Bücher mit dem Tag "jungen"
48 Bücher
- Wolfgang Herrndorf
Tschick
(2.999)Aktuelle Rezension von: ENITschick von Wolfgang Herrndorf, erschienen 2010, ist ein Jugendroman, der weit über seine eigentliche Zielgruppe hinauswirkt. Die Geschichte begleitet die beiden Jugendlichen Maik Klingenberg und Andrej „Tschick“ Tschichatschow auf einer spontanen Reise durch die deutsche Provinz und verbindet Roadmovie-Atmosphäre mit einer berührenden Erzählung über Freundschaft, Identität und das Erwachsenwerden.
Im Mittelpunkt stehen zwei Aussenseiter, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch zueinanderfinden. Was als verrückte Ferienaktion beginnt, entwickelt sich zu einem Abenteuer voller Begegnungen, Umwege und unerwarteter Erkenntnisse. Dabei erzählt Herrndorf nicht nur von jugendlicher Freiheit, sondern auch von Einsamkeit, Sehnsucht und dem Wunsch, irgendwo dazuzugehören.
Besonders beeindruckt hat mich die Sprache. Sie wirkt authentisch, lebendig und genau auf die Figuren abgestimmt, ohne jemals künstlich oder übertrieben zu erscheinen. Obwohl ich mit 45 Jahren deutlich älter bin als die Protagonisten, konnte ich mich erstaunlich gut in die beiden Jungen hineinversetzen. Gerade diese Mischung aus Leichtigkeit, Humor und leiser Melancholie hat mich sehr berührt. Vielleicht zeigt sich darin eine grosse Stärke des Romans: Er erzählt zwar von Jugendlichen, spricht aber Erfahrungen an, die viele Menschen unabhängig vom Alter nachvollziehen können.
Auch die Verfilmung hat mir gefallen. Zwar entsprachen die Darsteller nicht ganz meinen eigenen Vorstellungen der Figuren, dennoch empfand ich die Umsetzung als erstaunlich nah am Buch und seinem besonderen Ton.
Tschick ist für mich ein zeitloser Roman über Freundschaft, Freiheit und das Gefühl, seinen eigenen Weg zu suchen. Schade, dass Wolfgang Herrndorf so früh verstorben ist – von diesem Autor hätte ich sehr gerne noch weitere Bücher gelesen.
- Erik Axl Sund
Krähenmädchen
(889)Aktuelle Rezension von: Darryl1208Das Buch beginnt als ein hochinteressanter Thriller, geht dann aber zunehmend in ein Beziehungsdrama über. - die Geschichte über die Beziehung von Jeanette und ihrem Mann ist vollkommen überflüssig. Dazu das Klischee, die Ermittlerin ist die einzige Frau im Team und der Chef natürlich ein Arsch.
Dazu kommt die Selbstüberschätzung und Überheblichkeit der Autoren direkt ihr allererstes Buch mit einem Cliffhanger zu beenden.
Allem die Krone auf, setzt das folgende Zitat.:
"Wir sehen uns dann in ein paar Wochen", sagt sie, ohne zu ahnen, das sie sich schon in weniger als zweiundsiebzig Stunden wieder sehen werden.
Zu diesem Zeitpunkt wird ihr Sohn seit fast vierundzwanzig Stunden verschwunden sein. " (s. 447)
Die letzten elf Seiten des Buches habe ich mir daraufhin geschenkt. Und 2 von 5 Sternen sind wirklich großzügig bewertet. - Adam Silvera
Am Ende sterben wir sowieso (Todesboten #2)
(402)Aktuelle Rezension von: CandeexixDie Geschichte war emotional, spannend und hat mich bis zum Ende mitgenommen. Besonders gut fand ich das offene und traurige Ende. Es hat sich eben nicht alles zum Guten gewendet, wie es in vielen Büchern am Ende oft der Fall ist – und genau das fand ich hier passend und ehrlich. Das Ende hat noch länger bei mir nachgehallt. 🥹📖
- Katharine McGee
Beautiful Liars, Band 1: Verbotene Gefühle
(616)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneDer Auftakt der „Beautiful Liars“-Reihe kommt nicht einfach daher – er stolpert dir quasi mit High Heels und einem Glas Champagner in der Hand direkt ins Gesicht. Von der ersten Seite an wird man in ein Netz aus Lügen, Intrigen und ein bisschen zu viel Drama (im besten Sinne) gezogen. Eine verhängnisvolle Nacht, die nicht nur gebrochene Herzen, sondern auch einen Toten hinterlässt, wirbelt das Leben mehrerer Charaktere gehörig durcheinander – und ganz ehrlich: Wer hier noch den Überblick behält, hat Nerven aus Stahl.
Dank der wechselnden Perspektiven fühlt man sich fast wie ein allwissender Gossip-Gott, der heimlich überall mithört. Avery, Leda, Watt, Rylin und Eris – jeder von ihnen bringt genug emotionale Baustellen, Geheimnisse und (sagen wir mal) fragwürdige Entscheidungen mit, um eine eigene Reality-Show zu füllen. Und trotzdem: Man kann ihnen einfach nicht böse sein. Man leidet mit, man fiebert mit… und manchmal möchte man sie auch leicht schütteln.
Das futuristische Setting mit seinem luxuriösen Turm und den sozialen Abgründen hat genau die richtige Mischung aus Glamour und „Oh wow, das ist eigentlich ziemlich düster“. Es knistert nicht nur zwischen den Figuren, sondern auch in der Atmosphäre – ein bisschen dystopisch, ein bisschen dekadent und definitiv spannend.
Zugegeben, der Einstieg nimmt sich Zeit – aber hey, auch ein gutes Drama braucht einen langsamen Aufbau, bevor es richtig eskaliert. Und wenn es dann Fahrt aufnimmt? Dann gibt’s kein Halten mehr. Das Finale kommt mit einem Cliffhanger, der einen praktisch dazu zwingt, direkt weiterzulesen (und vielleicht ein bisschen innerlich zu schreien).
Unterm Strich: Eine Geschichte voller Emotionen, Geheimnisse, Verrat – und genau der richtigen Portion „Spice“, um einen nicht mehr loszulassen. Ganz nebenbei hält sie unserer eigenen Gesellschaft einen ziemlich ungeschönten Spiegel vor. Und mal ehrlich… wir schauen doch alle ein bisschen zu gern hin.
- William Golding
Herr der Fliegen
(913)Aktuelle Rezension von: Hilda_JannsenNach einem Flugzeugabsturz findet sich eine Gruppe von Jungen, zwölfjährig und jünger, auf einer Insel wieder, kein Erwachsener hat den Absturz überlebt. Sehr schnell vergeht der Spaß am Abenteuer, noch schneller ergibt sich die Notwendigkeit, einen Anführer zu wählen und Bündnisse zu schmieden. Die neue Ordnung hat nicht lange Bestand, als sich die Freude an der reinen Macht durchsetzt. Es gibt Tote.
Der Romanklassiker legt den Finger in die Wunde jeder guten Gesellschaftsordnung, die nur so stark sein kann wie ihre Mitglieder, die integer und zahlreich genug sind, sich von der Freude an der Macht nicht verführen zu lassen. Und diese Stärke ist nicht angeboren, sondern muss erlernt werden, am besten in einer Umgebung mit guten Vorbildern.
Eindrucksvoll finde ich, dass selbst die Guten in der Geschichte nicht hundertprozentig gut (Ralph und Piggy) oder zu schwach (Simon, Sam und Eric) sind, was der Realität näherkommt, als wenn es einen echten Helden gegeben hätte. Der Verfall der Ordnung tritt nahezu sofort ein und ist auch nicht aufzuhalten, aber genau das kann man von Kindern (die weder unschuldig noch rein sind) letztlich auch nicht erwarten.
- Axel Petermann
Im Kopf des Bösen - Ken und Barbie
(200)Aktuelle Rezension von: Engelchen07Ich mag True-Crime Geschichten.
Das Buch hat mich aus diesem Grund auch gleich angesprochen. Der Klappentext klang vielversprechend und das Buch hat mich in dieser Hinsicht nicht enttäuscht.
Die Geschichte beginnt gleich voller Spannung im Rhein werden in Beton eingegossen Leichenteile einer jungen Frau gefunden, ist es die seit einem Tag vermisste junge Frau? Der Rechtsmediziner gibt Entwarnung es ist nicht die vermisste junge Frau. Sophie Kaiser und Leonhard Michels vom BKA Wiesbaden werden informiert und begleiten die Suche nach der Vermissten.
Der Fall war von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur spannend und hat mich absolut gefesselt. Sophie, die unter dem Asperger Syndrom leidet ist eine sehr fokussierte und trotzdem sehr sympathisch Ermittlerin, Leonhard Michels macht sie zu einem tollen Ermittlerteam.
Der Schreibstil ist flüssig und man fliegt nur so durch die Seiten.
- Erich Kästner
Das fliegende Klassenzimmer
(480)Aktuelle Rezension von: helenpreidt_Erich Kästners "Das fliegende Klassenzimmer" ist ein zeitloser Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur, der weit über eine einfache Schulgeschichte hinausgeht. Im Mittelpunkt des Romans steht die persönliche Reifung der Charaktere, die Kästner mit großer Wärme, Humor und psychologischer Feinfühligkeit darstellt.
Die Schüler des Internats erleben Konflikte, Freundschaft, Loyalität und Mut – Situationen, die sie zwingen, Verantwortung zu übernehmen und über sich hinauszuwachsen. Besonders eindrucksvoll ist, wie sich die Jungen im Laufe der Handlung von impulsiven Kindern zu nachdenklicheren, empathischen Persönlichkeiten entwickeln. Fehler werden nicht verurteilt, sondern als notwendige Schritte auf dem Weg zum Erwachsenwerden gezeigt.
Auch die erwachsenen Figuren tragen zur Reifung der Kinder bei, indem sie Verständnis, Menschlichkeit und Vorbildfunktion verkörpern. Kästner vermittelt damit die wichtige Botschaft, dass Erwachsenwerden nicht durch Strenge, sondern durch Vertrauen, Mitgefühl und Selbstreflexion entsteht.
"Das fliegende Klassenzimmer" überzeugt durch seine Sprache, seine tiefgründigen Figuren und seine klare moralische Haltung. Ein berührendes Buch, das junge wie erwachsene Leserinnen und Leser gleichermaßen anspricht und verdientermaßen fünf Sterne erhält.
- Colson Whitehead
Die Nickel Boys
(214)Aktuelle Rezension von: ki_wi46Mir fiel es leider anfangs sehr schwer in dieses Buch reinzukommen. Dies legte sich aber glücklicherweise als Elwood ins Nickel kam.
Ich fand es insgesamt immer wieder schrecklich wie im Nickel mit den Jungen umgegangen wurde und insgesamt der herrschende Rassismus.
Es ist kein schlechtes Buch, ich hatte aber das Gefühl, dass ich nicht ganz warm mit dem Buch geworden bin und es eigentlich sehr gut ist.
Leider wurde mir der Plot gespoilert, weshalb ich zusätzlich das Ende nicht ganz so „fühlen“ konnte. (Und irgendwie habe ich noch eine Frage…) Könnte also ein „me-problem“ sein, dass ich das Buch nicht so gut fand…
- Andreas Steinhöfel
Rico, Oskar und die Tieferschatten
(407)Aktuelle Rezension von: Katrin1Ein etwas gewöhnungsbedürftiger Dialekt,wenn man nicht gerade aus Berlin kommt. Sehr lustig erzählte Geschichte mit ein bisschen Spannung. Ideal als Schullektüre für die 4. oder 5. Klasse. Zeitlos geschrieben. Aus Sicht des tieenbegabten Rico erzählt, zeigt es den Schülern, dass man nicht immer der Schlaueste sein muss, um mit Herz und Verstand ein großes Rätsel zu lösen.
- Tess Gerritsen
Blutzeuge
(244)Aktuelle Rezension von: Katharina_KloseIch bin einfach ein Fan von Tess Gerritsen und es müsste viel passieren, dass ich keiner mehr bin. Mir gefällt der Schreibstil unfassbar gut und er hat mich auch dieses Mal wieder gepackt. Die Geschichte war zwar gruselig und grausam, aber das hat es nur noch spannender gemacht und war nicht "zu viel". Eine absolute Empfehlung!
- Jane Gardam
Bell und Harry
(112)Aktuelle Rezension von: NorellJane Gardam erzählt in "Bell und Harry" eine leise, nostalgische Geschichte über eine Sommerfreundschaft zweier Jungen. Bell verbringt die Ferien mit seiner Familie in einem kleinen Dorf an der Küste Yorkshires und lernt dort Harry kennen. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft entwickeln die beiden eine enge Freundschaft, geprägt von gemeinsamen Erlebnissen und einem Hauch von Melancholie.
Gardams Stil ist sehr feinfühlig und detailreich. Die Beschreibungen der Landschaft und des Dorflebens verleihen dem Roman eine warme, beinahe idyllische Atmosphäre. Allerdings schreitet die Handlung nur langsam voran, und vieles bleibt eher angedeutet als klar formuliert. Das kann poetisch wirken, sorgt aber auch dafür, dass die Geschichte manchmal etwas distanziert bleibt.
Die Themen des Romans - Freundschaft, Kindheit und der leise Übergang ins Erwachsenenleben - werden einfühlsam behandelt, jedoch nicht besonders tiefgehende erkundet. Wer ruhige, stimmungsvolle Erzählungen schätzt, wird sicherlich Freude an "Bell und Harry" haben.
- Cornelia Funke
Die Wilden Hühner 2. Die Wilden Hühner auf Klassenfahrt
(377)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeAch, das war wieder schön! Erinnert mich an meine Kindheit. 💜
"Die wilden Hühner" sind auf Klassenfahrt. Es geht ans Meer. Natürlich sind auch "die Pygmäen" dabei, und es gibt wieder kleine Streiche und Abenteuer. Und es wird gespenstisch: nächtliches gruseliges Gelächter und rätselhafte Fußspuren. Wer steckt dahinter?
Neben lustigen Begebenheiten gibt es aber immer auch ernste Themen, was mir richtig gut gefällt. Diese nehmen nicht viel Raum ein, sind aber vorhanden, so dass es kein "rosarotes" Kinderbuch ist...
Eine schöne und zeitlose Kinderbuchreihe!
27.08.2026
- Carolin Jelden
Die Hügelflitzer
(3)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderRicki ist mit den Eltern in eine Stadt umgezogen und musste ihre Freunde hinter sich lassen. Aber sie ist jung, frecht, aufgeweckt und findet so ganz schnell neue Freunde. Mit dieser Clique geht es auch schon gleich heiß her, weil gegen die Hügelflitzer treten die Trockenpaddler an und das geht richtig ab! Super zum vorlesen ab 6 Jahren und mit vielen verrückten Einfällen und witzigen Abenteuern. Bitte mehr davon.
- Jennifer Mathieu
Moxie. Zeit, zurückzuschlagen
(45)Aktuelle Rezension von: Elenas-ZeilenZauber‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Boah, was an Vivians texanischer Highschool abgeht, ist echt das letzte. Die Zustände dort sind schlimmer als in der Steinzeit, frauenfeindlich, sexistisch und kleingeistig. Hier leben die Klischees - Mädels sind Cheerleader und konkurrieren um den ersten Platz auf der Beliebtheitsskala der Jungs und die Jungs lassen frauenfeindliche und sexistische Kommentare los und schieben die Mädels in die 2. Reihe. Die Lehrer unterbinden das aber nicht, sondern sind genau die Vorbilder, die dieses Verhalten fördern.
Doch dann hat die zurückhaltende, schüchterne Vivian die Nase voll und lässt sich von der rebellischen Jugend ihrer Mutter inspirieren.
Den Mut, den sie dabei beweist, kann jedes Mädchen, jede Frau an den Tag legen. Mädchen und Frauen müssen nicht laut in der ersten Reihe stehen, um etwas zu verändern. Wir können auch ganz leise für unsere Rechte einstehen und Veränderungen herbeiführen.
Aber eins ist wichtig: der Zusammenhalt! Leider haben wir Frauen auch heute noch den Hang dazu, uns gegenseitig klein zu machen und übereinander herzuziehen. Sehen wir es realistisch, wir brauchen keine Männer, um sabotiert zu werden. Wir schaffen das locker alleine - „Female empowerment“ geht anders.
Der Schreibstil ist locker-leicht und ließ mich nur so durch das Buch fliegen. Ich ärgerte mich mit Vivian über die dämlichen Sprüche der Jungs und das Verhalten des Direx. Aber ich verstand auch die zurückhaltende Art ihrer Großeltern, die schon mit ihrer Rebellin, Vivians Mutter, genug erlebt hatten. Doch alle hielten zusammen und auch wenn sie nicht alle einer Meinung waren, konnten sie doch das Verhalten des Anderen akzeptieren. Okay, manchmal dauerte es etwas, aber im Großen und Ganzen rauften sie sich immer zusammen.
Dieses Buch sollte in der Schule gelesen werden, um zu verdeutlichen, was Feminismus, Sexismus und Toleranz bedeuten. Und ich finde, es ist nicht nur für Jugendliche geeignet, sondern für jedes Alter. Denn wie viele Frauen haben im Laufe ihres Lebens ihren Biss und ihre rebellische Ader unter den angeblichen Normen der Gesellschaft begraben? Denkt mal darüber nach.
Beim Lesen lief P!NK mit „Irrelevant“ auf DeluxeMusic - das ist das perfekte Lied für das Buch und seine Message.
Ich vergebe gern 5 Moxie-Sterne und eine 100%ige Empfehlung.‘*‘ Klappentext ‘*‘
Vivian lebt in Texas und hat die Nase voll. Von den blöden Kommentaren der Jungs während des Unterrichts. Von den Lehrern, die nichts dagegen unternehmen. Von der absurden Kleiderordnung, die nur für Mädchen zu gelten scheint. Aber vor allem hat Vivian es satt, den Mund zu halten. Als sie einen alten Flyer ihrer Mutter, ein ehemaliges Punkrock-Riot-Grrrl, findet, beschließt sie, etwas gegen die Ungerechtigkeit zu tun. Heimlich gestaltet sie ihren eigenen Flyer, »Moxie«, und verteilt ihn an der Schule. Die Mädchen sind begeistert und tragen Vivians Botschaft weiter. Und auch Seth, der neue Junge an der Schule, ist schwer beeindruckt. Doch schon bald begreift Vivian, dass sie damit eine Revolution angestoßen hat, die ihre Leben ganz schön ins Wanken bringt.
- Joe Berger
Simons Kleine Lügen
(2)Aktuelle Rezension von: YaBiaLina"Simons kleine Lügen" gehen in die zweite Runde,wobei er ehrlich gesagt,diesmal gar nicht so viel lügen tut,denn das ist die Auflage seiner Mutter,damit er zum Straßenfest darf.Aber das "nicht" lügen ist gar nicht so einfach und fällt Simon unglaublich schwer.
Für uns Leser ist der Zwiespalt zwischen der Wahrheit sagen und Lügen natürlich sehr amüsant und unterhaltsam.Der Autor hat einen wunderbaren,humorvollen Schreibstil.Wir mussten oft schmunzeln und lachen.Die Textmenge ist relativ wenig,was den Lesefluss enorm gefördert hat,so das wir das Buch an einem Tag ausgelrsen haben.
Aber auch die Illustrationen sind einfach spitze.Es handelt sich hier um ein Comic Roman,der total vielfältig ist.Keine Seite gleicht der anderen,die Mimiken der Charaktere sind unsagbar witzig und auch Pudding hat es uns mit seinen großen Kulleraugen wieder angetan,trotz seines "Problems" ;)
- Sandra Ladwig
Wollen wir tauschen?
(5)Aktuelle Rezension von: LeserattenmamaWieder mal ein witziges Buch aus dem Mixtvision--Verlag: „Wollen wir tauschen?“ 😀
Tona und Pauli sind beste Freunde und tauschen wirklich alles; nicht nur das Pausenbrot...auch Hosen und Geschwister 😂 doch dann vergessen sie eines Tages, was sie getauscht haben... da können die kleinen Zuhörer fleißig mitraten! Hier kam der Text von Sandra Ladwig mit den Illustrationen von Dorothea Tust sowohl bei den kleineren Kindern (fast 5 und 2 Jahre alt) als auch bei der großen (frischgebackenen Zweitklässlerin) sehr gut an, da sie die Lösung eindeutig am besten nachvollziehen konnte.... aber lest selbst 😉 - Nils Pickert
Prinzessinnenjungs
(23)Aktuelle Rezension von: Henri3tt3Das Bild auf dem Cover kennt vermutlich jede'r, denn es ging vor ein paar Jahren um die Welt.
Ja, das ist dieser Vater, der aus Solidarität mit seinem Sohn Röcke getragen hat und dafür zwar eine Menge Applaus bekam, der aber auch viel Hass aushalten musste.
Ich liebe dieses Foto. Den Buchtitel finde ich eher ungünstig, weil er so wirkt, als würde sich das Buch nur an eine bestimmte Sorte Jungen mit gewissen Neigungen wenden. Dabei geht es hier um alle Jungen, egal ob sie gern mit Puppen oder schon immer nur mit Autos spielen. Egal ob sie die Welt in Jungen- und Mädchensachen einteilen oder nicht.
"Rettet Eure Söhne und damit die Welt" würde besser passen.
Oder "Schluss mit dem Identitätskrampf! Männlichkeit kann so viele Gesichter haben!"
Zum Glück wissen die meisten Menschen, dass man ein Buch nicht nach seinem Cover oder Titel beurteilen sollte. Es geht um den Inhalt. Und der ist hier lebenswichtig für die gesamte Menschheit!
Würden Männer die starren Regeln zum Thema Männlichkeit aufgeben, hätten sie viel mehr Freiheiten und könnten entspannter leben. Frauen würden automatisch davon profitieren. Allen würde es besser gehen. Nicht nur den Menschen, sondern dem gesamten Planeten, denn dann gäbe es mehr Umweltschutz, keine Kriege, keine Gewalt, keine Ausbeutung. Das ist meine ganz persönliche Meinung. Der Autor hat das so nicht gesagt. Aber es ist die logische Konsequenz.
Das Buch ist teilweise etwas sperrig, an anderen Stellen schmerzhaft deutlich geschrieben, vor allem in den Beispielen. Aber ich hätte am liebsten fast jeden Satz angestrichen, kam aus dem Nicken kaum heraus. Nils Pickert fasst in Worte, was ich seit Jahrzehnten denke und fühle, aber oft nicht ausdrücken kann.
Ich wünsche mir, dass dieses Buch von ganz vielen Leuten gelesen wird: von Eltern, Großeltern, Onkeln, Tanten, Nachbarn, Bekannten, Lehrer'innen, Trainer'innen, einfach allen Menschen, die mit Jungen zu tun haben.
Bitte gebt dem Buch eine Chance, auch wenn Ihr den Titel komisch findet und auch wenn Ihr gar keine eigenen Kinder habt oder wenn Ihr zwar Söhne habt, die aber kein Interesse an "Mädchenkram" haben. Bitte lest es und macht die Welt ein kleines Stückchen besser!
- Manuela Olten
Echte Kerle
(10)Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1Das Buch „Echte Kerle“ von Manuela Olten wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.
Schon das Cover zeigt, das echte Kerle eine große Klappe haben. Die beiden Jungs um die es im Buch geht und die dort in dicken,fettgeschriebenen Sätzen ihre Meinung kundt tun, liegen abends im Bett und unterhalten sich über Mädchen.
Sie kommen zu dem Schluss, das Mädchen voll langweilig sind, nur mit Puppen spielen und ihre Teddys mit ins Bett nehmen, weil sie Angst haben vor Gespenstern. Aber kaum haben sie den Gedanken an Gespenster gedacht bekommen sie es selbst mit der Angst zu tun. Wie Jungs mit Angst umgehen kann man dann im Buch sehen. Da werden die mutigen Kerle plötzlich ganz kleinlaut.
Echte Kerle zeigt das Machogehabe das schon so mancher kleine Junge an den Tag legt. Alles können sie besser als Mädels und mutiger sind sie auch. Na wirklich? Als es hart auf hart kommt und sie vor ihren eigenen Gespenstern Angst bekommen hilft nur eines…..
Dieses Buch zeigt schön die Großkotzigkeit die Jungs so manches Mal an den Tag legen können. Gerade Jungs im letzten Kindergartenjahr haben das Gefühl sie seine die Größten.
Schön, wenn dann mal ein Buch aufzeigt, dass Jungs auch Angst haben können und dann plötzlich Mädchen doch gar nicht so ängstlich sind. Die Bilder sind herrlich einfach gehalten und drücken durch die gemalte Mimik aber jegliche Regung genau aus. Viel Text gibt es nicht. Aber dieser ist sehr aussagekräftig.
Wir empfehlen das Buch für Kinder im letzten Kindergartenjahr. - Remy Eyssen
Verhängnisvolles Lavandou (Ein-Leon-Ritter-Krimi 7)
(110)Aktuelle Rezension von: AriadnaDer Buchautor Remy Eyssen wählt in seinem neuen Mordfall wieder Südfrankreich als Handlungsort aus. Das Buchcover zeigt uns einen schönen Hafen mit Booten und Kähnen und ein malerischer Ort im Hintergrund. Dort ermittelt Leon Ritter, Rechtsmediziner, in einem neuen Mordfall. Am Strand von Lavandou wird eine Jungenleiche, die Frauenkleider trägt endeckt. Die Ermittlungen gestalten sich als schwierig, vor allem weil weitere Morde geschehen. Die Handlung ist bis zum Ende sehr spannend geschriebenund lässt beim Leser Gänsehautmomente aufkommen. Der Krimi ist gut zu lesen, da die einzelnen Kapitel relativ kurz sind und der Schreibstil ist flüssig. Die bildhafte Darstellung der Handlungsorte, entführen den Leser in die schöne Landschaft der Provence.
Insgesamt ein toller Krimi, der so spannend geschrieben ist, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Ich gebe deshalb eine klare Leseempfehlung und die Höchstpunktzahl (fünf Sterne).
- Kathrin Lena Orso
Die Ponys von Lillasund 2. Schatzsuche auf vier Hufen
(22)Aktuelle Rezension von: Die_Ponytante„Die Ponys von Lillasund - Schatzsuche auf vier Hufen“ ist der zweite Band der Reihe rund um Ida, ihre Freunde und natürlich die Ponys auf Lillasund.
Da ich den ersten Band nicht gelesen habe, kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Man kommt auch ohne Vorkenntnisse sehr gut in die Geschichte hinein. Natürlich kennt man anfangs die Figuren und Ponys noch nicht, aber alles wird so einfühlsam erzählt, dass man sich schnell zurechtfindet.
Das Buch erzählt die Geschichte von Ida und dem Pony Flóki. Obwohl Flóki nicht ihr eigenes Pferd ist, ist er für sie ein Pflegeponyund vor allem ihr Herzenspferd. Als die Familie ihrer Freundin aus finanziellen Gründen gezwungen ist, ihn zu verkaufen, setzen Ida und ihre Freunde alles daran, Flóki zu retten. Nach etwas Verzweiflung erfahren die Kinder von einem sagenumwobenen Wikingerschatz in der Nähe und hoffen, dass genau dieser Schatz ihre Rettung für Flóki sein könnte.
Was ich an diesem Buch besonders schätze, ist die Atmosphäre: Die Naturbeschreibungen sind so lebendig, dass man am liebsten selbst auf Lillasund Urlaub machen möchte. Die Zimtschnecken, die Insel, die Reitwege, die Ponys... alles wirkt so greifbar. Die Illustrationen im Buch sind wunderschön und ergänzen die Geschichte wunderbar, ohne der Fantasie der Kinder zu viel vorwegzunehmen oder sie einzuengen.
Auch inhaltlich überzeugt das Buch auf ganzer Linie! Die Freundschaft der vier Kinder ist ehrlich, stark und zeigt, wie wertvoll Zusammenhalt ist. Die Geschichte behandelt Themen wie Verantwortung, Umweltbewusstsein, Hilfsbereitschaft und Durchhaltevermögen und das ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Alles ist mit Leichtigkeit und Herz erzählt.
Besonders gefallen haben mir die spannenden Wendungen in der Geschichte. Die Schatzsuche nimmt einen unerwarteten Verlauf und auch Charaktere wie Stella, die zunächst für Konflikte sorgt, entwickeln sich weiter und überraschen. Die Spannung ist genau richtig dosiert und ist nie zu viel, aber sie bleibt dabei immer mitreißend genug, um unbedingt weiterlesen zu wollen.
Das Buch endet mit einem wunderschönen Happy End, das ganz viel Wärme hinterlässt. Es ist ein rundum gelungenes Sommerabenteuer, das sowohl mein inneres Kind begeistert als auch meine Tochter komplett abgeholt hat. Wir lesen jetzt gespannt Teil 1 und freuen uns schon sehr auf den nächsten Band, der zur Abwechslung im Winter spielen wird.
Fazit:
Ein liebevoll erzähltes, lebendiges Pferdebuch, das Kinder wie Erwachsene begeistert. Warmherzig, spannend, atmosphärisch - Lillasund bleibt im Herzen! Absolute Leseempfehlung :) - John Christopher
Die Feuerkugel
(5)Aktuelle Rezension von: KarinJInhalt (Klappentext):
Die Feuerkugel, dieser riesige gleißende Ball aus Licht, verändert die Ferien, die Brad und Simon miteinander verbringen, mehr als ihnen recht ist. Als das Unbekannte auf sie losrast, stürzen sie zu Boden; nachdem sie wieder zu sich gekommen sind, stellen sie fest, daß sie in einer Welt sind, in der alles anders ist. Eine Parallelwelt, in der die Macht des Römischen Reichs ungebrochen ist. Dort ist die Geschichte anders verlaufen, als die beiden Jungen sie in der Schule gelernt haben. Der Islam hat sich nie als Religion entwickelt, es gab keine Renaissance, keine Industrielle Revolution. Simon bekommt das ganz deutlich zu spüren. Er wird von Reitern gefangengenommen und als Sklave verkauft. Nach einer Ausbildung als Gladiator soll er im Circus sein Leben verteidigen. Brad dagegen trifft es besser - er wird von einer christlichen Patrizierfamilie wie ein Sohn aufgenommen. Schließlich interessiert sich der Bischof von Londinium für die beiden und es entsteht ein Plan, wie die rechtlosen Christen das Römische Reich aus den Angeln heben können.
Bewertung:
Im ersten Teil dieser Trilogie konstruiert John Christopher einen spannenden Einblick in das Leben im Römischen Reich. Das Buch ist relativ dünn (154 Seiten, nicht allzu dicht bedruckt) und daher bleiben die Darstellungen an der Oberfläche. Teils haben sich nach meiner Ansicht bzw. Internet-Recherche kleine Fehler eingeschlichen. Andererseits glaube ich nicht, dass es dem Autoren darum ging, einen historischen Roman abzuliefern. John Christopher bearbeitet vielmehr, wie in vielen seiner anderen Romane auch, erneut die Frage, was und wie stabil Zivilisation ist. Es wird hier nicht nur eine Gesellschaft beschrieben, die sich von der unsrigen, aktuellen unterscheidet. Die Inhaltsangabe verrät es bereits: Es geht auch darum, diese Gesellschaft zu ändern, sogar "aus den Angeln (zu) heben". Unterwegs macht Simon, aus dessen Sicht heraus die Geschichte erzählt wird, eine Entwicklung durch. Wieder einmal ist John Christophers Held ein Junge, der sehr von sich überzeugt ist. Der sich hervortun möchte und leicht gekränkt wird. Sein Cousin Brad dagegen ist von vornherein erwachsener und hochintelligent. Beide machten sich bei mir etwas unsympathisch durch ihre Rivalität, die glücklicherweise jedoch keine tragende Rolle spielt. Und Simon wird recht schnell erwachsen. Eben war er noch ein Schuljunge und dann macht ihm die Kampfausbildung in der Gladiatorenschule Spaß und er bekommt einen Bart. Insgesamt hat die Geschichte viel Tempo, auch wenn der Einstieg einen anderen Eindruck macht. Obwohl sich der Autor zu Beginn viel Zeit läßt, um Simons Situation in England 1981 zu beschreiben, überschlagen sich nach der Teleportation ins Römische Reich die Ereignisse. Immer wieder geschieht etwas und das ist nötig, denn die Geschichte hat Großes vor. Wer John Christopher kennt, weiß, dass sein Stil kurz und bündig ist. Das klingt oft sehr nüchtern und sachlich. Was das Seelenleben der Hauptfigur betrifft, wird es jedoch auch diesmal wieder dargestellt. Ich finde dies für einen Autoren seiner Zeit (John Christopher lebte zwischen 1922 und 2012) eigentlich einen lobenswerten Ansatz, der Jungen oder jungen Männern einerseits Gefühle erlaubt und andererseits zeigt, dass es zur persönlichen Reifung beiträgt, wenn man bestimmte Dinge, die als männlich gelten wie Rivalität und Kränkbarkeit, überwindet. Manchmal geht das Ganze aber etwas schnell:
Als Simon erfährt, dass Lavinia verlobt ist und dies nicht einmal unglücklich, ist er sehr schnell von seiner Liebe zu ihr geheilt und weiß ganz plötzlich, was er tun muss. Diese Wendung war zwar nicht wirklich unerwartet, da ich eine grobe Vorstellung vom weiteren Verlauf der Geschichte hatte. Auch mußte Simon rasch handeln, weil es für ihn eigentlich bereits zu spät war. Trotzdem war es seltsam, dass dieser gefühlvolle Junge seine Emotionen von jetzt auf gleich ausschaltet und nur noch handelt.Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen und ich gebe ihr vier Sterne.
- Aaron Blabey
Böse Jungs (Band 1)
(26)Aktuelle Rezension von: JaneswayBöse Jungs, das sind Mr. Wolf, Mr. Snake, Mr. Shark und Mr. Piranha. Aber künftig nur noch dem Namen nach. Denn sie sind bemüht, ab sofort als Helden gute Taten zu vollbringen und der Welt zu zeigen, welch guter Kern doch tief, tief, tiiiiiieeeeef in ihnen schlummert.
Ein Comicbuch, das auf viel Humor ausgelegt ist, aber von jüngeren Kindern als angegeben (Empfehlung ab 8 Jahren) noch teils schwer verstanden wird. Wer schon lesen kann, für den ist das Buch ein sehr kurzer Zeitvertreib: Es ist locker an einem Tag fertig zu lesen. Wer noch nicht gut lesen kann, wird nicht nur länger brauchen, sondern unter Umständen bei Wörtern aus anderen Sprachen noch ins Straucheln geraten und sie weder lesen noch verstehen können. Hier ist eine Begleitung sinnvoll, was hier ohnehin viel Spaß macht.
Die Bilder sind alle in Schwarzweiss. Wem es nicht graut, in ein Buch zu malen, der kann sich lange damit beschäftigen, dem Inhalt mehr Farbe zu verleihen. Die Schrift wird größer und verzerrter, je nach Tonfall der Figuren, was die Geschichte sehr lebendig macht.
Es dauert etwas, bis das Buch an Fahrt aufnimmt, da die Charaktere eingangs erst einzeln vorgestellt werden. Neben kleinerer Blödeleien bleibt Platz für zwei Versuche an Heldentaten. Sicher ist bei den Szenen für jeden was dabei, um mit seinem Kind gemeinsam über eine Stelle zu lachen.
Als Erwachsene fand ich im Gegensatz zu den Kindern die Geschichten nicht allzu gewitzt, die Art der Zeichnungen sagten mir nicht zu (waren mir nicht hübsch genug), aber das, was am meisten enttäuschte, war die geringe zeitliche Umfang, in welchem wir es durchgelesen haben. Wir lesen gerne zusammen längere Bücher (Lindgren, Preußler …), das hier ist dann vielleicht eher für Lesemuffel das Richtige.
Alles in Allem hat es den Kindern gut gefallen und sie wären am liebsten direkt mit dem nächsten Band fortgefahren. Bisher sind insgesamt drei Bände erschienen. Band 4 kommt bald (29.04.2019) in den Handel.
- Meike Messal
Düsterstrand
(16)Aktuelle Rezension von: LesekerstinSehr spannend geschrieben. Man denkt der ist der böse Finger und im nächsten Moment ist es dann doch der andere... und wieder zwei Seiten später ist wieder alles anders!
Mich hat der Krimi sehr mitgenommen und ganz nebenbei lernt man etwas über die Insel! Klasse!!!























