Bücher mit dem Tag "jfk"
9 Bücher
- Ken Follett
Kinder der Freiheit
(490)Aktuelle Rezension von: Kyra112Die nächste Generation steht vor den Herausforderungen der Nachkriegszeiten und stolpert damit mitten in den Kalten Krieg. Während George in den USA gegen die Unterdrückung der Schwarzen kämpft, muss sich Rebecca mit dem System in der DDR auseinandersetzen, ebenso wie ihr Bruder Walli und auch in Großbritannien gibts die ein oder andere Herausforderung.
„Kinder der Freiheit“ von Ken Follett ist der Abschlussroman der Jahrhunderttrilogie.
Ich habe dieses Buch wirklich mehrere Jahre vor mir hergeschoben. Nicht, weil mich der Roman abschreckt, sondern die Dicke des Buches.
Ken Follett schreibt wirklich sehr realistisch und auch absolut mitreißend. Es gab viele Abschnitte, bei denen ich einfach ganz schnell weiterlesen wollte, weil’s wirklich spannend war. Auch hat mich das Buch animiert, einzelne historische Ereignisse oder Personen noch einmal nachzuschlagen und mich fundierter zu informieren.Hin und wieder bin ich bei den Figuren durcheinander gekommen. Es sind ja doch einige Personen und damit Handlungsstränge, die hier behandelt werden und manchmal waren mir die Sprünge zu abrupt, sodass ich erstmal kurze Zeit zum Überlegen brauchte, um zu realisieren, über welche Figur ich nun lese.
Nervig waren die vielen Beziehungen oder nicht-Beziehungen. Da war ja wirklich bei der neuen keine Beziehung dabei, die wirklich funktioniert hat. Irgendwie hat jeder es geschafft, das Ganze in den Sand zu setzen.
Mich hat der Teil um die Kennedys etwas gelangweilt. Das war mir alles zu viel, während man zum Schluss das Gefühl hatte, Ken Follett rennt durch die Geschichte, also gerade, was die 70er/80er Jahre betrifft.
Es war ein interessantes Buch, aber es war mir doch etwas zu viel des Guten. Wer gerne solche dicken Wälzer liest, ist hier richtig, aber für jene, die es eher kompakter lieben, ist der Roman gar nichts.
- Stephen King
Der Anschlag
(762)Aktuelle Rezension von: HelefloIn diesem, meines Erachtens, Meisterwerk konfrontiert uns King mit der Frage: was würdest du ändern wenn du in die Vergangenheit reisen könntest? Und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Gegenwart und Zukunft.
Wie immer erzählt der Autor sehr ausschweifend ohne aber langatmig oder langweilig zu werden. Ich finde das ist eine Kunst die nur wenige Autoren beherrschen und Stephen King hat diese Art zu schreiben zur Perfektion gebracht.
Ständig will man wissen wie es mit Jake und Sadie weitergeht, schafft er es das Attentat auf Kennedy zu verhindern und wenn ja wie und wie sieht dann die Gegenwart aus, wenn er zurückkehrt?
All das entwickelt sehr schnell einen regelrechten Sog, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Und so sind selbst über 1000 Seiten schnell gelesen.
Ich kann das Buch jedem ans Herz legen. Es ist eine Mischung aus Thriller, Romanze, Drama und Fantasy, die wirklich sehr gut funktioniert.
Von mir eine klare Leseempfehlung, das Buch hat Potenzial mein Jahreshighlight zu werden.
- Julie Clark
Der Tausch – Zwei Frauen. Zwei Tickets. Und nur ein Ausweg.
(519)Aktuelle Rezension von: lucatrkis„Der Tausch“ war einer jener Romane, die zur Hälfte in der Vergangenheit spielen – mir gefällt diese Erzählweise überhaupt nicht, und so wurde ich auch hier nicht von Spannung gebannt, obgleich es durchaus einige interessante Stellen gab.
Zunächst skizzierte die Autorin die Ausgangssituation, indem sie den Leser an einigen gezielten Schikanen von Claires Mann Rory teilhaben ließ, auf welche die Planung ihrer Flucht folgte. Diesen Einstieg fand ich gelungen, einzig an einer Stelle stolperte ich: Claire wollte kompromittierende Daten über das Geschäft, insbesondere illegale Tätigkeiten ihres Mannes sichern, wofür sie seine Computerfestplatte kopierte – auf einen USB-Stick. Theoretisch wäre das möglich, allerdings hätte man entweder erwähnen sollen, dieser verfüge über enorme Speicherkapazitäten oder es handele sich lediglich um kleine Textdateien.
Nachdem Rory in letzter Minute das Reiseziel seiner Frau geändert hatte, fiel deren langwierig ausgearbeiteter Fluchtplan in sich zusammen. Voller Verzweiflung traf sie am Flughafen auf Eva, welche vorgab, ebenfalls verschwinden zu wollen, weil man sie fälschlicherweise verdächtigte, am Tod ihres Mannes schuld zu sein. Sie tauschten die Flugtickets; der Flug, in dem Claire sitzen hätte sollen, stürzte ab.
Bei der Ankunft in Evas Haus erkannte sie, noch überwältigt von der Meldung über das Unglück, rasch die Lüge, die ihr die Fremde aufgetischt hatte, anschließend las man abwechselnd, wie sie die Identität ihrer mysteriösen Helferin annahm und sich mit Nebenjobs durchschlug, sowie über Evas sechs Monate vor dem Absturz.
Leider ging aus diesen Kapiteln rasch der Grund für ihre Flucht, nämlich ihre Verstrickung in die Drogenszene, hervor. Dass sie es irgendwie vollbracht hatte, nicht in das abgestürzte Flugzeug zu steigen, vermutete Clair ebenfalls nahezu augenblicklich, und ihr ach so bedrohlicher Mann Rory kam ihrem Unterschlupf bis zum Schluss kein einziges Mal gefährlich nah. Dadurch fehlte es massiv an Spannung.
Dafür wurde die Geschichte schlüssig aufgelöst, wobei Verbindungen hervortraten, die dem Leser vorher nicht recht ersichtlich waren. Claire erzählte in einem Fernsehinterview von ihrer Tortur und erfuhr dafür Zuspruch, Evas Untertauchen schützte sie mit Stillschweigen – Ende gut, alles gut.
Fazit: „Der Tausch“ las sich ob der fehlenden Spannung eher wie ein klassischer Roman denn ein Thriller. Das Potenzial der Idee eines Tickettauschs am Flughafen, vor allem jedoch der eingangs erwähnte Einfluss von Claires Ehemann Rory wurden nicht hinreichend ausgeschöpft, um eine tatsächlich fesselnde, im Gedächtnis bleibende Handlung zu stricken. Knappe vier Sterne.
- Paul Auster
4 3 2 1
(128)Aktuelle Rezension von: Steve914 3 2 1 wurde 2017 auf deutsch veröffentlicht und ist Paul Austers Opus magnum. In diesem über 1200 Seiten langen Roman stellt Auster vier verschiedenen ablaufende Leben ein und derselben Person vor, nämlich die Leben des Archie Ferguson.
Die einzelnen Versionen von Archies Leben werden dabei in zeitliche Abschnitte unterteilt, von der Kindheit bis zum jungen Erwachsenenalter, also circa bis zum Ende des Studiums.
Es sind nicht nur die Entscheidungen Archies sondern auch die Entscheidungen seiner Mitmenschen und deren Handlungen, die Zufälle und Schicksale, die deren Leben bestimmen, die die jeweils andere Version von Archies Leben entstehen lassen und vorantreiben.
Es gibt einige zentrale Figuren, wie natürlich seine Eltern, Freunde und Verwandte, die sich in allen Varianten von Archies Leben wiederfinden. Aber auch hier ändert sich, je nach Vergangenheit und Ereignissen, der Umgang miteinander. Diesen Entwicklungen zu folgen ist dabei nicht immer einfach, 4 3 2 1 ist kein Werk, das man zwischendurch liest. Wer aber durchhält, und dazu kann ich nur jedem raten, wird mit einer bzw. vier Geschichten belohnt, die sich intensiv mit der Frage nach Schicksal, nach Zufall und der Selbstbestimmtheit unseres Lebens auseinandersetzen.
Austers Sprachgewalt ist dabei beeindruckend. Manche Sätze gehen über mehrere Seiten, sind dabei aber nicht langatmig und treiben die umfangreiche Handlung weiter voran. Die Dialoge sind pointiert und genau, jede Figur wird auf ihre Weise durch ihre Tätigkeiten und ihre Sprache unverwechselbar.
Neben den zentralen Fragen des Romans, Schicksal und Zufall und die Konsequenzen unserer Entscheidungen, findet sich hier auch ein Ritt durch die amerikanische Nachkriegsgeschichte, vor allem durch die Veränderungen der Gesellschaft der USA in den 1960er Jahren. Eine Auseinandersetzung mit den Studentenprotesten, mit dem Vietnam Krieg, mit Baseball und Basketball, mit Literatur, nicht zuletzt mit der Sexualität.
