Bücher mit dem Tag "jenische"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "jenische" gekennzeichnet haben.

8 Bücher

  1. Cover des Buches Nebel im August (ISBN: 9783570403280)
    Robert Domes

    Nebel im August

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ein sehr bewegendes Buch, das die Geschichte von Ernst Lossa erzählt.
    Eine schockierende Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht.
    Ernst Lossa wird von seiner Familie getrennt, kommt in ein Kinderheim.
    Er klaut, gilt als schwer erziehbar und wird so von einem Kinderheim ins nächste gesteckt.
    Irgendwann landet er in der Psychiatrie, obwohl er kerngesund ist. Doch er gilt als Psychopath.
    Außerdem ist er ein Jenischer, ein "Zigeuner".
    Und so wird er letztendlich ein Opfer der NS-Euthanasie. Er bekommt 1944 die Todesspritze verabreicht.
    Es ist bestürzend, dass diese "Geschichte" wahr ist. Die Dialoge sind fiktiv, aber das ganze Gerüst drum herum ist wahr und macht es so grausig und schockierend.
    Mich hat die Geschichte von Ernst Lossa tief bewegt als Beispiel von so unendlich vielen Opfern der damaligen Zeit.
    Den Film habe ich noch nicht gesehen, möchte das aber noch nachholen.
    Das Buch kann ich auf jeden Fall empfehlen!

  2. Cover des Buches Sechs (ISBN: 9783426445808)
    Michael Seitz

    Sechs

     (11)
    Aktuelle Rezension von: labelloprincess

    Das Cover finde ich für das Genre sehr gut ausgewählt. Es passt, sowie auch der Titel, zum Inhalt des Buches.

    Der Schreibstil des Autors war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Mit der Zeit fiel mir das Lesen zum Glück etwas leichter, nur die PDF-Dateien waren bis zum Schluss nicht flüssig zu lesen. Die kurzen Kapitel steigerten mein Lesetempo.

    Die Charaktere wirkten mir etwas zu blass und distanziert oder sie waren mir einfach unsympathisch.

    Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, dass ich etwas Wichtiges verpasst habe und so manche Zusammenhänge nicht richtig verstehen konnte. Einige Dinge kommen mir auch zu wenig detailliert oder umfangreich vor.

    Manche Stellen und vor allem der Showdown waren sehr spannend, aber die meiste Zeit war ich von der Geschichte zu verwirrt, um mit ständiger Freude dabei zu sein. Zum Glück wurden zum Schluss doch noch etliche Ungereimtheiten aufgeklärt.

     Leider konnte mich das Buch nicht zur Gänze überzeugen. Ich vergebe dafür 3,5 von 5 Sterne.


  3. Cover des Buches Sechseläuten (ISBN: 9783548609447)
    Michael Theurillat

    Sechseläuten

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Beim Sechseläuten, einem Brauch zum Austreiben des Winters, der jedes Jahr in Zürich stattfindet, wird eine Frau ermordet. Neben dieser steht ein kleiner Junge, der nicht spricht, aber wohl das Verbrechen beobachtet hat. Kommissar Eschenbach kommt zunächst nicht weiter und wird bei seinen Ermittlungen zur Fifa geführt und einen dubiosen Justitiar, der die Schwester der Toten vertritt. Allmählich kommen immer mehr Details ans Tageslicht und die unmenschliche Behandlung der jenischen Menschen (fahrendes Volk) in der Schweiz, die gegängelt / diskriminiert und deren Kinder zur Adoption an Schweizer Familien freigegeben wurden. Die dunkle Vergangenheit holt die Menschen schließlich ein und ist der Grund für die Tat.

    Der Autor verwebt Tradition und Moderne mit einer spannenden Krimi-Handlung und ein dunkles Kapitel der Schweizer Geschichte, die Ausgrenzung und Diskriminierung von "fahrendem Volk" (d.h. zumeist Sinti / Roma), die bis zu Zwangsadoptionen und -Sterilisationen reichte, wird ins Blickfeld des Lesers gebracht. Dem grausamen Umgang der Behörden in der Schweiz mit den jenischen Menschen erwartet man bei einem Krimi eigentlich nicht zu begegnen, sondern eher im Geschichtsbuch. Es tut dem Buch aber keinen Abbruch, dass dies in die Handlung eingeflochten wird, da der Autor es sehr geschickt macht. Stilistisch gut erzählt und mit einer spannenden Handlung ein guter Krimi.

  4. Cover des Buches Die Älteste (ISBN: 9783711720214)
    Thomas Sautner

    Die Älteste

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Andrea_Stift-Laube
    Ein schönes Buch. Spannend, melancholisch, heiter und mit sehr berührenden Szenen durchwoben. Esoterik und Wunderglaube kommen stark vor, werden aber durch die Person der zu Heilenden vor allem anfangs gut "gebrochen". Und dann kann man die Erzählung ja auch als Märchen lesen, das macht es einer/m leichter. Die alte Jenische gab es wirklich und nach der Lektüre habe ich mir gewünscht, ich hätte sie kennen gelernt.
  5. Cover des Buches Fuchserde (ISBN: 9783746623788)
    Thomas Sautner

    Fuchserde

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Braini4ever

    Hier lernt man als Leser die Minderheit der Jenischen kennen. Spannend macht dies der Schreibstil, denn es ist als würde man dem Großvater gegenüber sitzen und zuhören.

    Während er "seinem kleinen Fuchs" die Familiengeschichte anhand von Rückblenden erzählt. 

    Einerseits lernt man so die Lebensart und Weisheiten der Jenischen kennen und andererseits zittert man in den Rückblenden mit. Denn da erlebt man die Grausamkeit des Holocaust mit.

    Zwischendurch sind noch historische Tatsachen eingefügt. 

    Ich bin von Thema und Schreibstil begeistert und empfehle es hiermit weiter! Jedoch nur an belastbare Gemüter,denn die Beschreibungen sind durchaus brutal.

  6. Cover des Buches Räuberleben (ISBN: 9783257242058)
    Lukas Hartmann

    Räuberleben

     (17)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick
    Lukas Hartmann ist ein großer Meister der Aufbereitung historisch belegter Stoffe und Ereignisse für literarisch anspruchsvolle Romane. Für seinen neuen Roman „Räuberleben“ hat er nach eigenen Angaben lange und intensiv nicht nur in den entsprechenden Archiven recherchiert , sondern auch unzählige Gespräche mit Lokalhistorikern geführt, die sich zum Teil schon ein halbes Leben mit der Hauptfigur des Romans befassen. Es geht um die Geschichte des Sinti Hannikel, der mit seiner Räuberbande Ende des 18. Jahrhunderts vor allem im Schwarzwald und im Elsass, aber auch in angrenzenden Regionen Angst und Schrecken verbreitete. Erzählt wird die Geschichte immer wieder aus dem Blickwinkel von Wilhelm Grau, einem Schreiber in Diensten von Jacob Schäffer, seines Zeichens Oberamtmann von Sulz und von einer großen Mission beseelt: er will den Räubern, Jaunern und Zigeunern das Handwerk legen, sie gefangen nehmen und ihrer gerechten Strafe zuführen. Der Schreiber Grau ist ein passionierter Insektenkundler und steht in regem schriftlichem Austausch mit einem Professor in Norddeutschland. Mit einem Brief an ihn beginnt das Buch im August des Jahres 1794. Nachdem die halbe Stadt Sulz einem verheerenden Band zum Opfer gefallen ist, vermutet Grau einen Racheakt des Sohnes des vor Jahren hingerichteten Räubers Hannikel. Zu diesem Sohn Dieterle hatte Grau während der monatelangen Verhöre nach der schlussendlichen Verhaftung der Bande ein von seiner Seite aus fast väterliches Verhältnis. Der Leser weiß also schon von Anfang an, was geschehen ist. Doch er kennt nicht die Details, er kennt nicht die Hintergründe und vor allem nicht die reichen sozialgeschichtlichen Informationen, die Lukas Hartmann nun Schritt für Schritt erzählt. Da wird berichtet von der leidenschaftlichen Arbeit des Räuberjägers Schäffer, bei der es ihn oft auch außer Landes zieht, und bei der ihn sein Schreiber Grau immer begleitet. Wir werden hineingeführt in das Leben und die Politik des Landesvaters Herzog Karl Eugen und seiner Frau Franziska. Es ist eine spannende und informative Geschichte, die Lukas Hartmann da aus den historischen Fakten entwickelt. Eine Geschichte voller auch menschlicher Dramatik, die einen etwas spüren lässt von den Lebensbedingen der Menschen Ende des 18. Jahrhunderts quer durch die verschiedenen Schichten. Eine wundervolle unterhaltsame Lektüre. Ein Buch, das man bis zum Ende nicht aus der Hand legen will.
  7. Cover des Buches Hunkeler macht Sachen (ISBN: 9783257242607)
    Hansjörg Schneider

    Hunkeler macht Sachen

     (12)
    Noch keine Rezension vorhanden
  8. Cover des Buches Silas (ISBN: 9783719314224)
    Lotty Wohlwend

    Silas

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

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