm nach Saint-Domingue. Hier trifft sie auch ihren Halbbruder Jefe wieder, immer noch derselbe Hitzkopf und Aufständler wie früher und ganz sein Vater. Was ihm rasch zum Verhängnis wird – und Deirdre ebenso.
Meine Meinung:
Mit „Die Insel der roten Mangroven“ führt uns Sarah Lark zurück in die Karibik und den zweiten Teil ihrer Inselsaga um Nora Fortnam. Auf ihre einzigartige Erzählweise lässt sie auch hier wieder eine atemberaubende Landschaft entstehen. Erweckt den „Schwarzen Messias“, den es tatsächlich gab, wieder zum Leben. Es ist wirklich beeindruckend, aber die Autorin schafft es jedes Mal, dass ich alles lebendig vor mir sehe.
In diesem Teil begleiten wir hauptsächlich Deirdre und Victor, die in Cap-Francaise ihren Haushalt begründen und ab und an auf die Plantagen von Victors Eltern reisen. Aber auch Jefe und Bonnie, die sich als Piraten verdingen. Im letzten Teil lernen wir dann Macandal kennen, den schwarzen Messias, und erfahren, wie er durch Anschläge und Giftmorde versuchte, die Sklaven zu befreien. Die Charaktere sind wirklich genial dargestellt, als wären sie direkt der Geschichte entsprungen – egal, ob historisch tatsächlich gelebte Personen oder die fiktiven Protagonisten. Diese ergänzen sich perfekt und bringen so noch mehr Lebendigkeit in das Buch!
Die Geschichte selbst beginnt diesmal fast etwas langsam. Hier hat es doch einige Seiten gedauert, bis ich richtig im Geschehen drin war und von den Ereignissen gefesselt wurde. Schade fand ich auch, dass wir von Nora und Doug nicht noch mehr erfahren durften. Aber die Kämpfe der Piraten auf See, der Aufstand des Macandal und auch wieder das Leben in den Städten und auf den Plantagen – ich war verzaubert und konnte komplett in die Geschichte eintauchen. Die rauschenden Feste, die verbissenen Kämpfe, die Emotionen zwischen den Protagonisten – kein Wunder, dass Sarah Lark so rasch zur internationalen Bestsellerautorin aufstieg!
Fazit:
Mit dem zweiten Teil ihrer Insel-Saga „Die Insel der roten Mangroven“ lässt uns Sarah Lark eintauchen in eine Welt der Piraten, der Plantagenbesitzer und Sklaven ebenso wie in die Welt von Macandal, dem schwarzen Messias. Gekonnt verwebt sie historische und fiktive Details zu einer Geschichte, ich die ich diesmal etwas langsamer hereingekommen bin, die mich dann aber umso mehr gefesselt hat. Sarah Lark schafft es immer wieder, mich in fremde Zeiten und Welten eintauchen zu lassen. Die Charaktere, die Landschaften – es ist, als wäre man ein Zuschauer und die Bilder direkt vor mir, die Kampfgeräusche, der Geruch des Pulvers und ich fühle mit den Menschen.
4 Sterne für diesen gelungenen zweiten Teil der Karibik-Saga!
- Ian Fleming
James Bond - Der Mann mit dem goldenen Colt
(13)Aktuelle Rezension von: Jens65Die Geschichte von „James Bond und der goldene Colt" setzt da ein, wo „Du lebst nur zweimal" aufgehört hat. James Bond war wochenlang verschwunden, meldet sich aber plötzlich wieder beim Geheimdienst und seinem Boss M. Dieser bleibt skeptisch, vermutet er doch eine Gehirnwäsche. Und so entpuppt sich sein Auftrag als eine Art Rehabilitierung. Er soll beweisen, daß er noch der alte ist. Und das macht Ian Fleming scheinbar auch mit alten Mitteln. Irgendwie bringt er nichts neues, hatten wir doch die Zuggeschichte bereits in „Diamantenfieber" und das Treffen der Gangsterbosse in „Goldfinger". Interessanterweise arbeitet Scaramange - der Gegner Bonds - für Fidel Castro. Ian Fleming hat es immer gewagt, ganz offen gegen die kommunistischen Regime zu wettern. Doch in „Der goldene Colt" scheint Fleming der Biss ausgegangen zu sein. Schade, hat die Geschichte an sich doch großes Potential.























