Bücher mit dem Tag "junge frau"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "junge frau" gekennzeichnet haben.

55 Bücher

  1. Cover des Buches Der Circle (ISBN: 9783462048544)
    Dave Eggers

    Der Circle

    (834)
    Aktuelle Rezension von: HenriLMatos

    The Circle ist die präziseste literarische Auseinandersetzung mit dem Silicon-Valley-Utopismus, der Überzeugung, dass vollständige Transparenz die Welt verbessert. Mae Holland gibt ihre Privatsphäre nicht unter Zwang auf; sie tut es aus Überzeugung, weil das System sie gelehrt hat, dass Sichtbarkeit eine Tugend ist. Was Eggers zeigt: Die erschreckendste Dystopie ist die, die sich als Fortschritt verkleidet. Erschreckend aktuell.

  2. Cover des Buches London Road - Geheime Leidenschaft (Deutsche Ausgabe) (Edinburgh Love Stories 2) (ISBN: 9783548285986)
    Samantha Young

    London Road - Geheime Leidenschaft (Deutsche Ausgabe) (Edinburgh Love Stories 2)

    (805)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Johanna Walker ist jung, attraktiv und kann sich vor Verehrern kaum retten. Aber jeder sieht nur ihre Schönheit, niemand kennt ihr Geheimnis. Sie will mit ihrem kleinen Bruder der Armut und der Gewalt in ihrer Familie entfliehen. Daher sucht Johanna einen soliden Mann, gutsituiert und zuverlässig. Stattdessen begegnet sie Cameron McCabe – gutaussehend, arrogant und irgendwie gefährlich. Gefährlich sexy. Er ist jedoch der Einzige, der wirklich in ihr Innerstes blicken will. Der Schreibstil ist wie schon in dem o. g. Buch flüssig und fesselnd. Auch die erotischen Szenen sind gut in die Handlung integriert, wobei man es beinah knistern hört. Aber auch ernstere Abschnitte werden behandelt, z. B. in denen Johanna über ihr Verhältnis zu ihrem Bruder erzählt. Dieser Roman ist der Autorin erneut super gelungen - ein echtes Romantik-Highlight.

  3. Cover des Buches Die Krone der Sterne (ISBN: 9783596035854)
    Kai Meyer

    Die Krone der Sterne

    (314)
    Aktuelle Rezension von: thrill.tastic

    Schon nach den ersten Seiten bzw. Minuten wusste ich, dass es ein Fehler war, dieses Buch so lange auf dem SUB liegen zu lassen. "Die Krone der Sterne" ist nämlich genau mein Fall!
    Von Anfang an spannend, mit lebendigen Figuren und faszinierenden Welten. Die einen folgen der Stille, die anderen verehren das große Schwarze Loch Kamastraka. So auch die Gottkaiserin mit ihrem Hexenorden. Als sich die junge Adelige Iniza weigert, eine ihrer Bräute zu werden, beginnt eine actionreiche Reise durch die Galaxis.
    Besonders mochte ich, dass Iniza und Glanis von Anfang an zusammen sind und die Probleme einer gefestigten Beziehung bewältigen müssen, anstatt der ewig gleichen Kennenlern-Story. Aber auch die anderen Crewmitglieder, die sich mehr oder weniger freiwillig auf der "Nachtwärts" versammeln, habe ich ins Herz geschlossen. Der grantige Kopfgeldjäger, die naive Androidin und die pfiffige Pilotin ergänzen sich perfekt.
    Das Buch versprüht Star Wars-Vibes, ohne den Eindruck einer Kopie zu erwecken.
    Tiamande steckt voller tiefgehender Geschichte, Legenden und alter Technologie, bevölkert von religiösen Fanatikern, intriganten Politikern, gewitzten Überlebenskünstlern und mutigen Helden. Vor allem HeldINNEN!
    Tolles Buch von vorne bis hinten, inklusive der grandiosen Optik, die Ausgaben sind nämlich auch noch illustriert. Auch als Hörbuch, gesprochen von Philipp Schepmann, ein Fest!
    Ein fantastische Space Opera, die ich wirklich jedem empfehle, dem die Reihe bisher entgangen ist.

  4. Cover des Buches Woman in Cabin 10 (ISBN: 9783945386989)
    Ruth Ware

    Woman in Cabin 10

    (502)
    Aktuelle Rezension von: Hannelore_Seidel

    Wow. Ich bin begeistert. „Es ist ein Mörder auf dem Schiff. Aber niemand glaubt mir.“ Und genau das ist so großartig ge- und beschrieben, ich habe das Buch in zwei Nächten verschlungen und war ziemlich fertig, als dieses makabere Schauspiel sein Ende fand. Fertig, aber komplett zufrieden, dass dieses Buch, nachdem es schon lange erschienen ist, doch noch zu mir gefunden hat.

    Lo Blacklock ist die Hauptakteurin, deren Bild ich direkt vor Augen habe. Eine junge Reisejournalistin, die zuvor in ihrem Zuhause ein furchteinflößendes Erlebnis hatte. Sie ist dem Alkohol nicht abgeneigt, um es mal geschönt auszudrücken. Und nun ist sie auf diesem Schiff und beobachtet, wie etwas Längliches, Schweres, ins Wasser geworfen wird. Keiner glaubt ihr, keiner außer ihr will etwas gesehen haben. Als Leser weiß ich, dass Lo mit einer jungen Frau in dieser Kabine, in der angeblich kein Gast wohnt, gesprochen hat. Das war es dann aber, alles andere könnte so gewesen sein, die Beobachtung könnte aber auch der Einbildung entsprungen, somit dem reichlich fließenden Alkohol geschuldet sein.

    Es ist ein richtig guter Thriller voller überraschender Wendungen mit Charakteren, die allesamt nicht zu durchschauen sind. Zwischendurch sind es Chats, SMS, Zeitungsberichte, die für zusätzliche Verwirrung sorgen. Ruth Ware schafft eine fast durchgehend düstere Atmosphäre, die vor Spannung nur so knistert. Lo ist diejenige, die alles ins Rollen bringt, sie ist aber auch eine Getriebene, man spürt ihre Anspannung und ist über so manch Aktion verwundert. „Ich meine, dass du komplett paranoid geworden bist. Hinter jeder Ecke vermutest du einen Feind.“ Genau das ist auch mein Empfinden, ich traue niemandem, attestiere (fast) jedem böse Absichten.

    Diesen Thriller kann ich jedem Fan dieses Genres uneingeschränkt empfehlen. Eine packende Story, dazu interessante, eher zwielichtige Charaktere, all dies aus Lo Blacklocks Sicht erzählt – ich habe bis zum Schluss mitgefiebert.  Nervenkitzel pur!

  5. Cover des Buches Frühstück bei Tiffany (ISBN: 9783036950549)
    Truman Capote

    Frühstück bei Tiffany

    (661)
    Aktuelle Rezension von: Renate1964

    Im Mittelpunkt der kurzen Erzählung von aTruman Capote steht das Partygirl Holly Golightly. Sie lernen wir aus Sicht eines namenlosen Ich- Erzählers kennen. Trotz aller reichen Verehrer und länger Nächte ist sie auf der Suche nach sich selbst, nach ihrer Heimat, wo sie keine Angst mehr hat. Auch der Erzähler liebt sie und beschreibt sie sensibel 

  6. Cover des Buches Liebesleben (ISBN: 9783833309199)
    Zeruya Shalev

    Liebesleben

    (266)
    Aktuelle Rezension von: Nicolai_Levin

    Dies ist die Geschichte einer Obsession. Ja'ara ist Ende Zwanzig, verheiratet mit dem herzensguten Joni, auf der Suche nach einem Dissertationsthema und im Kampf um eine der raren Dozentenstellen an der Uni. Ihr weiteres Leben scheint vorgezeichnet mit Promotion, Kindern und Wohnungskauf. Da verfällt sie Arie, einem Freund ihrer Eltern und setzt mit dieser leidenschaftlichen Affäre ihre ganze Existenz aufs Spiel. Wie sich herausstellt, als die Sache schon im vollen Gange ist, kam Arie aus Frankreich nach Israel zurück, weil seine Frau, die Krebs im Endstadium hat, in Israel sterben wollte. Für Arie ist Ja'ara bereit, alles aufzugeben: Ihren Mann, ihre Familie, ihr Promotionsprojekt.

    Es tut mir leid: Bei mir funktioniert dieses Buch nicht - auf keiner der möglichen Ebenen.

    Rational ist das Entflammen Ja'aras schon mal nicht zu erklären. Sie riskiert ihre bürgerliche Existenz, ihre Ehe, ihre wissenschaftliche und berufliche Zukunft mit dieser Affäre. Arie hat ihr weder Status noch Geld zu bieten; was er beruflich macht, bleibt ein Geheimnis, man munkelt, es seien Geheimdienstaufträge gewesen, die ihn nach Frankreich geführt haben. James Bond aber ist er beileibe keiner.

    Egal: Liebe und Leidenschaft sind nicht immer rational. Schauen wir also auf die emotionale Ebene. Ja'ara hat ihr Päckchen zu tragen: Ein kleiner Bruder ist im Babyalter gestorben, die Ehe der Eltern verläuft spätestens von da an lieblos und von Verbitterung geprägt. Ihren Mann Joni hat sie nicht aus romantischer Liebe geheiratet, sondern in erster Linie, um von zu Hause wegzukommen. Überhaupt ist da nicht viel Liebe in ihr, auch nicht viel Sicherheit. Aber Arie ist der letzte, der Ja'aras Bedürfnisse nach Zuwendung, nach Halt, nach Bestätigung erfüllen könnte. Der ist nichts als ein alternder Hallodri, ein Schürzenjäger, der - wie Ja'ara selbst zum Schluss erkennt - ihre Abhängigkeit von ihm genießt und im Grunde braucht.

    Bleibt die Erotik. Aber auch da sieht es mau aus: In den reichlich expliziten Sexszenen findet Ja'ara bei Arie keine Erfüllung, keine Ekstase. Ihr Verlangen, sich ganz Aries Willkür hinzugeben, ist wohl mehr der Sehnsucht nach Geborgenheit und Sicherheit geschuldet - als dominanter Herr im Bett taugt Arie jedenfalls auch nicht viel. Und wenn der Text beim Publikum prickelnde Erotik verbreiten soll, kann ich nur sagen, dass er bei mir keinerlei Erregung auslösen konnte.

    Nein, ich finde keine Erklärung für all das, was in diesem Buch geschieht, ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen und verstehen. Stattdessen sitze ich ratlos und schüttle den Kopf über die dusselige Kuh, die sich da sehenden Auges kaputtmacht.

    Dabei ist die Geschichte sprachlich flüssig, um nicht zu sagen: über weite Strecken sogar stilistisch efreulich geschrieben. Das hat Hand und Fuß, und man erkennt, dass dieses Buch genau so gedacht und konzipiert war. Da ist keine Stümperin am Werk, die mal eben ein bisschen Schweinkram zusammenschreibt.

    Vielleicht liegt des Rätsels Lösung in der jüdischen Semiotik. Die Szene im letzten Kapitel deutet darauf hin, in der Ja'ara gegenüber ihrem Professor die Frau des Baumeisters aus dieser Geschichte von der Zerstörung des Tempels so vehement von Schuld freispricht. Nun, da bin ich raus: Nichtbiblische jüdische Legenden sind mir gänzlich fremd, dieser Symbolik kann ich nicht folgen.

    Was in meinem beschränkten abendländischen Blick bleibt, ist eine psychisch labile Frau, die unberechenbar ist und deren Entscheidungen mir verschlossen bleiben. Eine Amour Fou, die eben genau das ist: "fou" - närrisch, bescheuert, verrückt. Aber, sorry: Für das erratische Sexleben einer (pardon!) durchgeknallten Bekloppten ist mir meine Zeit und Energie zu schade, da les ich lieber was Bereichernderes.

  7. Cover des Buches TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen? (ISBN: 9783328104551)
    Megan Miranda

    TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

    (324)
    Aktuelle Rezension von: tines_buecherzimmer

    Nach zehn Jahren kehrt Nic in ihre Heimatstadt Cooley Ridge zurück, um das Haus ihres verschwundenen Vaters zu verkaufen. Doch kaum ist sie dort, verschwindet erneut eine junge Frau. Dieses Ereignis erinnert Nic an das mysteriöse Verschwinden ihrer besten Freundin Corinne, das vor zehn Jahren nie aufgeklärt wurde.


    Wow, für mich ein wirklich tolles Buch, aber nichts für zwischendurch. Denn das besondere an dem Buch ist, dass die Geschichte rückwärts erzählt wird- von Tag 15 bis 1. Mit jedem Tag treten neue Details, Lügen und Zusammenhänge ans Licht, die Nics Erinnerungen an die Vergangenheit in Frage stellen.

    Dadurch entsteht praktisch ein Puzzle, das sich erst am Ende zusammensetzt. Ich fand es toll, kann mir aber vorstellen, dass es nicht für jedermann was ist.

  8. Cover des Buches Die verlorene Ehre der Katharina Blum (ISBN: 9783423146050)
    Heinrich Böll

    Die verlorene Ehre der Katharina Blum

    (871)
    Aktuelle Rezension von: caro_lin

    Ich fand die Bericht-Form in der es geschrieben ist irgendwie ziemlich zäh, und die verschiedenen Nebencharaktere zu verwirrend, um bis zum Schluss durchzublicken. Vielleicht hätte ich es zügiger durchlesen müssen, aber wie man sieht hat es mich dafür nicht genug gepackt.
    Die Story ist ganz nett, mal was anderes, da man das Ende schon kennt, aber irgendwie auch einfach frustrierend.

  9. Cover des Buches Nordlicht - Die Tote am Strand (ISBN: 9783734107221)
    Anette Hinrichs

    Nordlicht - Die Tote am Strand

    (162)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    Das Böse kennt keine Grenzen – Zwei Länder, zwei Ermittler, ein Mord…
    Im beschaulichen Küstenort Kollund an der deutsch-dänischen Grenze wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Die Tote wird als Liva Jorgensen identifiziert, die zwölf Jahre zuvor verschwand. Jetzt stellt sich heraus, dass Liva jahrelang unter falschem Namen in Deutschland gelebt hat. Was ist damals wirklich geschehen? Vibeke Boisen, gerade frisch als Leiterin der Flensburger Mordkommission angetreten, und ihr dänischer Kollege Rasmus Nyborg rollen den Fall wieder auf und stechen damit in ein gefährliches Wespennest.


    „Die Tote am Strand“ ist der erste Fall für das deutsch-dänische Ermittlerteam Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg. Inzwischen gibt es sechs Teile der Reihe „Nordlicht“ und im nächsten Jahr erscheint der siebte. 


    Vibeke Boisen ist 36 Jahre alt und lebt in Flensburg. Aufgewachsen ist sie bei ihren Adoptiveltern Elke und Werner. Ihre leibliche Mutter hat sie nie kennengelernt. Werner, selbst Polizist, hat sie nach einem Einsatz als kleines Mädchen zu sich genommen. Für Vibeke sind die beiden ihre Eltern. Deswegen ist es besonders schwer für sie, dass Werner zur Zeit nach einem Schlaganfall im Krankenhaus im Koma liegt.
    Vibeke ist bodenständig, hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und hält sich stets an die Regeln. Deswegen hat sie auch immer wieder Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit dem dänischen Kollegen Rasmus Nyborg von der Polizei Esbjerg in Südjütland. Dieser ist zwar ein brillanter Ermittler, aber eher ein Bauchmensch und er gibt nicht viel auf Konventionen. Nach der Scheidung von seiner Frau lebt der Sechsundvierzigjährige in einem alten Bulli. Der Tod seines fünfzehnjährigen Sohnes hat ihn tief getroffen und letztendlich seine Ehe zerstört.
    Trotzdem müssen sich die beiden zusammenraufen, um den Tod von Liva Jorgensen aufzuklären. Auch der Rest des Teams passt gut dazu, jeder hat seine Eigenheiten und besonderen Fähigkeiten und kann so zur gemeinsamen Arbeit beitragen. Zum Schmunzeln fand ich manchmal auch, wenn das „typisch deutsche“ oder das „typisch dänische“ erwähnt wird. Das macht das Ganze sehr authentisch. 


    Ein gelungenes Krimidebut. Von Anfang bis Ende habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Die Spannung wird durch viele Überraschungen und Wendungen aufrecht erhalten, immer wieder gibt es neue Ermittlungsansätze.
    Auch der flüssige Schreibstil hat mir gut gefallen, ebenso wie die anschauliche Beschreibung der Gegend im Grenzgebiet Südjütland und die Arbeit der dortigen Behörden. 

    Meistens wird aus Sicht von Vibeke oder Rasmus erzählt, ein paar Mal aber auch aus der anderer Charaktere.

    Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen und freue mich schon auf den 2. Teil. 

  10. Cover des Buches Hades' Hangmen - Styx (ISBN: 9783736308114)
    Tillie Cole

    Hades' Hangmen - Styx

    (159)
    Aktuelle Rezension von: Nici-lesebine

    Man trifft sich immer zweimal im Leben ! 


    𝐴𝑢𝑓 𝑑𝑒𝑟 𝐹𝑙𝑢𝑐ℎ𝑡 𝑣𝑜𝑟 𝑖ℎ𝑟𝑒𝑟 𝑉𝑒𝑟𝑔𝑎𝑛𝑔𝑒𝑛ℎ𝑒𝑖𝑡, 𝑏𝑒𝑡𝑟𝑖𝑡𝑡 𝑠𝑖𝑒 𝑒𝑖𝑛𝑒 𝑊𝑒𝑙𝑡, 𝑣𝑜𝑛 𝑑𝑒𝑟 𝑠𝑖𝑒 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑖𝑚𝑚𝑒𝑟 𝑓𝑒𝑟𝑛ℎ𝑎𝑙𝑡𝑒𝑛 𝑠𝑜𝑙𝑙𝑡𝑒 ...


    Wow, diese Geschichte ist ein auf und ab der Emotionen. Ab dem ersten Kapitel war mein Herz gebrochen, es wurde zwar mit jedem Kapitel wieder Stück für Stück zusammengesetzt aber auch jetzt noch, nachdem ich die Geschichte fertig gelesen habe, ist mein armes Herz ganz schwer.


    Die Story ist so anders – spannend und hat so eine schöne Liebesgeschichte.


    Die Autorin hat es geschafft einen dunklen, starken und überaus anziehenden männlichen Hauptcharakter zu schaffen, trotz Handicap. Trotz der Gewalt und der Brutalität gab es aber auch wahre Menschlichkeit, dass mein Herz teilweise überlief. Es gibt faszinierende Charaktere und andere, die man nur in die Hölle schicken möchte. Es ist ein hin und her, zwischen Wut, Unglaube und Hoffnung.


    Das Thema "Sekten" wurde sehr gut beschrieben und dargestellt und es wurde mit einem großartigen Schreibstil sehr einfühlsam beschrieben. Es ist schlimm was Menschen im Namen des Glaubens tun.


    Es ist der Auftakt einer wirklich spannenden Reihe. Sie beschäftigte mich auch nach dem Lesen noch. 

  11. Cover des Buches Die Villa an der Elbchaussee (ISBN: 9783746634449)
    Lena Johannson

    Die Villa an der Elbchaussee

    (94)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Die Geschichte von Frieda beginnt kurz nach dem ersten Weltkrieg, was ich an sich schon spannend finde. Eine schwierige und spannende Zeit! Zudem spielt die Geschichte in Hamburg, und es geht um Kakao und Schokolade. Also schon drei Gründe, die dieses Buch für mich interessant machten! :-)
    Ich hatte dann auch tatsächlich sehr viel Freude mit dem Buch und habe Frieda und ihre Familie/Freunde sehr gerne begleitet. Die Charaktere konnten mich alle überzeugen; ich hatte von allen ein gutes Bild vor Augen. Auch die Zeit nach dem ersten Weltkrieg und das Kriegstrauma, das Friedas Bruder Hans durchlebt, wurden sehr glaubhaft dargestellt.
    Ich bin jetzt sehr gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird und freue mich darauf, die Charaktere bald "wiederzusehen"!

  12. Cover des Buches Tanz der seligen Geister (ISBN: 9783596512195)
    Alice Munro

    Tanz der seligen Geister

    (47)
    Aktuelle Rezension von: parden
    VOM ERWACHSENWERDEN...

    Schon lange befindet sich dieser Band von 15 Erzählungen in meinem Regal - zufällig sogar das Debüt der kanadischen Schriftstellerin (Erstveröffentlichung 1968) -, und spätestens seit Alice Munro 2013 den Nobelpreis für Literatur erhielt, war ich neugierig auf dieses Buch. Doch erst jetzt nahm ich mir die Zeit für die Lektüre und kann schon so viel vorweg verraten: es wird für mich nicht das letzte Buch der 1931 geborenen Preisträgerin gewesen sein.

    Das verbindende Glied der 15 Erzählungen ist im weiteren Sinne der Abschied von der Kindheit, das Finden eines eigenen Weges. Angesiedelt sind die Geschichten etwa in den 40er und 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in der kanadischen Provinz, und wie ich gelesen habe, beinhalten sie zahlreiche autobiografische Erlebnisse der Schriftstellerin. Dies lässt die meist zwischen 20 und 30 Seiten langen Erzählungen in einem besonderen Licht erscheinen.


    "Es gibt nichts, was du im Augenblick tun kannst, außer die Hände in die Taschen zu stecken und dir ein unvoreingenommenes Herz zu bewahren." (S. 55)


    Aber auch ohne dieses Wissen konnte mich Alice Munros Schreibstil beeindrucken: präzise, unsentimental und intensiv, dabei oftmals poetisch und melancholisch, zeitweise ironisch, immer aber durchzogen von einer tiefen Ernsthaftigkeit. Die Unausweichlichkeit der geschilderten Situationen wird dem Leser vor Augen geführt, nur gelegentlich begleitet von einem leisen Bedauern, stets aber mit der immensen Bedeutung des Geschilderten für das Schicksal der jeweiligen Hauptperson im Fokus. In wenigen Sätzen skizziert Munro den oftmals eher tristen Ort, die Situation, das Geschehen und schafft so ein scharfes Bild, das ein Wegschauen unmöglich macht.


    "Wie die Kinder im Märchen, die gesehen haben, dass ihre Eltern mit furchterregenden Fremden einen Pakt schlossen, die entdeckt haben, dass unsere Ängste auf nichts als der Wahrheit beruhen, die aber nach wundersamer Rettung aus Gefahr heil nach Hause kehren, artig und wohlerzogen zu Messer und Gabel greifen und vergnügt bis an ihr seliges Ende leben - wie sie, von den Geheimnissen benommen und mit Macht begabt, sagte ich nie auch nur ein Wort." (S.79)


    Die einzelnen Geschichten hier vorzustellen, würde m.E. den Rahmen sprengen, und so schließe ich die Rezension mit der Erwähnung meines anfänglichen Erstaunens und der mit dem Lesen wachsenden Erkenntnis, dass auch und gerade das Schreiben von Kurzgeschichten eine Kunst ist - eine so hohe, dass Alice Munro, die 13 Erzählbände und nur einen einzigen Roman geschrieben hat, den Nobelpreis für Literatur in meinen Augen zu Recht gewonnen hat. Eben als "Meisterin der zeitgenössischen Kurzgeschichte". Chapeau.

    Für mich mit Sicherheit nicht das letzte Buch dieser Schriftstellerin!


    © Parden

  13. Cover des Buches Bevor der Abend kommt (ISBN: 9783442497416)
    Joy Fielding

    Bevor der Abend kommt

    (182)
    Aktuelle Rezension von: Elkes_Literaturwolke

    Inhaltsangabe:

    Cindy Carver ist seit sieben Jahren vom Star-Anwalt Tom Carver geschieden und lebt seither mit der jüngeren Tochter Heather in ihrem Haus in Toronto. Die ältere Tochter von den Beiden, Julia, ist erst kürzlich wieder eingezogen – mit ihrem Hund Elvis, da ihr Vater keinen Platz hat in seiner neuen 450qm-Eigentums-Wohnung, die er mit seiner neuen -jüngeren- Frau bezogen hat.

    Julia war schon immer Tom’s Kind gewesen – zickig, egoistisch und arrogant. Und so behandelt sie ihre Mutter auch, völlig ungeachtet dessen, was sie fühlt oder denkt. Und dennoch leidet Cindy, als Julia von einem Casting nicht mehr nach Hause kommt. Sie beginnt eigene Ermittlungen anzustellen und stößt dabei auf ihre Nachbarin Faith Sellick, dessen Mann wohl eine Affäre mit Julia hatte. Und was hat Duncan, Heathers Freund, mit der ganzen Geschichte zu tun? Fragen über Fragen, auf die Cindy sehr viel später erst eine Antwort bekommt, wenn sie sich mit dem Verlust ihrer Tochter schon fast abgefunden hat …

    Mein Fazit:

    Wieder mal hat Joy Fielding einen spannenden Thriller geschrieben. Eine aus dem Leben gegriffene Geschichte, die leider mehr als zu oft in den Medien erscheint: Vermisstes Kind. Aber ich muss ehrlich gestehen, das mir Cindy teilweise zu sehr an ihre große Tochter dachte. In der Tat hat sie ihre jüngere Tochter einfach mal vergessen. Das ist menschlich in einer solchen Ausnahme-Situation, aber es sollte natürlich nicht passieren.

    Das Ende ist ein wenig platt, unfaßbar und paßt zu den Charakteren. Ich habe förmlich den Schmerz gespürt, den Cindy fühlte. Und ihre Reaktion darauf war einfach nur klasse.

    Nicht das allebeste Werk, aber empfehlenswert und nachdenklich stimmend.

  14. Cover des Buches Die Ladenhüterin (ISBN: 9783746636061)
    Sayaka Murata

    Die Ladenhüterin

    (355)
    Aktuelle Rezension von: shizu_reads

    Passenderweise habe ich das Buch in Japan gelesen und dadurch so manches im Konbini anders betrachtet: Wie wurde hier eingeräumt? Welche Dinge werden in den Vordergrund gerückt? Wie sind die Onigiri angeordnet? Das hat mir einen kurzweiligen Spaß bereitet.

    Ebenso kurzweilig ist die Geschichte rund um Keiko, die seit nun doch schon sehr langer Zeit als Aushilfe in einem Konbini arbeitet. Das fällt den Menschen in ihrem Umfeld auf und bleibt nicht unkommentiert. Hinzu kommt ihr eher ungewöhnliches Verhalten, das auf eine Form von Autismus schließen lässt. Auch dies führt dazu, dass ihr Umfeld sie wiederholt bewertet, infrage stellt oder sogar versucht, ihr Verhalten zu verändern.

    Ergänzt wird dieses teils sehr skurrile und überspitzte Bild durch Nebenfiguren, die ebenfalls aus dem Rahmen fallen. Dadurch entsteht eine große Unterhaltsamkeit, die mich mehr als einmal ungläubig den Kopf schütteln ließ. Denn es ergeben sich derart abstruse Momente, dass man einfach staunend zurückbleibt.

    Der Roman liest sich schnell, leicht und flüssig, sodass ich ihn innerhalb kürzester Zeit bereits beendet hatte.

    Das Ende war unerwartet, brachte jedoch einen runden und stimmigen Abschluss, der gut zu Keiko passte.

    Das Skurrile muss man mögen – andernfalls wird einem das Buch vermutlich nicht gefallen. Ich fand es sehr unterhaltsam, weshalb dies sicher nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein wird.

  15. Cover des Buches Ada (ISBN: 9783550200465)
    Christian Berkel

    Ada

    (139)
    Aktuelle Rezension von: liebelein

    Die Geschichte von “Ada“ ist die Fortsetzung des Romans “Der Apfelbaum“ von Christian Berkel, in welcher er seine Herkunft und Familiengeschichte nicht nur erzählt, sondern auch aufarbeitet – mit einer nachhaltigen Tiefe im Gedächtnis.

    Es ist die Geschichte eines Mädchens mit ihrer jüdischen Mutter, das weit nach dem Krieg in den 50er Jahren mit der Mutter aus Argentinien in ein ihr sehr fremdes Deutschland nach West-Berlin zurückkehrt. Sie erlangt wieder Kontakt mit ihrem Vater Otto (falls es ihr Vater ist), den sie sehr vermisst hat, doch ihre Vorstellungen von ihrem Vater und Familie werden nicht erfüllt. Auch mit ihrem später geborenen Bruder kann sie wenig anfangen, sie fühlt sich in dem unbekannten Land mit der autoritären Erziehung fehl platziert und vermisst die vorherige Freiheit und freies Denken in einer Familie, die lieber über alle Geschehnisse schweigt. Sie fühlt sich missverstanden und vereinsamt und flüchtet sich in eine Rebellion gegen die Regeln und Spießigkeit der Erwachsenen auf der Suche nach sich selbst.

    Und findet dies in ihrem Dasein als Studentin, Woodstock und alle weiteren Randerscheinungen der Generation der 68er, mit freier Liebe, Drogen und Demos mit Gleichen.

    In einem angenehmen Erzählstil geschrieben, nimmt Berkel uns mit in die Umbruchphase in Deutschland in der Person von Ada. Man versteht ihren Zwiespalt und ihre Sehnsüchte, die Abspaltung von den Kriegsjahren und jeglichen konstruierten Regeln, die eine junge Frau in dieser Zeit nur einschränkt und oft verzweifeln lässt. Man fühlt in vielen Situationen mit Ada und begleitet sie zu einer emanzipierten Frau. Interessant ist, dass die ganze Geschichte Adas als Erzählung aus einer Therapiesitzung stammt.  

    Mir hat die Geschichte über die etwas “andere“ Protagonistin gefallen, leider nicht komplett in allen Passagen abgeholt, jedoch empfinde ich es trotzdem empfehlenswert. 

  16. Cover des Buches Wisting und der Tag der Vermissten (ISBN: 9783492316712)
    Jørn Lier Horst

    Wisting und der Tag der Vermissten

    (171)
    Aktuelle Rezension von: Mellchen

    Für mich ein sehr gelungener Auftakt einer neuen Cold Case Serie.

    Der Ermittler ist bodenständig, kein Alkoholismus und keine gescheiterte Beziehung. Endlich mal ein ganz normaler Mensch.

    Der Fall ist spannend und die Protagonisten durchweg gut durchdacht. 

  17. Cover des Buches Liebe verrät (ISBN: 9783733504342)
    Rebecca Donovan

    Liebe verrät

    (152)
    Aktuelle Rezension von: Sheelly93

    "Wir sind genauso schlimm wie die anderen, mit all unseren Lügen und Täuschungen. Wir zerstören das Leben anderer Menschen."

    Da ich Band 1&2 wirklich geliebt habe, da die Gesichte rund um Emma mich mitten ins Herz getroffen hatte, war ich extrem aufgeregt, welche Emotionen Band 3 in mir wecken wurde... Tja, mein größtes Gefühl war Ernüchterung und dabei genervt sein.🙈
    Was ich wirklich schade finde, da man so viel aus dem Finalen Band hätte machen können... Doch ich erzähle euch lieber wieso ich so empfunden habe.

    Meine Meinung:

    Zwei Jahre sind nach dem tragischen Unfall vergangen, wo Emma einfach abgehauen ist und alles hinter sich gelassen hat. Nun studiert sie Medizin und lebt im Wohnheim. Sie ist nur noch eine Hülle ihrer Selbst. Um den Schmerz nicht zu fühlen trinkt sie lieber Alkohol, obwohl sie nie so wie ihre Mutter sein wollte. Sie trinkt einfach zu viel und so schnell auf Partys, dass man gar nicht mehr hinterher kommt. Und dieses Schema zieht sich gefühlt durch die Hälfte des Buches:

    🍂 Sie fühlt sich schlecht und trinkt...
    🍂 Sie erinnert sich an früher und trinkt...
    🍂 Sie will vergessen und trinkt...

    Zudem kommt, dass sie neben den Alkohol noch andere Sachen ausprobiert, wie von der Klippe zu springen. Sich ein Tattoo stehen zu lassen, oder einfach von der Bühne zu springen, um nichts mehr zu spüren außer Adrenalin.
    Doch dann stirbt ihre Mutter und sie muss zurück nach Weslyn und dort trifft sie Evan wieder. Der sich vorgenommen hat nicht so schnell von ihrer Seite zu weichen. Denn er will herausfinden, wieso sie ihm zurück gelassen hat...

    Mein Fazit:

    Ich habe wirklich lange hinterfragt wieso Emma nun so ist, wie sie ist. Und habe mir echt gewünscht, dass sie sich öffnet und endlich redet, doch dann kam das Ende und in zwei bis drei Seiten war das große Geheimnis raus und es kam mir gar nicht spektakulär vor, wie man es erwartet hätte.
    Ich hatte darauf hin gefiebert und bekam Ernüchterung.
    Es ist schön das Emma ihre Dämonen hinter sich lassen hat, aber das Ende war einfach zu kurz in Gegensatz zu der Länge, wo sie im Selbsthass badet.

    Deswegen bekommt dieses Buch von mir liebe 2,5⭐️

  18. Cover des Buches Die Tage in der Buchhandlung Morisaki (ISBN: 9783458683377)
    Satoshi Yagisawa

    Die Tage in der Buchhandlung Morisaki

    (286)
    Aktuelle Rezension von: AnneMayaJannika

    Takako erfährt von ihrem Freund, dass er im nächsten Jahr seine Verlobte heiraten werde. Das ist aber leider nicht Takako. Völlig überrumpelt driftet sie in Agonie ab und verliert ihren Job. Ihr Onkel bietet ihr an, bei ihm über dem Antiquariat (im berühmten "Bücherviertel" Tokios, Jimbōchō) zu wohnen, wenn sie sich Vormittags um das Geschäft kümmert. Ohne Erfahrung im literarischen Bereich und ohne besondere Lust zu Lesen, beginnt Takakos Reise zu sich selbst.

    Ich finde den Start in den die Geschichte einen absoluten Knaller. Ich fühle extrem mit Takako. Was soll man tun, wenn der Mensch dem man vertraut einen derart hintergeht?
    Takaos Onkel (und auch die Tante) sind schräge Vögel, die man über die Geschichte einfach liebgewinnen muss. Ansonsten fehlt mir der Zugang zur japanischen Mentalität. Das ist eine völlig fremde Welt für mich und dann fällt es auch schwer die Motivation und Beweggründe der Protagonisten zu verstehen.

    Ich habe mir die Geschichte als Hörbuch von Julia Preuss vorlesen lassen.

    Fazit: kurzweilig, aber kein Bestseller.


  19. Cover des Buches Wolfszeit (ISBN: B007Q2XOWQ)
    Nina Blazon

    Wolfszeit

    (31)
    Aktuelle Rezension von: TWDFanST

    Inhalt

    In der Gegend rund um Gévaudan werden immer wieder Frauen und Kinder getötet. Bald geht das Gerücht der "Bestie von Gévaudan,", einem riesigen Wolf, um und sogar der König ist gezwungen zu handeln. Im Zuge der Jagd nach dem Untier kommt auch Thomas in die Gegend. Doch findet er zunächst nicht die Bestie, sondern verliert sein Herz...


    Bewertung 

    Die Geschichten rund um die "Bestie von Gévaudan" hat mich schon immer fasziniert und so konnte ich diesem Hörbuch nicht widerstehen, auch wenn ein Großteil der Geschichte natürlich fiktional ist. Trotzdem ist aber noch genug von den wahren Ereignissen vorhanden. Die Auflösung, die sich Nina Blazon für ihren Roman ausgedacht hat, ist meiner Meinung nach passend. Was genau wirklich passiert ist, wird eh niemals jemand erfahren.

    Der Autorin und Sprecher Simon Jäger gelingt es außerdem sehr gut, den Charakteren Leben einzuhauchen. Besonders Thomas und Isabelle waren mir sehr sympathisch und es hat Spaß gemacht, die 8,8 Stunden Laufzeit mit ihnen mitzufiebern. 

    Für mich ist "Wolfszeit" ein gelungenes Jugendbuch, das auch Erwachsene gut hören können. Man sollte aufgrund der Thematik aber nicht zu zatt besaitet sein. Ich gebe auf jeden Fall 5 Sterne für dieses Hörbuch.

  20. Cover des Buches Im Jenseits ist die Hölle los (ISBN: 9783404178902)
    Arto Paasilinna

    Im Jenseits ist die Hölle los

    (134)
    Aktuelle Rezension von: Prinzesschn

    „Mein Tod kam für mich völlig überraschend." So kann es gehen, wenn "Mann" beim Überqueren einer Straße allzu intensiv einer jungen Frau hinterherschaut und von einem Auto erfasst wird. Doch überraschender ist für den soeben verstorbenen Journalisten, dass er fortan als Geist über den Dingen schweben und andere Tote treffen kann. Doch Vorsicht: Kein Geist lebt ewig und Dummheiten bleiben nie ohne Folgen ...“

    Der Leser begleitet den namenlosen Protagonisten bei der Erkenntnis, dass es tatsächlich ein Leben nach dem Tod gibt. In scheint alles möglich zu sein, weswegen er sich auf die Reise begibt, verschiedene Charaktere aus den unterschiedlichsten Epochen trifft und sich mit ihnen austauscht.

    Der Schreibstil ist eine Mischung aus Ernst, gespickt mit einer Prise Humor, die jedoch keine Überhand nimmt.

    Zu Beginn empfand ich den Roman als eine kurzweilige Geschichte, die mich gut unterhielt. Im Laufe flachte er aber in meinen Augen immer weiter ab. Dennoch ein netter Zeitvertreib für zwischendurch.

  21. Cover des Buches Weil wir Flügel haben (ISBN: 9783734105241)
    Vanessa Diffenbaugh

    Weil wir Flügel haben

    (30)
    Aktuelle Rezension von: Lesefeuer
    „Weil wir Flügel haben“ ist ein Roman von Vanessa Diffenbaugh und erschien 2019 im Blanvalet Verlag.

    Seit vierzehn Jahren arbeitet die dreiunddreißigjährige Letty von morgens bis abends, während ihre Kinder, Alex und Luna, von ihrer Mutter erzogen werden. Als Lettys Eltern nach Mexiko zurückkehren, muss sie zum ersten Mal ihren Mutterpflichten nachgehen und Verantwortung für andere übernehmen. Panisch versucht sie sich dem Ganzen zu entziehen, doch einen Autounfall, eine ungewöhnliche Begegnung und einen Krankenhausaufenthalt später bekommt sie endlich die Möglichkeit, denen, die sie liebt, ein schöneres Leben zu bieten. Doch kann Letty ihre Ängste überwinden und ihre zweite Chance im Leben nutzen?

    Meine Meinung:
    Ich vermute, dass ich mir von dem Buch einfach zu viel erhofft habe; anders kann ich mir gar nicht vorstellen, dass ich leider so sehr enttäuscht wurde. Vielleicht habe ich auch einfach ein zu hohes Rechtseinsbewusstsein. Die Protagonistin, Letty, hat mich einfach immer und immer wieder wütend gemacht. Ich konnte wirklich nicht verstehen, warum sie so mit ihren Kindern umgeht. Beim Lesen konnte ich an nichts anderes denken und bin zwar gut durch die Geschichte gekommener, aber das schlechte Gefühl zog sich leider durch das ganze Buch und somit kann ich einfach nicht mehr Sterne geben.

    Vanessa Diffenbaugh ist Kunsterzieherin und Schriftstellerin. Sie ist nicht nur künstlerisch, sondern auch sozial sehr engagiert. Sie unterstützt verschiedene Kinderhilfsorganisationen und setzt sich für die Förderung von Pflegefamilien ein. Mit ihrem Mann und ihren vier Kindern lebt sie in Monterey, Kalifornien. Ihr Debütroman »Die verborgene Sprache der Blumen« war weltweit ein Bestseller.

    Fazit: 2 Sterne
  22. Cover des Buches Eidergrab (ISBN: 9783954519026)
    Volker Streiter

    Eidergrab

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Volker_Streiter_Autor
    Eidergrab ist ein gelungener historischer Küstenkrimi, der bis zum Ende spannend beliebt und der die Leser vorzüglich in die Mitte des 19. Jahrhunderts entführt. Bleibt zu wünschen, dass man bald mehr von Autor und Protagonistin lesen darf. ...sagt die histocouch.de
  23. Cover des Buches Im Land der letzten Dinge (ISBN: 9783644018211)
    Paul Auster

    Im Land der letzten Dinge

    (71)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    "Some say the world will end in fire,
    Some say in ice.
    From what I've tasted of desire
    I hold with those who favor fire.
    But if it had to perish twice,
    I think I know enough of hate
    To say that for destruction ice
    Is also great
    And would suffice."
    Robert Frost

    Dystopien sind, obgleich in der erzählenden Literatur keine völlig unbekannte Größe, nach wie vor eine seltene Erscheinung - wenn man davon absieht, dass ein großer Teil der in Werken des Sci-Fi-Genres geschilderten Welten stets als Dystopie durchgehen kann, je nachdem, wie man sie auslegt, einfach, weil ein Blick in die Zukunft, der nicht konsequent utopisch ist, auch immer besorgniserregende Entwicklungen und daraus resultierende Effekte, die von Ansätzen unserer heutigen Zeit ausgehen, mit einbeziehen muss. Furcht und Argwohn sind die mächtigsten Triebfedern, die uns in ferne Zukünfte (vor allem abseits unserer eigenen Lebensspanne, mit Blick auf das Schicksal der Menschheit insgesamt) blicken lassen.

    Ist eine Dystopie also konsequent eine Warnung, da sie, ganz gleich ob sie als Ich-Geschichte erzählt werden vermag, stets eine Geschichte von uns allen ist, die wir die Dystopie, die der Autor der Geschichte entwirft, nicht verhindert haben? Kann ein Roman über solch ein Thema überhaupt etwas anderes sein, als eine Betrachtung bereits vorhandener/aufkommender gefährlicher Aspekte, Ansätze und Probleme, mit den Mitteln der Vorausschau in ihren Ausformungen verdeutlicht? Ja, denn mit "Im Land der letzten Dinge" hat Paul Auster, wie schon Albert Camus mit "Der Pest" (diese Bücher gleichen sich zwar nicht in festzumachenden Punkten, aber ihre Idee, die existenzialistische und schlichte Form, ist durchaus verwandt) ein Beispiel für eine andere Art von dystopischer Erzählung vorgelegt: plastisch und sehr menschlich, in Verlorenheit noch von Gefühlen sprechend und meist näher an der Wirklichkeit des Menschen als an der Wirklichkeit der dystopischen Welt: Paul Auster ist in diesem Werk nicht mehr und nicht weniger als ein spannender Roman über die conditio humana in einer endzeitlichen Welt gelungen.

    Man darf sich dieses Buch gar nicht so sehr metaphorisch, sondern als sehr greifbar vorstellen. Eine Theorie oder Botschaft mithilfe eines Romanhelden, der in die ungeheuerlichen Systeme eines dystopischen Staates oder einer solchen Welt gerät, zu forcieren ist die eine Sache, aber das ist nicht Austers Anliegen. Er geht in seinem Buch über den Rahmen hinaus, nutzt seine Imagination des Landes der letzten Dinge nicht, um eine Parabel oder eine Warnung zu präsentieren. Ihn interessieren schlicht die Folgen, eine vielfältige Idee des Überlebens in so einer Welt - ja, ihn interessiert die Frage nach Überleben/Existieren überhaupt. Was brauchen wir zum Leben? Liebe, Besitz, ein Ziel, Hoffnung, eine Arbeit, Ordnung, Sicherheit? Alle diese Aspekte werden während des Romans einmal auftauchen, sind aber in die Geschichte der Überlebenden, die einen Brief (pro forma, eigentlich ist es kein Brief, weil sie ihn nicht abschicken kann) an einen Freund in Europa schreibt (die dystopische Region/Stadt liegt in Amerika), eingewoben, werden von ihr gelebt und nicht schematisch angebracht.

    "Manchmal denke ich, wenn es die Dunkelheit nicht gäbe und die seltsamen Nächte, die sich über uns senken, würde der Himmel ausbrennen. Die Tage enden zwangsläufig genau dann, wenn die Sonne die von ihr beschienen Dinge ausgelaugt zu haben scheint. Nichts wäre der Helligkeit mehr gewachsen. Die ganze unglaubhafte Welt schmölze weg, und damit hätte es sich.“

    Desto barer die Existenz, umso mehr treten wesentliche Züge des Menschen, im Miteinander und allein, hervor. Natürlich Misstrauen, Zorn und Überlebenswille, aber, und das schildert Auster schlicht und doch wahrhaftig, auch Emotionen wie Liebe, das Staunen über Umgebung, Naturschauspiele und die erhöhte Wahrnehmung für die Geschehnisse. Es gibt keine Ablenkungen mehr, weder Fernsehen, noch Unterhaltungsshows - selbst das Schreiben eines Buches wird zur reinen Existenzverdeutlichung, ebenso wie der Beischlaf. Diese Details fängt Auster ein. Überhaupt ist er beim Beschreiben seiner Welt sehr auf einen Ausgleich zwischen Erlebnis und Information bedacht, was wiederum die Ich-Erzählerin glaubwürdiger macht, da beide Beweggründe ihrer Niederschrift dadurch hervortreten: Bericht/Dokumentation einerseits und das persönliche Ausdrucks-/Mitteilungsbedürfnis andererseits.

    "Was mir merkwürdig vorkommt ist nicht, dass alles in die Brüche geht, sondern dass so vieles sich erhält. [...] Vielleicht ist das die interessanteste Frage von allen: was geschieht, wenn nichts mehr da ist, und ob wir auch das überleben oder nicht."

    Austers Buch ist teilweise unentschlossen, in vielen Passagen sehr einfach, nie übermäßig soghaft oder spannend, aber gerade deswegen unerhört glaubwürdig. Es ist immer gefährlich, einen Ich-Erzähler sprechen zu lassen und ebenfalls nicht unbedenklich, dem ganzen Buch die Form eines Briefes zu geben. Doch während Auster sich von letzterer Eingrenzung nichts diktieren lässt, hat er die Problematik des Ich-Erzählers mit seiner nahen und uncharakterisierten Erzählweise in Luft aufgelöst. Wir sind stets im Geschehen, wir sehen diese Welt mit den Augen der Erzählerin. Da ist kein auffälliger Komponist im Hintergrund, der unsere Blicke auf die wesentlichen Konflikte und Problematiken lenkt - sowohl wichtiges, als auch scheinbar unwichtiges wird berichtet, betrachtet, erwähnt und skizziert, im Gefühl, in der Wahrnehmung der Protagonistin. Wir lernen, was es heißt, in ihrer Welt zu leben, die Fragen dieser Welt zu stellen, die Mechanismen dieser Welt (am eigenen Leib) zu erfahren, die Emotionen dieser Welt zu spüren, ihre Wirklichkeit zu ahnen. Das ist sicherlich nicht die ultimative Auslegung eines dystopischen Romans - aber in jedem Fall ist es ein kleines Meisterwerk erzählerischer Tradition, das ich nur empfehlen kann.

  24. Cover des Buches Der Tod der Mrs Westaway (ISBN: 9783423218290)
    Ruth Ware

    Der Tod der Mrs Westaway

    (69)
    Aktuelle Rezension von: Gute_Nacht

    Inhalt 

    Harriet Westaway, genannt Hal, ist abgebrannt, allein und ohne Job. Sie ist am Tiefpunkt ihres Lebens - mit gerade mal 22 Jahren. Da erhält sie überraschend Post von einem Anwalt: Ihre Großmutter soll sie in ihrem Testament bedacht haben. Dass es sich nur um eine Verwechslung handeln kann, ist Hal sofort klar. Allerdings ist ihre finanzielle Lage so prekär, dass Hal trotzdem nach Cornwall fährt um sich dort als die gesuchte Erbin auszugeben. Eine fatale Entscheidung, denn die Familie Westaway hat einige dunkle Geheimnisse. Und ohne es zu ahnen, bringt Hal nicht nur so manchen wunden Punkt aus der Vergangenheit zum vorschein – sie scheucht auch einen Mörder auf.


    Fazit 

    Die Geschichte wird aus der Sicht von Hal erzählt, das Setting und die Figuren sind sehr gut beschrieben - gefühlt ist man mittendrin. 

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