Bücher mit dem Tag "jugendwahn"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "jugendwahn" gekennzeichnet haben.

21 Bücher

  1. Cover des Buches Generation Doof (ISBN: 9783404605965)
    Stefan Bonner

    Generation Doof

     (659)
    Aktuelle Rezension von: hannaxp

    Ich hab das Buch “Generation Doof” sehr sehr lange vor mir her geschoben und war auch nicht wirklich positiv überrascht. Der Schreibstil ist ziemlich langweilig und zieht sich sehr in die Länge, was ich persönlich nicht sehr gut fand. Am Anfang musste ich ab und zu mal lachen, aber danach wurde es irgendwie immer “schlechter”. Ich gebe dem Buch trotzdem 3 Sterne, weil der Gedanke für dieses Buch eigentlich sehr gut und kreativ war und es sich trotzdem mit einem wichtigem Thema befasst. 

  2. Cover des Buches Neuland (ISBN: 9783499630880)
    Ildikó von Kürthy

    Neuland

     (56)
    Aktuelle Rezension von: MelLila

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war total lustig und stellenweise habe ich mich selbst wieder erkannt. Mit den guten Vorsätzen fürs nächste Jahr und dem, was man dann wirklich auch umsetzt und einhält. Die Autorin stürzt sich häufig in neue, kurzfristige und zumal völlig überteuerte Abenteuer, um sich neu zu erfinden, mit sehr unterschiedlichen Resultaten. Das Krasseste fand ich tatsächlich die Haarstory und das Föhnen! Und wie sie erzählt, wie viel Arbeit das macht, schön auszusehen und wie weit die Kluft ist, wenn man es nicht selbst kann - ich sag nur Haare wie Schnürsenkel... ich will aber nicht zu viel verraten. Leider sind viele der von ihr ausprobierten Kurse und Anwendungen vollkommen außerhalb meiner finanziellen Möglichkeiten, vor allem in der Kürze der Zeit und der Menge. Oder vielleicht ist es mir persönlich das auch einfach nur nicht wert. Jedenfalls war ich dadurch manchmal etwas "entfernt" von ihr, habe aber trotzdem herzhaft gelacht. Kurzweilig, sehr unterhaltsam geschrieben! Und am Ende nimmt sie ja doch einiges mit.

  3. Cover des Buches Ich hatte mich jünger in Erinnerung (ISBN: 9783426789278)
    Monika Bittl

    Ich hatte mich jünger in Erinnerung

     (43)
    Aktuelle Rezension von: sunplantsky

    Das Buch „Ich hatte mich jünger in Erinnerung“ ist eine Sammlung von mehreren kurzen Erzählungen aus dem Leben der beiden Autorinnen und wie sie mit dem Alter (vermeintlich „alten“ Alter) umgehen. Diese Erzählungen sind humorvoll gestaltet und lassen sich einfach und flüssig lesen. Dabei ist „Hintergrundwissen“ gefragt. Deshalb empfehle ich das Buch auch nur für Frauen ab 40 Jahren.

  4. Cover des Buches Das Methusalem-Komplott (ISBN: 9783896673107)
    Frank Schirrmacher

    Das Methusalem-Komplott

     (26)
    Aktuelle Rezension von: lissi91
    Frank Schirrmacher erzählt im Buch 'Das Methusalem-Komplott' von der Gefahr die vom Altern unserer Gesellschaft ausgeht. Welche Veränderungen es im Sozialsystem geben wird, in unserem Weltbild und im internationalen Kontext. Das die Erkenntnisse daraus uns in den nächsten Jahren mit solch einer Wucht treffen wird, die mit den Weltkriegen vergleichbar ist.

    Anfangs ist das Buch noch sehr leicht zu verstehen und interessant. Man kann es nachvollziehen. Allerdings fängt es im Verlauf an sich zu wiederholen. Immer und immer wieder geht es um dasselbe, nur in abgewandelter Form, mit unterschiedlichen Beispielen. Schnell versteht man worauf der Autor hinauswill und doch las es sich ab der Mitte recht zäh.
    Hervorzuheben sind die vielen Merkkästchen, ähnlich wie in einem Lexikon, womit das Wichtigste zusammengefasst wurde.

    Ich habe vor einer Zeit das Buch 'Minimum' von Frank Schirrmacher gelesen, wo auf dieses Thema schon Bezug genommen wurde. Daher kannte ich einige Sachen schon. Ich denke wenn ich 'Das Methusalem-Komplott' zuerst gelesen hätte, wäre es mir leichter gefallen.
  5. Cover des Buches Jesabel (ISBN: 9783866045255)
    Irène Némirovsky

    Jesabel

     (5)
    Aktuelle Rezension von: tedesca
    Irène Némirovsky beschreibt das Leben einer Frau, die ihre eigenen Bedürfnisse über die aller anderen stellt, sogar die ihrer Tochter. Das Altwerden ist für sie die größte Bedrohung im Leben, keine andere Sorge trübt ihr egoistisches Leben, das sich im Grunde durch eine endlose Monotonie auszeichnet, bis ihr letztendlich ihre Eitelkeit zum Verhängnis wird. Die Erzählung an sich finde ich wirklich toll, ein sehr einfühlsames Psychogramm, das gerade heutzutage wieder an Bedeutung gewinnt, wenn man sich den allgemein herrschenden Jugendwahn ansieht. Leider inszeniert aber Frau Ecker, die ich als Schauspielerin durchaus schätze, das Ganze zum Trauerspiel. Viel zu getragen, viel zu langsam, zu langweilig liest sie fast schon monoton und nimmt damit der Geschichte das Leben. Ich musste mich wirklich zusammenreissen, um das Hörbuch nicht abzuschalten und durch das gedruckte Werk zu ersetzen. Frau Ecker hat eine schöne Stimme, kein Zeifel, aber sie betont vieles falsch und hat offensichtlich viele der stark emotionalen Dialoge nicht verstanden, denn sie konzentriert sich ausschließlich auf eine burgtheatergemäße Betonung, ohne auf die Emotionen der Protagonisten wirklich einzugehen. Schade! Das Buch hätte Besseres verdient, daher nur 2 Sterne für das Hörbuch und 4 für die Geschichte an sich.
  6. Cover des Buches Fitte Bilder (ISBN: 9783830334132)
    Wolfgang Kleinert

    Fitte Bilder

     (1)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick


    Im Jahr 1991 haben elf Karikaturisten und zwei Journalisten den Verein Cartoonfabrik gegründet, um mit Ausstellungen auch an ungewöhnlichen Orten Cartoons und Karikaturen zu fördern. Bislang haben sie über 200 Ausstellungen organisiert.

    Seit 2008 veranstalten sie das Cartoonair am Meer im Ostseebad Prerow - ein deutschlandweit einzigartiges Karikaturen-Freiluftfestival mit thematischen Ausstellungen der besten Cartoonisten Deutschlands umrahmt von satirischen Abendveranstaltungen. In diesem Jahr findet vom 18.6. - 18.9. das 9. Cartoonair am Meer statt.
    Das Motto lautet in diesem Sommer FITTE BILDER - Cartoons zum Wohlfühlen.

    Das vorliegende Buch aus dem Lappan Verlag dokumentiert die besten Bilder und gibt einen repräsentativen Einblick in die deutschen Cartoonistenszene. Witzig, originell, schräg und unkorrekt nehmen die Künstler den Fitnesswahn Körperkult und andere angeblich gesunde Dinge aufs zeichnerische Korn.

  7. Cover des Buches Yoga Bitch (ISBN: 9783868822038)
    Danijela Pilic

    Yoga Bitch

     (11)
    Aktuelle Rezension von: cadishacat
    Selten habe ich so einen herrlichen Ratgeber gelesen! Dieses Buch ist nicht nur ein solcher, nein, es ist ein sehr anschaulich und lustig beschriebener Leitfaden dafür, wie Frau es schaffen kann, sich selbst in einen optimalen Ist-Zustand zu bringen. Die Autorin, früher leidenschaftliche Yoga-Gegnerin und stolze Trägerin eines T-Shirts mit der Aufschrift "Fuck Yoga", wurde dank eines Hexenschusses und der wiederholten Ermahnung von Ärzten und Freunden ("Du musst was für deinen Rücken tun.") wiederwillig dazu überredet, es wenigstens mal mit diesem Om-Quatsch zu versuchen......und erlebte ihr blaues Wunder. Nach der ersten Stunde und dem ersten Yoga-High kommt schnell die Erkenntnis, dass man ausser für seinen Körper auch noch etwas für sein Aussehen tun müsste. Ach was, etwas. Alles, was geht! Die Krähenfüsse stören, die Cellulite sowieso, die Zähne könnten weisser und vor allem gerader sein und Hilfe! ist da etwa das erste graue Haar?? So also wurde die Autorin im zarten Alter von 34 Jahren zur Yoga Bitch, einer Frau, die ständig auf der Jagd nach dem perfekten Aussehen für sich selber ist. Was absolut in Stress ausarten kann. Neben der kurzweiligen Geschichte der Autorin erfährt man auch noch viel wissenswertes über die Geschichte des Yoga und andere schönheitsfördernde Maßnahmen des 21. Jahrhunderts. War ich mir vorher nicht so ganz schlüssig, ob ich es vielleicht auch mal mit Yoga probieren sollte, bin ich mir nach der Lektüre dieses Buches absolut sicher: Ich MUSS das machen! Unbedingt!!!!
  8. Cover des Buches In fremder Haut (ISBN: 9783463404479)
    Hanif Kureishi

    In fremder Haut

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Der britische Schriftsteller Hanif Kureishi war beim Erscheinen des Romans erst 49 Jahre alt, also noch nicht in dem Alter, in dem man mit großer Sorge dem altersbedingten Verfall ins Auge sieht. Aber doch denk ein Leser immer an ein Alter Ego, wenn die Hauptfigur eines Romans Schriftsteller ist. In diesem Fall ist es Adam, der durchaus Probleme mit dem Altwerden hat. Und als ihm das Angebot gemacht wird, sein Gehirn in einen wesentlich jüngeren Körper zu verpflanzen - erstmal zu Testzwecken für ein halbes Jahr - überlegt er nicht lange und begibt sich in dieses Experiment. Dafür nimmt er sich ein halbes Jahr Auszeit und erklärt seiner Frau, er will eine Reise machen. Er sucht sich den jungen Körper eines Schwulen aus (was er vorher jedoch nicht weiß) und schon allein diese Tatsache birgt einige Komplikationen in seinem neuen Leben. Sein alter Körper wird solange für ihn aufbewahrt, bis er sich entschließt, für immer im neuen Leben zu bleiben oder nach dem halben Jahr wieder zurückkehren möchte. Anfangs fühlt sich Adam großartig, genießt sein neues Leben, macht Dinge, der er noch nie gemacht hat oder schon lange nicht mehr machen konnte. Da er gut aussieht, fliegen ihm die Sympathien zu und er gerät regelrecht in einen Rausch. Er reist viel, doch bald schon ist sein Geld aufgebraucht, welches eigentlich sechs Monate reichen sollte. Nun muss er Geld verdienen und läßt sich sogar herab, als Boyfriend eines älteren Gönners zu fungieren. Die negativen Erlebnisse häufen sich und Adam überlegt bereits, seinen "Neukörper" früher wieder abzugeben. Aber er begegnet auch anderen Menschen, die ihren alten Körper gegen einen jungen getauscht haben und so langsam fragt Adam sich, woher diese jungen Körper alle kommen und was wohl passiert, wenn der kleine etablierte Kreis größer und größer wird und plötzlich viel mehr "Frischfleisch" benötigt wird. Dann gerät er selbst in die Situation, dass sein gutaussehender, gesunder Körper Begehrlichkeiten bei potentiellen Anwärtern weckt und so sieht er sich mit einem Mal einer Verfolgung auf seinen Neukörper ausgesetzt, der nur in seinem Tod enden kann. Kureishi beschäftigt sich in diesem Roman mit aktuellen Fragen des Alters, dem Jugend- und Schönheitswahn und wie weit die Medizin ethisch wohl gehen würde. Allerdings hat mich der Roman nicht vollständig überzeugt, trotz eines tollen Themas ist die Umsetzung nicht vollkommen gelungen. Kureishi springt zu sehr zwischen den Erlebnissen Adams ohne wirklichen Zusammenhang. Im einen Absatz ist er noch im Drogenrausch, im nächsten bereits wieder auf einer Reise. Diese Aneinanderreihung wirkt etwas willkürlich und soll wohl die Möglichkeiten einer solchen Verwandlung aufzeigen. Jedoch bleibt die Hauptperson dadurch im ganzen Buch blass und unausgegoren. Also kann man lesen - muss man aber nicht.
  9. Cover des Buches Centum Night (ISBN: 9783945035177)
    Lou Timisono

    Centum Night

     (18)
    Aktuelle Rezension von: AnnRoseStyle

    Inhalt:

    Macht ist alles, was zählt.
     Mehr und mehr Länder schließen sich der Coastal Alliance an. Der Beitritt eines Landes verhilft der dortigen Elite zu einem Luxusrefugium, während die verarmte Bevölkerung in einer vom Verbrechen beherrschten Crime Zone leben muss.
    Zwischen diesen Territorien befindet sich eine Hochsicherheitszone, deren Bewohner in monotoner Bedürfnislosigkeit gehalten werden. Wünsche nach emotionaler Nähe und sexuelles Verlangen werden auf hohem technologischen Niveau kontrolliert abgebaut. Hier, in Solocity, gibt es keine Gewalt.
    Da geschieht das Undenkbare. In Solocity beginnt eine rätselhafte Mordserie. Agent Eddie Bellefleur erhält bei seinen Ermittlungen Hinweise auf ein weitgespanntes Netz aus Verrat und verborgenen Leidenschaften, das bis in die Spitze des Regimes reicht.
    Die tabulose Abrechnung mit einer von unstillbarem Machthunger, ausufernder Gewalt und emotionaler Verkümmerung geprägten Gesellschaft - eine Orwellsche Vision für das 21. Jahrhundert.

    Meine Meinung:

    Das Cover zu "Centum Night" ist nicht gerade das Beste und hätte ich nicht gewusst, dass es ein Verlagsbuch ist, hätte ich gesagt, dass es ein Indie Buch ist, weil man bei dem Cover an manchen Stellen sehr gut erkennen kann, das es bearbeitet wurde. Von den Farben her ist das Cover ganz angenehm gehalten und es passt auch zum Buch, auch wenn sich die Flammen erst ganz zum Schluss erklären.
    Der Einstieg in das Buch war grauenhaft. Ich musste alleine auf der ersten Seite des Buches 9 Mal in das Glossar am Ende des Buches gucken. Und das hat sich durch das gesamte Buch gezogen. Ich habe das Glossar nicht auswendig gelernt, was ich hätte machen müssen, um das gesamte Buch problemlos zu verstehen. Das hat mich sehr genervt, da ich einfach nur lesen wollte und nicht zwischendrin noch fast 20 Seiten Begriffe lernen wollte. Die Autorin hat in einem Interview zwar erklärt, warum sie das getan hat, allerdings habe ich das Interview erst nach dem Lesen des Buches gelesen, und war somit trotzdem genervt.
    Diese unklaren Begriffe haben im Verlauf des Buches den Lesefluss sehr gestört und waren einer der Gründe, warum das Buch auch stockend war und warum ich nicht gut in das Buch hinein gekommen bin und das Buch auch nicht in einen Rutsch lesen konnte.
    Dabei hat allerdings auch genervt, dass es ganze Sätze auf Französisch gab, die nirgends übersetzt wurde und die ich somit von Franzosen oder im Internet übersetzten musste.
    Bei den Charakteren hat mich genervt, dass es so viele Figuren und so viele Perspektiven gibt. 2 Perspektiven sind gut, 3 sind auch noch in Ordnung, alles dadrüber nervt mich allerdings.
    Dadurch, dass so viele Figuren in dem Buch existiert haben, konnte ich mit den Figuren nicht mitfühlen. Ich konnte selbst nach über der Hälfte des Buches mit keinen Charakter mitfühlen und war auch nicht entsetzt oder geschockt, wenn irgendetwas Schlimmes passiert ist.
    Ich konnte keine emotionale Bindung aufbauen und ich habe auch während des Lesens keine Gefühle für das Buch oder deren Charaktere gehabt.
    Ich konnte mir auch leider durch die sehr vielen Charaktere, Namen und deren Beschreibungen nicht merken wer wer ist und auf welcher Seite er steht. Es waren wirklich zu viele, zu komplexe Figuren.
    Die Handlung war auch nicht wirklich besser. Durch die vielen Charaktere gab es auch viele verschiedene Handlungsstränge, sodass ich irgendwann "gezwungen" war, mir aufzuschreiben wer was macht und wer alles involviert ist, weil ich sonst den Überblick verloren hätte. Ich lese Bücher nicht, um mir dabei Notizen machen zu müssen, sondern um abzuschalten und um meine Finger mal etwas auszuruhen von vielen Schreiben.
    Diese vielen und komplexen Handlungsstränge haben das Buch schwer zu verstehen gemacht und ich wollte das Buch gerne abbrechen.
    Viele Handlungsabläufe waren für mich zu wenig beschrieben und auch nicht nachvollziehbar.
    Beschreibungen von allem gab es in dem Buch für mich fast immer zu wenig, oder es wurden Dinge die ich schon nach 2 Sätzen verstanden habe noch eine halbe Seite lang erklärt.
    Die Idee von einer solchen Welt, wie sie in dem Buch zu finden ist finde ich zwar nicht schlecht, aber sie wurde mir zu wenig erklärt. Ich habe selbst nach Abschluss des Buches nicht verstanden, warum die Welt von "Centum Night" so ist, wie sie ist.
    Der Schreibstil der Autorin hat mir auch nicht wirklich gefallen. Ein paar Elemente, die mir nicht gefallen haben, habe ich schon erwähnt, wie zum Beispiel die vielen Fremdwörter und zum Teil fehlenden Beschreibungen.
    Eine Sache, die es mir auch schwer gemacht hat, das Buch zu lesen, war der stockende, Kaugummi-Ähnliche Schreibstil der Autorin. Kennt ihr das Gefühl ganz viele Seiten gelesen zu haben und dann nur zwei Seiten weiter zu sein? Das Gefühl hatte ich leider das ganze Buch über.
    Das alles hat dazu geführt, dass ich mich eher durch das Buch gequält habe, als das ich das Lesen genossen habe.

    Mein Fazit:

    Trotz einer guten Idee war das Buch leider gar nicht mein Fall. Ich gebe dem Buch trotzdem noch 2 Rosen, weil ich viel Potenzial für die weitere Reihe sehe.   

  10. Cover des Buches V2: Hamburg Rain 2084 (ISBN: 9783426437476)
    Claudia Pietschmann

    V2: Hamburg Rain 2084

     (34)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    Der Juggernaut Ruiz kämpft sich durch sein armseliges Leben und der Unterwelt. Als er endlich seiner Lebensweise überdrüssig ist und sein Kampf mit dem Tod des Gegners endet, muss er fliehen. Aber wohin?

    Auf der Flucht hilft ihm die schöne Helena, die ihre Schönheit Dr. Golding verkauft und sich und Ruiz in Freiheit wähnt.

    Doch Freiheit hat für Menschen, die im Hamburg im Jahre 2084 leben nicht immer die gleiche Bedeutung. Die Stadt ist schon lange geflutet und dank immenser Bauten findet selbst die ärmsten der Armen noch eine scheinbar gute Unterkunft

    Das Leben ist allerdings strengstens hierarchisch aufgebaut, Armut zu Armut, eine dünne Mittelschicht und ganz oben, nah der Sonne, dort wohnen natürlich die Reichen.

    Ein Aufstieg in eine höhere Ebene ist schier unmöglich und einzig Helena scheint daran zu glauben, dass sie mit ihrer Gesundheit sich einen weiteren Aufstieg und ein normales Leben mit dem ehemaligen Flüchtlig Ruiz erkaufen kann…

    Ein dramatisches Endzeitepos, welches als sechsteilige Staffel noch einiges an Storys zu bieten hat.
  11. Cover des Buches Dornteufel (ISBN: 9783404183395)
    Eva Almstädt

    Dornteufel

     (44)
    Aktuelle Rezension von: EvelynM

    „Dornteufel“ ist mein erstes Buch von Eva Almstädt, auch wenn ich schon öfter ihre Ostseekrimis im Blick hatte. Dies ist nun ein Thriller von ihr und ich war sehr neugierig darauf.

    Der hermetisch abgeriegelte Konzern Almond Serail in Indien scheint ein großes Geheimnis zu verbergen. Dies bekommt Julia Bruck, die als Ingenieurin für die Klimaanlage auf dem riesigen Gelände des Unternehmens zuständig ist, bereits bei ihrer Anreise zu spüren. Ihr Vorgänger ist auf ungeklärte Weise verschwunden und Pläne der Anlagen scheinen nur unzureichend vorhanden zu sein. Dies macht Julia nicht nur misstrauisch, es schleicht sich bei ihr und beim Leser ein ungutes Gefühl ein. Was geht in dieser Firma vor, die Frauen ewig junge Haut verspricht und jede Menge Geheimnisse zu wahren scheint? 

    In New York ist der todkranke Cop Ryan Ferland derweil damit beschäftigt, den Selbstmord der jungen Moira aufzuklären. Er hatte noch versucht sie zu retten, was ihm nicht gelang. Während alle um ihn herum nicht hinter das tatsächliche Geschehen um die junge Frau mit der Haut einer alten Frau blicken wollen, macht Ferland es sich zur Aufgabe, dem mysteriösen Aussehen von Moira auf die Schliche zu kommen.

    Auf hoher See kämpft derweil Kamal mit einem weiteren Flüchtling in einem Container ums pure Überleben – ohne Essen und viel zu wenig Wasser. Sind die beiden tatsächlich auf dem Weg in die Freiheit?

    Auf der Buchrückseite wird der Thriller als mitreißend, international und erschreckend aktuell beschrieben. „Dornteufel“ ist tatsächlich erschreckend aktuell und man fragt sich die ganze Zeit, was dieser Kosmetikkonzern noch alles zu verbergen hat und wie es in der Realität aussieht? Kämpfen auch in Europa oder der ganzen Welt Konzerne mit solch drastischen Mittel um das hohe Ansehen und das große Geld? Vermutlich lautet erschreckenderweise die Antwort ja! 

    Eva Almstädt inszeniert ihren Thriller auf 3 Kontinenten und 4 Städten – von New York über Bihar bis Paris und Hamburg führt sie uns auf unterschiedliche Handlungsstränge. Die Themen sind so vielfältig wie die unterschiedlichen Charaktere der Geschichte: Korruption, geheime Forschungen, Flüchtlinge, Menschenhandel und eine unbedarfte deutsche Ingenieurin, einem neugierigen und zielstrebigen Journalisten, einem geheimnisvollen Sicherheitsbeamten samt todkrankem Cop. Die Sympathien für die Charaktere liegen bei mir bei Julia, die teils blauäugig, aber auch mutig agiert und bei Ryan Ferland, der ruppige, aber hartnäckige Cop, der einfach nicht loslassen kann. Mein Mitgefühl haben Kamal und Navid, die auf ein Leben in Freiheit hoffen und einen langen Weg vor sich haben. Eva Almstädt hat natürlich auch unbeliebte wenn nicht sogar verhasste Charaktere erschaffen und ihre Ideen im Thriller sind durchweg spannend. Leider fehlte mir bei der Umsetzung immer wieder die Spannung, die für mich zu spät einsetzte und auch ein paar Widersprüche bzw. nicht nachvollziehbare Wendungen und Auflösungen haben mich enttäuscht. Der Schreibstil gefiel mir allerdings gut und ich werde gerne einen ihrer Ostseekrimis lesen. Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und zum Ende hin mit einer Prise Spannung erreicht.

  12. Cover des Buches Der Tod in Venedig (ISBN: 9783844510744)
    Thomas Mann

    Der Tod in Venedig

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Thomas Mann hat nicht nur in seinen umfangreichen Romanen, sondern auch in seinen Erzählungen Weltliteratur geschrieben. Eine, die dabei besonders herausragt, ist die Geschichte des Dichters, der sich in die Lagunenstadt begibt, um sich selbst zu finden und sich dort in der Zuneigung zu einem jungen Mann, Tadzio, verliert.

  13. Cover des Buches Was Lebenskuenstler richtig machen – von Achtsamkeit bis Zufriedenheit (ISBN: 9783608290424)
    Harald Görlich

    Was Lebenskuenstler richtig machen – von Achtsamkeit bis Zufriedenheit

     (1)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly

    „Was Lebenskünstler richtig machen – Von Achtsamkeit bis Zufriedenheit“ von Prof. Dr. Harald Görlich. Was ist ein Lebenskünstler? Beherrscht er sein Repertoire des Lebens besonders gut oder spielt er seine Rolle nur gut? Gelingt ihm alles wie am Schnürchen oder gibt es auch bei ihm Tage, an denen er sich nicht aufs Drahtseil wagt oder zumindest sein Sicherrungsnetz benötigt? Nun, Harald Görlich verbindet mit dem Begriff Lebenskünstler, die, denen es gelingt „vital, ausgeglichen und rundum zufrieden zu bleiben“. Also habe ich mich auf die Lektüre seiner A-Z Sammlung eingelassen und es auch nicht bereut. Professor Dr. Görlich, der u.a. Systemischer Coach mich Schwerpunkt Gesundheitscoaching, Trainer für Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation sowie Mediator ist, gelingt die Thematisierung einer weiten Spannbreite, wie Achtsamkeit, Energie, Identität, Narzissmus oder Resilienz, um nur einige zu nennen. Dies bespricht er ohne erhobenen Zeigefinger, sondern viel mehr mit Herz und Verstand. Von A-Z werden die Themen mit einer Geschichte vorgestellt, mit Tatsachen, Refelxionen und Anregungen vertieft und einem abschließenden Aphorismus, Spruch oder einem Witz beendet. Der Ratschlag, die Themen nicht fließend zu lesen, sondern sich den Rubriken im Einzelnen zu öffnen und diese im persönlichen Verhalten zu reflektieren, ist mir nicht immer gelungen. Dies jedoch oftmals nur, weil die Lektüre aufschlussreich und interessant war. Lohnenswerte Lektüre!

  14. Cover des Buches Leider sehen wir uns gezwungen, Ihnen mitzuteilen . . . Sie sind gefeuert! (ISBN: 9783453870017)
    Graham Lord

    Leider sehen wir uns gezwungen, Ihnen mitzuteilen . . . Sie sind gefeuert!

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Einfach zum kringeln.
  15. Cover des Buches Das Bildnis des Dorian Gray (ISBN: B01B6CSZ52)
    Oscar Wilde

    Das Bildnis des Dorian Gray

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92
    Der Autor dieses Buches sollte jedem bekannt sein. Oscar Wilde. Ein Mann, der 1854 - 1900 lebte. In London in seiner Studienzeit als Dandy titulierte Jüngling, der aufgrund seiner Sprachgewandtheit zu einer kleinen Berühmtheit wurde. Als sein Roman " Das Bildnis des Dorian Gray" veröffentlicht wurde drehte sich jedoch das Blatt. Sehr zum Leidwesen des jungen Autors. Der Roman wurde zerrissen, verbannt und verpönt. Er war damals zu viel für das englische Volk. Die Homosexualität, die in dem Roman mehr oder weniger versteckt zu lesen war, die er auch öffentlich praktizierte, führte dann dazu, dass er sich vor Gericht wieder fand.

    Dieses Buch ist ein wahrhaftiger Klassiker und pure Kunst! Dieses Buch ist Kunst!

    Dorian Gray ist wunderschön. Makellos gar und gleicht einem Gott gesandten Engel. Mit seinen knapp zwanzig Jahren steht er eines Tages seinem Freund und Maler Basel Hallward als Modell. Dieser verliebt sich unsterblich in die Schönheit des Jünglings und verewigt sie in dieses eine Porträt. Zur gleichen Zeit tritt Henry Wotton auf die Bildfläche, der bis dato nicht versteht, wieso sein Freund seit einiger Zeit so zurückgezogen und in seine Kunst vertieft zu sein scheint. Als er auf Dorian trifft, ist auch er seiner Schönheit erlegen. Doch seine Naivität wird von Henry alsbald zerstört. So solle sich Dorian seiner Schönheit jetzt gewiss sein, denn schon bald sei sie verflogen. Nur durch seine Schönheit würden die Menschen ihn mögen. Für Dorian bricht die Welt auseinander. Er bedenkt die Worte Henrys und richtet sein Wort an sein Porträt. "Möge nicht ich, sondern mein Bildnis altern. Ich soll es sein, der immer fort schön und einzigartig bleiben soll..." Manchmal sollte man aufpassen, was man sich wünscht. Dorian altert nicht mehr. Doch sein Bildnis altert, zeigt all das Grauen, welches Dorian in die Welt setzt, mit seinem Egoismus, Mord, Hass, Eifersucht. Seine ganze Existenz beginnt sich von Schön in Hässlich zu wandeln und sein Bild ist das einzige, was dies zu zeigen vermag.


    Der Roman und die Vertonung! Ist wunderbar. So fesselnd, mitreißend und die ganze philosophische Sicht auf die Schönheit ist so wahr. Noch heute. Die Schönen Menschen, das sind die Guten. Wie könnten sie irgendjemandem Leid zufügen? Die Hässlichen sind schlecht und müssen sich in jeder Situation neu beweisen. Es ist noch heute häufig so! Das Grauen, welches von Wilde häufiger hier beschrieben wird, wird von den meisten Menschen nicht wahr genommen, weil es nicht sein darf. Das Bild, welches man sich gemacht hat, wird sonst getrübt und man stünde selber nicht mehr unbefleckt dar.

    Dieses Buch und vorallem dieses Hörbuch ist ein absolutes Muss! Ein Klassiker in seiner besten Form! Oscar Wilde ist mit diesem Roman ist seiner Zeit voraus!
  16. Cover des Buches Projekt Orphan (ISBN: 9783959672467)
    Gregg Hurwitz

    Projekt Orphan

     (122)
    Aktuelle Rezension von: mikemoma
    Evan Smoag, ein ehemaliger Orphan, ist auf seiner ganz eigenen Mission: denen zu helfen, die sonst keiner sieht!
    Mitten in einem Auftrag wird er zu seinem eigenen Fall. Evan wird entführt, von René, der sich seinen luxuriösen Lebensstandard und sein jugendliches Aussehen von vermeintlich reichen Menschen finanzieren lässt. Dazu werden sie entführt und gefoltert. Evan plant diverse Ausbrüche, um seinen eigentlichen Auftrag, ein junges Mädchen vor einem Menschenhändlerring zu schützen, doch noch erfolgreich abschließen zu können. Doch René lässt sich immer wieder neue Dinge einfallen, mit denen er Evan in "seinem Tal" in Maine halten kann. Kurz vor knapp kann Evan sich doch noch befreien. Nicht zuletzt mit Hilfe von seinem, bis dahin für tot gehaltenen, Freund und Mentor Jack.
    Die Spannung zieht sich durch das gesamte Buch, es gibt keine zähen Stellen und der Schreibstil ist sehr flüssig. Zum Ende hin ging es allerdings etwas schnell, so dass man denken könnte der Autor hatte keine Lust mehr weiter ins Detail zu gehen und möchte das Buch schnell fertigstellen.
    Trotzdem ich den ersten Teil der Reihe um Evan Smoag nicht gelesen habe, gab es für mich keine Probleme in die Geschichte rein zu finden.
    Nachdem ich das Buch beendet hatte, wurde sofort der erste Teil bestellt.
    Das Ende des Buches lässt auf eine weitere Fortsetzung hoffen!
    Für alle Thriller-Fans ein absolut lesenswertes Buch und sehr zu empfehlen.
  17. Cover des Buches Experiment Ewige Jugend (ISBN: 9783423708180)
    Margaret Peterson Haddix

    Experiment Ewige Jugend

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenwind
    Wie wäre es, wenn man den Bewohnern der Altenheime einfach eine Injektion verpassen könnte und sie würden wieder jung? Nicht auf einen Schlag, aber sie würden immer jünger? Jedes Jahr, das vergeht, läßt sie ein Jahr jünger werden! Bestechender Gedanke!

    Das ist das Szenario von "Experiment Ewige Jugend". Science-Fiction ist einfach ein tolles Konzept! Da kann man Dinge erdenken, die gar nicht so weit von der Wirklichkeit weg sind, die man sich wünscht, die man aber noch nicht umsetzen kann. Der Inhalt der Spritze fehlt uns noch, aber der Gedanke hat das gewisse Etwas.

    Und wie geht es dann weiter? Plötzlich ist es gar nicht mehr so toll. Natürlich nicht gleich, aber mit der Zeit. Margaret Peterson Haddix ist eine hervorragende Autorin, die die Gabe hat, ihre Plots realistisch und ansprechend zu gestalten, auch wenn der Hintergrund überhaupt nicht alltäglich ist. Spannend zu lesen, öffnet dieser Roman die Tür zu Gedanken, mit denen man nie gerechnet hätte!
  18. Cover des Buches Das Bildnis des Dorian Gray (ISBN: 9783962816490)
    Oscar Wilde

    Das Bildnis des Dorian Gray

     (1.831)
    Aktuelle Rezension von: Rosecarie

    Dieser Klassiker erzählt die Geschichte des besonders gutaussehenden jungen Mannes, Dorian Grey. Alle werden von seiner Schönheit magisch in den Bann gezogen. Das gilt auch für Basil Hallward, einem Künstler, welcher ihn sofort malen muss. Es ist ihm ein dringendes Bedürfnis. Lord Henry Wotton bemerkt, dass dieser junge Mann leicht zu beeinflussen ist und macht ihn auf die spaßigen Dinge der Welt aufmerksam und lässt ihn glauben, dass Moral nicht weiter von Bedeutung ist. Er bringt Dorian dazu zu denken, dass seine Schönheit das einzige ist, was von Relevanz ist. Erschrocken von dem Gedanken, seine Schönheit eines Tages zu verlieren, wünscht er sich, dass das von Basil gezeichnete Bild statt seiner älter und hässlicher wird. Seine Schönheit will er sich unbedingt bewahren. Als die Schauspielerin Sibyl Vane auftaucht, verliebt er sich sofort unsterblich. Und als diese Liebe zu Bruch geht, macht er eine erstaunliche Entdeckung.

    Die Geschichte hat sooo einen langen Vorlauf. Das Spannende und wirklich Relevante der Geschichte kommt erst richtig spät. Man kann so zwar die Welt, den Zeitgeist und die Charaktere sehr gut kennenlernen, es war aber doch sehr zäh...

    Was ich sehr gut fand, waren die beeindruckend wortgewandten Dialoge und der Sarkasmus, der sich durch die komplette Geschichte zieht. Ich musste ständig schmunzeln. Das war großartig :D Lord Henry haut einen philosophischen Spruch nach dem anderen raus und hat zu allem und jedem eine Meinung, und zwar sehr außergewöhnliche. Das hat mir so gut gefallen, auch wenn ich nicht immer mit ihm d'accord ging. Aber er bringt neue Perspektiven in die Geschichte und in eigene Denkmuster, er regt zum Nachdenken an. Auch wenn man am Ende zum Schluss gelangt, dass viele seiner Ansichten Blödsinn sind - man kommt ins Grübeln. Ich muss aber auch zugeben, dass mir das Gesagte manchmal einfach zu hoch war. Ich habe nicht alles verstanden... Der Kerl ist einfach zu intelligent für mich und rhetorisch richtig gut.

    Mit Ausnahme der Dialoge und dem satirischen Charakter der Geschichte, konnte ich mit dem Buch nicht so viel anfangen. Die Idee ist spannend und die Moral der Geschichte hat mir schon auch gefallen. Verbrechen zahlen sich nicht aus… aber insgesamt… hmm…

    Also ich bin mir ziemlich sicher, dass sich mir die größere Bedeutung dieser Geschichte nicht erschlossen hat. Es steckt bestimmt viel mehr dahinter, als ich erkennen konnte. Ich hab das Buch schlicht weg nicht verstanden. Habe deshalb jetzt auch schlimme Minderwertigkeitskomplexe :D Habe mich trotzdem ganz gut unterhalten gefühlt. 3 Sterne find ich angemessen ^^

  19. Cover des Buches Jesabel (ISBN: 9783641147297)
    Irène Némirovsky

    Jesabel

     (46)
    Aktuelle Rezension von: virginiestorm_autorin

    »O Marie-Thérèse, versprich mir, dass du mich an dem Tag, an dem du mich alt, wirklich alt siehst, im Schlaf töten wirst.«


    Paris in den 30ern, die immer noch attraktive, reiche Gladys Eysenach wird beschuldigt, einen jungen Mann erschossen zu haben.

    Der Roman beginnt mit dem Verhör der Angeklagten. Schnell sind sich die Zuschauer einig, dass der Ermordete Glayds’ Liebhaber gewesen sein muss. Denn sie brauchte die Bewunderung der Männer, wie die Luft zum Atmen.


    Irene Nemirovsky erzählt von der Jugend der Protagonistin, der alle Männer zu Füßen lagen. Sie beschreibt das Älterwerden und die damit aufkeimende Angst allein zu enden.


    »Im Grunde gibt es nur ein einziges Glück auf der Welt, nämlich die Jugend.«


    Glayds hat keine Arbeit, der sie nachgeht, sie betätigt sich nicht karitativ. Alle Befriedigung zieht sie aus den Blicken und Huldigungen der Männer. Selbst für ihre Tochter empfindet sie keine Zuneigung. Denn sie sieht diese als Konkurrentin. 


    Zum Ende des Buches löst sich das Rätsel, und wir erfahren warum Gladys den Mann erschossen hat. Doch vorher konfrontierte er sie mit sich selbst.


    Es war teilweise anstrengend, den weinerlichen Ausführungen der Protagonistin zu lauschen, die sich klein macht und um Anerkennung bettelt und nicht sieht, wie gut es ihr im Vergleich zu anderen geht. Die Figuren fand ich durchweg unsympathisch - oberflächlich, nur auf sich bedacht, Verantwortung von sich weisend.


    Die Autorin Irene Nemirovsky wuchs selbst in sehr behüteten und luxuriösen Verhältnissen auf. Ihre Eltern interessierten sich nicht für sie. Während der Russischen Revolution floh die Familie nach Paris. 1942 wurde Nemirovsky nach Auschwitz deportiert.

    Den vorliegenden Roman wurde 1936 veröffentlicht. Ich könnte mir vorstellen, dass die Autorin darin das Aufwachsen in der Oberschicht Russlands schildert, wenn nicht sogar in ihrer eigenen Familie.


    Heute, 80 Jahre später, lese ich aus diesem Roman die starke Abhängigkeit der Frauen von den Männern ab. Dazu erzogen, zu gefallen, ohne berufliche Tätigkeit, die Befriedigung schenkt, sinkt der Wert der Frau mit ihrer schwindenden Jugend. Des Weiteren wird ein Kulturwandel, die Frustration der jungen Menschen über fehlende Zukunftsperspektiven und die Macht des Geldes thematisiert.


    Für mich zeigt der Roman nur die dunkle Seite der Medaille: Neid, Rache, Ohnmacht, Sexismus, Doppelmoral. Alle sind ausnahmslos von der Schönheit fasziniert. Nur darf sie eine Frau nicht für sich nutzen, darf ihre Lust nicht ausleben, sonst wird sie als Verführerin, als Jesabel angesehen. So wie Isebel aus dem Alten Testament, die den falschen Gott anbetete und mit vielen Männern schlief. Die Männer im Roman dagegen wählten immer neue, immer jüngere Frauen, und wurden dafür nicht verurteilt.


    Ich frage mich, warum die Autorin nicht auch die helle Seite, die Konzentration auf etwas Dauerhaftes, die Unabhängigkeit von oberflächlicher Anerkennung und Vergnügen geschildert hat. Hat Nemirovsky diese selbst nicht gesehen, nicht erlebt?


    Eine Anklage, ohne Erlösung. 

    Der Roman hat mich persönlich wenig positiv berührt, da ich keine Identifikationsfiguren gefunden habe und auch das Thema sehr weit von meiner Lebenswelt entfernt ist. Bei den Protagonisten hat keine Erkenntnis, keine Weiterentwicklung stattgefunden.

    Ein tragisches Zeitdokument mit einem befriedigenden Spannungsbogen.  

  20. Cover des Buches Altwerden ist nichts für Feiglinge (ISBN: 9783442174195)
    Joachim Fuchsberger

    Altwerden ist nichts für Feiglinge

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Perle
    Klappentext:
    "Blacky" Fuchsberger zeigt, wie man würdevoll und mit einem Augenzwinkern alt werden kann

    Er ist bekannt und beliebt. Und er verfügt über mehr als achtzig Jahre Lebenserfahrung. Launig und charmant, nachdenklich, aber nie weinerlich, plaudert Joachim Fuchsberger über die Blüte seines Lebens und darüber, wie es sich anfühlt, wenn sie langsam dahinwelkt. Er empfiehlt, sich den Lebensabend nicht durch demographische Schwarzmalerei verderben zu lassen. Vor allem aber macht der große alte ;Mann des deutschen Unterhaltungsfilms seinen Altersgenossen (und auch allen anderen) Mut, locker mit diesem unvermeidlichen Vorgang umzugehen.

    "Ich stehe auf und hole mir die Zeitung, schlage zuerst die Todesanzeigen auf, lese sie aufmerksam durch - wenn ich nicht drinstehe, zieh ich mich an!" (Joachim Fuchsberger)

    Eigene Meinung:
    Dieses Buch entdeckte ich vor einiger Zeit in einem Öffentlichen Bücherschrank und musste es unbedingt mitnehmen, da ich schon immer ein großer Fan von ihm war. "Blacky" wie er liebevoll von seinem Publikum und Fans genannt wird, war und ist immer noch super!

    Joachim Fuchsber ist ein Multitalent. Er kann moderieren, Theater spielen und auch gut schreiben. Daher freute ich mich auf diesen Spiegel-Bestseller "Altwerden ist nichts für Feiglinge" sehr und begann  zu lesen, in nur drei Tagen war ich komplett durch. Schon auf den ersten Seiten musste ich schmunzeln, und hatte tatsächlich auf den 222 Seiten eine gute Unterhaltung. Er erzählt die Dinge und seine Erlebnisse der 60-80 Jahren, die er Gast auf Erden war, als wäre man Live dabei. Der schreibstil gefiel mir außerordentlich gut. Keine Schreibfehler drin, so soll ein Buch auch sein.

    Habe ihn leider nie persönlich kennengelernt. Schade! Hätte gerne etwas von seinem Leben mitbekommen. Leider ist er letztes Jahr im September im Alter von 87 1/2 verstorben. Da hat er wirklich ein stolzes Alter erreicht.

    Auf der letzten Seite dieses gelungenen Werkesvon Joachim "Blacky" Fuchsberger wird auf ein weiteres Buch von ihm hingewiesen. "Ich habe keine Angst vor der Zukunft", ganze 224 Seiten, welches mich jetzt sehr interessiert. 
  21. Cover des Buches Picture of Dorian Gray (ISBN: 9781407159157)
    Oscar Wilde

    Picture of Dorian Gray

     (320)
    Aktuelle Rezension von: lonelyThought

    "The picture of Dorian Gray" dürfte eine, wenn nicht die bekannteste Geschichte Oscar Wildes sein. Innerhalb seines Romans greift er vom Dandytum, über den Ästhetizismus und Hedonismus bishin zur Persönlichkeitsentwicklung und -struktur verschiedene Themen auf.

    Auch die Doppelgängermotivik wird an verschiedenen Stellen aufgegriffen und mit der Spaltung Dorians auf eine interessante Weise umgesetzt. Diese Spaltung kann man auch in Bezug auf die Persönlichkeitsentwicklung als ein Hauptthema ansehen. 

    Anfangs ein Wunsch - vermutlich aus "jugendlichem Leichtsinn" heraus - wird die ewige Jugend Dorians irgendwann zu einem Fluch, der nicht nur seinen Alterungsprozess außer Kraft gesetzt hat, sondern auch einer Ent- und Weiterentwicklung der Persönlichkeit im Wege steht. Das Ende erscheint als eine mehr als logische Konsequenz, um die gespaltenen Teile seiner Seele wieder miteinander verbinden zu können.

  22. Zeige:
    • 8
    • 12
    • 24

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks