Bücher mit dem Tag "jamaika"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "jamaika" gekennzeichnet haben.

82 Bücher

  1. Cover des Buches Ferne Ufer (ISBN: 9783426518236)
    Diana Gabaldon

    Ferne Ufer

     (1.097)
    Aktuelle Rezension von: _Dark_Rose_

    Achtung: Band 3 einer Reihe!

     

    Triggerwarnung: Verstümmlung, Kindesmisshandlung!

     

     

    Jamie ist nicht tot. Auch wenn er es sich 1746 wirklich gewünscht hat. Er hat sich echt Mühe gegeben auf dem Schlachtfeld von Culloden zu sterben, aber es hat nicht geklappt. Er lebt. Er überlebt. Aber das alles hat seinen Preis. 

     

    1968: Claire zieht es den Boden unter den Füßen weg, als sie erfährt, dass Jamie nicht in Culloden gestorben ist. Ihr wird klar, dass sie eine schwere Entscheidung treffen muss: kann sie ihre Tochter in der Gegenwart zurücklassen, um ihre große Liebe in der Vergangenheit zu suchen? Und selbst wenn sie es tut, es sind 20 Jahre vergangen. Was, wenn sie und Jamie nicht mehr zueinander passen? Wenn er sie vielleicht nicht mehr will? Und selbst wenn das alles funktionieren sollte, das Leben in der Vergangenheit ist gefährlich. Ist sie bereit dazu sich all dem zu stellen?

     

     

    Ich möchte niemanden spoilern, aber das ist wirklich schwer, wenn man ein Buch – eine ganze Reihe – schon so oft gelesen hat. Aber ich versuche es.

     

    Im zweiten Band der Reihe ist uns das Herz gebrochen worden und auch in Band drei geht es erstmal so weiter, denn wir folgen Jamie, was er alles erlebt hat, wie sein Leben nach Culloden war und auch wie es für die anderen Charaktere in der Vergangenheit weiterging. Es war eine harte Zeit und so manches ist geschehen, dass einen als Leser, der die Charaktere innig liebt, wirklich hart trifft. Vor allem aber leidet Jamie unbeschreiblich. Er hat Claire gezwungen zu gehen, aber selbst das Wissen, dass sie und sein Kind sicher in der Zukunft leben, hilft ihm nicht über den Schmerz des Verlustes hinweg. Er wollte nicht leben, aber er tut es und jetzt muss er irgendwie damit klarkommen und dabei zusehen, wie das Leben, das er gekannt hat und die Traditionen der Highlands zerstört werden. Es ist kein leichtes Leben.

     

    Der Klappentext verrät bereits, dass Claire sich dazu entschließt noch einmal durch die Steine in die Vergangenheit zu reisen und Jamie zu suchen. 20 Jahre sind vergangen und sie haben sich beide verändert. Sie haben 20 Jahre gelebt und sich ein Leben aufgebaut. Claire gibt ihres auf, für Jamie und ihre Liebe, doch hat sie in seinem überhaupt noch einen Platz? 

     

    Oder um es mit Jamies Worten zu sagen:

     

    “Do ye want me?" he whispered. "Sassenach, will ye take me - and risk the man that I am, for the sake of the man ye knew?”

     

    Das übersetze ich jetzt mal nicht, ich schätze ihr könnt euch alle denken, was da steht. Auf jeden Fall ist das eines der Zitate, das die Situation am besten ausdrückt. Sie sind nicht mehr die, die sie waren, sind sie bereit sich wieder aufeinander, auf mittlerweile Fremde, einzulassen, um der Liebe willen, die sie einst für einander empfanden?

     

    Und selbst wenn sie es tun, es sind Jamie und Claire, das bedeutet Ärger ist nie weit. 

     

    Fazit: Dieser Band sorgt nicht nur dafür, dass Claire und Jamie einander nach 20 Jahren wieder gegenüberstehen, sondern geht auch teils ganz neue Wege. Der deutsche Titel deutet es schon an, der Originaltitel aber noch mehr „Voyager“ – es geht um Reisende, um Reisen und zwar um mehr als nur eine. Ich will nicht spoilern, deswegen kann ich dazu nicht mehr sagen. Es werden sehr viele Dinge angesprochen aber zentral geht es darum, ob Claire und Jamie wieder zueinanderfinden können, ob sie noch genauso für einander fühlen, wie früher. Ein Zitat drückt das finde ich perfekt aus:

     

    “Do ye want me?" he whispered. "Sassenach, will ye take me - and risk the man that I am, for the sake of the man ye knew?”

     

    Von mir bekommt das Buch volle 5 Sterne. Und ich möchte euch nicht nur die alte deutsche Übersetzung nahe legen, sondern vor allem auch die Originalversion, sie versprüht nochmal einen ganz eigenen Zauber.

  2. Cover des Buches Die Insel der roten Mangroven (ISBN: 9783404169764)
    Sarah Lark

    Die Insel der roten Mangroven

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Joenna

    Die Insel der roten Mangroven 

    Von Sarah Lark, 672 Seiten erschienen im Lübbe.

    Dede ist zu einer Schönheit herangewachsen. Man sieht es ihr kaum an, das ihr Vater ein Schwarzer war. Natürlich wissen die Nachbarn von der wahren Herkunft Dedes und lassen sie es und ihre Mutter Nora Spüren. Dede wird zu keinem Ball eingeladen. Also beschliesst Nora selber einen Ball auszurichten und Dede in die Gesellschaft einzuführen. Auf diesem Ball verliebt sich Dede in den Arzt Victor von der Insel Hispaniola. Nora ist erleichtert dort weiss ja niemand von der wahren Herkunft Dedes. Aber es kreuzen sich die Wege mit dem Stiefbruder Jefe der sich jetzt Cäsar nennt. Es kommt zu einem echten Gefühlsdurcheinander von Dede.

    Von mir 5 von 5 Sternen.  

  3. Cover des Buches Die Insel der tausend Quellen (ISBN: 9783404168163)
    Sarah Lark

    Die Insel der tausend Quellen

     (167)
    Aktuelle Rezension von: Joenna

    Die Insel der tausend Quellen von Sarah Lark. 720 Seiten erschienen im Lübbe Verlag.

    Das Cover sieht wunderschön aus. Mit einen Holzsteg ins blaue Meer hinaus. Die Hügel im Hintergrund sind im Nebel.

    Zur Geschichte Nora die junge Kaufmans Tochter ist verliebt in Simon einem Schreiber von ihrem Vater. Als dieser um die Hand von Nora anhält verweigert sich ihr Vater. Und Nora ist zutiefst enttäuscht von ihrem Vater. Der ja eigentlich alle ihre Wünsche erfühlt. Als sie nichts mehr von Simon hört und sieht macht sie sich auf die Suche in den Strassen Londons. Und sie findet ihn Todkrank. Nora kümmert sich um Simon und beide Träumen von einem Leben in der Karibik. Am Strand am Meer in einer Hütte aus Palmen... Simon erholt sich nicht von seiner Krankheit und stirbt. Das gibt natürlich ein Gerede im den hohen Kreisen von London. Und man schaut auf Nora herab. Sie verliert sich in Träumen von der Karibik und Simon. Als Jahre später ein älterer Zuckerrohr Besitzer aus Jamaika um ihre Hand anhält greift Nora zu. Um ihre Träume von Simon und ihr wahr werden zu lassen.

    Das Land gefällt Nora sehr gut. Aber die Leute? Die Grossgrundbesitzer halten Sklaven und behandeln diese schlechter als ihre Tiere. Und da ist ja auch noch der Sohn ihres Ehemannes der vier Jahre älter ist als Nora. Wie Nora doch noch ihr Glück auf der Insel findet lest selbst.  

  4. Cover des Buches DER SCREENER - Teil 1 (ISBN: 9789463679848)
    Yves Patak

    DER SCREENER - Teil 1

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Shelli

    Voodoo-Zauber und Mystik vom Feinsten!
    Zwischendurch war das Buch doch sehr "überzogen", allerdings eben genau dadurch ein Mystics Thriller. 

    Der Anfang ist sehr gut konzipiert, der Tauchunfall gruselig dargestellt und man ist erleichtert, dass die Hauptfigur nicht ums Leben kam. Die Spannung wird vom Autor so aufgebaut, dass man es kaum weglegen kann, da man einfach wissen musste wie genau es weiter geht. Da konnte ich das Buch dann wieder kaum aus der Hand legen.

