Bücher mit dem Tag "japanisch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "japanisch" gekennzeichnet haben.

25 Bücher

  1. Cover des Buches City of Ashes (ISBN: 9783442486830)
    Cassandra Clare

    City of Ashes

    (4.928)
    Aktuelle Rezension von: suma

    In diesem Band gab es nicht ganz so viele Enthüllungen wie im ersten. 

    Dafür lag der Fokus hier ein bisschen mehr auf den Charaktere, die mir dadurch mehr ans Herz gewachsen sind. 

    Der Schreibstil war auch wieder sehr angenehm und vor allem das Ende war sehr spannend. Der Schluss kündigt ein episches Finale der ursprünglichen Trilogie an.

  2. Cover des Buches Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki (ISBN: 9783442715152)
    Haruki Murakami

    Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

    (653)
    Aktuelle Rezension von: Lia48

    (C. N.: u. a. Sui*idgedanken, Tod, Se*uelle Gewalt, evtl. Depression) 

    ----
    💬 „Warum Bahnhöfe ihn in solche Begeisterung versetzten, konnte er niemandem erklären. Und selbst wenn, hätte man ihn ohnehin nur für ein sehr seltsames Kind gehalten. Mitunter fand Tsukuru ja sogar selbst, dass mit ihm einiges nicht stimmte.“

    💬 „Wie Wind wehte, wie Wasser rauschte, wie Licht durch die Wolken fiel, ja sogar die Farben der jahreszeitlichen Blumen - alles war anders als früher.“ 

    ----
    📖 KLAPPENTEXT:
    „Der junge Tsukuru Tazaki ist Teil einer Clique von fünf Freunden, deren Mitglieder alle eine Farbe im Namen tragen. Nur Tsukuru fällt aus dem Rahmen und empfindet sich – auch im übertragenen Sinne – als farblos, denn anders als seine Freunde hat er keine besonderen Eigenheiten oder Vorlieben, ausgenommen vielleicht ein vages Interesse für Bahnhöfe. Als er nach der Oberschule die gemeinsame Heimatstadt Nagoya verlässt, um in Tokio zu studieren, tut dies der Freundschaft keinen Abbruch. Zumindest nicht bis zu jenem Sommertag, an dem Tsukuru voller Vorfreude auf die Ferien nach Nagoya zurückkehrt – und herausfindet, dass seine Freunde ihn plötzlich und unerklärlicherweise schneiden. Erfolglos versucht er wieder und wieder, sie zu erreichen, bis er schließlich einen Anruf erhält: Tsukuru solle sich in Zukunft von ihnen fernhalten, lautet die Botschaft, er wisse schon, warum. Verzweifelt kehrt Tsukuru nach Tokio zurück, wo er ein halbes Jahr am Rande des Selbstmo*ds verbringt.

    Viele Jahre später offenbart sich der inzwischen 36-jährige Tsukuru seiner neuen Freundin Sara, die nicht glauben kann, dass er nie versucht hat, der Geschichte auf den Grund zu gehen. Von ihr ermutigt, macht Tsukuru sich auf, um sich den Dämonen seiner Vergangenheit zu stellen.“ 


    💬 „Du kannst deine Geschichte weder auslöschen noch rückgängig machen. Denn damit würdest du zugleich dein inneres Wesen tö*en.“ 

    ----
    📝 KURZMEINUNG: 
    Diese Geschichte besitzt eine schöne philosophische und leicht spirituelle Note. Sie spielt manchmal mit den Übergängen von Traum, Realität und anderen Bewusstseinsebenen und hat ein paar wenige skurrile Elemente.
    Nicht immer wusste ich alles einzuordnen, was jedoch absolut nicht auf die Spitze getrieben wurde und so tatsächlich seinen eigenen Reiz für mich hatte.
    In kürzester Zeit bin ich durch das Buch geflogen.
    Auch vom Schreibstil her mochte ich es wirklich gerne, zudem hat mir die Grundidee gefallen.
    Die Bettgeschichten und nächtlichen Träume des Protagonisten hätte ich in seinen Details nicht benötigt. Und dass er Letztere mit einer Vergewa*tigung vergleicht, fand ich moralisch etwas fragwürdig. 

    Nach meiner ersten Lektüre von Murakami kann ich nun erahnen, welche Anziehung sein Schreiben für viele Lesende ausstrahlt. Ob all seine Geschichten etwas für mich sind, kann ich noch nicht sagen. Aber zum überwiegenden Teil hat er mich hier erreicht, wenn auch nicht auf allen Ebenen. 

    Der farblose Schmetterling unter dem bunten Schutzumschlag bei meiner Hardcover-Ausgabe finde ich übrigens eine wirklich schöne Idee und passt gut zum Inhalt.

    Auf meinem SuB warten nun noch „Wenn der Wind singt / Pinball 1973“ und die beiden Bücher von „Die Ermordung des Commendatore“ von Murakami auf mich. Ich bin gespannt!

    Für die hiesige Lektüre gibt es von mir 3,5/5 Sterne!

  3. Cover des Buches Fettnäpfchenführer Japan (ISBN: 9783734332463)
    Kerstin Fels

    Fettnäpfchenführer Japan

    (49)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    Zusammenfassung/Klappentext:

    Dieser Ratgeber nimmt den Leser mit auf eine humorvolle Reise ins Land der aufgehenden Sonne. Dabei begleiten wir Egon Hoffmann, der aus beruflichen Gründen nach Japan reist - und dabei mit Anlauf in jedes nur denkbare Fettnäpfchen springt. Natürlich aus Versehen. Durch seine Missgeschicke werden kulturelle Stolperfallen anschaulich dargestellt. Am Ende jedes Kapitels gibt es hilfreiche Erklärungen und praktische Tipps.

    Meinung:

    Dieser etwas andere Reiseführer ist nicht nur lehrreich, sondern auch höchst unterhaltsam. Die kulturellen Unterschiede werden auf humorvolle Weise wiedergegeben, ohne dabei ins Lächerliche abzudriften. 

    Japan unterscheidet sich in vielen Bereichen stark von westlichen Kulturen – und genau diese Unterschiede werden anhand des fiktiven Protagonisten Egon Hoffmanns eindrucksvoll dargestellt. Der tollpatschige Protagonist zeigt auf amüsante Weise, wie schwierig es ist, sich ohne Fehler in der japanischen Gesellschaft zu bewegen – sei es bei der Begrüßung, im Restaurant oder bei der Geschenkübergabe. 

    Die Kapitel sind kurzweilig, unterhaltsam und bieten hilfreiche Tipps. Die komplexen gesellschaftlichen Regeln werden auf zugängliche Weise erklärt. Dadurch bekommt der Leser nicht nur wertvolle Einblicke in die japanische Kultur, sondern lernt auch, wie man sich als Besucher respektvoll verhält.

    Natürlich ist Egon Hoffmanns Verhalten völlig überzeichnet – er tritt wirklich in jedes erdenkliche Fettnäpfchen. Das empfand ich persönlich aber nicht als störend, sondern als gelungenes Stilmittel, um Japan humorvoll näherzubringen. Allerdings wiederholen sich einige Missgeschicke im Verlauf der Geschichte, was den Lesefluss gelegentlich etwas trübt. 

    Fazit:

    Ein unterhaltsames und lehrreiches Buch, das auf humorvolle Weise wertvolle Einblicke in Japans kulturelle Eigenheiten gibt. Auch wenn einige Szenen überzeichnet sind und sich manche Fettnäpfchen wiederholen, überzeugt das Buch mit seinen Erläuterungen und praktischen Tipps.

    Wer auf charmante Weise lernen möchte, wie man sich in Japan nicht blamiert, wird hier bestens unterhalten und gut vorbereitet.

  4. Cover des Buches Geständnisse (ISBN: 9783328102915)
    Kanae Minato

    Geständnisse

    (284)
    Aktuelle Rezension von: FairyFlower
    „Außergewöhnliche Menschen haben das Recht, der althergebrachten Moral zuwiderzuhandeln, um etwas Neues in die Welt zu setzen.“  (Dostojewski, Schuld und Sühne)

    „Geständnisse“ ist ein Roman der japanischen Autorin Kanae Minato, welcher 2008 und unter dem Originaltitel „Kohaku“ erschien. Die deutsche Ausgabe orientiert sich an der englischsprachigen Fassung und erschien ebenfalls 2008 im C. Bertelsmann Verlag. Auf 272 Seiten begleitet man die Personen, die in den Mordfall der kleinen Manami verwickelt sind. Der Roman sprach mich sofort an, da ich den nüchternen Schreibstil innerhalb der japanischen Literatur sehr zu schätzen weiß. Außerdem hat mich die rechtliche Bewertung des Falles aus japanischer Sicht interessiert. 

    Yūko Moriguchi ist eine alleinerziehende Frau und gleichzeitig Lehrerin an einer japanischen Mittelschule. Eines Tages ertrinkt ihre Tochter Manami. Zunächst gehen alle von einem Unfall aus. Einige Wochen später kündigt Moriguchi jedoch ihren Job und macht ihrer Klasse ein folgenschweres Geständnis…

    Die Geschichte ist in sechs Kapitel unterteilt. Erzählt wird sie in Form von Monologen. So folgt man Moriguchi, der Klassenkameradin von Person A und B, der Mutter von Person B, dem B und dem A selbst. Die Monologe sind dabei immer wieder anders verpackt. So wird eine Rede gehalten, es findet ein Telefongespräch statt, es gibt Tagebucheinträge, Blogeinträge oder sogar einen Literaturbeitrag für einen Wettbewerb. Die unterschiedlichen Perspektiven der Ich-Erzähler führen dazu, dass die Handlung mehrmals wiederholt und mit Details gefüllt wird. Gleichzeitig folgt man keinem Charakter lang genug, um eine emotionale Verbindung zu ihm aufzubauen. 

    Moriguchi ist eine liebevolle Mutter und übt den Beruf der Lehrerin mit vollem Einsatz aus. Sie bemüht sich um einen respektvollen Umgang mit den Schülern, ohne die Distanz zu verlieren. Als ihre Tochter stirbt, ist sie zerrissen zwischen ihrem Wunsch nach Rache einerseits und ihrer Aufgabe als Lehrerin andererseits, den Schülern eine sinnvolle Lektion für ihr späteres Leben mitzugeben. Moriguchi hält die Jugendlichen, die ein Gewaltverbrechen begehen, für Narzissten, denen man die Schwere ihrer Verbrechen klarmachen muss, aber keine Bühne geben darf. Aus dem genannten Grund betitelt sie die, nach ihrer Ansicht, für den Tod Verantwortlichen nur mit Person A und Person B. 

    Person A entspricht ganz der Vorstellung eines Musterschülers. Er wächst in einem Elternhaus auf, in dem ihm die Liebe und Zuneigung fehlt, um die er später verzweifelt kämpft. Person A brüstet sich mit seiner Intelligenz und handelt empathielos und berechnend, um seine Ziele zu erreichen. Dabei verschließt er die Augen vor der Realität und kann auch keine Kritik annehmen. Person A manipuliert Person B. 

    Über lange Strecken des Romans ist Person B das typische Opfer. Er findet keinen Anschluss in der Schule, passt nicht in die japanische Leistungsgesellschaft und ist ein Muttersöhnchen. Was Person A an Liebe fehlt, hat Person B zu viel. Trotzdem entwickelt er eine tiefe innere Wut. Er ist fast unsichtbar in seiner Mittelmäßigkeit. Person A sieht seinen Wunsch nach Anerkennung und manipuliert dies für seine Zwecke. Doch er rechnet nicht damit, dass sich Person B mit einer folgenschweren Tat aus der Mittelmäßigkeit herauskatapultieren wird. 

    An dem Roman hat mir besonders die abwechslungsreiche Erzählperspektive gefallen. Sie erhält die Sachlichkeit und nimmt die Spannung aus der Geschichte. Daraus entsteht eine sehr neutrale Erzählweise. Innerhalb des Buches findet keine moralische Beeinflussung statt. Es werden lediglich Denkimpulse gegeben, während die Geschehnisse für sich sprechen. Die Handelnden sind weder gut noch schlecht. 

    Da man sich innerhalb von Japan bewegt, enthält der Roman viele Informationen über die japanische Kultur. Es wird über den Umgang mit Andersartigkeit gesprochen, insbesondere in Bezug auf Krankheiten wie Aids oder die Stellung der Frau im Berufsleben (oder noch schlimmer: einer alleinerziehenden Frau). Der Anpassungsdruck, welcher schon in den jüngsten Jahren beginnt, begleitet den Lesenden die ganze Zeit. Auch Schul- und Rechtssystem werden unter den kritischen Blick der unterschiedlichen Protagonisten genommen.

    Gefallen hat mir außerdem, wie hier das Prinzip des Schmetterlingseffekts zum Tragen kam. Es wird eine Handlung in Gang gesetzt, deren Folgen nicht abschätzbar sind. So steigert sich das Leid durch die Rache mehr und mehr und teilt sich zwischen vielen Leuten auf, die mit in den Abgrund gerissen werden. Dies wird besonders am Ende klar. Moriguchi reflektiert ihre selbst in Gang gesetzte Handlung und korrigiert sie dahingehend, dass sie keinen Schaden mehr anrichten kann. 

    Der einzige Kritikpunkt ist für mich, dass die Übersetzung an einigen Stellen etwas holprig wirkt. Diese beruht auf der englischen Fassung und nicht auf dem Original - wahrscheinlich ist einiges verloren gegangen. 

    Ich würde diesen Roman denjenigen Lesenden empfehlen, die sich bereits innerhalb der japanischen Literatur etwas auskennen und mit dem sachlichen Erzählstil gut klarkommen. Auch die gewählte Form der Monologe muss man mögen. Ansonsten ist der Roman für diejenigen besonders geeignet, die Geschichten mit unerwarteten Verläufen mögen. Ich gebe 4,5/5 Sterne und runde hier auf 5 Sterne auf. 

  5. Cover des Buches Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden (ISBN: 9783570103357)
    Genki Kawamura

    Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

    (217)
    Aktuelle Rezension von: bookish_jessi

    „Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“ von Genki Kawamura ist ein tiefgründiges, berührendes und zugleich humorvolles Buch, das den Leser auf eine philosophische Reise mitnimmt. Der Autor schafft es meisterhaft, tiefgreifende Fragen über das Leben, den Tod und den Sinn des Daseins auf eine zugängliche und einfühlsame Weise zu behandeln. Die Geschichte folgt einem Mann, der in seiner letzten Phase des Lebens auf unerwartete Weise mit seiner eigenen Endlichkeit konfrontiert wird. Die Entscheidung, dass etwas in der Welt verschwinden muss, damit er mehr Zeit hat, stellt sich als eine faszinierende, aber auch sehr emotionale Metapher für die Dinge, die wir oft als selbstverständlich betrachten.


    Besonders beeindruckend ist die Art und Weise, wie Kawamura den Leser sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken anregt. Die Katze, die als eine der entscheidenden „Verschwindenden“ vorgestellt wird, spielt nicht nur eine symbolische Rolle, sondern steht auch für die Dinge, die uns lieb und wichtig sind, selbst wenn wir sie manchmal für selbstverständlich halten.


    Der Schreibstil ist schlicht und klar, aber voller Wärme und subtiler Weisheit. „Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“ ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie Literatur dazu in der Lage ist, komplexe Emotionen und existenzielle Themen auf eine ansprechende und gleichzeitig tief berührende Weise zu behandeln.


    Insgesamt ist dieses Buch eine Einladung, über das Leben nachzudenken, die schönen und schmerzhaften Momente zu schätzen und vor allem, die Dinge, die uns wirklich am Herzen liegen, nicht als selbstverständlich zu betrachten. Ein echtes Leseerlebnis, das noch lange nachhallt.

  6. Cover des Buches Für immer und Sushi? (ISBN: 9783945298701)
    Fiona Kawazoe

    Für immer und Sushi?

    (64)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Japan kenne ich bisher nur aus den Medien. Bereisen konnte ich es noch nicht, weder physisch und literarisch. Daher ist der Schauplatz Japans für mich eine komplett neue Umgebung und Erfahrung. Im Roman „Für immer und Sushi?“ von Fiona Kawazoe geht es um die Protagonistin Vanessa, deren Leben in Deutschland etwas aus der Bahn geworfen wurde. Und Knall auf Fall findet sie sich in Japan wieder und beginnt dort, nach und nach ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Und das gelingt ihr außerordentlich gut. Bis hin zum Zweifel, ob sie wirklich wieder nach Deutschland zurück möchte. Wobei ihr die Liebe zusätzlich dazwischenkommt. Der Leser kann die Entwicklung Vanessas vom schüchternen, leicht depressiven Mädchen bis zu einer jungen, selbstbewussten Frau regelrecht spüren. Manches Mal möchte man sie ein klein wenig anschubsen, damit sie endlich in die Gänge kommt. Zumindest ist es mir so ergangen. Aber ich bin ja auch eine ungeduldige Person. „Für immer und Sushi?“ ist eine Geschichte von der Selbstfindung, der Selbstbehauptung und – dem für mich wichtigsten Punkt – der tiefen Freundschaft. Und das aus tiefer Freundschaft und grenzenlosem Vertrauen auch Liebe werden kann, mit all ihren Stolpersteinen, erfahren wir Leser durch Fiona Kawazoe in ihrem Roman „Für immer und Sushi?“ auf liebevolle Art und Weise. Und wer weiß, vielleicht steckt ja hier und da auch etwas Autobiografisches der Autorin zwischen den Zeilen.

  7. Cover des Buches Shutter Island (ISBN: 9783257243352)
    Dennis Lehane

    Shutter Island

    (287)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Zwei Marshalls kommen nach Shutter Island. Hier soll eine Gefangene Kindsmörderin entflohen sein. Die Insel hat drei große Trakte, wo die psychisch Kranken untergebracht sind. Die Marshalls suchen nach Wahrheit und Hintergründen und alles ist irgendwie seltsam hier. Edward hat immer wieder Alpträume von früher. Seine tote Frau taucht auf und seine Vergangenheit beim Einsatz in den Konzentrationslagern. Er schreckt dann immer aus dem Schlaf auf und irgendwas scheint hier vor sich zu gehen auf der Insel, denn es verschwimmt alles vor seinen Augen und in seinem Kopf und die Migräne wird schlimmer. Aber dann steht Edward vor einem Mann aus seiner Vergangenheit und kommt ins straucheln. Was ist wahr? Wer lügt? Wo gehört er wirklich hin? Der Roman von Dennis Lehane ist eine Wucht und überrascht immer wieder. Die vielen Wendungen, das Legen von Fährten und das eröffnen von sogenannten Wahrheiten, bringt uns Leser auch fast um den Verstand. Es ist wie ein Sog und man kommt von der Insel einfach nicht mehr runter.


