Bücher mit dem Tag "kathedrale"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kathedrale" gekennzeichnet haben.

73 Bücher

  1. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.752)
    Aktuelle Rezension von: misspider

    Zum ersten Mal habe ich den "Schatten des Windes" vor mehr als 10 Jahren gelesen. Damals fand ich das Buch OK, mäßig spannend, oft zu lang und verzettelt, und am Ende konnte ich nicht verstehen warum dieses Buch so einen Wirbel verursacht hatte.
    Jetzt bot sich mir die Gelegenheit, das Buch erneut zu lesen, und da ich mich kaum mehr an irgendwelche Details erinnern konnte, habe ich zugegriffen. Und siehe da: diesmal habe ich das Buch regelrecht verschlungen - trotz seines manchmal gemächlich anmutenden Tempos - und war begeistert von der Vielschichtigkeit und Komplexität. Zugegeben, ich hätte mir noch mehr Details zum Friedhof der Vergessenen Bücher gewünscht, aber die so eng miteinander verwobenen Geschichten von Daniel und Julian waren nicht minder faszinierend. Die Mischung aus bibliophilem Thriller und historischem "Buch Noir" ist beeindruckend, aber ich musste tatsächlich erst in der rechten Stimmung für dieses weitschweifige Werk sein, denn viele kleine, teils banale Details erfordern auch eine gewisse Geduld beim Lesen. Bei mir zumindest hat sie sich dieses Mal gelohnt.

  2. Cover des Buches Die Krone der Sterne (ISBN: 9783596035854)
    Kai Meyer

    Die Krone der Sterne

     (300)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Iniza wurde als Braut für die Gottkaiserin auserwählt, weswegen sie zur Thronwelt Tiamande gebracht werden soll. Allerdings weiß niemand, was sie dort erwartet. Also versucht ihr heimlicher geliebter Glanis sie schon kurz nach dem Start der Weltraumkathedrale zu retten. Alleine kommen sie jedoch nicht weit und treffen bald auf den Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara Bitterstern mit denen sie schließlich nach anfänglichen Schwierigkeiten zusammen arbeiten, um dem Hexenorden zu entkommen.


    Das Buch musste wirklich sehr lange bei mir liegen, bis ich mich da heran getraut habe. Bei Science Fiction muss ich meist eine gewisse Hemmschwelle überwinden, weil ich für die Welten, die sich in diesem Genre verbergen können, immer in einer gewissen Stimmung sein muss.
    Allerdings konnte mich Kai Meyer bisher immer richtig gut unterhalten und auch hier hätte ich mir da keine Gedanken machen müssen, denn das Buch entwickelt so eine Sogwirkung, dass ich es kaum noch weglegen konnte.

    Das Buch fackelt nicht lange, so dass wir uns schnell mitten in Inizas Flucht   aus einem riesigen Raumschiff befinden und damit direkt mitten in der Action, die im Grunde das komplette Buch über erhalten bleibt und uns nur wenige kleinere Pausen zum Durchatmen gönnt.
    Denn immer wenn man glaubt, dass Iniza und ihre Gefährten die Bedrohung abschütteln konnten, wartet auch schon die nächste böse Überraschung auf sie. So ist fast das komplette Buch eine riesige Flucht vor den verschiedensten Bedrohungen und auch wenn sie zum Ende hin eine scheinbar sichere Zuflucht finden, deutet einiges darauf hin, dass auch diese nur eine Übergangslösung sein wird.

    Meyer vermischt hier für mich sehr wirkungsvoll Science Fiction und Fantasyelemente. Es gibt riesige Raumschiffe, jede Menge Laserfeuer, viele Andeutungen über eine Vorgeschichte zu einer vergangenen Bedrohung durch „Maschinen“ und dann eben den Hexenorden, welche die Maschinen einst besiegt haben und seitdem alle Technologie stark reglementieren und über deren Macht viel noch im Unklaren bleibt. Für mich eine absolut gelungene Mischung und die nächsten beiden Bände sind bei mir schon eingezogen, denn ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es weitergeht.

    (Übrigens sind auch ein paar Zeichnungen enthalten, die mir sehr geholfen haben mich in diese Welt hineinzuversetzen.)


    Fazit: Ein extrem actionreicher Einstieg in eine Welt, die für mich sehr gekonnt Science Fiction und Fantasy vermischt.

  3. Cover des Buches City of Bones (ISBN: 9783442486823)
    Cassandra Clare

    City of Bones

     (7.516)
    Aktuelle Rezension von: Alex_M

    Die fünfzehnjährige Clary wächst bei ihrer Mutter Jocelyn in New York auf. Ihre Freizeit verbringt Clary an liebsten mit ihrem besten Freund Simon. Im angesagten Club „Pandemonium“ wird Clary Zeuge eines Mordes und trieft nicht nur den attraktiven und geheimnissenvollen Jace sondern auch Jace. Als Clarys Mutter auf mysteriöse Weise entführt wird, muss Clary endlich Antworten auf ihre Fragen finden und den Familiengeheinissen auf den Grund gehen. Clary findet heraus, dass ihre Mutter ein Teil einer Bruderschaft der Schattenjäger war und dadurch auch sie, genau wie der mysteriöse Junge aus dem Pandemonium. Clary taucht immer tiefer in die Welt der Schattenjäger und Schattenweltler ein und begibt sich auf die gefährliche Suche nach ihrer Mutter.

    Clary und Jace sind zwei außergewöhnliche Hauptcharaktere. Jace mit seiner arroganten und unnahbaren Art, die nicht nur die Neugier Leser geweckt hat, nein auch Clarys. Er strahlt eine Engelsgleiche an Mutigkeit und Gefahr aus und erweckt den Anschein, dass er alles schaffen kann, wodurch Jace seine Gefährten oft in Gefahr bringt. Er würde trotzdem alles versuchen die zu schützen die er liebt: Vor allem Clary. Clary mit ihrem großen Herzen und der Sympathie, die man von der ersten Seite an für sie empfindet. In ihr steckt so viel mehr als es den Anschein erweckt. Sie lässt nichts unversucht ihre Mutter zu retten. 

    Aber auch die Nebencharaktere haben ihre eigene Geschichte geschrieben bekommen. Wie Alec, der immer schlecht gelaunte Schattenjäger, die schöne Schattenjägerin Izzy oder Clarys bester Freund Simon. 

    Vor allem wurde Cassandra Clares Geschichte zum Meisterwerk durch eine rasante und actionsreiche Handlung. Es wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig.

    Zudem gab es unglaublich viel zu erfahren und zu erleben. Geheimnisse wurden gelüftet und kämpfe bestritten. Eine unglaubliche Geschichte mit einer außergewöhnlichen Schattenwelt und Familiendramen. 

    Die ganze Geschichte hat mir absolut gefallen und war Wansing spannend.

  4. Cover des Buches Soul Mates - Ruf der Dunkelheit (ISBN: 9783473585205)
    Bianca Iosivoni

    Soul Mates - Ruf der Dunkelheit

     (251)
    Aktuelle Rezension von: Elas_Weltderbuecher

    Nach dem Ende von Band 1 musste ich so schnell wie möglich weiterlesen. Leider hat das dann nicht so gut geklappt, doch kaum hat ich angefangen war ich schon wieder mittendrin in der Geschichte rund um Licht und Dunkelheit. Ich habe es wieder so schnell gelesen wie Band 1. Ich wollte es nicht aus der Hand legen und zwischendurch ein paar Tränen loslassen. Es war die richtige Mischung aus Spannung, Fantasy und Liebe. Ich liebe Biancas Bücher einfach so. Egal, was sie schreibt, sie schreibt sich damit jedes Mal noch mehr in mein Herz. Wundervoller Abschluss.

    4,5 Sterne

  5. Cover des Buches Numbers - Den Tod im Blick (Numbers 1) (ISBN: 9783551311511)
    Rachel Ward

    Numbers - Den Tod im Blick (Numbers 1)

     (1.152)
    Aktuelle Rezension von: Gucci2104

    Keine Ahnung was sich die Autorin bei diesem Buch gedacht hat. Man nehme eine übernatürliche Kraft, packe die in ein Systemsprengerkind und verwende zum Schluss noch klischeebehaftete Hartz IV Sprache. Ein gewisser Jugendslang mag ja in Ordnung sein, aber in diesem Buch finde ich mein Klientel wieder. Weißte, ne? Is scheiße oder? Mir sträuben sich die Nackenhaare. Selbst in meiner Jugend hätte ich dieses Buch furchtbar gefunden. Aber der Knaller kam auch noch am Ende. ACHTUNG SPOILER!

    Die junge Dame ist schwanger von ihrem Freund oder auch Nicht-Freund....mit 15 Jahren....15!!! Was bitte soll das unserer Jugend vermitteln? Dieses Buch ist echt verstörend und ich würde es keinem Jugendlichen jemals empfehlen! 

  6. Cover des Buches Die Säulen der Erde (ISBN: 9783404171651)
    Ken Follett

    Die Säulen der Erde

     (6.107)
    Aktuelle Rezension von: mailastra

    Eine toller Handlungsstrang, der über mehrere Jahrzehnte reicht. Der Bau von Kathedralen ist sehr detailliert und genau beschrieben. Man lernt noch neben dem Genuss von einer epischen Handlung!
    Ken Follett gelingt es nie ein Tief in einer ewig langen Handlung zu erreichen. Super gut! Kann ich nur jedem ans Herz legen, der nicht reißerische und galoppierende Stories mag, sondern gediegene, weitläufige, epochale Geschichten.

  7. Cover des Buches Die Tore der Welt (ISBN: 9783404167890)
    Ken Follett

    Die Tore der Welt

     (1.282)
    Aktuelle Rezension von: Bettina_Reuter

    Gesichildert wird das Leben im Dorf Kingsbridge zur Zeit des 14.Jdts. Zwar eine Art Fortsetzung seines Buches "Die Säulen der Erde", steht es jedoch für sich und man kann es auch ohne Kenntnis des Vorläufers gut lesen.

    Detailreich und sehr gut recherchiert schildert Ken Follett das Leben der Bewohner und ich habe beim Lesen viel über das Leben im Mittelalter gelernt. Man taucht quasi ein in das vielschichtige Alltagsleben je nach Bevölkerungsschicht: einfache Handwerker, arme und unfreie Landbewohner, das Leben der Mönche und Nonnen im Kloster, die Rolle der Frauen in der Gesellschaft, Ritter und Grafen und schließlich das harte Leben der Geächteten, auf sich gestellt im Wald. Dies alles zu lesen war für mich durchaus lehrreich, eine angnehme Art, Geschichte zu erfahren.

    Mich störte jedoch zunehmend die klare Unterteilung in Gut und Böse. Auch wenn die "guten" Akteure durchaus auch ihre Fehler hatten und ein wenig reflektierten, fühlte ich mich jedoch etwas an "Denver-Clan" erinnert. Wer diese Serie der 80er noch kennt ; ) Das war mir etwas zu platt.

    Der Schreibstil war angenehm, vielleicht etwas zu saftig. Eher ein Urlaubs-Schinken, dann aber wegen der 1300 Seiten eher als E-Book!

    Aber ich glaube nicht, dass ich ein weiteres Buch von Ken Follett lesen werde, sondern für gute Geschichtsdarstellung lieber auf die Suche nach anderen Autoren gehe.

  8. Cover des Buches Das Spiel des Engels (ISBN: 9783596512645)
    Carlos Ruiz Zafón

    Das Spiel des Engels

     (1.367)
    Aktuelle Rezension von: glasratz

    Während ich Der Schatten des Windes eines meiner Lieblingsbücher ist,  kann ich bei der Fortsetzung nicht mehr als zwei Sterne springen lassen. Dies hat drei Hauptgründe: Die einseitige Handlung, die übernatürlichen Elemente und zu guter Letzt den Film "Angel Heart" von 1987. Auch wenn vermutlich der letzte Punkt die meisten Ausführungen nötig hat, so möchte ich doch von Anfang an mit der Bewertung beginnen.

    Der erste Punkt ist vermutlich der Schwächste, denn er ist nur zu berücksichtigen, wenn man Der Schatten des Windes als Vergleich heran zieht. Ich tue dies, weil ich sehr wohl finde, dass sich eine Fortsetzung an ihrem Vorgänger messen lassen muss. Um so mehr, wenn dieser ein so grandioses Werk war. Der Schatten des Windes brachte dem Leser eine kleine Anzahl an sehr verschiedenartigen Charakteren mit ihren eigenen Geschichten, alle mit einer eigenen Stimmung - zumeist düster und melancholisch, doch nicht ohne den hin und wieder aufflammenden Funken an Humor. Das Spiel des Engels bietet so gut wie nichts dergleichen. Die Sicht auf die Geschehnisse wird auf den Blickwinkel des Protagonisten eingeengt.

    Die vielen Geschichten des ersten Teils vereinten sich am Schluss des Buches zu einer schlüssigen, wenn auch sehr unwahrscheinlichen und fast übernatürlichen Lösung. Dies ist im Spiel des Engels nicht der Fall. Das Buch bleibt dem Leser eine echte Erklärung schuldig, das Ende ist offen und die losen Enden der Geschichte flattern traurig im Wind. Mag sein, dass es oft ein gutes Stilmittel sein kann, zu verschleiern, was real ist und was der Fantasie des Protagonisten entspringt - jedoch nicht hier, nicht im Vergleich zum Schatten des Windes und nicht im Vergleich zu Angel Heart.

    Ja, Angel Heart. Der Titel ist bereits so ähnlich. Und so ist es auch mit dem einzigen Plotstrang, welcher mehr als andeutungsweise aufgeklärt wird - er ist zu einem nicht geringen Teil so weit identisch, dass jeder, der entweder das Buch oder den Film kennt, ab der Hälfte von beidem sagen können wird, wie der Hase läuft.
    Um zu sagen, Zafon hätte sich von diesem Film inspirieren lassen, sind die Ähnlichkeiten meiner Ansicht nach zu groß. Eher schon könnte man von einer Hommage reden - doch dann hätte sie nicht einen so großen Teil des Buches ausmachen dürfen.
    Kurz: Zafon hat abgekupfert. Ob bei dem Film Angel Heart mit (immerhin mit Rourke und DeNiro, als kein unabhängiger Nischenfilm, bei welchem es nicht aufgefallen wäre) oder direkt bei der Romanvorlage "Falling Angel" von William Hjortsberg aus dem Jahr 1978 ist relativ irrelevant. Ich schließe eher auf Ersteres, da verschiedene Kritiker im Internet zwar eine Nähe zwischen "Das Spiel des Engels" und "Falling Angel" erkennen, aber keine solchen vorwürfe erheben. Titel und Komposition lassen darauf schließen, dass es sich nicht um einen reinen Zufall handeln kann.

    Interessant finde ich, dass ich mir bereits beim Schatten des Windes -vor allem beim "Showdown"- dachte, dass sich der Autor wohl gerne eine Verfilmung wünschen würde, beschreibt er doch viele Szenen so, dass man meint, sie schon einmal in einem Hollywood-Film gesehen zu haben. Diese Vorstellung bleibt im ersten Band jedoch generell und ist mehr in Stilmittel - im zweiten Band leider nicht mehr.

  9. Cover des Buches Das verbotene Eden 1 (ISBN: 9783426509401)
    Thomas Thiemeyer

    Das verbotene Eden 1

     (656)
    Aktuelle Rezension von: Rajet

    Der Schreibstil ist gut zu lesen, spannend und macht wie immer Spaß.

    Das Cover ist in einem ganz dunklen Grün gehalten, beim näheren Hinsehen wirkt es wie trockener zerfurchter Boden. In Gold ist sowohl der Reihenname als auch der Phönix gehalten. Einfach aber doch sehr edel wirkend (ist in echt dunkler als auf der Abbildung).

     

    Der Klappentext macht neugierig auf einen neuen Auftaktband zu einer schon länger erschienen Reihe des Autors.  

    Fazit:
    Wer meinem Blog folgt weiß das der Autor und seine Romane, vorwiegende dsytopische oder Mystery Romane, hoch in meiner Gunst stehen und gerne gelesen werden. Diesmal handelt es sich aber schon um eine Reihe die es ein paar Jahre gibt und die ich noch nicht kannte.

     

    Im Jahr 2020 gab es ein Virus auf der Welt (was für ein Zufall – oder Vorhersehung), die mit einer Impfung in den Griff bekommen wurde. Leider hatte die aber eine gravierende Nebenwirkung: Frauen und Männer Leben seither in erbittert Freundschaft zueinander. Männer leben in den Ruinen der Städte und Frauen in der wilden Natur. Aber nicht nur dass auch ihre Lebensanschauungen und der Glaube liegen weit auseinander.

    Und dann ist da die zarte Pflanze der Liebe zwischen der Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Wird diese bestehen können? Und was hat es mit Davids Vergangenheit auf sich.

    Ein Auftaktband zu einer dsytopischen Reihe des Autors mit der ich mich wieder begeistern konnte. Die Protagonisten zeigen echte Gefühle und die Welt ist ein Abenteuer wert. Mit einem eleganten Cover, einem vielversprechenden Klappentext und einem Roman der Lust auf mehr macht – gerne hierfür 5 Sterne.

  10. Cover des Buches Die Krone der Sterne - Maschinengötter (ISBN: 9783596701766)
    Kai Meyer

    Die Krone der Sterne - Maschinengötter

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Fuexchen

    Die Galaxis steht in Flammen. Die Maschinengötter sind erwacht und stürzen das Sternenreich in einen kosmischen Krieg.
    Inmitten der Wirren kämpft Iniza Talantis um die Sicherheit ihrer Familie. An Bord der Nachtwärts jagen sie durchs All, verfolgt von den Schergen des Hexenordens. Denn Inizas Tochter Tanys gilt den Hexen als Schlüssel zum Sieg.
    Ihr Weg führt sie auf den verbotenen Mond der Waffenmeister und durch ausgetrocknete Ozeane, auf versuchte Dschungelwelten und in die Slums der Taragantum-Drift. Doch ihr Schicksal erwartet sie auf Tiamande – der Thronwelt der Gottkaiserin.

    Dies ist also nun das Finale der Trilogie von Kai Meyer. Da mir Band 1 und 2 schon wirklich gut gefielen, musste ich natürlich wissen, wie es weitergeht. Ich würde sagen, dass man nicht einfach quer einsteigen sollte, sondern wirklich die Bände der Reihe nach liest. Es wird zwar alles Wichtige wiederholt, aber die Geschichte ist es wert, gelesen zu werden.

    Leider hatte ich den Fehler gemacht, dass ich nach Band 2 zu lange mit Weiterlesen gewartet hatte, jedenfalls hatte ich etwas gebraucht, um in die Welt hineinzufinden. Was mir schon mal etwas geholfen hatte, war die Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse. Das gibt es viel zu selten bei Fortsetzungen, dabei ist es echt hilfreich. Mit fortschreitendem Lesen machte es mir die stets vorhandene Spannung aber einfach, der Handlung zu folgen und immer besser in die Geschichte abtauchen zu können. 

    Da es keine unkomplizierten Formulierungen beim Schreibstil gibt, ist der Erzählfluss ebenso wie das – tempo angenehm. Durch eine bildhafte Darstellung konnte ich mir die Gegebenheiten gut vorstellen. Kein Wunder also, dass ich die erschaffene Welt sehr faszinierend und ansprechend finde. 

    Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet. Bisher war Kranit mein Favorit, aber mittlerweile weiß ich gar nicht, wen ich am besten finden soll. Jeder hat seinen eigenen Charme. 

    Das Cover passt perfekt zur Reihe und gefällt mir gut. Der Klappentext verspricht ein galaktisches Abenteuer und genau das wurde auch geliefert.

    Mir bleibt eigentlich nur zu sagen, dass mich dieses spannende Buch mit einer komplexen Story prima unterhalten konnte. Daher kann ich es guten Gewissen empfehlen, das gilt übrigens für die ganze Trilogie. Sie ist wirklich lesenswert. Ich vergebe vier Sterne.

  11. Cover des Buches Nur ein Hauch von dir (ISBN: 9783596854509)
    Sue Ransom

    Nur ein Hauch von dir

     (197)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Alex findet einen Armreif, der sie mit dem hübschen Jungen Callum "verbindet". Als sie ihn jedoch berühern will, greift sie durch ihn hindurch. Zusammen wollen sie eine Lösung finden, wie sich das ändert.

    Ich fand das Buch zu langweilig. Die Charaktere fand ich zwar nett, jedoch war der Schreibstil zu "lahm". Das Cover und der Klappentext versprechen meiner Meinung nach zu viel und halten es nicht.

  12. Cover des Buches Der Buchliebhaber (ISBN: 9783442487110)
    Charlie Lovett

    Der Buchliebhaber

     (36)
    Aktuelle Rezension von: sollhaben

    Arthur Prescott arbeitet an der Universität Barchester. Die Arbeit selbst macht ihn nicht sehr glücklich, aber die Bibliothek der dortigen Kathedrale füllt seine Tage und seine Gedanken. Schon sein Großvater lehrte ihn die Liebe zum Buch und zu geschriebenen Wort. Dazu gab er ihm noch Hinweise auf ein Geheimnis, dass in Barchester verborgen sein soll.
    Als Bethany seine kleine Blase stört, um "seine" alten Manuskripte zu digitalisieren, stört ihn das gewaltig. Aber die Amerikanerin lässt sich nicht so einfach zur Seite schieben. Sie schafft es, Arthur aus seinem Schneckenhaus zu locken und gemeinsam machen sie sich auf die Suche.


    Mein Fazit:
    Was für eine tolle Geschichte, viel zu lange ungelesen auf meinem SuB.
    Arthur Prescott ist ein richtiger liebenswerter Nerd, der Bücher mehr mag als die meisten Menschen. Aber Bethany erlangt ganz elegant seine Aufmerksamkeit.
    Zwar gibt es mit der Aufzählung von diversen Schriftstellern ein paar Längen, aber insgesamt überwiegen die schönen, interessanten und manchmal auch emotionalen Momente.
    Zusätzlich gibt es noch einige Hinweise auf Musikstücke, die in der kirchlichen Liturgie eine wesentliche Rolle spielen. Das war für mich so das Tüpfelchen auf dem i. Einen Link zu einem besonders schönen Stück lasse ich euch in den Kommentaren.
    Insgesamt hat es mir so gut gefallen, dass ich froh bin es gelesen zu haben. Gemeinsam in einem #buddyread und es hat so viel Spaß gemacht, sich darüber auszutauschen.

  13. Cover des Buches Geisterritter (ISBN: 9783791504797)
    Cornelia Funke

    Geisterritter

     (236)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Jon wird von seiner Mutter und seinem zukünftigen Stiefvater nach Salisbury in ein Internat abgeschoben. Er ist davon alles andere als begeistert, aber sein Heimweh wird schnell zur Nebensache. Denn er sieht Geister. Und diese Geister sind alles andere als freundlich zu ihm, so dass Jon mit der Unterstützung von seiner Mitschülerin Ella sein Leben vor den Toten verteidigen muss.


    Nach dem Teil über die Autorin ist es vermutlich überflüssig zu erwähnen, wie schön Cornelia Funke mit Worten umgehen kann. Ich liebe ihren Schreibstil und finde, dass ihre Geschichten viel zu wenig Aufmerksamkeit in der Welt draußen bekommen. Ich würde jedes ihrer Bücher ohne mit der Wimper zu zucken kaufen und bin davon überzeugt, dass es mir gefallen würde. 


    Als ich das Buch das erste Mal gelesen habe war ich ein großer Fan von der Figur Ella Littlejohn. Bis heute begleitet mich das fiktive Mädchen. Ich liebe ihre ehrliche, mutige Art und habe mir immer gewünscht ein Stück wie sie zu sein. Der Vorname Ella gehört bis heute zu meinen absoluten Lieblingsnamen. 


    Damals wie heute haut mich das Buch um. Jon, Ella, Zelda und Longspee haben einen festen Platz in meinem Herzen als wären sie reale Menschen. Beim Lesen hatte ich das Gefühl direkt neben Jon zu stehen als die bösen Geister ihn bedroht haben. Ich kann komplett in seiner Welt versinken und dafür liebe ich Cornelia Funke! Sie gibt mir ein zweites Zuhause, wenn meine reale Welt auseinanderbricht.


    Das Buch ist für jeden jungen Leser ein Abenteuer. Ich habe das Buch zum ersten Mal mit 11 Jahren gelesen und empfehle es definitiv auch dieser Altersgruppe. Denn so sehr ich das Buch liebe, hätte ich es heute zum ersten Mal gelesen, hätte es mich vermutlich nicht ganz so überzeugt wie es mich damals überzeugt hat. Es war das richtige Buch zur richtigen Zeit.


    Meiner Meinung nach wird sehr viel zwischen den Zeilen vermittelt. Gerade beim zweiten Lesen ist es mir aufgefallen wie viel Inspiration für das wahre, manchmal sehr schwere Leben steckt. Vor allem über Familie, Freundschaft und das eigene Gewissen bzw. die eigenen Dämonen versteckt Cornelia Funke wunderschöne Botschaften. 


    Es ist sicher keine Überraschung, dass ich dem Buch 5 von 5 Sterne gebe, oder? Ich bin immer noch am Lächeln, weil ich gerade so viel über die Geschichte nachgedacht habe. Hast du auch so ein Herzensbuch? Wenn ja, welches?

  14. Cover des Buches Das Fundament der Ewigkeit (ISBN: 9783404177707)
    Ken Follett

    Das Fundament der Ewigkeit

     (191)
    Aktuelle Rezension von: Erwin-Reader

    Das fiktive Kingsbridge und die englische Handlung sind hier zu eng gefasst. Meisterhaft versteht es Follett, die Zusammenhänge und Verbindungen aufzuzeigen zwischen den Protestanten in ganz Europa. So unterschiedlich die Motive auch sind, in "Das Fundament der Ewigkeit" werden alle Handlungsstränge in England zusammengeführt. Der Kampf gegen die spanische Armada ist hier fast schon ein vorweg genommener Höhepunkt des Plots.

    Wenngleich Ned Willard der Protagonist der Geschichte ist, so wird er doch stark von tollen Frauenfiguren herausgefordert, bzw. unterstützt.

    Eindeutig lesenswert.

  15. Cover des Buches Die Prophezeiung der Schwestern - Liebe und Verrat (ISBN: 9783442476831)
    Michelle Zink

    Die Prophezeiung der Schwestern - Liebe und Verrat

     (151)
    Aktuelle Rezension von: fantasybooks01

    Titel: Die Prophezeiung der Schwestern - Liebe und Verrat
    Autor*in: Michelle Zink
    Verlag: Goldmann Verlag
    Preis: Taschenbuch 8,99 Euro
    Seitenanzahl: Taschenbuch 412 Seiten
    Reihe: Die Prophezeiung der Schwestern Trilogie
    Genre: Fantasy


    Klappentext:

    Sie sind zwei Schwestern, die zu Rivalinnen wurden - und an der Frage, wer gewinnt, entscheidet sich, ob die Dunkelheit die Erde einnehmen wird ...

    Einst waren sie unzertrennlich, nun bekämpfen sie sich erbittert: Die Zwillingsschwester Lia und Alice, die eine Prophezeiung zu Gegenspielerinnen in einem uralten Kampf gemacht hat. Alice ist zur Anhängerin des gefallenen Engels Samael geworden, der die Erde vernichten will. Lias einzige Chance ist die gefahrvolle Reise zum Sitz der geheimen Schwesternschaft. Fast wird ihr diese zum Verhängnis, da wird sie in letzter Sekunde von Dimitri gerettet, einem Gesandten der Schwesternschaft. Er verliebt sich in Lia - und bricht, um sie zu schützen, alle Regeln ...


    Inhalt des Buches:


    Der Kampf zwischen den zwei Schwestern geht weiter. Wer wird am Ende gewinnen? Wird Samael auf die Erde gelangen und Dunkelheit über alles bringen oder kann Lia ihn aufhalten? Lia muss nun zum Sitz der Schwesternschaft reisen und diese Reise beinhaltet große Gefahren. Ohne die Hilfe von Dimitri wäre Lia nie so weit gekommen, Dimitri ist ein Gesandter der Schwesternschaft und bricht einige Regeln um Lia zu beschützen...

    Meine Meinung:

    Dadurch das ich den zweiten Teil direkt im Anschluss gelesen habe, war es ein glatter Übergang. Es war ein roter Faden und es war so als würde ich ein komplettes Buch lesen. Es war durch die Reise zu der Schwesternschaft sehr spannend. Es kommen neue Menschen dazu, man lernt die Schwesternschaft kennen und auch Dimitri ist ein neuer Mensch in Lias Leben. Lia, Luisa und Sonia finden immer mehr über die Prophezeiung heraus und versuchen sich auf das Ende vorzubereiten, auf den Kampf mit Alice und Samael. In diesem Teil geht es um Liebe durch Vertraute, aber auch neue Menschen. Aber es geht auch um Verrat , Lia wird von einem geliebten Menschen verraten und muss herausfinden wen sie überhaupt noch trauen kann und wer ihr in den Rücken fällt. Ein spannender zweiter Teil, allerdings haut er einen nicht vom Hocker. Deshalb gibt es nur 4 von 5 Sternen.


    ~Valerie

  16. Cover des Buches Die Herrin der Kathedrale (ISBN: 9783426514047)
    Claudia Beinert

    Die Herrin der Kathedrale

     (76)
    Aktuelle Rezension von: DANTE
    Uta von Ballenstedt führt ein beschwerliches Leben unter den strengen Augen ihres Vaters Graf Adalbert von Ballenstedt, dessen Zornesausbruche gefürchtet sind. Einzig die Herzlichkeit ihrer Mutter Hidda vermag die Beklemmung der sich Uta ausgesetzt fühlt ein wenig erträglicher zu machen, auch indem sie Uta das Lesen und das Schreiben beibringt. Doch nach einem festlichen Empfang Markgrafen ändert sich alles schlagartig. Nach einem peinlichen Zwischenfall verstößt Graf von Ballenstedt Uta, die nur durch die Hilfe ihrer Mutter in ein abgelegenes Kloster fliehen kann. Als Uta kurz darauf erfährt, dass ihre Mutter verstorben sei beschleicht sie ein ungeheurer Verdacht. Hat ihr Vater wohlmöglich die Mutter auf dem Gewissen? Neben der Beteiligung am Bau der Naumburger Kathedrale ist Utas einziges Bestreben, ihrer Mutter Gerechtigkeit zu verschaffen … 

    Den Leser erwartet ein liebevoll geschriebener, vielschichtiger und auch informativer Historischer Roman. Mit Freude erwartet man den Fortgang der Geschichte und ist gespannt wie die Fäden zusammenlaufen. Absolut empfehlenswert! 
  17. Cover des Buches Die Tore der Welt (ISBN: 9783785735138)
    Ken Follett

    Die Tore der Welt

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Domi_Nika

    Nachdem ich erst vor kurzem erfahren habe, dass es eine Fortsetzung von "Die Säulen der Erde" gibt, musste ich unbedingt den nächsten Teil der Kingsbridge Reihe lesen. "Die Tore der Welt" spielt ca 200 Jahre nach "Die Säulen der Erde" und wir befinden uns wieder in Kingsbridge im Jahr 1327. In diesem Buch begleiten wir den Baumeister Merthin, seinen Bruder Ralph, die Kaufmannstochter Caris und ihre Freundin Gwenda. Wir lernen hier die harte Zeit des Mittelalters kennen, erleben wie die Pest wütet und sind wieder in der Kathedrale von Kingsbridge in viele Intrigen verstickt. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und vielleicht sogar noch etwas besser als "Die Säulen der Erde". Ken Follett schafft es immer wieder uns in eine Welt zu entführen, die er so lebendig gestaltet, dass man das Gefühl hat live dabei zu sein. Das Buch gehört jetzt schon zu meinen Lieblingsbüchern und ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch der Kingsbridge Reihe "Das Fundament der Ewigkeit".

  18. Cover des Buches Der Glöckner von Notre Dame (ISBN: 9783734729041)
    Victor Hugo

    Der Glöckner von Notre Dame

     (291)
    Aktuelle Rezension von: SaniHachidori

    Im Folgenden werde ich euch sehr ausführlich meine Eindrücke schildern. Ich kann euch versprechen, dass dies schon die Kurzform im Gegensatz zu dem Buch selbst ist. Allerdings kann ich euch auch versprechen, dass dies wohl die längste Rezension meiner Laufbahn wird. :D

    Anmerkungen:
    * Die Geschichte des Glöckners von Notre-Dame ist gemeinhin bekannt und schon im Jahre 1831 erschienen. Daher gibt es hier keinen direkten Spoiler-Hinweis; allerdings die lieb gemeinte Anmerkung, dass ich das Werk in seiner Gesamtheit beleuchten und auch einige Vergleiche zum bekannten Disney-Film ziehen werde. Wer also das Buch oder den Film nicht gespoilert bekommen möchte, sollte eventuell von der Lektüre dieses Beitrags absehen. :)
    ** In diesem Artikel werden Begriffe genutzt, die in der Originalschrift verwendet, aus heutigen Gesichtspunkten allerdings kritisch bewertet werden könnten. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich mich von Rassismus, Chauvinismus und allen anderen Arten von Diskrimierung klar distanziere. Um dieses Buch im Stil seiner Veröffentlichungszeit zu bewerten, werden zu eurer Information die Originalwörter benutzt, die allerdings nichts mit meiner persönlichen Gesinnung zu tun haben.
     


    INHALT:

    Ich warne euch vor: Es wird nicht einfach, den geballten Inhalt und meine Eindrücke auf den Punkt zu bringen.

    Fangen wir doch einfach bei den Charakteren an. Denn ein ganz großer Unterschied zwischen der Originalgeschichte und dem Disney-Film, sind die Figuren. Da gibt es nicht nur Personen, die im Film gar nicht vorhanden sind, sondern auch Figuren, die im Film zusätzlich erfunden wurden. Auch das Verhalten bzw. das allgemeine Gebärden ist unterschiedlich. 


    "Freundschaft heißt Bruder und Schwester sein, zwei Seelen, die sich berühren, aber nicht vermengen, zwei Finger an einer Hand." - "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo, S.132 -


    Welche Charaktere gibt es nun also, die es auch im Film gibt?

    Da wäre natürlich zunächst Quasimodo, Glöckner und Patron für den Titel des Buches. Dieser ist ähnlich bemitleidenswert wie sein Filmbruder.
    Im Buch hat Quasimodo einen Buckel, große Hände, aber auch entstellte Beine und nur ein Auge. Zudem ist er taub, durch seine Tätigkeit als Glöckner und hört nur einen sehr hohen Ton aus einer Pfeife. Seine Haare sind struppig und er wird oftmals als hässlich tituliert. Damit hat er es nochmals um einiges schwerer als die Filmversion.
    Quasimodo war für mich die mit Abstand sympathischste und gutmütigste Person im gesamten Buch. Er war zwar auch brutal, allerdings fand ich es toll, dass die sanfte Stimme, die beschrieben wurde, auch im Film eingebaut ist. Umso bedauerlicher ist es, dass dieser Protagonist erst im letzten Drittel des Buches so richtig aktiv wurde. Vorher war er doch recht blass und ist einfach nicht richtig zum Zug gekommen.
    Doch wo kommt Quasimodo eigentlich her?
    Im Buch verläuft das ganze etwas anders als im Film, wo Frollo den Tod von Quasimodos Mutter verschuldet und wo er dies auf Anraten des Archidiakons mit der Aufnahme des unglücklichen Kindes aufwiegen soll. Im Original hat eine Frau, die früher ein Freudenmädchen war, ihr Glück in der Mutterschaft gefunden. Eines Tages wird ihr die Tochter gestohlen und anstatt derer ein entstelltes Kind hinterlassen. Das nun ist Quasimodo. Die Frau bringt das entstellte Kind daraufhin nach Paris und legt es vor der Kirche auf einen Altar, der für Findelkinder vorgesehen ist. Aufgrund einer gaffenden Menge wird der Archidiakon bzw. Priester Frollo auf Quasimodo aufmerksam und fühlt sich aus Mitleid verpflichtet, das Kind an sich zu nehmen.

    Ebenfalls vorhanden war Esmeralda, die schöne Zigeunerin und ihre Ziege Djali. Im Buch weicht vor allem Esmeralda sehr von der Filmdarstellung ab. Sie ist nicht nur naiv, sondern auch völlig verblendet in ihrer Liebe zu Phoebus. Natürlich ist sie im Buch ebenfalls eine begnadete Tänzerin und genießt ein hohes Ansehen unter den Zigeunern. Sie wird als deren "heilige Jungfrau" bezeichnet. Tatsächlich ist Esmeralda noch eine Jungfrau, da sie ein Zauberamulett trägt, welches sie zu ihren Eltern führen soll - denn auch sie ist ein Findelkind - das Amulett funktioniert aber nur in Jungfräulichkeit.
    Die Ziege ist ebenso begabt wie im Film, hat allerdings goldene Hörner und Hufe. 

    Wer aufgepasst hat - Phoebus de Châteaupers habe ich gerade schon erwähnt. Nur leider ist auch dieser Protagonist ganz anders als im Film. Im Buch suchen wir vergeblich nach dem charmanten, wortgewandten und gerechten Ritter, der sich in Esmeralda verliebt und alles für sie aufs Spiel setzt. Tatsächlich ist er das genaue Gegenteil. Er ist zwar Bogenschütze in der Stadtwache, aber er jagt jedem Rockzipfel hinterher, verzecht seine Nächte und verprellt seine Verlobte mit seinem unmöglichen Verhalten. Esmeralda findet er zwar attraktiv, aber mehr als körperliches Verlangen steckt ehrlicherweise nicht dahinter. Auch ist er nicht der strahlende Ritter und weder rettet er Esmeralda, noch steht er wirklich zu ihr. Sein Spaß und sein Ruf stehen im Vordergrund. Ein höchst unsympathischer Geselle.

    Natürlich darf auch der Bösewicht Claude Frollo nicht fehlen. Anders als im Film, ist er selbst der Archidiakon. Trotz seiner Priester-Tätigkeit beschäftigt er sich mit Alchemie und der Wissenschaft. Sein Geist war sein Leben lang auf das Lernen aus, bis er Esmeralda das erste Mal erblickt. Auf einmal kann selbst die Wissenschaft ihn nicht mehr ablenken, denn er denkt immerzu an dieses Mädchen. Seine Begierde wächst ins Unermessliche und wird eine wahre Obsession. Er stellt ihr nach und versucht sie wie im Film durch die Androhung ihres Todes dazu zu bewegen, ihn zu heiraten.

    Ein wunderbarer Charakter im Film, der im Buch keine so große Rolle bekam, wie ich es mir gewünscht hätte, war Clopin Trouillefou, den wir aus der Filmumsetzung als charismatischen Anführer der Zigeuner kennenlernen, der wie ein Narr jedes Schauspiel - und sei es eine Hinrichtung - auf die komödiantische Spitze treibt und zudem die Geschichte des Glöckners erzählt. Im Buch ist er zwar ebenfalls König der Zigeuner, aber für meinen Geschmack viel brutaler und skrupelloser. Er blieb mir auf Dauer zu blass, um mich zu begeistern, weil er nur am Rande eine Rolle spielte.


    Welche Charaktere gibt es nur im originalen Buch, aber nicht im Film?

    Eine Person, die schon zum Anfang des Buches eine Rolle spielt, im Film aber nie auftaucht, ist der Dichter Pierre Gringoire. Wir lernen ihn deprimiert und resigniert kennen, denn sein Schauspiel zum Festtag wird nicht mit der gebührenden Aufmerksamkeit bedacht und von der Wahl des Narrenkönigs überschattet. Um seinen Lebensunterhalt gebracht, schleicht er durch die Gassen und wird in einen Konflikt verwickelt, in dem er die schöne Esmeralda zu retten versucht. Er folgt ihr anschließend und entgeht einer Hinrichtung, indem er mit Esmeralda verheiratet wird. Danach schließt er sich den Zigeunern an. Er versucht zwar, die Gunst Esmeraldas zu erringen, ist aber ein anständiger Kerl, der seine Bemühungen schlussendlich einstellt - immerhin hatte sie durch die Heirat verhindert, dass er stirbt. Er hat sowohl Kontakte zu den Zigeunern als auch zu Frollo, was ihn zu einer wichtigen Randfigur macht, die fast schon zu einem Protagonisten avanciert - gerade wenn man den Anfang des Buches betrachtet. Gefallen findet er sehr an der Ziege Esmeraldas, über die er oft sagt, welch schön geratenes Tier sie doch ist.

    Ebenfalls nie im Film erwähnt wird Jehan Frollo du Moulin, der kleine Bruder von Frollo. Dieser wurde zum Waisen und Frollo nahm seinen kleinen Bruder daraufhin bei sich auf, um ihn zu einem ebenso gelehrten Menschen zu erziehen, wie er selbst einer war. Jehan ist zurzeit der Geschichte des Glöckners ein Student und nicht eben brav. Er schlägt leider in eine gänzlich andere Richtung als Frollo es sich erhoffte - versauft sein Geld und frönt dem Rebellentum. Dauerhaft pleite, bittet er Frollo nicht nur einmal um eine finanzielle Unterstützung, was seinem großen Bruder immer mehr zuwider wird. Am Ende wendet sich Jehan ab, wird ein Mitglied der Zigeuner und zieht mit diesen gegen Notre-Dame, wo er schließlich umkommt.

    Eine immer wieder auftauchende Person im Buch ist die Klausnerin, eine alte, verhärmte Frau, die verrückt zu sein scheint. In ihrer Klause haust sie schon viele Jahre und lebt nur von dem, was mildtätige Menschen ihr durch die Gitter reichen. Einen ganz besonderen Hass hat sie auf die Zigeuner, da sie ihr ihre Tochter genommen haben. Da klingelt es wahrscheinlich bei euch - genau diese Person ist die unglückselige, bestohlene Mutter, die Quasimodo nach Paris brachte. Sie trägt immerzu einen kleinen Schuh ihrer Tochter bei sich, der nach dem Verschwinden zurückblieb. Am Ende stellt sich heraus, dass ihre entführte Tochter die Esmeralda ist, die sie so erbittert hasst.

    Es gibt noch weitere Nebencharaktere wie bspw. Ludwig XI. oder Verbündete von Clopin, die für mich allerdings keine so tragende Rolle spielten, dass ich sie hier erklären müsste.


    Welche Charaktere aus dem Film sind nicht im Buch enthalten?

    Wie ihr lesen konntet, ist Frollo im Buch ein Priester und nicht der Richter. Deswegen fällt der aus dem Film bekannte Archidiakon, der Frollo ermahnt, im Original leider weg. Dabei mochte ich diese Figur im Film immer sehr gern, weil er so freundlich war.

    Es war sehr traurig, dass es sie nicht gab, aber das war zu erwarten - die Rede ist von den Wasserspeiern. Sie waren im Film Quasis einzige Freunde. Im Buch hat er einfach niemanden an seiner Seite. Im Film heißen die Wasserspeier Victor, Hugo und Laverne, was eine Hommage an den Autoren dieser Geschichte darstellt. Hugo hat ähnlich wie Gringoire eine Vorliebe für Djali, was ein sehr süßes Detail ist, was aus dem Buch entlehnt wurde.


    Gibt es Szenen im Buch, die Szenen im Film ähneln?

    Es mag erstaunen oder auch nicht - tatsächlich sind die Szenen, die zwischen Buch und Film übereinstimmen sehr gering. Mir fallen nach der Lektüre spontan einige Szenen ein, beispielsweise als Quasimodo auf einem Rad festgebunden und im Film mit Tomaten beworfen wird. Diese Szene gibt es ähnlich auch im Buch, wo es allerdings sehr viel brutaler zugeht und Quasimodo mit Steinen beworfen wird und vorher mit einer Peitsche gepeinigt wird.

    Die zweite Szene, die mir einfällt ist tatsächlich relativ am Ende, als Esmeralda im Film verbrannt und im Buch erhängt werden soll. Frollo bietet ihr an, dass er sie rettet, wenn sie ihn heiratet. Diese Szene ist ziemlich deckungsgleich zwischen beiden Medien.

    Weiterhin sind der Sturm auf Notre-Dame, die Rettung Esmeraldas und der Schrei nach Asylrecht und der Todessturz von Frollo annähernd übereinstimmende Szenen.


    Die Handlung des Buchs


    " '(...) das wird noch ein schlimmes Ende nehmen.'
    ' Aber der Anfang war schön gewesen.' " - "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo, S. 350 -


    Mir fällt es unglaublich schwer, die Handlung herunterzubrechen, aber ich mag es versuchen. Die Handlung wurde immer wieder durch Kapitel unterbrochen, die zur Haupthandlung nichts beitrugen, weswegen man etwas den roten Faden verloren hat.

    Wie ihr in der Charakterbeschreibung schon lesen konntet, werden eine Vielzahl von Handlungssträngen unterschiedlichster Personen verfolgt. Diese kreuzen sich immer wieder mal und laufen dann wieder auseinander.

    Am Anfang begegnen wir Gringoire, der wie gesagt sehr deprimiert ist, weil er um seinen Lebensunterhalt als Dichter gebracht wurde. Schuld daran ist die Wahl des Narrenpapstes, zu der auch Quasimodo das erste Mal die Bühne betritt. Er selbst wird Narrenpapst.
    Er versucht Esmeralda zu retten, als der Glöckner sie entführen will. Die Entführung geschieht auf Geheiß von Frollo. Gringoire scheitert kläglich an Esmeraldas Rettung und stattdessen hilft Phoebus der schönen Zigeunerin. Als Gringoire der Zigeunerin folgt, gerät er in den sagenumwobenen Hof der Wunder und sieht sich nun dem Galgen gegenüber. Seine einzige Chance ist eine verzweifelte Zigeunerin, die ihn zum Mann will.
    Derweil wird Quasimodo aufgrund seiner Tat, Esmeralda entführen zu wollen, zu einer Strafe am Pranger verurteilt. Nach seiner Peinigung taucht Esmeralda selbst auf, um ihm etwas zu Trinken zu geben.
    Danach rettet Esmeralda Gringoire das Leben, da sie ihn aus Mitleid zum Mann nimmt. Die beiden werden für vier Jahre verheiratet. Esmeralda will allerdings nichts von Gringoire wissen und träumt nur immerzu von ihrem Retter Phoebus. Außerdem trägt sie ein Zauberamulett, welches ihr helfen soll, ihre Eltern zu finden. Dieses funktioniert aber nur, solange sie Jungfrau bleibt. Sie weist Gringoire mehrmals ab. Daraufhin entwickelt sich zwischen Gringoire und der Ziege Djali eine besondere Zuneigung.
    Esmeralda trifft sich schließlich mit ihrem geliebten Phoebus. Dieser ist jedoch nicht auf ihre Liebe, sondern ihren Körper aus. Zudem weiß er nicht, dass Claude Frollo ihn verfolgt. Frollo konfrontiert ihn, will ihn töten, doch schlussendlich treffen sie eine Abmachung. Da Phoebus das Zimmer, in dem er sich mit Esmeralda trifft, nicht bezahlen könnte, übernimmt dies Claude Frollo. Als Gegenleistung darf er den beiden bei ihrem Stelldichein zuschauen. Das allerdings erzeugt in Frollo eine rasende Eifersucht und er sticht Phoebus nieder. Esmeralda fällt in Ohnmacht und wird von Frollo geküsst, welcher daraufhin flieht.
    Esmeralda wird anschließend des Mordes an Phoebus und der Hexerei angeklagt. Unter Folter gesteht sie und wird zum Tod durch Erhängen verurteilt. Ihre Ziege wird ebenfalls zu diesem Schicksal verdammt.
    Claude Frollo bietet Esmeralda am Tage der Hinrichtung an, ihn zum Mann zu nehmen, dann würde er sie vor dem Galgen bewahren. Sie erkennt in ihm den Mörder von Phoebus und weist ihn ab. In diesem Moment sieht sie aber auf einem Balkon eben diesen Mann, in den sie sich verliebte - Phoebus lebt - aber an seiner Seite ist eine andere Frau.
    Quasimodo rettet Esmeralda vor der Hinrichtung und bringt sie nach Notre-Dame, wo sie dem Asylrecht unterliegt und sie somit unantastbar wird. Allerdings wird die Kirche für Esmeralda dadurch auch zu einem Gefängnis. Quasimodo sorgt für Esmeralda - bringt ihr Essen oder Blumen - und versucht immer wieder, mit ihr zu sprechen. Sie lässt sich zwar kurz darauf ein, versinkt aber dennoch wieder in ihrer Sehnsucht nach Phoebus. Auch Quasimodos Hässlichkeit stößt sie zu sehr ab, als dass sie Freunde werden könnten. Eine Pfeife, die sie von ihm erhielt, um ihn zu rufen, warf sie achtlos auf den Boden.
    Als Frollo erfährt, dass Esmeralda Unterschlupf in Notre-Dame gefunden hat, schleicht er sich in der Nacht dorthin und überfällt sie geradezu. Er kann seine Begierde nicht mehr zurückhalten. Nur Quasimodos Pfeife verhindert Schlimmeres.
    Gringoire wurde von Frollo dazu angestachelt, Esmeralda aus Notre-Dame zu befreien und die gesamte Zahl der Zigeuner ebenfalls dazu zu bewegen. So kommt es, dass alle Zigeuner aus Paris gegen Notre-Dame in den Krieg ziehen. Dabei sterben viele Angehörige und auch Quasimodo verteidigt die Kirche und Esmeralda erbittert. Dennoch kann er es nicht verhindern, dass Esmeralda schließlich doch noch hingerichtet wird. Daraufhin stößt Quasimodo seinen Ziehvater Frollo von Notre-Dame in die Tiefe. Quasimodos Skelett wird später in Esmeraldas Grab eng umschlungen mit ihren Knochen gefunden.

    Wie ihr euch vorstellen könnt, war ich vor allem von dem Ende sehr geschockt und auch etwas enttäuscht. Tatsächlich sterben auch viele Nebenfiguren, wie beispielsweise der jüngere Bruder Frollos oder auch Clopin, der König der Zigeuner. Der unerträglich arrogante Phoebus ist neben Gringoire die einzige gewichtige Person, die wirklich überlebt. Gringoire bringt am Ende nochmal etwas Humor in die Geschichte, weil er die liebgewonnene Ziege von Esmeralda vor dem Galgen retten kann und mit ihr fortan zusammenlebt.

    Da die Filmumsetzung so komplett anders ist als das Originalwerk, fällt es mir schwer, einen wirklichen Vergleich zu ziehen. Ich kann nur bemerken, wie viel besser mir der Film ausnahmsweise gefällt. Er bringt alles auf den Punkt und vermittelt dabei wichtige Werte. Das Buch konzentriert sich auf sehr viele unterschiedliche Personen und das in einem Detailgrad, der es schwierig macht, eine Bindung zu den Protagonisten aufzubauen.


    SCHREIBSTIL:


    "An diesen lichten, lauen Tagen voll verhaltener Weihe, gibt es einen Moment, wo das Portal von Notre-Dame zu noch größerer Schönheit aufblüht als sonst, dann nämlich, wenn die schon westwärts sinkende Sonne der Kathedrale fast gegenübersteht und sie aus dieser Sicht bescheint." - "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo, S. 303 -


    Victor Hugo schreibt ohne Zweifel meisterhaft. Das sprachliche Niveau ist wirklich sehr hoch. Er beschreibt bildhaft, spielt mit den Worten und findet immer wieder bezaubernde Vergleiche, die einer Situation den letzten Schliff verpassen können.
    Leider verstand er es genau so gut, in ewig langen Passagen von der Haupthandlung abzuschweifen. Alles, was ich in der Handlung beschrieben habe, ist eine Zusammenfassung des roten Fadens. Um diesen sind aber etliche Kapitel über Nebenpersonen oder auch einzelne Kapitel mit 30 Seiten Architekturbeschreibung gebaut. Das macht das Lesen sehr schleppend und gibt einem das Gefühl, mit der Handlung nicht voranzukommen, obwohl etwas passiert.
    Neben der Architektur, wird auch das Interior oft bis ins kleinste Detail beschrieben. Offensichtlich war der Autor ein großer Liebhaber der Baukunst, denn er wusste nicht nur alle Elemente zu benennen, sondern appellierte bei jeder sich bietenden Gelegenheit an den Leser, um für den Erhalt der Kulturstätten und der Architektur vergangener Zeiten zu werben. Sicherlich muss anerkannt werden, dass gerade auf Bauwerke bezogen, der Text ein wahres historisches Zeugnis ist. Auch die Eigenarten und Ansichten der Zeit des Glöckners sowie von Hugos Zeitalter sind wertvolle Dokumentationen für die Nachwelt, um ein Gefühl für frühere Epochen zu bekommen. Jedoch schreibt Hugo oft aus Sicht des Autors und damit positioniert er sich für einige Ansichten meiner Meinung nach zu klar und leider auch etwas enttäuschend. Von einem Autoren, der Weltliteratur schrieb erwarte ich einfach anderes.
    So wie Victor Hugo sich auf das Schreiben von Abschweifungen verstand, so begabt war er auch in der Darstellung von unfassbar unsympathischen Charakteren. Gerade Phoebus ist für Liebhaber des Films im Buch eine moralische Enttäuschung. Selbst Esmeralda ist keine Person, mit der mitgefiebert werden könnte, da sie viel zu einfältig und hörig ist. Noch dazu besitzt sie ein so geringes Selbstbewusstsein, dass es erstaunlich ist, was für eine starke Frau sie in der Filmumsetzung geworden ist.

    Man kommt nicht umhin, zu betonen, wie sehr dieses Werk zwischen komödiantischen Einlagen, grotesken Vorkommnissen und Brutalität schwankt. Leider waren die Dialoge zuweilen recht kitschig und überzogen - andererseits wieder furchtbar trocken und fad. Dieses Wechselspiel machte das Leseerlebnis etwas unstet und auch langatmig.


    Die dunklen Seiten des Buches

    Das Buch "Der Glöckner von Notre-Dame" spielt zwar im 15. Jahrhundert, wurde von Victor Hugo aber Mitte des 19. Jahrhunderts geschrieben.
    In diese Buch werden einige Themen oder auch Ansichten besprochen, die aus heutiger Sicht problematisch sind.
    Da wäre zum Einen der offenkundige Rassismus. Hierbei rede ich nicht nur von der Benutzung des Wortes Zigeuner und deren Darstellung als gefährliche, zügellose und hinterhältige Personen, sondern auch von ein paar Andeutungen in andere Richtungen. Es gab da eine Stelle, als der Narrenkönig mit seiner Parade vorüberzieht, da wurden generalisierende Vergleiche und Klischees zu anderen Nationen gezogen. Auch über Menschen jüdischer Abstammung wurde einmal sehr deutlich hergezogen. Natürlich lag mir das während der Lektüre schwer im Magen und es war sehr unangenehm, so etwas zu lesen. Jedoch habe ich es mit einigen Leuten diskutiert und muss zu dem Schluss kommen, dass man Victor Hugo nicht für etwas verurteilen kann, was der damaligen Zeit geschuldet war. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir es aus heutiger Sicht nicht kritisch sehen dürfen.
    Etwas, was mir das Herz gebrochen hat, waren die Beschreibungen von Quasimodo und anderen körperlich behinderten Menschen. Diese Diskrimierung von Behinderten ist sicherlich historisch gesehen ebenfalls ein Makel der damaligen Zeit, jedoch hatte ich großes Mitleid mit diesen Menschen, weil die Beschreibungen sehr hart waren. Die Hässlichkeit der "Krüppel" war so abstoßend beschrieben und so mitleiderregend, dass mir dabei richtig mulmig wurde. Auch wird gut deutlich, dass diese Menschen zu damaligen Zeiten ausgegrenzt wurden, da sie in eigenen Vierteln bzw. Slums lebten und die Hygiene dort noch katastrophalere Ausmaße hatte.
    Damit eng verbunden ist die Darstellung der Kausalität zwischen Attraktivität und Intelligenz sowie Lebensglück. Es wird mehrmals deutlich gemacht, dass ein äußerlich hässlicher Mensch auch nichts erreichen wird. Es wird ein Zusammenhang zwischen den Fähigkeiten und der Attraktivität hergestellt. Das ist etwas, was mich nachhaltig beschäftigte, da das Aussehen eines Menschen noch so tadellos sein kann - er kann trotzdem eine völlig hohle Nuss sein. Offensichtlich herrschte zu damaligen Zeiten ein ganz anderes Bild vor.
    Und zum Schluss darf die gute alte Frauenfeindlichkeit nicht fehlen. Das war wirklich eines der Themen, was meine Lesepartnerin und ich oft kommentiert haben - weil es einfach viel zu häufig vorkam. Victor Hugo vermittelt in diesem Buch einfach so oft ein schlechtes Frauenbild, dass der Leser kaum noch aus dem Augenrollen herauskommt. Das reicht von "... weil alle Frauen das so machen" bis hin zu "Ich bin es nur wert, erniedrigt zu werden." und hat uns regelmäßig genervte Seufzer entlockt.


    FAZIT:


    "Der Stamm des Baumes wandelt sich nicht, das Laub dagegen sprießt nach eigener Lust und Laune." - "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo, S.150 -


    Wie ihr vielleicht schon erahnen könnt, ist das Buch keines, welches mich vollends begeistern konnte. Mir fiel es noch nie so schwer, meine Gedanken zu einem Buch in Worte zu fassen, wie bei diesem hier. Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist aber, dass ich einfach unendlich dankbar bin, dass ich dieses Werk von Hugo im Austausch mit meiner lieben Gabriela von Buchperlenblog lesen durfte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich dieses Buch ohne den gegenseitigen Ansporn niemals beendet hätte. Auf jeden Fall bin ich stolz, dass ich mal wieder einen Klassiker gelesen, ein Buch von meinem SuB befreit und damit ein großes To-Do erledigt habe.

    Ein Buch, welches durch sprachliche Rafinesse glänzt. Allerdings wird der rote Faden zu oft verloren, Abschweifungen auf ganze Kapitel ausgeweitet und damit die Langatmigkeit provoziert. Die zum großen Teil unsympathischen Charaktere tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei. Ein historisches Zeugnis, welches leider auch aus diesem Grund oft kritisch zu betrachten ist und zwischen Brutalität, Albernheit und Groteskem schwankt.

  19. Cover des Buches Die Pfeiler des Glaubens (ISBN: 9783442477753)
    Ildefonso Falcones

    Die Pfeiler des Glaubens

     (90)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Falcones hat einen lesenswerten Roman über die Konflikte zwischen Morisken (Mauren) und Christen im ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jahrhundert vorgelegt. Eine Geschichte, die von Intoleranz, Unterdrückung, Krieg und Gewalt geprägt ist.

    Mittendrin steht Ibn Hamid oder Hernando Ruiz mit christlichem Namen. Kind einer Vergewaltigung einer maurischen Frau durch einen christlichen Priester ist die Figur als Wandler zwischen der Welt des Islam und des Christentums angelegt. In jungen Jahren Teilnehmer des Krieges um die Aljuparras ist er geschockt über die Brutalität mit der beiden Seiten gegeneinander vorgehen. Später, gereift vertritt Hernando moderate Positionen und arbeitet an einer Strategie beide großen Religion in ihrem Glauben an denselben Gott zu versöhnen ohne seinen Glauben zu verraten.

    Daneben spielen wie bei allen Lebensgeschichten die Irrungen und Wirrungen der Liebe eine Rolle. Und das Hernando bei allen Schicksalsschlägen immer wieder auf die Füße fällt, ist der Anlage des Romans als Bericht über ein Leben geschuldet.

    Fazit:

    Stil und Sachkenntnis stehen außer Frage. Falcones erlaubt dem Leser tiefe Einblicke in ein dunkles Kapitel spanischer Geschichte. Bei einem Werk von knapp 1000 Seiten gibt es hier und da ein paar vertretbare Längen.

    In meinen Augen lesenswert!

  20. Cover des Buches Totenmesse (ISBN: 9783442466696)
    James Patterson

    Totenmesse

     (73)
    Aktuelle Rezension von: hymo

    Amerika trauert: Die First Lady ist plötzlich und unerwartet an einem allergischen Schock gestorben. Zur Beerdigungsfeier in der New Yorker St. Patricks Kathedrale reisen die Mächtigen und Wichtigen aus aller Welt an. Während der Messe passiert das Unfassbare: Ein Kommando stürmt die Kirche und nimmt 34 Trauergäste als Geiseln. Ein Fall für Deeskalationsspezialist Mike Bennett. Doch Mike plagen private Probleme, da seine Frau im Sterben liegt. Und die Situation in der Kathedrale droht zu eskalieren …

     Polizist Schar ist Vater von 10 Kindern (adoptiert). Seine Frau liegt im Krankenhaus im Sterben und nun muss er zur St. Patricks Church um Verhandlungen zur führen.

     Spannende Geschichte mit Überraschungseffekten. 4 Sterne

  21. Cover des Buches Dämonen zum Frühstück (ISBN: 9783453532830)
    Julie Kenner

    Dämonen zum Frühstück

     (80)
    Aktuelle Rezension von: LynnCarver
    Die Kurzbeschreibung passt.
    Ich hab jede Minute genossen. Und obwohl Jahre her, daß ich es las, mußte ich sofort die anderen drei Bände besorgen, als mir der 1. Roman in die Hände fiel. :-)
    Wer Buffy liebt, Kate MacAllisters Drachen verschlingt, wird auch diese Reihe lieben!
  22. Cover des Buches Die Kathedrale des Meeres (ISBN: 9783328103134)
    Ildefonso Falcones

    Die Kathedrale des Meeres

     (513)
    Aktuelle Rezension von: butterflyinthesky


    Zusammenfassung:

    XIV century. The city of Barcelona is at its moment of greatest prosperity; has grown towards the Ribera, the humble neighborhood of fishermen, whose inhabitants decide to build, with the money of some and the effort of others, the largest Maria cathedral ever known.
    A construction that moves parallel to the hazardous story of Arnau, son of a peasant serf, who flees from the abuses of his feudal lord and takes refuge in Barcelona, where he becomes a citizen and, with it, a free man.
    While his best friend and adopted brother Joan studies to become a priest, young Arnau becomes a member of the guild of the stone-workers, soldier and moneychanger. A strenuous life which leads him from the misery of the fugitive to nobility and wealth. But with this privileged position he also gets the envy of his peers, who devise a sordid plot that puts his life in the hands of the Inquisition. He finds himself face-to-face with his own brother. Will he lose his life just as his beloved Cathedral of the Sea is finally completed




    Meine Meinung:

    Habe das Buch leider nach dem Prolog abgebrochen. Zu viele unnötige Details, langweilig und zu brutal (für mich!). Es war ein Geschenk zum Geburtstag. Normalerweise hätte ich mir das Buch nicht gekauft weil es sich schon nicht interessant anhört. Schade.


  23. Cover des Buches Lycidas (ISBN: 9783453320123)
    Christoph Marzi

    Lycidas

     (723)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Christoph Marzi hat hier einen tollen Roman im Bereich der Fantasy geschrieben. Litetatur aus Deutschland in einer Ausdrucksformen Sprache. Diese Welt liegt unter der Stadt. Wobei ich sagen muss, dass es ein Paar Ähnlichkeiten zu Neil Gaiman’s - Neverland. Mr. Fox und Mr. Wolf wirken sehr vertraut. Ich denke nicht, dass alles geklaut ist, sondern eher als Inspiration galt. Denn das Buch hat sehr viele eigene Ideen. Klasse Buch.

  24. Cover des Buches Der Da Vinci Code (ISBN: 9783846600474)
    Dan Brown

    Der Da Vinci Code

     (8.163)
    Aktuelle Rezension von: rebell

    Inhaltsangabe: Der Chefkurator des Louvre wurde mitten in der Nacht vor dem Gemälde der Mona Lisa ermordet aufgefunden. Langdon begibt sich zum Tatort und erkennt schon bald, dass der Tote durch eine Reihe von versteckten Hinweisen auf die Werke Leonardo da Vincis aufmerksam machen wollte - Hinweise, die seinen gewaltsamen Tod erklären und auf eine finstere Verschwörung deuten. Bei seiner Suche nach den Hintergründen der Tat wird Robert Langdon von Sophie Neveu unterstützt, einer Kryptologin der Pariser Polizei und Enkeltochter des ermordeten Kurators. Eine aufregende Jagd beginnt ...


    Sichtweise/Erzählstil: Die Geschichte wird hier wieder von außen erzählt. Meist aus der Sicht von Robert Langdon. Bei bestimmten Szenerien schlüpfen wir in die Rollen der Ermittler, des Täters und eines Priesters. 

    Die Gedanken und Gefühle konnte ich nicht bei allen Protagonisten Nachvollziehen. Jedoch erhöhte der Wechsel der Sichtweisen etwas die Spannung und gab kurzzeitig nochmal zusätzliche Informationen preis.


    Spannung/Story: Die Geschichte spielt 1 Jahr nach Illuminati. An sich könnte man dieses Buch selbsständig lesen, aber da in ganz kurzen Szenerien auf Band 1 bezug genommen wird, sollte man den voherigen Band gelesen haben. 

    Die Geschichte geht erstmal Spannend los. Man gewinnt den Eindruck, das eine packende Hetzjagd entsteht. Jedoch muss ich leider dazu sagen, war das hier etwas weniger als in Band 1. Hier wurde viel mehr Wert auf den Geschichtlichen Hintergrund der Kirche, der Kunst und von Davinci gelegt. Die polizeiliche Arbeit wird als kleines Extra immer mal wieder eingestreut und durch die vielen deteilierten Informationen zieht sich die Geschichte ganz schön. Erst die letzten 150-200 Seiten sind mit die packensten. 

    Jedoch sind die aufgestellten Rätsel sehr interessant und der Protagonist Robert Langdon einfach sehr faszinierend. 

    Die Aufgreifung der Legende des Heiligen Grals ist sehr gut eingearbeitet worden und mit der Auflösung bzw. dem Ende rechnet man definitiv nicht. Mich hat es total überrascht und fand das Buch trotz gewisser Punkte alles in allem sehr unterhaltent und Spannend.


    Fazit: Wen die Fülle an sachlichen Informationen nicht stört, bekommt hier einen interessanten Mord und eine spannende Auflösung.

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