Bücher mit dem Tag "jersey"
15 Bücher
- Viola Shipman
Weil es dir Glück bringt
(126)Aktuelle Rezension von: Aleks_LarischIch habe wirklich viel erwartet, da das Cover ansehnlich ist und auch die Rezepte eine gute Idee darstellen. Allerdings konnte ich nach ca 20 Seiten das Wort „ Obstplantagen“ und „ Apfel „ wirklich nicht mehr lesen. Es hat sich durch das ganze Buch gezogen und gezogen. Letztendlich weiß ich bis jetzt nicht, was die Protagonistin nun dazu bewogen hat, die Obstplantaaaasch zu übernehmen.. langweilig, vorhersehbar und sich wiederholend.
- Sophie Cousens
Alles beginnt mit dir und mir
(54)Aktuelle Rezension von: kisacaeinsteinIch mag die Bücher der Autorin sehr. Und das ist erst das zweite Buch, das ich von ihr lese.
Die Geschichte ist romantisch, aber auch sehr humorvoll geschrieben. An einigen Stellen musste ich herzhaft lachen. Ich hab die Protagonist:innen und Nebencharaktere sehr gemocht. Definitiv lese ich noch weitere Bücher der Autorin. - Catherine Simon
Kalter Hummer (Leblanc 5)
(10)Aktuelle Rezension von: stephanus217Mit „Kalter Hummer“ legt Catherin Simon den 5. Fall um den zum Sonderermittler ernannten Commissaire Leblanc. Es handelt sich hier um den bislag letzten und auch schwächsten Band der Reihe.
Diesmal verschlägt es ihn auf die Kanalinseln. Der Inhaber einer namhaften Reederei mit Sitz auf Guernsey erhält seit einiger Zeit Drohbriefe und Leblanc soll auf persönlichen Wunsch seines Chefs, des Polizeipräfekten von Paris, undercover den Fall vor Ort aufklären.
Das Opfer, einer führenden französischen Unternehmerdynastien entstammend, hat seine Unternehmen gerade erst aus steuerlichen Gründen auf die Inseln verlagert und sich damit keine Freunde gemacht. Persönlich ist er arrogant, jähzornig und machtbesessen, ein Despot alter Prägung, der auch mal sprichwörtlich „über Leichen“ geht.
Als die Tarnung auffliegt, wird Commissaire Leblanc entführt und in einem unterirdischen Nazibunker gefangen gehalten; parallel wird der Reeder unter dubiosen Umständen tot aufgefunden. Mord?
Die Geschichte konnte mich diesmal nicht wirklich überzeugen. Das Buch ist zwar wie gewohnt flott geschrieben und er kommt auch durchaus Spannung auf – wenn da nicht die wirre, konzeptionslose und unzusammenhängend konstruierte Story. Hier wäre weniger wirklich mehr gewesen. Hier ist alles dabei: von Unternehmensverlagerungen in Steueroasen, Outsourcing von Unternehmensteilen, einen rabiaten Patriarchen mit zwei unterdrückten Söhnen, die ihren Vater eher früher als später loswollen werden, die sich aber untereinander überhaupt nichts gönnen. Dazu kommen unzählige Affären, eine verhärmte Ehefrau und plötzlich auch noch eine ménage á trois und zu guter Letzt auch noch ein Erbstreit.
Das war mir zu viel; eine durchschnittliche Wertung hat letztlich die völlig unerwartete Wendung auf den allerletzten Seiten gerettet, das war große Klasse.
- Margot S. Baumann
Nebelreise
(15)Aktuelle Rezension von: anne_foxSamatha abeitet für eine Anwaltskanzlei in London und muss sich um Erbangelegenheiten kümmern. Verstorbene die keine Nachkommen mehr haben und ein großes Erbe hinterlassen, ist es ihre Aufgabe nach Erbberechtigten zu suchen. Ihr neuer Auftag für sie auf die Kanalinseln, da sie auf der Spur nach der entführten Tochter eines reichen Ehepaare ist. Auf ihrer Scuhe wird sie nicht nur das Geheimnis um die Entführung lüften, das Erbe der verschollenen Tochter zuzuodnen, sondern auch noch ihre große Liebe kennenlernen. Mit Ethan wird sie endlich nach langer Suche nach einem Lebenspartner und vielen Missverständinssen zwischen den Beiden, glücklichk.
Fazit.
Schhöne Geschichte zum Entspannen für zwischndurch. - Jürgen Albers
Crossroads
(26)Aktuelle Rezension von: WoerterkatzeKlappentext von der Autorenseite
Juni 1940: Der Frühsommer erstrahlt über der britischen Kanalinsel Guernsey. Für den erfahrenen Londoner Inspektor Charles Norcott scheinen die beschaulichen Inseln im Ärmelkanal keine Herausforderung bereit zu halten. Doch das freundliche Sonnenlicht ist trügerisch und beleuchtet die Leiche einer jungen Frau. Kaum haben die Ermittlungen begonnen, als sich bereits neues Unglück zusammenbraut. Die deutsche Wehrmacht hat Frankreich überrannt und besetzt nun auch die britischen Kanalinseln in einem Handstreich. Nach einem zweiten Mord überschlagen sich die Ereignisse. Auf einer kleinen Insel, abgeschnitten und besetzt vom Feind, muss Norcott erkennen, dass er es mit mehr als einem Gegner zu tun hat. Grenzen verwischen sich und die Welt scheint voller Masken. Auch im hellen Sonnenschein bleibt die entscheidende Frage: Hinter welcher Maske steckt ein Freund, hinter welcher der Gegner?
Autoreninfo von der Verlagsseite:
Jürgen Albers erkundete bereits als Jugendlicher die britischen Inseln. Die Heimat seines britischen Großvaters kennenzulernen war ein starker Antrieb, sich mit den Menschen und der Geschichte zu beschäftigen. Sein beruflicher Start als Luftwaffenoffizier bescherte dem Autor mehr als ein Jahrzehnt Wanderleben, u.a. mit Stationierungen in Italien und den U.S.A. Nach einigen Jahren als Personalleiter arbeitet Albers heute als Hochschuldozent. Die Liebe zu den britischen Inseln ist geblieben und so werden auch die nächsten Romane dort spielen.
Erster Satz:
Er drehte langsam sein Handgelenk, bis er einen unauffälligen Blick auf das Ziffernblatt seiner Uhr werfen konnte.
Meinung:
Ein Krimi, der auf den britischen Inseln spielt, hat bei mir schon immer ein Stein im Brett. Wenn dann auch noch die Zeit des 2. Weltkriegs hinzu kommt liegt das Buch schneller bei mir im Regal als man schauen kann. Nun ja in diesem Fall eher auf dem Reader, aber sei es drum. Hauptsache, das Buch ist bei mir eingezogen.
Guernsey, zugegeben schon einmal gehört, und auch auf der Landkarte gefunden, aber nie weiter in Betracht gezogen, sei es als Handlungsort für einen Roman bzw. Krimi oder als Urlaubsziel. Jürgen Albers, der Erschaffer von Inspector Norcott, hat dies geändert. Er beschreibt die Insel so eindrücklich in all ihren Facetten und Schönheit, dass ich direkt Reiselust bekam.
Trotz der Schrecken des Krieges und der Invasion der deutschen Wehrmacht ist die Insel malerisch. Kleine gemütliche Häuser, eine typische Inselbevölkerung, die sich vom Festland abhebt und mit der Bedrohung lebt. Denn die deutsche Armee ist schon bis an die französische Küste vorgedrungen und die Insel wird sicherlich auch nicht mehr lange standhalten. Soweit zum Setting, das Albers gewählt hat, und just in dieser Zeit geschieht ein Mord. Eine junge Frau wird erdrosselt und Inspector Norcott, vom Scotland Yard, auf die Nachbarinsel versetzt, muss die Ermittlung in Guernsey übernehmen.
Norcott ist ein eigenartiger Charakter, auf der einen Seite ruppig in manchen Momenten, dann aber auch wieder sehr ruhig und gewissenhaft bis hin zu zurückhaltend. Ein wundervoller Charakter, den man so schnell nicht einordnen kann und sich im Laufe der 616 Seiten sich weiter entwickelt. Jürgen Albers gelingt es nicht nur Norcott glänzend darzustellen, sondern auch die vielen Nebencharaktere. Nach gut hundert Seiten war ich so in die Story versunken, dass ich alle Charaktere liebgewonnen habe. Sei es Norcotts Kollegen, der Bürgermeister oder auch die Besatzer.
Ja, auch die Besatzer, denn im Laufe des Falles wird die Insel besetzt. Albers schafft es dabei, bei aller historischen Genauigkeit, dass er nicht in Schwarz-Weiß-Malerei abdriftet Denn auf beiden Seiten gibt es Gutes als auch Böses. Wer damit rechnet, dass er auf böse deutsche Besatzer und arme unterdrückte Kanalinseln-Bewohner bei ihm trifft den muss ich enttäuschen. Weder beschönigt Albers etwas noch stellt er es drastischer dar.Gerade dies hat mir sehr gut gefallen. Er schafft es nicht nur die Spannung im Kriminalroman aufrecht zu erhalten, ihm gelingt es auch die sich änderden Lebensumstände durch die Besatzung deutlich rüber zu bringen. Auch die Probleme, die Norcott erwarten als ein weiterer Mord geschieht, sind treffend erläutert.
Gespannt war ich vor allen Dingen, wie er die vielen unterschiedlichen Handlungsstränge, die er nach und nach eingeflochten hat, am Ende zusammen bringt. Verzettelt er sich da? Ist da irgendetwas nachher nicht eindeutig? Beide Fragen muss ich eindeutig verneinen. So oft ich auch in den Handlungssträngen springen musste, um alles zu verfolgen, so gekonnt finde ich die Umsetzung. Auch wenn es zwischenzeitlich ruhig wird im Krimi und ich, wie Inspector Norcott glauben musste, dass es nicht weiter geht und wir auf der Stelle treten, hat sich am Interesse und an Spannung nichts verloren.
Ohne weiteres ist es Jürgen Albers gelungen, mich nach Guernsey der vierziger Jahre zu entführen. Durch die bildgewaltige Sprache hatte ich immer das Gefühl entweder an der Kaimauer des Hafens zu stehen, im Pub dabei zu sein oder auch auf der Obstplantage. Gerade jetzt bei dem Tippen der Besprechung habe ich wieder die Bilder vor Augen, mein Kopfkino kann sehr prägnant sein, und ich bin wieder zurückversetzt in das Lesegefühl im Januar. Ich rieche wieder das Meer, spüre die Aufregung des Bewohner, schmecke den schalen Tee im Polizeirevier und spüre den Wind in meinen Haaren als ich über die Felder streife.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung “Erased“, die laut Jürgen Albers in diesem Jahr erscheinen wird. Dieses Mal ist das Setting, die altehrwürdige Universitätsstadt Oxford.
Fazit
Ein packender historischer Kriminalroman vor einem eindrucksvollen Setting auf den Kanalinseln. Für Leser von historischen Kriminalromanen mit britischen Charme sehr geeignet.
- Romina Gold
Island Hearts Sammelband: 3 romantische Kurzromane
(1)Aktuelle Rezension von: AkoyaperleDieser Sammelband mit drei romantischen Kurzromanen ist ideal für das Lesevergnügen zwischendurch. Perfekt für den Urlaub geeignet.
Nacheinander entführt die Autorin ihre Leser auf die britische Kanalinsel Jersey, nach Madeira und ins winterliche Norwegen zum Polarlichter anschauen. Ob sehnsuchtsvoll oder spannend ... jede Geschichte ist vollkommen anders, alles sind jedoch hinreißend romantisch. Nebenbei erfährt man so einiges über die Inseln, die Romane sind fast wie ein kleiner Reiseführer.
Ich habe sie gern gelesen und konnte mich eine Zeitlang wegträumen.
- Kyril Bonfiglioli
Die Damen und das Ungeheuer
(4)Aktuelle Rezension von: TheSaintCharlie Mortdecai, seines Zeichens entarteter Aristokrat und amoralischer Kunsthändler mit Vielfraßtendenzen sowie unfreiwilliger Attentäter und beglaubigter Feigling, hat sich mit seiner Frau Johanna aus nicht nur steuerlichen Gründen auf die Kanalinsel Jersey zur Erholung zurückgezogen. Hier stetig zu leben hat Charlie nicht vor, denn so viel Geld besitzt er nicht, dass sich ein Umgehen der Steuer lohnen würde und seiner Frau Johanna ist es egal, ob sie in England lebt oder nicht... sie ist zu reich, um sich der Steuer wegen Gedanken zu machen. Mit den Beiden lebt auch der kampferprobte einäugige Diener Jock... Charlie's hedonistisches Leben wie auch das der verschlafenen Kanalinsel wird gestört, als Frauen überfallen und vergewaltigt werden. Als auch die Frau des im Nachbarhaus wohnenden Freundes Opfer wird und die Polizei auf Jersey nicht wirklich existiert geschweige denn zu Handlungen fähig scheint, beschließen Charlie und Jock mit einer kleinen Runde befreundeter Trinker, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und Jagd auf einen Schänder zu machen, der als einzige Spur stets nur eine Kröte zwischen den Schenkeln der Opfer zurücklässt. Schon bald ergeben Nachforschungen, dass der Modus operandi dem "Biest von Jersey", einem satanischen Hexenmeister der englischen Mythologie, ähnelt...
Kyril Bonfiglioli (1928-1985) schrieb diesen Roman 1976 als dritten und letzten Roman über sein Alter Ego Charlie Mortdecai. Wie Charlie war der Schritsteller - Sohn einer englischen Hausfrau und eines italienisch-slowenischen Antiquars - selbst ein erstklassiger Kunsthändler mit exquisitem Geschmack, ein Hedonist, ein Waffennarr und Frauenheld. Er war ebenfalls ein sehr starker Trinker (er erlag auch 1985 auf Jersey den Folgen einer Leberzirrhose) und stets am Rande des Bankrotts. Im Vorwort dieses Romans, der ernster und düsterer als die beiden Vorgänger ausfällt, merkt Bonfiglioli an, dass "er nicht erwarte, so lange am Leben zu bleiben, dass es für einen weiteren Roman über Jersey reichen würde" und dankt den Insulanern mit dieser Geschichte (in welcher er darauf hinweist, dass die Insel voller Steuerschwindler und Inzüchtler sei) für deren Freundlichkeit und Toleranz. Die Figuren sind wie die Geschichte über die brutalen Aktionen des Hexenmeisters aus vergangenen Zeiten skurril und ausgefallen und viele Beschreibungen und Geschehnisse würden in der heutigen Zeit die Wächter der "political correctness" laut aufschreien lassen. Es ist diese Freiheit und Absurdität, die man natürlich mögen muss, die diesen Roman flüssig und mit viel Schmunzeln lesen lässt. Das Finale und die Auflösung wissen zu überraschen und brechen mit dem Grundton der schrägen Erzählung.
Der Satiriker Craig Brown schrieb den von Bonfiglioli begonnenen vierten Roman 1999 zu Ende und veröffentlichte ihn posthum.
- Jenny Lecoat
Die Übersetzerin
(127)Aktuelle Rezension von: Alex_GruberMit “Die Übersetzerin” von Jenny Lecoat hab ich ein Buch gelesen, das mir wirklich unter die Haut ging.
Bereits 1938 ist die Jüdin Hedy aus Wien nach Jersey geflüchtet. 1940 erobern die Nazis jedoch auch diese Insel. Ihr bester Freund Anton versucht ihre Angst zu beschwichtigen, dass die Zustände auf Jersey bald der Lage in Wien gleichen könnten.
Hedy hat ihre Anstellung verloren und nach wochenlangem Hungern, nimmt sie notgedrungen bei den von ihr so gehassten Nazis im Lager einen Job als Übersetzerin an.
Sie lernt den Soldaten Kurt kennen, der mit der ganzen Situation auch nicht zufrieden ist. Sie muss lernen, dass sie nicht alle Deutschen über einen Kamm scheren darf. Je mehr sie ihn kennenlernt, umso mehr verliebt sie sich in diesen. Doch auch er weiß nicht, dass sie Jüdin ist und das kann nicht nur ihr, sondern auch ihm zum Verhängnis werden.
Auch wenn dieses Buch fiktiv ist, so beruht es doch auf einer wahren Geschichte.
Mit ihrem einfühlsamen und mitreißendem Schreibstil hat mich die Autorin in das Leben von Hedy geschickt, das voller Angst, Geheimnissen, aber auch Hoffnung besteht. Diese junge Frau leidet unter Hunger und Angst, muss sich verstecken und sich auf Menschen verlassen, bei denen sie sich nie ganz sicher ist, ob sie ihnen vollkommen vertrauen kann. Sie lässt sich dennoch nicht unterkriegen und kämpft um ihr Leben. Sie startet sogar ihre eigene kleine Rebellion, um einen befreundeten Arzt zu unterstützen. Ich habe mit ihr gelitten und gehofft…..
Für mich hat die Autorin die schwere Situation nicht nur von Hedy, sondern auch den anderen Bewohnern der eingenommenen Insel sehr realistisch dargestellt. Ich weiß auf jeden Fall jetzt wieder mehr zu schätzen, an meinen Kühlschrank gehen zu können, wenn ich eben Hunger habe.
Wir lesen aber nicht nur aus Sicht von Hedy, sondern auch aus der von Kurt. Er nimmt ja so einiges auf sich, um sie zu unterstützen, auch wenn er keine Ahnung hat, wie gefährlich ihre Situation ist. Ein Mann, der sowohl zu seinem Wort, als auch zu seinen Gefühlen steht.
Mir ging dieses Buch wirklich unter die Haut und es wird mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Deswegen gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.
- Jenny Lecoat
Befreiung
(6)Aktuelle Rezension von: KleinerVampirBuchinhalt:
Jersey, 1945: nach dem Sieg der Alliierten scheint die britische Kanalinsel Jersey wie vom Freudentaumel überrollt. Doch für Jean Parris kehrt schnell Ernüchterung ein, als die Familie die Nachricht vom Tod des Vaters erhält, der von den deutschen Besatzern verhaftet wurde. Jeans Onkel Eddie, der plötzlich vor der Tür steht, reißt immer mehr die Macht in der Familie an sich und bläst zu einem Rachefeldzug gegen Hazel, eine junge Lehrerin, die er des Verrats an seinem Bruder verdächtigt. Doch auch Jean hat ein Geheimnis: sie liebt Horst, einen deutschen Soldaten. Und ausgerechnet Hazel erfährt von der verbotenen Romanze....
Persönlicher Eindruck:
Befreiung ist bereits das zweite Buch von Autorin Lecoat, das ich lese. Auch dieses spielt auf Jersey, kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und es erzählt die Geschichte zweier junger Frauen etwa im gleichen Alter. Zum einen ist da Jean, die den Tod ihres Vaters, eines Eisenwarenhändlers, betrauert und zum anderen Hazel, der Hauptverdächtigen am Verrat und der Deportation und folglich dem Tod von Jeans Vater.
Nach und nach kommt Jean der Wahrheit immer näher und muss erkennen, dass nichts so einfach ist, wie es ihr skrupelloser Onkel Eddie und seine Kumpane behaupten. Auch Jeans Vater ist nicht der strahlende Held, den die Familie all die Jahre hochstilisiert hat. Mehr und mehr freunden sich Jean und Hazel an und unter dem Einfluss ihrer Freundin entwickelt sich Jean zu einer immer mutigeren jungen Frau, die genau hinsieht und hinterfragt, was sie bislang so einfach und schlüssig hingenommen hatte.
Hazel hingegen erfährt, was es heißt, geächtet zu sein: Eddies Schmutzkampagne führt dazu, dass das Einkaufen zum Spießrutenlauf wird, die Menschen sich abwenden, sie ihre Arbeit verliert und letztendlich in einer grauenhafte Tragödie gipfelt.
Insgesamt brauchte der Roman gut die Hälfte, um halbwegs in die Gänge zu kommen, so dass man als Leser den Eindruck hatte, zu sehen, wohin die Reise geht. Dann aber wechseln spannende Wendungen mit unterschiedlichen Verdächtigen und der Spannungsbogen steigt. Jean kommt Schritt für Schritt hinter die Wahrheit, die jeder in ihrer Familie so sorgsam unter Verschluss hält. Hazels täglicher Kampf innerhalb des Ränkespiels von Onkel Eddie und Co. und die verzweifelte Bitte an Jean, die neu gefundene Wahrheit doch den Behörden mitzuteilen sind wohl der Höhepunkt in der wechselvollen Geschichte.
Was mich aber maßlos enttäuscht hat, ist der schnelle, überhastete und auch unglaubwürdige Schluss, 25 Jahre später. Als Leser hat man den Eindruck, die Autorin habe jetzt keine Lust mehr und möchte nur noch schnell fertig werden: das k.o-Kriterium jeder Geschichte. Während ich nach einer zähen ersten Hälfte, in der die Langeweile überwog, mit dem spannenden Mittelteil wieder versöhnt wurde, kann ich nach dem Ende nur sagen: nein. Kein Reißer, den ich empfehlen kann, allenfalls eine nachmittagfüllende Lektüre, wenn man keine hohen Ansprüche stellt. Zudem fand ich letztendlich die schwarz-weiß-Malerei bei den Charakteren etwas zu simpel. Die Geschichte an sich hätte durchaus Potential gehabt.
- Petra Wünsche
Easy Jersey – Mitwachshosen für Babys und Kids nähen
(1)Aktuelle Rezension von: KinderbuchkisteMitwachsende Hosenmodelle in Gr. 50 bis 104
Ein Nähbuch mit Suchtfaktor
Mitwachsende Hosen sind seit einigen Jahre der Trend bei den jungen Muttis. Schnell und einfach genäht und unglaublich praktisch sind sie. Kein Wunder, das sie so beliebt sind. Petra Wünsche, die Grafikdesignerin und Nähbloggerin, hat ihnen nun ein ganzes Buch gewidmet und stellt uns ihre Modelle für Jungen und Mädchen vor. Da die Autorin weiß, wie es ist als Nähanfängerin und Autodidaktin erste Nähversuche zu machen führt sie uns erst einmal in die Grundlagen ein, die Nähanfänger eine tolle Grundlagenpaket an die Hand gibt. Hier finden wir eine kleine Jersey Stoffkunde sowie wichtige Informationen zum Nähen dieses nicht immer so ganz einfachen Stoffes genauso wie Erklärungen zu Nähutensilien, Schnittmustern, Schnitt- und Maßnehmen etc. Ganz wichtig, und hier sollte man sich unbedingt mit vertraut machen, das Prinzip der Mitwachshose und wie man die richtige Größe bemisst. Im Grunde ist es simpel denn das Mitwachsen wird in der Regel über die Länge der Bündchen oder über einen Gummizug geregelt und kann Notfalls noch mal ausgetauscht / erneuert/ verlängert werden. Jedes Modell wird mit einem großen Foto eingeführt. Kleine Wolken zeigen den Schwierigkeitsgrad an. Eine Wolke ist leicht zu nähen, zwei etwas schwieriger und 3 schwerer, doch keine Sorge selbst 3 Wölkchen sind für Anfänger mit etwas Geduld ohne Probleme zu schaffen. Vor allem auch wegen der übersichtlichen, gut ausgearbeiteten Schnittmuster.Nach einer kleinen Vorstellung des Modells gibt es eine Materialaufstellung und Hinweise zum Zuschnitt bevor es dann an die einzelnen Schritte geht. Schritt für Schritt immer mit ausführlicher Erklärung und Bildern sowie einem Kästchen mit Tipps begleitet uns die Autorin bis zum fertigen Modell. Es beginnt mit einer "Hose im Haremsstil", geht weiter mit einer coolen "Jogginghose", die durch einen frechen Patch erst richtig cool wird. Selbstverständlich sind die Möglichkeiten zu variieren schier unendlich denn nicht nur die Wahl des Stoffes, der Farben und Muster sondern auch das Aufbringen von Patches unterliegt dem eigenen Geschmack. Da man häufig jedoch genau das Modell toll findet mit dem Stoff der abgebildet ist finden wir auch genaue Angaben zu eben genau diesem Stoff. Mitwachsende Hosen müssen nicht immer lang sein, das beweist uns Petra Wünsche mit ihrem Modell einer "kurzen Pumphose" im Jeans Look., die im Winter mit einer Strumpfhose drunter immer noch gut zu tragen ist. Super ankommen wird auch die "monstermäßige Kuschelhose" mit Yoga Bauchbündchen. Ob Knickerbocker, Sporthose- deren Schnitt auch gut für eine Badehose zu nehmen ist, Bermuda, Thermohose oder eine "Retro Trägerhose" hier wird bestimmt jeder fündig wenn es darum geht eine schöne mitwachsende Hose nähen zu wollen. Zum Abschluss gibt es noch ein kleines Näh-Glossar. * Wie immer haben wir das Buch bzw. die Schnitte erst einmal ausprobiert bevor ich es hier vorstelle. Dieses Mal haben 5 junge Muttis, alle samt Nähanfänger sich auf das Buch geradezu gestürzt. Ich erwähnte ja bereits, mitwachsende Hosen sind unheimlich im Trend. Entstanden sind superschöne Hosen. Ein Problem gibt es jedoch, das Nähen dieser schönen Hosenmodelle hat Suchtfaktor! Einmal angefangen kann man kaum aufhören. *
- Susanne Wicke
Nähen mit JERSEY-Resten
(1)Aktuelle Rezension von: KinderbuchkisteKreative Ideen aus wenig Stoff
Wer kennt das nicht, das Lieblingsshirt ist fertig, richtig viel kann man mit dem Rest nicht mehr machen und zum wegwerfen ist es zu viel und zu schade.
Dieses Buch hält jede Menge kreative Ideen für uns bereit.
Sicherlich, die ein oder andere Idee hat jeder selbst doch oft kommt man auf die naheliegenden Dinge einfach nicht.
Zum Beispiel stoffstreifen schneiden und sie zu bunten Körbchen verstricken.
Die beiden Autorinnen haben sich einmal ein paar Gedanken mehr gemacht und lassen uns an ihren Ideen teilhaben.
Vom Armband über ein hübsches Colliers mit kleinen Glücksbringern bis hin zu einer ausgefallenen Mütze, Beanies einem Pinguin der eine Wärmflasche in sich trägt, einem tollen Mobile für die Kleinsten, einem Schlenckerhasen, Täschchen und Beutel aber auch Miniröcke, Tops, Shirts, Kleidchen für die Kleinen, Halstücher, ausgefallenen Stirnbändern und einer Decke ist alles dabei.
Die Anleitungen sind leicht verständlich, die Schnitte gut ausgearbeitet. Ein schönes Buch für alle die noch Ideen suchen - Pauline Dohmen
Jersey nähen - Das Buch
(2)Aktuelle Rezension von: Mandasty"Jersey nähen - Das Buch" ist eine fantastische Ressource für alle, die das Potenzial von Jersey-Stoffen voll ausschöpfen möchten. Pauline Dohmen und ihr Team haben es geschafft, sämtliche wichtigen Jersey-Techniken in einem einzigen Band zusammenzufassen und dabei sowohl Anfängern als auch erfahrenen Näherinnen wertvolle Tipps und Tricks zu bieten. Das Buch deckt alles ab – von Materialkunde über Zuschnitt bis hin zu den Feinheiten der Coverlock- und Overlock-Techniken, was besonders für diejenigen hilfreich ist, die ihre Kenntnisse erweitern oder perfektionieren wollen.
Die Schnittmuster und Projekte sind hervorragend gewählt und sprechen alle Altersgruppen an: Von süßen Kinderkleidern und praktischen Checkerhosen bis hin zu stylishen Basics für Erwachsene. Besonders gelungen finde ich die detaillierten Anleitungen für klassische Basics und zeitlose Lieblingsstücke, die in keiner Garderobe fehlen sollten. Die Einführung neuer Modelle wie der Wintermütze und des Kinderkleids verleiht dem Buch frischen Wind und macht es zu einem unverzichtbaren Begleiter für Nähprojekte, die sowohl modisch als auch alltagstauglich sind.
Die klare und gut verständliche Anleitung, ergänzt durch hilfreiche Illustrationen und Fotos, macht es leicht, die verschiedenen Techniken und Schritte nachzuvollziehen. Für Anfänger bietet das Buch eine solide Grundlage, während Fortgeschrittene von den professionellen Details und Tipps der Autorinnen profitieren. Der Mix aus verschiedenen Modellen und Techniken sorgt für jede Menge Inspiration, sodass man sofort Lust bekommt, loszulegen und eigene Projekte in Angriff zu nehmen.
Fazit: "Jersey nähen - Das Buch" ist ein unverzichtbarer Leitfaden für jeden Jersey-Liebhaber. Mit umfassendem Wissen, tollen Schnittmustern und hilfreichen Profi-Tipps bietet es die perfekte Grundlage für kreative Projekte. Eine klare Empfehlung für alle, die sich dem Jersey nähen widmen möchten!
- Julie Klassen
Gestrandet in Cornwall
(24)Aktuelle Rezension von: julzpaperheartInhalt: Ein Roman über Heimat, Verlust und Wiedergewinn. Und die große Liebe.
Cornwall 1813. Nach einem Schiffsunglück spült das Meer Überlebende an die Küste. Laura pflegt einen der Männer, Alexander, gesund - doch als sie bei den Überresten des Schiffes die Jacke eines französischen Kapitäns findet, stellt sie fest, dass Alexander nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Bald ist klar: Noch immer befindet er sich in großer Gefahr. Als auch noch ihre eigene Vergangenheit und die Wahrheit über das Schicksal ihrer Eltern auf dem Spiel stehen, muss sie sich fragen: Wie weit wird sie gehen, um dem mysteriösen Mann zu helfen?
Meinung:
Ich lese eher selten historische Romane. Dieses Buch hat mich aber von Anfang an angesprochen. Das Cover und der Klappentext weckten meine Neugier.
Julie Klassen hat bereits viele historische Romane geschrieben. Dies zeigt sich besonders in ihrem Schreibstil, ihrem Blick für Details und die Art und Weise, wie sie die entsprechenden Themen und Handlungen mit dem historischen Kontext verknüpft.
Die Handlung entwickelt sich sehr schön, alles baut aufeinander auf und wird schlüssig dargestellt. Die Spannung wurde gut aufgebaut und zum Schluss blieben keine Fragen mehr offen
Die Charaktere waren vielschichtig, authentisch und gut ausgearbeitet. Laura hat mir besonders gefallen. Ihr Charakter war sehr vielseitig und lebendig. Trotz ihrer eigenen Vergangenheit setzt sie sich hingebungsvoll für andere ein, ist mutig und selbstlos.
Insgesamt ein sehr schöner, gut recherchierter historischer Roman, in dem viele wichtige Themen, wie der christliche Glaube, Vergebung, Nächstenliebe und Hoffnung in schweren Zeiten, aufgegriffen werden.
- Ricarda Martin
Das Liliencottage
(28)Aktuelle Rezension von: Anja_liebt_BuecherInhalt 🌱
Sharon steht vor den Trümmern ihres einst so traumhaften Lebens: Ihre Beziehung ist in die Brüche gegangen und auch ihre Model-Karriere steht kurz vor dem Ende. Verzweifelt flieht sie auf die Kanalinsel Guernsey zu ihrer Ersatz-Großmutter Theodora, die ihr immer die Liebe geben konnte, zu der Sharons Eltern nicht in der Lage waren.
Meinung 🌱
Dieses Buch war tatsächlich ganz anders als ich erwartet habe.
Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, habe ich mit einer netten entspannten Romanze gerechnet.
Bekommen habe ich ein super spannendes und romantisches Drama mit viel historischem Hintergrundwissen.
Das Leben von Theodora begann während des 2. Weltkrieges. Ihre Geschichte zeigt das Leben unter der deutschen Besatzung auf der französischen Insel.
Sehr interessant und emotional beschreibt die Autorin diese Zeit bis ins kleinste Detail. Gerade hier zeigt sich eine gute Recherche und eine Feinfühligkeit für die wichtigen Aspekte.
Die Mischung aus vergangenen Zeiten und dem Hier und Jetzt verleihen dem Buch Frische.
Ich wollte durchweg wissen, wie es weitergeht, auch wenn, der größte Teil der Geschichte sehr deprimierend war.
Mit dem Ende hätte ich so nicht gerechnet.
Fazit 🌱
Das Buch lohnt sich, besonders für historisch interessierte Leser!
- Romina Gold
Island Hearts - Laura
(4)Aktuelle Rezension von: hesperosMit dem Kurzroman "Island Hearts - Laura" hat Romina Gold eine wunderschöne und unterhaltsame Liebesgeschichte aus ihrer Feder gezaubert. Die Autorin versteht es, den Leser förmlich zu entführen - Urlaub pur. Aufgrund des Titels und aufgrund dessen, dass die Geschichte auf der Kanalinsel Jersey spielt, dürfen wir wohl noch mehr "Insel-Liebe" erwarten. - 8
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