  8. Cover des Buches Von Beruf Schriftsteller (ISBN: 9783442716975)
    Haruki Murakami

    Von Beruf Schriftsteller

    (61)
    Aktuelle Rezension von: patriciahorn

    Haruki Murakamis Werk hat mich sehr beeinflusst - das Abgleiten ins märchenhaft Surreale, der Trott des Alltags. Was mich "Von Beruf Schriftsteller" gelehrt hat, ist den Geschichten, die meinem Herzen entspringen, ungeachtet von Trends und Markt, zu vertrauen, denn wenn es mir nichts bedeutet, weil ich mich in ein Korsett zwänge, wie soll es dann andere berühren?

    Murakami entdeckte seinen Stil, indem er auf Englisch schrieb und den Text auf Japanisch zurückübersetzte. Eine ungewöhnliche Herangehensweise in der traditionsbewussten japanischen Buchwelt. Er schrieb nachts, nach getaner Arbeit müde geworden, am Küchentisch. „Wenn der Wind singt" gewann sogleich einen Preis. Dies zeigt, dass das Dasein eines Autors ein gewisses Selbstvertrauen bedarf, Beharrlichkeit und in seinem Fall den Mut, Neues zu wagen. 

    Das Buch ist keinesfalls eine Autobiografie. Der Leser bekommt Einblicke in seinen Schriftstelleralltag, ohne dass der zurückgezogene Autor belehrt, es ihm gleich zutun. Er erzählt von seiner Karriere, ohne Skandale und mit Bescheidenheit. Und ich gönne ihm die Privatsphäre. Murakami gibt uns mit seinen Geschichten, die mit viel Fleiß und Disziplin sowie einer gehörigen Portion Fantasie entstehen, genug. 

    Zum Ausgleich treibt Murakami eine Menge Sport und ernährt sich gesund. Nach dem Motto: ein fitter Körper ist das Gefäß eines fitten Geistes. Durchaus etwas, das man sich zum Vorbild nehmen kann. 

    Disziplin sei laut Murakami der Schlüssel zum Erfolg. Auf diese Weise könne jeder von Beruf Schriftsteller sein.




  9. Cover des Buches Der Klang der Wälder (ISBN: 9783458682172)
    Natsu Miyashita

    Der Klang der Wälder

    (123)
    Aktuelle Rezension von: A-Basan

    "Der Klang der Wälder" ist ein Buch über das Klavierstimmen. Tomura, ein einfacher, junger Mann aus einem abgelegenen Bergdorf, hört zufällig einem Klavierstimmer bei der Arbeit zu. Dieses Erlebnis verändert sein ganzes Leben. Für ihn ist der Klang des Klaviers eng mit den heimischen Wäldern verbunden und wird für ihn zu einem synästhetischen, überwältigendem Ereignis. Fortan widmet er sich nur noch dem Klavierstimmen, hat aber immer die Befürchtung, dass seine Arbeit nicht gut genug ist.

    Diese Geschichte kommt ohne eine Nebenhandlung aus. Interessanterweise wird das Buch trotz seines monothematischen Bezugs nie langweilig. Wer gern actionlastig liest, wird hier natürlich nicht auf seine Kosten kommen. Aber für Liebhaber der leisen, nachdenklichen Töne mit einem Faible für klassische Musik, ist dieser Roman perfekt.


  10. Cover des Buches Das Dorf der acht Gräber (ISBN: 9783746642352)
    Seishi Yokomizo

    Das Dorf der acht Gräber

    (86)
    Aktuelle Rezension von: tameelius

    Der junge Tatsuya Terada wird von seiner Familiengeschichte eingeholt und muss, mit Hilfe des Privatdetektivs Kosuke Kindaichi einige Rätsel lösen um durch die tragische und weitreichende Familiengeschichte zu durchblicken. 


    Die Figuren sind dabei alle sehr klar beschrieben, man hat keine Schwierigkeiten sie als eigenständige Menschen zu verstehen und die verwobene Struktur der Dorfbewohner zu verstehen. 


    Das Buch liest sich sehr leicht ohne dabei zu flach zu sein. Ein klasse Buch um damit in den Park zu gehen und in eine Ferne zu reisen. 


    Für Menschen, denen am Anfang noch zu wenig passiert, kann man sagen: Es lohnt sich dran zu bleiben, die Geschwindigkeit der Geschichte nimmt plötzlich rasant zu und es fällt noch schwer das Buch dann zur Seite zu legen. 

  11. Cover des Buches One Shot Love (BitterSweets) (ISBN: 9783646601527)
    Trisha Brown

    One Shot Love (BitterSweets)

    (32)
    Aktuelle Rezension von: Blutmaedchen

    Liebe auf Japanisch, dachte ich mir, als ich Patricia Rab's "One Shot Love" Kurzgeschichte gefunden habe. Ich habe noch nie ein Liebesgeschichte gelesen, in der Japan und Deutschland kombiniert wurde, umso neugieriger war ich.

    Hanna ist ziemlich schlecht gelaunt. Eigentlich will sie den Sommer mit ihren Freundinnen verbringen, bevor sie in die elfte Klasse kommt und sich von den meisten verabschieden muss, doch ihr Vater schleppt sie mit zu seiner Geschäftsreise nach Japan. Hanna ist schon öfter in Japan gewesen, aber wieso ausgerechnet in diesem Sommer?
    Doch dann findet sie die besten Tage ihres Lebens in den Armen des jungen Koichi, dem Sohn vom Geschäftspartner ihres Vaters, der sie einfach anspricht und sich während ihres Aufenthaltes um sie kümmern soll. Er führt sie rum, zeigt ihr Japan von einer völlig neuen Seite und verletzt eine ganz besondere Regel: Rühr Hanna nicht an!
    Auch Hanna pfeift auf Regeln, was für bestimmte Konsequenzen sorgt...

    "One Shot Love" ist eine süße Liebesgeschichte, die sich nicht langsam anbahnt, sondern sofort einschlägt wie eine Bombe. Sprachprobleme und verschiedene Kulturen sind keine Hindernisse, sorgen aber für die nötige Unterhaltung. Mal spannend und witzig, mal selbstaufziehend und veralbernd erleben Hanna und Koichi eine tolle gemeinsame Zeit, die man als Leser sehr intensiv miterleben darf.

    Rabs hat einen fesselnden und einfühlsamen Schreibstil, mit dem ich mich sehr wohl gefühlt habe und auch die beiden Protagonisten sind sympathisch, haben ihre Macken und reizen ihre Grenzen aus. Sie erleben in kürzester Zeit so viele intensive Momente, die voller Romantik stecken und zum Glück nicht kitschig werden.

    Mich hat diese Kurzgeschichte sehr unterhalten und eine japanische Welt geöffnet, die auch ohne Manga und Anime großes verspricht. Es muss nicht immer um Klischees gehen - das beweist die Autorin hier auf wundervolle Weise! Lest diese Kurzgeschichte und taucht ein in eine japanische Welt, die große Entdeckerlust bereitet.
    Es gibt sogar ein paar süße Illustrationen, die die Geschichte ein wenig aufpeppen ;) Also holt es Euch und lest es!

  12. Cover des Buches Sendbo-o-te (ISBN: 9783887696887)
    Yoko Tawada

    Sendbo-o-te

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Man muss sich darauf vorbereiten eine andere Welt zu betreten, wenn man dieses Buch aufschlägt.
    Yoshiro ist der Urgroßvater von Mumey und kümmert sich mit jeder Lebensfaser um den Jungen. Sie leben in einem veränderten Japan, das seine Grenzen geschlossen hat und keinen Kontakt mehr zur Außenwelt pflegt. Eine Katastrophe hat das Land verwüstet, ja sogar das Klima verändert. Gebiete sind kontaminiert und sollten besser nicht betreten werden. Tiere gibt es sogut wie keine mehr. Technik ist nunmehr nur noch so marginal vorhanden, dass man ein Japan aus dem frühen letzten Jahrhundert vor Augen hat. Die Überlebenden der Katastrophe werden älter als hundert Jahre bei junger Konstitution und können nicht mehr sterben, während diejenigen, die nach der Katastrophe geboren werden, schwächlich sind und kaum so lange leben, dass sie das Erwachsenenalter erreichen. Trotzdem sind diese Kinder mit einem Optimismus gesegnet, von dem Yoshiro nur träumen kann, und weise. Yoshiro ist immer besorgt und traurig über Mumeys Zustand.
    Aber auch die Kultur hat sich verändert. Mann und Frau leben nicht mehr aus Liebe zusammen. Ihr Zusammenleben gleicht einer Zweckgemeinschaft zum Kinderkriegen, bis sich ihre Wege wieder trennen. Sprache ist etwas, das sich rasch ändert, und Wörter, die uns als Leser ganz geläufig sind – für die Protagonisten altmodische Relikte einer fernen Zeit.
    Die Protagonisten sind austauschbar. Dieses Buch ist ein mögliches Szenario, das so aber auch anders hätte sein können. Die Autorin spielt mit den Möglichkeiten dieser Dystopie, deren Ursachen und Konsequenzen zu keinem Zeitpunkt konkret und direkt benannt werden.

    Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich – nachdem ich das Buch gerade beendet habe – davon halten soll. Eventuell muss die Geschichte noch ein wenig nachreifen in mir. Eins jedoch kann ich sagen: Ursprünglich über Haruki Murakami mit der japanischen Literatur in Verbindung gekommen, komme ich wohl nicht umhin immer mit ihm zu vergleichen. Yoko Tadawa hat eine Geschichte ersponnen, die in ihrer Skurrilität durchaus mit Murakamis Welten mithalten kann, auch wenn sie sich etwas latenter offenbart. Die stille, lyrische, feine Satzbauten, die ich bei Yoko Ogawa schätzen gelernt habe, wird man bei Yoko Tawada vergeblich suchen. Sie hat aber einen eigenen nennenswerten Stil.

  13. Cover des Buches Einfach authentisch japanisch kochen: Die 100 leckesten & überraschend alltagstauglichen Rezepte für faszinierenden Genuss wie in Japan - Das Kochbuch mit dem Besten der japanischen Küche (ISBN: 9789403643878)
  14. Cover des Buches Liebe auf Japanisch (ISBN: 9783958892002)
    Kerstin und Andreas Fels

    Liebe auf Japanisch

    (6)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    ‚Liebe auf Japanisch ist wie Liebe auf Deutsch. Nur anders. Zumindest manchmal.‘ (Seite 11)

    Kerstin und Andreas Fels erzählen in ‚Liebe auf Japanisch‘ von vier Freunden und ein paar anderen Personen, wobei die Figuren fiktiv, die im Buch aufgeführten Geschichten so oder ähnlich jedoch tatsächlich passiert sind.

    Die Autoren berichten von Cuddle Café und Katzen-Café, gemieteten Freunden und Singleverkupplungskochkurs, White Day und Hikikomori, Freeter und herbivoren Männern, Gruppen-Blinddates und Gatebox, Homosexualität und Samurais, Prostitution und Love Hotels, Sexpuppen und Robotern, sexueller Belästigung und Vergewaltigung, Hochzeit und Solo-Wedding, Gleichberechtigung und Rollenverständnis, Schwangerschaft und Blutgruppen, Scheidungsrate und Jobverlust, Idol und Jungfräulichkeit, Niedlichkeitstrend und Lolita-Style.

    Ich habe mich aufgrund eines Blog-Monatsthemas zu Japan schon ausführlicher mit dem Land beschäftigt, aber in ‚Liebe auf Japanisch‘ bin ich auf unglaublich viele neue Informationen gestoßen, die ich bis dato noch nirgends entdeckt hatte.

    Mir hat die Lektüre immens Spaß gemacht, und es gab kein einziges Kapitel, das uninteressant war. Dabei ist ‚Liebe auf Japanisch‘ nicht nur inhaltlich spannend und bisweilen sehr skurril, sondern das Buch ist auch sehr unterhaltsam geschrieben, so dass es sich schnell lesen lässt.

    Bei der Lektüre merkt man schnell, dass man eine gänzlich unbekannte Welt betritt, in der es die kuriosesten Dinge gibt, die man z.B. für Geld kaufen kann. Bei manchen Dingen wollte ich fast nicht glauben, dass es das wirklich gibt, weil es mich eher traurig gemacht hat, wie einsam manche Menschen sind und was sie tun, um dieser Einsamkeit kurz zu entfliehen, z.B. bezahlte Kuschelmomente oder digitale Liebe via Gatebox.

    Hier kann man staunen und sich fasziniert durch die Kapitel treiben lassen, und man lernt Japan von einer Seite kennen, die einem ansonsten verschlossen bleibt.
  15. Cover des Buches Bleach 01 (ISBN: 9783842017214)
    Tite Kubo

    Bleach 01

    (40)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Für Kids sowie für junge Erwachsene, die keine allzu großen Ansprüche stellen. Mir reichen die drei Exemplare; mehr Ausgaben werde ich mir definitiv nicht ins Regal stellen. Inhalt: siehe oben. Ich bin bereit, diese Mangas günstig abzugeben oder sie gegen andere Bücher einzutauschen. Bei Interesse bitte melden.
  16. Cover des Buches Ramen vegan (ISBN: 9783989510081)
    Cheynese

    Ramen vegan

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Linker_Mops

    Als ich letztens durch meine kleine lokale Buchhandlung gestöbert bin, bin ich über dieses Buch gestolpert. Und es ist tatsächlich ein Glücksgriff. Die Rezepte sind sehr vielfältig - von kalten und warmen Speisen, zu Suppen und Nudelsalaten. Hier findet jeder etwas. Ich denke selbst die Fleischesser:innen werden hier fündig, da man die Rezepte auch variieren kann. 

    Gut gefallen hat mir auch, dass die Zutaten nicht zu außergewöhnlich sind. Alles findet man im Supermarkt oder zumindest im Asiamarkt um die Ecke (außer man wohnt im 30-Seelen-Dorf).

    Ich werde das Buch auf alle Fälle öfters nutzen, alleine weil die Rezepte sich gut zum vorbereiten für die Büromahlzeiten eignet.

    Mein Fazit: Ein Kochbuch für alle Ramen-Fans und die, die es noch werden wollen.

  17. Cover des Buches Umami (ISBN: 9783743152892)
    Laura Welslau

    Umami

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Roswitha_Boehm

    Zutaten

    Wir probieren gerne neue Rezepte aus - Wobei 50% von uns das mit dem Probieren) wörtlich nehmen. ;) – Aber ebenso sind wir Fans von Rezepten bei denen wir die Zutaten nicht erst suchen müssen. Gerne gesehen sind daher solche Zutatenlisten, bei denen es die Lebensmittel im gut sortierten Supermarkt gibt. Den Autoreninnen scheint es ähnlich zu gehen, denn sie helfen dem „Kochschüler“ gleich auf zweierlei Weise. Zum einen gibt es eine Übersicht der „typisch japanischen“ Zutaten, samt Bildern, die bei der Orientierung hilft. Zum anderen gibt es einen Verweis auf die Homepage, die eine alphabetische Auflistung bietet, durch was die Zutaten ersetzt werden können. Sehr praktisch.

    Kochbar

    Nicht nur die vielen Bilder sind kreativ, sondern auch die Rezepte sind abwechslungsreich. Schön ist natürlich auch die einfach Zubereitung. Die wenigsten Rezepte benötigen eine lange Zubereitung. Allerdings sollte schon ein wenig Kocherfahrung vorhanden sein, für Einsteiger ist dieses Kochbuch eher ungeeignet.

    Die von uns ausprobierten Gerichte waren lecker, wenn auch irgendwie nichts wirklich Besonderes. Irgendwie eher „gepimte Basisrezepte“.

    Kartoffel und japanisch?

    Bei sehr vielen Gerichten ist die Grundzutat Kartoffel. Gemeint ist damit nicht etwa der Knollenziest, welche auch als die „Japanische Kartoffel“ bezeichnet wird, sondern die Speisekartoffel, wie sie besonders in Deutschland häufig auf den Tisch kommt. Wir essen diese Knollen zwar gerne, aber so richtig Japanisch kommt uns das Südamerikanische Gemüse jedoch nicht vor.

    Mengenangaben

    Eins steht fest: Einen großen Appetit scheinen Minii und Laura nicht zu haben. Um von den Gerichten auch wirklich satt zu werden, mussten wir die doppelte Menge zubereiten. – Und das obwohl fast immer 4 Portionen angegeben sind. Aber gut, wenn man das weiß, kann man sich darauf einstellen.

    ~°~ Fazit ~°~

    Auch wenn nicht alle Gerichte unseren Geschmack treffen und wir nicht alles als „typisch japanisch“ betrachten, so ist „Umami – Vegan japanisch kochen“ zumindest eine gute Wahl für alle die vegane Rezepte, etwas abseits des Einheitsbreis suchen.  Das eine oder andere Gericht wird bei uns bestimmt mal wieder auf den Teller kommen. Na dann: Guten Appetit oder besser „Itadakimasu“. :-)

  18. Cover des Buches Der Angula-Händler (ISBN: 9783741885358)
    Bianca Maria Gutmann

    Der Angula-Händler

    (8)
    Aktuelle Rezension von: JanetD

    Als mir mein Cousin den "Angula-Händler" schenkte, war ich zunächst etwas skeptisch. Abenteuergeschichte? Nicht so ganz mein Ding. Nachdem ich aber bereits das Buch "Der Zimmermannsvogel" der Autorin gelesen hatte und Santiago wie zu einem guten Freund für mich geworden war, stürzte ich mich in die Geschichte, die ich in gut 2 Stunden gelesen hatte. Nach dem Motto: "Deine Freunde sind auch meine Freunde" war mir Benito, die Hauptfigur, ebenfalls sehr sympathisch. 

    Als Spanien-Begeisterte hatte ich auf meinen Reisen schon oft die "weißen Spaghetti" gesehen, mich aber nie getraut, sie zu bestellen oder zu fragen, was genau das eigentlich sei. Die Autorin beschreibt ein relativ unbekanntes doch sehr faszinierendes Thema. Ich zumindest habe weder Glasaale, wie Angulas auf Deutsch heißen, noch Gula (das Ersatzprodukt) probiert. 

    "Der Angula-Händler" ist ein toller Titel, denn Glasaal-Händler wäre nicht halb so schön Es ist eine Abenteuergeschichte mit gesteigerter Dynamik, die Ereignisse ziehen einen in den Bann, ohne dass man nervös wird - man ist einfach nur gespannt, wie es wohl weitergeht, denn man fühlt die Empfindungen der Darsteller nach. 

    Außergewöhnliches und Fremdartiges machen die relativ kurze Geschichte zu einer langen Reise - bis nach Japan.  Gefahren bedrohen das Leben von Benito, durch Geschick und Mut werden Hindernisse überwunden und doch ist alles im Rahmen des Möglichen, also keine übernatürlichen Fähigkeiten oder fremde Kräfte. Nur Santiago setzt wieder einmal gekonnt seine Kampfsport-Techniken ein - wie gerne würde ich diese Story als Film sehen! 

  19. Cover des Buches Japanisch Grillen (ISBN: 9783958436367)
    Tadashi Ono

    Japanisch Grillen

    (1)
    Aktuelle Rezension von: MissStrawberry
    Wir lieben das Grillen und probieren sehr gern neue Arten aus – sei es nun eine andere Variante vom Grill selbst oder von der Art des Grillens. Ganz klar – auch das japanische Grillen muss zu Hause probiert werden!

    Mit diesem Buch klappt das auf Anhieb. Sehr ausführlich und anschaulich erklären die beiden Autoren die Grundlagen der Zutaten und des Grillens. Sie lehnen die klassische japanische Methode an das beliebte amerikanische BBQ an, sodass eine ganz eigene, aber unwiderstehliche Variante entsteht, die uns Europäern wohl besonders gut schmeckt.

    Die wenigsten Rezepte sind bebildert. Das finde ich sehr schade. Ein kleines Bildchen wäre super, es muss gar keine ganze Seite einnehmen. Dafür hätte ich dann auch auf die großformatigen Fotos von Japan verzichtet, so schön sie auch sind. Jedes Rezept hat eine kleine Geschichte bzw. Erklärung. Dann folgt die Auflistung der Zutaten, daneben die exakte Vorgehensweise, wie es zuzubereiten ist. Die Zutaten bekommt man in jedem guten Asia-Shop, fast alles auch in der Spezialabteilung im guten Supermarkt.

    Obwohl in Japan sehr lange Fleisch aus religiösen Gründen verboten war, sind die meisten Rezepte für Fleisch gemacht. Aber es gibt auch ein schönes, ausführliches Kapitel für gegrilltes Gemüse. Auch eine Reihe Rezepte für Reiskugeln finden sich hier. Als Krönung gibt es noch Anregungen für leckere Beilagen.

    Das Inhaltsverzeichnis befindet sich in diesem Buch vorne. Die Rezepte sind unterteilt in die Kapitel „Klassische Yakitori“, „Geflügel“, „Fisch und Seafood“, „Fleisch“, „Gemüse“, „Yaki Onigiri“ (Reiskugeln) und „Perfekte Beilagen“. So findet man leicht und schnell das gewünschte und gesuchte Rezept. Für den einen oder anderen mag es ein wenig befremdlich sein, dass man auch Rezepte zu Leber, Magen, Hals und Herz vom Huhn findet. Ich jedoch bin der Ansicht, dass es einen Versuch wert ist – und wenn schon ein Tier sterben muss, ist es gut, alles davon zu verwerten.

    Insgesamt finde ich das Buch sehr schön. Für mich ist es ein vier-Sterne-Grill-Buch, das ich Grillfans empfehlen kann!
  20. Cover des Buches Die drei ??? und die Rache der Samurai (ISBN: 0886978014542)
    Ben Nevis

    Die drei ??? und die Rache der Samurai

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》INHALT:

    Auf „Shadow Stone“ geht es nicht mit rechten Dingen zu: Ein Schüler ist verschwunden und die Mitglieder der Samurai-AG, verhalten sich mehr als seltsam… Um dem Rätsel auf die Spur zu kommen tarnen sich die Drei Fragezeichen als neue Schüler und bekommen schnell zu spüren, wie unerwünscht sie als solche sind. Für diesen Fall benötigen sie all ihren Mut, besonders Peter. Das goldene Schwert. Ein Schwung durch die Luft. Gefrorenes Blut in den Adern. Es war so weit. Der Tod. Warum bloß hatten sie diesen Auftrag angenommen? Warum bloß?!


    》EIGENE MEINUNG:

    Folge 145 trägt für mich wieder eines der schöneren Cover in letzter Zeit! Vor einem Sonnenuntergang und an Berge geschmiegte Gebäude bekämpfen sich zwei schwarz gekleidete Samurai in voller Montur und mit gezückten Schwertern! Sehr stimmungsvoll! (Auch wenn ich gelesen habe, dass beim Kendo wohl Shinais und nicht Kitanas verwendet werden.)


    Diese Folge ist für mich schon eine besondere! Mir hat die Grundgeschichte um Samurai und ein goldenes Schwert schon gut gefallen. Das Ganze aber in eine Internatsstory zu verpacken finde ich klasse! Justus, Bob und Peter ermitteln als mal wieder fernab von Rocky Beach. Allerdings ist es ein Wehmutstropfen, dass die drei sich dafür aufteilen müssen und man von Bob nicht wirklich viel mitbekommt.

    Tracks:

    1. Worum geht es?

    2. Verdeckte Ermittlungen

    3. Sicher ist sicher

    4. Ein Laden mit Schwertern

    5. In Kontakt

    6. Kalter Empfang

    7. Unerwünscht

    8. Das Geheimnis im Turm

    9. Am Abgrund

    10. Die Botschaft des Meisters

    11. Das goldene Schwert

    12. Angst


    Trivia:

    • Den Tipp für den Internatsleiter sich an die Drei Fragzeichen zu wenden gab Elvira Zuckermann aus „Fluch des Piraten“.


    》FAZIT:

    Ein abgelegenes Internat und die drei Detektive als eingeschleuste Schüler – super! Dazu alte Traditionen, verschworene Gemeinschaften, verschwundene Schüler und ein goldenes Schwert. Mit hat diese stimmungsvolle Geschichte sehr gut gefallen – die Aufteilung der Drei Fragezeichen allerdings weniger.

  21. Cover des Buches Kochen wie in Japan (ISBN: 9783833873041)
    Kaoru Iriyama

    Kochen wie in Japan

    (56)
    Aktuelle Rezension von: Coribookprincess

    Kochen wie in Japan ist ein wunderschönes Kochbuch für alle, die die authentische japanische Küche entdecken möchten.
    Die Autorin Kaoru Iriyama nimmt uns mit auf eine köstliche kulinarische Reise und präsentiert eine fantastische Auswahl an traditionellen und modernen Gerichten.

    Ich liebe es, mit den Zutaten zu experimentieren, und bisher war alles, was ich nachgekocht habe, absolut lecker.
    Die Rezepte bieten eine gelungene Mischung aus einfachen und fortgeschrittenen Gerichten.

    Besonders der Einstieg ist gelungen, Klassiker wie Misosuppe und Onigiri sind perfekt für alle, die sich mit der japanischen Küche vertraut machen wollen.
    Ein absolutes Highlight sind die Rezepte für japanische Süßigkeiten.
    Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen von Iriyama machen es selbst Anfängern leicht, köstliche Mochi oder Dorayaki zuzubereiten.

    Die Gestaltung des Buches ist einfach ein Traum. Es lädt zum Schmökern und Ausprobieren ein.
    Die interessanten Fakten über die japanische Esskultur machen das Lesen zu einem echten Erlebnis. Die schönen Bilder und die faszinierenden Informationen über Japan haben mich einfach begeistert.

    Insgesamt ist Kochen wie in Japan ein schönes Kochbuch für alle, die sich für die asiatische Küche begeistern.
    Es macht nicht nur Spaß, die Gerichte nachzukochen, sondern vermittelt auch ein Stück japanischer Lebensart.

  22. Cover des Buches Junge Frau mit Katze (ISBN: 9783462007619)
    Daniela Dröscher

    Junge Frau mit Katze

    (119)
    Aktuelle Rezension von: _leserin_

    Daniela Dröschers Vorgänger*inroman „Lügen über meine Mutter“ hat mich total begeistert. Nun geht’s um ihren neuesten Roman.

    Hier erzählt sie von sich selbst, Anfang 30, und von ihren körperlichen Leiden und der Tortur, von einer*m Ärzt*in zum nächsten zu wechseln, denn keiner konnte so richtig rausfinden, was die Ursache ihrer Leiden war.

    Begonnen hatte alles mit einer Kehlkopfentzündung. Sie erhielt einen Spray, dieser löste Herzrasen und Herzstolpern bei ihr aus. Sie konsultierte weitere Ärzt*innen und wurde mit neuen Diagnosen, Allergien und Medikamenten konfrontiert.

    Zeitgleich stand sie wahnsinnig unter Stress, arbeitete an der Universität und stand kurz vor der Verteidigung ihrer Doktorarbeit – es wurde ihr, da gar keine Erklärung seitens der Ärzt*innen gefunden wurde, Ruhe und Stressvermeidung verordnet: in dieser Situation natürlich unmöglich. Sie muss die Prüfung exzellent schaffen, denn dann steht ein Uni-Job in Aussicht, den sie unbedingt möchte.

    Auch Elas Mutter begegnen wir wieder im Roman. Mittlerweile hat sie sich von ihrem Ehemann getrennt (noch nicht geschieden) und lebt nun endlich ihr eigenes Leben.

    Dieser Roman erzählt die Geschichte, wie die @danieladroescher zum Romanschreiben kam, aber zuerst einige Hürden in Angriff nehmen musste. Auf ihrem Lebensplan stand etwas ganz anderes. Dafür hat sie alles hintangestellt – ihr Körper hat jedoch dagegen gestreikt.

    Ich habe den Roman gern gelesen und kann ihn absolut empfehlen.

  23. Cover des Buches Japan 151 (ISBN: 9783958892521)
    Fritz Schumann

    Japan 151

    (20)
    Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicis

    In diesem Buch werden verschiedene Themen auf ein bis zwei Seiten behandelt und mit einem Foto untermalt. Grundsätzlich fand ich die Idee ganz schön, aber bei meinem Buch waren einige Themen abgeschnitten und unvollständig. Da muss sich das Lektorat echt an der Nase nehmen. So etwas dürfte niemals passieren. Zudem hätten, meiner Meinung nach, die Themen ruhig umfangreicher recherchiert und aufbereitet werden können. Mit maximal zwei Seiten pro Thema kratzt man höchstens an der Oberfläche. Die Anordnung der Themen finde ich auch etwas gewöhnungsbedürftig. Es wirkt als wären die Themen munter durcheinandergewürfelt worden. Daher wäre auch ein Index praktisch gewesen, falls man mal etwas nachschauen will. Nichtsdestotrotz: Um sich einen ersten Überblick über das Land zu verschaffen, reicht es jedoch allemal. 

    Die eingebauten Bilder je Kapitel passen größtenteils zur Thematik und sind wirklich schön.

    Mit einem lockerleichten Schreibstil unterrichtet der Autor den Leser über die ernsten, kuriosen, witzigen und alltäglichen Seiten von Japan. Auch der Humor hat mir, an gewissen Stellen, gut gefallen.

    Fazit:

    Um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, ist es ein wirklich tolles Buch.

    Für meinen Geschmack hätten die Themen gerne etwas ausführlicher beschrieben werden können.

  24. Cover des Buches Labyrinth Tokio (ISBN: 9783958893313)
    Axel Schwab

    Labyrinth Tokio

    (1)
    Aktuelle Rezension von: NerdBlick

    Es gibt die einen Reiseführer, die einem die Highlights der Stadt nahe bringen möchten, die Anderen, die "Must-Have" Restaurants, Bars, Kneipen etc. anpreisen und es gibt die besonderen, die seltenen Reiseführer, so wie Labyrinth Tokio.

     

    In dem Reiseführer gibt es insgesamt 30 Touren, welche alle einem gewissen Thema folgen, sei es "Relaxen, shoppen, feiern", "Ruhiges Shinjuku" oder "Mit Omas beten und shoppen". Anhand dieser Touren, entdeckt man Teile von Tokio, an denen man sonst vermutlich vorbei gelaufen wäre oder sie schlicht weg nicht wahrgenommen hätte, man könnte auch sagen, man lernt das authentische Japan kennen.

     

    Neben den Touren, hat der Autor (Axel Schwab) auch seine BEST OFs separat aufgeführt, sei es Cafes, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Museen oder Tempel. Diese werden kurz aufgezählt und anschließend den jeweiligen Touren zugeordnet.

     

    Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Labyrinth Tokio: 30 neue Touren in Japans Hauptstadt ein großartiger Reiseführer ist und es einem ermöglicht, diese riesige Stadt auf eine ehrliche, authentische Art zu entdecken. Keine "Touristen-Fallen", lange Warteschlangen oder überteuerte Preise - eher die Seite von Japan, die auch die Einheimischen und Kenner des Landes genießen.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks