Bücher mit dem Tag "karibik"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "karibik" gekennzeichnet haben.

143 Bücher

  1. Cover des Buches Outlander - Die geliehene Zeit (ISBN: 9783426518106)
    Diana Gabaldon

    Outlander - Die geliehene Zeit

    (1.485)
    Aktuelle Rezension von: traumweltenwanderer

    Claire reist zurück nach Schottland, in das Land, in dem sie einst ihre große Liebe Jamie Fraser fand und zurücklassen musste. Begleitet wird sie von ihrer Tochter Brianna. Sie soll endlich die Wahrheit erfahren. Über ihre Mutter, ihren leiblichen Vater und letztendlich auch sich selbst.

    Meine Gedanken:

    Kaum hatte ich angefangen zu lesen, hat mich die Geschichte auch schon in ihren Bann gezogen und es war schwer mich wieder von der Welt loszureißen. Schreibstil und Handlung sind mitreißend und auch längere Passagen und ruhigere Momente haben eine innere Spannung, die nie langweilig wird.

    Mein dabei größtes Problem waren die teils sehr langen Kapitel. Manchmal wurden mir diese einfach zu viel und ich musste zwischendurch eine Pause einlegen, aber das tut der Handlung keinen Abbruch. Spannung Romantik, einige Überraschungen und fiese Wendungen: dieser Ausflug in die schottische Geschichte hat richtig viel Spaß gemacht und ich fand es spannend, mehr über diese Zeit zu erfahren. Die Autorin hat es darüber hinaus geschafft die historischen Elemente mit einer epischen Liebesgeschichte zu verbinden und in eine Geschichte zu verwandeln, die einen einfach packt.

    Ich mochte besonders die Szenen in der Gegenwart, in der Claire ihrer Tochter über ihre Vergangenheit berichtet. Die Art und Weise wie die Gegenwart und die Vergangenheit miteinander verknüpft wurden, hat mich begeistert und neugierig gemacht. Alte und neue Charaktere schließt man dabei schnell ins Herz. Kein Charakter bleibt zweidimensional, selbst der kleinste Nebencharakter wird durch Diana Gabaldons Feder zu einer Person, die man entweder liebt oder zum Teufel jagen möchte. Jede Figur hat eine Tiefe, die sie greifbar und echt macht.

    Der Roman hat vieles, was man sich für einen guten Roman wünscht, Spannung und Romantik allem voran und so einen Detailreichtum wie in Outlander findet man in Romanen nur selten. Das Setting in Schottland und anderen Ländern war wunderschön beschrieben und verschiedene Auflösungen sorgten oft für den entscheidenden Aha-Moment.

    Durch die Länge und neben der Liebesgeschichte auch durch den Fokus auf die Geschichte Schottlands, ist der Roman nicht für jedermann geeignet, aber sobald man der Reihe eine Chance gibt, wird man nicht enttäuscht.

  2. Cover des Buches Outlander - Ferne Ufer (ISBN: 9783426518236)
    Diana Gabaldon

    Outlander - Ferne Ufer

    (1.152)
    Aktuelle Rezension von: traumweltenwanderer

    Claire erfährt, dass ihre große Liebe Jamie Fraser die Schlacht von Culloden überlebt hat und reist erneut zurück in der Zeit, um ihn zu finden. Doch mittlerweile sind für beide 20 Jahre vergangen. Können sie ihre alte Liebe wiederfinden oder wäre es besser gewesen, wenn Claire nie durch den Steinkreis zu Jamie zurückgekehrt wäre?

    Meine Gedanken:

    Spannung, Verrat, Liebe, Humor, dieses Buch und diese Reihe hat einfach alles. Der Roman ist grandios geschrieben, sodass es einen nicht mehr loslässt und mit allen Charakteren mitfühlen lässt. Besonders hat mir hier wieder der Anfang gefallen, wo die zwei Zeitebenen, eine in der Gegenwart bei Claire und eine in der Vergangenheit bei Jamie, aufeinander treffen und von den Leben erzählt, die sie ohne einander geführt haben. Das hat die Spannung auf das Wiedersehen gut aufgebaut.

    Der Schreibstil von Diana Gabaldon ist packend und gerade durch den Detailreichtum einzigartig. Die Atmosphäre wirkt anziehend und auch die Handlung sorgt dafür, dass man so schnell wie möglich weiterlesen möchte. Die Seitenanzahl ist dabei eher abschreckend und auch die langen Kapitel lassen einen teils vorm Lesen zögern.

    Outlander liest man nicht gerade so nebenher. Doch wenn man sich darauf einlässt, erwartet einen ein historisches Meisterwerk, eine epische Liebesgeschichte, sympathische, liebevolle und dreidimensionale Charaktere und eine Handlung zwischen Realität und Fiktion, die einen mitreißen und begeistern kann.

    Es wurde nie langweilig, eigentlich eher im Gegenteil, denn zwischendurch und ganz stark am Ende laufen viele Fäden und Informationen, die man für unwichtig hielt zusammen und ergeben ein großes überraschendes Bild. Viele Wendungen waren unvorhersehbar und das Ende konnte die Spannung bis zur letzten Seite gut aufrecht erhalten.

    Für mich ist Outlander ein einzigartiger Epos, den man so schnell nicht nachmachen kann. Hier passt wirklich alles zusammen und trotz der Länge des Romans und der einzelnen Kapitel fiebert man sofort den Fortsetzungen entgegen.

  3. Cover des Buches Mein Weg zu dir (ISBN: 9783453423961)
    Nicholas Sparks

    Mein Weg zu dir

    (732)
    Aktuelle Rezension von: bookniine6

    „Mein Weg zu dir“ wird aus einer Erzählerperspektive in der dritten Person erzählt. Für mich war es das erste Buch von Nicholas Sparks. Insgesamt war es eine sehr schöne, emotionale und berührende Geschichte.

    Allerdings fällt es mir persönlich in dieser Perspektive oft schwer, mich vollständig in die Gefühlswelt der Figuren hineinzuversetzen. Dadurch wirkten einige Passagen etwas langatmig und an manchen Stellen fiel es mir schwer, der Handlung durchgehend zu folgen.

    Trotzdem hat mich die Geschichte insgesamt bewegt und gut unterhalten. Vor allem das Ende hat mich emotional wirklich abgeholt. Ich hatte sogar feuchte Augen. 

    Da es bereits eine Verfilmung des Buches gibt, werde ich mir diese vermutlich auch bald anschauen.

    Fazit: Für alle, die mit der Erzählerperspektive in der dritten Person gut zurechtkommen, ist „Mein Weg zu dir“ auf jeden Fall eine Empfehlung. Eine gefühlvolle, rührende Geschichte, die nachhallt.

  4. Cover des Buches Robinson Crusoe (ISBN: 9783328115304)
    Daniel Defoe

    Robinson Crusoe

    (604)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Die Handlung dreht sich um den englischen Abenteurer Robinson Crusoe, der nach einem Schiffbruch auf eine einsame Insel vor der Küste Südamerikas gerät. Dort lebt er einsam über Jahrzehnte hinweg bis er Freitag aus der Gewalt von Kannibalen rettet und sie gemeinsam das Inselleben neu organisieren. Die stille, detailreiche und sich beständig entwickelnde Handlung hat einen sachlichen, fast protokollartigen Charakter und wirkt wie ein echter Reisebericht.
    Hauptprotagonist ist klar Robinson Crusoe, dessen Kampf gegen die Natur, Einsamkeit und die Verzweiflung durch die Ich-Erzählperspektive besonders glaubwürdig wirkt. Freitag ist der einzige relevante Nebenprotagonist, der sympathisch dargestellt wird und eine gute Ergänzung zu Robinson darstellt.
    Wer klassische Abenteuergeschichten mit historischer Bedeutung mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist nüchtern, beschreibend und tagebuchartig.
    Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen.

  5. Cover des Buches Das große Los (ISBN: 9783328110859)
    Meike Winnemuth

    Das große Los

    (256)
    Aktuelle Rezension von: schokobook

    Meike Winnemuth hatte 2010 bei Günther Jauch eine halbe Million Euro in der Sendung Wer wird Millionär gewonnen.

    Was macht man mit 500.000 Euro? Meike packt ihren Koffer . Nicht in die Luxushotels Europas, sondern sie reist, ein Jahr lang und jeden Monat ein anderes Land und  wohnt in airbnb. Alleine! Mit einem Koffer und nur das nötigste. Ihre Erlebnisse hält die Journalistin in einem Blog fest und per Mails an ihre Freunde und Bekannten. Am Ende stellt sie fest, dass sie das Geld nicht unbedingt brauchte, da sie ja weiter gearbeitet hatte, als Journalistin ist das sicher auch so machbar. Aber das Geld hat den Mut gegeben JETZT. Und ich finde das Buch ist inspirierend und das nochmals anders als Eat,Pray Love. Was sich für Möglichkeiten auf tun ist absolut interessant. Das Buch ist locker geschrieben. Hat immer mal wieder Bildmaterial und macht nachdenklich. 

  6. Cover des Buches Thieves’ Gambit (ISBN: 9783423719391)
    Kayvion Lewis

    Thieves’ Gambit

    (255)
    Aktuelle Rezension von: PrettyDark

    Liebe. Lüge. Überlebe.

    ›The Inheritance Games‹ meets ›Squid Game‹: Ein Battle Royal quer über den Erdball

    Rosalyn Quest ist die Tochter einer legendären Diebesfamilie. Ihr ganzes Leben wurde sie darauf trainiert, weltweit die größten Coups durchzuziehen. Doch gerade als sie ihren Ausstieg aus dem Familienbusiness plant, wird ihre Mutter gefangen genommen. Rosalyns einzige Chance, ihre Mutter zu retten: die Einladung zum Thieves‘ Gambit, einem Wettbewerb für Nachwuchsdiebe, die sie eigentlich abgelehnt hatte. Wer den Wettbewerb gewinnt, erhält einen Wunsch, der sich durch Macht, Geld oder Einfluss erfüllen lässt. Ohne zu wissen, worauf sie sich einlässt, nimmt Ross die Einladung zum Thieves‘ Gambit an. Ihre Gegner sind unberechenbar. Und der Wettkampf ist brandgefährlich – auch für ihr Herz.

    Rosalyn “Ross” Quest wurde praktisch im Geheimen großgezogen. Ihre Familie gehört zu den berühmtesten Dieben der Welt, und ihre Mutter hat sie von klein auf für Coups rund um den Globus trainiert. Ross würde dieses Leben allerdings ganz gern hinter sich lassen. Dumm nur, dass ihre Mutter genau in diesem Moment entführt wird. Die einzige Chance, sie zu retten besteht darin, dass Ross am „Thieves’ Gambit“ (einem internationalen Wettbewerb für Nachwuchsdiebe) teilnehmen muss. Der Gewinner darf sich als Belohnung jeden Wunsch erfüllen lassen. Klingt nach einer spannenden Mischung aus Oceans Eleven und Squid Game? Ist es auch!

    💥 rasantes Diebes-Abenteuer mit Turnier-Setting

    💥 starke, clever geschriebene Hauptfigur

    💥 viele Twists, Verrat und Misstrauen

    💥 spannende Aufgaben rund um Diebstahl und Strategie

    💥 das Finale kommt leider etwas zu kurz

    Was dieses Buch besonders gut kann, ist Tempo. Kaum hat das Gambit begonnen, jagt eine Mission die nächste. Die Aufgaben sind clever aufgebaut und sorgen dafür, dass man ständig rätselt, wer hier gerade wen hintergeht. Ross funktioniert als Protagonistin hervorragend. Sie ist mutig, misstrauisch und gleichzeitig erstaunlich verletzlich, wenn es um Vertrauen und Freundschaften geht. Ihre Entwicklung vom Einzelkämpfer zu jemandem, der andere zumindest versuchsweise an sich heranlässt, hat mir wirklich gefallen.

    Auch die Dynamik zwischen den Teilnehmern ist spannend. Rivalitäten, Allianzen und natürlich ein bisschen Romance (die ich persönlich nicht unbedingt gebraucht hätte). Leider wird das Finale dann etwas chaotisch. Twists über Twists sind zwar nett, aber irgendwann verliert man kurz den Überblick und ein paar Fragen zur ominösen Organisation bleiben leider offen.

    Ein extrem unterhaltsamer YA-Diebes-Thriller mit hohem Suchtfaktor… auch wenn das Ende etwas klarer hätte sein dürfen.

