Bücher mit dem Tag "joseph beuys"
3 Bücher
- Ralf Zeigermann
Rattinger Hoff
(1)Aktuelle Rezension von: FortiRalf Zeigermann versetzt den legendären Ratinger Hof - Künstlertreff und einer der Geburtsorte des Punks in Deutschland - in die Rattenwelt. Rattenkünstler treffen hier auf Rattenmusiker und Zeckenterroristen. Wer noch nie vom Ratinger Hof gehört hat und nicht Grundkenntnisse über die Düsseldorfer Musikszene und die Kunstszene im Allgemeinen mitbringt, wird vermutlich nicht viel verstehen. Auch ich bin mir nicht sicher, ob ich so ganz verstanden habe, was der Autor und Zeichner mir sagen möchte. Unterhaltsam war es aber!
Leider sehr sehr kurz - gerade einmal 16 Seite Seiten! Es gäbe noch so viel aus dem Ratinger Hof zu erzählen ... ein längerer Comic würde sich bestimmt lohnen!
Über den Buchhandel nur schwer zu erhalten - man kann es aber wohl versandkostenfrei direkt beim Verlag bestellen. - Sandra Danicke
Kunst interessiert keine Sau ...
(4)Aktuelle Rezension von: AischaMit dem provokativ-ironischen Titel „Kunst interessiert keine Sau“ gelingt Sandra Danicke bereits auf dem Cover ein augenzwinkernder Schlag gegen all jene, die Kunst als elitär, unverständlich oder gar überflüssig abtun. Doch hinter der plakativen Formulierung steckt mehr als bloße Polemik: ein kluger, pointierter Blick auf Kunstwerke, Künstlerpersönlichkeiten und kunsthistorische Skurrilitäten, der nicht nur unterhält, sondern auch bildet.
Danicke, die seit Jahren als Kulturjournalistin unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung tätig ist, bringt als Kunsthistorikerin und -kritikerin eine fundierte Kenntnis des Kunstbetriebs mit – und zugleich eine gesunde Portion Distanz. Ihre Texte sind geprägt von journalistischer Präzision und einem feinen Gespür für Ironie. Sie weiß, worüber sie schreibt, scheut sich aber nicht davor, auch hochangesehene Werke oder Künstler mit einem Augenzwinkern zu betrachten.
Die Auswahl der besprochenen Kunstwerke ist vielfältig, aber meist sind es doch Schöpfungen großer (und männlicher) Künstler wie Damien Hurst, Erwin Wurm oder Joseph Beuys. Dabei schafft es Danicke sowohl kunstaffine Leserinnen und Leser als auch Neulinge im Feld anzusprechen – indem sie kluge Beobachtungen mit einem lockeren Ton verbindet und immer wieder überraschende Perspektiven bietet. Ihre kurzen Essays lesen sich wie unterhaltsame Spaziergänge durch das Museum der modernen Kunstgeschichte – mit einem scharfen, aber stets liebevollen Blick auf das Absurde, das Allzumenschliche und das Erhabene.
Kunst interessiert keine Sau ist damit keine Abrechnung mit der Kunst, sondern vielmehr ein leidenschaftliches Plädoyer für eine offenere, zugänglichere Betrachtung derselben. Ein Buch für alle, die sich von Kunst unterhalten lassen – oder endlich einmal auf unterhaltsame Weise für sie interessieren – wollen.


