Bücher mit dem Tag "james joyce"

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54 Bücher

  1. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

     (272)
    Aktuelle Rezension von: Annilove

    für Geschichts- und Kunstliebhaber sehr zu empfehlen, wer aber nichts daran sieht der wird in dem Buch auch nichts finden

  2. Cover des Buches Die Tänzerin von Paris (ISBN: 9783746633169)
    Annabel Abbs

    Die Tänzerin von Paris

     (68)
    Aktuelle Rezension von: BookloveArya

    Inhalt: Lucia Joyce ist eine junge aufstrebende Tänzerin im Paris von 1928. Ihr Vater, der begnadete Schriftsteller James Joyce, bemüht sie als seine Muse und nimmt sie vollkommen in Beschlag. Ihrer Mutter, sehr konservativ, ist ihr Tanz ein Dorn im Auge. Lucia sieht sich immer wieder gezwungen, zu versuchen, gegen ihre Eltern aufzubegehren, was ihr nicht immer gelingt. 

    Cover: Das Cover ist dem Inhalt entsprechend, eher historisch angehaucht und zurückhaltend gestaltet. Aber trotzdem ansprechend, wenn einem biografische Romane gefallen. 

    Protagonisten: Lucia ist der Dreh und Angelpunkt des Buches, da es auch um ihr Leben geht. Zu Beginn ist es etwas verwirrend in ihre Gedanken einzutauchen, da nicht alles klar wird, wie sie es meint. Im Laufe des Buches versucht sie immer wieder, sich zu entwickeln, wird aber immer wieder von ihrer Mutter oder ihrem Bruder Giorgio zurück in alte Muster geworfen. Sie kann sich nie so richtig aus den Fängen ihrer Familie herauskämpfen, was schwierig zu bewerten ist, da es zu der Zeit meistens wirklich so gewesen ist. Daher liegt es mir in dieser Rezension tatsächlich fern, Lucia an sich zu bewerten, sondern nur ihre Eigenarten hervorzuheben. 

    Als zweiten Hauptprotagonisten könnte man wohl ihren Vater nehmen, da auch er eine zentrale Rolle in ihrem Leben spielt, auf ihn will ich aber nicht weiter eingehen, da seine Welt noch schwieriger zu verstehen war, zu Anfang jedenfalls bis man sich in das Buch eingelesen hat.

    Handlung: Lucias Tanzausbildung und ihr Freiheitsdrang wird sehr gut dargestellt. Die Handlung folgt einem logischen roten Faden. Auch wenn die Zeitsprünge hin und wieder etwas irritierend waren auf den ersten Seiten. Glücklicherweise steht über jedem Abschnitt wann und wo der Leser sich befindet. Die Handlung ist ebenfalls sehr gut recherchiert, es ist zwar ein fiktionaler Roman, aber die Autorin hat auch biografische Aspekte eingebaut und zuvor eindeutig ihre Hausaufgaben gemacht, was das Buch zu einem angenehmen Leseerlebnis gemacht hat.

    Schreibstil: Die Autorin schreibt durchaus etwas anspruchsvoller zwischendurch, hat aber einen angenehmen Schreibfluss, was das Lesen sehr leicht macht. Ich kam sehr flüssig durch das Buch und finde den Stil der Autorin sehr gekonnt.

    Fazit: Einen biografischen Roman zu bewerten, ist schwieriger als eine ganz erfundene Geschichte, aber alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kam sehr schnell durch die Seiten, nachdem ich ersteinmal drin war. Ich empfehle es auf jeden Fall jedem, der in Richtung Tanz und Geschichte interessiert ist oder auch einfach nur eine wunderbare Geschichte für zwischendurch sucht.

  3. Cover des Buches Madame Hemingway (ISBN: 9783746628912)
    Paula McLain

    Madame Hemingway

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Vespasia

    Nachdem ich „Hemingway und ich“ gelesen habe, wo Hemingways dritte Frau, Martha Gellhorn, im Vordergrund steht, musste ich mir einfach auch dieses Buch zulegen. Zum Glück bin ich endlich dazu gekommen, es auch zu lesen. Hemingways erste Frau, Hadley, ist ein ganz anderer Typ Frau als Martha. Auch Hemingway scheint sich in den Jahren etwas verändert zu haben, weshalb es sicher auch interessant wäre, die Bücher direkt hintereinander zu lesen.

    Paula McLain schreibt in der ich-Form und haucht Hadley damit direkt Leben und Persönlichkeit ein. Auch, wenn man natürlich immer bedenken muss, dass es sich um einen Roman handelt und nicht alles zu einhundert Prozent authentisch sein kann, finde ich diese Perspektive hier doch gut gewählt. Man kommt Hadley als Person gleich zu Anfang schon sehr nahe, kann ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen und lernt mit ihr zusammen schließlich Ernest Hemingway kennen. Hemingway ist ein wirklich interessanter Charakter; als er Hadley kennenlernt, ist er noch sehr jung und doch schon sehr exzentrisch, eigentlich schon unsympathisch. Diese erste Ehe wird von McLain mit viel Liebe zum Detail dargestellt und lässt sowohl Hadley als auch Ernest zum Vorschein kommen und für den Leser greifbar werden. Auch die Zeit wird eindrucksvoll beschrieben: das Paris der 20er Jahre, das Leben der Künstler, auf die Hadley trifft… all das wird von der Autorin zu einer angenehm lesbaren und unterhaltsamen Geschichte verwoben. Natürlich sollte man schon Interesse an Hemingway als Person haben, um dieses Buch in vollen Zügen genießen zu können, aber auch ohne großartiges Vorwissen kann man das Buch lesen. Für den Einstieg habe ich ein wenig gebraucht, sobald dieser hinter mir lag, habe ich die Lektüre aber sehr genossen.

    Interessant war auch, dass einige Passagen aus Ernests Sicht geschrieben waren (wenn auch nicht in der ich-Form). So wurden die Lücken gefüllt, die Hadley nicht füllen konnte. Diese Abschnitte fand ich durchaus gelungen, da sie Einblicke in Ernests Gedankenwelt brachten. Gerade weil seine Perspektive wesentlich schwerer nachzuvollziehen war und er auch eine sehr schwierige Person gewesen zu sein scheint, fand ich den Perspektivwechsel sinnvoll. Auch zu seinen Werken finden sich einige interessante Stellen im Buch, wenngleich Hadley doch die Hauptperson ist und sein Schaffen eher hintenansteht. Jedenfalls hat das Buch mir spontan Lust gemacht, „Paris – Ein Fest fürs Leben“ und „Fiesta“ zu lesen.

    Am Ende gibt es für den interessierten Leser auch noch ein Kapitel zu den Quellen sowie ein Interview mit der Autorin, die das Buch noch abrunden. Wer also Interesse hat, nach der Lektüre noch ein wenig weiterzuforschen (und das halte ich für nicht unwahrscheinlich), bekommt die Gelegenheit dazu. Hier wird auch noch einmal klar, dass sich durchaus einige Fakten im Buch versteckt haben und sich die Autorin viel Mühe mit der Recherche gegeben hat.

     Fazit: Gut geschriebener Roman über Hadley Richardson und Ernest Hemingway – zwei interessante Persönlichkeiten, die in einer interessanten Zeit gelebt haben.

  4. Cover des Buches Frauen und Bücher (ISBN: 9783442749805)
    Stefan Bollmann

    Frauen und Bücher

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Ulenflucht

    Frauen lesen etwas anderes als Männer. Pi mal Daumen kann dem jeder zustimmen, der mal eine Buchhandlung besucht hat. Dass Frauen aber auch anders lesen, ist jedoch der Mehrheit nicht klar gewesen. An dieser Stelle setzt das Buch an. Es ist eine Kulturgeschichte des weiblichen Lesens und dabei nicht nur leicht zu lesen, sondern anschaulich, erhellend und äußerst vergnüglich.

    Der Autor führt den Leser/die Leserin (es ist zu hoffen, dass dieses Buch auch Männer lesen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, Frauen zu verstehen) durch fast 300 Jahre Geschichte und greift dabei die großen Errungenschaften und Werke heraus, die seines Erachtens weibliches Lesen geprägt haben. Ein Anspruch auf Vollständigkeit kann nicht bestehen. Wir erfahren vom Aufstieg des Romans, der vermeintlichen weiblichsten aller Textarten, und bekommen den Weg von der Leserin (18. Jhr) zur Schriftstellerin (Jane Austen) und schließlich zur Literatin (Susan Sonntag) und Verlegerin (Sylvia Beach) vor Augen geführt.

    Die große Stärke des Buchs ist es, die Geschichten der Akteurinnen selber sprechen zu lassen. Durch deren Leben scheint die Bedeutung des Lesens durch und ermöglicht Identifikation. Gleichzeitig wird das Neue herausgestellt und mit großer Eloquenz seitens des Autors eingeordnet. Einige, wenige Schwachstellen zeigen sich dort, wo eben jene Geschichten ein wenig lang sind, wie jene Klopstocks, und dort, wo sie nur angedeutet sind, wie die von Marilyn Monroe. Hier wünscht man sich mehr Augenmaß.

    Dieses Buch ist trotzdem ein unverzichtbares Muss für Leser, Leserinnen, Kulturinteressierte, Historiker, Literaturwissenschaftler, Leseratten… also für alle. 

  5. Cover des Buches Ein Ire in Paris (ISBN: 9783813507546)
    Jo Baker

    Ein Ire in Paris

     (17)
    Aktuelle Rezension von: LittleShamrockLibrary
    Eine grandiose Romanbiographie. Jo Baker beschreibt das Leben und Schaffen von Samuel Beckett, während seiner Zeit in Frankreich, zur Zeit des zweiten Weltkrieges.

    Ein Genie am Rande des Wahnsinns. So lässt es sich wohl treffend beschreiben. Samuel Beckett wirkt, eigen, verschlossen, sozial inkompetent und doch wieder hilfsbereit, loyal, interessiert.
    Jo Baker schafft es durch ihren Protagonisten Samuel Beckett, die Wirren und Schrecken des zweiten Weltkriegs, für uns lebendig werden zu lassen. Das Buch versprüht eine Melancholie, die sich fast bis in Angst steigert. Sie schafft es sehr gut Gefühle zu transportieren.
    Oft ist es mir schwer gefallen weiter zu lesen. Die Stimmung in diesem Buch ist erdrückend.

    Deutlich beschreibt Baker, wie das Genie in Beckett erwacht, getrieben vom Drang zu Schreiben, schafft er es immer wieder sich zu motivieren, sein Überleben in der wohl verrückt gewordenen Welt, zu sichern.

    Jo Baker ist es gelungen Fakten und Fitkrion wunderbar miteinander zu verbinden. Ein toller Roman, der gelesen gehört.
    Gerade in unserer heutigen Zeit, in der Parteien an Macht gewinnen, die offen gegen Völkergruppen hetzen.
    Ich hoffe für uns alle, dass wir aufmerksam bleiben.

    Vielen Dank an das Bloggerportal und den KNAUS Verlag, die mir ein Belegexemplar zur Verfügung gestellt haben.

  6. Cover des Buches Nora Joyce und die Liebe zu den Büchern (ISBN: 9783458681427)
    Nuala O’Connor

    Nora Joyce und die Liebe zu den Büchern

     (65)
    Aktuelle Rezension von: jsydo143

    Das Buch "Nora Joyce und die Liebe zu den Büchern" erzählt die starke Geschichte von Nora und ihrem Leben - mit diversen Schwierigkeiten und einem nicht ganz einfachem (Ehe-)Mann.

    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mir etwas anderes von dem Buch erwartet habe. Die Schreibweise ist gar nicht mein Fall und die Zeitsprünge sind teilweise so kurz, dass man sich fragt, wieso Zeitsprünge gemacht wurden. Außerdem ist es an manchen Stellen sehr obszön und leider nicht in geschmackvollem Sinne, sondern eher etwas nur billig.

    Die Geschichte an sich ist sehr spannend und fesselnd, obwohl die Naivität von Nora mich zwischendurch auch einige Nerven gekostet hat. Trotzallem schlägt sie sich durchs Leben und bleibt sich treu.

    Ich würde es nur empfehlen, wenn man die Autorin bzw. diese Art von Geschichten mag - eher nicht um etwas Neues kennenzulernen.

  7. Cover des Buches Dubliners (ISBN: 9780554364650)
    James Joyce

    Dubliners

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Meine Meinung

    Joyces Opus Magnum „Ulysses“ gehört zu den ganz großen Klassikern der Weltliteratur, doch ich habe beschlossen, mich erst einmal an diesen Autor „heranzutasten“ und daher zu dieser Kurzgeschichtensammlung gegriffen. Ich habe die Geschichten im Original gelesen und bereue diese Entscheidung auf keinen Fall, würde aber wirklich nur geübten Englisch-Lesern dazu raten. Ich hatte beim Lesen selbst ein Wörterbuch zur Hand und fand den Text insgesamt recht anstrengend.

    Allerdings kann ich absolut nachvollziehen, warum Joyces Werk ein Fest für Literaturwissenschaftler ist und enorm hoch geschätzt wird. Wie virtuos er sich die englische Sprache zu eigen macht, ist in jeder Geschichte wieder beeindruckend, und meinem Wortschatz hat die Lektüre auf jeden Fall gut getan. Außerdem fand ich es großartig gemacht, wie Joyce mit einem einzigen Satz und einigen Dialogfetzen eine Figur lebendig machen kann. Dafür, dass mich mit meinem Schweizer-Käse-Gedächtnis trotzdem mehr als vier Figuren pro Geschichte überfordern, kann ich beim besten Willen nicht den Autor verantwortlich machen…

    Ein paar Mal hatte ich tatsächlich Verständnisschwierigkeiten, die hatten jedoch nichts mit dem Wortschatz zu tun, sondern damit, dass dem Leser hier eine Menge Hintergrundwissen abverlangt wird. Die Geschichten „Ivy Day in the Committee Room“ und „Grace“ etwa sind teilweise kaum verständlich, wenn man sich nicht mit der damaligen politischen Situation in Irland auskennt. Dasselbe gilt für religiöse Fragen und manche Aspekte des Arbeitslebens. Ich habe zum Beispiel eine Weile (= etwa das erste das Drittel) gebraucht, um zu verstehen, was in „Counterparts“ eigentlich der Job der Protagonisten ist. An dieser Stelle möchte ich aber noch einmal betonen, dass diese Probleme einfach das Ergebnis kultureller Unterschiede sind und rein gar nichts mit Joyces schriftstellerischen Fähigkeiten zu tun haben.

    Abgesehen davon gab es einige Geschichten, die sehr berührend und zeitlos genial fand, beispielsweise „Araby“, „Eveline“ (vielleicht Joyces berühmteste Kurzgeschichte), „A Painful Case“ und „A Mother“. Ganz besonders hervorgestochen ist für mich die letzte, absolut herzzerreißende Kurzgeschichte „The Dead“. Im Klappentext der Ausgabe (Everyman’s Library, 1991) heißt es: „The last story in this book, The Dead, is one of the most powerful evocations of human loss and longing that the English language possesses“ – ein Lob, das ich nur unterschreiben kann.

    Fazit

    Eine anspruchsvolle, lohnende Lektüre! Bei einigen Short Stories hilft es allerdings sehr, wenn man ein bisschen Hintergrundwissen über die irische Geschichte mitbringt.

  8. Cover des Buches Shakespeare and Company (ISBN: 9783518373231)
    Sylvia Beach

    Shakespeare and Company

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Ritja

    Bücher, die Geschichten über Bücher, Buchläden oder Schriftsteller erzählen, gehören zu meinen Favoriten. Da war es nur eine Frage der Zeit bis auch Sylvia Beachs Buch bei mir landet. Das Buch erschien zum ersten Mal 1961. Dies muss man im Hinterkopf haben, wenn man das Buch liest. 

    Für mich hat Sylvia Beach einen eher emotionslosen Erzählstil und auf mich wirkte es auch etwas wie das Abarbeiten von Daten, Fakten und Schriftstellern. Große und kleine (Autoren-)Namen werden reichlich erwähnt und ihre gemeinsame Geschichten erzählt, jedoch wirkte alles etwas unterkühlt und distanziert, so dass ich nur schwer in diese Geschichte abtauchen konnte. 

     Trotzdem haben mir die Einblicke in das Leben nach dem ersten Weltkrieg in Paris sehr gut gefallen. Sylvia Beach berichtet von den Anfangsschwierigkeiten, den großen und kleinen Sorgen der Schriftsteller (besonders James Joyce) und ihren Ambitionen ihren Buchladen am Leben zu erhalten. Sie unterstützte zahlreiche AutorInnen und erlebte während des Zweiten Weltkrieges eine schwere Zeit für sich und den Buchladen und als Verlegerin.

    Für Literaturliebhaber ist es eine interessante Geschichte, die jedoch sprachlich nicht zu den großen Highlights gehört.

  9. Cover des Buches Ulysses (ISBN: 9781840226355)
    James Joyce

    Ulysses

     (23)
    Aktuelle Rezension von: sabisteb
    Vorab Warnung vor der kindle Ausgabe, die hat eine Macke. Zitate und Gedichte fehlen, möglicherweise ein OCR Fehler. Man sollte das ebook daher unbedingt direkt beim Gutenbergprojekt herunterladen, da ist es soweit fehlerfrei auch wenn da ab und an eine 1 statt eines I steht und umgekehrt. [url]http://www.gutenberg.org/ebooks/4300[/url] -------------- Ulysses, das wohl am meisten ungelesen Buch der Welt. Schon zur Zeit seines Erscheinens spateten sich die Geister an diesem Werk. Kein Verlag wollte es veröffentlichen, bis Joyce eine Gönnerin fand, die extra für dieses Buch einen Verlag gründete. Kurt Tucholsky meinte "'Hier ist entweder ein Mord geschehen oder eine Leiche fotografiert".' Obwohl nicht ganz klar ist, ob er das Buch an sich, oder nur die Übersetzung meinte. Auch Virginia Woolf empfand das Buch als '"queasy undergraduate scratching his pimples'." Um was nun geht es in Ulysses. Für gewöhnlich liest man in den üblichen Interpretationen etwas von Odysseus Saga, sieht detaillierte Stadtpläne, muss sich anhören, wer gerade Odysseus ist und dass sich Joyce nur locker an die Odyssee hält, blablabla. Genau DAS wollte Joyce nicht, denn Joyce hat die Kapitelüberschriften, die sich auf die Odyssee beziehen alle gestrichen, bevor er das Buch veröffentlichte. Joyce veröffentlichte das Buch mit nur drei Unterteilungen I, II und III, genau um zu verhindern, dass sich die Leser an der Odyssee aufhängen und permanent nach Parallelen suchen, denn dieses Buch ist mehr als eine moderne Odyssee, diese gibt nur ein wenig Rahmen, mehr nicht. Leider haben die meisten modernen Ausgaben diese Kapitelüberschriften wieder übernommen und ergehen sich in Odysseeparallelen. === Was wollte Joyce? === '"Ich möchte ein Abbild von Dublin erschaffen, so vollständig, daß, wenn die Stadt eines Tages plötzlich vom Erdboden verschwände, sie aus meinem Buch heraus vollständig wieder aufgebaut werden könnte.'" '"Ich habe so viele Rätsel und Geheimnisse hineingesteckt, dass es die Professoren Jahrhunderte lang in Streit darüber halten wird, was ich wohl gemeint habe, und nur so sichert man sich seine Unsterblichkeit.'" === Worum geht es letztendlich in diesem Buch? === Das Buch erzählt die Geschichte einiger, auf vielfältige Weise miteinander verbundener Menschen, deren Wege sich mehrfach kreuzen und beeinflussen. Allen voran von: Stephen Daedalus: Stephen Deadalus kennt man bereits aus Portrait of the Artist as a Young Man (Bildnis des Künstlers als junger Mann). In Ulysses erfährt man, wie es mit ihm weitergeht. Stephen musste aus Paris nach Hause zurückkehren, weil seine Mutter im Sterben lag. Selber Atheist weigerte er sich den letzten Wunsch seiner Mutter zu erfüllen: Niederzuknien und für sie zu beten. Vielleicht meidet er auch aus diesen Schuldgefühlen heraus seine Familie und wohnt mit dem Medizinstudenten Buck Mulligan im Martello Tower von Sandycove und verdient sich was als Aushilfslehrer dazu. Leopold Bloom: 40 Jahre alt, eigentlich Halbjude, andererseits drei Mal christlich getauft und letztendlich Atheist oder zumindest Agnostiker. Dennoch wird er permanent mit den Vorurteilen gegen Juden konfrontiert. Seit 16 Jahren verheiratet mit der Halbjüdin Molly. Eine Tochter, 15 Jahre alt. Der einzige Sohn starb wenige Tage nach der Geburt. Seitdem krieselt es in der Ehe der beiden. Leopold findet seine Frau seit dem Tode des Sohnes irgendwie ... eigentlich weiß er das selber nicht. Er liebt sie noch, er bringt ihr das Frühstück ans Bett, sie begleitet ihn die ganze Zeit in seinen Gedanken. Immer überlegt er, was er ihr schönes kaufen könnte, was er ihr mitbringen könnte, um ihr eine Freude zu machen, dabei will sie nur eines: S*X. Den holt sich Bloom jedoch bei diversen Affären oder Prostituierten. Er hat dabei meist immer die gleiche Masche: Erst mit Briefen und Aufmerksamkeit erobern und einlullen, dann seinen Spaß haben und sich eine neue Liebschaft suchen. Selbst die Hausangestellte war vor ihm nicht sicher, daher haben er und Molly derzeitig keine. Molly Bloom: Leoplods Ehefrau. 31 Jahre alt, Sängerin, etwas mollig. Sie braucht jedes Frühjahr einen neuen Mann, S x ist ihr wichtig, sehr wichtig und im letzten Kapitel redet sie in Gedanken Klartext, so modern, dass man glaubt, eine Episode Sx and the City zu sehen. Da geht es wirklich ab, mal doggy style, mal' ===Der erste Eindruck, den ich von diesem Buch hatte war, === dass jedes Buch ein schwerer Brocken wird, wenn man 1. Jegliche Beschreibungen streicht (vor allem wo und wann sich der Leser befindet). 2. Jegliche Kapitelunterteilungen streicht. 3. Nicht gescheit formatiert und inneren Monolog kursiv druckt, Beschreibungen normal Druckt und direkte Rede in Anführungszeichen verbannt. Das Buch wirkt zunächst einfach nur grausam unformatiert. Erst nach und nach wurde mir klar, dass es all das nicht braucht, um eine Geschichte zu erzählen. Während der Lektüre begann ich den Alltag genauer zu betrachten, meinen Gedankenfluss, die alltäglichen Gespräche und siehe da' Joyce beschreibt das alles korrekt. Alltäglich Gespräche sind tatsächlich so Sprunghaft, so chaotisch, so unzusammenhängend. Die Grenzen zwischen innerem Monolog und dem, was man ausspricht sind fließend. Die Beschreibungen der Umgebung, die eigene Wahrnehmung sind immer im eigenen inneren Monolog beinhaltet. Man sieht also die Welt durch Blooms Augen. Als Frau geht man in einigen dieser Kapitel durch Dublin und schaut durch die Augen eines Mannes. Was betrachtet er und warum? Er schaut Frauen nach, er schaut, wie sie sich die Strumpfhose richten, er ärgert sich, wenn eine Straßenbahn ihm den Blick auf eine entblößte Wade versperrt. Diese männliche Sichtweise der Welt ist für Frauen erstaunlich aufschlussreicht, denn ich glaube nicht, dass sich die Männer seit 1904 wirklich viel verändert haben. ===Anstrengend ist, === dass jedes der Kapitel in einem anderen Stil geschrieben ist und dieser Schreistil zum einen auf die Spitze getrieben wird und zum anderen auch noch durch den Kakao gezogen wird. Besonders gelungen ist das in dem Kapitel, in dem ein junges Mädchen am Strand über ihre zukünftige große Liebe im Groschenheftstil sinniert, Bloom zu einem mysteriösen Unbekannten, Held ihrer Träume stilisiert, mit ihm über große Distanz hin spielt, in sexuell reizt '. Und dann kommt seine Sichtweise und bringt den Leser wieder auf den Boden der Tatsachen und die ist, milde ausgedrückt, ernüchternd. ===Warum war das Buch damals, als es erschien, so ein Skandal?=== Weil es zu modern war und teils noch ist. Weil es gotteslästerlich ist. Weil es teils antisemitisch ist. Weil es die Welt beschreibt, wie sie war und ist. Da geht man eben aufs Klo, da wischt man sich den Hintern ab, da furzt man, da popelt man eben in der Nase, wenn man kein Taschentuch hat und legt die Popel auf einem Felsen zum Trocknen aus. Dazu ist das Buch noch voller Anspielungen sehr eindeutiger Art in teils alltäglichen Situationen. Ich kenne keinen anderen Autor, der die Eucharistie mit der Fellatio gleichstellt, bei der geschluckt aber nicht gekaut wird'. Bei dem das Zapfen eines Bieres zum Streicheln des männlichen Fortpflanzungsorganes wird. Das Extrem bildet dann 15. Kapitel ' Circe, das schon fast in eine albtraumartige SM Welt abgleitet mit diversen erniedrigenden Praktiken, die mir teilweise selbst heute noch etwas extrem erscheinen. ===Nun werden sich wohl einige Fragen. Ja und? Um was geht es denn nun in diesem Buch?=== Was passiert? Wer Handlung erwartet, wird enttäuscht sein und sollte das Buch nicht lesen. Hier geht es hauptsächlich um Sprache, um eine wortgewaltige Beschreibung der Welt, teils mit Lauten, teils durch experimentelle Stilmittel. Stephen Daedalus frühstückt, geht seinem Job als Aushilfslehrer nach, geht an den Strand, in die Bib, ins Bordell und zu Bloom nach Hause. Leopold Bloom, geht Einkaufen, frühstückt (Niere), geht zum Drogeristen einkaufen, ins öffentliche Bad, auf eine Beerdigung, kurz in die Zeitungsredaktion, Mittagessen, arbeitet ein bischen, isst wieder und schreibt einen Brief, geht ins Bordell, in ein Cafe mit Stephen Deadalus, nimmt Stephen auf einen Kakao mit heim, geht schlafen. Molly Bloom frühstückt, hat Spass mit nem Liebhaber und tut nicht so wirklich viel. ===Fazit:=== Ein Meisterwerk, auf das man sich bewusst einlassen muss, dem man sich öffnen muss, das noch heute polarisiert. Nur selten habe ich ein derartiges Flow Erlebnis gehabt wie beim lesen des 11. Kapitels '- Sirenen. Dieser Roman ist ein sinnliches Erlebnis, das hätte ich nicht erwartet. Ich hatte eher Angst ihn überhaupt anzufangen, denn die meisten, die ich auf dieses Buch ansprach meinten nur, dass sie nach wenigen Kapitel angebrochen hätten, es würde sich nicht einmal zum Grillanzünden eigenen, weil es so langatmig wäre, dass es den Kohlen den Sauerstoff zum Brennen nehmen würde. Ich bin dennoch froh, dass ich den Mut hatte, das Buch zu lesen und ich werde es in einigen Jahren erneut lesen, denn mit jeder neuen Erfahrung, die man selber macht, wird man dieses Buch anders lesen. Meisterlich.
  10. Cover des Buches Finnegans Wake /Finnegans Wehg (ISBN: 9783861507536)

    Finnegans Wake /Finnegans Wehg

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Ulysses (ISBN: 9783518470060)
    Nicolas Mahler

    Ulysses

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    [kein Rezensionsexemplar]

    Dieses Buch war ein Geschenk meiner Eltern. An "Ulysses" habe ich mich davor nie herangetraut, weil ich Angst hatte, dass ich nicht mitkommen würde.

    Nun, ich kann nicht beurteilen, wie originalgetreu dieses Graphic Novel ist. Ich kenne ja das Original nicht und selbst wenn, wäre ein Vergleich schwer, da dieses Buch mit wenig Text auskommt. Auf vielen Seiten ist nur ein Satz. Der Autor hat die Frage nach der Originaltreue auch selbst am Ende des Buches reflektiert: Der Tag ist derselbe, der Handlungsort ist nicht Dublin, sondern Wien. Der Nachname des Protagonisten ist anders und der Name der Zeitung, für die er arbeitet. Außerdem werden mehrere Bücher zitiert, die am Ende brav aufgelistet werden.

    Die Bilder sind einfach gehalten und ohne viele Details. Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase hielt ich das für passend. Schön finde ich, dass die Bilder scheinbar nicht recycelt wurden. Das hätte ich nämlich fast verstanden, immerhin dauern manche Szenen teils mehrere Seiten lang. Da sprechen also die gleichen Figuren miteinander und der Ort bleibt gleich. Trotzdem konnte ich immer irgendein kleines Detail finden, das mir zeigte, dass da nicht einfach Copy und Paste verwendet wurde. Eine Nase, die ein bisschen anders aussieht, ein Blatt Papier, bei dem die Linien anders sind oder ein Haus, bei dem man unterschiedlich viel von der Fassade sieht.

    Die meiste Zeit habe ich mit den Zeitungsinseraten verbracht. Natürlich wollte ich die alle lesen! Wenn ich diese alte Schrift schon lesen kann, dann will ich dieses Wissen auch nutzen. Spannend finde ich, dass diese Inserate echt sind – sie stammen aus dem Neuigkeits-Welt-Blatt vom 16. Juni 1904.

    Mein Fazit? Ein toller Einstieg in diesen großen Klassiker. Bei einem Graphic Novel ist die Hemmschwelle geringer als beim "echten" Klassiker. Gleichzeitig macht dieses Buch Lust auf mehr. Ich möchte jetzt auf jeden Fall den Originaltext lesen - und gerne auch noch mehr von Mahler!

  12. Cover des Buches Finnegans Wake (ISBN: 9783518115244)
    Fritz Senn

    Finnegans Wake

     (19)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Der Tränenpalast (ISBN: 9783551358745)
    Ralf Isau

    Der Tränenpalast

     (15)
    Aktuelle Rezension von: JuliaO
    Übergang von Kinderbuch zu Jugendbuch - ab 11 Ich muss sagen - ich hab nach ungefähr der Hälfte aufgehört... Es ist zwar nicht schlecht, aber mir fehlt die Spannung... (Und ja - ich lese auch sonst Bücher ab 10 lächel). Für Träumer gut geeignet - für den typischen Fantasy-Leser nicht so sehr ;)
  14. Cover des Buches Der Spatz meiner Herrin ist tot (ISBN: 9783499252228)
    Jeffrey Eugenides

    Der Spatz meiner Herrin ist tot

     (10)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Eugenides hat wahrlich große Liebesgeschichten zusammengetragen. Jede für sich besticht durch ihre Akteure, deren Gefühlen und die Suche nach Liebe. Jede einzelne Erzählung in „Der Spatz meiner Herrin ist tot“ bestätigt Eugenides Worte in seiner Einleitung: „Was die Liebe betrifft, gibt es eine Million Theorien, die sie erklären. Was die Liebesgeschichte betrifft, liegen die Dinge einfacher. Eine Liebesgeschichte kann nie von echter Erfüllung handeln. Die glückliche Ehe, die erwiderte Liebe, die Sehnsucht, die nie vergeht – das sind glückliche Eventualitäten, aber keine Liebesgeschichten. Liebesgeschichten brauchen Enttäuschung, die ungleiche Geburt und die Familienfehde, die eheliche Langeweile und mindestens ein kaltes Herz…Wir schätzen die Liebe nicht, weil sie stärker, sondern weil sie schwächer ist als der Tod…Es ist ihre Vergänglichkeit, die der Liebe im Leben ihre tiefe Bedeutung gibt. Wäre sie endlos, gäbe es sie vom Fass, sie würde uns nicht so berühren, wie sie es tut…“. Romantiker aufgepasst, hier gibt es keine Happy-Endings, dafür wahre Gefühle und Menschen, deren Schicksale aufmuntern, Mitleid erzeugen, Zuneigung entstehen lassen, erotisieren, nachdenklich stimmen. Absolut empfehlenswert!
  15. Cover des Buches Am Vorabend der Ewigkeit (ISBN: 9783442250462)
    Brian W. Aldiss

    Am Vorabend der Ewigkeit

     (12)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    In den 60er Jahren entstanden und deutlich am kalten Krieg orientiert spielt dieser Roman des britischen Altmeister der Science Fiction in einer derangierten Welt, in der der Mond und die Erde ein unheilvolles triangel mit der Sonne bilden. Die Flora ist zum Dschungel mutiert und der Mensch muss sich in dieser Albtraum Welt zahlrecihen Gefahren entgegensehen. Kommt auch ein Atomkrieg, die Erde überlebt und der Mensch ist nicht das wichtigste. Albernes Cover, schlechte, holprige Übersetzung, Aldiss hätte wahrhaft besseres verdient. Eine etwas konstruierte Geschichte, aber sollte man im Zeitrahmen in der sie geschrieben ist lesen und liest sich flüssig.
  16. Cover des Buches Dubliner (ISBN: 9783730691557)
    James Joyce

    Dubliner

     (49)
    Aktuelle Rezension von: kingofmusic

    Mich juckt es – in den Fingern. Den Füßen. Ich will auf Reisen gehen. Nach Irland. Nach Dublin. Auf den Spuren von James Joyce´s Plätzen und Straßen wandeln, die er in „Dubliner“ beschreibt.


    Okay, in Zeiten wie diesen ist und bleibt das vorerst ein Traum, den ich mir aber definitiv bewahre – so wie ich in Prag auf Kafka´s Spuren wandeln will…


    „Dubliner“ von James Joyce erzählt Geschichten (wer hätte das gedacht?). Geschichten von Menschen, die überall leben (können).


    Über die Bedeutung von „Dubliner“ (erstmals 1914 erschienen) in der Literaturwissenschaft will ich mich nicht auslassen; wozu auch? Da gibt es Experten genug und die „richtige“ Meinung darüber gibt es sowieso nicht, da sich jede*r eine eigene bildet, die dann in dem Moment und für einen selbst die richtige ist *g*. Allerdings bieten die Geschichten genug Stoff, um darüber in Lesekreisen zu diskutieren.


    Die „Dubliner“-Geschichten erzählen vom Tod, von der Liebe, von Verlust, von Hoffnung – eine Vielzahl an Stimmungen also; diese drücken sich auch in der Beschreibung Dublins aus. Es gibt dunkle Ecken, dreckige Gassen (oder wie Joyce am Anfang der Geschichte „Nach dem Rennen“ schreibt: „[…] durch diesen Kanal der Armut und der Untätigkeit…“ (S. 41)) ebenso wie Grünflächen, vollbesetzte Pubs (man riecht förmlich das Bier, aber auch die Gemütlichkeit eines irischen Pubs – herrlich! *g*) – all das hat mich in das Dublin (nicht nur) des Jahres 1914 zurückversetzt. Und ich bin mir sicher: je öfter man diese Geschichten liest (und dafür eignen sie sich hervorragend!) umso mehr wird man entdecken, umso mehr wird man eintauchen in die Dubliner Bevölkerung und in Joyce´s Werk.


    Die Charaktere der Geschichten sind ebenso vielfältig wie die Inhalte: Jugendliche, die lieber die Schule schwänzen, als zu lernen, Jugendliche, die die erste Liebe entdecken, junge Frauen, die sich um ihr Glück bringen, in dem sie nicht mit ihrem Liebsten nach Argentinien auswandern, Trunkenbolde, Schmarotzer, überfürsorgliche Mütter – ich könnte noch ewig weitermachen, aber ich will ja keinen Roman schreiben :-).


    Für mich stellt „Dubliner“ eine echte Entdeckung dar und ich werde dieses Büchlein mit Sicherheit noch öfter „entdecken“ und küre es außerdem zu einer Lektüre, die ich garantiert mit auf eine einsame Insel nehmen würde.


    Darum bleiben mir nur 5*.


    ©kingofmusic

  17. Cover des Buches Doktor Moreau's neue Insel (ISBN: 9783453311794)
    Brian W. Aldiss

    Doktor Moreau's neue Insel

     (5)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Eine Nacherzählung des bekannten gleichnamigen Romans von H.G.Wells für mich eine der schlechtesten Romane von Aldiss. Eine SF/Horro Geschichte um einen Arzt der Tier/menschenversuche auf einer Insel anstellt, das Buch von Wells wurde schon dreimal verfilmt
  18. Cover des Buches Fahrt ohne Ende (ISBN: B0000BNO9M)
    Brian W. Aldiss

    Fahrt ohne Ende

     (1)
    Aktuelle Rezension von: rallus
    Netter SF von Brian W. Ladiss, in denen die Probleme von Generationen Raumschiffen beschrieben werden. Nach ein paar Generationen geht das Wissen verloren warum man dort lebt, wo man lebt. Die Maschinen erledigen alles. Eine Idde der Raumschiffreise aus den 60ern.
  19. Cover des Buches Das Rätsel Ulysses (ISBN: 9783518368671)
    Stuart Gilbert

    Das Rätsel Ulysses

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Die Erscheinung von Rovenska (ISBN: 9783852561608)
    Drago Jančar

    Die Erscheinung von Rovenska

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Hallogen
    Einige der Novellen sind sehr schwer zugänglich („Avestina“, „Die Königin“), andere fast schon zu leicht geraten (die Titelerzählung ist lang und inhaltsarm, wenngleich das zentrale Bild eines Wellenbrechers gelungen ist). Am besten gefallen haben mir „Sonntag in Mitterau“, ein Stadtbild, das sich religiöser Symbolik bedient, und „Joycens Schüler“, das vom Schicksal eines Slowenen berichtet, der einst bei James Joyce englisch lernte, vor allem aber „Briefe aus einer anderen Welt“, ein herrlich wehmütiges und poetisches Werk, das von einer Frau berichtet, die Wegbereiterin im wissenschaftlichen Betrieb Sloweniens war, und nun wegen einer Affäre mit einem Schriftsteller von einem Biographen desselben aufgesucht wird. Die Besuche bei der alten Frau sind zugleich ein Einblick in eine untergehende Welt, und unerklärliche Dinge lassen den Biographen immer wieder kommen. Zudem gelingen dem Autor hier schöne Bilder, etwa vom Ungeheuer des Müllautos. Die historischen Erzählungen („Die Erscheinung von Rovenska“ berichtet vom Mexiko-Abenteuer des österreichischen Erzherzogs Ferdinand Max fokussiert dabei auf einen enthusiastischen Wasserkopf, „Feuer“ von der Hinrichtung Balthasar Hubmaier in Wien; dazu das aus einem Chronikeintrag entstandene „Die Königin“ und „Joycens Schüler“) wirken mir ein wenig zu nacherzählt, lösen sich nicht genug vom historischen Stoff. „Der Rest der Geschichte“ schildert die Schwierigkeit eines Schriftstellers sich in eine historische Zeit reinzuversetzen. Interessant und wichtig ist „Die Geschichte von den Augen“, weil hier mit einem Mythos aufgeräumt wird, der in Jugoslawien Verbreitung fand: der italienische Schriftsteller Curzio Malaparte hatte zeitweise mit den Faschisten sympathisiert und so auch dem kroatischen Diktator Ante Pavelic gehuldigt. Nachdem er sich von den Faschisten distanzierte, schuf er in seinem Roman „Kaputt“ ein gruseliges Bild von seinem Besuch bei Pavelic: auf dem Tisch des Massenmörders habe eine Schale voller Augen gestanden. Wie dieses literarische Bild immer mehr zu einem realen Ereignis stilisiert wurde, zeichnet er zwar nur kurz nach, doch ist das auch nicht seine Intention, sondern er vergleicht dieses vom fiktiven zum realen gewordene Bild mit einem zweiten, das real ist, aber von niemandem geglaubt wird. Auch bei diesem geht es um Augen: um die von Albert Einstein in einem Marmeladenglas...
  21. Cover des Buches Irland auf den zweiten Blick (ISBN: 9783848252015)
    Gabrielle Alioth

    Irland auf den zweiten Blick

     (4)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    Gabrielle Alioth hat ihrer Wahlheimat Irland mit diesem Buch 30 Texte gewidmet, die nicht unterschiedlicher sein könnten, da gibt es Betrachtungen zu allen möglichen irlandtypischen Dingen, z. B. zum Meer, zur Geschichte, zum Thema Heimat, zu irischen Schriftstellern und irischen Legenden und auch zu ihrer eigenen Geschichte mit diesem Land. Gleichzeitig ist das Buch eine Liebeserklärung an dieses Land, die vor allem durch die sehr poetische Sprache der Autorin lange in mir nachwirken wird.

    Obwohl es für mich nicht typisch ist, zieren diesen Band nun einige Post-its, denn manche Passagen werde ich noch öfter lesen wollen. Wer sich für Irland interessiert, wer einfach einmal schöne, stimmungsvolle Texte lesen will … ach, eigentlich kann ich dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Ich habe es sehr genossen.

  22. Cover des Buches Odéonia, Paris (ISBN: 9783897413924)
    Veneda Mühlenbrink

    Odéonia, Paris

     (2)
    Aktuelle Rezension von: TheaWolf30
    Paris 1917: zwei unterschiedliche Frauen treffen aufeinander und entdecken gemeinsame Interessen. Sylvia Beach stammt aus wohlhabendem Hause und sucht in Paris Abenteuer und Freiheit. Adrienne kommt aus armen Verhältnissen und kam durch glückliche Wendungen zu einem kleinen Vermögen, mit dem sie eine Buchhandlung eröffnen könnte. Das ist auch der Plan von Sylvia Beach. Privat finden sie schnell zusammen, beruflich bleibt jede selbstständig. Es ist eine irre Zeit, die die Autorin uns da näher bringt. Eine Zeit, in der lesbisches Leben in bestimmten Kreisen offen möglich war, eine Zeit, in der eine Buchhändlerin gleichzeitig auch Verlegerin war, eine Zeit, in der Projekte in einer nahezu verstörenden Naivität angegangen wurden - und doch nicht automatisch gleich zum Untergang verurteilt wurden. James Joyce, Gertrude Stein, Ernest Hemingway - sie gingen bei Adrienne und Sylvia ein und aus, und die Autorin verbirgt vor ihren Lesern nicht, welch schwieriges Zeitgenossen unter den damaligen „Kultur-Promis“ waren. Das sind die Stärken des Romans, für den er 5 Sterne verdient. Etwas auf der Strecke blieb für mich dagegen die Entwicklung der Liebe zwischen den zwei Buchhändlerinnen. Da hätte sie aus meiner Sicht mehr draus machen können.
  23. Cover des Buches Was die wilden Wellen sagen (ISBN: 9783936384925)
    Katharina Hagena

    Was die wilden Wellen sagen

     (0)
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  24. Cover des Buches Auf den Spuren der Dichtung (ISBN: 9783442722242)
    Volker Hage

    Auf den Spuren der Dichtung

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden

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