    Für mich allerdings ein großes Manko, dass das Ende offen gelassen wird, man fühlt sich sehr unbefriedigt und aus diesem Grund für mich auch nur 4 Sterne. Auch wenn ich das Buch wirklich weiter empfehlen kann, da es mal ein Thema ist welches auch noch nicht "ausgelutscht" ist.

  5. Cover des Buches Jane Eyre (ISBN: 9783458364252)
    Charlotte Brontë

    Jane Eyre

     (1.542)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Ohne Frage ist dieses Buch ein Klassiker. Eine schöne Geschichte vom Waisenmädchen Jane, das eine schwere Kindheit und Jugend hinter sich bringt und sich eigentlich nur eins wünscht - geliebt zu werden. Es geht um Sehnsucht und Selbstverwirklichung der jungen Frau im 19. Jahrhundert.

    In dem knapp 180 Jahre alten Buch passiert auf 600 Seiten an sich nicht viel und das wenige möchte ich zukünftigen Lesern nicht vorweg nehmen. Wirklich spannend zu lesen ist das Buch erst etwa ab der Hälfte.

    Ich muss zugeben, es hat mich nicht von den Socken gehauen. Die Sprache ist poetisch, anrührend, bildhaft ausgeschmückt, aber leider ohne besondere Raffinesse, wenn auch die Gedanken und gesellschaftliche Normen, die junge Frauen in dieser Zeit umgetrieben haben, gut zur Sprache gebracht werden. Die Form des Tagebuchs, die direkte Ansprache des Lesers fand ich dafür jedoch unpassend, denn die Darstellungen wären viel zu detailliert, Wort für Wort die Dialoge und die Umgebung bis ins Kleinste beschrieben. Es erschien mir nicht ganz rund. 

    Und dann diese Männer.

    In dem ganzen Buch kommen fast ausschließlich anstrengende, wenn nicht sogar verhaltensauffällige männliche Figuren vor. Und zwar nicht auf die Weise, dass ich dachte "das ist ja höchst interessant" sondern eher "du liebes Lieschen, tut das denn Not, sich so aufzuplustern?" Schmalztriefend, pathetisch, theatralisch... Das hat mir fast den Humor und Wortwitz der männlichen Hauptperson verleidet, die eigentlich echt toll ist! Ursprüngliche Dialoge, die in einen seitenlangen Monolog des Gegenüber ausarten, da hab ich teilweise augenrollend weitergeblättert. 

    Die absolute Stärke des Romans und das schriftstellerische Können von Charlotte Bronte liegt meiner Ansicht nach in den Zeichnungen der Charaktere, Aussehen, Wesenszüge und wie Janes Bezug und Gefühl zu ihnen ist. Die Hauptfigur Jane ist eine der stärksten und eindrucksvollsten Frauenfiguren, die mir zwischen zwei Buchdeckeln bislang begegnet sind, sie strahlt eine unglaubliche Präsenz aus.

    Alles in allem kein schlechtes Buch, aber auch kein Highlight. 

  6. Cover des Buches Alles, was passiert ist (ISBN: 9783351050672)
    Yrsa Daley-Ward

    Alles, was passiert ist

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    Yrsa wächst mit ihrem kleinen Bruder Roo im Nordwesten Englands auf. Ihre Mutter versinkt in ihrer Arbeit als Nachtschwester und scheint unbeteiligt am Leben ihrer Kinder. Yrsa versucht bei den Grosseltern in ihr Leben reinzuwachsen und wird mit schrecklichen Dingen konfrontiert. Gibt es eine Hoffnung, wenn überall der Schmerz herrscht?

    Die Autorin Yrsa Daley-Ward verpackte ihre Kindheit und Jugend in ein poetischen Werk. Mir gefiel es sehr, wie mit Schrift und Wort gespielt wurde. Dabei hat sie einen kristallklaren, pointierten Schreibstil, mit dem sie mit wenigen Worten viel auszusprechen vermag. Ich hätte mir am Ende etwas mehr Positivität gewünscht, obwohl ich mir bewusst bin, dass im wahren Leben natürlich nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Aber ein paar mehr Sonnenstrahlen hätten aber nach der Düsternis ihres Lebens gut getan, denn schlussendlich wäre es schön zu wissen, wie ihr Leben nun aussieht. Das kam in meinen Augen etwas zu kurz.

    Mein Fazit: Eine poetische Biografie über eine Kindheit, die schon unter schlechten Sternen begonnen hatte. 4 Sterne.

  7. Cover des Buches Im Tod vereint (ISBN: 9783442367221)
    J. D. Robb

    Im Tod vereint

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Jacki94

    Wie immer muss Eve einen Fall lösen, der ZU einfach wirkt. Schnell kommt sie auf die Fährt von geheimen Missionen und staatlichen Organisationen, die ihr den Boden unter den Füßen reißen. Ihr und ihrem Mann Roarke. Meine Güte habe ich mit den beiden gelitten. Anders als die Bände zuvor, ging es mehr um ihre Beziehung, die auf der Kippe stand als um den Fall an sich. Beide wurden mit der Vergangenheit konfrontiert und hatten andere Methoden damit umgehen zu wollen. Und genau da fingen die Probleme an. Ihre Beziehung wurde so sehr erschüttert, dass ich den Schmerz in meiner Brust fühlen konnte. Besonders als etwas herauskam, dass Eve passiert ist, musste ich mir wirklich viel Mühe geben, die Tränen wegzublinzeln. Grausame Taten kamen ans Licht und keiner der beiden hatte einen Halt nach der Enthüllung.
    Ich bin froh, dass sie sich dem gestellt haben und hoffe, sie wieder mehr als Einheit in Band 19 zu erleben.

  8. Cover des Buches Rum oder Ehre (ISBN: 9783832183981)
    Carsten Sebastian Henn

    Rum oder Ehre

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Jethro

    Inhalt: Martin Störtebäcker, 72 Jahre alt und von seinen Freunden liebevoll »der Käpt’n« genannt, lebt friedlich in der deutschen Rum-Metropole Flensburg, wo sich sein Faible für den köstlichen Zuckerrohrbrand hervorragend pflegen lässt. Aber dann segnet sein bester Freund Lasse das Zeitliche – und gibt dem Käpt’n aus dem Grab einen letzten Auftrag mit: Er soll zur legendären Rum-Insel Jamaika reisen und sich endlich auf die Suche nach seinem dort verschollenen Bruder begeben. In der Karibik angekommen freundet sich der Käpt’n schnell mit einer abenteuerlustigen Taxifahrerin an, die ihn bei seiner Suche unterstützt. Doch schon bei der Besichtigung der ersten Rum-Distillery stellen sie fest: Etwas stimmt ganz und gar nicht in dem tropischen Paradies. Der Brennmeister der Distillery wird auf brutale Weise ermordet aufgefunden – und es wird nicht der letzte Mord gewesen sein. Ein rasantes Katz-und-Maus-Spiel beginnt …
     

    Carsten Sebastian Henn legt nach „Der Gin des Lebens“mit „Rum oder Ehre“ seinen zweiten Kriminalroman vor, in dessen Mittelpunkt ein alkoholisches Kultgetränk steht. Um den Rum herum gruppieren sich die deutsche Rum-Metropole Flensburg und die Rum-Insel Jamaika. Mit dem Käpt’n Martin Störtebäcker, der nach Jamaika geht, um seinen verschollenen Bruder zu suchen, schafft Henn eine wunderbare Figur, um die sich erst eine Gruppe nordischer Freunde (eine Kegelgruppe, die nicht kegelt) und dann verschiedene jamaikanische Personen schart (eine junge Taxifahrerin, die Polizistin Jo’anna mit ihrem Sohn Isaak und verschiedene Rastafari). Während Martin den Spuren seines Bruders folgt, wird viel geraucht, viel Rum getrunken, Distillerys besichtigt und auch gemordet und scharf geschossen. Diese Spurensuche ist unterhaltsam, zuweilen auch spannend und emotional und auch immer informativ, denn Henn fügt geschickt Informationen über die Rum-Herstellung und das Land Jamaika ein. Zudem gibt es Informationsseiten, auf denen locker unterhaltsam über die Geschichte und die Herstellung von Rum geschrieben wird, und natürlich gibt es auch informative Cocktailrezepte mit Rum und Kochrezepte mit Rum.  

     

    Ein schöner und unterhaltsamer Wohlfühlkrimi, bei dem der Rum der wahre Held ist. Die Protagonisten wachsen einen schnell ans Herz und auch der Kriminalfall bietet einige Überraschungen.

    Es stellt sich nun die Frage, ob nach Gin und Rum jetzt vielleicht ein Krimi über Whisk(e)y folgt. Genug zu erzählen gibt es hier bestimmt auch.

  9. Cover des Buches Ausgesetzt (ISBN: 9783426508800)
    James W. Nichol

    Ausgesetzt

     (352)
    Aktuelle Rezension von: eletroe

    Sehr spannend und fesselnd. Sollte man Mal gelesen haben. Kann man sich auch gut hineinversetzen

  10. Cover des Buches Outlander – Ferne Ufer (ISBN: 9783839815120)
    Diana Gabaldon

    Outlander – Ferne Ufer

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Liebe_in_den_zeilen


    Claire lebt seit nun 20 Jahren zusammen mit ihrer Tochter Brianna wieder in der Gegenwart.Trotzdem denkt sie immer noch jeden Tag an Jamie, den rechtmäßigen Vater von Brianna,und vermisst ihn schrecklich.Aber sie vermutet das er in der Schlacht von Culloden umgekommen ist, und macht sich deswegen nicht mehr auf die Suche nach ihm.Ein Zufall bringt sie aber wieder nach Schottland und auf eine Spur von Jamie. Nun muss oder besser gesagt will sie Brianna endlich die Wahrheit über ihren Vater sagen, den es gäbe nun eine Möglichkeit ihn wieder zu sehen. So machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach einer Spur, auch wenn es Brianna im ersten Moment so gar nicht glauben konnte was ihre Mutter erzählt. Während sie aber in der Gegenwart heraus finden was mit Jamie in 20 Jahren passiert ist, kämpft Jamie erstmal im Krieg, ist dann Gefangener und wohnt dann als Hausdiener auf einem Hof. 

    Beides läuft parallel ab, auch wenn es zeitlich nicht so passt, den die ganzen Sachen die er nach dem Krieg erlebt sind in den 20 Jahren passiert wo Brianna aufgewachsen ist, aber so wird es eben erzählt. Es springt also immer wieder zwischen den Zeiten und ich fand es sehr interessant! Einerseits es eben für Jamie "live" zu erleben,erst den Krieg und dann die Gefangenschaft und dann nochmal eben aus der Erzählperspektive als Claire alles langsam anhand Unterlagen heraus findet. 

    An einem gewissen Punkt fließen aber die Geschichten auch wieder in einander,nämlich als Claire heraus findet das er eben lebt und sie ihn wiedersehen will. Sie treffen sich also wieder, in seiner Zeit, und das Wiedersehen nach 20 Jahren war echt toll. Beide waren geschockt aber auch glücklich, auch wenn sie sich einiges zu erzählen haben,den bei beiden ist eine Menge passiert. 

    Lange hält das traute Glück aber auch nicht an, und sie haben nicht viel Zeit sich auszutauschen oder Zeit mit der Familie zu verbringen, den dann wurde auch schon der junge Ian entführt und die beiden müssen sich auf eine gefährliche und auch lange Reise machen, die sie zu neuen Ufern führt. 

    Und auch das war wieder sehr spannend, den sie trafen unterwegs die unterschiedlichsten Leute und dann wurde Claire auch noch tatsächlich gekidnappt. Und das alles auf hoher See! Es war einfach nur herrlich, von Beginn bis zum Ende einfach wieder nur interessant und es wird nie langweilig. Wieder ein sehr gelungener Teil der Reihe.


    Claire ist mir bereits durch die Serie sehr ans Herz gewachsen, und auch hier war sie wieder eine sehr angenehme und warmherzige Person die immer nur den Leuten helfen will und auch versucht immer das gute in einem oder etwas zu sehen. Sie ist eine echt tolle Person und ich hoff noch auf einige Abenteuer mit ihr!



    Von der Autorin hatte ich noch nie ein Buch gelesen und leider bisher auch nicht wirklich etwas von ihrem Schreibstil gehört weswegen ich sehr gespannt war wie ich auf ihrem Schreibstil reagieren würde und ich muss sagen es war genau so wie ich es mir gewünscht habe! Die Seiten flogen nur dahin, ich hatte das Gefühl ich würde Claire auf ihre Abenteuer in der neuen Zeit begleiten.Ich fühlte mich dem Buch, aber auch der Protagonistn sehr nah und empfand es immer als "nach Hause kommen" wenn ich das Buch endlich wieder weiter lesen konnte. Es war einfach nur toll und ich bin mehr als begeistert!





    Wieder ein sehr gelungenes Buch, die Autorin weiß eindeutig wie man jemanden in ein echtes Abenteuer zwischen die Zeiten führt! Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sterne.


  11. Cover des Buches Der 77. Grad (ISBN: 9783426633342)
    Bill Napier

    Der 77. Grad

     (124)
    Aktuelle Rezension von: Grafivar
    Ich habe diese Buch zufällig entdeckt im Schwimmbad, wo es eine Büchertausch-Ecke gibt
    Eigentlich habe ich gemeint, es hätte etwas mit Freimaurer oder Rosenkreuzer zu tun.
    Tatsächlich gehörten einige der Personen nachweislich den Rosenkreuzer-Orden an, aber das wird nur so nebenbei erwähnt.

    Wie die Bücher von Dan Brown und Scott McBain geht basiert dieser Mysterythriller auf wahre Gegebenheiten, wie die Auffindung des "Wahren Kreuzes" von Jesus von Nazareth durch Bischof Makarius [also nicht durch Kaiserin Helena, wie es die Legende bezeugt] im Jahre 347 C.E., wie es auch beschrieben wird in http://www.heiligenlexikon.de/BiographienK/Tag_der_Kreuzfindung.htm

    weiterhin spielt auch die Kalender von John Dee eine wichtige Rolle. Dieser Kalender werden viele für einen Mythos halten, aber auch dies ist eine historische Gegebenheit, wie es in englischer Sprache nachzulesen ist auf http://www.hermetic.ch/cal_stud/gods_longitude.htm

    Kurzum: eine Geschichte, die sich messen kann mit den Büchern von Brown und wo tatsächlich auch die Ortsangaben stimmen. Ein Buch, dass man nicht weglegen kann, bis man es ausgelesen hat.

  12. Cover des Buches Assassin's Creed - Black Flag (ISBN: 9783833227004)
    Oliver Bowden

    Assassin's Creed - Black Flag

     (16)
    Aktuelle Rezension von: AnnikaLeu

    That's a lie,
    that's a lie,
    that's a lie, lie, lie“


    Auf dem Cover ist Edward Kenway, wie ich ihn aus dem Spiel kennen und lieben gelernt habe, allerdings nur mit drei von vier erreichbaren Pistolen und einem Säbel. Gekauft habe ich das Buch im Vorbeigehen, damit ich mir die Wartezeit zum nächsten Teil des Spiels auf der Playstation überbrücken konnte. Denn mit ‚Black Flag‘ hat mich Assassin’s Creed gekriegt. Ähnlich wie damals bei ‚ Resident Evil‘, zu dem ich auch die Bücher gelesen habe, nachdem ich das Spiel kennen gelernt hatte und ja auch beim MMORPG ‚World of Warcraft‘ bzw bei den davor spielenden PC Games ‚ Warcraft‘ habe ich mir die entsprechenden Romane und Comics nicht entgehen lassen. Seit Kenway bin ich im Grunde süchtig nach Shantys - und Piraten gehen ja sowieso immer, vor allem in voller Montur und mit Kanonen und ganz wichtig: Stulpenstiefeln! Und als ich dieses Buch öffnete war ich schon vom ersten Titel begeistert: „ 1719 (oder um den Dreh)“ (S. 7)

    Zu meckern gibt es wenig, denn ich habe die erste Hälfte des Buches einfach mal eben so in einem Rutsch durchgelesen und hätte wahrscheinlich auch den Rest einfach verschlungen. Allerdings gab es gerade einen Totalausfall unseres Internets. Warum mich das hindert ein Buch zu lesen, ist die Frage. Und diese ist leicht zu beantworten. Es begab sich, dass meine Schwester zu Besuch war und da wir keinen Zugriff auf das Internet und somit auf das Fernsehen hatten (denn das is bei mir voneinander abhängig) las ich Assassin’s Creed, statt mit ihr ’Sherlock’ zu gucken. Und nun ist das so gewesen, dass ich mich schon beim ersten Kapitel vor lachen kaum halten konnte und nachdem sie bis Seite 75 ständig in den Genuß einzelner Sätze oder Passagen kam, die ich ihr unaufgefordert vorlas, ging ich dazu über ein ganzes Kapitel vorzulesen. Nur um danach zu hören zu kriegen: „He du kannst jetzt nicht aufhören! Lies weiter.“ Und so wurde einmal meine Vorlesefähigkeit auf die Probe gestellt. Leider muss ich sagen, nach hundert Seiten ist meine Schwester zwar dann im Bann der Geschichte gewesen, meine Stimme aber heiser und die Sonne untergegangen. Daher bekam sie den Rest erst am nächsten Tag.

