Bücher mit dem Tag "kapstadt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kapstadt" gekennzeichnet haben.

90 Bücher

  1. Cover des Buches Du und ich und all die Jahre (ISBN: 9783499259890)
    Amy Silver

    Du und ich und all die Jahre

     (535)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Seit sie Teenager waren, haben Nicole und Julian jedes Silvester zusammen verbracht und Vorsätze für das neue Jahr getroffen. Ihre enge Freundschaft wurde durch Alex ergänzt, die während des Studiums zu Nics bester Freundin wurde. Sie feierten das Leben, liebten das Reisen und waren auch beruflich viel unterwegs - aber Silvester immer zusammen. An einem Silvesterabend lernte Nic auch Julians Cousin, den acht Jahre älteren Aidan kennen. Sie verliebt sich in ihn, aber Aidan ist rastlos und kann sich einfach nicht festlegen. 

    2011 ist Nic drei Jahre mit Dom verheiratet, doch die Ehe befindet sich in einer Krise. Auch zu Alex hat Nic keinen Kontakt mehr und beruflich bereitet ihr die Arbeit als Regisseurin belangloser Fernsehformate keine Freude. Auf einer Reise zum Jahreswechsel in New York trifft Nic wieder auf Aidan, zu dem sie lange Zeit keinen Kontakt mehr hatte. Ihr ist bewusst, dass sie mit Dom unglücklich ist, doch auch Aidan konnte sie nie für längere Zeit glücklich machen. Sie muss sich zwischen Herz und Verstand entscheiden und hätte dabei so gerne ihren besten Freund Julian an ihrer Seite. 

    "Du und ich und all die Jahre" ist ein treffender Titel, denn erzählt werden die Jahre von 1990 bis 2011 aus der Perspektive von Nicole und wie sie Jahr für Jahr auf ihre große Liebe trifft, die sie jedoch nicht festhalten kann. Die Geschichte wechselt dabei zwischen der Gegenwart im Dezember 2011 und der Vergangenheit von 1990 bis 2009, die jeweils an Silvester handelt. Neben der Liebe zu Aidan spielt aber auch die enge Freundschaft zu Julian und Alex eine große Rolle. Dom, den sie letztlich heiratet, wirkt dagegen wie die zweite Wahl, ein Mann, der Nic aufrichtig liebt, dem gegenüber sie aber nie solche Gefühle entwickelte wie in Bezug auf Aidan, der ihr Jahr für Jahr das Herz gebrochen hat. 

    Auch wenn sich die Geschichte überwiegend zu Silvester abspielt, sorgen Rückblicke dafür, dass man erfährt, was sich in den Monaten davor im Leben von Nic und ihren Freunden ereignet hat. Es ist eine kurzweilige, berührende Geschichte über das Leben, Freundschaft und die Liebe. Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch. Gerade in Nicole und ihre Gefühlswelt kann man sich sehr gut hineinversetzen, aber jede Figur macht über die Jahre eine persönliche Entwicklung durch. Die Jahre sind ereignisreich und für Nicole von einigen Höhen und Tiefen geprägt. Es ist spannend rückblickend zu verfolgen, was sich in der Vergangenheit ereignet hat und was 2011 Nicoles Leben und ihr Gefühlschaos bestimmt. 

    Es ist ein Buch, das zeigt, wie wichtig es ist, sein Leben zu reflektieren und sich ernsthafte Vorsätze nicht nur vorzunehmen, sondern auch umzusetzen. Für Entscheidungen braucht es Mut und ein soziales Netzwerk, das Halt gibt, aber nur wenn man sein Leben selbst in die Hand nimmt und auch unbequeme Entscheidungen nicht scheut und seine Komfortzone verlässt, erhält man die Chance, wirklich glücklich zu werden. 

    "Du und ich und all die Jahre" ist ein mitreißender, tiefgründiger Roman mit lebendigen Figuren und einer wundervollen Geschichte über das Leben, den ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. 

  2. Cover des Buches Das Hurenschiff (ISBN: 9783426513835)
    Martina Sahler

    Das Hurenschiff

     (118)
    Aktuelle Rezension von: YviG1974

    Im Genre historische Romane bin ich nicht so oft unterwegs und auch die Autorin kannte ich bisher noch nicht, daher war ich sehr neugierig, was mich erwartet. 

    Enttäuscht wurde ich nicht, das Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. 

    Das Cover spricht mich schon sehr an.Vorallem das Schiff gefällt mir sehr. 

    Molly,Hannah und die anderen Frauen auf der "Lady Juliana" wurden gut beschrieben und ich habe sie schnell ins Herz geschlossen und an ihrem Schicksal auf der Überfahrt teilgenommen.

    Auch der Schreibstil sagte mir zu.

    Nun bin ich auf den Folgeband gespannt 

  3. Cover des Buches Apocalypse Now Now - Schatten über Cape Town (ISBN: 9783596034987)
    Charlie Human

    Apocalypse Now Now - Schatten über Cape Town

     (55)
    Aktuelle Rezension von: theatermensch
    Man muss sich am Anfang etwas rein lesen und mit den Charakteren warm werden. Baxter ist nicht gerade sympathisch,  aber nach einer Zeit findet man gut rein und die abgedrehten Charaktere werden sympathisch. Der Schreibstil ist gut, die Geschichte genial. Sie lässt sich leicht und gut lesen. 
    Werde auf jeden fall noch die beiden anderen Bände lesen.
  4. Cover des Buches Das Apartment (ISBN: 9783453438880)
    S.L. Grey

    Das Apartment

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Prinzesschn

    Ein Haustausch, der in einem Desaster endet. Eigentlich wollte das junge Paar den Aufenthalt in ihrer Traumstadt nutzen, um das Trauma eines kürzlichen Einbruchs zu überwinden. Da die beiden jedoch kein Geld hatten, entschieden sie sich für einen Haustausch mit einem Paar aus Paris. Auf den Fotos wirkten sowohl das Paar als auch das Apartment nett und schienen perfekt. Doch als die beiden ankommen, ist alles anders als zunächst gedacht.

    Die Geschichte wird aus der Perspektive von Mark und Steph erzählt. Dabei bekommt der Leser zwar Einblicke in deren Gefühls- und Gedankenwelt, jedoch half mir das persönlich nicht, um eine Bindung zu beiden aufzubauen. Sie blieben flache Charaktere, die oft nicht nachvollziehbar handelten.

    Ich konnte den Geschehnissen leider kaum folgen, da nicht nur die Gedanken der beiden ständig wirr sprangen, sondern auch die Zeiten nicht klar abgegrenzt, verschwammen und somit immer undurchsichtiger wurden.
    Wäre dies gut umgesetzt worden, wäre ich von einem Atmosphäre schaffenden Stilmittel ausgegangen. Doch in diesem Fall durchsprach es ständig den Lesefluss und nahm mir irgendwann auch komplett die Lust, der Geschichte weiter folgen zu wollen.
    Ebenso wurden die Geschehnisse und Handlungen für mich so undurchsichtig, dass ich am Ende nicht wirklich sagen kann, was eigentlich passiert ist.

    Das Ende war daher überraschend, aber nicht, weil der Autor den Leser auf die falsche Fährte lockte, sondern weil er es ihm unmöglich machte, überhaupt folgen zu können.

    Für mich leider ein Reinfall.


  5. Cover des Buches Cape Town Kisses (ISBN: 9781503954335)
    Lotte Römer

    Cape Town Kisses

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Angela Riley Hat unheilbaren Krebs und macht dich auf den Weg nach Südafrika um den Vater ihres Sohnes zu finden, mit dem sie vor 13 Jahren eine sehr kurze Affäre hatte, damit der sIch nach ihrem Tod um den Jungen kümmern kann. Angela kann den Vater von Jasper nicht finden, dafür aber ihre große Liebe, George van Staal. Die beiden erleben drei wundervolle Tage im afrikanischen Busch. Leider spricht George nicht über seine Gefühle da er eine Riesenenttäuschung hinter sich hat, und Angela möchte ihm eine Liebe ohne Zukunft und die anschließende Trauer nicht zumuten. Sie reist, ohne sich zu verabschieden ab und läßt George ohne Erklärung zurück, der die Welt nicht mehr versteht.

    Nach langem Zögern fliegt er nach London zu Angela um nach dem „WARUM“ zu fragen, das er dann schmerzlich erkennen muß. George bleibt in London, denn er möchte bei seiner großen Liebe bleiben, bis zum bitteren Ende.

    Eine anrührende, gefühlvolle Liebesgeschichte mit dem Flair von Afrika …

  6. Cover des Buches Als ich unsichtbar war (ISBN: 9783404603565)
    Martin Pistorius

    Als ich unsichtbar war

     (142)
    Aktuelle Rezension von: mesunshine

    Gefangen in seinem eigenem Körper. Der Geist und die Seele wacher und klarer als je zuvor. Du bist eingesperrt, niemand hört dich, doch du hörst und verstehst jedes Wort. Verzweiflung pur. 

    Martin Pistorius erzählt uns seine unfassbare Lebensgeschichte und gibt Einblicke seiner Verzweiflung, seiner Hoffnung und der Herausforderungen denen er sich stellen musste. Ein echter Held, wie er sich zurück ins Leben kämpft. Totale Gänsehaut Momente. 

    Dieses Buch hat mich emotional sehr mitgenommen und mir wieder einmal bewusst gemacht wie glücklich ich und die anderen "gesunden" Menschen sich schätzen können. 

    Was ich auch total bemerkenswert und unfassbar zugleich finde, ist die Tatsache das unser Gesundheitssystem, so gut es auch anscheinend sein mag, Lücken vorweist und oftmals vor Ratlosigkeit steht. 

    Nichts ist unmöglich, wo Hoffnung und ein fester Willen besteht. Ich ziehe meinen Hut vor diesem Man und bedanke mich für dieses Leseerlebnis. 

  7. Cover des Buches Ein Jahr für die Liebe (ISBN: 9783280056080)
    Yvonne Eisenring

    Ein Jahr für die Liebe

     (31)
    Aktuelle Rezension von: variety
    Die Autorin reist um die Welt und lernt x Männer (etwas) kennen. Sie wirkt dabei für mich etwas gehetzt und verbissen. Das erleichtert das Finden des Richtigen wohl auch nicht gerade...!
    Nach der fünften Station wiederholen sich ihre Aussagen und der Lesegenuss beschränkt sich auf einzelne humorvolle Passagen. Ansonsten habe ich mich gefragt: Für wen (ausser für sich!) hat sie dieses Buch geschrieben?
  8. Cover des Buches Moxyland (ISBN: 9783499259692)
    Lauren Beukes

    Moxyland

     (18)
    Aktuelle Rezension von: letusreadsomebooks

    Kapstadt, Südafrika, in der nahen Zukunft. Der Fotografin Kendra wurden Nanobots in den Körper injiziert, sodass sie nun als lebende Werbung für eine bekannte Getränkemarke dient. Toby, ein selbstverliebter Videoblogger, verkehrt in seltsamen Kreisen und wird zu einem gefährlichen Spiel überredet. Lerato ist Programmiererin und nutzt ihre Fähigkeiten für fragwürdige Widerstandsbewegungen, welche von Tendeka angeführt werden, um gegen die totalitäre Regierung aufzubegehren.

    Die vier Protagonisten sind leider größtenteils unsympathisch gestaltet. Toby und Tendeka sind schreckliche Menschen, ich habe regelrechte Abneigung ihnen gegenüber empfunden und meinetwegen hätten sie in der Hölle verrotten können. Mitleid hatte ich mit beiden nicht ein einziges Mal. Die zwei Damen Kendra und Lerato sind…sagen wir mal, okay. Mit ihnen konnte ich noch ein bisschen mehr mitfiebern, aber eine richtige Verbindung konnte ich auch zu ihnen nicht aufbauen. Sprachlich ist der Roman recht schlicht gehalten, mit ausreichend Umgangssprache und Slangwörtern gespickt, ebenso mit Begriffen des futuristischen Kapstadts. Hierzu gibt es glücklicherweise eine Liste mit Erläuterungen, sodass man nicht nur Bahnhof versteht.

    Die Welt, die Beukes hier kreiert hat, finde ich sehr interessant und gelungen. Besonders die Ideen der lebenden, wandelnden Werbung sowie der totalen Kontrolle und Smartphone-Dependenz haben mir gut gefallen und klingen ehrlich gesagt gar nicht so unrealistisch. Ebenfalls eindrucksvoll fand ich die Schilderung der Polizeigewalt, welche leider auf Tatsachen beruht. Hierzu gibt Beukes in ihrem wirklich aufschlussreichen Nachwort einige Erklärungen:

    Natürlich entstand Moxyland auch durch das Erbe der Apartheid: die willkürlichen und künstlich herbeigeführten Grenzen zwischen Menschen, das Passsystem und die heimtückische Staatspolizei – eine Geheimorganisation, die mit der Stasi mithalten konnte und Aktivisten-Organisationen infiltrierte, Waterboarding anwandte, um „Geständnisse“ zu erzwingen, Unruhestifter aus Fenstern im fünften Stock warf oder sie mit Briefbomben in die Luft jagte, chemische Kampfführung und teuflische biologische Experimente einsetzte.

    Dennoch hat sich für mich alles etwas unvollständig angefühlt. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich den Protagonisten nicht wirklich näher kam. Der Roman kam mir eher vor wie eine Szene oder ein Fragment eines Ganzen. Irgendetwas hat gefehlt. Es war zwar inhaltlich wirklich interessant, konnte mich aber einfach nicht fesseln und überzeugen.

    Lauren Beukes Moxyland ist eine nette Dystopie, die mich ganz gut unterhalten konnte. Es war spannend, mal in so eine ganz andere Welt abzutauchen – südafrikanische Zukunftsszenarien gibt es nicht so häufig. Trotz alledem konnte mich der Roman nicht nachhaltig beeindrucken; die Charaktere bleiben blass und unnahbar und die Ereignisse wirken aus dem Zusammenhang gerissen. Ich habe das Gefühl, dass es ein besserer Roman hätte werden können, wenn Beukes 200 Seiten mehr geschrieben hätte, und alles besser in ein großes Ganzes hätte verweben können.

    Die Sache ist die: Alles ist möglich, besonders wenn wir bereit sind, unsere Rechte um der Bequemlichkeit oder einer Illusion von Sicherheit willen zu verkaufen. Unsere eigene, strahlend helle Dystopie ist immer nur ein totalitäres Regime entfernt.

  9. Cover des Buches Memory Wall (ISBN: 9783442715541)
    Anthony Doerr

    Memory Wall

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Orisha

    Alma Konachek hat Alzheimer. Nach und nach vergisst sie und verliert ihre Erinnerungen - jene an ihren Mann Harold, an ihr Ehe, an ihr Leben. Um diesem vorzubeugen, hat sich Alma schon vor Jahren an eine Gedächtnisklinik gewandt, mit deren Hilfe sie ihre Erinnerungen auf Kassetten zu konservieren sucht. Es sind Momentaufnahmen ihres Lebens, Einblicke und Augenblicke - nicht mehr, nicht weniger. Unterstützt wird sie dabei von Pheko, ihrem Haushälter. Doch die Zeit ist grausam und holt sich Almas Erinnerungen nach und nach. Und dann gibt es da noch Roger und Luvo, die nach einer ganz bestimmten Erinnerung Almas suchen.

    Anthony Doerrs "Memory Wall" ist ein kurzweiliges, dünnes Büchlein, das danach fragt, was unser Leben ist, wenn man keine Erinnerung mehr an selbiges hat. Eine interessante Frage, die sicher nicht einfach zu beantworten ist und die Doerr für mich auch nur unzureichend bedient. Denn er erzählt die Geschichte aus Almas Perspektive - die ja nun keine Erinnerungen mehr hat - und aus dem Blickwinkel, der drei Männer (Roger, Luvo und Pheko), die allesamt eine Außenperspektive einnehmen. Dadurch baut sich kein vollkommenes Bild auf - auch weil man nur Fragmente aus Almas Leben wiedergegeben bekommt. Aber diese Lückenhaftigkeit der Erinnerungen ist wiederum gut nachvollziehbar - weil man als LeserIn eben in dieselbe Situation versetzt wird, in der Alma steckt und dieser Kniff ist schon etwas besonderes. 

    Kurzum: Ein interessanter Ansatz, aber eben auch etwas experimentell, muss man mögen - mir war es zu wenig, daher entscheidet selbst.

  10. Cover des Buches Sommerlügen (ISBN: 9783257241693)
    Bernhard Schlink

    Sommerlügen

     (114)
    Aktuelle Rezension von: cosima73

    Wovor fürchten wir uns, wenn wir eine Beziehung eingehen? Was erwartet der andere Mensch von uns und sind wir diesen Erwartungen gewachsen? Wie viel von mir kann ich preisgeben, was ist wahr, was Lüge und wieviel von beidem mag es leiden, braucht es gar? Was, wenn sich einer von beiden plötzlich ändert, sind wir dann doch noch die gleichen oder andere geworden? Und wie gehen wir mit diesem anders sein um? Was erhoffen wir uns von einer Beziehung? Für uns? Von anderen? Was macht unsere Beziehung überhaupt aus? Werden wir dem gerecht?


    „Alles Glück will Ewigkeit? Wie alle Lust? Nein, dachte er, es will Stetigkeit. Es will in die Zukunft dauern und schon das Glück der Vergangenheit gewesen sein.“


    Bernhard Schlink geht den menschlichen Beziehungen nach, erzählt Geschichten von Menschen, die lieben, geliebt werden, geliebt haben, mit der LIebe hadern oder sich mit ihr arrangiert haben. Er erzählt von den Schwierigkeiten des Anfangens mit all seinen Ängsten und Zweifeln, von den Herausforderungen des Beziehungsalltags und auch von den Komplikationen, wenn zwei Menschen mit unterschiedlichen Wünschen und Zielen aufeinandertreffen.



    „Ich hatte mir unsere Ehe anders vorgestellt, aber anders ging es anscheinend nicht, und so habe ich mich mit dem eingerichtet, was ging.“


    Entstanden ist ein Buch, das einen klaren Blick auf die menschlichen Sehnsüchte, Ängste, Hoffnungen und Abgründe bietet. „Sommerlügen“ umfasst sieben Erzählungen, die einen von der ersten Zeile packen und nicht mehr loslassen, die einen zum Mitfühlen und Nachdenken anregen. Es bleibt nicht aus, dass man beim Lesen die eigene Haltung in den erzählten Situationen überlegt, die eigenen Vorstellungen, Ängste, Hoffnungen hinterfragt, das eigene Leben und Denken in die Waagschale wirft.

    Fazit:
    Ein grossartiges und zutiefst menschliches Buch, welches einen von der ersten Seite packt und nicht mehr loslässt, das zum Mitfühlen und Nachdenken anregt. Sehr empfehlenswert.

  11. Cover des Buches Der Atem des Jägers (ISBN: 9783746630526)
    Deon Meyer

    Der Atem des Jägers

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Auf Empfehlung las ich diesen Thriller (erster Band der Bennie Griessel-Reihe) des südafrikanischen Autors Deon Meyer.

     In „Der Atem des Jägers“ werden drei Protagonisten und drei Handlungsstränge parallel entwickelt: Die Lebensgeschichte der Prostituierten Christine, Arbeit und Leben des alkoholabhängigen Polizei-Inspektors Bennie Griessel und die Tätigkeit von Tholeba, einem ehemaligen Auftragskiller und Angehörigen der Xhosa, der nun als Rächer unterwegs ist, um ungesühnte Verbrechen an Kindern in Selbstjustiz zu verfolgen.

    Griessels Aufgabe ist es, den Mörder, der mit einer traditionellen afrikanischen Waffe mordet, zu finden.

    Alle drei Handlungsstränge werden am Ende zusammengeführt (spannend!) und viele offene Fragen, die sich durch das gesamte Werk ziehen, finden auf den letzten dreißig Seiten die Antwort.

    Schauplatz ist zunächst Kapstadt und im weiteren Verlauf des Thrillers ganz Südafrika.

    Wer, wie ich, mit diesem Land nicht vertraut ist, benötigt hin und wieder eine Karte, um die geografischen Gegebenheiten nachvollziehen zu können.

    Zunächst hatte ich Schwierigkeiten, die sehr häufig wechselnden Perspektiven zu differenzieren. Die Sprünge, die mehrfach innerhalb der Kapitel stattfinden, sind nicht einmal optisch klar differenziert. Viele Seiten widmen sich zudem den Lebensgeschichten und persönlichen Problemen der Protagonisten. Das geht in der ersten Hälfte eindeutig zu Lasten der Spannung. Die stellte sich für mich erst im letzten Drittel des Buches ein.

    Sprachlich gibt es nichts auszusetzen: Die Beschreibungen sind plastisch, die Protagonisten nehmen vor dem inneren Auge Profil an, ihre Gefühlswelt wird nachvollziehbar geschildert. Auch die Übersetzung (aus dem Englischen, Originalsprache ist aber Afrikaans) ist sehr gelungen und unterstützt den südafrikanischen Eindruck.

    Ich habe hier einen Thriller gelesen, der das moderne Südafrika porträtiert, die verschiedenen Ethnien in den Blick nimmt und immer ganz authentisch bleibt. Auch das Grundthema des Buches ist passend zum Land gewählt und mit einem intelligenten Plot ausgestattet. Durch die Lektüre ist mir Südafrika ein ganzes Stück bekannter geworden.

    Zwar stand ich während der Lektüre kurz vor dem Abbruch, bin aber nun froh, den Thriller beendet zu haben, der seine Stärke erst gegen Ende voll ausspielt. Nun bin ich tatsächlich neugierig, wie sich die Figur des Bennie Griessel in den nachfolgenden Bänden entwickeln wird.

    Von mir gibt es vier Sterne und eine Lese-Empfehlung für alle Thriller-Fans, die ihren Horizont in Richtung Afrika erweitern möchten. Durchhalten wird belohnt!

  12. Cover des Buches Cobra (ISBN: 9783746631943)
    Deon Meyer

    Cobra

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Bennie Griessel, Ermittler bei der südafrikanischen Elite-Polizeieinheit, wird in diesem Fall mit einer besonders heiklen Aufgabe betraut: Ein ausländischer Wissenschaftler ist offenbar entführt worden, drei seiner Personenschützer werden erschossen aufgefunden. Alle Patronenhülsen sind mit einem Schlangenkopf  („Cobra“) verziert. Der Fall ist besonders heikel, da die politischen Interessen mehrerer Länder berührt werden und der südafrikanische Geheimdienst den Fall an sich ziehen möchte. Griessel und seine Kolleg:innen ermitteln dennoch…

    In diesem Roman wird ein paralleler Handlungsstrang um den jungen Taschendieb Tyrone und seine Schwester entwickelt. In rascher Abfolge wechseln die Erzählperspektiven. Meiner Meinung nach ist es Deon Meyer gut gelungen, beide Stränge spannend und verstehbar zu erzählen, bis am Ende für den Showdown beide Perspektiven zusammengeführt werden.

    Wieder einmal bin ich beeindruckt, wie viel „Südafrika“ in Deon Meyers Krimi steckt. Land, Leute und Mentalität werden gekonnt eingearbeitet und mit großer Kenntnis und Beobachtungsgabe beteiligt. Neben aller Spannung (die in diesem Band zunehmend steigt!) werden die Leser gedanklich mit nach Kapstadt genommen und unternehmen einen Kurztrip in dieses ganz besondere Land.

     Ich bewerte mit fünf Sternen und gebe eine klare Leseempfehlung ab.

    In der passenden Reihenfolge gelesen, kann man die Entwicklung des Ermittlers Bennie Griessel am besten nachvollziehen, verstehbar ist der Fall aber auch ohne die Vorgänger.

  13. Cover des Buches Dreizehn Stunden (ISBN: 9783746630496)
    Deon Meyer

    Dreizehn Stunden

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Mary2

    Teil 2 der Reihe „Bennie Griessel“

     Dreizehn Stunden Zeit hat Inspector Bennie Griessel, um zwei Mordfälle in Kapstadt aufzuklären und um sein Leben wieder in geordnete Bahnen zurück zu bringen.

     

    Eine junge amerikanische Touristin wird ermordet aufgefunden, ihre Reisebegleiterin ist auf der Flucht, da auch sie in Lebensgefahr schwebt. Der Polizei kann sie sich nicht anvertrauen.

    Ein Musikmanager wird erschossen, womöglich von seiner eigenen Ehefrau, einer ehemals bekannten Sängerin. Aber hier stimmt etwas nicht…

     

    Genügend Stoff also, um einen über 400 Seiten starken Thriller zu füllen.

    Die Schauplätze wechseln fortwährend, da der Autor die Kapitel in Zeitabschnitte eingeteilt hat und die gleichzeitig stattfindenden Ereignisse parallel entwickelt. Mehrere Ermittler-Teams sind im Einsatz, Griessel soll seinen jungen Kollegen unter die Arme greifen.

    Der enorme Zeitdruck, unter dem Inspector Bennie Griessel steht, wird dadurch hervorragend abgebildet, ebenso die atemlose Flucht der jungen Amerikanerin. Das Erzähltempo bleibt stets sehr hoch. Allerdings gibt es so viele Handlungsträger, dass der Überblick schnell verlorengeht. Hier ist Konzentration gefragt.

     

    Besonders gut hat mir das südafrikanische Setting gefallen. Tolle Einblicke gibt es in die verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die auch in der Polizei vertreten sind, ihre typischen sprachlichen Erkennungsmerkmale und Traditionen. Ein Glossar ist hilfreich zur Entschlüsselung der Textpassagen auf Afrikaans.

     

    Daneben gibt es auch eine angemessene Menge an persönlichen Details aus dem Leben des Ermittlers. Hier wird gerade so viel verraten, dass die Lust auf den nächsten Band der Reihe geweckt wird.

     

    Bis zum Schluss kann der Leser mitraten, um sich dann doch von einer ganz anderen Variante überraschen zu lassen.

    Sehr solide Unterhaltung, von einem Kenner des Landes geschrieben.

    Lesenswert und spannend!

  14. Cover des Buches Das Herz des Jägers (ISBN: 9783746630519)
    Deon Meyer

    Das Herz des Jägers

     (47)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    'Er fragte sich, ob es Hoffnung gab. Für Afrika. Für dieses Land.' Inhalt: Ein ehemals hochrangiger Mitarbeiter des Geheimdienstes, Johnny Kleintjes, befindet sich in der Gewalt von Kidnappern, die sich mit Kleintjes' Tochter Monica in Verbindung setzen und von ihr - unter Androhung der Tötung des Vaters - die Auslieferung einer Festplatte verlangen. Sie bittet daraufhin Thobela 'Tiny' Mpayipheli um Hilfe, der ein alter Freund ihres Vaters ist und in Ehrenschuld bei ihm steht. Thobela, der seine kriminelle Vergangenheit hinter sich gelassen hat und nun mit Miriam und ihrem Sohn ein friedliches und geordnetes Leben führt, macht sich daraufhin auf den Weg nach Lusaka, wo er binnen 72 Stunden die Festplatte übergeben soll, um Johnny Kleintjes zu retten. Doch dann wird der Geheimdienst auf Thobela angesetzt und eine Jagd durch den Süden Afrikas beginnt. Mein Eindruck: 'Das Herz des Jägers' ist mein drittes Buch von Deon Meyer und meiner Meinung nach das bisher beste. Die Protagonisten sind - wie bereits in 'Der traurige Polizist' und 'Tod vor Morgengrauen' - hervorragend charakterisiert, wirken lebendig, überzeugend und realistisch. Thobela ist dabei trotz seiner kriminellen Vergangenheit ein Sympathieträger, mit dem man mitleidet und dessen Geschichte mich sehr bewegt hat. Insgesamt ist Deon Meyer ein spannender Roman gelungen, der von der ersten bis zur letzten Seite begeistert und fesselt. Dabei ist 'Das Herz des Jägers' nicht nur ein gut konstruierter Thriller, sondern bietet auch interessante Einblicke in die südafrikanische Geschichte während und nach der Apartheid. Mein Resümee: Sehr empfehlenswert. Ein spannender Thriller, der dem Leser zudem einen Einblick in südafrikanische Politik ermöglicht.
  15. Cover des Buches Blutsbräute (ISBN: 9783442368310)
    Margie Orford

    Blutsbräute

     (134)
    Aktuelle Rezension von: Engelmel

    Die Ermittlungen von Profilerin dr. Clare Hart werden anschaulich, für meinen Begriff jedoch nicht spannend dargestellt. Die Beschreibung der Taten und des Täters sind besser gelungen und erzeugen so die nötige Spannung, die dafür sorgt, das Buch nicht nach den ersten Kapiteln fortzulegen. Denn gerade am Anfang konnte mich die Geschichte nur wenig fesseln, sodass ich mit zusammengebissenen Zähnen mich hindurch gequält habe ... erst nach ca der Hälfte wurde es etwas besser zu lesen, auch weil man dann mehr in der Geschichte drin war.

    ​Das Geschehen umzu hätte ich mir mehr/besser umschrieben gewünscht, gerade im Hinblick auf Menschenhandel, Prostitution - gerade auch aufgrund der Tatsache, dass dies Buch in Kapstadt spielt. Auch eine bessere Umschreibung der Orte wäre schöner gewesen.

    ​Mein Fazit: Für meinen "Geschmack" zu leichtsinnig geschrieben, keine genaueren Beschreibungen der Umstände, fehlende Spannung - ein Buch welches ich nicht nochmal lesen würde, jedoch für diejenigen, die in dieses Genre einsteigen möchten gut geeignet ist

  16. Cover des Buches Die Feuerreiter Seiner Majestät 04 (ISBN: 9783442265725)
    Naomi Novik

    Die Feuerreiter Seiner Majestät 04

     (153)
    Aktuelle Rezension von: Roman-Tipps

    „Drachenglanz“ von Naomi Novik ist der 4. Band der Drachenfantasy-Reihe „Die Feuerreiter Seiner Majestät“ mit dem mutigen Drachen Temeraire und seinem loyalen Kapitän Will Laurence. Zugleich ist es, wie ich durch Weiterlesen mittlerweile weiß, gemeinsam mit dem 5. Band „Drachenwacht“ eines der emotionalsten Geschichten dieser fantastischen Reihe. Und es ist ebenso das erste Buch, welches ich in einer gemeinsamen Leserunde mit Petrissa von Morgenwald und Laura gelesen habe, was sehr viel Spaß gemacht hat. ^^

     

    Eine unbekannte Seuche…

     

    Das vierte Abenteuer beginnt gleich rasant: Temeraire, Laurence, ihre Mannschaft und die Wilddrachen zusammen mit Tharkay sind gerade auf dem Weg zurück nach Britannien, als sie von französischen Drachen angegriffen werden – doch sie erhalten merkwürdigerweise keine Hilfe von den britischen Drachen, die eigentlich an der Küste Patrouille fliegen sollten. Was dahinter steckt, trifft sie bitter: Eine schreckliche, unbekannte und tödliche Seuche ist bei den Drachen ausgebrochen – und die Drachen sterben qualvoll, während alle Versuche, diese Seuche zu bekämpfen, kläglich gescheitert sind. Noch dazu müssen sie diese Schwäche vor den Franzosen geheim halten, denn nie wäre es für Frankreich günstiger gewesen als nun eine Invasion zu starten, denn ohne die Drachen ist England hilflos gegenüber den französischen Drachen. Durch Zufall eröffnet sich jedoch eine letzte Chance: In Afrika könnte es ein Heilmittel gegen die Drachenkrankheit geben. Laurence, Temeraire und ihre Formation, u. a. bestehend aus dem Königskupfer-Drachen Maximus und dem Säurespucker Lily sowie deren Kapitäne, begeben sich, wieder mit Hilfe des Drachentransporters Allegiance, nach Afrika. Dort warten jedoch viele und unterschiedliche Gefahren auf sie.


    Spannung bis zum bitteren Ende

     

    Ich kann mich eigentlich nur wiederholen, denn „Drachenglanz“ hat alle positiven Aspekte, die auch schon die vorherigen Bände aufweisen: Eine spannende Drachenfantasy-Geschichte mit einem realen geschichtlichen Hintergrund und ganz wundervollen Charakteren. So viele Spannungspunkte, dass dazwischen kaum eine Pause bleibt. Eine richtig schöne Atmosphäre. Ein sachlicher, geschickter Schreibstil, in dem oft ein herrlich trockener Humor durchflackert. Dabei spricht Naomi Novik auch Probleme dieser Zeit an, wie z. B. den Sklavenhandel. Mit hervorragendem Detailwissen erschafft sie ein glaubhaftes Bild dieser Zeit und der Länder. Es gibt ruhige Szenen, actionreiche Szenen, humorvolle Szenen. Dabei wird es diesmal auch richtig dramatisch und emotional. Mehrfach hatte ich Tränen in den Augen vor Angst um die Drachen, die an dieser grauenerregenden Seuche leiden, denn das alles ist so unglaublich bewegend geschrieben – und es könnte jeden von ihnen treffen.

    In Afrika kommt es zu einigen Schwierigkeiten: Die verzweifelte Suche nach dem Heilmittel zehrt an ihren Nerven, die Situation ist wegen des Sklavenhandels äußerst gespannt, Probleme mit Wildtieren, besonders Wilddrachen, und eine Entführung sorgen dafür, dass ihre Mission nicht einfach zu bewältigen wird und man als Leser kaum eine Pause zum Durchatmen bekommt – ich konnte vor Spannung das Buch nicht mehr aus der Hand legen!

     

    Ein Wiedersehen mit den Charakteren

     

    Natürlich spielt der geniale schwarze Himmelsdrache Temeraire mit seinem ruhigen und ehrenvollen Kapitän Will Laurence mit. Wie bereits geschrieben, so trifft man hier u. a. wieder auf den gewaltigen Königskupfer-Drachen Maximus und dem Säurespucker Lily sowie auch deren Kapitäne Berkley und Harcourt. Auch Tharkay und die Wilddrachen spielen zum Teil eine Rolle, ebenso wie Granby mit seiner kratzbürstigen und widerspenstigen Drachin Iskierka, die für nicht wenige lustige Szenen sorgt, aber auch regelrecht zum Wahnsinn bringen kann – ganz besonders den armen Granby. Aber in „Drachenglanz“ kann man sich auch noch auf weitere neue Charaktere freuen, die vielleicht sogar ein fester Teil der nachfolgenden Bände werden…

    In diesem Band bekommt man zum ersten Mal auch die Intelligenz der anderen Drachen deutlich mit, die sich alle gerne in eine Diskussion über mathematische Themen stürzen. Aber auch später, wenn sie untereinander einen Plan entwerfen, ohne die Hilfe ihrer Kapitäne, und dabei ihre jeweiligen Fähigkeiten entsprechend einsetzen.

     


    „So werden also Kriege geführt.“
    „Nein“, entgegnete sie müde. „So werden sie gewonnen.“


     

    (S. 455, „Drachenglanz“ von Naomi Novik, Blanvalet Verlag)

     


    Das Ende von „Drachenglanz“ ist unglaublich traurig, emotional und bitter. Die Fragen werden zwar alle geklärt, aber die Zukunft von Laurence und Temeraire steht mehr als schlecht. Was auf den letzten ca. 50 Seiten passierte, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Laurence und Temeraire müssen eine folgenschwere Entscheidung treffen, die nicht nur ihr Leben, sondern den Krieg zwischen England und Frankreich betrifft. Zwar musste ich dieses Ende erst mal verdauen, wirken lassen, fand aber einfach keine Ruhe, weil ich unbedingt wissen musste, wie es für die beiden und alle anderen Charaktere weitergeht. Deshalb habe ich „Drachenwacht“, die Fortsetzung, sofort danach angefangen. Aber dazu mehr in der nächsten Rezension. ^^

     

    Fazit:

    „Drachenglanz“ verspricht eine pausenlose Spannung – es wird witzig, actionreich, emotional und unglaublich nervenaufreibend. Bis jetzt der dramatischste Band der Feuerreiter-Reihe. Für mich wurde es ein geniales Highlight – mit einem Ende, welches mich regelrecht schocken konnte und mich mit Angst um Temeraire und Laurence zurückließ.

  17. Cover des Buches Schande (ISBN: 9783596509515)
    J.M. Coetzee

    Schande

     (210)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    J.M. Coetzee ist ein Autor aus Südafrika und war mir bisher nicht so bekannt. Obwohl er schon den Nobelpreis für Literatur bekommen hat und 2 x den Booker Preis. Er lebt seit 2002 in Australien und ist bereits im hohen Alter von 80 Jahren.

    In seinem Roman "Schande" hat er einen Literaturprofessor angesiedelt, der nach 2 gescheiterten Ehen immer noch stark dem weiblichen Geschlecht zugewandt ist. David Lurie beginnt eine Affäre mit einer Studentin, die vom Alter her seine Tochter sein könnte. Nachdem die Geschichte ans Licht kommt fällt er in Ungnade bei seiner Universität. Er flieht zu seiner Tochter, die auf einer einsamen Farm lebt.

    Lucy lebt ein so ganz anderes Leben als das, was sein Vater kennt. Sie versucht auf einem entlegenen Stück Land eine kleine Farm aufzubauen. Dort kümmert sie sich um Hunde. Anfangs scheint es, als könne Lucys Leben ihrem Vater einen neuen und natürliche Rhythmus und Halt geben. Dann aber geschieht etwas, womit Vater und Tochter nicht gerechnet haben. Sie werden überfallen. Die Folgen werden die Beiden erst einmal aus der Bahn werfen. Konflikte und Meinungsverschiedenheiten kommen immer mehr zu Tage. Dabei greift der Autor auch das Thema Apartheit auf.

    Er schreibt schon sehr intellektuell, das hat er auch in der Rolle des Professors ausgelebt. Sehr düster beschreibt er die Atmosphäre auf dieser Farm. Da gruselt es einem schon ein wenig beim Lesen. Immer wieder möchte man auch Lucy durchschütteln und ihr sagen, was musst Du hier alleine leben?

    Der Autor Coetzee hat Südafrika den Rücken gekehrt vor vielen Jahren. Man hat hier nicht den Eindruck er rechne mit den "Schwarzen" ab, sondern er beschreibt hier eher das Versagen der "Weißen" in diesem Land. Um einen Einblick in das Leben in Südafrika zu bekommen, dem kann ich nur sagen, er sollte das nicht so umfangreiche Buch unbedingt lesen.

  18. Cover des Buches Die geheimen Talente des Piet Barol (ISBN: 9783570101360)
    Richard Mason

    Die geheimen Talente des Piet Barol

     (31)
    Aktuelle Rezension von: HeinrichHuch

  19. Cover des Buches Todestanz (ISBN: 9783442379514)
    Margie Orford

    Todestanz

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Franziska_Maul

    Ich konnte mich leider nicht in die Protagonisten, sowie die Geschichte hineinversetzen. Ich habe das Ende nicht so ganz verstanden und die Gründe der Handlungen waren mir nicht ganz klar. Teilweise war das Buch echt spannend, aber im Großen und Ganzen hat das alles für mich nicht zusammengepasst.

  20. Cover des Buches Weißer Schatten (ISBN: 9783746630915)
    Deon Meyer

    Weißer Schatten

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound
    Lemmer, ein wortkarger und eigenbrötlerischer Personenschützer, hat einen neuen Auftrag. Die weiße Südafrikanerin Emma fühlt sich nicht mehr sicher und sucht den Schutz Lemmers. 

    Emmas Bruder ist von 20 Jahren verschwunden. Nun hat Emma im Fernsehen ein Bild von einem Mann gesehen, der einen mehrfachen Mord begangen haben soll, aber ihrem Bruder auch sehr ähnlich sieht. Emma muss einfach herausfinden, ob der Gesuchte gleichzeitig auch ihr verschollen und tot geglaubter Bruder ist. 

    Ein paar Tage vor ihrer Abreise nach den Spuren ihres Bruders wird Emma in ihrem Haus überfallen und bekommt einen merkwürdigen Anruf. Deshalb soll Lemmer sie nun auf ihre Reise begleiten.

    Lemmer seinerseits nimmt Emma nicht wirklich ernst und wird auf ihrer Reise schnell eines Besseren belehrt...


    "Ich glaube nicht an Gerechtigkeit, aber an Rache."


    Deon Meyer lässt seine Leser tief ins Herz Südafrikas eintauchen. Wir lernen nicht nur das Land mit seinen wunderschönen Landschaften und den wilden Tieren kennen, sondern lernen durch die Charaktere auch viel über die Mentalität der Südafrikaner. Immer noch gefangen in den Nachwirkungen der Apartheit stecken die Menschen in alten Rollenverteilungen und Vorurteilungen fest. Nur schwerlich können diese überwunden werden, was wohl noch viele Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird. Dies alles stellt der Auto sehr anschaulich dar.

    Die Charaktere sind gut gezeichnet, egal ob es sich um den wortkargen Bodyguard mit der dunklen Vergangenheit oder aber die erfolgreiche, aber einsame und verzweifelte junge Frau handelt.

    Die Spannung baut sich nach und nach auf, wobei dieses Buch für mich eher ein Krimi denn ein Thriller ist. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.


    Für mich, die Afrika liebt, ein tolles Buch, welches mir sehr viel Unterhaltung beim Lesen gebracht hat.


  21. Cover des Buches Der Todeskurier (ISBN: 9783426503539)
    Ava McCarthy

    Der Todeskurier

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Carol-Grayson
    AVA MCCARTHY versteht es hervorragend, den Leser von Beginn an in eine actionreiche Story zu verwickeln: Henrietta Martinez, kurz „Harry“, erhält einen recht merkwürdigen Auftrag, der ihre Qualitäten als PC-und Tresor-Spezialistin erfordert. Es geht um die Scheidung ihrer Klientin Beth Oliver, die aus dem Tresor ihres gewalttätigen Mannes dessen Laptop benötigt, um an wichtige Informationen zu kommen. Doch stattdessen verschwinden aus dem Safe wertvolle Diamanten und ein Toter liegt davor: Beths Ehemann. Und Beth selbst ist verschwunden! Harry hat ihre liebe Not, ihre eigene Unschuld gegenüber der Polizei zu beweisen und stellt daher selbst Ermittlungen an, die sie auf ein Gestüt nahe Dublin führen ebenso wie nach Südafrika. Und die ganze Zeit wird sie von einem Mörder verfolgt! Die Autorin entwickelt eine komplexe Geschichte um Diamantenhandel und dessen blutige Spuren. Ein zweiter Handlungsstrang in dem Roman beschäftigt sich mit dem Leben des Südafrikaners Mani, was zunächst völlig zusammenhanglos erscheint. Erst später führen Harrys Aktionen und der Überlebenskampf des ausgebeuteten Minenarbeiters zusammen und enthüllen ein brutales Geschäft, in dem Menschenleben nichts wert sind. Der Killer und dessen Motive schweben allerdings zunächst im Dunkeln, nur dessen Auftraggeber tritt in Erscheinung. Alle Charaktere bleiben bis auf die clevere Harry undurchsichtig, und die Autorin fügt nach und nach die Puzzlestücke und Informationen zusammen, um dem Leser erst ganz zum Schluss das vollständige Bild zu zeigen. Ein absolut fesselnder Thriller!
  22. Cover des Buches Das Leuchten des Fieberbaums (ISBN: 9783548284101)
    Jennifer McVeigh

    Das Leuchten des Fieberbaums

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee

    3,5 Sterne.

    England, 1880er Jahre: Nach dem Tod ihres Vaters bleibt Frances mittellos und verschmäht von der Londoner Gesellschaft nur der Ausweg, einen entfernten Cousin zu heiraten, der sich in Südafrika als Arzt verdingt. Auf der Überfahrt lernt sie allerdings einen anderen Mann kennen. William Westbrook ist Diamantenhändler und fasziniert Frances mit seiner Unbekümmertheit und Leidenschaft.

    „Das Leuchten des Fieberbaums“ von Jennifer McVeigh entführte mich ins Südafrika der Kolonialzeit. Die Autorin hat dabei vor allem den Diamantenabbau und -handel sowie die Lebensbedingungen von Einwanderern und Einheimischen thematisiert. Dabei werden auch die Spannungen zwischen Engländern und Buren (was gegen Ende des Jahrhunderts zu einem Krieg führte) erwähnt.

    Der Diamantenabbau führte natürlich zu katastrophalen Bedingungen für die schwarzen Arbeiter, Probleme und Krankheiten wurden vertuscht. Auch wenn man sich dies denken kann, hat mich die Beschreibung der damaligen Zeit gut unterhalten und in die Vergangenheit transportiert.

    Im Zentrum der Handlung steht aber die Liebesgeschichte zwischen Frances und William bzw. Frances und dem Arzt Edwin Matthews. Hierbei spielt auch die Entwicklung der Protagonistins eine bedeutende Rolle. In London war sie eine verwöhnte Tochter, in Südafrika muss Frances auf Komfort verzichten und mit anpacken. Dabei wird ihr bewusst, wer sie sein möchte und mit wem sie zusammen sein möchte. Diese Wandlung bzw. Entwicklung gefiel mir sehr gut.

    „Das Leuchten des Fieberbaums“ empfehle ich allen, die gerne an exotische Schauplätze reisen und historische Romane mögen.

  23. Cover des Buches Schwarze Frau, weißes Land (ISBN: 9783426783641)
    Waris Dirie

    Schwarze Frau, weißes Land

     (22)
    Aktuelle Rezension von: ErleseneBuecher
    Es ist das fünfte Buch, welches ich von Frau Dirie lese, und ich muss sagen, es reicht mir langsam. Ich habe nichts Neues erfahren und muss lieber aufpassen, dass mir dieses wirklich wichtige Thema der weiblichen Genitalverstümmelung, für welches Sie ohne Zweifel zu Recht und großartig kämpft, nicht langsam auf den Zeiger geht. Man merkt diesem Buch nur allzu sehr an, dass es nur geschrieben wurde, um Geld einzubringen und natürlich –  wie sie auf fast jeder Seite betont – auf das Thema aufmerksam zu machen. Klar ist die Frage, die mir auch bewusst ist, was soll sie denn machen. Sie merkt die Bücher bringen Geld und Publicity, also warum damit aufhören. Dafür gibt es ja keinen Grund. Aber ich muss damit aufhören, ihre Bücher zu lesen.

    Ich fand das erste Buch “Wüstenblume” noch wirklich faszinierend, aufrüttelnd und erschreckend. Und auch die drei weiteren Bücher fand ich gut und jedes Mal dachte ich, welch starke Frau. Allerdings war es in diesem Buch eher so, und das von Anfang an, dass sie mir unsympathisch und fast ein wenig fanatisch rüberkam. Ihr ist ja auch schon alles passiert und jeder will ihr was Böses. Natürlich ist das schlimm, wenn man andauernd bedroht, entführt oder gestalkt wird, nur sie erwähnt es jedes Mal so nebenbei, dass es eher merkwürdig und nicht nachvollziehbar rüberkommt.

    Aber am Schlimmsten an diesem Buch fand ich ihre ewige Rummeckerei. Es wurde ohne Ende über Europa geschimpft, was die Europäer Afrika in der Kolonialzeit angetan haben und dass sie dem Land jetzt falsch helfen usw. Auch an der Umweltkatastrophe in Afrika ist Europa Schuld und und und. Na klar, versteht mich nicht falsch, sie hat mit vielen wirklich Recht, aber ich habe das Gefühl, dass das Buch eine einzige Anklage ist. Dabei lebt sie in Europa und sie versucht auch immer wieder zu erwähnen, was sie toll findet, aber nichts geht über Afrika. Vor allem trifft sie etliche Pauschalurteile. Z.B. in Europa zählt die Familie nichts und alles ist so einsam und kalt. Na klar, so ist es in Europa. Ich fand es fast eine Frechheit das zu lesen. Ein paar Kapitel weiter, sagt sie, sie bekommt ein Kind, aber dem Vater des Kindes sagt sie es nicht, da sie nicht mit ihm zusammenleben möchte. Ja, aber wo ist denn der so hochgelobte Familiensinn? Der Vater hat doch auch ein Recht auf sein Kind und das Kind auf seinen Vater! Klar treffe ich da jetzt ein Urteil über sie, was ich mir gar nicht anmaßen darf und kann. Das ist richtig. Aber sie macht das über die Europäer auf fast jeder Seite!

    Immerhin ganz unterhaltsam waren die Szenen über den Dreh des Filmes “Wüstenblume”, wobei es natürlich auch da nur um Werbung für den Film ging. Schade, ich bin enttäuscht über dieses Buch und Waris Dirie. Aber nichtsdestotrotz bleibt ihr Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung bewunderns- und unterstützenswert, weshalb ich das Buch auch nicht abbrechen wollte.

    Bewertung: 1 von 5 Punkten

  24. Cover des Buches Kap der Finsternis (ISBN: 9783453434868)
    Roger Smith

    Kap der Finsternis

     (105)
    Aktuelle Rezension von: nati51
    Die Geschichte spielt in Kapstadt, der Stadt in der er lebt. Sie zeigt nicht das Urlaubsparadies, sondern die Kehrseite, die Cape Flats eine Vorortsiedlung von Kapstadt, wo jeden Tag der tägliche Kampf ums Überleben stattfindet.
    Jack Burn, Amerikaner und Spieler, ist mit seiner hochschwangeren Frau Susan und seinem Sohn Matt auf der Flucht und in Kapstadt untergetaucht. Sie werden durch eine spontane Handlung von Gangmitgliedern in ihrem Haus überfallen. Um seine Familie zu retten, bringt Jack Burn die beiden Ganoven um. Er meldet den Überfall nicht der Polizei, sondern lässt die Leichen verschwinden. Der ehemalige Gefängnisinsasse Benny Mongrel, macht seine Beobachtungen vom Nachbargrundstück. Auch der korrupte und skrupellose Inspektor Rudi Bernard zieht seine Schlüsse. Durch eine willkürliche Handlung wird ein Rad der Gewalt in Gang gesetzt und es beginnt eine rasante Jagd.

    Die Atmosphäre ist gut getroffen und wird durch die brutale Ausdrucksweise unterstrichen. Nichts wird beschönigt, sei es der Umgang mit Drogen, Misshandlungen, Vergewaltigungen und Gewalt. Von daher kann ich nur sagen, dies ist kein Buch für zartbesaitete.
    Erschreckend und bedrückend war für mich, dass ein willkürlicher Überfall, ein solchen Strudel von Gewalt nach sich gezogen hat.

    Von der ersten Seite an wird Spannung durch den rasanten Wechsel der Schauplätze und Protagonisten aufgebaut, die über den gesamten Thriller anhält. Es gibt keine Stelle, an der die Geschichte abflacht, somit möchte man das Buch gar nicht aus der Hand legen.

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