Bücher mit dem Tag "kairo"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kairo" gekennzeichnet haben.

45 Bücher

  1. Cover des Buches What the River Knows (Geheimnisse des Nil 1) (ISBN: 9783473586820)
    Isabel Ibañez

    What the River Knows (Geheimnisse des Nil 1)

    (295)
    Aktuelle Rezension von: christina7010

    Isabel Ibariez hat mit What the River Knows nicht nur eine sehr spannende Geschichte geschrieben sondern auch eine die einem von der ersten Minute an fesselt.
    Die Mischung aus Liebe, Jahrtausende alter Magie und Abenteuer, macht es zu etwas besonderem.

    Zu Beginn hat mich die Protagonistin wegen ihrer vielen Vorurteilen etwas irritiert denn je mehr ich ihre Perspektive verstand desto mehr konnte man ihre Gefühle und Gedanken nicht nur nachfüllen sondern auch verstehen.

    Inez ist nicht nur eine kluge Heldin sondern auch ganz schön taff, die sich nicht so leicht unterkriegen lässt, sowie Dinge direkt anspricht.
    So das es kein unnötiges Drama, keine Miscommunication die eventuell sogar nerven würde gibt, sondern eine Geschichte die zwar rasch voranschreitet aber die Spannung nicht verliert.

    Die Atmosphäre des Buches wird durch das mystische voller Emotionen sowie dem geheimnissvollen so fesselnd.

    Sehr gelungen fand ich den Perspektiven wechsel, welcher mich sehr überraschte, was den verlauf der Geschichte nicht nur durch die Wechsel zu Whit eine gewisse tiefe verleiht.
    Die Spannung blieb immer konstant hoch, das unvorhersebare Plottwists und das Ende ist ? Tja, da müssen wir auf Band 2 warten .....

    Leonie Landa und Martin Valdeig haben die Geschichte so unglaublich lebendig werden lassen.
    Die Charakteren welche völlig verschieden sind, kann man klar von einander unterscheiden, den sie fangen nicht nur die Emotionen perfekt ein sondern sorgen auch dafür dass man vollkommen eintaucht in die Handlung.

    Wer nach einer Geschichte sucht welche Liebe, Mysterien und Abenteuer perfekt vereinen und einem emotional so mit nimmt das es sogar Tränen gibt, ist das Buch oder Hörbuch ein muss.

  2. Cover des Buches Die Kane-Chroniken - Die rote Pyramide (ISBN: 9783551314864)
    Rick Riordan

    Die Kane-Chroniken - Die rote Pyramide

    (395)
    Aktuelle Rezension von: Fearstreetfan

    Dieses Buch hab ich damals gelesen jetzt wieder, super Buch, viele geheimnisse und Abenteuer. Sadie ist wirklich Cool und auch vorlaut. Carter ist der Besonnene und der experte wenn es um Ägyptische mythologie gilt. Das ende war sehr toll. Freue mich bald Band 2&3 zu lesen.


    Ein tolles Leseerlebniss für alle ab 12

  3. Cover des Buches Die Stadt aus Messing (ISBN: 9783833240997)
    S. A. Chakraborty

    Die Stadt aus Messing

    (128)
    Aktuelle Rezension von: Lismopp

    Sehr empfehlenswert! Zauber von 10001 Nacht. Ich habe die gesamte Reihe verschlungen und war sehr traurig als ich mit ihr durch war. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und die Idee der Romane fand ich auch sehr toll. Ich mochte die Charaktere im Buch und es gab spannende Twists. Außerdem finde ich es super, das es mal wieder Bücher mit mehr als 400 Seiten sind

  4. Cover des Buches Wer den Wind sät (ISBN: 9783406817984)
    Michael Lüders

    Wer den Wind sät

    (45)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Michael Lüders beschreibt, was die amerikanische Außenpolitik (häufig durch die CIA und unter Unterstützung bestimmter Think tanks und Journalisten) im Nahen Osten angerichtet hat. Und dem ja auch häufig folgend leider die Europäische Union und die deutsche Regierung. Oft hat man die ausgestreckte Hand zur Kompromissfindung ausgeschlagen, frühzeitig die Welt in "gut" und "böse" unterteilt und sich pragmatschen  Lösungen verschlossen, oft auf kosten von Zehntausenden Menschenleben. Teilweise wurde eine erfolgreiche Friedensstiftung durch die USA untergraben, auch in Fällen wie der Hamas oder Irans, was daran liegt, daß die USA ein Interesse an dem dauerhaften Krieg haben, in dem wir uns gegenwärtig befinden, man einseitig auf wirtschaftliche Vorteile der US-Wirtschaft setzt (Big Oil und die Motivation zu George W. Bushs völkerrechtswidrigem Angriffskrieg gegen den Irak) oder indem man zu einseitig auf Israel im Nahen Osten schaut. Natürlich fragt man sich, was die gewählten deutschen Politiker zu dem Ganzen gesagt haben, man möchte Namen und konkrete Aussagen wissen, genauso wie das, was gewisse Medien geschrieben haben. Idles singen in "War" von den "stone-faced liars", Brody Dalle trug ein "The CIA"- T-Shirt auf der Bühne (natürlich als Kritik), beides mit Recht. Ein aufwühlendes Buch, zur Pflichtlektüre empfohlen.

  5. Cover des Buches Thieves’ Gambit (ISBN: 9783423765022)
    Kayvion Lewis

    Thieves’ Gambit

    (248)
    Aktuelle Rezension von: reading_ronja

    Ich habe die Geschichte von Anfang an geliebt. Man ist sehr schnell durchgekommen und es war dauerhaft spannend. Der Schreibstil war flüssig und es gab viele Plottwists. Ich habe auch die Charaktere aus der Gruppe von Ross mega gerne gehabt und konnte sie mir auch super vorstellen. Die Anderen Charaktere waren eher Gegner aber sie waren alle individuell und interessant. 

    Ich habe Devroe geliebt, weil er eine super lockere Art hatte und musste bei seinen Aussagen oft schmunzeln. 

    Das Worldbuilding war gut ausgearbeitet und man hat gemerkt, dass die Autorin sich lange Gedanken über alles gemacht hat. Ich wusste von Anfang an, dass das ein lieblingsbuch werden wird und habe deshalb extra langsam gelesen um es mir länger aufzuheben. 

    Das Ende kam unerwartet und hat mich erstmal an die Wand starren lassen, war aber dennoch super und ich werde auf jeden Fall weiterlesen in der Reihe.

    Ich empfehle es auf jeden Fall allen, die Caraval oder Phantasma gemocht haben 🤭💕

  6. Cover des Buches Patricia Peacock und der verschwundene General: Patricia Peacock 2 (ISBN: B08YYFV1V2)
    Tiffany Crockham

    Patricia Peacock und der verschwundene General: Patricia Peacock 2

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Anna0807

    Als Patricia und John auf einer Silvesterfeier das schrullige Ehepaar Gräfin Walburga und General Huddelstn treffen, ist ihnen nicht bewusst, dass sie direkt auf ihren nächsten Fall zuschlittern. Als kurz vor der goldenen Hochzeit des Paares der General spurlos aus dem berühmten und skandalösen Lotusgarten verschwindet, machen sich John und Patricia auf die Suche nach ihm. 

    Da ich den ersten Teil der Reihe nicht kannte, bin ich sehr unvorbereitet in die Geschichte gestartet und hatte dadurch anfangs doch etwas Schwierigkeiten die Zusammenhänge zwischen den Figuren zu verstehen. Auch das Setting und der Umgang der Weißen mit den einheimischen "Boys" war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Dazu muss ich allerdings sagen, dass die Autorin sich hier natürlich nur an der tatsächlich stattgefundenen Behandlung orientiert hat und dadurch auch ein passendes Bild der Zeit und des Settings geschaffen hat. Dennoch finde ich den Umgang mit den Menschen in dieser Zeit immer etwas "gewöhnungsbedürftig". Die Art, wie es beschrieben wurde, hat mir insgesamt aber gut gefallen. Etwas schwierig fand ich allerdings die Vertonung der Sprecherin bzgl. der Boys. Aber das ist bestimmt Ansichtssache. 

    Die Sprecherin mochte ich ansonsten ganz gerne.

    Die Charaktere sind gut dargestellt und ich habe sie recht lieb gewonnen nachdem ich mich einmal in das Geflecht der Beziehungen eingefunden hatte. Natürlich hat man an einigen Stellen das typisch überspitzte, das für diese Art Geschichten zu erwarten ist. Ich mochte das sehr gerne. 

    Das Setting war wie bereits erwähnt gewöhnungsbedürftig, dennoch mochte ich es sehr gerne. Die Autorin hat es hier geschafft mir die Welt so zu beschreiben, dass ich ein gutes Bild vor Augen hatte aber nicht zu viel beschrieben wurde. So konnte ich meiner Fantasie noch ein bisschen spielen lassen.

    Gut gefallen hat mir auch der Spannungsbogen. Die Geschichte war weder zu lang noch zu kurz. Ich hätte es mir nicht anders gewünscht. 

    Insgesamt eine interessante Charakterzusammenstellung in einem gut gelungenen Setting. Für CosyCrime-Fans auf jeden Fall zu empfehlen.

  7. Cover des Buches Zwischen den Palästen (ISBN: 9783293605886)
    Nagib Machfus

    Zwischen den Palästen

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Maseli

    Der Nobelpreis 1988 für Nagib Machufs galt vor allem seiner Kairoer Trilogie, dessen ersten Band „Zwischen den Palästen“ ich hier vorstelle. Die Trilogie ist das Hauptwerk des Autors und ein Meilenstein der modernen arabischen Literatur. Sie entstand in den Jahren 1946–1952, erschien aber erst 1956–1957. Mahfus behandelt darin das Leben einer Kairoer Familie über mehrere Generationen (1917–1944). 

    Buchbeschreibung kurz & knapp zusammengefasst

    Abd al-Gawwad, der übermächtige Herrscher der Familie, ist gefürchtet und geliebt zugleich. Strotzend vor Vitalität und Lebenslust ist er ein liebenswürdiger Freund und geistreicher Unterhalter, ein Kenner von Kunst und Gesang, und nicht zuletzt ein feinfühliger Liebhaber schöner Frauen. Doch wenn er die Treppe zu seinem Palast hochsteigt, verwandelt er sich zum gnadenlosen Patriarchen, der Ehefrau, Töchter und Söhne an seinen Fäden führt. 

    In der Tat, außerhalb der Familie flößte Herr Abd al-Gawwad niemanden Angst und Schrecken ein, denn im Umgang mit allen anderen Menschen – Freunden, Bekannten, Kunden – war er offensichtlich ein völlig anderer Mann.

    Als die Wünsche und Hoffnungen jedes einzelnen an die Oberfläche kommen, verstricken sich die Familienmitglieder immer tiefer im Geflecht ihrer verunsicherten Beziehungen. Seine Ehefrau Amina ist eine Gestalt von mystischer Tiefe, in der Welt der Geister heimischer als in der Welt der Menschen, deren Leben sich ganz auf die Bedürfnisse ihres Mannes konzentrieren. 

    „Ich höre und gehorche, stehe zu Diensten.“

    Während das Familienleben in den Palastmauern seinen gewohnten Gang geht, beginnt draußen auf der Straße der blutige Kampf um nationale Unabhängigkeit. Abd al-Gawwad’s Familie bleibt von der Tragik der Ereignisse nicht verschont.

    Meine persönlichen Leseeindrücke

    Was für ein Roman! Grandios, außergewöhnlich, brillant, herausragend, ich könnte hier mit Superlativen nur so um mich werfen. Meine Reise in die Welt der Nobelpreisträger führt mich in ungeahnte literarische Höhen, so unterschiedlich und gleichzeitig so einzigartig und exzellent die einzelnen Meister sind. Sie bringen Erzählungen und Geschichten von hoher Qualität zu Papier, die ich in meiner kleinen Bibliothek der Weltklassiker sammle.

    Der 1. Band der Kairoer Trilogie „Zwischen den Palästen“ bietet einen Blick durchs Schlüsselloch in das Leben einer wohlsituierten, geachteten Kairoer Kaufmannsfamilie während des 1. Weltkrieges. An ihr stilisiert Machfus die ägyptische Gesellschaft der religiös geprägten Lebensvorgaben und -zwängen und dem verborgenen liederlichen Leben, dessen sich die Herren außerhalb der gesellschaftlichen Familienpflichten mit Freude und ohne Scham oder Gottesfurcht widmen. 

    Abd al-Gawaad ist ein Mann mit zwei Gesichtern. Im eignen Haus ist er seiner Familie gegenüber ein Tyrann, der Religion aber ein ergebener Gläubiger. Respektlos und harsch gebietet er sich gegen seine Frau, die ihm zu Diensten stehen muss und zu seinen Kindern, von denen er bedingungslosen Gehorsam verlangt.

