Bücher mit dem Tag "kapitulation"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kapitulation" gekennzeichnet haben.

45 Bücher

  1. Cover des Buches Legend – Berstende Sterne (ISBN: 9783785583975)
    Marie Lu

    Legend – Berstende Sterne

     (800)
    Aktuelle Rezension von: Mirabellahammer12

    •Legend 3 von Marie Lu•

    Band 3 der Legend-Reihe von Marie Lu war anders. Anders als Band 1 und Band 2. Band 1 habe ich geliebt, bei Band 2 ließ es leider etwas nach, aber Band 3...Gott, ich kann meine Liebe für diesen Teil gar nicht richtig ausdrücken oder meine Begeisterung in Worte fassen. Denn dieser letzte Kampf, den June und Day durchgestanden haben, hat dem Leser wirklich ALLES abverlangt. Da waren so viele Emotionen, unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse, Schmerz und Trauer, dass ich manchmal nicht einmal weiterlesen konnte, aus Angst, es würde irgendwas Schreckliches passieren und das ist es dann meistens auch. Diese Geschichte steckte so voller Überraschungen, dass ich manchmal einfach nur sprachlos war und nicht mehr konnte. Denn Day und June haben alles gegeben, um für ihr Land einzustehen und es in einem letzten Kampf zu retten. Und irgendwann ist mir im Laufe des Buches klar geworden, dass die beiden einander vielleicht lieben, aber sie nie wirklich füreinander bestimmt zu sein schienen. Denn diese Liebe ist mit so viel Schmerz verbunden, dass es mir unglaublich wehgetan hat. Für mich waren Day und June immer ein Traumpaar, das nicht besser hätte zusammenpassen können. Ich habe sie zusammen geliebt, aber Gott, sie haben mir immer wieder das Herz gebrochen, vor allem meine letzte Erkenntnis über sie. Es tat weh und mein Herz tut es noch immer, wenn ich nur daran denke. Aber June und Day sind Kämpfer und haben alles für ihr Land gegeben. Dieses Buch war einfach nur großartig und so voller Kampfgeist. Ja, das Ende hat mich unglaublich zerstört, weil es schrecklich wehtat und ganz anders war, als ich mir erhofft oder gewollt hatte, aber alles was zählt, ist, dass die beiden am Leben sind, obwohl ich es so oft nach dem Gegenteil aussah. Sie haben hart gekämpft und so viel verloren, aber es hat sie mehr als gelohnt. Natürlich hatte ich mir etwas ganz ganz anderes vom Ende erhofft, aber vollkommen egal wie das Ende aussieht, Day und June werden immer in meinem Herzen bleiben. Zusammen und lebendig. Gott, es tut so gut, ihre Geschichte beendet zu haben, auch wenn ich unglaublich viele Tränen vergossen habe. Aber diese beiden Menschen und ihre Geschichte sind einfach nur bewundernswert und großartig. DANKE für diese atemberaubende Geschichte, Day und June bleiben in meinem Herzen! 

  2. Cover des Buches Asche (ISBN: 9783802584909)
    Lori Handeland

    Asche

     (186)
    Aktuelle Rezension von: AnnaKatharinaKathi
    "Asche" ist der erste Teil der Phönix Chroniken Reihe von Lori Handeland rund um Elizabeth Phönix, die sich mir nichts dir nichts an vorderster Front im Krieg zwischen dem Guten und dem Bösen wiederfindet.

    Als ich das Buch begonnen hatte, hatte ich zuerst einige Schwierigkeiten mit dem Schreibstil der Autorin, der etwas gewöhnungsbedürftig war. Nach dem ich diese Hürde überwunden hatte, kam ich allerdings sehr schnell in der Geschichte voran und das ganze gefiel mir von Seite zu Seite besser.

    Wir begleiten hier Elizabeth Phönix, eine ehemalige Polizistin, die ihren Job aufgegeben hatte, nachdem ihr alter Partner bei einem Einsatz ums Leben gekommen war. Nun jobbt sie als Kellnerin und verdient sich damit ihren Lebensunterhalt, hilft aber ab und zu auch noch bei der Polizei aus, denn sie hat eine besondere Gabe: Durch bloße Berührung von Gegenständen oder Personen kann sie Einblicke in die Vergangenheit oder die Gegenwart erhalten und weiß so etwa, wo sich eine vermisste Person gerade aufhält oder was genau vor einem Verbrechen geschah.

    Da Elizabeth als Waise bei ihrer Pflegemutter Ruthie in deren Kinderheim aufgewachsen ist und dieser auch immer noch sehr nahe steht, hat sie keine Ahnung, wer ihre Eltern waren und woher ihre besondere Gabe kommt. Daher trifft sie Ruthies gewaltsamer Tod auch sehr tief und als sie sich einige Tage später im Krankenhaus wiederfindet, geplagt von düsteren Visionen und noch dazu ihr Ex-Geliebter Jimmy Sanducci an ihrem Krankenbett auftaucht, ist Elizabeth endgültig verwirrt. Denn von Jimmy erfährt sie, dass sie nach Ruthies Tod deren Aufgabe übernommen hat, an vorderster Front gegen die Bösen zu kämpfen, die bereits dabei sind, sich ihren Weg in die Menschenwelt zu bahnen und vor nichts zurückschrecken...

    Ich mochte Elizabeth sehr gerne, denn sie war eine wirklich bissige, schlagfertige, toughe Protagonistin, die nicht auf den Mund gefallen ist, sagte, was sie dachte und mit ihrer Art das ein oder andere Mal ziemlich aneckte. Trotzdem war sie mir sehr sympatisch, denn sie lies sich von niemanden vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen hatte und stürzte sich immer als erste in das größte Chaos um das zu tun, was sie für richtig hielt und die Menschen zu beschützen, die sie liebte.
    Aber auch Jimmy mochte ich ganz gerne, obwohl wir nicht sonderlich viel über seinen Charakter erfahren haben, da er eher der verschlossene Typ war.
    Trotzdem fand ich seine Beziehung zu Elizabeth sehr unterhaltsam, da beide immer wieder aneinander geraten sind und Elizabeth nicht selten Todesgelüste gegen ihn hegte. Trotzdem knisterte es immer noch gewaltig zwischen den beiden und dieser Anziehung konnte keiner von ihnen lange widerstehen.
    Auch Sawyer, ein Navajo-Indianer, bei dem Elizabeth einige Zeit verbringt um besser mit ihren Kräften umgehen zu lernen, war mir sehr sympatisch. Obwohl er zeit weilen auch sehr zwielichtig und unheimlich war, hatte er das Herz doch am rechten Fleck und tat alles, um Elizabeth und ihre Verbündeten zu unterstützen.

    Auch das Setting der Geschichte fand ich total toll. Wir bewegen uns hier durch mehrere Staaten der USA, da Jimmy und Elizabeth auf eine Art Roadtrip gehen um Elizabeth ihrer Bestimmung und dem Umgang mit ihren Kräften näher zu bringen.
    Auf dieser Reise lauern nicht nur viele Gefahren und Bedrohungen, die es zu bekämpfen gilt, Elizabeth lernt auch immer mehr mit Ruthies Erbe umzugehen und ihre Kräfte zu kontrollieren, wobei ihr unter anderem auch Sawyer eine große Hilfe ist.

    Alles in allem fand ich das Buch überraschend gut, denn ich hatte es irgendwann einmal als Mängelexemplar mitgenommen und dann lange Zeit nicht angefasst.
    Jetzt bin ich allerdings sehr gespannt auf die weiteren Bände und ich denke, dass es auch nicht lange dauern wird, bis diese bei mir einziehen werden.
    Für alle Urban-Fantasy Fans, die auch Erotik und Romantik, Action, Magie und Mystrien lieben, ist diese Reihe genau das richtige und sehr zu empfehlen.
    Von der Autorin werde ich mir auf jeden Fall auch noch die anderen Werke genauer ansehen und ich gehe stark davon aus, dass viele davon auf meine Wunschliste wandern werden.

    ***https://kathis-buecherkrams.blogspot.de/
  3. Cover des Buches Der erste Frühling (ISBN: 9783407789235)
    Klaus Kordon

    Der erste Frühling

     (89)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa
    Ein weitere wunderbarer Roman von Klaus Kordon.
    Die kleine Anne wohnt in Berlin. 1945 Tag und Nacht Bombenangriffe, sie erlebt die letzten Kriegstage mit. Sowjetische Armeen besetzen die Stadt. Doch eines Tages steht ein Mann zuhause den sie nicht kennt, es ist ihr Vater der im KZ überlebt hat.
  4. Cover des Buches Bis zur letzten Stunde (ISBN: 9783548603544)
    Traudl Junge

    Bis zur letzten Stunde

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Pajanka

    Ich habe mir dieses Buch gekauft, da mich wahre Aufzeichnungen, insbesondere Tagebücher etc. aus dieser Zeit sehr interessieren. Es war wirklich aufschlussreich, die damaligen Ereignisse einmal aus einer anderen Sichtweise vermittelt zu bekommen. Man kann sich regelrecht in die Gesellschaft in der sich Traudl Junge befand hineinversetzen und versteht ansatzweise wie sie sich hier gefühlt hat und weshalb sie so lange dort war bzw. geblieben ist. Allerdings hat es doch viel Geschichtliches mit inbegriffen, was das flüssige und leichte Lesen sehr erschwert. Einige langweilige Passagen gibt es mitunter, teilweise hatte ich hierbei nur den Gedanken, dass das Buch doch endlich enden möge. An sich eine bewegende und lesenswerte Geschichte, wenn man sich für die Thematik und Geschehnisse interessiert.

  5. Cover des Buches Der Wanderer (ISBN: 9783499258343)
    Bernard Cornwell

    Der Wanderer

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen kurzen Blick auf das Geschehen erlaubt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Zwar kann dieser zweite Band der Reihe "Die Bücher vom Heiligen Gral" nicht ganz mit dem ersten Band mithalten, ist aber immer noch ein echter Höhepunkt des Genres. 

    Die Handlung setzt unmittelbar an den Schluss des ersten Bandes an und führt die dortige Handlung fort. Insofern ist es von Vorteil, die Bücher in richtiger Reihenfolge zu lesen. Dies nicht nur wegen der Handlung, sondern auch weil so ein schönes Wiedersehen mit Figuren aus Band eins gewährleistet ist. Solches bleibt naturgemäß dem Leser des Einzelbandes verschlossen.

    Der Handlungsteil um den "Gral" kommt mir persönlich etwas "aufgesetzt" vor - aber einen irgendwie gearteten "Kitt" benötigt diese Art von historischen Romanen nun einmal. 

    Auf jeden Fall gelingt es dem Autor erneut den Leser in die durchaus brutale, gewalttätige Zeit des 14. Jahrhunderts eintauchen zu lassen. Spannende Lesestunden sind garantiert....!

  6. Cover des Buches Kapitulationen (ISBN: 9783942829090)
    Thomas Josef Wehlim

    Kapitulationen

     (20)
    Aktuelle Rezension von: lexxi2k
    Kapitulationen von Thomas-Josef Wehlim ist ein Buch mit 21 Kurzgeschichten. In den Geschichten geht es um Krieg, Rache, Familie und anderen Geschichten rund um Menschen die aufgegeben haben. Jede Geschichte wird auf unterschiedliche Art erzählt. Werden in manchen lange und ausführliche Sätze verwendet, findet man auch Geschichten mit kurzen Sätzen, die teilweise sehr abgehakt wirken. Die einzelnen Geschichten sind sehr interessant obwohl ich ehrlich gesagt zugeben muss, dass sie mir zum größten Teil nicht gefallen haben. Im Grunde geht es dabei immer um Menschen die irgendwann aufgeben. Waren einige Geschichten noch nachvollziehbar, fand ich andere einfach nur unwirklich und musste mit dem Kopf schütteln.
  7. Cover des Buches Die 101 wichtigsten Fragen - Der Zweite Weltkrieg (ISBN: 9783406593147)
  8. Cover des Buches Der Alpdruck (ISBN: 9783746729398)
    Hans Fallada

    Der Alpdruck

     (33)
    Aktuelle Rezension von: NiWa
    Deutschland nach dem Krieg. Das Land liegt in Trümmern, die Alliierten werden erwartet und der Albtraum des 2. Weltkriegs neigt sich dem Ende zu.

    Der Schriftsteller Doll und seine junge Frau sehen dem Kriegsende mit Zuversicht entgegen. Endlich naht die Rettung aus der Ungewissheit und man wagt wieder auf eine Zukunft zu hoffen. Aber die Schatten des Krieges sind mit dessen Ende bei Weitem nicht überwunden.

    Stellvertretend für ein ganzes Volk erlebt das Ehepaar Doll einen alptraumhaften Gemütszustand aus Apathie, depressiver Stimmung und seltenen Hoffnungsschimmern, mit denen jeder auf seine eigene Weise umzugehen hat.

    Mangelnde Perspektiven im zertrümmerten Berlin, die unsagbare Selbstsucht, die dem Selbsterhaltungstrieb entstammt und die niederschmetternde Realität des Alltags lassen sich manchmal nur durch Morphium ertragen, bis man vielleicht doch den Schritt zur endgültigen Lösung wagt.

    Falladas zeitnah geschriebener Roman zeigt ein depressives Abbild der Monate nach dem Krieg. Teilweise verschwommen, schildert er, aus Sicht Dr. Dolls, diesen unfassbaren Gemütszustand, der sich gemeinsam mit seiner jungen Frau mehr schlecht als recht über Wasser halten kann. Der Autor schafft eine furchteinflössende authentische Atmosphäre, die auf den Leser übergeht, und welche die nicht enden wollenden Grauen des Krieges erahnen lässt.

    Meiner Meinung nach handelt es sich um ein alptraumhaftes, verworrenes Zeitdokument, das die Apathie der Nachkriegsmonate eindrucksvoll in die Gegenwart transportiert und uns damit den Nachhall dieser unvorstellbaren Kriegsjahre vor Augen führt.

  9. Cover des Buches Eine Frau in Berlin (ISBN: 9783821845340)
    Kurt W Marek

    Eine Frau in Berlin

     (6)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht

    Das autobiographische Buch entstand aus den Aufzeichungen zwischen dem 20.4. und 22.06.1945 und beschreibt das Leben der namentlich nicht genannten Autorin im Berlin der letzten Kriegs- und ersten Nachkriegstage. Es wurde 1954 in englischer Sprache und erst 1959 in Deutschland veröffentlicht, wo es heftige Ablehnung hervorrief. Daher hatte die Autorin jegliche weitere Publikation zu ihren Lebzeiten wie auch die Nennung ihres Namens untersagt. Somit wurde https://de.wikipedia.org/wiki/Marta_H... erst postum berühmt.

    Berlin – die Front rückt näher. Angst macht sich breit vor dem, was kommt. Die Tagebuchschreiberin war vor dem Krieg weitgereist, ist belesen, arbeitete journalistisch und als Fotografin. Ausgebombt lebt sie in der Wohnung eines früheren Kollegen. Hunger plagt die Menschen und die Suche nach Verwertbarem. „Jetzt gehört alles allen. Man ist nur noch lose mit den Dingen verbunden, unterscheidet nicht mehr klar zwischen eigenem und fremdem Besitz.“ S. 7
    In der Öffentlichkeit häufen sich Geschichten über Vergewaltigungen, eine Flucht gen Westen wird dennoch von der Autorin ausgeschlossen, um nicht beschossen zu werden oder unterwegs zu verhungern. Komisch sind die Beschreibungen der Situation im Schutzkeller "Mir gegenüber, in Decken eingewickelt, ein fiebrig schwitzender älterer Herr, Kaufmann von Beruf. Ihm zu Seite seine Gattin, die hamburgisch s-pitz s-pricht, und die achtzehnjährige Tochter, ausgerechnet S-tinchen gerufen.“ S. 12 Die Lage ist ernst: Der erste Deserteur erscheint im Keller. Ein als Verräter aufgeknüpfter Soldat. Eine Beerdigung im Besenschrank. Die Mutter eines 8 Wochen alten Säuglings hat keine Milch mehr. Anonyma ist präzise Beschreiberin der Situation. „Sonderbare Zeit. Man erlebt Geschichte aus erster Hand, Dinge, von denen später zu singen und zu sagen sein wird. Doch in der Nähe lösen sie sich in Bürden und Ängste auf. Geschichte ist sehr lästig.“ S. 20

    Dann kommen die gefürchteten Russen. Es bleibt zuerst friedlich. Die Tagebuchschreiberin wirft ihre geringen Russischkenntnisse in die Wagschale, wird dadurch exponiert, oft bei Problemen herangezogen. Es schützt sie nicht vor Vergewaltigungen. Die Grenzen verschwimmen, bald schreibt sie von „Essen anschlafen“, sucht gezielt nach einem Offizier: „Hier muss ein Wolf her, der mir die Wölfe vom Leib hält“ S. 58. Lakonisch reichen sich die Frauen zwischendurch die Dose mit Vaseline weiter.

    Und die wenigen Männer? Sie tun fast nie etwas für die Frauen. Sie profitieren vom erhaltenen Essen, ignorieren, unter welchen Bedingungen es von den Russen gebracht wurde. Sie schauen weg. Sie fordern Opfer zum Wohle aller. Für den „Schändungszynismus“ finden sie keinen Umgang. Und Anonyma verliert generell die Achtung.

    Warum dieses Buch bei der Erstveröffentlichung so abgelehnt wurde als „Beschmutzung der Ehre der deutschen Frau“, kann ich mir nur erklären mit einer Entlarvung der Männer, die vorher hübsch weggesehen hatten. Das Buch macht die Nöte der Frauen klar, die nur selten die Wahl hatten – Gewalt oder Zwangsprostitution, oder seltener ein Versteck, wenn es denn jemanden gab, der für die Versorgung einstand. Allerdings muss ich selbst dazu sagen, dass die Opfer unter der Zivilbevölkerung, vornehmlich der Frauen, lange Zeit kein Thema waren. Noch aus den 80er Jahren kannte ich das Thema der systematischen Massenvergewaltigungen durch die Siegermächte nicht. Auch, dass es bei weitem nicht nur Täter aus der Sowjetunion, sondern auch bei den West-Alliierten gab, hat dann nochmals etwas länger gebraucht, um den Weg in die Öffentlichkeit zu finden. https://de.wikipedia.org/wiki/Sexuell... - zu der Zeit gab es dann durchaus oft auch die Meinung, dass diese Gewalt aufgrund der deutschen Taten gerechtfertigt gewesen sein. Marta Hillers ist hier differenzierter, erkennt die Unterschiede zwischen einfachen Soldaten und Gebildeten, zwischen überzeugten Kommunisten, halben Kindern, Verliebten, Ehrenmännern und Demütigern, in einer Tiefe, die mich zur Hochachtung zwingt. Russenhass kann ich nicht erkennen, dafür aber Einsicht in kulturelle Unterschiede.

    Mich hat der nüchterne analysierende Stil beeindruckt, dem alles Reißerische fehlt. „Erstarrung. Nicht Ekel, bloß Kälte. Das Rückgrat gefriert, eisige Schwindel kreisen um den Hinterkopf. Ich fühle mich gleiten und fallen, tief, durch die Kissen und die Dielen hindurch. In den Boden versinken – so ist das also.“

    Was mich einzig stört an fast allen diesen Berichten: sie handeln fast ausschließlich in den Großstädten oder auf der Flucht. Ich konnte früher die Berichte meiner Großmutter, Jahrgang 1918, nicht damit in Einklang bringen: Verdunklung ja, Bombenabwürfe nein, Knappheit ja, Hunger nein. Wie sie, wohnten viele Menschen ländlich, hatten Gärten zum Anbau, in Kleinstädten und Dörfern fernab von Industrie oder irgendetwas, das sich zu bombardieren angeboten hätte. Diese Realität fehlt in der Breite der Publikationen – das kann man aber natürlich nicht der Autorin anlasten.

    Eindrucksvoll. 5 Sterne.

  10. Cover des Buches Die Mitläuferin. Erinnerungen einer Wehrmachtsangehörigen (ISBN: 9783351024864)
    Ilse Schmidt

    Die Mitläuferin. Erinnerungen einer Wehrmachtsangehörigen

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Die Lebenserinnerungen von Ilse Schmidt sind ungewöhnlich in der Art, in der sie ihr Leben während des Zweiten Weltkrieges beschreibt. Es ist eines der wenigen Bücher, die einem ein sehr gutes und autentisches Gefühl für das Leben in Nazi-Deutschland und im Krieg geben. Die Schreibweise erinnert an eine mündliche Erzählung, mit Erinnerungen an Episoden und daran, wie man sich gefühlt und was man in diesem Moment gedacht hat. Ilse Schmidt versucht, uns zu erzählen, was sie erlebt und wie sie gefühlt hat - auch wenn sie sich und dem Leser eben eingestehen muß, daß sie anders hätte handeln müssen oder anders hätte denken sollen. In ihrer Erzählung kann man jedoch gut nachvollziehen, warum sie damals so und nicht anders handelte. Dies Buch hat mir in außergewöhnlicher Weise die Stimmung und das Leben im Dritten Reich und im Krieg nahe gebracht. Ich kann es ohne Einschränkungen empfehlen.
  11. Cover des Buches Der Todeskampf der Reichshauptstadt (ISBN: 9783931054007)
  12. Cover des Buches Verleugnete Vaterschaft (ISBN: 9783932381126)
    Franz Kurowski

    Verleugnete Vaterschaft

     (1)
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  13. Cover des Buches Das Ende. 1944-1945 (ISBN: 9783378005594)
    William L. Shirer

    Das Ende. 1944-1945

     (1)
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  14. Cover des Buches Der Zweite Weltkrieg 1939-1945 (ISBN: 9783809450115)

    Der Zweite Weltkrieg 1939-1945

     (1)
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  15. Cover des Buches Der weiße Dschungel. Tennis im Würgegriff der Agenturen. (nl-konkret 79) (ISBN: 9783355005395)
  16. Cover des Buches Ein Kriegsende : Zwei Erzählungen (ISBN: B0014TCCY8)
  17. Cover des Buches Stolz und Leidenschaft (ISBN: 9783442374038)
    Monica McCarty

    Stolz und Leidenschaft

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Peter Gosztony: Der Kampf um Berlin 1945 in Augenzeugenberichten (ISBN: B006BJICOU)
  19. Cover des Buches Letzte Tage in Ostpreußen (ISBN: 9783784428680)
    Herbert Reinoß

    Letzte Tage in Ostpreußen

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Kapitulation (ISBN: 9783423103978)
    Franz Fühmann

    Kapitulation

     (3)
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  21. Cover des Buches Stalingrad (ISBN: 9783704331007)
    Heinz Schröter

    Stalingrad

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Abnehmender Mond (ISBN: 9783442736256)
    Joseph Coulson

    Abnehmender Mond

     (0)
    Aktuelle Rezension von: emeraldeye
    Im Zentrum von "Abnehmender Mond" stehen zwei charakterlich sehr gegensätzliche Brüder, Philip und Stephen Tollman. Philip, der ältere, ist impulsiv, willensstark, radikal, in vielerlei Hinsicht "dunkel". Er ist der Liebling seiner Mutter Jessica, auch wegen der tragischen Umstände seiner Geburt. Stephen kommt 18 Monate später "ohne Kampf und Tragödie" zur Welt und so wird auch sein Leben verlaufen. Er ist der besonnene, realistische, fast fatalistische Gegenpol. Und obwohl er in nahezu jeder Hinsicht im Schatten seines Bruders steht, ist er es, dessen Stimme hörbar bleibt. Nur einmal begehrt er gegen seine "Nebenrolle" auf, nämlich als beide Brüder sich in dieselbe Frau, Katherine, verlieben. Katherine entscheidet sich für Philip, der sie ohne ein Abschiedswort verläßt und eine andere heiratet. Stephen versucht im Laufe seines Lebens immer wieder, sie für sich zu gewinnen, er ist wie besessen davon, dass sie ihn lieben muß, doch es wird ihm nicht gelingen. Alles, was sein Bruder für sich beansprucht, gehört für immer ihm. Stephen akzeptiert diese Tatsache schließlich, auch weil er miterleben muß, wie sein Bruder an seinen Leidenschaften und radikalen Entscheidungen zugrunde geht. "Ich denke an meinen Bruder. Was ich noch von ihm habe ist Erinnerung." Joseph Coulson hat eine Geschichte voller Tragik, Trauer und Hingabe geschrieben. Schlüssig zegt er, wie die Herkunft eines Menschen sein Leben beeinflussen kann. Dass er ihr nicht entkommen kann, ganz egal, was er auch versucht. Schicksalsschläge und Entscheidungen tun ihr Übriges, um ein Leben im Nichts enden zu lassen. Philip steht für Kampf, Auflehnung und schließlich Resignation und Rückzug. Stephen für HIngabe, Akzeptanz, Toleranz und immer wieder neu beginnen. Was sie verbindet, ist ihre gemeinsame Vergangenheit und das wird immer so bleiben. Joseph Coulson gelingt es, am Beispiel der Familie Tollman ein interessantes Bild der amerikanischen Arbeiterklasse über 50 Jahre hinweg zu zeichnen. Seine Sprache bleibt schlicht und nahe an den Protagonisten dran. Doch der Teil, der aus Katherines Sicht erzählt wird, besticht auch mit wunderbaren poetischen Beschreibungen der Dreierbeziehung. Eine Familiengeschichte der besonderen, lesenswerten Art.
  23. Cover des Buches Ein Kriegsende, Audio-CD (ISBN: 9783455310238)
    Siegfried Lenz

    Ein Kriegsende, Audio-CD

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Die Vertriebenen (ISBN: 9783548750835)
    K Erik Franzen

    Die Vertriebenen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Toll! Das bereits im Buchhandel erhaeltliche Werk von K. Erik Franzen erfuellt alle Merkmale eines guten Begleitbuches zu einer Fernseh-Dokumentation: viele Hintergrundinformationen, sehr gute Fotos und anschauliche Abbildungen, mutige und differenzierte Interpretationen und eine spannende Erzaehlsprache. Und das alles bei dem bis heute politisch brisanten und emotional aufgeladenen Thema der Vertriebenen. Mich stoert lediglich die Konzentration auf die ehemaligen deutschen Ostgebiete, Polen und die Tschechische Republik. Es gab noch mehr Vertriebene! Dennoch: einschließlich des gelungenen Vorworts von Hans Lemberg ein überaus anregendes Buch, das wie geschaffen scheint, die gegenwaertige Debatte um Erinnerungskulturen zu erweitern.

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