Austers Werk hat mich tief beeindruckt. Seine Sprachgewalt, seine Auseinandersetzung mit den zentralen Fragen des Schicksals und des Zufalls sowie die umfangreiche Darstellung so vieler Themen - Geschichte, Politik, Sport, Literatur und viele mehr - machen 4 3 2 1 für mich zu einem Roman, den Liebhaber anspruchsvoller Literatur gelesen haben müssen. - David Conti
Don Cavelli und der tote Kardinal: Die erste Mission: Ein Vatikan-Krimi
(23)Aktuelle Rezension von: kaho72liest
Das Thema hat mich schon neugierig gemacht und da ich auch Thriller gerne lese, lag es auf der Hand, dass ich dieses Buch lesen werde.
Aber....
Es war am Anfang ganz schön schleppend und für mich echt schwer dran zu bleiben. Ich wollte es abbrechen, habe dann aber doch durchgehalten.
Packend geht anders. Ja klar, interessant wär's schon, aber von einem Thriller erwarte ich mehr Spannung und die kam hier eindeutig zu kurz. Mir reicht es nicht, wenn diese erst zum Schluss ihre Höhe erreicht. Deshalb war es trotz einer unterhaltsamen Geschichte nicht mein Buch und ich werde die Reihe nicht weiterlesen.
- Jim Garrison
Wer erschoß John F. Kennedy?
(18)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDieses Buch hat mich zum nachdenken animiert, aber die Wahrheit ist auch mir bis heute nur schattenhaft klar. - Kate Westbrook
The Moneypenny Diaries
(1)Aktuelle Rezension von: TheSaintDies ist die erste Veröffentlichung der Tagebücher von Jane Moneypenny, der loyalen und überaus tüchtigen und auch mutigen persönlichen Sekretärin für mehr als 30 Jahre von Miles Messervy - besser bekannt als "M" -, Leiter des Secret Intelligence Service (MI6) durch ihre Verwandte Kate Westbrook.
Zehn Jahre nach dem Tod ihrer Tante Jane Vivien Moneypenny erhält Kate Westbrook durch den Anwalt der Verstorbenen drei Pakete mit Tagebüchern. Über fünf Jahre bringt Westbrook damit zu, diese interessanten Tagebücher auf ihre Stichhaltigkeit und Akkuratesse hin zu überprüfen.
Nun publiziert sie mit diesem Buch das nicht nur für die ganze Welt höchst turbulente Jahr 1962, sondern auch für Moneypenny und ihren Lieblings-00-Agenten Bond...
Der kalte Krieg spitzt sich dramatisch zu, als die Amerikaner feststellen, daß die Sowjetunion heimlich Atomlenkwaffen auf Kuba stationiert.
Die CIA hat einen Doppelagenten namens Caballo in Castro's Reihen, doch Robert Kennedy möchte sich von unabhängiger Seite davon überzeugen, ob Caballo's Informationen echt sind und er für die Vereinigten Staaten arbeitet. Sein Bruder John F. Kennedy kann sich während der prekären Weltlage - der 3. Weltkrieg scheint nicht ausgeschlossen - keine Fehlentscheidungen leisten.
So kommt der MI6 und einer seiner favorisierten Top-Agenten ins Spiel.
James Bond soll nicht nur Caballo überprüfen, sondern sich auch ein eigenes Bild von der Situation auf Kuba machen. Er wird nach einem halben Jahr tiefster Trauer über den Verlust seiner Frau Tracy di Vicenzo auf eine gefährliche und über das Wohl der Menschheit entscheidene Mission geschickt... Auf welcher Jane Moneypenny als "Guardian Angel" im wahrsten Sinne des Wortes eingreifen muss, um den Weltfrieden wiederherzustellen.
Auch Moneypenny verlebt ein sehr turbulentes Jahr 1962: Ihre Romanze mit Richard Hamilton wird überschattet von Heimlichkeiten und Verdächtigungen. Ihr Job verbietet es ihr, ihrem Freund reinen Wein einzuschenken, der daraufhin mißtrauisch wird und hinter ihr her zu spionieren beginnt. Als er dabei ertappt wird, zieht er sich zurück und lässt sich nach Berlin versetzen, wo er bald in den Verdacht gerät, mit den Russen zu kooperieren.
Moneypenny's Vater Hugh kam während des 2. Weltkriegs um, doch plötzlich werden durch Hamilton und später durch einen neuen Verehrer - David Zach - Zweifel am Tod des so schmerzlich vermissten Vaters geweckt. Man versucht die loyale Sekretärin des Chefs des MI6 zu korrumpieren und sie dazu zu bewegen, den Russen wichtige Dokumente als Gegenleistung für Informationen über den Verbleib von Hugh Moneypenny zu übergeben.
So kämpft diese vermeintliche stille und im Hintergrund agierende Frau nicht nur gegen ihre Emotionen, sondern auch gegen die "Roten" und eilt obendrein 007 zu Hilfe, damit dieser seine Berichte schnell und effizient weiterleiten kann.
Samantha Weinberg schreibt als Kate Westbrook im Auftrag der Fleming-Erben einen wunderbaren 007-Roman - der eigentlich keiner ist. Die Handlung ist liebevoll und präzise recherchiert und eingebettet zwischen den zwei Ian Fleming-Romanen "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" und "Man lebt nur zweimal". Die Figuren aus den beiden Romanen werden mit dieser sehr spannenden Geschichte um die Stationierung von Atomwaffen auf Kuba (Sowjetunion) und in der Türkei (Vereinigte Staaten) im Jahre 1962 verwoben. Weiters schafft es Weinberg zwischen den Tagebucheinträgen Moneypenny's als Kate Westbrook wunderbare Biographien der Familie Moneypenny und auch von sich selbst zu vermitteln.
Fiktion trifft auf Realität: In ausführlichen Fußnoten werden die echten Menschen und Ereignisse dieser "heißen Tage" erläutert. Weinberg schafft eine wunderbar authentische Geschichte ohne Hänger und Längen und lässt Wahrheit und Erfundenes spielend ineinander fließen.
Man fiebert bei der Agentengeschichte mit und man leidet mit Bond wegen seines Verlustes. Sehr gut und bar des Kitsches beschreibt Weinberg nicht nur Bond's emotionale Welt, sondern auch die von Moneypenny selbst, die aufgrund ihrer Geheimdiensttätigkeit so vieles vor ihr geliebten Menschen zu verbergen hat.
Ein sehr zu empfehlender Roman... Buch 1 der "Moneypenny Diaries"-Trilogie.
- Jan-Christoph Nüse
Vier Tage im Juni
(28)Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310Ich kann mich noch gut an den Besuch von John F. Kennedy in Berlin im Juni 1963 erinnern. Wem sind nicht seine Worte „Ich bin ein Berliner“ im Ohr.
Vor diesem Hintergrund spielt der Politthriller von Jan-Christoph Nüse. Während die einen dem amerikanischen Präsidenten zujubeln, gibt es andere, die seinen Tod wollen, den Kennedys Politik gefällt ihnen nicht. Man hält ihn für zu nachsichtig der Sowjetunion gegenüber. Gleich am ersten Tag des Besuches kommt es zum einem Attentatsversuch.
Das Coverbild war es, was mich gleich angezogen hat. Es ist ein sehr spannender Thriller vor den realen historischen Geschehnissen. Auch wenn ich anfangs ein wenig Probleme hatte, so habe ich mich dann doch schnell eingelesen. Die Atmosphäre der sechziger Jahre ist sehr gut dargestellt.
Die Meinungen zum politischen Geschehen sind in Zeiten des Kalten Krieges sehr kontrovers. Der charismatische Präsident John F. Kennedy kommt bei vielen Menschen gut an. Aber es gibt auch die, die noch wütend sind über den Mauerbau und Kennedy dafür verantwortlich machen, weil er der Sowjetunion gegenüber zu nachgiebig ist. Auch der Wunsch einiger deutscher Politiker nach der Atombombe bietet Sprengstoff. Kompetenzgerangel sorgt dafür, dass die Sicherheitsmaßnahmen recht lasch sind und so konnte es zu dem Attentatsversuch kommen.
Mir hat dieser Thriller, der historische Begebenheiten mit Fiktivem verknüpft, gut gefallen. Das Personenverzeichnis sowie die „Kleine Chronologie“ am Anfang des Buches waren informativ und hilfreich.
Ein spannender Politthriller, der politisch und historisch Interessierten gut gefallen wird.
- Wylie Overstreet
Adam ist jetzt mit Eva befreundet
(43)Aktuelle Rezension von: HoldenEine interessante Idee: Was wäre passiert, wenn Mark Z. (bzw. die Winklevoss-Zwillinge) Facebook viel früher erfunden hätten, was hätte man damals nicht alles schon im Vorraus wissen können? Schön ironisch-humorvolle Gedankenspielereien, bei dem einem auch manchmal das lachen im Halse stecken bleibt, zB wenn Hitler Nationalismus bereits 1920 für eine "gute Idee" hält. Sehr amüsant so für zwischendurch, durchaus weiterzuempfehlen. - 8
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