Bücher mit dem Tag "karl may"

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131 Bücher

  1. Cover des Buches Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser (ISBN: 9783785574096)
    Thomas Thiemeyer

    Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser

     (274)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Gebundene Ausgabe: 448 Seiten

    Verlag: Loewe (15. September 2009)

    ISBN-13: 978-3785565742

    empfohlenes Alter: ab 12 Jahren

    Preis: als HC vergriffen

    als Taschenbuh und als E-Book erhältlich


    Toller Abenteuerroman


    Inhalt:

    Berlin, 1894. Der Straßenjunge Oskar wird beim Diebstahl von einem Herrn erwischt. Doch statt ihn der Polizei zu übergeben, bietet dieser ihm an, ihn auf einer abenteuerlichen Reise nach Südamerika zu begleiten. Er behauptet, ein Abkömmling des legendären Forschers Alexanders von Humboldt zu sein.


    Meine Meinung:

    In der Reihe „Chroniken der Weltensucher“ verbindet Thomas Thiemeyer Fakten mit Fiktion. Die Handlung ist frei erfunden, aber immer wieder werden Tatsachen eingestreut über Dinge oder Menschen, die es wirklich gibt oder gab. Hier konnte ich noch eine ganze Menge dazulernen. 


    Außerdem ist die Geschichte sehr unterhaltsam. Die Protagonisten sind durchweg interessant dargestellt und zeichnen sich durch etwas Besonderes aus. Ständig passiert etwas Neues und Aufregendes - langweilig wird es hier nie. Zudem ist die Erzählung mit einer gehörigen Portion Humor gespickt. So gibt es zwischen all den spannenden Szenen hin und wieder auch etwas zum Schmunzeln.


    Für Kinder ab ca. 12 Jahren ist dies ein toller Abenteuerroman, aber auch viele Erwachsene werden ihre Freude daran haben.


    Die Reihe „Chroniken der Weltensucher“:

    1. Die Stadt der Regenfresser

    2. Der Palast des Poseidon

    3. Der gläserne Fluch

    4. Der Atem des Teufels

    5. Das Gesetz des Chronos


    ★★★★★


  2. Cover des Buches Wanda (ISBN: 9783958131583)
    Karl May

    Wanda

     (12)
    Aktuelle Rezension von: dreamlady66
    (Inhalt, übernommen)
    Im musikalischen Verein der kleinen Stadt soll Hof gehalten werden, ein Spiel, welches dem Vergnügen dient und bei dem die Frauen ersteigert werden dürfen. Auch die schöne, adelige Wanda hat es in diesen Kreis von Bürgern und Handwerkern geschafft. Diese fühlen sich geehrt.
    Doch bevor die Feier so richtig losgehen kann, passiert im Nachbarort ein Brandunglück.
    Die Feier wird unterbrochen und zwei Männer, der Schmied und der Schornsteinfeger, eilen zu Hilfe.
    Dabei tritt Emil Winter, der Schornsteinfeger, mutig und uneigennützig hervor. Das imponiert anschließend auch Wanda und Emil gewinnt ihre Zuneigung.
    Es könnte alles harmonisch verlaufen, wenn da nicht Wandas aufgeblasener Verlobter Herr von Säumen wäre. Er sieht seine Verlobung und seine Geschäfte in Gefahr und möchte den örtlichen Rivalen gerne ausschalten.

    Zum (bekannten) Autor:
    Karl Friedrich May wurde am 25.02.1842 in Ernstthal (Sachsen) geboren und zählte jahrzehntelang zu den am Häufigsten gelesenen deutschen Schriftstellern. Bekannt wurde er mit seinen Abenteuerromane vom legendären Indianer Häuptling der Apachen Winnetou und seinem Blutsbruder Old Shatterhand, welche für viele lange Zeit Idole für Frieden und Moral darstellten.
    Seine Reiseerzählungen spielen im 19. Jahrhundert zum Großteil im Orient, in den Vereinigten Staaten und in Mexiko. Seine Romane faszinieren besonders, da Karl May selbst erst einige Jahre vor seinem Tod die Länder bereiste, sie aber durch Reiseberichte anderer so detailreich schildert, als wäre er selbst mehrfach vor Ort gewesen. Einige seiner Werke wurden sehr erfolgreich verfilmt.
    Seit 1952 werden Karl May's Abenteuergeschichten jedes Jahr im Freilichttheater Bad Segeberg aufgeführt und erfreuen sich großer Beliebtheit.
    Ebenso sind diverse Hörspiele und Hörbücher erschienen und als Comics umgesetzt worden. Karl May starb am 30.03.1912 in Radebeul.

    Gesamteindruck/Eindruck/Schreibstil:
    Danke an die Edition Oberkassel für dieses Rezensionsexemplar.
    Man findet schnell in die Geschichte.
    Der umtriebige und bestens bekannte Autor (für mich seit Kindheitsbeinen an) hat einen flüssigen Schreibstil gewählt, der auch wirklich gut lesbar ist, man fühlt sich sofort mittendrin im Geschehen.
    Der Krimi ist spannend geschrieben und die passende Liebesgeschichte wurde harmonisch mit integriert.
    Auch die einzelnen Charaktere wirken authentisch.

    Ich vergebe eine klare Leseempfehlung und bewerte dieses spannende Buch gerne mit 5 *.
    Wunderbar geeignet für heisse, laue Sommertage...
  3. Cover des Buches Durch die Wüste - Karl May´s Gesammelte Werke Band 1 (ISBN: B004W1ISZW)
  4. Cover des Buches Alles Mythos! 20 populäre Irrtümer über den Wilden Westen (ISBN: 9783806224078)
    Alexander Emmerich

    Alles Mythos! 20 populäre Irrtümer über den Wilden Westen

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Buchwurmchaos
    Aus der Reihe "Alles Mythos!" habe ich den Band des Autors Alexander Emmerich gelesen, der seine Promotion über Amerikanische Geschichte schrieb. Er lässt uns hier teilhaben an 20 populären Irrtümern über den Wilden Westen, Falschwissen oder ungenaues Wissen, das teils absichtlich durch Westernfilme und Romane verbreitet wurden und sich bis heute in unseren Köpfen halten.
    Ob es dabei um das Leben der Indianer geht, der Urbanisierung unwirtlicher Gegenden durch europäische Einwanderer, ob um bekannte Revolverhelden oder schlicht um das Leben und Wirken von Karl May, ich persönlich war manchmal fast erschlagen von der Informationsflut, die mir in jedem Kapitel entgegenkam.
    Hatte ich ursprünglich gedacht, ich würde hier kurz und knapp über Kleinigkeiten informiert, wurde mir schnell klar, dass ich ein fast 100 Jahre umfassendes Geschichtsbuch in den Händen halte, das nicht zeitlich chronologisch erzählt, sondern hinter einzelnen Stichpunkten genauer nachhakt und auf die Unsinnigkeiten bisheriger Meinungen aufmerksam macht. Dass es dabei natürlich in verschiedenen Kapiteln zur Wiederholung von Fakten kommt, ist nicht zu vermeiden und eher hilfreich.
    Ich hatte unzählige Aha-Effekte, bin neugierig geworden auf viele andere Bücher und Ausstellungen, auf Western Filme aller Art, mein Horizont der Bildung wurde erweitert, meine eingefahrene Meinung oft rehabilitiert und geändert, daher vergebe ich die volle Punktzahl und möchte das Buch jedem interessierten Leser empfehlen.
    Wer auch an der heutigen USA interessiert ist, viele kulturelle Entwicklungen, Gesetze und politischen Einstrellungen verstehen möchte, der kommt nicht umhin, sich mit der Eroberungsgeschichte zu befassen. Hier wird sie locker und mit Begeisterung erzählt, oft mit den dementsprechenden Verweisen, woher unser falsches Wissen stammt und warum dies über all die Jahre nie revidiert wurde.
    Trotz all der Lobhudelei über diese Ausgabe hoffe ich, dass der Verlag eine erweiterte Ausgabe veröffentlichen wird. Es wäre so hilfreich, geschichtliche Karten der USA mit Landesbegrenzungen, Trecktouren, Lebensräume verschiedenen Indianerstämme zur Hand zu haben. Freuen würde ich mich auch über Abbildungen der Vegetation, der Waffen, der vorgestellten Personen, viel gelesenes Wissen verliert sich doch sehr schnell, wenn man es nicht bildhaft unterstützt präsentiert bekommt.
    Zum Überlesen und Vergessen ist mir das zusammengetragene und liebevoll ausformulierte Wissen des Autors zu schade!

  5. Cover des Buches Blood Brother (ISBN: B008O4GNLE)
    Elliot Arnold

    Blood Brother

     (2)
    Aktuelle Rezension von: RobinBook
    Ein wunderschönes Buch und eine hier bereits vorliegende ebenso gute Rezension, der ich eigentlich nur folgende Information hinufügen möchte:
    Dieses Buch - ebenso wie sein Vorläufer "Cochise" - erschien sehr wohl auch auf Deutsch. Ich besitze beide Bände aus den 60er Jahren aus dem Karl-May-Verlag Bamberg. Sie sind ähnlich wie die klassische Karl-May-Reihe gestaltet, nur besitzen sie statt des grünen einen violetten Einband.
    Lt. Amazon gab es zu Cochise 1975 unter der ISBN 3780210053 eine Neuauflage und 1976 zu Blutsbrüder unter der ISBN 3780210061. Meiner Meinung nach beides 5-Sterne-Bücher, die völlig zu Unrecht in Vergessenheit zu geraten drohen.
  6. Cover des Buches Auf phantastischen Pfaden (ISBN: 9783780225993)
    Thomas Le Blanc

    Auf phantastischen Pfaden

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Der Band vereint Erzählung, die vom magischen Orient bis in die Wildnis des Wilden Westens reichen. Das Flair von Tausendundeiner Nacht sowie die urtümliche, geheimnisvolle Welt der Schamanen sind das Universum, in dem die Auoren neue Geschichte mit bekannten Helden erzählen. Phantastische, unerklärliche Abenteuer, die Old Shatterhand in seinen rationalen Werken verschwieg, unbekannte Geschichten aus Winnetous Kindheit, skurrile Abenteuer von Hadschi Halef Omar, aber auch Lord Castlepool und Karl May selbst treten hier auf. Ein bunter Reigen, der absolut lesenswert ist! Der Stil Karl Mays ist hier perfekt umgesetzt. Eine phantastische Hommage an einen großen Abenteuerschriftsteller, der aller schlechten Presse trotzt und immer neue Leser in seinen Bann zieht. Sein Werk überdauert die Zeit und ist hier in Fantasy-Form genauso spannend wie im Original. Für alle Fans und diejenigen, die es werden wollen eine warme Leseempfehlung!

  7. Cover des Buches Winnetou. Erster Band (Taschenbuch) (ISBN: 9783780211071)
    Karl May

    Winnetou. Erster Band (Taschenbuch)

     (186)
    Aktuelle Rezension von: seoirse_siuineir

    Nachdem die Figur des "Winnetou" bereits seit Mitte der 1870er von Karl May in verschiedenen Erzählungen zum Leben erweckt worden war, erschienen im Jahr 1893 mit "Winnetou, der Rote Gentlemean" die heute als klassische "Winnetou-Trilogie" bekannten Bände in der neuen Buchreihe der "Gesammelten Reiseerzählungen".

    "Winnteou  I" schrieb May komplett neu. Der Roman erzählt vom erstmaligen Zusammentreffen des Ich-Erzählers Old Shatterhand mit dem Apachenhäuptling Winnetou und ist damit sehr für als Einstieg in Mays "Winnetou-Universum" geeignet; die Herkunft der in späteren Romanen wieder auftauchenden Waffen "Bärentöter" und "Henrystutzen" werden hier beschrieben. Die Handlung spielt im Jahre 1860, wie man aus einer Bemerkung in "Winnetou II" ableiten kann (in einer Szene, die unmittelbar an Teil 1 anschließt, bemerkt May, daß sich die USA kurz vor Ausbruch des Sezessionskriegs befinden, der 1861 begann) .

    Das Buch ist leicht zu lesen und durchaus auch für Jugendliche geieignet. Sicherlich ist Mays Sprache aus dem 19. Jahhrhundert zumindest in einigen Passagen etwas gewöhnungsbedüftig (Beispiel: "Aber, Sam, eine Indianerin!" - "Was ist das weiter? Würde sogar eine Negerin heiraten, wenn sie nicht schwarz wäre."), und die Verwendung des Worrtes "Rasse" ("Ja, die rote Rasse liegt im Staerben.") war für May völlig normal - das entsprach dem damaligen Zeitgeist, insofern ist der Roman natürlich auch ein Produkt seiner Zeit. Mays christliches Weltbild, welches er vor allem in seinem Alterswerk extrem hervorkehrt, kommt hier (noch) nicht so stark zum Vorschein. Mit seiner im Gespräch mit Klekih-petra anklingenden politischen Einstellung muß man nicht unbedingt übereinstimmen: Der aus Deutschland stammende "Lehrer der Apachen" war während der Revolution von 1848/49 ein politischer Agitator der Demokraten und mußte deshalb nach der Niederschlagung der Revolution nach Amerika fliehen. Klekih-petra zeigt große Reue für sein damaliges Verhalten und versucht durch die Hinwendung zu Gott seinen Frieden zu finden.

    Erstmals hatte ich den Roman im Alter von ca. 10 Jahren gelesen (in Frakturschrift, die Ausgabe stammte aus den 1930ern), aktuell habe ich ihn nochmals als Hörbuch gehört (gelesen von Heiko Grauel - diese Version ist mit einer Dauer von 15:28 STD weitgehend vollständig und gibt den Originaltext des Karl-May-Verlag wieder, auch wenn hin und wieder ein Nebensatz weggelassen wird - im Gegensatz zu der Version von Karlheinz Gabor (12:48 STD), die als "ungekürzt" beworben wird, bei der aber starke Abweichungen vom Originaltext auftreten und größere Passagen weggelassen werden) und finde den Roman nach wie vor lesens- bzw. hörenswert. "Winnetou" gehört für mich zu den Klassikern des Abenteurromans.

  8. Cover des Buches Winnetou. Zweiter Band (ISBN: 9783780215086)
    Karl May

    Winnetou. Zweiter Band

     (125)
    Aktuelle Rezension von: itwt69
    Im 2.Teil des Abenteuerklassikers treffen die beiden Protagonisten mit Old Firehand zusammen. Natürlich gilt es wieder zahlreiche Probleme im Wilden Westen zu lösen und diverse Schurken zu entlarven. Sehr spannend und abwechslungsreich, zudem lernt man den Häuptling der Apachen näher kennen und er wird noch sympathischer. 4,5 🌟
  9. Cover des Buches Moderne Helden (ISBN: 9783780205643)
    Katharina Maier

    Moderne Helden

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Der Weg nach Waterloo (ISBN: 9783780217561)
    Karl May

    Der Weg nach Waterloo

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Lerchie
    Dieses Buch spielt in der Zeit Naploleons I. Ein junger deutscher Offizier kann nicht zulassen, dass ein Marschall der deutschen Soldaten in Paris beleidigt wird. Der Beleidiger nimmt seine Worte nicht zurück und wird von Hugo von Greifenklau georfeigt. Der Offizier schwört Rache. Auf dem Heimweg bewahrt Hugo eine junge Französin vor den Belästigungen von Russen. Er wird von ihr eingeladen, und die beiden verlieben sich ineinander. Leider ist sie gerade die Schwester des georfeigten französischen Offiziers. Und dann gibt es da noch eine Kriegskasse, die er finden will. Wie Hugo von Greifenklau es schafft, die Frau seines Herzens durch die Wirren des Krieges und obwohl auch Napoleon ein Auge auf sie geworfen hatte (bei Karl May) ist spannend und interesant zu lesen. Wer Abenteuer mit einer kleinen Liebesgeschichte vermischt und auch noch Historisches mag. der wird diese Bücher gerne lesen. Ich mag Karl-Mai-Bücher!
  11. Cover des Buches Old Shatterhand in der Heimat (ISBN: 9783780215796)
    Lothar Schmid

    Old Shatterhand in der Heimat

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Pierre Brice – Unvergesslicher Winnetou (ISBN: 9783780230751)
    Michael Petzel

    Pierre Brice – Unvergesslicher Winnetou

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch
    Karl May- Experte Michael Petzel hat zum Gedenken an den kürzlich verstorbenen Schauspieler Pierre Brice diesen herrlichen Bildband herausgebracht.
    Die Fotoauswahl ist wirklich vielseitig. Man erlebt Pierre Brice nicht nur als geheimnisvollen Winnetou sondern auch als Spassvogel, der bei den Dreharbeiten für Scherze zu haben ist! Nie zuvor sah ich etwa Winnetou mit rausgestreckter Zunge- ein Foto, das bei Fans auf wenig Gegenliebe stiess. Ausserdem beschränken sich die Aufnahmen nicht allein auf die Karl May-Filme. Man sieht Szenenbilder von anderen Rollen und Staraufnahmen von Pierre Brice als französischem Schauspieler. Etwa in seiner Wohnung, mit seinem Dackel oder als Sänger.  Ich muss gestehen, die Scherze bei den Dreharbeiten z B bei Winnetous Sterbeszene sind nicht so mein Fall. Ich finde es andererseits aber richtig, Pierre Brice nicht nur als ernsthaften Indianer zu zeigen. Fotos von Veranstaltungen zeigen den damaligen Glamour der Schauspielszene, auch gemeinsame Bilder wie etwa mit Daliah Lavi gefallen mir sehr.
    Michael Petzel, der Pierre Brice persönlich traf (sehr witzige Geschichte), schrieb eine stimmige Zusammenfassung über den französischen Superstar.
    Mich hat trotzdem überrascht, dass sowohl Winnetou als auch Pierre Brice heute derart polarisieren. Kinderheld Winnetou löst bei abgeklärten Erwachsenen befremdeten Zynismus hervor und die politischen Aktivitäten Pierre Brice werden von Petzel merkwürdig distanziert beschrieben, als müsse sich Brice schämen, als Soldat gegen den Kommunismus gekämpft zu haben. (Er war auch gegen die Nazis tätig und für Unicef) Hingegen findet er schmeichelnde Worte für Co-Star Klaus Kinski.  Die Werte Winnetous, die Pierre Brice mit so viel Herz in die Karl May-Klassiker gelegt hat, erscheinen uns heute fremder denn je.  Für mich bleibt Winnetou eine Sehnsuchtsfigur, die Pierre Brice mit viel Wärme und ganz ohne Zynismus ehrlich verkörperte. Auch wenn er mit anderen Filmen keine grossen Erfolge hatte, so erfüllte er diese Rolle auf seine persönliche Art mit schlichter Eleganz. Diesen Charme hatte nur Piere Brice. Als kleines Detail gefällt mir das abgedruckte Autogramm der Schauspielers. Eine sehr schöne Erinnerung.

  13. Cover des Buches Das magische Tor im Kaukasus (ISBN: 9783780225085)
    Friedhelm Schneidewind

    Das magische Tor im Kaukasus

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Statt sich bei den Haddedihn vom Abenteuer mit Kapitän Nemo erholen zu können, wird Kara Ben Nemsi von Mara Durimeh nach Georgien geschickt – und Halef lässt es sich natürlich nicht nehmen seinen Sihdi zu begleiten. Ein geheimnisvoller, reicher Amerikaner hat im Kaukasus ein Tor zur Geisterwelt geöffnet – und deren Schicksal steht jetzt auf dem Spiel, da die Magie aus diesem Riss blutet. Die beiden Freunde sollen den Amerikaner aufhalten. Dabei werden sie von alten Freunden unterstützt und es ist nur eine Frage der Zeit bis Kara Ben Nemsi wieder zu Old Shatterhand werden muss.

    Ich kenne die Vorgängerbände und hatte auch bei diesem achten Band befürchtet, dass ich die sprachlichen Schwächen wiederfinde, die die Lektüre der anderen etwas anstrengend gemacht haben. Das Gegenteil habe ich gefunden! Ich bin mitgerissen worden, von der ersten Seite an. Karl Mays Stil wurde exakt getroffen. Die Diskurse sind brillant, „Sachinformationen“ absolut genial eingebaut. Die Sprache trägt den Leser auf Händen. Die Motive aus Karl May sind unaufdringlich, mit Wiedererkennungswert und doch neu eingebaut. Alles ist vorhanden! Der Überfall auf eine „Hazienda“ – in diesem Fall ein kaukasischer Hof –, Anschleichen und „Dummheiten“ von Reisekameraden, die in bester Karl May-Manier den Helden glänzen lassen. 

    Das Buch erzählt ein eigenständiges Abenteuer, das sich unabhängig lesen lässt, aber ein paar Motive und Elemente aus den vorangegangenen Abenteuern aufnimmt. Diese werden allerdings erklärt soweit sie erklärungsbedürftig sind. 

    Der Magische Orient wartet immer wieder mit kleinen Überraschungsgästen auf, die mal mehr, mal weniger in das Abenteuer verwickelt sind. So kann man sich hier unter anderem auf Bertha von Suttner und die Pinkerton-Detektive freuen – ohne, dass ich damit schon zu viel verraten hätte.

    So hätte Karl May Fantasy geschrieben! Ich ziehe meinen Hut vor Friedhelm Schneidewind und hoffe, dass er noch viele Bücher für den Magischen Orient schreiben wird. Ich vermisse ihn schon jetzt! Alle Schwächen seiner Vorgänger hat er vom Tisch gefegt. Die Charaktere sind lebendig, die Geschichte überzeugend und sprachlich ist das Abenteuer einfach ein Genuss! Originalität, Fantasy und technisches Geschick treffen auf Karl May und seine bunte, aufregende Abenteuerwelt. Eine würdige Hommage!

    Für Fantasy- und Karl May-Fans ein absolutes Muss!

  14. Cover des Buches Die Kinder des Herzogs (ISBN: 9783780215772)
    Karl May

    Die Kinder des Herzogs

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Das Zauberwasser (ISBN: 9783780217486)
    Karl May

    Das Zauberwasser

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Das Zauberwasser

    Der Graf von St. Germain hat sich einen unglaublichen Ruf erworben: er ist unsterblich, ein Magier, der auch anderen die Unsterblichkeit zuteilwerden lassen kann und er kann Edelsteine in ihrem Wert verdreifachen. Der Baron von Langenau glaubt nicht an diesen Ruf, denn St. Germain hat seinen Vater einst ruiniert und in den Selbstmord getrieben. Auf seinen diplomatischen Missionen begegnet ihm St. Germain immer wieder, doch er ist nicht zu fassen. Zu viele mächtige Herrscher stehen dem Magier zur Seite. Langenau muss auf seine Rache warten.

     

    Phi-Phob, der Schutzgeist

    Die beiden Engländer Phelps und Shower reisen durch Indien. Bei einem Handel mit den Mang-thras kommt ihnen eine Uhr abhanden. Ihr chinesischer Führer Fi erfährt von seinem Schutzgeist, dass die Mang-thras die Diebe sind und die Gesellschaft bricht auf, die Uhr zurückzuholen.

     

    Am „singenden Wasser“

    Ralph Hallers, der Westläufer, besucht zusammen mit seiner schönen, wohlhabenden Frau seinen Bruder Job. Wie mag der arme Westmann nur zu diesem Mädchen gekommen sein? Ralph erzählt eine abenteuerliche Geschichte.

     

    Schwarzauge

    Die schöne Häuptlingstochter Intha-tisle hat dem Mormonen Gideon den Kopf verdreht. Da sie sich ihm verweigert sinnt er darauf, sie sich mit Gewalt zu nehmen. Jedoch haben die Indianer ihre eigene Art mit Beleidigern umzugehen. So nimmt eine furchtbare Tragödie ihren Lauf.

     

    Das Hamaïl

    Eine Raubkarawane lauert auf Beute. Ihr Verbündeter soll ihnen Kaufleute zuführen. Deren Tod ist beschlossen. Doch es kann noch einen Ausweg geben…

     

    Die Söhne des Upsaroka

    Old Shatterhand und Winnetou sind mit Dick Hummerdull und Pitt Holbers in der Prärie unterwegs als ihnen eine Indianerin begegnet. Sie berichtet, dass ihre Söhne unerlaubterweise ihrem Vater auf einem Kriegszug gefolgt sind, um sich einen Namen zu machen. Da sie die falsche Richtung eingeschlagen haben, sind sie den feindlichen Indianern in die Arme geritten. Die Westmänner machen sich zu ihrer Rettung auf.

     

    Das Kurdenkreuz

    Kara Ben Nemsi reist mit Hadschi Halef Omar durch kurdisches Gebiet. Dabei rettet er eine Frau, die von Hunden zu Tode gehetzt werden sollte. Diese Tat macht ihn zum Feind der Mir-Mahmalli. Der Stamm der Geretteten bietet ihm Gastfreundschaft, doch schon bald geraten die beiden Helden wieder in Gefahr.

     

    Schefakas Geheimnis

    Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar waren Gäste der Schirwani-Kurden, doch beim Abschied wissen sie genau, dass diese auf verrat sinnen. Zu verlockend sind die kostbaren Pferde und Waffen. Sie werden in die Arme der Sebari-Kurden getrieben, die ihnen erst Gastfreundschaft bieten und sie dann verraten.

     

    Der Gitano

    Auf dem Weg nach Tolada wird eine Gruppe Reisender von Carlisten gefangen genommen. Die Soldaten beschließen ihren Tod, doch das hübsche Zigeunermädchen soll ihrem Privatvergnügen dienen. Sie haben nicht mit dem Gitano gerechnet.

     

    An den Ufern der Dwina

    Oberst Graf Milanow steckt bis zum Hals in Schulden. Nur die Hochzeit mit seiner Cousine Paulovona kann ihn sanieren, doch ihr Herz gehört bereits dem deutschen Baron von Felsen. Milanows versucht seinen Nebenbuhler mit allen Mitteln auszuschalten, doch dieser ist ihm immer einen Schritt voraus.

     

    Himmelslicht

    Auf dem Weg zu den Haddedihn befreien Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar zwei Feueranbeter aus den Fängen fanatischer Pilger. Die beiden Befreiten sind auf dem Weg, den Vater des einen auszulösen, der von räuberischen Aneïseh gefangen gehalten wird. Kara und Halef bieten ihre Hilfe bei der Befreiung an.

     

    Es Ssabi – Der Verfluchte

    Kara Ben Nemsi wird vom Wali Said Kaled Pascha gebeten, die Pension für einen verdienten Mir Alai zu überbringen. Als Geleitschutz werden ihm zwei Arnauten beigegeben, die ihn allerdings verraten. Kara muss sich nicht nur vor seinen hinterlistigen Begleitern in Acht nehmen, auch der Mir Alai ist als fanatischer Moslem bekannt, der sogar seinen Sohn um des Glaubens willen verstoßen hat.

     

    Bei den Bachtijaren

    Auf ihren Reisen begegnen Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar einem Händler, der die geheimnisvolle Salbe der ewigen Jugend verkauft. Nun hat Halef seiner Frau versprechen muss, ihr diese mitzubringen – allerdings nicht aus den Händen des Händlers, sondern direkt von der mysteriösen Quelle. Auf der Suche nach ihr begeben sich die beiden in große Gefahr.

     

    Auferstehung

    Auf seinen Reisen im Amazonas Gebiet trifft der Ich-Erzähler auf den unausstehlichen Perdido, der allen mit seinen gewalttätigen Ausbrüchen und Gotteslästerungen das Leben schwer macht. Unverhofft kommt der Ich-Erzähler allerdings seiner Geschichte auf die Spur.

     

    Ein bunt zusammengestellter Erzählungsband, der viele Einblicke in Karl Mays Welt ermöglicht. Von Winnetou bis Kara Ben Nemsi, von spannenden Abenteuererzählungen über eher komische Begebenheiten bis zu religiös gehaltenen Geschichten trifft man hier auf Mays ganz eigene Welt. Ich liebe es all seine Facetten zu entdecken, seine Versionen biblischer Gleichnisse (der „Verlorene Sohn“ ist ein beliebtes Thema mit vielen Varianten) zu sehen und vor allem seine Abenteuergeschichten, die außerhalb seiner bekannten Orient- und Amerikawelten spielen, zu finden. Gerade „Das Zauberwasser“ und „An den Ufern der Dwina“ finde ich großartig.

    Wieder mal stehe ich aber der Verlagspolitik skeptisch gegenüber. Dass ich einige Geschichten aus „Orangen und Datteln“ kenne, kann ich akzeptieren. Das Buch stammt schließlich aus einem anderen Verlag. Aber dass Erzählungen aus „Halbblut“ erneut abgedruckt werden, hat mich irritiert. Im Nachwort gibt der Verlag eine Erklärung dazu und es mag richtig sein, dass die Alterserzählungen, die hier vormals enthalten waren, mit ihrem eher ruhigen Ton neben den spannenden Abenteuern seiner Hochzeit verblassten und selbständig zusammengebunden besser vom Leser gewürdigt werden können, aber an ihrer Stelle bereits in Vorgängerbänden publizierte Erzählung erneut abzudrucken, lässt doch leisen Ärger aufkommen. Zumal es sich um ziemlich viele Wiederholungen handelt und nicht nur zwei oder drei, die die Seitenzahl voll machen sollen.

    Fazit: Die Erzählungen sind spannend und haben die gewohnte Karl May-Qualität. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kann es jedem empfehlen, der sich auf Karl Mays-Abenteuerwelt einlassen möchte. Die Verlagspolitik bleibt mir etwas dubios, doch die Ausgaben sind wunderschön aufgemacht, mit Vor- oder Nachwort versehen, die eine Menge erklären. Dass ich persönlich mir eine andere Herangehensweise an Mays-Werk wünsche, steht auf einem anderen Blatt und ist Geschmackssache. „Das Zauberwasser“ lohnt sich allemal!

  16. Cover des Buches Winnetou und Old Shatterhand (ISBN: 9783614530910)

    Winnetou und Old Shatterhand

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Die Räuberbande (ISBN: 9783902950727)
    Leonhard Frank

    Die Räuberbande

     (6)
    Aktuelle Rezension von: PaulTemple
    Mit herzerwärmender Sprache und stark autobiographisch geprägt, erzählt der Autor über die Erlebnisse einer Kinderclique in Würzburg des späten 19. Jahrhunderts. Anfangs noch ganz vernarrt in die Abenteuer von Winnetou etc, planen die Kinder ihre Emigration in den Wilden Westen, leisten Treueschwüre auf ihre Räuberbande und halten fest zusammen.  Doch im Laufe der Zeit, aus den Kindern werden Jugendliche und schließlich Erwachsene, verändert sich das soziale Gefüge und aus der homogenen Gruppe werden Individien, die sich letztlich in der einst verhassten Erwachsenenwelt behaupten müssen. 
    Ein wundervoller Schmöker voller interessanter Charaktere - Lesetipp!
  18. Cover des Buches Winnetous Erben (ISBN: 9783780217332)
    Karl May

    Winnetous Erben

     (31)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Satan und Ischariot (ISBN: 9783937070285)
    Karl May

    Satan und Ischariot

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Eine Feder für Winnetou (ISBN: 9783780230218)
    Bernhard Schmid

    Eine Feder für Winnetou

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Winnetou (ISBN: 9783780230041)
    Karl May

    Winnetou

     (7)
    Aktuelle Rezension von: MamaBuecherschrank
    Wer kennt sie nicht, die Geschichte von "Greenhorn" Old Shatterhand und seinem Blutsbruder Winnetou, dem Häuptling der Apachen?  ein Ingenieur aus Deutschland kommt in den wilden Westen, um dort die Eisenbahn zu bauen. Mehr durch Zufall gerät er dabei in ein Abenteuer und befreit Winnetou, den Sohn des Häuptlings der Apachen vom Marterpfahl. Dabei bleibt er aber unerkannt. Wenig später wird er selbst von den Apachen gefangen genommen, die ihn für ihren Feind halten. Niemand glaubt ihm die Geschichte von der Befreiung des Häuptlingssohns, aber dem Fremden wird die Chance gegeben, seine Unschuld im Wettkampf gegen Winnetou zu beweisen.  Dieses Buch hat Kultstatus. So ziemlich jeder aus meiner Generation, der sich für Bücher interessiert hat es auch gelesen. Ich selbst habe mich mehrmals daran versucht und bin nie wirklich damit warm geworden. Der Schreibstil ist mir viel zu schwülstig. Karl May bombardiert seine Leser mit einer Fülle von Charakteren, von denen auch der unwichtigste bis ins kleinste Detail beschrieben wird. Genauso endlos sind auch die Landschaftsbeschreibungen. Die Handlung an sich hat mit der Realität nicht allzu viel zu tun, aber fundierte Recherchen waren zu Mays Zeiten wohl eher unüblich. Es tut mir für alle Fans seiner Werke Leid, aber ich verbinde die Bücher mit gähnender Langeweile und werde damit auch nach unzähligen Anläufen einfach nicht warm.  Am Ende noch eine Warnung: Filme und Bücher lassen sich in diesem Fall absolut nicht mit einander vergleichen! Während die Filme eher wie Komödien wirken sind die Bücher recht ernst gehalten! 
  22. Cover des Buches Ein Geheimnisbuch (ISBN: 9783250108047)
    Friedrich Kröhnke

    Ein Geheimnisbuch

     (3)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint
    Wer seine Kindertage in den 70ern des vergangenen Jahrhunderts verlebt hat, wird dieses Buch lieben und auf vielen Seiten dieser Erzählung Déjà-vus haben. Liebevoll berichtet das Buch von den Zwillingen Alexander (Sascha) und Abel Amelung, dessen Mutter Schriftstellerin ist und der Vater (Chemiker) sie mit zehn Jahren bei Buchclubs anmeldet und so deren Lust und Freude an Büchern begründet. Fortan leben die Zwillinge in den Welten des Karl May und Enid Blyton's und anderer großer Autoren. Während sich das Leben Alexanders "normal" entwickelt, driftet Abel mehr und mehr ab in eine Welt der Depression und der Schmerzmittel. Sie rufen einander Tag und Nacht an und am Telefon erinnern sie sich an die glückvoll verbrachten Stunden mit dieser und jener Buchserie. Leicht und flüssig geschrieben entlocken manch Erwähnungen von Buchtiteln und Buchszenen des Autos ein melancholisches Seufzen.
  23. Cover des Buches Das Buschgespenst (ISBN: 9783780217646)
    Karl May

    Das Buschgespenst

     (12)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Vom Glück mit Büchern zu leben (ISBN: 9783766719348)
    Stefanie von Wietersheim

    Vom Glück mit Büchern zu leben

     (17)
    Aktuelle Rezension von: leselea

    Die Autorin Stefanie von Wietersheim und die Photographin Claudia von Boch präsentieren in Vom Glück mit Büchern zu leben 20 Porträts über (mir mehr oder weniger) bekannte Persönlichkeiten und ihr Leben mit Büchern. Bei den Porträtierten handelt es sich hauptsächlich um Menschen, die direkt mit Büchern arbeiten (Buchhändler, Autoren, Verleger etc.), oder um Personen, die auf verschiedene Weise im künstlerischen Bereich tätig sind (Bildende Künstler, Entertainer etc.). Allen 20 ist gemein, dass sie sich selber als Bibliophile betrachten und Bücher ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens sind.

    Die Aufmachung des Bildbandes ist sehr ansprechend. Nach einer schönen, gefühlvollen Einleitung reihen sich die einzelnen Porträts aneinander, die alle nach einem bestimmten Muster aufgebaut sind: Porträtaufnahme der Persönlichkeit, eine kurze Sentenz, die den folgenden Inhalt zusammenfasst, Name und Funktion; Bilder und Text zur privaten Bibliothek und zum Leben mit Büchern; ein abschließendes Interview zu Mein schönster Satz, Dieses Buch hätte ich gerne geschrieben, Ein Klassiker, der mich zu Tode langweilt etc.

    Ich fand es unheimlich interessant und faszinierend einen Blick in die Bücherregale fremder, mir teilweise bekannter Persönlichkeiten zu werfen: Wie viele Bücher besitzen sie? Wie sortieren sie ihre Regale? Sehe ich auf den ersten Blick Bücher, die ich auch besitze? Jeder Lesefreund kennt wohl die Neugier und die Freude an fremden Bücherregalen, wenn man Altbekanntes, aber auch Neues für sich entdeckt. Schön fand ich auch, dass nicht nur die Bücherregale an sich, sondern das gesamte Interieur vor die Linse gebracht wurde. So hat man einen guten Eindruck bekommen, wie Bücher die jeweiligen Wohnungen bereichern und ergänzen und auch, wenn ich mich persönlich weniger dafür interessiere, war es spannend auf einen Schlag direkt 20 verschiedene Einrichtungsstile präsentiert zu bekommen.

    Die Fotos – und auf die kommt es bei einem Bildband an – fand ich, soweit ich das beurteilen kann, sehr gut und sehr gelungen. Anders sieht es meiner Meinung nach mit den Begleittext aus, weswegen ich auch einen Stern abgezogen habe: Viele Porträts sind wirklich faszinierend und man kann sich in einigen Persönlichkeiten und in ihrer Leidenschaft für und in ihrem Umgang mit Büchern gut wiedererkennen. Interessant fand ich es auch, einen Blick in die Arbeit eines Buchhändlers oder eines Verlegers blicken zu dürfen; spannend wurde es, wenn die Porträtierten ihre Erfahrungen mit Büchern und Lesen in autoritären Gesellschaften (DDR, Türkei etc.) geschildert haben. Leider gibt es aber auch genauso viele Porträts, die sich meiner Meinung nach durch einen dünkelhaften und elitären Ton auszeichnen und Lesen sowie Bücherliebe ganz in die intellektuelle Ecke schieben. Das fand ich persönlich sehr schade, denn ich bin der Überzeugung, egal, welches Genre, egal, wie wert- und niveauvoll – Hauptsache: Lesen und dabei Spaß haben. Bücher sind für alle da, nicht nur für Promovierte, Klassik-Experten, Fremdsprachengenies und exklusive Sammler.

    Nichtsdestotrotz ein schöner Bildband zum Schmökern, bei dem man den Text ruhig vernachlässigen darf. Zum Verschenken und Immer-Wiederlesen.

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