Bücher mit dem Tag "katholiken"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "katholiken" gekennzeichnet haben.

26 Bücher

  1. Cover des Buches In einer kleinen Stadt (Needful Things) (ISBN: 9783453433991)
    Stephen King

    In einer kleinen Stadt (Needful Things)

    (637)
    Aktuelle Rezension von: das_lesende_ich

    🌆

    𝘚𝘪𝘦 𝘸𝘢𝘳𝘦𝘯 𝘴𝘤𝘩𝘰𝘯 𝘦𝘪𝘯𝘮𝘢𝘭 𝘩𝘪𝘦𝘳


    EINE KLEINSTADT GERÄT AUSSER KONTROLLE

    Leland Gaunt, ein mysteriöser Fremder, eröffnet in Castle Rock einen Laden mit dem Namen »Needful Things«, in dem jeder das bekommen kann, wovon er schon lange träumt. Doch alles hat seinen Preis - und Gaunt bestimmt ihn, denn er kennt die verborgenen Sehnsüchte und Schwächen jedes Einzelnen.

    Der Albtraum beginnt...


    💭

    Mal wieder ein richtig starker King.

    Ich fand es toll gleich auf den ersten Seiten von King begrüßt zu werden. 

    Seite um Seite wird der Horror immer weiter in so scheinbar banale Alltagssituationen  verpackt.

    Hier hatte ich dezent „Brennen muss Salem“ Vibes. Wahnsinnig toll. 


    Außerdem regt es doch zum nachdenken an. 

    Was hätte mir Leland Gaunt verkauft? Was hätte ich bezahlt? Welchen Gefallen hätte ich Mr. Gaunt tun sollen? Und hätte ich das wirklich getan, für etwas, das ich ganz wirklich, unbedingt haben möchte?


    Ein King, den ich in Verbindung mit „Stark“ empfehle. Tolle King Kombi in Castle Rock.


    ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

  2. Cover des Buches Das Fundament der Ewigkeit (ISBN: 9783404177707)
    Ken Follett

    Das Fundament der Ewigkeit

    (244)
    Aktuelle Rezension von: mesu

    Auch in diesem Buch beweist der großartige Ken Follet sein Gespür für historische Geschichten.  Es ist eine vielschichtige, spannende und monumentale Zeitreise, in deren Zentrum immer die Kathedrale von Kingsbridge steht. Sie trotzt dem ewigen Kampf der Menschen in jeder Epoche und ist ein standhaftes Wahrzeichen für alle Generationen. Eine wunderbare historische Buchreihe, die man unbedingt lesen sollte!

  3. Cover des Buches Ansichten eines Clowns (ISBN: 9783423146067)
    Heinrich Böll

    Ansichten eines Clowns

    (472)
    Aktuelle Rezension von: Friedrich_Schoenhoff

    Immer wenn ich nicht begreife, warum ich so bin, wie ich bin, brauche ich nur das Buch zur Hand nehmen und mich an die Moral der Wirtschaftswunder-Gesellschaft erinnern. An Marie, die ihre Liebe Hans verlässt, weil er sich weigert, die Kinder, die sie bekommen könnten katholisch taufen zu lassen. Und Hans selbst, der, ohne sich hätte anstrengen müssen, in Wohlstand alt geworden wäre. 

    Statt dessen beschließt er, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, und Clown zu werden. 

    Er verachtet seine Eltern, die überzeugte Nazis waren und zeigt dem Spießertum erfolgreich den gestreckten Mittelfinger, bis Marie ihn verlässt 

    Nun wird er der traurigste aller Komödianten, ist völlig mittellos und blickt sentimental auf sein Leben zurück.

    Das Buch reflektiert in Ansätzen eine Zeit, deren Macher mich groß gezogen haben, bis ich selbst gemerkt habe, wohin das Streben nach immer mehr führt und welchen Preis ich dafür bezahlen müsste.

    Jeder ist ein Kind seiner Zeit und die, die folgen, bleiben Zeit ihres Lebens ein Stück Zeuge der Zeit, ob sie wollen oder nicht. Berührend und damals 1963 skandalös, als jemand sich traute, das Gesicht des Katholizismusses zu entlarven. 

    Der steht heute vor ganz anderen Problemen und löst sich gerade selbst auf 


  4. Cover des Buches Als der Himmel zerriss (ISBN: 9783775157322)
    Stephanie Rapp

    Als der Himmel zerriss

    (17)
    Aktuelle Rezension von: pallas
    Irland 1845;
    Um ihr gemeinsames Erbe - einen Landbesitz im irischen "Ashton Manor" - entgegen zu nehmen verlässt Emily Winston zusammen mit ihrem Vater England. Kaum in ihrer neuen Heimat angekommen ist das Land einer noch nie da gewesenen Hungersnot ausgesetzt und so ist es schon bald unmöglich,  den geringsten Teil von den Pächtern einzutreiben.
    Zu allem Überflüß eskaliert nun auch noch der in Irland schon lange währende Konflikt zwischen Protestanten, Katholiken und Methodisten obwohl das Land angesichts der unglaublichen humanitären Katastrophen einen inneren Zusammenhalt dringend nötig hätte. Emily kommt zu allem Unglück ungewollt zwischen die rivalisierenden Parteien und schließlich bricht auch noch die Kartoffelpest aus, die zur fast vollständigen Vernichtung der restlichen Nahrungsgrundlage der Menschen führt.
    Emily verliert schließlich ihren Grundbesitz und muss Irland verlassen. Sie wandert mit der Familie O'Neill nach Australien aus wo sie einst geboren wurde.
    Dort angekommen bekommt sie in Van Diemens Land, dem heutigen Tasmanien, eine Anstellung als Lehrerin. Emily weiß, dass sie in dieser Gegend geboren wurde und möchte ihre eigentliche Herkunft genauer ergründen. Wer war wohl ihre Mutter wirklich gewesen? Ihr Vater hat nie viel von ihr gesprochen. Während ihrer Nachforschungen kommt sie dem Geheimnis ihres Lebens auf die Spur. Was Emily entdeckt lässt sie staunen und als sie schließlich auch noch ihre irische Familie wiedertrifft gibt es weitere großartige Überraschungen.

    Stephanie Rapp hat die Fakten und Hintergründe um die historische Hungersnot, der "Irish potato famine" des Irland im 19. Jahrhundert präzise recherchiert und als hervorragendes Fundament für dieses sehr ansprechende und gehaltvolle Buch eingesetzt. Aus diesem historischen Rahmen heraus entwickelt die Autorin eine eindrucksvolle Sicht auf die soziale Kluft zwischen Arm und Reich und lässt den Leser auf beindruckende Weise die unvorstellbar brutale Einstellung der irischen Großgrundbesitzer, die sich nicht im Geringsten um die Lebensbedingungen ihrer Pächter gekümmert haben, erleben.

    Besonders hervorheben möchte ich, wie behutsam und gelungen die Autorin überlebenswichtige christliche Einstellungen wie Gottvertrauen, Liebe und Vergebung in die Geschichte eingewoben hat. Wesentliche Elemente unseres Glaubens, die in dieser schrecklichen Zeit das Überleben möglich machten können auch uns heute helfen das Leben und seine Herausforderungen zu meistern.
    Die Lektüre des Romans wird durch den flüssigen Stil, der lebendigen Sprache und den eindrucksvollen Bildern zu einem besonderen Genuß. Es gelang Stephanie Rapp mit ihrem Werk "Als der Himmel zerriss"  einen im besten Sinne des Wortes authentischen, emotional mitreißenden und über die Thematik erschütternden Roman zu schreiben.
  5. Cover des Buches Die geheime Mission des Kardinals (ISBN: 9783869743875)
    Rafik Schami

    Die geheime Mission des Kardinals

    (10)
    Aktuelle Rezension von: -BuchLiebe-

    Ich habe das Hörbuch gehört.

     

    Leider hat es nicht meinen Geschmack getroffen. Für mich war zu viel unwichtiges/uninteressantes drumherum. Außerdem sehr ausschweifend und zu detailliert. Daher ist es etwas langwierig und langatmig geraten.

     

    Ich hatte das Gefühl, dass es eigentlich mehr um kulturelles, Religion und Politik geht als um den eigentlichen Kriminalfall. Auch die persönlichen Hintergründe der Hauptfiguren lagen viel zu sehr im Fokus. Dinge die schon ewig her sind und keinen Beitrag zur aktuellen Situation beitragen wird lang und breit erzählt.

     

    Manchmal hatte ich überlegt abzubrechen, aber irgendwie will man doch erfahren von wem und warum dieser Mord geschehen ist.

     

    Der Spannungsbogen war sehr flach und kaum vorhanden. Die Szene welche etwas Spannung verspricht ist leider nur sehr kurz gehalten und wird schnell wieder aufgelöst. Schade.

     

    Fazit: Ich hatte einen spannenden Kriminalfall erwartet, doch insgesamt war es für mich zu langweilig.

  6. Cover des Buches Die Sache mit dem Glück (ISBN: 9783499232176)
    Matthew Quick

    Die Sache mit dem Glück

    (126)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    „Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.“

    Nach dem Tod seiner Mutter bleibt der 39jährige Bartholomew allein zurück. Er hat keine Freunde und keine Arbeit. Da seine Mutter ihn in ihren letzten wachen Momenten Richard nannte und er in ihrer Schublade einen Aufruf Richard Geres zum Boykott der olympischen Spiele in China findet, beschließt er, dem Schauspieler zu schreiben. In den Briefen erzählt er aus seinem Leben und findet so Zufriedenheit. Doch kann er das Leben ganz allein meistern?

    Die Geschichte wird allein durch Bartholomews Briefe an Richard Gere erzählt. Ihm erzählt er seinen Alltag, aber auch seine Gedanken, die er sich über die Welt macht. Der Leser erfährt so, dass der Pfarrer der Gemeinde sich von der Kirche lossagt und bei Bartholomew einzieht, dass er eine Trauerbegleiterin hat, die mehr Probleme als ihr Kunde hat, in einer Gruppentherapie Max kennenlernt, der um seine verstorbene Katze trauert und an Aliens glaubt, und dass er verliebt in die Jungthekarin seiner Bibliothek ist. Doch natürlich ist er viel zu schüchtern, um sie anzusprechen. Doch das Leben hält viele Überraschungen für ihn bereit.

    Herrje, ich mochte dieses Buch. Ich mochte Bartholomew, der sich so viele Sorgen um sein Leben und die Welt macht. Ich mochte den Pfarrer, der sich trinkend und betend bei ihm einnistet. Ich mochte Max, der fluchend durch die Welt geht und um seine tote Katze weinen kann. Und ich mochte Elisabeth, die Junthekarin, weil sie Licht in Bartholomews Welt bringt.

    Das Buch ist voller skurriler, aber sehr liebenswerter Charaktere und hält auch so manche Weisheit bereit. Ich möchte diese hier erwähnen, weil ich sie mir direkt rausgeschrieben habe: „Schönheit steckt in uns allen, Bartholomew. Sie versteckt sich bloß manchmal.“

  7. Cover des Buches Die Schrift des Todes (ISBN: 9783596296842)
    C.J. Sansom

    Die Schrift des Todes

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Blackfairy71

    Sommer, 1546. Die Ära König Henrys VIII neigt sich ihrem Ende zu. Unerbittlich bekämpfen sich Katholiken und Protestanten, die Jagd auf Ketzer wird immer gnadenloser. In dieser aufgeheizten Stimmung wird Matthew Shardlake in den Palast der Königin gerufen. Er soll ein brisantes Buch wiederfinden, das sie verfasst hat und das aus ihren Gemächern gestohlen wurde. Der Inhalt dieses Werks könnte sie aufs Schafott bringen. Doch bevor Shardlake und sein Gehilfe Jack Barak die Suche aufnehmen, wird in London ein Drucker tot aufgefunden. Bei ihm findet sich eine Seite des Manuskripts der Königin…


    Es ist das letzte Regierungsjahr von König Henry VIII. Er ist krank und aufgrund der großen Gewichtszunahme kaum noch in der Lage, sich zu selbst zu bewegen. Heute deutet vieles darauf hin, dass er Diabetes hatte. Da diese Krankheit aber damals völlig unbekannt war, wurde sie nicht behandelt und so starb er an den Folgen. 

    C. J. Sansom gelingt es in „Die Schrift des Todes“ mal wieder, die Tudorzeit lebendig werden zu lassen. Hervorragend recherchiert führt er den Leser durch das damalige London. Wie immer begleiten wir den Ich-Erzähler Matthew Shardlake zum einen bei seiner Arbeit als Anwalt und dann bei seinem Auftrag, das verschwundene Manuskript „Die Klage einer Sünderin“ von Königin Catherine Parr zu finden. Trotz seines festen Vorsatzes, sich nie wieder in Politik oder die Angelegenheiten des Hofes verwickeln zu lassen, kann er der verzweifelten Königin den Wunsch nicht abschlagen, ihr zu helfen. Denn bei der Wankelmütigkeit des Königs in Glaubensfragen, würde eine Veröffentlichung des Manuskriptes eine große Gefahr und sehr wahrscheinlich die Hinrichtung Catherines bedeuten. 

    Überhaupt ist Religion ein wichtiges Thema, die Nation ist gespalten, wer nicht den „richtigen“ Glauben hat, landet auf dem Scheiterhaufen. Öffentliche Äußerungen zu diesem Thema sind gefährlich und so versucht Shardlake, sich möglichst neutral zu verhalten. Seine Zeit im Tower vor einem Jahr hängt ihm immer noch nach. Das ist es auch, was ihn sympathisch macht. Durch einen verwachsenen Rücken nennen ihn viele den „Buckligen“. Er ist kein Held und hat vor vielen Dingen Angst, am meisten vor dem König. Aber er hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und das Herz am rechten Fleck. Was ihn allerdings auch immer wieder in Schwierigkeiten bringt. 

    Zusammen mit Jack Barak und seinem jungen Kanzleimitarbeiter Nicholas begibt er sich auf die Suche nach dem verschwundenen Manuskript. Die Spur führt bis in höchste Kreise und es wird klar, dass jemand sehr Mächtiges im Hintergrund die Fäden ziehen muss. Durch Überraschungen und Wendungen wird die Spannung auf den rund 730 Seiten durchweg aufrecht erhalten. 


    Wie immer gelingt es dem Autor, historische Fakten und Fiktion authentisch zu verknüpfen. Das gilt auch für historische Personen, die er geschickt in die Geschichte einbaut, wie z. B. Richard Rich, Bischof Cranmer und Kardinal Gardiner und natürlich den König und die Königin. 


    C. J. Sansom ist im April letzten Jahres leider verstorben, er wurde 71 Jahre alt. Das bedeutet natürlich, dass die historische Kriminalromanreihe um Anwalt Matthew Shardlake nicht fortgeführt wird. Mir bleibt somit nur noch der letzte Teil zu lesen: „Die Gräber der Verdammten“. 

  8. Cover des Buches Kindeswohl (ISBN: 9783257243772)
    Ian McEwan

    Kindeswohl

    (284)
    Aktuelle Rezension von: SinaAnis

    Ich habe bisher nur dieses Buch von Ian McEwan gelesen, wird aber nicht mein letztes sein. Der Autor schreibt wirklich unterhaltsam und ich konnte mich in die Richterin hineinversetzten.

    Tragisch fand die ganze Familiengeschichte von den Zeugen Jehovas.

    Fiona, Richterin, hat diesen Fall absolut richtig verhandelt, es war einfach zum mit fiebern.

    Ich fand das Buch wirklich toll obwohl es eigentlich sehr tragisch ist, dass in solch einer Situation überhaupt eine Richterin zum Zug kommt. Regt auch nach dem Lesen noch zum Nachdenken an.

  9. Cover des Buches The Cold Cold Ground (ISBN: 9781846688232)
    Adrian McKinty

    The Cold Cold Ground

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Ingrid_Davis
    Ich bin erst kürzlich auf Adrian McKinty gestoßen, allerdings nicht die Einzige, denn schon fast egal, mit wem man über Krimi spricht, sagt momentan: "Kennst du eigentlich schon...", und jetzt weiß ich auch warum.
    Die Krimis um Detective Sean Duffy spielen in den 80ger Jahren in  während der 'Troubles' in Nordirland. Duffy, einer der wenigen Katholiken in einer weitgehend protestantischen Polizei, der einzige Katholik in einer protestantischen Nachbarschaft, erzählt in trockener, ironischer Weise von seinen Mordfällen, die immer in irgendeiner Weise mit den Verstrickungen des Bürgerkriegs in Nordirland verknüpft sind.
    Als Krimi ist dieser erste Band gut und solide - was mich aber nicht losgelassen hat, war die Quasi-Geschichtsstunde. Es ist unglaublich faszinierend, wie McKinty die Geschichte mit der gesellschaftlichen Dynamik verknüpft, die entsteht, wenn alle im Krieg gegeneinander sind, sich der ursprüngliche religiöse Konflikt aber längst an vielen Stellen in kriminelle Machenschaften verwandelt hat. Er beschreibt es trocken, zynisch, und das Lachen bleibt einem so manches Mal im Halse stecken.
    Absolut lesenswert.
  10. Cover des Buches Die Modeschöpferin (ISBN: 9783426525104)
    Katja Maybach

    Die Modeschöpferin

    (36)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Franzelin

    Dolce Vita, Glamour und die Modeszene der 60er Jahre. Ich fand diese Geschichte äußerst interessant und unterhaltsam.

    Insbesondere da ich gute Stories über stake Frauen im 20. Jahrhundert sowieso mag und nur so verschlinge.


    Die Handlung selbst ist gut durchdacht und als Leser kann man gut folgen, sowie nach und nach etwas miträtseln. Es geht aufgrund der vielen Perspektivewechsel schnell voran. Langweilig wird das Buch jedenfalls nie.


    Insgesamt empfehle ich die Geschichte jenen weiter, die Starke Frauen und an Mode interessiert sind.

  11. Cover des Buches Die brennenden Kammern (ISBN: 9783404184125)
    Kate Mosse

    Die brennenden Kammern

    (66)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Im Mittelpunkt des Romans stehen Piet und Minou. Ihr Leben und ihre Liebe werden auf eine harte Probe gestellt, als es im Frankreich des 16. Jahrhundert plötzlich heißt: „Bist du Hugenotte oder Katholik“. Dieser Konflikt ist der Auslöser für einen Kampf um Gleichheit, Freiheit und der Überzeugung so leben zu können, wie man es möchte. 

    Die Autorin schafft es an Hand der beiden fiktiven Hauptcharakter diese Glaubensfrage gekonnt in Szene zu setzen. Der Leser wird dank der sehr mitreißenden Erzählweise regelrecht in die Zeit vor den Ereignissen der Bartholomäusnacht gezogen. 

    Damit der Leser den Überblick nicht verliert, hat die Autorin eine Erläuterung zu den Hugenottenkriegen, ein Personenregister und eine Karte von Carcassonne beigefügt. Und da der Roman mit einem Epilog aus dem Jahr 1862 beginnt, ist zu vermuten, dass es noch mindestens einen Folgeband geben wird. Mir sollte es recht sein, denn dieses Buch hat mir gut gefallen und ich würde mich über einen weiteren Band freuen. Bis dahin empfehle ich dieses gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.

  12. Cover des Buches Blau ist die Nacht (ISBN: 9783423261111)
    Eoin McNamee

    Blau ist die Nacht

    (7)
    Aktuelle Rezension von: HarIequin

    Ein Wort um „Blau ist die Nacht“ zu beschreiben: Verwirrung. Pure Verwirrung.

    Zugegeben ist es wohl zum Teil auch mein Fehler, da der Roman der 3. Teil der „The Blue Trilogy“ ist und ich die beiden Vorgänger noch nicht gelesen habe.

    Die Reihe behandelt reale Mordfälle aus Irland, die entweder ungelöst blieben oder bei denen es juristische Fehler gab. Was zur Verwirrung beiträgt ist die Tatsache, dass es reale Fälle sind und sie somit nicht unbedingt logisch erscheinen, wie es beispielsweise bei fiktiven Thrillern der Fall wäre. Das Buch basiert zwar auf wahren Ereignissen, liest sich aber wie ein Roman oder ein Krimi.

    Hier geht es konkret um die Familie Curran und ihre Verwicklung in 2 Mordfälle. Der erste Mord geschah an der Katholikin Mary McGowan, die von Robert Taylor erstochen wurde. Obwohl sie ihn vor ihrem Tod noch identifizierte und es eindeutige Beweise gegen ihn gab, wurde er nie verurteilt. Richter bei diesem Prozess ist Lance Curran, der mit seiner Strafforderung an der Jury scheitert. Einige Jahre später wird seine Tochter Patricia Curran tot aufgefunden und ein Unschuldiger dafür verurteilt. Durch das Buch führt Ferguson, der Assistent von Lance Curran.

    Der erste Mordfall scheint sehr klar, der zweite ist allerdings sehr verworren:

    „Taylor hatte er nie mit dem Mord in Verbindung gebracht. Nie war ihm in den Sinn gekommen, dass Taylor oder ein anderer Mann, den er nicht kannte, irgendein Feind von Curran, sich zwischen den Bäumen versteckt und Patricia aufgelauert haben könnte. Jetzt schien es so wahrscheinlich wie alles andere auch. Taylor. Doris. Cutbush. Curran.“ (S. 264)

    Viele Tatverdächtige, viele Motive und doch kein Ergebnis. Sowohl die Familie Curran (v.a. Mutter Doris) wird verdächtigt, zum anderen wird einem auf den letzten Seiten nochmal ein neuer Tatverdächtiger präsentiert. Zwischendurch wird übrigens auch noch „Jack the Ripper“ hineingeworfen, um die Verwirrung komplett zu machen.

    Alles in allem sind beide Mordfälle einfach unbefriedigend, da sie zu keiner Auflösung kommen. Da sie real sind, kann ich dies natürlich nicht negativ bewerten, man sollte sich auf ein sehr frustrierendes Lese-Gefühl einstellen. Auch war mir nicht immer klar, was Fiktion des Autors ist und was der Realität entspricht.

    Das einzige Manko für mich war der teilweise anstrengende Schreibstil und die ständigen Zeitsprünge (manchmal nicht einmal mit Jahreszahl gekennzeichnet). Zudem gibt es sehr viele Personen auf  wenig Seiten, dass ich schnell durcheinanderkam (aber wie angemerkt: ich kenne die Vorgänger nicht). Sprachlich hält der Autor sich eher nüchtern und sachlich.

    Alles in allem hat mich „Blau ist die Nacht“ doch schnell in seinen Bann gezogen und ich habe vermutlich noch länger daran zu nagen. Auβerdem schafft McNamee es, eine ganze Bandbreite von Emotionen zu wecken (wenn auch eher negative). Man bleibt mit einem Gefühl von Unzufriedenheit zurück und das ist auch schon der Geniestreich: die Authentizität und Realität der realen Ermittler und aller Beteiligten. Die beiden Vorgänger werde ich mir schnellstmöglich besorgen, denn McNamee hat mich wirklich gepackt.



  13. Cover des Buches Jesus (ISBN: 9783629101907)
  14. Cover des Buches Zwischen Liebe und Hass (ISBN: 9783775159302)
    Gilbert Morris

    Zwischen Liebe und Hass

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Seelensplitter

    Meine Meinung zum Roman:


    Wakefield Saga 2


    Zwischen Liebe und Hass



    Inhalt in meinen Worten:


    Wakefield Saga geht um eine Familie, die Wakefields, die Teilweise wirklich eine Menge für den Glauben erleben und durchmachen aber auch wie Sie zum Glauben kamen ist immer wieder spannend zu lesen. Dieses Mal geht es um den Enkeln, Robin. Er verlor seine Mama recht früh, und den Vater noch vor der Geburt, doch weswegen, würde euch zu sehr spoilern.


    In diesem Buch geht es vor allem um das Leben von Robin. Einerseits wie er Erwachsen wird, durch doofe Zustände in das Gefängnis kommt, und zwar nicht in England sondern in Spanien, und genau darum geht es auch hauptsächlich, wie kann ein Mann der einfach nur den Hass in sich spürt dennoch seinen Weg gehen. Die wichtigste Bitte die ihm zugetragen wurde ist, Hasse nicht, sondern Segne.


    Was daraus entsteht und warum es manchmal lohnenswert ist, zu warten, das berichtet euch Robin und all die anderen Menschen in diesem Buch.




    Wie ich das Gelesene empfinde:


    Obwohl ich das Buch hin und wieder von der Schreibweise schwer empfand, und nicht locker und leicht, ein Grund warum ich nicht so schnell daran lesen konnte, wie gewöhnlich, ist es ein sehr schönes Buch. Es behandelt den Glauben realistisch und angenehm, zeigt aber auch auf, was Glauben in den letzten Jahrhunderten doch für Wandlungen mitmachen durfte. Sei es weil Katholische Menschen den evangelischen bzw den biblischen Glauben für sich entdecken oder auch weil manche Menschen merken, da gibt es noch viel mehr, als man auf den ersten Blick erkennen kann und mag. Das finde ich spannend erzählt und auch wertvoll wiedergegeben.




    Geschichte:


    Robin wuchs mir recht schnell an mein Herz. Vor allem als er das Liebste in seinem Herzen zu verloren glaubt, und doch merken darf, wie Gott ihn versorgt. Denn einerseits ist er ein Günstling von der Königin andererseits schlägt sein Herz aber für das Meer und darauf zu fahren. Wie gut, das er einen ganz besonderen Auftrag bekommt. So kann er das Verloren geglaubte nämlich wieder sehen und merken, Vergebung ist viel mehr wert als der Hass der in einem Herzen schlummern kann.


    Interessant fand ich auch den Überblick der Geschichte von England zwischen 1553 und 1588. Zudem fand ich den Zahlstrahl von Robin seiner Familie hilfreich, weil ich sonst manchmal dezent durcheinander geraten wäre.


    Somit wisst ihr auch, wann die Geschichten spielen und was ungefähr zu der Zeit stattfand.




    Spannung:


    Die Spannung im Buch empfand ich recht hoch, zumindest immer wieder Mal, denn manche Szenen wurden sehr lang gedehnt. Gerade die zweite Hälfte des Buches hat es mir angetan und ich litt immer wieder mit den Figuren mit und war immer wieder erstaunt, wie sie aus manch schweren Lagen wieder entkamen.




    Charaktere:


    Vor allem geht es um Robin. Wer ist Robin und was macht ihn aus? Er ist der Sohn von Blanche Holly und William Wakefield und Enkel von Margred Morgan und Sir Robert Wakefield. Als junger Mann erlebt Robin so einige Hindernisse, doch dank seiner Großeltern merkt er das es von einer anderen Kraft gehalten wird.


    Dann geht es aber auch um Allison, die ein ganz schön hartes Los gezogen hat, doch über Sie kann ich nicht so viel preisgeben, wenn ich euch nicht spoilern möchte.


    Die Entwicklung der Charaktere und den verschiedenen Vor und Unlieben empfand ich toll, und auch das nicht jeder Charakter gleich klug handelt wie es ein anderer tut und das die Charaktere offenkundig zeigen, was ihnen der Glauben und auch die Kraft dahinter bedeuten.




    Glaube:


    Dieses Buch spielt mit dem christlichen Glauben, bzw bezieht diesen deutlich ein. Ohne diese Hinweise und vielen Impulse wäre das Buch nicht das was ich brauche, aber gerade durch diese vielen Charaktere, und durch diese Hinweise und Empfehlungen im Glauben, ist es eine kleine Kraftquelle, auch wenn die Sprache etwas schwerfälliger ist, so ist es gerade mit dem Gesamtpaket sehr liebreizend und definitiv Entdeckungswert!




    Empfehlung:


    Ich finde toll, dass das Buch nicht in der Einfachheit trumpft, sondern gerade weil ich mich reinfuchsen darf, mich bewusst damit beschäftigen darf, mich ganz bewusst in der Geschichte bewegen darf, deswegen vergebe ich auch gerne eine Empfehlung und gerade der christliche Glaube und an den Herrn Jesus finde ich sehr wertvoll und zugleich ein Geschenk dieser Geschichte. Deswegen ich will sofort mit Robin weiter lesen und gerne in den dritten Band einsteigen.


    Deswegen ja klare Empfehlung. Aber eher für Historische Romanliebhaber, als für Fantasieliebhaber.




    Bewertung:


    Mich hat das Buch bewegt, manches Schicksal der Charaktere hat mich getroffen und ich kann sagen, ja ich vergebe fünf Sterne.

  15. Cover des Buches Weil du meine Tochter bist (ISBN: 9783404192724)
    Julia Kelly

    Weil du meine Tochter bist

    (36)
    Aktuelle Rezension von: mamenu

    Meine Meinung

    Dieses Buch war für mich schon sehr emotional. Die Geschichte fängt damit an, das Viv den Vater ihrer Tochter Heiratet. Doch gleich nach der Hochzeit bietet Viv´s Mutter dem Bräutigam Joshua Geld an. Denn sie möchte, das er Verschwindet, weil sie nicht möchte, das ihre Tochter mit einem Juden zusammen lebt. Denn Viv stammt mit ihrer Familie aus einer Christliche Katholische Religion. Doch Joshua hat einen großen Traum, er möchte Musiker werden und mit diesem Geld könnte er in die USA Reisen. Er überlegt auch nicht lange und nimmt das Geld an. Somit will er seinen großen Traum verwirklichen. Viv und ihre Tochter leben seit dem im Elternhaus, wo beide eigentlich nur Geduldet sind. Sie versucht trotzdem, Ihrer Tochter Maggie eine schöne Kindheit zu bereiten. Doch, dann kommt der Weltkrieg und das verändert alles. Immer mehr Kinder werden Evakuiert, auch Maggie soll zu einer Pflegefamilie aufs Land. Am Anfang sträubt sich Viv noch da gegen, doch irgendwann fügt sie sich ihren Schicksal und gibt Maggie in fremde Hände.

    Eigentlich lese ich nicht so gerne Geschichten die im Krieg spielen, aber hier hat mich der Klapptext irgendwie gereizt. Ich muss sagen, das ich positiv überrascht war. Die Charakteren waren alle sehr gut beschrieben. Ich konnte alles sehr gut mitverfolgen. Wobei mir einige doch schon sehr unsympathisch waren. Schon alleine Viv´s Eltern, die immer nur Angst hatten, was andere Leute von ihnen denken.  Auch Joshua hätte ich einfach nur schütteln können. Der Schreibstil war sehr gut für mich und die Seiten flogen nur so dahin. Für mich eine sehr emotionale Geschichte wo es immer ein auf und ab gab. Beim lesen wurde es nie langweilig. Hier kann ich euch eine klare Leseempfehlung geben.

  16. Cover des Buches Conclave (ISBN: 9781784751845)
    Robert Harris

    Conclave

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Caro_Lesemaus
    Der Papst ist tot. Kardinal Lomeli kommt die Aufgabe zu, die Konklave zur Papstwahl zu organisieren und zu leiten. Die Kardinäle sollen sich von ihren Herzen und Gott bei der Wahl leiten lassen, doch natürlich bringen viele ihre eigenen Interessen mit und Intrigen bleiben nicht aus. Überraschend taucht ein weiterer Kardinal auf, der der Welt und den anderen Beteiligten bisher unbekannt war - der Papst hatte ihn "in pectore" ernannt. Die Konklave wird ordentlich durcheinander gewirbelt und nichts ist mehr, wie es scheint.


    Das Buch ist ein spannender Roman, kein Krimi. So wird er auch vom Verlag selbst eingeordnet. Ich bin gern in die Welt des Vatikans eingetaucht, um mehr über die geheime Papstwahl zu erfahren. Die Kardinäle und ihre Interessen werden vom Autor glaubhaft dargestellt, man kann sich gut in die Charaktere hinein versetzen. Die Wahl selbst wird trotz mehrerer Wahlgänge, in denen immer das gleiche Prozedere durchgeführt wird, spannend erzählt. Die Verwicklungen der Kardinäle bestätigen einige Klischees, die man vielleicht von führenden Kirchenmitgliedern hat. Der neu hinzugekommene Kardinal ist dann auch für einige Überraschungen gut.  Das Ende war mir dann doch etwas überzogen (unnötigerweise, das Buch war auch so spannend!) , deswegen ziehe ich einen Stern ab.


    Fazit:
    Ein spannender Roman, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Die Lektüre kann ich weiterempfehlen!
  17. Cover des Buches Der Turm der Ketzerin (ISBN: 9783442484102)
    Deana Zinßmeister

    Der Turm der Ketzerin

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Lohde

    Bei diesem Roman habe ich erst später erkannt das es der zweite Band ist. Aber als ich mit dem Lesen begonnen hatte, war ich schnell in der Geschichte drin und auch fasziniert davon.

    Denn wenn man einmal mit dem Lesen begonnen hat, kann man das Buch kaum mehr aus der Hand legen.

    Hier vereinen sich Spannung mit einer Prise Action und etwas Gefühl zu einem gut geschriebenen historischen Roman, den man somit auch ohne Band 1 zu kennen lesen kann.

    Denn es sind in sich abgeschlossene Geschichten.


    Ich kann nur empfehlen, sich diesen Roman mal anzuschauen.

  18. Cover des Buches Grenzgänger (ISBN: B07HJ68LX7)
    Mechtild Borrmann

    Grenzgänger

    (3)
    Aktuelle Rezension von: MissRichardParker
    Henni Schöning hat keine einfache Kindheit. Als Ihre Mutter früh stirbt ist sie für ihre 3 Geschwister und Ihren Vater verantwortlich und verdient das Geld für die Familie mit Kaffee-Schmuggel über die deutsch-belgische Grenze.
    Als Hennis kleine Schwester bei einem dieser Schmuggelgänge erschossen wird, ändert sich das Leben für die ganze Familie über Nacht. Henni kommt in eine Besserungsanstalt, Ihre Brüder in ein Heim.
    Was in diesem Heim geschieht ist unmenschlich und als Henni Jahre später um das Recht Ihrer Familie kämpft nehmen die Dinge ihren Lauf...

    Was für ein mitreissendes und berührendes Buch! Mich hat die Geschichte sehr erschüttert, diesen Teil der Nachkriegsgeschichte kannte ich bis dahin noch nicht. Mechtild Borrmann trifft auch hier wieder den Nerv der Leser und schaffte mit viel Einfühlungsvermögen, Spannung und Aufklärung ein tolles Werk. Es hätte ruhig noch etwas länger dauern können. Ich hatte das Buch an einem Tag durchgehört weil es so spannend war.
    Wie all Ihre Bücher, kann ich auch dieses hier wärmstens empfehlen.
    Die Stimme von Vera Teltz passt perfekt zu dieser Geschichte.

  19. Cover des Buches Der abenteuerliche Simplicissimus (ISBN: 9783868205060)
  20. Cover des Buches Als die Träume noch uns gehörten (ISBN: 9783596520015)
    Marian Izaguirre

    Als die Träume noch uns gehörten

    (18)
    Aktuelle Rezension von: LaMensch
    Alice ist Engländerin. Sie lebt aber in Spanien. Gerne fährt sie in der Stadt einfach so in Viertel, die sie noch nicht gesehen hat. Eines Tages fällt ihr ein Mann auf, er hat Bücher dabei. Er liefert sie an einigen Personen. Ich muss aufpassen, dass er sie nicht sieht, aber sie scheint ihm überhaupt nicht aufzufallen, mehrere Tage kann sie ihm folgen, bis er sie zu einer Buchhandlung führt. Dort begegnet sie der Frau des Mannes, Lola. Sie freuen sich an und schon bald beginnt Alice mit der Umsetzung eines Planes.



    Der Schreibstil In diesem Buch ist angenehm zu lesen. Man kommt gut voran und taucht wirklich in die Geschichte ein. Was jedoch verwirrt ist, dass die beiden Zeitformen, in welchen die Geschichte spielt zwar voneinander abgegrenzt sind, jedoch tauchen in beiden Zeitformen die selben Namen auf, was mich bis zur Hälfte ziemlich verwirrt hat, denn die Vergangenheit spielt in einem Buch (dieses Buch wird von Alice und Lola gelesen). Die Charaktere sind mir sympathisch, mal mehr, mal weniger, aber das ist normal :-)

    Dieses Buch beinhaltet eine schöne Geschichte, ein bisschen verwirrend aber dann doch ziemlich logisch und deshalb vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.
  21. Cover des Buches Die Stadt der Tränen (ISBN: 9783404188017)
    Kate Mosse

    Die Stadt der Tränen

    (30)
    Aktuelle Rezension von: 65_buchliebhaber

    Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Minou und ihre Familie, Hugenotten aus Frankreich, die am Bartholomäustag 1572 ihre Heimat verliert und fliehen muss. Sie finden in den Niederlanden, in der Stadt Amsterdam, ein neues Zuhause. Der Verlust ihrer Tochter, die im Pariser Chaos verloren ging, hängt ihr nach. Ein zweiter Erzählstrang befasst sich mit ihrem Feind Vidal, der ebenfalls die Flucht angetreten hat und den es in einen anderen Teil Frankreichs verschlagen hat. Beide Stränge werden nebeneinander erzählt und gekonnt zum Ende hin zusammenführt.

    Der Schreibstil gefällt mir gut, er ist angenehm zu lesen. Man ist mitten im Geschehen drin; fühlt und leidet mit den Protagonisten. Die Beschreibungen sind sehr bildhaft und lassen authentische Bilder vor dem inneren Auge entstehen. Die historischen Begebenheiten der damaligen Zeit bilden einen passenden Rahmen. Auch ohne den ersten Band gelesen zu haben, gab es keine Verständnisprobleme, es macht diesen Roman problemlos individuell lesbar.

  22. Cover des Buches Tod und Nachtigallen (ISBN: 9783423142281)
    Eugene McCabe

    Tod und Nachtigallen

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Shannon
    Eugene McCabe steht für großes irisches Drama - und das liefert er hier im historischen Kontext beeindruckend ab.
    Zur Zeit Parnells lebt Beth mit ihrem Vater auf einem Landsitz im Norden der Insel - County Fermanagh. Der Hass zwischen Katholiken und Protestanten geschürt durch die katastrophale Kartoffelhungersnot ein paar Jahrzehnte zuvor schwelt stark in der dort lebenden Bevölkerung. Beth selbst steht schwer unter dem Eindruck der Misshandlung ihrer Mutter durch ihren vermeintlichen Vater Bill Winters. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Beths Mutter zur Zeit der Heirat mit ihm schwanger war und Beth somit "untergejubelt" hat. Bill reagierte mit Trunksucht und Gewalt. Die Mutter starb bei einem dramatischen Unfall ein paar Jahre zuvor.
    Nun ist Beth 23 und just an diesem Geburtstag will sie das verhasste Zuhause verlassen - mit Hilfe von Liam Ward, ihrem Liebhaber, von dem sie schwanger ist. Der Plan ist, Bills Gold zu stehlen und gemeinsam ein neues Leben abseits der Heimat zu beginnen.
    McCabes Buch schwankt zwischen zermürbenden Emotionen und traumhaft schönen Landschaftsbeschreibungen. Nichts gilt als sicher, keiner ist nur gut oder böse. Dies ist sicherlich eine Stärke des Werks. Nicht mal die Protagonistin schafft es ins Herzen des Lesers - und alles steuert dem vernichtenden Ende zu. Mit Leichtigkeit wird man ins Irland des ausgehenden 19. Jahrhunderts entführt mit all seiner Wut und Rohheit, dem Hass gegen die Besatzer und dem Willen eine bleibende Ordnung in die Dinge zu bringen. Ein großartiger Blick fürs historische Detail und den Zeitgeist aber auch für die Lebensumstände der damaligen Bevölkerung begleitet den Leser auf seiner Reise. Die Ambivalenz der Figuren verstört und begeistert zugleich. McCabe ist hier Großartiges gelungen. Eindeutige Leseempfehlung.
  23. Cover des Buches Der Dreißigjährige Krieg (ISBN: 9783548060583)
    Christian Pantle

    Der Dreißigjährige Krieg

    (14)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Das Buch erzählt die Geschichte des dreißigjährigen Krieges in faszinierender Art und Weise und erlaubt durch das Einbinden von originalen Tagebüchern einen  tiefen Einblick in das Leben und die Gedanken der Menschen vor 400 Jahren.

    Mir hat vor allem der Schreibstil gefallen. Das Buch liest sich fast wie ein Roman.

    Von mir eine Leseempfehlung.

  24. Cover des Buches Die Vandalen (ISBN: 9783608948516)
    Roland Steinacher

    Die Vandalen

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Es ist schwer, dieses Buch mit Sternen zu bewerten. Anerkennung verdient in jedem Fall der Versuch, die Geschichte der Spätantike durch die Sicht auf dieses Volk, das seinen kurzen, aber nachhaltigen Auftritt in der Zeit der Völkerwanderung hatte, zu fokussieren. Aber genau darin liegt auch die "Schwäche" des Buches. Denn Zeugnisse über die Vandalen lassen sich nur aus römischen Geschichtsquellen ableiten, Selbstzeugnisse sind so gut wie nicht vorhanden. Insofern erfährt der Leser wenig Neues, sofern er bereits Bücher über die Spätantike, den Untergang des römischen Reiches oder die Völkerwanderung gelesen hat. Die Vandalen sind als Zaungäste immer dabei gewesen, in Steinachers Darstellung stehen sie im Mittelpunkt.

    Wenig weiß man über die Ursprünge dieses kriegerischen Volkes, das immerhin für gut hundert Jahre das römische Afrika beherrschte und einmal Rom eroberte und plünderte, was ihren Namen zum Inbegriff des Vandalismus machte. Doch dabei waren sie so gar nicht anders als andere Stämme der Völkerwanderungszeit, die ebenfalls zum Untergang des weströmischen Reiches beitrugen.

    Anders als die Franken hielten die Vandalen als Herrscherkaste in Nordafrika an ihrem Arianismus fest, anders als die Goten kam es auch nicht zu einem friedlichen Nebeneinander von Arianern und Katholiken, im Gegenteil, letztere wurden von den Vandalen heftig verfolgt. Dies erklärt vielleicht auch zum Teil, warum sich das Vandalenreich nicht gegen das relativ schwache oströmische Expeditionsheer durchsetzen konnte und sang- und klanglos aus der Geschichte verschwand. Doch mit dem Verschwinden der Vandalen war Nordafrika keineswegs befriedet, immer wieder kam es zu Aufständen einzelner verbliebener Vandalengruppen und der Mauren, bis die Provinz im Zuge der Islamisierung endgültig verloren ging.

    Steinachers Buch über Aufstieg und Fall eines Barbarenreiches, so der Untertitel, vermag in jedem Fall den Leser zu fesseln, auch wenn dessen Wissen nur bedingt erweitert wird.

     

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