Bücher mit dem Tag "james bond"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "james bond" gekennzeichnet haben.

96 Bücher

  1. Cover des Buches Endgame 1. Die Auserwählten (ISBN: 9783841504531)
    James Frey

    Endgame 1. Die Auserwählten

     (785)
    Aktuelle Rezension von: Freedom4me

    Bereits die Beschreibung hat mich an Die Tribute von Panem erinnert und das bleibt auch beim Lesen des Buches so.

    12 Spieler:innen wurden ihr Leben lang auf ein Ziel hin ausgebildet: Endgame. Als es dann soweit ist, können sie es dennoch kaum glauben.

    Die Spieler:innen haben verschiedene Stärken, Schwächen, Charaktereigenschaften und Vorgehensweisen. Einige sind offen brutal und grausam, andere technisch sehr versiert, wieder andere wollen einfach nur gewinnen, einige helfen einander und verbünden sich und auch romantische Gefühle kommen vereinzelt vor.
    Im Gegensatz zu Tribute von Panem gibt es bei Endgame Rätsel, die gelöst werden müssen, was von der Idee her wirklich sehr interessant ist. Außerdem haben die Spieler:innen alle beinahe übermenschliche Fähigkeiten, da sie eben nicht ausgelost werden, sondern ihr Leben lang darauf vorbereitet worden sind.
    Alles in allem fand ich es einfach total interessant und spannend Endgame mitzuverfolgen und zu sehen, wie unterschiedlich die Spieler:innen vorgehen.

    Allerdings ist es nicht wie erwartet eine Dystopie (wie bei Tribute von Panem), sondern Endgame geht zurück auf etwas Übernatürliches, das eher Alien- als Göttercharakter hat. Ich bin mir nicht wirklich sicher, was ich davon halten soll und bin gespannt, wie sich das in den beiden nächsten Teilen weiter entwickelt. Allerdings sind dadurch Techniken möglich, die eben sonst nicht gehen würden - beispielsweise bekommt jeder der Spieler:innen einen eigenen Hinweis quasi ins Gehirn gesetzt.


    Fazit: Ein wirklich spannender Wettkampf, der allerdings einen übernatürlichen Ursprung hat. Mir gefällt die Dynamik des Wettkampfes. Die Brutalität, die Strategien, die Bündnisse, Hinterhalte,...
    Vor diesem Hintergrund hat mich Endgame an Die Tribute von Panem erinnert, gleichzeitig ist es aber auch etwas ganz eigenes.
    Ich kann das Buch nur weiterempfehlen und bin gespannt auf die nächsten beiden Bände.

    Endgame 1: Die Auserwählten bekommt von mir 4,7 (also gerundet 5) / 5 Sterne.

  2. Cover des Buches Die Braut sagt leider nein (ISBN: 9783404173020)
    Kerstin Gier

    Die Braut sagt leider nein

     (313)
    Aktuelle Rezension von: Legra

    Wieder ein wunderschöner Roman von Kerstin Gier, wie immer zum lachen und weinen gleichzeitig. Es liest sich gut. Die Geschichte ist realitätsnah und dieser Roman fesselt die Leser. Vor allem gefielen mir die unerwarteten Momente. Voller Witz und Charme, Spannung und Zynismus ist dieser Roman ein Feuerwerk der guten Laune. Die Protagonistin Elisabeth erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht, so kann man richtig mit ihr mitfühlen. 

  3. Cover des Buches James Bond (ISBN: 9783864250705)
    Ian Fleming

    James Bond

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Der Auftakt zur Bond-Reihe von Ian Fleming, und das Buch, mit dem die Filme mit Daniel Craig begannen: Bond wird beauftragt, sich nach Royale-les-Eaux in Nordfrankreich zu begeben, um es dem Sowjetagenten Le Chiffre zu verhindern, daß dieser sich am Bakkarattisch bereichern kann. Das Geld benötigt dieser dringend, um die Gewerkschaftskasse der kommunistischen Gewerkschaft auszugleichen auszugleichen, die dieser zuvor geplündert hatte. Sehr spannend und die Geburtsstunde einer Filmfigur für die Ewigkeit. Ich fände eine wortgetreue Verfilmung interessant, mit Le chiffre als Agent der UdSSR und Vesper als MWD-Agentin, aber natürlich ohne Bonds Sexismen.
  4. Cover des Buches Die Vampire (ISBN: 9783453532960)
    Kim Newman

    Die Vampire

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    „Die Vampire“ ist in seiner Gesamtheit ein sehr ambitioniertes Werk. Dem Leser wird eine Mischung aus historischem Roman, Vampirhorror und Phantastik kredenzt. Geschickt werden phantastische Elemente in die realen Ereignisse des 19. und 20. Jahrhunderts eingebunden, so dass sich ein beeindruckendes, durchweg logisches Gesamtwerk ergibt. Die damalige Zeit wird realistisch und glaubwürdig dargestellt. So hätte es wirklich aussehen können, wäre Dracula eine reale historische Figur und hätte bis in Viktorianische Zeitalter hinein gelebt.

    Auch die Darstellung des Miteinanders von Menschen und Vampiren ist faszinierend. Beide Rassen haben gelernt, nebeneinander zu leben – zumindest mehr oder weniger, wie der Handlungsverlauf zeigt. Oft wird dieses Nebeneinander nur durch geschickte beiläufige Bemerkungen deutlich.

    Newman jongliert geradezu mit Geschichte und Literatur. Da tauchen Bram Stoker und Simone de Beauvoir auf, Dr. Jekyll und Jack the Ripper, Kaiser Wilhelm II. und Manfred von Richthofen. Sogar Audrey Hepburn hat einen Auftritt. Das ist alles ziemlich beeindruckend – aber teilweise auch ziemlich überladen.

    Denn bei allem Respekt vor diesem Mammutwerk war es für mich auch eine Herausforderung. Zahllose mal mehr und mal weniger wichtige Charaktere bevölkern die drei Bände. Ein Glossar, mit dessen Hilfe man sich besser hätte zurechtfinden können, gibt es leider nicht. Auch die Geschichte an sich sprudelt nur so über vor geschichtlichen Fakten und Ereignissen. Beinahe scheint es, als hätte Kim Newman alles, aber auch wirklich alles, was ihm an historischen Spannungsmomenten gefällt, aufgegriffen, um es irgendwie in seinem Werk zu verarbeiten.

    Gerade auf den ersten 200 Seiten braucht man viel Durchhaltevermögen, um bei der Fülle an Namen, Ereignissen und Ideen nicht die Segel zu streichen. Ich hatte das Buch damals als Rezensionsexemplar erhalten und musste arg kämpfen. Doch für mich konnte sich die Genialität des Werkes nicht vollends erschließen. Nicht falsch verstehen, ich finde es absolut atemberaubend, was Newman hier vollbracht hat.

    Aber bei allen Spielereien mit Geschichte, Literatur und Fiktion blieb für mich der Lesespaß zurück. Mir fehlte dieses Eintauchen in eine spannende Handlung, mir fehlten Charaktere, denen ich mich verbunden fühlen kann. Es geht mehr um das vollendete Gedankenspiel als um ein in sich geschlossenes, harmonisch komponiertes Werk. Und gerade die Figur des Dracula, die ja doch Dreh- und Angelpunkt der 1280 Seiten ist, taucht in meinen Augen viel zu selten auf.

  5. Cover des Buches James Bond - Leben und sterben lassen (ISBN: 9783864250729)
    Ian Fleming

    James Bond - Leben und sterben lassen

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Mir war anhand der Beschreibung des Buches klar, dass die Ausgabe von Cross Cult die Originalausgabe aus den 1950ern übersetzt und ich finde es gut, wenn nicht an Texten herumgestrichen oder auf politische Korrektheit hin verändert wird. 

    So ist es auch für mich in Ordnung gewesen, dass in ungefähr jedem 5. Satz das Wort "Neger, Nigger, Mulatte etc." auftauchte, auch wenn es erstmal ungewohnt und für manche Menschen vermutlich auch verletzend sein kann. Die Bezeichnungen zeigen halt sehr gut den damaligen ganz offenen Rassismus (nicht nur) der Briten und das muss man schon reflektieren, dass es halt ein Zeugnis seiner Zeit ist.

    Was viel schwerer wiegt, und was ich bei einem "James Bond"-Titel erwartet hatte, war Spannung, geistreiche Schlagabtäusche eines intelligenten Agenten und Action, so wie im vorigen Band "Casino Royal" (siehe meine entsprechende Rezension). Tja, was soll ich lange drumherum schreiben, dies war leider hier nicht der Fall.

    Der Krimi dümpelt so vor sich hin, eigentlich bis zum gelungenen Finale, aber vor allem im Mittelteil. Bond, aber auch die Nebenfiguren bleiben seltsam fremd und außer Mr. Big (ein wirklich toller und interessanter "Schurke") stereotyp  (dieses Mal vor allem die weibliche Hauptrolle Solitaire, die mich wirklich genervt hat).

    Zum Inhalt: James Bond den Auftrag, den schwarzen Mafiaboss und Voodoo-Priester Mr. Big zu observieren, der sein Imperium in New York, Harlem, regiert und offenbar illegalerweise Goldmünzen aus einem Piratenschatz unter die Leute bringt, was es zu beweisen gilt. Dieser Mr. Big ist gleichzeitig Agent von SMERSCH, der russischen Anti-Doppelagenten-Organisation, mit der Bond eh noch ein Hühnchen zu rupfen hat...

    Gerade im Vergleich zu "Casino Royal" verliert dieser Nachfolgeband enorm. Er ist eher Durchschnitt in der Bond-Reihe und mehr auf exotische Effekte aus als wirklich mit erzählerischer Finesse oder dramaturgischer Substanz glänzend. Zum Glück scheinbar ein einmaliger Ausrutscher, wie der Nachfolgeband beweist, den ich gerade lese ("Moonraker").

  6. Cover des Buches James Bond - Moonraker (ISBN: 9783864250743)
    Ian Fleming

    James Bond - Moonraker

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Kaiaiai
    Ich muss sagen, dass ich von diesem Bond-Roman enttäuscht bin. In der ersten Hälfte wirft Ian Flemming dem Leser die Bridge-Begriffe nur so um die Ohren, sodass es - selbst wenn man (wie ich) die Regeln von Bridge einigermaßen kennt - sehr unverständlich wird, was eigentlich vor sich geht. Spannung kommt dabei dann natürlich nicht auf.

    Für den Leser ist meiner Meinung nach auch recht schnell klar worum es geht, wenn man erfährt, dass der verdächtige Multimillionär allein für das neue Atomwaffenprojekt der Briten zuständig ist (sehr unglaubwürdig) und sich dafür ein Team aus 50 deutschen Arbeitern zusammengestellt hat...

    Wer sich jetzt die Story nicht einigermaßen zusammenreimen kann, der kann das Buch gerne lesen. Ansonsten würde ich davon abraten, da es sich nicht wirklich lohnt für das bisschen Spannung das übrig bleibt über 300 Seiten zu lesen.
  7. Cover des Buches Unser allerbestes Jahr (ISBN: 9783596511747)
    David Gilmour

    Unser allerbestes Jahr

     (290)
    Aktuelle Rezension von: Eva_G
    Jesse, Davids Sohn, möchte nicht mehr zur Schule gehen. Doch das ist für David eigentlich nicht in Ordnung, denn mit 16 Jahren gibt es noch so viel zu lernen. Deshalb beschließt er, seinem Sohn einen Deal vorzuschlagen. Jesse darf die Schule für ein Jahr pausieren, wenn er wöchentlich drei Filme ansieht, die sein Vater für ihn auswählt. Dafür bekommt er allerdings freie Kost und Logis. Ab jetzt haben beide sehr viel Zeit für Gespräche und sich näher mit wichtigen Themen auseinander zu setzen.

    David Gilmour erzählt hier eine wahre Geschichte, denn ihm erging es mit seinem Sohn so. Der Autor hat einen sehr guten Schreibstil und mich hat sein Handeln beeindruckt, denn nicht jeder besitzt die Stärke, sich auf so intesive Art und Weise mit seinem pubertierenden Kind zu befassen.
  8. Cover des Buches James Bond - Liebesgrüße aus Moskau (ISBN: 9783864250781)
    Ian Fleming

    James Bond - Liebesgrüße aus Moskau

     (24)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint
    Wieder besticht dieser Roman mit der unvergleichlichen Art Fleming's, Orte und Plätze sehr plastisch und genau zu beschreiben. So ist auch dieser 007-Roman eher wieder eine Reisebeschreibung (von London nach Istanbul und von dort zurück nach Paris mit dem legendären Orient-Express) denn ein Agentenroman. Die russische Agentin Romanowa bleibt ein farbloses Püppchen - kaum der Erwähnung wert... die Gegenspieler Rosa Klebb und Grant hingegen sind gut und bedrohlich gezeichnet. Die Verfilmung hält sich überraschenderweise sehr an Fleming's Erzählung. Die russische Geheimorganisation SMERSH will den britischen Geheimdienst durch einen grandiosen Skandal bloßstellen... um dies zu bewerkstelligen, wird eine junge Agentin unter dem Vorwand, sie habe ich in das Bild des Agenten James Bond verschaut und wolle von ihm in den Westen gerettet werden, mit einer legendären Dechiffriermaschine auf den Weg geschickt. Sehr interessant bei diesem Roman ist das offene Ende des Showdowns in Paris...
  9. Cover des Buches James Bond - Diamantenfieber (ISBN: 9783864250767)
    Ian Fleming

    James Bond - Diamantenfieber

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Kaiaiai
    In diesem Thriller soll Bond einen Diamantenschmuggelring auffliegen lassen, wofür er Undercover in eben diesen eingeschleust wird. Es geht mal wieder nach Amerika, wo die Gangster natürlich viel fieser und härter drauf sind.

    Leider ist die Undercover Mission meiner Meinung nach nicht so spannend erzählt, wie sie sein könnte und so sehen wir James Bond am Anfang einfach nur dabei zu, wie alles glatt geht und nicht so recht Spannung aufkommen will. Aber zum Glück langweilt das Bond genauso doll, weshalb er dann einfach mal Streit vom Zaun bricht und die Action dann doch noch richtig in Gang kommt.

    Insgesamt ein sehr klassischer 007-Thriller mit Bondgirl, Superschurken, Verfolgungsjagden und Allem drum und dran, aber ohne große Überraschungen.
  10. Cover des Buches Niemals (ISBN: 9783518469408)
    Andreas Pflüger

    Niemals

     (118)
    Aktuelle Rezension von: Henk_Bleu

    Dies ist die Geschichte einer blinden Agentin. So ein Satz klingt käsig, ich weiß, aber die Story dahinter ist gewaltig, packend erzählt, stichhaltig und stimmig. Ich war verblüfft, weil ich das nicht erwartet hatte.

    Ich hätte nicht gedacht, dass ein deutscher Autor so einen Stoff schreiben kann. Denn dazu muss man sich auskennen, und Recherche ist nicht die Stärke deutscher Schreiber, die lieber über ihre Befindlichkeiten sinnieren, uns mit Geschichten von der senilen Oma langweilen oder sonstwie vor sich hin fantasieren.

    Wie Pflüger hier die Strukturen der Organisation, die Prozesse und Entscheidungen schildert, wirkt glaubhaft. Die Handlung ebenso, das einzige, worauf man sich einlassen muss, ist die Voraussetzung, dass die Protagonistin blind ist (was mir zugegeben Schwierigkeiten gemacht hat.) Ob man mit dem Handicap tatsächlich so gut kämpfen, laufen und schießen kann, scheint mir zumindest fraglich. Denn die Hauptfigur Jenny Aaron und ihre Kollegen haben gefühlt Superhelden-Qualitäten, wie man sie sonst nur aus Comic-Verfilmungen kennt. Solche Bilder entstehen tatsächlich beim Lesen, der Autor weiß, wie man Action kunstvoll inszeniert.

    Pflüger gibt sich sogar Mühe, seinen Figuren einen Hintergrund und eine Entwicklung zu geben, was in dem Genre nicht selbstverständlich ist und sein Buch wohltuend von den erwähnten Verfilmungen unterscheidet. Auch hat er die Fiktion sehr schön mit der Realität verknüpft. Dass Jenny Aaron Tochter eines GSG-9-Offiziers ist, hat was: Es ist plausibel und erdet die Geschichte gleichzeitig.

    So habe ich „Niemals“ zügig und gern gelesen. Gefreut hat mich auch, etwas über die Zusammenhänge in Geheimdiensten gelernt zu haben. Kritik hätte ich höchstens an der Kumpelromantik der Abteilung zu üben, die mich in ihrer kurzangebundenen Herzlichkeit an Landserhefte über den 2. Weltkrieg erinnert hat. Stilistisch bin ich ein Freund starker Verben, aber hier übertreibt Pflüger manchmal, z.B. wenn „Mondlicht in eine Allee schwappt.“

    Aber sonst: Wer einen spannenden Pageturner vor realpolitischem Hintergrund lesen möchte, wird hier ganz fabelhaft bedient.

  11. Cover des Buches James Bond - dr. no (ISBN: 9783864250804)
    Ian Fleming

    James Bond - dr. no

     (25)
    Aktuelle Rezension von: JuliaSchu

    „007 jagd Dr. No“ – Dieser Film kam 1963 in Deutschland in die Kinos. Der erste Bondfilm, also auch das erste Bondgirl und überhaupt….von allem das erste! Mit diesem Film begann eine noch heute andauernde Reise um den britischen Geheimagenten und ich muss sagen: Bei der Buchvorlage ist es absolut kein Wunder, dass ausgerechnet dieser Roman für Bonds Debüt gewählt wurde!

    Inhalt

    Bei seiner letzten Mission wurde James Bond tödlich verletzt. Nach langer Kur ist er nun aber bereit für eine neue Mission. Dies sieht sein Chef M nicht so und schickt ihn lediglich nach Jamaika zu einem banalen Fall, oder auch „in den Urlaub“, wie M es nennt. Bond soll eine Routineuntersuchung leiten, denn der englische Zuständige auf Jamaika ist mitsamt seiner Assistentin spurlos verschwunden. 007 glaubt von Anfang an nicht an ein Durchbrennen der beiden und beginnt auf eigene Faust nachzuforschen. Überall auf Jamaika scheint eine chinesische Organisation zu agieren, dessen Drahtzieher ein ominöser Dr. No ist. Ihm gehört eine Insel, die niemand betreten darf.  Aber Bonds Name wäre nicht James Bond, wenn er sich von so etwas würde abschrecken lassen.
    Ein spannendes Abenteuer beginnt unter der Sonne von Jamaika mit einem Bösewicht, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Spannend und furios: 007 eben.