    Das einzige, was du zu tun hast, ist zu gehorchen. Also hüte dich davor, mich so weit zu bringen, dich erziehen zu müssen.

    Diese offen dargebotete Misogynie ist durch und durch abstoßend und eine offene Kritik an Lebensumständen, die von der religiös fundamentalistischen Herrschaft durchaus geduldet schienen. Doch nicht nur seine Ehefrau lebt in Angst vor ihm. Auch seine 5 Kinder fürchten den Tyrannen. 

    Jedes Kind hatte Vorzüge, doch sobald sie vor dem Vater standen, waren diese im Handumdrehen verschwunden.

    Jedes Mitglied durchleidet unendliche psychische Pein in seinem Beisein. Abd al-Gawwad regiert mit eiserner Hand und lässt alle Menschen in den häuslichen Mauern zu kläglichen Marionetten verkommen. Für die Familie gilt, sich nicht seiner Zucht und seinem Gehorsam zu entziehen. Erstaunlich nur, dass außerhalb der Palastmauern der Patriarch mit einem gänzlich anderen Erscheinen auftritt. Jovial, charmant, mit perfekten Manieren tritt er Kunden und Freunden entgegen. Er ist geschätzt und wird umworben, denn seine Anwesenheit ist stets Garantie für fröhliche Stunden. Auch dem weiblichen Geschlecht begegnet er mit Wohlwollen und beim Werben um die weiblichen Gunst zieht er alle Register.

    ….noch nie, und das war wahrscheinlich das unglaublichste, hatte er dieses lachende, strahlende Gesicht gesehen, trunken von Zuneigung und Heiterkeit.

    Wenngleich das Hauptaugenmerk auf Abd al-Gawwad liegt, beschränkt sich der Roman bei weitem nicht nur auf ihn. Auf fast 700 Seiten finden alle Familienmitglieder Platz und Machfus widmet sich ihnen mit großer Empathie und Zuneigung. Für jede einzelne Romanfigur nimmt er sich Zeit und flechtet geschickt die einzelnen Schicksale in die große Familiengeschichte ein. Umrandet von den politischen Veränderungen und den äußeren Einflüssen, die hinter die Palastmauern drängen, eröffnet mir der Roman „Zwischen den Palästen“ einen einzigartigen Einblick in die fremde Kultur des einstigen Weltreiches der Pharaonen.

    Fazit

    „Zwischen den Palästen“ von Nagib Machfus ist ein Meisterstück an Erzählkunst der modernen arabischen Literatur. 

    Machfus‘ große Kunst liegt für mich in seiner Fähigkeit, gesellschaftliche Prozesse scharfsinnig zu beobachten und sie hervorragend, spannend und farbig zu erzählen. Seine genaue Beobachtung, seine scheinbar grenzenlose Fantasie und sein Mut, die Wahrheit zu schreiben, ermöglichte mir einen tiefen Einblick in das Leben in Ägypten vor 100 Jahren. Es mag aber auch ganz einfach sein, dass ich von Anfang an dem schönen Klang der Erzählstimme verfallen war!

  8. Cover des Buches Vertigo (ISBN: 9783857877971)
    Ahmed Mourad

    Vertigo

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Janosch79
    Bei "Vertigo" muss ich leider feststellen, dass Thriller manchmal ziemlich verworren sein können.

    Inhalt: Achmad, Gesellschaftsfotograf in einem exklusiven Kairoer Hotel, wird Zeuge, wie ein Freund bei einem Attentat auf zwei rivalisierende Geschäftsleute in der Bar Vertigo brutal ermordet wird. Es gelingt ihm, das Geschehen mit der Kamera festzuhalten, bevor er sich unerkannt vom Tatort entfernen kann. Das brisante Material spielt er einer Zeitung zu, deren Chefredakteur eine wichtige Rolle im alles durchdringenden Geflecht aus Korruption, Intrigen und Klientelpolitik spielt. Unversehens verfängt Achmad sich in diesem Netz, das bis in höchste Kreise reicht. Er sieht sich gezwungen unterzutauchen, denn seine skrupellosen Gegner schrecken vor nichts zurück.

    Mich hat gleich dieses Cover und der Klappentext angesprochen. Ich dachte, dass ich mal einen Thriller der anderen Art lesen könnte. Doch der Schein trog leider gewaltig.Insgesamt fand ich den Schreibstil und die einzelnen Beschreibungen ziemlich schwer zu verstehen. Dadurch entwickelte sich der gesamte Plot äußerst langatmig und es entstand bei mir zu wenig Spannung. Das Ganze kann natürlich auch der Übersetzung geschuldet sein.

    Definitiv gelungen fand ich die vielen Einblicke in die Machtstrukturen in Ägypten sowie die alltäglichen Abläufe in Kairo. Vom politischen Hintergrund definitiv ein Werk, das man gelesen haben sollte.


    Insgesamt lässt mich dieser Thriller etwas nachdenklich zurück. Einerseits politisch brisant, aber andererseits konnte mich der Schreibstil nicht wirklich überzeugen. 



     
  9. Cover des Buches Die Kairo-Affäre (ISBN: 9783453438149)
    Olen Steinhauer

    Die Kairo-Affäre

    (11)
    Aktuelle Rezension von: SalanderLisbeth

    Später hasste sie sich dafür, dass sie den Killer angesehen hatte und nicht ihren Mann. Sie hätte Emmett ansehen, ihm einen letzten Augenblick des Mitleids, der Zärtlichkeit, der Liebe schenken müssen. Aber sie hatte es nicht getan, weil sie das nicht erwartet hatte. (Auszug Seite 37)


    Emmett und Sophie

    Der US-amerikanische Diplomat Emmett Kohl sitzt mit seiner Frau Sophie in einem Budapester Restaurant. Seit einigen Monaten ist er als stellvertretender Generalkonsul in Ungarn stationiert. Davor lebten sie jahrelang in Ägypten und fühlten sich da sehr wohl, bis auf die letzten Monate, in denen Emmett gereizt und nervös war. Er konfrontiert seine Frau mit dem Wissen um ihre Affäre mit einem befreundeten CIA-Mitarbeiter in Kairo. Noch bevor sie sich richtig aussprechen können, stürzt ein Fremder ins „Chez Daniel“ und erschießt Emmett kaltblütig vor den Augen seiner Frau. Die schockierte Sophie reist auf eigene Faust heimlich nach Kairo, da sie hier die Drahtzieher für den Mordauftrag an ihrem Mann vermutet. Sie nutzt auch ihre Verbindungen als Diplomatenfrau, als sie sich mit ihrem Ex-Liebhaber, dem CIA-Agenten Stan Bertolli trifft.

    Olen Steinhauer hat seinen Thriller „Die Kairo-Affäre“ mit den Ereignissen rund um den „Ägyptischen Frühling“ verknüpft. Anfang des Jahres 2011 rufen ägyptische Aktivisten zum Widerstand auf und der Tahrir-Platz wird zum Zentrum der Demonstrationen. Der langjährige Staatspräsident Mubarak tritt zurück, das Militär übernimmt die Macht und es kommt zu den ersten Unruhen in Libyen. Diese aufgeheizte Revolutionsatmosphäre mit Protesten und Aufständen erlebte das Diplomatenpaar Kohl in Kairo live mit.


    Der Plan Stumbler

    Die USA schauen mit Sorge auf diesen Prozess und lassen zum Wohle ihres Landes, beziehungsweise um amerikanische Wirtschaftsinteressen zu schützen, die CIA einen Plan namens „Stumbler“ entwickeln, der vorsieht, mithilfe libyscher Exilanten Diktator Gaddafi zu stürzen. In einem anderen Handlungsstrang geht es um dieses längst verworfene Vorhaben.

    In Washington hat der junge CIA-Analytiker Jibril Aziz vor einiger Zeit diesen Plan für einen politischen Umsturz in seinem ehemaligen Heimatland Libyen entwickelt. Obwohl längst zu den Akten gelegt, befürchtet Aziz, aufgrund verschiedener Hinweise, dass die Amerikaner Stumbler nun doch umsetzen und die Revolution für ihre Zwecke instrumentalisieren wollen. Noch kurz vor Emmett Kohls Exekution hatte Aziz Kontakt mit ihm aufgenommen, denn der Botschaftsangehörige zählte zu den erklärten Gegnern von Stumbler. Mit seinem Wunsch, die Hintergründe aufzuklären, löst der von Gewissensbissen gequälte Aziz eine Kettenreaktion aus, denn es bleibt nicht bei dem einen Todesfall. Auch ein weiteres Mitglied der Botschaft und der CIA-Mann Stan Bertolli werden ermordet und Azis verschwindet wenig später spurlos in der libyschen Wüste. Versucht der US-Geheimdienst fieberhaft und mit allen Mitteln eine aus der Kontrolle geratene Operation zu vertuschen und die Aufdeckung seiner Machenschaften zu verhindern?

    Immer wieder werden Episoden aus der Vergangenheit des Ehepaares Kohls eingestreut. Vor 20 Jahren führte die Hochzeitsreise der damals schon politisch Interessierten nach Osteuropa. Sehr ausführlich werden die zum Teil grausamen Erlebnisse während des Bürgerkrieges 1991 auf dem Balkan geschildert. Erst durch die vielen Rückblenden entwirren sich so langsam die Fäden der Erzählstränge, die der Autor geschickt miteinander verwoben hat.


    Durch Beschreibungen des exotischen Kairo und spannende Szenen in der libyschen Wüste schafft der amerikanische Autor eine stimmige Atmosphäre. Olen Steinhauer hat einen sehr anspruchsvollen aber auch verwirrenden Spionagethriller geschrieben mit einer sorgfältig aufgebauten Handlung. Die Spannung entsteht aufgrund ständig wechselnder Perspektiven, Zeiten und Orte, um dann, und das fand ich besonders raffiniert, das gleiche Geschehen noch mal leicht zeitversetzt aus der Perspektive einer anderen Figur zu schildern. Der Leser erhält dadurch neue Hintergrundinformationen und es ergibt sich wieder ein ganz anderes Bild. Hier muss man aber auch sehr konzentriert bei der Sache bleiben, sonst verliert man den Überblick.


    Das gleiche gilt für das hervorragend dargestellte Figurenensemble. Jeder der vielen Charaktere ist mit einem Geheimnis ausgestattet, lügt und betrügt und vertraut niemanden. Freunde können schnell zu erbitterten Feinden werden. Bis zum Schluss werden noch wichtige Figuren eingeführt oder können auch wieder geopfert werden, wie zum Beispiel der große schwarze Söldner John mit einem Hang zur Lyrik oder der ältere Omar Halawi, ein kluger Mann und Mitglied des ägyptischen Geheimdienstes, mit dem noch mal richtig Fahrt in die Geschichte kommt. Es bedarf volle Konzentration, um nicht den Überblick zu verlieren, wer hier mit wem oder gegen wen arbeitet. Das ist sicher auch die Absicht des Autors, denn sein umfangreiches Personal durchschaut die Intrigen schon lange nicht mehr.


    Steinhauers ambitionierter Thriller führt in die paranoide Welt der Spionage und es ist eine bittere Geschichte.

  10. Cover des Buches Abenteuer Afrika - Mit dem Zug der Störche (ISBN: 9783864761218)
    Gabrielle C. J. Couillez

    Abenteuer Afrika - Mit dem Zug der Störche

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Postbote
    Das ist der zweite Teil vom Leben und Wirken des Naturforschers Georg Wilhelm Schimper.
    Nachdem er im ersten Teil in Südeuropa seine Abenteuer erlebt hat, werden hier von seiner forschenden Neugier aus  Algier, Afrika und Ägypten erzählt.
    Zu seiner Lebzeit völlig unbekannte Länder und viel Neues in Sachen Kultur, Pflanzen, Sitten und Menschen.
    Genauso hat die Autorin von Schimpers Leben in diesem Roman erlebnisreich erzählt. Dabei kam der absolute Forschungsdrang von Schimper im Buch sehr zur Geltung. Es war gefährlich oft für ihn, doch seine wagemutigen Touren, Entdeckungen haben sich gelohnt. Noch heute werden von seinen damaligen, ausgefallenen Naturfunden in Museen, Ausstellungstechnisch erzählt.
    Immer wieder passierte es, das er oftmals dem Tote nahe war, auf seinen Entdeckungstouren. Oft von Krankheiten, die der Europäische Körper nicht aushält, oder eben auch durch Kriminelle Begegnungen.
    Doch er hat oft Glück, kehrt auch dazwischen wieder mal nach Europa zurück.
    Unruhig ist er, nach meindlicher Genesung, wieder auf Entdeckung zu gehen. Man Rät ihm das vorerst ab, aber er entscheidet anderst und begibt sich nach Ägypten auf Neues.
     Seine Forschungsarbeit vom badischen Großherzog, finanziell unterstützt.
    Sein größter Kummer, den er im zweiten Teil noch ausgeprägter erzählt, ist, kein Glück in der Liebe, keine dauerhafte Beziehung.
    Sein Ankommen und Begehrt werden bei den Frauen, sind im Buch sehr Liebevoll und Intensiv beschrieben.
    Unatraktiv war Wilhelm keines Falles.
    Das Buch ist sehr Naherlebt beschrieben. Der Schreibstil sehr angenehm zu lesen und zu folgen.
    Man erfährt nebenbei was von Flora und Fauna. Die Landschaften wirken bildlich auf einen beim lesen.
    Man spürt den unaufhaltsamen Forschungsdrang von Schimper. Man spürt aber auch mit was für einer Einfachheit er an Utensillien damals hat auskommen müssen.
    Ein wahres Abenteur dies Buch zu lesen.
    Von Vorteil wäre den ersten Band zu lesen: Die Rückkehr der Störche.
    Band drei ist in Bearbeitung: Die Heimat der Störche.
    5 Punkte

