Bücher mit dem Tag "kennedy"

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61 Bücher

  1. Cover des Buches Einfach. Liebe. (ISBN: 9783442382163)
    Tammara Webber

    Einfach. Liebe.

     (929)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds

    Statt auf ein Konservatorium zu gehen, war Jacqueline Wallace ihrem Freund aufs College gefolgt. Als er ihr vor zwei Wochen den Laufpass gab, brach ihre Welt zusammen. Nun wird sie nach einer Party beinahe von einem Verbindungsbruder vergewaltigt, im letzten Moment aber von einem älteren Studenten gerettet. Statt ihren Angreifer anzuzeigen, will sie nur vergessen, was ihr aber schwergemacht wird. Zum einen begegnet sie Lucas, ihrem Helfer, in ihrem Wirtschaftsseminar wieder, außerdem verbreitet ihr Peiniger Gerüchte über sie. Dabei bemüht sie sich gerade, ihren Kurs zu bestehen, in dem sie wegen ihres Liebeskummers hinterherhinkt. Ihr Professor empfiehlt ihr die Hilfe seines Tutors Landon Maxfield, der ihr per E-Mail gute Tipps gibt. Jacqueline beginnt die virtuellen Unterhaltungen zu genießen, aber da ist auch noch der mysteriöse Lucas, der ständig um ihr Wohlergehen besorgt ist, ihr aber einiges verschweigt.

    Tammara Webber gehörte 2012 zu den ersten Selfpublishern, die im trendigen Liebesroman-Untergenre New Adult veröffentlichten und dabei so erfolgreich wurden, dass sie einen Verlagsvertrag erhielten. „Einfach. Liebe.“ ist ein hervorragendes Beispiel dafür, was diese Art von Büchern ausmacht und was den Hype um sie auslöst. Ich-Erzählerin Jacqueline erzählt eine moderne Coming-of-Age-Story, in der sie kurz hintereinander zwei schwere Schläge einstecken muss. Ihre unbeschwerte Jugend ist damit endgültig vorbei. In dieser schwierigen Phase, in der ihr der Ernst des Erwachsenenlebens erstmals richtig bewusstwird, ist sie besonders empfindsam, entwickelt aber auch allmählich eine Stärke, die sie sich selbst nicht zugetraut hätte. Und sie findet heraus, was wahre Liebe wirklich bedeutet. Um den Helden macht die Autorin ein kleines Geheimnis, was die Atmosphäre zusätzlich anheizt. Dazu packt sie Themen an, die zum Nachdenken anregen. Dem Drama verleiht sie die nötige Tiefe, während sie mit der Liebesgeschichte auch die Schmetterlinge im Bauch flattern lässt. Zusammen mit den lebensechten Charakteren ergibt das eine unschlagbare Kombination. (TD)

  2. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783404173204)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

     (450)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Band III der Jahrhundertsaga

    „Wie ironisch, dachte George: Um die Türkei zu beschützen, müssen wir die Kernwaffen von dort abziehen. Außenminister Dean Rusk warnte: >>Die Sowjets können aber woanders aktiv werden, Sir, und zwar in Berlin.<< George nickte. Es war paradox, dass der amerikanische Präsident eine Karibikinsel nicht angreifen konnte, ohne die Auswirkungen zu berücksichtigen, die eine solche Entscheidung siebentausend Meilen entfernt in Mitteleuropa hätte. Die ganze Welt war für die beiden Supermächte zum Schachbrett geworden.“ (S. 362)

    Eine komplexe, vielschichtige Handlung vereint historische Eckpunkte aus 30 Jahren amerikanischer, deutscher, englischer und russischer Geschichte. Thematisch durchschreitet Ken Follett, der Stephen King des Historischen Romans, im dritten Teil seiner Jahrhunderttrilogie den Kalten Krieg von vorne bis hinten – beginnend mit dem Mauerbau 1961 (1. Kritikpunkt: Warum beginnt er nicht bei der Nachkriegszeit mit interessanten Ereignissen wie dem Aufstand vom 17. 06. 1953) über die Kubakrise und JFK, die Rassendiskriminierung in den USA und M. L. King, Ost-West-Flucht, Korruption und Intrigen im Kreml (2. Kritikpunkt: Wo bleibt die Aufarbeitung der Nazivergangenheit mit den Nürnberger Prozessen? Richtig. Nirgendwo. Auch zur Mondlandung hätte ich wenigstens eine Erwähnung erwartet) bis hin zu Glasnost & Perestroika und dem Mauerfall (3. Kritikpunkt: Bei Follett hört es sich so an, als wäre mit dem Einsturz einer betonierten Wand alles getan und alle Menschen springen in Blümchenkleidern zu >I’ve been looking for Freedom< über einen Regenbogen…Dass wir auch heute noch, zu einem Zeitpunkt, an dem die Mauer länger abgerissen ist, als sie stand, mit Ungleichheiten und Vorurteilen zwischen Ost und West zu tun haben, lässt er unbetrachtet).

    Ken Follett hat mit diesem Abschluss seiner Familiensaga des 20. Jahrhunderts wieder einen dramatischen Liebesroman kreiert. Alle Protagonisten finden wieder auf magische Weise zueinander von den USA über England und das geteilte Deutschland zur Sowjetunion. Die Stammbäume der beteiligten Familien im Anhang und in den Klappen haben wirklich geholfen mit den umfänglich vorhandenen Protagonisten umzugehen, dennoch kam ich einige Male raus. „Zu wem gehörst du jetzt? Ich dachte, du hast etwas mit dem anderen Typen am Laufen? Oh, ach ne, doch nicht.“ Nach kurzer Orientierung und vielleicht ein paar Seiten zurückblättern ging das bei mir aber wieder.

    Es muss Follett zugutegehalten werden, dass er einen komplexen historischen Zeitrahmen mit vielen politischen Strängen (mehr als in den ersten beiden Teilen der Trilogie) gut gemeistert hat. Er vereint die wichtigsten politischen Themen aus diesen 30 Jahren geschickt, immer ist ein Protagonist live im oder am Geschehen dran ganz wie bei Forest Gump – Montgomery-Bus-Boykott & Martin Luther King’s >I have a Dream<-Rede; JFK’s >Ik bin ein Berliner< -Rede & das Attentat, Vietnamkrieg, Mauerfall u.v.m.

    Die Leserinnen und Leser bekommen einen groben Überblick über politische Zusammenhänge des Ost-West-Konflikts im historischen Kontext. Die Umsetzung in Romanform erlaubt es dem Rezipienten in lockerer Atmosphäre Geschichte spannend und informativ zu erleben. Ich muss zugeben, dass ich mich mit diesem Zeitabschnitt weniger auskenne als das noch beim ersten und zweiten Teil der Fall war. Einfach, weil im Lehrplan besonderer Fokus auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts mit den beiden Weltkriegen gelegt wird, da wird nach hinten heraus die Zeit knapp. Jahrgänge nach 1990 wie ich kennen sich da weniger gut aus bzw. beziehen ihre Informationen von Eltern und Großeltern. Auch gibt es mehr filmische Adaptionen über die NS-Zeit als über den Kalten Krieg. Daher bewerte ich hier besonders die Auswahl der Eckdaten, die Follett getroffen hat, und deren Zusammenspiel positiv. Gerade zur Rassendiskriminierung und der damit verbundenen Polizeigewalt in den USA konnte ich in diesem Roman etwas lernen. Leider ein immer noch hoch brisantes Thema.

    Dennoch kann ich nicht mehr als drei Sterne vergeben. Wie im Vorgängerband macht Ken Follett einen entscheidenden Fehler, über den ich nicht hinwegsehen kann. Er denkt in Schwarz-Weiß-Schemen, am Ende wird alles gut, alle Protagonisten sind glücklich, gesellschaftliche Probleme werden ignoriert. Beispielsweise sind die Stasi-Mitarbeiter so gezeichnet wie die Nazis in Teil zwei – strunz dumm. Nur einer hat es auf die Familie abgesehen und benutzt seinen Gripps komplett nur zum Schikanieren der Protagonisten. Der Roman suggeriert außerdem, dass die gesamte DDR-Bevölkerung in den Westen will, die Grenzsoldaten werden als handelnde und nicht denkende Schachfiguren bewegt. Was ist denn mit den regimetreuen intelligenten Bürgern und Funktionären? Was ist mit den Ängsten bei der Wiedervereinigung? Follett legt den Fokus besonders auf die Swinging Sixties. Das Jahrzehnt erstreckt sich auf fast 900 der 1200 Seiten, dadurch werden die anderen zwei Jahrzehnte sehr gedrängt.

    Ein großer Kritikpunkt in den Vorgängerbänden war die Häufigkeit von romantischen Bettgeschichten. Hier hat sich das etwas gelegt, Follett lässt vieles nur angedeutet. Es gibt zwar ein kleines Durcheinander, wer mit wem und wann, aber der historische Rahmen mit den Ereignissen überwiegt.

    Fazit

    KINDER DER FREIHEIT ist der Abschluss der Familiensage über das 20. Jahrhundert von Ken Follett. 30 Jahre Weltgeschichte drängen sich auf 1200 Seiten, da können nicht alle Details abgebildet werden. Als dramatische Liebesromane im historischen Setting ist die Reihe gut zu lesen. Ich empfehle, die Erwartungen nicht zu hoch zulegen. Die Leserinnen und Leser finden in diesem dritten Band einen soliden, zufriedenstellenden Abschluss.

     

    KINDER DER FREIHEIT| Ken Follett| Bastei Lübbe| 2014| 1208 Seiten| 29,99€ (Hardcover nicht mehr erhältlich; als Taschenbuch für 17,00€

  3. Cover des Buches Vom Winde verweht (ISBN: 9783548269337)
    Margaret Mitchell

    Vom Winde verweht

     (744)
    Aktuelle Rezension von: Lesezeichen_

    Vom Winde verweht.

    Ein Klassiker der Weltliteratur, den man unbedingt gelesen haben sollte.

    Viele kritisieren den Roman, weil er die Sklavenhaltung in den Südstaaten verherrlicht. Dies mag ich nicht zu beurteilen, vielleicht sollte man den Roman in seinen sozialen Kontext stellen. Doch für mich persönlich ist „Vom Winde verweht“  eine Familiengeschichte und vor allem eine großartige Liebesgeschichte bei  der ich jedes Mal mitfiebere ob Scarlett und Rhett es wohl endlich schaffen so richtig zusammen zu kommen. Ich könnte jedes Mal wieder verrückt werden, wenn Rhett und Scarlett mal wieder nicht miteinander reden oder voreinander weglaufen, und doch muss ich den Roman immer wieder lesen.

  4. Cover des Buches Kinder der Freiheit (ISBN: 9783785750049)
    Ken Follett

    Kinder der Freiheit

     (42)
    Aktuelle Rezension von: MamaSandra

    In Amerika hält Martin Luther King seine berühmte Rede und die Schwarzen lassen sich nicht länger unterdrücken. Präsident Kennedy und später die Watergate-Affäre werden thematisiert.

    Währenddessen wird in Berlin die Mauer errichtet. Rebecca und auch später Walli fliehen in den Westen. Mehr oder weniger geglückt, läuft die Flucht ab. Der russische Handlungsstrang hat mich hier etwas weniger interessiert.

    Insgesamt ist es wirklich erstaunlich was in 100 Jahren der Geschichte alles geschehen ist. Mit der Jahrhundert-Saga hat Follett 2 Weltkriege und die Trennung Deutschlands thematisiert sowie bahnbrechende Ereignisse der amerikanischen Geschichte. Allein deshalb sind ist diese Reihe interessant und Band 3 vielleicht noch etwas mehr, weil es einen selbst noch betroffen hat oder zumindest die Eltern. Ich bin ein Kind der Wende, aber habe viel erzählt bekommen. Da gibt es immerhin noch wesentlich mehr Zeitzeugen als vom 2. Weltkrieg.

    Sehr gut gelungen ist Follett die Verknüpfung der historischen Fakten und Persönlichkeiten mit seinen fiktiven Charakteren der Bücher.

    Der Erzähler des Hörbuches hat eine sehr angenehme Stimme.

  5. Cover des Buches Der Anschlag (ISBN: 9783837111071)
    Stephen King

    Der Anschlag

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Panobbi

    (Hörbuch-)Empfehlung: Kings - Der Anschlag. Ich mag Kings -non Horror- ja für die Welten, die er baut. Bei King ist es ja eher immer die Reise, als das Ende. Hierbei finde ich das reine Ende toll. Die Auflösung eines der Grundthemen lahm. Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass mich das letzte Viertel langsam verliert. War dieses Mal nicht der Fall. Und die ohne Auflösung angenehm knapp gehalten.

  6. Cover des Buches Vaterland (ISBN: 9783453421714)
    Robert Harris

    Vaterland

     (351)
    Aktuelle Rezension von: Archer

    April 1964: Das dritte Reich hat den Krieg vor zwanzig Jahren gewonnen. Die Nazis beherrschen Europa und Deutschland, insbesondere Berlin, bereitet sich auf den 75. Geburtstag des Führers vor. Ausgerechnet jetzt wird die Leiche eines hochrangigen SS-Offiziers gefunden. Xaver March, Ermittler der Mordkommission, wird auf den Fall angesetzt. Doch überall wird gemauert, er findet keinen Zugang zu dem Fall und plötzlich mischt sich auch noch der Sicherheitsdienst ein und entzieht ihm das Ganze. Doch Xaver hat Blut geleckt und je tiefer er gräbt, desto scheußlicher werden die Verbrechen und desto lauter schreit sein Gewissen.

    Ich mag ja diese Was-wäre-wenn-Szenarien sehr. Mit diesem Buch hat der Autor wohl vor 25 Jahren in Deutschland einen Skandal heraufbeschworen, hat er doch Ängste und Schuldbewusstsein ordentlich wieder aufgewühlt. Andererseits finde ich das Ganze gar nicht abwegig, schon gar nicht im Licht heutiger Ereignisse betrachtet. Es war eine beklemmende, spannende und durchaus authentische Lektüre, die zwischendrin manchmal ein bisschen langatmig daherkam, ganz besonders, wenn es um das amerikanische Loveinterest von Xaver ging. Dafür riss der Schluss vieles wieder heraus; er war unglaublich intensiv, hoffnungslos, realistisch und vor allem - offen. Nicht was das Schicksal einzelner Beteiligter angeht, aber dafür das Schicksal der ganzen Welt. Fast wie im echten Leben. 

  7. Cover des Buches This is War - Travis & Viola (ISBN: 9783736309074)
    Kennedy Fox

    This is War - Travis & Viola

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Books-like-Soulmate
    „This is War – Travis & Viola (1)“ von Kennedy Fox
    Verfasser der Rezension: Silvana
    Preis TB: nicht verfügbar
    Preis eBook: € 6,99
    Seitenanzahl: 350 Seiten lt. Verlagsangabe
    ISBN: 978-3-7363-0907-4
    Erschienen am: 02.08.2018 im LYX digital by Bastei Lübbe
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    Klappentext:

    Ihn zu hassen ist ihr Prinzip. Sie zu lieben ist seins. 
    Viola hasst Travis King. Seit er herausgefunden hat, dass Viola in ihn verliebt ist, seit sie denken kann, macht der beste Freund und Mitbewohner ihres Bruders ihr das Leben mit seiner gemeinen und arroganten Art zur Hölle. Jede Begegnung mit seinem übergroßen Ego, das für zwei Vollidioten wie ihn gereicht hätte, ist ein Kampf. Doch als sie in die Wohnung ihres Bruders zieht, weil ihr Wohnheim während der Ferien geschlossen bleibt, wird ihr schlimmster Albtraum wahr: Travis ist für die Feiertage am College geblieben! Das bedeutet Krieg, den einer verlieren muss ... oder etwa nicht? 

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    Achtung Spoilergefahr!!!

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    Mein Fazit:

    Vorweg sei gesagt, dass es sich bei jeder Rezension um meine persönliche Meinung handelt. Das Cover finde ich jetzt nichts besonderes mehr. Mich haben eher Titel und Klappentext angesprochen. Geschrieben ist aus der Sicht der beiden Hauptprotagonisten, was mir immer sehr gut gefällt. Der Schreibstil ist flüssig, mit einer Prise Humor aber auch mit Gefühl kann die Autorin punkten. Die Liebesszenen waren ansprechend beschrieben, für mein Gefühl stehen sie jedoch  zu sehr im Vordergrund. Ich hatte manches Mal das Gefühl die beiden warten nur darauf sich gegenseitig die Klamotten vom Leib zu reißen. Travis und Viola kennen sich schon seit über 10 Jahren. Ich fand es sehr schön auch Abstecher in die Vergangenheit zu lesen. So erfährt man mehr darüber, in welcher Beziehung sie damals zueinander gestanden haben. Ich fand es toll zu lesen wie Viola immer für Travis da war. Und ihre Schwärmerei für ihn war wirklich süß. Violas Bruder Drew und Travis haben sich von Anfang an gut verstanden. Drew beschert Viola trotz der langen Zeit noch immer Herzklopfen. Er wird als der typische Aufreißer dargestellt, aber man lernt an ihm auch noch ganz andere Seiten kennen. Viola wirkt auf mich sehr gewissenhaft und organisiert, aber auch impulsiv. Drew hat sich immer um sie gekümmert. So richtig haben die beiden nur noch einander. Travis und Viola keifen sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit an und lassen keine Provokation aus. Die beiden sind wie Hund und Katz. Manchmal war es mir etwas zu viel Katz und Maus Spiel. Während Viola an eine Streberin erinnert, macht Travis es sich einfach. Doch trotz allem knistert es gewaltig. Es geht dann auch relativ schnell zwischen den beiden heiß her. Courtney als Violas beste Freundin mag ich sehr. Sie ist sehr direkt und die Konversationen zwischen den beiden waren oftmals mehr als amüsant. Mia und Alyssa mochte ich gar nicht, was aber auch an der Position liegt die beide im Buch einnehmen. Am Ende gibt es einen kleinen aber ziemlich fiesen Cliffhanger, der den Leser neugierig auf Band 2 zurück lässt. Alles in allem aber ein guter Reihenauftakt der Spaß und Lust auf mehr gemacht hat. 

    4 von 5     
  8. Cover des Buches I Am the Messenger (ISBN: 0375836675)
    Markus Zusak

    I Am the Messenger

     (48)
    Aktuelle Rezension von: liebling
    Zum Inhalt: Ed Kennedy ist fast 30 und kann nicht gerade auf ein von Erfolg gekröntes Leben zurückblicken. Er schlägt sich als Taxifahrer durch, lebt in einer runtergekommenen Hütte mit seinem Hund, dem "Doorman", all seine Geschwister sind auf der Überholspur unterwegs und seine Mutter mag ihn nicht, nutzt ihn aber trotzdem gern als Haussklaven und Packesel. Glücklich machen ihn eigentlich nur sein Hund und seine drei Freunde, mit denen er sich regelmäßig zum Kartenspielen trifft. Doch eines Tages wird seine mühsam konstruierte Routine durchbrochen, als er Zeuge und Geisel bei einem Banküberfall wird und den Räuber stellt. Kurz darauf bekommt er die erste Spielkarte zugeschickt, auf welcher sich Hinweise befinden. Mal sind es Adressen, mal Rätsel, die Ed lösen muss. Dahinter verstecken sich Menschen, deren Leben er beeinflussen und verbessern soll. Wie, das muss er selbst rausfinden. Der ersten Karte folgen weitere und sie füllen Eds Leben, das bisher vor sich hingeplätschert ist, mit Inhalt. Meine Meinung: Ich weiß immer noch nicht so recht, was ich von der Geschichte halten soll. Eins weiß ich: Ich liebe dieses Buch.Warum genau und wie ich das in Worte fassen soll, das gibt mir ähnliche Rätsel auf wie die, die Ed lösen musste. Stellenweise ist das Buch sehr bizarr, wenig realistisch und dadurch trotzdem auf seltsame Weise real und urkomisch. Ed selbst ist ein wahnsinnig lustiger Protagonist, sarkastisch und mit einem herrlichen Humor gesegnet, die es ihm auch erlaubt, alles mit einer gehörigen Portion Selbstironie zu betrachten. Dennoch merkt man, welche Menschen ihm etwas bedeuten, welche Dinge ihm nah gehen und was ihn verletzt. Mit dem Verlauf der Geschichte macht Ed eine Wandlung durch, die ich sehr schön beschrieben finde. Man merkt, wie er anfangs alles auf die leichte Schulter nimmt, sich später aber mit immer mehr Herzblut seiner unfreiwilligen Aufgabe widmet. Und ganz nebenbei tut er dies auch mit sich selbst und seinem Leben. Dinge, die er anfangs nur störend am Rande wahrgenommen hat, rücken immer mehr in sein Blickfeld, bis er sich schließlich dazu aufrafft und ihnen entgegen tritt, Probleme löst und Dinge klärt. Die Story an sich finde ich einfach großartig und originell. Jede Aufgabe wird mit soviel Detail beschrieben. Selbst kleinere davon sind so originell und erscheinen so wichtig, dass man den Einfluss Eds auf die Leben der anderen förmlich spüren kann. Häufig sind es nur kleine Anstöße, die, wenn wir mal ehrlich sind, wir alle hier und da gut gebrauchen könnten, ein kleiner Hinweis auf das, was zählt und richtig ist. Ich hatte beim Lesen unglaublich viel Spaß, obwohl es natürlich auch jede Menge "WTF"-Momente gab. Aber gerade die brachten mich dazu, noch mehr über die Handlung nachzudenken und noch mehr von den vielen schönen Details wahrzunehmen. Ich kann wirklich jedem das Buch ans Herz legen. Nur darf man nicht voreingenommen an das Buch rangehen, wenn man zuvor "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak gelesen hat. Die beiden Bücher haben so gar nichts miteinander zu tun, mal abgesehen von der Tatsache, dass der Autor auch hier wieder keine Berührungsängste zeigt, was vermeintliche Tabuthemen angeht. Diese und weitere Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog: http://rabbitholereading.blogspot.com
  9. Cover des Buches The Legion - Der Kreis der Fünf (ISBN: 9783570162705)
    Kami Garcia

    The Legion - Der Kreis der Fünf

     (104)
    Aktuelle Rezension von: AnnaSalvatore

    Der Anfang war zwar ziemlich spannend, man ist sehr schnell im Geschehen drin, doch richtig packen konnte mich das Buch zu Beginn nicht. Die Geschichte schien mir so farblos, nicht ganz greifbar. Doch dann, ab S. 100 ca., wurde es viel besser. Man lernt alle Mitglieder der "Legion" kennen, mir haben sie alle gefallen, sie sind sehr facettenreich.

    Die Handlung war größenteils über die Suche nach bestimmten Scheiben, und ich fand die Begegnungen mit den verschieden Geistern so toll.

    Vieles über dieses Thema wusste ich bereits, da ich die Serie "Supernatural" kenne, und habe (leider) auch viele Parallelen entdeckt. Doch trotzdem waren das immer echt unterhaltsame und manchmal auch gruselige Szenen :-)


    Die Protagonistin, Kennedy, gefällt mir ziemlich gut, sie wird im Laufe des Buches viel mutiger.

    Die beiden (Zwillings-!)Brüder, Lukas und Jared, sind schön ausgearbeitet. Man kann sie beide sehr gut voneinander unterscheiden, und man erkennt schon vom Schreibstil immer, wer wer ist. Die Beziehung zwischen den Beiden ist ziemlich durchwachsen, einmal durch die unschöne Vorgeschichte und dadurch das sich BEIDE Brüder in Kennedy verlieben.

    Manchmal ging mir das Dreieck ein bisschen auf die Nerven, aber oft hat dies der Geschichte erst den richtigen Kick gegeben.

    Kennedy's Unentschiedenheit kann man bei den Beiden echt nachvollziehen :/

    Alara und Priest haben mir sehr gut gefallen, bei diesen 5 stimmt einfach die Chemie, und es bringt Spaß über sie zu lesen.


    Der Schreibstil ist einfach gehalten. Es gab einige Bilder, von Skizzen zu meist, und oft Rückblenden.


    Das Ende war gut, definitiv ein kleiner Cliffhanger, der einen unruhig zurücklässt.



    Fazit: Das Buch hat mich, trotz des schleppenden Anfangs, überzeugt. Ich weiß nicht warum, es war eigentlich ziemlich toll, und solche Geschichten um Geister lese ich nicht wirklich oft, aber irgendetwas hat mir gefehlt.

    Vielleicht hatte ich auch nur zu hohe Erwartungen aufgrund der "Sixteen Moons" -Reihe.

    Die Reihe werde ich trotzdem weiterverfolgen.



    Hier die ganze Rezi
  10. Cover des Buches The Help (ISBN: 9780241956540)
    Kathryn Stockett

    The Help

     (147)
    Aktuelle Rezension von: Fantasia08

    Den Film habe ich schon gefühlt dutzende Male geschaut und immer wieder fesselte mich die Geschichte um Skeeter, Aibileen und Minny von neuem. Da ich versuche mein Englisch Level aufrecht zu erhalten. Lese ich nun viele Bücher in Englisch. Auch einige welche Verfilmungen ich schon gesehen habe.

    Inhalt:

    Mississippi, 1962: Die junge Skeeter wünscht sich nur eins: Sie will weg aus dem engen Jackson und als Journalistin in New York leben. Um etwas zu verändern, verbündet sie sich mit zwei schwarzen Dienstmädchen: Aibileen zieht die Kinder ihrer Arbeitgeber auf – das Tafelsilber darf sie aber nicht berühren. Und Minny ist auf der Suche nach einer neuen Stelle. Sie ist bekannt für ihre Kochkünste, aber sie ist auch gefürchtet: Denn Minny trägt das Herz auf der Zunge. Gemeinsam beschliessen die drei Frauen, gegen die Konventionen ihrer Zeit zu verstossen und etwas zu wagen. 

    Fazit:

    Ich muss sagen, der Film ist vergleichsweise sehr nah am Buche geblieben. Klar wurde hin und wieder Teile dazu erfunden oder weg gelassen, aber die bedeutendsten Teile blieben zum Glück bestehen und wurden sogar in den Film adaptiert. 

    Was mir aber definitiv im Buch besser gefällt ist die liebevolle Beziehung welche sich zwischen Skeeter und Aibileen entwickelt. Zudem spürte ich die Gefühle der Hauptcharaktere im Buch deutlich mehr als im Film. Es ist fantastisch, dass sich die drei Frauen beim erzählen immer abwechseln, dies gibt dem Buch richtig drive. Manchmal habe ich 90 Minuten durchgelesen ohne einmal auf zu Blicken. 

    Die Situation, welche das Buch beschreibt, bescherte mir immer wieder Gänsehaut. Und lies mich auch oft nachdenken, welche Rolle ich 1962 in Jackson wiedergegeben hätte? Ich hoffe wir lernen aus solchen Büchern für die Zukunft...auch wenn dieses "nur" Fiktion ist.

    Das Buch ist auf jeden Fall ein muss JEDEN!   

  11. Cover des Buches BLACK STILETTO (ISBN: 9783958351622)
    Raymond Benson

    BLACK STILETTO

     (21)
    Aktuelle Rezension von: LukeDanes

    Superhelden in Romanform habe ich bisher immer recht kritisch beäugt. Zum einen sind die gewohnten Helden (Marvel, DC & Co.) nicht interessant genug um auch einen Roman - ohne die gewohnten Bilder - meines Erachtens nach tragen zu können, zum anderen sind die Pulp-Abenteuer der Helden der Vierzigerjahre aus den USA nicht in deutscher Sprache erschienen, oder besser: man bekommt die Romane nicht mehr.

    Warum also nicht eine eigene Heldin erfinden und sie vollkommen unkonventionell zum Leben erwecken? Das scheint sich Autor Raymond Benson gedacht zu haben und so erschuf er seine eigene Superheldin: Black Stiletto.

    Black Stiletto erinnert in vielen Dingen an eine Mischung aus Daredevil und Catwoman. Daredevil, da sie die Kampfkunst, mit der sie ihre Gegner auf die Bretter schickt von der Pike auf lernen muss. Catwoman, weil sie viele Eigenschaften einer Selina Kyle in sich vereint, hätte Selina sich für die Seite des Guten entschieden.

    Die ganze Story beginnt in der relativen Jetztzeit und man fragt sich, was nun kommen wird: Geht es im kompletten Buch nur um die Tagebücher von Judy Talbot – der Black Stiletto, oder driftet man ab und schafft auf Grundlage der Urversion eine Jetztzeitheldin?

    Erfreulicherweise beschränken sich die Abenteuer und das Origin der Black Stiletto auf die Tagebucheinträge, welche Martin Talbot – der Sohn von Judy „Black Stiletto“ Talbot – liest und für sich selbst visualisiert.

    So hat man stets das Gefühl in die Zeit von The Shadow oder Doc Savage zurückversetzt zu werden, nur das sich diesmal die Leading Lady der Geschichte nicht wie die übliche „Damsel in Distress“ verhält, sondern dem organisierten Verbrechen eigenhändig den Kampf ansagt. Dabei geht sie nicht zimperlich zu Werke, den ihre Gegner gehen auch nicht gerade wie Gentlemen mit ihr um.

    Benson schafft den Spagat zwischen Coming-of-Age-Story, Liebesgeschichte, knallharter Heroaction und einem sehr augenzwinkernden Final im Jetzt mit Leichtigkeit. Die Heldin wächst einem sehr schnall ans Herz und die ganze Story ist definitiv nicht als eine Art „Female Fantasy“ gedacht, sondern geht in den großen Fußstapfen ihrer Vorbilder (Shadow, Savage, Miss Fury) ihren eigenen eindrucksvollen Weg.

    Der erste Band ist ein Pageturner. In den USA sind mittlerweile fünf Bände um die Lady mit den hochhackigen Schuhen erschienen. Der Luzifer Verlag hat davon bisher „The Black Stiletto“ und „The Black Stiletto: Black & White“ ins Deutsche übersetzt.

    Ich würde mir wünschen, dass man sich bei Luzifer ein Herz nimmt und auch „The Black Stiletto: Stars & Stripes“, „The Black Stiletto: Secrest & Lies“ sowie „The Black Stiletto: Endings & Beginnings“ („Black Stilettos Autograph“ dabei bitte nicht vergessen) ebenfalls dem deutschsprachigen Publikum zugänglich macht.

  12. Cover des Buches Über uns Stille (ISBN: 9783473584529)
    Morton Rhue

    Über uns Stille

     (92)
    Aktuelle Rezension von: 0_Lavender_0

    Zuerst wird sie belächelt, die Familie Parker, die als einzige in der Umgebung einen Schutzraum hat. So unnötig. Doch dann wird es während der Kubakrise in den USA 1962 ernst. Ein Atomkrieg zwingt die Parkers den Schutzraum aufzusuchen.
    Nun versuchen auch die Nachbarn in letzter Minute den Schutzraum zu erreichen. Es beginnt ein Überlebenskampf zwischen Moral, Vernunft und Mitleid. Der Autor schildert die Lebensbedingungen und die Zweifel der Menschen, die sich im Schutzraum eingefunden haben und deren Zukunft äußerst ungewiss ist.

  13. Cover des Buches Tabu (ISBN: 9783499256646)
    Casey Hill

    Tabu

     (67)
    Aktuelle Rezension von: _Dark_Rose_
    Eine Serie grauenhafter Morde erschüttert Dublin. Ein Serienmörder zwingt seine Opfer gesellschaftliche Tabus zu brechen bevor er sie tötet. Anfangs deutet nichts auf einen Serientäter hin, im Gegenteil, die ersten Morde wirken wie Selbstmorde. Erst die vor kurzem nach Irland gezogene CSI-Ermittlerin Reilly Steel erkennt die Zusammenhänge und versteht die kryptischen Botschaften des Killers. Die Polizei hält ihre Theorien für abwegig, bis es immer neue Opfer gibt und so versucht Reilly zusammen mit dem Ermittelnden Polizisten Chris Delany den Mörder zu fassen, bevor er ganz Dublin in Angst und Schrecken versetzt und die Stadt in Blut taucht. Doch bald erkennt Reilly, dass der Serienmörder das Geheimnis ihrer Vergangenheit zu kennen scheint und sie persönlich herausfordert. Ein tödliches Katz und Maus Spiel beginnt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Handlung ist interessant gestaltet und die Hinweise auf Täter, Zusammenhang und Opfer endlich mal nicht allzu offensichtlich sondern wirklich nicht ganz einfach zu erkennen. Allerdings lässt das Buch zum Ende hin ein wenig nach, sodass man bereits vor der großen Enthüllung sicher zu wissen scheint, wer der Serienmörder ist. Das Ende ist für meinen Geschmack ein wenig zu plötzlich gekommen, nachdem im Mittelteil teilweise sehr gestreckt wurde. Ein paar Seiten mehr fürs Ende wären besser gewesen und dafür ein paar Seiten im Mittelteil weniger, der zum Teil etwas langatmig war. Trotzdem, ich kann das Buch nur empfehlen, es ist mal etwas anderes.
  14. Cover des Buches Total Recall (ISBN: 9783455502787)
    Arnold Schwarzenegger

    Total Recall

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Rodrik-Andersen

    In dieser Biografie gewährt Arnold Schwarzenegger auf über 650 Seiten einen tiefen Einblick in seinen Werdegang. Dabei wird vor allem auf seine berufliche Laufbahn eingegangen, wohingegen die Abschnitte über sein Privatleben deutlich kürzer gehalten sind.

    Für mich hielt die Biografie so einige Überraschungen bereit. Nicht, dass ich mich im Vorfeld mit der Person Arnold Schwarzenegger näher auseinandergesetzt hätte. Mir ist „Arnie“ vor allem aufgrund seiner Filme ein Begriff, die mich in meiner Jugend begleitet haben. Besonders die Action-Streifen wie Terminator, Total Recall, Predator oder True Lies sind mir nachhaltig in Erinnerung geblieben, in denen er die Hauptrolle gespielt hat. So überraschte es mich, zu erfahren, dass er ganz am Anfang seiner Filmkarriere sogar einen Golden Globe als bester Newcomer gewann. Und wie zielstrebig, wandlungsfähig und einfallsreich Arnie zugange war, als es darum ging, Geschäfte zu machen und Geld zu verdienen. Zu seinen großen Stärken zählt gewiss die Selbstvermarktung, aber auch das Knüpfen wertvoller Kontakte, die ihm oftmals bei der Erreichung der gesteckten Ziele geholfen haben. Seiner Frau Maria kommt gerade hier eine wichtige Rolle zu, die im Buch auch immer wieder gewürdigt wird.

    Neben den aufschlussreichen Passagen, die sich mit seinem Aufstieg zum Hollywood-Filmstar beschäftigten, konnte ich mich auch für jene Kapitel begeistern, die sich mit Arnies Wahl zum Gouverneur von Kalifornien und dem politischen Alltag in Sacramento auseinandersetzten. Hier empfand ich das Lesen als besonders unterhaltsam, wenn nicht sogar spannend. Beim Thema „Bodybuilding“ hätte ich mir wiederum eine Straffung gewünscht, da mich diese Abschnitte nicht sonderlich fesseln konnten. Natürlich waren seine Erfolge in diesem Sektor ausschlaggebend dafür, dass es ihn in die USA und zum Film verschlagen hat, wo sein eigentlicher Siegeszug begann. Trotzdem wäre hier weniger mehr gewesen.

    Fazit: Respekt! In „Arnie“ steckt wohl mehr, als man gemeinhin glaubt: Panzerfahrer, Bodybuilder, Handwerker, Immobilien-Investor, Schauspieler, Initiator der zivilen Humvee-Ausführung, Politiker und Gouverneur, etc. Was er auch anpackte, es wurde in der Regel zum Erfolg. Dies passt natürlich zum Mythos der USA, welches sich als „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ rühmt. Dank eines eisernen Willens, einer beachtenswerten Wandlungsfähigkeit und eines großen Netzwerks gelang es ihm, in den verschiedensten Bereichen erfolgreich zu sein und sich einen Namen zu machen, der Menschen auf der ganzen Welt ein Begriff ist. In Summe liegt also eine lesenswerte Biografie vor – einfach, weil es sich um einen erfrischend abwechslungsreichen Werdegang handelt, den Arnie da eingeschlagen hat. Dass sein Privatleben und seine Fehltritte dabei größtenteils im Dunkeln verbleiben, ist zwar schade, störte mich aber nur am Rande.

  15. Cover des Buches 11/22/63 (ISBN: 9781451627299)
    Stephen King

    11/22/63

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Flamingo
    Was für ein toller Roman, der sehr zum Nachdenken über historische Wendepunkte anregt. Nachdem ich nach Kennedys Tod geboren wurde, halte ich diesen für weitaus weniger relevant als a) Amis mit ihrem präsidialen Personenkult und b) Menschen, die 1963 live erlebt haben. Ich habe eh schon immer gesagt, dass die Geschichtsbücher nicht gerade positiv über Kennedy schreiben würden, hätte er zwei "normale" Amtszeiten erlebt. Als Deutsche wäre meine erste Wahl wohl, Hitler zu verhindern; aber in dem Timetravelling-Setup von Stephen King das ist keine Option (und ja, ich habe Stephen Fry's Buch dazu gelesen).
    Aber King schreibt das wirklich alles super und sehr authentisch (sowie ich das vom Jahr 2017 aus halt beurteilen kann haha).
    Jedenfalls eine wirklich brillante Geschichte mit Längen, aber sie passen in die Geschichte. 
    Zwei Dinge, die ich mir gewünscht hätte: Ein ausführlicheres Kapitel über die Auswirkungen von Jakes Tun, nachdem er das erste Mal zurückkehrt und eine bessere Erklärung, warum diese spezielle Zeitreise möglich war. Das hat z.B. April White in ihrer Serie "Immortal Descendants" ganz toll gemacht: wissenschaftlich logisch und glaubwürdig. 
    Trotzdem ein tolles Buch. 
  16. Cover des Buches Das Geheimnis der Kennedys (ISBN: 9783776623895)
    Edward Klein

    Das Geheimnis der Kennedys

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Hoffnung wagen (ISBN: 9783442159543)
    Barack Obama

    Hoffnung wagen

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Und wieder einmal verblüfft uns Barack Obama. Sein zweites Buch erzählt seinen Werdegang in beruflicher Form. Wieder hervoragend geschrieben und mitfühlend. Erfolg und Niederlage liegen nah beieinander, doch lässt er nicht locker.
  18. Cover des Buches Die Weisheit des Todes (ISBN: 9783453431010)
    Christopher Hyde

    Die Weisheit des Todes

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Gruenente
    Ein totkranker Detective (Duval) versucht eine Mordserie aufzuklären, bevor er stirbt. Zur gleichen Zeit (November 1963 in Dallas) wird Kennedy erschossen. Duval wird Augenzeuge der welterschütternden Vorgänge. Deswegen bekommt er zu seiner Ermittlung auch keine Unterstützung. Etwas betulich, aber auch drastisch. Interessant, im CSI-Zeitalter, wie damals ermittelt wurde...
  19. Cover des Buches Unser Jahrhundert (ISBN: 9783570551240)
    Helmut Schmidt

    Unser Jahrhundert

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Marcus_Krug
    Zwei betagte Persönlichkeiten reden über „Unser Jahrhundert“. Das ist zum einen der Historiker und Experte in deutscher Geschichte Fritz Stern (Jahrgang 1926) und zum anderen der omnipräsente Altkanzler Helmut Schmidt (Jahrgang 1918). Schon allein die Geburtsjahre lassen darauf schließen, dass beide etwas zu erzählen haben. Inhaltlich das Gesprächsbuch zu erfassen, soll im Rahmen dieser Besprechung nicht Sinn und Zweck sein. Nur soviel, sämtliche Ereignisse und Personen, die sich zwischen dem 19. Jahrhundert und dem angehenden 21. Jahrhundert zugetragen haben oder lebten, werden hier mehr oder weniger intensive zum Thema des Gespräches gemacht. Das Gespräch (bzw. die Gespräche) zwischen den oben genannten Personen fand an drei Tagen, jeweils vor- und nachmittags statt – analog ist auch das Buch gegliedert. Den roten Faden des Buches geben lediglich einige Fragen vor, an denen sich die Gesprächspartner lose orientieren. Da man aus Gründen der Authentizität das Gespräch nicht in thematische Schubladen presste, liest sich das ganze Buch sehr spannend, ungezwungen und erfrischend. Will sagen, man merkt dem Gespräch an, wie es sich durch Schmidts und Sterns Gedanken entwickelt, indem der eine auf das Gesagte des anderen unmittelbar reagiert. Von Zeit zu Zeit – wenn das Thema zum Abschweifen einlud – erinnern sich Stern und Schmidt immer wieder gegenseitig daran, dass sie doch noch andere Fragen hätte, die einer Diskussion bedürfen und man kehrt zum eigentlichen Thema zurück. Gerade dieses Ausufernde und Improvisierte macht den Reiz der Lektüre aus. Auch die geistreichen Kommentare und durchaus den ein oder anderen Sachverhalt erhellenden Anekdoten tragen ihren Teil zum Gelingen dieses Gesprächsbuches bei. Es liefert genügend Stoff zum Nachdenken und Staunen und die Lektüre ist inspirierend und bereichernd. Das Buch ist vor allem eines, eine Aufzeichnung des Gespräches zweier erfahrender Persönlichkeiten. Es ersetzt keinesfalls ein Geschichtsbuch. Jedoch wünschte ich mir an der einen oder anderen Stelle schon eine weitere Ausführung, denn manche Erklärungen sind aufgrund des Hintergrundwissens von Stern und Schmidt doch äußerst knapp. In diesen Fällen wäre eine Fußnote sehr willkommen gewesen. Obwohl hier zwei zumindest gebürtige Europäer über ihre Erlebnisse und Erfahrungen sprechen, ist mir persönlich das Gespräch zu Amerika-lastig geraten. Auch ist mir negativ aufgefallen, dass Altkanzler Schmidt des öfteren Herrn Stern ins Wort fällt und das Thema „für sich nutzt“. Aber das mag an meiner ambivalenten Haltung gegenüber Herrn Schmidt liegen. Einerseits hat er einiges zusagen (verglichen mit der historische Ahnungslosigkeit kontemporärer Politiker), aber andererseits wird er von den Medien als allwissendes Orakel überstrapaziert, wobei ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass er sich in dieser Rolle mehr als gefällt. Nichtsdestotrotz ein sehr bereicherndes und inspirierendes Buch!
  20. Cover des Buches Das Attentat in der Geschichte (ISBN: 9783806236682)
    Alexander Demandt

    Das Attentat in der Geschichte

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Admiral
    Auf über 500 Seiten erzählt der Sammelband (eine Verschriftlichung einer universitären Ringvorlesung ?) "Das Attentat in der Geschichte" des Herausgebers Alexander Demandt aus dem Jahr 2000 die Geschichte mehrerer Attentate, wobei Personen unterschiedlichster Fachbereiche zu Wort kommen.

    Zeitlich reichen die Attentatsbeschreibungen von der Antike (Darius, Caesar) bis in die Neuzeit (Gandhi, Kennedy). Thematisch betrachtet reichen die Aufsätze auch relativ weit, betrachtet man beispielsweise das Endkapitel (von Alexander Demandt selbst) über das Ereignis des Attentats an sich, in dem er von der Etymologie (lat. attemptare, nicht dt. Tat !) ausgeht, anschließend die unterschiedlichsten Motivationen differenziert betrachtet, unterschiedliche Rezeptionen andeutet und auf den interessanten Aspekt der kontrafaktischen Geschichtsschreibung hindeutet (S. 503-518). Ein anderes thematisches Feld berührt Halm (S. 75-89) mit seinem Aufsatz, da er kein spezielles Attentat beschriebt, sondern eine Attentatsgruppe, nämlich die Assassinen.

    Besonders interessant sind jedoch die unterschiedlichen Perspektiven, aus denen heraus die einzelnen Themen betrachtet werden. Überraschend war da der kunsthistorische Ansatz Gaethgens (S. 211-240), der das Attentat auf Marat mit einer Analyse des Gemäldes "Marat" von David verknüpft. Besonders interessant hat auch Steinbach (S. 406-441) in seiner Darstellung zum 20. Juli 1944 methodische und strukturelle Exkurse zum Ereignis des Attentats speziell in einer Diktatur und zur Abhängigkeit der nachträglichen Bewertung der Attentäter von moralisierenden Wertvorstellungen und persönlichen Tendenzen untergemischt.

    Etwas enttäuschend andererseits waren die Aufsätze von Krippendorff (Sand, Kotzebue und das Blut des Verräters. 1819, S. 241-260) und Barbara Demandt (Das Attentat auf Kaiserin Elisabeth von Österreich am 10. September 1989, S. 299-329, die entweder eine eigenartige religiös/spirituelle Perspektive einnehmen (Krippendorff), oder sich auf eine prosopographische (ohne Quellenverweise wohlgemerkt) und biographische Sicht beschränken, ohne eine Struturanalyse zu betreiben, den Kontext zu erläutern, oder Auswirkungen ausführlich darzustellen (Barbara Demandt).


    Was fast allen Aufsätzen positiv anzumerken ist, ist die mehr oder weniger wissenschaftliche Herangehensweise und gute Lesbarkeit. Auch ist durch die (oben angedeutete) thematische und perspektivische Vielfalt eine Herausfilterung von eigenen "Lieblingen" (mir mangelt es gerade an treffenderen Formulierungen, aber ihr versteht schon !) möglich.
    Leider beschränkt sich der Band größtenteils auf europäische Attentate und einige Ereignisse (Pulververschwörung von 1605 !) fehlten schmerzlich. Doch lässt sich das verkraften.
  21. Cover des Buches Der vierte Kennedy (ISBN: 9783426600948)
    Mario Puzo

    Der vierte Kennedy

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Arun
    Der vierte Kennedy von Mario Puzo.

    Habe dieses Buch vom Autor des Weltbestsellers „Der Pate“ vor kurzem in einem Geschäft für gebrauchte Bücher entdeckt und anhand des Klappentextes gleich mitgenommen.

    Klappentext:
    Francis Xavier Kennedy, Präsident der Vereinigten Staaten, steht als ­fiktiver ­ vierter Kennedy ganz in der demokratischen Tradition seiner berühmten Namensvettern. Von privaten Schicksalsschlägen zermürbt, ist er amtsmüde geworden und erwägt, für die nächste Legislaturperiode nicht mehr zu kandidieren. Doch dann entführt ein internationales Terrorkommando eine amerikanische Linienmaschine in das kleine Öl-Sultanat Sherhaben. An Bord befindet sich Kennedys Tochter Theresa …
    Ein fiktiver Kennedy ist aktueller US-Präsident, liberal und weitsichtig (vielleicht die einzige Utopie dieses Buches) und wird sehr persönlich mit dem internationalen Terrorismus konfrontiert. die Ereignisse überschlagen sich, und die Wendungen und Geschehnisse sind so furios, wie sie nur die Wirklichkeit bieten kann.

    Meine Meinung:
    Schon nach wenigen Seiten war mir klar dieses Buch war ein Glücksgriff, ein Roman genau nach meinem Geschmack.
    Attentate, Flugzeugentführung, Terroranschläge, fragwürdige Verhörmethoden, medizinische Experimente, Verschwörungen und Intrigen auf den höchsten Ebenen von Politik und Wirtschaft,
    kleine Seitenhiebe auf Religionen und vieles mehr verarbeitet Mario Puzo meisterlich in dieser Story um einen US-Präsidenten mit bekanntem Namen.
    Auch die Nebenfiguren sind großartig ausgearbeitet und perfekt in die Handlung eingebaut.
    Für Freunde des gepflegten Polit-Thrillers ist dieser Roman eine absolute Leseempfehlung.
  22. Cover des Buches I'll Never Get Out of This World Alive (ISBN: 9783896674630)
    Steve Earle

    I'll Never Get Out of This World Alive

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Joachim_Tiele
    Ich bin auf diesen Roman bei seinem Erscheinen durch einen Artikel in der Musikzeitschrift Rolling Stone aufmerksam geworden, in dem man dem Verfasser ein für einen Musiker ganz passables Romandebut (sinngemäß aus der Erinnerung zitiert) attestiert hatte. Und natürlich ginge es in dem Roman auch um Musik, insbesondere um die des viel zu früh gestorbenen Country-Barden Hank Williams, dem ein Denkmal zu setzten Steve Earle, ein Musiker der selbst aus der Folk- und Roots Rock-Ecke kommt, genau der Richtige sei. Wahrlich ich sage Euch (der biblisch anmaßende Ton wird später erläutert), man kann Hank Williams Musik (tausendfach im Internet vertreten) aus heutiger Sicht für gequirlte Hillibilly-Scheiße halten, und diesen Roman dennoch für sehr gut. Zwar werden einige seiner Liedtexte zitiert und gelegentlich schallt seine Musik aus einer Jukebox, aber es geht  in diesem Roman nicht (oder nur ganz am Rande) um Hank Williams als Musiker. Eher sind es Schuld und ihre Verarbeitung durch Doc, den Protagonisten des Romans, der, aus einem reichen und angesehenen Elternhaus stammend, Anfang der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts in einem der miesesten Viertel von San Antonio angekommen ist, Jahre nachdem sein Patient Hank Williams an einer von ihm ärztlich verordneten und verabreichten Dosis Morphium in Verbindung mit Alkohol im Alter von nur 29 Jahren verstorben war. Seit dem erscheint ihm, dem inzwischen selbst heroinabhängigen illegalen Abtreibungsarzt, der die Zulassung als Arzt verloren hat und seine Sprechstunden in einer Kneipe abhält, Williams als Geist und nahezu akzeptierte Nemesis, bis...

    ... eines Tages die gerade achtzehnjährige schwangere Graciella, eine illegale Einwanderin aus Mexiko, von ihrem nicht gerade verantwortungsbewussten Kindsvater bei Doc abgeladen wird. Sie gerät durch den Eingriff in Lebensgefahr, Doc behält sie daher sehr viel länger in seiner Obhut, als beabsichtigt, und schließlich bleibt sie ganz bei ihm, trotz eines Ausrutschers nicht als seine Geliebte, sondern als Teil derjeniger Personen in seiner Umgebung,die sein engeres Umfeld auch im Zusammenhang mit seiner illegalen Berufsausübung – ausmacht: Theresa, die Buffetkraft der Kneipe, in der im Hinterzimmer sein Ordinationsraum liegt, Marge, seine Zimmerwirtin und deren Geliebte Dallas, Big Manny, der Dealer, und Detective Hugo Ackermann, dem beide, der Arzt und der Dealer, regelmäßig seinen Anteil zu kommen lassen, damit sie unbehelligt bleiben, der sie aber auch zuverlässig warnt, wenn wirklicher Ärger in Gestalt von Anordnungen der Polizeioberen auf sie zukommt.


    Zwischengespeichert wird noch redigiert und fortgesetzt!
  23. Cover des Buches Der Anschlag (ISBN: 9783453441590)
    Stephen King

    Der Anschlag

     (682)
    Aktuelle Rezension von: xxSandyxx

    Ein sehr guter Si-Fi-Roman von Stephen King.


    Normalerweise lese ich keine Si-Fi-Romane, aber wegen des Themas (und weil er von King ist) dachte ich, okay, ich gebe ihm eine Chance. Und was soll ich sagen?

    Das Buch ist ein Meisterwerk. King hat nicht nur historische Ereignisse eingebaut, die tatsächlich passiert sind, um das Ganze noch glaubwürdiger erscheinen zu lassen, er hat auch Charaktere geschaffen, mit denen man sich verbunden fühlt.

    Man konnte wirklich glauben, dass Jake, Sadie, Deke und alle anderen wirklich existierten. Auch der kurze Aufenthalt in Derry hat mir sehr gut gefallen. So sehr, dass ich "es" sogar gekauft habe. Auch die Versuche, mit denen die Vergangenheit versucht, Jake in seinem Plan zu stoppen, wirken realistisch und sind ein super Element zum Thema Zeitreise. Und auch die Harmonien, wirken weder aufgesetzt noch unlogisch. Es ergibt alles einen Sinn.

    Sehr starke Leseempfehlung meinerseits.


    Ich würde mich freuen, wenn es eines Tages ein weiteres Buch von der schönen Stadt Jodie und ihren Bewohnern geben würde.

  24. Cover des Buches Die 50 größten Verschwörungen aller Zeiten. Komplotte und Intrigen von JFK bis Lockerbie (ISBN: 9783893657360)

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