    „Roll boys,
    roll boys roll“


    Die Handlung die meine Schwester so gerne dann unbedingt zu Ende hören wollte, orientiert sich sehr dicht am Spielverlauf. Teilweise wortgetreue Konversationen und Bewegungen. Alles in allem fehlt es in dem Buch natürlich an meinen ganzen stümperhaften Trödeleien. Im Buch muss Edward auch nicht auf Türme oder Kirchen klettern um zu synchronisieren. Generell fehlt der gesamte ‚ Abstergo‘ Einschub der das Spiel in regelmäßigen Abständen unterbricht. Wie das in den anderen Büchern dieser Reihe ist weiß ich nicht - kümmert mich auch grad nicht, denn ich genieße es einfach die Handlung zügig herunter zu lesen und mir die von Ubisoft gebotenen Charaktere dazu vorzustellen. Anders als jedoch das Spiel ist Kenways Leben in eine Erzählung eingebettet, denn er spricht immer wieder eine Person gezielt an: „ Hör’ auf zu grinsen!“ oder: „ Das muss in etwa die Zeit gewesen sein, als du geboren wurdest.“ Er erzählt also jemandem seine Lebensgeschichte. Das ist sehr angenehm und lässt den Leser etwas näher an den Protagonisten heran rücken. „ (…)und was unsere Aborte anging…, nun ich weiß, dass ich dich bisher auch mit den schmutzigen Details meines Lebens nicht verschont habe, aber hier ziehe ich die Grenze.“ (S. 242)

    Der Stil des Autors ist schnell, geradezu mitreißend. Ebenso wie Schwertführung und Schnauze des Piraten. Der eigentlich keiner sein wollte. Anders als im Spiel (dort durch Rückblenden) erfahren wir hier chronologisch richtig herum Edwards Jugend und seine Ehe mit Caroline, bis er anheuert und als Freibeuter sein redliches Leben beginnt. Geprägt ist das Buch durch viel Gewalt, brutale Gedärme verspritzende, blutige Auseinandersetzungen in all seiner leuchtenden Vielfalt. Auch fluchen kann Kenway ganz hervorragend und sich prügeln mit oder ohne Suffkopp ist ein Credo. Das kann auch mal ganz schön nerven, andererseits bin ich vielleicht auch die einzige Spielerin, die mehr Zeit in irgendeinem Gebüsch pfeifend verbracht hat, als sich einfach wild durch die angreifenden Soldaten Spaniens und Englands zu schnetzeln. Schließlich wählt sich Kenway seinen Mentor und seine spirituelle Heimat Nassau. Über die Kapitel hinweg vergisst er hier und da seine eigentlichen Beweggründe und gibt seine Beute mit vollen Händen aus, so wie ich das auch im Spiel gemacht habe. Erst mal alles in die Bewaffnung und Ausrüstung stecken.


    „Weigh, me boys, to Cuba!
    Running down to Cuba“


    Schließlich aber ringen hier Templer, Assassinen, alte vergessene Völker, Motive und Energien um die Gunst der Menschen. Es geht um Macht und um Geld. Kenway hinterlässt eine Schneise der Verwüstung. Man merkt je weiter man liest wie Edward sich wandelt. Die ersten Kapitel sind geprägt von seinem Charme und seinen kecken Sprüchen. Aber je mehr er sich in den Mist segelt, erkennt er das Abenteuer doch nicht ganz das sind, was er sich darunter vorstellte. Er verändert sich und weiß zeitweise gar nicht welcher der ganzen Angebote er folgen soll. Das Spiel macht es einem leichter aber auch unlogischer. Man folgt der Handlung einfach. Das Buch gibt schlüssige Gründe weshalb Kenway mehr zum Assassinen denn zum Piraten geschweige denn zum Templer taugt.
    Alle freundschaftlichen und unfreundlich Charaktere die mir in Erinnerung geblieben sind, tauchen wieder auf. Bonnett, Adewalé, Roberts, Rogers, Torres, Blackbeard, Hornigold, Kidd. Aber die meisten Szenen wirken gelesen viel schneller, vielleicht auch weil ich schon erahne was als nächstes passiert. Ein bisschen fehlt es an Details. Das Spiel hatte ein etwas verwirrendes, wenn nicht sogar unbefriedigendes Ende. Das Buch dagegen hat einen entsprechenden Schluß, der mir persönlich ein paar Verständnislücken gestopft hat. So an einem Stück hintereinander weg gelesen, habe ich jetzt viele der Zusammenhänge noch viel besser verstehen können.

    Wie rum man es auch dreht oder wendet, Spiel und Buch erzählen haargenau dieselbe Geschichte. Die Charaktere sind absolut gleich (bis auf Blackbeard, den ich ein wenig biestiger und grausamer vom Spiel in Erinnerung hatte - zumal dann doch die ein oder andere Nebenaufgabe und damit verbundene Szenen des Spiels im Handlungstrangs des Buchs fehlten (zB meine verhasste Nachtjagd durch irgendeinen Sumpf). Und was einem vielleicht irgendwann so richtig zum Augenrollen bringt ist Kenways unglaubliches Talent zig hundert Männern die Kehle aufzuschlitzen. ‚Raub und Mord und Überfall sind gut.‘ Ich war nach den 400 Seiten zwar erst mal heiser aber meiner Schwester und mir hat es verflucht gut gefallen und sie konnte nichts anderes tun als mir zu lauschen und beinah mit zu heulen, als Kenway Mary auf dem Hof trug.

    Fazit:

    Inhaltlich orientiert sich das Buch also so dicht am Spiel, dass ich mich frage, war das Spiel zu erst da und Bowden hat es danach geschrieben oder ist das mehr oder weniger das überarbeitete Skript vor der Spielentwicklung?
    Eines ist jedoch klar, da ich die anderen Spiele nicht kenne und auch wohl nicht mehr nach holen werde, ziehe ich es definitiv in Betracht die Bücher dazu zu lesen, wenn die alle ähnlich diesem sind, bin ich danach bestens gewappnet um in etwaigen Diskussionen über Assassin’s Creed bestehen zu können. Teil Sieben werde ich aber erst lesen, wenn ich ‚ Unity‘ gespielt habe- wäre mir unlieb mir den Spaß zu verderben. Die ganze Reihe ist wahrscheinlich etwas für Spieler die noch mal wissen wollen was wo passierte mit welchem der Assassinen. Und für diejenigen die (wie ich) irgendein Spiel verpasst haben. Oder eben für die, denen das Spiel im Grunde egal ist, die aber den Orden der Assassinen toll finden und rasante prägnante und verdammt sarkastische Charaktere mögen. (Soweit ich von diesem auf andere Bände schließen kann.- Vielleicht ist ja auch nur Kenway so dermaßen bissig und frech und mir daher so sympathisch.)

    Achtung tief fliegende Stinktöpfe! Rapp Zapp Zing- super!


