Bücher mit dem Tag "journalismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "journalismus" gekennzeichnet haben.

281 Bücher

  1. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453442030)
    Stieg Larsson

    Verblendung

    (6.244)
    Aktuelle Rezension von: Neytiri888

    Als ich angefangen habe dieses Buch zu lesen, war ich direkt drin. Die Charaktere waren mir sympathisch und die Handlung spannend. Ich war so begeistert, dass ich noch während des Lesens die zwei Nachfolgebände gekauft habe, damit ich nahtlos weiter lesen kann, wenn ich mit dem ersten Teil fertig bin.

    Larsson hat mich einfach mit der Geschichte um Harriet Vanger und der düsteren Familienchronik gepackt. Die akribische Recherche von Blomkvist fühlte sich an, wie echte Detektivarbeit. Die Beziehung zwischen Blomkvist und Salander und wie sie zueinander finden, einfach toll beschrieben. Der Schreibstil atmosphärisch und packend.

    Leider war der Schluss, nachdem das Vangersche Familienrätsel gelöst war, ein echter Stilbruch. Sowohl der Schreibstil änderte sich plötzlich massiv und war nur noch ein einziges Heruntergerattere der Geschehnisse, als auch die Geschichte, die sich nun mit dem Wennerström-Rachefeldzug in einen staubtrockenen Wirtschaftskrimi verwandelte. Die Vorgänge die beschrieben wurden waren teilweise kaum nachvollziehbar (vllt lag es auch daran, dass ich mich mit dem Thema nicht wirklich gut auskenne und nur noch wenige Seiten pro Tag gelesen habe, sodass ich die Handlung erst recht nicht mehr nachvollziehen konnte). Aber alles in allem führte es dazu, dass ich für den kleinsten, letzten Teil des Buches mehrere Wochen gebraucht habe, während ich den spannenden Hauptteil in wenigen Tagen verschlungen habe. 

    Die Nachfolgebände sind nun hier und ich werde sie lesen, aber meine Motivation hält sich momentan in Grenzen. Ich hoffe sehr, dass Larsson dort wieder zu seinem "guten" Schreibstil zurück findet!

  2. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783404173204)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

    (491)
    Aktuelle Rezension von: Kyra112

    Die nächste Generation steht vor den Herausforderungen der Nachkriegszeiten und stolpert damit mitten in den Kalten Krieg. Während George in den USA gegen die Unterdrückung der Schwarzen kämpft, muss sich Rebecca mit dem System in der DDR auseinandersetzen, ebenso wie ihr Bruder Walli und auch in Großbritannien gibts die ein oder andere Herausforderung.

    „Kinder der Freiheit“ von Ken Follett ist der Abschlussroman der Jahrhunderttrilogie.

    Ich habe dieses Buch wirklich mehrere Jahre vor mir hergeschoben. Nicht, weil mich der Roman abschreckt, sondern die Dicke des Buches.
    Ken Follett schreibt wirklich sehr realistisch und auch absolut mitreißend. Es gab viele Abschnitte, bei denen ich einfach ganz schnell weiterlesen wollte, weil’s wirklich spannend war. Auch hat mich das Buch animiert, einzelne historische Ereignisse oder Personen noch einmal nachzuschlagen und mich fundierter zu informieren. 

    Hin und wieder bin ich bei den Figuren durcheinander gekommen. Es sind ja doch einige Personen und damit Handlungsstränge, die hier behandelt werden und manchmal waren mir die Sprünge zu abrupt, sodass ich erstmal kurze Zeit zum Überlegen brauchte, um zu realisieren, über welche Figur ich nun lese.

    Nervig waren die vielen Beziehungen oder nicht-Beziehungen. Da war ja wirklich bei der neuen keine Beziehung dabei, die wirklich funktioniert hat. Irgendwie hat jeder es geschafft, das Ganze in den Sand zu setzen.

    Mich hat der Teil um die Kennedys etwas gelangweilt. Das war mir alles zu viel, während man zum Schluss das Gefühl hatte, Ken Follett rennt durch die Geschichte, also gerade, was die 70er/80er Jahre betrifft.

    Es war ein interessantes Buch, aber es war mir doch etwas zu viel des Guten. Wer gerne solche dicken Wälzer liest, ist hier richtig, aber für jene, die es eher kompakter lieben, ist der Roman gar nichts.

  3. Cover des Buches Verdammnis (ISBN: 9783453442047)
    Stieg Larsson

    Verdammnis

    (2.590)
    Aktuelle Rezension von: Neytiri888

    Die Fortsetzung von "Verblendung" toppt definitiv seinen Vorgänger. Wurde der erste Teil gegen Ende immer langweiliger, da er plötzlich zu einem kompletten Wirtschaftskrimi mutierte, wurde Verdammnis zum Ende hin immer spannender, so wie sich das für eine ordentliche Geschichte gehört.

    Besonders hervorzuheben an diesem Teil ist, dass nun die Vergangenheit von Lisbeth Salander beleuchtet wird. Definitiv sehr spannend und nicht so, wie man es sich selbst ausgemalt hätte.

    Da das Buch aber nicht die Sogwirkung auf mich hatte, wie es die besten Bücher normalerweise haben, 4 statt 5 Sterne.

  4. Cover des Buches A Touch of Darkness (ISBN: 9783736317758)
    Scarlett St. Clair

    A Touch of Darkness

    (585)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Ich hatte mich auf das Buch gefreut, vor allem weil wir es als Buddy Read lesen wollten. Leider musste ich für mich relativ schnell feststellen, dass das Buch einfach nicht meinen Geschmack trifft...


    Die Idee rund um die griechischen Götter und die moderne Interpretation der Mythologie fand ich tatsächlich spannend. Das war auch der Grund, warum ich weiterlesen wollte, und wegen dem Buddyread... Leider konnten mich die Figuren überhaupt nicht überzeugen.


    Persephone wirkte auf mich sehr naiv und oft ziemlich unbeholfen. Besonders ihre ständigen Erröten-Momente und ihre Reaktionen auf Hades haben mich irgendwann nur noch genervt. Statt echter Chemie zwischen den beiden hatte ich häufig das Gefühl, dass ihre Anziehung sehr oberflächlich dargestellt wird. Mir hat die tiefe gefehlt.


    Ich hatte leider auch mit dem Schreibstil meine mühe... zum einen ist es in der Erzählerperspektive und zum anderen hat es für mich gestockt... ich habe es noch mit dem Hörbuch probiert, leider hing auch das nicht...


    Deswegen breche ich das Buch bereits nach ca.15% ab. Es war leider nicht meins...

  5. Cover des Buches Die letzte Spur (ISBN: 9783442383719)
    Charlotte Link

    Die letzte Spur

    (1.173)
    Aktuelle Rezension von: Gute_Nacht

    Inhalt 

    Elaine Dawson ist vom Pech verfolgt. Als sie nach Gibraltar zur Hochzeit einer Freundin reisen will, werden sämtliche Flüge in Heathrow wegen Nebels gestrichen. Statt in der Abflughalle zu warten, nimmt sie das Angebot eines Fremden an, in seiner Wohnung zu übernachten – und wird von diesem Moment an nie wieder gesehen.

    Fünf Jahre später rollt die Journalistin Rosanna Hamilton den Fall neu auf, da es plötzlich Hinweise gibt, dass Elaine noch lebt. Als Rosanna diesen Spuren folgt, ahnt sie nicht, dass sie selbst bald in Lebensgefahr schweben wird …

    Fazit

    Etwas langatmiger, dennoch spannender und gelungener Thriller. Ein zweites Mal würde ich das Buch jedoch nicht lesen.

  6. Cover des Buches Vergebung (ISBN: 9783453442054)
    Stieg Larsson

    Vergebung

    (2.350)
    Aktuelle Rezension von: Neytiri888

    Stieg Larssons dritter Teil der Millennium-Trilogie ist ein absolutes Muss für jeden, der die Vorgänger gelesen hat. Die Geschichte um Lisbeth Salander findet hier ihren Abschluss, und im Großen und Ganzen ist es sehr spannend, ihre Entwicklung bis zum Ende zu verfolgen.

    Besonders glänzen kann der Roman in seinem Herzstück: der Gerichtsverhandlung. Es war ein echtes Highlight zu lesen, wie Giannini die Gegenseite – allen voran Teleborian – rhetorisch in den Boden stampft. Diese Szenen sind brillant geschrieben und machen beim Lesen richtig Spaß. Auch der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, und die Charaktere sind – trotz ihrer schieren Masse – hervorragend und tiefgründig ausgearbeitet.

    Dennoch muss man als Leser viel Geduld mitbringen. Larsson neigt leider dazu, sich in völlig unwichtigen Details zu verlieren. Ob seitenlange technische Abhandlungen darüber, wie man ein Telefon abhört, oder minutiöse Erklärungen zu Finanzverwaltungen – oft verliert sich der Autor in Belanglosigkeiten, die für den Fortgang der Handlung nicht notwendig gewesen wären. Ein kurzer Hinweis darauf, wer wen abhört, hätte völlig ausgereicht.

    Auch das Ende des Buches schwächelt durch diese Ausführlichkeit. Nach dem eigentlichen Höhepunkt der Gerichtsverhandlung hätte man die Geschichte deutlich knackiger zu Ende bringen können. Der gesamte Gibraltar-Teil und die ausschweifenden Monologe über das Schicksal von Lisbeths Bruder ziehen sich unnötig in die Länge. Hätte man hier mehr gestrafft, wäre das Finale deutlich mitreißender ausgefallen.

    Fazit: Eine tolle Geschichte mit einem starken Kern, die jedoch unter einem zu langsamen Tempo und einer Überdosis an technischen Details leidet. Wer über die Längen hinwegsehen kann, wird mit einer sinnigen und spannenden Auflösung belohnt.

  7. Cover des Buches Hundert Namen (ISBN: 9783492319959)
    Cecelia Ahern

    Hundert Namen

    (793)
    Aktuelle Rezension von: NicoleP

    Die Chefin und Freundin von Journalistin Kitty Logan ist totkrank. Während Kitty selbst an einem Tiefpunkt in ihrem Leben angekommen ist, bittet Constance ihre Freundin darum, einen Artikel zu schreiben, zu dem sie selbst nicht mehr kommen wird. Kitty findet eine Liste mit einhundert Namen. Allerdings gibt es keinen Hinweis darauf, was Constance anhand dieser Liste schreiben wollte.

    Kitty versucht herauszufinden, was es mit diesen hundert Namen auf sich hat. Der Redakteur hat ihr nur wenig Zeit bis zum Abgabetermin gegeben. Das reicht niemals, um alle Personen auf dieser Liste zu kontaktieren. Als Leser begleitet man Kitty auf der Suche nach einer Lösung. Was verbindet die 100 Menschen, und welcher Artikel hätte daraus entstehen sollen?

    Kitty ist eine gut ausgearbeitete Figur, und man wird emotional von ihr und der geheimnisvollen Liste auf die Reise geschickt. Diese Reise lässt den Leser den Alltag vergessen und regt auch zum Nachdenken an. „Hundert Namen“ ist ein gutes Buch, welches ein interessantes Ende hat.

    Ich danke der Plattform „Bookbot“, dass ich mir dieses Buch aussuchen dürfte.

  8. Cover des Buches Der letzte erste Kuss (ISBN: 9783736324794)
    Bianca Iosivoni

    Der letzte erste Kuss

    (527)
    Aktuelle Rezension von: buchgeflimmer

    Ich liebe diese Reihe einfach so unglaublich sehr! 🥰 Bianca Iosivoni gehört sowieso zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen, denn für mich ist quasi jedes einzelne Wort, das sie schreibt, pures Gold. ✨ Mit diesem Buch hat sie wieder einmal bewiesen, warum die First-Times-Reihe eine absolute Wohlfühlreihe für mich ist, in die ich am liebsten direkt einziehen würde. 🏡❤️

    Ich bin wieder total durch die Seiten geflogen, weil ich ihren emotionalen und fesselnden Schreibstil einfach abgöttisch liebe. ✒️📖 Auch das wunderschöne Setting hat mich sofort wieder komplett in seinen Bann gezogen und träumen lassen. ⭐ Was Bianca aber besonders meisterhaft beherrscht, ist die Charakterentwicklung. Es ist so schön zu sehen, wie tiefgründig und authentisch die Protagonisten ausgearbeitet sind und wie sehr sie im Laufe der Geschichte wachsen. 📈🌱

    Das Friends-to-Lovers-Trope wurde hier einfach fantastisch und mit so unendlich viel Gefühl umgesetzt! 🧑‍🤝‍🧑💞 Man spürt das Knistern auf jeder einzelnen Seite und fiebert in jedem Moment intensiv mit den beiden mit. Und mal ehrlich, Luke ist einfach nur ein absoluter Traum! 😭 Er ist so unfassbar toll und eine gigantische Green Flag, wie sie im Buche steht. 💚 Er ist aufmerksam, loyal, liebevoll und hat mein Herz im Sturm erobert. 🏛️🔒

    Einziger emotionaler Downer für mich war Elles Mutter. 😤 Sie hat mich zwischenzeitlich so unfassbar aufgeregt und wütend gemacht, dass ich das Buch am liebsten kurz zur Seite gelegt hätte. 🤯 Trotzdem bringt das natürlich auch die nötige Tiefe und das Drama in die Story, das es einfach gebraucht hat. 🎭

    Nachdem ich den ersten Teil bereits im vergangenen Dezember gelesen habe, steht für mich nach diesem genialen Band auf jeden Fall fest: Ich werde mit Teil drei ganz sicher nicht noch einmal ein halbes Jahr warten! 🗓️❌ Wie gut, dass der nächste Band schon ganz ungeduldig auf meinem SuB liegt und darauf wartet, sofort verschlungen zu werden, denn ich vermisse die Clique jetzt schon total. 📚✨🥰


  9. Cover des Buches Der verbotene Liebesbrief (ISBN: 9783442496457)
    Lucinda Riley

    Der verbotene Liebesbrief

    (362)
    Aktuelle Rezension von: Langeweile

    Klappentext:

    Als der berühmte Schauspieler Sir James Harrison in London stirbt,trauert das ganze Land. Die junge Journalistin Joanna Haslam  soll in der Presse von dem großen Ereignis berichten und wohnt in der Trauerfeier bei. Wenig später erhält sie von einer alten Dame, die ihr dort begegnet ist, einen  Umschlag mit alten Dokumenten – darunter auch ein Liebesbrief, voller mysteriöse Andeutungen. Doch wer waren die beiden Liebenden, und in welch dramatischen Umständen waren sie miteinander verstrickt? Joannas Neugier ist geweckt, und sie beginnt zu recherchieren. Noch  kann sie nicht ahnen, dass sie sich damit auf eine Mission begibt, die nicht nur äußerst gefährlich ist, sondern auch ihr Herz in Aufruhr versetzt – den Marcus  Harrison, der Enkel von Sir James Harrison ist ein ebenso charismatischer wie undurchschaubarer Mann….


    Die Geschichte wird auf verschiedenen Zeitebenen präsentiert, wobei der Part in der Gegenwart den größten Raum einnimmt.Zuerst fand ich das Buch äußerst spannend und interessant, was sich aber im weiteren Verlauf änderte. Die Geschichte brachte immer mehr Personen ins Spiel, welche zwar nicht von wesentlicher Bedeutung waren, jedoch für zunehmende Verwirrung sorgten.

    Immer mehr erschien mir unrealistisch, ein Beispiel von vielen ist ,dass der Geheimdienst wohl kaum bemüht ist,uneheheliche Kinder des Königshauses zu vertuschen.

    Ich kenne und liebe die Romane der Autorin, dieser konnte mich jedoch überhaupt nicht überzeugen, daher von mir leider nur zwei Sterne.

  10. Cover des Buches Nur einen Horizont entfernt (ISBN: 9783596521401)
    Lori Nelson Spielman

    Nur einen Horizont entfernt

    (838)
    Aktuelle Rezension von: mivy-reads

    Was, wenn ein einziger Brief dein ganzes Leben verändert? ✉️
    Was, wenn eine Erinnerung aus der Vergangenheit dir plötzlich zeigt, wie sehr du dich selbst unterwegs verloren hast?

    Ein Buch, das schon ein paar Jahre alt ist – und dennoch mitten ins Herz trifft.

    (#subedition #letssublimate)

    „Nur einen Horizont entfernt“ von Lori Nelson Spielman ist wie ein warmer Sommerregen auf der Seele. Sanft, tröstend, berührend – und doch mit einer Kraft, die etwas in Bewegung setzt. Es ist eines dieser Bücher, die man liest und dabei unweigerlich über das eigene Leben nachdenkt: über verpasste Träume, über Entscheidungen, über all das, was man irgendwann einmal wollte.

    In der Geschichte begleiten wir Elisabeth, genannt „Liz“, eine erfolgreiche Lehrerin, die ihr Leben fest im Griff zu haben scheint. Doch nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter gerät alles ins Wanken. Statt eines gewöhnlichen Testaments hinterlässt ihre Mutter ihr eine Liste mit Lebenszielen, die Liz als Teenager geschrieben hat – Träume, Wünsche, Sehnsüchte aus einer Zeit, in der noch alles möglich schien.

    Und nun soll Liz jedes einzelne dieser Ziele erfüllen, um ihr Erbe anzutreten.

    Was zunächst fast ein wenig kindisch und absurd wirkt, entwickelt sich zu einer tiefgreifenden Reise zu sich selbst. Zu alten Träumen, die längst vergessen wurden. Zu Ängsten, die man lieber verdrängt. Und zu neuen Wegen, die man sich nie zu gehen getraut hätte.

    Mit jedem Punkt auf der Liste wächst Liz über sich hinaus. Sie lernt loszulassen, neu zu vertrauen, mutiger zu sein – und ihr Herz wieder zu öffnen. Dabei begegnet sie Menschen, die sie verändern, und erkennt, dass das Leben oft ganz andere Pläne für uns bereithält, als wir es erwarten.

    Lori Nelson Spielmans Schreibstil ist dabei einfach wunderschön: voller Gefühl, Wärme und Hoffnung. Jede Seite liest sich wie eine Umarmung, wie ein leiser Zuspruch, nicht aufzugeben und an das eigene Glück zu glauben. Man lacht, man weint, man hofft – und am Ende schließt man das Buch mit einem warmen Gefühl im Herzen.

    Ein Roman über Verluste und Trauer, über zweite Chancen, über Mut und Selbstvertrauen. Und darüber, dass es nie zu spät ist, sich selbst wiederzufinden.

    Ein Buch, das daran erinnert, dass Träume nicht verschwinden – sie warten nur darauf, endlich gelebt zu werden. 💛📖

  11. Cover des Buches A Touch of Ruin (ISBN: 9783736317765)
    Scarlett St. Clair

    A Touch of Ruin

    (258)
    Aktuelle Rezension von: Pixel_Veryn

    Die Story hat mich verschlungen, ich habe geweint, gefeiert, gelacht und mit gezittert in allen drei Bänden die ich bisher gelesen habe. Kann es nur wärmstens empfehlen. Ich hab jetzt auch endlich Band 4 und hoffe bald damit anfangen zu können. Ihr wisst hoffentlich wie Band 3 geendet hat und weswegen ich weiterlesen muss :P

  12. Cover des Buches Divine Rivals (ISBN: 9783736325982)
    Rebecca Ross

    Divine Rivals

    (480)
    Aktuelle Rezension von: Lovely-L

    Achtung, enthält Spoiler!

    Ich hatte große Erwartungen an das Buch. Allein die Idee mit dem Briefwechsel zwischen Iris und Roman sowie der Ortswechsel als Korrespondenten an die Kriegsfront barg großes Potenzial. Obwohl man einiges vom Krieg (und der Front) mitbekam, blieb es in Anbetracht der Romanze eher zweitrangig. Zudem erkenne ich nicht wirklich die Relevanz der Götter - hätte nicht ein "normales" Kriegsszenario gereicht? 

    Jedoch muss ich auch gestehen, dass ich vor allem mit Iris als Charakter nicht wirklich warm geworden bin. Mir persönlich war sie zu anstrengend, insbesondere wenn sie mit belanglosen Kleinigkeiten gehadert hat und ihre (teils sicherlich traumatischen) Erfahrungen kaum zur Sprache kamen, als hätte ihr das alles kaum etwas ausgemacht (bis auf Romans Verletzung natürlich). Dahingegen war Roman ein spannender Charakter, der versucht hat aus seinem von dem Vater her fremdbestimmten Leben auszubrechen. Die Romanze zwischen Iris und Roman war insgesamt ganz schön, vor allem ihre Zeit bei der Oath Gazette und die Briefwechsel waren spaßig und süß. Doch gegen Ende des Buches wurde mir das alles zu übereilt und kitschig.

    Deshalb nur ⭐️⭐️⭐️ 

  13. Cover des Buches Show me the Stars (ISBN: 9783499275999)
    Kira Mohn

    Show me the Stars

    (784)
    Aktuelle Rezension von: mxchellex678

    Die Grundidee fand ich eigentlich echt cool – Leuchtturm, Meer, dieses ganze Setting hat richtig Potenzial. Leider konnte mich der Schreibstil überhaupt nicht abholen. Irgendwie bin ich beim Lesen nie so richtig reingekommen, obwohl die Story an sich interessant war.


    Schade, weil ich glaube, dass da mehr drin gewesen wäre. Für mich ein netter Auftakt, aber kein Highlight.


  14. Cover des Buches Zwischen Welten (ISBN: 9783442774241)
    Juli Zeh

    Zwischen Welten

    (150)
    Aktuelle Rezension von: Maggi201

    „Zwischen Welten“ ist ein moderner Briefroman von Juli Zeh und Simon Urban über die Kluft in unserer Gesellschaft und ob diese überwindbar ist. Das Buch liest sich nicht wie ein fiktionales Werk, sondern fast wie ein Protokoll der Realität. Thematisiert werden unter anderem Klimapolitik, Gendersprache, Rassismus und Unterdrückung von Minderheiten.

    Die beiden Protagonisten Stefan und Theresa treffen sich nach zwanzig Jahren zufällig wieder und starten daraufhin ihre Kommunikation per E-Mail, später auch WhatsApp und Telegram. Im gemeinsamen Studium vor vielen Jahren noch miteinander verbunden, interessiert an Martin Walser und Literatur, ist Stefan mittlerweile Redakteur bei einer großen deutschen Zeitung und Theresa Landwirtin in der Provinz. Es trennt sie weit mehr, als sie verbindet, trotzdem bricht der Kontakt nicht ab und intensiviert sich immer mehr. Wer hier jedoch eine Liebesgeschichte vermutet, liegt falsch. Vielmehr geht es um die Frage, ob zwei Menschen die Gräben, die aus unterschiedlichen Meinungen, Werten und Weltanschauungen bestehen, im Sinne ihrer Freundschaft überwinden können.

    Ich muss ehrlich gestehen, dass mir die ersten zweihundert Seiten des Romans sehr schwer gefallen sind. Ich habe selten so ein anstrengendes Buch gelesen. Auf der einen Seite steht Stefan, der Besserwisser, der Theresa immer wieder vorhält, was richtig und was falsch ist. Der glaubt zu wissen, was man machen darf und was nicht. Und auf der anderen Seite Theresa, die Stefan gegenüber ständig gemein und zynisch ist. Für keine Figur konnte ich so richtig Sympathie empfinden, überraschenderweise noch am ehesten für Theresa, die Stefan oft die Grenzen seines eigenen Mikrokosmos aufzeigen konnte. Erst als ein Witz von Stefans Vorgesetztem Flori Sota die gesamte Gesellschaft empört, beginnt sich das Blatt langsam zu wenden und ich habe mit Spannung weitergelesen. Die Geschichte war so echt, dass es teilweise weh getan hat. So viel Gegenwart gibt es tatsächlich selten in der deutschen Literatur, da muss ich dem Zitat auf dem Umschlag recht geben.

    Das Buch macht deutlich, wie unüberwindbar die Gräben in unserer Gesellschaft sind. Was mir eindringlich im Gedächtnis bleiben wird: dass sich manche Gruppen „Probleme“ aneignen, die gar nicht die ihren und in Wahrheit vielleicht gar keine sind. Carla verlangt von Flori keine Entschuldigung für den Witz, die beiden sind im Reinen miteinander. Das Buch zeigt, dass Empörung oft von Menschen ausgeht, die selbst gar nicht betroffen sind. Hier findet ein Umdenken in Stefan statt, was mir sehr gut gefallen hat. Auch die Tatsache, dass so gut wie kein Diskurs mehr möglich ist, wird eindrücklich geschildert. Denn mit bestimmten Menschen redet Stefan einfach nicht, er spricht ihnen ab, eine eigene Meinung zu haben.

    Besonders interessant an „Zwischen Welten“ ist die literarische Form. Es gibt keinen Fließtext im klassischen Sinne, sondern seitenlange E-Mails oder kurze WhatsApp-Nachrichten. Manch einer könnte sagen, dass diese Form und insbesondere die Sprache der E-Mails nicht authentisch seien, jedoch kenne ich solch einen Austausch auch aus meinem persönlichen Umfeld, weshalb ich mich gut damit identifizieren konnte. Wie Missverständnisse entstehen, wenn nur per Text kommuniziert wird, hat der Roman eindeutig gezeigt. Juli Zeh und Simon Urban haben es geschafft, Theresa und Stefan einen ganz eigenen Stil zu geben, weshalb anhand des Textes stets klar war, wer hier schreibt.

    Abschließend war das ein bewegender Schlagabtausch zweier Menschen, der zwar sehr anstrengend, für mich aber auch erhellend war. Das Buch macht zwar nicht unbedingt Lust, in unserer heutigen Gesellschaft zu leben, ich empfehle es aber weiter, gerade weil es so anstrengend und fordernd war und zum Nachdenken anregt.

  15. Cover des Buches Woman in Cabin 10 (ISBN: 9783945386989)
    Ruth Ware

    Woman in Cabin 10

    (506)
    Aktuelle Rezension von: mesu

    Die Journalistin Lo Blacklock darf an der Jungfernfahrt eines Luxusschiffes teilnehmen. Doch diese Fahrt wird zum Albtraum, denn Lo  wie eine Frau in der Nacht schreit und dann einen Aufprall auf dem Wasser. Sie glaubt die Frau wurde von Bord gestoßen. Als sie ihre Beobachtung dem Sicherheitsoffizier mitteilt, wiegelt dieser ab, denn die Kabine aus der sie das Geräusch gehört haben will, ist leer und es hat niemand darin gewohnt. Diese Fahrt entwickelt sich für Lo zu einer gefährlichen und tödlichen Reise.

    Spannungsgeladen, aber etwas übertrieben wird dieser Thriller erzählt. Er fasziniert aber dennoch.

  16. Cover des Buches Girls Night - Nur eine kennt die ganze Wahrheit (ISBN: 9783328113805)
    Claire Douglas

    Girls Night - Nur eine kennt die ganze Wahrheit

    (113)
    Aktuelle Rezension von: _juliadventuress_

    Wie erwartet, ein spannender Thriller mit unvorhersehbaren Wendungen. 

    Der Einstieg war etwas holprig, weil einige Dinge nicht auf Anhieb verständlich waren, aber dann fügten sich die Puzzleteile und es wurde noch sehr gut umgesetzt. Zum Ende gibt's noch mal einen 😳😨 Moment.

    Clair Douglas hat es wieder mal geschafft einen packenden Thriller zu schreiben.

     

  17. Cover des Buches Cry Baby - Scharfe Schnitte (ISBN: 9783596032020)
    Gillian Flynn

    Cry Baby - Scharfe Schnitte

    (816)
    Aktuelle Rezension von: katha84

    Camille arbeitet in Chicago als Reporterin und hat ihre Vergangenheit so gut es geht hinter sich gelassen. Doch ihr Chef hat einen neuen Auftrag für sie und der führt sie ausgerechnet zurück nach Wind Gap, ihre Heimatstadt. Denn dort wurden zwei Mädchen entführt und ihr Chef wittert eine aufsehenerregende Story. Für Camille gleicht die Rückkehr einem Alptraum, denn sie hat kein gutes Verhältnis zu ihrer Familie. Trotzdem nimmt sie den Auftrag an und macht sich auf die Suche nach Spuren - und findet sich dabei mehr und mehr auf einem persönlichen Höllentrip wieder.

    Das Buch ist wirklich toll geschrieben und zieht einen auch wie magisch sofort in seinen Bann. Und auch wenn ich Camille bis zum Ende hin nicht wirklich mochte (wie auch keinen der anderen Charaktere) hat mich ihre Story sehr berührt. Was sie als Kind alles mitmachen musste und wie sich das bis in ihr Erwachsenenleben ausgewirkt hat, ist einfach nur ganz schrecklich. Die Vorstellung, dass man sich ganze Worte in den kompletten Körper ritzt, ist einfach nur mega gruselig. Aber auch der Rest der Story ist ziemlich harter Toback. Für das Benehmen ihrer kleinen Schwester finde ich keine Worte und ihre Mutter... unfassbar. Und auch wenn das Buch fesselnd war, fand ich Gone Girl um längen besser.

  18. Cover des Buches Die letzten Tage des Patriarchats (ISBN: 9783499606694)
    Margarete Stokowski

    Die letzten Tage des Patriarchats

    (93)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    Man muss schon den Hut ziehen vor Margarete Stokowski, wenn man diese gesammelten Kolumnen liest. Wie viele zentrale Themen unserer heutigen Gesellschaft und ihrer Verhältnismäßigkeiten darin aufgegriffen und angeschnitten, wie viele wichtige Anmerkungen zu Umgang, Perspektiven und Scheuklappen gemacht werden, wow. Und dann muss man noch einmal den Hut ziehen, wenn Stokowski hier und da durchblicken lässt, mit welcher Engstirnigkeit sie sich oft konfrontiert sieht, in Kommentaren, Zuschriften, etc., weil sie als Verfasserin dieser Kolumnen in Erscheinung tritt.

    Der Band sammelt 75 von Stokowski ausgewählte Kolumnen aus den Jahren 2011-2018, die in zehn Themenkapiteln jeweils chronologisch angeordnet sind; viele von ihnen hat sie ergänzt durch Nachsätze, in denen sie Kommentare und Folgen zu den einzelnen Kolumnen schildert. Übergreifend kann man sagen, dass sie (bei Kolumnen nicht überraschend) oft einen Bezug zum Tagesgeschehen haben – aber Stokowski gelingt es fast immer, jenseits (oder eher diesseits) des Anlasses generelle Feststellungen anzubringen, Schlüsse zu ziehen, Symptome freizulegen und zu isolieren, Strukturen zu zeigen und eingespielte Problematiken zu benennen.

    Ein zentrales Thema, das viele Kolumnen durchzieht, ist die Rolle von Frauen (und Minderheiten) in der Gesellschaft und ihre Stigmatisierung, die leider immer noch viele (sehr viele) Facetten und Gesichter hat.

    „Frauen haben immer noch weniger Geld als Männer, sie arbeiten seltener in Führungspositionen, sie erledigen die meiste Familienarbeit, und nicht wenige erleben sexualisierte Gewalt. Im Deutschen Bundestag sind im Jahr 2018 nicht mal ein Drittel der Abgeordneten Frauen. Frauen müssen in vielen Ländern für grundlegende Rechte kämpfen, und selbst dort, wo sie das nicht müssen, hören sie in den verrücktesten Situationen dämliche Kommentare über ihren Körper.“

    Es sollte jedoch niemand den Fehler machen, Stokowski deswegen für eine Agitatorin mit begrenzter Motivation und begrenzter Perspektive zu halten. Eins beweist sie in ihren Kolumnen mehr als einmal und ich bewundere sie enorm dafür: dass sie immer wieder gegen vereinfachte und festgesetzte, eingespielte und klischeegesteuerte Vorstellungen anschreibt und dass es ihr gelingt ihren Kolumnen (und hier setzt die Bewunderung ein) fast immer einen widerständigen, schlagfertigen Zug zu geben, eine Argumentation und Intonation aufzubauen, die sich auf knappem Raum wirkungsvoll und klug behaupten kann.
    Stokowskis Texte zeigen: die Welt mag komplex sein, unübersichtlich vielleicht, aber es gibt doch sehr viel, das wir klar feststellen können, sowohl bei den Sachen, die im Argen liegen, als auch bei den Sachen, die gute Entwicklungen sind und jeden Unkenrufen trotzen können.

    Bei Stokowski kann man außerdem lernen (nicht nur bei ihr, aber auch bei ihr), dass Feminismus eben nicht ein Versuch ist, Männer zu dämonisieren, unterzukriegen oder für ihr Mann-sein zu verdammen, sondern die generelle Emanzipation von Macht- und Diktionsstrukturen, sowie die längst fällige Aufhebung von zu enggezogenen Geschlechterbegriffen und Rollenbildern betreibt, zum letztendlichen Vorteil beider Geschlechter. Wie Stokowski in ihrem Buch „Untenrum frei“ schrieb:

    „Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern aufzuzeigen wirkt manchmal so, als wolle man die Gräben zwischen ihnen vertiefen, obwohl man sie auf Dauer abschaffen will: Ein nerviges Dilemma, aus dem man nicht rauskommt, solange man Probleme beheben will.
    Wir müssen zeigen, nach welchen Kriterien sich Reichtum und Erfolg, Gesundheit und Lebensdauer, Gewalt und Leid verteilen, wenn wir wollen, dass alle dieselben Chancen auf ein glückliches Leben haben – auch wenn oder gerade weil diese Kriterien das sind, was wir auf Dauer abzuschaffen versuchen.“

    Ungleichheit und Stigmatisierung haben, wie gesagt, noch immer viele Facetten. Großteils sind es eingefahrene, überholte, falsche Vorstellungen, gegen die sich der Versuch der Veränderung von Verhältnissen und Umgangsformen behaupten muss. Das fängt an bei der von vielen Medien geschürten und überall halbgar servierten „Angst“ (in diesem Kontext wirklich das falsche Wort), dass die Anprangerung von sexuellen Übergriffen und Sexismus, am Arbeitsplatz und anderswo, einem Verbot von Flirten und Begehren gleichkommt. Stokowski bringt die Fadenscheinigkeit dieser (und anderer) Panikmacherei auf den Punkt und schreibt am Ende:

    „Es gibt eine feministische Flirtregel, die man sich im Übrigen sehr leicht merken kann und die lautet [#wheaton'slaw]: Sei kein Arschloch. Fertig. That’s it. Unisex übrigens.“

    und an anderer Stelle:

    „Es ist mir ein Rätsel, wie man denken kann, irgendwas würde der Menschheit fehlen, wenn Sexismus, Belästigung und Missbrauch wegfallen.“

    Aber Stokowski lässt es nicht bei diesen Themen bewenden, sondern äußert sich ebenso pointiert, gewandt, kritisch und klug zu angrenzenden und anders gearteten Themenbereichen. Großartig ist ihre Kolumne zu „Germany’s next Topmodel“, die mir aus der Seele spricht; am liebsten würde ich das folgende Zitat bei ProSieben einblenden, während die Show läuft:

    „Die Sendung ist eine perverse, niederträchtige, menschenverachtende Geldmaschine, die kapitalistische Krönung von Sexismus und Neoliberalismus in Form von Frauendressur mit Product Placement, und eine überraschungsarme Aneinanderreihung von Erniedrigungen, bei der junge Menschen dafür ausgezeichnet werden, dass sie geile Gene haben und sich den Regeln der Jury unterwerfen, weil man als Model halt einfach auch mal machen muss, was der Kunde will.“

    Und sie spricht mir ebenso aus der Seele, wenn sie über die Verbindung von Sexualität und Werbung schreibt – eine Erscheinung, welche, so glaube ich, das Verhältnis zum eigenen Körper in den letzten Generationen mitunter schwer belastet hat, vom Frauenbild ganz zu schweigen und vom Männerbild, das auf dieses Frauenbild ständig anspringen soll, erst recht.

    „Wenn wir aber die nackten Körper oder Körperteile von Frauen nicht mehr trennen können von Sex oder Erotik, dann haben wir ein Problem. Und zwar ein tief sitzendes. Wenn wir denken, dass wir nicht frei sind, weil nicht überall Brüste hängen oder Frauen halbnackt über Mietwagen robben, dann ist das ein schlechtes Zeichen für unser Frauenbild.“

    Auch auf die feinsprachliche Ebene geht Stokowski immer wieder – bspw. in einer Kolumne über die häufige Verwendung der Wörter „Krieg“, „Kamp“, „Frontlinie“ bei der Beschreibung von Diskussionen und Auseinandersetzungen zum Thema Gender und Feminismus. Die Kolumne trägt den rotzigen Titel „Hamse jedient im Genderkrieg?“ Stokowski klagt darin die fast schon brutale, zumindest zynische Gedankenlosigkeit bei der Verwendung dieser Worte an, die für eine gewaltsame und leidvolle, verheerende Erscheinung steht und schreibt u.a.:

    „Sagt mal: Frontlinie, Barrikaden, Krieg – haben die alle zu viel »Star Wars« geguckt. […] Es ist nur eine Metapher, sagt ihr. Nein, es ist unbedachtes Wörterkotzen. Metaphern haben einen Sinn, sie sollen etwas klarer oder schöner sagen. Wer aber von Krieg spricht, macht es weder klarer noch schöner, der sagt nur: Guck, wie sie sich prügeln. […] Hier meine These dazu: Das ist schlecht. Es klingt nach Eskalation, aber da eskaliert nichts. Da reden Leute. […] Krieg! Und dann bringt ein Mann eine Frau um, und was wird daraus? Ein »Beziehungsdrama«. […] So viel Feinfühligkeit darf man erwarten, nicht von Krieg zu sprechen, wo kein Krieg ist, und von Mord, wo Mord ist.“

    Und so geht es weiter – dreihundert Seiten Schlagfertigkeit, widerständiges und reflektiertes Denken, manchmal nonchalant serviert, manchmal um die Ohren pfeifend, mal von beißendem Spott, mal von klarer Anteilnahme begleitet. Ich erwische mich beim Lesen oft dabei, dass ich mir wünsche, dass Stokowskis Artikel die durchschlagende Wirkung erzielen, die sie für mich haben; dass Germany’s Next Topmodel dichtgemacht wird und Jens Spahns himmelschreiende Aussage zu Hartz IV als der politische Selbstmord gewertet wird, als der er hätte wahrgenommen werden müssen.

    „Wenn es wäre, wie Spahn sagt, und man hätte mit Hartz IV wirklich alles zum Leben, dann wären die Leute, denen das Geld nicht reicht, entweder unfähig oder gierig. […] Der Witz an Privilegien ist, dass man sie nicht die ganze Zeit fühlt, sondern dass sie Voreinstellungen der Macht sind, die einigen Menschen Dinge ermöglichen, die für andere wesentlich schwieriger oder unmöglich wären. Aber daraus ergibt sich Verantwortung.“

    Und für Verantwortung wirbt und kämpf Margarete Stokowski in diesen Texten. Für Verantwortung und Verständnis, fürs Hinterfragen und Empathisieren, sie wirbt darum und sie verlangt danach. Sie bricht Lanzen für Menschlichkeit und Zwischenmenschlichkeit, sie zerrt Hass und Rücksichtslosigkeit, Kurzsichtigkeit und Bequemlichkeit hervor und stellt sie bloß. Nach dreihundert Seiten kann ich nur noch sagen: Wir können froh sein, eine Stimme und eine Essayistin wie Margarete Stokowski zu haben. Sie hat zumindest mir dabei geholfen weiter zu denken als bisher, vielschichtiger mitzuempfinden, genauer hinzusehen. Wenn ein Buch das leistet, dann ist es ein verdammt gutes Buch.

  19. Cover des Buches Jetzt sind wir echt (Jetzt-Trilogie, Band 1) (ISBN: 9783743213807)
    Gabriella Santos de Lima

    Jetzt sind wir echt (Jetzt-Trilogie, Band 1)

    (184)
    Aktuelle Rezension von: Hausi

    "Jetzt sind wir echt“ hat mich tief berührt. Gabriella Santos de Limas Schreibstil ist etwas ganz Besonderes: sensibel, klar und gleichzeitig voller Gefühl, ohne jemals kitschig zu wirken. Viele ihrer Sätze haben in mir nachgehallt, weil sie Erinnerungen an frühere Lebensphasen geweckt haben – an Gedanken, Gefühle und Situationen, die plötzlich wieder ganz nah waren.

    Gleichzeitig fühlte sich das Buch sehr gegenwärtig an. Ich habe mich in vielen Momenten selbst wiedergefunden, in meinen Zweifeln, in meinem Wachsen, in dem Versuch, das Beste aus dem zu machen, was das Leben gerade bereithält. Die Geschichte hat mir Impulse gegeben, bestimmte Situationen in meinem eigenen Leben anders zu betrachten und bewusster mit ihnen umzugehen. Genau das schätze ich an Literatur: wenn sie nicht nur erzählt, sondern etwas in Bewegung setzt.

    In vielerlei Hinsicht wird mir diese Geschichte noch lange im Gedächtnis bleiben – wegen ihrer Atmosphäre, wegen ihrer leisen Wahrheiten und wegen der emotionalen Nähe, die sie schafft.

    Einen kleinen Abzug gibt es für mich dennoch: Gregors verständnisvolle und feministische Haltung zieht sich zwar konsequent durch das gesamte Buch, wirkte für mich jedoch teilweise zu stark betont. Sie erschien mir manchmal weniger natürlich und eher gewollt, wodurch sie für mich etwas an Authentizität verloren hat. 

    Trotzdem kann ich es allen empfehlen, die Geschichten lieben, die leise sind, ehrlich und nah am echten Leben. ✨📖

  20. Cover des Buches Der Schatten (ISBN: 9783442719037)
    Melanie Raabe

    Der Schatten

    (334)
    Aktuelle Rezension von: Special_K

    Erst durch die Verfilmung auf das Buch aufmerksam geworden, habe ich es sofort gekauft und verschlungen. Daher empfehle ich es jedem Thriller-Fan sehr, und ich freue mich jetzt darauf, noch weitere Bücher von Melanie Raabe zu lesen! Wenn man zusätzlich auch noch Wien mag, führt wohl kein Weg an diesem Buch vorbei.

  21. Cover des Buches Montecristo (ISBN: 9783257243666)
    Martin Suter

    Montecristo

    (174)
    Aktuelle Rezension von: Stephan58

    Welchen Preis bist du bereit für die Verwirklichung deiner Träume zu zahlen?

    Suter entwickelt eine fesselnde Story über einen Video-Journalisten, der eigentlich ein Filmemacher sein will, für das tägliche Überleben Life-Style-Stories dreht und sich plötzlich in den Ermittlungen zu einem kaum glaublichen Finanzskandal wiederfindet. Als ihm unverhofft die Verwirklichung seine Filmprojekts Montecristo ermöglicht wird, stellt sich die Frage, ob er bereit ist, dafür die anderen, politisch brisanten Recherchen fallen zu lassen. Psychologisch ein hochinteressanter Stoff. Nur das Ende, das für mich der Realisation einer Verschwörungstheorie nahekam, konnte mich nicht überzeugen.

  22. Cover des Buches A Place to Belong (ISBN: 9783426528631)
    Lilly Lucas

    A Place to Belong

    (347)
    Aktuelle Rezension von: Ines_Balkow

    Die Cherry-Hill-Reihe der Autorin gefällt mir richtig gut. So hat mich auch der dritte Band der Serie voll überzeugt. Und meine Lieblingsfigur wird im vierten Teil in den Fokus gerückt - da freue ich mich jetzt schon sehr ☺️ 

    In diesem Band geht es um Magnolia und ihre Geschichte ist sehr spannend. Neben den Familienverwicklungen, mit denen sie sich herumschlägt, verdreht auch noch der verschlossene Finn ihr den Kopf. Und der ist leider sehr misstrauisch, sodass ihre Beziehung durch Höhen und Tiefen geht.

    Ich will gar nicht zu viel zum Inhalt sagen. Nur so viel: Fans der Reihe werden wieder voll auf ihre Kosten kommen. Die Handlung findet wieder auf Cherry Hill statt und der Autorin gelingt es jedes Mal, die Atmosphäre und Umgebung so schön zu beschreiben, dass man sich dorthin wünscht 😉 

    Diese Buchserie ist eine meiner liebsten und ich bin gespannt, ob der letzte Band mit den bisherigen mithalten kann. Für diesen Teil gibt es von mir auf jeden fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung für Fans von Liebesgeschichten.

  23. Cover des Buches Der Teufel trägt Prada (ISBN: 9783641034078)
    Lauren Weisberger

    Der Teufel trägt Prada

    (840)
    Aktuelle Rezension von: Librariansguidetogalaxy

    Andrea Sachs, frisch gebackene Collegeabsolventin, ergattert einen Job beim berühmten Modemagazin Runway – allerdings nicht als Schreiberin, wie die angehende Journalistin gerne hätte, sondern als Assistentin der Herausgeberin. Und Miranda Priestly ist mehr als fordernd…

    Ich sage etwas, das ich selten sage: Das Buch war nicht besser. Es ist gemein, denn Teufel trägt Prada ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme, aber das Buch kommt nicht an seine Adaption heran. Es gibt abseits der Geschichte um die beste Freundin Lily keinen wirklichen Handlungsbogen, Andy bleibt 450 Seiten lang gleich inkompetent und jammert nur rum, und die Nebencharaktere sind einfach das, Nebencharaktere. Nigel ist ein sehr überdrehter 35-jähriger, Emily schwankt unentwegt zwischen genervt von Miranda und sie vergötternd und Alex war mir (und das will was heißen) noch unsympathischer als im Film (noch mehr Gutmensch, der zudem null kommunizieren kann). Ja, es ist ja autobiografisch angehaucht, und die Dinge werden wohl so gewesen sein, aber wenn man schon eine fiktionale Geschichte daraus macht, kann man es etwas spannender gestalten. Oder zumindest nicht ganz so langatmig erzählen…

  24. Cover des Buches Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid (ISBN: 9783423250290)
    Alena Schröder

    Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid

    (407)
    Aktuelle Rezension von: DankeAnke

    ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️/5


    Mit „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ hat Alena Schröder einen Roman geschaffen, der mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen gefesselt hat.


    Wir begleiten vier Frauen aus vier Generationen – und genau das hat dieses Buch für mich so besonders gemacht. Jede einzelne Geschichte hatte ihre eigene Tiefe, ihre eigenen Wunden, Hoffnungen und Entscheidungen. Ich fand es unglaublich spannend, in jede dieser Frauen eintauchen zu dürfen und mitzuerleben, wie eng ihre Schicksale miteinander verknüpft sind.


    Manche Leser empfinden das Buch vielleicht als traurig oder bedrückend, doch für mich war es vor allem faszinierend. Es zeigt auf eine sehr ehrliche und menschliche Weise, wie unterschiedlich Menschen sind und wie sehr das Leben prägen – und manchmal auch verbittern – kann. Trotzdem werden die Figuren nie einfach als „böse“ dargestellt. Gerade diese Vielschichtigkeit hat mich sehr berührt.


    Der Schreibstil war warm, intensiv und voller Gefühl. Ich konnte komplett in die Geschichte abtauchen und habe jede Seite genossen. Für mich ist dieser Roman absolut gelungen und ein Buch, das noch lange nachhallt.


    ✨ Mein Fazit:
    Eine bewegende Familien- und Lebensgeschichte über Generationen hinweg, voller Emotionen, Verbindungen und menschlicher Tiefe – ein Buch, in das einzutauchen sich absolut lohnt. 😉🙂


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