Bücher mit dem Tag "katastrophe"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "katastrophe" gekennzeichnet haben.

177 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783462005103)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

    (5.449)
    Aktuelle Rezension von: Tessa587

    Warum habe ich solange gebraucht bis es durch gelesen habe? Weil es sehr schwierige Biologische Erklärungen gab die mich zu Tode gelangweilt haben! Das Buch ist super keine Frage, mit 20% weniger Fachausdrücken und dadurch auch weniger Seiten, würde ich es als annährend perfekt erachten. Konnte manche Kommentare über das Ende schlecht nachvollziehen. Ich fand es gar nicht so abwegig, das es so kommt wie es am Ende passiert ist.

  2. Cover des Buches BLACKOUT - Morgen ist es zu spät (ISBN: 9783764507947)
    Marc Elsberg

    BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

    (1.613)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin72

    Thriller oder Realität? 

    Diese Frage geht dem Leser nicht mehr aus dem Kopf. Denn die Story kann jederzeit, überall Realität werden. Beim Lesen wird einem bewußt, wie angreifbar, verletzlich und ungeschützt die Welt gegenüber solchen Attacken ist. Und wie schnell Chaos und Kriminalität ausbrechen, wenn es ums Überleben geht. Und das es ums Überleben geht, vor allem bei eisigen Minustemperaturen, sollte jedem klar sein.

    Packendes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Terroristen und dem Rest der Welt.

  3. Cover des Buches Die Geschichte der Bienen (ISBN: 9783442717415)
    Maja Lunde

    Die Geschichte der Bienen

    (1.084)
    Aktuelle Rezension von: i1arie

    Ich muss gestehen, dass „Die Geschichte der Bienen“ schon über 4 Jahre bei mir im Schrank lag. Jetzt allerdings habe ich mich bereit für den Roman von Maja Lunde gefühlt.

    In dem Roman geht es vereinfacht gesagt um Bienen. Die Geschichte der Bienen wird von drei Generationen betrachten. Dem 1870er, dem 2007 und der 2098. Konkret der Vergangenheit, der Gegenwart und auch der Zukunft.

    Es geht um die Beginne der Bienen und der Imkerei. Das spielt vorwiegend in der Vergangenheit. Wie die Bienen nützlich sind und wie man als Menschen und Bevölkerung von ihnen profitiere kann.

    Die Gegenwart betrachtet das Absterben der Bienen durch Krankheiten. Diese sind ausgelöst durch den Klimawandel und haben Auswirkungen auf die Welt und Lebensmittel.

    Der letzte Abschnitt ist die Zukunft. Hier sind die Bienen schon gestorben und es gibt keine mehr. Die Gesellschaft muss die Pflanzen händisch bestäuben, um noch den Prozess am Laufen halten zu können.

    Es ist wirklich sehr spannend und zeigt die Tragweite der Bienen und auch die Folgen mit dem Verlust dieser. Wirklich eine sehr wichtige Lektüre, welche gelesen werden sollte.

    Auf dem Cover ist eine kleine süße Biene abgebildet. 

  4. Cover des Buches Flugangst 7A (ISBN: 9783426510193)
    Sebastian Fitzek

    Flugangst 7A

    (1.416)
    Aktuelle Rezension von: Manuela_Stengl

    Flugangst hatte ich nie. Deshalb war Flugangst 7A für mich erst mal einfach nur ein Titel. Ein Thriller eben. 

    Ich habe das Buch vor Kurzem zu Hause gelesen – ganz unspektakulär, auf dem Sofa. Und dann passierte das, was bei guten Thrillern passiert: Der „Nur noch eine Seite-Sog“ ergriff von mir Besitz.

    Man klappt das Buch zu – und öffnet es sofort wieder. Nur noch ein Kapitel. Nur noch diese eine Auflösung.

    Was mich an diesem Buch besonders fasziniert hat, waren nicht die Turbulenzen in der Luft, sondern die psychologischen Abgründe der Akteure. Und diese perfide Konstruktion der Geschichte, bei der man irgendwann merkt: Hier wird mit einer Ur-Angst gespielt. Mit Moral. Mit Schuld. Mit Manipulation.

    Und plötzlich sitzt man da – völlig sicher auf dem eigenen Sofa – und fühlt sich trotzdem innerlich unter Druck gesetzt.

    Ein Moment hat mich dabei besonders beschäftigt: Ich habe mich angesichts des Motivs des Entführers ertappt gefühlt. Und mich mich gefragt, ob dieses Buch manche Menschen dazu bringt, ihr eigenes Verhalten in diesem Punkt zu überdenken.

    Und genau das ist es, was für mich einen starken Psychothriller ausmacht: Nicht nur Spannung beim Lesen, sondern der bleibende Eindruck.

    Warum ich dir das erzähle?

    Weil Flugangst 7A für mich wieder einmal gezeigt hat: Manchmal ist Angst ein hervorragender Geschichtenerzähler. Sie zwingt uns, hinzusehen. Sie legt offen, wie gering manchmal unser Einfluss ist und wie leicht wir in Extremsituationen in innere Konflikte geraten können.

    Wenn du Thriller liebst, psychologische Abgründe spannend findest und Geschichten schätzt, die mehr sind als bloße Action, dann ist dieses Buch definitiv etwas für dich.

  5. Cover des Buches Beautiful Disaster (ISBN: 9783492316286)
    Jamie McGuire

    Beautiful Disaster

    (1.781)
    Aktuelle Rezension von: Borderpath

    Beautiful Disaster ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die mich von der ersten bis zur letzten Seite nicht losgelassen hat. Die Verbindung zwischen den beiden Hauptcharakteren ist so kraftvoll beschrieben, dass man automatisch in ihre Welt hineingezogen wird. Ich habe mit ihnen gebetet, gehofft, geweint, gelacht und manchmal auch richtig mit ihnen gehadert – genau so, wie es ein gutes Buch schaffen sollte.


    Die Dynamik ist intensiv, manchmal chaotisch, manchmal wunderschön, aber immer voller Gefühl. Besonders berührt hat mich, wie echt und greifbar ihre Emotionen wirken. Man spürt die Anziehung, die Konflikte, die Unsicherheiten und die tiefe Verbundenheit – und genau das macht das Buch so fesselnd.


    Für alle, die dramatische Liebesgeschichten mit Suchtfaktor lieben, ist dieses Buch ein echtes Highlight. Ich war hin und weg und werde lange an die Geschichte zurückdenken. Die nächsten Teile sind bereits in meinem Warenkorb, und ich freue mich riesig darauf, die Geschichte weiterzuverfolgen.

  6. Cover des Buches Das Licht der letzten Tage (ISBN: 9783492310239)
    Emily St. John Mandel

    Das Licht der letzten Tage

    (395)
    Aktuelle Rezension von: glamourjunkies

    Station Eleven bzw. Das Licht der letzten Tage ist ein post-apokalyptischer Roman mit zwei Erzählsträngen.
    In einem nicht näher bestimmten hier und jetzt folgen wir einem Schauspieler – Arthur Leander – und den Menschen in seinem Leben. An dem Tag, an dem die Pandemie ausbricht, bricht er mit einem Herzinfarkt auf der Bühne zusammen.
    Innerhalb weniger Tage breitet sich die Pandemie auf der ganzen Welt aus und die Zivilisation bricht komplett zusammen.

    20 Jahre später folgen wir Kirsten, die mit einer Gruppe Schauspieler*innen und Musiker*innen durch Nordamerika zieht und Shakespeare aufführt. Durch sie erfahren wir, wie sich das Leben der wenigen Überlebenden entwickelt hat.
    Alles scheint sich beruhigt zu haben.

    Ich habe mich ehrlich gesagt über den Klappentext im deutschen geärgert, weil der für mich etwas spoilert, was gar nicht sein muss. Aber die Beschreibung im englischen finde ich sehr passend.

    Das ganze ist eine wirklich schöne Erzählung über Menschen, deren Leben durch Begegnungen verbunden sind.
    Der Hintergrund, vor dem ihre Leben erzählt werden, ist eine weltweite Pandemie, die innerhalb kürzester Zeit das Leben völlig verändert. Das Buch wurde schon 2014 geschrieben und ist wohl durch Corona nochmal neu wahrgenommen worden. 2020 wurde es in eine Serie verfilmt.
    Dafür, dass es auch etwas düster ist, finde ich es ein recht hoffnungsvolles Buch.

    Ich finde es sehr unterhaltsam geschrieben und flüssig erzählt.
    Weil die beiden Erzählstränge ineinander verwoben sind, hab ich mich zwischendurch mal gefragt, wo die Geschichte denn wohl hin will.
    Die Autorin schafft es immer wieder das Tempo, oder die Richtung der Geschichte zu änder, so das für mich oft recht offen war, was passieren wird. So, wie sie die Reise dann letztlich anlegt, fand ich schön.

  7. Cover des Buches Der Wal und das Ende der Welt (ISBN: 9783596714292)
    John Ironmonger

    Der Wal und das Ende der Welt

    (507)
    Aktuelle Rezension von: Ralph-Kerpa

    Ein wirklich schöner Roman, der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut. Eine Geschichte aus einer Zeit, in der die Welt unterzugehen scheint. 

    Eine Geschichte, die den meisten bekannt vorkommen dürfte. Eine Geschichte, in der der Zusammenhalt und die Zuversicht den Menschen die Hoffnung gibt, dass eben dies nicht passiert. Der Roman ist kurz vor der Corona Pandemie geschrieben worden, sehr schön geschrieben. 

    Ein lesenswertes Buch, das zum nachdenken anregt.

  8. Cover des Buches EDEN - Wenn das Sterben beginnt (ISBN: 9783764508661)
    Marc Elsberg

    EDEN - Wenn das Sterben beginnt

    (67)
    Aktuelle Rezension von: Konfettiregen

    Mir persönlich fiel der Einstieg in das Buch wahnsinnig schwer. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und es gibt zahlreiche Personen und Schauplätze. Marc Elsberg hat seinen ganz eigenen Schreibstil, an den man sich vielleicht erst etwas gewöhnen muss. Prinzipiell spielt Eden in der gleichen Welt wie sein Vorgänger Blackout, aber beide Bücher sind vollkommen unabhängig voneinander lesbar. 

    Nach einer Weile fiel es mir deutlich leichter, in die Handlung einzusteigen. Die Spannung steigt und Ereignisse, Personen und Handlungsorte vernetzen sich, sodass ein globales Bild entsteht. Allgemein wirkt die Geschichte recht plausibel, teilweise beängstigend nah an unserer politischen und gesellschaftlichen Realität.

    Die Figuren bleiben mir jedoch zu oberflächlich: Sie wirken flach, haben wenig emotionale Tiefe und sind schwer greifbar, sodass sich keine echte Beziehung zu ihnen entwickelt. Die Figurenentwicklung empfinde ich teilweise als unrealistisch, was vermutlich daran liegt, dass die Charaktere zu wenig vertieft dargestellt werden. Auch die Idee einer kleinen Heldentruppe auf Weltrettungskurs wirkt auf mich idealistisch, aber kaum realistisch.

    Den Schreibstil und im besonderen die Dialoge fand ich persönlich zu knapp gehalten und habe sie auch im Vergleich zu realen Gesprächen als sehr anders und ungewohnt empfunden.

    Insgesamt ist das Buch inhaltlich spannend und emotional beunruhigend. Die Gesellschaft und Politik sind realistisch dargestellt. Elsberg Stil ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber man kann sich nach einer Weile gut hineinfinden. 

    Bleibt nur zu hoffen, dass das Szenario reine Fiktion bleibt, denn so unrealistisch wirkt das alles leider nicht.

  9. Cover des Buches Die Straße (ISBN: 9783644050518)
    Cormac McCarthy

    Die Straße

    (717)
    Aktuelle Rezension von: SunnySue

    "Die Straße" von Cormac McCarthy ist ein düsterer Roman, der uns einen Mann und seinen Sohn begleiten lässt, die sich auf dem Weg nach Süden, zur Küste, befinden. In der Hoffnung dort sicher zu sein.

    "Auf dieser Straße gibt es keine Männer, aus denen Gott spricht. Sie sind fort, ich bin allein, und sie haben die Welt mit sich genommen."

    Das Land ist verheert. Alles liegt unter einer dicken Ascheschicht. Es ist kalt. Der Mann und das Kind haben nur wenig Habseligkeiten, die sie in ihren Rucksäcken und in einem Einkaufswagen mit sich haben. Kälte, Hunger und Angst sind ihre ständigen Begleiter. Sie sind immer auf der Suche nach Häusern, die sie vielleicht noch plündern können, damit sie überleben. Die Gefahr geht nicht nur vom Erfrieren und Verhungern aus, nein, auch von anderen Menschen. Anderen Menschen, die töten, um zu überleben. Doch der Mann und der Junge versuchen die Flamme der Hoffnung hochzuhalten.

    "Die Straße" ist ein niederschmetterndes Buch, düster und voller Pein. Und auch wenn der Vater und sein Sohn versuchen positiv zu denken, so wird mir beim Lesen das Herz schwer, ob der Hoffnungslosigkeit und Dunkelheit, die aus jeder Zeile, wie auch zwischen den Zeilen, wie dunkler, zähflüssiger Teer hervorquillt. Vor allem das Kind tut mir leid. Während der Vater sich noch an all die schönen Dinge vor der unbekannten Katastrophe erinnert, kennt der Junge nichts anderes als Hunger, Kälte, Angst und Tod. Was macht das mit einer zarten Kinderseele? Wo bleibt Freude und Licht, die diese Seele wachsen lassen?

    Obwohl Mc Carthy sehr distanziert und nüchtern schreibt, kommen doch all die dunklen Gefühle, all die Hoffnungslosigkeit und Angst deutlich durch - vielleicht liegt das auch gerade an diesem distanziertem Schreibstil, der das Gefühl von einfachem Hinnehmen und Aushalten vermittelt. Auch bleiben Vater und Sohn namenlos, was eine zusätzliche Distanz zu den Charakteren schafft. Was jedoch vom Anfang bis zum Ende bleibt, ist die Liebe zwischen Vater und Sohn.

    "Ich werde mein Versprechen halten, flüsterte er. Ganz gleich, was passiert. Ich werde dich nicht allein in die Dunkelheit schicken."

  10. Cover des Buches Die Anomalie (ISBN: 9783499006975)
    Hervé Le Tellier

    Die Anomalie

    (252)
    Aktuelle Rezension von: Alissila

    Also ich habe es gelesen, weil es eine Empfehlung von einer Freundin war.

    Ich bin mir sicher, dass man diese Buch gut besprechen kann, weil es viele Themen behandelt, bei denen sich die Geister scheiden.

    Für mich war es nicht fesselnd oder spannend. Es war halt einfach ein Roman der eine Irre Theorie behandelt und wie sich die Gesellschaft und die Betroffenen eventuell verhalten könnten.


  11. Cover des Buches Die Wolke (ISBN: 9783473544011)
    Gudrun Pausewang

    Die Wolke

    (954)
    Aktuelle Rezension von: Perse
    • Details:

    Ausgabe: Taschenbuch 

    Erscheinungsjahr: 1987

    Altersempfehlung: ab 12 Jahren

    Verlag: Ravensburger 

    Genre: Jugendliteratur

    Seitenanzahl: 223

    • Inhalt:

    Was niemand wahrhaben wollte, passiert: Deutschland erlebt einen atomaren Unfall. Die 14 Jährige Janna-Berta verliert ihre Familie und ist auf sich allein gestellt.

    • Wie das Buch zu mir gefunden hat:

    Das Buch hat mich über ein Verschenke - Regal gefunden. Ich habe damals den Film im Schulunterricht gesehen und wollte schon immer das Buch dazu gelesen haben, jetzt habe ich es endlich getan...

    • Meinung:

    Das Thema dieses Buches ist nicht ohne. Gudrun Pausewang erzählt klar, hart und authentisch. Ich finde, dass einen beim Lesen der harte Realismus dieser Welt trifft. Es ist nicht alles "Friede, Freude, Eierkuchen" in der Welt, in dieser Gesellschaft und Politik.

    • Fazit:

    Zu Recht den Jugendliteraturpreis 1988 gewonnen. Dieses Werk gehört für mich zur Pflichtlektüre!

    • Empfehlung:

    Für alle, die qualitativ hochwertige Jugendliteratur suchen und/oder Fans von Gudrun Pausewang sind.

    Eine Kauf- und Leseempfehlung von mir!

    • Tipp:

    Schaut euch den gleichnamigen Film von 2006 an.

    • Lieblingszitate:

    "Kein Ton von den Herren, die so gerne reden."

    Prolog - Seite 7

    "Versagen ist menschlich. Mit Versagen nicht zu rechnen, ist verantwortungslos und unmenschlich.''

    Prolog - Seite 9

    "»Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.«"

    Kapitel 1 - Seite 23

    "»Handeln Sie mit Verantwortungssinn!«"

    Kapitel 2 - Seite 33

    "Das also würde der neue Unterschied zwischen Arm und Reich sein."

    Kapitel 8 - Seite 127

    "»Die Leute fangen schon wieder an zu vergessen«,..."

    Kapitel 10 - Seite 153

    "»Menschen sind zu allem fähig«,..."

    Kapitel 10 - Seite 154

  12. Cover des Buches Dry (ISBN: 9783733505011)
    Neal Shusterman

    Dry

    (579)
    Aktuelle Rezension von: Novaa

    In Südkalifornien bricht die Versorgung zusammen, Tap-Out.

    Alyssa, ihr Bruder Garrett und Nachbar Kelton kämpfen ums Überleben, begleitet von Jacqui und Henry. Der Road-Trip zeigt eindrucksvoll, wie schnell Ordnung zerfällt, was Dehydration bedeutet und wie gnadenlos Menschen werden, wenn das Überlebensnotwendige fehlt. Spannend und beklemmend erzählt, mit hohem Tempo. Das Ende wirkt etwas konstruiert, wohl der Jugendzielgruppe geschuldet. Trotzdem ein packender Thriller, der zum Nachdenken über Wasserknappheit anregt. Sehr empfehlenswert!

  13. Cover des Buches Die Geschichte des Wassers (ISBN: 9783442718313)
    Maja Lunde

    Die Geschichte des Wassers

    (398)
    Aktuelle Rezension von: MayaB

    Ich habe das Buch jetzt in zwei Tagen verschlungen, und einerseits fand ich es unglaublich spannend und bewegend und richtig gut, andererseits auch sehr deprimierend und hoffnungslos, und ich weiß gar nicht so recht, wohin mit diesen ganzen Gefühlen. Ich habe mit nichts anderem gerechnet, weil ich meine, dass Die Geschichte der Biene auch eher niederschmetternd ist (das habe ich nie in den Händen gehalten, aber Leute haben davon erzählt) und nach den ersten zwei Kapiteln habe ich erst recht nicht mehr mit einer "schönen" Geschichte gerechnet, aber das ganze hat mich noch mal viel mehr runtergezogen als so viele andere Bücher, und ich kann es gar nicht so richtig verstehen.
    Aber vermutlich, weil die Geschichte so realistisch ist (nicht zwingend auf eine "das wird auf jeden Fall so eintreffen"-Art, sondern eher, dass es auf jeden Fall so kommen könnte). Es liest sich nicht wie eine fantasievolle Geschichte, oder irgendein Thriller, es liest sich nicht mal wie Blackout, das ja auch eher realistisch war, wo immer dieser kleine Hoffnungsschimmer war, dass am Ende alles noch gut werden kann. Es liest sich einfach nur sehr endgültig, und als wäre von Anfang an klar, dass es egal ist, was passiert, weil die Lage so aussichtslos ist, dass es dann doch keinen Unterschied macht.
    Und das ganze mit in meinen Augen durchaus realistischen Figuren. Nicht zwingend Allerwelts-Leute, von denen es überall unglaublich viele gibt, aber eben solche, die es auch gibt, und so normalen Menschen dabei zuzusehen, wie sie in dieser Welt leben/zu überleben versuchen, war schon irgendwie ziemlich ... tragisch?
    Was nicht heißt, dass das Buch komplett grauenhaft endet, oder dass alles nur immer schlechter wird, ich würde sogar behaupten, dass gewisse Hoffnungsschimmer auf jeden Fall vorhanden sind, nur für mich persönlich ist die Situation am Ende irgendwie doch nur die gleiche wie am Anfang, und ich habe einfach nicht das Gefühl, dass irgendwas einen Unterschied machen würde. Zumindest nicht 2041.
    Fand ich die Figuren sympathisch? Nicht wirklich. Aber kamen sie mir mit ihren Fehlern und Ansichten und ihrem Handeln menschlich vor? Zu 100%. Und ich glaube, genau das trägt auch dazu bei, wie sehr mich das alles mitgenommen hat, einfach weil ich denke, das tatsächlich alle so gut gehandelt haben, wie sie konnten, und könnte ich es besser? Nein. Und würde es einen Unterschied machen? Auch nein.
    Es gab im Buch auf jeden Fall einige Handlungsstränge oder Dinge, die ich persönlich nicht gebraucht hätte, und ich fand auch auf jeden Fall nicht alles super, was den Stil oder die Geschichte anging, aber die Geschichte im großen und ganzen, und wie laut sie auf ein Wasser-Problem aufmerksam macht, und wie egal es Menschen ist, was um sie herum in der Welt passiert: das hat mich wirklich sehr bewegt, und (vermutlich auch weil ich nicht so viel besser bin, auch wenn ich mir Gedanken mache) mitgenommen.
    Entsprechend ein in meinen Augen ziemlich fantastisches Buch, aber trotzdem nicht die beste Lese-Erfahrung, egal wie sehr ich's mochte, weil ich glaube, für meine Psyche hätte ich es vermutlich nicht alles an zwei Tagen verschlingen sollen, das war doch sehr viel deprimierendes auf einmal.

  14. Cover des Buches Die Letzten ihrer Art (ISBN: 9783442770403)
    Maja Lunde

    Die Letzten ihrer Art

    (186)
    Aktuelle Rezension von: ArtVandaley

    Im dritten Teil ihres Klimaquartetts widmet sich Maja Lunde den Wildpferden und zieht in drei Erzählsträngen einen weiten Bogen über die Entdeckung und den Fang bis zu einer Zeit in der Zukunft im Jahr 2064 in der es um die Natur - man kann es erahnen - schlecht bestellt ist. Das gilt auch für die Pferde.

    "Die Letzten ihrer Art" ist mit über 600 Seiten der längste Teil ihres Quartetts. Das gibt uns Gelegenheit, tief in die Charaktere einzutauchen, mit ihnen zu fiebern oder vor allem zu leiden. Dadurch das auch menschliche Schicksale dargestellt werden, wird deutlich, das auch Mensch und Tier sich am Ende doch ähnlicher sind, als mancher wahrhaben will. Das ist ein weiterer neben vielen anderen Gründen, die Natur zu respektieren und zu schützen.

  15. Cover des Buches Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens (ISBN: 9783862654833)
    Sebastian Niedlich

    Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

    (314)
    Aktuelle Rezension von: MissAlekto

    "Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens" von Sebastian Niedlich ist eine faszinierende und ideenreiche Geschichte, die mich positiv überrascht hat.
    Die Vorstellung des Lebens nach dem Tod wird auf schöne Weise präsentiert, wobei der Tod nicht als bedrohlicher Bestimmer, sondern als sanfter Begleiter erscheint.
    Die Handlung, die sich in Berlin während der 80er, 90er und 2000er Jahre abspielt, ist geschickt in reale Ereignisse eingebettet. Trotz anfänglicher Erwartungen an eine schwarzhumorige Komödie entpuppt sich die Geschichte als vielschichtige Lebensgeschichte voller Höhen, Tiefen, Humor und Trauer.

    Besonders beeindruckend ist die Darstellung des Todes als beruhigender Charakter mit einem Kescher anstelle einer traditionellen Sense. Die Protagonisten Martin und der Tod werden facettenreich und nachvollziehbar dargestellt. Die philosophischen Elemente zum Thema Tod sind nicht deprimierend, sondern regen zum Nachdenken an. Die Erzählung bleibt bis zum Ende fesselnd, und die entscheidende Wendung macht es umso mehr lesenswert.

    "Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens" eine gelungene Mischung aus Unterhaltung und Tiefgang. Absolut empfehlenswert, vor allem für Leser ab 14 Jahren.

  16. Cover des Buches Die Welt, wie wir sie kannten (ISBN: 9783551312037)
    Susan Beth Pfeffer

    Die Welt, wie wir sie kannten

    (489)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Dystopien waren schon immer mein Lieblingsgenre. Endzeitstimmung, Fatalismus, apokalyptische Szenarien, Zusammenbruch der Ordnung, die Gattung bietet so unendlich viele Möglichkeiten. Oder besser böte. Denn auch hier tummeln sich natürlich äußerst banale, langweilige und stereotype Erzählungen. Obwohl die Bandbreite so riesig erscheint, ist der Einfallsreichtum der Autor*innen meist arg beschränkt. Und wer mit George A. Romero und Red Dawn aufgewachsen ist, kennt einen wesentlichen Kern vieler (westlicher) Dystopien. Dennoch lasse ich mich immer wieder gerne aufs Neue begeistern. Viele Dystopien richten sich dabei an ein jüngeres Publikum, was mich nicht stört. Ich lese auch heute noch gerne die Romane von John Christopher. Deshalb bin ich einer Empfehlung nachgegangen und habe mir den ersten Teil der Last Survivors-Reihe von Susan Beth Pfeffer „Die Welt wie wir sie kannten“ gebraucht besorgt. Neu bekommt man die Reihe nicht mehr. Und auch wenn die Reihe explizit für Teenager geschrieben wurde, dies ist der wohl harmloseste Weltuntergang aller Zeiten.

    Insofern ist es allerdings auch ein guter Einstieg für Jugendliche ins Genre. Man kann sich mit dem Setting und den Zwangläufigkeiten einer Dystopie anfreunden, ohne gleich im Horror-Genre oder bei zu viel Gewalt zu landen. Nichtsdestotrotz, und obwohl ich durchaus gut unterhalten wurde, würde ich den Roman nicht unbedingt empfehlen. Da gibt es einfach so viele gute andere Endzeitszenarien, die ihr Worldbuilding weitaus sauberer betrieben haben. Für Genre-Neulinge kann es aber durchaus lesenswert sein. Mir war die Handlung viel zu unterkomplex und vor allem zu unrealistisch.

    Maybe maybe

    Besonders herausfordernd für eine gute Dystopie ist natürlich die Entstehungsgeschichte. Und da hakt es auch am häufigsten. Viren, Klimawandel, Meteoriten, faschistische Diktaturen, Totalüberwachung, Krieg, ab und an auch mal Außerirdische und neuerdings wieder häufiger aus den Fugen geratene Technik, vor allem KI. Bei Pfeffer ist es ein Asteroid, der auf dem Mond einschlagen soll. Ein Happening, dass die Menschheit gespannt erwartet. Soll man das Ereignis doch sogar mit bloßen Augen sehen können. Leider hat man sich dann wohl etwas mit Größe, Geschwindigkeit und Auswirkung des Einschlags vertan. Really? Weltweit? Alle Wissenschaftler*innen? Da hakt es gleich zu Beginn mit dem Grad der Realität.

    Jedenfalls ist der Einschlag des Asteroiden geradezu apokalyptisch. Der Mond wird aus seiner Bahn geschleudert, rückt dichter an die Erde heran, was auf dem Globus zu Naturkatastrophen führt. Monsterwellen, Überschwemmungen, Erdbeben, zahlreiche Vulkanausbrüche, was wiederum zur Verdunkelung der Erde und damit zu einer Eiszeit führt. Nicht innovativ, nicht besonders logisch, aber genretypisch und damit auch letztlich wieder für Jugendliche in Ordnung. Der Roman lebt schließlich nicht nur vom Setting, sondern vor allem von seiner Protagonistin. Was mich an Sarah Raichs „All that’s left“ erinnert. In der Literatur fehlt es immer noch reichlich an Protagonistinnen, Heldinnen und weiblichen Identifikationsfiguren. Bei Pfeffer ist es Miranda, die ihre Geschichte in ein Tagebuch schreibt, welches die Leser*innen quasi vor sich haben.

    Land of the Free, Home of the Brave

    Plötzlich ist die Welt eine andere. Die Welt, wie wir sie kannten, ist vorüber. Und kommt auch niemals wieder. Das ist keine kurzfristige Naturkatastrophe, sondern die Veränderung aller Lebensumstände, für immer. Millionen, wenn nicht Milliarden Menschen sterben. So genau weiß Miranda das nicht, weil auch jegliche Kommunikationsmöglichkeiten und Medien zusammenbrechen. Es beginnt der Kampf um Überleben. Zurückgeworfen auf die basalen, rudimentären Bedürfnisbefriedigungen. Essen, Trinken, Schutz vor Wärme und Kälte, Schutz vor den marodierenden Banden, die sich holen, was sie brauchen. Hups. Letzteres kommt bei Pfeffer im Gunda nicht vor. In den USA? Einem Land mit gewaltbereiten Milizen, einem Land in dem es selbst in normalen Zeiten 50.000 Schusswaffenvorfälle jährlich mit etwa 20.000 Toten gibt, in dem es weitaus mehr Waffen als Einwohner gibt?

    Pfeffer widmet diesem Thema einen minimalen Abschnitt. Wie kann das sein? Und vor allem warum? Dadurch wird Die Welt wie wir sie kannten zum harmlosesten, friedlichsten und zivilisiertesten Weltuntergang, den ich bisher gelesen habe. Natürlich kämpfen alle ums Überleben und leere Häuser werden geplündert. Aber obwohl es ein Kampf ums Überleben ist, werden die Nachbar*innen nicht belästigt. Selbst im Angesicht der Katastrophe wird noch im Supermarkt bezahlt. Jetzt könnte man natürlich sagen, dass das angesichts der unzähligen gewaltaffinen Dystopien mal ein schöner neuer Ansatz ist, aber deswegen bleibt er dennoch vollkommen unrealistisch. Erklärt wird das Ganze im Übrigen mit nationaler Solidarität. Alles klar.

    Dystopie für Einsteiger*innen

    Blendet man dieses riesige Logikloch aus, ist es dennoch ein guter Roman. Miranda scheint mir etwas zu naiv für einen älteren Teenager, aber da bin ich mittlerweile auch zu weit entfernt, um das so richtig einschätzen zu können. Nichtsdestotrotz liest man das Tagebuch als Pageturner, weil man wissen möchte, wie die Familie durch das Weltuntergangsszenario hindurchkommt. Das Überleben zwischen Einzigartigkeit und Alltag, zwischen Weltuntergang und Zukunftswille ist nachvollziehbar geschildert. Und die Gefühls-Binnenperspektive von Miranda ist immerhin so gut getroffen, dass man sich gerne mit ihr identifiziert.

  17. Cover des Buches Pompeji (ISBN: 9783641108458)
    Robert Harris

    Pompeji

    (356)
    Aktuelle Rezension von: wanderer-of-words

    Manchmal gibt es schon lustige Zufälle.. Vor zwei Wochen stand ich vor den Überresten eines römischen Aquädukts und stellte mir tausend Fragen zu diesem technischen Meisterwerk. Wieder zuhause greife ich spontan zu „Pompeji“ von Robert Harris und lande plötzlich bei genau diesem Thema! Besser hätte es kaum passen können.

    Denn überraschenderweise geht es im Buch nicht nur um den Ausbruch des Vesuv. Die römischen Aquädukte und die Arbeit eines Aquarius, also eines Wasserbaumeisters, spielen eine sehr zentrale Rolle. Für mich war dieser Teil am Ende sogar das Highlight des Buches.

    Natürlich finden auch der Vulkanausbruch und die Zerstörung Pompejis ihren Platz in der Geschichte. Die Handlung beginnt nur wenige Tage vor der Katastrophe, das macht einen großen Teil der Spannung aus. Dass man als Leser genau weiß, was passieren wird sorgt immer wieder für ein leicht mulmiges Gefühl. Das unausweichliche Schicksal der Menschen zu verfolgen ist spannend, manchmal aber auch beklemmend und grausam. 

    Die historische Recherche ist, typisch Harris, sehr überzeugend. Einiges ist historisch belegt, andere Ereignisse könnten durchaus so stattgefunden haben. Fakten und Fiktion greifen perfekt ineinander.

    𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭
    Ein richtig gelungener historischer Roman, der durch seine dichte Atmosphäre, die spannende Perspektive auf die römische Technik und das beklemmende Wissen um die Katastrophe überzeugt.

  18. Cover des Buches Die Geschichte der Baltimores (ISBN: 9783492310796)
    Joël Dicker

    Die Geschichte der Baltimores

    (395)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Und dies, obwohl die Ausgangsvoraussetzungen für ein gelingendes Leben kaum besser hätten sein können. Was alles schief gehen kann, welche Verwicklungen möglich sind und – nicht zuletzt – welche Zufälle ein Leben in Richtung Scheitern oder zum Erfolg schubst, wird in diesem großartigen Roman von Joël Dicker leidenschaftlich und voller Empathie „nacherzählt“. Nacherzählt deshalb, weil der Autor im Buch (Marcus Goldman) genau eine solchen Auftrag von einer anderen „Lichtgestalt“ des Buches (Saul Goldman) erhält: „‘Viele von uns versuchen, dem Leben einen Sinn zu geben, doch das Leben hat nur Sinn, wenn wir fähig sind, unseren entscheidenden drei Bestimmungen gerecht zu werden: zu lieben, geliebt zu werden und zu verzeihen. Der Rest ist Zeitverschwendung. Und vor allem: Schreib weiter! Denn du hattest recht: Man kann alles wiedergutmachen. Versprich mir, mein lieber Neffe, dass du uns wieder gut machst. Mach die Baltimores wieder gut.‘“

    Doch bevor es zu diesem Zitat kommt, sind eine Menge menschlicher Abgründe zu durchwaten, einiges an narzisstischen Persönlichkeitsstörungen zu ertragen und so mancherlei Eifersuchtsdramen auszuhalten – und ob eine solcherart klärende Wiedergutmachung tatsächlich gelingen kann, und ob eine solche hier gelungen ist, mag jede(r) Leser*in selbst entscheiden. In seiner Struktur wird dieses Buch allen Ansprüchen korrekt, allerdings schrappt die Inszenesetzung gelegentlich messerscharf am Kitschroman vorbei: „Er konnte nicht alleine bleiben.  Gott sei Dank hatte er Colleen, die sehr lieb zu ihm war. Sie las ihm jeden Wunsch von den Augen ab. Sie wachte über ihn. Sie war sein Rettungsanker.“

    Dennoch geht von diesem Buch ein eigentümlicher Sog eine besondere Magie aus. Zum einen, weil man möglicherweise ähnlichen Träumen nachhängt, zum anderen, weil man einfach nicht anders kann, als den handelnden Personen dabei neugierig zuzuschauen, wie sie ihren von vielen Herausforderungen geprägten Lebenswandel eine je eigene Handschrift zu verpassen versuchen. Dabei werden dialektisch die Pole des Lebens ausgeleuchtet und in ihrer übersteigerten Form, teils zur Groteske verzerrt, zum Klingen gebracht. Ist man erst einmal eingegroovt, gibt es kein Entrinnen mehr, da verzeiht man auch die kleineren sprachlichen Ausrutscher. Erfolg, Freundschaft, Liebe, Macht, wobei das eine mit dem anderen zusammenzuhängen, sich zu bedingen scheint, spielen in diesem Roman entscheidende Rollen. Wobei von der Liebe vermutlich die größte Kraft ausgeht. Obwohl: Freundschaft verzeiht alles … Hier nachzulesen und nachzuspüren. 

    (28.4.2023)

  19. Cover des Buches Herrscher des Lichts (ISBN: B006281JEA)
    Brandon Sanderson

    Herrscher des Lichts

    (194)
    Aktuelle Rezension von: Booknerd232

    Ein brillantes Finale!

    Vorsicht: Spoiler zu den Bänden 1 und 2.

    In diesem abschließenden Band der „Mistborn“-Trilogie steht die Welt vor dem Ende, da Nebel und Ascheregen zunehmen. Vin, Elant und die Rebellen müssen alle Rätsel der Vergangenheit entschlüsseln, um das Schicksal abzuwenden. Sie suchen nach Antworten: Wer ist der „Held aller Zeiten“? Warum hat der Oberste Herrscher die Welt verändert? Und ist der Nebel wirklich so böse, wie er scheint?

    Die bekannten Charaktere entwickeln sich weiter und übernehmen Verantwortung. Die Rebellen reisen zu neuen Schauplätzen, und alle Geheimnisse werden endlich gelüftet.

    Dieser Abschluss ist einfach unglaublich. Alle losen Enden werden perfekt miteinander verknüpft und die Geschichte steuert auf einen atemberaubenden Höhepunkt zu. Am Ende ist man als Leser atemlos, traurig, dass es vorbei ist, und hoffnungsvoll.

    Fazit: Eine Fantasy-Trilogie, die man nicht verpassen sollte. Das Buch bekommt von mir ganz klar 5 Sterne.

  20. Cover des Buches Die Romanows (ISBN: 9783596176328)
    Simon Montefiore

    Die Romanows

    (25)
    Aktuelle Rezension von: Lilith_McCoy

    🪆🪆🪆Kurzrezi🪆🪆🪆

    "Die Romanows Glanz und Untergang der Zarendynastie 1613-1918" geschrieben von Simon Sebag Montefiore.Gelesen als eBook(1010 Seiten). Aus dem Englischen von Gabriele Gockel, Naemi Schuhmacher, Sonja Schuhmacher und Barbara Steckhan (Kollektiv Druckreif) herausgegeben vom Fischer Verlag 2016. Genre: Sachbuch


    🪆Darum geht es 🪆

    Wie kein anderes Adelsgeschlecht sind die Romanows der Inbegriff von schillerndem Prunk, Macht, Dekadenz und Grausamkeit. Über 300 Jahre dominierten sie das russische Reich, mehr als 20 Zaren und Zarinnen gingen aus dem Geschlecht hervor, allesamt getrieben von unbändigem Machthunger und rücksichtslosem Willen zu herrschen – einige dem Wahnsinn näher als dem Genie. Simon Sebag Montefiore erzählt die Saga dieser unglaublichen Familie, in der Rivalität, Giftmorde und sexuelle Exzesse regelrecht auf der Tagesordnung standen. Basierend auf neuester Forschung und unbekanntem Archivmaterial zeichnet er die Schicksale und politischen Verwicklungen nach. Weder zuvor noch danach gab es ein so gewaltiges Reich, in dem sich Glanz und Grausamkeit auf unheilvolle Weise verbündeten.

    Mit zahlreichen Abbildungen, prächtige Ausstattung.


    🪆Meine Meinung 🪆

    Eine Biografie wie ein Historiendrama zu erzählen, dazu gehört schon eine gewisse Kunst. An Montefiores feinem Gespür, seiner historischen Genauigkeit und seiner Fähigkeit, fesselnd zu erzählen, daran gibt es für mich keinen Zweifel.

    Wie langweilig erscheinen doch die liberalen Demokratien, wenn der Leser hier hautnah "erlebt", wie Zar Alexej jene Bojaren, die einen Frühgottesdienst verschliefen, gefesselt in einen eisigen Fluss werfen ließ. Oder wie Peter der Große den Kopf seiner ehemaligen Geliebten nach der Enthauptung zunächst küsste, um dann einen Vortrag über Arterien und die Luftröhre zu halten.

    Jedoch werde ich das Gefühl nicht los, dass der Autor sich allzu sehr darauf verlegt hat, Gewalt und Exzesse bei Hof zu schildern. Er schreibt die Geschehnisse in einer fast detailverliebten Akribie, was einige Leser schon wieder abschrecken dürfte. Auch wenn das so entstehende Sittenbild viel über Herrschaftsausübung in Russland über drei Jahrhunderte aussagt, ermüden die langen Ausführungen über Gelage und Orgien im Laufe des Buches zusehends. 

    Trotzdem ist dieses Buch, nach meiner Meinung, ein sehr gelungener Überblick über die Romanow Dynastie.

    Gebe hier gerne ⭐️⭐️⭐️⭐️/5 Sternen. Meine Empfehlung geht an die robuste Leserschaft, mit historischem Interesse. Wünsche viel Spaß bei der Lektüre

  21. Cover des Buches Das Feuer der Erde (ISBN: 9783944824840)
    Leo Aldan

    Das Feuer der Erde

    (92)
    Aktuelle Rezension von: Tanja96

    Das Feuer der Erde Klappentext: 

    Auf einer Expedition in die Antarktis macht die Vulkanforscherin Dr. Georgina Finley eine erschreckende Entdeckung: Erwachen unter dem Jahrtausende alten Eis hunderte Vulkane? Rund um die antarktische Platte registrieren Seismographen merkwürdige Schwingungen. Erdbeben erschüttern Neuseeland und Chile. Eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes kündigt sich an. Doch niemand, weder Wirtschaftsbosse noch Politiker, will Georginas Warnungen glauben. Mit einem Mal sieht sich die junge Wissenschaflerin inmitten eines weltweiten Komplotts aus Machtgier und Manipulation. Jayden Turkov, ein skrupelloser Industrieboss, der den Energiesektor ganzer Kontinente beherrscht, setzt alle Hebel in Bewegung, um sie auszuschalten. Viel Zeit bleibt Georgina nicht, um die Umweltkatastrophe und damit den Tod von Millionen Menschen zu verhindern. Sie trifft eine folgenschwere Entscheidung...


    An sich ist das Buch spannend geschrieben und ich bin auch sehr leicht reingekommen. Was mich am Anfang gestört hat ist, dass zwei Situationen nicht bis zum Ende beschrieben wurden. Dann wiederum hatte sich der Autor von Kleinigkeiten wieder aufgehalten. Da hatte er dann alles bis aufs kleinste Detail beschrieben...was der Spannung nicht wirklich einen Abbruch getan hat, aber es hat gestört. 

    Gut fand ich auch, dass das Buch zwischendurch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde, so das man quasi überall auf der Welt dabei war als die Katastrophen anfingen. Und manche Protagonisten wurden auch mehrfach "besucht".

    Die Hauptfigur und ihre Kolleginnen hat mir sehr gut gefallen, ein schönes Frauenteam was sich super ergänzt, total sympathisch ist, voll Frauenpower steckt und sich nicht unterkriegen lässt. Sie lassen sich immer wieder was einfallen wie sie aus ihren verzwickten Situationen wieder rauskommen.

    Der Jayden Turkov, der Wirtschaftsboss, ist ein zwielichtiges Arschloch. Er schreckt vor nichts zurück um alles zu bekommen was er will. Weder vor Waffengewalt, Erpressung noch vor Mord.


    Mein Fazit von dem Buch:

    Wer mal ein etwas anderes Weltuntergangs Szenario haben möchte, kommt bei diesem Buch voll auf seine Kosten. Das Thema Klimaerwärmung und den daraus resultierenden Schaden für die Erde ist aktueller wie noch nie und wird bei dem Buch super mitgenommen. Man sollte manchmal doch auch auf die Wissenschaftler / innen hören, da sie voll in dem Thema drin sind. 

    Von mir eine klare Buchempfehlung! 

  22. Cover des Buches Am Ende aller Zeiten (ISBN: 9783596037056)
    Adrian J Walker

    Am Ende aller Zeiten

    (188)
    Aktuelle Rezension von: Punika-1

    Dystopien/Postapokalypse und ich wir sind dicke miteinander. Deswegen musste ich dieses Buch unbedingt haben. Es klang nach "the walking dead" nur ohne Zombies. In der Grundstory stimmte das auch. Allerdings fand ich es schade, dass es hier nur um England ging. Das hat es ein wenig unrealistisch für mich gemacht. Vom erzählen her, gibt es nur eine Hoffnung - ein Schiff. Wenn die ganze Welt untergegangen wäre, würde das ein Ziel sein, welches ich verstehe. Aber so denke ich mir, warum keine Hilfe von auswärts gekommen ist. Aber gut - vielleicht denke ich zu viel.


    Dennoch hatte das Buch durch das viele Rum laufen, bei dem Nichts passiert ist und durch regelmäßiges vergangenheits reflektieren seine Längen. Dennoch ein gutes Buch, bei dem man eine Entwicklung des Protas erleben kann, unterschiedliche Menschengruppen, die sich neue Systeme aufbauen (nicht unbedingt zum guten). Allerdings ist das Ende etwas offen geblieben, was ich sehr schade fand.

  23. Cover des Buches Schattenmond (ISBN: 9783453422506)
    Nora Roberts

    Schattenmond

    (86)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    》EIGENE MEINUNG:

    Seit über 20 Jahren lese und liebe ich Bücher von Nora Roberts, doch diese Trilogie stand lange ungelesen in meinem Regal – weil ich Sorge hatte, dass mir der Bezug zu Corona nicht gefallen würde und die Liebesgeschichte scheinbar nicht erst entsteht, sondern schon besteht. Dazu nun meine Meinung:

    • Das Buch ist tatsächlich bereits vor Corona entstanden und ja: Es basiert auf der Idee einer weltweiten Pandemie. Hier jedoch ausgelöst durch Magie, aber dennoch nicht weniger erschreckend. Im Mittelpunkt steht also nicht die Pandemie an sich, sondern quasi das extrem veränderte Leben danach, denn: Hier ist die Zivilisation daran zerbrochen, jedoch wurde zugleich Magie zurück in die Welt gebracht. Ich würde es als eine Dystopie beschreiben, die vor allem in den USA spielt, und deren Grundlage Urban Fantasy ist.
    • Die Liebesgeschichte zwischen Lana und Max besteht bereits und so geht es in diesem Auftaktband vor allem um das World-Building, wir lernen die Handlungsorte und eine Vielzahl an Personen kennen.
    • Diese sind alle Überlebende der Pandemie und wahnsinnig unterschiedlich ausgestaltet – sowohl in Bezug auf Alter, Fähigkeit, Charakter sowie vieles mehr. Ich musste mir zwischendurch sogar einen kleinen Spickzettel schreiben, hätte jedoch auch auf keine Figur verzichten wollen.
    • Besonders spannend ist die Idee, dass nicht Lana die Hauptfigur in dieser Trilogie innehaben wird, sondern das Kind, welches sie unter dem Herzen trägt.
    • So gilt es Verluste zu verwinden, ums Überleben zu kämpfen, Grundbedürfnisse zu sichern, aber auch zwischen guten wie bösen Mitgliedern der verbliebenen Menschheit den eigenen Platz und Sinn zu finden. Ich empfinde diesen Auftaktband etwas als „Reise“, auch wortwörtlich.
    • Passend zu der Art magischen Apokalypse treffen wir neben der ganzen Bandbreite an Menschen auch auf Feen, Hexen, Gestaltwandler und viele mehr.
    • Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und angenehm zu lesen. Allerdings gab es für mich auch die ein oder andere Länge in der Handlung. Das Cover wird aus meiner Sicht weder der im Buch beschriebenen Postapokalypse, noch der Fantasy im Buch richtig gerecht und der Klappentext verrät einfach schon zu viel. 

     

    》FAZIT:

    Außergewöhnliche Dystopie von Nora Roberts, mit vielen magischen Elementen und nach unserem eigenen Erleben einer Pandemie besonders tief wirkt. Man überlegt unweigerlich ob das beschriebene Szenario wirklich so unvorstellbar oder sogar sehr realistisch wäre…

  24. Cover des Buches Das Floß der Medusa (ISBN: 9783442717194)
    Franzobel

    Das Floß der Medusa

    (96)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Reichmann

    Ich hatte einen "historischen Roman" befürchtet - aber das war es nicht: bekommen habe ich etwas, das ich sprachliches Kunstwerk nennen möchte, und zwar deshalb, weil es Franzobel durch seine Art der Beschreibung gelingt, dass ich den Hafen von Rochefort (und das ländliche Frankreich) und die Kombüse und die engen Quartiere au dem Schiff förmlich riechen kann. Das gelingt ihm, obwohl der Erzählton durchaus etwas Ironisches hat.

    Riechen und Spüren konnte ich auch die letzten Tage auf dem Floss - mit allen Schrecklichkeiten. Ja, das Buch ist grauslich - genauso wie die reale Situation, um die es geht. Die Vorgeschichte, wie es dazu kam (ein Versagen vieler Menschen auf vielen Ebenen) ist grotesk und ebenso brilliant erzählt.

    Ein Buch, dass ich mit Sicherheit irgendwann wieder lesen werde!

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks