Bücher mit dem Tag "kamikaze"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kamikaze" gekennzeichnet haben.

17 Bücher

  1. Cover des Buches Winter der Welt (ISBN: 9783785746875)
    Ken Follett

    Winter der Welt

     (67)
    Aktuelle Rezension von: EmmaZecka

    Kommen wir zuerst zum Inhalt: Wir lernen hier die zweite Generation der Familien kennen, die uns schon im ersten Band begegnen. 

    Wir lernen Lews Tochter Daisy kennen, die im Gegensatz zu ihrem Vater zwar ohne finanzielle Sorgen aufwächst, aber aufgrund ihres Vaters nie die gesellschaftliche Anerkennung bekommt, die sie sich wünscht. Als sie wieder einmal eine Niederlage der amerikanischen Gesellschaft einstecken muss, fasst sie kurzerhand einen Entschluss, der ihr Leben grundlegend verändern wird. 


    Daisy hat einen Halbbruder nämlich Greg. Er ist einer der Gründe, weswegen sie und ihre Mutter von der elitären Gesellschaft nie wirklich akzeptiert wurden. Greg scheint ganz nach seinem Vater zu kommen. Ihm sind Macht und Einfluss ebenfalls sehr wichtig. Doch wie wird er an mächtige Positionen kommen? 

    Auch Lews Bruder Grigori hat in Russland inzwischen eine Familie gegründet. Sein Sohn Walodja möchte ebenfalls eine politische Laufbahn starten und muss sich hier immer wieder behaupten. 


    In Deutschland haben Walther und Maud Ulrich inzwischen eine Familie gegründet. Beiden ist es wichtig, ihre Kinder schon früh mit Politik vertraut zu machen und dafür zu sorgen, dass sie Inhalte in Frage stellen und nicht das glauben, was die Medien berichten. Während Carla dem Nationalsozialismus also kritisch gegenübersteht, schließt sich ihr Bruder der neuen aufstrebenden Partei an. Wird Familie Ulrich daran zerbrechen? 


    Mein Lieblingscharakter war eindeutig LIoyd Williams, Ethels Sohn, der dank seiner Mutter, ebenfalls früh mit Politik in Berührung kommt und sich hier auf verschiedenen Ebenen für Gerechtigkeit einsetzt, immer mit dem Ziel die Situation einer bestimmten Randgruppe zu verbessern. Ihr könnt euch wahrscheinlich denken, dass er sich mit seinem Handeln nicht immer Freunde macht. 


    Während ich beim ersten Mal lesen etwas Mühe hatte, mich in der neuen Generation zurechtzufinden, ging es mir beim Hören des Hörbuchs gar nicht so. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich den zweiten Band zeitnah nach Beenden des ersten Bandes gehört habe und mich deswegen nicht neu in den unterschiedlichen Familienverhältnissen orientieren musste. Etwas schade fand ich aber, dass die Protagonist*innen aus dem ersten Band hier nur noch als Nebencharaktere auftreten. Gerade Ethel und Maud, die ich als Protagonistinnen sehr ans Herz geschlossen habe, vermisste ich in diesem Band etwas. 


    Allerdings bekam ich hier und da auch Probleme mit einigen Charakteren, die vermutlich mit den Kürzungen des Hörbuches zusammenhingen. Gerade die Männer fand ich aufgrund ihrer Charakterzüge und damit verbundenen Handlungen sehr austauschbar. Sie erinnerten an ihre Vorgänger aus dem ersten Band und es gab aus meiner Sicht kaum eine Wendung, die mich überraschte. Es wirkte so, als ob hier noch einmal dieselben Konflikte wie im vorherigen Band auftraten, nur, dass es eben ein anderes Setting gab. 


    Was mir inhaltlich aber gefiel war, dass es einen stärkeren historischen Bezug gab, wobei es gefühlt auch unmöglich gewesen wäre, den Nationalsozialismus aus diesem Band herauszukürzen und auf politische Zusammenhänge zu verzichten. 


    Der Vorteil der Hörbuchgestaltung bestand diesmal eindeutig darin, dass ich mich an das Buch kaum noch erinnern konnte und es mir deswegen nicht möglich war, das Hörbuch mit der Buchvorlage zu vergleichen. Die Charaktere schienen mir nach wie vor zwar oberflächlich, allerdings musste das nicht zwingend etwas mit einer Kürzung zu tun haben. 

    Das gekürzte Hörbuch wurde wieder von Johannes Steck gelesen, der mir als Sprecher ziemlich gut gefallen hat. Besonders interessant fand ich, dass es ihm gelang, die Generation, die er im vorherigen Band als jung interpretierte, hier eine Spur älter werden zu lassen. 


    Ken Folletts Schreibstil ermöglichte mir einen schnellen Einstieg in die Geschichte. Was mich hier aber störte war, dass er mehr Szenen beschrieb, in  denen es um körperliche oder psychische Gewalt ging. Einerseits kann ich nachvollziehen, dass diese Szenen nicht fehlen durften, da sie vor allem die Brutalität des Zweiten Weltkriegs hervorhoben. Dennoch war es an einigen Stellen sehr brutal und ich konnte mir Szenen bildhaft vorstellen, die ich mir eigentlich gar nicht vorstellen wollte. Was mich überraschte war, dass mich viele Charaktere nicht erreichen konnten und vergleichsweise oberflächlich dargestellt wurden. 


    Gesamteindruck

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mir der zweite Band beim ersten Mal lesen nicht so gut gefallen hat. Wenn ich die beiden Hörbücher hingegen miteinander vergleiche, hat mir der zweite Band als gekürztes Hörbuch tatsächlich etwas besser gefallen und das, obwohl ich die Charaktere oberflächlicher fand. 


    Während ich den ersten Band als gekürztes Hörbuch nur dann empfehlen kann, wenn man eine möglichst schnelle Zusammenfassung braucht, finde ich, dass man den zweiten Band durchaus gekürzt hören kann und einem hier gefühlt keien wichtigen Informationen verloren gehen. 



  2. Cover des Buches History. Geheimnisse des 20. Jahrhunderts (ISBN: 9783570006658)
    Guido Knopp

    History. Geheimnisse des 20. Jahrhunderts

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    In diesem Band sind nun abgesehen von den üblichen ganz großen Themen auch viele packende "Histörchen" aufbereitet. Vieles war mir nicht neu. Etwa die Love Story von Queen Viktoria mit ihrem schottischen Hochland-Diener John Brown. Oder die Tatsache, dass Magda Goebbels einen jüdischen Stiefvater hatte, den sie im KZ verrecken ließ. Manches hat mich aber total überrascht. Hat etwa jemand gewußt, wie und warum die Limonadenmarke "Fanta" unter den Nazis erfunden wurde? Oder dass Hitler einen irischen Neffen namens William Patrick Hitler hatte, der später in der US-Armee diente? Oder - für mich der Highlight - was Musik-Superstar Billy Joel mit Josef Neckermann zu tun hat? Hier wird Zeitgeschichte erfahrbar, manchmal amüsant, meist erschütternd. Ein uneingeschränkt empfehlenswertes Buch.
  3. Cover des Buches Windows on the world (ISBN: 9783548262413)
    Frédéric Beigbeder

    Windows on the world

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Buch war das erste von einem bedeutenderen Autor, das nach 9/11 erschienen ist und die Terroranschläge thematisiert (2003 genaugenommen): Ein Immobilienmakler nimmt seine beiden Söhne mit in das Restaurant unter dem Dach des Nordtrums des World Trade Centers, als kurz danach die Hölle ausbricht und Rettung unmöglich ist. Beigbeder erspart keine grausigen Details, er selbst sagt, man kann sich nur vorstellen, was wirklich an diesem Morgen in dem Hochhaus passierte.
  4. Cover des Buches Der 2. Weltkrieg (ISBN: 9783442129645)
    Stephan Burgdorff

    Der 2. Weltkrieg

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  5. Cover des Buches Der befohlene Untergang (ISBN: 9783704331175)
    Will Berthold

    Der befohlene Untergang

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Wer sich einen geschichtlichen Report erwartet, wird enttäuscht sein. Dieses Buch ist mehr als Roman geschrieben, denn als Sachbuch, allerdings ist es interessant zu lesen, und es bietet viele Informationen, die man nicht so leicht sonstwo findet.
  6. Cover des Buches Unter stählernen Fittichen (ISBN: 9783548247458)
    Alexander Kent

    Unter stählernen Fittichen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: blueknight
    Im 2.WW. werden die Geleitzüge der Alliierten unter anderem auch von Geleitträger geschützt. Der Titelheld ist als Marine-Flieger auf dem Träger "Glowler" stationiert und lernt die Hölle der Geleitzugschlachten im Atlantik kennen. Als der Träger dann auf dem japanischen Kriegsschauplatz im Pazifik eingesetzt wird, muss er auch Angriffe der Kamikaze-Flieger erleben und überstehen. Kent, der selbst als aktiver Marineoffizier am 2. WW. teilgenommen hat, hat wieder einen überaus spannenden, fesselnden Roman geschrieben ohne dabei die menschliche Seite, die psychischen Belastungen zu verschweigen - und ohne dabei den Krieg zu verherrlichen.
  7. Cover des Buches Des Teufels Alternative (ISBN: 9783492960472)
    Frederick Forsyth

    Des Teufels Alternative

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Mal wieder allergehobenste Thrillerkunst vom Altmeister: Die ganze Welt schliddert in einen Riesenschlamassel hinein, wobei alles damit beginnt, daß 1982 die Saat auf den sowjetischen Getreidefeldern verdorrt und dem Millionenreich eine Hungersnot so schlimm wie unter Stalin droht. Die Falken im Kreml sehen ihr Heil nur im Krieg gegen den Westen, um den Marxismus-Leninismus nicht zu gefährden und sich im Westen zu holen, was man braucht. Währenddessen tötet ein ukrainisches Killerkommando den (vermutlich schwulen) KGB-Chef, und diese Information darf niemals in den Westen gelangen, um nicht zu zeigen, auf welch tönernen Beinen die UdSSR steht. Alles wie immer top recherchiert, man meint den Kreml und das Weiße Haus von ihrem Aufbau her direkt vor sich zu sehen, und spannend ist es bis zur letzte Seite mit der Auflösung in einem Knall.. Die schier endlose Geiselnahme scheint sich so elend lange hinzuziehen, als sei man als Leser quasi live dabei.

  8. Cover des Buches Götterwind (ISBN: 9783548226873)
    Hans Bertram

    Götterwind

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Die Samurai (ISBN: 9783406738524)
    Wolfgang Schwentker

    Die Samurai

     (16)
    Aktuelle Rezension von: wsnhelios

    Japan, speziell japanische Geschichte, ist eines meiner Steckenpferde und wenn dann etwas zu diesem Thema in meiner liebsten Buchreihe erscheint, muss ich natürlich zugreifen. Auch dieses Büchlein, wie alle bei Beck Wissen, ist angenehm flüssig geschrieben und auch für eine nicht-wissenschaftliche Leserschaft geeignet. Etwas Hintergrundwissen zur japanischen Geschichte sollte man aber doch mitbringen, denn immer wieder werden ein paar Informationen vorausgesetzt, was eben daran liegt, dass hier der Fokus auf der Geschichte der Samurai liegt und der Rest drum herum für den Kontext zwar mitgenommen werden muss, aber manchmal eben nur bei der Nennung ohne Erklärung bleibt. Auch die regelmäßige Nennung von Wissenschaftlern zur Ausführung von Forschungsmeinungen mag für ein wissenschaftliches Buch verpflichtend sein, aber für ein populärwissenschaftliches wie dieses hier, das die breite Masse anspricht, eher nicht. Doch das sind nur zwei kleine Punkte, die der allgemeinen Qualität dieses Buches in keinster Weise abträglich sind. Der interessierte Leser ohne Fachausbildung wird hiermit seine Freude haben.
    Fazit: Sehr zu empfehlen.

  10. Cover des Buches Kamikaze (ISBN: 9783929395389)
    Bohdan Arct

    Kamikaze

     (12)
    Aktuelle Rezension von: LiesaB
    "Weise Leute behaupten, die nackte Wahrheit sei ungewöhnlicher als die kühnste Phantasie. Die weisen Leute haben recht.", so die Einleitung zu dem Buch. Ein Buch, welches eigentlich ein Tagebuch ist und vom Verfasser in eine Romanform gebracht wurde. Bohdan Arct hat ein Tagebuch eines Kamikaze-Fliegers aus dem Zweiten Weltkrieg erhalten und daraus einen Roman geschaffen. Es klagt nicht an, er streckt uns nicht den erhobenen Zeigefinger entgegen. Die Wahrheit, die hier beschrieben wurde, braucht das nicht. Es ist ein erschütternder Roman über den Wahnsinn des Krieges und die Grausamkeit, junge Männer, fast noch Kinder, durch Selbstmordattentate in den Tod zu schicken. Die Hauptfigur in dem Roman überlebt, obwohl der Kamikaze-Befehl bereits ausgesprochen wurde, im Alter von 18 Jahren mit schlohweißen Haaren. Ihn trifft die Bombe von Hiroshima. Das ganze Grauen eines Krieges wird in "Kamikaze" erzählt. Meiner Meinung nach sollte dieses Werk Pflichtlektüre in den Schulen werden. Bitte lesen Sie dieses Buch. Je mehr der Einzelne weiß, um so stärker die Kraft gegen weitere Kriege. Vielen Dank.
  11. Cover des Buches Kamikaze : Ein Todesflieger führte Tagebuch (ISBN: 9783327005958)
    Bohdan Arct

    Kamikaze : Ein Todesflieger führte Tagebuch

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Maximilian_Schlesier
    - recht flacher Tatsachenbericht aus dem 2. Weltkrieg
  12. Cover des Buches Kamikaze Kaito Jeanne. Bd.5 (ISBN: 9783898851442)
    Arina Tanemura

    Kamikaze Kaito Jeanne. Bd.5

     (151)
    Aktuelle Rezension von: Lili-Marie

    In diesem Band erfahren wir Leser mehr über den Engel Fynn und wie sie zu Marron gekommen ist. 

    Der Zeichenstil von Arina Tanemura ist einfach einzigartig und wunderschön. Gerade die Zeichnungen der Engel gefallen mir sehr gut. Ihren typischen Humor hat sie auch gut untergebracht auch wenn der Fokus eher auf der Ernsthaftigkeit liegt.

    Das Date zwischen Chiaki und Marron ist total süß und man merkt das Chiaki Marron vor der Wahrheit beschützen möchte aber gleichzeitig auch die Wahrheit sagen will. Als er dann die Bombe platzen lässt ist Marron am Boden zerstört. Verständlich wenn man von denjenigen betrogen wird der immer für einen da war wenn man sich einsam gefühlt hat und jemanden zum Reden gebraucht hat. Das Fynn auch etwas mit der Abwesenheit ihrer Eltern zu tun hat, hat Marron den Rest gegeben. Fynn wird richtig böse und von dem kleinen niedlichen und lieben Engel ist kaum noch was übrig. Zum Glück hat Marron Chiaki der sich um sie kümmert. Aber Marron ist stark, nicht nur außen sonder nauch innen.

    Wie Fynn als Engel auf die Erde kam war schön dargestellt. Ihre Erlebnisse tragisch und was mit ihr passiert ist, ist sehr traurig und dramatisch. Aber nicht nur über Fynn erfahren wir einiges, sondern auch über Accsess. Die beiden kennen sich aus dem Himmel und schon damals war Access hinter Fynn her. Das Ende ist sehr heldenhaft und was mit Marron passiert ist spannend. Ich bin so gespannt wie es im nächsten Band mit ihr weiter geht und ob sie sich noch einmal in Jeanne verwandeln kann.. ohne die Hilfe von Fynn.

    Miyako war zwar nur ganz kurz zu sehen aber ich hoffe sehr darauf, sie im nächsten Band wieder mehr zu sehen.

  13. Cover des Buches Japan, Geschichte und Kultur. Das Inselreich in Tradition und Fortschritt (ISBN: 9783766703217)
    William Scott Morton

    Japan, Geschichte und Kultur. Das Inselreich in Tradition und Fortschritt

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Admiral
    Das Buch "Japan: Kultur und Geschichte. Das Inselreich in Tradition und Fortschritt" (1970) von William Scott Morton ist wird tatsächlich mehr oder weniger dem Titel gerecht: denn es ist eine Abhandlung über die komplette Geschichte Japans von den mythologischen/prähistorischen Anfängen zu einer vorsichtigen Zukunftsprognose anhand der derzeiten Gesellschaftseinstellung und der Wahlergebnisse vom Januar 1970.



    Ich denke, eine Zusammenfassung kann ich mir sparen. Zwar gehe ich nicht davon aus, dass jeder, der das hier liest, eine fundierte Ahnung der japanischen Geschichte hat, doch ist reines Faktenwissen heutzutage in großem Umfang leichtzu bekommen. Dabei denke ich primär an Wikipedia und sekundär an die unzähligen kleineren Seiten, die in sekundenschnelle über Google zu finden sind (hab eben probehalber mal gegoogelt und mit dem Suchtitel "japanische Geschichte" natürlich direkt 5 Hps gefunden, die zumindest dem Namen/Titel nach das Thema behandeln). Stattdessen will ich direkt zu einzelnen Aspekten und einer direkt eingeflochtenen Bewertung übergehen.
    Positiv fällt auf, dass Morton einen scheinbar hohen narrativen Anspruch hat und ihn mit einem minimalen Fundament an Wissenschaftlichkeit zu verbinden sucht. Dafür sprechen einerseits die stellenweise echt saubere Lesbarkeit und andererseits die Fussnoten (S. 275-7), sowie die immer wiederkehrenden wörtlichen Zitate (ausschließlich in dt. Übersetzung). Die ersten beiden Drittel des Buches (S. 7-196; Thema: Anfänge bis Meiji-Restauration) lassen sich wunderbar verständlich runterlesen, während Morton nur punktuell in eine Art trockene Nacherzählung verfällt (zB der direkte Anfang). Mit dem Kapitel "13 Die Meiji-Restauration und die Modernisierung Japans. 1868-1912" bis zum Ende nimmt erzähltechnisch dann doch die trockene Nacherzählung die Oberhand. Zusätzlich tauchen hier auch (verstärkt ?) Rechtschreib-/Tippfehler auf (zB Japn statt Japan), was in einem Buch (Korrekturleser aus Freundeskreis/Familie + Lektorat !) nicht passieren sollte. Zur Wissenschaftlichkeit andererseits sollte ich wohl sagen, dass sie doch sehr rudimentärer Natur bleibt. Die Fussnoten beschränken sich auf eine Anzahl von gerademal 42, was für ein Buch von etwa 270 Seiten Fließtext natürlich schon rein quantitativ viel zu wenig ist. Da helfen auch die oft in den Text eingebundenen Quellenzitate kaum raus. Hier wurde wohl versucht, das Buch einem breiteren unwissenschaftlichen Publikum zugänglich zu machen. Ob das funktioniert/es sich gelohnt hat, weiß ich nicht genau. Ein netter Versuch war im letzten Kapitel die Voraussicht auf künftige Tendezen in der weiteren japanischen Entwicklung.  Der Buchtitel lässt genau das erwarten, nur kommt dieser Ausblick doch etwas spät, kurz und unfundiert vor.

    Bedauerlich ist, dass sich das Buch in seiner Darstellung doch wieder auf eine personengebundene Geschichtserzählung stützt. Es kommen zwar immer mal wieder methodischem, kultur-, kunst-, sozial- und politikhistorische Exkurse vor (Verfassungen: zB S. 33f. und 213-8; Quellenmethodik: zB S. 38-40; etc.), doch sind sie klar in der Unterzahl. Die Darstellung entspricht dem althistorischen/antiken Bild des großen und wichtigen Individuums, das die Geschichte durch seine Un-/Taten vorantreibt. Es fehlt deutlich Themen- und Strukturgeschichte (vgl. dazu methodisch Colin Wells: Das römische Reich. Es hat abwechselnd ereignis- und strukturhistorische Themen).

    Angenehm hilfreich sind allerdings noch die 4 gebündelten Bilderkompilationen (insgesamt 32 kommentierte Bilder, wobei allerdings auch Bilder 15 und 16 fehlen). Eine sehr fragmentarische und etwas unübersichtliche/verwirrende Zeittafel, eine recht ausführliche Lioteraturliste und ein Register sind dem Fließtext noch beigefügt.



    Edit.
    Um ehrlich mit euch zu sein, wollte ich (bevor ich mit dem Schreiben dieser "Rezension" began) dem Buch noch 4-5 Sterne geben. Nun sind es doch nur 2 geworden ! Das liegt daran, weil mir erst im Rückblick und mit Hilfe einiger Distanz die vielen Makel aufgefallen sind, die sich mMn nicht so leicht übersehen oder wegdiskutieren lassen. Tatsache scheint wohl zu sein, dass ich wohl noch kein wirklich gutes (!) Buch über japanische Geschichte gelesen habe und mir deshalb die differenzierte Bewertung nicht so leicht fällt.

  14. Cover des Buches Kamikaze Kaito Jeanne - Band 1 (ISBN: 9783898851404)
    Arina Tanemura

    Kamikaze Kaito Jeanne - Band 1

     (238)
    Aktuelle Rezension von: Lostincakeandpages
    Bin mit der Anime Serie groß geworden und hatte mir dann irgendwann noch die Mangas dazu geholt. Ich liebe die Geschichte und die Protagonisten einfach. Der Zeichenstil von Arina ist einfach wunderschön.
  15. Cover des Buches Kamikaze (ISBN: 9783891297285)
    Klaus Scherer

    Kamikaze

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Die Vögel (ISBN: 9783942210492)
    Daphne du Maurier

    Die Vögel

     (2)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint
    Jens Wawrczeck's Stimme ist gewöhnungsbedürftig... die ersten Minuten der Lesung der 1952 erschienen Novelle lassen an einem zufriedenstellenden Kauf dieses Hörbuches zweifeln...
    Doch mit zunehmender Zeit und fortschreitender Handlung entwickelt die Stimme des 1963 in Dänemark geborenen Schauspielers, Regisseurs, Sängers und Übersetzers eine eigene Atmosphäre und Faszination.

    Die Novelle der Daphne du Maurier (1907-1989) erzählt von mysteriösen Kamikaze-Angriffen einer Vielzahl von kleinen, mittleren und größeren Vögeln an einem Dezembertag auf ein kleines Küstenstädtchen in Cornwall.
    Ein plötzlicher Wetterumschwung leitet ein bizarres Verhalten der gefiederten Umwelt des Küstenstädtchens ein, in welchem der Kriegsveteran Nat Hocken, der für den Bauern Mr. Triggs tageweise arbeitet, um seine kleine Militärpension aufzubessern und so seine Frau und beiden Kinder durchs Leben zu bringen.
    Er stellt das seltsame Verhalten an diesem kalten Dezembermorgen fest, doch die Richtigkeit seiner Vermutungen bestätigt sich erst in der kommenden Nacht, als sein Haus von kleineren Vögeln angegriffen wird, die sich ihren Weg durch Fenster in das Kinderzimmer bahnen und die Kinder in Panik versetzen.
    Die Attacken steigern sich, werden aber nur von Hocken ernst genommen... als schlußendlich die BBC von ähnlichen massiven Vogelattacken in ganz England berichtet, ist es schon beinah zu spät für die Bewohner des Küstenstädtchens...

    Man lauscht diesem Hörbuch, welches in Wawrczeck's eigenem Hörbuch-Label AUDOBA erschienen ist, mit zunehmender Spannung und angenehmem Grusel.
    Der Sprecher erzeugt gekonnt durch perfektem Einsatz verschiedener Stimmlagen eine spürbare Atmosphäre der Angst.
    Du Maurier liefert uns in dieser Novelle, die als Allegorie auf die Luftangriffe London's während des II. Weltkriegs (speziell während "The Blitz") verstanden werden kann, auch interessante Ideen und Ansätze, was das Verhalten der Vögel ausgelöst haben könnte und gibt uns damit mehr, als die Verfilmung Hitchcock's von 1963. Somit erscheinen die Geschehnisse plausibler und realer. Der Meister des Suspense hat sich aber nur gewisser Teile der Geschichte angenommen, um aus diesen Elementen einen Film über ein anderes Thema, als in "The Birds" beschrieben, zu machen.

    Der Roman ist spannend, originell, überrascht und besticht mit einem Schluß, der in seiner Prägnanz nochmals das Unerwartete aus luftigen Höhen potenziert.


  17. Cover des Buches Khubilai Khan's Lost Fleet (ISBN: 9781847920782)
    James Delgado

    Khubilai Khan's Lost Fleet

     (1)
    Aktuelle Rezension von: wolfschwerdt
    Zweimal wurden die gewaltigen Invasionsflotten Khubilai Khans vom Kamikaze zerstört. James Delago untersucht in seinem Buch “Khubilai Khans lost fleet”, wieso die Kampagnen tatsächlich fehlschlugen. Kublai1274 landete eine gewaltige Flotte an der Küste Japans, gefüllt mit Zehntausenden von Kriegern, bereit, Japan zu erobern. Die Truppen des Mongolenherrschers Kubilai Khan konnten an Land nicht Fuß fassen, weil ein mächtiger Sturm die Flotte vernichtete. Die Legende vom Kamikaze, dem göttlichen Wind war spätestens dann geboren, als im Jahre 1281 ein zweiter Invasionsversuch mit zwei noch größeren Flotten und weit über 100.000 Mann ebenfalls durch einen gewaltigen Sturm vereitelt worden war. Der Mythos vom Kamikaze, das vermittelt James Delgado in seinem englischen Buch „Khubilai Khans lost fleet“ war spätestens im Rahmen der japanischen Isolation seit dem 17. Jahrhundert aus dem Bewusstsein der Japaner verdrängt worden. Mit der Öffnung Japans und der Entwicklung zur asiatischen Industrie- und Militärmacht aber, wurde die Legende vom göttlichen Sturm wiedererweckt und politisch instrumentalisiert. Und noch heute gilt die Vernichtung der mongolischen Invasionsflotte durch den Kamikaze im Bewusstsein der Bevölkerung als historische Realität. James Delgado, Unterwasserarchäologe und Präsident des Institute of Nautical Archaeologie, hat die historischen und archäologischen Untersuchungen zur Flotte des Khubilai Khan begleitet und gibt in seinem Buch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den historischen Ereignissen wieder. Dabei führt er die Leser an die historischen Schauplätze an Land, taucht zu den erst im Laufe des letzten Jahrzehnts entdeckten Spuren der mongolischen Invasionsflotte und führt den Leser zurück in die Zeit des Khubilai Khan. Lebendig und anschaulich sind Delgados Schilderungen, der auch ein Portrait des mächtigen Mongolenherrschers zeichnet, das zum Verständnis der Motivation für die Invasionsversuche erheblich beiträgt. Am Ende ist es eben auch die Persönlichkeit Khubilai Khans, die, wie Delgado vermutet, zur Katastrophe der Invasionsflotten beigetragen hatte. Die Geschichte des Desasters ist in jedem Fall außerordentlich komplex und, soviel darf hier verraten werden, die Götter Japans und ihr Wind dürften für die mongolischen Invasionsflotten noch das geringste Problem gewesen sein. Für die Invasionsversuche hatte Khubilai Khan gute Gründe, denn Japan mit seinen florierenden Seehäfen gehörte zu den Hauptunterstützern der von Khubilai so heftig bekämpften Sung- Chinesen, deren Thron des Mongolen wichtigstes Ziel darstellte. Und während Khubilai Khan die Sung an Land weiter und weiter zurückdrängte, war deren überseeische Versorgung und Nachschub über Japan weiterhin gesichert. Khubilai musste, so vermittelt Delgado nachvollziehbar, die Versorgungslinien abschneiden, um die sich zäh hinziehende Eroberung Chinas zu vollenden. Und mit seiner inzwischen mächtigen Flotte hatte der Mongole auch das Instrument dafür. Kubilai Khan konnte, einmal in China Fuß gefasst, auf eine weit über Tausend Jahre alte Chinesisch- Asiatische Schifffahrtsgeschichte zurückgreifen, mit einer Technologie, die bereits in den ersten Jahrhunderten nach unserer Zeitrechnung der europäischen Schiffbautradition weit überlegen war. In einem extra Kapitel widmet sich Delgado dem chinesisch- asiatischen Schiffbau und beschreibt die Dimensionen, und Konstruktionen der Chinesischen Schiffe. Metallpanzerung, Flammenwerfer, Sprengbomben und Katapulte, Kastellartige Aufbauten auf mehreren Decks und sogar Schaufelradantrieb machten die chinesische Marine zu einer furchterregenden Waffengattung. Und wasserdichte Schotten, eine Einrichtung, die in Europa erst mit dem Bau von Eisenschiffen, Ende des 19. Jahrhunderts erprobt worden war, machten sowohl Kriegs als auch Handelsschiffe zu ungemein hochseetüchtigen, fast unsinkbaren Fahrzeugen. „Khubilai Khans Lost Fleet“ ist spannend. Das liegt nicht nur am sehr lebendigen Schreibstil, sondern auch in der Dramaturgie des Buches. Delgado entwickelt Kapitel für Kapitel das ganze Spektrum des für eine Einschätzung der tatsächlichen Invasionsereignisse notwendigen Hintergrundes. Erst in den letzten beiden Kapiteln kristallisiert sich das zum Teil unerwartete Ergebnis heraus. Und die Antwort auf die Fragen, warum sind die Invasionsversuche Khubilai Khans tatsächlich gescheitert, wie glaubwürdig sind die zeitgenössischen Berichte auch über die Flottengröße, ist wesentlich komplizierter, als der Mythos vom göttlichen Sturm.
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