  11. Cover des Buches Infernus - Die Macht der Göttin (ISBN: 9783789109034)
    Jo Hogan

    Infernus - Die Macht der Göttin

    (38)
    Aktuelle Rezension von: dianasei

    Der Schreibstil ist wirklich angenehm und das Buch eignet sich perfekt für Zwischendurch. Die Charaktere sind sehr sympathisch und haben auch einen guten Humor.

    Eignet sich für alle, die sich für Ägyptologie und Archäologie interessieren, also auch perfekt für mich 😅

    Sehr schön an diesem Buch ist ebenfalls, dass es auf realen Thesen, Legenden, Theorien und Prophezeiungen basiert.

    Liebe, Verrat, Hinterhalt, Rätsel und dunkle, düstere Aufgaben erwarten einen in diesem Buch.

    Fühlt sich an wie eine Young-Adult Version vom Da Vinci Code und brauche unbedingt den zweiten und damit letzten Teil!

  12. Cover des Buches Der Schlüssel zu Rebecca (ISBN: B004ROTK10)
    Ken Follett

    Der Schlüssel zu Rebecca

    (167)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12


    "Der Schlüssel zu Rebecca" ist ein Spionageroman von Ken Follett. Monatelang brachte Rommels Armee in Nordafrika den Engländern schwere Verluste im 2. Weltkrieg bei. Kairo war ein Hotspot für Spionage. Immer wieder kommt die deutsche Wehrmacht an strategische Informationen, die sie im Kampf zu ihren Gunsten nutzen können. Der deutsche Agent Alex Wolff gibt verschlüsselte Funksprüche für Rommel durch. Als Code dient "Rebecca", ein Roman der britischen Schriftstellerin Daphne du Mauriers. Doch der britische Abwehrspezialist Vandam will den Agenten zur Strecke bringen. Es entwickelt sich eine Verfolgungsjagd, bei der der Ausgang kriegsentscheidend in Nordafrika sein kann. Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts erschien dieser Agententhriller von Ken Follett bei uns in Deutschland. Dies merkt man dem Roman bzgl. Sprache und Kernthema deutlich an. Der Anfang entwickelte sich dabei für mich schleppend, aber mit zunehmenden Verlauf wurde die Story immer spannender. Und dabei fesselte einen das Duell der Widersacher immer mehr. Zum einen, weil historische Begebenheiten gut eingearbeitet sind, zum anderen aber auch die Entwicklung der Charaktere. Denn aus einem Duell wird immer mehr ein Geflecht aus Beteiligten auf beiden Seiten des Krieges. Ägypten und Kairo stehen dabei im Mittelpunkt. Für mich war dieser schon mittlerweile betagte Spionageroman eine interessante Zeitreise und eine unterhaltsame Lektüre.

  13. Cover des Buches 1001 Berührung - Shadows of Love (ISBN: 9783732517169)
    Cara Bach

    1001 Berührung - Shadows of Love

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf die - recht dürftige - Handlung erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Ich habe es ja in der Einleitung bereits angedeutet: Die Kurzinfo beschreibt den Inhalt des Buches recht gut - eigentlich geschieht kaum mehr, nur wird dies eben mit sehr viel Wortgetümmel ausgewalzt. 

    Die Figuren sind flach und stecken voller Klischees. Leider machen es die zahlreichen Längen in der Handlung auch nicht gerade besser. 

    Ein winziger Lichtblick sind da die eingestreuten erotischen Passagen. Aber auch dieser Lichtblick verblasst sieht man sich diese Passagen genauer an: Da kommt keine erotische Spannung auf, geschweige denn irgendwelche Lustgefühle..! Es reicht für einen erotischen Text eben nicht aus die sexuelle Handlung zu beschreiben und sich dabei eher am "Dirty Talk"- Sprachgebrauch zu orientieren.

    Zusammenfassend gesagt: Ein Büchlein auf Heftchen-Niveau das ganz knapp am totalen Flop vorbeischrammt!


  14. Cover des Buches Der Rausch (ISBN: 9783293305748)
  15. Cover des Buches Im Taxi (ISBN: 9783857874284)
    Chalid al-Chamissi

    Im Taxi

    (5)
    Aktuelle Rezension von: monerl
    Meine Meinung:
    »Chalid al-Chamissi hat achtundfünfzig fiktive Monologe von Kairoer Taxifahrern mit einer derartigen Überzeugungskraft und sprachlichen Originalität verfasst, dass sie die meisten Leser für authentisch halten.« Quelle: Reuters

    So ging es mir auch! Zu Anfang dachte ich, dass der Autor seine Erlebnisse mit verschiedenen Taxifahrern zusammengefasst und niedergeschrieben hat.

    Ich habe sehr gerne jede einzelne Geschichte gelesen. Teilweise sind sie humorvoll oder auch traurig, es gibt auch Berichte, die mich entsetzt haben und bei einigen hätte ich sehr gerne mehr über den Taxifahrer und sein Leben erfahren.

    Obwohl jedes Kapitel ein eigener Bericht ist, hat man doch immer das Gefühl, die Hauptperson des Romans, der Autor als Fahrgast, nimmt einen täglich auf seine "Reise" innerhalb von Kairo mit. Gerne hätte ich hin und wieder die Fahrt ein bisschen länger genossen und, wenn nötig, auch ohne den Autor. Doch leider leider war das nicht möglich.

