Bücher mit dem Tag "jazz"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "jazz" gekennzeichnet haben.

221 Bücher

  1. Cover des Buches Wenn Donner und Licht sich berühren (ISBN: 9783736308305)
    Brittainy C. Cherry

    Wenn Donner und Licht sich berühren

     (771)
    Aktuelle Rezension von: Booksandmore18

    Es ist mal wieder unglaublich, wie Brittainy C. Cherry Bücher schreibt, die einen berühren. Mit Wenn Donner und Licht sich berühren hat sie schon wieder ein Highlight für mich geschaffen und ich habe jede einzelne Seite daran geliebt.


    Ich liebe Bücher, die mehrere Zeitebenen enthalten und so den Protagonisten noch mehr Tiefe verleihen. Die Autorin macht das gerne so in ihren Büchern, was ich echt toll finde. Auch hier ist es zweigeteilt in einen Teil als Jugendliche und einen als Erwachsene. Ich kann dabei gar nicht genau sagen, welchen ich besser fand, weil sie so unterschiedlich waren. Beide waren dabei auf eine ganz besondere Art wunderschön und tieftraurig zugleich. Ich wurde gerade im Wechsel zwischen den beiden Teilen heftig schockiert und konnte es kaum glauben. Diese Entwicklungen waren wahnsinnig traurig und haben mir mehrmals während des Lesens Tränen in die Augen getrieben. Es war aber nicht nur hoffnungslos, sondern dank Brittainy C. Cherrys poetischem und wunderschönen Schreibstil ein Erlebnis für sich.


    Jazz war einfach grossartig. Eine solch sympathische und mutige Protagonistin habe ich schon lange nicht mehr begleitet. Sie hatte zwei Leben, die parallel nebeneinander existierten. Dies war ihr selbst zuhause bei ihrer Mutter, die sie unterdrückt und beherrscht hat und die alles für Jazz Karriere getan hätte. Diese Szenen waren schrecklich zu begleiten, weil Jazz offensichtlich nicht normal leben konnte und zu harten Diäten und Training gezwungen wurde. In der Schule war Jazz allerdings genau das Gegenteil. Ihre Meinung zählte zuhause nicht, doch mit ihren Altersgenossen setzte sie sich mutig für Aussenstehende ein und das, obwohl sie so beliebt unter ihnen war. Auch Elliot hat sie dadurch geholfen und ihn sehr geprägt. Zwischen den beiden kam es zu einer solch aussergewöhnlichen Beziehung, dass ich unglaublich fasziniert war.

    Elliot war genau das Gegenteil von Jazz, denn er war ein Aussenseiter, der sich nicht wehren konnte oder wollte und lieber im Hintergrund geblieben ist. Sein Stottern hat ein perfektes Angriffsziel geschaffen, denn ihn selbst hat es auch sehr belastet. Es ist erschreckend, wie weit das Mobbing hier ging und wie wenig die Betroffenen dagegen ausrichten konnten. Noch schlimmer ist aber die Tatsache, dass Mobbing auch ausserhalb von Büchern existiert und genau so weit führen kann.


    Die Musik war hier auch wieder eine wunderschöne Ergänzung, die das Buch zu einem noch einzigartigeren Werk gemacht hat. Es war so berührend, wie die Autorin es beschrieben hat und ich konnte die Leidenschaft der Protagonisten wahnsinnig gut nachvollziehen. Es begann schlussendlich alles mit der Musik und endete auch damit. Dazwischen gab es herzergreifende Momente, die mich so glücklich gemacht haben. Auch die Musik spielte bei der extremen Veränderung der Protagonisten zwischen den Teilen und besonders im zweiten eine grosse Rolle. Sie hat geholfen und verbunden.


    Wenn Donner und Licht sich berühren kann ich einfach nur als Highlight bezeichnen. Es war wunderschön, spannend und voller Emotionen, noch dazu mit einem Thema, das ich über alles liebe. Die 5 Sterne sind hier zurecht zu vergeben und das Buch nur weiterzuempfehlen.

  2. Cover des Buches Schwarzer Mond über Soho (ISBN: 9783423213806)
    Ben Aaronovitch

    Schwarzer Mond über Soho

     (739)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    Mittlerweile versucht sich Constable Peter Grant in sein neues Leben als magischer Lehrling zurechtzufinden. Neben dem Auswendiglernen von Lateinvokablen und mühseligen Üben von Zaubersprüchen muss nun Peter einen Tod eines Jazzmusikers aufklären. Denn schnell wird klar, dass auf mysteriöse Weise verdächtig viele Musiker in den Jazzclubs von Soho unerwartet gestorben sind. Was steckt dahinter? Peter folgt den Spuren eines Liedes zur grausamen Wahrheit.

    Die Fortsetzung und zweiter Band der «Flüsse von London»-Reihe führt dieses Mal den Leser in Stadtgebiet von Soho. Ich finde es toll, dass man London durch diese Reihe näher kennenlernt. Zwar bringt die Geschichte eine gewisse Komplexität mit, aber der Autor Ben Aaronovitch verpackt diese mit einer gewissen Spannung und trockenen Humor. So musste ich bei einigen Stellen lachen und Peter bemitleiden. Ich bin schon neugierig auf den weiteren Band, wohin die Reise noch weitergehen wird.

    Mein Fazit: Mal ein anderes Sightseeing durch London mit einer Prise wilder Fantasy, Spannung und trockenem Humor. 4 Sterne.

  3. Cover des Buches Biss zur Mitternachtssonne (ISBN: 9783551584465)
    Stephenie Meyer

    Biss zur Mitternachtssonne

     (253)
    Aktuelle Rezension von: law-and-words

    Ich denke zum Inhalt muss ich nicht so viel sagen, denn die Geschichte von Bella und Edward kennen vermutlich die meisten. In Biss zur Mitternachtssonne wird das kennenlernen der beiden aus der Sicht von Edward dargestellt, außerdem erhält man einen Einblick in die Vorgeschichte von Edward.


    Twilight war ein Teil meiner Jugend und aus Nostalgie habe ich mich dazu entschieden auch diesen neuen Band zu lesen. Leider konnte er mich nicht ganz begeistern. Für mich war einfach nicht viel neues in diesem Buch, es wurden viele Situationen sehr ausführlich dargestellt, die man aus Biss zum Morgengraue schon kannte. Dafür, dass wirklich wenig neues erzählt wurde, war mir das Buch mit seinen 800 Seiten zu lang. Viele Stellen waren sehr langatmig und haben mich gelangweilt. Es war schon nett mehr über Edward herauszufinden und seine Gedanken kennenzulernen, aber leider war es nicht genug neues.


    Aus diesen Gründen, würde ich es nur wirklichen Fans empfehlen.

  4. Cover des Buches Eversea - Ein einziger Moment (ISBN: 9783802597435)
    Natasha Boyd

    Eversea - Ein einziger Moment

     (312)
    Aktuelle Rezension von: YaBiaLina

    „Eversea“ lag ziemlich lange auf meinem SUB und so wurde es Zeit,das es davon befreit wird. Und bereut habe ich dies keinesfalls,denn es war ein schöner Roman über das Kennenlernen,das Leben als Star und was dies alles für Probleme mit sich bringt und vor allem um die Liebe,die nicht immer siegen kann und den Leser mit einem offenen Ende zurück lässt...

    Inhalt:

    Als Jack Everseas Freundin und Filmpartnerin ihn mit ihrem neuen Regisseur betrügt, flüchtet sich der angesagte Jungschauspieler in das Örtchen Butler Cover in South Carolina. Er braucht Zeit zum Nachdenken, Ruhe vor der Presse und vor all den Menschen, die denken, sie wüssten, was das Beste für ihn und seine Karriere ist. Doch gleich am ersten Abend stolpert er über die junge Kellnerin Keri Ann: Zwar lässt diese sich von einem skandalumwitterten Promi nicht beeindrucken, aber trotzdem sprühen von der ersten Sekunde an zwischen den beiden die Funken - auch wenn sie wissen, dass ihre Liebe eigentlich unmöglich ist ...

    Meinung:

    Natasha Boyd hat einen sehr angenehmen Schreibstil,bei dem man locker und flüssig durch das Geschehen kam.Besonders die anschaulichen Beschreibungen des kleinen Örtchens,wo sich die Geschichte von Keri Ann und Jack abspielt,waren super,so konnte man sich alles bildlich vorstellen und das Kopfkino nahm seinen Lauf.

    Keri Ann und Jack haben mir sehr gefallen.Zusammen haben sie sehr gut miteinander harmoniert,aber sie konnten auch ernste Gespräche miteinander führen.Auch die leidenschaftlichen Szenen waren glaubwürdig und schön zu lesen.Sie waren mir beide sympathisch,auch wenn ich mir für die beiden ein anderen Verlauf gewünscht hätte.Besonders der Nebencharakter Jazz hat mir gefallen.Sie ist nicht auf den Mund gefallen und mit ihren Sprüchen hat sie es immer wieder geschafft,mich zu unterhalten.Aber sie konnte auch ernst bleiben und ist eine wichtige Konstante in Keri Anns Leben.

    Da mich das Ende leider sehr neugierig zurück gelassen hat und die Geschichte an sich mir auch super gefallen hat,werde ich demnächst den zweiten Band lesen,denn ich MUSS erfahren,ob die beide ihr Glück finden oder nicht.

  5. Cover des Buches Gelöscht (ISBN: 9783733500382)
    Teri Terry

    Gelöscht

     (1.469)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Kyla hat kein Gedächtnis mehr. Ihre Erinnerungen wurden gelöscht, sie ist ein Slater; eine ehemalige Verbrecherin, der man eine zweite Chance darauf gegeben hat, einmal komplett neu zu starten. Doch Kyla unterscheidet sich von anderen Slatern. Ständig scheint sie Flashbacks aus ihrem früheren Leben zu haben, doch kann das überhaupt sein? Sie wird von der Frage verfolgt, ob sie tatsächlich eine Terroristin gewesen ist, die für den Tod so vieler Menschen verantwortlich gewesen ist.

     

     

    Ich bin ein wenig zwiegespalten wenn es darum geht, wie ich den Band finde. Man befindet sich im vereinten Königreich der Zukunft, das sich von der restlichen EU getrennt hat (ein Schmunzeln ist mir da schon entglitten wenn man bedenkt, dass sich zumindest dieser Teil der Reihe bewahrheitet hat) und nun abgeschieden lebt. Um die Gefahr, die von Terroristen ausgeht zu bannen, werden vom Weg abgekommene Teenager geslated. Ihr Gedächtnis wird gelöscht, ihre Vergangenheit ausradiert und sie werden einer neuen Familie zugeordnet; unter ständiger Beobachtung um sicherzugehen, dass sie ein glückliches und gewaltfreies Leben führen.

    Darunter gehört auch Kyla, von der man aber schnell merkt, dass sie anders ist. Etwas scheint mit ihr nicht zu stimmen denn im Gegensatz zu anderen Slatern macht sie sich viele Gedanken, ist sehr aufmerksam und tut sich auch sehr schwer damit, ihre Glücksgefühle aufrecht zu halten. Ich hab mich etwas schwer damit getan, mich mit Kyla anzufreunden bzw. warm zu werden. Nicht weil sie eben anders sind sondern weil so unglaublich darauf gepocht wird. Ihr Unterschied zu den anderen Slatern wird einem als Leser immer wieder sehr stark aufgezwängt, sodass ich persönlich irgendwann nur noch genervt davon war.

    Ich fand das Setting an sich sehr spannend und auch die Frage danach, warum genau sich Kyla unterscheidet oder weshalb sie Flashbacks hat, wo es keine geben sollte. Dennoch hätte ich mir hin und wieder gewünscht, dass sie ein wenig mehr nachdenken würde, bevor sie irgendetwas tut. Sie hat sich mehr als einmal kopflos und ohne nachzudenken in etwas hineingestürzt und gegen den Rat von anderen gehalten – trotz mehrerer Versprechen es nicht zu tun. Wenn es nur sie selbst betreffen würde, wäre das ja auch nicht allzu tragisch gewesen aber mich hat es gestört, dass sie ohne mit der Wimper zu zucken auch andere in Gefahr gebracht hat.

     

    Mir hat hin und wieder der rote Faden gefehlt, es ging teilweise so chaotisch zu aber nicht auf eine gute oder spannende Weise sondern die, die einen total verwirrt und mit Kopfschmerzen zurücklässt. Spannung war jetzt nicht viel da, das was passiert ist, war in der Regel vorhersehbar und es gibt keine allzu großen Umschwünge und Wendungen. Die Neugier, ob sich dann doch nochmal was ändern wird, treibt letztendlich weiter zum Lesen an.

    Ich hoffe jetzt einfach mal, dass das daran liegt, dass der erste Band ja noch der Einstieg in die Geschichte ist und es mit dem weiteren Teilen besser wird.

  6. Cover des Buches Ein Wispern unter Baker Street (ISBN: 9783423214483)
    Ben Aaronovitch

    Ein Wispern unter Baker Street

     (572)
    Aktuelle Rezension von: Tefelz

    Geschichte : Als ein Amerikanischer Kunststudent in einem Tunnel der Londoner U-Bahn gefunden wird, spürt der hinzugezogene Polizist Peter Grant eine Aura der Magie und weiß, dass hier nichts mit normalen Dingen zugegangen ist. Da der Tote, der Sohn eines US-Senators war, hat Peter auch noch eine Agentin des FBI im Rücken, die lieber selbst ermittelt und von Peter als Kollegen nichts hält. Doch in den Tunneln aus der alten Viktorianischen Zeit ist noch viel mehr versteckt, als alle am Anfang vermuten können...

    Schreibstil und Personen: Der nun mittlerweile 3. Fall des Polizisten Peter Grant, oder besser gesagt des Magie-Lehrlings einer speziellen Abteilung der Londoner Polizei überzeugt mich in diesem Fall mehr als in den vorherigen Teilen. Peter ist reifer geworden und die Personen, die ihn umgeben sind wundervoll detailliert herausgearbeitet.Der Schreibstil ist Einzigartig und ragt aus der Masse heraus. Immer wieder neue Ideen verzaubern den Leser und das Bild von unentdeckten Tunneln im Londoner U Bahn System sorgen für eine gruselige Stimmung.

    Serie : Wer die ersten 2 Bände nicht kennt, kann dieses Buch durchaus eigenständig lesen, doch wird ihm bei Vielem die Bedeutung einzelner Personen absolut unklar bleiben und das wäre wirklich Schade und nimmt einiges vom Spaß, speziell wer sind die Frauen, die immer wieder als Flüsse bezeichnet werden ?

    Meinung: Peter Grant vermischt Fantasy mit Krimi und das so gekonnt, das es mit anderen Romanen einfach nicht vergleichbar ist und daher auch sicherlich so Erfolgreich.

    Der Krimi-Anteil ist gut dosiert und der Plot wirkt logisch aufgebaut. Das alles begleitet von den wiederkehrenden Personen aus den ersten Teilen, d.h. Auch die Nebengeschichte hat einen hohen Stellenwert und wird kontinuierlich fortgesetzt.


    Fazit: Für mich bislang der stärkste Teil der Reihe und trotzdem ich die einzelnen Bücher in großen Abständen lese, fällt es nicht sehr schwer immer wieder einzusteigen. 5 Sterne und eine Empfehlung an jeden Fantasy Begeisterten Leser sich mit der ganzen Reihe zu beschäftigen.


  7. Cover des Buches 1Q84 (Buch 1, 2) (ISBN: 9783442743629)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 1, 2)

     (714)
    Aktuelle Rezension von: Gwennilein

    In gewohnter Haruki Murakami-Manier wird sicher wieder sehr viel Zeit für die einzelnen Charaktere und deren Geschichten genommen. Wer gerne liest und sich von dicken Büchern nicht abschrecken lässt, kommt hier wieder voll auf seine Kosten. Es macht einfach einen Unterscheid, wenn man sich Zeit lässt für die Details und völlig unaufgeregt durchs Buch wandert. Auch wenn die Thematik einer Fiktion und unrealistischen Geschichte normalerweise nicht meinem Geschmack entspricht, feiere ich dieses Buch wieder hart! Wie Haruki Murakami den Leser in Geschichten zieht, ist einmalig. Da wurde ich auch hier wieder nicht enttäuscht, sodass ich im Anschluss direkt in die Fortsetzung gestartet bin.

  8. Cover des Buches Zerrspiegel (ISBN: 9783944264738)
    Katja Montejano

    Zerrspiegel

     (147)
    Aktuelle Rezension von: nadine_im

    Ein brutaler Überfall stürzt das Leben der neunzehnjährigen Jazz in einen Abgrund voller Angst und Grauen. Gleichzeitig verschwinden ihre Mutter und Schwester - die Polizei steht vor einem schier unlösbaren Rätsel. Wurde die Familie Zielscheibe eines perversen Serienkillers oder steckt ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit hinter dem schrecklichen Geschehen? Ein gefährliches Katz- und Mausspiel zwischen Jazz und dem wahnsinnigen Mörder beginnt. Sein Plan ist Rache! Ihr Plan ist, zu überleben!


    Zum Aufbau, es wird abwechselnd aus der Sich von Jazz und dem Täter berichtet, dadurch schafft es die Autorin die Leser am Ball zu behalten, denn nur Jazz ihre Ansicht wäre für dieses Buch nicht mitreißend genug gewesen, da sie wirklich emotionslos dargestellt wird und eine lange Zeit im Buch auch nichts passiert bis am Ende wieder ein starker Höhepunkt folgt.

    Also haben wir Spannungen am Anfang und am Ende des Buches, in der Zwischenzeit liest man meiner Meinung schnell Jazz ihre Kapitel durch um schnell wieder zu den Gedanken des Täters zu gelangen. Dort ist die Emotionslosigkeit, oder ab und zu die Wut recht fesselnd.


    Jazz leidet am Asperger Syndrom, leider wird darauf nicht groß aufgebaut und teilweise widerspricht sich das auch in ihrer eigenen Sprache... zudem gibt es ein paar Textstellen wo Jazz Dinge erklärt die wie wortwörtlich aus dem Internet kopiert klingen, ich weis nicht ob das Teil des Syndroms ist, weil man die Dinge einfach übernimmt, oder ob es nicht anders geschrieben wurde.

    Man kann sich nicht wirklich mit ihr identifizieren, da sie ja nun wirklich nicht von Emotionen sprüht, also fehlt auch die Empathie.

    Und dann wird noch eine Liebesgeschichte reingeworfen, die entweder besser ausgebaut hätte werden sollen, oder eben nicht vorkommen sollte. Es ist so als würde man den Inhalt nur auffüllen wollen, trotzdem ist es schön, dass Jazz nicht mehr alleine ist und sich selbst überwinden kann!

    Leider war das Ende dann irgendwie nicht so brutal wie ich es mir vorgestellt habe und vor allem gegen Ende noch schnell mit Fakten aufgefüllt um die Geschichte besser zu erläutern...


    Trotz der paar Schreibfehler und den oben erwähnten Dingen ist das Buch an einigen Stellen spannend und für Zwischendurch nicht schlecht! Also von mir 2.5-3 Sterne!

  9. Cover des Buches The Perfect (ISBN: 9783649667834)
    Patricia Schröder

    The Perfect

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Biblionatio

    Das Cover:

    Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Im Hintergrund ist das Gesicht einer jungen Frau im Porträt zu erkennen. Eventuell ist es die Protagonistin der Geschichte. Im Vordergrund und so zusagen auf ihren Gesicht steht der Titel in Großbuchstarben. Im letzten T ist der Verlag vermerkt. Im oberen Teil erkennt man den Namen der Autorin in schwarzer Schrift. Die Fraben sind unterschiedliche helllila und rosa Töne. Insgesamt ist das Cover gut, kann mich aber nicht ganz überzeugen.

     

    Meine Meinung:

    Die Geschichte fängt ganz interessant durch den Aufruf von Adam C. Oulay und den Bewerbungstag an. Kurz drauf findet sich der Leser im Casting und in der Modewelt wieder. Die Handlung ist ähnlich wie in anderen Büchern, die von einem Casting handeln. So sind die Mädels in Appartments untergebracht, es gibt sexy Boys und eine Ansprechpartnerin für alles. Besonders der Schluss fand ich persönlich unzufrieden, da ich mir ab der Hälfte den Ausgang denken konnte und zum anderen er ziemlich schnell war. Die Story war für mich durchschnittlich.

    Die Erzählung wurde aus der Sicht von Jazz beschrieben, was mir sehr gefallen hat. Jazz ist eine junge und ruhige Frau, die aber auch neugierig und taff ist. Ich als Leserin lernte ihre Gedanken- und Gefühlswelt kennen, aber auch ihre Vorlieben. Durch Jazz lernte ich auch Leena besser kennen. Was ich schade fand, dass nicht alle Mädels näher betrachtet werden, sondern nur als „Laien“ fungieren. Auch die Fs, die Trainees und Silvia gefielen mir. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Charaktere gut gelungen sind.

    Was der Autorin von Anfang bis Ende gelungen ist, ist die unterschwellige Spannung durch die ganze Geschichte zu ziehen. Dadurch wird alles gepusht und ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Durch den flüssigen Stil, wollte man immer wissen, wie es weiter geht und was als nächstes passiert.

     

    Das Fazit:

    Durch die Spannung, die permanent dabei ist wird die Geschichte interessant und unterhaltsam. Dies wird durch die gut ausgearbeitet Charaktere verstärkt. Insgesamt ist das Buch gut gelungen. Ich empfehle das Buch jedem, der gerne Castingbücher liest. Wer das Buch für zwischendurch lesen möchte ist auch gut unterhalten.

  10. Cover des Buches Höllenjazz in New Orleans (ISBN: 9783492060868)
    Ray Celestin

    Höllenjazz in New Orleans

     (124)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    True Crime im New Orleans vor über hundert Jahren, das ist doch mal was ganz Anderes! Der Autor Ray Celestin nimmt mich an die Hand und führt mich durch die „Wiege des Jazz“, wie die umtriebige Stadt im Mississippi Delta auch gerne genannt wird. Wir wandeln auf den verschlungenen Pfaden des geheimnisvollen Axeman, der die Straßen und Häuser unsicher macht. Seine besondere Masche ist es, in Häuser einzubrechen, die ausgesuchten Opfer zu brutal zu ermorden und nach dem Verlassen des Gebäudes hinter sich abzuschließen. Eine Eigenart, die die Polizei vor immer neue Rätsel stellte. Doch sie bekommen ungefragt Unterstützung durch die neugierige Ida, die als kleine Angestellte bei einer Pinkerton Agentur arbeitet. Wie gut, dass ihr Chef sich im alkoholischen Dauerrausch zu befinden scheint, so hat sie freie Bahn zusammen mit ihrem Freund Louis Armstrong auf Mördersuche zu gehen. Bald schon befinden sich die Beiden aber selbst in tödliche Gefahr, wer wird den Kampf um Gerechtigkeit gewinnen?

    Ich habe selbst zwei Jahre in Louisiana gelebt, wenn auch nicht direkt in New Orleans. Doch die Beschreibungen der Menschen, der Düfte und vor allem der Musik verursachten dennoch in meinem Kopf sofort ein Deja Vu. Jetzt einen Gin, einen großen Teller voll dampfender Jambalaya und Livemusik von dem aufstrebenden jungen Satchmo, hach, ich komme ins Schwelgen. Ihr merkt schon, dass Ray Celestine hier einen atmosphärisch dichten Roman geschaffen hat, der den Leser auf Trapp hält. Für ein paar Längen zwischendurch ziehe ich ein kleines Sternchen ab, werde mich aber dennoch weiterhin mit dieser „City Blues Serie“ befassen. Der nächste Teil führt nach Chicago, der dritte nach New York und der vierte ins Los Angeles der 60er Jahre. Hört sich aufregend an und ich möchte auf jeden Fall mit von der Partie sein!   

  11. Cover des Buches Das Licht (ISBN: 9783446261648)
    T. C. Boyle

    Das Licht

     (96)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Es ist der Stil, der dieses Buch so besonders gut macht. Ich liebe es, wie er mit der Sprache umgeht mit kurzen Sätzen, mit einer gewissen Hektik darin, die einen nicht stört, weil der Stil den Leser mitzieht und dafür sorgt, dass man nicht nur die Figuren kennt, sondern zu den Figuren wird.

    Das Buch ist nicht eines dieser Drogengeschichten, die mit Farben zu punkten versuchen oder ein miserables Leben zur Schau stellen, sondern es beginnt langsam, zeigt uns den Effekt von LSD, nicht alles, zumindest eine Ahnung davon, und sorgt dann Schritt für Schritt dafür, dass die Figur von einem Wissenschaftler zu einem Junkie mit Diplom mutiert.

    Ich bin von der Sprache begeistert, der Wortgewandtheit des Autoren, der gerade aus einer langweiligen Geschichten etwas so Großartiges kreiert hat. Im Laufe der Handlung tauchen viele Fragen, bei denen ich mich gefragt habe, wie der Autor gedenkt, diese zu beantwortet. Er tut es nicht, was nicht raffiniert ist, sondern einfach nur blöd. Vor allem das Ende ist weit offen für jegliche Interpretation, was ich nicht ausstehen kann. Wieso schließt der Autor nicht einfach die Geschichte ab? Es wirkte für mich so, als wäre Boyle am Schluss die Puste ausgegangen und er hätte einfach beschlossen, die Geschichte so zu beenden.

    Trotzdem habe ich es gern gelesen. T.C. Boyle ist definitiv einer meiner Lieblingsautoren.

  12. Cover des Buches Breathe - Flucht nach Sequoia (ISBN: 9783423760799)
    Sarah Crossan

    Breathe - Flucht nach Sequoia

     (302)
    Aktuelle Rezension von: Bücherfüllhorn-Blog

    Die Dystopie lässt sich flüssig lesen und hat mit dem Thema Sauerstoffmangel und Ökokatastrophe ein interessantes Setting. Dennoch bleibt es stellenweise ein wenig oberflächlich, worüber ich aber sehr gut hinweglesen konnte.

    Bei diesem 2. Band kann ich trotz des Themas nur drei von fünf Sternen vergeben. Der zweite Band wirkte mit seinen vielen Ereignissen zu stark aufgetragen, vor allem Vanyas Zuchtprogramm passte für mich gar nicht. Zudem gibt es zu einigen Protagonisten ein offenes Ende. Dennoch, die Dystopie wagt eine Zukunftsaussicht, die so auf unserer Erde passieren kann. 

    Das Thema wird dann in eine Geschichte für Jugendliche gepackt, die gut zu lesen ist. Zudem machen alle Protagonisten eine große Veränderung durch und wachsen an den Ereignissen. Es sind drei gute Sterne, die ich vergebe.

  13. Cover des Buches Kindeswohl (ISBN: 9783257243772)
    Ian McEwan

    Kindeswohl

     (262)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die Frage danach, zu welchem Zeitpunkt ein Kind schwerwiegende Entscheidungen treffen und für die Folgen Verantwortung übernehmen kann, ist das zentrale Thema des neuen Buches von Ian McEwan. Fiona Maye die Hauptperson der Geschichte, ist Richterin am High Court of Justice in London und mit vielen schwierigen Fällen des Familien- und Sorgerechts beschäftigt. Hinzu kommt ihre persönliche Ehekrise, die sie zu bewältigen hat, jedoch nicht die Zeit findet oder finden will, um sich mit ihren eigenen Problemen auseinanderzusetzen. Die Dinge nehmen ihren Lauf und man verfolgt als Leser gespannt die beiden Handlungsstränge.

    Der Autor hat erneut ein brisantes Thema äusserst subtil aufgearbeitet. Es geht um religiöse Fragen, Bevormundung, Recht und Gerechtigkeit und vieles mehr. Gefallen haben mir neben der dramatischen Story, die klar dargelegten, gerichtlichen Auseinandersetzungen und die klugen Gedankengänge und Fakten, die zum Entscheid der Richterin führen.

    Ausserdem ist die Lektüre lehrreich oder kennt jemand von euch den Begriff der Gillick Competence?

  14. Cover des Buches Love is Loud – Ich höre nur dich (ISBN: 9783492062244)
    Kathinka Engel

    Love is Loud – Ich höre nur dich

     (209)
    Aktuelle Rezension von: isas_bookworld

    Alle haben immer so geschwärmt und jetzt habe ich es endlich verstanden! Warum habe ich bloß so lange gewartet?

    Dieser Schreibstil! Oh mein Gott! Ich bin absolut verliebt, er ist so gut! Kathinka Engel schafft es, ihre Charaktere alleine durch die Art wie sie sie beschreibt und sprechen lässt, so greifbar werden zu lassen, dass man das Gefühl hat, sie allesamt wirklich zu kennen.

    Geschrieben ist das ganze dabei in der Ich-Perspektive aus den Sichten der beiden Protagonisten - Franziska und Lincoln -, sodass man das Gefühl hat wirklich in ihrer Köpfe gucken zu können.

    Und diese beiden! Ich liebe sie so sehr!

    Franziska hat ihr ganzes Leben durchgeplant, weiß ganz genau, was sie in Zukunft machen will bzw. sollte, um ein sicheres Leben führen zu können. Bevor der richtige Alltag allerdings beginnt, macht sie sich auf in wenigstens ein großes Abenteuer - New Orleans. Sie ist unglaublich nervös, weil sie es nicht gut kann, einfach mal nicht nachzudenken und ohne wirklichen Plan durchs Leben zu gehen und sich stattdessen einfach treiben zu lassen. Ich habe sie verstanden, und zwar so gut, dass es fast wehgetan hat. Für mich war sie ein unglaublich nachvollziehbarer Charakter, mit dem ich mich wahnsinnig gut identifizieren konnte. Vor allem deswegen hat mir aber auch ihre Charakterentwicklung so gut gefallen. Zu sehen, wie sie lernt loszulassen, freier zu sein, nicht jede einzelne noch so kleine Entscheidung zu Tode zu analysieren und einfach zu leben.

    Der Grund, aus dem Franziska überhaupt nach New Orleans gekommen ist, ist Hugo. Er ist ein alter Mann, der eigentlich noch sehr fit ist und super alleine klarkommen würde. Allerdings sieht sein Sohn das anders, weshalb Franziska ihm Gesellschaft leisten soll. Hugo ist einfach cool und bisher mein absoluter Lieblingscharakter! Auf den ersten Blick wirkt er absolut unhöflich, dabei ist er einfach nur ehrlich. So unglaublich ehrlich, dass seine Sprüche manchmal ganz schön sitzen. Dabei sieht er das Leben genau so, wie man es betrachten sollte. Er ist einer der wenigen Menschen, die die wichtigen Dinge sehen und das Leben einfach genießen.

    Lincoln ist Straßenmusiker, spielt aber gleichzeitig auch in einer Band mit seinen Freunden - die übrigens allesamt super cool sind!. Wenn man ihn mit einer Farbe beschreiben müsste, wäre er bunt. Zumindest von außen betrachtet. Innen ist da nämlich auch ziemlich viel grau, weil er Dinge durchmacht und vor seinen Liebsten verbirgt, die nicht gerade schön sind. Trotzdem ist er voller Leben und genau das, was Franziska zumindest für eine Weile sein will. Er denkt nicht an morgen, lebt den Tag, liebt die Musik und die Welt in all ihren Farben. Im Grunde ist er all das, was New Orleans ausmacht, in einer Person.

    New Orleans… Ich bin absolut verliebt! In die Farbenbracht dieser Stadt, die Musik, den Flair. Ich kann absolut verstehen, warum die Leute nie wieder von dort wegwollen. Ich war noch nicht wirklich dort, und trotzdem hatte ich das Gefühl, zusammen mit Franziska und Lincoln durch die Straßen geschlendert zu sein. In meinem Kopf war ich wirklich dort und will genauso wenig wieder gehen, wie die meisten anderen auch.

    Dieses Buch war einfach unfassbar genial. Es hat mich mit auf eine Achterbahnfahrt genommen, die ich so niemals erwartet hätte. Ich weine nicht oft bei Büchern - Tränen zurückhalten, ja, aber nie richtig weinen , hier konnte ich gar nicht mehr damit aufhören. Ich habe geweint, weil es so schön und gleichzeitig so traurig war. Ich habe jede einzelnen Emotion der Charaktere gefühlt und sie verstanden. Auf gewisse Weise war ich sogar irgendwie die Charaktere.

    Da waren diese Schmetterlinge in meinem Bauch, weil alles so toll war, die Stadt, das Feeling, Lincoln und Franziska. Hach, die beiden waren so süß. Ich habe sie geliebt, die Romantik, die Sexy-Time, einfach die beiden.

    Und alle anderen, die die Geschichte zusammen so lebendig gemacht haben, so voller Liebe, Trauer, Wut - Emotionen die mein Herz ganz schön strapaziert haben. Weil eigentlich alles wundervoll war, und dann plötzlich nicht mehr - oder doch?

    Doch ich verzeihe der Autorin für den ganzen Herzschmerz. Die humorvollen Stellen haben das definitiv wieder wettgemacht. Und alles zusammen die Geschichte einfach perfekt!

    Zusammenfassend lässt sich nur sagen, dass ich das Buch abgöttisch geliebt habe, weshalb es die 5 Sterne auch absolut verdient hat.


  15. Cover des Buches Inspektor Takeda und die Toten von Altona (ISBN: 9783746632131)
    Henrik Siebold

    Inspektor Takeda und die Toten von Altona

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Claudia Harms arbeitet in der Mordkomission Hamburgs und wird als einzige Frau vor allem von ihrem Vorgesetzten nicht ernst genommen. Der ist der Meinung, dass allein sie sich als Babysitter eignet, denn aus Japan soll über ein Austauschprogramm ein Kollege aus Tokyo ins Team kommen. Claudia bereitet sich gründlich auf die Ankunft von Kenjiro Takeda vor, macht sich aber keine Hoffnungen mit diesem auch wirkliche Fälle lösen zu dürfen. Daher landen die beiden in Altona, wo sie den Selbstmord eines Buchhändler-Ehepaars in deren Wohnung untersuchen wollen. Takedas Meinung nach kann es sich nicht um einen Suizid handeln. Claudia ist geneigt dem Urteil des Japaners zu glauben, und als der Gerichtsmediziner diese Einschätzung teilt, beginnt das Duo seine Ermittlungen, das sie in politische Kreise führt, in denen die Fronten noch geklärt werden müssen...


    „Die Toten von Altona“ ist der Auftakt der Inspektor-Takeda-Reihe von Henrik Siebold aka.  Daniel Bielenstein, der den Großteil seiner Kindheit in Japan verbracht hat und daher mit der Kultur des Landes bestens vertraut ist, was man meinem Dafürhalten nach dem Buch auch anmerkt. Mit Kenjiro Takeda hat er Claudia Harms einen Kollegen zugeworfen, der eine interessante Person mit ungewöhnlichen Untersuchungs- und Befragungsmethoden ist. Claudia Harms selbst ist eine facettenreiche Protagonistin, durchaus stark, aber mit nachvollziehbaren Schwächen, die sie sehr menschlich machen.

    Der Auftakt der Krimireihe hat Wendungen wie ein weglaufendes Kaninchen, springt mal in diese, mal in jene Richtung. Bis der Fall sich aufklärt, gibt es verschiedene Lösungsansätze, denen man als Leser*in versucht nachzufühlen, so dass das Ende mich auf jeden Fall überrascht hat.

    Das erste Buch hat mir derart gut gefallen, dass ich weitere Bände bei mir bereits bereitstehen!

  16. Cover des Buches Wie ein fernes Lied (ISBN: 9783492306133)
    Micaela Jary

    Wie ein fernes Lied

     (61)
    Aktuelle Rezension von: InaRom

    Hamburg 1939: 

    Die achtzehnjährige blonde Marga liebt den Jazz, der in die Beine fährt und sie überall tanzen lässt. Genauso vernarrt ist sie aber auch in ihren Jugendfreund Michael Friedländer, einen jüdischen Klarinettisten. Beide sind glühende Fans der Swing-Jugend, die sich an englischer und amerikanischer Musik erfreut. Als der Ton in der Gesellschaft rauer und gefährlicher wird, emigriert Michael nach Paris. Beim Abschied am Bahnhof ist sie fest davon überzeugt ihre große Liebe einmal wiederzusehen, denn ihre Liebe ist wie ein Lied, das niemals verklingt. Doch der herannahende Krieg erschwert ihr die Suche nach Michael. Oder will er gar nicht gefunden werden?  …

    Paris 1999:

    Der Journalist Frank Renner sitzt in einem Restaurant, wo er fünf jungen Frauen der Darbietung des alten französischen Chansons La Mer, lauscht. Er bemerkt, wie ein älterer Tischnachbar der blonden Pianistin verstohlene Blicke zuwirft und plötzlich wie getrieben, seinen Platz verlässt und zum Ausgang des Lokals stürmt. Frank wundert sich, als er sieht, wie die Pianistin versucht, dem alten Mann zu folgen und mit Rufen zum Stehenbleiben zu bewegen. Der Instinkt des Journalisten erwacht und ohne dass ihm richtig klar ist, was ihn antreibt, folgt er den Beiden. Er sieht noch die schwarze Karosserie eines Taxis und hört die kreischenden Bremsen denen ein Schrei folgt …

    Mein Taschenbuch hat ein wunderschönes Titelbild. Es zeigt ein Mädchen mit blonden Haaren, das einem wegfahrenden Zug nachblickt. Auf 590 Seiten wird in 59 Kapitel abwechselnd in zwei Zeitebenen der rote Faden zwischen Marga und Andrea gesponnen. Der Schreibstil ist flüssig und so interessant, dass man immer wissen möchte, wie es mit den Protagonisten weitergeht. Marga wurde mir sehr gut vorstellbar beschrieben. Eine junge hübsche Frau, die die Jazz-Musik und das Tanzen liebt und noch dazu gut singen kann. Sie macht ihre Ausbildung zur Sängerin mit dem Hauptwunsch, dadurch ihre große Liebe Michael wiederzufinden. Denn Michaels Herz gehört ebenfalls der Musik. Marga übersieht ein bisschen, dass der Krieg Menschen verändert hat und ich hätte sie gerne darauf hingewiesen, dass die wirklich große Liebe, sie schon seit Jahren auf ihren Reisen begleitet und beschützt. Das Zusammenführen der beiden roten Fäden am Ende des Buches hat mir sehr gefallen, aber am meisten beeindruckt hat mich die Tatsache, dass ich sehr viel über die damalige Zeit und ihre Swing-Musik samt Swing-Jugend gelernt habe. Es war sehr aufschlussreich, darüber auch im Internet nachzulesen. Am Ende des Buches hat die Autorin eine interessante Fußnote zur Entstehung der Geschichte und ein Verzeichnis der im Roman genannten Künstler verfasst. Dieser Roman war eine tolle Erfahrung und hat mir sehr gefallen. Ich habe mir nur ein wenig mit den vielen (manchmal gleichen) Namen schwergetan. Für Leser historischer Romane mit Liebe zur Musik gebe ich gerne eine Leseempfehlung ab.        

  17. Cover des Buches Seitenwechsel (ISBN: 9783649615170)
    Michael Römling

    Seitenwechsel

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Kallisto92
    Das Buch Seitenwechsel von Michael Römling handelt von zwei Brüdern namens Bernhard und Justus ,sowie ihren Freunden Jack und George.

    Die Handlung spielt in Berlin 1961,dass Jahr des Mauerbaus.

    Die beiden Brüder wohnen im Osten,also der DDR. Bernhard studiert an der Unsiversität Biologie.
    Jack kommt aus den USA.Er arbeitet in Berlin für einen amerikanischen Diplomaten.
    Georg wohnt ebenfalls in Westberlin und arbeitet als Steinmetz.
    Obwohl 2 der Freunde im Osten wohnen ,haben sie doch die gleichen ansichten wie die Jungs im Westen.

    Eines Tages wird der Vater der beiden Brüder tot aufgefunden. Sie wollen Nachforschungen anstellen, um zu wissen was mit ihren Vater passiert ist.
    Ab da an werden die Jungen von der Stasi beobachtet.
    Ihr Leben wird dann noch mehr aus den fugen geworfen, binnen einer Nacht verändert sich alles.
    Es wird eine Mauer mitten durch Berlin gezogen.


    Ein schönes Buch, welches ein sehr interessantes Thema beinhaltet.
    Man kann sich gut in das Geschehene hineinversetzten auch wenn man nicht zu dieser Zeit gelebt hat. Somit wird einen der geschichtliche Hintergrund nochmal spannend erzählt.
  18. Cover des Buches Inspektor Takeda und der leise Tod (ISBN: 9783746633008)
    Henrik Siebold

    Inspektor Takeda und der leise Tod

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Kenjiro Takeda und Claudia Harms sind wieder im Einsatz! Diesmal wird ein Entrepreneur mit reichlich Neidern und Feinden tot aufgefunden. Doch da ihm sind auch alle Kleidungsstücke entfernt worden sind, schließt das Ermittlerduo zunächst auf einen Racheakt und nehmen die Ehefrau ins Visier. Das Mordopfer hatte allerdings Affären, die alle ebenfalls ein Motiv hätten. Bald entwickeln Claudia und Takeda jeder ihre eigenen möglichen Lösungsansätze für den Fall, die alle vielversprechend aussehen. So gehen die beiden ihren Fährten nach und erleben individuelle Überraschungen bis zur vollständigen Aufklärung.


    Der zweite Fall der Hamburger Ermittler hat mir noch besser gefallen als der erste. Nicht zuletzt ist dies dem Umstand geschuldet, dass man sowohl hinter Claudias als auch Takedas äußere Fassade mehr blickt und die beiden Protagonist:innen besser kennenlernt. Besonders Takedas Weigerung eine Waffe zu tragen ist ein amüsanter Faktor wie überhaupt seine japanische Herangehensweise an die Dinge.

    Ich mag aber auch das Hamburger Setting sehr gerne und hab mich unheimlich gefreut, als während einer nächtlichen Spritztour in einem Sportwagen sogar mal meine Geburtsstadt Rendsburg kurz angesteuert wurde. Der nächste Fall von „Inspektor Takeda“ liegt jedenfalls schon bereit!

  19. Cover des Buches Der große Gatsby (ISBN: 9783311220008)
    F. Scott Fitzgerald

    Der große Gatsby

     (1.059)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Alle kennen die großen Partys des großen Gatsbys. Die Leute kommen von überall her und nehmen sogar uneingeladen an den berühmten Feiern teil, aber keiner kennt den Gastgeber Gataby wirklich. Deswegen ranken sich viele Gerüchte um ihn. Als Nick sein neuer Nachbar wird, lernt er ihn auf eine ganz andere Weise kennen und merkt, dass hinter dem bekannten Mann ein ganz anderer steckt.


    Dieses Buch ist einfach großartig. Allein wie es schon anfängt und man in diese lebendige und doch nachdenkliche Stimmung hineingezogen wird. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie Nick, der Protagonist, die Geschichte erzählt. Dabei lernt man die Personen immer besser kennen und sieht die Schichten ihrer Persönlichkeit tiefer werden und die komplexen Beziehungen untereinander bringen einen zum Nachdenken. Die Geschichte wirkt ziemlich einfach und simpel und doch schwingen so viele Themen des Lebens mit, die der Autor tragisch und auch zynisch beschreibt.

    Ich für meinen Teil liebe dieses Buch und da es so schnell durchgelesen ist, kann man es immer wieder lesen und stößt dabei immer auf neue Details. Außerdem hat es einen einfachen und schönen Schreibstil, sodass man perfekt für ein paar Stunden in der Geschichte abtauchen kann.

  20. Cover des Buches Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder (ISBN: 9783746633855)
    Henrik Siebold

    Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Babajaga

    Das Buch:

    Es handelt sich hier um den 3. Teil aus der Krimi-Reihe um den japanischen Inspektor Ken Takeda, der in Hamburg ermittelt. Wie immer kann der Roman unabhängig von allen anderen gelesen werden, da der Fall in sich abgeschlossen ist. (Für mich ist es der 4. Teil)

    Worum geht’s?

    An einem grauen Novembermorgen am Bahnhof Dammtor stürzt eine junge Frau vor die einfahrende S-Bahn. Oder wurde sie gestoßen? Erste Eindrücke und ein Geständnis lassen diesen Schluss zu. Allerdings kommen nur all zu schnell Zweifel - sowohl an den Eindrücken als auch am Geständnis - auf. Der nächste Mord lässt nicht lange auf sich warten und wieder ist einer der Jugendlichen vor Ort. Zufall oder hat er doch etwas damit zu tun?

    Charaktere:

    Ich mag Ken Takeda schon seit dem ersten Teil. Gerade seine manchmal recht melancholische Art, seine Art Traditionen zu bewahren und seine Leidenschaft für Saxophon und japanischen Whisky machen den Japaner sympathisch. Ebenso seine Sicht auf die Deutschen und wie er seine Wahlheimat Hamburg wahrnimmt. Aber in diesem Teil zeigt der Autor ein Stück Takeda, das man so gar nicht vermutet hätte. Ken Takeda litt unter dem Regime seines Vaters - mehr als man bis hier hätte annehmen können - und in dem jungen Simon Kallweit, dem jugendlichen Verdächtigen, erkennt Takeda Parallelen zu seiner eigenen Jugend. Stück für Stück erzählt Siebold aus dieser Jugend, von Takedas Hingabe für Mangas und wie er sich darin verlieren konnte, wie er aus diesem furchtbaren Kreislauf wieder ausbrechen konnte. Gerade dieses Stück Vergangenheit bringt den Inspektor dem Leser sehr nahe.

    In diesem Teil habe ich Ken manchmal sogar etwas verlottert empfunden - nicht unangenehm, aber anders als sonst. Während er gewöhnlich überaus gepflegt auftritt, konnte es diesmal passieren, dass er nicht gar so sehr auf sein Äußeres achtete. Auch bedurfte dieser Fall eines übermäßigen Whisky-Genusses. Darüber habe ich eher geschmunzelt, denn dass er diesem Getränk zugetan ist, ist dem Leser seit dem ersten Teil bekannt.

    Ebenfalls sehr deutlich wird hier sein innerer Konflikt in Bezug auf seine Kollegin Claudia Harms. Er mag sie, daran besteht gar kein Zweifel. Ihre raue, laute Art und man wird das Gefühl nicht los, dass da deutlich mehr als bloße Sympathie ist. Eine Eigenschaft, die die Figur des Takeda äußerst menschlich und lebendig macht. 

    Claudia Harms… eine Klasse für sich, möchte ich sagen. Sie und Ken könnten gegensätzlicher nicht sein. Während er japanisch zurückhaltend agiert, auch mal schweigt und sich entschuldigt, poltert sie los. Claudia hat wenig Hemmungen sich mit ihren Kollegen und ihrem Chef anzulegen, wenn sie meint, dass sie im Recht ist. Sie flucht laut und intensiv. Herrlich finde ich ihre Aussage “Nun seien Sie doch nicht so japanisch!”, wenn Ken ihrer Meinung nach mal wieder zu zurückhaltend ist. Aber gerade diese Gegensätzlichkeit macht das Ermittlerteam so authentisch und vor allem effizient. Wo andere längst aufgeben, fangen Ken und Claudia erst an. 

    Auch bei ihr regen sich langsam mehr als freundschaftliche Gefühle für Ken, doch genau wie er, will sie sie nicht zulassen. Immerhin ist Claudia nicht die geborene Beziehungskünstlerin - im Gegenteil. Und mit Kollegen ja sowieso nicht… Dieses Pritzeln zwischen Ken und Claudia gibt dem Roman das gewisse i-Tüpfelchen. Es ist niemals vordergründig, man bemerkt es eher an Kleinigkeiten und das macht es so reizend.

    Der junge Simon Kallweit hat mir gut gefallen. Mit ihm hat mich der Autor dauernd zwischen “der muss es gewesen sein” und “nee, der kann es nicht gewesen sein” hin und her geschickt. Siebold lässt das Bild eines Jugendlichen auferstehen, das so greifbar zu sein scheint, aber immer dann, wenn es Gestalt annimmt, ist das Bild wieder weg. An ihm und auch an anderen Jugendlichen zeigt der Autor viel von dem, was digitale Medien heute bewirken können. Das stimmt nachdenklich - zumindest mich. 

    Allerdings hat er Simon Kallweit auch sehr tief in die Welt der Mangas eintauchen lassen und hat viel darüber in die Geschichte einfließen lassen - so viel, dass ich mir das Manga, um das es hier geht, besorgt habe. 

    Schreibstil:

    Henrik Siebold schreibt sehr anschaulich ohne detailverliebt zu sein. Als Hamburger sieht der Leser seine Stadt vor Augen, weiß genau, wo er sich befindet. Jemand, der die Stadt nicht kennt, bekommt einen sehr guten Eindruck. Siebold schreibt nicht nur in Hamburg, sondern auch über Hamburg. Besonders gefallen hat mir die Beschreibung der Gegensätzlichkeiten - arm und reich liegen nah beieinander in dieser Stadt. Und ich mag seine Beschreibungen, wie Ken die Deutschen wahrnimmt und immer wieder den Kopf schüttelt - das aber übrigens auch über seine eigenen Landsleute. 

    In diesem Teil vereint Siebold das erste Mal wirklich viele Themen. Die bisherigen Teile, die ich gelesen habe, hatten im Grunde ein Hauptthema. Diesmal behandelt er diverse Themen: Politik, digitale Medien, Mangas, japanische Kultur, Mobbing. Diese Vielfältigkeit gibt dem Fall eine Komplexität, die den Leser mitreißt. So gibt es vielfältige Wendungen, neue - und reichlich falsche - Fährten und viele Verknüpfungen von unterschiedlichen Fällen. Allerdings braucht man sich nicht darum zu sorgen, ob man den Überblick behält. Der geht zu keiner Zeit verloren. 

    Die Auflösung um den Täter kommt sehr, sehr spät und aus einer Ecke, die zumindest ich überhaupt nicht in Erwägung gezogen habe. Einzig, dass der Weg dorthin eher zufällig ist, stört das Ganze vielleicht. Aber sind wir mal ehrlich: Im wahren Leben muss auch hin und wieder einfach der Zufall helfen. Ansonsten sind die Verknüpfungen stets logisch und nachvollziehbar. 

    Fazit:

    Absolut lesenswert, spannend bis zur letzten Seite und für mich der beste Takeda bisher. 5 von 5 Sternen. 

  21. Cover des Buches Herz aus Jazz (ISBN: 9783499269004)
    Sara Lövestam

    Herz aus Jazz

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Kitsune87

    Rezension zu Herz aus Jazz von Sara Lövestam


    Titel: Herz aus Jazz

    Autor: Sara Lövestam

    Übersetzer: Stephanie Elisabeth Baur

    Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag

    Genre: Gegenwartsliteratur/Jugendbuch

    Preis: TB 9,99 €, ebook 2,9 €

    Erscheinungsdatum: 27.05.2015

    Isbn: 978-3499269004


    Vielen Dank an das Feelings-Team für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


    Klappentext:


    An ihrer Schule in der schwedischen Provinz wird Steffi gemobbt. Dem Alltag entflieht die talentierte Fünfzehnjährige, indem sie Musik macht und hört. Am liebsten Swing und Jazz. Als ihr iPod eines Tages den Geist aufgibt, reißt die Musik nicht ab. Sie dringt aus dem Fenster eines Altenheims. Und der alte Mann, der dort wohnt, lädt Steffi zu sich ein. 

    Schnell stellt sich heraus, dass Alvar Steffis musikalische Helden persönlich kannte. Denn er war selbst ein erfolgreicher Bassist im Stockholm der Swinging Fourties. Während sie gemeinsam seinen alten Platten auf dem Grammophon lauschen, entwickelt sich zwischen den beiden eine enge Freundschaft. Steffi erzählt dem alten Herrn von ihren Problemen, Alvar ihr im Gegenzug die Geschichte seiner großen Liebe. Für beide ist es eine Auseinandersetzung mit tiefsten Gefühlen und Verletzungen. Und eine Chance auf die Zukunft.


    Meinung:


    Romane über ungewöhnliche Freundschaften sind genau mein Ding, weswegen ich mich sehr gefreut hatte, dieses ebook lesen zu dürfen. 


    Cover und Klappentext suggerieren einen Roman für alle Altersklassen. Aufgrund des doch recht gewöhnungsbedürftigen Schreibstils würde ich ihn jedoch eher als Jugendbuch deklarieren wollen. Sehr kurze und präzise Sätze, die nicht viel Wert auf Beschreibungen legen, haben meinen Lesefluss ab und an doch stocken lassen.


    Die beiden Protagonisten Steffi und Alvar mochte ich schnell ins Herz schließen. Auch wenn ich bei Steffi immer noch ein bisschen das Gefühl habe, dass dies aus Mitleid passiert ist, denn das Thema Mobbing spielt neben der Musik eine wichtige Rolle. Was dies angeht, hätte ich mich auf eine andere Art der Auseinandersetzung damit gefreut. Das echte Leben ist da schon hart genug. Alvar ist der große Sympathisant des Romans und die Erzählungen der 40er Jahre aus seiner Sicht haben mir gut gefallen.


    Trotz der guten Thematik und den beiden tollen Charakteren musste ich mich an manchen Stellen wirklich am lesen halten. Das Buch weist einige Passagen auf, die sich sehr ziehen und der oben erwähnte, einfache, Schreibstil und einige musikalische Beschreibungen, dir mir als Nichtmusiker nichts gesagt haben, machten es da nicht gerade leicht, weiter lesen zu wollen. Ich mochte es alles in Allem trotzdem gerne lesen. Ohne diese Längen wäre das Lesevergnügen jedoch höher gewesen. Es werden nicht alle offenen Fragen geklärt, dies ist meiner Meinung nach jedoch nicht wichtig und lässt Raum für eigene Gedankengänge.


    Fazit:


    Trotz einiger Schwächen mochte ich die Charaktere von „Herz aus Jazz“ sehr gerne. Der Schreibstil ist mein größter Kritikpunkt und wenn man über ihn hinwegsehen kann, hat man interessante Lesestunden vor sich. Allerdings würde ich es einem eher jüngerem Publikum ans Herz legen.

  22. Cover des Buches Das Spiel von Liebe und Tod (ISBN: 9783785582626)
    Martha Brockenbrough

    Das Spiel von Liebe und Tod

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Janinezachariae

    "Das Spiel von Liebe und Tod" von Martha Brockenbrough hab ich irgendwann im Sommer zufällig günstig erworben und endlich auch mal zum Lesen hervorgeholt. Ihr wisst ja, wie das mit dem Sub so läuft ;) Wegräumen und oft aus den Augen (und Sinn). Zum Glück aber hab ich mich dann doch im November an diese Geschichte gewagt - die ganz anders als mein Nano Projekt war (was mir wichtig erschien, denn gelegentlich ist es gut einfach etwas anderes zu lesen, während mein Kopf meist im Weltall umherirrte).
    Flora und Henry.
    Schwarz und Weiß.
    1937, Seattle - Jazzclub.
    Natürlich stehen ihre Gefühle unter keinem guten Stern. Nicht nur aufgrund der Unterschiede ihrer Haut - die hier im übrigen sensible behandelt wurden und auch die Wörter ethisch korrekt sind. Doch das Buch würde nicht "Das Spiel von Liebe und Tod" heißen, wenn es nicht auch genau darum gehen würde. Liebe. Tod. Kann die Liebe siegen? Was ist, wenn es eine Person in diesem Buch gibt, die sich für dasselbe Geschlecht plötzlich interessiert? Hat die Liebe da dann eine Chance? Oder eher der Tod, der unabdingbar an die Verzweiflung appelliert?
    Es ist eine Geschichte, die sich hauptsächlich an Jugendliche und junge Erwachsene herantraut. Doch auch ich fand sie sehr ansprechend und interessant. Der Tod schwingt bei der Liebe immer mit einher. Weshalb eine Anspielung auf Romeo und Julia nicht abwegig erscheint. Der Tod. Die Liebe.
    Der. Die.
    Was wird gewinnen?
    Im ewigen Kampf um das Pronomen? Im ewigen Kampf um die Liebe. Wenn der Tod so nah ist und beinahe unablässig anklopft.
    Flora und Henry.
    Sie ist Schwarz.
    Er ist Weiß.
    Wer wird gewinnen?
    Die Liebe?
    Oder
    Der Tod?
    Es ist eine echt tolle Geschichte, die mich ziemlich mitgenommen hat. Bleibt nur abzuwarten, was ihr davon haltet. Siegt die Liebe? Oder wird der Tod erneut zuschlagen? Unablässig.
    Flora und Henry. Zwei Menschen, die sich lieben. Das ist kein Geheimnis. Doch ihre Liebe darf nicht bekannt werden. Zu groß sind ihre Unterschiede. Herzerwärmend die Lieder, die Flora in ihrem Jazzclub singt.

  23. Cover des Buches Timeless (ISBN: 9783453267589)
    Alexandra Monir

    Timeless

     (278)
    Aktuelle Rezension von: WriteReadPassion

    Klappentext:
    Nacht für Nacht hat die 17-jährige Michele denselben Traum: In einem Spiegelsaal steht sie einem jungen Mann mit saphirblauen Augen, rabenschwarzen Haaren und einem geheimnisvollen Lächeln gegenüber. Kurz bevor sie erwacht, sagt der Fremde stets: »Ich warte auf dich.« Aber als ein furchtbares Unglück Micheles Leben für immer verändert, begegnet sie dem Mann ihrer Träume plötzlich in der Wirklichkeit ...


    Autorin:
    Alexandra Monir wuchs in der Nähe von San Francisco auf und entdeckte schon als Kind ihre Liebe zu Musik, Theater und Literatur. Sie nahm Gesangs- und Schauspielunterricht, bevor sie im Alter von siebzehn nach Los Angeles zog, um dort Sängerin und Songrwiterin zu werden. Sie arbeitete unter anderem mit den Produzenten von Aretha Franklin und Mariah Carey zusammen. Mit ihrem Romandebüt Timeless verwirklichte sich Alexandra Monir ihren großen Traum und wurde Schriftstellerin. Die Autorin lebt in New York und Los Angeles.

    Übersetzerin:
    Antoinette Gittinger studierte Philosophie, Romanistik, Anglistik und Germanistik in Tübingen und München. Sie übersetzt aus dem Französischen, Spanischen und Englischen. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören u.a. der Dalai Lama, Eric Orsenna, Henry Miller, Agatha Christie, Steve Jobs, Guillaume Musso und Nicolas Vanier.


    Bewertung:
    Das Cover sieht mysteriös und zauberhaft aus, also genau passend zum Genre. Das Mädchen darauf ist unsere Protagonistin. Mit dem Titel alles in allem stimmig zur Geschichte. Das Cover ist an sich nichts besonderes, passt aber zum Buch.

    Mich hat  der Klappentext, also die Handlungen in zwei verschiedenen Jahrhunderten, neugierig gemacht. Das birgt viel Potenzial für eine schöne Geschichte. Leider ist die Umsetzung weder spannend noch fesselnd. Das Potenzial hat die Autorin nicht genutzt. Das Buch hat 339 Seiten, in der die Geschichte spielt. Ich bin mir nicht sicher, ob es weniger Seiten spannender gemacht hätten oder nur etwas Tempo reingemusst hätte - wahrscheinlich beides. Die Handlungen sind sehr lahm, gar fast nicht erwähnenswert. Die Charaktere sind etwas undurchsichtig - bis auf unsere Protagonistin -, da es sich um eine Reihe handelt. Das lässt sich also nicht im ersten Band bewerten. Etwas Gespür für die einzelnen Charaktere konnte ich gewinnen, ist im gängigen Akzeptierrahmen. 

    Magie im Form von Vergangenheits- und Zukunftsreisen sind gegeben und recht vorstellbar niedergeschrieben. Ich konnte mich gut da reinversetzen. Hin und wieder dauerte es etwas, da diese Reisen stets anders beschrieben werden. Und mal geht es so schnell, dass ich nochmal lesen musste, was in dem Moment passierte, und dann war es wiederum ganz deutlich zu lesen, dass eine Reise folgte. Verknüpfungen von der Gegenwart in die Vergangenheit lässt sich hier nicht ganz knüpfen, dafür ist trotz vieler Seiten zu wenig erzählt worden. Das lässt sich nur nach allen gelesenen Bänden bewerten.

    Zum Schluß hat die Autorin zu der Kulisse, der Windsor-Familie und zu Zeitreisen ein Nachwort geschrieben. Das gefällt mir sehr gut, sodass sich auch Fakten zu den jeweiligen Bereichen lesen lässt. Sowas mag ich sehr gerne.

    Fazit:
    Alles in allem ist es ein Buch, dass meine Erwartungen nicht erfüllen konnte und mich schon etwas in der Umsetzung enttäuscht hat. Ich hatte es mir fesselnder vorgestellt, sowie im Bezug auf die Zeitreisen an sich, als auch die Beziehung zu den beiden Hauptcharakteren. Hier ist sehr viel Potenzial nicht aufgegriffen worden, auch wenn es erst Band 1 ist. Da habe ich dennoch etwas mehr erwartet. 

    Das Ende ist zwar schön spannend gehalten - natürlich! - und endet offen, aber dennoch reicht meine Neugier derzeit nicht aus, Band 2 zu lesen. Vielleicht irgendwann mal, wenn mich nichts anderes interessiert. Für Zwischendurch lässt sich das Buch schnell lesen. Ist allerdings kein Muss. Schade. Mehr als 3,5 Sterne gibt es von mir nicht.


  24. Cover des Buches Herr Mozart wacht auf (ISBN: 9783746626963)
    Eva Baronsky

    Herr Mozart wacht auf

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Novella_Romana

    Wie immer sehe ich von einer Inhaltsangabe ab, weil ich nach wie vor der Meinung bin, dass eine Rezension so etwas nicht braucht.

    Sowohl inhaltlich als auch sprachlich war ich von dieser Lektüre richtig gut unterhalten. Gut, es gibt einige konstruierte Passagen (speziell das Ende). Über die sehe ich aber zugunsten des hohen Unterhaltungswertes hinweg.

    Was so ein überraschendes Zeitreise- bzw. Wiedergängerdasein mit sich bringen könnte, wurde auf sehr humoristische Art dargeboten. Dabei hat die Autorin aber nicht auf eine liebevolle Darstellung der Figur von Mozart vergessen. Eindeutiges Lesevergnügen.

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