Bücher mit dem Tag "kannibalismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kannibalismus" gekennzeichnet haben.

177 Bücher

  1. Cover des Buches Das Parfum (ISBN: 9783257069334)
    Patrick Süskind

    Das Parfum

     (10.086)
    Aktuelle Rezension von: _AveryAnn_

    -Achtung, Spoiler!-

    Für mich ein äußerst spannendes und vielfältiges Buch, welches für alle Altersgruppen recht interessant wäre.

    Der Schreibstil ist leicht und ich konnte nur so durch die Seiten fliegen, auch wenn teilweise viel zu lange, unnötige Beschreibungen vielerlei Gerüche  meinen Lesefluss beeinträchtigten. 

    Das Buch ist aufgrund der Idee sehr speziell und immer wiedererkennbar. Der Protagonist Grenouille ist ein besonderer Junge, der zugleich am Anfang mit seiner Existenz zu kämpfen hatte. Das Buch beschreibt die verschiedenen Stationen seiner Identitätssuche, die schlussendlich jedoch scheiterte. Grenouille ist ein sehr bemitleidenswerter Mensch, auch wenn er viele grausame Taten begangen hat. 

    Schon seit klein auf wurde er von seiner Mutter und vielen anderen Personen verstoßen, und von anderen wiederum ausgenutzt. Niemand hat ihn je verstehen können und ich glaube, dass wenn er selbst seine Gabe voll und ganz hätte verstehen und kontrollieren können, seine Geschichte anders verlaufen wäre. Jeder hat zwar eine andere Meinung, doch ich glaube, dass Grenouille kein von Grund auf schlechter Mensch ist, sondern zu jenem gemacht wurde. Er hatte nie die Chance sich selbst wirklich kennenzulernen oder gar Liebe und Zuneigung zu erfahren. 

    Seine Reise durch die Welt wurde gut beschrieben, wie auch die Suche nach seinem wirklichen Ich. Seine grausamen Taten sind nicht zu entschuldigen, doch ich stelle mir die Frage, ob das alles passiert wäre, wenn die Menschen anders zu ihm gewesen wären? Meine Antwort auf diese Hypothese lautet ja. Nur zu gern hätte ich erfahren, wie Grenouilles Lebensweg gewesen wäre, wenn sich meine Hypothese bewahrheitet hätte.

    Über die anderen Charaktere wird nicht wirklich eingegangen. Außer über Baldini und vielleicht Richis ist nicht viel zu erfahren.

    So gut wir mir der Anfang, als auch die Mitte des Buches gefallen hat, konnte das Ende mich nicht ganz überzeugen. Das alles war mir dann doch etwas zu skurril....

    Im großen und ganzen finde ich das Buch dennoch bemerkenswert gut. Als Schullektüre, wie auch ich sie hatte, ist es gut geeignet. 

  2. Cover des Buches Moon Chosen (ISBN: 9783841440143)
    P.C. Cast

    Moon Chosen

     (154)
    Aktuelle Rezension von: JennyBirdy

    P.C. Cast ist einer meiner Lieblingsautorinen und auch bei diesen Werk hat sie mich nicht enttäuscht.  Am Anfang war es sehr verwirrend und ich brauchte meine Zeit bis ich mich in die Welt der Gefährten und Erdwander hinein gefunden habe. Nach einigen Kapitel jedoch verschlang ich das Buch regelrecht. 

    Das Problem am Anfang war, dass P.C. Cast hier eine sehr komplexe Welt erschaffen hat mit unterschiedlichen Perspektiven und dies viele Leser verschrecken tut (auch die dicke des Buches). Doch wenn man sich der Welt öffnet und nicht nach einigen Kapitel aufgibt, eröffnet sich mal wieder eine wunderbare Erzählwelt, welche nur P.C. Cast erschaffen kann.

    Auf jeden Fall habe ich mir den 2. Teil gleich besorgt und wieder in der Welt der Gefährten und Erdwander hineingetaucht.

    Wer sich nicht von einen komplexeren Buch verschrecken lässt, dem empfehle ich dieses Buch! Erinnern mich sehr an die anderen Werke von P.C. Cast, obwohl meine Lieblingsreihe von ihr immer noch die Mythica-Reihe ist.

  3. Cover des Buches Geliebte der Nacht (ISBN: 9783802581304)
    Lara Adrian

    Geliebte der Nacht

     (1.264)
    Aktuelle Rezension von: JennyWa

    Inhaltsangabe:

    Beim Verlassen eines Nachtclubs wird die Fotografin Gabrielle Maxwell Zeugin eines schrecklichen Verbrechens. Sechs Jugendliche töten einen Mann und saugen ihm das Blut aus. Doch obwohl Gabrielle die grauenhafte Szenerie mit ihrem Fotohandy festgehalten hat, schenkt die Polizei ihr keinen Glauben. Erst der gutaussehende Kommissar Lucan Thorne scheint Gabrielle ernst zu nehmen und verdreht der jungen Frau gehörig den Kopf. Gabrielle ahnt nicht, dass Thorne in Wahrheit ein Vampir ist ... 

    Meinung:

    Der Schreibstil war flüssig und einfach. Leider konnte mich die Hintergrundstory nicht mitreißen. Tja, ich liebe neue Interpretationen von 'alten' Ideen. Aber, dass die Vampire auch noch von einem anderen Planeten kommen -also Aliens sind- ist mir dann doch ein klein wenig zu viel des Guten. Leider konnte ich mich auch nicht richtig in die Charaktere hineinversetzen. Ich habe mir einfach zu viel von diesem Buch versprochen. Werde den 2. Teil noch lesen und hoffe, dass er mich mehr überzeugen kann.

  4. Cover des Buches Der Totenzeichner (ISBN: 9783404172290)
    Veit Etzold

    Der Totenzeichner

     (165)
    Aktuelle Rezension von: Steffi85

    Ich habe die Clara Vidalis nicht in der richtigen Reihenfolge gelesen muss ich vorweg sagen. Ich hatte erst mit den neueren Büchern angefangen. Manche Entwicklungen von den Protagonisten kannte ich daher schon, wusste nur nicht in welchem Band es passiert. Das wirkt sich zum Glück nicht auf meine Lesefreude aus. 

    Der Fall war super spannend und klasse geschrieben. Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht und ich hatte das Buch entsprechend schnell durchgelesen. 

    Wie gesagt einige Entwicklungen der Protagonisten waren mir durch die Folgebände natürlich schon bekannt. Es ist aber auch interessant zu lesen, wie sich manches entwickelt hat. Ich  musste dabei immer nur im Kopf haben, dass ich zuletzt einen neueren Band gelesen habe.

    Die Idee zu dem Fall ist super klasse und sehr gut umgesetzt. Das Erschreckende daran ist, dass es gar nicht so realitätsfern ist, das fand ich schon sehr haarsträubend. 

    Die Beschreibungen sind sehr detailreich, somit ist das Buch nichts für schwache Nerven, oder für jemanden, der sich schnell ekelt. Ich mag das ja sehr, von daher ist alles super. Ich erwarte es von den Büchern von Veit Etzold sogar, dass die Beschreibungen so sind. Anders fand ich es mittlerweile glaube ich komisch.

    Ich kann euch das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

  5. Cover des Buches Schwarz (ISBN: 9783453012134)
    Stephen King

    Schwarz

     (1.060)
    Aktuelle Rezension von: Amilyn

    Der Revolvermann, Roland Dechain, verfolgt den Mann in Schwarz durch die Wüste.

    Warum, weshalb, wieso? Wir wissen es nicht. Und wer ist eigentlich der Mann in Schwarz? Tja, keine Ahnung.

    Aber mal von vorne.

    Laut der Informationen im Buch über die Erstveröffentlichung wurden die einzelnen Kapitel offenbar als Kurzgeschichten in einem Magazin zwischen den Jahren 1978 und 1981 veröffentlicht. Und das merkt man. Wenn es denn auch so ist, dass Stephen King sie nicht nur zu verschiedenen Zeitpunkten erstmals herausgebracht, sondern auch geschrieben hat.

    Das erste Kapitel, in dem Roland aus einem nicht bekannten Grund diesen Mann in Schwarz verfolgt und im letzten Ort vor der Wüste zunächst Halt macht, ist unzugänglich formuliert, der Schreibstil nicht flüssig und schon gar nicht ähnlich zu dem seiner anderen Werke.

    Schon das zweite Kapitel liest sich wesentlich angenehmer, allerdings noch immer nicht typisch King. Und das wird auch nichts mehr. Denn das dritte Kapitel liest sich prompt, als hätte ein Schnulzromanautor versucht, poetisch zu werden, angesiedelt irgendwo zwischen zu vielen Ambitionen und, na ja, zu wenigen, übervoll mit Adjektiven. Das bis dato unfreiwillig komischste Kapitel, aber auch das, das ich flockig in einem Rutsch durchgelesen habe.

    Die letzten beiden Kapitel sind dann wieder eine Mischung aus Häh? und Hm. 

    Ein Übersetzungsmalheur ist dies jedenfalls nicht. Der Übersetzer, Joachim Körber, hat bereits mehrere Bücher von King ins Deutsche übertragen und es geschafft, sich schätzungsweise alle 80 Seiten neu zu orientieren.

    Schließlich und endlich erfährt man in fünf merkwürdig zusammengeschusterten Kapiteln im Grunde nichts mit ein paar Anekdoten aus Rolands Vergangenheit. Man erfährt nicht die Motivation des Protagonisten; nicht, wer oder was der Mann in Schwarz ist; nicht, warum beide auf dem Weg zum Dunklen Turm sind, geschweige denn, was der Dunkle Turm überhaupt ist bzw. wozu er irgendwo steht. 

    Und trotzdem hat es mich nicht derart abgeschreckt, dass ich keine Lust hätte, die Reihe weiterzulesen. Einerseits wegen der vielen Stimmen, dass  man den Auftakt irgendwie überstehen müsse, um zur "richtigen" Geschichte zu kommen, andererseits, weil es heißt, wenn man das große Ganze kenne, sei man gnädig mit Teil 1. Aber auch - irgendwie - weil es trotzdem irgendwas hatte.

    Fazit: Ziemlich mies, aber ich will wissen, was da los ist. Und vor allem: ob der Schreibstil nochmal was wird. Und wer, was, wann, wieso und weshalb. Hier gibt es von mir 2,5** mit der Hoffnung auf Besserung.

  6. Cover des Buches Blutsommer (ISBN: 9783499257278)
    Rainer Löffler

    Blutsommer

     (407)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Viele andere Leser haben den Roman inhaltlich schon gut zusammengefasst, so dass ich mir hier eine eigene Zusammenfassung schenke :-).

    Der Roman ist ein echter Pageturner und man ist immer versucht weiterzulesen. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Getrübt wurde mein Lesegenuss durch die starke polarisierende Charakterisierung der Hauptpersonen. Damit meine ich eher die Kölner Ermittler als Martin Abel und Hannah Christ. 

    Fazit:

    Klare Leseempfehlung und ich freue mich auf Teil 2

  7. Cover des Buches Blake (ISBN: 9783453439412)
    Jack Heath

    Blake

     (125)
    Aktuelle Rezension von: breathingfailure

    Timothy ist ein Soziopath und arbeitet für das FBI. Seinen Unterhalt ,,verdient'' er sich durch Gelegenheitsdiebstähle, sein Mitbewohner ist Drogendealer und auch sonst ist an ihm nichts so wie man es von einem typischen ,,Ermittler'' vermuten würde. Denn er hat ein dunkles Geheimnis. Als ein Junge entführt wird, wird Timothy zur Ermittlung hinzugezogen, vor seiner neuen Partnerin versucht er krampfhaft seine Vergangenheit und seine dunklen Neigungen zu verbergen.


    Das Buch ist so erfrischend anders als andere Ermittler Geschichten. Der Charakter Timothy hat so viele Eigenschaften und Lebensweisen die so gar nicht zu einem typischen Protagonisten, sondern viel mehr zu einem Antagonisten passen würden und dennoch fiebert man mit. Ich konnte das Buch kaum weglegen. 


  8. Cover des Buches Verbrechen (ISBN: 9783492272438)
    Ferdinand von Schirach

    Verbrechen

     (721)
    Aktuelle Rezension von: Wortsalat

    Der Autor besticht durch einen sehr geradlinigen und puristischen Schreibstil, was vermutlich auch seiner juristischen Ausbildung geschuldet ist. 

    Ferdinand von Schirach wirft zu Anfang die Frage nach der Schuld auf und impliziert, dass es nicht immer ein Einfaches ist, diese zu beantworten,- die Welt ist mehr als schwarz und weiß. Die Schuldfrage zieht sich durch die genauere Betrachtung der Motivlage und des Täterprofils wie ein roter Faden durch die Kurzgeschichten. Der Leser erlebt selbst den Zwiespalt, der auch das Rechtssystem bei seiner Durchsetzung vor Herausforderungen stellt. 

    Die Kurzgeschichten lassen in psychologische Abgründe blicken und mir persönlich viel es schwer, das Buch zur Seite zu legen. Schade, dass es so kurzweilig war. 



  9. Cover des Buches Das Schweigen der Lämmer (ISBN: 9783453432086)
    Thomas Harris

    Das Schweigen der Lämmer

     (864)
    Aktuelle Rezension von: eletroe

    Das Buch ist ein absoluter Klassiker, der in keinem Haushalt fehlen darf.  Immer wieder spannend 

  10. Cover des Buches Terror (ISBN: 9783453406131)
    Dan Simmons

    Terror

     (207)
    Aktuelle Rezension von: Luthien_Tinuviel

    Terror von Dan Simmons verdient die Bezeichnung, mit der es beworben wird, voll und ganz: Epos.

    Das Werk erzählt die dramatische Geschichte der sog. Franklin Expedition, die im Jahr 1845 aufbrach, als erste Gruppe die Nordwestpassage durch die Arktis ganz zu durchfahren und im Eis der Arktis festfror.

    Dan Simmons gelingt es durch seine Erzählung in 3. Person sowie 1. Person aus Sicht der Expeditionsteilnehmer meisterhaft, die Atmosphäre auf den im Eis feststeckenden Schiffen HMS Terror und HMS Erebus, die Verzweiflung, Hoffnung, Tragik aufzufangen und die Geschichte der Expedition zu erzählen.

     Beeindruckend fand ich insbesondere, wie die fiktiven Inhalte dieses historischen Romans mit historischen Fakten zur Expedition verwoben wurden. Selten hat mich ein historischer Roman so motiviert, mich über das Werk hinaus mit dem Schicksal der Charaktere auseinanderzusetzen und aktiv die historischen Fakten nachzulesen.

    Nur an vereinzelten Stellen empfand ich das Werk als etwas langatmig.

     Fazit: Fesselndes Historiendrama.

  11. Cover des Buches Stadt der Diebe (ISBN: 9783453407152)
    David Benioff

    Stadt der Diebe

     (615)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    David Benioffs Roman 2008 erschienener Roman spielt im Leningrad des Jahres 1972. Es ist Winter und extrem kalt. Die Menschen frieren und hungern. Tausende sterben. Da erhalten der 17-jährige Jude Lew, der beim Plündern eines toten deutschen Soldaten erwischt wurde  und der etwas ältere desertierte Soldat Kolja von einem Oberst der Roten Armee den Auftrag, ein Dutzend Eier für die Hochzeit seiner Tochter zu besorgen. Dem Oberst ist das trotz seiner Macht und aller seiner Beziehungen nicht gelungen. Für Lew und Kolja ist eine Chance, der Hinrichtung zu entgehen. Ausgestattet mit einem Passierschein des Obersten machen sie sich auf die schwierige Suche und erleben – immer in Lebensgefahr – Abenteuer um Abenteuer.

    Die Geschichte ist voller Gegensätze, Brutalität und Grausamkeiten wechseln sich mit Scherzen und Liebeleien ab. Es ist schwer sich vorzustellen, wie die Protagonisten auf der einen Seite unter Hunger, Entbehrungen und Kälte litten und sich andererseits dieselben Themen hatten wie in Sicherheit und Wohlstand aufwachsende junge Menschen, nämlich z.B. Liebe und Literatur. Wie sich Lew und Kolja in dieser Umgebung und dabei fast ständig in Lebensgefahr gegenseitig foppen, ärgern und sich gleichzeitig immer tiefer anfreunden, ist wirklich berührend geschildert. Wie tollkühn Kolja die beiden immer wieder aus den gefährlichsten Situationen befreit und dann fällt, als er nicht mehr damit rechnet, ist fast tragisch. Voll tiefer Ironie auch das Ende der Geschichte.

    Vier Sterne von mir.

  12. Cover des Buches Schiffbruch mit Tiger (ISBN: 9783596196982)
    Yann Martel

    Schiffbruch mit Tiger

     (1.013)
    Aktuelle Rezension von: Adrian00021

    Worum geht's

    Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoodrektors und praktizierender Hindu, Moslem und Christ erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Schiffbruch. Bald stehen sich nur noch zwei gegenüber - Pi und der Tiger

    Cover

    Ein schönes Cover, wobei ich die ältere Ausgabe des Covers schöner finde.

    Meine Meinung

    Eins vorweg: Ich habe dieses Buch bei Seite 280 abgebrochen. Ich hatte so meine Probleme mit diesem Buch, was 1.) daran lag, dass die ersten 120 Seiten nur über Zoo und Religion geredet wird und dadurch 2.) kaum Spannung in diesen ersten 120 Seiten und auch in den folgenden ist kaum Spannung vorhanden. Yann Martel schreibt alles so genau, was mich bei einigen Sachen einfach gar nicht interessiert. Auch seine Vergleiche mag ich nicht.

    Fazit

    Ich empfehle dieses Buch nicht, da sich das Vorgeplänkel einfach sehr lange zieht und der eigentliche Schiffbruch (worum es ja eigentlich geht) eher Nebensache in diesem Buch ist.

    1 von 5 Sternen!


  13. Cover des Buches Herzsammler (ISBN: 9783548613147)
    Stefan Ahnhem

    Herzsammler

     (176)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Fabian Risk, angesehener Ermittler bei der Stockholmer Polizei, ist mit seinen Eheproblemen beschäftigt, das ständige Auf und Ab in seiner Beziehung kostet ihn viel Kraft. Und dennoch muss er den Fokus auf einen politisch äußerst brisanten Fall lenken: Der Justizminister ist nach einer Sitzung im Parlament nicht zu Hause angekommen und gilt seitdem als vermisst. Risk, dem eigentlich strenges Stillschweigen auferlegt wurde, muss die eine oder andere Grenze überschreiten, um den Fall zu lösen…


    Fabian Risk kennt der geneigte Leser bereits aus „Und morgen du“ aus der Feder von Stefan Anhem, mit „Herzsammler“ hat er den zweiten Band der Reihe vorgelegt – und dieser ist zeitlich vor dem anderen Fall angesiedelt. Sicherlich macht das für die eigentlichen Ermittlungen keinen sonderlich großen Unterschied, in der Entwicklung des Privatlebens des Ermittlers und in Bezug auf einige polizeiinterne Angelegenheiten bringt das aber eine interessante Note mit ein. Vieles ergibt nun einen engeren Sinn, zumal es mir viel Spaß gemacht hat, dass näher auf einige Hintergründe eingegangen wird und viele Zusammenhänge klarer sind. Das Privatleben von Risk nimmt stellenweise etwas zu viel Raum ein, die Streitereien mit seiner Frau sind aber treffend und vielseitig dargestellt. Die Darstellung der Charaktere ist sehr gut gelungen, man bekommt einen offenen Eindruck von ihnen und kann Beziehungen mit ihnen aufbauen – insbesondere da Fabian Risk ein recht bodenständiger und normaler Typ ist, der mal ganz ohne psychischen Knacks auskommt.


    Die Handlung ist in zwei verschiedene Stränge aufgeteilt, neben dem Verschwinden des schwedischen Justizministers wird auch der Mord an einer jungen Frau im dänischen Kopenhagen erzählt, in dem die engagierte Polizistin Dunja Hougaard ermittelt. Dem Leser ist natürlich klar, dass es einen Zusammenhang gibt, doch wie sich dieser gestaltet, ist lange Zeit unklar, die Verflechtungen werden aber sehr gekonnt zusammengeführt. Diese dynamische Erzählweise mit seinen recht kurzen Kapiteln und den schnellen Wechseln wird durch Einblicke in die Psyche eines Täters ergänzt, der mit seinen Gewaltfantasien und -beschreibungen schockiert. Das ist schon hart an der Grenze geschrieben und sicherlich nichts für schwache Nerven, durch die Themenwahl bekommt der Roman aber auch eine Schärfe verliehen, die die Spannung merklich erhöht.


    „Herzsammler“ lässt sich auch gut vor dem eigentlichen ersten Teil der Reihe um Fabian Risk lesen und erzählt einen früheren Fall des Ermittlers, der spannend, dynamisch und ziemlich heftig erzählt wurde. Da wird mit Leser wie Charakteren nicht gerade zimperlich umgegangen, was für eine düstere Faszination und viele spannende Momente sowie eine markante Entwicklung der Geschichte sorgt. Heftig, aber auch lesenswert!

  14. Cover des Buches Der Mädchenmacher (ISBN: 9783442480425)
    Michael Koglin

    Der Mädchenmacher

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Lichterregen

    Satz mit X...

    Nach circa 50 Seiten war ich drauf und dran, das Buch abzubrechen. Der Schreibstil hat mir nicht zugesagt, gefühlt haben 80% der Sätze gleich angefangen und sonderlich spannend war es auch nicht. Da das Buch aber so kurz ist und man es schnell lesen kann, hab ich es dann doch beendet. Es wurde besser, aber das hat es nicht rausgerissen. Unrealistisch, dilettantische Polizeiarbeit und der Ablauf mit den Tierschützern war auch nicht das Gelbe vom Ei.

    Ganz gut fand ich den Abschnitt mit dem "Gefängnis" und dem  "Frauen rein machen", aber wie gesagt, das hat es nicht rausgerissen. 

    Klang spannender als es war, sehr schade.

  15. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (748)
    Aktuelle Rezension von: Nimmie_Aimee

    In der Sowjetunion unter der Macht von Stalin gibt es offiziell keine Verbrechen. Und die Verbrechen die Begangen werden, werden als Unfall deklariert. So auch in Moskau 1953 als der Sohn von dem besten Freund des Geheimdienstoffiziers Leo Demidow tot aufgefunden wird. Der Obduktionsbericht ist deutlich, es kann kein Unfall gewesen sein. Nach und nach tauchen weitere Morde auf, die nicht als solche Ausgewiesen werden und Leo beginnt zu ermitteln. Damit stellt er sich aber dem Regime entgegen und gerät so selbst in Gefahr.

    Ein super tolles Buch! Ein packender Thriller, der einen nicht loslässt. Es lässt sich sehr gut lesen, sodass man richtig in die Geschichte eintauchen kann. Die Geschichte ist grausam und brutal über die Ermordung von Kindern. Die Zeit in der Sowjetunion wird gut und glaubhaft dargestellt. Man kann sich gut vorstellen wie es dort wohl tatsächlich gewesen ist.

    Eine absolute Leseempfehlung!

    Es gibt auch einen Film dazu, den ich nach dem Buch gesehen habe. Mir hat er gut gefallen, tolle Schauspieler (Tom Hardy, Noomi Rapace, Gary Oldman) und das schreckliche Verbrechen wird gut umgesetzt. Man sollte das Buch aber vorher gelesen haben, da sonst einige Sachen die wichtig sind nicht deutlich genug rüberkommen. Der Film allein ist also etwas schwer verständlich. Aber in Kombination mit dem Buch ist er gut.

    Kind 44 ist der erste Teil (meines Wissens) einer Trilogie. Die anderen Bände habe ich noch nicht gelesen, freue mich aber schon drauf, denn ich bin gespannt wie es weitergeht. Man kann das Buch aber auch gut alleinstehend lesen.

  16. Cover des Buches In den finsteren Wäldern (ISBN: 9783865521002)
    Richard Laymon

    In den finsteren Wäldern

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Lily02

    Ich liebe Bücher die mir grauen und detailliert geschildert sind. Aber dies ist absolut sinnlos. Das ganze hat keinen Sinn, ausser möglichst schnell möglichst viel Dreck (Gewalt und Sex) zu machen. Warum der Vater was dagegen hat wen seine 18! Jährige Tochter flirtet keine Ahnung und es trägt auch nix zum Plot bei, ausser ein bischen mehr Sex.

    Schon von Anfang an geht es eigentlich nur um Nippel und Ständer. Gruselig finde ich es nicht, da die Grusel-Teile haubtsächlich nakte verrückte Menschen sind. Und entweder sind die Karakter schon fast feucht oder sie ekeln sich. Viel überraschung gibt es auch nicht, da es sich haubtsächlich im kreis dreht und man irgendwann weis wie es weiter gehen wird.

    Und wie gesagt, einen wirklichen sinn für das ganze Spektakel gibt es nicht.

  17. Cover des Buches Der Vogelgott (ISBN: 9783990272145)
    Susanne Röckel

    Der Vogelgott

     (49)
    Aktuelle Rezension von: renateliestgerne

    Das Buch ist vielgelobt, darum habe ich es mir gekauft  - und wurde bitter enttäuscht. Irgendwie eine Welt, in der ich mich überhaupt nicht wieder gefunden habe. Weniger wegen der äußeren Umstände, als vielmehr wegen der handelnden Personen. Die Sprache ist einigermaßen mittelalterlich, zwar hinsichtlich der Beschreibungen sehr ausführlich, aber ohne mich in den Bann ziehen zu können. Mir fehlten die Personen, mit denen ich mich identifizieren könnte – von den Hauptakteuren fühlte ich mich eher abgestoßen. Ich habe das Buch nicht einmal zu Ende gelesen.

  18. Cover des Buches Die Familie (ISBN: 9783453676251)
    Richard Laymon

    Die Familie

     (156)
    Aktuelle Rezension von: Roros_buecherwelt

    Mir wurde dieses Buch empfohlen mit den Worten, dass das ein echt heftiger Thriller sei. Für mich noch nicht heftig genug, schade. 


    Ich muss sagen, dass das Cover leider nicht ganz so präsent in der Geschichte ist, wie ich es gehofft hatte. Das Zimmer 115 wird nur kurz einmal aufgegriffen. Viel mehr spielt die Geschichte in der Höhle und beschreibt den Versuch des Ausbruchs der Eingesperrten, den "Einbruch" der Leute, die ihre Familie Mitglieder befreien wollen und dem, was sich noch in der Höhle befinden.

    Die Geschichte des Etwas, welches sich in der Höhle befindet, fand ich sehr spannend. Was ich leider nicht ganz aufschlussreich fand, waren die einzelnen Charaktere der Touristen, die mit eingeschlossen waren. Es waren, fand ich, zu viele, die alle namentlich genannt wurden. Da kam man leicht durcheinander.

    Dennoch ein gutes Buch und ich freue mich schon auf "In den finsteren Wäldern". 

    3,5/5 ⭐

  19. Cover des Buches Beutezeit (ISBN: 9783453675070)
    Jack Ketchum

    Beutezeit

     (292)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Nur mit viel gutem Zureden seitens seiner Lektorin kürzte Jack Ketchum damals das Originalmanuskript zu seinem Debütroman „Beutezeit“ – der Verlag veröffentlichte die gekürzte Fassung und Ketchums großartige Karriere als einer der bekanntesten und beliebtesten Horrorautoren der USA begann.

    Mittlerweile ist der Roman um eine Bande kannibalischer Wilder auch in ungekürzter Fassung erschienen. Und die hat es in sich: Ketchum beweist bereits mit seinem ersten Werk, dass er ein Meister des blutigen Schreckens ist. Weder geizt er mit detailreichen Ekelszenen noch mit einem deftigen Body Count. Die sechs Freunde, die eigentlich nur einen netten Urlaub miteinander verbringen wollen, leiden nahezu ununterbrochen und müssen mit allen Mitteln um ihr Leben kämpfen.

    Dabei legt Ketchum in seinem Erstling den Schwerpunkt ganz klar auf den Gore-Effekt und weniger auf komplexe Figuren oder gar eine wendungsreiche Story. Das Gemetzel ist der Star der fast 300 Seiten. Das wird nicht jedem gefallen, ist aber unterhaltsam und kurzweilig, wenn man nicht zu zart besaitet ist. Und jeder fängt mal klein an: Immerhin verwöhnte Ketchum seine Leser mit späteren Highlights wie „Evil“, „Scar“ oder „Blutrot“.

    Wer die gekürzte Fassung kennt, sollte auch die ungekürzte in Augenschein nehmen, wartet diese doch mit einem wesentlich fieseren Ende auf.

  20. Cover des Buches Wie die Schweine (ISBN: 9783518470237)
    Agustina Bazterrica

    Wie die Schweine

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Literaturgestoeber

    Klappentext:

    Marcos verantwortet die Produktion einer Schlachterei. Alles ganz normal. Von einem Detail abgesehen: In der Welt, in der Marcos lebt, werden Menschen als Vieh zum Fleischverzehr gezüchtet … Dieser Roman hält uns Fleischfressern kompromisslos den Spiegel vor. Er stellt Fragen - nach Moral Empathie, den bestehenden Verhältnissen. Und verschafft, was nur die Literatur verschafft: neue Einsichten, neue Gefühle, nachdem alle Argumente längst ausgetauscht sind.


    Nachdem der Verzehr von tierischen Erzeugnissen aufgrund eines tödlichen Virus strikt untersagt ist, beschließt die Regierung den sogenannten “Übergang”. Kannibalismus wird legalisiert und gehört von nun an zur Tagesordnung. Der Protagonist Marcos ist seitdem zuständig für ein Schlachthaus, in dem “Stücke”, wie er sie nennt, zu Spezialfleisch verarbeitet werden. Während es für die meisten zur Normalität geworden ist, ist Marcos immer angewiderter und davon überzeugt, dass der Virus nur eine Inszenierung der Regierung ist, um die Überbevölkerung und die damit verbundene Ressourcenknappheit in den Griff zu bekommen.

    Bereits im ersten Kapitel wird der Leser ins kalte Wasser geworfen und schonungslos mit der Problematik konfrontiert. Die Autorin wählt einen sehr überlegten und nüchternen Schreibstil, sodass der Leser selbst bestimmen kann, wie nah er das Thema an sich heran lässt. Bazterrica bedient sich vieler aussagekräftiger Aufzählungen, die zum einen den Automatismus darstellen und zum anderen keiner weiteren Ausführungen bedarf. Ihre teilweise kurzen Sätze sorgen für Präzision und Dynamik.
    Ich habe dieses Buch mit seinen 236 Seiten an einem Tag durchgelesen und gebe zu, dass ich es hin und wieder weglegen musste, um das Gelesene zu verarbeiten. Ich bin erstaunt, wie viele verschiedene Perspektiven des Themas aufgegriffen wurden - von den Gesetzmäßigkeiten bei der Haltung von “Hausstücken”, über die Forschung und Entwicklung in der Medizin und Automobilindustrie, bis hin zu Traditionen, wie die Bestattung. Die meisten Fragen, die sich im Verlauf des Buches ergeben, werden somit automatisch auf den folgenden Seiten beantwortet.  Damit ergab sich für mich eine bis zum Ende schlüssige Handlung. Eins verstehe ich jedoch nicht: Wie kann es sein, dass Kannibalismus noch vor Organraub legalisiert wird, der erst im späteren Verlauf der Handlung erwähnt wird. Außerdem kommt man nicht drum herum, sich die moralische Frage zu stellen, warum diese Thematik so viel schockierender für uns erscheint als das, was tagtäglich wirklich in unseren Schlachthäusern passiert. Wodurch ich einen weiteren Kritikpunkt ansprechen möchte. In meinen Augen wird das Schlachthaus zu sehr beschönigt. Natürlich, geht mal etwas schief, aber in den meisten Schlachthäusern herrscht leider nicht so viel Struktur und Ordnung wie in dem, was uns Bazterrica beschreibt. Ich finde, wenn sie ein Buch über dieses Thema schreibt und auch weiß, dass sie damit schockiert, dann kann, oder sollte sie sogar, alle Karten offen auf den Tisch legen und ihre Reichweite nutzen um auch in der Hinsicht aufzuklären.

    Angesichts des Themas kann ich also nicht von einem schönen Buch sprechen, allerdings war es definitiv interessant und provokant, denn es löst nicht nur Ekel, sondern auch makabre Neugier aus. Eigentlich soll es auch dystopisch sein, doch mag man sich gar nicht vorstellen, was heutzutage wirklich auf dem internationalen Schwarzmarkt vertrieben wird.


    ⅘ Sterne 

  21. Cover des Buches Familienmassaker: Festa Extrem (ISBN: B00Y0AIJV8)
    Tim Miller

    Familienmassaker: Festa Extrem

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Kathrin1604

    *Rezension*

    Titel: Familienmassaker 

    Autor: Tim Miller 

    •••
    Inhalt ( Eigene Worte ):

    Ein Vater geht gemeinsam mit seinen Kindern auf die Jagd. Die Jagd nach Menschen, die sie zuerst foltern und hinterher verspeisen können… 

    •••
    Meine Meinung:
    Was ist das bitte für eine abgef*ckte Sch*iße?
    Mir war schon bewusst, dass Tim Miller sehr brutal schreiben kann, aber mit diesem Buch hat er sich eindeutig selbst übertroffen! Bereits im zweiten Kapitel wurde mir übel und ich hab häufig gedacht „Warum tust du dir dieses ekelhafte Zeug überhaupt an?“ Die Antwort auf diese Frage ist hingegen ganz einfach: Weil ich es liebe! Ich liebe diese verdorbenen, kranken, absurden Ideen und die genauso ekelerregende Umsetzung! Ich liebe es, dass Tim Miller schreibt, was er denkt. Ohne Angst, jemanden zu verstören ( Was er definitiv tut!! ) und ohne jegliche Scham. Er schreibt so detailliert, dass ich am eigenen Körper die beschriebenen Schmerzen spüren konnte. Jede Abtrennung der Gliedmaßen, jeden Blutschwall habe ich hautnah gespürt und genau das mag ich so sehr an diesem Autor und an diesem Buch! Von Anfang bis Ende herrscht purer Sadismus gepaart mit ein wenig detektivischer Arbeit. Somit kommt zu dem ganzen Grauen auch eine richtige Handlung mit Sinn und Verstand dazu.
    Gerade, dass hier auch Kinder zu Tätern werden, macht diese Geschichte für mich wahrscheinlich noch heftiger und abartiger, als sie sowieso schon ist.
    Das Ende fand ich so genial, dass ich mir hier definitiv einen zweiten Band zu wünsche!
    Ich kann abschließend sagen, dass dieses Buch völlig zu Recht in der Extrem-Reihe erschienen ist und eines der wenigen Festa Bücher ist, die mir so einige Male die Übelkeit in den Magen getrieben haben! 

    ❌WARNUNG! Nichts für schwache Nerven oder nervöse Mägen!❌

    •••
    Mein Fazit:
    Für hartgesottene Horrorleser ein wahres Meisterwerk! Es wird mich so schnell nicht loslassen! 

    5 / 5 Sterne 🌟🌟🌟🌟🌟

  22. Cover des Buches Nacht (ISBN: 9783453675360)
    Richard Laymon

    Nacht

     (265)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Kathrin1604

    Nacht - Richard Laymon 

    🌸Rezension🌸

    __________

    Den Inhalt bei Bedarf bitte selbst recherchieren.

    __________

    Meine Meinung : 

    Zunächst muss ich leider einige negative Punkte erwähnen: 

    Die Übersetzung ist grauenvoll! Einige Sätze klingen aufgesetzt, einfach nicht passend im Kontext und ich habe einige Rechtschreibfehler gefunden. Das hat mich beim Lesen ziemlich gestört. Für diese Fehler kann der Autor zwar nichts, ich wollte es aber trotzdem einmal anmerken, weil dies ein Punkt sein kann, der einen Leser daran hindert, das Buch zu kaufen. 

    Außerdem fand ich es störend, dass der Klappentext schon so viel von der Geschichte erzählt hat, dass die ersten Seiten überhaupt nicht spannend waren, weil ich   daher bereits wusste, was passiert. Da wäre weniger mehr gewesen! 

    Dazu kommt, dass die Handlung für mich eher in Richtung Scary Movie ging, weil die Dialoge ziemlich sarkastisch waren, sodass diese eher lustig als gruselig ankamen. Das kenne ich vom Autor so nicht und das fand ich echt schade.

    Unglaubwürdig ist die Protagonistin Alice, denn zu Beginn des Buches hat sie ziemlich Angst allein in dem großen Haus und plötzlich ändert sich dieser ängstliche Charakterzug vollkommen als der fremde Mann im Pool auftaucht... allgemein wie sie sich im Laufe der Geschichte verändert ist absolut unglaubwürdig und schlecht durchdacht. Wäre ihre Person von Anfang an skrupellos gewesen, hätte es Sinn gemacht. So aber überhaupt nicht. 

    Dann kommt das Ende..naja, ich hätte etwas anderes erwartet. Ich hatte den Eindruck, dass der Autor einfach schnell fertig werden wollte.


    Es gibt aber auch positive Aspekte : 

    Die Handlung ist ziemlich abgedreht und die Idee der Geschichte fand ich richtig gut! In der Nacht geschehen so viele Dinge, dass der Leser gar nicht erst in Versuchung kommt sich zu langweiligen, weil einfach immer etwas passiert. 

    Mein erstes Buch von Laymon war „Der Keller“ und dieses hat mir gezeigt, wie heftig dieser Autor schreibt. Das war purer Horror für mich. Daher dachte ich, dass bei „Nacht“ ein ähnliches Gefühl beim Lesen aufkommt, was jedoch nicht der Fall war. Wer hier diesen Horror erwartet ist falsch. Die Geschichte ist für mich eher ein Thriller, hier steht eher die Spannung im Vordergrund als der Horror an sich. 

    __________

    Mein Fazit : 

    Die Handlung ist wirklich super spannend, aber leider haben die vielen Fehler im Buch und die schreckliche Übersetzung das Lesen etwas anstrengend gestaltet. Diese Aspekte werten das Buch für mich auch ziemlich  ab. Wäre das nicht gewesen, wäre es ein 3 Sterne Buch für mich, so leider nur 2.

  23. Cover des Buches Wolf Road - Die Angst ist immer einen Schritt voraus (ISBN: 9783038800040)
    Beth Lewis

    Wolf Road - Die Angst ist immer einen Schritt voraus

     (26)
    Aktuelle Rezension von: denise7xy

    Erster Satz

    Ich saß oben in der Eiche einen Ast zwischen den Knien, und beobachtete den tätowierten Mann, der im Schnee herumstapfte.

    Meinung

    Als kleines Kind verirrte Elka sich im Wald und traf auf Trapper, der sie bei sich aufnahm und ihre alles über das Leben in der Wildnis beibrachte. Als sie Jahre später erfährt, dass er ein Serienmörder ist, flieht sie vor ihm und dem Gesetz, welches  sie als Komplizen sieht. Durch eine kaputte Welt, fremden Sitten und Menschen, bahnt sie sich einen Weg, auf der Suche nach ihren Eltern. Doch Trapper ist ihr dicht auf den Fersen.

    Elka erzählt ihre Vergangenheit, wie sie zu Trapper kam, was er ihr beibrachte und welche Bedeutung er für sie hatte, bevor  sie am Anfang ihrer langen und beschwerlichen Reise angelangt. Im Laufe der Geschichte reflektiert sie oftmals Geschehenes, erinnert sich an Verdrängtes und verfällt ein ums andere Mal in Selbstzweifel. Der Schreibstil war flüssig zu lesen.
    Mit dem Setting hatte ich zu Beginn Schwierigkeiten, weil ich mir die Richtung nicht wirklich vorstellen konnte. Auch im Nachhinein denke ich, dass das dystopische Setting nicht wirklich von Nöten war, denn es wurde nur teils oder gar nicht erklärt, viel mehr fühlte sich es sich wie ein Western an, was wohl auch dem Goldsuchen geschuldet ist, welches häufiger zum Gespräch kommt.

    Charaktere

    Elka war mit viel Wissen über das Leben in der Wildnis ausgestattet, war aber meist unkonzentriert und teilweise zu naiv, was ihr einige Probleme bescherte. Im Laufe der Geschichte wird ihre immer mehr bewusst, was sie die letzten Jahre über verdrängt und übersehen hat. Es gefiel mir, wie sie sich damit auseinandergesetzt hat, aber insgesamt bin ich einfach nicht mit ihr warm geworden. Das Naive ging mir teilweise doch sehr auf die Nerven.


    Elka trifft auf die unterschiedlichsten Leute,, mal gutherzig, meistens jedoch auf ihren eigenen Vorteil aus. 

    Die Präsenteste ist Penelope. Zu Beginn wusste ich gar nichts mit ihr anzufangen, aber ihre Rolle ist äußerst wichtig für Elkas Entwicklung. Sie ist auf andere Weise als die Protagonistin eine Kämpferin. Das Zusammenspiel zwischen den Beiden war am Ende jedoch teils komisch, ihre Reaktionen nicht immer ganz nachvollziehbar.

    Fazit

    Das Setting war wenig involviert und somit eigentlich überflüssig, Elkas geistliche Entwicklung und Reflektion sehr stark. Insgesamt solide, auch wenn es am Ende meine volle Aufmerksamkeit nicht mehr für sich gewinnen konnte. 3 Sterne 

  24. Cover des Buches Bighead (ISBN: 9783865521613)
    Edward Lee

    Bighead

     (126)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Kathrin1604

    Bighead - Edward Lee

    Meine Rezension 

    ***
    Den Inhalt bitte bei Bedarf selbst recherchieren.

    ***

    Meine Meinung: 

    ❗️Zu Beginn möchte ich eine ganz klare Warnung aussprechen: Wenn du mit detaillierten Beschreibungen von Ausscheidungen, sexueller und körperlicher Gewalt nicht klar kommst, solltest du dieses Buch nicht lesen! Hier gibt es zahlreiche Stellen, die selbst mir starke Übelkeit verursacht haben und das passiert nicht häufig.❗️

    -
    Direkt zu Beginn wird klar, auf welchem Niveau sich das Buch befindet und was auf den Leser zukommt. Bighead wird als Person so perfekt geschrieben, dass er zwar ein klares Bild im Kopf erzeugt, aber es wird genauso auch genug Interpretationsspielraum gelassen, um sich vieles selbst denken zu können. Dabei habe ich mich oft gefragt: Kann Bighead sprechen? Leider hat sich mir dies nicht erschlossen, das hätte mich wirklich interessiert. Bighead ist ein Wesen, das in den Wäldern groß geworden ist und nun in die weite Welt der Menschen zieht. Das, was er mit den Menschen tut, die ihm über den Weg laufen, ist so abartig und heftig, dass mir manches Mal übel geworden ist. 

    Noch schlimmer diesbezüglich fand ich allerdings zwei andere Charaktere namens „Balls“ und „Dicky“, die noch weitaus heftigere Dinge anstellen. Irgendwie haben sich diese beiden im Laufe des Buches für mich zu Hauptcharakteren entwickelt, obwohl eigentlich Bighead im Vordergrund stehen sollte. Ich habe mich allgemein gefragt, was die beiden im Buch zu suchen hatten. Da hätte ich mir lieber noch mehr Stellen über Bighead gewünscht, die dann noch tiefer ins Detail gegangen wären. 

    Die restlichen Charaktere haben alle super gepasst, jeder hat seinen eigenen Charme und wertet die Geschichte auf. Allerdings hat mich dieses ständige Gerede zwischen dem Priester und Jesus genervt. Das hat für Textstellen gesorgt, die ich letztlich nur überflogen habe. 

    -
    Die Atmosphäre in der Geschichte ist großartig, voller Spannung und Adrenalin.
    Der Autor hat hiermit auf wahres Meisterwerk erschaffen, das mich so schnell nicht mehr loslassen wird!
    Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen, damit hätte ich nicht gerechnet und es lässt Spielraum zum Grübeln. 

    ***

    Mein Fazit: 

    „Bighead“ ist definitiv eines meiner Lieblingsbücher vom Festa Verlag, auch wenn mir nicht alles daran gefallen hat.
    Wer hart ihm Nehmen ist sollte dieses Werk auf jeden Fall lesen! 

    Bewertung: 4 / 5

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