Bücher mit dem Tag "jugendstil"
19 Bücher
- Klaus Modick
Konzert ohne Dichter
(101)Aktuelle Rezension von: Emylia_dbWorpswede - die seit 1889 bekannte Künstlerkolonie am Teufelsmoor bei Bremen; berühmte Künstler lebten dort auf dem "Barkenhoff"
( Vogeler, Rilke, Macksensen, die Modersohn´s )
Viele befreundete Künstler gingen ein und aus. Oft ein fragiles Zusammenleben.
Der Autor führt in eine Welt von geschichtlicher Information und das Verhalten der Protagonisten. Teils treue Gefährten, teils eifersüchtig, aber auch diszipliniert und unterstützend.
Häuslicher Streit, oft Geldsorgen, Leidenschaften, Trennungen, große Gefühle.
Die Frauen lebten natürlich unter dem gleichen Dach.
Ein wirklich sehr spannender Einblick in die Welt und die Intrigen der damals sehr bekannten Künstlerkolonie.
- Aimee Agresti
Die Erleuchtete - Das Dunkel der Seele
(95)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerTitel: Das Dunkel der Seele
Autor: Aimee Agresti
Reihe: Die Erleuchtete
Verlag: Goldmann Verlag
Gerne: Jugend|Fantasy
Seitenanzahl: 572
Ich schlug das Buch zu und ließ es fallen, als hätte es mich gebissen. Dann krocvh ich in eine Ecke des Bettes und lehnte mich dort so weit wie möglich von diesem Ding an die Wand. Ich hatte mir das Buch doch vorher ganz genau angesehen. Diese vollgeschriebenen Seiten konnte ich gar nicht übersehen haben, das war unmöglich. Vorsichtig streckte ich die Hand danach aus und zog es an einer spitzen Ecke zu mir herüber. Langsam schlug ich es auf und blätterte dann das weiße Vorsatzpapier um. Auf der nächsten Seite fand ich diese Worte geschrieben:
~Sei stark, Himmelsbotin~
//s.108//
Klappentext:
Ein altes Luxushotel, ein dunkler Pakt und eine fast unlösbare Aufgabe für die junge Haven Terry Sie weiß nicht, woher sie kommt oder wer ihre Eltern sind, denn sie wurde einst ohne Erinnerungen am Straßenrand gefunden. Doch nun führt Haven ein behütetes Teenager-Leben, bis sie ein Praktikum im besten Hotel Chicagos antritt. Haven ist tief beeindruckt von der glamourösen Chefin Aurelia und deren atemberaubendem Assistent Lucian. Sie genießt die luxuriöse Atmosphäre ebenso wie Lucians zunehmende Aufmerksamkeiten. Bis sie merkt, dass sich hinter Aurelias schönem Äußeren eine finstere Seele verbirgt und dass ihre Chefin einen grausamen Plan verfolgt. Doch zum Glück steckt auch in Haven mehr, als ihre Widersacherin ahnt.
Cover:
Einerseits finde ich das Cover wirklich sehr schön, weil die Schrift des Titels wirklich magisch wirkt & es eben zur Story passt.
Andererseits finde ich es doch irgendwie etwas labgweilig...das Mädchen, aus deren Rücken ein Paar Flügel angedeutet wird...naja...da hätte man sich etwas Besseres einfallen lassen können.
Meine Meinung:
Dieses Buch lag schon echt lange auf meinem SuB und erst durch die LB Themenchallange konnte ich mich endlich dazu aufraffen, es zu lesen.
Insgesamt fand ich das Buch echt gut, weil es nach und nach eine Magie entwickelt, die mich begeisterte.
Aber der Anfang gefiel mir gar nicht.
Irgendwie fiel es mir wirklich schwer, mich in das Buch zu finden. Es war nett, aber ich mochte es nicht, dachte soagr ans Abbrechen.
Naja...ich zog es aber weiter durch und wurde mit einer spannenden und mysteriösen Story belohnt, die doch einige Überraschungen bereit hielt.
Das letzte Viertel ist auch ausschlaggebend für meine Bewertung.
Ich fand es wirklich sehr spannend und die Geheimnise, die offenbart wurden, faszinierten mich.
Die Charaktere mochte ich allesamt, egal ob gut oder böse...oder dazwischen !
Ich fand sie wirklich sehr symphatisch und kein Stück klischeehaft...
Interesant fand ich es, dass mein bei einigen Charakteren nicht wusste, auf welcher Seite sie nun standen..bei dem einen oder anderen war dies sogar bis zum Schluss nicht erkennbar.
Haven mochte ich wirklich sehr. Mir gefiel ihre neugierige Art, wie sie auf die Leute zuging und nicht locker ließ.
Apropo Klischees....das gefiel mir auch wirklich sehr gut...die Story hatte zwar ein, zwei typische Klischees, aber insgesamt war sie doch herrlich klischeefrei !
Der Schreibstil war mir teils doch etwas zu anstregend...aber gesamt gesehen doch ganz okay.
Pro:
- authentische & symphatische Charaktere
- spannendes Thema
- so gut wie keine Klischees
Kontra:
- sehr langatmiger Anfang
- hätte etwas kürzer sein können
Fortsetzung ?:
Ja !
Bewertung:
Nach einem recht schwierigen Start fand ich es doch echt spannend und magisch.
Von mir gibt es:
4 von 5 Sterne
- Marjorie Liu
Monstress
(51)Aktuelle Rezension von: Ellaa_Meine Meinung:
•Achtung! Es handelt sich hierbei um einen Comic. Bei Monstress: Das Erwachen um den Auftakt einer Reihe.• Es war soweit! Mein erster Comic den ich gelesen habe. :3 Und ich bin wirklich zufrieden mit meiner Wahl. :) Tatsächlich war ich zunächst skeptisch- wird es mir gefallen mehr Bilder als Text vor mir zu haben? Werde ich das Ganze überhaupt verstehen? Aber ich habe mir, typisch Frau wie ich bin, eindeutig zu viele Gedanken gemacht. Die Illustrationen sind hervorragend und die Geschichte sehr spannend und recht gut nachvollziehbar, obwohl noch einiges offen bleibt. :) Eine klare Leseempfehlung. ♡
Cover & Gestaltung: Das Cover des Buches hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. :) Man erkennt hier schon, dass es ein wenig in die Steampunk Richtung geht. Zunächst einmal ist das Cover recht düster gehalten worden- der Hintergrund besteht aus einem matten Schwarzton. Was sich davor hervorhebt sieht aus wie eine riesige altertümliche Säule in Gold. Dutzende Ornamente und Verschnörkelungen sind zu sehen, aber auch etwas das aussieht wie ein Mensch in Rüstung und irgendwie auch Federn und Stoßdämpfer. Es ist schwer zu beschreiben, wenn man den Inhalt des Buches noch nicht kennt. :) Vor diesem wahnsinnig imposanten Werk, steht eine junge Frau- Maika. :) Der Hauptcharakter dieses Buches. Sie hat seidigschwarze, lange Haare und das Gesicht einer Elfe- von dem man sich allerdings nicht ablenken lassen sollte. ;) Zudem trägt sie ein wundervolles weißes Gewandt, welches ebenfalls reichlich verziert ist. Ihre linke Hand allerdings ist etwas besonderes.. Sie scheint aus Holz zu sein! Kommen wir kurz zu den Illustrationen des Buches. Diese waren wirklich ein Traum! Und so gut gemacht. *-* Egal ob Steampunk oder Horror. Hier kommt jeder auf seine Kosten, wenn man auch sagen muss, das einige Abbildungen wirklich sehr brutal waren. Es fließt viel Blut.. Wer das nicht so gerne mag, sollte hiervon besser die Finger lassen. Es gibt jedoch auch schöne und bewegende Momente.. :) Das müsst ihr selbst unbedingt einmal gesehen haben. ♡ Die meisten Abbildungen sind jedoch wirklich etwas düster.. Regen aber sehr zum Nachdenken an!
Idee: Die Idee des Comics fande ich wirklich hochinteressant! Eine Fantasywelt die tatsächlich nicht so leicht zu schlucken ist, wie andere.. Denn auch Experimente der abscheulichsten Art.. Hunger & Tod.. Und das nackte Überleben haben hier zentrale Themen besetzt. Und boten viele Gänsehautmomente.. Aber kommen wir zunächst zu den Basics. In dieser Welt existieren fünf Rassen: Die Ubasti (Katzen), Arkane (Halbblute zwischen Menschen und Altertümlichen), die Menschen, die alten Götter und die Altertümlichen. Die Altertümlichen sind aufgeteilt in zwei Höfe: Den der Abenddämmerung und den der Morgendämmerung. Mehr weiß man von ihnen aber auch nicht recht. Außerdem treffen wir immer wieder auf so genannte Cumaea- Nonnenhexen. Das sind Menschen, meist Frauen mit mentalen Kräften.. Die brutal Arkane jagen. Insgesamt kann man schon sagen, dass es hier auch um einen Krieg zwischen Menschen und Arkane geht. Und die Menschen schlachten sie völlig emotionslos ab und entlocken ihnen Lilium. Ein Serum welches der Verjüngung dient und ihre Kräfte verstärkt. Wir begleiten in dieser Geschichte Maika. Eine Arkane in Menschengestalt. Die meisten Arkane sind deutlich als Arkane durch ihr Aussehen gekennzeichnet. Manche haben Schuppen, Tierohren oder Schwänze.. Da gibt es allerlei ganz besondere Kombination. *-* Ich fande sie richtig knufflig, gerade wenn sie klein sind. :) Obwohl ihre Kräfte erstaunlich und nicht zu unterschätzen sind. Durch die Berührung einer sehr alten Maske, schlummert nun auch noch ein Monster in Maika. Ein Monster das ihr sehr lästig ist, blutrünstig.. Ihr aber auch gute Tipps gibt. Ich vermute es handelt sich dabei um einen alten Gott, denn von diesen haben wir tatsächlich noch keine weiteren Informationen erhalten.. Auch was es nun entgültig mit den Masken auf sich hat, bleibt ein angeschnittenes Rätsel.. Nur das Maika damit ein riesiges Kreuz auf den Rücken hat und alle sie jagen, ist deutlich geworden. Maika kämpft jedoch nicht nur um ihr Überleben- sie hat auch ein altes Bild bei sich und sucht nach einer Frau, die ihr mehr antworten geben kann- zu ihrer Mutter. Maika selbst kann man als überaus taff, manchmal ungeschont ehrlich (und fluchend!) beschreiben, die ihr Ziel direkt vor Augen hat und alles unternimmt um es zu erreichen. Dennoch ist sie irgendwie liebenswert, denn ein kleines Fuchsmädchen (Arkane) begleitet sie und darauf passt sie auch sehr auf. :) Tatsächlich hatte ich zunächst meine Schwierigkeiten mit der Story, denn sehr viele Dinge werden erst ganz zum Schluss aufgeklärt und fehlten mir die Story über. Ich bin halt gerne ein Informationsmensch. ^^ Vor allem die Rasse der Katzen fande ich sehr interessant! Auch wenn es scheint, dass die Katzen scheinbar überall mitmischen und keine festen Seiten haben. Tuya z.B. ist eine gute und alte Freundin von Maika, hat sie aber nicht begleitet im ersten Band. Ich bin gespannt, ob man etwas mehr über Tuya im zweiten Band erfährt. Man weiß nur das die beiden zusammen in einem Lager waren.. zusammen gehungert haben.. Und das Maika sehr oft an sie denkt und ihre Gedanken gezielt an sie richtet. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den zweiten Band und hoffe meine Fragen werden dann entgültig beantwortet werden. ♡
Mein Fazit: Ich vergebe herzliche 4,3 Sternchen. Die Illustrationen waren wirklich hervorragend und trafen vollkommen meinen Geschmack. ♡ Nur mit dem Inhalt hatte ich tatsächlich die ein oder andere Schwierigkeit, aber ein Glück wurde das ein oder andere Fragezeichen in meinem Kopf doch noch am Ende beantwortet. :) Allerdings erhoffe ich mir im Folgeband doch noch etwas mehr input, denn vieles bleibt nach wie vor offen! Mein Endfazit: Das wird nicht mein letzter Comic gewesen sein! ♡ Ich liebe die wundervollen Illustrationen in der Kombination aus Horror, Fantasy und Steampunk wirklich sehr. Genau der richtige Einstiegscomic für mich. :)
- Ole R. Börgdahl
Morgentod
(26)Aktuelle Rezension von: Kiki77„Morgentod“ von Ole R. Borgdahl ist ein Hamburg-Krimi, und der zweite Fall des Ermittlerteams um Kurt Bruckner, der als Kriminaloberkommissar bei der Hamburger Polizei arbeitet, sowie Tillman Halls, der eine Vergangenheit beim FBI in Quantico hat.
In einer Villa wird die Hauswirtschafterin erschossen. Wer hat ein Interesse am Tod der Frau, das klären Bruckner und Halls. Dabei stoßen sie auf einige Unklarheiten in der Vergangenheit der Toten, sowie beim Hausherren. Als es dann noch um eine Kindesentführung geht, wird deutlich, wer die Frau aus dem Weg haben will.
Das Buch liest sich flüssig und die Spannung steigt immer weiter an. Für den zweiten Teil des Ermittler-Duos gebe ich gerne 3,5 Sterne.
- Nora Rath-Hodann
KLIMT - erzählt für Kinder
(17)Aktuelle Rezension von: EmiliAnaWer die Reihe "Julie geht ins Museum" schon kennt, begegnet ihm nun wieder, dem neugierigen und lebhaften kleinen Mädchen, das in vorliegendem Büchlein mit Hilfe und unter der dozentenhaften Anleitung ihrer Mutter den österreichischen Jugendstilmaler Gustav Klimt kennenlernt.Für andere Leser mag "Klimt" eine erste Begegnung mit Julie und ihrer Mutter sein - aber trotz des oft sehr altklug daherkommenden Mädchens sicherlich nicht die letzte!
Die liebevoll geschriebene und gestaltete kleine Biographie des großen Wiener Malers, dessen Bilder heutzutage auf dem Kunstmarkt Rekordpreise erzielen und nach dem im Jahre 2007 sogar der Asteroid "Klimt" benannt wurde, dessen Leben inzwischen vielfach verfilmt wurde und der zu den international wohl bekanntesten Malern und nicht nur des Jugendstils gehört, beschreibt sowohl in verständlichen Schritten sein Leben als auch seine berühmtesten Bilder und zum Teil auch deren Entstehungsgeschichte.All das ist durchaus kindgerecht gemacht, aber auch für in Kunstdingen nicht allzu bewanderte Erwachsene kann es interessant sein, einen ersten Einblick in Kunst und Leben des 1862 geborenen und 1918 gestorbenen Malers, der darüberhinaus auch über ein außergewöhnliches Zeichentalent verfügte, zu erhalten. Und dies durch Julies Augen, deren offener und unverstellter Blick, wie er wohl nur Kindern eigen ist, einen ganz anderen und recht interessanten Blickwinkel eröffnet. Wobei ich sie schon gelegentlich ein wenig nervig fand und die Mutter obendrein, speziell dann, wenn beide ein Thema - Kunst - auf eine Weise diskutierten, wie man sie eher zwischen Erwachsenen findet als zwischen Eltern und Kindern.So staunt Julie, stets brennend interessiert und nie gelangweilt, immer wieder aufs Neue, als sie nicht nur die Bilder des Malers betrachtet, sondern dabei auch Wissenswertes, Erstaunliches und gelegentlich auch für sie Unverständliches über sein Leben, seine Zeit und die Menschen, die seinen Weg begleiteten, erfährt.Als Julie dann endlich, endlich im Museum als Höhepunkt der mütterlichen Erklärungen, an kleine Vorlesungen erinnernd, Klimts wohl bekanntestes Werk "Der Kuss" sehen darf, ist ihr Glück vollkommen - und der Leser staunt über dieses ungewöhnliche Mädchen....
Im Anhang des Büchleins finden sich im übrigen neben einer Zeittafel mit den wichtigsten Daten zu Klimts Leben die Abbildungen aller Werke, die im Laufe der Erzählung Erwähnung finden.Somit bleiben keine Wünsche offen, weder für Julie nebst Mutter noch für den Leser, ob er denn jung oder alt ist. Und - so mancher mag jetzt selber neugierig geworden sein und noch mehr wissen wollen über den Maler, der die Frauen liebte und von ihnen ihrerseits glühend verehrt wurde, was allerdings kein Thema in dem kleinen Büchlein ist - klugerweise, denn es hätte auch die vorwitzige, oberschlaue Julie überfordert - und der einer der umstrittensten, aber auch beliebtesten Künstlern seiner Zeit war. Und da hat Klein-Julie recht - seine "goldenen" Werke in Natura und in aller Lebensgröße zu bewundern lohnt sich allemal...
- Gustav Meyrink
Das Wachsfigurenkabinett (PE mit 5 Ex.)
(1)Aktuelle Rezension von: glasratz(Die Rezension wurde eigentlich zur Ausgabe von 1908 verfasst, die gibt es aber auf dieser Seite nicht)
Ich habe mir dieses Buch einmal für ein paar Groschen in der Erstausgabe (mit Feuerschäden) aus einem Antiquariat besorgt und recht zügig gelesen. Es ist schwierig das Werk zu bewerten, denn "seltsame Geschichten" trifft den Nagel sehr gut auf den Kopf.
Es ist ein Frühwerk Meyrinks von 1908 und bei weitem nicht so ausgefeilt und tiefgründig wie etwa "Der Golem", der nur fünf Jahre später erschien, oder "Fledermäuse" (mein persönlicher Favorit). Im Gegensatz zu diesen späteren Geschichten handelt es sich auch nicht im eigentlichen Sinne um unheimliche Geschichten. Nur zwei sind wirklich Gruselliteratur, so dass sie in dem Werk richtig fehl am Platz erscheinen - aber was heißt das in so einem Buch schon. Der Autor hat klar nach dem Prinzip, kein Prinzip außer dem Hass auf Militarismus zu haben geschrieben. Es sind fast ausnahmslos Satiren auf die damalige Gesellschaft, deren "moderne" Spleens, überbordenden Nationalismus und, allem voran, Militarismus. Ja, fast alles Kurzgeschichten kritisieren sehr plakativ die damalige kaiserliche Armee und die allgemeine Begeisterung dieser gegenüber. Dies kann entweder von Beginn an sehr deutlich klar sein, oder als abschließende Pointe im Schlusssatz einer ansonsten unheimlichen Erzählung serviert werden.Eine der Geschichten ist besonders dahingehend interessant, dass sie eine Persiflage auf das Genre des kosmischen Horrors zu sein scheint. Dort versucht eine dunkler Kult aus Gelehrten in einer Sternwarte eine dunkle Macht aus dem All zu beschwören. Die Existenz dieses Stückes stellt eine interessante Problematik auf: Gemeinhin gilt H. P. Lovecraft als Erfinder des kosmischen Horrors. Nun dürfte dieser aber 1908 im deutschsprachigen Raum vollständig unbekannt gewesen sein. Wenn aber in diesem Jahr bereits eine Veräppelung dieses Subgenres in Deutschland veröffentlicht wurde, dann kann das nur heißen, dass es zu diesem Zeitpunkt bereits nicht nur bekannt, sondern auch schon recht abgenudelt sein musste. Es drängt sich damit der Schluss auf, dass Lovecrafts Einfluss auf seine zeitgenössische Literatur überschätzt wird. In diesem Zusammenhang ist auch die Illustration zu der Geschichte "Die Pflanzen des Dr. Cinderella" zu beachten.
Insgesamt sind die Geschichten sehr ungewöhnlich und auch ein geübter Leser von unheimlicher Literatur, ja vielleicht sogar einer, der die späteren Werke Meyrinks kennt, wird mitunter überrascht werden. Das Buch ist seltsam, von vorne bis hinten, auch wenn es nicht immer gut ist. Unterhaltsam ist es trotz der heute eventuell schwierig verständlichen Gesellschaftskritik. Dem Kenner würde ich allerdings eine illustrierte Originalausgabe empfehlen, zumal diese auch preislich ähnlich liegen dürfte, wie diese Neuauflage.
- Maria Rennhofer
Koloman Moser
(1)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisKoloman Moser wird gerne von seinen Zeitgenossen und Künstlerkollegen als „Tausendkünstler“ (© Hermann Bahr) bezeichnet.
Wer ist er nun, der Universalkünstler, der als Handwerker, Maler, Designer, Architekt, Grafiker und Gelehrter in die Geschichte einging?
Geboren 1868 als Sohn des Hausverwalters Josef Moser am renommierten Nobelgymnasium Theresianum und seiner Gemahlin Therese in Wien, lernt er bald in den schuleigenen Werkstätten verschiedene Handwerke kennen. Nach Willen des Vaters, soll er einen kaufmännischen Beruf ergreifen. Doch Koloman besucht die Gewerbeschule und nimmt heimlich Zeichenunterricht. Dass die Eltern die Entscheidung ihres Sohnes akzeptieren ist sowohl für den jungen Mann, als auch für die Nachwelt von großer Bedeutung.
Er studiert an der Kunstakademie und begegnet 1895 Gustav Klimt. Mit ihm und anderen Künstlern gründet er u.a. die Secession. Damit scheint der Weg vorgezeichnet. Er schreibt und illustriert die Zeitschrift „Ver Sacrum“.
Ab 1899 (bis zu seinem Tod 1918) ist er Professor an der Kunstgewerbefachschule.
Sein Talent Möbel und Gebrauchsgegenstände zu designen führt 1903 zur Gründung der „Wiener Werkstätten“. Gemeinsam mit Josef Hoffmann versucht er entwerfende Kunst und ausführendes Handwerk unter einen Hut zu bringen. Der Perfektionismus, der den Künstler anhängt, lässt die Handwerker verzweifeln und ist letztlich einer der Gründe, warum die „Wiener Werkstätten“ mehrmals am Rand des Konkurses stehen. Die Vereinigung wird 1932 aufgelöst werden.
Die Möbel, Raumausstattungen, Alltagsgegenstände und Entwürfe für Möbelstoffe, die während diese Zeit entstehen sind natürlich nichts für den einfachen Haushalt. Der größte Teil dieser Gegenstände wird vom reichen, häufig jüdischen Großbürgertum in Auftrag gegeben. So zählen Berta Zuckerkandl und ihre Freunde zu den Kunden der „Wiener Werkstätte“.
1905 heiratet Kolo Moser Editha Mautner von Markhof, die Tochter des reichen Brauereibesitzers und Essigfabrikanten. Mit dieser Heirat öffnen sich für ihn weitere Türen zur reichen Wiener Gesellschaft. Eine Türe geht zu: Weil er wegen Editha vom katholischen Glauben zum evangelischen konvertiert, werden seine Entwürfe zur Ausstattung von Otto Wagners Kirche am Steinhof von der katholischen Kirche abgelehnt. Es folgt der Abbruch der Arbeiten und in weiterer Folge der Austritt aus den „Wiener Werkstätten“.
Nun widmet sich der Künstler wieder der Malerei. Außerdem entwirft eine Briefmarkenserie zum 60-jährigen Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Josef. Auch Entwürfe für neue Banknoten und Theaterausstattungen fallen in diese Zeit.
Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs entwirft er noch Kriegsmarken.
Im Jahre 1916 bricht bei Kolo Moser Kehlkopfkrebs aus, dem er am 18.10.1918 erliegt.
Meine Meinung:
Ein durch und durch gelungenes Buch, das im Format DIN A4 im Verlag Christian Brandstätter erschienen ist. Es enthält 375 teils farbige Abbildungen, die einen Querschnitt von Kolo Mosers Werk zeigen. Selbst das Vorsatzblatt ist ein Entwurf des Künstlers. Besonders gut haben mir die Schmuckstücke, die er entworfen hat, gefallen.
In acht Kapiteln, die nicht immer chronologisch geordnet sind, sondern den entsprechenden Etappen des Kunstschaffens untergeordnet sind, bringt uns Autorin Maria Rennhofer diesen vielseitigen Künstler näher. Diese acht Kapitel sind:
1. Einführung
2. Jugend und Ausbildung
3. Die Wiener Secession
4. Die Wiener Werkstätte
5. Die Kunstgewerbeschule
6. Der Tausendkünstler
7. Die Malerei
8. Später Nachruhm
Daher muss man ein bisschen beim Lesen achtgeben oder sich vorab schon mit Kolo Moser beschäftigen. Der Vorname Koloman ist der ungarischen Herkunft seiner Mutter geschuldet. Das „man“ legt er bald ab und firmiert als „Kolo Moser“.
Kolo Moser ist ein Kind seiner Zeit, ein Kind des Fin de Siècle. Wie viele seiner Zeitgenossen, ist er nicht nur in einer Kunstrichtung etwa der Malerei oder dem Design verpflichtet, nein er versucht sich in vielen Künsten. Seine Vielseitigkeit hat natürlich zur Folge, dass in den einzelnen Sparten andere besser sind oder einfach nur bekannter. Bei vielen Entwürfen für die „Wiener Werkstätte“ ist nicht ganz klar, ob sie von ihm oder von Josef Hoffmann sind.
Doch Moser kümmern Äußerlichkeiten wie Ruhm und Ehre nicht sehr. Viel wichtiger ist ihm, seine Ideen zu verwirklichen. Sein Netzwerk ist weit verzweigt und die Heirat mit Editha Mautner von Markhof hat sicherlich nicht geschadet, Geldgeber bzw. Käufer für seine Werke zu finden.
Er ist einer der ersten, der Brand Identity einführt, der eine Firma durchstylt: Vom Logo über Briefpapier und Ausstellungsräumen - alles trägt eine, seine Handschrift.
Kolo Moser zählt zu den großen Künstlern des Jugendstils. Er scheut sich nicht, ihm Teamwork mit anderen großen Zeitgenossen wie Otto Wagner oder Gustav Klimt zu arbeiten.
Mit Otto Wagner und Gustav Klimt hat er übrigens das Todesjahr gemeinsam.
Fazit:
Eine informative Biografie, die mit einem schönen Querschnitt des Werkes von Kolo Moser hinterlegt ist. Gerne gebe ich dafür 5 Sterne.
- Oskar Kokoschka
Die träumenden Knaben und Der weiße Tiertöter
(1)Aktuelle Rezension von: buchwanderer„… und wieder fiel ich hin und träumte“ (S.33)
Zum Inhalt:
Im Band 1170 der Insel-Bücherei findet der Leser Oskar Kokoschkas Erstlingsdichtung „Die träumenden Knaben“, entstanden 1907/08 mit einer Widmung an Gustav Klimt. Der anschließende, ebenfalls in diesem Buch enthaltene Text „Der weiße Tiertöter“ , entstand 1908 und wurde erstmals 1918 in der Zeitschrift »Das Kunstblatt« publiziert.
Der Ausgangspunkt für das Werk war der Auftrag der „Wiener Werkstätte“ an den Maler und Grafiker ein Kinderbuch zu kreieren. In einer überaus bildhaften, teils sprunghaften und metaphernlastigen Poetik setzt sich Kokoschka mit Themen wie Jugendliebe, Fernweh, dem Beengt-Sein durch Gewohntes und der Ambivalenz des jungen Menschen zwischen Kindsein und Erwachsenwerden auseinander. Die DNB-Mediengeschichte schreibt dazu: „Die träumenden Knabenenthält einen Prolog und sieben Träume, die farbintensiven Lithografien kennzeichnen den Übergang vom Jugendstil zum Expressionismus. Das Buch gilt als der Beginn des Expressionismus in Wien. Es zählt heute zu den wichtigen illustrierten Werken des 20. Jahrhunderts.“ 1)Fazit:
Man kann die Lyrik dieses Bandes nicht unbedingt als leicht verständlich bezeichnen, sie eröffnet dem Leser jedoch einen neuen Gesichtspunkt, einen streiflichthaften Einblick in das frühe Schaffen Oskar Kokoschkas. Aus meiner ganz persönlichen Sicht sind jedoch die malerischen Aspekte der Ausgabe die sehenswerteren und allein aus diesem Ansatz heraus kann das Buch jedem Kunstinteressierten empfohlen werden – zumal hier die acht Farblithografien und zwei schwarz-weiß Illustrationen nach den Originalen erstmals wieder veröffentlicht sind.
Zum Buch:
Als Kenner der Insel-Bücher Bände ist man ohnehin eine sehr hohe Qualität von buchbinderischer Handwerkskunst, Drucktechnik und Typografie gewohnt. Dieser Band setzt mit seinem matt gestrichenen alterungsbeständigem Bedruckstoff, einem ungemein akkuraten und farbkräftigen Druck, sowie eine sauberen Buchbindung noch eins drauf. Typografisch findet die schlichte Schrift Frutiger 55 Verwendung. Ein in sich sehr stimmiger Band der den hohen bibliophilen Ansprüchen der Reihe gerecht wird.
1.) DNB-Mediengeschichte Quelle - Margret Greiner
Margaret Stonborough-Wittgenstein
(14)Aktuelle Rezension von: BuchgespenstMargaret wurde in eine Zeit geboren, die voller Umbrüche war. Aufgewachsen im Wohlstand bekam sie eine exzellente Ausbildung und ging ihren Weg durchs Leben äußerst erfolgreich. Sie wirkte als Bauherrin, Intellektuelle und Salonière. Ihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit hilft ihr, zwei Weltkriege, Flucht und Inflationen zu überstehen.
Die Biografie von Margaret Stonborough-Wittgenstein erzählt so viel mehr als nur das Leben einer beeindruckenden Frau der Wiener Moderne. Es ist ein Zeitgemälde das von 1882 bis 1958 reicht. Ihre Eltern und ihre Geschwister, einschließlich Ludwig Wittgenstein, werden genauso gezeichnet wie ihr späterer Ehemann und ihr Sohn. Das umfangreiche Fotomaterial führt dem Leser jede Persönlichkeit und die Zeit immer wieder vor Augen. Die Biografie ist so mitreißend wie ein Roman. Immer weiter taucht man in das Leben Margarets ein, durchlebt die Höhen und Tiefen und stößt immer wieder auf bekannte Gesichter – so zum Beispiel Gustav Klimt oder auch Siegmund Freud, bei dessen Flucht vor den Nationalsozialisten Margaret eine maßgeblich Rolle spielte.
Ein großartiges Leseerlebnis!
- Mona Horncastle
Gustav Klimt
(2)Aktuelle Rezension von: seschatGustav Klimt (1862-1918) war das enfant terrible der österreichischen Kunstszene zu Beginn des 20. Jh.s. Seine aufwändigen, farbigen Gemälde sind bis heute in aller Munde. Doch welche Person steckte hinter dem Künstler? Die ausgewiesenen Klimtkenner Mona Horncastle und Alfred Weidinger haben mit ihrer Biografie versucht, Klimt fernab der vorherrschenden Mainstreamklischees abzubilden - und das ist ihnen auch vortrefflich gelungen. Das 320-seitige Werk gibt nicht nur spannende Einblicke in Klimts Kindheit und spätere Künstlerkarriere, sondern auch in seine Denkmodelle und Prägungen sowie in sein vielschichtiges Œuvre. Neben dem allgemeinverständlichen Sprachstil besticht die vorliegende Biografie ebenso durch ihr edles Design; reiche Bebilderung inklusive. Originalquellen, d. h. vor allem Fotos von Klimt und dessen Malereien, wurden an passender Stelle mit eingebunden. Mir hat es besonders gefallen, dass Gustav Klimts eigenwilliger wie freiheitlicher Lebenswandel respektvoll betrachtet wurde. Er lebte für die Kunst um der Ästhetik willen, liebte und schätzte das Weibliche und setzte sich in patriarchalischer Zeit für Emanzipation ein. Mit seiner Unangepasstheit und seinem liberalen Denken war er seiner Zeit eindeutig voraus.
FAZITEine spannend zu lesende Biografie, die sowohl dem Privatmenschen als auch dem Künstler gerecht wird. - Susanne Goga
Glasgow Girls
(40)Aktuelle Rezension von: nirak03
Olivia ist ein Mädchen, welches in ärmlichen Verhältnissen in Glasgow aufgewachsen ist. Ihr großer Traum wäre es, eine Künstlerin zu werden, aber im ausgehenden 19. Jahrhundert scheint dieser Wunsch unerfüllbar zu sein. Doch dann bekommt sie völlig unerwartet die Chance, auf der berühmten School of Art zu studieren und sich ihren Traum erfüllen zu können. Allerdings hat sie nicht damit gerechnet, dass es auch hier Intrigen und Verrat geben könnte. Für Olivia beginnt ein Weg, der nicht immer ganz einfach ist.
Die eigentliche Protagonistin in dieser Geschichte ist natürlich Olivia. Ihr Traum von einem Leben als Künstlerin steht im Mittelpunkt. Geschildert wird aber auch, wie sich das Leben in der Künstlerszene in Glasgow gestaltet hat. Gerade die School of Art, die im ausgehenden 19. Jahrhundert eine bekannte Schule in Europa war, hat interessante Details zu bieten. Zu sagen, ich würde mich in der Kunst dieser Epoche auskennen, wäre übertrieben, da ich eigentlich gar keine Ahnung von Kunst habe, aber trotzdem hat mich diese Geschichte gut unterhalten.
Spannend fand ich, welche Dinge schon in dieser Zeit gelehrt wurden. Nicht nur malen und zeichnen waren wichtig, auch sticken und sogar Handwerksarbeiten mit Metall und Stein wurden beschrieben. Ich fand es sehr interessant davon zu lesen und somit auch einiges Neues zu erfahren. Olivia ist ein Mädchen aus armen Verhältnissen, sie bekommt aber trotzdem die Chance, an dieser Schule zu studieren. Ihren Weg dahin und die Hilfen, die sie erhalten hat, klingen fast wie aus einem Märchen, aber ein talentiertes junges Mädchen zu unterstützen dürfte wohl zu jeder Zeit möglich gewesen sein. Ich habe die Schilderungen, wie und von wem Olivia Hilfe bekam, als glaubwürdig und möglich empfunden.
Das Leben von Olivia wird dabei anschaulich geschildert. Ihre Probleme mit der Schule und vor allem mit dem Leben im Alltag fügen sich nahtlos in den historischen Hintergrund. Ihre Beziehung zu den anderen Mitschülern und namhaften Künstler dieser Zeit werden glaubhaft geschildert. Auch ihre Beziehung und Liebe zu einem Künstlerkollegen fand ich angenehm. Die Liebesgeschichte ist dabei aber nicht zu dominant und die junge Frau kann ihren eigenen Weg finden, ohne sich zu verlieren.
Kunststile werden erläutert und auch die Lebensweise der Charaktere werden so erzählt, dass sie glaubhaft und gleichzeitig auch berührend waren. Vor allem die Welt der Frauen und wie schwer es für sie war, ein Studium dieser Art und ihren Lebensunterhalt zu verdienen, zusammenzubringen, ist Teil dieser wunderbaren Geschichte.
Ein Nachwort und ein Personenregister der historisch belegten Protagonisten runden das Buch ab.
Fazit:
„Glasgow Girls“ aus der Feder von Susanne Goga hat mich mitgenommen auf eine Reise in die Welt der Kunst um 19hundert. Protagonisten wie Olivia und Gabriel machen die Geschichte zu einem echten Lesevergnügen. Die Autorin hat es geschickt verstanden, die Welt der Kunst in dieser Epoche mit dem Leben der Menschen zu verbinden. Sie erzählt spannend von den Frauenbildern und Moralvorstellungen dieser Zeit.
- Janina Sattler
OsteoCarbon. Life is a Story - story.one
(4)Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregalDer Schreibstil ist flüssig und ich bin schnell in die Geschichte gekommen. Das Buch besitzt ein gutes Maß zwischen Informationen und Gefühlen.
Daniel ist mir sofort ans Herz gewachsen und ich habe in ihm andere Personen aus meinem realen Leben wiedererkannt. Er hat die Diagnose Knochenkrebs. Aber für die Autorin steht nicht seine Krankheit im Vordergrund, sondern seine Interessen und sein Lebensgefühl. Als Leser:in begleitet man Daniel durch Höhen und Tiefen und durch sehr bewegende Momente mit seiner Krebserkrankung und ihren Folgen.
Das Buch zeigt auch Schwächen im deutschen System auf. Das prägendsten Beispiel ist die Krankenkasse die Hilfsmittel ablehnt. Ich habe während meines Studiums so viele ähnliche Fälle kennen gelernt und manchmal kann man einfach nur den Kopf schütteln.
Toll fand ich den Aspekt von Sport und Inklusionssport in der Handlung. Für Daniel ist Sport ein Dreh und Angelpunkt und ich fand es toll, dass er seinen Fokus nie verliert.
Das Buch war für mich sehr emotional, da ich einige sehr ähnliche Fälle kenne. Ich habe die rund 70 Seiten am Stück gelesen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen.
Neben der Lebensgeschichte von Daniel hat die Autorin passendes Material dem Buch hinzugefügt.
Von mir kriegt das Buch 5 von 5 Sterne und ich hoffe, dass der ein oder andere sich das Buch zu Herzen nimmt und mal Abseits seines:ihres Genres liest.
- Valérie Mettais
KLIMT: Meisterwerke in einer hochwertigen Leporelloausgabe in Leinenbindung im Schmuckschuber (Kunst-Leporello, Band 5)
(8)Aktuelle Rezension von: StillesenWerke des Künstlers Gustav Klimt sind wohl jedem schon mal auf die eine oder andere Art begegnet. Gerade die berühmte Werke wie „Der Kuss“ oder „Der Lebensbaum“ sind Motive, die nicht nur bei mir die Wand im Wohnzimmer verschönern. Obwohl ich seinen Stil sehr mag, kannte auch ich nicht alle seiner Bilder und so habe ich mich sehr gefreut, dass Prestel einen Schmuckschuber mit seinen Werken und mit Hintergrundwissen dazu veröffentlicht hat.
Die Geschenkbox enthält ein hochwertig gearbeitetes Leporello in Leinenbindung, das ausgeklappt 16 Meter misst und mit zahlreichen (auch weniger bekannten) Werken Klimts bestückt ist. Die berühmtesten Werke sind mit ihren vergrößerten Details auch mehrfach enthalten und können auf verschiedene Arten betrachtet werden, ganzheitlich und fokussiert.
Das Leporello ist einseitig bedruckt und man kann problemlos durch die ziehharmonikaartige Faltung blättern. Das sollte man wirklich vorsichtig machen, denn das Papier könnte sonst schnell Knicke davontragen — und das wäre wirklich schade. Wer die Möglichkeit hat, kann die 16 Meter auch ausgefaltet als Gesamtkunstwerk drapieren. Oder man klappt immer wieder ein anderes Bild auf und hat so einen sehr abwechslungsreichen Bilderrahmen im Regal.
In dem goldenen Schuber ist außerdem ein separates Booklet mit Erklärungen zu den einzelnen Bildern und zum Werdegang des Künstlers enthalten. Sowohl der Schuber als auch das Leporello sind eine Zierde für jedes Bücherregal!
Eine Empfehlung für Kunstinteressierte und Klimt-Fans. Ich vergebe 5/5 Sternen!
- Henny Arland
Und Wien leuchtete
(12)Aktuelle Rezension von: AnnettSAnfangs erhalten wir hier einen Einblick in die feine Wiener Gesellschaft und über bekannte Frauen, die diese Stadt geprägt haben. Zu ihnen gehörten auch Anna Sacher, Emilie Flöge und Helene Stein-Kleiner. Als plötzlich die Berliner Journalistin, Elisabeth Wimmer im Hotel Sacher aufgetaucht, ist das alles andere als erfreulich für diese drei Damen. Was wollte sie hier? Obwohl ihnen Elisabeth zu verstehen gibt, das sie über die Wiener Gesellschaft, aus der Sichtweise einer Frau berichten möchte, bekommen sie es jetzt langsam mit der Angst zu tun. Hatten doch alle drei hier ihre ganz eigenen Geheimnisse, die nicht an die Öffentlichkeit geraten sollen. Aber auch Elisabeth, hat ihre ganz eigenen Beweggründe.
Die Autorin nimmt die Leser hier mit in das historische Wien der 1920er-Jahre. Damals war es wohl ehr an der Tagesordnung, das Männer das Sagen hatten. Es kam zu vielen Ungerechtigkeiten, die nur selten ans Tageslicht kamen. Nur selten kam es zum Prozess.
Häppchenweise präsentiert uns die Autorin, die Geheimnisse dieser drei Frauen. Anfangs verängstigt, das ihre Geheimnisse ans Tageslicht kommen, fassen sie im Laufe der Handlung den Mut, sich gegen diese Ungerechtigkeiten zu wehren. Der Schreibstil ist fließend und die Handlung interessant, gerade zum ende hin steigt die Spannung nochmals.
Diesen Roman empfehle ich sehr gerne weiter. Es ist einmal was ganz anderes und wir begegnen hier einigen bedeutenden Personen die es damals gab.
- Alexander Braun
Winsor McCays Little Nemo – Gesamtausgabe
(1)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderWas habe ich als Kind die Träume von Little Nemo geliebt. Ich wollte einmal so fantastisch träumen und so in eine Welt eintauchen wie er es tat. Was da zustande kam, dass war einfach so genial, dass ich es auch haben wollte. Heute finde ich die Geschichten und vor allem immer noch toll und die Träume sind echt fantastisch, aber es gibt noch so viel mehr. Die Ideen die dahinter stecken und die grandiosen Bilder, Details und auch aus Sicht von Design. Ein echtes Meisterwerk und hier ein Schatz in der Gesamtausgabe. Man kann so viel finden und es lohnt sich echt, jedes Bild einzeln anzuschauen. Als Kind geliebt, heute Details erkannt.
- Norbert Wolf
Jugendstil
(2)Aktuelle Rezension von: Haihappen_UhahaDas Cover ist schon typisch für den Jugendstil und doch ziemlich schlicht dafür, aber sehr ansprechend. Die goldene Typografie sticht heraus und spiegelt natürlich durch das Gold den Inhalt wieder.
Das Buch besteht natürlich nicht nur aus wunderschönen Bildern und deren Erklärungen, man findet viele Hintergrundinformationen zur damaligen Zeit, Entstehungsgeschichte der Bilder und die politischen Auswirungen der Künste. Das i-Tüpfelchen der Bildberschreibungen war, dass immer dabei steht wo das Kunstwerk sich zur Zeit befindet. Wenn man einiges also gerne "LIVE" betrachten möchte, kann man genau nachlesen "Wo".
Es ist in acht Abschnitte unterteilt:
1. Stil & Annäherung
2. Stilfragen
3. Die Physiognomie des Stils
4. Präludien
5. Aufbruch Allerorten
6. Bild- Systeme
7. Jugendstil & Avantgarde
8. Resümee & Ausblick
Kapitel 5 hat mir besonders gut gefallen, da die Kunstwerke in Orte wie "Spanien", "Frankreich", "Deutschland" uvm. unterteilt ist. Barcelona wird wohl eins meiner nächsten Urlaubsorte werden, bei all den tollen Häusern und Kunstwerken, die dort zu finden sind.
Die Infos zu Alfons Mucha und Gustav Klimt, sowie deren Bilder waren für mich am Interessantesten und Schönsten. Das Buch ist einfach wunderschön. Ein gewaltiger Bildband mit vielen geschichtlichen Infos und glamourösen Bildern. Wirklich lesenswert!
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