Bücher mit dem Tag "kaufmann"

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100 Bücher

  1. Cover des Buches Das Salz der Erde (ISBN: 9783442479474)
    Daniel Wolf

    Das Salz der Erde

     (306)
    Aktuelle Rezension von: Wolfhound

    Michel de Fleury ist ein junger aufstrebender Kaufmann, der eigentlich bzw. vermeintlich ein gutes und erfolgreiches Leben vor sich hat. Doch es werden ihm sowohl beruflich als auch privat einige Steine in den Weg gelegt. Einige liegen nicht in seiner Macht, einige sind selbstgemachtes Leid. Dennoch schafft er es immer wieder, irgendwie eine Lösung zu finden.

    Es geht wie so häufig um den Kampf Gut gegen Böse, wobei hier die Kaufleute im Großen und Ganzen die Guten, Adel und Klerus die Bösen sind. Dennoch gibt es auch kleinere Abstufungen. So ist nicht jeder Kaufmann das Wahre und es gibt Fehden untereinander, auch innerhalb der Gilde, natürlich von Adel und Klerus ordentlich befeuert, aber auch dort sind nicht alles schwarze Schafe. So spiegelt die Bevölkerung Varennes im Großen und Ganzen eine gewöhnliche Bevölkerungsstruktur in einer größeren Stadt wider.

    Aber ich habe auch ein paar Kritikpunkte. So hat das Buch gerade auch in der ersten Hälfte einige Längen, in denen nicht wirklich viel passiert. Auch das Salzthema ist mir leider viel zu kurz gekommen. Auch wenn es Titelgebend ist, so ist es eher eine Randerscheinung und könnte durch jede andere Ware ausgetauscht werden. Es geht mehr um den Handel als solches und die damit verbundenen politischen Querelen in Varennes als um das Salz selbst.

    Dennoch konnte das Buch mich unterhalten , was auch dem flüssigen und tollen Schreibstil von Daniel Wolf geschuldet ist.

  2. Cover des Buches Das Licht der Welt (ISBN: 9783442480500)
    Daniel Wolf

    Das Licht der Welt

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Natilovetolino

    Der zweite Teil der Fleury Saga und meiner Meinung nach der beste.

    Michel ist mittlerweile Bürgermeister und hat die Stadt Varennes-Saint-Jaques zu Frieden und Wohlstand gebracht. Sein nächstes grosses Ziel,einen jährlichen grossen Markt in Varennes.

    Sein Sohn Remy ist Buchmacher und verfolgt einen anderen Traum; Eine Schule wo jedermann lesen und schreiben lernen kann,und somit eine bessere Zukunft für die Bürger von Varennes.

    Doch beide müssen sich gegen mächtige Feinde behaupten, allen voran dem Ratsherrn Anseau Lefèvre der die ganze Familie Fleury vernichten will...

    Meine Meinung

    Nach dem ersten Teil hat mich Daniel Wolf zum zweiten mal begeistert.

    Schon bei den ersten Seiten war ich direkt in der Geschichte angekommen und konnte kaum aufhören zu lesen..

    Ich habe im ersten Teil Michel Fleury doch ziemlich ins Herz geschlossen und freute mich umso mehr, das er im zweiten Teil doch auch rege an der Geschichte mitwirkt. 

    Sehr gut gefallen hat mir das Zusammenspiel von Vater und Sohn ,die trotz Unterschieden und Streitereien immer wieder zueinander finden.

    Ganz Schlimm fand ich Anseau Lefèvre, ein ekelhafter Mensch mit düsteren Neigungen..Ich habe ihn verabscheut und irgendwann auch gehasst für seine Taten.

    Alles in allem ist das Buch durchgehend spannend und flüssig zu lesen. Ich hätte mir auch nach Band fünf noch eine Fortsetzung gewünscht aber irgendwann muss eben Schluss sein.

    Für Leser von Mittelalter Romanen eine absolute Leseempfehlung




  3. Cover des Buches In einer kleinen Stadt (Needful Things) (ISBN: 9783453433991)
    Stephen King

    In einer kleinen Stadt (Needful Things)

     (593)
    Aktuelle Rezension von: carolin-jethon

    Diese Hammerstory mit so vielen und toll ausgearbeiteten Figuren, dass ich fast selbst das Gefühl hatte, in Castle Rock zu sein, plus das geniale Ende plus all die tollen Anspielungen auf die anderen King-Geschichten insbesondere auf "Cujo" machen "In einer kleinen Stadt" zu einem Erlebnis der besonderen Art. Es gehört definitiv mit zu Stephys besten Büchern und mit Leland Gaunt bleibt einer der besten Bösewichte aller Zeiten in Erinnerung!

  4. Cover des Buches Der Hexenschöffe (ISBN: 9783499268007)
    Petra Schier

    Der Hexenschöffe

     (88)
    Aktuelle Rezension von: LaDragonia

    Klappentext:

    EIN WAHRE GESCHICHTE AUS DUNKLER ZEIT

    Anno 1636 ist ganz Deutschland vom Hexenwahn ergriffen. Schon einige Jahre zuvor traf es auch das beschauliche Rheinbach – eine Zeit, an die sich keiner gern erinnert. Und nun hat der Kurfürst den Hexencommissarius erneut in die Stadt beordert.

    Hermann Löher, Kaufmann und jüngster Schöffe am Rheinbacher Gericht, hat Angst um Frau und Kinder. Sein Weib Kunigunde gehört zur „versengten Art“: Angehörige ihrer Familie wurden damals dem Feuer überantwortet. Löher glaubt nicht an Hexerei und an die Schuld derer, die vor Jahren den Flammen zum Opfer fielen. Eine gefährliche Einstellung in diesen Zeiten.

    Als die Verhaftungswelle auch auf Freunde übergreift, schweigt der Schöffe nicht länger. Und schon bald beginnt für ihn und seine Frau ein Kampf gegen Mächte, die weit schlimmer sind als das, was man den Hexen vorwirft …


    Meine Meinung:

    Erstklassig geschrieben und recherchiert lässt mich die Autorin Petra Schier wirklich so richtig schön in das Rheinbach des 17. Jahrhunderts eintauchen. Da ich nicht weit von Rheinbach weg wohne und den Ort somit auch kenne, hat manches natürlich auch so einigen Wiedererkennungswert, so das dieser auch noch zusätzlich zu einem wirklich grandiosen Leseerlebnis beträgt.

    Ich kenne mittlerweile fast alle Bücher der Autorin und bin ein absoluter Fan ihrer Adelina Reihe, die alle im mittelalterlichen Köln spielen. Aber Hermann Löher und seine mutige und liebenswerte Familie haben es mir wirklich auch angetan. Ich war richtig enttäuscht, als ich die letzte Seite gelesen habe, das es jetzt leider nicht weiter geht. Da hätte ich wirklich noch so manche weitere Lesestunde mit verbringen können.

    Aber dann werde ich mich eben bald ins nächste Abenteuer der Autorin stürzen, die ja zu meinem Glück in regelmäßigen Abständen neue tolle historische Romane auf den Markt bringt.

  5. Cover des Buches Sturm über Rosefield Hall (ISBN: 9783442482146)
    Julie Leuze

    Sturm über Rosefield Hall

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee
    England 1913: Ruby Compton, Tochter eines Lords, wurde dazu erzogen, den Mann zu heiraten, den ihre Eltern für sie anhand von Ansehen, Adelstitel und Geld empfehlen. Doch in Ruby regt sich Widerwillen gegenüber den Lords, die ihr den Hof machen. Bei einem Ausritt trifft sie den geheimnisvollen Mr Brown, den es aus London aufs Land verschlagen hat, da seine Schwester Alice gesundheitlich und psychisch angeschlagen ist.
    Welche Geheimnisse verbergen die Geschwister?

    Rubys Lieblingsbruder Edward kommt mit zwei afrikanischen Dienern aus Gambia zu Besuch. Auch er spielt den Eltern und seinem älteren Bruder Basil nur etwas vor.

    Im Dienstbotentrakt geht es Hausmädchen Florence nicht anders. Mit Rubys Unterstützung beginnt sie, Selbstbestimmung und Emanzipation zu entdecken.

    „Sturm über Rosefield Hall“ war eine positive Überraschung für mich. Erwartet von Titel und Cover her hatte ich einen historischen Roman, der eine Liebesgeschichte beinhaltet und ein wenig „Downton Abbey“-Flair und das war's. Julie Leuzes Werk ist aber viel mehr. Ein feministischer Roman, wenn ich so sagen darf, ganz positiv behaftet.
    Drei Frauen emanzipieren sich in diesem Roman von althergebrachtem Gedankengut, von Männern, Eltern, Geschwistern oder allgemein dem Korsett, in das sie die Gesellschaft des frühen 20. Jahrhunderts gepresst hat.

    Nicht nur das neue Jahrhundert ist in diesem Roman im Aufbruch, zudem werden die Normen und Werte, die noch aus dem 19. Jahrhundert stammen, von mutigen jungen Menschen hinterfragt. Und es ist historisch belegt, dass die Umwälzungen , die er Erste Weltkrieg mit sich brachte, diesen Aufbruch in die Moderne beschleunigt haben.
    In „Sturm üner Rosefield Hall“ ist ein Krieg für die Charaktere aber in weiter Ferne. Nur der Leser weiß die Andeutungen zu schätzen.

    Ich freue mich darüber, dass die Autorin auch das Thema Homosexualität anspricht.
    Der Grund für Alices Verfassung und der Konflikt mit ihrer Mutter war mir bereits vor der Hälfte klar, trotzdem habe ich noch viel über das Thema gelernt. In „Downton Abbey“ z.B. wurde dieses nämlich eher ignoriert.
    Auch anderes Gedankengut aus jener Zeit hat Julie Leuze integriert, ebenfalls plausibel und gut recherchiert.

    Mein einziger, kleiner Kritikpunkt ist, dass die Frauen ihre anerzogenen Normen sehr schnell hinter sich lassen konnten. Ich weiß nicht, wie realistisch das ist. Aber das war auch schon alles.

    Gute Unterhaltung, die über eine simple Liebesgeschichte hinausgeht, auch als historischer Roman interessant, das ist „Sturm über Rosefield Hall“. Leseempfehlung!
  6. Cover des Buches Der König der purpurnen Stadt (ISBN: 9783404152186)
    Rebecca Gablé

    Der König der purpurnen Stadt

     (587)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Im Jahr 2002 erschien der Roman "Der König der purpurnen Stadt" von der Königin der historischen Romane Rebecca Gablé im Bastei Lübbe Verlag.


    London im Jahr 1330: Nach dem Tod seiner Mutter geht der achtzehnjährige Jonah Durham bei seinem Cousin Rupert in dessen Tuchladen in die Lehre. Dort hat er einen schweren Stand, denn Rupert ist gewalttätig und zu Jonah oft ungerecht. Einzig seine Großmutter Cecilia schenkt ihm etwas Zuneigung. Jonah möchte ein erfolgreicher Tuchhändlerwerden, doch dazu muss er in der elitären Londoner Tuchhändlergilde aufgenommen werden. Als er König Edward und seiner Frau, Königin Philippa begegnet, kommt er seinem Traum näher. Er wird Hoflieferant und der jüngste Kaufmann in der Gilde. Gemeinsam mit Königin Philippa revolutioniert er den Londoner Tuchhandel. Mit seinem Erfolg erntet er auch Neid und wird zum Opfer von Intrigen.

    Diesen historischen Roman lässt die Autorin wieder im Mittelalter in England spielen, doch dieses Mal ist kein Adliger der Protagonist, sondern ein Kaufmann und Wollhändler aus London. Jonah Durham ist eine Figur, mit der man sich auf eine abenteuerliche Reise machen kann, denn sein Erfolg im Beruf, sein Aufstieg in die elitäre Tuchhändlergilde ist seinen Neidern ein Dorn im Auge. Er muss einiges einstecken, bis er diesen Aufstieg geschafft hat und auch danach hat er einige Feinde. Seine Liebe zur Königin Philippa macht die Sachen um einiges schwerer als es schon der Fall ist.


    Auch dieser Roman ist der Autorin wunderbar gelungen, das London des 14. Jahrhunderts und das damalige Kaufmannsleben zeichnet sich als Kopfkino ab und die Hauptfigur Jonah hat mit seinem Lebenswandel einige Intrigen und Abenteuer zu bestehen, die mit Liebe, Leid und Freud beim Leser für gute Unterhaltung sorgen.


    Es entsteht ein guter Einblick in die Gebräuche der Zünfte und Gilden und das Leben des Mittelstands wird hier authentisch nachempfunden. Aus dieser Sicht hat man eine neue Perspektive auf die Adelsherren, den König und die Ritter und lernt die politische und gesellschaftliche Struktur Londons kennen.

    Anhand einiger weiblicher Charaktere verdeutlicht die Autorin gezielt die Rolle der Frau im Mittelalter mit ihrer unterwürfigen Stellung, sie zeigt die vorherrschende Gewalt und Unterdrückung, jedoch ohne diese Rolle zu stark zu dramatisieren. Die Darstellung von Königin Philippa gefällt mir ausgesprochen gut, denn sie weiß sich trotz der Abhängigkeit von ihrem Mann durchaus geschickt und mit intelligenten Schachzügen zu wehren und ihre Interessen durchzusetzen.

    Es ist die Kunst der Autorin, ihren Charakteren Leben einzuhauchen und man kann sich gut in die Figuren hineinversetzten und ihr Handeln nachvollziehen, wenn auch nicht billigen. Mir erschien die Hauptfigur Jonah mit seinen negativen Zügen zwar nicht unbedingt als Sympathieträger, doch er wird damit auch glaubhaft. Gegen die anderen Romane fehlt es der Geschichte insgesamt ein wenig an Spannung.

    Doch auch dieser Roman ist wieder gut recherchiert und hat reichlich Unterhaltungspotential.
    Obwohl hier einige Figuren aus anderen Bänden eingebunden werden, ist dieser Roman eine eigenständige Geschichte.

    Am Ende lösen sich die Intrigen und Bosheiten von Jonahs Neidern und Gegner in Wohlgefallen auf, was einem Roman dieser Art einen guten Abschluss verpasst.


    In diesem Roman taucht Rebecca Gablé ins Tuchhändler-Milieu ein und bringt mit stimmiger Hintergrund-Zeichnung eine interssante Geschichte zu Papier, die mit ihren bisherigen Romanen vielleicht nicht ganz mithalten kann, aber dennoch für gute Leseunterhaltung sorgt.

  7. Cover des Buches Die letzte Reise der Meerjungfrau (ISBN: 9783431040821)
    Imogen Hermes Gowar

    Die letzte Reise der Meerjungfrau

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Aischa

    So wie der Schutzumschlag, so ist auch die Erzählung, die sich zwischen den Buchdeckeln verbirgt: glänzend, schillernd, verschnörkelt und zauberhaft, mit ganz eigener Ästhetik und Ausdruckskraft.

    Imogen Hermes Gowar, Archäologin, Anthropologin und Kunsthistorikerin, ist mit diesem Roman ein zu Recht preisgekröntes Debüt als Schriftstellerin gelungen. 

    Sie nimmt uns mit auf eine Reise ins London des späten 18. Jahrhunderts. Kaufmann Jonah Hancock kommt - wie der Untertitel bereits ankündigt - quasi über Nacht zu Reichtum und Ruhm. Der sensationelle Erwerb einer unglaublichen Rarität, einer echten Meerjungfrau, ändert sein Leben schlagartig. Und auch er selbst verändert sich, er wird vom eigenbrötlerischen ewigen Junggesellen zum späten Ehemann, mit dem wachsenden Besitz wachsen auch die Begehrlichkeiten.

    Gowar ist ein beeindruckender Genremix gelungen, das Buch ist ein Gesellschafts- und Historienroman über das viktorianische London, sie entwickelt großartige Psychogramme ihrer Protagonisten, die Geschichte ist ein Sittengemälde, gewürzt mit einem Schuss Mystik. Es geht um große Themen, um Leidenschaft und Liebe, Träume, Enttäuschungen und immer wieder: um das Streben nach mehr.

    Die Autorin spielt ihre schriftstellerische Klaviatur virtuos. Oftmals entstehen leise, zarte Töne, dann wieder setzt sie zu einem gewaltigen Fortissimo an, das einen völlig in die geschilderte Szenerie eintauchen lässt. Ich hatte einen wirklich sinnlichen Lesegenuss, sah förmlich einen Film ablaufen und schmeckte und roch Beschriebenes. 

    Einen kreativen Einfall stellen kurze mit der Grafik einer Jakobsmuschel gekennzeichnete Einschübe dar, die Gedanken der Meerjungfrau wiedergeben, in ganz eigener Sprache. Überhaupt ist die Sprache eine der ganz großen Stärken dieses Romans. Gowar schreibt, als wäre sie vor gut zweihundert Jahren aufgewachsen, man taucht auch dadurch wunderbar in die Epoche der Handlung ein.

    Für mich eines der Lesehighlights 2019!

  8. Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783960550907)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Nathan der Weise

     (1.106)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Gotthold Ephraim Lessing, einer der bedeutendsten Schriftsteller der Aufklärung und des Humanismus hat mit diesem Drama ein Lehrgedicht verfasst, welches bis in die heutige Zeit an Aktualität nicht verloren hat.


    Die Figuren verkörpern Intoleranz, Fanatismus, politische Herrschaftsansprüche und werden durch Nathan den Weisen auf den Weg des Menschseins geführt. Dies gelingt ihm nicht durch moralisierendes Lehren sondern durch vorbildliche Taten. Durch subjektives Handeln und nicht durch schriftliche Bekenntnisse oder den Verweis auf die Bibel soll der Mensch seine Pflicht erfüllen, sich vor Gott und den Menschen beliebt zu machen. Die echte Religion findet sich im Herzen der Menschen und nicht in den Texten. Dies zu verdeutlichen, hilft das Kernstück des Textes: die Ringparabel. Die friedlich-tolerante Koexistenz der drei grossen Religionen und die Frage nach der Wahrheit stehen dabei im Zentrum.


    Das Theaterstück ist im Blankvers geschrieben, der nach anfänglicher Gewöhnungszeit sehr schön zu lesen ist. Es empfiehlt sich, auch das Bühnenstück zu sehen, um den Klang der Sprache noch mehr zu verinnerlichen.

  9. Cover des Buches Die Gabe des Himmels (ISBN: 9783442483198)
    Daniel Wolf

    Die Gabe des Himmels

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Hikari51

    Auch in diesem Band führt uns eine spannende Handlung die Probleme der Zeit, des beginnenden 14. Jh, vor Augen. Die Zünfte begehren gegen die Übermacht der Patrizier auf. Die Medizin steckt in den Theorien der Antike fest. Viele Oberen der Kirche sind vom "rechten Weg" abgekommen. Die Pest zieht durch das Land und spitzt die Situation zu. Die Angst sucht Schuldige, sucht ein Ventil. Machthungrige nutzen die Situation und schüren den Hass gegen die jüdische Gemeinde. In Vielen Regionen Europas kommt es zu Progromen. Im Ort des Geschehens können diese gerade noch vermieden werden.

  10. Cover des Buches Schwarzer Mann (ISBN: 9783426516485)
    Daniel Holbe

    Schwarzer Mann

     (45)
    Aktuelle Rezension von: NicoleP
    Die Kommissare Sabine Kaufmann und Ralph Angersbach bekommen es mit einem seltsamen Fall zu tun. An einem alten Galgen wird eine Leiche gefunden. Sie hängt mit dem Kopf nach unten am Seil. Anfangs sieht alles nach einer Standardermittlung aus, doch je mehr von der Vergangenheit des Opfers enthüllt wird, desto komplizierter wird es – und der Täter hat sein Werk noch nicht vollendet.

    Es ist der zweite Fall des Ermittlerteams Kaufmann/Angersbach. Zum ersten Fall gibt es viele Andeutungen, daher sollten die Romane in der entsprechenden Reihenfolge gelesen werden. Der Fall selbst hat keine Verbindung zu dem vorherigen Roman.

    In „Schwarzer Mann“ bekommen es die Ermittler mit merkwürdigen Hinweisen auf den Täter zu tun. Motiv und Täter bleiben lange unklar, der Leser kann dadurch selbst gut „mitermitteln“. Spannend ist die Geschichte von Beginn an.

    Autor Daniel Holbe erfüllt alle Kriterien, die Krimi- und Thriller-Fans erwarten. Der Schreibstil ist gut. Die Figuren waren mir von Beginn an sympathisch. Sie sind ausgereift und harmonisieren miteinander. Ein spannender Roman, der mit wenig Gewalt und Blutvergießen auskommt. Interessante Wendungen halten den Leser am Buch.

    Weitere Rezensionen gibt es unter www.nicole-plath.de
  11. Cover des Buches Dornengrab (ISBN: 9783746005935)
    Aikaterini Maria Schlösser

    Dornengrab

     (58)
    Aktuelle Rezension von: katy_and_her_books

    Hallo Leseeulen,


    meine erste historische Misterynovelle und mein zweites Buch der Autorin. 

    Dieses Buch ist perfekt für Zwischendurch, man ist in einem Rutsch durch und kommt gar nicht raus aus der Geschichte, man will einfach dran bleiben und verfolgen was passiert. Mir hat die Story gut gefallen. Alles war sehr detailliert beschrieben, somit konnte man sich alles wirklich gut vorstellen.

    Im Verlauf des Buches verliert die Hauptfigur langsam seinen Verstand und wird paranoid. Er sieht hinter Allem und Jedem Gefahr. Doch ist es real oder bildet er sich das alles nur ein?! 

    Es packt einen und man wartet auf das nächste weiße Rosenblatt, ohne zu wissen woher es auftauchen wird. Der Tiefgang der Gefühle, sowie die Beschreibung des Wahns sind der Autorin wirklich gut gelungen. Auf jeden Fall eine empfehlenswerte Geschichte für jeden der Spannung mag.

    Ich wünsche allen Lesern viel Spaß.

    Für mich wird es ganz klar nicht das letzte Buch von Aikaterini bleiben. 


    Eure Katy

  12. Cover des Buches Die Tote in der Henkersgasse (ISBN: 9783499276545)
    Astrid Fritz

    Die Tote in der Henkersgasse

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Klusi

    Auf Serafinas den fünften Fall habe ich mich sehr gefreut, denn ich finde die Protagonistin sehr sympathisch. Die ehemalige Begine ist inzwischen glücklich mit Adalbert Achaz, dem Freiburger Stadtarzt, verheiratet. Das Eheleben hält sie jedoch nicht davon ab, ihre Nase auch weiterhin in zwielichtige Angelegenheiten zu stecken, wenn sie ein Verbrechen vermutet. Als Achaz mitten in der Nacht zu einer Toten gerufen wird, die der Nachtwächter in der Henkersgasse aufgefunden hat, gelingt es ihm anschließend nicht, die Einzelheiten vor seiner Frau zu verbergen, und Serafina wird gleich hellhörig, als sie von den genaueren Umständen erfährt. Es stellt sich heraus, dass es sich bei der Toten um die junge Gattin eines reichen Kaufmanns aus Waldkirch handelt. Sie wundert sich, wie eine junge Frau mitten in der Nacht allein nach Freiburg kommt, noch dazu in so eine düstere Gegend. Kurz entschlossen macht sie sich eigenmächtig an Nachforschungen. Dabei hat sie eigentlich gerade ganz andere Sorgen, denn der miesepetrige Stadtapotheker macht ihr das Leben wegen ihrer Armenapotheke schwer, und dann taucht auch noch ihr Bruder auf, den sie seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat und von dem sie sich damals nicht gerade freundschaftlich getrennt hatte. Was sie nun mit ihm erlebt, trägt nicht gerade zu einem besseren Verhältnis bei, denn Peter Stadler hat sich verändert, und Serafina weiß nicht, wie sie ihn einschätzen soll.

    Es gibt also wieder allerhand Turbulenzen in Serafinas Leben, und wie gewohnt, ist auch diese fünfte Folge wieder äußerst kurzweilig und fesselnd. Die Charaktere sind alle sehr lebendig dargestellt. Viele von ihnen, besonders die Beginen, bei denen Serafina bis zu ihrer Heirat gelebt hat, kennt man ja bereits, wenn man die Reihe schon von Anfang an verfolgt. Grundsätzlich bauen die Bände chronologisch aufeinander auf, und wer Serafina bereits seit ihrem ersten Fall begleitet, kennt ihre Vorgeschichte. Was man für die aktuelle Handlung aus früheren Zeiten wissen muss, erfährt man aber durch geschickt gemachte kleine Rückblicke, so dass man weiß, worum es geht und auch die Hintergründe erfassen kann. Gerade durch das Wiedersehen mit ihrem Bruder kommen bei Serafina natürlich Erinnerungen hoch, an denen wir Leser teilhaben. Da es in jedem Band um einen eigenen Kriminalfall geht, der auch am Ende abgeschlossen wird, kann man jedes der Bücher auch gut für sich lesen. Astrid Fritz ist es wieder einmal gelungen, mich zu fesseln und per gedanklicher Zeitreise ins mittelalterliche Freiburg zu versetzen. Es ist äußerst unterhaltsam und spannend, Serafina bei ihren Recherchen zu begleiten, und über ihren Einfallsreichtum, wie sie zu den gewünschten Informationen kommt, musste ich oft schmunzeln, ebenso über manchen Dialog mit ihrem Ehemann, der seine liebe Mühe hat, Serafina zu beschützen und von unüberlegten Alleingängen abzuhalten. Aber diesmal ist er selbst etwas leichtsinnig, mit ungeahnten Folgen. Das Verhältnis der Eheleute Achaz ist sehr innig, und nach einem unangenehmen Zwischenfall versorgt Serafina ihren Mann mit Hingabe. Auch die alte Magd Irmla, die schon seit vielen Jahren treu ihren Dienst im Hause Achaz tut und sich nach außen hin oft mürrisch gibt, zeigt sich diesmal von ihrer besten Seite.

    Serafinas Bruder Peter hat mich oftmals irritiert, denn er ist sehr unberechenbar und wankelmütig in seinem Verhalten, und so manche Wendung in diesem Handlungsstrang erschien mir etwas zweifelhaft. Dem Lesespaß tat das jedoch keinen Abbruch, und ich habe wieder einmal sehr schöne Lesestunden mit diesem historischen Krimi verbracht. Im Anhang gibt es ein Glossar mit besonderen Begriffen und ihren Erklärungen. Auch ein Nachwort der Autorin zu speziellen historischen Fakten des 15. Jahrhunderts rundet das Buch ab.

    Gleich am Anfang des Buches findet man ein ausführliches Personenverzeichnis, das ich jedoch erst abschließend gelesen habe, um mir, durch eventuelle Andeutungen, nicht selbst die Spannung zu nehmen. Aber die Personenbeschreibungen sind alle so geschickt formuliert, dass nichts Entscheidendes zum Handlungsverlauf vorab ausgeplaudert wird.

    Nur eines konnte ich dem Personenverzeichnis entnehmen, nämlich, dass es vermutlich weitere Bände mit Serafina und ihren Lieben geben wird, und darauf freue ich mich sehr.

  13. Cover des Buches Jonah - Der Aufstieg (ISBN: B00SNFBU9Y)
    Rebecca Gablé

    Jonah - Der Aufstieg

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Jayvanh

    Buchbeschreibung / Klappentext von Jonah – Der Aufstieg:

    London, um 1337. Jonah Durham ist zu einem der einflussreichsten Kaufmänner Englands aufgestiegen. Er ist Schiffseigner, Hoflieferant und Ritter der Königin. Außerdem ist er verliebt – und das ausgerechnet in Giselle, die Tochter seines größten Widersachers. Während König Edward drauf und dran ist, das Land durch einen Krieg gegen Frankreich in den Ruin zu treiben, schlägt Jonah seinem Konkurrenten William de la Pole einen Handel vor: Die Hand seiner Tochter gegen eine Geschäftsidee, um die finanziellen Probleme des Königs zu lösen. Doch dieser Handel erweist sich als folgenschwer. Und damit nicht genug: den finanziellen Bankrott vor Augen, verlangt auch noch König Edward nach ihm. Jonah soll an seiner Seite in den Krieg ziehen…

    Mit “Jonah – Der Aufstieg” präsentiert Audible Entertainment den zweiten Teil der ungekürzten Hörspiel-Trilogie des Bestsellers “Der König der purpurnen Stadt”. Die große Tuchhändler-Saga von Rebecca Gablé wurde als aufwändiges Hörspiel in 3 Teilen produziert und von Oliver Rohrbecks Lauscherlounge eindrucksvoll in Szene gesetzt.

    Wie schon bei “Jonah – Die Lehrjahre” ist auch im zweiten Teil die erste Riege der deutschen Sprecherszene vertreten: Neben Erzähler Detlef Bierstedt sind das u. a. Timmo Niesner (Jonah), Dorette Hugo (Giselle), Nicolas Artajo (Crispin), Marie-Isabel Walke (Annot), Ulrike Stürzbecher (Philippa), Norman Matt (Edward) und Stefan Kaminski (Waringham). Außerdem Oliver Siebeck, Vera Teltz, Uve Teschner, Elena Wilms, Reinhard Kuhnert, Greta Galisch, Erich Räuker, Robert Frank, Michael Iwannek und viele andere.

     

    Das Ergebnis ist ein Traum liebe Leser

    Es ist ja nun kein Geheimnis mehr, dass ich Rebecca Gable´s historischen Romane generell wahnsinnig toll und spannend finde und so auch Jonah – der Aufstieg. Für mich ist es wie ein Film ohne Bild der viele Oscars verdient hätte. Hier trifft man nicht nur Stimmen, in die man sich verlieben kann denn auch im zweiten Teil haben wir erneut tolle Hintergrundmusik und Geräusche die, die ganze Geschichte noch weiter aufwertet und unterstreicht. Das ganze Hörspiel lädt sofort zum mitfiebern ein und auch wenn man meiner Meinung nach kein großer Historien-Fan ist, so ist man doch gleich mitten in der Geschichte und man wird gefesselt.

    Anregung/Kritik:

    Wenn man etwas zum Kritisieren sucht dann wohl nur, das die Reihe der purpurnen Stadt auf 3 Teile gelegt wurde. Für jedes Hörbuch muss gezahlt werden, wobei man dieses Werk, vom Inhalt her, zu einem hätte machen können. Wenn man alle 3 Teile gehört und gekauft hat, liegt man demnach weiter oben im Preissektor als bei einem Taschenbuch. Mir ist das weniger wichtig, ich zahle gerne für gute Hörspiele, aber es gibt Menschen, die sich daran stören könnten.

    Alles in allem war ich wieder begeistert und möchte gar nicht so sehr auf die Geschichte eingehen. Für alle Interessierten empfehle ich einfach das Hörbuch und wünsche viel Spaß bei diesem Hörgenuss.

  14. Cover des Buches Bis ins Herz der Ewigkeit (ISBN: 9783646600407)
    Alana Falk

    Bis ins Herz der Ewigkeit

     (71)
    Aktuelle Rezension von: NatisWelt

    Schon im Prolog wird man direkt in das Geschehen hinein geschmissen und ich denke...ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage das Sarah zu diesem Zeitpunkt bereits tot ist. Mir stellten sich zu Anfang eine Menge Fragen, die sich aber im Laufe der Geschichte von selbst beantworten. Man verfolgt die Geschichte in verschiedenen Zeiten. Einmal die "jetzige" Zeit in der Sarah bereits verstorben ist und dann auch bekommt man in der Vergangenheit Einblick in Sarahs Leben, wie sie Jan kennengelernt hat, wie sie gelebt hat und letztendlich auch warum sie gestorben ist.

    Im Buch gibt es 2-3 Situationen/Wendungen da habe ich nur mit dem Kopf geschüttelt und gedacht....Okaaaay, genial ! Alana Falk hat es auch geschafft die Spannung konsequent während der Geschichte zu halten, so dass es nie langweilig wurde. Im Gegenteil es ereigneten sich Dinge mit denen man niemals gerechnet hatte und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

    Der Schreibstil von Alana Falk lässt sich einfach und flüssig lesen, sodass man sehr gut voran kommt beim lesen und nicht das Gefühl hat auf der Stelle zu laufen.

  15. Cover des Buches Das Handelshaus (ISBN: 9783499274435)
    Axel S. Meyer

    Das Handelshaus

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Viv29

    Bei „Das Handelshaus“ hat mich das ausgesprochen gelungene Titelbild (welch erfreuliche Abwechslung vom öden Einheitsbrei der ewig gleichen 08/15 „Frau vor Gebäude“-Titelbilder!) sofort angesprochen. Auch der Klappentext klang vielversprechend – ein bedeutendes Handelshaus wird vom Untergang bedroht, dazu familieninterne Konflikte und das Ganze vor dem Hintergrund des 16. Jahrhunderts. Leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen.

    Es beginnt mit einem spannenden und eindringlichen Rückblick in die Kindheit der Loytz-Brüder. Hier schon haben mir die historischen Details gefallen und auch der Einblick in die Familiendynamik war gelungen. Nach dem Rückblick geht die Geschichte dann erst mal recht geruhsam los, hier begegnen uns die Loytz-Brüder als erwachsene Männer. So richtig lernen wir sie leider im Laufe des Buches nicht kennen, die Charakterentwicklung ging mir allgemein nicht tief genug. Während uns der mittlere Bruder Stephan allmählich vertrauter wird, bleibt der jüngste Bruder eine Randerscheinung, kommt über weite Strecken gar nicht vor, so daß es etwas seltsam anmutet, als er im letzten Teil des Buches plötzlich eine größere Rolle einnimmt. Der älteste Bruder bietet in seiner verstörenden Art viel Potential, welches aber nicht ausgeschöpft wird, so daß spätere Entwicklungen befremdlich wirken. Die Großmutter wird zwar ständig erwähnt, bleibt aber nahezu eigenschaftslos. Vielleicht ist diese nicht so sorgfältige Charakterzeichnung mit ein Grund, daß Handlungen und Entscheidungen der Charaktere häufig nicht ganz nachvollziehbar sind, auch wenn sie uns gerne weitschweifig erklärt werden.

    Das erste Drittel des Buches ist fast episodisch, gerade am Anfang wechseln Schauplätze und Perspektiven so oft, daß ich keinen richtigen Bezug zu der Geschichte aufbauen konnte. Der Mittelteil ist dann fokussierter und widmet sich auch dem Kernthema mehr. Hier habe ich gebannt und mit Freude gelesen. Dann dreht der Autor plötzlich auf und das so plötzlich und extrem, daß es mir zu viel war. Die Geschichte wurde mit einem Mal viel zu übertrieben und ab da verlor ich die Leselust, so daß mir der Ausgang schließlich egal war. Insofern konnte die Geschichte mich ebenfalls nicht überzeugen. Am besten war sie, wenn sie sich auf die alltäglichen Gegebenheiten des Handelslebens und die Familiendynamik konzentrierte.

    Der Schreibstil ist leicht zu lesen. Ein wenig amüsiert hat mich die Tendenz, viele neue Abschnitte erst mal mit einem Wetterbericht zu beginnen. Absolut lobenswert ist die historische Recherche – hier habe ich eine ganze Menge gelernt und meistens war das Wissen gut eingearbeitet. Leider erstreckte sich das nicht auf die Dialoge. Nun müssen diese nicht künstlich auf altertümlich getrimmt sein, das wirkt oft eher lächerlich. Aber ein wenig Gefühl für die Zeit sollten sie schon vermitteln und moderne Ausdrücke wie „das kann er vergessen“ o.ä. sind in einem im 16. Jahrhundert spielenden Buch fehl am Platz. Die Dialoge haben mich meistens ziemlich aus der Epoche rausgerissen, was gerade angesichts der sorgfältigen historischen Hintergrundinformationen schade ist. Ebenfalls gestört haben mich die häufigen Wiederholungen und Erklärungen des Offensichtlichen.

    So widmet sich „Das Handelshaus“ einem interessanten Thema, welches uns sorgfältig recherchiert geschildert wird und zu dem der Autor sich viel hat einfallen lassen – vielleicht etwas zu viel. Leider wurde es für meinen Geschmack aber nicht überzeugend präsentiert.

  16. Cover des Buches Tulpenfieber (ISBN: 9783458361701)
    Deborah Moggach

    Tulpenfieber

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Deborah Moggach entführt ihre Leser in das Amsterdam von 1636. Es ist der Höhepunkt der als „Tulpenfieber“ oder „Tulpenmanie“ bekannten Spekulationen rund um das Zwiebelgewächs, die Tausende, nach dem Platzen der Spekulationsblase in den Abgrund reißen wird. Dies ist allerdings nur der Hintergrund vor dem dieser historische Roman spielt.

     

    Cornelis Sandvoort, ein durch eben diese Spekulationen reich gewordener Kaufmann will sich und seine zweite Gemahlin Sophia von dem jungen, aufstrebenden Maler Jan van Loos malen lassen.

    Sophia und Jan verlieben sich ineinander und suchen nach einem Ausweg, ihre Liebe zu leben. Sie wollen nach Batavia auswandern, doch dazu brauchen sie Geld, viel Geld, das sie mit einer Tulpenspekulation bekommen wollen.

     

    Da kommt ihnen die Schwangerschaft der Magd Maria gerade Recht. Sophia, Jan und Maria verwickeln sich in Widersprüche und Intrigen aus denen es kaum ein Entrinnen gibt.

     

    Meine Meinung:

     

    Deborah Moggach ist hier ein opulenter historischer Roman gelungen, der die Leser fest in den Bann ziehen kann. Wir erfahren einiges über die damalige Art zu leben und wie knapp Glück und Unglück nebeneinander liegen (können). Während Cornelis Sandvoort ein Kind und Erben herbeisehnt (und dafür fast alles tut, was ihm seine Ehefrau aufdrängt), wird Maria von ihrem Liebsten ungewollt schwanger.

     

    Die Geschichte mutet stellenweise wie eine griechische Tragödie an. Eine Lüge folgt der anderen, kaum dass die Protagonisten sich in ihrem Lügengespinst noch zurechtfinden. Mehrmals scheint dieses Geflecht an Lügen beinahe aufzufliegen.

     

    Der Schreibstil ist üppig und durch die wechselnden Perspektiven sehr spannend. Elegant wird das Wissen der Autorin um die flämischen Maler eingeflochten. Auch die Details rund um die Tulpenspekulationen sind gut beschrieben.

     

    Die Auflösung ist dramatisch und recht ungewöhnlich.

     

    Fazit:

     

    Ein opulenter historische Roman, der sich wie ein Krimi liest. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

  17. Cover des Buches Die Eifelgräfin (ISBN: 9783499249563)
    Petra Schier

    Die Eifelgräfin

     (111)
    Aktuelle Rezension von: Muschel

    Auf diese Trilogie hatte ich mich sehr gefreut, da ich auch Abenteuer und Spannung von einem historischen Roman erwarte. Leider habe ich diesen ersten Teil nach 107 Seiten Langeweile abgebrochen. Es ging in der ganzen Zeit nur um das etwas nervige Kennenlernen in einer beginnenden Liebesgeschichte. Fuer mich persoenlich nichts, wer soetwas gerne liest, fuer den ist es sicher unterhaltsam.

  18. Cover des Buches Hansetochter (ISBN: 9783404168873)
    Sabine Weiß

    Hansetochter

     (55)
    Aktuelle Rezension von: elfriede4

    Sehr anschauliche Erzählung, das historische Umfeld wird ohne große Längen dargestellt und zieht mich schnell in seinen Bann.
    Im 14. Jahrhundert festigte sich die führende Rolle Lübecks innerhalb der Hanse. Viele Kaufleute hatten jedoch in der Schlacht von Visby 1361, in der der dänischen König die Stadt eroberte, viel verloren und versuchten nun, Einfluss auf die Politik zu nehmen. Auch untereinander gab es Rivalitäten zwischen den Hansestädten und Fremde wie Adrian aus Brügge hatten es schwer, in solch eingeschworene Seilschaften, wie die der Lübecker Rats- und Kaufherrenschaft einzudringen, sei es durch Heirat oder Geschäfte.
    Vor diesem gut recherchierten und lebendig dargestellten historischen Hintergrund spielt das spannende, intriegenreiche Familiendrama der Kaufmannsfamilie Vresdorp.
    Die Hauptgestalt, Henrike Vresdorp, ist mir auf Anhieb sympathisch. Noch nicht volljährig, zudem weiblich, fehlt ihr zwar Erfahrung und Menschenkenntnis, nicht aber Mut, Intelligenz und Willenskraft, um allen Anfeindungen zu begegnen und ihre Interessen und Rechte als Tochter des plötzlich verstorbenen Kaufmannes Konrad Vrestorp gegenüber ihren habgierigen und betrügerischen Verwandten zu verteidigen.
    Weil sie sich auch für ihren jüngeren Bruder Simon und ihre Tante Asta einsetzt, gerät sie einmal mehr in große Bedrängnis und man muss mitfiebern, wie sie aus den fast aussichtslosen Situationen herauskommt. Doch es wäre kein Roman, wenn nicht immer wieder ein glücklicher Zufall oder ein Helfer in der Not auftauchen würde. Das ist jedoch sprachlich und dramaturgisch so gut gelungen, dass es nie ins Kitschige abgleitet.
    Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Schon damals konnten beherzte Frauen mit Mut und Geschick viel erreichen, wenn auch mit ungleich mehr Schwierigkeiten und Widerständen, als wir es uns heute vorstellen können. Das hat mich sehr beeindruckt.

  19. Cover des Buches Die Feinde der Hansetochter (ISBN: 9783404173211)
    Sabine Weiß

    Die Feinde der Hansetochter

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Blaustern
    Lübeck im Jahre 1379: Es ist die große Hansezeit und Henrike und Adrian gehören einer Kaufmannsfamilie an, die ein erfolgreiches Handelsunternehmen führen. Lange Zeit lief es gut, doch jetzt geschehen seltsame Dinge, die alles trüben. Henrikes Tante Asta mitsamt dem Knecht sind verschleppt worden. Waren in Brügge verschwinden, woraufhin Adrians Bruder vor Ort verhaftet wird. Henrikes Bruder Simon begibt sich auf gefährliche Tour nach Island, und dann müssen Henrike und Adrian auch noch selbst um ihr Leben bangen. Wer steckt hinter all dem?
    „Die Feinde der Hansetochter“ ist der 2. Band um Henrike und die Kaufmannsfamilie, und wir werden hier in die Erlebnisse der Hansekaufleute im 14. Jahrhundert nach Lübeck entführt. Ist dieses Alltagsleben schon eindeutig beschrieben mit all den politischen Begebenheiten, werden wir aber auch noch an andere Handlungsorte geführt. So geht die Reise auch nach Island, Gotland, Brügge und Bergen, und alles ist wunderbar verständlich beschrieben, sodass man alles klar vor Augen hat dank der guten Recherche der Autorin. Henrike und Adrians Leben ist turbulent. Ihnen werden immer wieder Steine in den Weg geworfen, und miese Machenschaften sind am Werk. Sie kämpfen dagegen und auch für ihr Leben. Dabei lernt man sie durch ihr agieren gut kennen und fiebert mit ihnen mit, denn sie sind beide sehr sympathisch. Aber die Perspektiven wechseln auch ständig, wobei es immer spannend bleibt und auch immer wieder zu Überraschungen kommt. Der Schreibstil liest sich flüssig, und im Personenverzeichnis kann man immer mal wieder nachschlagen, falls einem doch ein Name entfallen sein sollte.
  20. Cover des Buches Buddenbrooks (ISBN: 9783596521487)
    Thomas Mann

    Buddenbrooks

     (2.359)
    Aktuelle Rezension von: AnnikaKemmeter

    Ein großes Stück Weltliteratur. Die Erzählweise ist erstklassig. Die Charaktere nur im Außenblick stereotyp, entfalten ihre Facetten, sobald sich der Autor ihnen zuwendet. Leider hat es auch seine Längen, vielleicht besonders für den heutigen Leser. Aber die Botschaft kommt auf leisen Sohlen und unaufdringlich erst ganz am Ende. Warum geht diese Familie unter? Für mich führt der falschverstandene Stolz und der selbsterzeugte Druck zu den entscheidenden Fehlentscheidungen.

  21. Cover des Buches Dead Eyes - Der Fluch der Maske (ISBN: 9783845803753)
    Chris Priestley

    Dead Eyes - Der Fluch der Maske

     (72)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost
    Ein kurzer, aber guter Ausflug in die fantastische Welt von Amsterdam. Die goldenen Zeiten waren gar nicht so golden.

    Der erste Satz:
    „Das Flugzeug tauchte aus strahlendem Sonnenschein in dichte graue Wolken.“

    Der letzte Satz:
    „Er riss ihn auf, und dort, unbeschadet, mit starrem Blick, lag die Maske und sah ihn an.“

    Fazit:
    Wenn man so will, dann war dieses Büchlein ein kleiner, aber doch sehr unterhaltsamer Happen zwischendurch. Mit gerade mal 123 Seiten habe ich nicht mal einen Tag gebraucht, um alles gelesen zu haben. Aber dafür war die Story auch unheimlich fesselnd. Mystik, Rätsel, Geschichte und viel Wissenswertes über Amsterdam. 
    Vom Cover her, hatte ich etwas mit Vampiren oder Dämonen erwartet. Auch der Titel verspricht ja erst einmal so etwas in der Richtung. Am Ende war es dann aber ein Jugendbuch. Ein sehr gut geschriebenes Jugendbuch. Zwar leicht Kost, weil einfach geschrieben, aber dafür unheimlich interessant. Der Autor hat es gekonnt geschafft, tatsächliche geschichtliche Begebenheiten mit Fantastik zu mixen. Und so schnell wird aus einer überteuert erscheinenden Maske, vom Trödel, plötzlich ein magisch angehauchter Gegenstand, der seinen jungen Käufer ganz schön durcheinander bringt. Selbst ich konnte dann irgendwann gar nicht mehr unterscheiden, ob das denn möglich war, oder auch nicht. - Fest steht jedenfalls, dass das Schicksal, dieses kleinen Mädchens durchaus möglich sein kann. 
    Ich hatte jedenfalls ein fantastisches Kopfkino vor Augen. Die Figuren waren über die komplette Story bei mir. Ich habe den Protagonisten gesehen, den ich anfangs für ein Mädchen gehalten habe, bis das Geschlecht gelüftet war. Dann hatte ich den Vater vor Augen, der geschäftlich voran kommen wollte, auf der anderen Seite aber auch seinen Sohn nicht im Stich lassen konnte. Und dann diesen Dirk, diesen Fiesling. Eine linke Bazille, der ich im wahren Leben auch nicht begegnen wollte. Das ist so eine Sorte Mensch, die die Welt mal echt nicht braucht. - Kurz gesagt, ich war begeistert.
    Ja, ein Jugendbuch. Das merkt man schon irgendwie am Schreibstil. Es war halt eben alles einfach gehalten, leicht erklärt und insgesamt eine recht leichte Kost. Aber das hat das Buch eben auch zu einer super Feierabendlektüre gemacht. Und trotzdem habe ich eine ganze Menge über Amsterdam gelernt. Ok, das ist wahrscheinlich Wissen, das ich wohl nie brauchen werde, aber das macht doch ein gutes Buch aus. Man fühlt sich unterhalten und hat noch einen gewissen Lerneffekt. - Das hat geklappt, würde ich mal sagen.
    Doch, eine kurze und knackige, aber sehr lesenswerte Story. Hat mir super gefallen!!!

    Jap, auf jeden Fall spreche ich hier eine Lese Empfehlung aus. Es ist vollkommen egal, für welche Zielgruppe das Buch mal gedacht war. Die Story ist einfach nur super. Ich habe mich jedenfalls super gut unterhalten gefühlt und hatte es dem entsprechend schnell durch. Es ist leichte Unterhaltung für zwischendurch. Tut euch das ruhig mal an. Einen Fehler macht ihr nicht. 

    (Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)
  22. Cover des Buches Die Puppenspieler (ISBN: 9783442481125)
    Tanja Kinkel

    Die Puppenspieler

     (418)
    Aktuelle Rezension von: Maddy20

    Wir folgen dem 12jährigen Richard nach Italien in das Haus der Fugger und dürfen seinen Weg von der Hexenverfolgung bis in die mediterrane Gegend begleiten. Eine einschneidende Erfahrung, der Tod der Mutter, steht zu Beginn der Geschichte und lässt den Protagonisten maßgeblich reifen. Die historischen Details sind toll in die Geschichte eingearbeitet und werden spannend wiedergegeben. 

  23. Cover des Buches Im Schatten der Hanse (ISBN: 9783954517206)
    Henning Mützlitz

    Im Schatten der Hanse

     (17)
    Aktuelle Rezension von: KerstinnI
    ,,Wenigstens spülen sie den Unrat in den Fluss, dachte Jacob, als er den Blick von dem Butzenfenster und dem Schleier aus Tropfen abwandte. Er war dankbar dafür, dass sein Vater vor einigen Jahren die Fenster mit venezianischem Glas hatte ausfassen lassen. Nur die Oberschicht konnte sich einen derartigen Luxus leisten, hinaus in den Regen zu sehen ohne dass die Nässe hereinkam. Auch der Gestank, der sich in den vergangenen Wochen wie eine Glocke über die Travestadt gelegt hatte, war mit dem Niederschlag verschwunden." (19) Henning Mützlitz schafft es, die Stimmung des Mittelalters, voller Düsterer Gewalt, Intrigen, traurigen Schicksalen und der Gier nach Macht, auf den Leser wirken zu lassen. Zum Inhalt:Jacob Wallersen übernimmt nach dem plötzlichen Tod seines wohlhabenden Vaters und des Bruders die Familien Geschäfte. Er stellt fest, dass der Vater ihm nicht nur einen Berg von Schulden hinterlassen hat, sondern auch Geschäftsbeziehungen, die nicht so vertrauensvoll sind, wie er es sich erhofft hatte. Seine letzte Hoffnung ist die Heimkehr des letzten Handelsschiffes, beladen mit wertvollen Pelzen. Auf diesem Schiff ist auch der Steuermann Matt, der nicht nur einen blinden Passagier entdeckt, sondern auch Piraten, die die Heimkehr nach Lübeck verhindern wollen. Somit beginnt für alle ein Kampf ums Überleben... Die Stimmung ist, wie oben bereits erwähnt, düster und sehr gelungen. Die viele Gewalt, Rücksichtslosigkeit und die familiären Verstrickungen sind gut dargestellt. Jacob ist von Anfang an sehr naiv, aber der Charakter ist konstant und der Autor bleibt seinem Stil treu. Ebenso bei den andern Protsgonisten, insbesondere Matt hat mit gefallen, ebenso Lidia, ich konnte beide vor meinen Augen sehen. Auch Svanja ist gut gelungen und ein interessante Persönlichkeit. Der Schreibstil ist gut. Lediglich der Anfang war etwas lang, so dass ich Probleme hatte, in die. Geschichte zu finden. Dies hat sich dann jedoch gegeben. Es dauerte einfach ein wenig, bis die Geschichte Fahrt aufgenommen hat und alle Persönlichkeiten vorgestellt sind. Was mich etwas stört, ist dass auf dem Umschlag zum einen historischer Kriminalroman und auf der Rückseite dann Mittelalterthriller steht. Im Grunde würde ich dieses Buch tatsächlich eher dem Genre Historischer Roman zuordnen. Klassische Krimianteile vermisse ich. Auch für einen Thriller ist es dann doch nicht spannend genug. Ingesamt ist es ein solider Roman. Dennoch hadere ich sehr mit dem Ende. Viele Fragen werden geklärt, jedoch bleiben für mein Empfinden ebenso viele Fragen offen. Vielleicht gibt es einen zweiten Teil, der diese klärt, jedoch lässt nichts eindeutig darauf schließen, Motive sind mir unklar und Hintergründe offen. Zwar hat das Lesen Spaß gemacht, aber die offenen Fragen stören mich. Daher gebe ich für dieses Buch drei Sterne, diese sind absolut verdient.
  24. Cover des Buches Die Frauen der Familie Marquardt (ISBN: 9783442486533)
    Nora Elias

    Die Frauen der Familie Marquardt

     (24)
    Aktuelle Rezension von: san_allegra

    Mir hat das Buch ganz gut gefallen, wenn es auch bisher das schwächste war, was ich von Nora Elias gelesen habe.
    mir war es an einigen Stellen dann doch zu modern und weit hergeholt. Dass es in der damaligen Zeit starke Frauen gegeben hat, die sich in der Männerwelt durchgesetzt haben bezweifel ich gar nicht. Aber in dem Buch ist der Großteil der Frauen sehr emanzipiert und dies wird auch toleriert, das erscheint mir einfach etwas unglaubwürdig.

    Ansonsten hat mir das Buch aber sehr gut gefallen, die Geschichte ist spannend. Als Leser fiebert man mit den Charakteren mit und stellt Vermutungen an, wer bei dem ein oder anderen Geschehnis im Hintergrund die Fäden gezogen haben könnte.
    Außerdem erfährt man viel interessantes über Kaufhäuser und Konsum zur damaligen Zeit.

    Alles in allem also wirklich ein netter Roman.

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