Bücher mit dem Tag "jane austen"
115 Bücher
- Jane Austen
Stolz und Vorurteil
(4.078)Aktuelle Rezension von: S_MaltViel gibt es nicht zu sagen.
Zur Handlung sei der Klappentext gelesen.
Ein Klassiker, der es verdient, gelesen zu werden.
Ein bisschen Downton Abbey - ein bisschen Buddenbrooks; im sehr gefälligen Stil einer wunderbaren Autorin geschrieben.
Protagonisten, die man miterlebt, herrlich gezeichnet!
Ein Roman, der Gesellschafts-Kritik hinter der richtigen Portion an Romantik aufzeigt.
Kennt man zudem ein wenig die geschichtlichen Hintergründe, ist dieser Roman eine ganz klare Leseempfehlung!
- Jane Austen
Emma
(1.029)Aktuelle Rezension von: JordanbakerJane Austens Emma ist ein Roman voller Eleganz, feinem Witz und psychologischem Gespür. Ich gebe 4 Sterne, weil mich die Geschichte insgesamt sehr gut unterhalten hat, ich aber nicht durchgehend begeistert war.
Im Mittelpunkt steht Emma Woodhouse – jung, wohlhabend und überzeugt, eine begnadete Heiratsvermittlerin zu sein. Was sie dabei übersieht, sind ihre eigenen Gefühle und die der Menschen um sie herum. Austen zeichnet Emma mit viel Ironie, aber auch Sympathie: Sie ist weder perfekt noch böse, sondern einfach menschlich in ihrer Selbstüberschätzung. Die Entwicklung dieser Figur ist großartig beobachtet und macht den Reiz des Buches aus.
Der Schreibstil ist – wie bei Austen gewohnt – brillant: die Dialoge sprühen vor feiner Gesellschaftskritik, die Nebenfiguren sind liebevoll überzeichnet, und die romantischen Verwicklungen sind mit viel Fingerspitzengefühl inszeniert.
Den einen Stern ziehe ich ab, weil die Handlung in der Mitte etwas zu sehr tritt und einige Nebenstränge für meinen Geschmack zu ausführlich geraten. Auch Emma selbst war mir stellenweise etwas zu sehr in ihrer privilegierten Welt gefangen, sodass mir die kritische Distanz fehlte.
Dennoch: Ein wunderbarer Klassiker für alle, die intelligente Unterhaltung mit Tiefgang schätzen – und sich nicht scheuen, sich auf eine etwas langsamere Erzählweise einzulassen.
- Jane Austen
Pride and Prejudice
(516)Aktuelle Rezension von: springtimeIch habe das Buch gern gelesen, auch wenn der Erzählstil etwas gewöhnungsbedürftig war. Manchmal kam mir das Ganze vor als würde ich einen zusammenfassenden Bericht lesen und keinen Roman, weil es mir zeitweise an Beschreibungen und Tiefe fehlte.
Der Plot war allerdings überzeugend und es ist eine eher ruhigere Liebesgeschichte, die ohne intensive Emotionen und Tragik auskommt.
Das Buch kann ich allen weiterempfehlen, die nach einer angenehmen Lektüre suchen zum Entspannen und Abschalten. - Jane Austen
Stolz und Vorurteil
(412)Aktuelle Rezension von: herr_hyggeDie fünf Töchter der Familie Bennet stehen vor der wichtigsten Aufgabe ihrer Zeit – einer vorteilhaften Heirat. Als Mr. Bingley, ein Junggeselle mit stattlichem Vermögen, den nahegelegenen Landsitz Netherfield pachtet, ist Mrs. Bennet davon überzeugt, dass er eine ihrer Töchter heiraten muss. Doch er bezieht Netherfield nicht allein, sondern in Begleitung seiner Schwestern, des Schwagers und des stolzen Mr. Darcy. Zwischen Mr. Darcy und der scharfsinnigen Elizabeth Bennet entfacht sich schnell ein Schlagabtausch aus Missverständnissen und verletztem Ehrgefühl, aber auch eine heimliche Anziehung …
Nach fast einem Jahrzehnt auf meinem SuB habe ich endlich Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ gelesen und finde, dass der Kultstatus, den dieser Roman innehat, absolut berechtigt ist. Denn es handelt sich nicht nur um eine nett geschriebene Romanze, sondern auch um einen kritischen – um nicht zu sagen satirischen – Blick auf die damaligen gesellschaftlichen Konventionen, verbunden mit feinsinnigem Wortwitz und ansprechenden Dialogen, die sowohl spitz, humorvoll als auch emotional aufgeladen daherkommen. Und genau das macht die Lektüre dieses Klassikers zu einem Hochgenuss.
Jane Austen zeichnet ihre Charaktere – insbesondere die weiblichen – mit Intelligenz, Urteilskraft, innerer Tiefe und dem Wunsch nach Selbstbestimmung und war ihrer Zeit damit weit voraus, da sie dadurch zwar leise, aber sehr wirkungsvoll die patriarchalen Strukturen ihrer Epoche unterwanderte. Zugegeben, sie gibt nicht jeder Figur die Möglichkeit, sich zu entwickeln, aber ihre Protagonist*innen lässt sie Fehler einsehen, reflektieren und schließlich an ihnen wachsen.
Wir haben hier einen zeitlosen Klassiker, der sich beschwingt und flüssig lesen lässt und so frisch daherkommt wie eine moderne Enemies-to-Lovers-Story, von einer Autorin, die eine außergewöhnliche Beobachtungsgabe an den Tag legt und mit ihren gut gewählten Worten die Gepflogenheiten der Regency-Ära eingefangen und kritisch betrachtet hat. Für mich ein absolutes Highlight, das sich einen Platz unter meinen Lieblingsbüchern redlich verdient hat.
- Jane Austen
Mansfield Park
(557)Aktuelle Rezension von: herr_hyggeAls junges Mädchen wird Fanny Price in die Obhut ihrer Tante Lady Bertram und ihres Onkels Sir Thomas gegeben und nach Mansfield Park gebracht. Dort soll sie mit ihren Cousinen und Cousins aufwachsen. Doch das schüchterne Mädchen fühlt sich fremd und von ihren Verwandten nicht willkommen geheißen. Einzig ihr Cousin Edmund ist um Fannys Wohl besorgt. Mit der Zeit entwickelt sie tiefe Gefühle für ihn, aber ihre Zuneigung wird auf die Probe gestellt, als die Familie mit den Geschwistern Mary und Henry Crawford Bekanntschaft schließt …
Leider hat „Mansfield Park“ meine Erwartungen nicht erfüllt. Auch wenn mich der Roman zu Beginn schnell gepackt hat, ließ meine Begeisterung ebenso schnell wieder nach. Viele der Handlungsstränge wirken auf mich in die Länge gezogen und langatmig, um nicht zu sagen fast langweilig. Gleichzeitig waren manche interessanten Begebenheiten, bei denen ich mir mehr Ausführlichkeit gewünscht hätte, nur knapp heruntergebrochen.
Fanny Price wirkt im Vergleich zu anderen Austen-Heldinnen farblos und unauffällig. Ihre schüchterne und bedachte Art empfand ich zwar als sympathisch, und die Tatsache, dass sie trotz ihrer Umstände Willensstärke beweist und zu sich selbst steht, hat mir auch gut gefallen, aber etwas hat ihr gefehlt. Vielleicht etwas Esprit? Die übrigen Charaktere sind, typisch für Jane Austen, sehr stereotypisch gezeichnet. Bei jeder Figur wird ein Charakterzug besonders betont und bis zum Letzten „ausgeschlachtet“. Was mir bei den bisherigen Lektüren sehr gefallen hat, empfand ich bei diesem Buch als ermüdend. Die Gesellschaftskritik, die ich so sehr an Austen schätze, war zwar da, aber der gut pointierte Witz hat gänzlich gefehlt.
Was ich dem Werk jedoch zugutehalten muss, ist die sprachliche Raffinesse und der wundervolle Ausdruck – wenn es auch etwas mehr Satire und Witz hätte vertragen können, waren doch gelungene Formulierungen dabei. Und es gab auch diesen einen kleinen Moment, in dem ich diesen Funken gespürt habe, bei dem ich dachte: Da ist die Jane Austen, die ich ins Herz geschlossen habe. Doch leider ist der Funke schneller erloschen, als er aufglimmte.
- Jane Austen
Verstand und Gefühl
(877)Aktuelle Rezension von: ManfredLiestVerstand und Gefühl war für mich erneut ein eindrucksvoller Beweis dafür, warum Jane Austen mich immer wieder aufs Neue fasziniert. Ihr feiner Humor, der elegante Stil und die präzise Beobachtungsgabe für die Gesellschaft der Regency‑Zeit entfalten hier eine besondere Wirkung. Obwohl dies ihr erster veröffentlichter Roman ist, spürt man bereits die Reife und Klarheit, die ihre späteren Werke so unverwechselbar machen.
Die Geschichte der Schwestern Elinor und Marianne ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine kluge Studie über Charakter, Moral und gesellschaftliche Erwartungen. Austen zeigt, wie unterschiedlich Menschen auf Verlust, Hoffnung und Enttäuschung reagieren – und wie schwer es ist, das richtige Gleichgewicht zwischen Vernunft und Gefühl zu finden.
Besonders gefallen hat mir, wie Austen die sozialen Zwänge ihrer Zeit sichtbar macht, ohne je belehrend zu wirken. Ihre Ironie bleibt subtil, ihre Figuren lebendig, ihre Dialoge brillant. Für mich war dieser Roman ein wunderbarer Einstieg in Austens Werkchronologie – vertraut im Ton, aber überraschend frisch in der Erzählweise.
Ein zeitloser Klassiker, der auch heute noch berührt und begeistert.
- Eva Völler
Zeitenzauber
(747)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeDer dritte und letzte Band dieser Zeitreise-Trilogie.
Diesmal reisen Anna und Sebastiano nach London ins Jahr 1813. Hier haben sie einen relativ leichten Auftrag zu erfüllen, doch danach gibt es plötzlich Probleme mit den Zeitreise-Toren! Anna und Sebastiano sollen herausfinden, was es damit auf sich hat. Sie tarnen sich als Geschwisterpaar und mischen sich unter den Londoner Adel...
💜 Ein schöner und gelungener Abschluss dieser Trilogie. Anna und Sebastiano als Zeitreisepaar haben mir sehr gut gefallen. Das Setting in diesem dritten Band hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Die Atmosphäre ist gut bei mir angekommen.
Schade, dass die Reihe nun beendet ist für mich.
08-01-2026
- Jane Austen
Sense and Sensibility
(167)Aktuelle Rezension von: SchlehenfeeDie Schwestern Elinor und Marianne Dashwood sind nach dem Tod des Vaters gezwungen, mit ihrer Mutter in ein kleines Cottage nach Devonshire zu ziehen. Ihr bereits verheirateter Stiefbruder ist zu geizig, um ihnen mehr Auskommen zu bieten. Trotz aller Widrigkeiten lernen die beiden Männer kennen, in die sie sich verlieben: Marianne, die ihre Emotionen stets voll auslebt, erkennt die gleiche Leidenschaft in Mr. Willoughby, während die rationale Elinor Gemeinsamkeiten mit Edward Ferrars findet. Doch es stellt sich heraus, dass beide Männer anderen Frauen versprochen sind und einer der beiden ein dunkles Geheimnis hat. In typischer Jane Austen-Manier müssen bis zum Glück also noch einige Hindernisse überwunden werden.
„Sense and Sensibility“ ist mein dritter Austen-Roman. Hier gefiel mir vor allem die Beziehung der Schwestern zueinander. Sie beschützen sich gegenseitig und halten zusammen, obwohl sie unterschiedliche Ansichten haben. Außerdem bietet der Roman doch eine Wendung, die ich am Anfang nicht erwartet hatte.
Was „Sense & Sensibility“ im Gegensatz zu „Pride and Prejudice“ fehlt, ist dessen überschwänglicher Humor und die Ironie. Bis auf manch amüsante Situation, in der Marianne zu empfindsam reagiert, läuft alles eher ernsthaft ab. Es gibt auch keine überzogenen Charaktere wie in P&P. Dies störte mich allerdings überhaupt nicht!
Alles in allem, hat mir „Sense and Sensibility“ hervorragend gefallen und ich habe mich sprachlich auch im Original zurechtgefunden. - Jane Austen
Überredung
(492)Aktuelle Rezension von: Malte_HermannIch dachte, ich kenne Jane Austen. Stolz, Vorurteil, Witz und Wortgefechte. Doch dann kam Anne Elliot – und alles fühlte sich anders an. Still. Reifer. Tiefer. (Mehr über Jane Austen: https://love-books-review.com/de/rezensionen-nach-autor/jane-austen/)
Anne ist keine strahlende Heldin, die auf jedem Ball glänzt. Sie ist zurückhaltend, klug und trägt ihre Gefühle mit Würde – auch wenn sie weh tun. Acht Jahre zuvor hat sie ihre große Liebe aufgegeben: Captain Wentworth. Aus Pflichtgefühl. Aus Vernunft. Und jetzt steht er wieder vor ihr.
Was mich gepackt hat, war nicht nur die leise Spannung zwischen den beiden, sondern dieses stille Ringen in Anne selbst. Wie sie beobachtet, zuhört, hofft – ohne sich zu verlieren. Jane Austen zeigt hier nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern ein Porträt von innerer Stärke.
Die Sprache ist wie immer elegant, aber hier auch zärtlich und voller Melancholie. Ich habe oft Sätze zweimal gelesen, weil sie so viel Gefühl trugen – ganz ohne große Gesten.
Und dann kommt dieser Brief. Dieser eine Brief. So ehrlich, so schön, so auf den Punkt. Ich habe ihn mehrmals gelesen und jedes Mal Gänsehaut bekommen.
Anne Elliot ist ein Roman für alle, die an zweite Chancen glauben. Für alle, die wissen, dass wahre Gefühle manchmal Zeit brauchen – aber niemals verschwinden. Ein leises Meisterwerk mit großem Herzen.
- Jane Austen
Emma
(165)Aktuelle Rezension von: milla_breeEmma Woodhouse ist wohlhabend, selbstbewusst und überzeugt davon, eine gute „Verkupplerin“ zu sein. Doch ihre Einmischungen in das Liebesleben anderer führen zu Missverständnissen und verletzten Gefühlen. Erst nach und nach erkennt Emma ihre eigenen Fehler und wahren Gefühle an, besonders einem gewissen Herrn gegenüber…
Der Schreibstil war angenehm und sehr atmosphärisch, insgesamt wirkt der Roman ruhig und cosy – perfekt für den Frühling oder Sommer. Beim Lesen hatte ich durchgehend ein wohliges Gefühl :)
Dennoch gehört das Buch für mich nicht zu den stärksten Werken von Jane Austen. Die Handlung entwickelt sich stellenweise recht langsam, wodurch für mich Spannung verloren ging und ich gelegentlich dazu tendiert habe, Passagen zu überfliegen.
Nichtsdestotrotz war es schön, ein weiteres Buch von Jane Austen gelesen zu haben und ich werde mir bald dazu noch den Film ansehen ☺️
- Jane Austen
Kloster Northanger
(512)Aktuelle Rezension von: herr_hyggeAls die siebzehnjährige Catherine Morland, die eine ausgeprägte Vorliebe für Schauerromane hat, von Mr. und Mrs. Allen – Freunden der Familie – dazu eingeladen wird, mit ihnen die Saison im mondänen Kurort Bath zu verbringen, ist ihre Vorfreude groß. Doch leider ist der Aufenthalt zu Beginn alles andere als aufregend. Erst als Catherine bei einem Ball die Bekanntschaft von Henry Tilney macht, wendet sich das Blatt für die junge Frau. Doch als sie einer Einladung der Familie Tilney auf deren Landsitz Northanger folgt, geht die Fantasie mit unserer naiven Heldin etwas durch …
„Kloster Northanger“ ist eines von Jane Austens frühen Werken, und ich finde, diese Tatsache merkt man dem Klassiker auch etwas an, da die Geschichte an einigen Stellen noch etwas roh und unausgereift wirkt. Trotzdem lässt sich bereits der unverkennbare Stil erahnen, für den die Autorin bekannt ist. Denn ihr sagenhaftes Gespür und ihre scharfsinnige Beobachtungsgabe stellt sie auch in diesem Frühwerk unter Beweis, indem sie positive wie negative Charaktereigenschaften von Menschen gekonnt in Worte fasst und mit der Handlung verwebt.
Zudem persifliert sie hier auf überaus witzige Art und Weise den zur damaligen Zeit sehr beliebten Schauerroman – das einzige kleine Manko könnte eventuell darin liegen, dass genau dieser zu Beginn bereits angeteaserte Schaueraspekt der Geschichte ziemlich lange auf sich warten lässt. Der Kern der Geschichte ist allerdings der Reifeprozess der Protagonistin, die dank ihrer Erlebnisse charakterlich wächst und beginnt, ihre eigenen Handlungen und Gedanken zu reflektieren.
Wir haben hier einen sehr kurzweiligen, geistreichen Roman mit viel Ironie und einer charmanten Heldin. Für mich wird er wahrscheinlich nie der persönliche Austen-Favorit sein, allerdings werde ich die Lektüre in liebevoller Erinnerung behalten. Zum einen wegen des wundervollen Austauschs, den ich im Rahmen der Jane Austen Book Club Edition mit den anderen Leser*innen genießen durfte, und zum anderen, weil es einfach richtig Spaß gemacht hat, das Buch zu lesen!
- Annie Darling
Der kleine Laden in Bloomsbury
(271)Aktuelle Rezension von: MirarimKLAPPENTEXT
Posy Morland hatte es immer schwer im Leben. Als sie einen kleinen, heruntergekommenen Buchladen in Bloomsbury erbt, scheint sich ihr Glück endlich zu wenden. Sie plant, den Laden neu zu eröffnen und dort nur Liebesromane mit Happy Ends zu verkaufen. Denn traurige Geschichten gibt es im wahren Leben ja genug. Doch Sebastian, der Enkel der verstorbenen Besitzerin, hat andere Pläne für den Laden und legt Posy Steine in den Weg, wo er nur kann. Dummerweise ist Sebastian auch schrecklich attraktiv – und der unverschämteste Kerl in ganz London. Findet zumindest Posy. Und rächt sich auf ihre Weise: Sie schreibt selbst einen Roman namens »Der Wüstling, der mein Herz stahl« – mit Sebastian als Held zum Verlieben ...
»Der kleine Laden in Bloomsbury« ist der Beginn einer Reihe um die wunderbare kleine Buchhandlung und zuvor unter dem Titel »Der kleine Laden der einsamen Herzen« erschienen.
MEINUNG
Ein Buch, das ich vor wahrscheinlich zehn Jahren schonmal gelesen habe und total begeistert war. Leider habe ich nun nicht mehr so ganz verstanden, warum mir das Buch damals so gut gefallen hat. 😅🙈 Es ist nun unter anderem Titel bekannt und nochmal erschienen, als ich es in Händen gehalten habe. Der Inhalt ist denke ich aber der gleiche.😉
Posy ist eine junge Frau, die sehr mit ihrer Vergangenheit, aber auch mit sich selbst hadert. Sebastian kennt sie schon immer und somit haben sie auch schon eine lange Verbundenheit.
Die Idee des Buchs mag ich nach wie vor: Dass sie sich schon lange kennen, Enemies to Lovers, etc. Ich mochte auch das Setting mit der Umgestaltung der Buchhandlung. Ich mochte Posys Bruder und ihre wahnsinnig netten Kolleginnen.
Nicht besonders gefallen hat mir aber leider die Liebesgeschichte. Erstens hat es fast bis zum Schluss gedauert, dass überhaupt was passiert ist und zweitens war Sebastian ein dermaßener Unsympath, dass ich nicht gerade mit klopfendem Herzen an den Seiten hing.
Insgesamt für mich ein Buch, das ich wohl besser gut in Erinnerung behalten hätte, als aufgefrischt enttäuscht zu sein. Aber es zeigt ja sehr deutlich, dass Geschmäcker verschieden sind und sich wandeln können. 😊
- Jane Austen
Überredung: Roman (Reclam Taschenbuch)
(104)Aktuelle Rezension von: ManfredLiestDieses Buch ist ein echtes Juwel. Die Geschichte um Anne Elliot begeistert ohnehin, doch diese Ausgabe hebt das Leseerlebnis auf ein neues Niveau. Wunderschöne Illustrationen, liebevoll gestaltete Extras wie Briefe oder ein Reiseprospekt aus Lyme machen das Buch zu einem kleinen Schatz. Jane Austens Erzählkunst bleibt zeitlos brillant, und das informative Nachwort von Gisela Reichel rundet das Ganze perfekt ab. Eine Ausgabe, die man nicht nur liest, sondern geniesst.
- Jane Austen
Sinn und Sinnlichkeit
(63)Aktuelle Rezension von: AnnettSWer Klassiker liebt, kennt auch die Werke von Jane Austen.Wenn man bedenkt, zu welcher Zeit sie gelebt hat, ist es beachtlich, wie grandios, doch ihr Schreibstil war, denn sie hat es geschafft, das man auch noch heute ihre Werke liest. Hier erzählt sie die Geschichte, der Schwestern Elinor und Marianne Dashwood. Ihre Mutter, war die zweite Frau von Henry Dashwood. Nach seinem Tod, kahm es zu Erbschaftsstreitigkeiten. Zum Glück erhielt sie ein Angebot eines weitläufigen Verwanten, in sein Landhaus einzuziehen. ab hier scheint ein neues Leben für sie zu beginnen.Allerdings war es hier Baucheine Zeit, in der arrangierte Ehen an der Tagesordnung standen. Werden sie ihr Glück hier finden?
Hier war ich echt beeindruckt. Der Schreibstil entsprechend, der damaligen Zeit, aber dennoch sehr ausgereift. Am Anfang fiel es mir etwas schwer in die Geschichte hineinzufinden, was auch in vielen Rezensionen wiedergegeben wird. Hier bedarf es einiger Konzentration. Wer Klassiker liest, hat hier sicherlich keine Probleme. Aber bei dieser tollen Schmuckausgabe, haben wir auch einige zusätzliche Hinweise. Es gibt einen Stammbaum der Familie, der sich für mich als sehr hilfreich erwies. Besonders beeindruckend ist hier auch der kurze Steckbrief über Jean Austen Leben.
Insgesamt ein wundervolles Werk, das in der Sammlung von Lesern, die Klassiker lieben, nicht fehlen darf. Diese Schmuckausgabe punktet mit der wunderschönen Cover-Gestaltung und den Illustrationen, die immer wider zwischen den Seiten auftauchen. Ein wirklich wahres Schmuckstück in jedem Bücherregal.
- Jo Baker
Im Hause Longbourn
(244)Aktuelle Rezension von: PepaleHinter die Kulissen von Stolz und Vorurteil gesehen. Hier geht es mal nicht um Mrs. Bennet ihren Wunsch, die Töchter gut zu verheiraten und auch nicht um das Leben der fünf Bennet-Schwestern im Detail. Hier geht es um die Dienstboten, die Tag und Nacht für die Bennet-Frauen schuften und zur Stelle sind. Sie sind unsichtbar, kaum wahrgenommen, obwohl doch auch sie ein Leben haben. In dieser Geschichte wird bewusst, dass die Sorgen der Dienstboten niemand wahrnimmt oder erkennt. Wenn ein Dienstbote geht, wird nicht einmal bemerkt, dass es ihn mal gab.
Die Bennet-Mädchen sind faul und verwöhnt. Sie beschmutzen ihre Kleider und lassen sich bedienen. Man denkt beim Lesen von „Stolz und Vorurteil“ nicht darüber nach das die Kleider gewaschen, das Essen gekocht und die Mädchen trotz ihres Alters angekleidet werden müssen. In Stall und Küche geht alles von alleine, ohne das die Herrschaft etwas davon mitbekommt. Bei jedem Wetter, sei es stürmisch, regnerisch oder sonnig, muss die Post nach Netherfield und zurückgebracht werden. Wenn die Damen zu einem Ball gebracht werden müssen, warten die Kutscher stundenlang draußen im kalten oder regnerischen. All das passiert im Hintergrund, von den Dienstboten organisiert.
Sarah ist ein Dienstmädchen und verliebt sich in den Butler James, der ein Geheimnis verbirgt. Auch James ist Sarah sehr zugetan. Als sein Geheimnis droht ans Licht zu kommen verschwindet er bei Nacht und Nebel. Sarah ist traurig, findet ihn am Ende der Geschichte aber noch wieder.
Die Protagonisten sind gut dargestellt. Die Geschichte ist flüssig geschrieben. Das Cover passt zur Geschichte.
Eine interessante und empfehlenswerte Geschichte.
- Mary E. Garner
Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich
(341)Aktuelle Rezension von: Daniela_Beilnerschon seit einer Ewigkeit wollte ich das Buch bzw die Reihe lesen und seit einiger Zeit liegt die Trilogie bei mir am SuB - inzwischen sind sogar noch zwei zusätzliche Bücher erschienen …
Dank dem Zufallsgenerator von @reado_official wurde mir „ᴅᴀꜱ ʙᴜᴄʜ ᴅᴇʀ ɢᴇʟöꜱᴄʜᴛᴇɴ ᴡöʀᴛᴇʀ - ᴅᴇʀ ᴇʀꜱᴛᴇ ꜰᴇᴅᴇʀꜱᴛʀɪᴄʜ“ von Mary E Garner für meine #12für2025 ausgesucht
was wäre wenn man wirklich in Bücher eintauchen könnte - wenn man mit den Figuren sprechen und interagieren könnte - an der Handlung teilhaben könnte … in welches Buch würdet ihr als erstes eintauchen?
Für Hope Turner wird das alles zur Wirklichkeit und sie landet in ihrem Lieblingsbuch - Stolz und Vorurteil und soll darüber hinaus auch gleich mal diese Buchwelt retten denn nicht alle Romanfiguren sind damit zufrieden nur in der Buchwelt zu existieren …
und so beginnt ein spannendes Abenteuer in einer fantastischen Welt
Ich lese ja eigentlich keine Klassiker aber das Buch hat mich dazu inspiriert mich näher mit Stolz und Vorurteil zu beschäftigen und vielleicht werde ich es sogar noch lesen 😇
- Jane Austen
Stolz und Vorurteil und Zombies
(142)Aktuelle Rezension von: Judy_BuchWorum geht’s?
„Stolz und Vorurteil und Zombies“ von Seth Grahame-Smith ist eine Adaption von Jane Austens Stolz und Vorurteil, jedoch mit dem Zusatz von Horrorelementen.
Der Autor beschreibt eine Art Dystopie, in der die Menschen durch den Biss eines Untoten zu Zombies werden können. In dieser fiktiven Welt unterrichtet Mr. Bennet seine fünf Töchter Jane, Elizabeth, Mary, Kitty und Lydia in verschiedenen Kampfkünsten, um die „Apokalypse“ zu überstehen. Auch andere Familien wie z. B die Darcys sind für den Kampf gewappnet und stellen sich unverfroren der immer wieder größeren Armee von Untoten.
In diesen ungewissen Zeiten trifft die älteste Tochter Jane auf Mr. Bindgley und verliebt sich just in ihn. Doch in seiner Gesellschaft ist auch sein treuster Freund Mr. Darcy, der eher skeptisch gegenüber dieser Verbindung steht. Allgemein wirkt er sehr abweisend und unfreundlich, was besonders Elizabeth, die zweitälteste Tochter, auf unangenehme Weise zu spüren bekommt. Obgleich sie der mysteriöse Fremde auf unerklärliche Art und Weise anzieht, kann sie ihm seine Beleidigungen und Ratschläge Bingley gegenüber er solle sich von Jane fernhalten, nicht verzeihen.
Schon bald gerät jedoch alles außer Kontrolle und die Anzahl der Zombies scheint sich von Tag zu Tag drastisch zu erhöhen. Werden Mr. Darcy und Elizabeth Bennet ihre Streitigkeiten beseitigen können um Gemeinsam gegen die Armee der Finsternis kämpfen zu können?
Meine Meinung:
Was für einige Leser reinster Tratsch ist, ist für mich eines der spannesten Erlebnisse des Jahres gewesen! Ich habe zuerst den Film im Kino gesehen und war dermaßen positiv überrascht, dass ich mir sogleich das Hörbuch anschaffen musste! Und was soll ich sagen – es war ebenfalls ein Fest der Sinne für mich! Der Film hat kleine Details geändert, die ich sogar noch besser finde als im Buch, aber dennoch konnte mich die Geschichte von Seth Grahame-Smith zu 100% überzeugen!
Der Autor schafft es wie in seinen anderen Romanen (z. B Abraham Lincoln Vampirjäger) dem Leser eine fantastische Kombination aus Drama und Horror zu bieten.
Allgemein finde ich es klasse, wenn sich ein Autor wagt einen alten Klassiker neu aufzusetzen. Denn oftmals sehen vielen Menschen diesem dann skeptisch gegenüber!
Die Beziehung zwischen Darcy und Elizabeth kommt durch die kämpferische Art der beiden noch besser zu Geltung! Ich liebe es, dass der Autor die Mädchen nicht als hilflos beschrieben hat. Der, der noch am meisten beschützt werden muss, ist Mr. Bingley. Und Jane macht sich als Beschützerin einfach klasse! Der kleine Rollentausch von Mann und Frau ist sehr gelungen!
Dagegen sind Darcy und Eliza das perfekte Killer-Kommando, wenn sie sich nicht dauernd in den Haaren liegen würden! Ich finde man merkt in „Stolz und Vorurteil und Zombies“ noch deutlicher, dass Elizabeth sich schon von Anfang an zu Darcy hingezogen fühlt, aber ihr Stolz verbietet es ihr nachzugeben, was natürlich auch gut so ist, sonst hätte Darcy nicht über seine verletzenden Worte und Taten nachgedacht. Die Streitszenen mit Kampfelementen verfeinert zu erleben, war ebenfalls einfach grandios! Ich habe mich sehr unterhalten gefühlt.
Man weiß die Storyline von Anfang an, es ist nichts Neues vom Inhalt her, aber die Elemente rauben einem den Verstand! Ich kann nicht aufhören dieses Werk und den Autor für seine Idee immer wieder zu loben!
Man sollte ohne Erwartungen und ohne Vorurteile sich der Geschichte widmen, genauso habe ich es auch getan und ich wurde belohnt!
Also Leute vergesst euren Stolz: Wenn euch Zombies zusagen, dann ist dieser Roman selbst etwas für Leser, die sonst keine Klassiker mögen! Ein Freund von mir fand der Film/die Geschichte großartig, obwohl er mit dem Original nicht viel anfangen konnte : Das heißt schon was, findet ihr nicht auch? 😉
Fazit:
Das Buchcover ist schlicht, aber effektiv! Das Klassische geht nicht verloren und eine edle Damen als Zombie darzustellen war eine gute Wahl - wie ich finde! Mir hat es direkt Lust auf mehr gegeben.
Es gibt auch noch zwei Fortsetzungen der Geschichte, jedoch von einem anderen Autor geschrieben! Bei Audible gibt es alle drei Bücher als Hörbuch zu kaufen!
Falls Interesse besteht, die Titel lauten:
- Stolz und Vorurteil und Zombies: Aufstieg der lebenden Toten
- Pride and Prejudice and Zombies: Dreadfully Ever After
Bücher von Steve Hockensmith
Abschließend kann ich nur sagen: Stolz und Vorurteil und Zombies zählt zu meinen Lieblingsbüchern und da ich Horror Genre liebe, gefällt mir diese Geschichte sogar noch ein klein wenig besser als das Original 😉 - Jane Austen
Mansfield Park (Wordsworth Collector's Editions)
(103)Aktuelle Rezension von: marpijeFanny Price wächst in verarmter Verhältnisse und ist Eitelkeit und Arroganz geschont, eines Tages Sir Thomas Bertram holt Fanny nach Mansfield Park zu den reichen Herrenhaus, dort leben ihre Cousine Maria und Julia , Edmund und Thomas. Am Anfang ist Fanny erschrocken und ängstlich , ihre Cousine machen sich aus ihr nichts, nur Edmund ist ihr wahre Freund und hat immer Zeit und gute Wort für sie. Maria und Julia gehen durch das Leben sehr hohhnässig und arrogant und in sich selber verliebt, Fanny ist ganz anders und ihre gute Herz und Menschenkenntnisse werden am Ende gelohnt.
Jane Austen hat schöne Liebesgeschichte geschrieben und noch dazu sehr breit ausgearbeitete Gesselschafts Panorama von England 18- Jahrhundert geschafft. Die große Unterschiede zwischen den armen und der reichen sind hier gut bemerkbar, genauso die Unterschiede in Charakteren von die Personen sind entnehmbar. Besonders gut ist die Langweile in das Leben von die reichen Frauen dargestellt, die Autorin beschreibt diese mit leichten Sarkasmus. Über ganze Buch weht viel Melancholie , manche Stelle ziehen sich sehr und der Schreibstil ist nicht einfach zum lesen, die lange Sätze brauchen viel Aufmerksamkeit, und trotzdem das lesen hat sich gelohnt - schöne Abwechslung und gute Untehaltung.
- Jane Austen
Emma
(101)Aktuelle Rezension von: Ms_ViolinEmma Woodhouse ist schlau, reich und schön – und benötigt für ihr Glück keinen Mann. Obwohl sie selbst niemals heiraten will, hat sie die fatale Idee, eine besonders gute Ehestifterin zu sein. Doch alle ihre Bemühungen führen nur zu Verwicklungen und fehlgeleiteten Flirts. Am Ende aber kommt alles anders, als Emma denkt ...
Emma ist das absolute Gegenstück zu der ruhigen und braven Fanny Price aus „Mansfield Park“. Sie ist nicht nur reich und damit unabhängig von anderen Verwandten, sondern auch absolut von sich selbst überzeugt, hat zu allem und jedem eine klare, eigene Meinung und lässt sich - wenn auch nur ungern - eigentlich nur von Mr. Knightley etwas sagen, während Fanny sich jegliche Kritik immer sehr zu Herzen nimmt und doch ist mir Emma auch nicht viel sympathischer als Fanny. Jane Austen selber ist sogar davon ausgegangen, dass ihre Leserschaft Emma wahrscheinlich nicht sonderlich mögen wird, vielleicht auch gerade, weil sie so unabhängig und vergleichsweise vorlaut ist.
Ich kann nicht einmal genau sagen, woran es bei mir liegt.
Während mir Fanny einfach zu zahm ist, konnte ich dennoch wunderbar und mühelos mit ihr mitfiebern - selbst wenn ihre Männerwahl (ihr Cousin) aus heutiger Sicht sehr befremdlich wirkt.
Bei Emma klappt das nicht ganz so mühelos.
Die Geschichte hat zwar viel Humor, da Emma ständig komplett mit ihrer Einschätzung daneben liegt, während sie gleichzeitig unglaublich von sich selbst überzeugt ist, aber da sich das Muster mehrfach wiederholt, lässt die Wirkung einfach schneller nach.
Ebenfalls ermüdend und einfach anstrengend zu lesen, finde ich Emmas Vater, der so übertrieben vorsichtig und pessimistisch ist, dass auch das irgendwann nicht mehr so richtig amüsant wirkt.
„Emma“ ist für mich wohl auch das Werk Jane Austens mit den meisten Längen und obwohl ich auch hier ihren spitzen Schreibstil und ihre Beobachtungsgabe sehr schätze, kommt es für mich nach vielen Wiederholungen nicht an ihre anderen Werke heran.Auch für Emmas eigene Liebesgeschichte kann ich mich mittlerweile nicht mehr so richtig begeistern. Beim ersten Lesen wird man vielleicht noch mitgerissen von den Verwicklungen und erkennt ebenso wie Emma erst spät, wer der eigentliche und einzige Kandidat für Emmas Herz sein kann, aber wenn ich heute lese, dass der immerhin wohl 17 Jahre ältere Knightley zugibt, dass er im Grunde schon seit Emmas dreizehntem (!) Lebensjahr in sie verliebt sei - auch, wenn er das natürlich erst viel später erkannt hat -, finde ich das eher befremdlich, obwohl ich schon sehr schätze, wie die beiden miteinander umgehen und sich gegenseitig ergänzen. Ich kann nur einfach nicht mehr so mitfiebern wie ich es vielleicht beim ersten Lesen (und selber deutlich jünger) getan habe.
Fazit: „Emma“ ist zwar von Jane Austens spitze Feder und guter Beobachtungsgabe geprägt und auch der Humor kommt nicht zu kurz, für mich gibt es aber einige Wiederholungen zu viel, die dem Humor abträglich sind. Vor allem aber kann ich mit der Protagonistin einfach nicht (mehr) so richtig mitfiebern wie mit anderen von Jane Austen geschaffenen. (3,5 Sterne)
- Stefan Bollmann
Frauen und Bücher
(82)Aktuelle Rezension von: UlenfluchtFrauen lesen etwas anderes als Männer. Pi mal Daumen kann dem jeder zustimmen, der mal eine Buchhandlung besucht hat. Dass Frauen aber auch anders lesen, ist jedoch der Mehrheit nicht klar gewesen. An dieser Stelle setzt das Buch an. Es ist eine Kulturgeschichte des weiblichen Lesens und dabei nicht nur leicht zu lesen, sondern anschaulich, erhellend und äußerst vergnüglich.
Der Autor führt den Leser/die Leserin (es ist zu hoffen, dass dieses Buch auch Männer lesen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, Frauen zu verstehen) durch fast 300 Jahre Geschichte und greift dabei die großen Errungenschaften und Werke heraus, die seines Erachtens weibliches Lesen geprägt haben. Ein Anspruch auf Vollständigkeit kann nicht bestehen. Wir erfahren vom Aufstieg des Romans, der vermeintlichen weiblichsten aller Textarten, und bekommen den Weg von der Leserin (18. Jhr) zur Schriftstellerin (Jane Austen) und schließlich zur Literatin (Susan Sonntag) und Verlegerin (Sylvia Beach) vor Augen geführt.
Die große Stärke des Buchs ist es, die Geschichten der Akteurinnen selber sprechen zu lassen. Durch deren Leben scheint die Bedeutung des Lesens durch und ermöglicht Identifikation. Gleichzeitig wird das Neue herausgestellt und mit großer Eloquenz seitens des Autors eingeordnet. Einige, wenige Schwachstellen zeigen sich dort, wo eben jene Geschichten ein wenig lang sind, wie jene Klopstocks, und dort, wo sie nur angedeutet sind, wie die von Marilyn Monroe. Hier wünscht man sich mehr Augenmaß.
Dieses Buch ist trotzdem ein unverzichtbares Muss für Leser, Leserinnen, Kulturinteressierte, Historiker, Literaturwissenschaftler, Leseratten… also für alle.
- Alexandra Pilz
Verliebt in Hollyhill
(244)Aktuelle Rezension von: Buechergarten》INHALT:
Schneller als gedacht verschlägt es Emiliy zurück nach Hollyhill! Doch trotz all ihrer gemeinsamen Erlebnisse in den schrillen 80er Jahren will Matt scheinbar nichts mehr von ihr wissen. Doch bevor Emily herausfinden kann, was mit ihm los ist wird Hollyhill erneut durch die Zeit katapultiert und landet im Jahr 1811! Für Emily einige Sekunden lang ein reiner Jane Austen-Traum, bis wie aus dem Nichts eine Kutsche, inklusive bewusstloser junger Dame, nach Hollyhill rattert. Die Suche nach Antworten führt zu einem abgelegenen Herrenhaus, düsteren Geheimnissen und dramatischen Auswirkungen auf Emilys Zukunft…
》EIGENE MEINUNG:
Auch hier sticht das Cover wieder an der Menge aus Jugendbüchern heraus: Knallig blau, mit feinen Illustrationen, passend zum Inhalt – ich bin begeistert! Dazu ist es absolut stimmig zum Vorgänger- und Nachfolge-Band der Trilogie:
1. Zurück nach Hollyhill
2. Verliebt in Hollyhill
3. Für immer Hollyhill
Der Schreibstil ist wieder flüssig zu lesen, beschreibt Umgebung, Zeit, Charaktere und Geschehen wunder- und stimmungsvoll. Die Geschichte startet nahtlos zum letzten Teil und damit – für mich erstaunlicherweise – noch vor Emilys Abreise nach München!
Schnell gibt es ein Wiedersehen mit bekannten und liebgewonnenen Charakteren sowie ein Kennenlernen mit neuen Protagonisten. Hinzu kommen eine Menge an Intrigen und Geheimnissen sowie ein spannenden Fall in der Vergangenheit. Dabei handelt es sich bei „Verliebt in Hollyhill“ zwar immer noch um ein Jugendbuch, aber auch schwerere Themen, Entscheidungen und Gedanken werden behandelt. Emily lernt mehr über Hollyhill, die Gaben ihrer Mitreisenden und was Zeitreisen kosten kann…
Emily konnte mich dabei mit der Klarheit ihrer Gedanken, moralischen Grundsätze, ihrem Vertrauen und ihren Entscheidungen für sich gewinnen. In die sie umgebenden Protagonisten hätte ich oft gerne noch mehr Einblick gewonnen. Die Zeit war sehr düster und wenig Platz für Humor. Dafür gab es zum Glück den ein oder anderen Moment mit schönen Gefühlen, Liebe, Vertrauen und Nähe, zur Auflockerung.
》FAZIT:
Kurzweiliger, unterhaltsamer 2. Teil der Trilogie, mit tieferen Einblicken in die Welt von Hollyhill, Intrigen, Geheimnissen, Krimi-Part und einer stringenten Emily.
- Kira Licht
A Spark of Time - Ein Date mit Mr Darcy
(186)Aktuelle Rezension von: sarah_booksanddreamsNach der Zeitreise auf die Titanic und dem darauffolgenden Ende von Band 1, war ich gespannt, wie die Geschichte um Lilly, ihren Vater und Damien weitergeht.
Der zweite Band knüpft unmittelbar an den ersten an.
Zunächst ist es der Story auch direkt gelungen mich wieder mitzureißen.
Die Situation zwischen Lilly und Damien ist deutlich angespannt.
In Lillys Innerem ringen Herz und Vernunft miteinander.
Und die Machenschaften von Damiens Vater sorgen für zusätzlichen Druck – denn, um ihrem Vater das Leben zu retten, ist Lilly gezwungen mit Damien in die Zeit von Jane Austen zu reisen.
Zugegeben, mit Jane Austen und der Regency-Ära kann ich persönlich wenig anfangen, aber auf die Reise war ich dennoch gespannt.
Leider fand ich die Handlung rund um diese Zeitreise aber sehr ausschweifend und zu langatmig.
Meiner Meinung nach, ist da, bis auf die Wiederannäherung von Lilly und Damien, kaum nennenswertes oder wichtiges für den Fortlauf der Handlung passiert.
Und selbst diese Wiederannäherung hat mich hier kaum überzeugt, weil sie dann doch sehr schnell kam.
Da hätte ich lieber doch noch mehr von Jane und ihrem Mr. Darcy gelesen.
Kaum zurück aus der Zeit von Jane Austen, stand dann auch schon die nächste Zeitreise für Lilly und Damien an, die so völlig im Kontrast zu der bisherigen Handlung stand.
Plötzlich war alles sehr actionreich und turbulent.
Obwohl der zweite Band ursprünglich das Ende von Lillys und Damiens Geschichte darstellte, wirken die letzten 150 Seiten doch recht gedrungen und fernab der bisherigen Handlung in diesem Buch.
Es ist ein Ende, übereilt und vielleicht nicht sonderlich zufriedenstellend, aber so, dass ich die Geschichte von Lilly und Damien trotz der noch folgenden zwei Bände für mich hier beenden werde / kann.
Der zweite Band hat mich eher mäßig unterhalten, es war sehr langatmig, und zum Ende hin sehr gedrungen.
3 Sterne
- Alexandra Potter
Ein Mann wie Mr. Darcy
(266)Aktuelle Rezension von: WoerterkatzeKlappentext:
Emily hat die Nase voll von Männern, die entweder inakzeptabel sind, Angst vor Beziehungen haben oder noch bei Mama wohnen. Dabei will sie doch nur einen netten, gut aussehenden Mann mit Charme und Manieren. Ist da denn so schwer zu finden? Im wahren Leben anscheinend schon. In der Phantasie jedoch hat Emily ihren Traummann längst gefunden: Mr. Darcy aus Jane Austens Roman „Stolz und Vorurteil“.Inhalt:
Die New Yorkerin Emily ist ein hoffnungsloser Fall was Beziehungen angeht. Immer wieder trifft sie den falschen Mann, keiner ist wie ihr Traummann Mr. Darcy. Emily arbeitet in einer Buchhandlung und ihre Angestellte und Freundin Stella möchte sie über Weihnachten mit nach Mexiko nehmen. Aber da möchte Emily nicht mit und um dies nicht deutlich sagen zu müssen, sagt sie, dass sie schon eine Reise gebucht hat. Und da sie nun Nägel mit Köpfen machen muss, bucht sie eine Literaturreise nach England – genauer eine Jane Austen Literaturreise. Einmal in England angekommen, stellt sie fest, dass nur ältere Damen ihre Begleiterinnen sind und ein unmöglicher Londoner Journalist, der einen Artikel über Mr. Darcy den Romanhelden von Jane Austen schreiben soll und dafür die Damen befragen soll. Dieser Journalist ist Emily direkt unsympathisch und so nimmt die Geschichte a la Stolz und Vorurteil seinen Lauf.Meinung:
Alexandra Potter hat einen sehr locker, flockigen Roman in Anlehnung an Stolz und Vorurteil geschrieben. Wer vorher nicht das Original gelesen hat, für den birgte dieses Buch viel neues. Den Kennern von Stolz und Vorurteil sind im Zweifelsfalle sehr schnell die Parallelen aufgefallen. Aber Alexandra Potter hat sich etwas einfallen gelassen, sie hat immer wieder Begegnungen von Emily mit der Romanfigur von Jane Austen, Mr. Darcy, eingebunden. Mir hat das Buch trotz der Kenntnis von Stolz und Vorurteil sehr gut gefallen. Man taucht einfach in eine andere Welt ein und vergisst die Zeit um sich herum. - Karen Joy Fowler
Der Jane Austen Club
(198)Aktuelle Rezension von: PrinzesschnEin Buchclub, um alle Romane von Jane Austen vorzustellen und zu diskutieren war die Prämisse von fünf Frauen und einem Mann. Doch in den Treffen geht es nicht nur um Jane Austen, sondern vielmehr um die eigenen Wünsche, Sehnsüchte und Erfahrungen der Teilnehmenden. Es werden Ehen getestet, Annäherungen vollführt, zarte Bande geknüpft und Tragödien gemeinsam gemeistert. Und auch für die Liebe findet sich natürlich ein wenig Raum.
Eigentlich hätte das Buch komplett meins sein müssen. Ich liebe Buchclubs genauso sehr wie Jane Austen und hatte mich total gefreut, ein paar Gedanken und Aspekte zu den einzelnen Geschichten zu erfahren. Auch wenn ich nicht mehr alle Plots und Ereignisse im Kopf hatte, wurde meinem Gedächtnis auf die Sprünge geholfen, sodass ich den Diskussionsrunden gut folgen konnte.
Leider wurd ich mit dem Schreibstil nicht wirklich warm. Er kam mir zu artifiziell und dadurch gewollt vor, dass ich mich teilweise gar nicht richtig auf die Handlung konzentrieren konnte, sondern an einzelnen Formulierungen hängenblieb. Auch die Atmosphäre, die ich eigentlich bei einem Buchclub über die Austen-Bücher erwartet hätte, kam bie mir leider gar nicht an.
An sich fand ich es eine tolle Idee, nicht nur die Bücher in einzelne Kapitel zu packen, sondern auch die Charaktere. Aber gefühlt gab es so viele Informationen zu den einzelnen Charakteren, dass es mir alles sehr gehetzt vorkam und ich am Ende dann doch keine tieferen Einblicke bekommen habe und die Charaktere somit blass geblieben sind. Es hätte dem Buch wahrscheinlich gut getan, sich auf eine oder zwei Figuren zu beschränken, in diese aber tiefer einzutauchen, sodass man Sympathien aufbauen und Bande knüpfen hätte können.Ein Buch, das so viel Potenzial hatte, mich aber dennoch leider nicht wirklich erreichen konnte. Sehr schade. Nichtsdestotrotz hat mir der Anhang mit den Verweisen zu den Originalwerken und so weiter sehr gefallen.