  7. Cover des Buches 1794 (ISBN: 9783492317948)
    Niklas Natt och Dag

    1794

    (222)
    Aktuelle Rezension von: derMichi

    Auf den Erfolg den Vorgängerbandes "1793" war offenbar niemand vorbereitet. Mit seiner Mischung aus typisch finsterem skandinavischem Thriller und dreckigem Historienkrimi stand er in der umgesetzten Kompromisslosigkeit ziemlich einmalig da. Das Ende schien eindeutig, anders ist es kaum zu erklären, dass Niklas Natt och Dag eine ziemlich tote Figur wieder mehr oder weniger ins Rennen schickt. Ohne zu viel verraten zu wollen: Neben Mickel Cardell ermittelt auch Winge wieder, wenn auch etwas anders als man ahnt.

    Das Duo gewinnt eine etwas andere Dynamik als im Vorgängerband, doch der Kunstgriff um sie zusammenzubringen wirkt in seiner Einfallslosigkeit recht abgenutzt. Dafür schockiert die Handlung den Leser mit einer zum ersten Band passenden Beschreibung Stockholms als Moloch der Vormoderne, in der menschenverachtende Verbrechen möglich sind, wie sie eher zu den Feudalherren des finstersten Mittelalters oder psychopathischen Killern der Gegenwart passen würden.

    Keine Frage - der Autor hat hier einen Nerv getroffen und seine Handlungsstränge im Griff, selbst wenn mehrere Kapitel am Stück die Ermittlungen links liegen lassen. Für normale Krimifans oder Histroienfreunde ist das Buch wahrscheinlich zu krass, man sollte sich auf Gewaltspitzen und abgrundtiefe Hoffnungslosigkeit wie in Büchern von Stieg Larsson oder Stephen King einstellen. Keine Figur wird geschont, egal ob Ermittler, Opfer, Kind oder Erwachsener.

    Happy Ends hat Niklas Natt och Dag nicht nötig und es dürfte kein Spoiler sein zu verraten, dass man sich lieber keins erhoffen sollte. Damit untergräbt er jedoch das Alleinstellungsmerkmal des ersten Buchs, das jetzt einfach nur ein Trilogieauftakt ist. Wie heftig auch immer Band drei ausfallen mag, neu ist die Idee dann schon lange nicht mehr. Und auch Band zwei scheint diese Tatsache mit noch mehr, teils unnötiger Gewalt kompensieren zu wollen um im wahrsten Sinne des Wortes die Hardcore-Fans zu fesseln. Alle andere dürften sich abwenden, sei es aus Ekel oder Langeweile.

  8. Cover des Buches The Second Princess. Vulkanherz (ISBN: 9783551584427)
    Christina Hiemer

    The Second Princess. Vulkanherz

    (153)
    Aktuelle Rezension von: JeannasBuechertraum

    In dieser Geschichte folgen wir Saphina, der jüngsten Prinzessin der Vulkaninsel St. Lucien. Gerade als ihre älteste Schwester gekrönt werden soll, wird ihr mittlere Schwester gerötet. Nun nimmt sie ihren Platz als zweite Prinzessin ein und übernimmt eine Verantwortung von der sie bishaer gar nichts wusste: als Vulkan Königin! Und damit geht eine Verantwortung einher auf die ihre Verstorbene Schwester ihr Leben lang vorbereitet wurde - wird sie es schaffen innerhalb von 30  Jahren in ihre Rolle reinzuwachsen? 


    Unglücklicher Weise spielt die Geschichte in der Modernen, abkaufen tu ich es ihr aber nicht. Zwar wird Ed Sheeren erwähnt aber Handys und Internet scheinen keine große Rolle zu spielen - das hat alles irgendwie nicht ganz zusammengepasst. Zwischendurch hab ich der Geschichte die Entwicklung abgekauft weil sich alles recht natürlich entwickelt hatte - am Ende wirkt es aber überdramatisiert und stark in ein Gerüst gezwungen "jetzt muss das passieren damit es so, so und so endet" das war in einigen Punkten too much. Weniger wäre hier mehr gewesen. Die Liebesgeschichte hab ich den Protagonisten leider auch nicht abgekauft - habs leider nicht gefühlt. 

    Grob betrachtet war die Grundidee dahinter aber echt nicht verkehrt! Aber bei der erzwungenen Umsetzung hatte es immer mal wieder etwas gehackt und geholpert. Ich bin trotzdem nicht traurig drum die Geschichte endlich von meinem Sub befreit zu haben 🙌 War ganz nett für zwischendurch, kein Highlight aber ok. 

  9. Cover des Buches CATCHING BEAUTY 1 (ISBN: 9783989426405)
    J. S. Wonda

    CATCHING BEAUTY 1

    (482)
    Aktuelle Rezension von: Kathis-Leseecke

    er Schreibstil von  der Autorin ist absolut flüssig, so dass ich das Buch innerhalb kurzer Zeit durchgelesen habe.
    Amber ist eine wirklich mutige junge Frau. Sie wird entführt, verkauft und gibt trotz Aussichtsloser Situation nicht auf.
    Ihre aufmüpfige Art hat mir wirklich sehr gut gefallen.
    Crack konnte ich anfangs wirklich nicht einschätzen, doch nach und nach habe ich immer mehr verstanden wieso er so handelt.
    Ich fand die Spicy Szenen genau richtig, nicht zu viel und nicht zu wenig.
    Ich habe mit Amber mitgelitten, habe ihre Emotionen richtig nachvollziehen können. Von Angst, Verzweiflung,
    Unglauben bis hin zu Freude war wirklich alles dabei.
    Ich war ein wenig Traurig als ich mich von Crack und den anderen fürs erste verabschieden musste.
    Das Ende war wirklich sehr fies liebe Jane. Jetzt muss ich gleich mit Band 2 weiterlesen, denn die Neugier ist einfach zu groß.
    Wenn euch Entführung, Menschenhandel, und das Stockholmsyndrom nichts ausmacht, dann müsst ihr das Buch unbedingt lesen.
    Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht dieses zu lesen und ist eine absolute Leseempfehlung von mir.

  10. Cover des Buches Joli Rouge (ISBN: 9783959910736)
    Alexandra Fischer

    Joli Rouge

    (61)
    Aktuelle Rezension von: bstbsalat

    Ich hatte mich sehr auf Joli Rouge gefreut – endlich eine selbstständige junge Piratin als Hauptfigur! Letztendlich war das Buch aber so langweilig, dass ich oft ganze Kapitel übersprungen habe und doch nicht das Gefühl bekam, etwas verpasst zu haben.

    Es wird aus mehreren Perspektiven erzählt, viele Figuren stehen im Mittelpunkt. Während der Klappentext eine heroische Coming-of-Age-Geschichte einer taffen jungen Frau verspricht, liegt der Fokus für meinen Geschmack viel zu sehr auf Politik und den Machenschaften der Männer. Zusätzlich ist die „Roquette“ (auf Deutsch „Rakete“) keine angenehme Person für mich als Leserin: sie ist weder interessant noch bemerkenswert. Erst, als sich eine Beziehung zum Totenkopf anbahnte wurde es wirklich spannend – und dann gab es einen Zeitsprung, der viel von dem ausließ, was ich doch nun über die beiden wissen wollte.

    Dass sie einen Mann an ihrer Seite brauchte, um als Figur interessant zu werden, gefällt mir so gar nicht. Besonders, da dieses Buch doch eigentlich eine ganz andere Geschichte erzählen wollte. Joli Rouge war mein erstes Buch aus dem Drachenmond Verlag. Ich hoffe, das Programm hat sich seit Erscheinen dieses Buches (das war 2016) weiterentwickelt und verbessert.

  11. Cover des Buches Der 77. Grad (ISBN: 9783426633342)
    Bill Napier

    Der 77. Grad

    (126)
    Aktuelle Rezension von: Grafivar
    Ich habe diese Buch zufällig entdeckt im Schwimmbad, wo es eine Büchertausch-Ecke gibt
    Eigentlich habe ich gemeint, es hätte etwas mit Freimaurer oder Rosenkreuzer zu tun.
    Tatsächlich gehörten einige der Personen nachweislich den Rosenkreuzer-Orden an, aber das wird nur so nebenbei erwähnt.

    Wie die Bücher von Dan Brown und Scott McBain geht basiert dieser Mysterythriller auf wahre Gegebenheiten, wie die Auffindung des "Wahren Kreuzes" von Jesus von Nazareth durch Bischof Makarius [also nicht durch Kaiserin Helena, wie es die Legende bezeugt] im Jahre 347 C.E., wie es auch beschrieben wird in http://www.heiligenlexikon.de/BiographienK/Tag_der_Kreuzfindung.htm

    weiterhin spielt auch die Kalender von John Dee eine wichtige Rolle. Dieser Kalender werden viele für einen Mythos halten, aber auch dies ist eine historische Gegebenheit, wie es in englischer Sprache nachzulesen ist auf http://www.hermetic.ch/cal_stud/gods_longitude.htm

    Kurzum: eine Geschichte, die sich messen kann mit den Büchern von Brown und wo tatsächlich auch die Ortsangaben stimmen. Ein Buch, dass man nicht weglegen kann, bis man es ausgelesen hat.

  12. Cover des Buches Wenn ich jetzt nicht gehe (ISBN: 9783458363453)
    María Dueñas

    Wenn ich jetzt nicht gehe

    (90)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Was für eine Lese-Qual war dieses langatmige Abenteuerbuch fast ohne Abenteuer, diese furchtbare Schmonzette. Ich fragte mich die ganze Zeit, was die Spanier so an dieser Autorin und ihrer Art zu erzählen finden. Dramaturgisch hat dieses Werk die Qualität einer Telenovela mit gefühlten 1000 Folgen, die Handlung ist alles andere als rasant, es passiert sehr wenig aber es zieht sich ewig laaang. Sprachlich hatte ich ohnehin keinen Anspruch an dieses Werk. Ständig zählte ich die Seiten, die ich noch lesen musste, aber wegen der Autorinnenchallenge habe ich bis zum Ende durchgehalten.

    Am Ende ist ist der beinharte Abenteurer auch noch in einer romantischen schmalzigen Verwicklung gefangen, ihm schlottern die Knie und Schmetterlinge flattern im Bauch - wäh das ist furchtbar und total glaubwürdig (Ironie off). Ganz zum Schluss wollte ich aber dann auch wie bei einem Autounfall, bei dem man nicht wegschauen kann, wissen, wie die Autorin die gesamten Intrigen auflöst.

    Fazit: Wer kein Spanier ist und Telenovelas nicht liebt, sollte tunlichst die Finger von diesem Buch lassen.

  13. Cover des Buches Lovett Island. Sommernächte (ISBN: 9783442490301)
    Emilia Schilling

    Lovett Island. Sommernächte

    (96)
    Aktuelle Rezension von: leas_romantic_bookshelf

    Anfangs war es gewöhnungsbedürftig, dass das Buch nicht nur aus 2 sondern aus 3 Perspektiven geschrieben ist.

    Das Setting ist mega und die Story(s) sind auch sehr gut umgesetzt. Man möchte gerne selbst dort Urlaub machen oder arbeiten. Es ist auf jeden Fall richtig schön um abzuschalten und zu träumen🥰

    Die Lovestory zwischen Maci und Trevor war für mich teilweise nicht richtig greifbar und ging iwie "plötzlich". 

    Im großen und ganzen hab ich die Reihe sehr gerne gelesen, aber an einigen Stellen hat es sich etwas gezogen. 

  14. Cover des Buches Single Bells: Ein Boss zum Verlieben (ISBN: B0826T1GQY)
    Kimmy Reeve

    Single Bells: Ein Boss zum Verlieben

    (51)
    Aktuelle Rezension von: Mogni

    🎄 Ich muss erst mal eine Warnung aussprechen, damit ihr nicht den gleichen Fehler macht wie ich, bevor ihr dieses Buch von @kimmy  anfangt zu lesen oder zu hören, achtet darauf das eurer Liebster nicht zu weit entfernt ist. 😉


    🎄 Kurzbeschreibung:

    Die angehende Innenarchitektin Bailey Wilson könnte mit ihrem Praktikumsplatz bei der renommiertesten Architektenfirma New Yorks Wright & Turner nicht glücklicher sein. Womit sie allerdings nicht gerechnet hat, ist ihr Stellenwechsel weg vom freundlichen Mr. Turner hin zum unsympathischen Mr. Wright, der sie kurzerhand als seine persönliche Assistentin in Beschlag nimmt. Denn eines steht fest: Sie kann diesen arroganten Kerl nicht ausstehen. Wesley Wright lebt ausschließlich für seine Firma und nach zwei simplen Regeln: Schlafe niemals mit Kundinnen und lass dich niemals auf Mitarbeiterinnen ein. Doch bei Bailey gerät die letzte Regel dummerweise ins Wanken. Anstatt sich von seiner Assistentin fernzuhalten, nimmt er sie auf eine Geschäftsreise in die Karibik mit. Ein Fehler, wie sich herausstellt, denn die Spannungen zwischen ihnen steigen dadurch ins Unermessliche.


    🎄Meine Meinung:

    Das Cover sieht interessant aus und passt perfekt zur Reihe.


    Es ist das erste Weihnachtsbuch was ich von der Autorin gelesen/ gehört habe, muss sagen mit Weihnachten hat es nicht viel zu tun und mir war eher warm als kalt. Aber das lag einfach an diesem sehr bildlichen Schreibstil, die Szene am Meer und ich wollte sofort wieder in den Urlaub. 


    Ich mag Bailey (schon alleine der Name), sie weiß, was sie will und setzt sich durch. Und Mr. Wright ist wirklich ein Satan und sollte ein Seminar über Personalführung machen. Aber wie es aussieht versteckt er sich hinter seine Arbeit und hat doch menschliche Züge (und sehr männliche). 


    Ich kann euch das Buch wärmsten empfehlen, ist nicht der klassische Weihnachtsromane, aber er ist richtig gut.

    🎄🎄🎄🎄🎄 von 5

  15. Cover des Buches Lovett Island. Sommerprickeln (ISBN: 9783442490318)
    Emilia Schilling

    Lovett Island. Sommerprickeln

    (57)
    Aktuelle Rezension von: jacky_liest

    ⚠️ Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler!

    Mit dem zweiten Band der Reihe werden wir unmittelbar in das Geschehen geworfen und damit wird das offene Ende des ersten Bandes auf den ersten Seiten nicht aufgelöst. Es war eine spannende Aufarbeitung und hat auch dafür gesorgt, dass der zweite Band eine eindeutig stärkere Sogwirkung hatte als der erste Band. Aufgrund der ernsteren Storyelemente hat das Buch auch deutlich mehr tiefe und die Figuren werden mehr ausgearbeitet. Besonders die Figur Brent, die im ersten Teil noch ziemlich undurchsichtig blieb, wird hier emotionalisiert. Seine Hintergrundgeschichte fand ich sehr spannend, aber es fehlte meiner Meinung nach etwas an Tiefe. Man hätte mehr über das Vernachlässigen des Kindes philosophieren und es emotional innerhalb der Figurendynamik reflektieren können. 

    Besonders der Gerichtsfall hat für viel Spannung gesorgt und ich finde auch, dass dieses Thema sehr gut von der Autorin aufgearbeitet wurde! Hier wird über Opfer-Täter-Narrative, Stereotypen und Vorurteile reflektiert! Zudem vernetzen sich die Welten mit der Figur Beth/Liza, was ich ebenfalls sehr spannend fand. 

    Allerdings hat dieser Band auch wieder ein paar Schwächen. Die Figur Blair wandelt von einem Extrem in das andere und damit wirkt ihre Entwicklung gekünstelt und oberflächlich. Außerdem tritt die Figur Scott auf, deren Funktion ich mir nicht erschließen konnte. Beispielsweise werden sein Drogenkonsum oder seine Herkunftsgeschichte nicht aufgeklärt (vielleicht kommt das noch im dritten Band?). Außerdem ist die Figur Trevor immer noch etwas zu flach. Beispielsweise erfährt er von seinem Halbbruder und nimmt das einfach so hin?

    Alles in allem ist der zweite Band aber deutlich besser als der erste und bekommt deshalb 3,5 Sterne! 🌟

  16. Cover des Buches Mit Hanna nach Havanna (ISBN: 9783734104404)
    Theresia Graw

    Mit Hanna nach Havanna

    (72)
    Aktuelle Rezension von: our-red-carpet-of-books
    Schon im letzten Jahr habe ich „Mit Hanna nach Havanna“ von Theresia Graw aus dem blanvalet.verlag zugeschickt bekommen 
    Ich hatte mich aufgrund des wunderschönen Covers riesig auf die Geschichte gefreut aber bin damals überhaupt nicht in die Geschichte gekommen.
    Jetzt wollte ich das Buch endlich beenden und bin mit großen Erwartungen an die Geschichte gegangen, die ein wenig an den Film „Briefe für Julia“ erinnerte, den ich sehr gerne mag.

    Das Buch erzählt die Geschichte von Katrin, die von ihrem Chef zum Abendessen eingeladen ist und fest davon überzeugt ist für Ihre Sendung „Spaziergang mit Katrin“ den Journalistenpreis Golddnen Griffel zu gewinnen.
    Doch stattdessen wird ihr mitgeteilt, dass sie durch eine andere Kollegin ersetzt wird und fortan das Seniorenmagazin moderieren soll.
    Durch das Magazin kommt sie in Kontakt mit Hanna, die die bittet ihre Biografie zu schreiben und mit ihr auf die Suche nach ihrer Jugendliebe nach Havanna zu reisen.
    Die Geschichte hört sich toll an aber was das Buch für mich zerstörte war Katrin.
    Sie war so frustriert, dass sie alles und jeden auf respektloseste Art und Weise schlecht gemacht hat und das ging gut zwei Drittel des Buches so.
    Im letzten Drittel wurde die Geschichte ganz schön weil sich Katrin auf das Flair Havannas und die Menschen einlassen konnte und das dann auch dem Leser spürbar machen konnte aber da das Buch aus Katrins Perspektive geschrieben ist, war ich bis dahin schon so genervt von ihr, dass ich ihre Charakterwendung am Ende auch nichts positives mehr entgegen bringen konnte.
    Ich muss Euch ganz ehrlich sagen, dass ich das Buch nicht zu Ende gelesen hätte, wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen.
    Aber das ist natürlich nur meine persönliche Meinung, vielleicht hat einem von Euch das Buch ja richtig gut gefallen 😊
    Die Autorin schreibt am Ende, dass sie selbst in Havanna war und das Flair vermitteln wollte, was ihr durch ihre Wahl der Erzählerin meiner Meinung nach leider nicht gelungen ist.
    Was mir sehr gut gefallen hat waren Hanna und die Rezepte am Ende.
  17. Cover des Buches Karibische Affäre (ISBN: 9783455019926)
    Agatha Christie

    Karibische Affäre

    (154)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Buchgarten

    konnte mich wieder begeistern ie.

    Ich liebe „Miss Marple " - eine unscheinbare, strickende alte Dame. Eine stille Zuhörerin, der die Menschen gerne ihre Gedanken mitteilen und sie vollkommen unterschätzen. Ihre Menschenkenntnis, ihre Beobachtungsgabe ihre ruhige Art und ganz besonders sticht für mich heraus, das sie meist eher im Hintergrund bleibt.

    Nicht so in „Karibische Affäre" - hier übernimmt sie eine aktivere Rolle.

    Auf einer tropischen Insel stirbt ein Mann und Miss Marples Spürsinn schlagt gleich Alarm. Sodass sie aktiv nach Unterstützern sucht um einen befürchteten weiteren Mord zu verhindern.

    Ein Cosy Crime Krimi mit typischer Whodunit Struktur, überraschenden Wendungen und natürlich das Sammeln von subtilen Hinweisen die für mich immer wieder den Reiz von Rätselkrimis ausmachen.

    Der Roman besticht für mich wieder durch eine Mischung aus Spannung, psychologischer Finesse und charmantem tropischen Flair.

    Das eintauchen in die damalige Lebenswirklichkeit einerseits faszinierend aber auch bedrückend z.B im Hinblick auf ihre Schattenseiten (Kominalismus, Rassismus) ...

    Die Aktualität, die sich beispielsweise durch die Übertragbarkeit auf die heutige Zeit, z.B. was die „Wirkungsweise und die Wirksamkeit" von Gerüchten betrifft ... lassen mich immer wieder neue Dinge entdecken die mich dazu verleiten mich näher mit ihnen zu beschäftigen.

    Insgesamt wieder ein typischer Rätselkrimi der mich gut unterhielt.

  18. Cover des Buches Wo bitte geht's zum Meer? (ISBN: 9783453285439)
    Bettina Querfurth

    Wo bitte geht's zum Meer?

    (12)
    Aktuelle Rezension von: abuelita
    Was für ein schönes Buch ! Ich kann mich zwar immer noch nicht dazu entschliessen, eine Kreuzfahrt zu buchen, aber so langsam nähere ich mich dem Thema doch…..

    Die Autorin schreibt hier über ihre Erlebnisse und Erfahrungen auf den unterschiedlichsten Kreuzfahrt-Schiffen und mit den unterschiedlichsten Begleitern. Das ist wirklich sehr unterhaltsam und für so jemanden wie mich sowieso auch interessant. Denn – wenn….dann werde ich sicher auf das eine oder andere von diesem Buch zurückgreifen; als blutiger Neuling ist es immer gut, gewisse Tipps und Tricks von anderen zu übernehmen.

    Leicht und locker und wirklich angenehm zu lesen; dieses Buch kann ich wirklich  empfehlen.

  19. Cover des Buches Das verborgene Leben des Fidel Castro (ISBN: 9783404608973)
    Juan Reinaldo Sanchez

    Das verborgene Leben des Fidel Castro

    (1)
    Aktuelle Rezension von: GernotUhl

    Aus: https://www.eulengezwitscher.com/single-post/rezension/castro

    Er war der ewige Revolutionär: Fidel Castro. Auf der großen Bühne der Sozialromantik hat er alle Rollen gegeben: er war der Aufrührer an der Uni, der ehrenvoll gescheiterte Putschist als junger Rechtsanwalt, der heldenhafte Guerillakämpfer in den Bergen der Sierra Maestra, der erste Arbeiter und Bauer des sozialistischen Karibikidylls auf Kuba und der große Freund der Dritten Welt. Zwei neue Biografien erlauben ungewohnte Blicke in die Maske dieses begnadeten Selbstinszenierers.

     Was ist das für ein Mann, der sein Leben für Ideale riskiert, die er dann verrät und entehrt?

    Der junge Fidel Castro streitet gegen den kubanischen Militärdiktator Batista und für seine (gewöhnungsbedürftigen) Vorstellungen von Freiheit und Demokratie. Zumindest gibt er das vor. Denn kaum, dass seine siegreiche Revolution den Tyrannen vertrieben hat, sitzt auch schon der nächste große Unterdrücker in Havanna. Anfangs jubeln ihm die vermeintlich befreiten Kubaner euphorisch zu, weil Castro die amerikanischen Konzerne enteignet und den Großgrundbesitz auf die armen Landbauern verteilt. Sie bewundern ihn dafür, dass er den wutschnaubenden US-Politikern in Washington trotzig die Stirn bietet (auch wenn er sich dafür den Sowjets andienen muss). Sie freuen sich über bessere Bildung und Gesundheitsversorgungen, und sehen geflissentlich darüber hinweg, dass Castros Kuba auch nichts anderes als eine Zweiklassengesellschaft ist. Sie feiern einen Volkstribunen, der selbst mit der Machete das Zuckerrohr schneidet und können doch nicht wissen, dass hinter der Fassade des genügsamen Landmanns ohne eigenen Besitz ein den Luxus liebender Macho steckt, der sich eine geheimgehaltene Paradisinsel, eine Yacht und viele andere Annehmlichkeiten gönnt. 

    Davon berichtet Castros ehemaliger Leibwächter in leuchtenden Farben. Juan Reinaldo Sanchéz' Blick auf den Maximo Lider ist eine Abrechnung.Was ist das für ein Mann, der sein Leben für Ideale riskiert, die er dann verrät und entehrt? Der junge Fidel Castro streitet gegen den kubanischen Militärdiktator Batista und für seine (gewöhnungsbedürftigen) Vorstellungen von Freiheit und Demokratie. Zumindest gibt er das vor. Denn kaum, dass seine siegreiche Revolution den Tyrannen vertrieben hat, sitzt auch schon der nächste große Unterdrücker in Havanna. Anfangs jubeln ihm die vermeintlich befreiten Kubaner euphorisch zu, weil Castro die amerikanischen Konzerne enteignet und den Großgrundbesitz auf die armen Landbauern verteilt. Sie bewundern ihn dafür, dass er den wutschnaubenden US-Politikern in Washington trotzig die Stirn bietet (auch wenn er sich dafür den Sowjets andienen muss). Sie freuen sich über bessere Bildung und Gesundheitsversorgungen, und sehen geflissentlich darüber hinweg, dass Castros Kuba auch nichts anderes als eine Zweiklassengesellschaft ist. Sie feiern einen Volkstribunen, der selbst mit der Machete das Zuckerrohr schneidet und können doch nicht wissen, dass hinter der Fassade des genügsamen Landmanns ohne eigenen Besitz ein den Luxus liebender Macho steckt, der sich eine geheimgehaltene Paradiesinsel, eine Yacht und viele andere Annehmlichkeiten gönnt. Davon berichtet Castros ehemaliger Leibwächter in leuchtenden Farben. Juan Reinaldo Sanchéz' Blick auf den Maximo Lider ist eine Abrechnung.Analyse des Wissenschaftlers, Abrechnung des Bodyguards Der langjährige Bodyguard will am Ende seiner Laufbahn ins Gefängnis geraten sein, weil er um Vorruhestand gebeten habe. Solcher Undank löst die Bande der bedingungslosen Loyalität - und Sanchéz plaudert durchaus kurzweilig aus dem Nähkästchen. Es ist zwar nicht wirklich sensationell oder ganz und ganz unvorstellbar, was er da ans Licht bringt, denn dass Macht korrumpiert, ist ja an sich keine echte Überraschung. Aber Sanchéz zerstört eines der Bilder, das Castro zeitlebens von sich zeichnet: Das des uneigennützigen, väterlichen Herrschers, dessen Freizeit nur Kuba gilt, aber nie den eigenen Vergnügungen.

    Wesentlich weniger aufgeregt nähert sich Roman Rhode Castros Lebensgang und Lebenswerk. Was Rhode vorgelegt hat, ist nicht weniger als ein Lehrstück politischer Biografik. Nüchtern und distanziert beschreibt und analysiert er die Entwicklung von Castro und Kuba. Er beherrscht die mehrsprachige und vieltausendseitige Literaturlage (was allerdings zur Folge hat, dass er mitunter etwas zuviel voraussetzt) und er fällt kein Vorurteil. Aber seine geradezu emotionslose Schilderung führt nochmals eindringlicher vor Augen, wie Castro seine eigenen Ideale ins Gegenteil verkehrt. Beeindruckend ist die exemplarische Anatomie des Schauprozesses gegen den ehemaligen General Ocho (von dem auch Sanchéz erzählt). Rhode zeigt, wie Castro kurzen Prozess mit allen macht, die ihm nicht folgen. Der einstige Freiheitskämpfer verachtet die Freiheit des Andersdenkens straft selbst Widerworte von engen Vertrauten mit Kerker (wie im Fall Sanchéz) und Tod (wie bei Ochoa). Beide Biografien tragen auf ganz unterschiedliche Weise - Boulevard und Wissenschaft - dazu bei, dass der Mythos Castro bröckelt und dass seine Legende möglicher kürzer lebt, als er selbst...

     

    Eulengezwitscher. Bücher, Biografien und Blog von Gernot Uhl

  20. Cover des Buches Mord im Paradies (ISBN: 9783499272752)
    Robert Thorogood

    Mord im Paradies

    (27)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhalt: DI Richard Poole wurde gegen seine Willen in die Karibik versetzt. Wo andere Urlaub machen fühlt sich der Brite gefangen - was soll er nur in der Hitze mit dem ganzen Sand? Der Mord an dem inseleigenen Guru bringt ihn schließlich auf andere Gedanken und er muss seine grauen Zellen mächtig anstrengen um das Rätsel zu lösen. 

    Meine Meinung: Der Schreibstil hat mir gut gefallen und der Krimi zählt eher zu den ruhigeren Wohlfühlbüchern. Erstklassig auch zum Mitraten. Die Idee rund um den Mord hat mir sehr gut gefallen - auch wenn ich nicht wirklich überrascht von der Auflösung war. Die Protagonisten fand ich stimmig - ich hätte mir aber noch ein bisschen mehr Info zu jedem einzelnen gewünscht. Richard Poole ist... eigen, was natürlich auch einigen Spielraum für den Autor bietet. Das Setting in der Karibik sorgt für Abwechslung und mir gefiel es ganz gut mich an den Strand zu träumen.

    Fazit: Ein Krimi den ich gerne empfehle. Urlaubsstimmung trotz Mord garantiert. 

  21. Cover des Buches Das schönste Mädchen Havannas (ISBN: 9783851794212)
    Susana López Rubio

    Das schönste Mädchen Havannas

    (38)
    Aktuelle Rezension von: lesesaga

    Eines Tages lernt der spanische Patricio, die zauberhafte Gloria kennen. Es dauert nicht lange, verlieben sie sich die beiden ineinander. Leider ist das Glück nicht auf ihre Seite, weil Gloria verheiratet ist. Sie hat Angst, das ihr Mann Carlos Valdés der verbotene Liebe erfährt. Er ist ein Mafia Boss und sehr gefährlich.

    Meine Meinung:


    Das Cover ist mir direkt ins Auge gefallen, es sieht so bezaubernd aus und liebe es so sehr. 🤩 Der Schreibstil der Autorin, wie die Story hat mir sehr gefallen. Bei manchen Szenen musste ich schlucken, sie haben mich sehr berührt. Die Liebe zwischen Gloria und Patricio fand ich so schön. Nachher spürte ich Hoffnungen, das beide endlich zu einander finden würden. Leider hat sich das alles verzögert, es sind Dinge passiert, was ich mir anders gewünscht hätte und es ist nicht so schlimm. Die Liebe zwischen den beiden ist was ganz besonderes und wertvoll. Das Ende hat mich sehr überrascht und bin ich happy das Buch gelesen zu haben. Es ist eine klare Leseempfehlung! 😽

  22. Cover des Buches Winklers Traum vom Wasser (ISBN: 9783406691614)
    Anthony Doerr

    Winklers Traum vom Wasser

    (56)
    Aktuelle Rezension von: angies_bücher

    Dieses Buch steht schon sehr lange auf meiner Leseliste und ich habe mich sehr gefreut, es nun endlich zu lesen. Leider ist mir der Einstieg sehr schwer gefallen. Die ersten 100 Seiten waren sehr zäh. Der Schreibstil des Autors ist zwar wunderschön, aber die ganze Atmosphäre ist auch sehr gedrückt und melancholisch und insgesamt ist das Buch sehr schwermütig. 

    Nach etwa der Hälfte des Buches ist mir Winkler richtig ans Herz gewachsen. Sein Schicksal berührt mich sehr und es tut mir leid, dass er keinen besseren Ausweg für sich findet und niemand seinen Träumen und Ahnung glauben schenkt. Seine Einsamkeit hat mich sehr bewegt. Gleichzeitig hätte Winkler häufiger gerne geschüttelt, weil ich nicht nachvollziehen konnte wie er handelt. Er agiert oft unbedacht oder konfus, wenn er denn handelt. Über weite Teile ist er eher passiv, was mich wahnsinnig gemacht hat. Insgesamt fand ich das Buch über weite Strecken sehr zäh und langatmig und immer wieder hätte ich Winckler am liebsten zu gerufen, dass er endlich handeln soll. 

    Im letzten Teil des Buches gab es noch ein paar für mich überraschende Wendungen. Das fand ich ganz schön und spannend. Das Ende habe ich nicht ganz verstanden ehrlich gesagt und war leicht enttäuscht. Deswegen schwanke ich auch zwischen null und fünf Sternen und gebe schlussendlich drei. Sprachlich ist das Buch wunderschön und auf der einen Seite ist es auch wirklich ein richtiges Meisterwerk. Es ist sehr ergreifend wie der Autor Winckler und seine Einsamkeit und sein teilweise autistischens Verhalten schildert. Und gleichzeitig war das Buch über weite Strecken einfach zäh und langweilig. 

  23. Cover des Buches Als Hemingway mich liebte (ISBN: 9783455000443)
    Naomi Wood

    Als Hemingway mich liebte

    (49)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Im Jahr 1926 weilen Ernest Hemingway und seine erste Frau Hadley in Paris. Sie sind nicht reich, aber mit ihrem kleinen Sohn recht glücklich. Doch bald spürt Hadley, ihr Mann interessiert sich für eine andere. Um ihre Ehe zu retten, lädt sie Fife ein, mit nach Antibes zu kommen. In einem Ferienhaus der Fitzgeralds wollen sie den Urlaub verbringen. Partys und das schöne Leben, es soll Hemingway wieder an Hadley binden, doch die Ehe zerbricht. Hemingway und Fife heiraten, doch nach einigen Jahren taucht wieder eine andere auf. Wieder wird geheiratet und noch einmal geschieht das Gleiche.


    Hemingway und seine Ehefrauen, das Muster gleicht sich. Die große Liebe, die Heirat, dann der Betrug mit vielen, mit der einen, der nächsten und wieder wird geheiratet und das Muster wird erneut durchlaufen. Gerade in der Zeit der 1920er Jahre, in der die Boheme sich in Frankreich trifft, ist dennoch eine relativ gute Zeit. Die Hemingways werden von den Freunden unterstützt und sie haben ein begünstigtes Leben. Doch wie es eben so ist, obwohl Hemingway behauptet, sich nicht trennen zu wollen, kann er doch von anderen Frauen nicht lassen. Und bald kann Hadley es nicht mehr mit ansehen und sie trennt sich.


    Vielleicht hat man am Anfang ein wenig Mühe, in das Buch hineinzukommen, denn einige Beschreibungen kann man als etwas langatmig empfinden. Hat man die anfänglichen Schwierigkeiten überwunden, wird man von mitreißenden Szenen aus verschiedenen Ehen zumindest hin und wieder gepackt. Nach eingehender Recherche und Sichtung der Aufzeichnungen Hemingways und seiner Frauen hat die Autorin einen Roman vorgestellt, der sich wahrscheinlich recht genau an die Überlieferungen hält. Obwohl ein begnadeter Schriftsteller wirkt Hemingway als Mensch nicht sonderlich sympathisch. Und so sind es die Frauen, die vernünftigerweise die Reißleine ziehen. Bis auf Mary, die vierte und letzte Frau, sie bleibt und hält aus. Aus heutiger Sicht nicht ganz verständlich weshalb. Mit diesem durchaus lesenswerten Roman bekommt man einen überraschenden Einblick in den Charakter eines Schriftstellers und die Beziehungen zu seinen vier Ehefrauen. 


    3,5 Sterne

  24. Cover des Buches Mr. Loverman (ISBN: 9783608504897)
    Bernardine Evaristo

    Mr. Loverman

    (23)
    Aktuelle Rezension von: krimielse

    Bernadine Evaristos Roman Mr. Loverman ist ein ebenso kluger wie vergnüglicher Blick auf Liebe, Identität und gesellschaftliche Konventionen. Im Zentrum steht der über siebzigjährige Barry, ein charmanter Dandy mit karibischen Wurzeln, der seit Jahrzehnten ein geheimes Leben führt: Nach außen gibt er den eleganten, selbstbewussten Ehemann, doch tatsächlich liebt er seit seiner Jugend seinen besten Freund Morris. Diese Spannung zwischen gesellschaftlicher Rolle und persönlicher Wahrheit bildet den emotionalen Kern des Romans.


    Evaristo gelingt es, mit großer sprachlicher Leichtigkeit und zugleich präziser Beobachtungsgabe ein vielschichtiges Panorama aus Ehe, Lüge, Sehnsucht und Selbstbehauptung zu entfalten. Besonders höchst vergnüglich ist, wie die Autorin mit ihrer lässigen Flapsigkeit zum Rundumschlag gegen aller Konventionen ausholt – und das auch noch mit einer gehörigen Portion kluger Witzigkeit, Zynismus und komödiantischer Abgedrehtheit. Ihr Ton ist frech, rhythmisch und voller pointierter Dialoge.


    Doch hinter der humorvollen Oberfläche verbirgt sich eine ernsthafte Reflexion über Generationenkonflikte, Migrationserfahrungen und die Schwierigkeit, ein Leben lang gegen gesellschaftliche Erwartungen anzuleben. Gerade darin liegt die große Stärke des Romans.


    Evaristo verbindet bissigen Humor mit feiner Menschenkenntnis. So entsteht ein Roman, der gleichermaßen unterhält und berührt – warmherzig, respektlos gegenüber Konventionen und zugleich überraschend tiefgründig.

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