    Meinung

    In meinen Bond-Rezensionen klingt es immer schon durch. Irgendwie gefällt mir der Bursche ja. Auch wenn die Flemings Romane manchmal etwas zäh sind, überwiegt doch deutlich der Charme der Bücher. In „Dr. No“ wie das Buch einfach nur heißt (hier jagd man eigentlich niemanden…) steigert der Autor das Potenzial seiner Figur. Das Buch schließt direkt an seinen Vorgänger „Liebesgrüße aus Moskau“ an. Bond ist verletzt und muss sich erst einmal erholen. Ich finde das macht die Figur des Agenten doch wieder um einiges menschlicher. Bond ist zu Anfang des Romans ziemlich verärgert über seinen banalen Auftrag, der sich aber ja als gar nicht so banal herausstellt. 
    Meiner Meinung nach ist „Dr. No“ das bis jetzt beste Bond Buch. Der Anfang ist sehr rasant und man möchte sofort wissen, wie es weitergeht. Der spätere Film hält sich in manchen Teilen sehr genau an die Buchvorlage, spätestens aber am Ende sind es zwei völlig verschiedene Versionen. 
    Alte Bekannte tauchen auf und neue Freundschaften (und Feindschaften) werden geschlossen. Der gute Quarrel, den man bereits in „Leben und Sterben lassen“ kennenlernte spielt wieder eine Rolle. Dazu kommt natürlich die überaus berühmte Honey Rider. Im Buch allerdings ist die später von Ursula Andress dargestellte Figur keinesfalls von Anfang an diese Sexgöttin. Die kleine Honey ist naiv und nun ja…eben etwas anders. Ich bin mir grad gar nicht sicher, ob im Film überhaupt etwas über ihren Werdegang erzählt wird, dieser erklärt im Roman aber so einiges. Ach ja…vielleicht steckt doch ein wenig Sexgöttin in ihr. Sie steigt nämlich nicht im Bikini aus den Fluten, sondern völlig nackt. 
    Ach Herr Fleming…was soll man da noch sagen?!
    Sehr passend finde ich daher auch, wie nüchtern Bond mal wieder über das Auftauchen der jungen Frau urteilt:

    „Es war großes Pech, dass sie dieses Mädchen getroffen hatten. Ob es einem nun gefiel oder nicht, im Kampf stellte eine Frau einen Nachteil dar.“ (Seite 152)


    Ja, so ein Mist aber auch. Immer diese lästigen Frauen…Die „Liebesgeschichte“, die sich aber zwischen Bond und Honey entwickelt gefiel mir ganz gut. Sehr typisch für Bond, aber eben auch passend. Die übrigen Charaktere sind typisch Fleming: recht kurz gehalten und eher unwichtig, manchmal aber liebenswürdig. Zur Person von Bond muss glaube ich nicht viel gesagt werden. Dieser arrogante Brite weiß einfach, wie man’s macht.
    Mein absoluter Liebeling ist allerdings der Namensgeber des Romans selbst: Dr. No! Ein absolut gelungener Bösewicht, meiner Meinung nach der beste Bond-Schurke überhaupt. Selten konnte mich eine Figur so erschrecken und dennoch schmunzeln lassen, wie der Deutsch-Chinese. Es ist absolut klassisch: Der Böse ist absolut wahnsinnig und weiß das auch. Es ist wirklich herrlich diesen Größenwahn nachlesen zu drüfen. Hier eine kleine Kostprobe:

    „Wahnsinn, mein lieber Mister Bond, ist so unbezahlbar wie Genie. Energieverschwendung, geteilte Aufmerksamkeit, Antriebslosigkeit, fehlendes Durchhaltevermögen – das alles sind Laster der Herdentiere. […] Ich habe diese Laster nicht. Ich bin, wie Sie ganz richtig festgestellt haben, ein Wahnsinniger – ein Wahnsinniger, Mister Bond, dessen Macht im Wahn liegt.“ (Seite 249)

    Herrlich…mehr kann ich dazu gar nicht sagen. Allein diese Szene, in der Dr. No alle seine heimtückischen Pläne offenbart, ist es wert diese Geschichte zu lesen. Aber es gibt noch eine andere tolle Stelle im Roman, die im Film leider nicht übernommen wurde und das ist Dr. Nos Parcours. Hier kann sich Bond mal so richtig beweisen und da der Leser absolut keine Ahnung hat was passiert, ist die Sache doppelt spannend!

    Dass Flemings Schreibstil nicht überragend ist, sollte bekannt sein. Einfache Sätze und manchmal zu genaue Beschreibungen sind hier prägend. Wie etwa:

    „Der Grund war schlammig, und mit jedem Schritt sanken ihre Füße zentimetertief in den schleimigen Morast. Kleine Fische oder Krebstiere wuselten umher und flohen vor ihren Schritten, und immer wieder mussten sie die Blutegel wegwischen, bevor sie sich festsaugten. Doch ansonsten kamen sie problemlos voran.“ (Seite 148)

    Danke, Mr. Fleming für diese eindrückliche und eklige Beschreibung. Na immerhin kamen sie problemlos voran…
    Ihr seht schon. Der Stil ist jetzt nicht zum in-die-Höhe-springen, aber eben doch ganz passend.

    Fazit

    Für mich war „Dr. No“ ein wirklich geniales Buch. Dieser Schurke hat’s mir angetan und auch die Geschichte an sich kann wirklich glänzen. Allerdings ist die Weltansicht von Mr. Fleming und seinem Protagonisten natürlich mehr al einmal fragwürdig!
    Ich hoffe meine Zitate schrecken euch nicht ab. Ich kann wirklich sehr gut verstehen, warum man dieses Abenteuer für die Filmpremiere ausgewählt hat, da es wirklich alles hat: Spannung, Action, Humor und einen ganz bezaubernden James Bond. Von mir gibt es super 4,5 Sterne. In einer anderen Stimmung hätte ich sicher 5 vergeben, aber ein paar Landschaftszitate zu viel ließen mich davor zurückschrecken. 
  12. Cover des Buches James Bond: Ewig und ein Tag (ISBN: 9783864257599)
    Anthony Horowitz

    James Bond: Ewig und ein Tag

     (11)
    Aktuelle Rezension von: BuechermonsterBlog

    007 ist tot, es lebe 007. Gerade erst musste der britische Geheimdienst MI6 einen herben Schlag einstecken und den gewaltsamen Tod eines seiner besten Agenten verkraften, da steht der Nachfolger schon in den Startlöchern. Und dieser ist im Jahr 1950 – dem Schauplatz von „Ewig und ein Tag“ – zwar noch eine kleine Nummer, trägt aber einen der heute wohl berühmtesten Namen der Welt: Bond, James Bond.

    Der von den Erben Ian Flemings offiziell mit der „Lizenz zum Schreiben“ ausgestattete Brite Anthony Horowitz liefert mit diesem Buch bereits seinen zweiten 007-Roman ab, der sich aber zeitlich nicht nach seinem ersten Werk „Trigger Mortis“ einreiht, sondern die Vorgeschichte zum allerersten Roman des legendären James-Bond-Schöpfers erzählt, nämlich zu „Casino Royale“. Mit diesem Hintergrundwissen überrascht es dann auch nicht mehr so sehr, dass „Ewig und ein Tag“ mit der Todesmeldung des Agenten mit der Dienstnummer „007“ beginnt, dessen von mehreren Kugeln durchlöcherte Leiche gerade aus dem Hafenbecken von Marseille geborgen wurde. Dort sollte dieser im Auftrag des Geheimdienstes Ihrer Majestät einigen verdächtigen Aktivitäten im südfranzösischen Drogenmilieu nachgehen, doch offenbar ist 007 dabei dem korsischen Unterweltboss Jean-Paul Scipio zu nahe gekommen und musste seine professionelle Neugier mit dem Leben bezahlen. Und weil der MI6 sich die Liquidation eines seiner fähigsten Spione nicht so einfach gefallen lässt, schickt Geheimdienstchef „M“ sogleich den nächsten Kandidaten nach Frankreich, um den Tod des Agenten aufzuklären und dessen Ermittlungen fortzuführen. Eben hier kommt nun der junge und aufstrebende Mitarbeiter mit dem Namen Bond ins Spiel, der sich soeben erst die „Lizenz zum Töten“ gesichert hat…

    Wie schon in „Trigger Mortis“ präsentiert Anthony Horowitz seinem Publikum keinen Doppelagenten im modernen Stile eines Daniel Craig, der sich mit fortgeschrittenster Technik und einem lockeren Abzugsfinger durch die Weltgeschichte ballert, sondern greift vielmehr die Stimmung der originalen Fleming-Romane auf, wozu auch das südfranzösische Setting passt. Denn was passt besser zum typischen Bond-Klischee als das luxuriöse Flair der Côte d’Azur, teure Casinos, noble Autos und attraktive sowie mysteriöse weibliche Schönheiten? Auch bei Horowitz ist der berühmt-berüchtigte Womanizer also nicht plötzlich zum Feministen geworden, dennoch ist der Autor mit einer deutlich aufgeschlosseneren Sichtweise an diesen Roman herangegangen als manche seiner Vorgänger und spielt eher etwas augenzwinkernd mit „klassischen“ Bond-Zutaten wie dessen offenbar unwiderstehlichem Charme bei der Frauenwelt oder seine ungesunde Leidenschaft für Zigaretten und Alkohol – und dabei erfährt man sogar endlich, warum 007 seinen Martini immer „geschüttelt, nicht gerührt“ trinkt.  

    Insgesamt reiht sich „Ewig und ein Tag“ sehr gut ins James-Bond-Universum ein und wirkt zugleich angenehm nostalgisch als auch zeitgemäß und fühlt sich beim Lesen in etwa so an, als hätte man den draufgängerisch-selbstbewussten Craig-Bond in die Gentleman-Ära von Roger Moore oder Sean Connery zurückgeschickt. Atmosphärisch ist dieser Ausflug in die 1950er-Jahre eine Wonne und die Abenteuer des Doppelnull-Agenten in dieser Geschichte sind einerseits spannend und kompromisslos, lassen es aber auch nicht an skurril-absurden Szenen mangeln wie man sie aus den Bond-Streifen kannte, bevor das Franchise mit Daniel Craig spürbar ernstere und realistischere Töne anschlug. 007-Fans dürften mit diesem Roman, der zwar kaum Neues zum Bond-Mythos beiträgt, aber das Erbe von Ian Fleming dennoch würdig weiterführt, also ihre Freude haben.

  13. Cover des Buches Young Bond – Der Tod stirbt nie (ISBN: 9783733501822)
    Steve Cole

    Young Bond – Der Tod stirbt nie

     (9)
    Aktuelle Rezension von: fayreads
    Das ehrwürdige Internat Eton hat James Bon von der Schule geschmissen. Nun ist er auf dem Weg zu einer anderen Schule. Mit dieser Schule darf er nach Hollywood fahren, um an pädagogischen Exprimenten teilzunehmen. Doch kurz bevor sie in ich Luftschiff einsteigen, entdecken James und seine neuen Freunde einen Film, in dem ein Mann grausam ermordet wird. Doch die Filmemacher brauchen diesen Film wieder und folgen James und seine Freunde auch nach Hollywood. 

    Fazit: 

    Die vorherigen Young- Bond Bücher waren mega. Doch dieses war einfach nur langweilig... 
    Die Spannung wollte nicht aufkommen und es zog sich in die Länge. 
    Außerdem waren es mir viel zu viele Nachnamen, die ich mir nicht merken konnte, weil alle gleich klangen und manche Figuren manchmal mit ihrem Vor- und manchmal mit dem Nachnamen angesprochen wurden.  
    Vielleicht werden ja die nächsten Bände besser...
  14. Cover des Buches Carte Blanche (ISBN: 9783442378593)
    Jeffery Deaver

    Carte Blanche

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Schnick
    Jeffery Deaver hat früher gute Thriller geschrieben, aber das liegt lange, sehr lange zurück. Seit einigen Jahren produziert Deaver allerdings bestenfalls Mittelmaß, wenn nicht sogar schlicht Mist. Dazu gehört auch dieser Roman, der von sich behauptet, ein James-Bond-Roman zu sein. Ein Mann namens James Bond taucht in dem Buch auch auf, er hat nur überhaupt nichts mit Ian Flemings Romanhelden und schon gar nichts mit den Leinwandinkarnationen zu tun. James-Bond-Fans - von denen der Rückentext behauptet, dass sie die Zielgruppe seien - dürften bei Lektüre vor allem eins sein: entsetzt. 

    Entsetzt, weil da jemand behauptet, ein Fan von Ian Fleming und James Bond zu sein... und dann so etwas fabriziert. Entsetzt, weil das Buch so entsetzlich langweilig ist, dass man sich schon nach knapp einem Viertel wünscht, das Elend möge endlich ein Ende finden. Entsetzt, weil die Geschichte so furchtbar vorhersehbar ist. Entsetzt, weil der geneigte Leser die Taschenspielertricks, mit denen Deaver versucht, so etwas ähnliches wie Spannung zu produzieren, sofort durchschaut. Entsetzt, weil dieser Autor zu einem der bestbezahlten der Branche gehört und man sich fragt: "Wofür?" Die Antwort ist: Für gequirlte Scheiße. Für eine Aneinanderreihung von Peinlichkeiten. Für den Drang, wirklich immer alles haarklein erklären zu müssen, wodurch die Langeweile noch gesteigert wird.

    Ganz ehrlich? Das Buch gehört verboten. Es ist eine Ansammlung von Fremdschämmomenten. Es ist eine Schande für den Beruf. Und Jeffery Deaver sollte sich schämen, für diesen Schund auch noch Geld zu verlangen!
  15. Cover des Buches James Bond - Der Mann mit dem goldenen Colt (ISBN: 9783864250941)
    Ian Fleming

    James Bond - Der Mann mit dem goldenen Colt

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Die Geschichte von „James Bond und der goldene Colt" setzt da ein, wo „Du lebst nur zweimal" aufgehört hat. James Bond war wochenlang verschwunden, meldet sich aber plötzlich wieder beim Geheimdienst und seinem Boss M. Dieser bleibt skeptisch, vermutet er doch eine Gehirnwäsche. Und so entpuppt sich sein Auftrag als eine Art Rehabilitierung. Er soll beweisen, daß er noch der alte ist. Und das macht Ian Fleming scheinbar auch mit alten Mitteln. Irgendwie bringt er nichts neues, hatten wir doch die Zuggeschichte bereits in „Diamantenfieber" und das Treffen der Gangsterbosse in „Goldfinger". Interessanterweise arbeitet Scaramange - der Gegner Bonds - für Fidel Castro. Ian Fleming hat es immer gewagt, ganz offen gegen die kommunistischen Regime zu wettern. Doch in „Der goldene Colt" scheint Fleming der Biss ausgegangen zu sein. Schade, hat die Geschichte an sich doch großes Potential.
  16. Cover des Buches James Bond - Man lebt nur zweimal (ISBN: 9783864250927)
    Ian Fleming

    James Bond - Man lebt nur zweimal

     (14)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches James Bond (ISBN: 9783864250828)
    Ian Fleming

    James Bond

     (18)
    Aktuelle Rezension von: JuliaSchu

    Wenn es um James Bond geht, kommt einem schnell die typische Titelmusik in den Kopf. Will man sich aber an einen bestimmten Bond-Song erinnern, platziert sich in meinem  Kopf immer das Lied „Gooooldfingeeer…dadaaaam“. Ich gebe zu: besonders gut lautmalerisch habe ich das grade nicht umgesetzt. Aber der Song ist wohl einer der berühmtesten und auch grandiosesten Bond-Songs, die es je gab. Auch der Film selbst ist ein Muss unter den Klassikern. Gert Fröbe, der gute alte deutsche Bösewicht in einer Paraderolle, das berühmte Töten, indem man das Mädchen mit Goldfarbe übersprüht, der Einbruchversuch in Fort Knox: Ein episches Bond-Abenteuer. Aber genug vom Film. Was hat das Buch zu bieten? Die Antwort? Absolut genauso viel!

    Klappentext
    Auric Goldfinger: grausam, schlau, frustrierend vorsichtig. Er betrügt beim Canasta und ist ein Gauner im großen Stil, der auch im alltäglichen Leben ständig krumme Dinger dreht. Er ist die Art von Mann, die James Bond hasst. Daher ist es ein Glück für Bond, dass er im Auftrag der Bank von England und des MI5 herausfinden soll, was der reichste Mann des Landes mit seinem unrechtmäßig erworbenen Vermögen vorhat – und in welcher Verbindung er zu SMERSCH steht, dem gefürchteten sowjetischen Korps, das Jagd auf Spione macht. Doch sobald er sich erst einmal in der Organisation dieses gefährlichen Verbrechers befindet, wird 007 klar, dass Goldfingers Pläne grandioser – und tödlicher – sind, als man sich je hätte vorstellen können. Er plant nicht nur den größten Goldraub in der Geschichte, sondern auch Massenmord …

    Meinung
    Mal wieder entführte mich Ian Fleming in die Welt des britischen Geheimagenten James Bond. Ich bin ein Fan der Bücher, auch weil der Cross-Cult Verlag so wunderschöne Ausgaben gestaltet hat. Doch ich liebe die Reihe nicht, weil sie sich im Regal schön macht. Es ist noch sehr viel mehr. Eigentlich könnte ich viele Sätze aus meinen alten Bond-Rezensionen kopieren und einfügen. Doch so weit will ich mal nicht gehen. In diesem Abenteuer ist 007 wieder voll im Einsatz. Der etwas arrogante und nicht immer politisch-korrekt-agierende Lebemann  Bond, zeichnet sich durch bekannte Charakteristika aus. Immer in bisschen überheblich, rauchend, trinkend, selbstbewusst, unglaublich effizient und frauenliebend wandelt er durch die Weltgeschichte. Doch dieses Mal hat er einen mehr als ebenbürtigen Gegner: Auric Goldfinger. Es hat mich tatsächlich überrascht, wie genau sich der spätere Film an das Buch hält. Das Buch ist beinahe eine exakte Vorlage. Natürlich gibt es kleine Unterschiede, doch die Rahmenbedingungen stimmen. Bond lernt Goldfinger bei einem Kartenbetrugsfall kennen und löst diesen. Doch die Begegnung soll nicht die einzige gewesen sein. Wie Goldfinger selbst so schön bemerkt:
    „Mr. Bond, es gibt ein Sprichwort in Chicago: ‚Ein Mal ist Zufall, zwei Mal ist Fügung und beim dritten Mal ist es Feindeinwirkung.‘ “
    Und in diese drei Teile ist auch das Buch geteilt. Zufall, Fügung, Feindeinwirkung. Erwähnenswert ist hierbei für mich der zweite Teil, die Fügung. In diesem Abschnitt findet das Golfspiel zwischen Bond und Goldfinger statt. Niemals habe ich es erlebt, dass ein Autor ein Golfspiel über etwa 35 Seiten beschreibt und das Ganze episch wird. Ich habe nicht viel Ahnung von Golf und dennoch versteht es Fleming einfach unwichtige oder uninteressante Dinge ganz besonders zu machen. Ich denke, dass ist grundsätzlich eine Eigenschaft seines Stils. Er ist herb und manchmal auch derb, dadurch etwas maskulin. Aber er entführt den Leser in eine andere Zeit. Fleming fängt für mich das Zeitgeschehen der 50er und 60er Jahre immer wieder neu und authentisch ein, so dass jedes Buch seinen eigenen Charme hat. Hier geht der Charme vom vielen Gold und den interessanten Charakteren aus. Oddjob ist genauso kurios wie im Film und auch Miss Pussy Gallore ist überaus interessant. Nebenbei bemerkt ist sie lesbisch – aber wer wäre James Bond, wenn ihn das stören würde? So ziemlich niemand bleibt farblos. Die Handlung ist intelligent gestaltet und in einem gewissen Maße größenwahnsinnig. Aber gerade das macht die Geschichte um Goldfinger so besonders. Der vom Gold besessene Bösewicht, der im Buch auch noch Kontakte zur sowjetischen Organisation SMERSCH hat, mit der James Bond noch die ein oder andere Rechnung offen hat.

    Fazit
    „Goldfinger“ hat alles, was die Bond-Bücher ausmacht! Ein toller Stil, eine gelungene Handlung und fein ausgearbeitete Charaktere. Im Zentrum steht wie immer unser Liebling 007, der das Abenteuer waghalsig in Angriff nimmt. Er muss viele Prüfungen bestehen und letztendlich geht es wieder darum, dass er im Alleingang einen Teil der Welt retten muss. Fleming verwendet viel Feingefühl und Schliff für diese Geschichte und für mich war es ein wunderbarer Lesegenuss. Viereinhalb von 5 Sternen.
  18. Cover des Buches James Bond - Im Geheimdienst Ihrer Majestät (ISBN: 9783864250903)
    Ian Fleming

    James Bond - Im Geheimdienst Ihrer Majestät

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    James Bond auf einer seiner ersten Missionen, immer von ordentlich Alkohol (Wodka, Martini, Enzianschnaps, Steinhäger) angetrieben, im "Franziskaner" in München gibts Würste und 4 Maß mit seinem zukünftigen Schwiegervater (der sich keine Gedanken über den Umgang seines Schwiegersohns mit Alkohol macht), aber das Skiurlaubs-Hauptquartier von Blofeld (ohne weiße Katze) kann er dennoch auskundschaften, allerdings nicht ohne weiblichen Reizen zu erliegen "Galerie der Busen", S. 58). Aber spannend ist es in jedem Fall, man versteht auch das Faszinierdende an der Serie,  das die einzigartige Kinoreihe möglich machte. Schön, daß es die Bücher endlich (zumndest zum teil) wieder in Neuauflage gibt..
  19. Cover des Buches James Bond - Der Spion, der mich liebte (ISBN: 9783864250880)
  20. Cover des Buches James Bond (ISBN: 9783864250866)
    Ian Fleming

    James Bond

     (18)
    Aktuelle Rezension von: mcallonnec
    Erstaunlich eng an diese literarische Vorlage hielt sich der Film, wo doch andere Verfilmungen deutliche Veränderungen an der Story vornahmen. Bonds finaler Einsatz ist äußerst spannend geschrieben, man fragt sich allerdings, aufgrund welcher hellseherischen Fähigkeiten er das Verhalten der Schurken so genau vorhersehen konnte. Wieder mal wird das Ganze mit einer Liebesgeschichte gewürzt und Domino wird schließlich eine entscheidende Rolle im Finale zugebilligt.
  21. Cover des Buches Casino Royale / Leben und sterben lassen / Diamantenfieber (ISBN: 9783548103884)
  22. Cover des Buches The League of Extraordinary Gentlemen (Vol IV): The Tempest (ISBN: 9781603094962)
    Alan Moore

    The League of Extraordinary Gentlemen (Vol IV): The Tempest

     (1)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint

    Campion Bond, Großvater von James Bond, tritt im Auftrag von "M" - dem Kopf des Britischen Geheimdienstes - an Wilhelmina "Mina" Harker, die nach der Errettung vor Dracula von Jonathan Harker geschieden und im gesellschaftlichen Status gefallen war, heran und beauftragt sie, eine neue "Liga außergewöhnlicher Gentlemen" ins Leben zu rufen. Die Interessen des British Empire seien in Gefahr und es bedarf der Wiederbelebung einer speziellen Gruppe von Menschen, wie es erstmals im 17. Jahrhundert schon auftrags der Königin Gloriana geschehen war. Mina macht sich mit Captain Nemo auf, um Allan Quatermain, Dr. Jekyll und den Unsichtbaren (Hawley Griffin) zu rekrutieren. Gemeinsam kämpfen sie an der Schwelle zum 20. Jahrhundert gegen Fu Manchu, gegen Professor Moriarty und Invasoren vom Planeten Mars. Während dieser Auseinandersetzungen finden Jekyll und Griffin den Tod. Nemo - von der britischen Regierung enttäuscht - verlässt die Liga... auch Mina, die nun wieder ihren Mädchennamen "Murray" führt, trennt sich vom Geheimdienst und Quatermain. 

    Doch schon einige Jahre später mit dem Auftauchen des Halley'schen Kometen und der Wiederkehr Jack the Ripper's sind Mina und Allan Quatermain Jr. abermals gefordert, außergewöhnliche Menschen wie den unsterblichen problemlos das Geschlecht wechseln könnenden Orlando, den Gentleman-Gauner A.J. Raffles und den okkulten Detektiven Thomas Carnacki um sich zu scharren und gegen das Böse anzutreten.

    Die Geschichten rund um Mina führen herauf bis in die Jetztzeit, wo sie und Orlando mit Emma Night und dem Urenkel von Captain Nemo (Jack) zusammen versuchen, die Übernahme der Welt durch magische Wesen zu verhindern. Die Spurensuche führt die Gruppe zur Königin Gloriana, die seinerzeit die "Liga" gründete und eine Halbelfe ist und zu Prospero. Beide benutzten die "Liga" über die Jahrhunderte zur Umsetzung ihres Racheplanes: Magische Wesen freizusetzen, die die Welt übernehmen sollen als Strafe dafür, dass die Beiden vor langer Zeit in die Unterwelt verbannt wurden.

    "The Tempest" erzählt in einer überbordenden Art und Weise die Geschichte der "Liga der außergewöhnlichen Gentlemen", die der unglaublich kreative und mit einem enzyklopädischen Wissen - was reale Geschichte und verrückte Pulp Fiction betrifft - ausgestattete englische Schriftsteller Alan Moore (* 1953) 1999 mit dem Comicbuch-Illustrator Kevin O'Neill (* 1953) begann, nach über 20 Jahren fertig und schafft es, all die Figuren und Handlungen der 3 Ausgaben, des berüchtigten "Black Dossiers" sowie der "Nemo"-Trilogie mit- und gegeneinander agieren zu lassen... dabei eine neue, sprachlos machende und zeitweise mit funktionierenden 3-D-Effekten (!!!) versehende Geschichte zu erzählen, die in sich ungelöste Fragen vorangegangener Abenteuer auflöst.

    Böse Seitenhiebe auf den grassierenden Superheldenwahn der heutigen Tage und der Gier der Comic- und Filmkonzerne nach noch mehr Geld aus weltbekannten Figuren auf Kosten der geistigen Väter (die von den Multimillionengewinnen der Filmstudios selten gebührende Anteile erhalten) folgt eine wunderbare Demontage kultiger Figuren wie James Bond... der hier mehrmals in der Gestalt von Connery, Lazenby, Moore, Dalton, Brosnan und Woody Allen (!) auftritt und sein Schicksal durch Emma Night (Emma Peel aus "Mit Schirm, Charme und Melone" - ihr Mädchenname lautet Knight) erfährt. Shakespeare's Prospero mischt genauso mit wie legendäre Romanfiguren.

    Enttäuscht vom Comic- und Filmgeschäft (Alan Moore befand sich stets in harschen Auseinandersetzungen mit den Studios was die Umsetzungen von "V for Vendetta", "Watchmen", "From Hell" oder eben auch die "Liga" betraf) liefert das Duo Moore & O'Neill mit "The Tempest" ihren Schwanengesang ab: Dieser Band "erzählt im wahrsten Sinne des Wortes und auch literarisch die Geschichte, die alle Geschichten beendet". Nachdem die Geschichte um Mina und ihre Gentlemen beendet ist, gibt es eine kleine Geschichte über die Künstler selbst... wie sie sich aus dem Geschäft zurückziehen und ihre aktive Zeit als unglaublich talentierte Künstler beenden.

    Dieser Abschlussband kann aufgrund der unglaublichen Fülle an Informationen, die sich in Texten und Zeichnungen finden (manchmal aber auch verborgen sind und nur bei aufmerksamer Betrachtung auffallen), nur in kleinen Dosen genossen werden. Die 3-D-Passagen, die durch eine beigefügte kultige 3-D-Brille gelesen und betrachtet werden können, bescheren einen weiteren Pluspunkt dieses absolut herausragenden Werkes. Ein außerordentlicher Abschluß einer höchst originellen Comicreihe! Ein MUSS!

  23. Cover des Buches Top secret (ISBN: 9783894872816)
    Horst Schäfer

    Top secret

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Casino Royale (ISBN: 9780099576853)
    Ian Fleming

    Casino Royale

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Marcsbuecherecke

    Ich hatte durchaus große Erwartungen an dieses Buch, immerhin sind wir bereits seit Jahren sehr große Bond-Fans und zu erfahren auf welcher literarischen Basis dieses riesige Franchise entstanden ist, hat mich sehr interessiert. Auch, wenn ich natürlich wusste, dass die Originalwerke nun schon einige Jahre auf den Buckeln haben, war ich doch ein wenig entsetzt, wie altbacken die Geschichte dann doch auf mich gewirkt hat. Natürlich liegt das in der Natur der Sache, bei einem Buch, dass im Original in einer Zeit erschienen ist, in der Dinge, wie Smartphones, das Internet etc. absolute Science-Fiction gewesen sind. 

    Generell fand ich es wirklich spannend diesen anderen Bond kennenzulernen, denn der James aus den Büchern und der Bond aus Den Filmen sind dann doch irgendwie ziemlich unterschiedliche Charaktere. Lustigerweise muss ich mittlerweile echt sagen, dass der Bond, wie ihn Craig dargestellt hat, weitaus näher am Buch ist als die anderen (die aber als Rolle und Schauspieler einen ebenfalls fantastischen Job gemacht haben). 007, den wir in diesem Buch kennengelernt haben, ist ein sehr ruhiger und auch manchmal zurückgezogener und nachdenklicher Charakter und an einer Stelle kommt sogar eine richtiggehende "Traumatisierung" ins Spiel. Oft habe ich in den Filmen ja schon gedacht, dass kein Mensch der Welt das einfach so wegstecken könnte. Diese menschliche Ader und die Ausarbeitung der Charaktere im Allgemeinen hat mir sehr gut gefallen. 

    Auch der Schreibstil von Fleming hat mich positiv überrascht, war aber leider teilweise doch sehr flach und hat mich daher nicht so ganz in seinen Bann ziehen können. 

    Leider hat mich die Handlung als solche überhaupt nicht in ihren Bann ziehen können. Selten ist es so, dass ich einen Film wirklich besser finde als das Buch, aber hier haben die Drehbuchautorinnen und -autoren einen wirklich guten Job gemacht. Auch ohne den Film zu kennen, wusste ich sehr schnell wohin die Reise geht. Und das ganze so plump, dass es einfach keinen Spaß gemacht hat zu schauen, wie wir zu diesem Ende kommen sollten. 

    Fazit:

    Das Buch habe ich mittlerweile vor einigen Wochen zu Ende gelesen und bin immer noch hin- und hergerissen, wie ich mit den weiteren Bänden der Reihe vorgehen soll. Wirkliche Sogwirkung hat das Buch leider nicht auf mich ausgelöst. 

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