Bücher mit dem Tag "kamishibai"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kamishibai" gekennzeichnet haben.

22 Bücher

  1. Cover des Buches Der kleine Wassermann - Frühling im Mühlenweiher (ISBN: 9783522458801)
    Otfried Preußler

    Der kleine Wassermann - Frühling im Mühlenweiher

     (357)
    Aktuelle Rezension von: Viiivian

    Achtung:

    Dies ist meine persönliche Meinung. Meine Meinung wurde nicht gefälscht. Alles was ich schreibe kommt von mir. Falls Du das Buch lesen möchtest, bitte ich dich, bei den Buchhandlungen deines Vertrauens oder bei den kleineren zu kaufen. Sie brauchen unsere Unterstützung. Dieses Buch habe ich auf Youtube im Gelesene Bücher Februar vorgestellt. Schaut gerne darin vorbei. Freue mich auf Euren Besuch

    Der Klappentext klingt vielversprechend und macht neugierig auf mehr. Da ich die anderen Bücher ja gelesen habe, musste ich die Geschichte haben und dieses Buch hatten wir als Kassette und damals klang es für mich sehr gruselig.

    Das Buchcover ist grün und auf dem Foto erkennt man den kleinen Wassermann mit seinem Fischfreund. Andere Fische schwimmen einem umher. Die Gestaltung des Buchcovers finde ich sehr schön gestaltet. Das Buchcover ist sehr auffällig gestaltet und hätte mich sofort angesprochen.

    Die Geschichte ist sehr Kindgerecht und einfach geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und ich hatte das Gefühl in die Vergangenheit zu reisen.

    Der Protagonist war der kleine Wassermann, der mich ein wenigen an das kleine Gespenst erinnerte. Obwohl keiner wissen durfte, dass es ein Wassermann gab, machte er trotz allem Unfug auf der Erde und manchmal half er auch anderen Menschen. Der kleine Wassermann hatte auch einen „Nicht immer Freund“

    Die Idee dahinter finde ich super. Diese Geschichte ist für mich etwas besonderes. Hin und wieder findet man ein paar gezeichnete Bilder, die man erkennen kann. Die Geschichte ist recht kurz, aber sie gefällt mir sehr gut.


  2. Cover des Buches Der gestiefelte Kater - Bildkarten für unser Erzähltheater. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai Bildkartenset. (Märchen für unser Erzähltheater) (ISBN: 4260179511998)
    Gebrüder Grimm

    Der gestiefelte Kater - Bildkarten für unser Erzähltheater. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai Bildkartenset. (Märchen für unser Erzähltheater)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Auf das Märchen der Gebrüder Grimm brauche ich an dieser Stelle wohl nur sehr wenig eingehen, jeder wird es kennen. Daher möchte ich mich bei meiner Vorstellung mehr auf die Bilder konzentrieren, die mir und auch unseren Lesekindern fantastisch gefallen haben.
    Die Illustrationen sind ganz besonders stimmungsvoll, wie man es sich für Märchenillustrationen vorstellt. Die warmen Farben fließen harmonisch ineinander. Fließende Übergänge wirken besonders weich und märchenhaft.
    Die Geschichte beginnt mit einem Bild (1) auf dem wir das alte Mühlengebäude sehen inmitten von Bäumen und einer kleinen Wiese. Unter einem Baum sitzt ratlos und traurig der Müllerssohn. Vor ihm der Kater, den sein Vater ihm hinterlassen hat.
    Ein ganz normaler Kater, was soll er wohl nur mit ihm anfangen?
    2. Nachdem der Kater dem Müllerssohn von seinem Plan erzählt hat geht dieser tatsächlich mit ihm zum Schuster um dem Kater Stiefel anfertigen zu lassen.
    Dieses Bild fanden die Kinder mit am schönsten, nicht zuletzt weil hier liebevoll einige kleine Nebenschauplätze aufgemacht werden. Stiefel aus denen kleine Mäuschen herausgucken und überall wundervoll farbige Schuhe dazu der alte Schuster dessen Gesicht sehr freundlich, fast schon ein wenig verschmitzt drein schaut.
    3. Bild drei zeigt den Kater auf der Lauer liegend. Der Sack mit den Körnern als Falle für die Rebhühner war eine fantastische Idee des Katers, denn der Plan des Vierbeiners auf zwei Beinen geht auf. Bild (5) zeigt wie begeistert der König von den Rebhühnern ist.
    Auf Bild 6. sehen wir dann den Müllerssohn im See baden, der Kater gerade dabei die Kleidung mit zu nehmen denn auch das gehört , wie wir wissen, zum Plan. Während der Müllerssohn nun auf das Vorbeifahren des Königs wartet macht sich der Kater auf den Weg zum Schloss des Zauberers. dabei kommt er an Feldern vorbei auf denen Arbeiter gerade mähen. Wieder sind es gerade die Menschen, und ihre Gesichter, die dieses Bild fast sprechen lassen, so ausdrucksstark ist es. Sicherlich wundern sie sich über den Kater aber man merkt deutlich, dass sie das machen was ihnen aufgetragen wird.
    Im Schloss angekommen beginnt der Wettstreit zwischen Kater und Zauberer. Dabei verwandelt such der Zauberer unter anderem in einen groooßen Elefanten ( Bild8) und zuletzt in eine kleine Maus ( Bild 9). Wir wissen, es ist das Ende des Zauberers und der Beginn eines wundervollen Lebens des Müllerssohns mit der Tochter des Königs (Bild 10 und 11)
    Ein schönes Ende der Geschichte schließt auch mit einem schönen Bild ab, in dem die Stimmung des Neuanfangs wunderbar dargestellt ist.
    *
    Unsere Lesekinder lieben Märchen. 
    Das Märchen vom gestiefelten Kater haben sie besonders ins Herz geschlossen.
    Dabei haben sie auch eindeutig einen Favoriten. Nämlich die Darstellung im Kamishibai, "….weil die Bilder so toll sind...." sagt Juri 4 Jahre alt.
    Und dem schließe ich mich an.
    Kindgerecht und sehr ausdrucksstark visualisieren sie die wichtigsten Szenen des Märchens so intensiv, das man gar nicht bemerkt, dass es ja nur ein Bruchteil der Geschichte ist, die hier in Bildern eingefangen wurden.

  3. Cover des Buches Nischa packt Geschenke: 24x Advent im Erzähltheater Kamishibai (Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater) (ISBN: 4260179513596)
    Ulrike Menke

    Nischa packt Geschenke: 24x Advent im Erzähltheater Kamishibai (Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Dieses Kamishibai Erzähltheater begleitet einen durch den gesamten Advent. 15 Erzählbilder = 15 wunderschöne Geschichten: 1. Nischa und der fremde Schatz 2. Der stille Advent 3.Uromas Weihnachten 4. Der Nikolausstiefel 5.Ein besonderer Adventskalender 6. Frau Meier mag kein Weihnachten 7. Nischa und der Adventswurm 8. Nischa und das Weihnachtsfohlen 9. Nischa und das neue Baby 10. Der umgetauschte Wunschzettel 11. Nischa und der Zwillingsschneemann 12. Nischa verschenkt Glück 13.Nischa lernt Wichteln 14. Nischa und Alaya 15. Nischa und der Welpe
    Dazu ein Din A 4 formatiges Begleitbuch mit den jeweiligen Geschichten zu den Bildkarten sowie jede Menge Bastelideen. Darüber hinaus befindet sich im Begleitheft ein Downloadcode mit dem man Bastelbögen und Malvorlagen abrufen kann.
    Alles in allem ein sehr schön und liebevoll ausgearbeitetes Gesamtpacket, dass einem in der Adventszeit viel Freude bereiten wird. Da die Kamishibais für den Einsatz in Kitas konzipiert ist sind nicht 24 Geschichten, wie im Adventskalender untergebracht sondern nur 15 und dazu ergänzend die Basteleinheiten, die an den Kindern für die freien Tage zuhause mit geben kann. Hier ein paar Eindrücke  . Nischa ist ein 5 jähriges Mädchen, dass wie ein roter Faden in jeder Geschichte auftaucht. Sie erlebt als Protagonistin viele kleine vorweihnachtliche Situationen/ Geschichten die uns anrühren, schmunzeln, lassen, mal auch ein wenig nachdenklich stimmen. Diese Geschichten wurden liebevoll meist mit vielen kleinen Details in jeweils ein Bild umgesetzt, das die Kinder auf ihre eigene Art die Geschichte entdecken läßt. Das Bild stellt zumeist die Schlüsselszene dar und lässt dennoch Freiraum für eigene Erzählungen. Emotionen wie Freude, Glück, Trauer etc. sind klar erkennbar und lassen die Betrachter auch emotional mitfühlen. Sehr eindrucksvoll ist dies auf Bild 10 zu erkennen wo wir Nischa auf dem Schoß ihrer Mutter sitzend sehen. Nischa weint und die Mutter versucht sie zu trösten. Aber nun der Reihe nach. Das erste Bild zeigt Nischa und ihren Vater. Der Vater hält einen Brief in der Hand in dem steht: "Liebe Maja Sofie" Nischa steht vor ihm und betrachtet eine kleine goldene Kette, die sie aus einem kleinen Kästchen hervorgeholt hat. Das Zimmer ist Weihnachtlich dekoriert und auf dem Tisch liegt das Geschenkpapier in dem sich  das Kästchen mit dem Schmuck befand. Die Geschichte zu diesem Bild erzählt uns erst einmal eine ganze Menge von Nischa und ihrer Familie und dann erfahren wir was es mit der Kette auf sich hat und wer ist wohl Maja Sofie? Die Geschichte endet mit der Frage an die Kinder "An wen könntest du Adventspost verschicken?" Im zweiten Bild sehen wir eine typische vorweihnachtliche Situation. Draußen liegt Schnee in den Fenstern stehen Kerzen die einen warmen Schein werfen. Tiere suchen im Schnee nach Futter und ganz im Vordergrund Nischa und ihr Uropa die einen Tannenbaum tragen. Die Stimmung ist sehr still, besonnen ohne Trubel und genau den vermisst Nischa in der Geschichte "Der stille Advent". Da wo Nischa wohnt ist viel Trubel. Überall Weihnachtsmusik, bunte Lichterketten und Leute die Geschenke kaufen. Jetzt sind sie bei den Urgroßeltern auf dem Land. Hier ist es ruhig. Noch nicht einmal bunte Lichterketten sind zu sehen. Das macht Nischa traurig. Die Uroma erklärt ihr, dass es bei ihnen eine ruhige, besinnliche, gemütliche Vorweihnachtszeit gibt ohne den ganzen Rummel. Als Nischa dann mit dem Urgroßvater einen Weihnachtsbaum aussuchen darf . Als sie zurück kommen duftet es im ganzen Haus nach Plätzchen und der Schein der Kerze scheint die ganze Straße zu erhellen. Jetzt erkennt auch Nischa den Zauber dieses stillen Advent, den sie nicht mehr missen möchte. Die Frage an die Kinder könnte sein: "Mit wem kaufst du einen Weihnachtsbaum? oder wie muss ein schöner Weihnachtsbaum aussehen?" Hier gibt es zahlreiche kreative Möglichkeiten die Fragen zu beantworten. Sei es in Gesprächanlässen direkt zur Fragestellung oder aber auch in Gesprächen über ein selbst gemaltes Bild in dem das Kind seine Vorstellungen auf Papier bringt. Bild 3 Ein wunderschönes Bild das hoffentlich viele Kinder noch mit etwas ähnlichem wie Nischa verbinden. In der heutigen Zeit haben leider immer weniger Kinder Kontakt zu ihren Großeltern einige haben  auch gar keine mehr. Wie wertvoll Großeltern sein können beschreibt diese Geschichte. Hier erkennen wir neben der Zeichnung auch  reale Fotos. Nischa sitzt mit ihrer Uroma auf einem gemütlichen blauen Sofa. Das Zimmer ist vorweihnachtlich geschmückt. An der Wand hängen einige alte Fotos. Nischas Oma hält eine kleine Kiste in der Hand mit Fotos. Ein Foto hält Nischa fest. Der Schein der Kerzen des Adventskranzes erhellt das ganze Zimmer. Es wirkt alles so gemütlich das einem ganz warm ums Herz wird und wie wir mit unseren Lesekindern erfahren haben geht es nicht nur uns Erwachsenen so. In der Geschichte erzählt die Urgroßmutter wie sie als Kind Weihnachten erlebt hat. Daher schließt sich dann auch zum Schluss der Geschichte für die Kinder die Frage an einmal die eigenen Großeltern zu fragen ob sie sich noch an Weihnachten und Weihnachtsgeschenke in ihrer Kindheit erinnern können. Bild 4  hier wird jedes Kind gleich erraten welcher Tag ist. Nischa läuft im rosa Schlafanzug in den Flur. An der Garderobe hängen Jacken neben einer kleinen Truhe stehen zwei rote  gefüllte Stiefel. Der Nikolaus war da! Die ganze Geschichte ist richtig spannend, denn Nischa denkt zunächst der Nikolaus hätte sie vergessen. Aber am Ende ist doch alles gut. "Wie feiert ihr  zu Hause Nikolaus?" ist der Gesprächsanlass für die Erzählrunde. Leider wird man allzu oft feststellen, dass gar nicht richtig Nikolaus gefeiert wird. Zumindest nicht im Ursprünglichen Sinn. Wenn ich allein daran denke, was die Freunde unserer Kinder allein schon zu Nikolaus geschenkt bekommen wird mir Angst und bange. Bei uns ist es dagegen sehr traditionell. Wir sitzen zusammen erzählen und singen. Es gibt Bratäpfel und etwas anderes Leckeres und wenn die Kinder zu Bett gehen stellen sie ihre Stiefel auf die Treppe. Am nächsten Morgen sind sie gefüllt mit Nüssen, Obst ( immer die Lieblingssorten eines jeden Kindes) und etwas Süßem. Dazu ein kleines Päckchen. Ein wirklich kleines Päckchen. Mal ist eine Badekugel darin oder ein paar kleine Parfümproben oder Malstifte. Alles hält sich im Rahmen und erfreut die Kinder genauso. So bleibt meines Erachtens der Zauber der Vorweihnachtszeit noch erhalten. Denn was soll man zu Weihnachten schenken wenn Nikolaus schon so reichlich ausfällt?! Grade hier sehe ich auch den Ansatz im Gespräch den Kindern zu vermitteln, dass es nicht auf die Geschenke ankommt sondern auf das Miteinander in der Familie und auf die Symbolik und die Geste denn Nikolaus selbst hat auch keine großen Geschenke gebracht. Auf Bild 5 sehen wir etwas ganz besonderes. Ein verschneites aus und an jedem der vielen Fenster sieht man eine Zahl. Ein Adventskalenderhaus. Einige Fenster sind hell erleuchtet andere noch dunkel. Oben aus dem Fenster guckt jemand heraus und spiel auf einer kleinen Trompete. Draußen vor dem Haus ist auch alles verschneit. Ein geschmückter Tannenbaum  ebenfalls in Schnee gehüllt. Wir sehen Nischa mit ihren Eltern. Der Vater hält einen Becker in der Hand und die Mutter scheint Nischa das Haus zu erklären. der Horizont ist dunkel und viele kleine weiße Schneeflocken fallen vom Himmel.. Die kurze Geschichte erzählt mehr über Nischas Ausflug zum Adventskalenderhaus. Bild 6 gibt Rätsel auf. Hier ist die Situation auf dem Bild nicht so eindeutig wie auf anderen Bildern. Wir sehen ein Haus von außen. Eine Frau guckt aus dem Fenster an der Hauswand hängt ein Briefkasten mit der Aufschrift POST und an der Tür hängt ein Schild "Meier" Nischa schleicht sich vorsichtig zum Postkasten. In der Hand hält sie eine kleines Glöckchen aus Papier. Was es damit auf sich hat erfahren wir in der Geschichte. Wer den Titel  der Geschichte ("Frau Meier mag kein Weihnachten") hört kann vielleicht schon eine eigene Geschichte dazu erfinden.  Hier könnte man gut den Sprechanlass vor das Erzählen der Geschichte stellen. Bild 7 spielt im Kindergarten.  Das was wir dort sehen sieht erst einmal aus wie ein ganz normaler Tag im Kindergarten. Kinder  sitzen an Tischen und basteln. Wer mit ihnen bastelt und was genau dort gebastelt wird erzählt die kleine Geschichte "Nischa und der Adventswurm". Im Begleitheft findet man dann auch gleich eine Anleitung für den Bau einer Weihwasserflasche die natürlich auch für viele andere Sachen genutzt werden kann. Bild 8 Nischa und das Weihnachtsfohlen  Ein einfaches Bild in dem wieder mit zwei Darstellungsformen miteinander verwoben sind. Das Element Foto trifft auf das Element Illustration. Hier wird ein Stall von innen Fotografisch dargestellt. Mauer, Stroh, Fenster auch der Lichteinfall und die Katze sind auf diesem "Foto" zu erkennen. Eingefügt die Illustration einer kleinen Maus und die große auf der wir eine Stute mit ihrem Fohlen sehen. Ein optisch sehr gelungenes Bild, das den Kindern beim Betrachten sicherlich viele Gedanken mit bringt. In der Geschichte erfahren wir, dass der 12. Dezember ist. Nischas Papa, der ja Tierarzt ist. Der ist zu einem Bauern gerufen worden weil eine Stute ein Fohlen bekommt. Und so darf Nischa ihren Vater begleiten. Was sie dort so alles erlebt ist nicht nur für Nischa sehr aufregend. Auch in Bild 9 wird das Bild in grade erwähnter Technik dargestellt. Dieses mal sind die Übergänge von Foto und Illustration noch feiner verwoben. So ist der Körper der Mutter gezeichnet ein Teil der Kleidung jedoch Foto. Erst auf den zweiten Blick sind diese Unterschiede zu erkennen. Gleiches gilt für die im Raum stehende Kommode und das Krippenhäuschen. Auch wenn wir hier auf dem Bild sehen wie Mischa an den Bauch ihrer Mutter faßt geht es in dieser Geschichte zunächst nicht um ein Geschwisterchen sondern um das Jesus Baby. Die Mutter möchte neue Krippenfiguren kaufen das ist aber gar nicht so einfach wie gedacht. Was Nischa da so erlebt davon handelt der Großteil dieser Geschichte. Doch das ist nicht alles. Nischas Mutter erzählt ihr, das bei ihr im Bauch auch ein Baby ist so wie bei Maria damals. Nun hat Nischa natürlich viele Fragen, die die Mutter beantworten muss. Bild 10 hatte ich ja bereits erwähnt auch hier wird mit Fotoelementen kombiniert. Das Bett  und die Wand sind "echt" auch der Pulli der Mutter wird es sein. Nischa sitzt auf dem Schoß ihrer Mutter und weint. beide sehen sehr unglücklich aus. Titel dieser Geschichte: "Der umgetauschte Wunschzettel" Was es damit wohl auf sich hat und ob es doch noch ein Happy End gibt? Wir erfahren es in dieser Geschichte. Bild 11 spielt draußen im Schnee. Es ist das Foto einer verschneiten Landschaft im Vordergrund zwei dicke nahezu gleich aussehende Schneemänner vor einem Haus. Nischa und ihr Freund  die  gezeichnet sind und sich so in das Gesamtbild einfügen. Schneemänner bauen ist etwas wunderschönes mit einem Freund zusammen noch mal schöner. Wieviel Spaß das machen kann sieht man auf diesen Bildern und erfährt es in der dazugehörigen Geschichte. "Nischa verschenkt Glück" ist der Titel der nächsten Geschichte ( Bild 12), die sich im Bild wie folgt darstellt. Nischa und ihre Mutter sitzen  gemütlich am Tisch und packen kleine Dinge in Zelophantütchen. Bald ist Weihnachten , Zeit Geschenke zu verpacken. Nischa macht gerne Geschenke für andere und ihren Urgroßeltern möchte sie natürlich auch etwas schenken doch die wünschen sich eigentlich gar nichts. Da ist guter Rat teuer. Ob Nischa doch noch etwas einfällt? Bild 13 zeigt Nischa in einer Schulklasse. Sicherlich werden die Kinder sich darüber wundern doch die Geschichte erklärt wie es dazu kommt und noch dazu erfahren sie wie Nischa wichteln lernt. Ob zuhörenden Kinder das wohl kennen? Vielleicht kann diese Geschichte ein Einstieg zu einer selbst geplanten Wichtelaktion werden. Sicherlich auch ein Spaß für die Kindergarten Kinder. Es kann gebastelt werden und dann verschenkt, denn man muss ja nicht immer nur gekaufte Wichtelgeschenke machen. Das vorletzte Bild ( Bild 14) Begleitet die Geschichte von "Nischa und Alaya" es zeigt Nischa mit einer Mondspieluhr im Arm. Neben ihr kniet Alaya die einen kleinen Kuschelhund im Arm hat. Die Geschichte selbst erzählt von Alaya, die mit ihrer Familie in einer Flüchtlingsunterkunft lebt. Nischas Mutter kümmert sich um einige Familien, die dort leben. Sie bringt ihnen Deutsch bei , geht mit ihnen zum Arzt und hilft wo sie grade kann.  Heute darf Nischa mit gehen. Da sie weiß, dass die Kinder dort kein Spielzeug haben nimmt sie noch zwei Spielzeuge mit. Eine Spieluhr und einen Kuschelhund. Die möchte sie verschenken. Was die Familien so alles durchgemacht haben bis sie zu uns kamen und wie es ihnen hier ergeht erzählt diese Geschichte die mit der Überlegung endet wie wohl diese Familien Weihnachten feiern werden.  Eine Reihe von Gesprächanlässen lassen sich hieraus ziehen. Unter anderem die Frage hier: " Wie kann man zusammen mit den Flüchtlingskindern in deiner Kita eine schöne Adventsfeier gestalten?" Bild 15 bildet den Abschluss unserer Geschichtenvorstellung Wir erkennen wieder die Kombination aus Foto und Illustration. nischa und ihr Vater knien vor einer Hündin mit Welpen. Sowohl der Vater als auch Nischa haben einen im Arm. In der Geschichte wird erzählt, dass es der 21. Dezember ist, als kurz vor Weihnachten. Bauer Trudels Hund hat kürzlich Welpen bekommen. Einen möchte der Vater mit nach hause nehmen wenn er alt genug ist und seine Mutter nicht mehr braucht. Ob sich Nischa für einen der Welpen entscheiden können das erfahren wir in dieser vorweihnachtlichen Geschichte die einmal mehr zeigt, dass man manchmal ein wenig länger auf die Erfüllung seiner Herzenswünsche warten muss. Gut finde ich hier, dass sie keinen Welpen zu Weihnachten unter dem Tannenbaum sitzen haben sondern erst einige Wochen später  ihren Wunschwelpen mit nach hause holen werden.
    Wie bereits erwähnt gibt es zahlreiche Bastelideen, die Kinder leicht selbst umsetzten können und auch schöne Geschenke sein können, die die Kinder verschenken. Was wir seit Jahren mit den Kindern basteln sind Weihnachtsduftgläser eine Anleitung hierzu nun auch im Begleitheft dieses Kamishibai. Dazu eine Anleitung zum Basteln eines Waschlappen-Nikolaus, einem Falttannenbaum und vielen anderen schönen Dingen. Da freuen wir uns doch alle schon auf die Vorweihnachtszeit mit dem Kamishibai "Nischa packt Geschenke" 24x Advent im Erzähltheater Kamishibai Geschichten und Ideen zum Vorlesen und Gestalten
  4. Cover des Buches Kamishibai (ISBN: 4260179510397)

    Kamishibai

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Einsetzbar:  Zuhause, in Kindergärten, Freizeit- und Senioreneinrichtungen und überall wo erzählt wird             Im Ursprung kommt das Kamishibai Erzähltheater aus der Japanischen Geschichte. Kamishibai setzt sich aus den Wörtern "kami"- Papier und   "shibai- Schauspiel/Theater zusammen.
    Kamishibai  heute ist ein einzigartiges Konzept aus dem Don Bosco Verlag und besteht aus einem Holz Theater und Geschichten die auf Bildkarten dargestellt sind.
    Wie alle Titel sind auch diese Erzähltheaterkarten absolut gut durchdacht und praxiserprobt. Kaum ein Kindergarten der damit noch nicht arbeitet. Aber auch zuhause bietet er ( grade wenn man mehrere Kinder hat) beste Möglichkeiten eine Geschichte zu erzählen. Extra für die Bildkarten gibt es einen Holzständer in Form eines ausklappbaren Theaters aber auch ohne diesen Ständer lassen sich die großformatigen Bilder (Din A3) sehr gut zusammen betrachten. Entweder man hält sie vor sich hin oder legt sie z.B. auf den Boden. Wir haben es meist so gemacht, dass wir Stationen an der Wand gestaltet haben. Dies lockert das Betrachten ein wenig auf und legt den Fokus für den Moment  ( wie beim Theaterformat)jedoch nur auf das eine Bild. Wir bewahren die Erzählbilder in einer für Architekten gefertigten Präsentationsmappe auf. Jede Mappe ist mit großen Sichthüllen versehen. Jeweils ein Bild kommt in eine Hülle. So hat man eine Art Bilderbuch, das man auch zum erzählen nutzen könnte. Sie sehen die Kamishibai Erzählkarten bieten unendlich viele Möglichkeiten. Eine Geschichte besteht aus etwa 12 Bildern ( das variiert etwas je Geschichte). Vielen Geschichten haben  eine kleine Textvorlage und einige wenige auch noch eine CD dabei. Welche das im einzelnen sind werde ich bei meiner genauen Vorstellung der Titel erwähnen.

    Neben den Bildkarten gibt es zahlreiche Bücher die erklären wie und zu welchen Themen die Erzähltheaterkarten eingesetzt werden können. Wie immer alles sehr gut erklärt, wunderbar ausgearbeitet und absolut Kita erprobt.

    Das ausklappbare Theater
    Das Kamishibai Erzähltheater wird aus Bikenholz Multiplexplatten hergestellt. Mit einer Breite von ca. 45 cm und einer Länge von 31,5 cm ist es groß genug Bilder bis zu einer Größe von DIN A 3 einzustecken. Die Erzähltheaterkarten des Don Bosco Verlags sind genau in diesem Format DINA3 gehalten. Da der Schlitz sehr tief ist besteht die Möglichkeit auch laminierte Bilder einzulegen.
    Das Holztheater kostet 79,-€ und wird unter anderem in einer Don Bosco Behinderten Werkstatt gefertigt

    Rechts und links der Bildfläche sind ausklappbare Flügelseiten, die so die Optik eines Theaters vermitteln. Die Türen gehen auf, das Theater kann beginnen!
    Leider haben wir in der Bücherei noch kein solches Theater zur Verfügung ich konntes es mir jedoch schon des Öfteren bei Bildungsmessen ansehen. Es ist ein absoluter Hingucker. Auch wenn es zahlreiche weitere Möglichkeiten gibt die großformatigen Bildkarten zu präsentieren, ist diese Form im Erzähltheater einfach die attraktivste und für die Kinder eindrucksvollste Art. Die Anschaffung lohnt sich bestimmt auch in Haushalten mit mehreren Kindern. Nicht zuletzt werden die Kinder darüber hinaus mit Sicherheit dazu animiert eigene Geschichten zu gestalten. Hier empfiehlt es sich die selbst gemachten Bilder entweder zu laminieren oder auf Pappe aufzuziehen damit sie besser im Rahmen halt finden.
    Auf der Internetseite des Verlages gibt es zudem zahlreiche Anregungen und ein Video mit der "Geschichtenbaumeisterin" Helga Gruschka.



    Der Einsatz des Kamishibai Erzähltheaters und Erzähltheaterkarten ist ein idealer Weg zur Sprachförderung. Es schult Ausdruck, Wortschatz und den Umgang mit Stimme dazu regt es zum erfinden und gestalten eigener Geschichten an.




  5. Cover des Buches Das Eselchen und der kleine Engel (ISBN: 9783522458894)
    Otfried Preußler

    Das Eselchen und der kleine Engel

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste

    "Das Eselchen und der kleine Engel" ist eine der beliebtesten weihnachtlichen Geschichten der letzten Jahre im Bilderbuchbereich. Gut das es diese wunderschöne Geschichte aus der Feder des Großmeisters der Kinder- und Jugendliteratur nun auch im Kamishibai Erzähltheater gibt.

    Nicht nur für Kindergärten ist dies eine ideale Form Bilderbücher "vorzulesen" / zu erzählen. Denkt man als Elternteil  mehrere Kinder daran, wie sie sich immer an einen herandrücken um besser sehen zu können und dann das Gestreite losgeht. "Ich will auch was sehen" und dann geschubst wird  dann ist das Kamishibai eine Ideale Lösung.
    Vielleicht ja auch mal ein Gedanke für ein "Familienweihnachtsgeschenk".

    In 12 wunderschön illustrieren Bildern von Christiane Hansen wird die Geschichte erzählt.
    Zunächst sehen wir ( Bild 1) eine verschneite Landschaft und einen Stall in dem ein kleiner Esel liegt, gewärmt von seiner Mutter. Eine kleine Laterne erhellt den ansonsten dunklen Stall.
     Dem Betrachter wird wohlig warm. Eine anrührende, heimelige Stimmung öffnet die Herzen der Betrachter.
    In der Geschichte erfahren wir mehr über das kleine Eselein das zum Einschlafen von der Mutter immer wieder die gleiche Geschichte erzählt bekommen möchte. Die Geschichte vom Gotteskind in der Krippe.
    Eines Tages kommt ( Bild 2) kommt ein kleines Kind, nein ein Engelchen mit Mütze , Jacke und Schal zu dem kleinen Esel in den Stall. Das Eselchen ist ganz allein und vermisst seine Mutter schon, doch das Engelchen weiß wo die Mutter ist und bietet dem kleinen Esel an ihn hinzuführen.
    Das Stallgebäude von innen sieht warm und gemütlich aus. dennoch wirkt das Eselchen darin sehr verloren.
    Klar das das kleine Eselchen zu seiner Mutter möchte und so macht es sic, geführt von dem kleinen Engel, auf den Weg durch die verschneite Winterlandschaft ( Bild 3) dabei begegnen sie vielen Kindern, die im Schnee spielen und Schneemänner bauen. Einige der Kinder fragen wo es denn hin gehen soll und das Eselchen erklärt dann, dass sie zum Jesuskind in dem Stall von Bethlehem gehen wollen.
    Auch Bild  4 veranschaulicht den Weg der beiden, denen nun immer mehr Kinder und Erwachsene folgen.
    Auf ihrem Weg ( Bild 5) kommen sie in ein Dorf,  Wir sehen eine verschneite Landschaft, viele kleine Häuser im Hintergrund. Im Vordergrund ein schönes großes Haus. Eine Bäckerei ist zu erkennen auch die Bäckerleute vor der Tür möchten wissen wo sie denn alle hin wollen und auch so schließen sie sich der Gruppe an.
    Auf dem weiteren Weg treffen sie auf einen Hirten mit vielen, vielen Schafen ( Bild 6) der sich ebenfalls mit samt seinen Tieren anschließt.
     So kamen sie dann auch in eine kleine Stadt ( Bild 7) Wir sehen ein emsiges Gewimmel. Leute mit Geschenken laufen an ihnen vorbei doch hier nimmt niemand Kenntnis von ihnen .
    Doch dann  ( Bild 8) treffen sie auf eine Verkäuferin an einem Würstchenstand und einen Wachtmeister die nun der Gruppe folgen. Auf dem Bild herrscht ein buntes Treiben. Der blaue Hintergrund lässt eine abendliche Stimmung erkennen. Die Würstchenbude hell erstrahlt und im Haus daneben bekommen wir Einblick in das abendliche Geschehen im Haus.
    Das 9. Bild wird duster. Es ist tiefe, tiefe Nacht. Der Vollmond erhellt den Wald. Kahle Bäume werden schwarze Schatten in den Schnee. Sie treffen auf verschiedene Waldbewohner und den Förster, die ebenfalls der Gruppe folgen.
    Wie weit der Weg ist erkennt man an der Stimmung des nächsten Bildes ( Bild 10). der Horizont ist jetzt heller aber immer noch dunkelblau. die Gruppe ganz klein, in schwarz  gezeichnet ( nur  schwarze Umrisse sind zu erkennen) wandert über verschneite Hügel. Ganz in der Ferne der Stall über dem ein ganz heller Schein liegt und direkt über der Spitze des Daches der Stern von Bethlehem.
    Über dem Schein weiße Engel. Die Geschichte erzählt, dass sie singen und man hört Posaunenschall und Orgelklang, Flöten und Geigen und Glöckchen.  Das rührte alle Menschen und Tiere zu tiefst.
    Bild 11 zeigt den Offenen Stall in dem Maria und Josef und das Jesuskind zu sehen sind umringt von allen Tieren und den vielen Besuchern, die das Neugeborene sehen möchten. Ganz so wie es die Eselmutter dem kleinen Eselchen immer erzählt hatte.
    Nachdem alle einen Blick auf das Jesusbaby geworfen haben ziehen sie wieder von dannen ( Bild 12) zurück bleiben Maria und Josef mit ihrem Kind in der Krippe und vor ihren Füßen die Eselstute mit dem kleinen Eselein. Ganz rechts oben sehen wir den kleinen Engel  der der Gruppe den Weg weißt.

    Welch eine schöne Geschichte, die durch ihre unglaublich stimmungsvollen Bilder soviel Weihnachtsgefühl vermittelt.
    Diese Geschichte in großen Din A 3 Kamishibai Erzählbildern festzuhalten bringt noch mehr Emotinalität mit als im herkömmlichen Bilderbuch, daher kann ich nur jeder Familie mit Kindern empfehlen sich diese Geschichte zuzulegen.

    Ideal einsetzbar um die Wartezeit bis zur Bescherung, als Einstimmung auf den Heiligen Abend, zu verkürzen aber auch in Kleinkinderchristmetten und anderen Einrichtungen wie Senioreneinrichtungen wird bei Einsatz dieser Geschichte Wärme, Ruhe und weihnachtliche Vorfreude entstehen.



  6. Cover des Buches Opa und ich Hand in Hand: Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai Bildkartenset. (ISBN: 4260179513817)
    Lydia Hauenschild

    Opa und ich Hand in Hand: Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai Bildkartenset.

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Opa und ich Hand in Hand

    Eine wunderschöne Geschichte über das Alter, Familie und auch das aktuelle Thema Demenz
    Allein das Titelblatt zeigt uns schon  wie schön es für ein Kind ist wenn man einen Opa 
    (Großeltern) hat.
    .  
    .
    Opas können vorlesen und noch soviel mehr doch was passiert wenn der geliebte Opa plötzlich immer mehr vergisst?
    Dies erzählt die Geschichte von  Simon und seinem Opa.
    Begleitet wird die sie dabei von einfachen, klaren, liebevoll gezeichneten Bildern. Sie geben genau die Gefühle wieder, die die Personen in der Geschichte erleben. Liebe, Geborgenheit, Traurigkeit, mal auch etwas Unbeholfenheit und Ängstlichkeit. .Dabei aber immer voller Hoffnung und einer sehr positiven Ausstrahlung.

    Dies ist die Geschichte von Simon und seinem Opa. Ein Opa wie es sich jedes Kind wünscht. Die ersten 3 Bilder erzählen von all dem was ein Opa mit seinem Enkel machen kann.
    Simons Opa ist immer für ihn da. Er kocht ihm Kakao, spielt mit ihm Memory und bastelt mit Simon. Er geht mit ihm in den Park und lässt kleine Kieselsteine übers Wasser hüpfen. Simons Opa kennt viele Leute und alle grüßen ihn und er sie. Mit Opa hat Simon immer viel Spaß. Doch dann wird langsam alles anders Bild 4
    Opa ist müder, unkonzentrierter und vergisst immer mehr. Er vergisst Simon Kakao zu kochen und auch beim Memory spielen ist es nicht mehr wie früher.
    Bild 5
    Wenn Simon nun mit seinem Opa zu See geht vergisst er oft die Leute zu grüßen und auch den Weg findet er nicht mehr direkt. Simon und die anderen Leute sind verwundert, denn dass kennen sie von dem alten Mann nicht.
    Bild 6
    Wenn sie früher am See waren grüßte Opa die Frau auf der Bank nur kurz und kümmerte sich dann um Simon. Nun setzte er sich immer öfter zu der Frau, aß sogar das Brot, dass für die Enten gedacht war und vergaß mit Simon zu spielen. Das machte Simon  etwas traurig.
    Bild7
    Als Simon an einem Abend den Eltern beim Gute Nacht sagen erzählt, dass Opa Entenfutter gegessen hat finden die das gar nicht so lustig wie Simon. Sie beginnen sich Sorgen zu machen und als dann
    Bild 8
    ein paar Tage später die Polizei bei Simon zuhause klingelte und Opa dabei hat machen sich alle noch mehr Sorgen. Opa hatte den Weg aus der Stadt zu seinem Haus nicht mehr gefunden. Nur gut das der Polizist wusste wo Simon und seine Eltern wohnten.
    Bild 9
    Damit Opa nicht mehr allein wohnen muss wohnt er nun bei Simon und seinen Eltern. Das findet Simon natürlich toll denn jetzt hat er seinen geliebten Opa den ganzen Tag bei sich. Sie kochen gemeinsam Kakao und spielen und basteln zusammen so wie früher doch nun passt Simon auf, dass Opa nichts passiert. So wie Opa es früher bei ihm gemacht hat.
    Bild 10
    Auch zum See gehen sie. Nur nun holt Frau Weber, die alte Frau vom See, die beiden ab. Sie gehen den gleichen Weg wie früher und jetzt grüßt Simon all die Leute, die Opa früher immer gegrüßt hat. 
    Bild 11
    Simon ist jetzt für Opa da, so wie Opa früher für Simon da war. Und Simon ist glücklich das Opa bei ihm ist.

    Diese Geschichte zeigt uns wie wichtig Großeltern für Kinder sind. Sie zeigt uns aber auch mit welcher Selbstverständlichkeit Kinder sich den Situationen anpassen und Verantwortung übernehmen.
    Für Simon ist es wichtig das Opa da ist. Einfach nur da. Auch wenn nicht mehr alles so ist wie früher, der Anker in der Familie, die verlässliche Konstante, das Wohlgefühl. Da sein einfach nur da sein das ist für Kinder wichtig.
    Ich denke, wir Erwachsenen sollten bei allem, was wir für die Familie entscheiden, nicht vergessen, was Großeltern für Kinder bedeuten. Dies können wir nur erahnen oder nachempfinden wenn wir auch einen solchen Bezug zu unseren eigenen Großeltern hatten. Leider gibt es immer mehr Kinder, die ohne Großeltern aufwachsen müssen. Sei es, dass sie Tod sind oder weit weg leben. Das was Kinder aus dem Kontakt zu den Großeltern fürs Leben mitnehmen können wir Eltern ihnen nur bedingt geben.  Viele Eltern sind eifersüchtig auf den guten Kontakt des Kindes zu den Großeltern doch das ist Unsinn. Jeder hat seinen Platz in Leben eines Kindes so wie jedes Familienmitglied einen Platz in der Familie hat.

    Anna Lena (11Jahre), eines unserer Leskinder sagte nach der Geschichte zu mir
    "Es ist bestimmt nicht leicht einen Demenzkranken Menschen in der Familie zu pflegen doch letztendlich ist es nicht anders als das was  unsere Eltern mit uns erlebt haben als wir groß wurden , nur rückwärts."

    Ich denke darüber sollten wir einmal nachdenken!

    Diese Geschichte liefert unendlich viel Gesprächsmöglichkeiten in der Gruppe und wird bestimmt auch zu Hause noch Nachhall finden.
    In unserer Gesprächsrunde waren Kinder zwischen 7 und 14 Jahren.
    Wir haben uns die Geschichte von Simon und seinem Opa angesehen, haben zugehört was uns erzählt wurde und jeder hat überlegt wie es bei ihm zu Hause ist.
    Einige Kinder erzählten von ihren Großeltern. Die meisten hatten noch keine Erfahrungen mit Demenz gemacht aber alle wussten was es ist.
    Unsere Fragestellung:
    Was würden wir mit unserer Oma unserem Opa machen wenn sie alles vergessen würden.
    Diese Ideen sammelten wir auf großen runden Karten. Ideenblasen.
    Dann gestaltete jedes Kind ein Bild für eine neue Geschichte im Kamishibai.
    Unsere Geschichte erzählt so die Geschichte von Simon und seinem Opa weiter.
    Ausgangsbild 
    Simon sitzt mit seinem Opa auf dem Sofa und schaut alte Fotoalben an.
    "Sieh Opa!" und "Was war denn da Opa?" sind fragen der Bilder, die die Kinder gestaltet haben.
    So setzten sich die Kinder mit der Thematik Demenz und Vergessen auseinander.
    Zum Abschluss unseres Workshops baute jedes Kind eine eigene Vergessenskiste.

    Die Vergessenskiste
    ist ein bunt gestalteter Karton. Manche Kinder haben ihn bunt bemalt oder beklebt. Andere haben Fotos aufgeklebt oder mit Stoffen gearbeitet.
    Was kommt in die Kiste? All das was die Kinder mit ihren Großeltern verbindet. Allem voran Fotos aber auch eine leere Tüte von Lieblingsbonbons kam hinein. Schokoladenpapierchen,  und Kleinigkeiten wie Postkarten, die die Großeltern aus dem Urlaub geschrieben haben oder Anhänger etc. Ein Kind legte ein kleines Stück Seife rein weil die nach der Oma roch, ein anders eine kleine Holzschachtel mit getrockneten Samen weil der Opa mit dem Jungen immer im Garten arbeitete.
    Noch braucht keines dieser Kinder diese Kiste aber wenn sie einmal benötigt wird ist sie da und so lange ist es auch für die Kinder eine schöne Kiste um sich selbst an etwas zu erinnern.

    Opa und ich Hand in Hand
    Eine Geschichte die einem Mut macht, die erkennen lässt, dass man auch aus scheinbar Negativem etwas Positives gewinnen kann.
    Miteinander, füreinander ist das Motto!







  7. Cover des Buches Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland - Bildderbuchgeschichten für unser Erzähltheater. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai Bildkartenset. (Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater) (ISBN: 4260179512896)
    Theodor Fontane

    Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland - Bildderbuchgeschichten für unser Erzähltheater. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai Bildkartenset. (Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Theodor Fontane hat diese Geschichte in Gedichtform bekannt gemacht. Er war nicht der Erste, der sich dieser angenommen hat wohl aber der Bekannteste, so dass wir heute in der Regel seinen Namen mit der Geschichte vom Birnbaum in Verbindung bringen.
    Den Ursprung hat die Geschichte durch das Leben und Wirken des Freiherrn Hans Georg von Ribbeck, der von 1689 bis 1759 in der damaligen Grafschaft Ruppin im märkischen Havelland lebte.
    Der alte Herr von Ribbeck war ein herzensguter, den Menschen, vor allem den Kindern, sehr zugewandter Mensch, der die Birnen seines Baumes an vorbei kommende Kinder verschenkte. Sein Sohn jedoch war ganz anders. Geizig wo es nur ging. Dem Alten war klar, dass der Sohn es nach seinem Tode nicht mehr gestatten würde, dass Kinder sich die Birnen holen. So verfügte er, dass eine Birne mit in sein Grab gelegt werden sollte. So geschah es und tatsächlich wuchs aus seinem Grab ein Birnbaum an dessen Früchten sich weiter die Kinder bedienen durften so wie es der alte Freiherr, noch zu Lebzeiten, bestimmt hatte.
    Da der Freiherr die Kinder immer auf Platt begrüßt und gerufen hatte wurde die Mundart von Fontane auch in seine Version der Geschichte eingebunden.
    Noch heute lernen fast alle Schulkinder bei uns dieses Gedicht.
    Meine 7 lernten es alle.
    Die Umsetzung des Don Bosco Verlags als Erzählbilder ist die Schönste und Kindgerechteteste die ich kenne.  
    12 Erzählbilder wurden von Antje Bohnstedt wunderbar, klar, einfach gehalten und farblich sehr stimmungsvoll illustriert. Mit viel Liebe zum Detail fängt sie genau die Szeneninhalte ein, die der Text vorgibt.
    Bild 1 Zeigt den alten Herrn von Ribbeck unter seinem Birnbaum. Er pflückt grade Birnen. Zwei Kinder stehen in seiner Nähe.
    Auf Bild 2 beugt er sich zu den Kindern und gibt ihnen je eine dieser Birnen.
    Bild 3
    in dunklen Gelbtönen eingebettet der Birnbaum mit den Birnen und Herrn von Ribbeck. Herbstgefärbte Blätter fallen herunter und bilden den Hintergrund. Der Bezug zum Text sagt, dass es Herbst ist. Der alte Herr merkt sein Ende ist nah gekommen und gibt seine letzte Botschaft mit auf den Weg..
    Nahtlos geht dieser Abschied über in Bild 4 auf dem Friedhof. Alles Grau in Grau nur hinter dem Kreuz des Grabes ein heller gelber Schein der auch noch vor dem Blumengeschmückten Grab den Grabschmuck beleuchtet.
    Trotz der Trauer ein hoffnungsvollen, sehr stimmungsvolles Bild, das jedoch vor der eigentlichen Vorstellung vor den Kindern etwas eingeführt werden sollte um sensible Kinder nicht zu verängstigen.
    Bild 5 eine grüne aber dustere Stimmung unter dem Früchte tragendem Birnbaum. Die beiden Kinder entfernen sich in gebückter Haltung. Wir wissen sie dürfen keine Birnen mehr nehmen denn der junge Herr von Ribbeck verbietet es.
    Bild 6 In Grün gehalten der Friedhof mit einem kleinen Birnbaum am Grab des alten Herrn von Ribbeck.
    Bild 7 Die Jahre sind vergangen, aus dem kleinen Birnbaum ist ein stattlicher großer Baum geworden der viele großer Früchte trägt. Auf dem Bild nur die Blätter und Birnen gefüllte Korne des Baumes ist zu sehen und wirkt prächtig und mächtig.
    Bild 8 mit stimmungsvollem lila schimmerndem Hintergrund sehen wir den Baum mit den beiden Kindern davor. Die Geschichte besagt , dass wenn ein Junge oder ein Mädchen vorbei kommt es aus dem Baum leise flüstert.........
    Bild 9 Die beiden Kinder sitzen gemütlich unter dem Birnbaum und verspeisen genüsslich ihre Birnen.
    Bild 10 noch einmal Bild 1 und Bild 11 ein Bild voller Birnen. Es ist angedacht dieses Bild als Vorlage zu nehmen und nach Betrachten der Geschichte hier ihren Namen in eine der Birnen eintragen darf.
    Ich rate dazu dieses Bild nur als Anleitung/Anreiz für ein selbst gestaltest Bild zu nehmen.
    Wir haben einen kleinen Birnbaum aus Tonkarton gebastelt  und einzelne Birnen. Jedes Kind hat seine eigene Birne gemalt, auf Karton geklebt und ausgeschnitten. Ein kleines Passfoto und den Namen darauf und dann an den Baum geklebt. Einige Kinder haben auch noch ein paar Noten gebastelt und eingeklebt. Diese sollen das Flüstern darstellen. Auch einen kleinen Vogel kann man noch einbringen. Hier ist der Gestaltung sehr viel Raum gegeben. Dieser so gebastelte Baum kann auch Mittelpunkt einer schauspielerischen Umsetzung werden. Kinder lieben das Nachspielen sehr.
  8. Cover des Buches Auf dem Wochenmarkt mit Emma und Paul. Kamishibai Bildkartenset.: Entdecken. Erzählen. Begreifen: Mit kleinen Kindern durch das Jahr. (Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater) (ISBN: 4260179514685)
    Monika Lehner

    Auf dem Wochenmarkt mit Emma und Paul. Kamishibai Bildkartenset.: Entdecken. Erzählen. Begreifen: Mit kleinen Kindern durch das Jahr. (Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Thema Ernährung /Einkauf
    für Kinder ab 2 Jahr

    Immer mehr Kinder denken, dass man nur im Supermarkt einkaufen kann.
    Frische Produkte aus dem Hofladen, direkt beim Bauern oder vom Wochenmarkt kennen viele gar nicht.
    Eine erschreckende Erkenntnis wie ich finde. Gerade deshalb finde ich es so toll, das der Don Bosco Verlag diese Geschichte veröffentlicht hat, die mit ihren  klaren Bildern sehr auf das wesentliche fokussiert erzählt.
    Der Verlag stuft diese Bildgeschichte für Kinder von 1-5 Jahren ein.
    Trotz aller Klarheit der Bilder halte ich eine Empfehlung ab 2 Jahren jedoch für realistischer, da erst in dieser Altersphase ein wirkliches Begreifen mehrerer Komponenten, Sachinformationen möglich ist und es schon einer gewissen Aufmerksamkeit bedarf der Geschichte zu folgen.
    Emma und Paul dürfen mit ihrer Mutter auf den Wochenmarkt gehen und Emmas "sprechendes" Stoff-Schäfchen darf bei diesem Ausflug natürlich auch nicht fehlen.
    Bevor es losgehen kann müssen der Korb und die Tasche herausgesucht werden und Geld braucht man auch noch.
    Auf dem Wochenmarkt gibt es viel zu sehen und vor allem zu kaufen.
    Ein Bild zeigt verschiedene Obst und Gemüsesorten.
    "Wer kennt / erkennt etwas?"
    Aber auf dem Wochenmarkt gibt es noch viel mehr als Obst und Gemüse. Das Treiben drum herum ist ebenfalls ein kleines Abenteuer. Was Emma, Schäfchen und Paul erleben verrate ich hier noch nicht.
    Was kann man sonst noch auf dem Markt kaufen?
    Was kann man mit den Lebensmitteln kochen?
    Es gibt viel zu erfahren, zu sehen, zu entdecken und reichlich Anknüpfungspunkte für Gespräche, rund um das Thema Markt, Nahrung und Einkauf.
    Ein Besuch auf dem Wochenmarkt kann mit dieser Bildergeschichte wunderbar vor- und nach-bereitet werden.

  9. Cover des Buches Paul Wüterich (Pappbilderbuch) (ISBN: 9783219119558)
    Antje Bohnstedt

    Paul Wüterich (Pappbilderbuch)

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Literaturwerkstatt-kreativ

    „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“  stellt vor:

     „Paul Wüterich / Bildkarten für das Kamishibai“ von Antje Bohnstedt

    Drachen und Mäuse leben in einem kleinen, aber ganz besonderen Dorf zusammen. Die Drachen passen auf die kleinen Mäuse auf. Dafür sorgen die Mäuse dafür, dass die Drachen immer polierte Drachenschuppen, geputzte Zähne und gefeilte Krallen haben.

    In diesem Dorf leben auch der Wasserdrache Paul und die kleine Piratenmaus Frida. Die beiden sind unzertrennliche beste Freunde und haben jeden Tag eine Menge Spaß miteinander.

    „Doch eines Tages steht Paul mit dem linken Fuß zuerst auf. Während er grimmig zur Schule trottet, kickt er einen Stein weg, der ein Mäusezelt  umreißt. Als Frida ihn auffordert, es wieder aufzustellen, eskaliert der Streit und Paul schubst Frida um.“

    Aber die kleine resolute Frida ist nicht so schnell klein zu bekommen und sie zeigt Paul, wie er am besten mit seiner Wut umgeht und am Ende des Tages ist alles wieder gut und die beiden wieder versöhnt. 

    Fazit:

    Das Kamishibai (Erzähltheater) stammt aus Japan und findet in den letzten Jahren vermehrt seinen Einsatz in Kindergärten, Büchereien und Schulen. Die Bildkarten werden, wie beim Bilderbuch, Bild für Bild nacheinander gezeigt und dazu wird die Geschichte erzählt. Das Kamishibai regt die Kinder zum eigenen Erzählen an und lässt sie ganz nebenbei noch in die Welt der Fantasie eintauchen.

    Ganz neu für das kleine Theater gibt es nun auch Kamishibai-Karten vom Bilderbuch „Paul Wüterich“. Antje Bohnstedt ist Autorin und Illustratorin dieser Geschichte, welche 2018 erstmalig als Bilderbuch im „Annette Betz Verlag“ erschienen ist. Die Autorin greift dabei mit ihrer Geschichte ein wichtiges Thema auf, denn Gefühlsausbrüche bei Kindern sind immer wieder ein Problem für Eltern, aber auch für ErzieherInnen in der Kita. Dabei hat jedes Kind sein ganz persönliches Temperament und jedes Kind muss erst einmal lernen, seine eigenen Gefühle bewusst wahrzunehmen und zu verstehen. Gerade durch die Identifikation mit Held und Heldinnen in Bilderbüchern fällt es vielen Kindern leichter Wutausbrüche, Glücksgefühle, oder betrübt sein zu verstehen und nachzuvollziehen. 


    Mit Paul und Frieda hat die Autorin zwei sehr sympathische Charaktere geschaffen, durch die Kinder eine tolle Botschaft – ohne erhobenen Zeigefinger – vermittelt bekommen; das es nämlich durchaus in Ordnung ist wütend zu werden, aber jeder lernen muss seine Wut zu kanalisieren und damit umzugehen. Mit ihren schönen, großen farbigen Illustrationen lässt Antje Bohnstedt diese Geschichte dann so richtig lebendig werden, denn die Bilder sind sehr liebevoll und detailliert gezeichnet und für Kinder sehr ansprechend. Eine Geschichte, die durch die „Kamishibai-Karten“ auch hervorragend im Morgenkreis/Stuhlkreis in der Kita einsetzt werden kann.

    „Paul Wüterich“ ist ein tolles Bilderbuch, dessen Umsetzung für das Kamishibai hervorragend gelungen ist!




    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2020/04/20/paul-wueterich-bildkarten-fuer-das-kamishibai/


    Besten Dank an den Don Bosco Verlag für das Rezensionsexemplar.

  10. Cover des Buches Mein Erzähltheater Kamishibai: Sachthemen präsentieren und verstehen (Das Praxis- und Methodenbuch zum Erzähltheater) (ISBN: 9783769822458)
    Jeanette Boetius

    Mein Erzähltheater Kamishibai: Sachthemen präsentieren und verstehen (Das Praxis- und Methodenbuch zum Erzähltheater)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Dieses Buch ist ein idealer Begleiter zu den beiden bereits erschienenen Kamishibai Erzählkartenbildersets.
    Für den Bereich Kindergarten Grundschule und allen die mit Kindern arbeiten. Sicherlich werden einige sagen :"wozu ein Buch dazu wir vermitteln täglich Sachwissen".
    Jedem der so denkt dem  sei gesagt, es ist eine völlig andere neue Erfahrung Sachthemen in dieser Form mit den Kindern zu erarbeiten/zu besprechen. Die Kinder reagieren völlig anders als wenn man ihnen ein Buch zum Thema vorliest oder nur praxisnahe Feldversuche macht. Die Gesprächanreize  der Bildkarten sind differenzierter bzw. fokussierter. Das Kind äußert/verbalisiert unterschiedlich. Anders als beim erzählenden Bilderbuch erkennt der junge Betrachter gleich die Sachorientierung und versucht auch dem entsprechend sachlich zu formulieren.
    In dieser Praxishilfe ,und so sehe ich dieses Buch ,wird ausführlich auf  die Vermittlung von naturwissenschaftlichen Themen in Kindergarten und Grundschule eingegangen, auch in Bezug auf die im Kerncurriculum für das Fach Sachunterricht (Exemplarisch für das Land Niedersachsen) eingegangen. Eine Vielzahl von Schaubildern erleichtern das Verständnis und spannen so auch den Bogen zum Kamishibai und des Grundgedankens das der "Dialog ein wesentliches Element der naturwissenschaftlichen Förderung"* ist. Dabei wird genauso auf die Rolle des Vermittelnden eingegangen wie auch auf die Arbeitsmethoden mit den Bildern, dann sogar unter Einbeziehung von weiteren Sachbilderbüchern. Es werden Kommunikationsziele definiert und Methoden der Sprachförderung erläutert z.B. "die Modellierungstechniken" bei denen die Aussage des Kindes vom begleitenden Erwachsenen ergänzt oder in einem Satzgefüge konkretisiert wird. Kleine Kinder neigen dazu Inhalte kurz - oft auch nur in zwei Wörtern- zu verbalisieren. Durch die Ergänzungen lernen sie auch längere Sätze zu bilden um deutlichere Aussagen treffen zu können. Anhand der Nachahmung erlernt das Kind diese Fähigkeit leicht. Im zweiten Teil des Buches (ab Seite 19) wird konkret auf den Einsatz der Erzählbilder eingegangen. Von Seite 19-26 zum Kamishibai "Die Kartoffel keimt und wächst". Es werden Vorschläge für die Praxisarbeit vorgestellt wie z.B. Möglichkeiten sich dem Thema zu nähern, aber mögliche Ziele, begleitende Aktionen, Pflanzversuche etc. Wobei zwei Ansätze verfolgt werden. Zum einen der Themenbereich die Kartoffel als Pflanze zum anderen die Kartoffel als Nahrungsmittel. Immer werden die Arbeitsvorschläge klar definiert und Vorbereitungshinweise um Umsetzungsmöglichkeiten exakt dargelegt, so dass man sich bei seiner eigenen Vorbereitung sehr viel Zeit und Mühe ersparen kann. Von Seite 27 bis 35  wird  "Der Weg der Nahrung durch den Körper" betrachtet und Arbeitsvorschläge vorgestellt. Besonders interessant finde ich hier den Ansatz eines begleitenden Ernährungsprojektes mit Geschmacksexperimenten und einer Brotbackaktion. Zu beiden Themen wird  erklärt, wie Arbeitsverläufe und Ergebnisse unter Einbeziehung des Kamishibai Theaters präsentiert werden können. So ergibt sich der Bogen zum letzten Themenbereich dieses Buches in dem die "Möglichkeiten zur Dokumentation und Präsentation in Schule und Kindergarten"  behandelt werden.

    Ein sehr gelungenes Praxisbuch, dass ich jedem nur empfehlen kann.

  11. Cover des Buches Benno Bär. Mini-Bilderbuch. (ISBN: 9783769820409)
    Susanne Brandt

    Benno Bär. Mini-Bilderbuch.

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Literaturwerkstatt-kreativ

    „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor:

    „Benno Bär“  von Susanne Brandt und Margret Russer 

    Benno Bär freut sich auf sein warmes Zuhause, denn es hat stark geschneit und er war lange in der Kälte unterwegs. Als er vor seinem Baumhaus steht, stellt er fest, dass er seinen Haustürschlüssel verloren hat. Zum Glück kann Benno sich auf seine Freunde verlassen. Nach und nach kommen  Martha Maus, Hubert Hirsch und Kalle Kaninchen vorbei und helfen ihm doch noch ins Warme zu gelangen. 


    Fazit:

    Die schöne Geschichte von „Benno Bär“ und seinen Freunden, die es schon länger als Bilderbuch und Kamishibai-Karten gab, hat der „Don Bosco Verlag“ jetzt für die Erzählschiene herausgebracht.

    Das Begleitheft beinhaltet den original Bilderbuchtext und eine übersichtliche Regieanweisung. Alles ist sehr gut fotografisch dargestellt und erklärt. Das Geschichten-Set besteht aus Bögen mit fertig gestalteten Figuren, die gleich zum Einsatz kommen könnten. Ich laminiere meine Figuren immer noch ein und so können auch die Kinder mit den Figuren spielen, ohne dass diese zu schnell kaputtgehen.

    Susanne Brand erzählt eine schöne und ansprechende Wintergeschichte, in der liebenswerte Tiere die Akteure sind. Dabei steht das Thema „Freundschaft und Hilfsbereitschaft“ im Vordergrund. Es handelt sich um eine einfache und überschaubare Reihengeschichte die bereits von kleineren Kindern gut nacherzählt werden kann.

    Mit der Erzählschiene steht ein sehr kreatives Medium zur Verfügung und durch das agieren der einzelnen Spielfiguren findet ein lebhaftes kleines Theaterstück statt. Kindern wird so eine schöne Möglichkeit geboten, selbst zu Erzähler* innen zu werden und ganz nebenbei – also alltagsintegriert – findet intensive Sprachförderung statt.

    Die Illustratorin Margret Russer hat passend zur Geschichte, gekonnt und liebevoll und mit kräftigen Farben, die sehr aussagekräftigen Bilder entstehen lassen.


    „Benno Bär“ – eine sehr schöne Geschichte für die Erzählschiene!





    Hier geht es zur Rezension auf meinem Literaturblog:

    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2021/11/06/benno-bar-auf-der-erzahlschiene/


     Besten Dank an den "Don Bosco Verlag" für das Rezensionsexemplar


  12. Cover des Buches Einen Waldtag erleben mit Emma und Paul. Kamishibai Bildkartenset.: Entdecken. Erzählen. Begreifen: Mit kleinen Kindern durch das Jahr. (Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater) (ISBN: 4260179514692)
    Monika Lehner

    Einen Waldtag erleben mit Emma und Paul. Kamishibai Bildkartenset.: Entdecken. Erzählen. Begreifen: Mit kleinen Kindern durch das Jahr. (Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Vorab:

    Der Verlag stuft diese Bildgeschichte für Kinder von 1-5 Jahren ein.

    Trotz aller Klarheit der Bilder halte ich eine Empfehlung ab 2 Jahren jedoch für realistischer, da erst in dieser Altersphase ein wirkliches Begreifen mehrerer Komponenten, Sachinformationen möglich ist und es schon einer gewissen Aufmerksamkeit bedarf der Geschichte zu folgen.
    Vielleicht kennt der ein oder andere schon eine der Emma und Paul Geschichten.
    Alle haben ein Konzept. Klare Bilder und Themen, die an die Erlebniswelt der Kinder im Vorschulalter anknüpfen.
    Heute gehen wir mit Emma und Paul in den Wald. Natürlich darf auch Emma "sprechendes" Stoff-Schäfchen nicht fehlen.
    Nachdem die beiden genau überlegt haben, was man für einen Ausflug im Wald und einem Picknick benötigt machen sie sich auf den Weg. Im Wald angekommen bemerken sie als erstes, dass es dort ganz anders riecht, der Boden unter ihnen sich ganz anders anfühlt. Es gibt viel zu entdecken. Gut das Emma und Paul schon so "groß" und vernünftig sind. Sie wissen , dass es im Wald viele tolle Dinge zu sehen gibt, auch Beeren, die man vielleicht essen kann aber nicht direkt essen sollte weil man sie vorher waschen muss. Da Emma und Paul nicht genau wissen ob die Beeren essbar sind pflücken sie sie erst gar nicht.
    Eine Botschaft, die auch unsere Lesekinder sehr gut verstanden haben. Viele von ihnen waren schon einmal mit dem Kindergarten oder den Eltern im Wald. Nicht alle wussten, dass man die Beeren erst waschen sollte. sie hatten zwar nur das gegessen, was ihre Eltern erlaubten aber das allein , wissen wir jetzt, reicht nicht aus.
    Neben Beeren und Nüssen gibt es aber im Wald viele tolle Dinge, die man sammeln und später damit basteln kann. Emma und Paul sammeln fleißig und entdecken auch sonst viel Tolles. Man kann im Wald auf umgekippten Bäumen balancierten, Stöcke und Blumen finden und Tiere entdecken die dort leben.
    "Was wächst im Wald?"
    "Welche Tiere leben im Wald?"
    Sie entdecken den Eingang einer Höhle in die Emma am liebste hineinkriechen möchte und Fußspuren die sie nicht kennen. Zu welchem Tier die wohl gehören mögen?
    Wer so viel entdeckt und erlebt der bekommt auch Hunger und als die drei so beim Picknick sitzen da entdecken sie....
    Ach das verrate ich hier noch nicht.
    *
    Eine hübsche Geschichte, die sehr nah an der Erlebnis- und Erfahrungswelt der Kinder orientiert Emma und Paul all das erleben lässt, was sie selbst vielleicht auch schon erlebt haben oder erleben könnten.
    Eine tolle Vorbereitung auf einen bevorstehenden Ausflug in den Wald.
    Mit dem was Emma und Paul uns an wichtigen Verhaltensmaßregeln so ganz nebenbei vermittelt haben und einigen Dingen, die wir im Gespräch ergänzend einführen können sind die Kinder auf jeden Fall schon richtig gut vorbereitet.
    *

  13. Cover des Buches Wie die Kartoffel keimt und wächst: Sachgeschichten für unser Erzähltheater. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai Bildkartenset. (ISBN: 4260179513688)
    Jeanette Boetius

    Wie die Kartoffel keimt und wächst: Sachgeschichten für unser Erzähltheater. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai Bildkartenset.

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Sachgeschichten für das Kamishibai Erzähltheater eine neue einfach geniale Idee denn grade Sachthemen können so gut veranschaulicht werden.
    Wie die Kartoffel keimt und wächst In 13 Bildern wird alles "erzählt" was wir über den Kartoffelwachstum wissen müssen. Diese Sachinformationen sind in eine kleine Geschichte von Paul und seinem Vater eingebunden, die sich wie ein roter Faden zu den Sachinformationen einreiht. Die Textvorlagen zu den einzelnen Bildern sind umfangreicher als die üblichen Textvorlagen im Kamishibai und zum Ende jeden Bildtextes wird eine Frage gestellt. Eingeführt wird mit einem Teil der Geschichte  1. Bild: Ein Junge wird von seinem Vater von der Schule abgeholt. Der Text erklärt uns wieso der Vater Paul abholt und dass Pauls Papa Kartoffelbrei kochen möchte weil Paul Bauchweh hat. Fragestellung zu dem Bild: "Was isst du, wenn du etwas Bauchweh hast?" ( Zitat Bildkarte) 2. Bild: wirft einen Blick in die Speisekammer, in der offenen Tür stehen Paul und sein Vater. Der Text erklärt uns, dass sie Kartoffeln mit langen Keinen finden, die sie nicht mehr zum Kochen nehmen können. Fragestellung zum Bild: "Hast du schon einmal eine getriebene Kartoffel gesehen? Was macht ihr in der Familie damit?" (Zitat Bildkarte). Bild 3 zeigt eine gekeimte Kartoffel. Jetzt beginnen die eigentlichen Sachinformationen. Wieso sollte man gekeimte Kartoffeln nicht mehr essen und wie lagert man Kartoffeln am besten sind nur zwei Themenbereichr die hier erklärt werden. Auch zum dritten Bild wird eine Frage gestellt. Bild  4 wird detailreicher als die vorherigen. Wir sehen Vater und Sohn beim einpflanzen von Kartoffeln. Nicht im Garten, sondern in Pflanzgefäße. Der Text erklärt das Bild. Zum Ende fällt Paul ein, dass man Kartoffelbrei auch mit Pulver anrühren kann. So schließt sich Bild 5 an in dem Paul und sein Vater in der Küche zu sehen sind. Der dazugehörige Text erklärt wie man aus Pulver Kartoffelbrei macht und Paul kommt zu der Frage, wie eigentlich Kartoffelbreipulver hergestellt wird? Das beantwortet der Text zum 6. Bild auf dem wir eine Maschine sehen, die Kartoffelbreipulver herstellt. Die anschließende Fragestellung beschäftigt sich mit dem Nährwert der beiden Arten Kartoffelbrei herzustellen. Bild 7 lenkt das Augenmerk wieder auf die schon etwas gewachsenen Kartoffelpflanzen auf dem Balkon . Wir sehen viel Erde mit drei verschiedenen Stadien des Wachstums. Bild 8 ist ähnlich aufgebaut und zeigt 2 schon recht große Kartoffelpflanzen, mit Blüten und an den Wurzeln schon kleine Kartoffeln. der Text erklärt uns den Wachstum und das aus den Blüten Beeren wachsen und diese giftig sind. Im 9. Bild sieht man Paul auf dem Balkon. Er sitz auf einem kleinen Schemel vor seinen beiden Pflanztöpfen. Die Pflanzen sehen welk aus. Im Text: Paul weiß nun, dass aus den Blüten Beeren wachsen die giftig sind aber was ist mit den Kartoffeln? Die Pflanze welkt und Paul denkt das alles umsonst war.  Dann beginnt er zu graben und erntet kleine Kartoffeln. Das 10. Bild zeigt wieder eine Kartoffelpflanze. Die Kartoffeln unterhalb der Erde sind schon richtig groß und das Laub der Pflanze lässt das  Grün hängen. Im Text erfahren wir, dass die Pflanze viel Energie benötigt um zu wachsen und Früchte zu bilden und schließt mit der Frage ab: "Wofür brauchst du besonders viel Energie?" (Zitat Bildkarte) Auf Bild 11 sehen wir wieder Paul und seinen Vater. Dieses Mal sehen wir sie beim Kartoffeln schälen und erfahren im Text wie Paul und sein Vater aus den frischen Kartoffeln Kartoffelbrei kochen. Bild 12 schließt sich mit dem Essen des leckeren Breis an und der Fragestellung wie den auf dem Feld geerntet wird? Das letzte 13. Bild ist dann nur folgerichtig ein großer Erntewagen mit der Erklärung wie auf dem Feld Kartoffeln geerntet werden und dieses Bild endet  unter anderem mit der Fragestellung: " Kennst du Maschinen, die den Menschen die Arbeit erleichtern?! ( Zitat Bildkarte)
    Ein Sachthema in eine erzählende Geschichte einzubetten und so Wissen zu vermitteln wir hier wunderbar umgesetzt. Besonders gut gefällt mir, dass Vorschläge zu weiteren Gesprächen, die das Thema festigen, ergänzen oder erweitern mit einbezogen sind. Dies erleichtert die Umsetzung  und erspart so einen Teil der Vorplanung. So könnte man die Bildkarten-Sachgeschichte auch ohne große Vorbereitung mit den Kindern betrachten.
    Aber nicht nur mit Kindern kann man diese Kamishibai Erzählbilder ansehen. Ich habe sie gestern mit in eine Altenwohneinrichtung genommen. Ich  kann gar nicht sagen wieso ich diese Karten mitgenommen habe denn eigentlich wollte ich die Geschichte von Herrn von Ribbeck erzählen. Vielleicht weil auch das Thema Erntedank im Raum stand. 8 Senioren ( 5 Frauen und 3 Männer) im Alter von 76-98 Jahren bestaunten die großen Bilder, die ich zuvor auf einem großen Tisch ausgebreitet hatte. Ich ließ die Bilder ungeordnet einfach mal liegen. Es dauerte nicht lange bis ein Herr anfing sie nach seinem Gefühl zu ordnen. Es kam wie es kommen musste die anderen klinkten sich ein und fingen an darüber zu reden. Als ich nach einer Weile dazu ging und den Senioren erklärte, was es mit den Bildern auf sich hat wollten sie auch die Geschichte dazu hören. Da klopfte es an der Tür und ein kleiner Junge kam herein. Der Ur-Enkel einer Frau. Das brachte mich auf die spontane Idee nachzusehen ob es noch mehr Kinder gibt, die eine Geschichte hören wollten. Tatsächlich kamen noch 4 Kinder hinzu. So begannen wir mit unserer Erzählstunde. Es stellte sich heraus, dass grade die Kombination aus Alt und Jung für diese Geschichte ideal ist. Die Senioren hatten soviel dazu zu erzählen und auch die Kinder hatten schon Erfahrungen mit dem ein oder anderen Themenkomplex. Die Kinder stellten Fragen die auch die Erzählkarten nicht berücksichtigten. Hier konnten die Senioren oft etwas zu berichten .z.B. wollte ein Kind wissen ob die Kartoffel auch Feinde hat und da erzählte eine alte Frau, dass sie sich  in ihrer Kindheit an ein Jahr erinnerte, da gab es eine Kartoffelkäferplage. Kartoffelkäfer war das Stichwort wo plötzlich alle was zu erzählen wussten. Und das ist nur ein Beispiel für vieles. Denken kann man sich auch, dass grade das Thema Kartoffelbrei und dessen Zubereitung viel Input gab.
    Sprechanlässe gibt es hier für Jung und alt reichlich. Für den Einsatz in Kindergärten und Grundschulen bietet sich das Frühjahr an als Einführung und Begleitung zum Thema Kartoffel und Pflanzen im Allgemeinen. Die Illustrationen sind bei allen gut angekommen auch bei den Kindern. Ich persönlich finde sie etwas gewöhnungsbedürftig. Das soll nicht negativ klingen ist auch wirklich nicht so gemeint aber die Darstellung von Vater und Sohn ( Menschen) ist mir persönlich ein wenig zu streng. Ähnelt den Illustrationen der englischen und auch osteuropäischen Länder . Mile Penava, gebürtiger Kroate lebt seit 1992 in Deutschland und ist bekannt für seine Comics und Karikaturen. Hinter diesem Hintergrund ist klar wieso zu diesem Sachthema diese Art von Illustration gewählt wurde. Eine kindlicherer, naivere Darstellungsform wäre für die Geschichte an sich möglich, für die Umsetzung der Sachinformationen ist dieser Illustration Stil gut gewählt.   


  14. Cover des Buches Emma und Paul erleben den Herbst. Spielfiguren für die Erzählschiene. Ausgestanzte Figuren zum Spielen und Erzählen (ISBN: 4260179516047)
    Monika Lehner

    Emma und Paul erleben den Herbst. Spielfiguren für die Erzählschiene. Ausgestanzte Figuren zum Spielen und Erzählen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Literaturwerkstatt-kreativ

    Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor:

    Emma und Paul erleben den Herbst“ von Monika Lehner

    Es ist Herbst und heute ist ein besonders schöner Herbsttag.

    Emma und Paul wollen hinausgehen um Blätter und Kastanien zu sammeln und Äpfel zu pflücken. Das Schäfchen möchte auch mitkommen und schon laufen sie alle hinaus. Am großen Apfelbaum steht eine Leiter und Paul klettert hinauf, um ein paar Äpfel zu pflücken. Danach laufen sie zum Haselnussstrauch, denn im Herbst werden ja auch die Nüsse reif. Und so durchforsten die drei den ganzen Garten. Auf einmal ist Schäfchen weg, wo könnte es sein?

    Da ziehen Wolken auf und ein stürmischer Herbstwind beginnt zu blasen. Emma und Paul wollen rasch zurück ins Haus, bevor es regnet“


    Fazit:

    Die Geschichten rund um „Emma und Paul“ sind ja mittlerweile durch die Erzählkarten für das Kamishibai recht bekannt und in vielen Kitas sogar vorhanden. Nun hat der Don Boso Verlag die ersten beiden „Emma und Paul“ Geschichten für die Erzählschiene herausgebracht. Neben „Emma und Paul erleben den Herbst“ gibt es auch noch „Emma und Paul feiern St. Martin“.

    Das schöne ist, dass die Kinder, die Emma und Paul bereits vom Kamishibai her vertraut sind, eine Wiederkennung haben und somit eine vertraute Situation erleben. Auch stellen die „Emma und Paul“ Geschichten immer die Lebenswelten von kleineren Kindern dar und auch diese Geschichte greift das Alltagsgeschehen wunderbar auf. Das Thema „Herbst“ kann anhand dieser Geschichte hervorragend in einer Kitagruppe eingeführt werden, sodass die Kinder die Geschichte dann wunderbar selber nachspielen können. Mit der Erzählschiene steht ein kreatives Medium zur Verfügung, das Kindern eine schöne Möglichkeit bietet, selbst zu Erzählern zu werden. Sie nehmen das Erzählen quasi selber in die Hand und so findet Sprachförderung par excellent statt.

    Die Schiene ist eine Holzplatte, in denen drei Rillen eingekerbt sind. In ihnen kann man die einzelnen Figuren hineinstellen und – wie bei einem Theaterstück – hin und herschieben. Die Figuren können somit miteinander agieren und ein lebendiges Spiel entwickelt sich.

    Das Geschichten-Set besteht aus Bögen mit fertig gestalteten Figuren, die gleich zum Einsatz kommen könnten. Die Figuren brauchen in diesem Fall noch nicht einmal mehr ausgeschnitten zu werden. Sie sind fertig vorgestanzt und brauchen nur aus dem Karton gedrückt zu werden. Ich laminiere meine Figuren immer noch ein, dann bekommen sie mehr Stabilität. Vor allem jedoch können Kinder so auch ohne Probleme mit den Figuren spielen, ohne dass diese zu schnell kaputtgehen. Die Spielfiguren halten einlaminiert einfach länger.

    Das Begleitheft beinhaltet eine Erzählvorlage mit direkter Regieanweisung. Alles ist sehr gut fotografisch dargestellt und hervorragend erklärt. Zum Schluss und zwischendurch gibt es immer wieder Tipp für die Präsentation.

    Toll, dass es Emma und Paul jetzt auch für die Erzählschiene gibt!!!


    Hier die Rezi auf meinem Literaturblog:

    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2019/09/22/emma-und-paul-erleben-den-herbst-auf-der-erzaehlschiene/


    Besten Dank an den Don Bosco Verlag für das Rezensionsexemplar


  15. Cover des Buches Betül und Nele erleben den Ramadan - Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai Bildkartenset. (ISBN: 4260179512537)
    Naciye Kamcili-Yildiz

    Betül und Nele erleben den Ramadan - Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai Bildkartenset.

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Betül und Nele erleben den Ramadan
    12 wunderschön illustrierte Bildkarten im Format DIN A3  führen den Betrachter auf eine Reise durch den Ramadan begleitet von einer ebenso schönen, einfühlsamen und informativen Geschichte.
    Anhand der Freundschaft von Betül und Nele werden wir eingeladen mehr über den Ramadan zu erfahren.
    Nele das Kind mit christlichem Hintergrund und Betül das Kind mit muslemischen Wurzeln sind beste Freundinnen. Sie gehen in die selbe Kita und verbringen auch sonst viel Zeit miteinander. So wie beste Freundinnen es eben machen. Da liegt es ja nur nahe, dass Nele auch Betüls Zeit im Ramadan miterleben möchte. Was sie dort so erlebt , wie und wieso Ramadan gefeiert wird und was es mit dem Fastenbrechen und dem Zuckerfest auf sich hat, all das erfahren wir in dieser Geschichte, die so schön ist, dass ich sie mir in diesem Fall gut als Bilderbuch vorstellen, ja sogar wünschen würde, da es kaum Bilderbücher zu diesem Themenbereich gibt und nicht jeder diese Bildkarten händeln möchte.

    Nun einmal der Reihe nach
    Auf dem ersten Bild sehen wir Betül und ihre Mutter im Kinderzimmer sitzen. Es ist schon dunkel draußen. Nur eine schmale Mondsichel ist zu sehen, die die Dunkelheit dennoch magisch erhellt.
    Die Geschichte beginnt.
    Wir erfahren, dass Betül mit ihrer Mutter einen Ramadankalender gebastelt hat, der sie nun durch die Zeit begleiten wird. Betül möchte von ihrer Mutter wissen wieso Ramadan gefeiert wird und ob sie auch fasten darf. Als sie erfährt, dass Kinder noch nicht fasten müssen aber sie es dennoch z.B.  für einen Tag machen kann ist sie sehr stolz.
    Am nächsten Tag (Bild 2) erzählt Betül im Kindergarten vom Ramadan. Die Kinder sitzen um einen großen Tisch herum ,beim Frühstück. Vor Betül liegt ein besonderer Ramadan Kalender den sie erklärt. Klar das Nele, Betüls beste Freundin auch gern das Fasten ausprobieren möchte. Beste Freundinnen machen vieles gemeinsam.
    Also beschließen sie später die Mütter zu fragen. Bild 3. Beide sind einverstanden.
    Dann ist es soweit  (Bild 4) Nele darf bei Betül übernachten. Das Bild zeigt ein noch dunkeles Kinderzimmer. Betüls Vater steht in der Tür um die Kinder zu wecken. Er hat eine kleine Trommel um den Hals hängen. Was es damit auf sich hat erfahren wir in dem dazugehörigen Teil der Geschichte.
    Bild 5 zeigt Betül mit ihrer Familie und Nele beim Frühstück in der Nacht.
    Nach dem Frühstück gehen sie wieder ins Bett. Der Fastentag kann beginnen.
    Betül und Nele gehen an diesem Tag auch auf den Spielplatz (Bild6)
    Es ist schwer nicht dauernd an Essen und Trinken zu denken aber sie möchten es schaffen. Sie merken das sie schlapper sind und überlegen was man im Ramadan noch so alles machen muss.
    Bild7 die beide stehen vor einem Zaun und überlegen. Über ihnen sind all die Dinge abgebildet, die auch in die Zeit des Ramadan gehören. Nett sein zu anderen. Hilfsbereit sein und nicht streiten gehören dazu.
    Es ist später Abend. Draußen ist es ganz dunkel, der Mond schein durch das Fenster. ( Bild 8) Betül sitzt mit ihrer Familie und der Familie von Nele um einen Tisch herum. Was dann geschieht erfahren wir in der Geschichte, die genau erklärt wie so ein Fastenbrechen zelebrieret wird.
    Nach dem Essen geht Betüls Vater um Gebet in die Moschee. Neles Vater interessiert dies und geht mit. Natürlich kommen Nele und Betül auch mit. So bekommen wir auf Bild 9  einen kleinen Einblick in die Moschee.
    Bild 10 ist ein ganz besonderer Tag. Das Ende des Ramadan. Betüls Zimmer ist bunt geschmückt. Die Eltern sind festlich angezogen und Betüls Mutter hält ein Geschenk in der Hand.  Aber das ist noch nicht alles. Dieser besondere Festtag wird immer mit vielen Verwandten und Freunden gefeiert und so endet die Geschichte mit Bild 11. Wir sehen tanzende Leute. Betül hält Nele einen kleinen Beutel hin. Was es da wohl mit auf sich hat? Das erzählt  uns das Ende der Geschichte.

    Wer genau zugehört hat wird viel über die Zeit des Ramadan erfahren haben. Aber nicht nur das, die Kinder werden erkennen, dass vieles ähnlich den christlichen Ereignissen ist.
    Wir warten auf das Christkind. Die Kinder bekommen einen Adventskalender, der ihnen die Wartezeit bis zum Heiligen Abend verdeutlicht. Der Ramadan Kalender begleitet die Muslime bis zum Fastenende.
    In der Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag fasten viele Christen . Die meisten nehmen dies jedoch nicht so genau. Fasten heißt hier ehr verzichten auf etwas. Der eine verzichtet auf Süßigkeiten, der andere auf Fernsehen etc. Ganz wenige fast aber auch bei uns gibt es einige, die für ein oder zwei Wochen vollständig fasten.
    Zum Ende des Ramadan wird das Zuckerfest gefeiert. Die Kinder bekommen Geschenke. Bei uns gibt es zu Weihnachten auch Geschenke.
    Die muslimischen Kinder gehen an diesem Tag von Haus zu Haus und bekommen Süßigkeiten und manchmal etwas Geld. Auch christliche Kinder machen so etwas. Zu St. Martin gehen sie von Haus zu Haus, singen und bekommen dafür etwas.

    So fremd ist also Ramadan gar nicht.

    In der Arbeit mit Kindern könnte ich mir gut vorstellen, dass man weitere Bilder gestaltet, die die Vergleiche zur christlichen Kultur darstellen.
    Wir haben einmal ein Kulturenfest gestaltet, wo alle Eltern gemeinsam ihre traditionellen Gerichte gekocht haben. Jeder konnte bei jedem gucken, probieren, mit kochen und Fragen stellen. Wir haben alle viel voneinander gelernt und gleichzeitig mussten viele feststellen, dass das was so fremd klingt eigentlich gar nicht so fremd ist.

    Auf jeden Fall trägt diese Geschichte zu einem besseren Verständnis der muslimischen Religion und Kultur bei.
    Ich würde mir mehr solcher Geschichten wünschen vielleicht dann auch noch ein wenig mehr und intensiver.




    Als Ergänzung zu diesem Thema gibt es das Praxisbuch
    "Kinder feiern Ramadan"

  16. Cover des Buches Meine Biber haben Fieber. Mini-Bilderbuch. (ISBN: 9783769822953)
    Wolfgang Hering

    Meine Biber haben Fieber. Mini-Bilderbuch.

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Eine Klanggeschichte  und Reimgeschichte
    in 12 Bildern
    für Kinder ab 3 Jahren

    "Meine Biber haben Fieber" ist eine äußerst amüsante Reimgeschichte, die mit Musik untermalt ein sehr dynamisches Singspiel bietet. Leider konnte ich bislang keine separate Musik CD hierzu finden. Es gibt aber zahlreiche Lieder CD's die unter anderem eine Version dieses Liedes bieten. Im Internet findet man zudem einige tolle kurze Videos, die verdeutlichen wie turbulent es musikalisch zugehen kann. Für alle die Noten kennen gibt es einen Notensatz mit Gitarrengriffen und natürlich der Textvorlage.


    Unsere Lesekinder haben diese Klanggeschichte zur Lieblingsgeschichte gewählt und das wie ich finde durchaus berechtigt.
    Achtung !!! Ohrwurm!!
    Die Geschichte erzählt von Oberförster Sieber der sich um alle Tiere liebevoll sorgt. 
    Es beginnt mit den Bibern, die plötzlich Fieber haben. Wie elend die kleinen aussehen. Liebevoll versorgt er sie und wünschte er hätte an ihrer Stelle Fieber.
    Als nächstes stellt er fest, dass seine Mäuse Läuse haben. Die armen Mäuse besser wäre es so meint Oberförster Sieber wenn er an ihrer Stelle die Läuse hätte.

  17. Cover des Buches Die Schule ist ein großes Haus: Eine Bilderbuchgeschichte für Vorschulkinder. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai Bildkartenset (Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater) (ISBN: 4260179513183)
    Lydia Hauenschild

    Die Schule ist ein großes Haus: Eine Bilderbuchgeschichte für Vorschulkinder. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai Bildkartenset (Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Thema Schulbeginn
    Warten und Vorbereitung bis zum Schulanfang
    für Kinder ab 4 Jahren

    Wenn es die Einschulung bevor steht ist dieses ein großer Schritt für die Kinder. Vorfreude und Ängste, wie es sein wird liegen da ganz nah beieinander.
    In dieser Geschichte begleiten wir Tim und seine Familie von Januar bis zum ersten Schultag und erleben dabei sehr interessante Dinge über die ganze Familie und ihre Schulerlebnisse.
    So inspiriert fällt es den Kindern später sicherlich sehr leicht auch Zuhause in der Familie einmal nachzuhören, wie die den ersten Schultag und das Warten vorab erlebt haben.
    Die Geschichte beginnt anders als die anderen Schulgeschichten oder was am von Schulgeschichten erwartet, in der Silvesternacht.
    Ein neues Jahr beginnt, das Jahr, in dem Tim in die Schule kommen wird und darauf freut er sich schon, so wie die meisten Kinder, doch da ist nicht nur Freude sondern auch etwas was Tim nicht so richtig beschreiben kann. Wie würden sagen, die Angst vor dem was man noch nicht kennt.
    Tims Mama hat ihn einen großen Kalender gebastelt. Groß wie die Schule. Hier hat sie alle wichtigen Ereignisse wie Karneval und Ostern und natürlich den ersten Schultag eingetragen.
    Im Alltag bemerkt Tim nun immer öfter das es wichtig ist lesen, rechnen und schreiben zu können. Wenn er Polizist werden möchte dann muss man schreiben können um zum Beispiel Strafzettel zu schreiben. Als Rennfahrer muss man rechnen können.
    Zu Ostern entdeckt Tim bei der Eiersuchen einen wunderschönen Schulranzen und Oma zeigt ihm noch etwas ganz besonders. Sie hat viele Dinge von Tims Papa aufgehoben, die er in der Schule hatte. Seine Schultüte und ein tolles Dino Radiergummi gehören dazu. 
    Tim kommt mit seinem Vater ins Gespräch, der ihm etwas über seine erste Schulzeit erzählt. Freunde sind wichtig erzählt er. Eine Freundin hat Tim schon, sie kommt mit ihm in die erste Klasse.
    Der Opa holt ein Fotoalbum das den Vater am ersten Schultag zeigt und plötzlich erzählt jeder aus der Familie von seinen Schulerfahrungen.
    Bald darauf geht Tim mit den anderen Vorschulkindern aus dem Kindergarten zu Besuch in die Schule. Tim hat den Eindruck, dass die Schulkinder gern in die Schule gehen. Das macht ihm Mut und auch der Unterricht macht ihm Spaß. Es ist ja schon toll lesen, schreiben und rechnen zu können.
    Damit Tim später auch alleine zur Schule gehen kann muss er nicht nur die richtige Kleidung haben sondern auch den Weg kennen. Den üben die Erwachsenen im Vorfeld mit den Kindern daher ganz genau. Tim und seine Freundin Isabel können das schon richtig gut.
    Dann ist es soweit, der letzte Kindergartentag.
    Ein Abschiedsfest versüßt diesen entscheidenden Schritt in ein neues Leben und einige Zeit später ist er da, der langersehnte Tag.
    Am ersten Schultag werden Tim und Isabell von ihre Familie begleitet.
    Und in der Klasse da setzten sich die beiden natürlich zusammen.
    *
    Eine wunderschöne Geschichte, die viel über familiäre Schulerfahrungen und die gemischten Gefühle von Vorschulkindern widerspiegelt.
    Was ich ein wenig vermisse sind die genauen Schritte von der Anmeldung, über die Schuluntersuchung bis hin zum Kauf der Schulmaterialien.
    Man kann dies aber wunderbar selbst ergänzen oder so wie wir es gemacht haben mit den Kindern besprechen und eigene Bilder dazu malen.
    So vorbereite wird es bestimmt ein guter Start ins Schulleben.
    Das hier einmal die Familie, Großeltern und Eltern erzählen dürfen ist eine wunderbare Anregung es in der Familie auch zu machen.




  18. Cover des Buches Timo lernt Nein sagen: Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai BIldkartenset. (ISBN: 4260179514166)
    Lydia Hauenschild

    Timo lernt Nein sagen: Bilderbuchgeschichten für unser Erzähltheater. Entdecken. Erzählen. Begreifen. Kamishibai BIldkartenset.

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Eine Bilderbuchgeschichte zum Thema Nein sagen
    Ich- Stärkung  /Prävention Gewalt
    für Kinder ab 4 Jahren

    Das Kinder "NEIN" sagen können wenn sie etwas nicht möchten ist ein ganz wichtiger Prozess in ihrer Entwicklung. Viele Kinder trauen sich nicht nein zu sagen, aus Angst keine Freunde zu finden oder Freunde zu verlieren, als böse oder unverschämt zu gelten.
    Genau so geht es auch Timo. Bis er Isabel kennenlernt.
    Isabel kommt neu in den Kindergarten. Timo findet, dass sie nett aussieht aber zu ihr gehen, das traut er sich auch nicht.
    Einige Zeit später bekommt er mit, wie der frechste Junge der Gruppe zu Isabel geht um ihr das Bilderbuch, in dem sie gerade liest weg zu nehmen, doch Isabel reagiert anders als es Timo machen würde. Isabel sagt "NEIN!" bietet dem Jungen aber gleichzeitig an mit in das Buch zu schauen. Der ist so perplex über die taffe Reaktion, dass er verschwindet. 
    Als Isabel kurz darauf zu Timo geht um mit ihm zu spielen traut er sich ihr zu sagen, wie mutig er es findet, dass sie nein gesagt hat, das wiederum findet Isabel seltsam, denn für sie ist es völlig selbstverständlich, dass man "NEIN!" sagt wenn man etwas nicht möchte. Behutsam unterstützt sie Timo in verschiedenen Situationen den Mut zu haben auch Nein zu sagen. Beim ersten Mal, als er von einem Freund gefragt wird ob er mit Fußball spielen will, aber eigentlich keine Lust hat kommt das Nein noch recht leise heraus, aus Angst der Junge ist dann nicht mehr sein Freund. Als dieser jedoch einfach das Nein akzeptiert erkennt Timo, dass es gut ist zu sagen was man möchte.
    Mit der Zeit werden Timos NEIN's fester, entschiedener, selbst vor größeren Mädchen traut er sich mit Isabels Unterstützung Nein zu sagen.
    Als dann ein Mann am Zaun vom Kindergarten steht und freundlich versucht sie zum mit gehen zu bewegen indem er verspricht ihnen Katzenbabys zu zeigen. Bekommt auch er eine Abfuhr wenn gleich ein kleines Mädchen zunächst noch einmal neugierig zurück fragt. Die Erzieherin  hatte die Situation ebenfalls bemerkt, freut sich über die Reaktion der Kinder und erklärt ihnen gleich darauf wie gefährlich es sein kann mit Fremden mit zu gehen.
    *
    Ein ereignisreicher Tag an dem Timo viel gelernt hat und jetzt wo wir Timos Geschichte kennen, kann jeder einmal überlegen wo er gerne/ lieber Nein gesagt hätte aber es nicht getan hat. Die Kinder im Kindergarten machen es vor und wir können es auch.
    *
    Diese Geschichte veranschaulicht mit wundervollen, sehr fokussierten und dennoch detailreichen Bildern ein wichtiges Thema.
    Die Bilder und die Geschichte orientieren sich in allen Bereichen unmittelbar an der Erfahrungswelt der Zielgruppe, die sich in jedem Bild wieder finden und ihre eigenen Erlebnisse mit den Bildern verbinden können.
    *
    Eine wundervolle, sehr eindrucksvolle Geschichte mit klarer Botschaft
     

  19. Cover des Buches Betül und Nele erleben das Opferfest. Kamishibai Bildkartenset.: Entdecken - Erzählen - Begreifen: Bilderbuchgeschichten. (ISBN: 4260179514883)
    Naciye Kamcili-Yildiz

    Betül und Nele erleben das Opferfest. Kamishibai Bildkartenset.: Entdecken - Erzählen - Begreifen: Bilderbuchgeschichten.

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Thema Religionen und Bräuche
    für Kinder ab 4 Jahren

    Einige kennen vielleicht schon die Geschichten von Betül und Nele schon.
    Zuletzt feierten die beiden Ramadan.
    Daran an schließt sich nun die Geschichte vom Opferfest.
    Die Autorin, Naciye Kamcili-Yildiz lebt in Deutschland und ist Religionspädagogin für "Interreligiöses Lernen in der Schule" und weiß wie man Geschichten so erzählt, dass sie selbst die Kleinen gut verstehen können.
    Auf 11 Bildkarteiblättern fängt Gabriele Pohle die Situationen/ Inhalte der Geschichte in wunderbaren, klaren Bildern ein. Sie sind nicht all zu detailreich, was in diesem Fall sehr positiv ist, da die Handlungen und Stimmungen so fokussiert wirken ohne viel vom Wesentlichen abzulenken.
    Wie immer finden wir auf der Titelblattrückseite die Geschichte, die entgegen vieler anderer Kamishibai Geschichten sehr viel Text hat. Sie im Rahmen zu erzählen benötigt Zeit, dass sollte man unbedingt im Vorfeld einer Betrachtung mit einberechnen. Wir haben sie 5 Mal erzählt und immer mit Vor- und Nachgespräch mehr als 60 Minuten benötigt. Dies ist in der Form nur mit größeren Grundschulkindern möglich. Bei Kleineren Kindern hat sich gezeigt, dass es durchaus Sinn macht die Geschichte etwas zu kürzen, was ohne Weiters möglich ist ohne das Original zu sehr zu verfälschen.

    Die Geschichte beginnt mit den Vorbereitungen auf das Fest. 
    1.Als Betül vom Kindergarten kommt ist ihre Mutter am saugen. Das Wohnzimmer sieht schon sehr ordentlich aus. Das macht sie nur wenn es etwas zu feiern gibt. Fast hätte  Betül vergessen, dass sie bald das Opferfest feiern. 
    2.Auch dazu gehören Plätzchen, genauer gesagt Schafplätzchen und die darf Betül mit ihrer Freundin Nele backen.
    Nele möchte wissen, wieso nur Plätzchen in Schafform gebacken werden und Neles Mutter erklärt es ihr kurz. 
    3. Nach dem Backen liest sie Nele und Betül die Geschichte, die hinter diesem Brauch steht vor.Es ist eine für Kinder nicht ganz so leicht zu verstehende Geschichte von Ibrahim, einem alten Mann der sehr stark an Gott glaubte. Eines Tages träumte er, dass er seinen geliebten Sohn Opfern müsse.
    4. Betüls Mutter sieht, dass die beiden Mädchen traurig und nachdenklich sind und macht eine Pause um mit den Mädchen darüber zu sprechen, dass jeder im Leben an einen Punkt kommt, in  dem er verzweifelt ist und nicht weiß was er machen soll. Auch Nele und Betül kennen, in ihrer kleinen Welt solche Momente, wissen aber auch ( zum Glück) an wen sie sich wenden können.
    Diese Gesprächspause, die Betüls Mutter einlegt ist auch für uns als Erzähler wichtig, denn auch wir müssen mit den Kindern nun erst einmal reden, bevor es weiter geht.
    5.Ibrahim entschied sich damals mit seinem Sohn zu sprechen, der daraufhin bereit war mit seinem Vater zu gehen. Doch es kam anders. Ibrahim hörte die Stimme erneut und opferte daraufhin einen Widder.
    Nele, die schon einiges aus ihrer Bibel kannte stellte fest, dass es Gemeinsamkeiten, Ähnlichkeiten gibt.
    Auch hierrüber sprechen sie mit Betüls Mutter ausführlich.
    Anschließend erzählt unsere Geschichte mit weiteren Bildern wie das Opferfest in Betüls Familie gefeiert wird, wobei immer wieder auch der Vergleich zu Bräuchen oder Ereignissen der christlichen Kirche herangezogen wird. Gerade dies macht es für alle Kinder einfach der Geschichte zu folgen. Gleichzeitig gibt es genau hierdurch eine besondere Erkenntnis. 
    So unterschiedlich wie es scheint sind unsere Religionen gar nicht.
    *
    Eine schöne, sehr kindgerecht erzählte Geschichte, die wunderbar in Kindergärten und Grundschulen erzählt werden kann um dann in gemeinsamen Gesprächen noch mehr zu erfahren. "Wie wird bei euch in den muslimischen Familien das Opferfest gefeiert? 
    "Wo gibt es Ähnlichkeiten, wo unterscheiden sie sich?"
    *
    Besonders schön fanden wir alle, dass Nele ein Teil dieser Geschichte sein darf, dass sie mit ihrer Freundin und deren Familie mitfeiern darf.
    Sehr beeindruckt waren die Kinder auch vom letzten Bild insbesondere der Botschaft der Geschichte, denn hier erleben wir etwas, was bei vielen von uns ( vermutlich sogar den meisten) nicht passieren würde. 
    Betüls Großvater geht mit den beiden Mädchen, mit kleinen Geschenken zu neuen Nachbarn um sie Willkommen zu heißen.
    Auch dies sorgt und bietet reichlich Gesprächsstoff, das konnten wir bei unseren Erzählungen sehr deutlich erleben.
    *

  20. Cover des Buches Mein Erzähltheater Kamishibai: Geschichten malen und kreativ gestalten (ISBN: 9783769822748)
    Gabi Scherzer

    Mein Erzähltheater Kamishibai: Geschichten malen und kreativ gestalten

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Literaturwerkstatt-kreativ

    Fazit:

    Das Kamishibai wird in den letzten Jahren vermehrt in der pädagogischen Arbeit eingesetzt.

    Ich selber arbeite bereits seit über 10 Jahren mit einem Kamishiabai / Kreashibai. Die meisten Bücher, die zum Thema Kamishibai in den letzten Jahren heraus gebracht wurden, waren für mich persönlich eher uninteressant. Nicht jedoch das Buch von Gabi Scherzer. Das Buch ist mir in die Hände gefallen, als ich eine „Fortbildung – Kamishibai“ für die Stadtbücherei Neuss gegeben habe. Beim ersten durchblättern hat es mich direkt angesprochen. Die Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten hat mich fasziniert. Die Kinder können hier sehr kreativ ihre eigenen Ideen umsetzten. Sie bekommen keine Bastelvorlagen und Schablonen vorgesetzt. Selber machen ist angesagt! Die Kreativität der Kinder ist gefragt und wird hier sehr gefördert.

    Auch wird mit verschieden Materialien wie z.B. – Zuckerkreide, Papierbatik, Temperafarben, Ölkreiden, Pfeiffenputzer – etc. gearbeitet. Dadurch werden die Märchen – und Geschichten noch einmal viel lebendiger. Schritt für Schritt, kurz und knapp, aber mit präzisen schriftlichen Anleitungen und ergänzenden Fotos, werden die einzelnen Techniken präsentiert.

    Am Ende des Buches stellt die Autorin die Erzählschiene vor. Eine schöne Möglichkeit zur Ergänzung mit dem Kamishibai, aber auch zur kleinen Einzeldarbietung.

    Die vielen Beispiele machen das Buch zu einem wunderbaren „Praxisbuch“, das man sich immer wieder anschaut, um neue Anregungen zu erhalten. Es ist unbedingt zu empfehlen! Für alle die bereits mit dem Kamishibai arbeiten, aber auch für Einsteiger.


    Die  gesamte Rezi mit Bildern befindet sich hier:

    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2017/06/30/kamishibai/


  21. Cover des Buches Bilderbuchkarten »Wenn du Sorgen hast, rolle einen Schneeball« von Sang-Keun Kim: 16 Karten für das Kamishibai. Booklet zum Umgang mit Bilderbuchkarten (Beltz Nikolo) (ISBN: 4019172200282)
  22. Cover des Buches Kasper und das lila Krokodil. Spielfiguren für die Erzählschiene. Ausgestanzte Figuren zum Spielen und Erzählen (ISBN: 4260179516887)
    Ulrike Münch

    Kasper und das lila Krokodil. Spielfiguren für die Erzählschiene. Ausgestanzte Figuren zum Spielen und Erzählen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Literaturwerkstatt-kreativ

    „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor:

    „Kasper und das lila Krokodil“ von Ulrike Münch

    Die Hexe möchte den Haustierwettbewerb mit ihrem Krokodil gewinnen. Dafür wendet sie einen Zauber an, dabei geht jedoch etwas schief. Das Krokodil wird zwar lila – wie die Hexe es wollte – spricht dafür aber nur noch unverständliches Kauderwelsch. Das Krokodil ist sehr unglücklich darüber und bittet Kasper und Seppel um Hilfe.

    Kasper, Seppel und das lila Krokodil machen sich auf den Weg zum Hexenhaus.

    Fazit:

    Der Kasper ist der Held des Kaspertheaters, welches seit Ende des 18. Jahrhunderts in Deutschland bekannt ist. Den „Kasper“ gibt es allerdings nicht nur in Deutschland, vergleichbare Figuren sind z.B. „Punch and Judy“ in England, „Guignol“ in Frankreich, „Jan Klaassen“ in den Niederlanden, „Mester Jakel“ in Dänemark, „Pulcinella“ in Italien, „Fasulis“ in Griechenland, Petruschka in Russland oder „Vasilache“ in Rumänien. 

    Im herkömmlichen Sinne ist das Kaspertheater ja auch ein Puppentheater, das nun von Ulrike Münch auf die Erzählschiene gebracht wurde. Eine sehr gute Idee wie ich finde, denn das Kaspertheater ist seit jeher ein Mitmachtheater; diese Tradition des hineinrufens der Kinder und des Antwortgebens der Akteure, wird so fortgeführt. Die Kombination von „Erzählschiene und Kaspertheater“ birgt eine hervorragende Möglichkeit, Sprachförderung mit empathischer Förderung zu verknüpfen. Durch Kasper und Seppel gewinnt man das Vertrauen der Kinder und über das Spiel auf der Erzählschine können neue Wörter gelernt werden. Unsoziales Verhalten kann veranschaulicht werden und die Kinder werden bei der Lösungsfindung mit einbezogen.

    „Die Erzählschiene ist ein einfaches Figurentheater, das die Fantasie der Kinder anregt. Die Kasperle-Figuren werden während des Erzählens in Schienen bewegt. Dadurch ergibt sich eine sehr persönliche, leicht nachvollziehbare und greifbare Mitmachgeschichte.“

    Ein großer Vorteil der Erzählschiene ist, dass der Erzähler sichtbar bleibt und so gerade kleineren Kindern die Angst vor den Figuren auf der Erzählschine genommen wird.

    Das Set besteht aus 10 Figuren, welche von der Illustratorin Anja Goossens liebevoll und kindgerecht gezeichnet wurden. Das Begleitheft beinhaltet eine sehr gute Schritt-für-Schritt Anleitungen mit Regieanweisungen. Alles ist gut fotografisch dargestellt und hervorragend erklärt. Außerdem gibt es von der Autorin noch einige Spieltipps und Ideen zur kreativen Weiterführung. Die Figuren sind fertig vorgestanzt und brauchen nur aus dem Karton gedrückt zu werden. Ich laminiere meine Figuren immer noch ein, dann bekommen sie mehr Stabilität. Vor allem jedoch können Kinder so auch ohne Probleme mit den Figuren spielen, ohne dass diese zu schnell beschädigt werden.

    Eine noch stärkere visuelle Darstellung könnte meines Erachtens darin bestehen, die Erzählschiene mit dem Kamishibai – mit entsprechendem Hintergrundbild – zu kombinieren.

    Toll, dass es „Kasper und Seppel“ jetzt auch für die Erzählschiene gibt!






    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2021/01/03/kasper-und-das-lila-krokodil-von-ulrike-munch/



    Besten Dank an den Don Bosco Verlag für das Rezensionsexemplar

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