    Titel in der Serie Assassin’s Creed:
    #1 Brotherhood: Die Bruderschaft
    #2 Renaissance
    #3 Der geheime Kreuzzug
    #4 Revelations: Die Offenbarung
    #5 Forsaken: Verlassen
    Der Untergang (Comicband)
    The Chain (Comicband)
    #6 Black Flag
    #7 Unity

    Update: Unity kann kommen. Und wie ich höre, steckt das nächste AC schon in den Startlöchern. Gut, dass ich 2Comics und 6 Bücher zum Überbrücken habe.

    Tipp: Als Leseprobe empfehle ich das erste Kapitel.
    Dank: An meine kleine Suista für's Flanieren an der Buchhandlung vorbei und für's lauschen.

    Und wer einfach, wie ich, nicht genug bekommen kann:
    .


    PS: Nein, ich weiß grad nicht, wieso LB die Rezi dem Buch: 'Assassin's Creed: Revelation' zuordnet, obwohl ich ganz klar 'AC: Black Flag' im Regal hab. *kopfkratz* Mysterien des Internets.
  13. Cover des Buches Die Insel der roten Mangroven (ISBN: 9783785746967)
    Sarah Lark

    Die Insel der roten Mangroven

     (10)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Jamaika, 1753: Deirdre, die Tochter der Engländerin Nora Fortnam und des Sklaven Akwasi, lebt behütet auf der Plantage ihrer Mutter und ihres Stiefvaters. Die jungen Männer der Insel umschwärmen sie trotz ihrer anrüchigen Herkunft. Doch Deirdre zeigt kein Interesse, bis der junge Arzt Victor Dufresne um ihre Hand anhält. 
    Nach einer prunkvollen Hochzeitsfeier schiffen sich Victor und Deirdre ein nach Saint-Domingue auf der Insel Hispaniola. Und was dort geschehen wird, soll alles verändern ...Inhaltsangabe auf amazon
    Nach einer längeren Pause habe ich mal wieder ein Buch von Sarah Lark gehört.Ihr Schreibstil lag mir schon immer, er ist sehr eingängig.Sie schreibt einfach gut, man taucht völlig in die Geschichte ein.Und so ging es mir auch hier wieder.Das Buch ist voll von Geheimnissen, Intrigen, Liebe, Lügen und Abenteuer.Es hat mich öfter auch mal bis morgens um 3 Uhr wach gehalten. Der Suchtfaktor ist hier auf jeden Fall gegeben...
  14. Cover des Buches Sommerhaus, später (ISBN: 9783104034027)
    Judith Hermann

    Sommerhaus, später

     (252)
    Aktuelle Rezension von: julia-elysia

    Ich habe diese Kurzgeschichtensammlung im Rahmen eines Uni-Kurses gelesen. Bisher habe ich nur ein einziges Buch mit Kurzgeschichten gelesen, weil ich eher der Roman-Leser bin.

    Judith Hermanns Schreibstil ist einfach und weder auffällig noch außerordentlich besonders. Sie verwendet viele Hauptsätze und beschreibt die Erzählungen nicht ins genauste Detail. Sie wirft den Leser jedes Mal inmitten die Geschichten und Handlungen hinein. Man bekommt keinen genauen Eindruck von den Charakteren, sondern nur grobe Merkmale und Hintergründe. Die Figuren selbst sind Menschen aus dem gewöhnlichen Alltag, die sich in verschiedenen Lebenssituationen befinden.

    Anfänglich habe ich immer noch nach der Wendung oder Moral in den Geschichten gesucht, doch diese fehlt zumeist. Es liegt an dem Leser selbst, sich ein Bild von den Erzählungen zu machen. Meistens handeln diese von Einsamkeit, von Entscheidungen (zumeist in Bezug auf die Liebe, ob die Figuren diese erwidern sollten oder nicht) und von unausgesprochenen Worten und verpassten Momenten.

    Dieses Buch ist für jeden, der die Art von (Kurz-)Geschichten mag. Es liest sich schnell und ist ein gutes Buch für zwischendurch.

  15. Cover des Buches Dornröschengift (ISBN: 9783401505770)
    Krystyna Kuhn

    Dornröschengift

     (202)
    Aktuelle Rezension von: qhanqibe2

    Ein ganz unterhaltsamer Jugend-Thriller über Sofie, deren Bruder Mike beim Tauchen in Australien ertrunken ist. Jetzt besucht Tom, Mikes Freund von dort, in Deutschland Sofies Familie und ein Mädchen wird tot im Wald gefunden. Verdächtigt wird Sofies Crush Finn, doch auch Tom kommt ihr mit der Zeit immer suspekter vor. Die Story geht schnell und stetig voran und beweist einen soliden Plot, bei dem zumindest ein paar Feinheiten nicht so offensichtlich sind, wie man vielleicht vermutet. Die Charaktere agieren dabei verständlich und sind natürlich eher zweckmäßig als tiefgründig oder herausstechend sympathisch und der Schreibstil, der aus Sofies Sicht erzählt, ist angenehm schlicht. Insgesamt eine ganz nette und kurze Geschichte, die man mal schnell nebenbei lesen kann, wenn man das Genre mag.

  16. Cover des Buches James Bond - dr. no (ISBN: 9783864250804)
    Ian Fleming

    James Bond - dr. no

     (22)
    Aktuelle Rezension von: JuliaSchu

    „007 jagd Dr. No“ – Dieser Film kam 1963 in Deutschland in die Kinos. Der erste Bondfilm, also auch das erste Bondgirl und überhaupt….von allem das erste! Mit diesem Film begann eine noch heute andauernde Reise um den britischen Geheimagenten und ich muss sagen: Bei der Buchvorlage ist es absolut kein Wunder, dass ausgerechnet dieser Roman für Bonds Debüt gewählt wurde!

    Inhalt

    Bei seiner letzten Mission wurde James Bond tödlich verletzt. Nach langer Kur ist er nun aber bereit für eine neue Mission. Dies sieht sein Chef M nicht so und schickt ihn lediglich nach Jamaika zu einem banalen Fall, oder auch „in den Urlaub“, wie M es nennt. Bond soll eine Routineuntersuchung leiten, denn der englische Zuständige auf Jamaika ist mitsamt seiner Assistentin spurlos verschwunden. 007 glaubt von Anfang an nicht an ein Durchbrennen der beiden und beginnt auf eigene Faust nachzuforschen. Überall auf Jamaika scheint eine chinesische Organisation zu agieren, dessen Drahtzieher ein ominöser Dr. No ist. Ihm gehört eine Insel, die niemand betreten darf.  Aber Bonds Name wäre nicht James Bond, wenn er sich von so etwas würde abschrecken lassen.
    Ein spannendes Abenteuer beginnt unter der Sonne von Jamaika mit einem Bösewicht, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Spannend und furios: 007 eben.

    Meinung

    In meinen Bond-Rezensionen klingt es immer schon durch. Irgendwie gefällt mir der Bursche ja. Auch wenn die Flemings Romane manchmal etwas zäh sind, überwiegt doch deutlich der Charme der Bücher. In „Dr. No“ wie das Buch einfach nur heißt (hier jagd man eigentlich niemanden…) steigert der Autor das Potenzial seiner Figur. Das Buch schließt direkt an seinen Vorgänger „Liebesgrüße aus Moskau“ an. Bond ist verletzt und muss sich erst einmal erholen. Ich finde das macht die Figur des Agenten doch wieder um einiges menschlicher. Bond ist zu Anfang des Romans ziemlich verärgert über seinen banalen Auftrag, der sich aber ja als gar nicht so banal herausstellt. 
    Meiner Meinung nach ist „Dr. No“ das bis jetzt beste Bond Buch. Der Anfang ist sehr rasant und man möchte sofort wissen, wie es weitergeht. Der spätere Film hält sich in manchen Teilen sehr genau an die Buchvorlage, spätestens aber am Ende sind es zwei völlig verschiedene Versionen. 
    Alte Bekannte tauchen auf und neue Freundschaften (und Feindschaften) werden geschlossen. Der gute Quarrel, den man bereits in „Leben und Sterben lassen“ kennenlernte spielt wieder eine Rolle. Dazu kommt natürlich die überaus berühmte Honey Rider. Im Buch allerdings ist die später von Ursula Andress dargestellte Figur keinesfalls von Anfang an diese Sexgöttin. Die kleine Honey ist naiv und nun ja…eben etwas anders. Ich bin mir grad gar nicht sicher, ob im Film überhaupt etwas über ihren Werdegang erzählt wird, dieser erklärt im Roman aber so einiges. Ach ja…vielleicht steckt doch ein wenig Sexgöttin in ihr. Sie steigt nämlich nicht im Bikini aus den Fluten, sondern völlig nackt. 
    Ach Herr Fleming…was soll man da noch sagen?!
    Sehr passend finde ich daher auch, wie nüchtern Bond mal wieder über das Auftauchen der jungen Frau urteilt:

    „Es war großes Pech, dass sie dieses Mädchen getroffen hatten. Ob es einem nun gefiel oder nicht, im Kampf stellte eine Frau einen Nachteil dar.“ (Seite 152)


    Ja, so ein Mist aber auch. Immer diese lästigen Frauen…Die „Liebesgeschichte“, die sich aber zwischen Bond und Honey entwickelt gefiel mir ganz gut. Sehr typisch für Bond, aber eben auch passend. Die übrigen Charaktere sind typisch Fleming: recht kurz gehalten und eher unwichtig, manchmal aber liebenswürdig. Zur Person von Bond muss glaube ich nicht viel gesagt werden. Dieser arrogante Brite weiß einfach, wie man’s macht.
    Mein absoluter Liebeling ist allerdings der Namensgeber des Romans selbst: Dr. No! Ein absolut gelungener Bösewicht, meiner Meinung nach der beste Bond-Schurke überhaupt. Selten konnte mich eine Figur so erschrecken und dennoch schmunzeln lassen, wie der Deutsch-Chinese. Es ist absolut klassisch: Der Böse ist absolut wahnsinnig und weiß das auch. Es ist wirklich herrlich diesen Größenwahn nachlesen zu drüfen. Hier eine kleine Kostprobe:

    „Wahnsinn, mein lieber Mister Bond, ist so unbezahlbar wie Genie. Energieverschwendung, geteilte Aufmerksamkeit, Antriebslosigkeit, fehlendes Durchhaltevermögen – das alles sind Laster der Herdentiere. […] Ich habe diese Laster nicht. Ich bin, wie Sie ganz richtig festgestellt haben, ein Wahnsinniger – ein Wahnsinniger, Mister Bond, dessen Macht im Wahn liegt.“ (Seite 249)

    Herrlich…mehr kann ich dazu gar nicht sagen. Allein diese Szene, in der Dr. No alle seine heimtückischen Pläne offenbart, ist es wert diese Geschichte zu lesen. Aber es gibt noch eine andere tolle Stelle im Roman, die im Film leider nicht übernommen wurde und das ist Dr. Nos Parcours. Hier kann sich Bond mal so richtig beweisen und da der Leser absolut keine Ahnung hat was passiert, ist die Sache doppelt spannend!

    Dass Flemings Schreibstil nicht überragend ist, sollte bekannt sein. Einfache Sätze und manchmal zu genaue Beschreibungen sind hier prägend. Wie etwa:

    „Der Grund war schlammig, und mit jedem Schritt sanken ihre Füße zentimetertief in den schleimigen Morast. Kleine Fische oder Krebstiere wuselten umher und flohen vor ihren Schritten, und immer wieder mussten sie die Blutegel wegwischen, bevor sie sich festsaugten. Doch ansonsten kamen sie problemlos voran.“ (Seite 148)

    Danke, Mr. Fleming für diese eindrückliche und eklige Beschreibung. Na immerhin kamen sie problemlos voran…
    Ihr seht schon. Der Stil ist jetzt nicht zum in-die-Höhe-springen, aber eben doch ganz passend.

    Fazit

    Für mich war „Dr. No“ ein wirklich geniales Buch. Dieser Schurke hat’s mir angetan und auch die Geschichte an sich kann wirklich glänzen. Allerdings ist die Weltansicht von Mr. Fleming und seinem Protagonisten natürlich mehr al einmal fragwürdig!
    Ich hoffe meine Zitate schrecken euch nicht ab. Ich kann wirklich sehr gut verstehen, warum man dieses Abenteuer für die Filmpremiere ausgewählt hat, da es wirklich alles hat: Spannung, Action, Humor und einen ganz bezaubernden James Bond. Von mir gibt es super 4,5 Sterne. In einer anderen Stimmung hätte ich sicher 5 vergeben, aber ein paar Landschaftszitate zu viel ließen mich davor zurückschrecken. 
  17. Cover des Buches Fast im Himmel (ISBN: 9781503936249)
    Catherine Bybee

    Fast im Himmel

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Yenny

    Monica ist ein sehr lieber Charakter, immer für andere da, selten denkt sie an sich selbst. Als sie für Ärzte ohne Grenzen ins Krisengebiet fährt, um dort zu helfen, ahnt sie nicht, dass sich  ihr Leben komplett verändern wird.

    Dem Hubschrauberpiloten Trent zu begegnen, scheint das Beste, was Monica bis dahin passiert ist. Mag es anfangs nur eine Ablenkung im Katastrophengebiet sein, spürt man schnell die Verbundenheit von Monica und Trent, die Vertrautheit, sich alle möglichen Dinge von sich zu erzählen, die beiden haben einfach ein Happy End verdient.

    Doch in der Heimat erwartet Monica ein berufliches Chaos, sie verliert ihren Job und muß sich vor Gericht verantworten. Warum ihr Arbeitgeber so gehandelt hat, habe ich nicht nachvollziehen können, es scheint mir etwas weit hergeholt. Doch zum Glück hat Monica einflußreiche Verwandte, die ihr erfolgreich beistehen können.

  18. Cover des Buches The Travel Episodes (ISBN: 9783492405003)
    Johannes Klaus

    The Travel Episodes

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Jeden Tag nach den eigenen Wünschen und Vorlieben leben? Die Freiheit, zu bleiben oder zu gehen, wie es einem beliebt? Im eigenen Tempo reisen, ohne Kompromisse eingehen zu müssen? Diese Autorinnen und Autoren erzählen vom Reisen mit sich selbst und wie es die eigene Wahrnehmung verändert. Denn das Solo-Reisen öffnet verborgene Türen und fremde Herzen, es macht verwundbar, aber auch empfänglich für die Wunder der Ferne. Diese Geschichten zeugen von der Lust, einfach allein loszuziehen und doch nicht einsam zu sein. Für Alleinreisende und all jene, die es werden wollen.

     

    》EIGENE MEINUNG:

    „Es mag abgeschmackt klingen, aber alleine zu reisen hat mein Leben verändert - zum Guten. Und zwar insbesondere, weil es häufig wenig Spaß macht.“ 

     

    Die Gestaltung dieses Buches hat bei mir gleich ein gewisses Fernweh ausgelöst: Das Titelbild macht Lust selbst an der Stelle zu stehen, die Beschriftung ist modern und schlicht, der Buchrücken in Sonnen-(National-Geographic)Gelb gehalten! Toll finde ich auch, die zu Beginn des Buches zweiseitig eingepflegte, Ansicht der Weltkarte – geteilt in Nördliche und Südliche Hemisphäre.

     

    Der 4. Band der Travel Episodes-Reihe beschäftigt sich mit dem Thema Alleinreisen, was ich selbst nicht praktiziere. Mit Vorworten von Christoph Rehage und Johannes Klaus – besonders Ersteres fand ich mit den Worten zu Reisenden vs. Touristen besonders sympathisch – wird man in die Buchmaterie eingeführt. Im Anschluss folgen 19 Reiseberichte, wie sie verschiedener nicht sein könnten. Sowohl der Stil, als auch Persönlichkeit und bereistes Land des Autoren. Naher Osten, Südkorea, Jamaika, Bolivien und viele weitere Orte konnten mich ebenso begeistern, wie die meisten der Geschichten. Weniger begeistert war ich immer dann, wenn es nicht um die eigenen Eindrücke oder Erfahrungen ging, sondern darum zu werten. Vor allem der erste Bericht ist mir hier eher negativ aufgefallen – vor allem im Vergleich zu den offenen Eingangsworten von Christoph Rehage. Auch nicht alle folgenden Berichte trafen meine Reisegeschmack oder Lebensstil, aber sie waren durchgehend spannend, interessant, lehrreich oder berührend! Ob Wüstentrip, Tage am Flughafen in Kuala Lumpur, Trekkingsreise, Erlebnisse in der Opiumhöhle, Selbsterkenntnis nach dem Jakobsweg oder Abschied in Kenia

     

    Das titelgebende „Alleinreisen“ findet sich in den Erzählungen auf die unterschiedlichste Weisen wider. Manchmal ganz selbstbewusst, manchmal nachdenklich, bewusst, selbstreflektiert, traurig, einsam, gelangweilt, motivierend oder zur Bewältigung der eigenen Lebenssituation. Für mich aber stets authentisch und sehr gut beschrieben. Je nach Geschmack wecken sie Reiselust für das Land – manchmal überraschenderweise für eines welches man gar nicht auf dem Plan hatte, wie bei mir Südkorea.

     

    Der Schreibstil war immer flüssig, der Text durch herausgestellte Passagen angenehm gegliedert und nie zu lang. Vor jedem Bericht finden sich Titel, Reiseort, Autorenname, kurze einleitende Worte und ein Schwarz-Weiß-Bild der Reise. Im Mittelteil des Buches gibt es ergänzend mehrere Seiten mit bunten Fotografien zur Ergänzung. Am Ende werden alle Autoren mit einem kurzen Absatz genauer vorgestellt; oft auch mit Hinweisen auf ihre weiteren Publikationswege, Blogs, etc.

     

    "Diese Vollkommenheit des Augenblicks gehört nur mir. Deshalb reise ich allein. Nur alleine bin ich frei."

     

    1 - Geschichten von Fernweh und Freiheit

    2 - Neue Geschichten für Abenteurer, Glücksritter und Tagträumer

    3 - Neue Reisegeschichten von allen Enden der Welt

    4 - Über die Lust am Alleinreisen

     

     

    》FAZIT:

    Reiseberichte zum Thema Alleinreisen; sehr ausbalanciert, sowohl was Autoren, Beweggründe, Gefühlslagen, Philosophien und Orte betrifft.  

  19. Cover des Buches The Sun is also a Star (ISBN: 9783841506344)
    Nicola Yoon

    The Sun is also a Star

     (1.484)
    Aktuelle Rezension von: valyien

    Inhalt:

    Wie viele Zufälle müssen zusammenkommen, damit sich die Wege zweier Menschen kreuzen? Als Daniel an einer Ampel in New York auf Natasha trifft, verliebt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Einen ganzen, einzigen Tag lang reden die beiden über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen ihnen Liebe? Doch das Schicksal kommt ihnen in die Quere: Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden.

    Meinung:

    Das Buch wurde von einer Freundin empfohlen und jetzt empfehle ich sie dir! Es sind zwei komplett verschiedene Protagonisten mit verschiedenen Sichten die aufeinanderstossen. Sie lernen über ihre unterschiedlichen Denkweisen und vergrössern somit ihr eigenes. Es ist viel mehr als nur eine Liebesgeschichte, denn es kam mir ein bisschen philosophisch vor und regte mich an, um selber darüber nachdenken zu wollen. Auch werden sehr wichtige Themen angesprochen die umbedingt mehr in solchen Bücher vorkommen sollten!

  20. Cover des Buches Palast der Liebe (ISBN: 9783899410389)
    Sandra Brown

    Palast der Liebe

     (32)
    Aktuelle Rezension von: melli.die.zahnfee
    Kaum ist Caren Blakemore, Sekretärin im Außenministerium, von einem Traumurlaub auf Jamaika zurück in Washington, beginnen die Probleme: Ihr wird vom FBI Spionage mit ihrem Urlaubsflirt, dem gut aussehenden Derek Allen, zur Last gelegt! Und plötzlich betritt Derek, den Caren noch auf Jamaika vermutete, den Raum. Allerdings trägt er jetzt arabische Tracht, und niemand will ihr glauben, dass sie nicht wusste, wer er wirklich ist: Prinz Ali-Al-Tasan, Sohn eines unermesslich reichen Ölscheichs, der gerade diplomatische Gespräche mit der amerikanischen Regierung führt. Eindringlich erklärt Derek, dass er nur einen Ausweg für sie sieht: Caren muss ihn heiraten und mit ihm auf sein herrschaftliches Anwesen ziehen ... seichte Kost für zwischendurch, nicht langweilig aber absolut vorhersehbar....eher was für eingefleischte Fans:)
  21. Cover des Buches Little Bee (ISBN: 9783423219075)
    Chris Cleave

    Little Bee

     (279)
    Aktuelle Rezension von: Runenmädchen

    Es handelt sich um einen Roman, bei dem es mir schwer fällt, die Anzahl der Sterne zu bestimmen... Ich habe mich schlussendlich doch für vier Sterne entschieden, weil die Geschichte wirklich gut ist. Zudem hat Cleave es geschafft, die Geschichte interessant wirken zu lassen, so dass ich unbedingt erfahren wollte, in welche Richtung sich alles entwickelt und wie es ausgeht.

    Aber ich habe auch viele Punkte, die ich kritisch betrachte:

    • Cleaves Schreibstil empfand ich als anstrengend. Es gab abrupte Übergänge, es war tatsächlich sehr sprunghaft. Stil ist natürlich immer eine Frage des Geschmacks. Meinen hat er leider nicht getroffen.
    • Die Kapitel waren meiner Meinung nach viel zu lang. Das Buch wurde außerdem wechselseitig aus der Sicht von Little Bee und aus der Sicht von Sarah geschrieben. Manchmal wechselte die Sicht auch mitten im Kapitel. Zudem hat man erst nach einigen Zeilen oder Absätzen gemerkt, dass man nun aus der Perspektive der jeweils anderen liest. Ich fand es unübersichtlich und unstrukturiert. 
    • Zu Beginn befand sich Little Bee in einem Abschiebegefängnis, in dem sie u.a. eine Jamaikanerin und eine Inderin kennen lernte. In der Übersetzung wird das Gesprochene dieser  Frauen in übertriebener Art und Weise in falscher/schlechter Grammatik wiedergegeben. Das hat mich genervt. Auch wenn die Sprache hier im Fokus stand, hätte ein Hinweis gereicht. Durch diese übertriebene Darstellung wirkten die Frauen einfältig, was sicherlich nicht der Fall war! 
    • Was mich am Meisten gestört hat, waren manche Charaktere an sich: Sarah und ihr Mann sind beide als (Chef-) Redakteure einer Tageszeitung bzw. eines (Frauen-) Magazins tätig. Und sie sind so naiv, dass es massiv an Authentizität verliert. Lawrence war mir auch unsympathisch, ein Mann der gemäß aller Vorurteile und Klischees der ewige Beamte ist, der nichts erreichen könne und zu nichts zu gebrauchen, zu unbedeutend sei... Er zerfloss mir zu häufig in Selbstmitleid. Auch die zwischenmenschliche Beziehung zu Sarah war mir zu unbedeutend für die Geschichte. Eigentlich war seine Rolle auch nicht bedeutend genug für den Fortgang der Geschichte. 
    • Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass es zwei Situationen gab, die mir zu pathetisch bzw. theatralisch niedergeschrieben wurden. Gruselig.

    Aber, wie gesagt, die Geschichte ist gut. Ich bin einfach nur nicht mit dem Schreibstil warm geworden. 


  22. Cover des Buches Flamme von Jamaika (ISBN: 9783499259531)
    Martina André

    Flamme von Jamaika

     (21)
    Aktuelle Rezension von: winter-chill
    Rote Blütenblätter, ein halbnacktes Paar in leidenschaftlicher Umarmung – so präsentiert sich das Buchcover von „Flamme von Jamaika“ und gibt auch schon gleich mal einen Vorgeschmack auf das, was einen im Buch erwartet. Denn der historische Roman von Martina André bewegt sich schon sehr nah an der Grenze zum Nackenbeißer: Wir schreiben das Jahr 1831 und treffen auf die deutsche Kaufmannstochter Helena Huvstedt, sehr hübsch, sehr blond, sehr naiv. Ihr Vater ist auf der Suche nach einem geeigneten Ehemann für sie und die Wahl fällt auf Edward Blake, einziger Erbe eines reichen Plantagebesitzers auf Jamaika. Weil Edward äußerst attraktiv ist und weis, wie man junge, unerfahrene Mädchen bezirzt, verfällt ihm Helena sofort und kann es gar nicht mehr erwarten, die Schiffsreise auf die Karibikinsel anzutreten, um dort seine Frau zu werden. Auf Jamaika angekommen, merkt Helena aber schon bald, dass Edward eigentlich ein ziemlicher Gewalttäter und Egoist ist. Vor allem, wie er mit seinen Sklaven umgeht, macht Helena fassungslos. Als sie versucht, zu fliehen, gerät sie in die Fänge einer Rebellenorganisation. Denn auf der Insel geht es gerade ziemlich rund: Jamaika steht kurz vor einem Sklavenaufstand. Auch Rebellenanführer Jess ist natürlich ein Bild von einem Mann, muskelbepackt, langhaarig, geheimnisvoll und auch noch gebildet – ein echter Revoluzzer eben. Und wie soll man es auch anders erwarten: Helena und Jess verlieben sich unsterblich ineinander. Wer also zu diesem Roman greift, muss sich schon auf eine große Portion Drama und Leidenschaft gefasst machen.

    Ein weiteres Nackenbeißer-Indiz: Die Charaktere sind extrem schwarz/weiß gezeichnet: Entweder sind sie die größten Scheusale oder Engel auf Erden. Zwischendurch geizt die Autorin nicht mit Sexszenen, bei denen sie sprachlich fast schon ins pornöse abdriftet.

    Man wird es ahnen: So ganz mein Fall war diese Liebesschmonzette nicht. Dennoch muss ich zugeben, dass mich der Roman gerade am Anfang doch auch auf gewisse Weise unterhalten hat. Historische Grundlage für den Roman ist der Weihnachtsaufstand der Sklaven auf Jamaika im Jahr 1831 unter der Führung von Samuel Sharpe. Über diesen Freiheitskampf der Sklaven erfährt man einiges und generell bringt Martina André die Lebensumstände der Sklaven und auch die Grausamkeit der Sklavenhalterei recht gut rüber. Ränkespiele, Voodoo-Zaubereien und eben die leidenschaftliche Liebegeschichte machen die Geschichte zeitweise recht spannend und man beginnt irgendwann schon ein bisschen mit Helena und Jess mit zu fiebern. Zum Ende hin waren mir die an den Haaren herbeigezogenen und telenovelaartigen Wendungen sowie das ewige Liebesgeturtle dann  aber doch etwas zu viel des Guten und ich hab die letzten Seiten dann nur noch überflogen. Im Großen und Ganzen ist dieser Roman nichts, was ich nochmal lesen würde. Wer auf der Suche nach einer spannenden Schmonzette ist, die vor exotischer Kulisse spielt, kann mal einen Blick auf diesen Roman werfen.
  23. Cover des Buches Piraten! (ISBN: 9783827053992)
    Celia Rees

    Piraten!

     (129)
    Aktuelle Rezension von: Faidit

    Schon das Cover in Sepiafarben mit einem halb sichtbaren, entschlossen blickenden Mädchengesicht zeigt, dass mit dem Thema dieses Jugendromans weder kindisch noch kindlich umgegangen wird. Das hervorstechende Auge spiegelt sowohl Mut als auch Angst vor bereits geschauter Gefahr wider. Nur der rot leuchtende Ohrring und die Aufschrift des Titels „Piraten“ mit Ausrufezeichen setzen einen farblichen Akzent und könnten sowohl Warnung als auch hoffnungsvolle Freude auf Befreiung aus gesellschaftlichen Zwängen andeuten. Sehr passend zum Inhalt des Buches gewählt!

    Der sprachliche Ausdruck dieses für Jugendliche geschriebenen Romans ist einfach, aber tadellos. Ebenso die Orthographie, was man nicht von jedem Buch sagen kann, das doch Vorbildfunktion haben soll. Vollendete Beschreibungen helfen, sich die Landschaft und das Umfeld der Protagonistin Nancy vorzustellen. Auch das Thema der Sklaven wird tiefgehend und gefühlsstark dargestellt, sodass reale Eindrücke entstehen ohne mit übermäßiger Gewalt zu schocken.

    Die Story handelt von einer sechzehnjährigen Kaufmannstochter, die nach dem Tod ihres Vaters und dem Ruin der Familie von ihren Brüdern einem reichen, viel älteren und brutalen Plantagenbesitzer versprochen wird. Ohne die Vereinbarung unter den Männern zu ahnen, besteigt Nancy ein Schiff, das sie von England in die Karibik bringt und somit von ihrem heimlichen Verlobten William, dem nicht standesgemäßen Sohn eines Kapitäns und einer Kneipenbesitzerin, trennt. Bald schon wird sie mit Gewalt konfrontiert und muss sich in die gesellschaftlichen Zwänge einfügen, die nicht nur die Sklaven sondern auch die Frauen ihrer Klasse unterdrückt. Mit einer ihrer Sklavinnen verbindet sie mehr als zwischen Herrin und rechtloser Dienerin sein sollte und die beiden schließen sich den Piraten an, weil sie keine andere Wahl haben, um in selbstbestimmter Freiheit zu leben. Sie werden zu wehrhaften Mädchen…

    Immer wieder laden sehr schöne, ausführliche Beschreibungen – wie z. B. vom Sturm auf dem Meer – dazu ein, das beschwerliche Leben im 18. Jahrhundert auf dem Meer oder als Sklave auf den Zuckerrohrfeldern Jamaikas kennen zu lernen, wobei die Spannung niemals abflacht. Aber es fehlt ein Glossar mit Erklärungen von Begriffen der Seefahrt und Worten wie "Karyatiden". Gerade in einem Buch für Jugendliche halte ich dies für unumgänglich, weshalb ich nicht die volle Punktzahl geben kann.

    Doch alles in allem eine zarte Liebesgeschichte und ein spannender Abenteuerroman, der nicht nur jungen Mädchen gefällt!

  24. Cover des Buches James Bond - Leben und sterben lassen (ISBN: 9783864250729)
    Ian Fleming

    James Bond - Leben und sterben lassen

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Mir war anhand der Beschreibung des Buches klar, dass die Ausgabe von Cross Cult die Originalausgabe aus den 1950ern übersetzt und ich finde es gut, wenn nicht an Texten herumgestrichen oder auf politische Korrektheit hin verändert wird. 

    So ist es auch für mich in Ordnung gewesen, dass in ungefähr jedem 5. Satz das Wort "Neger, Nigger, Mulatte etc." auftauchte, auch wenn es erstmal ungewohnt und für manche Menschen vermutlich auch verletzend sein kann. Die Bezeichnungen zeigen halt sehr gut den damaligen ganz offenen Rassismus (nicht nur) der Briten und das muss man schon reflektieren, dass es halt ein Zeugnis seiner Zeit ist.

    Was viel schwerer wiegt, und was ich bei einem "James Bond"-Titel erwartet hatte, war Spannung, geistreiche Schlagabtäusche eines intelligenten Agenten und Action, so wie im vorigen Band "Casino Royal" (siehe meine entsprechende Rezension). Tja, was soll ich lange drumherum schreiben, dies war leider hier nicht der Fall.

    Der Krimi dümpelt so vor sich hin, eigentlich bis zum gelungenen Finale, aber vor allem im Mittelteil. Bond, aber auch die Nebenfiguren bleiben seltsam fremd und außer Mr. Big (ein wirklich toller und interessanter "Schurke") stereotyp  (dieses Mal vor allem die weibliche Hauptrolle Solitaire, die mich wirklich genervt hat).

    Zum Inhalt: James Bond den Auftrag, den schwarzen Mafiaboss und Voodoo-Priester Mr. Big zu observieren, der sein Imperium in New York, Harlem, regiert und offenbar illegalerweise Goldmünzen aus einem Piratenschatz unter die Leute bringt, was es zu beweisen gilt. Dieser Mr. Big ist gleichzeitig Agent von SMERSCH, der russischen Anti-Doppelagenten-Organisation, mit der Bond eh noch ein Hühnchen zu rupfen hat...

    Gerade im Vergleich zu "Casino Royal" verliert dieser Nachfolgeband enorm. Er ist eher Durchschnitt in der Bond-Reihe und mehr auf exotische Effekte aus als wirklich mit erzählerischer Finesse oder dramaturgischer Substanz glänzend. Zum Glück scheinbar ein einmaliger Ausrutscher, wie der Nachfolgeband beweist, den ich gerade lese ("Moonraker").

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