Bücher mit dem Tag "katholiken"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "katholiken" gekennzeichnet haben.

106 Bücher

  1. Cover des Buches Die Sache mit dem Glück (ISBN: 9783463400846)
    Matthew Quick

    Die Sache mit dem Glück

     (123)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    „Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.“

    Nach dem Tod seiner Mutter bleibt der 39jährige Bartholomew allein zurück. Er hat keine Freunde und keine Arbeit. Da seine Mutter ihn in ihren letzten wachen Momenten Richard nannte und er in ihrer Schublade einen Aufruf Richard Geres zum Boykott der olympischen Spiele in China findet, beschließt er, dem Schauspieler zu schreiben. In den Briefen erzählt er aus seinem Leben und findet so Zufriedenheit. Doch kann er das Leben ganz allein meistern?

    Die Geschichte wird allein durch Bartholomews Briefe an Richard Gere erzählt. Ihm erzählt er seinen Alltag, aber auch seine Gedanken, die er sich über die Welt macht. Der Leser erfährt so, dass der Pfarrer der Gemeinde sich von der Kirche lossagt und bei Bartholomew einzieht, dass er eine Trauerbegleiterin hat, die mehr Probleme als ihr Kunde hat, in einer Gruppentherapie Max kennenlernt, der um seine verstorbene Katze trauert und an Aliens glaubt, und dass er verliebt in die Jungthekarin seiner Bibliothek ist. Doch natürlich ist er viel zu schüchtern, um sie anzusprechen. Doch das Leben hält viele Überraschungen für ihn bereit.

    Herrje, ich mochte dieses Buch. Ich mochte Bartholomew, der sich so viele Sorgen um sein Leben und die Welt macht. Ich mochte den Pfarrer, der sich trinkend und betend bei ihm einnistet. Ich mochte Max, der fluchend durch die Welt geht und um seine tote Katze weinen kann. Und ich mochte Elisabeth, die Junthekarin, weil sie Licht in Bartholomews Welt bringt.

    Das Buch ist voller skurriler, aber sehr liebenswerter Charaktere und hält auch so manche Weisheit bereit. Ich möchte diese hier erwähnen, weil ich sie mir direkt rausgeschrieben habe: „Schönheit steckt in uns allen, Bartholomew. Sie versteckt sich bloß manchmal.“

  2. Cover des Buches Der Name der Rose (ISBN: 9783423210799)
    Umberto Eco

    Der Name der Rose

     (1.568)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra_Wagner

    vermutlich bin ich eine Ketzerin, wenn ich sage, dass in diesem Fall der Film noch besser war als das Buch. Warum? Die architektonischen Beschreibungen und philosophischen Einschübe im Buch waren mir doch zu viel - aber trotzdem ist dies einer der besten Klosterkrimis aller Zeiten. Sehr zu empfehlen.

  3. Cover des Buches In einer kleinen Stadt (Needful Things) (ISBN: 9783453433991)
    Stephen King

    In einer kleinen Stadt (Needful Things)

     (594)
    Aktuelle Rezension von: carolin-jethon

    Diese Hammerstory mit so vielen und toll ausgearbeiteten Figuren, dass ich fast selbst das Gefühl hatte, in Castle Rock zu sein, plus das geniale Ende plus all die tollen Anspielungen auf die anderen King-Geschichten insbesondere auf "Cujo" machen "In einer kleinen Stadt" zu einem Erlebnis der besonderen Art. Es gehört definitiv mit zu Stephys besten Büchern und mit Leland Gaunt bleibt einer der besten Bösewichte aller Zeiten in Erinnerung!

  4. Cover des Buches Der dunkle Thron (ISBN: 9783404168439)
    Rebecca Gablé

    Der dunkle Thron

     (441)
    Aktuelle Rezension von: Lesemaus85

    "Vielleicht sind Männer wie ich so überholt und überflüssig geworden wie die Schlachtrösser, die meine Vorfahren einst gezüchtet haben. Aber kein Waringham hat sich je einem Tyrannen unterworfen. Und ich schwöre bei Gott, ich werde nicht der erste sein!" (Nick of Waringham)

    *******************************************************************************

    England, 1529: Als sein Vater im Tower zu Tode gefoltert wird, erbt Nick die Baronie und damit auch den unversöhlichen Groll König Henrys.

    Dieser will sich von der Kirche lossagen und sich von der Königin scheiden lassen. In diesen wirren Zeiten setzen die Enländer ihre Hoffnung in Prinzessin Mary. 

    Und ausgerechnet Nick fällt es zu, Mary zu beschützen. Und sei es auch gegen ihren eigenen Vater...

    *****************************************************************************

    Der vierte Teil der Waringham-Saga knüpft wunderbar an seine Vorgänger an. Allerdings ist es recht verwirrend an manchen Stellen, wer denn nun mit wem wie verwandt ist.

    Der Spannung, dem flüssigen Lesen und dem fantastischen Einblick in das damalige England tut dies aber keinen Abbruch

    Der Roman ist wieder sehr sehr gut recherchiert und die Autorin bettet die fiktiven Personen perfekt und nahtlos in die wahren Begebenheiten ein.

    Natürlich ist ihr Hauptcharakter wieder sehr ehrenvoll, moralisch einwandfrei so wie immer. 

    Und da sich diese Charaktere und Bücher immer recht ähnlich sind, ist der Leser ob einer Wendung dann doch nicht soooo sehr überrascht.

    Dennoch: 

    Alles was ein historischer Roman braucht. Wahrheit und Fiktion glaubwürdig transportiert und sehr kurzweilig erzählt.

  5. Cover des Buches Kindeswohl (ISBN: 9783257243772)
    Ian McEwan

    Kindeswohl

     (262)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die Frage danach, zu welchem Zeitpunkt ein Kind schwerwiegende Entscheidungen treffen und für die Folgen Verantwortung übernehmen kann, ist das zentrale Thema des neuen Buches von Ian McEwan. Fiona Maye die Hauptperson der Geschichte, ist Richterin am High Court of Justice in London und mit vielen schwierigen Fällen des Familien- und Sorgerechts beschäftigt. Hinzu kommt ihre persönliche Ehekrise, die sie zu bewältigen hat, jedoch nicht die Zeit findet oder finden will, um sich mit ihren eigenen Problemen auseinanderzusetzen. Die Dinge nehmen ihren Lauf und man verfolgt als Leser gespannt die beiden Handlungsstränge.

    Der Autor hat erneut ein brisantes Thema äusserst subtil aufgearbeitet. Es geht um religiöse Fragen, Bevormundung, Recht und Gerechtigkeit und vieles mehr. Gefallen haben mir neben der dramatischen Story, die klar dargelegten, gerichtlichen Auseinandersetzungen und die klugen Gedankengänge und Fakten, die zum Entscheid der Richterin führen.

    Ausserdem ist die Lektüre lehrreich oder kennt jemand von euch den Begriff der Gillick Competence?

  6. Cover des Buches Die Asche meiner Mutter (ISBN: 9783442741007)
    Frank McCourt

    Die Asche meiner Mutter

     (870)
    Aktuelle Rezension von: Clarissa03

    1930 in New York geboren ,musste Frank McCourt vier Jahre später mit seinen Eltern und Geschwistern nach Limerick in Irland, weil sein Vater, wenn er Arbeit hatte, den ganzen Lohn vertrank.

    Was in New York wegen der Prohibition verboten war und heimlich in "Flüsterkneipen" vertrunken wurde, war in Irland legal und da der Vater so gut wie nie Geld nach Hause brachte, lebte die Familie in großer Armut, die man sich nicht vorstellen kann.

    Der kleine Frank, der der Älteste war, eine Schwester starb einige Wochen nach ihrer Geburt in Amerika und zwei weitere Brüder folgten ihr, nachdem sie in Irland waren, hatte noch drei Brüder.

    Ein intelligenter Junge, der sich durchschlug, trotz seiner schlimmen Augenentzündung und seinen Weg zurück nach New York machte.

    Seine Kindheit hat Frank McCourt interessant beschrieben und mir ist beim Lesen dieses Buches bewusst geworden, wie gut doch meine eigene Kindheit gelaufen ist.


  7. Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783960550907)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Nathan der Weise

     (1.109)
    Aktuelle Rezension von: heli

    Nun ja, am Anfang war ich wenig begeistert, doch nach langer Besprechung Unterricht, habe ich einen anderen Blick auf das Buch geworfen. Nathans Ringparabel über die Gleichwertigkeit der Religionen und allgemein Lessings Gedanken im Werk sprechen mich sehr an. 

  8. Cover des Buches Das Fundament der Ewigkeit (ISBN: 9783404177707)
    Ken Follett

    Das Fundament der Ewigkeit

     (195)
    Aktuelle Rezension von: Erwin-Reader

    Das fiktive Kingsbridge und die englische Handlung sind hier zu eng gefasst. Meisterhaft versteht es Follett, die Zusammenhänge und Verbindungen aufzuzeigen zwischen den Protestanten in ganz Europa. So unterschiedlich die Motive auch sind, in "Das Fundament der Ewigkeit" werden alle Handlungsstränge in England zusammengeführt. Der Kampf gegen die spanische Armada ist hier fast schon ein vorweg genommener Höhepunkt des Plots.

    Wenngleich Ned Willard der Protagonist der Geschichte ist, so wird er doch stark von tollen Frauenfiguren herausgefordert, bzw. unterstützt.

    Eindeutig lesenswert.

  9. Cover des Buches Der katholische Bulle (ISBN: 9783518465233)
    Adrian McKinty

    Der katholische Bulle

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Gekonnt gelingt es dem Autor Zeitgeschichte der 1980er Jahre in Belfast mit einem raffinierten Krimiplot zu verknüpfen. Getragen wird das Ganze durch seinen Hauptprotagonisten Sean Duffy, der katholische Bulle. Dieser kommt nicht ohne Makel daher, besitzt aber Moral, Tatkraft und ist durchaus stur und verbissen, wenn es darum geht seinen polizeilichen Pflichten nachzukommen. In seinem ersten Fall ermittelt Duffy in alle Richtungen (wortwörtlich), was nicht jedem gefällt. Immer wieder werden ihm Steine in den Weg gelegt. Aber er bleibt hartnäckig. Die Darstellung der politisch motivierten Zustände (Straßenschlachten etc.) verbindet McKinty geschickt mit dem Berufsalltag seiner Hauptfigur, und bringt dem Leser so nicht nur die aufgeladene Atmosphäre sondern auch den Charakter des Sean Duffy näher. Kurzum: Dies ist ein gesellschaftskritischer historischer Roman mit Krimiplot und einem sympathischen Hauptprotagonisten. Mir hat der Roman/Krimi sehr gut gefallen und möchte eine absolute Leseempfehlung aussprechen und vergebe für das Buch 5 von 5 Sterne.

  10. Cover des Buches Der Friedhof in Prag (ISBN: 9783423142274)
    Umberto Eco

    Der Friedhof in Prag

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Klausviedenz

    Von Garibaldis Zug der Tausend über die Pariser Kommune, bis hin zur Dreyfus-Verschwörung lässt Umberto Eco seinen Protagonisten Simonini an einigen der aufregendsten historischen Begebenheiten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts teilhaben - und auch an jedem negativen Vorurteil, das damals wie heute über Juden, Freimaurer, Ausländer und Frauen existiert hat.

    Ecos Roman ist eine Enzyklopädie der Macht des Vorurteils und Simonini ist über die ganzen 68 Jahre seines lügnerischen Lebens hinweg dessen Nutznießer: ohne die geringsten Gewissensbisse mordet, verleumdet und betrügt er mal für diesen und jenen Geheimdienst, aber meistens für seinen eigenen, finanziellen Vorteil. Das Leben dieses homo horribilis wird von Eco derart augenzwinkernd und intelligent ausgebreitet, dass man trotz des zutiefst unsympathischen Hauptcharakters Seite um Seite dieses Romans gierig verschlingt.

    Einen Stern Abzug gibt es von mir für das letzte Drittel des Buchs, bei dem ich teilweise einige Seiten nur noch überflogen habe - man kann meiner Meinung nach nur eine begrenzte Anzahl antisemitischer Kommentare französischer Belle Époque-Fuguren am Stück ertragen. Auch die schwarze Messe war etwas too much für mich.

    Unter dem Strich dennoch ein hervorragender Roman mit geschliffenen Dialogen und feiner Charakterzeichnung, der einmal mehr unter Beweis stellt, welch großer Erzähler Umberto Eco war.

  11. Cover des Buches Dornenvögel (ISBN: 9783734102981)
    Colleen McCullough

    Dornenvögel

     (265)
    Aktuelle Rezension von: bookish_autumn

    Die Familie Cleary begibt sich Anfang des 20. Jahrhunderts auf die Reise nach Australien. Auf der Schaffarm „Drogheda“ möchten sie sich ein neues Leben aufbauen. Als Meghann „Meggie“ Ralph de Bricassart kennenlernt, verlieben sie sich ineinander. Ihre Liebe ist allerdings verboten, denn Ralph hat den heiligen Eid des Zölibats abgelegt. Gott oder die Liebe zu einer Frau – wie wird er sich entscheiden?

    „Dornenvögel“ von McCullough ist 1977 erschienen und wurde in 20 Sprachen übersetzt. Von Ende der 1970er Jahre bis Anfang der 1980er Jahre zählte es zu den weltweit meistgelesenen Romanen. 1983 wurde das Buch verfilmt. In den Hauptrollen Rachel Ward als Meghan „Meggie“ Cleary und Richard Chamberlain als Ralph de Bricassart. 

    Die Handlung erstreckt sich über den Zeitraum von 1915-1969. Die Autorin hat sehr viel Wert auf die Recherche gelegt und das merkt der/die Leser/in auch. Das damalige Leben auf der Schaffarm ist derart detailliert beschrieben, dass man das Gefühl hat, direkt Vorort zu sein. Die Familie Cleary ist geprägt von Schicksalsschlägen, an denen man merkt, wie stark jeder einzelne von ihnen doch ist – allen voran Meggie. Ihre Stärke ist bewundernswert. Das komplette Gegenteil ist hingegen Ralph. Ich möchte nicht allzu viel verraten aber er macht es sich SEHR einfach. Unsympathisch – unsympathischer – Luke O’Neill. Er hat mit seiner Art und seinen Verhalten echt den Vogel abgeschossen. Ein unmöglicher Typ. Schade fand ich, dass je weiter die Geschichte voranschreitet, Meggie und Ralph immer mehr in den Hintergrund rücken. 

    Ein zeitloser Roman! ♥

  12. Cover des Buches Der Turm der Ketzerin (ISBN: 9783442484102)
    Deana Zinßmeister

    Der Turm der Ketzerin

     (28)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Frankreich 1588: Der junge Pierre wurde im katholischen Glauben erzogen, um ihn vor religiöser Verfolgung zu bewahren. Doch nach Jahren erfährt er, dass er als Hugenotte geboren wurde. Magali, Pierres Schwester will dem Katholizismus die Treue halten, doch Pierre beschließt, zu seiner ursprünglichen Konfession zurückzukehren. Sein Glück scheint vollkommen, als er in La Rochelle die Liebe seines Lebens findet. Allerdings droht dieses Glück sehr schnell zu zerbrechen, denn nicht nur die immer noch anhaltenden erbitterten Glaubenskämpfe in Frankreich, sondern auch die strengen Sitten- und Moralvorstellungen der Familie seiner zukünftigen Braut könnten Pierres Höhenflug jäh beenden. 

    Da mich der erste Teil der Reihe so überzeugen konnte, habe ich den zweiten gleich nachdem ich den ersten beendet habe hintendrauf gelesen. Der zweite Teil der Reihe steht meiner Meinung nach dem ersten in fast nichts nach. Er ist ebenso spannend und angenehm zu lesen wie der erste. Gut fand ich dabei dass die wichtigen Dinge aus dem ersten Teil noch einmal erklärt wurden, sodass der zweite Teil auch unabhängig vom ersten gelesen werden kann. positiv überrascht haben mich diesmal die unerwarteten Wendungen, die sich über das komplette Buch verteilten. Allerdings muss ich sagen, dass mich der zweite Teil nicht in einem solchen Maße packen konnte, wie der erste. Das ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt, denn die Spannung blieb auf einem ähnlich hohem Level, wie die im ersten Teil. Auch die Protagonisten sind ebenso gut und facettenreich gestaltet. Auch strotzt der zweite Teil vor interessanten Fakten über das 16. Jahrhundert in Frankreich. 

    Alles in Allem ist das Buch eine wirklich gute Fortsetzung von "Das Lied der Hugenotten" und wirklich empfehlenswert, auch wenn es mich leider nicht in einem so hohen Maße mitreisen konnte, wie der erste Teil der Reihe. 


  13. Cover des Buches Maria Stuart (ISBN: 9783518188538)
    Friedrich Schiller

    Maria Stuart

     (550)
    Aktuelle Rezension von: Woerterschloss_

    Schulbuch, Pflichtlektüre... Naja, normalerweise kann mich das, was ich für die Schule lesen "muss" tatsächlich nicht so überzeugen. Nicht, dass ich die Romane/Dramen schlecht finde, auch kann ich bis zu einem gewissen Grad verstehen, warum vieles "älteres" heutzutage noch gelesen werden soll, aber die Geschichten konnten nie dieses brennende Begeisterung in mir wecken, die mich privat dazu bringt, Seite um Seite umzublätter, ohne zu merken wie die Zeit vergeht, gar zu vergessen, dass ich überhaupt lese, und die Figuren nicht nur vor meinem inneren Auge lebending werden, sondern tatsächlich neben mir zu stehen scheinen. "Maria Stuart" war aber wider Erwarten anders als die Schullektüren, die ich bisher gelesen habe. 

    Zugegebenermaßen war ich anfangs recht skeptisch, denn das Lesen von Schillers "Die Räuber" war wirklich ein Kraftakt für mich und auch als ich die ersten Szenen dieses Dramas gelesen habe, hat mir die nicht so leicht zugängliche Sprache zu schaffen gemacht und vor allem wie unfassbar lang ich fürs Lesen gebraucht habe. Auch dass Figuren an verschiedenen Stellen anderes genannt wurden oder über sie gesprochen wurde, während sie nicht anwesend oder überhaupt noch nicht aufgetreten waren, hat es kompliziert gemacht. Das fehlende geschichtliche Hintergrundwissen hat das Ganze nicht vereinfacht.

    Mit diesen Schwierigkeiten bin ich allerdings zunehmend gut zurecht gekommen, was den Lesefluss natürlich ungemein verbessert hat. Ich habe angefangen, weit über die vorgegebenen Szenen hinauszulesen, weil ich tatsächlich wissen wollte, wie es weiter geht. 

    Auch für die Figuren sind immer lebendiger geworden, sodass ich nicht wie anfangs verwirrt war, sondern ein Gefühl für sie bekommen habe, sie einschätzen konnte und gespannt war, welche Entscheidungen sie treffen würden.

    Was auch zu meinem Vorteil war, war, dass mir Schauplatz und Handlungszüge nicht so fremd waren, da ich auch sonst sehr gerne Romane lese, die an Königshöfen spielen, in denen Intrigen und Macht, Familie und Liebe eine große Rolle spielen. 

    Auch das sie Emanzipation der Frau eine so große Rolle gespielt hat, hat mir sehr gut gefallen, da ich das nicht erwartet hätte - gerade da es sich um so ein "altes" Drama handelt. Jedoch waren Maria und Elisabeth beides starke Frauenfiguren und insbesondere erstere auch in anderen Bereichen ein Vorbild. 

  14. Cover des Buches Crucifix (ISBN: 9783404270446)
    Richard Montanari

    Crucifix

     (208)
    Aktuelle Rezension von: katzekatzekatze

    Ich war lange unschlüssig, wie viele Sterne ich dem Buch geben soll, jetzt habe ich mich für lieb gemeinte drei Sterne entschieden.

    Positiv finde ich definitiv die Charaktere: Auch wenn man beim männlichen Hauptcharakter anfangs erst ein wenig das Gefühl vom Klischee-Bullen hat, wird man dann doch positiv überrascht. Die weibliche Charakterin bildet einen angenehmen Pendant zu ihm, sie passen gut zusammen  und sind ein dynamisches Team. Sie haben beide genügend Facetten um für mich als Charaktere glaubwürdig rüberzukommen.

    Der Schreibstil an sich ist sehr flüssig und süffig zu lesen, man stolpert nirgendwo drüber und kann sich das Geschehen gut vorstellen.

    Die Storyline. Ja, hm. An sich finde ich die Grundidee sehr interessant, aber irgendwie nimmt die Geschichte zu keinem Zeitpunkt so richtig Schwung auf, für meinen Geschmack fehlt es leider ganz gewaltig an Nervenkitzel.
    Ein wenig abstrus empfinde ich auch das Finale, wo ich finde, dass es sich der Autor mit den "Visionen" des einen Charakters ein bisschen sehr leicht gemacht hat. Damit bin ich nicht zufrieden.

    Gut finde ich allerdings wirklich, dass ich zu keinem Zeit bei meiner Einschätzung, wer der Täter war, wirklich richtig lag, dass es am Schluss wirklich eine Überraschung war, es also doch spannend blieb.

    Gesamtfazit: Nicht die erste Wahl, wenn mich jemand nach einem guten Krimi fragen würde, aber ein netter Krimi für zwischendurch, den man sich ruhig mal antun kann.

  15. Cover des Buches Die Teufelsbibel (ISBN: 9783404163267)
    Richard Dübell

    Die Teufelsbibel

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Sommerkindt
    Die Geschichte ist interessant ja aber viel zu langatmig.
    Mal abgesehen davon entführt der Autor den Leser in eine dunkle brutale Welt, in der das Wohlergehen der Menschen auf dem Wohlwollen anderer beruht. Weder die Kirche noch das normale Volk scheint den geringsten Begriff von gut oder böse zu haben bzw. nur in geringen Mase.
    Anfangs ist man von den vielen Protagonisten überfordert. Erst im Laufe der Geschichte klamüsert sich heraus wer wohin gehört.
    Wer historische Romane mag kann ich dieses Buch nur empfehlen alle anderen nur wenn sie grad Langeweile haben und mal in eine andere Zeit eintauchen will.
    Und die Geschichte hat eine wirklich überraschende Wendung.
    Es werden mehrere Handlungsbögen aufgebaut, was auch daran liegt das sich die Geschichte so zieht. Aber wenn man erstmal Blut gleckt hat bleibt man dran. Man braucht einfach nur einen sehr langen Aten.

  16. Cover des Buches Die Schrift des Todes (ISBN: 9783596296842)
    C.J. Sansom

    Die Schrift des Todes

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Gray

    Der Königin wurde ein von ihr geschriebenes Buch gestohlen. Die religiösen Ansichten in diesem Buch würden ihr wenn es an die Öffentlichkeit käme sehr schaden und sie würde beim König in Ungnade fallen. Nun bitte sie verzweifelt Matthew Shardlake heraus zu finden wer das Buch gestohlen hat. Der erste Hinweis führt ihn in eine Druckerei, dessen Besitzer ermordet wurde. Bei seinen Ermittlungen geschieht ein weiter Mord. Wem die ersten 5 Bücher gefallen hat kommt hier wieder voll auf seine Kosten! Einfach fantastisch wie der Autor seine Geschichte in historische Fakten einbaut.

  17. Cover des Buches Blutrote Lilien (ISBN: 9783551311634)
    Kathleen Weise

    Blutrote Lilien

     (177)
    Aktuelle Rezension von: sophie-zmrm
    Am 18.01.2011 erschien im Carlsen-Verlag, dieses wunderschöne Buch. Es spielt in Paris zu der Zeit, als die Protestanten noch unterdrückt wurden und ihre Religion nicht ausleben durften. Daraus lässt sich schließen, das es ein historischer Roman ist und mit 334 Seiten nicht sonderlich dick. 

    Es handelt von Charlotte, die nach Versailles kommt, um dort zu heiraten. Allerdings entpuppt sich das Leben am Hof als anders als erwartet und Charlottes Leben entwickelt sich als anders als erwartet und was das alles mit dem dunklem Schatten zu tun hat, der ihr in dieser schweren Zeit beistand bietet, müsst ihr selbst herausfinden. 

    Schreibstill:
    Der Schreibstill lässt sich flüssig lesen, auch wenn er etwas gewöhnungsbedürftig ist, was an der Wortwahl liegt. Er ist trotzdem sehr authentisch, da er wie die Faust aufs Auge zu der historischen Epoche passt.

    Cover: 
    Ich LIEBE dieses Cover. Ich habe selten ein so schönes gesehen. Es passt zu der Geschichte. Ebenso, wie der Titel. An sich ist das Buch sehr schön und mit viel Liebe gestaltet. 

    Fazit: 
    Das Buch war für mich ein re-read und ich muss sagen, das es mich beim zweiten mal lesen enttäuscht hat. Ich hatte andere Erwartungen an das Buch- allerdings kann ich es trotzdem nur weiter empfehlen. Charlotte ist ein unfassbar starker und altruistischer (und das, obwohl sie allen Grund dafür hätte, egoistisch zu sein) Charakter, an dem sich jeder eine Scheibe abschneiden könnte. Schade finde ich allerdings, das das Ende so offen geendet hat. Bei meinen Recherchen habe ich dann herausgefunden, das der geplante zweite Band nicht veröffentlich wird, da die verkaufszahlen von Band eins nicht die Erwartungen erfüllt haben :/ Trotzdem kann ich das Buch  nur jedem ans Herz legen. Es eignet sich gut, als Einstieg für historsiche Romane :)
  18. Cover des Buches Die Modeschöpferin (ISBN: 9783426525104)
    Katja Maybach

    Die Modeschöpferin

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Sahnchen

    Ein super Buch.

  19. Cover des Buches Der Medicus von Saragossa (ISBN: 9783453418417)
    Noah Gordon

    Der Medicus von Saragossa

     (254)
    Aktuelle Rezension von: deniz_koblenz

    Der "Der Medicus von Saragossa" ist ein solider historischer Roman mit Fokus auf ein bewegendes Einzelschicksal. 

    Der Roman spielt zur Zeit der Reconquista und Inquisition und schon diese dunkle Zeit der spanischen Geschichte reicht aus, um Interesse daran zu erwecken. Und tatsächlich wird zu Beginn des Buches erfolgreich ein historischer Rahmen gelegt und beschrieben. Außerdem weckt das Schicksal des Jona und seiner Familie die Anteilnahme des Lesers. 

    Der Roman lässt sich gut lesen und schafft es, ein dauerhaftes Interesse daran zu erhalten. Doch die ständigen Ortwechsel und die vielen Personen, denen der Protagonist begegnet, erschweren ein "sich in die Geschehnisse Einleben" des Lesers. Auch wenn die ständigen Ortwechsel die Rastlosigkeit und Heimatsuche von Jona abbilden sollen, verhindern sie oft eine emotionale Bindung zwischen Leser und den Personen, die Jona kennen- und teilweise auch lieben lernt. 

    Ich hätte mir gewünscht, dass im weiteren Verlauf des Romans auf politische Entwicklungen in Bezug auf die "Judenpolitik" in Europa eingegangen wird. Gegen Ende lag mir der Fokus zu sehr auf Jona und seiner persönlichen Geschichte, so bewegend sie auch sein mag.

    Alles in allem hatte ich Spaß an dem Buch "Der Medicus von Saragossa" und kann ihn empfehlen. Zu meinen Lieblingsbüchern würde ich es aber nicht zählen. 




  20. Cover des Buches Das Böse (ISBN: 9783862787401)
    Alex Kava

    Das Böse

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Keksisbaby

    Die Leiche eines Jungen wird gefunden. Der vermeintliche Mörder wurde aber bereits Monate zuvor hingerichtet. Das Städtchen ist in Aufregung, besonders als ein wweiterer Junge verschwindet. Die Profilerin Maggie O’Dell wird auf diesen Fall angesetzt. Sehr zum Missfallen ihres Ehemanns, der nach den letzten brenzligen Ermittlungen seiner Frau, findet es sei Zeit für sie einen Bürojob zu übernehmen. Aber so tickt Maggie nicht, sie muss vor Ort sein und das Böse jagen. Bei den Ermittlungen steht ihr der attraktive Nick Morrelli zur Seite und von der ersten Minute an, herrscht eine erotische Spannung zwischen den Beiden. Doch Maggie läuft die Zeit davon und so bleibt ihr keine ruhige Minute für ein Stell-dich- ein. Es gilt einen Mörder zu schnappen.

     

    Alex Kavas O’Dell Serienauftakt ist nicht schlecht, aber die Autorin denke ich, hat Potential. Ähnlich einer Pilotfolge braucht es wohl noch ein bisschen ihre Charaktere glaubhaft zu entwickeln. Maggie O’Dell ist eine Ermittlerin mit Vergangenheit. Der Fall, bei dem sie körperlich und seelisch an ihre Grenzen geht, wird nur erwähnt. Und so treffen wir auf eine Frau, die sich durch ihre Albträume nicht unterkriegen lassen will. Für mich war Maggie schon sympathisch, auch wenn ich nicht in glühender Liebe zu ihr entflammt bin, vielleicht wird das noch in den nächsten Abenteuern. Interessant zu sehen, war die Entwicklung von Nick. Zunächst ist er ein selbstverliebter Dorfpolizist, der sich dann aber im Laufe der Ermittlungen, aus dem Schatten seines berühmten Vaters löst. Seine Erfahrungen die er mit den menschlichen Abgründen macht, lassen ihn zu einem besseren Polizisten werden. Mein Lieblingscharakter ist aber seine Schwester, die als Journalistin und alleinerziehende Mutter ihr Bestes gibt, um Karriere zu machen und ihr Kind nicht zu vernachlässigen. Immer wieder dachte ich ich wüsste wer der Mörder ist, wurde dann aber abgelenkt und zum Schluss war ich dann aber erleichtert, als ich doch recht hatte. Doof fand ich das der Mörder entkommen konnte, aber vielleicht ruht er sich nur aus für einen weiteren Auftritt.

    So einen verregneten Sonntag auf der Couch kann das Buch schon retten, aber so richtiges Suchtpotential und Spannung zum Fingernägel anknabbern war jetzt nicht zu finden. Vielleicht ja in den nächsten Teilen.

  21. Cover des Buches Als der Himmel zerriss (ISBN: 9783775157322)
    Stephanie Rapp

    Als der Himmel zerriss

     (17)
    Aktuelle Rezension von: pallas
    Irland 1845;
    Um ihr gemeinsames Erbe - einen Landbesitz im irischen "Ashton Manor" - entgegen zu nehmen verlässt Emily Winston zusammen mit ihrem Vater England. Kaum in ihrer neuen Heimat angekommen ist das Land einer noch nie da gewesenen Hungersnot ausgesetzt und so ist es schon bald unmöglich,  den geringsten Teil von den Pächtern einzutreiben.
    Zu allem Überflüß eskaliert nun auch noch der in Irland schon lange währende Konflikt zwischen Protestanten, Katholiken und Methodisten obwohl das Land angesichts der unglaublichen humanitären Katastrophen einen inneren Zusammenhalt dringend nötig hätte. Emily kommt zu allem Unglück ungewollt zwischen die rivalisierenden Parteien und schließlich bricht auch noch die Kartoffelpest aus, die zur fast vollständigen Vernichtung der restlichen Nahrungsgrundlage der Menschen führt.
    Emily verliert schließlich ihren Grundbesitz und muss Irland verlassen. Sie wandert mit der Familie O'Neill nach Australien aus wo sie einst geboren wurde.
    Dort angekommen bekommt sie in Van Diemens Land, dem heutigen Tasmanien, eine Anstellung als Lehrerin. Emily weiß, dass sie in dieser Gegend geboren wurde und möchte ihre eigentliche Herkunft genauer ergründen. Wer war wohl ihre Mutter wirklich gewesen? Ihr Vater hat nie viel von ihr gesprochen. Während ihrer Nachforschungen kommt sie dem Geheimnis ihres Lebens auf die Spur. Was Emily entdeckt lässt sie staunen und als sie schließlich auch noch ihre irische Familie wiedertrifft gibt es weitere großartige Überraschungen.

    Stephanie Rapp hat die Fakten und Hintergründe um die historische Hungersnot, der "Irish potato famine" des Irland im 19. Jahrhundert präzise recherchiert und als hervorragendes Fundament für dieses sehr ansprechende und gehaltvolle Buch eingesetzt. Aus diesem historischen Rahmen heraus entwickelt die Autorin eine eindrucksvolle Sicht auf die soziale Kluft zwischen Arm und Reich und lässt den Leser auf beindruckende Weise die unvorstellbar brutale Einstellung der irischen Großgrundbesitzer, die sich nicht im Geringsten um die Lebensbedingungen ihrer Pächter gekümmert haben, erleben.

    Besonders hervorheben möchte ich, wie behutsam und gelungen die Autorin überlebenswichtige christliche Einstellungen wie Gottvertrauen, Liebe und Vergebung in die Geschichte eingewoben hat. Wesentliche Elemente unseres Glaubens, die in dieser schrecklichen Zeit das Überleben möglich machten können auch uns heute helfen das Leben und seine Herausforderungen zu meistern.
    Die Lektüre des Romans wird durch den flüssigen Stil, der lebendigen Sprache und den eindrucksvollen Bildern zu einem besonderen Genuß. Es gelang Stephanie Rapp mit ihrem Werk "Als der Himmel zerriss"  einen im besten Sinne des Wortes authentischen, emotional mitreißenden und über die Thematik erschütternden Roman zu schreiben.
  22. Cover des Buches Die Reise des Elefanten (ISBN: 9783442742875)
    José Saramago

    Die Reise des Elefanten

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania

    Basierend auf einer wahren Geschichte wird im 16. Jahrhundert ein Elefant von Lissabon zu Fuß nach Wien gebracht, um Großherzog Maximilian von Wien als Geschenk zu dienen. Es ist eine beschwerliche Reise, aber der Elefant Salomon, der zunächst nahezu vergessen ward in der heutigen portugiesischen Hauptstadt, erheitert immer wieder aufs Neue die Gemüter der großen Prozession. So ein Elefant frisst doch recht viel, sodass selbstverständlich extra Karren mit Heuballen den Tross begleiten. Zwischendurch verabschieden sich einige Mitgereiste, aber der Star ist und bleibt der Elefant.

    Dadurch, dass es diese Geschichte wirklich gab, macht es den Verlauf noch faszinierender. Ich kann mir kaum vorstellen, wie ein indischer Elefant, ein wärmeliebendes Tier durch die Berge stapft und halb eingeschneit wird. Wenn man genauer darüber nachdenkt, kommt auch das Thema Tierquälerei in den Sinn, doch das ist natürlich nicht Thema dieser kleinen Geschichte.

    Es war mein erster Saramago und obwohl es keine wörtliche Rede gibt, konnte man den Gesprächen doch ziemlich gut folgen. Bemerkenswert ist auch Saramagos Sprache, die immer einen gewissen Witz versprüht, so dass man wiederholt schmunzelt. In der Geschichte gibt es eine Art Chronisten, der die Geschichte erzählt. Teilweise schweift dieser ab und landet in wilden Spekulationen, Hypothesen und vor allem im Konjuktiv. Trotz meiner anfänglichen Bedenken war die Geschichte wirklich ganz nett gemacht und unterhaltsam und ich werde noch mehr von dem Nobelpreisträger lesen, um mir ein besseres Bild zu machen.

  23. Cover des Buches Komm stirb mit mir (ISBN: 9783442466702)
    Elena Forbes

    Komm stirb mit mir

     (88)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife
    Ah, ein Auftakt zu einer neuen Reihe … das ist für mich als Reihenjunkie natürlich ein gefundenes Fressen, das da auf meinem SUB schlummerte und dank einer Lesechallenge nun endlich zu Zug kommen durfte.
    Es ist schon eine gruselige Vorstellung, dass es Menschen gibt, die andere Menschen zum Selbstmord überreden und später noch in den Spiegel schauen können! Nach dem ersten Todesfall, dem vermeintlichen Selbstmord der jungen Gemma Kramer, fängt DI Tartaglia, zusammen mit seinen Kollegen, an nach ähnlich gelagerten (Selbst)mordfällen zu recherchieren. Er stößt auf eine verstörende Serie, bei denen stets die Mädchen, nicht aber ihr sogenannter Partner in Crime sterben. Eine Jagd gegen die Zeit beginnt …
    Elena Forbes hat mit ihrem Debutkrimi nicht wirklich Neues auf den Markt gebracht, aber sie schafft es, ohne blutige Gewaltszenen aus zu kommen, was mir sehr gut gefallen hat. Wenn die Story auch ein paar Längen aufweist, liest sich das Buch doch flüssig und hat mir die verschiedenen Charaktere wunderbar näher gebracht. Fazit: Ich werde diese Reihe auf jeden Fall weiterlesen. 
  24. Cover des Buches Im Schatten der Königin (ISBN: 9783426636312)
    Tanja Kinkel

    Im Schatten der Königin

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Der Roman, der 2010 erschien, spielt in der Zeit von Elizabeth I., die im Hintergrund auch eine Hauptrolle spielt, um 1560 in England. Die Ehefrau ihres Oberstallmeisters Robert Dudley, Amy Robsart, ist tot am Fuße einer Treppe gefunden worden. Es kommen starke Gerüchte auf, dass Robert seine Frau ermordet habe, um Königin Elizabeth heiraten zu können. Robert schickt seinen Vetter und Vertrauten Thomas Blount nach Cumnor Place. Er soll klären, wie Amy ums Leben kam. Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht Thomas Blounts erzählt, unterbrochen immer wieder durch Abschnitte aus der Sicht Kat Ashleys, der Gouvernante der Königin.

    Die Handlung und die Dialoge sind natürlich im Wesentlichen erfunden, jedoch sind fast alle Personen historisch, ebenso wie das Hauptereignis, nämlich der frühe Tod Amy Robsarts, und die enge Beziehung zwischen der Königin und Robert Dudley. Daraus einen Roman zu stricken, der unterhält und andererseits ungeklärt Historisches so darstellt, dass der Leser sagt, es könnte so gewesen sein, ist aller Ehren wert und der Autorin sehr gut gelungen. Der Rechercheaufwand ist sicherlich um ein Vielfaches höher als bei einem rein erfundenen Stoff. Insgesamt hat sich die Autorin penibel in den bekannten historischen Rahmen eingefügt.

    Die Datumsangaben über den Anfangskapiteln sind eher irreführend bis falsch als hilfreich. Das ändert sich dann aber ab Kapitel 4. Von da an geht es nur noch tageweise voran. Das ist aber nur ein kleines Ärgernis.

    Beeindruckend gut gelingt es Kinkel Etikette und Hierarchien sprachlich abzubilden. Die vagen, höflichen Andeutungen, die bisweilen gewechselt werden sind doch oft nichts anderes als Drohungen und/oder Einschüchterungen, stets aber so formuliert, dass auch der Leser den wirklichen Sinn versteht.

    Gut herausgearbeitet ist der Intrigenreichtum der damaligen Zeit, in der man sehr schnell mit einer Hinrichtung zur Hand war, wer verschiedene Herrscher „überlebte“ war ein Könner. Ein Zitat beschreibt das exemplarisch: “Wenn man unter Henry VIII. groß geworden war und danach erlebt hatte, wie erst sein protestantischer Sohn und dann sein katholische Tochter regierten, hatte man nicht nur gelernt, sein Mäntelchen nach dem Wind zu hängen, sondern auch, dass der Wind schon morgen umschlagen konnte und man es sich lieber mit keiner Partei ganz und gar verscherzen sollte.“ (Droemer Erstauflage 2010, S.272)

    Mir hat dieser Roman außerordentlich gut gefallen. Fünf Sterne.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks