Bücher mit dem Tag "kaufmann"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kaufmann" gekennzeichnet haben.

39 Bücher

  1. Cover des Buches Buddenbrooks (ISBN: 9783596712731)
    Thomas Mann

    Buddenbrooks

    (2.421)
    Aktuelle Rezension von: eight_butterflies

    Thomas Manns „Die Buddenbrooks“ ist weit mehr als nur die Geschichte einer Lübecker Kaufmannsfamilie. Es ist ein fein gewebtes Panorama des bürgerlichen Lebens um die Mitte des 19. Jahrhunderts und zugleich ein psychologisch präzises Porträt des langsamen, unausweichlichen Verfalls.

    Von den ersten Seiten an spürt man den Reichtum an Details, die festlichen Tafeln, das solide Geschäft, die scheinbar unerschütterlichen Werte der Familie. Doch unter der Oberfläche arbeitet bereits die wirtschaftliche, gesellschaftliche, vor allem aber innerliche Erosion. Mit jeder Generation verlieren die Buddenbrooks ein Stück ihrer Kraft, ihrer Lust am Leben, ihrer Fähigkeit, den eigenen Anspruch zu tragen.

    Thomas Mann schreibt mit einer Mischung aus ironischer Distanz und tiefer Empathie. Die Figuren sind lebendig, mit Eigenheiten und Widersprüchen, die man nicht vergisst. Der ehrgeizige, aber zermürbte Thomas. Der lebenslustige Christian, der sich dem Ernst verweigert. Die willensstarke Tony, die zwischen Familienpflicht und persönlichem Glück zerrieben wird.

    Der Roman ist stellenweise ausufernd. Mann nimmt sich Zeit für Gesellschaftsszenen, Geschäftsprotokolle, ausführliche Dialoge. Wer bereit ist, sich diesem gemessenen Erzählrhythmus zu überlassen, wird jedoch belohnt mit einer Sprachkunst, die Beobachtungen so präzise setzt wie Pinselstriche in einem Gemälde.

    Für mich ist „Die Buddenbrooks“ ein Buch, das weniger durch dramatische Höhepunkte fesselt als durch seine stille Konsequenz. Der Niedergang wirkt nicht wie eine Katastrophe, sondern wie etwas Naturgegebenes, so leise wie der Wechsel der Jahreszeiten und doch unausweichlich.


  2. Cover des Buches Der König der purpurnen Stadt (ISBN: B005246CVK)
    Rebecca Gablé

    Der König der purpurnen Stadt

    (606)
    Aktuelle Rezension von: Sonjja_w

    ⭐ Lieblingsbuch 

    Die fiktiven Hauptcharaktere und die Königsfamilie rund um Edward III. sind gut beschrieben, haben Persönlichkeit und man kann sehr gut mit ihnen mitfühlen. 

    Diesmal sind die Protagonisten keine fiktive Adelsfamilie. Das Buch spielt in London und wir bekommen Einblicke in Gilde der Tuchhändler im Mittelalter. Es gibt eine enge Verbindung zur Königsfamilie, vor allem zu der Königin. Wie immer bei einem Gable Buch kann man viel lernen, der Roman ist aber sehr unterhaltsam geschrieben. 

    Das Buch erstreckt sich von den Teenager Jahren von Jonah bis weit ins Erwachsenenalter. Ab und zu gibt es Zeitsprünge. Und natürlich gibt es auch viele fiktive Handlungsstränge. Vor allem der Handlungsstrand mit dem Haus der Freuden mag fiktiv sein, solche Schicksale sind aber sicherlich tausendfach passiert. 

    Alle Handlungsstränge sind spannend bis zum Schluss. 

    Große Empfehlung! 🥰


  3. Cover des Buches Die Puppenspieler: Roman (ISBN: B0916787JD)
    Tanja Kinkel

    Die Puppenspieler: Roman

    (446)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Süddeutschland, 1484: Richard ist zwölf, als er aufgrund einer erlogenen Hexerei-Anklage seine Mutter an die Inquisition verliert. Ihre Hinrichtung traumatisiert den Jungen für immer, öffnet ihm aber auch auf eine groteske Weise das Tor zu einer nie geahnten Welt: Seine junge Tante Sybille Artzt nimmt ihn in ihrem Haushalt auf - und in dem ihres Ehemannes, des Kaufmannes und kaiserlichen Bankiers Jakob Fugger. 

    An Jakobs Seite wird Richard zum Kaufmann und Spion ausgebildet - eine Tätigkeit, die ihn nach Florenz führt, in das Zentrum der Kultur der Renaissance, wo er zu Jakobs Informanten wird, und schließlich in das Rom des Jahres 1492, wo die Familien der Borgia, Della Rovere, Sforza, Colonna und Orsini um den Papsttrohn ringen. 

    Im Zentrum der Macht angelangt, beschließt Richard, sich zu rächen an jenen Kirchenmännern, die seine Mutter getötet haben. Doch auf ihn lauern mehr Feinde als geahnt - und die Tatsache, dass seine Geliebte eine übersinnlich veranlagte Zigeunerin ist, macht ihn umso verwundbarer ... 


    Dieses Buch ist sicher kein stümperhaftes Actionwerk. Kein rohes Schlachtenabenteuer. Dafür ist es ein subtiles Panorama des späten 15. Jahrhunderts in der Zeit von 1484 bis 1493, das angenehm langsam Spannung aufbaut und extrem gut eine Atmossphäre der Zeit erschafft, wie ich es sonst nur aus Gablé-Romanen kenne. Und mit Gablé kann sich Tanja Kinkel durchaus messen. Solange es noch solche Autoren gibt, bin ich auf die Bernard Cornwells und Iny Lorentz's dieser Welt nicht angewiesen, um unterhaltsame Bücher zu finden.

    Ein historischer Roman, der mich als Leser weder mit massenweise Infos, noch mit schwülstigen Liebesschwüren und zum Glück auch nicht mit Schlachtengedröhne erschlägt, sondern Zeit lässt, in das Buch herein zu finden. 

    Absolut zu empfehlen!

  4. Cover des Buches Das Salz der Erde (ISBN: 9783442479474)
    Daniel Wolf

    Das Salz der Erde

    (324)
    Aktuelle Rezension von: Isar-12

    "Das Salz der Erde" ist der erste Band der Fleury-Saga von Daniel Wolf. Ende des 12. Jahrhunderts kehrt der junge Michel de Fleury aus Mailand in seine Heimatstadt Varennes zurück. Einst schickte ihn sein Vater nach Mailand damit er das Geschäft der Kaufleute noch besser erlernt. Nun ist der Vater gestorben und Michel trifft gleich bei seiner Rückkehr auf den Ritter Guillory, ein hinterhältiger und gefürchteter Mann. Doch er lässt sich nicht entmutigen und macht innerhalb der Gilde seinen Weg bis zum Meister. Doch er hat etliche Feinde innerhalb und außerhalb der Gilde, sein ehemaliger bester Freund neidet ihm den Posten. Und es wird noch komplizierter, als Michel sich in dessen Schwester Isabelle verliebt. Ein schwerer Weg über viele Jahre mit etlichen Schicksalsschlägen, aber auch Glücksmomenten liegt vor Michel de Fleury, bis im Jahr 1206 endlich das Leben in Varennes leichter wird und die Stadt aufblühen kann. Daniel Wolf beschreibt den Werdegang des Michel de Fleury in diesem ersten Band über knapp 20 Jahre. Sein Aufstieg, sein tiefer Fall und letztendlich sein erneuter Erfolg. Trotz eines Buches mit 1152 Seiten eröffnet er dabei so gut wie keine Nebenschauplätze, sondern konzentriert die Geschichte auf die Fleurys und die Ereignisse, die das Schicksal der Stadt Varennes und ihrer Bewohner beeinflusst. Dabei kommen trotz der vielen Seiten ganz wenig Längen auf und man ist ständig in der Geschichte gefangen. Die Perspektivenwechsel tragen dazu bei, dass man die Geschehnisse auch immer aus einem anderen Blickwinkel wahrnimmt. Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen jetzt auch endlich in die Welt der Fleurys einzutauchen und ich freue mich schon auf die weiteren bereits erschienen drei Bände plus Kurzgeschichte.

  5. Cover des Buches Der Weg der Teehändlerin (ISBN: 9783596706044)
    Susanne Popp

    Der Weg der Teehändlerin

    (79)
    Aktuelle Rezension von: Laurada11

    Der zweite Teil der Ronnefeldt-Saga spielt einige Jahre nach Teil 1. Die nächste Generation ist erwachsen geworden und versucht nun ihren Platz in der Welt zu finden. Wir begleiten besonders Elise, Carl und Wilhelm. Aber auch die Geschehnisse aus Band 1 werden zum Großteil wieder aufgegriffen. Außerdem begleiten wir wieder Friederike, die versucht ohne ihren Mann ihren Teehandel gut in die Zukunft zu führen.


    Der Schreibstil war sehr angenehm. Man konnte sich einfach fallen lassen und auf eine Reise ins 19. Jahrhundert begeben. Man fühlt mit allen Charakteren mit, sodass ich im Epilog sogar ein Tränchen verdrücken musste. Ich bin nun sehr gespannt, wie die Geschichte im Dritten Teil abgeschlossen wird.

  6. Cover des Buches Die Pestheilerin (ISBN: 9783426637562)
    Kari Köster-Lösche

    Die Pestheilerin

    (30)
    Aktuelle Rezension von: pushelwuschel
    die geschichte an sich wäre nicht verkehrt aber ich hab mir sehr schwer getan bei namen und manch lateinischen ausdrücken wodurch ich auch den faden ab und zu verloren habe die thematik der pest kommt gut zur geltung für mich selbst war das buch leider nicht so der treffer ich habe gern etwas mehr romatnik und spannung 
  7. Cover des Buches Die Kräuterhändlerin (ISBN: 9783548060026)
    Beate Maly

    Die Kräuterhändlerin

    (24)
    Aktuelle Rezension von: secretworldofbooks

    Durch den einfachen und angenehmen Schreibstil der Autorin Beate Maly lässt sich das Buch leicht und schnell lesen. Die Handlung zeigt uns wie man anno dazumal gelebt haben könnte. Umschmückt von viel Liebesgeplänkel. Das Burgleben war nicht sehr angenehm, vor allem als Frau hatte man keinen Wert und musste sich fügen. 

    Dieser einfache Teil hat für mich als Bewertung für drei Sterne gereicht.  Den vierten Stern gibt es für die Kräuterkunde. Die brachte doch noch reichlich interessantes in die Handlung mit ein.

  8. Cover des Buches Von Piraten und Pfeffersäcken: Norddeutsche Zeitreisen (ISBN: 9783000529405)
    Heiko Kraft

    Von Piraten und Pfeffersäcken: Norddeutsche Zeitreisen

    (59)
    Aktuelle Rezension von: liesmal50

    Zwischen dem Titel „Von Piraten und Pfeffersäcken“ und dem Untertitel  „Norddeutsche Zeitreisen – Hansezeit 1368 bis 1401“ – Heiko Kraft -   befindet sich ein farbenfrohes Bild, auf dem viele Situationen aus der damaligen Zeit dargestellt sind. Dieses Cover und dazu die Buchbeschreibung, in der es heißt, dass es sich um einen spannenden Abenteuerroman handelt, der die wahre Geschichte der Region erzählt, haben mich neugierig gemacht. Empfohlen als Lektüre für die Strandkörbe von Nord- und Ostsee, habe ich das Buch in meinem Urlaub gelesen, der mich von Hamburg aus nach Bergen und in Norwegens Fjorde führte.

    In Bergen angekommen, konnte ich sehr gut in die Erzählungen hineinfinden und mich der Hamburger Hanse-Kaufmannsfamilie Nienkerken und besonders des an Sohnes statt angenommen Martin sehr nah fühlen. Für mich war das Buch tatsächlich eine Zeitreise. Habe ich für die Strecke Hamburg – Bergen einen entspannten Flug von eineinhalb Stunden gebraucht, dauerte die Reise mit dem Schiff damals mindestens sechs Wochen und von Entspannung konnte wirklich keine Rede sein. Sehr deutlich  schildert der Autor, welchen Strapazen, Schwierigkeiten und Gefahren die Seemänner und die Kaufleute ausgesetzt waren. Sach- und fachkundig und richtig gut recherchiert wird hier ein interessantes Stück Geschichte erzählt. Besonders deutlich wurde mir das in Bergen, als ich mich im Hanseviertel Bryggen befand, das seit 1979 mit seinen etwa 60 Gebäuden auf der Liste des Weltkulturerbes der Unesco steht. Viele Häuser mit ihren Räumlichkeiten, wie sie im Buch beschrieben werden, haben mich in die Vergangenheit entführt und mir ein lebendiges Stück Geschichte gezeigt.

    Einfach großartig ist es Heiko Kraft gelungen, Geschichtliches sehr spannend und interessant zu vermitteln. Er stellte dem realen Hamburger Kaufmann und Ratsherrn Hermann Nienkerken fiktive Familienmitglieder an die Seite und hat so einen unterhaltsamen und glaubwürdigen Roman geschrieben, der Wahrheit und Fiktion wunderbar miteinander verbindet.

    Außer nach Hamburg und Bergen führt die Zeitreise nach Wismar, Brügge, Ostfriesland, Kopenhagen und in das Emirat Granada. In dem Zusammenhang wird auch erzählt von der derzeitigen Königin Margarethe von Dänemark. Für mich als Kind von der Nordseeküste ist es ein tolles Erlebnis, auch Klaus Störtebeker und den ostfriesischen Häuptlingen zu begegnen, obwohl das wohl ziemlich raue Gesellen waren.

    Sehenswert sind die Illustrationen auf den beiden Umschlagklappen des Buches. Im Anhang gibt es Empfehlungen zum weiteren Eintauchen in die Hansezeit, allerhand Wissenswertes zur Person des Klaus Störtebeker, zur altmodischen Sprache, außerdem Geschichtsdaten und Worterklärungen sowie ein Personenverzeichnis mit dem Hinweis darauf, ob es sich um reale oder fiktive Charaktere handelt.

    Für mich ist das Buch eine unterhaltsame und interessante Art von Geschichtsunterricht, wie ich sie detailgetreuer und spannender in meiner gesamten Schulzeit nicht erlebt habe.  Gern empfehle ich das Buch allen, die historische Romane mögen und dabei viel Wissenswertes erfahren können. Bei mir hat das Buch  Lust auf weitere Geschichten aus der Hansezeit geweckt.   

  9. Cover des Buches Das Erbe der Kräuterfrau (ISBN: 9783734103704)
    Andrea Schacht

    Das Erbe der Kräuterfrau

    (28)
    Aktuelle Rezension von: Ni_Chi

    Nach dem Tod von Andrea Schacht konnte das Buch jetzt fertig gestellt werden. Dafür vielen, vielen Dank. Das Wiedersehen mit liebgewonnen Charakteren fand ich toll. Es gab erneut überraschende Wendungen und zum Ende ein Happy End. Leider musste man aber auch den Verlust von liebgewonnen Personen erleben.
    Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Wechsel der Autorinnen an der richtigen Stelle bemerkt habe, aber zum Ende hin fehlte mir die Schachtsche Leichtigkeit und der übliche Wortwitz. Aber ich denke, es ist super schwer ein Buch einfach so weiterzuschreiben. Daher gilt mein ausdrücklicher Dank Julia Freidank, die wirklich ganz einfühlsam die Geschichte von Myntha zu Ende erzählt hat.

  10. Cover des Buches Schuhhaus Pallas (ISBN: 9783423624640)
    Amelie Fried

    Schuhhaus Pallas

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Amelie Fried hat die Geschichte ihrer Familie nieder geschrieben. Anhand von Zeitdokumenten und begleitet von Bildern wird es besonders deutlich. Ein wichtiges SAchbuch zum Thema Juden im dritten Reich von der Bestsellerautorin Amelie Fried. Ganz nah bei uns ums Eck in Ulm, das macht das Buch noch wichtiger

  11. Cover des Buches Die letzte Reise der Meerjungfrau (ISBN: 9783431040821)
    Imogen Hermes Gowar

    Die letzte Reise der Meerjungfrau

    (74)
    Aktuelle Rezension von: MelB2508

    London 1785 - der verwitwete Kaufmann Jonah Hancock erhält von einem seiner Kapitäne eine seltsame Fracht - eine "echte Meerjungfrau", mumifiziert und gruselig anzuschauen. 

    Um den Verlust der nicht erhaltenen eigentlich bestellten Ladung und des Schiffes, das der Kapitän für die Rarität eigenmächtig eingetauscht hat, wettzumachen, entschließt sich Jonah, die Meerjungfrau auszustellen gegen Eintritt. 

    Auf diese Art und Weise kommt er in Kontakt zu einer Edelkurtisane, Angelica Neal, die als Austausch gegen ihre Gunst eine weitere Meerjungfrau fordert. 


    Die Autorin schildert das Leben in London am Ende des 18. Jahrhunderts so detailliert und anschaulich, dass ich nur so durch die (immerhin 550!) Seiten geflogen bin. Wir lesen vom Leben von käuflichen Frauen und deren Kupplerinnen, vom Leben eines "einfachen" Kaufmanns, der auf einmal zu Geld kommt und alles, was er um sich wahrnimmt, immer versucht, in Geldbeträgen auszudrücken und abzuwägen. Wir lesen von Einsamkeit und dem Wunsch nach Liebe und einer Familie. Und wir lesen von einer mysteriösen Kreatur, die aus dem Meer kommt und ganz anders ist, als wir uns das immer vorgestellt haben. 

    Die Geschichte hat mich wirklich überrascht und vor allem begeistert. Vor ein paar Jahren ein Spontankauf, der aufgrund seines Umfangs laaaange auf meinem SUB lag, bin ich direkt von der ersten Seite an gefesselt gewesen und konnte das Buch buchstäblich nicht mehr weg legen. 


    Eine uneingeschränkte Leseempfehlung und eins meiner ersten Jahreshighlights 2026! 

  12. Cover des Buches Die Teehändlerin (ISBN: 9783596706037)
    Susanne Popp

    Die Teehändlerin

    (205)
    Aktuelle Rezension von: Heptavalent

    Das erste Buch über die Familie Ronnefeldt ist sehr angenehm geschrieben. Die Charaktere werden lebendig erzählt, es ist eine ereignisreiche Geschichte. 

    Einen Stern abgezogen habe ich nur,  da es sich um die Geschichte von Personen handelt, die echt gelebt haben und neben denen fiktive Personen eine große Rolle spielen. Das mag die Geschichte beleben, jedoch ist es mir bei realen Menschen lieber, nah an der Wahrheit zu bleiben. 

    Trotzdem freue ich mich darauf, den zweiten Teil zu lesen. 

  13. Cover des Buches Die Gabe des Himmels (ISBN: 9783442483198)
    Daniel Wolf

    Die Gabe des Himmels

    (66)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    Der Medicus Adrien Fleury sieht sich im lothringischen Varennes-Saint-Jacques mehreren Katastrophen auseinandergesetzt: Judenhass, die neuartige Bewegung der Flagellanten und nicht zuletzt die Pest.


    Daniel Wolf beendet seine Reihe um die Familie Fleury erneut mit einem Wälzer. Stolze 960 Seiten umfasst „Die Gabe des Himmels“ und bietet erneut ein buntes Potpourri an Handlungssträngen.

    Dabei wird ein Mittelweg zwischen den ersten beiden und dem handlungstechnisch doch etwas herausstechenden dritten Band gegangen. Die Handlung spielt zwar in weiten Teilen wieder in Varennes-Saint-Jacques, aber Adrien – der auch Adrianus genannt wird – hat so gar nichts mit dem Beruf des Kaufmanns zu tun, für den seine Vorfahren bekannt waren. Er wird Medicus zur Zeit des „Schwarzen Todes“. Damit macht er sich natürlich nicht nur Freunde und muss gegen zahlreiche Widerstände kämpfen. Natürlich kommt auch hier die Liebe nicht zu kurz.

    Dabei gibt es hier zwei zentrale Themenbereiche, neben der schon erwähnten ausbrechenden Pest ist das noch der aufkommende Judenhass, der sich dann auch in Anfeindungen bis hin zu Gewalt und Massakern niederschlägt. Angeheizt wird dies auch durch die Bewegung der Flagellanten, die, um Buße zu tun und Gott zu gefallen, durch die Straßen ziehen und sich selbst geißeln.

    Man sieht also: Das sind nicht unbedingt neue Themen – wer schon mal einen Mittelalterroman, noch besser, mit medizinischem Bezug, gelesen hat, sollte zumindest grob wissen, was auf ihn zukommt. Dennoch schafft es Daniel Wolf auch hier, einen grundsoliden und spannenden historischen Schmöker zu erzählen.


    So kann ich auch hier meiner Bewertung treu bleiben und die Reihe um die Familie Fleury jedem, der historische Romane in Überlänge mag, die aber dennoch spannend zu lesen sind, bedenkenlos empfehlen.

  14. Cover des Buches Der Reisende (ISBN: 9783608981544)
    Ulrich Alexander Boschwitz

    Der Reisende

    (140)
    Aktuelle Rezension von: Pikamads

    Gerade weil es eine so authentische Geschichte ist, werden alle Emotionen bildgewaltig nähergebracht. Ich musste das Buch doch tatsächlich öfter aus der Hand legen, weil es einfach so überwältigend war. Das Wissen, dass die Behandlung der Menschen in Bezug auf Otto Silbermann in so vielen Fällen einfach so falsch ist und doch aus der damaligen Überzeugung heraus geschieht, macht es einfach umso bedrückender seinem Schicksal zu folgen.

  15. Cover des Buches Die Hand im Feuer (ISBN: B07N6DQX1H)
    Christine Ambrosius

    Die Hand im Feuer

    (9)
    Aktuelle Rezension von: maria61
    Ich find das Cover und der Klappentext sind gut aufeinander abgestimmt. 

    Die Autorin, Christine Ambrosius, hat einen flüssigen, interessanten und spannenden Schreibstil. Land und Charakteren sind gut recherchiert. Den einzelnen Charakteren wurden Leben eingehaucht.

    Die Höhen und Tiefen werden genau beschrieben, man ist der Meinung, man stehe bei dem Geschehen und erlebe alles mit.
    Der 30jährige Krieg mit all seinen brutalen Auseinandersetzungen stehen neben den Erlebnissen von Marie. Jeder ist seines Glückes Schmied, dieses Sprichwort wird hier bildhaft dargestellt. Als Frau aus dem Volk in dieser Zeit zu überleben, grenzt schon fast an ein Wunder. Aber auch als einzelner Soldat ist es nicht leicht zu überleben, vor allem nicht, wenn der Sold auf einmal ausbleibt.

    Ich fand es wunderbar, die Gedankengänge der Protagonistin “Marie” teilen zu dürfen, sie in jungen Jahren begleiten zu können, sie reifen zu sehen und sich in sie hineinzuversetzen. Wie man als junge Frau schon leiden musste, sich aufopfern musste und schlimme Dinge erleben musste.

    Eine klare Leseempfehlung.
  16. Cover des Buches The Miniaturist (ISBN: 9780062306845)
    Jessie Burton

    The Miniaturist

    (15)
    Aktuelle Rezension von: fastreader
    Great book about the secrets and hidden treasures of a merchant in Amsterdam in the early 17th (?) century.
  17. Cover des Buches Sonnensegeln (ISBN: 9783956390845)
    Marie Matisek

    Sonnensegeln

    (11)
    Aktuelle Rezension von: AnneMayaJannika

    Zum Inhalt:
    Marita ist von ihrem Vorgesetzten frustriert. In einer spontanen Aktion bewirbt sie ich auf eine Pflegestelle in Frankreich und kurz darauf befindet die sich schon in Grasse.
    Der "Pflegefall" und sein Sohn sind verschlossen. Nur die Haushälterin schließt Marita in ihr Herz. Und so verbringt Marita ein paar wunderbare Monate in Frankreich, aber irgendwann muss sie sich entscheiden, will sie zurück nach Husum oder bleiben?


    Die Sprecherin:
    Julia Fischer liest ruhig und angenehm. Man kann ihr gut folgen und man hört ihr gerne zu.


    Meine Meinung:
    Ich bin sehr froh, das ich mich für das Hörbuch entschieden habe. Ich lese recht viel und als die Geschichte um Marita so langsam in Schwung kam und dann die Geschichte des Husumer Walfängers erzählt wurde, ist mir aufgefallen, das ich dazu nicht wirklich Lust gehabt hätte, das selbst zu lesen. Durch das Vorlesen plätscherte die Geschichte so vor sich hin.
    Zu dem Buch/Hörbuch selbst, bin ich durch das freundliche, warme Cover gekommen, was Lust auf Sommer in Südfrankreich macht.
  18. Cover des Buches Die Frauen der Familie Marquardt (ISBN: 9783442486533)
    Nora Elias

    Die Frauen der Familie Marquardt

    (23)
    Aktuelle Rezension von: san_allegra

    Mir hat das Buch ganz gut gefallen, wenn es auch bisher das schwächste war, was ich von Nora Elias gelesen habe.
    mir war es an einigen Stellen dann doch zu modern und weit hergeholt. Dass es in der damaligen Zeit starke Frauen gegeben hat, die sich in der Männerwelt durchgesetzt haben bezweifel ich gar nicht. Aber in dem Buch ist der Großteil der Frauen sehr emanzipiert und dies wird auch toleriert, das erscheint mir einfach etwas unglaubwürdig.

    Ansonsten hat mir das Buch aber sehr gut gefallen, die Geschichte ist spannend. Als Leser fiebert man mit den Charakteren mit und stellt Vermutungen an, wer bei dem ein oder anderen Geschehnis im Hintergrund die Fäden gezogen haben könnte.
    Außerdem erfährt man viel interessantes über Kaufhäuser und Konsum zur damaligen Zeit.

    Alles in allem also wirklich ein netter Roman.

  19. Cover des Buches Jahre des Schicksals (Töchter der Stürme-Reihe 1) (ISBN: B08QZTV9YM)
    Marie Caroline Bonnet

    Jahre des Schicksals (Töchter der Stürme-Reihe 1)

    (80)
    Aktuelle Rezension von: binchen79

    Das Cover ist mir gleich ins Auge gefallen, das finde ich sehr gelungen und es passt gut zur Story. 

    Der Schreibstil ist flüssig und man findet gut in die Geschichte. Es ist alles gut beschrieben, so dass man sich als Leser auch alles sehr gut vorstellen und in die Geschichte abtauchen kann. 

    Definitiv eine gute Lektüre für zwischendurch.

  20. Cover des Buches Das Testament des Herrn Napumoceno (ISBN: 9783293308633)
  21. Cover des Buches Dead Eyes - Der Fluch der Maske (ISBN: 9783845803753)
    Chris Priestley

    Dead Eyes - Der Fluch der Maske

    (72)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost
    Ein kurzer, aber guter Ausflug in die fantastische Welt von Amsterdam. Die goldenen Zeiten waren gar nicht so golden.

    Der erste Satz:
    „Das Flugzeug tauchte aus strahlendem Sonnenschein in dichte graue Wolken.“

    Der letzte Satz:
    „Er riss ihn auf, und dort, unbeschadet, mit starrem Blick, lag die Maske und sah ihn an.“

    Fazit:
    Wenn man so will, dann war dieses Büchlein ein kleiner, aber doch sehr unterhaltsamer Happen zwischendurch. Mit gerade mal 123 Seiten habe ich nicht mal einen Tag gebraucht, um alles gelesen zu haben. Aber dafür war die Story auch unheimlich fesselnd. Mystik, Rätsel, Geschichte und viel Wissenswertes über Amsterdam. 
    Vom Cover her, hatte ich etwas mit Vampiren oder Dämonen erwartet. Auch der Titel verspricht ja erst einmal so etwas in der Richtung. Am Ende war es dann aber ein Jugendbuch. Ein sehr gut geschriebenes Jugendbuch. Zwar leicht Kost, weil einfach geschrieben, aber dafür unheimlich interessant. Der Autor hat es gekonnt geschafft, tatsächliche geschichtliche Begebenheiten mit Fantastik zu mixen. Und so schnell wird aus einer überteuert erscheinenden Maske, vom Trödel, plötzlich ein magisch angehauchter Gegenstand, der seinen jungen Käufer ganz schön durcheinander bringt. Selbst ich konnte dann irgendwann gar nicht mehr unterscheiden, ob das denn möglich war, oder auch nicht. - Fest steht jedenfalls, dass das Schicksal, dieses kleinen Mädchens durchaus möglich sein kann. 
    Ich hatte jedenfalls ein fantastisches Kopfkino vor Augen. Die Figuren waren über die komplette Story bei mir. Ich habe den Protagonisten gesehen, den ich anfangs für ein Mädchen gehalten habe, bis das Geschlecht gelüftet war. Dann hatte ich den Vater vor Augen, der geschäftlich voran kommen wollte, auf der anderen Seite aber auch seinen Sohn nicht im Stich lassen konnte. Und dann diesen Dirk, diesen Fiesling. Eine linke Bazille, der ich im wahren Leben auch nicht begegnen wollte. Das ist so eine Sorte Mensch, die die Welt mal echt nicht braucht. - Kurz gesagt, ich war begeistert.
    Ja, ein Jugendbuch. Das merkt man schon irgendwie am Schreibstil. Es war halt eben alles einfach gehalten, leicht erklärt und insgesamt eine recht leichte Kost. Aber das hat das Buch eben auch zu einer super Feierabendlektüre gemacht. Und trotzdem habe ich eine ganze Menge über Amsterdam gelernt. Ok, das ist wahrscheinlich Wissen, das ich wohl nie brauchen werde, aber das macht doch ein gutes Buch aus. Man fühlt sich unterhalten und hat noch einen gewissen Lerneffekt. - Das hat geklappt, würde ich mal sagen.
    Doch, eine kurze und knackige, aber sehr lesenswerte Story. Hat mir super gefallen!!!

    Jap, auf jeden Fall spreche ich hier eine Lese Empfehlung aus. Es ist vollkommen egal, für welche Zielgruppe das Buch mal gedacht war. Die Story ist einfach nur super. Ich habe mich jedenfalls super gut unterhalten gefühlt und hatte es dem entsprechend schnell durch. Es ist leichte Unterhaltung für zwischendurch. Tut euch das ruhig mal an. Einen Fehler macht ihr nicht. 

    (Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)
  22. Cover des Buches Tulpenfieber (ISBN: 9783458361701)
    Deborah Moggach

    Tulpenfieber

    (47)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010

    In Amsterdam im Jahr 1636 heiratet die junge Sophia den reichen Cornelius, nachdem dessen Frau und Kinder verstorben sind. Der dreißig Jahre ältere Witwer liebst seine hübsche Sophia über alles.

     

    Jan van Loos soll von den beiden ein Portrait malen. Die junge Sophia hat es ihm angetan.

    Auch für Sophia ist das eine wahre Abwechslung. Langweilt sie sich sonst in diesem Haushalt zu Tode.

    Den einzigen engen Kontakt hat sie zu ihrem Hausmädchen Maria, die sich unsterblich in den Fischhändler Willem verliebt hat und der ihr eines Abends einen Heiratsantrag macht.

     

    Während Sophia mit dem Maler eine Affäre beginnt, wird Maria unerwartet schwanger. Doch ihr Verlobter Willem ist verschwunden. Sophia sieht in der Schwangerschaft die Lösung all ihrer Probleme, während Maria darin das Ende ihres Lebens sieht.

    Jan und Sophia spinnen ein Netz aus Lug und Betrug und das auf dem Höhepunkt des Tulpenfiebers. Obwohl Jan mit seiner Malerei nicht schlecht verdient, reicht es nicht, um ihren Plan vollständig in die Tat umzusetzen. Die beiden setzen somit alles auf eine ganz besondere Tulpenzwiebel.

     

    Deborah Moggach weckt mit ihrer Geschichte Begierde, Verrat und Vergeltung in den Menschen. Jan, der vor verzweifelter Liebe zu Sophia den Kopf und somit alles andere verliert, zeigt uns, wie machtvoll Liebe sein kann. Mir persönlich war die Geschichte zu sehr vorhersehbar und zu kurzweilig. Für so viel Verrat hätte ich mir tatsächlich etwas mehr Dramatik am Ende gewünscht.

  23. Cover des Buches Das Fräulein mit dem karierten Koffer (ISBN: 9783596700493)
    Claudia Kaufmann

    Das Fräulein mit dem karierten Koffer

    (33)
    Aktuelle Rezension von: karin66

    Das Buch hat mich sofort auf Grund des Covers und des Titels angesprochen. Lässt doch beides auf einen unterhaltsamen Roman hoffen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen.

    Von der Autorin habe ich bis jetzt noch nichts gelesen.

    Die einzelnen Personen sind mit Bedacht ausgewählt und mit entsprechenden Eigenschaften versehen.

    Zur Geschichte, Sabine wächst bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater unter sehr strengen Verhältnissen auf. Auch ihr Chef ist übergriffig und Sabine träumt von der großen Freiheit. Als sie sich dann in den schicken, reichen Michael verliebt und dieser sie begehrt, scheinen sich ihre kühnsten Träume zu erfüllen. Sie bekommt eine neue Arbeitsstelle und fühlt sich gut. Doch ob das alles so bleibt, oder Schwierigkeiten kommen, wird an dieser Stelle nicht verraten, damit die Spannung erhalten bleibt. 

    Das Buch bedient viele Klischees, wie z. B.  die Rolle der Frau, die verschiedene Klassengesellschaft und einiges mehr.

    Das Buch hat mich hervorragend unterhalten und mir eine kurzweilige Lesezeit beschert. Ich empfehle es gerne weiter.

  24. Cover des Buches Das Handelshaus (ISBN: 9783499274435)
    Axel S. Meyer

    Das Handelshaus

    (34)
    Aktuelle Rezension von: Viv29

    Bei „Das Handelshaus“ hat mich das ausgesprochen gelungene Titelbild (welch erfreuliche Abwechslung vom öden Einheitsbrei der ewig gleichen 08/15 „Frau vor Gebäude“-Titelbilder!) sofort angesprochen. Auch der Klappentext klang vielversprechend – ein bedeutendes Handelshaus wird vom Untergang bedroht, dazu familieninterne Konflikte und das Ganze vor dem Hintergrund des 16. Jahrhunderts. Leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen.

    Es beginnt mit einem spannenden und eindringlichen Rückblick in die Kindheit der Loytz-Brüder. Hier schon haben mir die historischen Details gefallen und auch der Einblick in die Familiendynamik war gelungen. Nach dem Rückblick geht die Geschichte dann erst mal recht geruhsam los, hier begegnen uns die Loytz-Brüder als erwachsene Männer. So richtig lernen wir sie leider im Laufe des Buches nicht kennen, die Charakterentwicklung ging mir allgemein nicht tief genug. Während uns der mittlere Bruder Stephan allmählich vertrauter wird, bleibt der jüngste Bruder eine Randerscheinung, kommt über weite Strecken gar nicht vor, so daß es etwas seltsam anmutet, als er im letzten Teil des Buches plötzlich eine größere Rolle einnimmt. Der älteste Bruder bietet in seiner verstörenden Art viel Potential, welches aber nicht ausgeschöpft wird, so daß spätere Entwicklungen befremdlich wirken. Die Großmutter wird zwar ständig erwähnt, bleibt aber nahezu eigenschaftslos. Vielleicht ist diese nicht so sorgfältige Charakterzeichnung mit ein Grund, daß Handlungen und Entscheidungen der Charaktere häufig nicht ganz nachvollziehbar sind, auch wenn sie uns gerne weitschweifig erklärt werden.

    Das erste Drittel des Buches ist fast episodisch, gerade am Anfang wechseln Schauplätze und Perspektiven so oft, daß ich keinen richtigen Bezug zu der Geschichte aufbauen konnte. Der Mittelteil ist dann fokussierter und widmet sich auch dem Kernthema mehr. Hier habe ich gebannt und mit Freude gelesen. Dann dreht der Autor plötzlich auf und das so plötzlich und extrem, daß es mir zu viel war. Die Geschichte wurde mit einem Mal viel zu übertrieben und ab da verlor ich die Leselust, so daß mir der Ausgang schließlich egal war. Insofern konnte die Geschichte mich ebenfalls nicht überzeugen. Am besten war sie, wenn sie sich auf die alltäglichen Gegebenheiten des Handelslebens und die Familiendynamik konzentrierte.

    Der Schreibstil ist leicht zu lesen. Ein wenig amüsiert hat mich die Tendenz, viele neue Abschnitte erst mal mit einem Wetterbericht zu beginnen. Absolut lobenswert ist die historische Recherche – hier habe ich eine ganze Menge gelernt und meistens war das Wissen gut eingearbeitet. Leider erstreckte sich das nicht auf die Dialoge. Nun müssen diese nicht künstlich auf altertümlich getrimmt sein, das wirkt oft eher lächerlich. Aber ein wenig Gefühl für die Zeit sollten sie schon vermitteln und moderne Ausdrücke wie „das kann er vergessen“ o.ä. sind in einem im 16. Jahrhundert spielenden Buch fehl am Platz. Die Dialoge haben mich meistens ziemlich aus der Epoche rausgerissen, was gerade angesichts der sorgfältigen historischen Hintergrundinformationen schade ist. Ebenfalls gestört haben mich die häufigen Wiederholungen und Erklärungen des Offensichtlichen.

    So widmet sich „Das Handelshaus“ einem interessanten Thema, welches uns sorgfältig recherchiert geschildert wird und zu dem der Autor sich viel hat einfallen lassen – vielleicht etwas zu viel. Leider wurde es für meinen Geschmack aber nicht überzeugend präsentiert.

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