Bücher mit dem Tag "jugendkriminalität"
28 Bücher
- Louis Sachar
Löcher: Die Geheimnisse von Green Lake (Gulliver)
(834)Aktuelle Rezension von: Pauline_readsAnfangs war ich gegenüber diesem Buch sehr skeptisch weil ich dachte es würde mich langweilen , da es aber ein Geschenk war wollte ich es doch mal anfangen zu lesen und wurde positiv Überrascht ! Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, auch die Charaktere und zwischen durch die Zeitsprünge in die Vergangenheit. Ich bin nun dankbar das ich es lesen durfte, weil es mich sehr bewegt hat. Den Anfang und die Mitte waren für mich am besten, das Ende fand ich nicht mehr so gut. Und leider sind am Ende noch ein paar Fragen zu viel offen geblieben. Aber sonst hat mir das Buch wirklich gut gefallen und mich auf eine kleine Reise mitgenommen.
- Felix Lobrecht
Sonne und Beton
(127)Aktuelle Rezension von: Finkenzonk"Sonne und Beton" fesselt. Der Beginn ist furios, das Beste, was ich seit Langem gelesen habe. Beeindruckend, wie Lobrecht das harte Leben der Prekariatkids fühlbar macht, ohne dass man total abgestoßen wird von der Gewalt, dem Asi-Verhalten und der Prollsprache. Einen Punkt Abzug gibt's, weil ein Suspense-Strang (was baldowern die beiden Kumpels Julius und Gino miteinander aus?) für meinen Geschmack zu unspektakulär aufgelöst wird. Dennoch: Absolute Leseempfehlung!
- Jennifer Benkau
Wenn wir fallen
(59)Aktuelle Rezension von: Bethany_beDas Buch punktet durch die Charaktere. Ich habe Liz sofort ins Herz schließen können. Sie ist ein liebenswertes, cleveres Mädchen, das im Roman eine tolle, realistische Entwicklung durchmacht.
Mit Louis musste ich erst einmal warmwerden. Er war etwas undurchschaubar für mich und nicht greifbar. Das wurde im Laufe des Buches jedoch immer besser. Die Chemie der beiden, der jungen ersten Liebe, hat mir sehr gefallen. Insgesamt hat mich das Buch aufgrund der Authentizität der Beziehung begeistern können. Auch der Schreibstil ist toll: flüssig, leicht verständlich und so, dass man in die Geschichte eintauchen kann.
Was mich jedoch gestört hat, war das offene Ende. Was passiert mit den beiden? Was hatte es mit den Träumen von Liz auf sich? Wieso hat sie von ihm geträumt, er aber nicht von ihr? Gerne hätte ich diese Fragen noch in einem Epilog beantwortet bekommen.
Insgesamt hat mir das Buch jedoch sehr gefallen:)
- Janine Binder
Seine Toten kann man sich nicht aussuchen
(42)Aktuelle Rezension von: HoldenJanine B. berichtet von ihrem Einstieg bei der nordrhein-westfälischen Polizei und wie sie sich zur erfahrenen Kommissarin mauserte, und überraschend humorvoll scheint es auf deutschen Polizeiwachen zuzugehen. Ein abwechslungsreicher und spannender Beruf, den bestimmt nicht jeder machen kann, ich wüsste zB nicht, ob ich mich bei Beleidigungen und verbalen Angriffen so gelassen die Ruhe bewahren würde. All Cops Are Beautiful! Bitte unbedingt mehr "Hühnerstreifen", und die Sache mit den "neune Möpsen" hätte ich mir überlegt. Einige Geschichten erinnerten mich an meine Zivizeit als Krankenwagenfahrer, die Polizei hieß bei uns damals "Werder Bremen" und "Tanzverein Grün-Weiß". Wäre es nicht mal wieder Zeit für weitere Einsatzgeschichten, Frau B.?
- Katja Lund
Wattenmeerblut
(8)Aktuelle Rezension von: MuschelDieser vierte Teil der Reihe hat mich gut unterhalten können, auch wenn es der bisher schwächste Band der Reihe war für mich. Der Fall selbst war durchaus spannend und es hat mir wieder Spass gemacht auf Pellworm unterwegs zu sein mit den vertrauten Charakteren. Sollte es einrichten Folgeband geben werde ich ihn auch lesen.
- Agatha Christie
Fata Morgana
(169)Aktuelle Rezension von: HoldenMiß Marple wird von ihrer alten Freundin Mrs. Van Rydock aufgefordert, nach ihrer alten Pensionatsfreundin Caroline Louise zu sehen, irgendwas in ihrem Haus laufe falsch. Diese betreibt mit ihrem zweiten Ehemann eine Erziehungsanstalt für straffällig gewordene Jugendliche und ist sehr vermögend. Jane Marple, St.-Mary-Mead-gestählt und kein menschlicher Abgrund fremd, tut ihrer Freundin den Gefallen und reist nach Stonygates, um ihre alte Freundin zu besuchen, natürlich kommt es bald zum ersten Toten. Wer trachtet der alten Dame nach dem Leben? Die Auflösung konnte man so ein bißchen erahnen, wenn man ein bißchen Krimierfahrung hat, trotzdem spannend und fesselnd.
- Kirsten Heisig
Das Ende der Geduld
(83)Aktuelle Rezension von: HoldenJugendrichterin Heisigs Aufklärungsbuch über Jugendgewalt. Erfreulicherweise wird nicht so getan, als sei die Gewalt vom Himmel gefallen oder bestimmten Bevölkerungsgruppen immanent. Unter den äußerst negativen Lebensbedingungen, unter denen manche der Kinder aufwachsen mußten, wäre es schwer gewesen, die "Kurve zu kriegen". Daß Heisig schreibt, daß bei Heranwachsenden häufig Erwachsenenstrafrecht angewandt werde, kann ich so nicht stehen lassen. Meinem Kenntnisstand wird nur bei Trunkenheitsfahrten das allgemeine Strafrecht angewendet, weil Trunkenheitsfahrten in jedem Alter vorkämen, ansonsten wird immer Jugendstrafrecht angewandt. Im übrigen erstaunlich, in was für Bereichen sich ein Jugendrichter auskennen muß, abseits der reinen Paragraphenarbeit in StGB und JGG. Und manche der Themen, die Heisig nur kurz anreißt, sind inzwischen in den Mittelpunkt der Diskussion getreten, zB Cybermobbing, Social Media und die sog. "Ehrenmorde".
- $ick
Shore, Stein, Papier
(43)Aktuelle Rezension von: HoldenSicks Lebensgeschichte, Grimme-Online-Award-gekrönt die Youtube-Ausgabe, angefangen mit dem Gefühl des Unerwünschtseins und von Anfang an widerspenstig gegen jede Autorität. Daß er seinen Drogenlebenswandel allein damit begründet, nicht gewollt zu sein und dieses Gefühl betäuben zu müssen, greift meiner Meinung nach ein bißchen kurz, auch andere Kinder bzw Jugendliche mit diesem Gefühl werden nicht zum drogenverschlingenden Dauerkriminellen. Interessant, wie Sick die Symptome beschreibt, die man beim "affig-"sein spürt, wenn der Körper auf Drogenentzug reagiert, wie dauernd laufende Nase oder Augentränen, hab ich so noch nirgends anders gelesen. Man kann ihm natürlich nur die Daumen drücken, daß Sick das Cleansein durchhält (man wundert sich, daß der Körper so einen Drogenmarathon überhaupt so lange mitmacht). Und sonst: Dümmster Junkie ever, "wie Shore ist Heroin?"
- diverse
Marvel Universe FILM COMIC-Sonderheft 1, ARNOLD SCHWARZENEGGER - TERIMNATOR 2 - Tag der Abrechnung, DDIN A4 Comic, Condor
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenDer Comic zu "T2", die Handlung kann ich vermutlich als bekannt voraussetzen. Die Story wird in schön minimalistischen Bildern umgesetzt, das Tempo des Films wird durch "schnelle" Panels, die den Bewegungen nachempfunden sind, schön wiedergegeben. Nicht nur für Fans von Interesse.
- Veronika Mauel
Kai & Annabell 1: Von dir verzaubert
(72)Aktuelle Rezension von: viktoria162003Meinung
Ein Buch das schon lange auf meiner Wunschliste stand und bei dem ich nun zugeschlagen habe. Der Klappentext und das schöne Cover ließen mich eben einfach nicht los. Die Autorin ist mir bisher nicht bekannt gewesen doch hat sie einen angenehmen Schreibstiel. Geschildert wird das ganze aus der Perspektive von Annabell und Kai.
Annabelle trifft auf dem Weg zu Schule auf Kai. Doch seltsamerweise ist es diesmal anders als sonst und beide lernen sich kennen. Dabei entwickeln sie Gefühle zueinander, unterstützen sich und decken Geheimnisse auf.
Annabell hat es zuhause nicht einfach. Das Familienverhältnis ist zerrüttet und der Druck von zuhause aus sehr groß. Immer muss sie perfekt sein, da fällt es ihr anfangs schwer für Kai, der alles andere als perfekt ist, Platz zu schaffen. Und doch ist es genau dieses was sie langsam aber sicher aus diesem Muster heraus brechen lässt und die wirkliche Annabelle zum Vorschein bringt.
Zum einen hat mir das Buch wirklich gut gefallen, es ist emotional und auch durchaus spannend. Gerade durch Annabell Ihre Familie und dem Druck dem sie ausgesetzt ist finde ich so Gefühlvoll. Auch Kai seine Lage mit seinem Verhältnis mit seiner Mutter und seinem Umfeld find ich feinfühlig geschildert.
Zum anderen find ich manche Situationen aber einfach unglaubwürdig und ein wenig schlecht durchdacht. Bestes Beispiel ist hier wirklich das beide wohl auf dieselbe Schule gehen und wohl auch offensichtlich die gleiche Bushaltestelle benutzen… und erst JETZT fallen sich beide auf. Auch frag ich mich ob das “Reichenviertel” und das “Armenviertel” wirklich so dicht beieinander liegen das man dieselbe Haltestelle benutzt?
Auch fand ich Kai’s Verhalten anfangs wirklich heftig und machte ihn ein klein wenig unsympathisch. Er benimmt sich wie ein schlechter Bad-Boy ohne Charme. Das Verhalten ändert sich allerdings im Laufe und zum Vorschein kommt dann natürlich die Romanze.
Beide lernen sich kenne, helfen sich, bauen Verständnis auf und verlieben sich natürlich. Der Teil hat mir gut gefallen. Auch weil hier zwei unterschiedliche Welten aufeinander treffen.
Zum Schluss hin, als dann doch wieder alles gut werden könnte platzt allerdings die Bombe. Doch hab ich mir mein Teil hier schon gedacht, auch weil die Autorin ihre kleinen Hinweise stück für stück gut in die Geschichte untergebracht hat. Ein Teil der mir wiederum sehr gut gefallen hat. Natürlich endet es ziemlich als Cliffhänger und verleitet zum Weiterlesen.
Die Charaktere sind ganz gut geworden. An sich erhält man gute Einblicke in ihre Persönlichkeit und ihr Verhalten kann man durch ihre Situation, oder eben auch dem Umfeld, gut nachvollziehen. Ich befürchte hier jedoch das ich vielleicht einen ticken zu alt bin, weil ich mir dann doch ab und an eine andere Reaktion gewünscht hätte.
Fazit
Ein guter erster Band der mir zum größten Teil sehr gut gefallen hat. Ich mochte Ihre unterschiedlichen Welten. Ihre Situation mit all den Problemen und durchaus auch ernstzunehmende Themen, die die Autorin auch toll und emotional umgesetzt hat. Manche Szenen kamen ein wenig unglaubwürdig rüber, trotzdem bleibt es spannend und die Romanze ist auch schön geworden. Daher 4 Sterne von mir.
- Rachael Lucas
Die kleine Gärtnerei in den Highlands
(72)Aktuelle Rezension von: Sunny13Das Cover ist passend zum Setting in den schottischen Highlands und der Gärtnerei mit verspielten Details sehr ansprechend und fröhlich gestaltet. Die Story um Beth und Jack wird aus beiden Perspektiven geschildert. Dabei erfährt man recht viel über das Leben und die Arbeit der beiden. Beth führt als alleinerziehende Mutter die Gärtnerei und Jack leitet das benachbarte Camp für Jugendliche. Die Eröffnung des Camps sorgt bei den Einwohnern von Applemore für Aufsehen und man lernt auch einige, sympathische Charaktere aus dem kleinen Ort kennen. Das Buch vermittelt sehr realistische Einblicke in den täglichen Alltag der Protagonisten und dessen Hürden, die es zu überwinden gilt. Es ist ein Feel-Good Roman mit Small-Town Flair, der sich für gemütliche und entspannende Lesestunden eignet, aber auch ein bisschen Spannung mit sich bringt.
- Malin Persson Giolito
Mit zitternden Händen
(38)Aktuelle Rezension von: MiiaInhalt:
Billy und Dogge sind seit Kindesbeinen eng befreundet. Dass sie aus sehr unterschiedlichen Elternhäusern kommen, hat sie nie gestört. Während Dogge meist von seinen wohlhabenden Eltern allein gelassen wurde, ist Billy, aus einer Einwandererfamilie stammend, umgeben von einer Bastion der Liebe aufgewachsen. Als kriminelle Banden Billys Wohnviertel mehr und mehr beherrschen, werden sowohl Dogge als auch Billy rekrutiert. Allzu gerne schließen sich die beiden an - angelockt durch schnelles Geld und leichten Zugang zu Drogen. Doch dann will Billy mit Hilfe seiner Mutter aussteigen ...
Meine Meinung:
"Mit zitternden Händen" ist das zweite Werk der Autorin. Es geht um Billy und Dogge, die zusammen in ganz unterschiedlichen Verhältnissen aufwachsen und auf die schiefe Bahn geraten. Einerseits befinden wir uns in der Gegenwart in der der Mord von Billy aufgeklärt wird, andererseits erfährt man aber auch ,wie die Jungen sich kennengelernt haben und wie sie langsam aber sicher abgerutscht sind. Die Idee der Geschichte ist dabei wirklich gelungen und auch der Stil der Geschichte gefällt mir sehr gut.
Parallel habe ich herausgefunden, dass das erste Werk der Autorin als Netflix-Serie publiziert wurde. Ich habe daher die Serie parallel geschaut und obwohl die Geschichte thematisch eine ganz andere ist, hat man den Stil der Autorin wiedererkannt. Leider haben mir aber sowohl die Serie als auch ihr zweites Werk "Mit zitternden Händen" gar nicht gefallen. Das liegt daran, dass die Autorin zwar beide Male eine echt gute Idee hat und wirklich spannende Charaktere aufbaut, aber die Geschichten dann sehr einfallslos und unspannend enden. Man bekommt das Gefühl, dass die Autorin zwar eine gute Grundidee hat und es gelingt ihr auch Spannung aufzubauen und zu halten, aber sie hat eigentlich gar keine Idee für das Ende oder für eine spannende Wendung. Damit schleichen die Geschichten aus, sind sehr vorhersehbar und wenig überraschend. Ich habe hier irgendwie mehr erwartet und mir auch mehr vom Verlauf erhofft.
Fazit:
Obwohl die Grundidee eine wirklich gute ist, hat man das Gefühl, dass die Autorin gar keine Idee für das Ende der Geschichte hatte. Dadurch wirkt das ganze sehr einfallslos und wird der Idee nicht gerecht. Mehr als 2 Sterne kann ich leider nicht geben.
- Andrew Vachss
Der Fahrer
(5)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerVachss ist kult. Seine frühen Ronane habe ich verschlungen. Danach ist es etwas ruhiger um ihn geworden. Mit Der Fahrer knüpft er wieder an seinen alten Erzählstil an. Und dies mit viel Hintergrundwissen und dem Gefühl vermittelnd, daß es sich so oder so ähnlich zutragen könnte. Der Plot ist echt Spitzenklasse. - Linda Zervakis
Königin der Bunten Tüte
(13)Aktuelle Rezension von: HoldenLinda Zervakis` Erinnerungen an Kindheit und Jugend, geprägt durch ihre Tätigkeit im elterlichen Kiosk und der sozialen Unterlegenheit gegenüber ihren Freunden. Man ist natürlich enttäuscht und entsetzt, daß der deutsche Staat nicht in der Lage war, ein gesichertes und auskömmliches Leben einer sog. "Gastarbeiterfamilie" zu finanzieren und die Kinder quasi schon durchgängig im elterlichen Geschäft eingesetzt werden mußten. Unglaublich, daß man Kinder diesem "Trinkermilieu" aussetzen mußte, um als Familie über die Runden zu kommen. Wenn man die Autorin später in der "Tagesschau" als Sprecherin sah, konnte man das Bild von ihr natürlich gar nicht mit den präkeren Verhältnissen, wie sie im Buch geschildert werden, zusammenbringen. Und die dreckige Lache der Autorin fehlt im Buch leider auch hihi. Jammas! Und noch mal Glückwunsch zum EM-Sieg!
- Anne Fine
Typisch Tulipa
(7)Aktuelle Rezension von: HoldenDie Geschichte einer toxischen Beziehung, sehr präzise psychologisch beobachtet, wie alles zwischen Anziehung und Unbehagen pendelt, was die beiden Mädchen aushecken. Den letzten großen Streich, den Tulipa spielt, hätte man als Leser noch drastischer erwartet. Hatte in ihrer/ seiner Jugend nicht jeder schon mal so eine Freundin/ einen Freund? Sehr lesenswert, typisch Anne Fine!
- Paul Carson
Das Skalpell
(59)Aktuelle Rezension von: JourneyGirlEin spannender Krimi, den man nicht mehr weglegen kann ! Eigentlich sind in diesem Buch zwei Thriller in einem . . . beide vom Autor Paul Carson . . . Aber dieses Buch finde ich hier nicht! . . . Deshalb bewerte ich hier beide Thriller einzeln ! Die Geschichte war super und spielt in Dublin ! Da ich Irland sehr mag, finde ich den Thriller erst recht gut ! Absolut empfehlenswert !
- Susan Andersen
Rosarot in Seattle
(39)Aktuelle Rezension von: Julchen77Zu Beginn war ich noch am überlegen, dass Buch wieder wegzulegen. Allerdings fand ich dann die Geschichte sehr fesselnd, wozu "auffällige" Jugendliche in der Lage sind, wenn sie einer Vorstrafe entgehen können. Diese sind jedoch nur der Aufhänger für die stark knisternde Romanze zwischen den beiden Protagonisten de Sanges und Poppy. Allerdings hat sich Detective de Sanges durch seine Familiengeschichte vor Jahren Prinzipien gestellt, die er bisher immer eingehalten hatte. Miss Calloway und er versuchen sich daher aus dem Weg zu gehen - aber die verpflichtete Arbeit mit den Jugendlichen erschwert es Ihnen. So müssen sie sich regelmäßig sehen und können nicht wirklich mit- und ohne einander. Achtung: Wer detaillierte Beschreibungen eines Liebeslebens nicht mag, sollte das Buch nicht lesen. - Nina Ohlandt
Sturmläuten
(51)Aktuelle Rezension von: ugadenneKurz vor Weihnachten wird eine verweste Leiche aufgefunden. Kommissar John Benthien und sein Team ermitteln, Pikanterweise liegt der Fundort auf dem Grundstück der Eltern seiner Ex-Lebensgefährtin Karin. Als Karin dann auch noch ermordet wird, gerät John Benthien unter Tatverdacht. Unter Hochdruck ermittelt sein Team, auch während der Feiertage, rund um die Uhr.
Ich konnte mich mit diesem Buch nicht besonders anfreunden. Die Autorin hat zu viele Ereignisse und Nebenschauplätze hineingepackt. Vor allem während der ersten Kapitel sind die vielen losen Fäden einfach zu verwirrend. Manchmal gelingt es der Autorin einen Spannungsbogen aufzubauen, den sie aber in der Regel schnell selbst wieder kippt. Sie versucht Fährten zu irgendwelchen Verdächtigen zu legen, die aber zu durchsichtig sind. Der Schluss ist allerdings überraschend.
Der Schreibstil ist auch nicht so ganz mein Fall, aber das ist natürlich Geschmacksache. Mir ist er jedenfalls zu wenig "Norddeutsch".
- Patricia Highsmith
Broken Glass and other stories
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenDrei englische Kurzgeschichten, für mittlere Leser geeignet, spannend und mit psychologischer Tiefe: In der ersten Geschichte geht es um eine Frau, die zwar einen Einbrecher zur Strecke bringen kann, aber im neuen Haus nicht mehr so recht glücklich wird (trotz Psychopillen und Behandlung beim Psychodok), und die letzte ist eine traurige Gran Torino- Harry Brown-Variante, die einen sprachlos zurückläßt, mit Sympathie für die Opfer geschrieben und auf wenigen Seiten und in vereinfachtem Englisch absolut fesselnd. - Sheila Reynolds
Träumerei
(6)Aktuelle Rezension von: JazzyBeschreibung:
„Helen, warte! Bevor du gehst, wollte ich dir noch sagen, dass ich dich l…“. Doch Helen unterbrach ihn und legte ihm einen Finger auf die Lippen. „Ich weiß, aber bitte sprich es nicht aus.“ Sie zitterte. „Es würde das Gehen nur noch schwerer machen. Und wir beide wissen, dass es für uns kein Happy End gibt.“ Helen Stone ist 17 Jahre alt und hat nur einen Wunsch: Filmkomponistin zu werden. Dafür muss sie jedoch erst einmal ihr letztes High-School-Jahr unbeschadet überstehen. Leider machen es ihr die fiesen Mädchen aus ihrer Jahrgangsstufe nicht gerade leicht. Als sie dann auch noch auf den heiß begehrten Ian Carter trifft, wird ihr Leben mächtig auf den Kopf gestellt. Je näher sich die beiden kommen, desto stärker sehen sie sich auch mit ihren eigenen Geheimnissen konfrontiert. Doch wie lange kann man die Wahrheit, vor dem geheim halten, den man liebt?
Meine Meinung:
Dieses Buch ist etwas ganz besonders. Helen und Ian fühlen sich zueinander hingezogen und haben dennoch mit ihren eigenen Dämonen und Geheimnissen zu kämpfen. Helen möchte auf keinen Fall in ihrer Schule auffallen, da sie von drei Mädchen in ihrer Klasse gemobbt wird. Eines Tages kreuzt sich ihr Weg öfters mit Ian, der sich gleich zu ihr hingezogen fühlt.
Helen ergeht es nicht anders, je öfters sie mit Ian zu tun hat, desto mehr fühlt sie sich sicher und geborgen bei ihm.
Die Geschichte baut sich sehr gut auf und wird spannend erzählt. Für mich kam das ganze sehr authentisch herüber, da es nicht nur immer Sonnenscheinwetter gab, sondern echte Gefühle dabei sind. Die beiden müssen sich gegenseitig, ihr Umfeld und ihre Vergangenheit verarbeiten und dennoch können sie nicht ohne miteinander sein. Immer wieder zieht es sie zueinander hin.
Eine große Unterstützung für die beiden sind ihre besten Freunde. Sie stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Ich konnte mich unglaublich gut in die Figuren hinein fühlen und musste auch immer wieder mal lachen und mit fiebern.
Die beiden entwickeln sich im Laufe des Buches weiter und als Leser beschäftigt einen die Geschichte, ob es zwischen den beiden nun klappt oder nicht.
Fazit:
Ein tolles Buch für Jugendliche oder junge Erwachsene. Das Thema Mobbing an der Schule wird angesprochen und gut aufgearbeitet. Den zweiten Band „Erinnerung (Stone-Carter-Story 2)“, sollte man auch unbedingt lesen. Darin wird die Geschichte der beiden fortgesetzt. - Walter Dean Myers
Scorpions
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenJamal Hicks lebt mit der alleinerziehenden Mutter und der nervigen kleinen Schwester in Harlem, einem abgehängten Stadtteil New Yorks in den 80er Jahren. Sein älterer Bruder Randy sitzt in Stormville im Knast und wird da auch nicht so bald rauskommen, Drogen (v.a. Crack) gibt es an jeder Ecke, und Jamal soll die Nachfolge Randys bei den Scorpions antreten, der Jugendgang, bei der Randy bis zu seiner Verhaftung der Chef war. Andere Bandenmitglieder zweifeln Jamals Führungsqualitäten an, v.a. wegen seines geringen Alters, und bald kommt er in den Besitz einer Schußwaffe, was ihm nur Ärger einhandeln wird. Ein authentischer Blick auf eine Familie aus ärmlichen Verhältnissen, die sich nur so durchschlagen kann, und wo die Mutter bemüht ist, alles am Laufen zu halten. Als gegen Ende des Buchs die Bandenmitglieder Indian und Angel Jamals Anführerschaft in Frage stellen, wirds noch mal richtig spannend.
- Patrick Burow
Justiz am Abgrund: Ein Richter klagt an
(17)Aktuelle Rezension von: Jeanette_LubeDieses Buch erschien 2018 im Langen Müller Verlag und beinhaltet 193 Seiten.
"Ist der Rechtsstaat noch zu retten?"
"Volkes Stimme" verlangt in Zeiten der Angst und Unsicherheit nach kurzem Prozess und härteren Strafen. Strafrichter Patrick Burow zeigt aber auf, dass die Justiz tatsächlich ihren Beitrag zur inneren Sicherheit gar nicht mehr leisten kann. Freigesprochene Mörder, lasche Strafen und verschleppte Prozesse zeigen, dass der Rechtsstaat sich in einer Krise befindet. Dabei steht die Justiz im Zentrum aktueller gesellschaftlicher Debatten.
Der Autor schreibt sehr persönlich über die Kuscheljustiz, krasse Fehlurteile und Deals hinter verschlossenen Türen und legt mit seiner brisanten Bestandsaufnahme den Finger in zahlreiche Wunden. Er zeigt klar und deutlich, was sich ändern muss.
Der Autor Patrick Burow hat hier ohne irgendetwas zu verschönern aufgezeigt, wie es derzeit um die deutsche Justiz steht. Der Schreibstil ist sehr gut verständlich. Mich persönlich hat dieses Buch betroffen gemacht. Ich hätte nicht gedacht, dass es auch in der Justiz wie in vielen anderen Bereichen nur noch um Zahlen und Zeitlimits geht. Ist doch gerade da jeder Fall einzeln zu betrachten und nicht durch vorgeschriebene Zeiten zu bearbeiten. Also, wenn ich jetzt vorhätte, Richter zu werden oder anderweitig in der Justiz zu arbeiten, und ich hätte dieses Buch gelesen, würde mir die Lust auf solch eine Arbeit wirklich vergehen. Schonungslos zeigt er die Missstände auf und hat ja auch Vorschläge, was sich ändern müsste. Doch was ändert es, wenn das nicht passiert? Ich hoffe sehr, dass sich in nächster Zeit auch aufgrund dieses Buch so einiges ändern wird, denn sonst kann man ja nicht mal mehr an die Justiz glauben. Wenn man sich schon überlegt, wie Opfer leiden und die Täter dann ziemlich oft nicht einmal richtig bestraft werden, da keine Zeit vorhanden ist...
Ein Buch zum Nachdenken...























