Bücher mit dem Tag "jiddisch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "jiddisch" gekennzeichnet haben.

28 Bücher

  1. Cover des Buches Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse (ISBN: 9783905801590)
    Thomas Meyer

    Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse

     (90)
    Aktuelle Rezension von: janaobrist

    Wie gesagt habe ich den Film schon gesehen, bevor ich das Buch gelesen habe. Das ist schon einige Zeit her, aber ich kann mich erinnern damals nicht wirklich begeistert aus dem Kino gegangen zu sein. Ich vermute, ich war einfach zu jung und habe den Humor warscheinlich nicht mal richtig verstanden, oder der Film war einfach nicht so gut produziert. Kommen wir aber zum Buch. Ich habe dem Buch 3 Sterne gegeben. Es war wirklich ein durchschnittliches Buch, kein Meisterwerk, aber auch überhaupt nicht enttäuschend. Ich könnte mich vorstellen, ohne den Film vorher geschaut zu haben, hätte es mir noch besser gefallen. Weil ich wirklich keine Spannung empfunden haben während dem Lesen. Anfangs wollte ich auch nicht weiter lesen und es gab Tage da hab ich nichts gelesen, was eher selten vorkommt. Könnte aber auch daran legen, dass ich momentan nicht so viel Zeit dazu habe. Ich empfehle die Lektüre für etwas mal zwischendurch, zum Beispiel in den Sommerferien wenn man am Strand liegt oder auf der Liege neben dem Pool entspannt. Ich empfand überraschenderweise ein sehr entspanntes Gefühl währendem Lesen und ich musste auch oft lachen. Da muss ich aber warnen, es handelt sich ab und zu um schwarzen Humor und Satire. Diesem Thema sehe ich sehr kritisch gegenüber. Man kann es durchaus als Antisemitismus deuten. Ich fand es aber eigentlich immer noch respektvoll und mit genug Ironie rübergebracht. Dennoch stehe ich nicht in der Position um das zu entscheiden, weil ich nie in Berührung mit dieser Art von Antisemitismus gekommen bin. Mich würde es interessierten wie das anderweitige Juden (oder sonstige Religionen) sehen. 

  2. Cover des Buches Chuzpe (ISBN: 9783518468166)
    Lily Brett

    Chuzpe

     (143)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Derzeit lebt Ruth alleine in ihrem New Yorker Loft, ihr Mann Garth ist beruflich ein halbes Jahr in Australien, ihre drei Kinder sind erwachsen und bereits aus dem Haus. Ruth betreibt ein Schreibbüro und verfasst Grußkarten und Briefe für gut betuchte Leute. Das Geschäft läuft gut, so gut, dass sie davon auch ein Appartement und sämtliche Kosten für ihren 87jährigen Vater Edek bezahlen kann. Dafür macht er sich im Büro mehr oder weniger nützlich, so lange, bis eines Tages Zofia und Walentyna vor der Tür stehen, zwei Polinnen, die Edek und Ruth von einer Urlaubsreise kennen. Die beiden Damen haben ihren Aufenthalt bei der Green-Card-Lotterie gewonnen und Edek hat deren Umzug heimlich, ohne Wissen Ruths, vorbereitet. Die 69jährige Zofia, eine warmherzige, lebensbejahende Frau, hat es Edek besonders angetan, seine Lebensgeister erwachen wieder. Die drei ziehen gemeinsam in eine Wohnung und schmieden Zukunftspläne. Sie wollen ein Restaurant eröffnen, in dem ausschließlich polnische Fleischbällchen serviert werden. Davon ist Ruth gar nicht angetan – schließlich soll sie alles bezahlen …

    „Chuzpe“ ist der deutsche Titel des Romans „You Gotta Have Balls“ der in New York lebenden Schriftstellerin Lily Brett. Das Wort kommt lt. Wikipedia aus dem hebräischen und wird übersetzt mit „Frechheit, Anmaßung, Dreistigkeit, Unverschämtheit“, es bedeutet somit die negative Bewertung für jemanden, der die Grenzen von Höflichkeit oder Anstand aus egoistischen Motiven überschreitet.

    Damit ist schon sehr viel gesagt über die Protagonisten des Buches. Ruth, deren Leben und Gefühle wohl im Mittelpunkt der Handlung stehen sollen, war mir durchweg unsympathisch. Zweifellos liebt sie ihren Vater, ist aber nicht in der Lage, ein vernünftiges Gespräch mit ihm zu führen. Sie ärgert sich über seine Geldausgaben, spricht ihn aber nie darauf an. Stets ist sie mit irgendetwas unzufrieden, alles widert sie an und missfällt ihr, jedoch ändert sie nichts an diesem Zustand. Beinahe täglich ruft sie ihren Mann in Australien an, nur um ihm wieder etwas vorzujammern.

    Nicht viel sympathischer ist Edek, Ruths Vater. Die Autorin sieht ihn als liebenswerten alten Exzentriker den jeder großartig findet, doch sein selbstsüchtiges und egoistisches Handeln sprechen dagegen. Edek selbst hat kein Geld, gibt aber Ruths Geld mit vollen Händen aus und erzählt jedem, wie reich seine Tochter wäre und wie viel Geld sie mit ihren Karten und dem Schreiben von Briefen verdienen würde.

    Angenehm hingegen empfand ich das Auftreten der beiden Polinnen Zofia und Walentyna, obwohl die Autorin sie manchmal in schlechtem Licht erscheinen lässt. Die beiden haben das Herz am rechten Fleck, können organisieren, improvisieren und zupacken, und jammern nie über Stress oder zu viel Arbeit.

    Anfangs zieht sich die Geschichte sehr in die Länge. Ruths Befindlichkeiten werden so oft erwähnt, bis es langweilt. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, Fragen, Antworten und teilweise ganze Sätze werden wiederholt, was die Lesefreude nicht unbedingt steigert. Ruth will eine Frauengruppe gründen, doch das misslingt gründlich. Es treffen sich nur drei „Damen“, die sich dann über fünf Buchseiten nur über Samenbanken, Penisse und Spermien unterhalten. Selbstverständlich wird alles doppelt und dreifach erzählt. Etwa nach einem Drittel des Buches, nach Ankunft der polnischen Damen, nimmt die Story endlich etwas an Fahrt auf und wird manchmal sogar witzig. Leider wird das Geschehen aber gegen Ende zu mehr und mehr unwahrscheinlich, ja beinahe albern. Da erscheinen z. B. Luciano Pavarotti nebst Gattin zum Klopse essen, eine Hochzeit wird geplant, bei der Steven Spielberg sein Kommen zugesagt hat. Am Ende des Buches findet man noch einige Rezepte über Klopse, wie sie in dem plötzlich so beliebten Lokal serviert werden.

    Fazit: Trotz einiger Längen insgesamt doch lesenswert.
  3. Cover des Buches Vienna (ISBN: 9783442740406)
    Eva Menasse

    Vienna

     (52)
    Aktuelle Rezension von: UteSeiberth
    Ich wollte mehr über diese jüdische Familie in Wien erfahren, aber das dauernde Hin- und Herspringen der Autorin zwischen verschiedenen Erzählsträngen hat mich letztendlich doch sehr ermüdet, schade!
  4. Cover des Buches Das Kind von Noah (ISBN: 9783596511310)
    Eric-Emmanuel Schmitt

    Das Kind von Noah

     (137)
    Aktuelle Rezension von: Luthien_Tinuviel
    "Das Kind von Noah" schildert auf knapp 140 Seiten sehr bewegend die Geschichte des kleinen 7-jährigen jüdischen Jungen Joseph, der in Brüssel in den 1940er Jahren sich von seiner Famile trennen und untertauchen muss.

    Joseph ist, wie ich es verstanden habe, ein fiktiver Charakter, dennoch wird seine Geschichte sehr bewegend beschrieben, sodass die Person Joseph für den Leser real wird.

    Die Perspektive des kleinen Jungen, der erst nach und nach versteht, was um ihn geschieht, gelingt dem Autor hervorragend.

    Alles in allem ein sehr lesenswerter Roman.
  5. Cover des Buches Die Teilacher (ISBN: 9783423140300)
    Michel Bergmann

    Die Teilacher

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseleben

    Eigentlich weiß ich gar nicht mehr wie ich auf ‚Die Teilacher‘ aufmerksam wurde. Es stand sehr lange in meinem Regal ohne wirklich Beachtung zu finden. Neulich brauchte ich eine etwas lustige Lektüre und da kam mir dieser Roman in den Sinn.
    Meine Hardcoverausgabe ist im Februar 2010 im Arche Verlag erschienen und hat 288 Seiten. Noch einmal neuerschienen ist es bei dtv. Ein Film basierend auf den Büchern von Michel Bergmann lief im April in den Kinos, unter dem Titel ‚Es war einmal in Deutschland‘

     

    Inhalt:
    Als David Bermann am 11. Januar 1972 stirbt, versammeln sich seine alten Kollegen Verständig, Fajnbrot und Szoros. Allesamt Teilacher, aber David Bermann war der Beste unter ihnen. Keiner hat so geschickt und raffinier Aussteuerpakete verkauft. Ein Meister seines Faches. Bei diesem Zusammentreffen werden aber nicht nur an die guten Seiten des Lebens gedacht. Auch der Krieg zieht sich wie ein dunkler Schatten durch die Erzählungen.
    Ein Roman der die Geschichte der Überlebenden erzählt.

     

    Meine Meinung:
    Um gleich vorweg ein Missverständnis aufzuklären das Wort Teilacher hat nichts mit dem Lachen zu tun. Sondern es kommt aus dem Jüdischem und im Deutschem sagen wir zu einem Teilacher Handelsvertreter.
    Der Stil sowie die Sprache laden zum Schmunzeln ein und sind mit dem typischen jüdischen Humor gewürzt. Dies bedeutet das wir den einen oder anderen Witz zu lesen bekommen und sehr viele jüdische Begriffe einfließen. Erst am Ende der Lektüre entdeckte ich durch Zufall das angehängte Glossar. Um ehrlich zu sein brauchte ich es nicht, da die Sprache recht seicht ist. Die meisten Begriffe erklären sich von selber.
    Michel Bergmann ist selbst ein Kind von internierten Juden und dieses merkt man seinem Werk auch an. Er weiß wovon er schreibt. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich denke das der Autor auch ein stückweit seine eigene Familiengeschichte verarbeitet.
    Trotz der geringen Seitenzahl ließ Bergmann alle Teilacher zu Wort kommen. Der Leser erzählt so einen interessanten Rundumblick. Besonders Augenmerk wird auf Max Holzmann gelegt, dies ist der Vorgesetzte von David Bermann und den anderen Teilachern. Von seiner Geschichte hätte ich wirklich gern noch viel mehr erfahren, aber immer dann wenn ich dachte jetzt geht es los, das Buch wird tiefgründiger flachte es sofort wieder ab. Dies war ein Problem das sich für mich durch das komplette Buch zog.
    Man merkt dem Roman an, das sein Autor Filme und Serien fürs deutsche Fernsehen schreibt. Es ist wie ein deutscher Film gut aber nicht wirklich gut, immer ein wenig die Angst dahinter die Realität auch wirklich abzubilden. Viel zu schnell wurde für mich dann immer auf die nächste komische Situation umgeschwenkt, die dann der Vorherigen sehr glich. Leider trug dies dann auch nicht wirklich was zur Handlung bei.

    ‚Die Teilacher‘ ist ein Buch, das wirklich stark beginnt jedoch bald seine Schwächen offenbart. Durch seinen Humor und die leichte Sprache ein gutes Buch für zwischendurch, aber mehr auch nicht.



    Mehr Infos:  http://das-leseleben.webnode.com/news/die-teilacher-von-michel-bergmann/
  6. Cover des Buches Erste Begegnung (ISBN: 9783499116308)
    Bella Chagall

    Erste Begegnung

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  7. Cover des Buches Melnitz (ISBN: 9783312006755)
    Charles Lewinsky

    Melnitz

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Fabula
    Melnitz - Eine jüdische Familienchronik vor dem Hintergrund der Schweizer Geschichte in den Jahren 1871 bis 1945.

    Einleitung:

    "Wir Menschen denken uns Mythen aus, grosse und kleine, behaupten, sie stünden so fest wie Berge, und verwedeln unsere eigenen Zweifel daran mit einem Nebel aus Traditionen und Ritualen." (S. 254)

    Doch wer entscheidet darüber, was Mythos ist und was Realität? Was wahr ist und was falsch? Oder auch was gut ist und was schlecht? Sollte nicht jeder das Recht haben so zu leben, wie er es für richtig hält? Das zu glauben, was ihm am richtigsten erscheint? Oder was ist es denn, das die einen über die anderen Menschen stellen soll?

    "Wir verschwenden unsere Intelligenz, weil wir nicht den Mut aufbringen, alltertümliche Märchen in Frage zu stellen. Märchen jawohl!"

    Doch welche Märchen sind wirklich gemeint? Die Geschichten der Religion selber? Oder doch die falschen Gerüchte über die Menschen einer Religion? Die Wahrheit lässt sich immer nach Belieben zurecht rücken. 

    Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

    Ich muss zugeben von selbst wäre ich nie auf dieses Buch gekommen. Als mein Professor in einer Vorlesung davon sprach, musste ich es mir einfach bestellen. Und er hatte Recht behalten: Es hat sich absolut gelohnt! Melnitz ist nicht einfach nur eine hübsche Geschichte, sondern kann fast schon als literarische Quelle gesehen werden. Man lernt viel über die Geschichte des eigenen Landes. Über die Geschichte der Schweiz und ihre Ausprägung des Antisemitismus.

    Zum Inhalt selber:

    Melnitz war wieder einmal ein Buch, das mich sehr bewegt hat! Der Titel der damaligen Vorlesung war "Wir sind Schweizer, aber bleiben immer Fremde. - Geschichte der Juden in der Schweiz." Genau diese Überschrift wäre auch für diese Rezension passend. Lewinsky schildert in seinem Roman 'Melnitz' auf beindruckendste, sehr authentisch wirkende Weise, wie das alltägliche Leben der Juden in der Schweiz ausgesehen hat. Die Erzählung passiert über verschiedene Generationen einer Familie in den Jahren von 1871 bis 1945. Mit den Jahren ändern sich auch die Probleme der Hauptfiguren. Doch eins bleibt immer gleich: Der aufkeimende Antisemitismus, der sich auch in der Schweiz breit gemacht hat. Man erfährt viel über die jüdische Kultur, ihre Rituale, Feste und Sprache. Aber auch darüber, wie sie nicht immer mit der christlichen Kultur zu vereinbaren war. Thematisiert werden Themen wie das Schächtverbot, die Heiratsvermittlung, (jüdische) Geschäfte & Handel, aber auch Gerüchte, und was sie alles bewirken können. Gestreift werden auch die beiden Weltkriege und die vernichtende Todesmaschinerie des Holocausts. Im Vordergrund steht jedoch das Alltagsleben der schweizerischen Juden.

    Empfehlung:

    Obwohl das Buch mit seinen 765 Seiten ziemlich dick ist, liest es sich gut. Man braucht schon Durchhaltevermögen und Interesse am Thema, aber es lohnt sich auf jeden Fall! Die jüdische Geschichte reisst einen mit sich fort! Gerade weil Melnitz in der Schweiz spielt wird eine andere Ausprägung des Antisemitismus deutlich. Auch diese gehört zum Gesamtbild der jüdischen Geschichte und sollte gelesen werden! Allzu oft wird Antisemitismus mit dem Holocaust gleichgesetzt, dieses Buch zeigt viele weitere Facetten davon. 

    Ja, ich empfehle das Buch weiter. Insbesondere für Interessenten der Jüdischen Geschichte, der Schweizergeschichte aber auch für alle Schweizerinnen und Schweizer, die wissen sollten, das auch bei uns nicht alles so ganz 'heilig' war :)
  8. Cover des Buches Bibliothek der unerfüllten Träume (ISBN: 9783423140461)
    Peter Manseau

    Bibliothek der unerfüllten Träume

     (25)
    Aktuelle Rezension von: urwort

    „Mach dir die Sprache zur Heimat, Itsik. Und mach sie dir auch zur Geliebten. Wenn du das tust, wirst du nie heimatlos sein und nie an gebrochenem Herzen leiden, das schwöre ich dir.“

    Dies ist die Geschichte von Itsik Malpesch. Der jüdische Dichter wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in einer Pogromnacht in Russland geboren – ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt. Die Lage für die Familie spitzt sich in den folgenden Jahren zu, bis Itsik in jungen Jahren nach Amerika auswandert.

    “Ich verließ Chaims Unterschlupf noch am selben Abend und wanderte acht kalte Stunden lang durch die Straßen, denn ich wollte lieber in meiner eigenen Sprache erfrieren, als an einem Ort sein, wo ich nicht einmal das Wort für Wärme kannte.”

    Hoffnungsträger seiner traurigen Seele ist die vier Jahre ältere Sascha Bimko, die auch in der Nacht seiner Geburt anwesend war. Er glaubt an Bestimmung, sie sei seine bashert, der Begriff hat sich auch mir ins Hirn gebrannt. Fortan schwebt sie wie ein Engel über jede Tätigkeit, jeder Gedanke scheint von ihr durchtränkt. Doch Sascha weiß sehr lange nichts davon.

    „Haben Worte nicht immer dann die größte Macht, wenn wir sie einsetzen, um uns selbst davon zu überzeugen, dass das, was wir wahrnehmen, die Realität ist? Wenn ein Junge einen Schwur tut, denkt er nicht daran, was das alles mit sich bringen könnte; ja, er denkt überhaupt nicht. Und doch werden seine Worte, indem er sie formt und ausspricht, zur Wahrheit.“

    In 22 Kapiteln, die mit hebräischen Schriftzeichen betitelt sind, wechseln sich Itsiks Erinnerungen mit der „Gegenwart“ ab – parallel dazu wird ein amerikanischer Student in den Fokus gerückt, der in den 90er Jahren als katholischer Religionswissenschaftler unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Archivar in einer jüdischen Bibliothek wird.

    „Wer weiß denn schon, ob ein Autor bleibt, wer er war, wenn er für sich selbst unlesbar wird? Woran soll man das erkennen? Seine Worte werden zu einem Esel, der einem Hund geboren wurde.“

    Die Vergangenheit verschmilzt mit der Gegenwart, denn Itsik möchte sein Lebenswerk veröffentlichen, der Amerikaner soll es übersetzen. In den folgenden Kapiteln wird die Sprache selbst auseinandergenommen, als Medium interpretiert, Wortmalerei betrieben. Es wird poetisch, philosophisch, für Bibliophile ein Genuss!

    „Schon“, sagte ich. „Aber wir haben uns ja nicht völlig verändert. Wir sind immer noch Juden, nicht wahr?“
    „Wir sind das, wozu uns das Leben macht“, sagte Schweig.

    Der Autor Peter Manseau studierte Religionswissenschaften und Literatur, ist nicht jüdischen Glaubens, doch hat mit diesem Werk zu Recht den National Jewish Book Award erhalten. Wem Religionen völlig fremd sind, wird keinen Zugang zu diesem Werk finden, denn eine gewisse Offenheit ist Voraussetzung um all diese fein komponierten Emotionen empfangen zu können.

    „Was spielt es für eine Rolle, wie lange die Nacht ist, wenn eine Kerze angezündet wird?“

    Meine erste Lektüre dieses Romans ist einige Zeit her, doch ich bin nach wie vor verliebt wie am ersten Tag! Trotz grausamer Szenen, grauem Schleier der Traurigkeit, ist dieses Werk der Inbegriff von Hoffnung – getragen durch die Liebe zu einem Mädchen, was fern aller äußerlichen Kriterien einer Beziehung steht, sondern allein aus den Erinnerungen wächst und im blinden Gehorsam seiner Seele folgt.

    „Geheimnisse brauchen Gesellschaft, und sie brauchen Nahrung. Man muss Geheimnisse mit weiteren Geheimnissen nähren. Wenn man nicht für Nachschub sorgt, wenden sie sich gegen einen, das weißt du doch?“

    Plötzlich bemerkt man in sich den Drang sich der hebräischen Sprache zu bemächtigen – einfach, weil die Schriftzeichen geheimnisvoll auf uns hinauf schauen und ergründet werden möchten.
    Virtuos komponierte Figuren, Emotionen werden getragen von Worten, die Tiefgang vermitteln und dabei unglaublich fein bleiben. Ist es Zufall oder Schicksal? Diese Frage  rotiert, verfängt sich in den Antworten und bringt für die Fragenden weitlaufende Konsequenzen. Spannend. Doch das Werk ist nicht einzuordnen, es scheint alles zu umfassen, in gleichem Maße intelligent, vermittelnd, witzig, als auch grob und grausam zu sein. Darüber hinaus ist es eine bewegende Liebesgeschichte, die zu Tränen rührt.
    Ein emotional sehr bewegendes Meisterwerk! Nach der Lektüre möchte man sein/e bashert suchen und festhalten.

    „Du hast das ganze Wissen, das du fürs Leben brauchst, schon in dir. Es muss nur erschlossen werden.“

    Trotz all der lauten Gewalt und den romantischen Melodien auf der anderen Seite des Ufers, spuckt das Werk keine großen Töne, sondern ist auf eigene Art wundersam still. Harfenklänge schaffen einen goldenen Schleier, in denen Schatten tanzen. Nach der Lektüre ist man aufgewühlt, ohja, doch ganz tief unten macht sich eine Befriedung breit, die keineswegs sättigt, sondern wundersam beruhigt.

  9. Cover des Buches Die Vereinigung jiddischer Polizisten (ISBN: 9783462052381)
    Michael Chabon

    Die Vereinigung jiddischer Polizisten

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Giselle74
    Sitka, Alaska. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Atombombe auf Berlin, durften sich geflüchtete Juden dort mit Erlaubnis der Amerikaner einen eigenen kleinen Staat errichten. Nun soll die Enklave zurück an die USA fallen und die dort wohnenden Juden wären wieder heimat- und staatenlos. In dem Chaos der Abwicklung und inmitten sich auflösender Behörden und Zuständigkeiten geschieht in einem kleinen, schmierigen Hotel ein Mord. Ein junger Schachspieler wird mit einer Kugel im Kopf auf seinem Zimmer aufgefunden. Der zufällig im selben Hotel wohnende Polizist Meyer Landsman beginnt zu ermitteln und sticht dabei in ein Wespennest.
    Was für ein grandioser Roman! Einerseits ein Krimi im Stile Chandlers, mit einem Protagonisten, der ähnlich zerbeult agiert wie Philip Marlowe, andererseits aber auch ein Blick auf die unterschiedlichen Strömungen jüdischen Lebens. Die Chassidim und Zionisten kommen dabei eher schlecht weg, verhalten die "Schwarzhüte" sich doch ähnlich wie die Mafia und haben ihr Netzwerk über ganz Sitka gespannt.
    Mit ungeheurer Fabulierlust, viel Wortwitz und genauso viel Einfühlungsvermögen führt uns Chabon durch seine Welt bzw durch Meyer Landsmans Welt. Glaube, Politik, Schach, die große Liebe, Identitätsfragen, Chabon verbindet und mischt diese Themen hemmungslos. Sein Blick ist zugleich zynisch, schwarzhumorig und liebevoll. Das muss einem erst einmal gelingen! Und wenn dann noch Ureinwohnerrecht auf jüdische Befindlichkeiten trifft, wird die Mischung explosiv...
    Es ist beeindruckend, wie mühelos Chabon ein Meer durchquert, das klippenreicher nicht sein könnte. Er überschreitet Grenzen und verteilt seine Spitzen hemmungslos in jede Richtung: seien es geldgierige Stammesregierungen, tiefgläubige Mafiosi, gewinnorientierte Amerikaner oder attentatsbereite Zionisten. Und so ganz nebenbei zeigt dieser Roman auch, dass Menschlichkeit und Fanatismus sich ausschließen. Immer.
    Wer also Krimis mag, wer... ach, Unfug! Lest dieses Buch, es ist einfach rundherum großartig!
  10. Cover des Buches Katerina (ISBN: 9783499255106)
    Aharon Appelfeld

    Katerina

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Monsignore
    Wuchtige Sprachgewalt, die an die alte untergegangene galizische Schreibkunst erinnert, ich dachte oft an Joseph Roth. Und aus Galizien kommt der heute steinalte Autor, tief im Jüdischen verwurzelt.

    In einem ukrainischen Dorf findet die junge Katerina Arbeit bei Juden. Sie hat eine schwere Kindheit hinter sich und findet erstmals Anerkennung und Zuneigung, sogar Geborgenheit in der Familie. Von außen wird sie angefeindet, weil sie bei Juden lebt und arbeitet. Nach einem Pogrom ist sie wieder auf sich allein gestellt, findet ihre große Liebe, bekommt ein Kind und verliert erneut alles. Rache nimmt jetzt Platz in ihrem Herzen und ihr ohnehin von Katastrophen geprägtes Leben steuert auf ein letztes Desaster zu.

    Es ist mir ein Rätsel, warum Aharon Appelfeld nie im Gespräch für den Literaturnobelpreis ist.
  11. Cover des Buches Grünes Aquarium (ISBN: 9783518222102)
    Abraham Sutzkever

    Grünes Aquarium

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Ich kam allein (ISBN: 9783423304399)
    Rebekka Göpfert

    Ich kam allein

     (1)
    Aktuelle Rezension von: pitrie_defliegt
    Dieses Buch beinhaltet mehrere Berichte von jüdischen Kindern welche kurz vor dem 2. Weltkieg von ihren Eltern nach England geschickt worden sind, die meisten sahen ihre Eltern nie wieder. Ein Buch was einem die Grausamkeiten zu Zeiten des dritten Reiches nochmal aus einer anderen Sicht sehen lässt. Ich kann es jedem interessierten nur empfehlem.
  13. Cover des Buches Jiddisch im Rheinland (ISBN: 9783837508864)
    Monika Grübel

    Jiddisch im Rheinland

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Brennende Lichter (ISBN: 9783499112232)
    Bella Chagall

    Brennende Lichter

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Federmenschen (ISBN: 9783803131171)
    Andrej Jendrusch

    Federmenschen

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Der gefrorene Rabbi (ISBN: 9783453409378)
    Steve Stern

    Der gefrorene Rabbi

     (53)
    Aktuelle Rezension von: awogfli
    Dieser Roman hat eigentlich alle Ingredienzien, die mich zu Begeisterung hinreissen könnten.

    Jiddische Geschichte einer Familie quer durch die Jahrhunderte ganz so wie ich es mag, in Rückblenden a bissal polnisches Ghetto, a bissal Shoa, a bissal Auswanderung nach USA, a bissal kabbalistische Mystik versus gottloses kapitalistisches amerikanisches Judentum, a bissal Israel, Terrorismus (sorry Freiheitskampf) bei Staatengründung und Kibbutz - über mehrere Generationen verteilt. Jiddische Witze meist sexuell anzüglich bis fast schon unverschämt dreckig, ausschweifend erzählt mit Anekdöteln gespickt,  jüdisches Leiden in jeder Situation und eingeflochtene jiddische Sprach. Dazu noch ein Familienfluch und das Versprechen einer skurrilen Familiengeschichte.

    Leider waren diese wundervollen Komponenten für mich im völlig falschen Mischungsverhältnis vorhanden. Die Story zog sich permanent und zäh wie Strudelteig und ich habe lange gerätselt, was mich tatsächlich so derart gestört hat bei einer für mich so perfekten Ausgangessituation: Es war  der Skurillitätszwang, den sich der Autor bei der Erzählung der jiddischen Familiengeschichte selbst auferlegt hat, der mich derart nervte. Sobald irgendwas in der Familienchronik einen Hauch von (spiessiger) Normalität versprühte, wie beispielsweise eine klassische Liebesgeschichte mit Hochzeit, normalen Kindern mit normalen Problemen und relativ normaler glücklicher Ehe wurde vom Autor sofort weggeblendet, ein paar Jahre übersprungen und das nächste Kuriosum erzählt. Somit ergab sich keine normale Familiengeschichte, sondern lediglich eine Aneinanderreihung im Kuriositätenkabinett. Ich fand den Autor einfach zu bemüht und angestrengt, sich bei all den Generationen nur die Skurillitäten herauszupicken, die mehr oder weniger doch jede Familie hat. Kuriositäten sollten wie Gewaltsszenen in einem Roman wohldosiert, in den Plot eingewebt und teilweise überraschend eingesetzt werden, sonst stumpft der Leser einfach ab und langweilt sich nur.

    In die andere Richtung bin ich natürlich auch geneigt, Romane mit totalem fiktionalen Wahnwitz, der sich bei schwarzhumorigen Irrsinnspunkten ganz vorne einreihen, sehr zu schätzen zu wissen. In dem Fall war aber dann die Story eigentlich wieder viel zu normal, um in diese Kategorie zu fallen. So pendelte für mich das Werk permanent auf der Kippe zwischen Fisch und Fleisch (im Jiddischen selbstverständlich zwischen Fleisch und Milchprodukten herum). Was ich durch diese Erkenntnis aber gewonnen habe ist, dass ich verstehe, das dieses Buch sehr polarisierend rezensiert wurde, und dass es die einen lieben und die anderen hassen. Für mich war es gleichzeitig zu wenig und zuviel Skurrilität und deshalb bleibt meine Bewertung genauso wie die Geschichte auf dem Grad auf der mediokren Mittellinie.

    Fazit: Nebbich mit guten Ansätzen hätte 2 komplett unterschiedliche gute Romane ergeben können.
  17. Cover des Buches In der Stadt des Schlachtens (ISBN: 9783701706198)
  18. Cover des Buches Man nennt mich flatterhaft und was weiß ich... (ISBN: 9783803126375)
    Edgardo Cozarinsky

    Man nennt mich flatterhaft und was weiß ich...

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Beagle
    Ein Journalismus-Student möchte für seine Facharbeit einen Bericht über das jiddische Theater in Boenos Aires schreiben. Durch seine Nachforschungen lernt er den alten Schauspieler Samuel Warschauer kennen, der in einem Altersheim lebt. Gemeinsam unterhalten sich die beiden Männer, doch nie um die eigentliche Sache im Detail. Und bevor der Student seine Fragen stellen kann, ist der alte Mann tot. Doch, er hinterlässt ihm einen Schuhkarton voll mit Theaterprogrammen aus der Zeit des jiddischen Theaters. Und noch etwas findet der Student: das Manuskript eines Theaterstückes, „Der moldawische Zuhälter“. Angespornt durch dieses Stück, zu dem er keinerlei Informationen in den Bibliotheken und Archiven der Stadt finden kann, begibt sich der Student auf eine Spurensuche in das Leben der 1920er Jahre. Dabei erfährt er, dass das Thema des Theaters, durchaus reellen Hintergrund hatte. In dieser Zeit wurden die armen, jüdischen Mädchen aus den Regionen des Russischen Reiches nach Argentinien verbracht, um sich dort zu prostituieren. Er stößt auf die Geschichte von russischen Mädchen, die ihr Glück suchten und in die Hände geldgieriger Zuhälter fielen. Es ist eine kurze Geschichte, die Edgardo Cozarinsky mit seinem Roman „Man nennt mich flatterhaft und was weiß ich…“ vorlegt. Sie erzählt die Geschichte einer Recherche, doch es kommt niemals das Gefühl eines Kriminalromans auf. Dennoch ist das Buch spannend geschrieben, die Nachforschungen glaubhaft inszeniert. Der Leser stößt auf verloren geglaubte Leben, alte Geschichten und gelebte Historie. Sehr lesenswert!
  19. Cover des Buches The Yiddish Policemen's Union (ISBN: 9780007150939)
    Michael Chabon

    The Yiddish Policemen's Union

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Unterbrochenes Gedicht (ISBN: 9783486705881)
    Tamar Lewinsky

    Unterbrochenes Gedicht

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Deutschland-Quiz (ISBN: 9783596176847)
    Eric T. Hansen

    Deutschland-Quiz

     (39)
    Aktuelle Rezension von: halbkreis
    Ein sehr unterhaltsames Buch! Eric T. Hansen, ein Amerikaner in Deutschland, stellt sich so manche Frage über dieses Land und seine Einwohner - Fragen, die nicht einmal die Einheimischen aus dem Stegreif beantworten könnten, obwohl sie es vielleicht sollten oder, wenn sie darüber nachdenken, sicher auch selbst gerne wissen würde (aber wen fragen, ohne sich als Nichtkenner zu outen?) Das Buch ist die Lösung! In 66, sehr gründlich recherchierten Kapiteln geht Hansen so mancher mehr oder minder typisch deutschen Sache auf den Grund. Warum haben die deutschen Frauen so wenig Kinder? Gibt es in Deutschland Urwälder? Wer war schlauer, Goethe oder Shakespeare? Gibt es ein Nazi-Gen? Usw usf. Die Themen reichen von amüsant bis provokant, das Ganze ist mit wunderbar viel Witz, Bewunderung und Selbstironie gelesen. Macht Spaß, werde mir wohl auch den Vorgänger, "Planet Germany" zulegen, denn Hansens Stil gefällt.
  22. Cover des Buches Zwei Koffer (ISBN: 9783746621777)
    Carl Friedman

    Zwei Koffer

     (6)
    Aktuelle Rezension von: LEXI
    In letzter Zeit scheine ich ein glückliches Händchen bei der Auswahl meiner Bücher zu haben. Diese kostbare Perle stand bereits einige Zeit in meinem Bücherregal, unbeachtet und unscheinbar. Wie ich heute sehen konnte zu Unrecht. Meinen Dank hier an dieser Stelle an Elke Heidenreich, durch deren Anmerkung auf dem Klappentext ich damals die Kaufentscheidung getroffen habe. Sie lautet: „Dass die Autorin Carl Friedman es schafft, so eine Geschichte, die noch dazu sehr traurig endet, mit viel Witz und Wärme zu erzählen, ist einfach großartig. Es macht ihr kleines Buch anrührend und kostbar.“ Frau Heidenreich kann ich hier nur zustimmen. Carl Friedman erzählt anhand der Protagonistin Chaja, einer zwanzigjährigen Philosophiestudentin aus Antwerpen, die Geschichten zweier Familien. Im Grunde erzählt sie aber viel mehr als nur das. Sie erzählt über die Geschichte des Judentums, über Ausgrenzung, Antisemiten, über Intoleranz und Grausamkeit im täglichen Umgang mit den Mitmenschen und sie erzählt aber auch über Freundschaft und Liebe. In Chajas Fall von der aufrichtigen und tiefen Liebe zum kleinen Simcha, dessen Tod Chaja wie paralysiert zurück lässt. Und sie erzählt auch von Menschlichkeit und Nächstenliebe. Ein wunderschönes Buch, das man einfach auf sich wirken lassen muss. Und vermutlich öfter lesen sollte. Und auf alle Fälle ein Buch, dem ich nur zu gerne die Höchstwertung schenken möchte. „Es ist keine Kunst, seinen Nächsten zu lieben, wenn er einem in jeder Hinsicht täuschend ähnelt. Es geht darum, dass wir einander in all unserer Verschiedenheit die Hand reichen. Nur so können wir das Blatt wenden.“ … „Wird uns das jemals gelingen?“ fragte ich.
  23. Cover des Buches Der jüdische Witz (ISBN: 9783843601900)
    Salcia Landmann

    Der jüdische Witz

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Geschichte eines Lebens (ISBN: 9783499242472)
    Aharon Appelfeld

    Geschichte eines Lebens

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Schelmuffsky
    Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, jedes Jahr zum 9. November ein Buch zum Thema zu lesen. Dieses Jahr also Appelfeld - Geschichte eines Lebens. Ich kann den autobiographischen Roman allen empfehlen, die meinen, Schmidt/Pochers Nazimeter und andere Geschmacklosigkeiten seien irgendwie witzig. Sie sind es nicht, sondern eben nur Geschmacklosigkeiten. Appelfeld berichtet sehr zurückhaltend von einer glücklichen Kindheit, von der Verschleppung seiner Familie durch die Nazis, von der Ermordung der Eltern und vieler anderer, von seiner Flucht (er war sieben Jahre alt und musst sich jahrelang in Wäldern verstecken oder bei Bauern verdingen), von seiner Rettung und Auswanderung nach Palestina, von dem Verstummen und Sprachverlust, weswegen er lange Zeit nicht über seine Erfahrungen sprechen konnte, von der Fremdheit der israelischen Gesellschaft, von seinen ersten Schreibversuchen, von Begegnungen mit Autoren und Philosophen, denen er in Israel begegnete. Gerade die tastende Schreibweise, die frei ist von Anklage, ermöglicht eine Annäherung an die unsäglichste Zeit in der deutschen Geschichte.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks