Bücher mit dem Tag "joseph o'connor"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "joseph o'connor" gekennzeichnet haben.

5 Bücher

  1. Cover des Buches Die wilde Ballade vom lauten Leben (ISBN: 9783100022967)
    Joseph O'Connor

    Die wilde Ballade vom lauten Leben

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    Verlag: S. FISCHER; Auflage: 1 (7. Mai 2015)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-13: 978-3100022967
    Originaltitel: The Thrill Of It All
    Preis: 22,99 €

    Authentische Biografie einer fiktiven Rockband

    Joseph O’Connors Roman wirkt wie eine Hommage an die 1980er Jahre. Er handelt von der Musik und dem Lebensgefühl der Jugend in dieser Zeit, von der großen Liebe und von tiefer Freundschaft.

    Wenn man zwei dieser Schlafsäcke zusammenzippte, um die Körperwärme mit dem Nebenmann zu teilen, und wenn einem der aufs Dach prasselnde Regen und das whiskeyberauschte Gutenachtgebrabbel nichts ausmachte, dann stellte sich ein tröstliches Wirgefühl ein, wie es die Londoner erlebt haben sollen, die während des Blitzkriegs Zuflucht in den U-BAhn-Tunneln suchten. Wenn du jung bist, ist, wie bereits erörtert, gegen deine Dummheit kein Kraut gewachsen. Aber einschlafen kannst du überall. Das ist der Vorteil. (S. 185)

    Vier junge Leute gründen eine Rockband in Luton, einer Stadt nahe London. Und einer von ihnen, der Gitarrist Robert Goulding, erzählt uns vom Aufstieg und Fall der „Ships of the Night“. Zwar ist die Geschichte fiktiv, doch hat man den Eindruck, dass sie sich genau so zugetragen haben könnte. Viele Details kennt man von anderen Bands, das Tingeln durch die Kneipen oder Collegebühnen, das verzweifelte Ringen um den perfekten Ton, Streitigkeiten unter den Bandmitgliedern, Drogenexzesse und vieles mehr, bis sie schließlich ganz oben stehen. Rob wendet sich mit seiner Erzählung direkt an den Leser, spricht ihn immer wieder an und schafft so eine gewisse Nähe. Ergänzende Interviewausschnitte der anderen Bandmitglieder oder Zeitungsartikel untermauern das Ganze.

    Der Roman ist in zweigeteilt. Der erste, größere Teil erzählt die Jahre von 1981 bis 1987. Der zweite, kürzere Teil spielt 2012. Die Gruppe hatte sich zerstritten und in alle Welt zerstreut. Doch die Violinistin Trez möchte noch einmal ein Konzert geben. Kann das gutgehen?

    Ich fürchte, jüngere Menschen könnten sich mit dem Buch etwas schwertun, denn es werden so viele Persönlichkeiten der damaligen Zeit erwähnt und oft mit einer kleinen Anekdote illustriert. Wenn man diese Menschen nicht kennt und diese Zeit nicht selbst miterlebt hat, kann man vielleicht diese ganze Atmosphäre, die O’Connor so genial beschreibt, nicht nachvollziehen. Die Handlung an sich ist nun nicht so besonders spektakulär, mir fehlten ein wenig Spannung und Höhepunkte.

    Dass Joseph O’Connor über Musik schreibt und über Kinder mit einer schwierigen Kindheit, kommt sicher nicht von ungefähr. Joseph O’Connor ist der ältere Bruder der bekannten irischen Sängerin Sinead O’Connor, die als Kind von ihrer Mutter misshandelt worden sein soll.

    ★★★★☆

  2. Cover des Buches Ladies Night in Finbars Hotel (ISBN: 9783596158171)
    Dermot Bolger

    Ladies Night in Finbars Hotel

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  3. Cover des Buches Wo die Helden schlafen (ISBN: 9783596178247)
    Joseph O'Connor

    Wo die Helden schlafen

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Stirbelwurm
    In einem Roman mit schillernden Figuren, grossen Gesten und vor dem Hintergrund des Amerikanischen Bürgerkrieges erzählt Joesph O'Connor eine so leidenschaftliche wie dramatische Liebesgeschichte. Den Kartographen Alan verschlägt es in die raue Goldgräberstadt Edwardstown. Dort lernt er Lucia, die Frau des mysteriösen und launischen Gouverneurs O'Keefe kennen. Lucia ist hin- und hergerissen zwischen der Loyalität zu ihrem Mann und der rasenden Liebe zu Alan. Während die Männer auf den Schlachtfeldern nur eine Freiheit kennen - die aus der Gewehrmündung -, erkämpft sich Lucia die Freiheit der wahren Liebe. Sie fällt eine bahnbrechende Entscheidung. Betrug und Leidenschaft, Krieg und Vergebung - in diesem Spannungsfeld hat Joseph O'Connor einen grossen Roman geschrieben.
  4. Cover des Buches Yeats ist tot! (ISBN: 9783548603254)
    Joseph O'Connor

    Yeats ist tot!

     (33)
    Aktuelle Rezension von: JessSoul
    Es war spannend, aber ich habe dadurch gemerkt, dass solche "Gemeinschaftswerke" nichts für mich sind, weil sich der Stil im Verlauf des Buches einfach zu oft ändert.
  5. Cover des Buches Inishowen Blues (ISBN: 9783596153756)
    Joseph O'Connor

    Inishowen Blues

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Henk_Bleu

    Im Fischer Verlag erscheint viel lesenswerte Literatur aus dem angelsächsischen Raum. Deshalb griff ich hier zu, obwohl ich den Autor nicht kannte. Im Rückblick frage ich mich, was sich der Verlag wohl von der Veröffentlichung dieses Buches versprochen hat.

     

    Denn „Inishowen Blues“ ist zwar kurzweilige Lektüre, bringt aber wenig Neues oder Einzigartiges, und erreicht an keiner Stelle das Niveau anderer Veröffentlichungen des Verlages, eines Jonathan Frantzen etwa. Vielleicht war der Autor Joseph O’Connor zu der Zeit einfach gehypt, Teil einer Jagd mehrerer Verlag, geschickt lanciert von einem Agenten, und konnte die Erwartungen dann nicht ganz einlösen.  Aber wer weiß – das ist Spekulation.

     

    Die Geschichte von Ellen, der krebskranken Frau, die auf der Suche nach ihren Wurzeln Mann und Kinder zurücklässt und nach Irland reist, ist trotz der tödlichen Krankheit heiter, manchmal richtiggehend komisch. Das liegt auch an Ellens Mann, einem Schönheitschirurgen und chronischen Schürzenjäger, der sich mit einer Frau zur Witzfigur macht, die seine Tochter sein könnte. Zur komischen Note trägt auf der irischen Seite der Polizist Martin bei, der sich nach seiner Scheidung und dem Tod seines Sohnes aufgegeben zu haben scheint, allerlei selbstmitleidige Schrullen und einen herben Umgangston pflegt.

     

    Man durchschaut zwar irgendwann ein Muster des Autors, die Erwartungen durch das Gegenteil zu überlisten. Die Lektüre ist dennoch unterhaltsam. Gerade auf der irischen Seite geht es manchmal saftig und derb zu, doch das war für mich Teil einer glaubhaften Milieuschilderung. Daneben hat das Buch auch aufklärerischen Wert, wir erfahren im Vorbeigehen einiges über den Bürgerkrieg in Nordirland und seine Folgen.

     

    Das einzig Unnötige war der Handlungsstrang, in dem Martin zunächst verfolgt wird und sich von seinem Verfolger bedroht fühlt. Damit soll eine Spannungskomponente eingefügt werden, die aber nicht zur Stimmung des restlichen Buches passt, weil die sich aus den (zwischen-) menschlichen Themen speist.

    .

    Nichts Weltbewegendes oder Bewusstseinserweiterndes, aber ein Buch mit Herz und Witz, das trotz seiner potentiell schwierigen Themen (Krankheit, Trennung, Tod) weder kitschig noch rührselig wird und ich gern gelesen habe.

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