    Wenn man der arabischen Sprache mächtig wäre, würde man feststellen, dass es sich in Ägyptens Taxis tatsächlich so verhält. Diese Aussage stütze ich auf viele eigene Taxifahrten in Kairo, bei denen ich natürlich eine einheimische Begleitung hatte, die mir danach übersetzte, was der Fahrer erzählt hatte. Oftmals gab es Geschichten zum Schmunzeln oder aber der Fahrer hatte sich lauthals über Ägypten, die Behörden oder den Nachbarn beschwert. Die meisten sind gesprächig, deshalb wirkt das vorliegende Buch auch sehr authentisch!

    Wer Ägypten durch die Augen und die Stimme des einfachen Volkes kennenlernen möchte, ist mit diesem Road-Trip in Kairo bestens bedient! Auf eine entspannte und leichte Art und Weise lernt der Leser Ägypten von einer anderen Seite kennen. Wer sich traut als "Blinder Passsagier" mitzufahren, wird bestimmt gut unterhalten werden!
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    http://monerls-bunte-welt.blogspot.de/2015/04/buchvorstellung-im-taxi-unterwegs-in.html
  16. Cover des Buches Karnak-Café (ISBN: 9783293405844)
    Nagib Machfus

    Karnak-Café

    (4)
    Aktuelle Rezension von: monerl
    Meine Meinung
    Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen. Der Autor schafft Atmosphäre und verbreitet ein gutes Gefühl in Bezug auf das Karnak-Café und seine (Stamm)Gäste. Wenn man Ägypten bereits bereist hat, kann man sich diese Art von Café sehr gut vorstellen. Man hat die Gäste vor Augen, wie sie ihre Zeit dort genießen, über Politik, die Liebe und Gott und die Welt palavern. Das machen Ägypter in solchen Cafés tatsächlich mit riesengroßer Freude. Eher unüblich ist dabei die Anwesenheit von Frauen, sowohl als Inhaberin als auch als Gast. Dies muss jedoch an der Zeit liegen, in der das Buch verortet ist. In den 50er sowie 60er Jahren stellten Frauen in Cafés in Kairo durchaus ein normales Straßenbild dar.

    Der Erzähler stolpert ganz zufälltig über das Café und erkennt in der Inhaberin die in den 40er Jahren berühmte Bauchtänzerin Kurunfula. Ihr Name ist auf die Nelke zurückzuführen, die im Ägyptisch Arabisch “karanful” (قرنفل) heißt. Sie strahlt und er erinnert sich an die damalige Zeit, in der er Kurunfula bewunderte und freute sich nun umsomehr dieses Café gefunden zu haben, in dem er sich schnell sehr wohl und als einer von -ihnen- fühlte.

    “Was aber diesen Ort zu etws ganz Besonderem machte, war die innige Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart, von wehmütiger Erinnerung an schöne Zeiten und dem Stolz auf die rühmliche Jetztzeit. Über allem schwebte der Zauber des unerwarteten Zufalls. Da war einfach nur meine Uhr stehen geblieben, und schon erlebte ich einen so manigfaltigen Reiz. Oh ja, sagte ich mir, wann immer die Zeit es erlaubt, soll das Karnak-Café der Ort sein, an dem ich mich ausruhe und erhole.“ (S. 7f.)

    Doch dieser wundervolle Café-Alltag hällt nicht für immer. Drei junge Stammgäste, einer davon ist Hilmi Hamada, in den Kurunfula sehr verliebt ist, sind plötzlich für eine längere Zeit verschwunden. Irgendwann erscheinen sie wieder und es ist klar, dass sie Schreckliches erlebt haben, und dass das mit dem Geheimdienst zu tun hat.

    Die drei verschwinden noch zweimal und jedes Mal kommen sie älter und verstörter zurück. Und wenn das nicht schon schlimm genug wäre, widerfährt dem ägyptischen Volk in dieser harten, politischen Zeit eine schmerzhafte Niederlagen, bei der über 10.000 Soldaten den Tod fanden. Es ist die Niederlage im Kampf gegen Israel, der Ägypten durch den Sechstagekrieg/Junikrieg (05.-10. Juni 1967) den Stolz und die Söhne nahm.

    Nagib Machfus hat seine Novelle einige Wochen nach dem Sechstagekrieg geschrieben und man erkennt dabei, dass er diesen als auch die gesamte ägyptische Politik darin verarbeitet und kritisiert.

    Diese Novelle ist nicht sehr umfangreich. In den ca. 120 Seiten reduziert Machfus somit alles auf das Wichtigste. Als Leser kann man der Entwicklung folgen, wobei es ohne Kenntnisse zur ägyptischen Politik, der Revolution von 1952, dem Sechstagekrieg und den Gesellschaftsstrukturen nicht leicht fällt, das Gesagte zu verstehen. Das Buch muss in der zeitlichen Verortung gesehen und gelesen werden, damit Machfus’ Worte verstanden werden können.

    Meine Interpretation des Endes ist, dass sich das Volk verraten und vergewaltigt fühlte; von der Revolution, von den Versprechungen, von der Führungspolitik. Am Ende blieb ihnen nicht einmal mehr der Stolz – und der ist sehr wichtig für viele Ägypter. Wenn man schon in Ägypten war und die Gelegenheit hatte sich mich Einheimischen zu unterhalten, konnte man ganz bald erkennen, dass die meisten Ägypter stolz darauf sind, Ägypter zu sein. Was auch immer das im Grunde bedeuten soll.

    Der Autor hat noch etwas Hoffnung für sein Land. Dass er die aber durch den Mund des Folterers kundtut, der in den Kreis des Karnak-Cafés aufgenommen wird, spricht meiner Ansicht nach Bände.

    “Lasst mich in aller Kürze sagen, was für mich die Quintessenz dessen ist, was ich in der letzten Zeit gelernt habe. Mit der Niederlage war mein früheres Leben beendet, aber ich bin aus dieser Krise mit neuen Erkenntnisssen hiervorgegangen, die mir für mein zukünftiges Leben als Richtschnur dienen werden. Was für Prinzipien das sind? Erstens: Begib dich niemals wieder auf den Irrweg von Willkür und Diktatur. […]“ (S.116)

    Ich hätte mir insgesamt aber ein paar Seiten mehr gewünscht, auf denen die Charaktere ein bisschen näher beschrieben worden wären. Dies ist kein Entwicklungsroman. Das Buch beschreibt eigentlich den damaligen Ist-Zustand, wie der Autor ihn empfand.

    Sehr gut gefallen haben mir zum Schluss die Worterklärungen, die Infos zur Übersetzerin und eine Art Nachwort zum Buch von Roger Allen. Das alles gibt einem ein größeres Gefühl für das “Karnak-Café”.


    Fazit
    Ein sehr interessantes Buch über die ägyptische Gesellschaft bis Ende der 60er Jahre. Ein wahrlich historisches Buch, das die damalige politische Landschaft und Struktur beschreibt, in der es zum damaligen Zeitpunkt geschrieben wurde. Dies ist kein Buch, das man einfach so zwischendurch liest, um sich zu unterhalten. Ohne Vorwissen oder nachträgliche Recherche als auch Interesse an Ägypten und seiner Gesellschaft, wird sich dem Leser der Inhalt des Buches nicht richtig eröffnen. Es wird lediglich ein geschriebener Text bleiben, der nicht berührt. Dies finde ich sehr schade und wird dem Buch und dem Autor nicht gerecht. Deshalb sollte jeder die Finger davon lassen, der sich nicht für Klasser, nicht für Politik und nicht für Ägypten und seine Konflikte interessiert.
  17. Cover des Buches Eddie (Band 1) – Achtung, die Mumie ist los! (ISBN: 9783961293155)
    Christiane Rittershausen

    Eddie (Band 1) – Achtung, die Mumie ist los!

    (21)
    Aktuelle Rezension von: seschat

    INHALT

    Als ich das wirklich lustige Cover mit Mumie Eddie auf dem Skateboard gesehen habe, kam ich um die Lektüre des Buchs nicht herum. Und der erste optische Eindruck hat mich nicht getäuscht. Die Geschichte ist eine gelungene Mischung aus spannender Geschichtsstunde und humorigen Kinderbuch. Im Zentrum stehen die beiden Jugendlichen Cleo und Marik, deren Eltern in Kairo an einer Ausgrabung teilnehmen. Es soll ein bisher noch unentdecktes Pharaonengrab ausgehoben werden. Doch Cleo und Marik haben andere Sorgen. Sie müssen sich um die agile Mumie Eddie kümmern.

    MEINUNG

    Christiane Rittershausens Kinderbuch bot durchweg spannende Unterhaltung. Ich wusste im Vorhinein nicht, dass es sich um den ersten Teil einer Reihe handelt. Deswegen gab es am Buchende auch einige offene Fragen. Nichtsdestotrotz fand ich die Story immens lesenswert, gerade wenn man auf das Alte Ägypten abfährt und die Hintergründe kennt. Selbst erwachsene Leser werden es verschlingen. Das liegt auch am Witz der Lektüre, der sich in ungewöhnlichen Figurennamen und skurrilen Twists innerhalb der Handlung offenbarte. Von den handelnden Figuren hat mich vor allem Mumie Eddie fasziniert, die zum ersten Mal ein Smartphone in der Hand hält und von einem sprechenden Skarabäus namens Pillepalle begleitet wird. Daneben spielen Grabräuber und die ägyptische Geschichte sowie Religion eine essentielle Rolle.

    FAZIT

    Ein Ägyptenabenteuer, das kleine wie große Leser in seinen Bann ziehen wird. Wo trifft man schon in der Gegenwart auf eine sprechende Mumie?


  18. Cover des Buches Der Dieb und die Hunde (ISBN: 9783293305724)
  19. Cover des Buches Das Lied der Bettler (ISBN: 9783293405714)
  20. Cover des Buches Der Gott der Dunkelheit (ISBN: 9783453432185)
    Tom Bradby

    Der Gott der Dunkelheit

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    Bradby traut sich einiges zu: Auf Kairo liegt 1942 Rommels langer Schatten, die Briten packen hastig ihre Sachen, ägyptische Unabhängigkeitsgedanken werden wieder lautstark geäußert und gutvernetzte Kriminelle sehen in der sich zuspitzenden Katastrophe, dass Geld auf der Straße liegt. Dazu kommen ein, zwei drei Morde (und später ein paar mehr), ein ägyptischer Teufelsgott, eine schöne Lügnerin, korrupte Polizisten, Vorgesetzte mit eigener Agenda. Und zu guter letzt ein Ermittler mit dem unverarbeiteten Trauma eines verunglückten (ermordeten?) Sohnes, einem ägyptischen Verbindungsbeamten, dessen Sohn ebenfalls kurz vorm Sterben steht und eine schwierige Ehefrau.

    Das alles traut sich Bradby in eine Geschichte zu schichten - und es gelingt. Der Roman ist dicht und nimmt nach etwa 60 Seiten eine Spannung auf, die trotz der mehrfach verdrehten, multiplen Dreiecksgeschichten nie zu komplex wird, um hechelnd am Ball zu bleiben. Die Kulisse des womöglich bald in die Hände der Wehrmacht fallenden Kairos nutzt Bradby geschickt, wenn ihm auch das ganz große Talent des Historienmalers fehlt, und das handelnde Personal wird gekonnt in Szene gesetzt und wächst einem regelrecht ans Herz.

    Auf den letzten zehn Seiten erst bekommt die gute Meinung über diesen historischen Kriminalroman einen harten Schmiss, denn die zweifach gezwirbelte Wendung zum wahren Bösewicht kommt mit einer zu harten Drehung.

    Fazit: spannend, komplex, gelungen.

     

  21. Cover des Buches Ehrenwerter Herr (ISBN: 9783293305830)
  22. Cover des Buches Snooker in Kairo (ISBN: 9783406719028)
    Waguih Ghali

    Snooker in Kairo

    (15)
    Aktuelle Rezension von: renee

    "Snooker in Kairo" gibt Einblicke in das Leben der höheren Klassen Ägyptens der 50er Jahre, und dieses Leben klingt wie das Leben der gehobenen Klassen aus England. Das man sich hier in Ägypten, in einem arabischen und islamischen Land befindet, denkt man bei der Lektüre gar nicht. Bzw. ist das aus unserer heutigen Sicht auch etwas befremdlich und zeigt ja auch eine gewisse Veränderung in der späteren Zeit auf. Genauso ist es aber auch nachvollziehbar, dass dieses Werk für die demonstrierenden Studenten auf dem Tahrir-Platz Jahre später so eine Sprengkraft besaß. "Snooker in Kairo" zeichnet ein faszinierendes historisches Bild, voll von trockenem Humor und einem tiefen Sarkasmus und genauso ist dieses Buch voller Melancholie und Träumerei und gibt Einblicke in die arabische Seele und gleichzeitig erzählt es die etwas aufwühlende und auch gefährliche Liebesgeschichte zwischen dem arabischen Ram und der jüdischen Edna und kündet von den anstehenden Veränderungen. Allerdings geschieht dieses Erzählen der Liebesgeschichte etwas distanziert und farblos und hat keine Kraft zum Anzünden meiner Seele. Schade! Aber interessant und lehrreich ist dieses Buch allemal. Zeigt es doch, dass bei den herrschenden ägyptischen Klassen der 50er Jahre ein westlicher Lebensstil eingezogen ist und man fragt sich, wem das wohl nicht gepasst hat und warum. ???

    Waguih Ghali war ein koptischer, dass heißt ein christlicher, ägyptischer Autor, der 1958 das Land aufgrund seiner kommunistischen Ideen verlassen musste. Die Kopten sind zum großen Teil Christen, die die koptische Sprache verwenden, die mit dem Altägyptischen verwandt ist und die seit der Arabisierung Ägyptens versuchen ihre Unabhängigkeit und ihre Abstammung vom alten Ägypten zu bewahren. Was eigentlich einen Beifall wert ist! Hier kommt bei Waguih Ghali nun viel zusammen, vieles, was den Islamisten ein Gräuel ist. Christ und Kommunist! Das Buch "Snooker in Kairo" kam 1964 heraus und beschreibt ein vergangenes Ägypten, denn seither verlassen viele Kopten aufgrund der gegen sie eingesetzten Gewalt das Land und das Land verändert sich, wird islamistischer. 

  23. Cover des Buches Auf fliegender Mission 1 - Ein stürmischer Anfang (ISBN: 9789619512609)
    Lutz Kucher

    Auf fliegender Mission 1 - Ein stürmischer Anfang

    (54)
    Aktuelle Rezension von: Jaq82

    Das Buch „Auf fliegender Mission: Ein stürmischer Anfang“ von Lutz Kucher geht es um die 3 Kinder Stella, Matteo und Hanna und den fliegenden Teppich Kasimir.

     

    Zu beginn des Buches lerne wir Kasimir kenne, eine Fliegenden Teppich dessen Familie den Sultan fliegt. Doch plötzlich landet Kasimir an der Fensterscheibe von Stella, Matteo und Hanna und das auch in unsere heutige Zeit. Kasimir und die 2 Kinder gehen nun gemeinsam auf Abenteuer Reise.

    Der Schreibstil ist so schön, locker, leicht und fantasievoll. Die Kurzen Kapitel laden die jungen Leser perfekt zum Lesen ein und auch zum Vorlesen finde ich dieses Buch sehr schön. Ich habe das erste Band zwar erstmal allein gelesen, aber ich denke mein 5jähriger Sohn hat da auch schon spaß dran.

     Die Protagonisten Kasimir und die 3 Kinder werden sehr schön vorgestellt und wachsen einen sofort ans Herz. Es gibt sie Wirklich die fliegenden Teppiche. Ich bin so gespannt, was die 4 noch für Abenteuer erlegen werden, denn dies ist erstmal nur der Auftakt einer Reihe, und ich freue ich jetzt schon auf Band 2 und die weitern.

  24. Cover des Buches Mit 50 ccm nach Kairo (ISBN: 9783944824604)
    Michalek Jack

    Mit 50 ccm nach Kairo

    (13)
    Aktuelle Rezension von: angel1843

    Als Jack erfährt, dass er Großvater wird macht er sich auf den Weg zu seiner Tochter nach Kairo. Jedoch muss er schnell feststellen, dass es mit dem kleinen 50-ccm-Quad an der Grenze zu Tunesien vorbei ist. Er rekapituliert und fährt den Weg zurück nach Hause. Jedoch haben seine Sponsoren und die Internetforen Fans ein erbarmen und lassen ihn per Flugzeug nach Kairo einfliegen. Schnell wird Jack klar, dass das Leben in dem kleinen Dorf wo seine Tochter mit seiner Enkelin leben wird kein Zuckerschlecken ist. Er bemängelt nicht nur die hygienischen Zustände sondern auch die wohnlichen Verhältnisse von Sandra; jedoch lässt er im Beisein der Familie von Sandras Mann kein Wort fallen…

    Zweieinhalb Jahre später erhält Jack einen Hilferuf seiner Tochter und kehrt unverrichteter Dinge zurück nach Kairo um seine Tochter wieder zurückzuholen. Schnell wird klar, dass dies nicht einfach wird. Aber zusammen mit den Freunden, der Familie und einem Fernsehteam schaffen sie das unmögliche und holen Sandra samt Enkelin heraus aus Ägypten.

    Diese bewegende Geschichte eines Vaters der Angst um seine Tochter und Enkelin hat, berührt nicht nur groß sondern auch klein. Er erzählt wie verzweifelt er ist, dass seine Tochter und auch Enkelin in einem Loch wie nicht einmal Ratten hausen würden, ohne Medikamente und viel Essen leben. Das macht nicht nur ihn und die Beteiligten dieser Rettungsaktion sprachlos, sondern auch Menschen wie du und ich. Denn so ein unwürdiges Leben möchte man keinem wünschen… Ich finde die Rettungsaktion von Jack sehr mutig und auch sehr riskant. Ich habe mich mehr als einmal – genau wie Jack – beim Lesen gefragt, ob er es schafft die Beiden dort herauszuholen. Auch habe ich mich gefragt was es persönlich für ihn bedeutet so weit weg von zu Hause zu sein, denn seine Beziehung zu seiner Lebensgefährtin und seinen anderen Kindern stand für mich auch auf einer harten Probe. Was bedeutete es wohl für sie, was mit Sandra und der kleinen Mara dort in Ägypten passiert?! Hatten sie ebenfalls Angst um sie? Und was empfand Bigi als sie erfuhr das sich Jack mit dem 50-ccm-Quad auf dem Weg nach Ägypten machte? Diese und weitere Frage bleiben weitestgehend offen. Dennoch finde ich es sehr mutig von ihr sich dieser Herausforderung zusammen mit Jack gestellt zu haben, denn nicht viele Beziehungen halten diese Strapazen aus. Viele trennen sich schon während solcher Ereignisse und nicht erst danach… Dennoch würde ich sagen, dass es sich für alle Beteiligten positiv auf ihr weiteres Leben ausgewirkt hat…

    Fazit: Eine sehr bewegende Geschichte von einem Vaters, der sich trotz aller Anstrengungen auf dem Weg in die Hölle gemacht hat, das Leben seiner Tochter und Enkelin zu retten. Und dafür sogar sein eigenes Glück aufs Spiel gesetzt hat.

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