Bücher mit dem Tag "jessi"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "jessi" gekennzeichnet haben.

11 Bücher

  1. Cover des Buches Mein Herz wird dich finden (ISBN: 9783733501990)
    Jessi Kirby

    Mein Herz wird dich finden

     (502)
    Aktuelle Rezension von: AmirasBibliothek

    Eine Freundin hat mir das Buch mit den Worten ausgeliehen, dass es doch sehr kitschig und vorhersehbar sei. Ich denke, dass das schon mal ein Pluspunkt war, weil ich so mit geringeren Erwartungen an das Buch rangegangen bin. Tatsächlich habe ich als eine der wenigen Kritikpunkte zu bemängeln, dass es kitschig und ein Sammelsurium an Klischees ist. Aber bitte: Wer kann es sich bei dem Klappentext, Cover und Titel nicht schon denken? Indem ich das Buch trotzdem gelesen habe, bin ich gewissermaßen einen Pakt eingegangen: ich würde das Offensichtliche nicht kritisieren und mich im Gegenzug von der Unwahrscheinlichkeit der Geschichte davontragen lassen. Denn es ist eine sehr schöne Liebesgeschichte. Würden wir immer den Anspruch haben, dass sie alltagstauglich, bzw. wahrscheinlich wären, müssten wir auf die tollsten Romane verzichten und das wäre jammerschade. 

    Wobei ich schon sagen muss, dass ich immer noch, trotz der zahlreichen auch fachlichen Zitate über die verborgenen Kräfte des Herzens, skeptisch bin, ob ein Herz einen wirklich wiedererkennen kann. Natürlich kann man es auch auf der metaphorischen Ebene belassen, aber an einigen Stellen wird angedeutet, dass wirklich mehr dahinter steckt. Die vielen Zitate, ob aus Literatur, Wissenschaft oder Organspende, die zu Anfang jedes Kapitels kamen, fand ich sehr inspirierend. Auch die Sprache allgemein war für ein Jugendbuch schon poetisch, würde ich sagen. Zwar nicht durchgehend, aber der Schreibstil hatte diese Ausdrucksstärke, die ich so gerne mag. Nur an manchen Stellen, das muss ich zugeben, wirkte der Stil etwas unbeholfen. 


    Dann gibt es noch diesen einen Punkt im Plot, an dem eine große Wendung eintritt: Auf einmal tritt etwas ein, was vorher wie eine große Wolke über allem schwebte und der Leser fragt sich: Hätte ich genauso gehandelt? Ich weiß es nicht, aber ich kann sehr gut nachvollziehen, warum hier alle so handeln, wie sie es tun.

    Das Ende war leider nicht das Beste an der Geschichte. Es gibt nicht direkt etwas auszusetzen, jedenfalls nicht, ohne zu Spoilern. Ich kann mir vorstellen, dass es vielen sogar gefällt. Letztendlich gilt es nur, vorab auch das Unwahrscheinliche als möglich zu erfassen, denn das ist es ja auch. Wenn man das so sieht, dann kann man sich auch zweimal in dasselbe Herz verlieben und als Leser den Roman genießen. Was ich übrigens auch noch loben möchte, ist das Setting: Dieses kleine Küstenstädtchen und die Bucht werden herzallerliebst beschrieben und was am Ende am meisten nachwirkt, ist die Message: Höre auf dein Herz, hab keine Angst vor dem Leben und steh wieder auf, wenn du fällst. Es gibt die große Liebe im Leben und das nicht nur einmal, wenn du so willst. 

  2. Cover des Buches Wolfskuss (ISBN: 9783802581533)
    Lori Handeland

    Wolfskuss

     (347)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich liebe Romantasy, egal ob jetzt mit Werwölfen, Vampiren, Nixen oder Phantomen, es ist einfach mein Genre und es gibt ein paar Autorinnen, von denen ich immer und immer wieder ihre Reihen lesen kann.

    Lori Handeland kenne ich jetzt schon seit guten 8 Jahren und habe ihre "Geschöpfe der Nacht" Reihe bereits mehrere Male gelesen. Es gibt Bände die mich weniger begeistern konnten und welche, die ich liebe.

    "Wolfskuss" ist der erste Band und ein solider Einstieg in Handelands Welt voller Werwolfsmythen, den Jägersuchen und allerlei schrägen Vorkommnissen. Ich finde das erste Buch meist nicht so dolle und das trifft auch hier zu. Es ist durchaus sehr spannend und ich mochte das Paar ganz gerne, aber es gab auch ein paar Längen und manchmal fand ich Jessie doch recht anstrengend.

    Die Story lässt sich recht flüssig lesen und ich hatte auch wieder meinen Lesespaß, aber manchmal gab es auch Stellen, die irgendwie zäh wirkten und im Allgemeinen fließt alles gemählich vor sich hin, bis am Ende der große Knall kam. Warum es mir dennoch gut gefiel ?

    Es hat einfach seinen Charme und bei vielen kleinen Momenten musste ich so schmunzeln oder herzhaft lachen. Vor allem Mandenauer ist mein absolutes Highlight. Ansich finde ich ja, dass die Amerikaner Deutsche immer so komisch darstellen, aber ihn fand ich zu herrlich. Irgendwie passte es.

    Das tolle an dieser Reihe sind all die ganzen Mythen, die Handeland in interessante und doch auch spannende Geschichten verpackt. Ich liebe Mythologie, egal aus welcher Kultur, und vor allem die über Werwölfe sind echt klasse.

    Die anderen Charaktere fand ich auch ganz gut, auch wenn mich Jessie ein wenig nervte und dieses hin und her bei Cadotte schräg wirkte. Aber sie sind ganz solide.

    Fazit:

    Wer auf die ganzen Mythen über Werwölfe steht und eine lockere Unterhaltung für zwischendurch haben möchte, sollte hier zugriefen. Klar, es läuft irgendwie immer alles gleich ab, aber Handeland packt so viel Charme und Witz in ihre Geschichte, dass mich das nicht stört. Einzigst die paar Längen und Jessie waren nicht ganz so mein Fall. Von mir gibt es:

    4 von 5 Sterne


  3. Cover des Buches Großer Bruder Zorn (ISBN: 9783847906018)
    Johannes Ehrmann

    Großer Bruder Zorn

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Fascination
    Johannes Ehrmann, dem ein oder anderen Leser womöglich durch seine Beiträge für den Tagesspiegel bekannt, legt mit „Großer Bruder Zorn“ seinen ersten Roman vor. Schauplatz ist der Berliner Wedding, Brennpunkt von Kulturen und sozialen Schichten, den der Autor aus eigener Erfahrung so gut wie seine Westentasche kennt. Genauer gesagt fokussiert sich die Handlung auf den fiktiven, aber dennoch echten Orten angelehnten, Bellermannplatz.  Hier beobachten wir Aristoteles Andreadakis, Box-Promoter kurz vor der Privatinsolvenz, Sedar Schröder, gute Seele vom Spätkauf, Jessi, Angestellte im roten Netto, Heinz Hönow, Opfer eines Überfalls in seinem Schmuckgeschäft sowie last but not least den Flaschenfascho, auf seiner täglichen Tour durch seinen persönlichen Wahnsinn. Die Einblicke in verschiedene Leben sind zusammengefasst ähnlich einer Daily Soap, man schaut den Protagonisten bei allen möglichen Szenarien über die Schulter. Für die Figuren mag das alles gar nicht so witzig sein, für den Leser bedeutet es hingegen amüsanten Lesespaß! Der Einstieg in die Story geschieht in medias res. Johannes Ehrmann nimmt kein Blatt vor den Mund. Gerade die ungeschönte Ausdrucksweise wirkt schließlich lebensnah. Man findet schnell in die parallel laufenden Handlungsstränge hinein. Ob die Figuren nun stellvertretend alle Anwohner der Umgebung ausmachen, sei dahingestellt. Hier winkt schon in der Vorstellungsrunde das eine oder andere Klischee. Aber ehrlich gesagt, es stört nicht. Schon eingangs finden sich Hinweise, dass sich die Schicksale der Charaktere später in der Erzählung kreuzen und machen neugierig auf das große Ganze. Der Schreibstil ist natürlich kein Einheitsbrei, gerade das macht allerdings einen gewissen Reiz aus. Die Dialoge fügen sich nahtlos ein, sind trotz fehlender Anführungszeichen dennoch als solches erkennbar. Die relativ kurzen Kapitel, 86 an der Zahl, und Perspektivenwechsel springen im hohen Tempo durchs Geschehen, machen es dadurch aber auch irgendwie spannend. Langsam aber sicher gewinnen die Charaktere im weiteren Verlauf an Substanz und ihre Beziehungen werden deutlich. Selbst der Flaschenfascho bringt seine Vergangenheit ein und Verhalten und Denkweisen bekommen ihren Sinn. Der Leser kann hier und da spekulieren, sich Dinge zusammenreimen und erkennt Missverständnisse - das ist ein großer Pluspunkt des Buches! Man hat in der Tat das Gefühl, als kenne man diese Menschen, wenn auch nur vom Sehen oder Beobachten im Alltag. Es sind schon eine Menge Schicksale, die da Knall auf Fall aufeinandertreffen. Ein bisschen Normalität täte der Geschichte hier und da ganz gut. Aber vielleicht wird das Geschehen dadurch auch umso interessanter und vor allem unterhaltsamer. Die Story lebt gerade von diesen überspitzten Darstellungen. Nebenbei erwähnt seien aber auch recht feinfühlige Passagen. Ob im Buch nun Wedding dran steht oder nicht, es könnte genauso gut ein anderer Knotenpunkt diverser Kulturen und Bevölkerungsschichten sein. Das Ende ist in sehr vielen Belangen offen und bis dato dem Leser überlassen. Ein ungewöhnliches Debüt, ein Buch, das irritiert, schmunzeln lässt aber schlussendlich auch zum Nachdenken anregt.
  4. Cover des Buches Zickenjagd (ISBN: 9783401064147)
    Susanne Mischke

    Zickenjagd

     (139)
    Aktuelle Rezension von: Anneblogt
    Inhalt:
    Gemeinsam mit ihren drei Freundinnen hackt Josy geradezu täglich auf Ines rum. Da überrascht es alle, als Josy, hübsch, klug und tonangebend in ihrer Schule, plötzlich ihr Verhalten ändert, Ines verteidigt und sich sogar mit ihr trifft. Was jedoch keiner ahnt: Dass Ines etwas gegen Josy in der Hand hat, das nicht ans Licht kommen darf. Doch je länger die Situation andauert, desto mehr merkt Ines, wie dringend sie Josy wirklich braucht…
    Meine Meinung:
    Der Titel „ZickenJagd“ trifft es wirklich wie die Faust aufs Auge. Zu Beginn lernt man Josy kennen-beliebt, hübsch, zugleich aber unglaublich zickig, eingebildet und anderen gegenüber auch unglaublich verletzend. Nach und nach merkt man zwar, dass auch ihr Leben alles andere als perfekt ist, aber die Verdrehung von Mobber- und Opferrolle habe ich ehrlich gesagt für Josy nicht wirklich bedauert. Das kling wohl sehr hart, doch ich denke, wenn man die ersten Kapitel liest, merkt man, warum ich das so geschrieben habe;) Ines ist mir zwar auch nicht gerade sympathisch und mein Mitleid mit ihr hat im Laufe des Buches deutlich abgenommen, jedoch finde ich Josys Verhalten einfach unverzeihlich.
    Susanne Mischke hat das Thema Mobbing wirklich gut aufgearbeitet und besonders durch die gelegentlichen Perspektivenwechsel erhält man interessante Einblicke. Es muss echt schlimm sein, Tag für Tag schikaniert zu werden und nichts ändern zu können. Denn in gewisser Weise ist Ines an ihrer Situation eigentlich total unschuldig. Allerdings fand ich dann auch diesen Umschlag sehr spannend-Ines beobachtet etwas, das Josy mächtig Ärger einbringen könnte, und macht sie von sich abhängig. Sie erpresst sie aufs Übelste und Josy sieht keinen Ausweg aus ihrer Lage, als Ines nachzugeben. Bald merkt man jedoch, dass sich die Situation immer mehr zuspitzt-Ines übertreibt mit ihren Forderungen. Jedenfalls hat mich das Buch schon vorher gefesselt, aber richtig mitgerissen hat es mich auf den letzten Seiten erst.
    „ZickenJagd“ zählt für mich deshalb mit zu den besten Arena-Thrillern-ich finde das Thema sehr faszinierend, die Umsetzung ist super gelungen und auch die Charaktere sind sehr authentisch. Die Autorin zeigt auf, was passieren kann, wenn sich die Täter- und Opferrolle plötzlich vertauschen und so dient das Buch in gewisser Weise auch als Warnung, es nie so weit kommen zu lassen. Besonders für die Altersempfehlung, 12 bis 16 Jahre, ist das Thema halt auch wirklich aktuell und interessant.
    Fazit:
    Auch wenn das rosa Cover vielleicht harmlos anmutet, steckt ganz schön viel in diesem Buch drin. Für die empfohlene Altersgruppe ist es jedenfalls sehr lesenswert und mich konnte es sehr überzeugen. Deshalb gibt es 5 von 5 Herzen.
  5. Cover des Buches Frettsack (ISBN: 9783453436138)
    Murmel Clausen

    Frettsack

     (107)
    Aktuelle Rezension von: SaintGermain

    Ich will ein Kind von mir. Jens Fischer hat keinen Schlag bei den Frauen. Die Hoffnung, jemals eine Familie gründen zu können, hat er längst verloren. Verbittert wird er Samenspender, um sein Erbgut wenigstens anonym weiterzugeben. Als er jedoch vom Frettchen seines Mitbewohners Sven in den Sack gebissen und kastriert wird, setzt er alles daran, die Frau zu finden, die durch seine letzte Spende indirekt von ihm geschwängert wurde. Mithilfe von Sven und dem Balkanhünen Hondo bricht er in die Samenbank ein und gelangt so an die Adresse der bezaubernden, aber verheirateten Maren Heinze. Und endlich hat Jens ein Ziel in seinem Leben: Er muss diese Frau für sich gewinnen.

    Klingt ganz schön bescheuert, die Kurzbeschreibung, nicht? - Ist sie auch!

    Jens Fischer ist tatsächlich kein Glückspilz, vor allem was Frauen anbelangt. Derweil ist er doch
    echt ein ganz lieber, humorvoller Typ mit gutem Charakter. Ich kann mir da schon vorstellen,
    was der Grund ist, warum er Keine abbekommt: er geht keinem "gescheiten" Beruf nach. Ich
    denke, dass er deswegen bei den Frauen einen eher flatterhaften Eindruck hinterlässt. - Frauen
    haben wohl Angst, dass er nicht dauerhaft für sie sorgen kann. Und hinzu kommt, dass Jens mit
    37 Jahren noch in einer WG wohnt, und die, ich drücke es mal nett aus, wie ein Drecksloch
    aussieht... Soviel dazu. ;-P

    "Frettsack" ist ein in meinen Augen gut gelungenes Debüt. Die meiste Zeit doch recht witzig
    geschrieben, hat es mir den ein oder anderen Lacher abringen können. Nur Grinsen kam jedoch
    wesentlich öfter vor.^^ Klar, hin und wieder hab ich mir auch wegen der niveaulosen, dämlichen
    Szenen, vor allem mit Hondo (ein wirklich minderintelligenter, der deutschen Sprache nicht
    mächtiger Prolet) und/oder Sven (Jens Mitbewohner und Killerfrettchenbesitzer), ein
    Augenverdrehen nicht verkneifen können (deswegen auch ein Stern weniger), aber im Großen
    und Ganzen war es sehr unterhaltsam und hat Spaß gemacht zu lesen. - Und das ist es ja
    eigentlich, was ein Buch können soll, oder? ;-)
    Erwähnen möchte ich an der Stelle noch, dass es durchaus auch ernste Szenen gab.

    Dafür, dass das Buch "Frettsack" heißt und ein großes Frettchen am Cover zu sehen ist, habe ich
    mir doch noch ein bisschen mehr Frettchen in der Hauptrolle erwartet, als tatsächlich war. - Kleines
    Kritikpünktchen noch am Rande. ;-P
    Aber sonst: Empfehle ich gerne weiter. Und auch den Nachfolgeroman "Frettnapf", wo noch ein
    viel süßeres Frettchen am Cover ist, werde ich bestimmt lesen.

     

    Absolut empfehlenswert.

  6. Cover des Buches Spiegelkind (ISBN: 9783401267982)
    Alina Bronsky

    Spiegelkind

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Silliv

    Pheen sind eine Bedrohung der Gesellschaft. Juli wusste nicht, dass ihre Mutter eine von ihnen ist, bis sie verschwunden war. Niemand kümmerte es: die Polizei unternahm nichts, der geschiedene Ehemann wollte nicht darüber reden... Freaks setzten sich ein gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen, die tragen schmuddelige Kleidung, haben oft gefärbte Haare. Normale wie Juli tragen eine Schuluniform und ein Armband, mit dem sie bezahlen, Bus fahren, ins Internet können, aber nur nach ihrem gesellschaftlichen Stand.

    Juli geht gemeinsam mit Ksü dieser Pheensache auf den Grund. Fantasie mit Gesellschaftskritik, hier passt es gut zusammen, ist aber nicht mein Lieblingsthema. 3 Sterne. Man erfährt viel über Pheen und dennoch nichts, Cliffhanger am Schluss.

  7. Cover des Buches Tod im Eichsfeld (ISBN: 9783866809925)
    Astrid Seehaus

    Tod im Eichsfeld

     (20)
    Aktuelle Rezension von: solveig

    Während das Tourismusbüro Eichsfeld seinen Besuchern einen „Genuss für die Sinne“ ankündigt, verspricht Astrid Seehaus´  Kriminalroman „Tod im Eichsfeld“ seinen Lesern spannende Unterhaltung.

    Kommissar Frank Rothe zieht mit seiner gelähmten Tochter Jessi von Erfurt nach Heiligenstadt im Landkreis Eichsfeld. Während Jessi sich in ihrer neuen Schule zurechtfinden muss, bekommt Rothe bereits seinen ersten Mordfall präsentiert: In Böseckendorf wird Großbauer Georg Stahlmann in der Scheune gefunden  -  die Zinken seiner eigenen Heugabel in der Brust. Tatverdächtige gibt es reichlich; denn besonders beliebt war Stahlmann zu Lebzeiten nicht. So kämpft sich Rothe durch die möglichen Motive verschiedener Personen, wobei ihm als „Neuem“  die Einheimischen skeptisch gegenüber stehen und mit Informationen zurückhalten. Und auch der alt eingesessene Kollege Schneider, der vor Rothes Ankunft das Sagen in Heiligenstadt gehabt hat,  unterstützt ihn nur halbherzig…

    Die Autorin führt ihre Leser in lockerem Ton durch den Kriminalfall. Einfach und gut  lesbar  beleuchtet sie die unterschiedlichen Motive, wobei sie nicht nur mit menschlichen  Bösartigkeiten und verschwiegenen Delikten konfrontiert, sondern auch mit politischen Ereignissen aus der Vergangenheit; denn Böseckendorf liegt nahe der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Allerdings werden viele dieser Themen nur kurz gestreift und (leider) sehr  oberflächlich abgehandelt, dabei hätten sie dem Roman sicher einen Mehrwert verleihen können. 

    Mein Fazit: Ein Krimi, der unterhält, aber an Tiefe vermissen lässt.
  8. Cover des Buches Tokyo Fever (ISBN: 9783548280899)
    Sarah Schwartz

    Tokyo Fever

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Die Fortsetzung von „Tokyo Sins“ ist leider nicht gut gelungen. Shanaya, Jessicas exklusiver Club, in dem alle sexuellen Wünsche erfüllt werden, dient diesmal nur als Kulisse. 

    Es geht um Intrigen, Ehrgeiz, Macht, Geld, Gier und vielleicht Liebe. Verstrickt in dieses Netz sind Kiara, eine deutsche Schauspielerin, und Mitglieder einer Boygroup, die darin wetteifern, wer die meisten Frauen abschleppt und die miesesten Filmchen von ihren Eskapaden ins Internet stellt. 

    Fazit: 

    Diese Fortsetzung verdient gerade einmal 2 Sterne.

  9. Cover des Buches Frettnapf (ISBN: 9783453410176)
    Murmel Clausen

    Frettnapf

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Cappuccino-Mama

    Nach dem Buch FRETTSACK aus dem Jahr 2012, folgte nun die Fortsetzung rund um die beiden chaotischen WG-Genossen Jens und Sven. FRETTNAPF, so der Titel, gleicht schon rein äußerlich seinem Vorgänger, ob er es aber auch inhaltlich geschafft hat, mich zu überzeugen?


    Das Cover:

    Quietschgelbhochglänzend leuchtet das Buch dem Leser entgegen. Und auch hier, wie bereits beim Vorgänger, ziert wieder ein Frettchen das Cover. Doch diesmal ist es die „Mini-Ausführung“, also ein niedliches Frettchenbaby, das dem Leser aus seinem hellblauen Babybadewännchen entgegenblickt – als Kontrast zum Hintergrund ist das Bild diesmal matt gestaltet. Der Autorenname und der Buchtitel ist wieder auf einem weißen, abgerissenen Stück Wellpappe aufgedruckt. Im Wort FRETTNAPF ist zwischen all den schwarzen Buchstaben das R in roter Farbe hervorgehoben, denn Fettnäpfe gibt es im Buch so einige...

    Aber – so steht es auf der Rückseite des Buches: Totstellen ist auch (k)eine Lösung.


    Die Handlung:

    Jens Fischer, der im ersten Buch von Idi Amin (dem Frettchen seines damaligen Mitbewohners Sven) durch einen herzhaften Biss in die „Kronjuwelen“ entmannt wurde, führt inzwischen ein relativ glückliches Leben mit der „mittelhochschwangeren“ Jessi an seiner Seite. Die beiden freuen sich auf das Baby, welches Jessi von Sven, dem Ex-Mitbewohner von Jens, erwartet. Dass sich etwas ändern muss, realisiert Jens jedoch erst dann, als Jessi mit gepackten Koffern vor ihm steht und ihm verkündet, dass sie für einige Zeit zu ihrer Trauzeugin zieht. Jens ist entsetzt und befürchtet das Schlimmste – will seine geliebte Jessi sich etwa von ihm trennen? Und so beschließt er, sich und seiner kleinen Familie eine gesicherte Existenz aufzubauen. Doch das erweist sich als gar nicht so einfach.

    Der ehemalige „Bademeistermeister“ (Anmerkung: das ist kein Schreibfehler) und Balkanhüne Hondo indessen ist frisch verliebt in seine vermögende Freundin Aylin, wohnt mit ihr zusammen in einer Traumwohnung und möchte ihr zuliebe zum Judentum konvertieren.

    Sven hingegen hat die Abenteuerlust gepackt und so möchte er die Welt umradeln, doch zuvor gilt es noch einiges zu erledigen und so verschiebt sich sein Aufbruch immer wieder nach hinten.


    Meine Meinung:

    Raus aus dem Fettnapf, rein in den Fettnapf! - Fast scheint es so, als wäre dies das Lebensmotto des Jens Fischer. Ereilt ihn erst ein Unglück, so folgt das nächste, das sich wiederum lawinenartig vermehrt.

    Sehr amüsiert habe ich mich dafür über den Vater von Jens, der gerade ebenfalls eine schwere Zeit durchmachte. Er, der stets das brave und vorbildliche Familienoberhaupt war, hat die Singlebörsen im Internet für sich entdeckt und genießt seinen zweiten Frühling. Wie praktisch dass man über das Internet kommuniziert – so kann man es auch mal mit der Wahrheit nicht ganz so genau nehmen. Doch zu seinem Pech, geht dies nicht lange gut. Ja, man gönnt ihm das, was ihn schließlich erwartet. Nach einem Rauswurf daheim hat er die Wahl zwischen der Obdachlosigkeit oder dem Asyl bei Hondo – gemeinsam mit seinem Sohn Jens. Zu zweit in einem aufgeblasenen Schlauchboot zu übernachten – kann es etwas schöneres für Vater und Sohn geben, als dieses gemeinsame Erlebnis? Wohl kaum!

    Aber es trifft Jens ja wahrhaftig hart. Erst die Trennung von Jessi, seiner zukünftigen Frau und dann auch noch das. Jens würde nun, als Enddreißiger, nur zu gerne nicht mehr der große Junge sein, der er ja eigentlich noch immer ist, sondern endlich in angemessener Form Verantwortung übernehmen. Aber Jens wäre ja nicht Jens, liefe alles glatt – NATÜRLICH warten die Fettnäpfchen nur darauf, dass Jens in sie hineintritt (oder sich gar in ihnen wälzt)!

    Jessi gibt sich zwar locker, aber wohl auch schwangerschaftsbedingt (wir erinnern uns - Jessi ist „mittelhochschwanger“), spielen ihre Hormone verrückt und sie legt jedes Wort auf die Goldwaage. Da kann Jens doch eigentlich nur verlieren.

    Aber auch die Begegnung mit Aylin, Hondos Traumfrau bietet für Jens eine Überraschung, denn so hatte er sich die Dame, die Hondo so sehr in den Himmel lobte, gewiss nicht vorgestellt. Aber sich mit dem prolligen Hondo anzulegen, das traut sich Jens, seiner Gesundheit zuliebe, doch nicht und so schweigt er lieber.

    Hondo, mein persönlicher „Anti-Held“, ist jetzt zwar in festen Händen, doch damit ist er leider (oder zum Glück für den Leser) kein anderer Mensch geworden, auch wenn er versucht, dies zu vermitteln und intellektuell gebildet zu wirken. Seine Angebetete Aylin ist schließlich ein guter Fang und so verfügt Hondo nun nicht nur über mehr Geld, sondern hat durch Aylin auch noch gleich ein Töchterchen bekommen und das gilt es zu beschützen – wenn nötig mit ganzem Körpereinsatz! Aber Hondos Sprüche in seinem mangelhaften deutsch sind auch in diesem Buch, so wie bereits im Vorgängerband, immer einen Lacher wert – selbst wenn es Drohungen sind. Das ist das, was Hondo ausmacht. So lernte ich ihm im ersten Band kennen und zum Glück hat er sich psychisch nicht wirklich weiterentwickelt.

    Währenddessen will der Ex-Mitbewohner Sven zu einer „Weltumradelung“ aufbrechen. Klar, dass man bei einem so chaotischen Menschen befürchtet, dass da einiges schiefläuft. Und soviel sei verraten – das Projekt läuft natürlich keinesfalls wie geplant! Erwähnen möchte ich an dieser Stelle noch Svens außerkewöhnliche Englischkenntnisse – oder sollte ich besser sagen, seine Unkenntnisse? Äußerst amüsant und immer einen Lacher wert. Fraglich, wie weit man damit bei einer „Weltumradelung“ kommt.

    Und dann ist da noch der äußerst gutmütige Ralf und seine Frau Maren, die ehemalige Traumfrau von Jens. Da Jens den beiden durch seine Samenspende zu einem Kind verholfen hat, kann es ja nicht schaden, sich dort Rat zu holen. Ob das gutgehen kann?

    Ich bin ja ein Freund origineller Titelüberschriften. Im ersten Buch wurde jedes Kapitel einem Tier gewidmet und mit Infos über dasselbe versehen. Hier erhielt jedes Kapitel den Namen einer Verbrauchermesse zugeteilt, wiederum mit einigen Informationen dazu versehen. Wem auf Anhieb nur die herkömmlichen Messen einfallen – hier einige der Messen aus dem Buch (- Sachen gibt es, damit rechnet kaum einer): Hochzeitsmesse, Glücksspielmesse, Hebammenmesse, 50plus Messe, Spionagemesse, Auswanderermesse,... . Und weshalb wurden diese Messen gewählt? Ganz einfach deshalb, weil Jens als Promoter auf solchen Veranstaltungen sein Geld verdient – da ist diese Idee natürlich gekonnt umgesetzt.

    Tja, ich hätte mir fast einen etwas größeren Hondo-Anteil gewünscht, denn dieser nicht gerade sonderlich intelligente, dafür aber umso kräftigere „Assi-Typ“ ist eines der Highlights im Buch - schon im ersten Buch hatte er einen Großteil zur humorvollen Unterhaltung beigetragen. Seine Freundin Aylin fand ich gut ausgewählt, denn erwartet hätte man wohl definitiv einen ganz anderen Typ Frau an Hondos Seite. Überhaupt: Typisch für den Autor Murmel Clausen, dass er die Jüdin nicht den „typischen“ Namen Sarah oder Rebekka,... verpasst hat, sondern einen eher „unpassenden“ Namen gewählt hat, den man vermutlich in einem anderen Kulturkreis vermuten würde. Aber auch an anderer Stelle trifft man auf Namen, die so gar nicht miteinander harmonieren wollen – sehr zur Freude der Leser.

    Das Buch ist ja, wie bereits erwähnt, die Fortsetzung des Romans FRETTSACK, den ich vor einiger Zeit gelesen habe. Ich denke aber, dass man FRETTNAPF durchaus auch ohne die Vorkenntnisse des Vorgängerbandes versteht. Dennoch ist es natürlich immer besonders schön, wenn man die komplette Buchserie liest, denn auch an der Vorgeschichte wird der Leser seine helle Freude haben. Der Schluss dieses Bandes gefiel mir sehr gut. Eine überraschende Wendung und oft kommt alles anders, als man denkt – doch das wird hier natürlich nicht verraten.

    Der Autor Murmel Clausen (wobei wir wieder einmal bei den Namen wären) ist zahlreichen Fernsehzuschauern indirekt bekannt – wenn auch nur im Hintergrund. So war er Headwriter bei Erkan & Stefans HEADNUT TV, schrieb unter anderem gemeinsam mit Michael „Bully“ Herbig, Rick Kavanian und Christian Tramitz Sketche für die BULLYPARADE und den Kinoerfolg DER SCHUH DES MANITU, für Christian Tramitz verfasste er Texte für dessen Serie TRAMITZ & FRIENDS (3 Staffeln) und für Anke Engelke steuerte erSketche für LADYKRACHER bei. Aber auch bei der COMEDY-FALLE wirkte er mit. Dies sind aber nur einige seiner zahlreichen Projekte, an denen er beteiligt war. Was wäre also naheliegender, als humorvolle Romane zu schreiben. Eine weise Entscheidung, wie ich finde.


    Fazit:

    Amüsant und humorvoll, eine gelungene Fortsetzung vom FRETTSACK, doch leider konnte mich das Buch nicht vollkommen überzeugen (aber fast!) – es fehlt das gewisse Etwas, das Tüpfelchen auf dem i, was vielleicht aber auch an der unterschiedlichen Vorstellung von Humor liegen könnte, die Männer und Frauen haben. Dennoch eine Buchempfehlung gibt es natürlich dennoch von mir, sowie 4 Sterne. - Und trotz kleinem Punkteabzug würde ich mich sehr über ein Wiederlesen mit der Chaostruppe rund um Jens, Sven und Hondo freuen.

  10. Cover des Buches Abgebrezelt (ISBN: 9783596184743)
    Nina Schmidt

    Abgebrezelt

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Bad_Snow_White

    Das Buch ist aus der Perspektive der Hauptprotagonistin Jessica geschrieben. 

    Was mir grundsätzlich immer gut gefällt, sind kurze Kapitel wie es bei diesem Buch der Fall ist.

    Die Hauptprotagonistin Jessica war mir jedoch bis kurz vor Schluss sehr unsympathisch. Bei ihr und in ihrem Umkreis dreht sich alles nur um Männer, gutes Aussehen, Ansehen und Partys. In meinen Augen ist ein solches Leben sehr traurig, inhaltsleer und charakterschwach. 

    Man bekommt also genau das, was der Klappentext verspricht. Am Ende durchlebt Jessica zwar nochmal eine Wandlung, aber trotzdem hat mir das Buch nicht wirklich gefallen, weil es meiner Ansicht nach keine Substanz hat.

    Stellenweise war es ganz lustig geschrieben, ich musste ab und an schmunzeln, aber mehr war da nicht.


  11. Cover des Buches Das Herz des Piraten (ISBN: 9783407786548)
    Benno Pludra

    Das Herz des Piraten

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Mogli99

    Das Herz des Piraten beginnt, als handele es von den großen Seeabenteuern, von Piraten, Ungeheuern und Schätzen, wie sie uns auch in anderen phantastischen Büchern begegnen. Um eine solche von unserer Realität losgelöste Welt geht es Benno Pludra aber nicht. Im Gegenteil: Er möchte mithilfe seiner Bücher Jugendliche für die eben immerzu komplizierte Wirklichkeit sensibilisieren. Er möchte, wie er einmal in einem Interview sagte, "Geschichten schreiben, die dem Leser eigenes Denken abverlangen" und "zur Korrektur lange gebrauchter Schablonen führen".


    So verwundert es auch nicht, dass das Phantastische hier bloß als Stein in Erscheinung tritt, den Jessi, die Protagonistin des Romans, eines Tages am Strand findet. Einem Stein übrigens, der für die übrigen Bewohner des Dorfes, in dem der Text sich abspielt, nur ein Stein ist wie viele andere auch. Einzig Jessi kann ihn, der einst das Herz eines gefürchteten Piraten war, hören, wenn er spricht, und sehen, wie er leuchtet in ihren Händen. Schnell bildet dieses phantastische Element aber vornehmlich den Hintergrund für eine ganz andere Geschichte.


    Jessi fehlt nämlich etwas im Leben. Noch vor ihrer Geburt verschwand ihr Vater, ein Schausteller in einem Wanderzirkus, und kam nie wieder. Sie hat ihn niemals kennengelernt. Die Abwesenheit des Vaters kann auch die sehr liebevoll geschilderte Beziehung zwischen Jessi und ihrer Mutter Elise nicht auffangen.


    Pludra gelingt es auf einfühlsame Art und Weise, durch die Augen Jessis die kindliche Sehnsucht nach einem Vater, gleichsam aber auch die Bedürfnisse der Mutter nach einer neuen Liebe anschaulich und für Kinder und Jugendliche nachvollziehbar darzustellen.


    Die Verschränkung von abwesendem Vater und anwesendem Stein, die zunehmend miteinander identifiziert werden, kulminiert in dem Moment, da der Vater von Jessi im Dorf erscheint. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Nur dies: Das Phantastische, das der sprechende Stein in die dörfliche Welt einführt, wird zu keiner Zeit aufgelöst als kindliches Phantasma. Es wird nicht als etwas zur Welt Distinktes vorgestellt, es ist Teil zumindest von Jessis Realität und hilft ihr, zeitweise, bei der Verarbeitung ihrer Gefühle. Ein Plädoyer also auch für die kindliche Phantasie, die aber, und das ist entscheidend für Benno Pludra, immer zurückgebunden werden muss an die Wirklichkeit,


    Nebenbei verhandelt der Text auch, mithin etwas verdeckter, andere Themen. Etwa die Kritik an Massentierhaltung und sozialer Ausgrenzung, die Fürsprache für das Individuelle eines Menschen usf.


    Es ist ein reicher Text, der an Reichtum gewinnt, je genauer man hinsieht. Getragen von einer äußerst poetischen Sprache, deren moderne und für ein Jugendbuch einzigartige Rhythmik der emotionalen Einbindung der Leser*innen zuarbeitet, ist dieses Buch für Jugendliche bis zur Pubertät ein äußerst vielschichtiger Text mit zahlreichen Projektionsmöglichkeiten.

  12. Zeige:
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